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Remember the 1st of December - Aktion Freiraum kämpft weite

 
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Remember the 1st of December - Aktion Freiraum kämpft weite
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minino
Admin-Dog


Anmeldedatum: 10.08.2005
Beiträge: 2105
Wohnort: Kt. Zug

Beitrag Remember the 1st of December - Aktion Freiraum kämpft weite Antworten mit Zitat
Zitat:
Heute vor zwei Jahren hat sich in Luzern eine breite Bewegung formiert, welche für mehr kulturellen Freiraum und gegen die zerstörerische Stadtentwicklung kämpft. Nach diesen zwei Jahren scheint in der Stadt Luzern immer noch kein Umdenken stattgefunden zu haben: Die Verhandlungen sind auf Schwierigkeiten gestossen, die Gowa-Halle musste die Tore schliessen, der Grossstadtrat sperrt sich gegen eine Lösung für den Wagenplatz Sous le pont und während der Stadtrat auf fieberhafter Suche nach einem Standort für die Salle Modulable ist, werden weitere Kulturbetriebe von der Schliessung bedroht. Die Aktion Freiraum ruft deshalb zu einer erneuten Kulturoffensive auf.

Seit dem 1. Dezember vor zwei Jahren kämpft eine breite Bewegung gegen die offensichtlichen Missstände in der Kultur- und Stadtentwicklungspolitik der Stadt Luzern. Sie setzt sich ein für kulturelle Freiräume und alternative Wohn- und Lebensformen, welche von der auf Prestigebauten und Wohnraum für Besserverdienende fixierte Stadtentwicklung bedroht und zerstört werden. Nun, nachdem sich die Nacht im Sonnenberggefängnis zum zweiten Mal jährt, scheint in der Stadt Luzern noch keinerlei Umdenken stattgefunden zu haben. Schlimmer noch: Mit der Schliessung des Frigorex und den politischen Ränkeleien um die Salle Modulable trübt sich das Klima in Luzern erneut. Es geht erneut vergessen, dass Kultur im Kleinen beginnt, Lebensqualität nicht Wirtschaftswachstum bedeutet und dass der Stadtkern nicht bloss denen gehört, welche am meisten konsumieren und investieren.

Die Aktion Freiraum kann eine solche Entwicklung nicht weiter dulden. Der Verein Kulturraum hat sich deshalb dazu entschlossen, den Verein aufzulösen und die Verhandlungen mit der Stadt Luzern als gescheitert zu erklären. Der Verein sieht keinen Sinn, mit einer Stadt für ein Kulturzentrum zu verhandeln, wenn dieselbe Stadt eine Stadtentwicklung vorantreibt, welche nicht-etablierte Kulturzentren nachhaltig bedroht (konkrete Kritiken siehe Anhang).

Weiter leben soll jedoch die Aktion Freiraum. Sie war und ist eine Bewegung, welche sich nicht auf einzelne Meinungen oder Personen reduzieren lässt. Sie ruft deshalb alle Kulturschaffenden, Kulturinteressierten, alle bedrohten Lebens- und Wohnformen dazu auf, sich als Teil einer Bewegung zu verstehen, welche nur gemeinsam ihre vielfältigen Ansprüche an ein Leben in Luzern verteidigen kann.

Noch immer steht die Alternativkultur auf der Strasse. Da es für uns keinen Platz in dieser Stadt zu geben scheint, müssen wir ihn uns wieder erkämpfen. Wir rufen zu einer neuen Kulturoffensive auf, welche sich mit vielfältigen Aktionen und Protesten gegen das kultur- und lebensfeindliche Klima der Stadt Luzern auflehnt.


Für eine starke Bewegung, die sich auf der Strasse zurück holt, was ihr tagtäglich in dieser Stadt vorenthalten wird!

Für mehr kulturelle Freiräume!




Konkret kritisiert die Aktion Freiraum die folgenden Punkte:

2011 sollen die alten Hallen der Frigorex der Tribschenstadt weichen. Mit dem Abriss verlieren dutzende Kleinunternehmer, Künstlerinnen und Kulturlokale wie das Vasco da Gama oder das La Fourmi ihre Räumlichkeiten. Für manche wird es kein Danach mehr geben. Am stärksten trifft es solche, die auf diese Räumlichkeiten angewiesen sind: Jene, welche in diesen Räumen der Friogorex zu dem geworden sind was sie heute sind. Da nützt auch der halbherzige Vorschlag von Herrn Schumacher nichts, in einer neuen Überbauung in Littau Platz schaffen zu wollen.

Seitens der Stadt: Obwohl sich ein solches Ende seit Jahren abgezeichnet hat, sieht die Stadt Luzern diesem Ereignis ziemlich gelassen entgegen. Auch die Kulturbeauftragte der Stadt, Rosie Bitterli-Mucha, sieht zwar ein, dass es ein herber Verlust sein wird, doch auch sie wehrt sich nicht dagegen, dass ein weiteres Kulturareal in der Stadtplanung keinen Platz mehr findet! Auch unternahm die Stadt in den letzten 5 bis 10 Jahren nie den Versuch, das Areal der Frigorex dauerhaft für oben erwähnte Zwecke zu sichern. Lange gab es schliesslich auch noch keinen Grund zur Sorge, denn für die Alternativ- und Kleinkultur gab es ja noch genügend andere Orte. Wie zum Beispiel die Boa...

Der Standort der Salle Modulable den Investoren verschenkt werden, und wie die neuste Diskussion zeigt, wird sich die Stadt wohl mit Millionen am jährlichen Betrieb beteiligen müssen – und das Stadttheater soll dafür bluten.

Die Alternativkultur und soziale und alternative Wohnprojekte gehen weiterhin leer aus: Immer noch fehlt es an einem selbstverwalteten Kulturzentrum, immer noch fehlt es an einer Regelung für den Verbleib der Wagenburg Sous le pont, erneut werden alternative Kulturzentren (Gowa-Halle) geschlossen.

Die Verhandlungen des für die Verhandlungen gegründeten „Verein Kulturraum“ mit der Stadt Luzern haben sich als schwierig erwiesen: Die Bereitschaft, für Räumlichkeiten für die Alternativkultur zu suchen, hat sich bei der Stadt auf einem minimalen Niveau befunden. Es hat sich gezeigt, dass sich die Stadt am liebsten gar kein neues Kulturzentrum will, oder aber die Alternativkultur möglichst weit weg, in Littau oder Emmenbrücke, aber sicher nicht in der Stadt selber wünscht.


Die Medienmitteilung gefällt mir irgendwie noch. Hoffe dass da auch was geht jetzt!

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Nein, nein, wir wollen nicht eure Welt, wir wollen nicht eure Macht, und wir wollen nicht euer Geld,
wir wollen nichts von eurem ganzen Schwindel hören, wir wollen euren Schwindel zerstören!
02. Dezember 2009, 00:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

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Ich hoffe auf den ganz ganz grossen Knall, alles andere ist doch Mist.

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
02. Dezember 2009, 15:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Danger Mines!!



Anmeldedatum: 24.10.2006
Beiträge: 1444
Wohnort: süsch no was?!

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die aktion freiraum hatte ja mal wirklich einen guten zug drauf. hoffe der ist mit der ganzen reformistenscheisse die geleistet worden ist in den letzten monaten und jahren immer noch so gut. dann koennt es wieder ne gute sache werden um unterstuetzt zu werden.

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Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
03. Dezember 2009, 14:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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