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Litauen: Strafverfahren gegen ehemalige jüdische PartisanIn

 
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Litauen: Strafverfahren gegen ehemalige jüdische PartisanIn
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far



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Beitrag Litauen: Strafverfahren gegen ehemalige jüdische PartisanIn Antworten mit Zitat
Nachfolgend veröffentlichen wir einen offenen Brief einer Berliner Soligruppe, die gegen das Ermittlungsverfahren protestieren, das die Staatsanwaltschaft in Vilnius gegen ehemalige jüdische PartisanInnen eingeleitet hat.
In Litauen hat der Antikommunismus eine lange Tradition, die noch bis in die Zeit der Ersten Republik (1918-1940) zurückreicht. Vor kurzem beschloß der Seimas (das litauische Parlament), Hammer und Sichel sowie Rote Sterne als Symbole zu verbieten und das Zeigen selbiger unter Strafe zu stellen (siehe unser Artikel dazu).

Jetzt geht die nationalistische Rechte in Litauen noch einen Schritt weiter und kocht alte antisemitische Propaganda wieder auf und macht antisemitische und antisowjetische Hetze so in der baltischen Republik gesellschaftlich salonfähig.

Zwischen Juni 1941 und Oktober 1941 massakrierten die deutschen Nazis und ihre litauischen HelferInnen mehr als 50% der 80.000 litauischen JüdInnen. Die übrigen JüdInnen wurden in Ghettos in Vilnius und Kaunas gepfercht, die nach und nach "aufgelöst" wurden (sprich: systematische Ermordung der jüdischen Bevölkerung). Allein in dem Waldgebiet Panerai (Ponar) rund um die litauische Hauptstadt Vilnius (Wilna) wurden zehntausende JüdInnen in Massenerschießungen ermordet.
Im Ghetto von Vilnius gründete sich am 23. Januar 1942 die "Farejnikte Partizaner Organizazie" (Vereinigte Partisanenorganisation, FPO) - ein Zusammenschluß von KommunistInnen, BundistInnen sowie linken wie rechten ZionistInnen, die den bewaffneten jüdischen Widerstand gegen die Nazis organisierten. Einige Gruppen der FPO verließen heimlich das umzäunte und schwer bewachte Ghetto und schlossen sich den kommunistischen/sowjetischen PartisanInnen an, andere organisierten den bewaffneten Ghettoaufstand gegen die Liquidierung des Wilnaer Ghettos am 01.09.1943. Als die Wehrmacht am 23.09.1943 zur endgültigen Zerschlagung des Aufstandes und zur endgültigen Liquidierung erneut das Ghetto stürmte, setzten sich die etwa 200 verbliebenen FPO-KämpferInnen grüppchenweise durch die Abwässerkanäle ab, um in den Wäldern gegen die Nazis weiterzukämpfen.

Wir möchten euch bitten, den nachfolgenden offenen Protestbrief an den litauischen Staat mit zu unterzeichnen. Wer ihn unterstützen will, soll sich bitte direkt an die Soligruppe wenden: Offener-Brief.Litauen[ät]gmx.de


Zitat:
Wir fordern die Einstellung der Ermittlungen gegen ehemalige jüdische Partisanen in Litauen


Seit Anfang dieses Jahres ermittelt die Staatsanwaltschaft in Litauen gegen ehemalige jüdische Partisaninnen und Partisanen, die während des Zweiten Weltkriegs gegen die deutsche Besatzungsmacht gekämpft haben. Die Behauptung der Staatsanwaltschaft, dass Hunderte Zeugen befragt wurden, täuscht über die Tatsache hinweg, dass ausschließlich jüdische Namen in den Medien auftauchen, vor allem die von Yitzhak Arad, Fania Brantsovsky und Rachel Margolis. Sie werden in Zusammenhang mit Partisanenaktionen genannt, bei denen litauische Zivilisten umgekommen sind und als deren Urheber die Justizbehörden Terroristen und Mörder ausgemacht haben. Dies legt die Vermutung nahe, dass die Ermittlungen darauf ausgerichtet sind, die öffentliche Meinung in Litauen dahingehend zu beeinflussen, dass primär Juden für die litauischen Opfer von Partisanenaktionen verantwortlich sind. Auf diese Weise soll die antisowjetische bzw. antirussische Stimmung in Litauen eine antijüdische Stoßrichtung erhalten.

Es sei daran erinnert, dass die jüdischen Anti-Nazi Partisanen zuvor Gefangene in den Ghettos waren, die von den deutschen Besatzern und ihren litauischen Kollaborateuren eingerichtet wurden; sie kämpften bewaffnet gegen die nationalsozialistische Herrschaft in autonomen jüdischen Gruppen oder sowjetischen Partisaneneinheiten und trugen damit zum Sieg der alliierten Streitkräfte gegen Nazi-Deutschland bei. Aktuell wird in den Massenmedien bewusst das negative Image jüdischer Partisanen konstruiert. Medien und Justiz bedienen sich dabei des gleichen Stereotyps, das in den Jahren der deutschen Besatzung der massenhaften Beteiligung von Litauern am Massenmord an der jüdischen Bevölkerung zugrunde lag: Juden werden mit Kommunismus, dem sowjetischen System und sowjetischen Partisanen identifiziert. Demgegenüber wird gegen die litauischen Kollaborateure der deutschen Besatzer, die für die Ermordung von 220.000 Juden in den Jahren 1941 bis 1944 mitverantwortlich sind, nicht ermittelt. In den 18 Jahren der Unabhängigkeit Litauens ist kein einziger Nazi-Kollaborateur belangt worden.

Die litauische Staatsanwaltschaft steht offenbar unter politischem Druck. So wurde Fania Brantsovsky aufgrund der Anfrage eines Abgeordneten der Vaterlands-Partei zur Ermittlungsbehörde vorgeladen. Die Tatsache, dass die vom Präsidenten der Republik Litauen gegründete "Internationale Kommission zur Ermittlung von Verbrechen des nationalsozialistischen und des sowjetischen Okkupationsregimes in Litauen" ihr eigenes Mitglied Yitzhak Arad und die anderen jüdischen Anti-Nazi-Partisanen nicht öffentlich verteidigte, ist äußerst befremdlich. Offensichtlich wird derzeit in Litauen in einer antisemitischen Stimmungsmache die Geschichte des Holocaust umgeschrieben und die ehemals Verfolgten werden als Täter verdächtigt.

Wir fordern, die Verfolgung ehemaliger jüdischer Partisanen sofort einzustellen! Die Europäische Kommission sollte ihren Entschluss, Vilnius, die Hauptstadt Litauens, zur Kulturhauptstadt 2009 zur erklären, überdenken. Einem Land, in dem antisemitische Stimmungsmache in Politik, Justiz und Medien derart breiten Raum einnehmen kann, steht eine solche Auszeichnung nicht zu.


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22. August 2008, 14:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28708/1.html

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15. September 2008, 11:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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Zitat:
Jährlich werden in Estland Versammlungen ehemaliger SS-Mitglieder abgehalten, Kollaborateure, die während des zweiten Weltkrieges auf der Seite der Hitler-Armee gekämpft haben, die der Welt und Europa millionenfache Opfer und Zerstörungen gebracht hat. Kein Land der Welt erlaubt oder begrüßt solche Versammlungen auf seinem Territorium, nur in Estland und Lettland mit dem schweigenden Einverständnis der Regierung und ihrer Gleichgesinnter, mehr noch, mit der Teilnahme der Vertreter der Exekutive sind solche Veranstaltungen erst möglich geworden.

Diese Feier, die nicht nur Veteranen der SS-Kräfte, sondern auch alle Anhänger der nazistischen und neonazistischen Ideologien aus verschiedenen Ländern anziehen, wurden ein Infektionsherd der für die Welt und Menschheit todgefährlichen Ideen.

Die UNO-Generalversammlung hat in ihren Resolutionen mehrfach diese Länder aufgerufen, solche Versammlungen nicht zuzulassen. Doch ignorieren die Regierungen Estlands und Lettlands die Resolutionen dieser mächtigen Organisation. Umgekehrt versucht die estnische Exekutive tüchtig die Aktivitäten der antifaschistischen Organisationen zu verhindern, die gegen die Durchführung von Festivitäten, die die nazistische Vergangenheit feiern, vorgehen.

Die Aktivisten der antifaschistischen Bewegungen aus Nachbarländern werden a priori als Personen "non grata" erklärt, die den estnischen Staat bedrohen würden und werden aus dem Land abgeschoben. Die Regierung Estlands schafft es in die "schwarze Schengen-Liste" (SIS) Bürger der Schengen-Zone einzutragen, die hier geboren sind und ständigen Wohnsitz haben. Dies ist nicht nur eine Verletzung der Bürgerrechte und Freiheiten, sondern auch des Schengen-Abkommens, das für die Teilnehmer-Länder verpflichtend sind. Die Aktivisten der antifaschistischen Bewegung Estlands werden ständigen Repressionen und Verfolgungen ausgesetzt.

So wurden auch in diesem Jahr unbegründet, wegen "Personenkontrolle", die Aktivisten der Bürgerbewegung "Notchnoj Dozor" und Mitglieder des finnischen antifaschistischen Komitees festgehalten, obwohl sie legale, über jeden Zweifel erhabene estnische Dokumente vorgezeigt haben, die lettischen Antifaschisten wurden einfach des Landes verwiesen.

In ihren Pressemitteilungen bezeichnen die Leiter des estnischen Innenministeriums die Aktivisten der antifaschistischen Bewegung nicht anders als "Extremisten", obwohl keiner von ihnen weder in ihrem eigenen Land, noch auf dem estnischen Gebiet sich hat was zuschulden kommen lassen, die Organisation "Notchnoj Dozor" wurden von der höchsten Instanz des Estnischen Gerichts komplett freigesprochen.
 
Gleichzeitig erzeugt die estnische Exekutive für die aus ganz Europa auf die SS-Versammlungen angereisten Neonazisten mit allen Kräften ein "Klima der größtmöglichen Unterstützung". Niemals wurde auch nur ein Neonazi, die offen Rassenhass sähen und "die herrliche Nazi-Vergangenheit" propagieren, festgenommen.

http://de.indymedia.org/2009/07/257012.shtml

Etwas älter "Litauen verbiete Hammer & Sichel":
http://www.undergrounddogs.net/phpbb/viewtopic.php?t=3213

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29. Juli 2009, 13:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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