Forum-Übersicht
RegistrierenSuchenFAQMitgliederlisteBenutzergruppenLogin
Boycott Israel

 
Neue Antwort erstellen    Forum-Übersicht » Revolution & Klassenkampf Thema drucken Vorheriges Thema anzeigen
Nächstes Thema anzeigen
Boycott Israel
Autor Nachricht
shikari



Anmeldedatum: 30.03.2008
Beiträge: 551
Wohnort: Meer der Fäulnis

Beitrag Antworten mit Zitat
Na ja, Israel ist shice.
Hättest du das Bild angeklickt, dann hättest du auch lesen können, warum:

Zitat:
This website has been set up for two main purposes:
- To help people who want to boycott produce from Israel and illegal Israeli settlements in the West Bank and Gaza, by providing sources of information about companies, products etc.
- To act as an educational resource... many people have not the foggiest idea of the war crimes, human rights abuses and flagrant breaches of international humanitarian law that are regularly committed by the Israeli Government and its armed forces (the IDF) in the what remains of Palestine. The many links on this page will lead you to valuable sources of information.

Lest there be any doubt on the subject, this site is not anti-Jewish. Many of the sites linked to on this page are run by Jews and/or Israeli citizens who are at the forefront of efforts to secure peace and justice in the Middle East. We are opposed to the Likud Government that is in power in Israel today, however we are not anti-Israel, on the contrary, we believe that it is only through the delivery of peace and justice for all citizens of the region that Israel can prosper in the long term.

As soon as Israel reaches a just peace with the Palestinian people within the framework of international law we will call an end to this boycott.


_________________
Unser ganzer gepriesener Fortschritt der Technik, überhaupt der Civilisation, ist der Axt in der Hand des pathologischen Verbrechers vergleichbar. -- Albert Einstein

Das meinen wir wörtlich. Wir hauen die Sachen zusammen. -- John Zerzan

08. November 2009, 19:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
Du hattest da mal einen Text mit dem Titel "Primitivismus und Zionismus", ich mag mich nicht mehr so recht erinnern. Gibts den auch irgendwo im Internet?

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
08. November 2009, 21:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Scally



Anmeldedatum: 24.02.2008
Beiträge: 161

Beitrag Antworten mit Zitat
..


Zuletzt bearbeitet von Scally am 25. November 2013, 16:36, insgesamt einmal bearbeitet
08. November 2009, 21:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
@Scally: Kritik an nationaler Befreiung wurde hier ja schon diskutiert, auch mit dir. Damit will ich sagen, die Kritik kennst du ja schon. Ich denke es gibt da vielleicht einen Unterschied zwischen dir (als Antiimperialist, oder?) und Shikari was die Gründe betrifft. Und findest du Israel eigntlich auch shice?

Selbst wenn du nicht an nationaler Befreiung interessiert wärst (trotz ETA-Avatar), Kritik am Boykott als Kampfmittel hatten wir meines Wissens auch schon...

Und für meine Frage an Shikari und vielleicht eine Diskussion dazu hat es nun wirklich keinen Platz im Krise und Klasenkamopf-Thread. Deshalb hier.

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
08. November 2009, 22:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Pressluftpinocchio
Schraubenverdreher


Anmeldedatum: 26.06.2005
Beiträge: 2944
Wohnort: q3dm17

Beitrag Antworten mit Zitat
Sehr gut, nun kann ich mal den Text hier posten.

Zitat:
1) Es wird kritisiert, dass Konsum nicht glücklich macht, was sich dann sowohl gegen die „Konsumgeilheit” der Käufer als auch gegen die Vermarktungsstrategien der Produzenten richtet.

2) Ein anderer Ansatz, der oft politisch organisiert auftritt, beklagt unfaire Wirtschaftspraktiken bestimmter Hersteller und propagiert einen politisch bewussten Konsum als Waffe gegen diese Ungerechtigkeit.
Obgleich beide Arten der Kritik meist in Mischformen daherkommen, sollen sie im folgenden der Klarheit halber getrennt behandelt werden.


http://marx.blogsport.de/texte/sonstiges/kritik-der-konsumkritik/

_________________
08. November 2009, 23:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Scally



Anmeldedatum: 24.02.2008
Beiträge: 161

Beitrag Antworten mit Zitat
..


Zuletzt bearbeitet von Scally am 25. November 2013, 16:55, insgesamt 2-mal bearbeitet
08. November 2009, 23:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
boykott-politik gehört mitunter zu den wohl dümmsten aktionsformen die sich nazis und demokraten je ausgedacht haben.

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
08. November 2009, 23:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
@Scally
Israels Politik als rassistisch zu bezeichnen aber kein weiteres Wort darüber zu verlieren was die Bourgeoisie beider "Staaten" (Israel & Palästina) aus dieser Situation für Früchte ziehen ist falsch. Dieses gut/böse Schema verurteile ich zutiefst und schürt zudem Antisemitismus. Das passt ganz in die Antiimperialistische Denklogik:

Lenins Parole »Proletarier aller Länder und unterdrückte Völker vereinigt euch« zielte auf das Konzept nationaler Befreiung. Sozialistische Entwicklung wurde so zu einer Bewegung nachholender Modernisierung. Die nationale Befreiung sollte das Ende der Fremdherrschaft bewerkstelligen, die eine erzwungene Rückständigkeit aufrecht erhielt; der Staat hatte mittels Planung den Kraftakt zu vollziehen, die Modernisierung aus dem Boden zu stampfen. Der Befreiungsnationalismus und klassische Antiimperialismus trat so auch im Mantel des ML auf. Hier wurde eine Politik des nationalen Bündnisses favorisiert, die Rhetorik von der Klasse war nur der revolutionären Dynamik der Arbeiterklasse und der Bauern-ArbeiterInnen geschuldet und wurde zum propagandistischen Appell für den produktiven Aufbau benutzt. So war die Entwicklung in Rußland ab 1917 Leitbild für viele abhängige Länder, und der Marxismus wurde zur leninistischen 3.Welt-Ideologie.

Und das wird dabei schon mal unterschlagen:

»Der sozialistische Zionismus (Anfang dieses Jahrhunderts) fand schnell großen Zulauf in der osteuropäischen Gemeinde, weil er den jüdischen Proletariern einen politischen Ausweg anbot, der auf der Hand zu liegen schien und in ihrem sozialistischen Bewußtsein auf Widerhall stieß. Die Juden Osteuropas bildeten die bei weitem größten Bataillone, während die sozialistischen zionistischen Parteien bald die vollkommene politische Hegemonie über die zionistische Weltorganisation erwarben. (...) Die Marxisten hatten leichtes Spiel, den sozialistischen Zionismus als ideologische Abweichung anzuprangern. Das Problem war jedoch nicht rein ideologischer Natur: die jüdischen Proletarier stießen auf die strukturelle Unmöglichkeit, sich in die europäischen Kämpfe einzureihen. Da die Internationalisten dies nicht verstanden und die Lage der proletarischen Juden abstrakt betrachteten, konnten sie ihnen auch nicht aus der Klemme helfen. Bekanntlich leistete die Zweite Internationale kaum Widerstand gegen die Ausschluß-Politik der polnischen Gewerkschaften gegenüber den jüdischen Proletariern. Und die österreichische Sozialdemokratie zeigte sogar großen Gefallen am 'volkstümlichen' Antisemitismus. Dieses Scheitern des proletarischen Internationalismus öffnete den Weg für die sozialistische zionistische Lösung. Die Errichtung des Staates Israel ist die direkte Folge des Scheiterns des proletarischen Internationalismus in Europa.«

Hobsbawn zu Sezession/Seperatismus in den Krisenjahrzehnten:

Der Druck der Aufspaltung Jugoslawiens kam aus dem "europäischen" Slowenien und Kroatien und der Aufspaltung der Tschechoslowakei aus der sich lautstark "westlich" gebärdenden Teschechischen Republik. Katalonien und das Baskenland warn die wohlhabendsten und "fortschrittlichsten" Gebiete Spaniens; und die einzigen signifikanten Anzeichen für einen Separatismus in Lateinamerika kamen aus dem reichsten Staat Brasiliens, nämlich aus Rio Grande do Sul. Aber das deutlichste Beispiel für diese Phänomen war der plötzliche Aufstieg der Lobardischen Liga (später Liga Nord) in den späten achtziger Jahren, die sich für die Sezession der um Mailand zentrierten Region von Rom einsetzte, also der "Wirtschaftskapitale" Italiens von seiner politischen Hauptstadt. Die Liga bediente sich der üblichen nationalistischen Rhetorik, mit all ihren Verweisen auf eine glorreiche mittelalterliche Vergangenheit und den lombardischen Dialekt. Aber worum es wirklich ging, war der Wunsch der reichen Region, ihre Ressourcen für sich zu behalten.

Zu Israel/Palästina:

Hier müssen wir nochmal kurz zurückblicken und daran erinnern, dass die besetzten Gebiete in den 70er Jahren nach den USA der zweitgrößte Absatzmarkt für israelische Exporte geworden waren. 1972 exportierte Israel ins Westjordanland und den Gazastreifen dreimal soviel Waren, wie es von dort importierte. Die Araber mit israelischer Staatsbürgerschaft waren in großem Umfang in den Branchen, die nichts mit der Verteidigung zu tun hatten, beschäftigt (Bau, Tourismus oder Bekleidung). Die großen Textilunternehmen verlagerten sich in den Norden des Landes, in die Nähe der arabischen, vorwiegend weiblichen Arbeitskraft (um die 15 % der jungen arabisch-israelischen Frauen hatten einen Arbeitsplatz und die Hälfte davon schufteten in der Bekleidungsindustrie).

Mitte der 70er Jahre bildeten die israelischen Araber (Nachkommen der 160 000 Palästinenser, die nach der Schaffung des Staates Israel, 1948, auf ihrem Land geblieben waren und die jetzt 19 % der israelischen Bevölkerung ausmachen, d.h. mehr als eine Million Menschen bei einer Gesamtbevölkerung von 6 592 000) und die Palästinenser der besetzten Territorien fast ein Viertel der Arbeitskraft Israels; auf dem Bau und bei den Dienstleistungen (vor allem Gastronomie, Autowerkstätten und Putzen) machten sie die Hälfte aus. Dass sie sich während der ersten Intifada an Streiks beteiligten, besiegelte das Schicksal dieser Arbeiter. Ihre Weigerung, sich zu unterwerfen, kam sie sehr teuer zu stehen. Die herrschenden Klassen Israels machten eine strategische 180° Kehrtwende in Bezug auf die palästinensischen Proletarier im israelischen Kernland, die sie gegenüber den Palästinensern aus den besetzten Gebieten noch radikaler durchzogen. Das hatte sowohl ökonomische wie politische Gründe. Der Staat und die Bourgeoisie Israels waren endlich im Stande - vor allem dank der Weiterentwicklung der beruflichen Bildung des Landes -, sich der Dienste der Palästinenser zu entledigen, die zu gefährlich und nicht genug qualifiziert für die ökonomischen Spitzenbereiche waren.

So konnte Rabin im Frühjahr 1993 relativ schmerzlos für die israelische Wirtschaft eine Totalblockade der besetzten Gebiete verhängen. Die aus Asien, den Ländern des Ostens und aus Lateinamerika eingewanderten Arbeitskräfte ersetzten schnell die palästinensischen Proletarier. Heute leben in Israel etwa 300 000 Arbeitskräfte aus Rumänien, Thailand, den Philippinen, China, der Türkei, Lateinamerika usw..

Leider haben sich die palästinensischen ProletarierInnen ['sans réserves'] - wie so oft in vergleichbaren Situationen, wenn eine starke internationale proletarische Bewegung fehlt - zuerst dem PLO-Clan oder der Hamas angeschlossen (die Hamas war zunächst ein uneingestandener Partner Israels, solange es darum ging, der PLO das Wasser abzugraben), und dann der im Gazastreifen und im Westjordanland installierten PA. Die Hoffnungen der palästinensischen Proletarier und armen Landbevölkerung wurden sehr schnell enttäuscht. Die PA schwamm bald in Korruption, Vetternwirtschaft und Arroganz und lenkte die vielen Hilfszahlungen aus dem Ausland, v.a. aus den arabischen Ländern, der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten und sogar von Israel, in die eigenen Taschen.

Um die 50 000 Aufsteiger - bei ca. drei Millionen Bewohnern der Gebiete - gehören den bewaffneten Einheiten der PA an (unter ihnen zahlreiche Kämpfer der ersten Intifada). Sie werden mit opulenten Mahlzeiten, mit Luxusgütern (Autos, etc.) und mit Wohnungen, die mit den miserablen Behausungen der großen Masse der Palästinenser in keinster Weise vergleichbar sind, entschädigt für ihren Beitrag zur Unterordnung und Unterdrückung der enterbten palästinensischen Massen - inmitten des riesigen Flüchtlingslagers namens Gazastreifen. Als einige von ihnen während der zweiten Intifada sich der Armee mit solch offensichtlicher Unfähigkeit entgegenstellten, kam der unnütze, schädliche und parasitäre Charakter der Milizen Arafats vollends an den Tag.

Es ist dieser Ekel vor dem Pseudo-Staat, zusammen mit der militärischen Stärke der israelischen Besatzer, der - jenseits von persönlicher Rache und der Verlockung des Geldes - im allgemeinen Kontext der Verzweiflung die hohe Zahl der Informanten der Besatzungsarmee begreiflich macht (auch in einem Lager mit großer kämpferischer Tradition wie Djenin).

Weiterhin einen eigenen Staat für die Palästinenser zu fordern mit der nichtssagenden Formel des »Rechts eines Volks auf Selbstbestimmung« verschleiert die Tatsache, dass sich - auch in den selbstverwalteten Gebieten - Klasseninteressen gegenüberstehen.

Deshalb nix Lenin, Staat, Befreiung und Bullshit:

Aber all das bleibt nur eine Linderung der Probleme, wenn die Proletarier beider Lager nicht zusammen den Weg des Klassenkampfs finden. Erst wenn die ausgebeuteten Palästinenser die Nationalisten und Religiösen jeder Seite wirklich verjagt haben, die im Namen ihrer jeweiligen herrschenden Klasse handeln, und wenn ihre israelischen Klassenbrüder es genauso gemacht haben, erst dann werden Krieg, Diskriminierung und Ausbeutung zurückgedrängt werden können. Eine solche Hypothese klingt aktuell wie ein frommer Wunsch. Aber sie ist der einzige realistische Ausweg aus dem endlosen Zusammenstoß zweier Bevölkerungsgruppen, dessen Fortdauer nichts anderem dient als der Machterhaltung der Herrschenden auf beiden Seiten.

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
09. November 2009, 18:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Scally



Anmeldedatum: 24.02.2008
Beiträge: 161

Beitrag Antworten mit Zitat
..


Zuletzt bearbeitet von Scally am 25. November 2013, 16:41, insgesamt einmal bearbeitet
09. November 2009, 20:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
shikari



Anmeldedatum: 30.03.2008
Beiträge: 551
Wohnort: Meer der Fäulnis

Beitrag Antworten mit Zitat
@far: Der Text stammt aus dem Exitus Nr. 10*, das ich an der Leserunde von dem "Konter-Revolutionär" aus Luzern geschenkt bekam, kann mich jedenfalls an nichts anderes in die Richtung mehr erinnern.
Ich finde den Text ziemlich daneben, aber ich habe von dem Thema auch ziemlich die Schnauze voll. Es geht darin halt auch darum, dass der Holocaust nicht der einzige gewesen ist, dass indigene Völker im Zuge der Kolonialisierung und des Aufstiegs der westlichen Zivilisation viel zahlreicher und grausamer abgeschlachtet geworden wären. Das mag gut sein, aber der Text bewegt sich mit folgender Aussage auf ziemliches Glatteis:

Zitat:
Die Revisionisten sind der Wahrheit näher, wenn sie erklären, dass die Hartnäckigkeit, mit der man sie verfolge, daher stamme, dass sie mit den Fingern auf die Lügen wiesen, welche die Alliierten schmiedeten, um den Zweiten Weltkrieg und die danach errichtete Ordnung zu legitimieren.


Ist übrigens ein anonymer Text.

Ein nicht ganz anonymer Text (wir wissen, der Autor trägt die Initialen N.N.) behandelt die "Inkohärenz" die darin enthalten sein müsse, wenn Revisionisten als Neo-Nazis abgestempelt werden:

Zitat:
Es ist alles andere als logisch, den Revisionisten vorzuwerfen, sie müssten Neonazi oder Antisemiten sein. Wenn man annimmt, dass die Nazi die Juden vernichten wollten, warum sollten dann jene, denen man Sympathie mit den Nazi vorwirft, die Existenz von Gaskammern zu Vernichtungszwecken der Juden leugnen? Aus plötzlich entdeckter Humanität? Oder schämten sich die Neo-Nazi und (aussterbenden) Alt-Nazi und ihre vermeintlichen Sympathisanten, die Revisionisten, heute der Judenvernichtung? Kurz: Es steckt Inkohärenz in den Schlüssen.


Fussnote enthält folgendes:

Zitat:
Es sei an die [...] mörderische Verfolgung des Klerus und der Grossgrundbesitzer (übrigens auch der Schwulen) in Katalonien unter den Anarchisten 1936 erinnert. Es stände den Antifaschisten besser an, die Geschichte ihrer Bewegung, auf die sie sich berufen, aufzuarbeiten und anzuerkennen, als ablenkend die faschistischen Verbrechen masslos zu denunzieren.


Und für den Boykott als Kampfmittel habe ich mich hier nie ausgesprochen (das hatten wir ja alles schonmal), sondern wollte nur darauf hinweisen, dass es kein "Shit" oder "Dreck" ist, sich gegen Israel auszusprechen.

*über: Zionismus, Revisionismus und Demokratie; Blackout; Technologie; linksradikalen Revisionismus und (Anarcho-) Primitivismus[/quote]

_________________
Unser ganzer gepriesener Fortschritt der Technik, überhaupt der Civilisation, ist der Axt in der Hand des pathologischen Verbrechers vergleichbar. -- Albert Einstein

Das meinen wir wörtlich. Wir hauen die Sachen zusammen. -- John Zerzan

09. November 2009, 20:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
shikari hat Folgendes geschrieben:
@far: Der Text stammt aus dem Exitus Nr. 10*, das ich an der Leserunde von dem "Konter-Revolutionär" aus Luzern geschenkt bekam, ...


Den gibts also noch. An welcher Leserunde war denn der Typ. Bei Systembruch?
09. November 2009, 21:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



Anmeldedatum: 31.10.2006
Beiträge: 1498

Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
Der eigentliche Hauptwiderspruch (Klassenfrage) ist zum Nebenwiderspruch geworden, weil ein Nebenwiderspruch (Nationale Frage) bestimmend wurde. Und bevor der (neue) Hauptwiderspruch nicht gelöst ist, lässt sich der Nebenwiderspruch nicht lösen.


Kannst du das mal erläutern, Scally?

_________________
Power to the Pöbel!
09. November 2009, 23:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Scally



Anmeldedatum: 24.02.2008
Beiträge: 161

Beitrag Antworten mit Zitat
..


Zuletzt bearbeitet von Scally am 25. November 2013, 16:26, insgesamt einmal bearbeitet
10. November 2009, 17:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



Anmeldedatum: 31.10.2006
Beiträge: 1498

Beitrag Antworten mit Zitat
Mir war schon klar, dass das von Onkel Mao stammt. Ich wollte eigentlich mehr wissen, wieso in Palästina/Israel der "Nationale Widerspruch" so ein Hauptwiderspruch sein soll. Oder allgemeiner: Warum der "Nationale Widerspruch" überhaupt als ein solcher behandelt werden kann und dann auch gleich noch zum Hauptwiderspruch erhoben werden soll. Die Antwort hat keine Eile.

_________________
Power to the Pöbel!
10. November 2009, 17:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
shikari



Anmeldedatum: 30.03.2008
Beiträge: 551
Wohnort: Meer der Fäulnis

Beitrag Antworten mit Zitat
O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
shikari hat Folgendes geschrieben:
@far: Der Text stammt aus dem Exitus Nr. 10*, das ich an der Leserunde von dem "Konter-Revolutionär" aus Luzern geschenkt bekam, ...


Den gibts also noch. An welcher Leserunde war denn der Typ. Bei Systembruch?


Jepp, Systembruch-Leserunde zum Thema "Was ist Grüne Anarchie" - woher kennst du den denn?

_________________
Unser ganzer gepriesener Fortschritt der Technik, überhaupt der Civilisation, ist der Axt in der Hand des pathologischen Verbrechers vergleichbar. -- Albert Einstein

Das meinen wir wörtlich. Wir hauen die Sachen zusammen. -- John Zerzan

10. November 2009, 19:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
shikari hat Folgendes geschrieben:

Jepp, Systembruch-Leserunde zum Thema "Was ist Grüne Anarchie" - woher kennst du den denn?


Der war vor einer Zeit zwei, drei mal am Jour Fixe. Ich war recht überrascht, dass es so einen Typ in der Schweiz gibt. Vorher dacht ich mir, dass es diese Art von Negationisten nur in Frankreich gibt (Woher er seine Spinnereien ja auch hat).
10. November 2009, 20:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1069

Beitrag Antworten mit Zitat
Mao schrieb:

Zitat:
Wenn ein Prozeß mehrere Widersprüche enthält, muß einer von ihnen der Hauptwiderspruch sein



warum muss das so sein?

_________________
argumentum ad baculum
11. November 2009, 08:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
cuervo



Anmeldedatum: 11.08.2005
Beiträge: 1598
Wohnort: Im Keller

Beitrag Antworten mit Zitat
dinimuetr hat Folgendes geschrieben:
warum muss das so sein?


weil es mao gesagt hat. und mao hat immer recht!^^

_________________
Demonstrationen sind niemals "vernünftig". Wir bringen unsere Forderungen immer so provokant vor, dass die Mächtigen uns niemals zufriedenstellen können und deshalb die Mächtigen bleiben. Wenn sie dann unsere Forderungen nicht erfüllen, machen wir, zu Recht, Krawall.

Der Beamte verhaftete mich im Namen des Gesetzes. Ich schlug ihn im Namen der Freiheit!
11. November 2009, 18:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
dlx



Anmeldedatum: 24.12.2006
Beiträge: 289

Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
As soon as Israel reaches a just peace with the Palestinian people within the framework of international law we will call an end to this boycott.


Stimmt, so einfach ist die Situation im Nahen Osten. Die Palästinenser möchten eigentlich ganz doll Frieden und das dieser noch nicht Realität ist liegt nur an den phöösen J..israelis.

_________________
Endlich also hat es sich herausgestellt, daß die Wiege der Freiheit nichts anders ist als das Zentrum der Barbarei und die Pflanzschule der Jesuiten, daß die Enkel Tells und Winkelrieds durch keine andern Gründe zur Raison zu bringen sind als durch Kanonenkugeln.
15. November 2009, 22:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
Rivalitäten in den Nischen der Barbarei
Über den Umgang mit dem Antisemitismus in Hamburg

von Vadim Riga

http://www.trend.infopartisan.net/trd1209/t431209.html#sdfootnote2sym

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
22. Dezember 2009, 09:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Muoit



Anmeldedatum: 31.10.2006
Beiträge: 1498

Beitrag Antworten mit Zitat
Scally:

Zitat:
Ich wollte eigentlich mehr wissen, wieso in Palästina/Israel der "Nationale Widerspruch" so ein Hauptwiderspruch sein soll. Oder allgemeiner: Warum der "Nationale Widerspruch" überhaupt als ein solcher behandelt werden kann und dann auch gleich noch zum Hauptwiderspruch erhoben werden soll. Die Antwort hat keine Eile.


Würd mich immer noch interessieren.

_________________
Power to the Pöbel!
27. Januar 2010, 00:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
Noch nicht gelesen, aber scheint ein interessantes Dokument zu sein:

Zitat:
Die nationalistische Sackgasse der palästinensischen Widerstandsbewegung (pdf-Datei, 1,26 mb, veröffentlicht in der Zeitschrift Proletarische Front, Nr. 4, März 1972, S. 27-36), ein Text der “luxemburgistisch-spontaneistischen” Proletarischen Front, Gruppe Hamburg (ein weiteres Flugblatt dieser Gruppe hier), welcher an Fatah und PFLP v.a. kritisiert, dass jene sich lediglichlich in einem kleinbürgerlich-nationalistischem Rahmen bewegen täten, sich den Bedürfnissen der umliegenden bürgerlichen und vorbürgerlichen unterordnen würden und ausserdem dem israelischen Proletariat keinerlei positive Perspektive eröffnen könnten.

Entdinglichung

27. Januar 2010, 15:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
Ich habe das auch gesehen. Aber “luxemburgistisch-spontaneistisch” halt ich für die PF für fehlinterpretiert. Das waren schon Leninisten, wenn auch die ersten die im deutschsprchigen Raum den Operaismus ins Spiel brachten. Ansonsten muss ich das Dokument erst noch lesen.
27. Januar 2010, 15:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Neue Antwort erstellen    Forum-Übersicht » Revolution & Klassenkampf Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu: 
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Design by Freestyle XL / Music Lyrics.Deutsche Übersetzung von phpBB.de