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Den Multis die Stirn bieten

 
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Den Multis die Stirn bieten
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far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Den Multis die Stirn bieten Antworten mit Zitat
Kann auch gedruckt bestellt werden!

Zitat:
Der weltweite Kapitalismus steckt in einer tiefen Krise. Schon seit Jahren versuchen multinationale Unternehmen diese Krise durch verstärkte Expansion zu lösen. Dagegen wehren sich die globalen Arbeiter- und Unterklassen schon seit langem. Wo treffen Expansion und Rebellion aufeinander? Gibt es Angelpunkte im System?… Und kann Frustration in Hoffnung umschlagen?…

In diesem Text wurde versucht, die auf Globalrevolt gesammelten Einträge auszuwerten und darum herum eine kleine Analyse des weltweiten Klassenkampfs zu machen.

Ich freue mich über Kommentare und Diskussionsbeiträge.

Es werden keine persönlichen Daten veröffentlicht. Grundsätzlich müssen alle Beiträge zuerst von mir freigeschalten werden.


http://globalrevolt.files.wordpress.com/2009/01/den_multis_die_stirn_bieten_rebellion-dossier_pdf_version2.pdf

http://globalrevolt.wordpress.com/

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
08. März 2009, 11:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
Ein kleiner Rundflug (Vorwort)
Dieser Text ist ein Versuch zumindest in Gedanken die
Frustration zu durchbrechen. Politisch herrscht in der
Schweiz Eiszeit. Fast keine Demos mehr. Diejenigen, die es
noch gibt, lassen ein Gefühl von Leere zurück. AktivistInnen
hören reihenweise auf, Zeugs zu machen. Meistens
weil die Leute vor lauter Arbeit keine Zeit mehr haben.
Und die Basis, die es einmal gab, hat sich mehr oder weniger
pulverisiert. «Es bringt nichts mehr» ist Realität
geworden.
Klar, es gibt Ausnahmen. Die schweizweite Anti-SVPKampagne
mit dem Höhepunkt am Protesttag vom 6. Oktober
2007 in Bern hatte schon eine gewisse Wucht. Und die
Anti-WEF-Demo vom 19. Januar 2008 in Bern ist auch
andern Regeln gefolgt als gewohnt.
Im Streik bei der SBB in Bellinzona im März 2008 und
an der Bleiberechtdemo vom 24. April 2008 in Zürich sind
auch wieder mal ArbeiterInnen beziehungsweise EinwandererInnen
selbst zu vorderst gestanden und haben laut
gesagt, was sie wollen und was sie stört.
Andersrum betrachtet sind die meisten Sachen aber einfach
nur Politevents, ohne dass auf die Länge irgendetwas
Neues dabei rausschaut. Manche sagen: «Es läuft doch
eigentlich ganz gut. Es kommt dann schon wieder.» In
Wahrheit geht alles den Bach runter. Ehrlich gesagt ist es
so: Momentan gibt es in diesem Land nichts, was den Verhältnissen
ernsthaft etwas entgegenzusetzen hat. Das ist
die Ausgangslage. Temperatur null Grad und am sinken.
Und kein Brennholz mehr...
Natürlich stirbt die Hoffnung zuletzt. Immerhin war das
der Grund dafür, so einen Text zu schreiben. Dazu habe ich
versucht, anders ranzugehen. Das Ganze zu sehen. Weg
aus dem beschränkten Blickwinkel, den sie uns aufzwingen
wollen. Ein kleiner Rundflug um den Planeten. Nichts Grosses.
Nur über die Dinge nachgedacht. Das ändert noch
nichts. Um etwas zu ändern, müssen wir handeln...
Revolution ist etwas, das weit weg scheint. Wie eine Art
Paradies, das vielleicht mal erreicht wird. Eine Utopie, die
niemand von uns noch erleben wird. Revolution als etwas,
das irgendwo im Nebel der Zukunft liegt...
Dass Revolution so gedacht wird, hat mit der jetzigen
Gegenwart zu tun. Eine Ordnung, die von sich sagt, sie sei
«gut» und für «alle» da. Doch vor allem flüstert die Ordnung
uns ins Ohr: «Es wird sich nie etwas ändern. Es soll
sich auch nie etwas ändern.» Es ist eine Stimme aus einer
Fernsehwerbung. Sie sagt auch: «Es ist sowieso unmöglich,
dass sich etwas ändert. Akzeptier dieses Leben und
diese Verhältnisse. Eigentlich ist es ja ganz ok. Anderswo
gibt es Hunger und Krieg. Hier hat es doch alles, was du
brauchst. Arbeit und Konsum. Eigentlich gefällt es dir
doch. Amüsier dich!» Und so bleibt von der Revolution nur
noch ein schöner Traum. «Ach, wenn doch nur alles anders
wäre», seufzen wir manchmal und gehen weiter in unserem
alltäglichen Trott...
Das Paradies, das irgendwann kommt, kann uns egal
sein. Irgendwann heisst nie. Wir brauchen eine richtige
Veränderung. Den völligen Umsturz dieser Ordnung. So
dass alles ganz anders wird. Deshalb müssen wir uns auf
die Suche machen nach der wirklichen Revolution. Nach
ihren Vorläufern und Anfängen. Und vor allem nach ihren
Trägerinnen und Trägern.
Diese Überlegungen hier sind wie gesagt nur ein kleiner
Rundflug. Um mal auszukundschaften...
Wer mir dazu etwas mitzuteilen hat oder die Dinge sogar
diskutieren möchte, kann dies im WWW auf der Seite globalrevolt.
wordpress.com tun. Der Link «Leave A
Comment» führt zu einem Textfeld...
Biel am 26. Oktober 2008


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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.

Zuletzt bearbeitet von far am 08. März 2009, 13:56, insgesamt 2-mal bearbeitet
08. März 2009, 12:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Savo



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Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
far ist ein aufmerksamer wildcat-leser: gut!

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
08. März 2009, 13:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
auch gepostet weil der wildcat link falsch ist und man etwas suchen muss!

Zitat:
Diese «Neuzusammensetzung» von der hier immer die
Rede ist, ist «für Leute, die schon lange Wildcat lesen, ein
gängiger Begriff. Aber für neue LeserInnen? Ein Beispiel
anhand des Kampfs der Studis gegen Studiengebühren:
Die Jungen argumentieren sozial und politisch; ältere
Semester sind persönlich betroffen, weil die Uni als Parkplatz
wegfällt; eine relative Mehrheit der Studis sieht es
betriebswirtschaftlich (Studienkosten als Investition in die
eigene berufliche Zukunft) und mithin gar nicht so
schlimm... Eine mögliche Neuzusammensetzung wäre nun,
wenn sich die Altsemester und die kämpferischen Jungen
zusammenschliessen und den Kampf gewinnen. Dabei
würde untereinander viel an Erfahrungsaustausch und
politischer Diskussion laufen; das politische Bewusstsein
der Studis würde sich erhöhen; und sie würden zu Veranstaltungen
und Diskussionen eingeladen werden, um zu
berichten ‹wie man das macht›.
Es gibt Leute, die darauf bestehen, sich den Dauerlutscher
falsch rum in den Mund zu schieben. Sie setzen am
‹Bewusstsein› an. Schwierige Sache, denn wie lässt sich so
was messen? Sie werden in jedem ‹einzelnen Bewusstsein›
Spuren von Rassismus, Sexismus, Karrierismus und dergleichen
finden. Und dann? Dieses Rangehen hat nur einen
Vorteil: Leute, die so drangehen, können sich über andere
erheben. Denn sie sind es ja, die das Bewusstsein beurteilen
und dann die entsprechenden Gegenmassnahmen ‹ver-
ordnen›. Dieser eine Vorteil wiegt für viele Linke alle anderen
Nachteile auf.
Gegen solche überholten Avantgardekonzepte entwickelten
die Operaisten Anfang der 60er Jahre die Methode
der ‹Klassenzusammensetzung›. Denn sie hatten kapiert,
dass die Klasse nichts Einheitliches ist, und beobachtet,
dass sich nicht nur ihre Zusammensetzung, sondern auch
ihre Kampfformen, ihre Bedürfnisse, ihre Kulturen, usw.
geschichtlich ändern.»


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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
08. März 2009, 13:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
dazu verhält sich jedes verdammte liebesgedicht wie ein einkaufszettel zu den MEW!

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
08. März 2009, 13:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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