Forum-Übersicht
RegistrierenSuchenFAQMitgliederlisteBenutzergruppenLogin
Juncker droht mit Folterwerkzeugen für die Finanzmärkte

 
Neue Antwort erstellen    Forum-Übersicht » Revolution & Klassenkampf Thema drucken Vorheriges Thema anzeigen
Nächstes Thema anzeigen
Juncker droht mit Folterwerkzeugen für die Finanzmärkte
Autor Nachricht
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1069

Beitrag Juncker droht mit Folterwerkzeugen für die Finanzmärkte Antworten mit Zitat
Ein Ausschnitt aus dem grossen Handelsblatt-Interview (http://www.handelsblatt.com/politik/international/juncker-zur-griechenland-krise-wir-haben-die-folterwerkzeuge-im-keller;2538107):


Zitat:
Nun aber spekulieren die Märkte gegen Griechenland und verschlimmern die Krise. Fühlen Sie sich von den Märkten erpresst?

Die Politik ist nur so weit erpressbar, wie sie sich erpressen lässt. Wir müssen das Primat der Politik wieder stärken. Sie muss die Finanzmärkte stoppen können. Die Märkte dürfen nicht so tun, als gebe es in Griechenland keine Anstrengungen zur Haushaltskonsolidierung, die im Übrigen eine Bringpflicht der Griechen darstellen und keine Option sind. Sollten die Griechen sich an die sehr stringenten Vorgaben halten und die Märkte dennoch gegen Griechenland spekulieren, werden wir die Märkte da nicht ein-fach durchmarschieren lassen.

Und wie wollen Sie die daran hindern?

Das möchte ich jetzt hier nicht näher bestimmen. Aber Sie können sicher sein: Wir haben die Folterwerkzeuge im Keller, und wir zeigen sie, wenn es nötig ist. Das Problem ist, wenn alle wissen, dass es einen Schrank voller Maßnahmen in der Euro-Zone gibt, sieht keiner mehr die Notwendigkeit, seine Haushaltspolitik ambitioniert zu betreiben. Ich kann Sie deswegen nur wissen lassen, dass es Instrumente gibt. Ich darf aber nicht so konkret werden, dass meine Antwort zu einem Nachlassen der Sparbemühungen in Griechenland führen würde.

So werden Sie die Finanzmärkte aber niemals beruhigen. Die Spekulation gegen Griechenland wird weitergehen.

Dann müssen wir das Instrument zur Not doch noch zeigen.

Sie haben jetzt die Gelegenheit dazu . . .

Nein. Wenn ich jetzt die Möglichkeiten erörtern würde, über die wir in der Eurogruppe gesprochen haben, würde jede Möglichkeit in der Öffentlichkeit so gegrillt, dass sie am Ende nichts mehr taugen würde. Aber wir spielen hier mit dem Feuer. Klar ist nämlich auch, dass es nach Vertragslage nicht zu einem Bail-out kommen wird.



Wer weiss was die Folterwerkzeuge sind und warum die von der Öffentlichkeit gegrillt werden können?

_________________
argumentum ad baculum
01. März 2010, 14:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Rul0r
Und0rdog


Anmeldedatum: 27.06.2005
Beiträge: 1198

Beitrag Antworten mit Zitat
Was sie können, ist sich massgebend am Lohndrücken in Griechenland zu beteiligen. Ich weiss nicht wie, aber da gibts sicher Wege.
Was sie nicht können, ist die Märkte zum Kaufen von Griechischen Staatsanleihen zu zwingen.

Wenn also trotz allen Massnahmen doch niemand die Papiere der Griechen kauft, bekommen die von Europa Geld. Eine Zahlungsunfähigkeit Griechenlands wäre nämlich für niemanden in der EU lustig.

_________________
Oh, you hate your job?
Why didn't you say so?
There's a support group for that.
It's called EVERYBODY, and they meet at the bar.
- George Carlin
01. März 2010, 16:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1069

Beitrag Antworten mit Zitat
Na das fordern die ja von Griechenland... Sparen sollen die Griechen um Schulden abzubauen, die sie sonst nie mehr bezahlen können.. das heisst natürlich Lohnabbau, Sozialabbau usw. bei Strafe des Untergangs (Staatspleite). Du meinst also das sei eine leere Drohung mit den Folterwerkzeugen für die Finanzmärkte?

_________________
argumentum ad baculum
01. März 2010, 16:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Rul0r
Und0rdog


Anmeldedatum: 27.06.2005
Beiträge: 1198

Beitrag Antworten mit Zitat
Ich kann mir einfach nicht vorstellen was die für ein Werkzeug haben könnten. Indirekt können die das schon beeinflussen, indem sie z.B. sicherstellen dass das Lohndrücken auch wirklich krass genug gemacht wird. Oder indem sie die Staatsanleihen durch andere Massnahmen attraktiver machen. Es ist aber auch dann noch denkbar dass trotzdem zu wenig Geld reinkommt im Frühling wenn Griechenland Anleihen ausgibt.

Ich lass mich ja überraschen, aber wenn es die Politik kaum hinkriegt bei den Boni reinzureden, wie zur Hölle wollen die dann jemanden zu Investitionen zwingen?

_________________
Oh, you hate your job?
Why didn't you say so?
There's a support group for that.
It's called EVERYBODY, and they meet at the bar.
- George Carlin
01. März 2010, 17:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
Ich denke ihr Folterwerkzeug wird effektiv die kontrollierte Inflation sein.

Dadurch ist die Arbeiterklasse immer wieder gezwungen für einen faireren Lohn zu kämpfen, vielleicht lernt sie ja so das Kämpfen wieder. Und die Bourgeoisie wird noch mehr darum kämpfen, seine Produkte los zu werden. Also harte Zeit wären das. Dadurch verlieren die ganzen Finanztitel an den Aktienmärkten ebenfalls ihre Werte. Die Produktivität wird so zwar nicht wirklich angetastet, das Problem nur weiter weggerückt, die Warenhäuser noch voller gestopft von dem sich der Arbeiter noch weniger kaufen kann.

Da stellt sich dann doch die Frage wie das mit der Deflation ist, quasi einer Deflation-Inflation!
03. März 2010, 18:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1069

Beitrag Antworten mit Zitat
far, bei einer kontrollierten inflation macht es doch sinn das geld möglichst loszuwerden, da es rapide an wert verliert. was meinst du deshalb mit darum kämpfen produkte loszuwerden? die wollen doch ums verrecken sachwerte an sich bringen bei inflation.. gold, immobilien, alles was kein geld ist? die löhne allerdings steigen den preisen hinterher und das bedeutet verarmung all jender die nicht im stande sind sachwerte an sich zu bringen, also der arbeiterklasse.
ich sehe zwar das folterpotential für die arbeiterklasse, nicht aber für die finanzmärkte und um die dreht sich ja die drohung von juncker. erklärungen?

_________________
argumentum ad baculum
03. März 2010, 22:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Neue Antwort erstellen    Forum-Übersicht » Revolution & Klassenkampf Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu: 
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Design by Freestyle XL / Music Lyrics.Deutsche Übersetzung von phpBB.de