Forum-Übersicht
RegistrierenSuchenFAQMitgliederlisteBenutzergruppenLogin
[Ums Ganze Kongress] So, wie es ist, bleibt es nicht!

 
Neue Antwort erstellen    Forum-Übersicht » Veranstaltungen & Termine Thema drucken Vorheriges Thema anzeigen
Nächstes Thema anzeigen
[Ums Ganze Kongress] So, wie es ist, bleibt es nicht!
Autor Nachricht
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag [Ums Ganze Kongress] So, wie es ist, bleibt es nicht! Antworten mit Zitat
von hier:

Programm

Die Panels:

1. Die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus

Die Krise des Finanzmarkts 2008 ging über in eine Staatshaushaltskrise und traf zugleich auf chronische Überproduktion in klassischen Bereichen der Industrie. Marxisten haben immer auf die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus hingewiesen, die Gründe dafür will das Podium nachzeichnen und ihre Stichhaltigkeit für die Erklärung der aktuellen Krise prüfen. Ob die Krise auch eine Chance auf radikale Veränderung bietet oder wie bisher nur zur Festigung kapitalistischer Herrschaft führt, ist abhängig von den sozialen Auseinandersetzungen und der Rolle des Staates in der Lösung der gegenwärtigen Krise. Zu diesem Zweck wird das Podium in die Historie der Krisen kapitalistischer Vergesellschaftung und ihrer Lösungen einführen.

Mit Michael Heinrich, Gerhard Stapelfeldt und KH Roth (angefragt)

2. Krise der „Finanzialisierung“

Die Finanzmarktkrise bietet nicht nur Anlass zur ganz grundsätzlichen radikalen Kritik der kapitalistischen Produktionsweise, sondern machte neue Formen kapitalistischer Ausbeutung und Herrschaft sichtbar. Mit „Finanzialisierung“ und „direkter Ausbeutung“ werden Costas Lapavitsas und Thomas Sablowski einen Prozess darstellen, bei dem ein zunehmender Anteil der Unternehmensgewinne und des Einkommens privater Haushalte aus Produkten des Finanzmarktes erzielt wird. Dies hat nicht nur Folgen für den auf Aneignung unbezahlter Arbeit fußenden Begriff der Ausbeutung. Damit einher geht eine Verschiebung innerhalb des gesellschaftlichen Gesamtkapitals zugunsten des Finanzsektors. Während Begriffe wie Produktion, Zirkulation und abstrakte Arbeit in marxistischer Terminologie recht diskutiert werden, fehlt es bislang an einem Begriffsapparat, um den Prozess der „Finanzialisierung“ als Kritik der politischen Ökonomie hinreichend darstellen zu können. Es werden auf dem Panel zugleich einige grundsätzliche ,technische‘ Fragen behandelt: Wie erzielen Banken eigentlich Gewinne? Was hat die Krise des amerikanischen Hypothekenmarktes mit direkter Ausbeutung zu tun? Und vor allem: hat die Herrschaft verselbständigter Formen im Finanzmarkt einen neuen Höhepunkt erreicht?

Mit Costas Lapavitsas und Thomas Sablowski



3. „Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen!“

Die Finanzkrise wurde zur Eurozonenkrise und dort insbesondere zur Griechenlandkrise. Die chronologische Abfolge erklärt aber noch nicht die Ursachen für den Fall Griechenland. Denn die Ursachen liegen darüber hinaus sowohl in Griechenland selbst als auch in der Struktur der Eurozone. Als zweitgrößter Kreditgeber des Landes und größte Wirtschaftsmacht in der EU hat Deutschland eine entscheidende Rolle in der Griechenland aufgezwungenen Sparpolitik gespielt, die der Rückzahlung an die – nicht zuletzt deutschen – Gläubiger Priorität einräumt. Damit wurde kenntlich gemacht wie die Herrschaftsverhältnisse innerhalb der Eurozone beschaffen sind und in welche Richtung sie sich ändern werden.

Scheint zwar der Widerstand gegen diese Krisenlösungsstrategie massiv zu sein und sogar anfangs die Legitimation der herrschenden Ordnung in die Brüche zu gehen, so verpufft er jedoch folgenlos, da er dem kapitalistischen Angriff nichts entgegenzusetzen versucht. Und so wird sich einmal mehr in die alternativlos scheinende Logik des Kapitalismus gefügt und die Einsparungen werden hingenommen, die vor der Krise nicht durchgesetzt werden konnten.

Dass der Kapitalismus aus seinen Krisen gestärkt hervor geht, scheint sich einmal mehr zu bewahrheiten. Ursachen dieser – nicht nur griechischen – Misere will dieses Panel aufzeigen.

Mit Werner Bonefeld, Klaus Müller, TPTG



4. Transformation des Sozialen und des Widerstands von den 70ern bis heute

Es ist so banal wie richtig, dass der Kapitalismus kein statisches System ist. Ständig muss es, zwecks Aufrechterhaltung seiner selbst, die Bedingungen und Formen von Lohnarbeit anpassen. Die drastische Zunahme der Leiharbeit, die Hartz-Gesetze und die nahezu abgeschlossene Integration der Frauen in den Produktionssektor sind Ausdruck davon.
Auch die Linke hat diesen Fakt erkannt und verschieden erklärt:

Die operaistische Theorie identifizierte den Klassenkampf als das Moment, welches das Kapital zu seiner ständigen Neujustierung zwingen soll, während die Wertkritik diesen Spieß umdreht und vor allem die Sachzwänge als movens kapitalistischer Entwicklung betont.

Beide Theorien verweisen auf ein tieferes Moment in der Fragestellung. Sie konkretisiert sich nämlich in der Frage wer die treibende Kraft im Kapitalismus ist. Welche Rollen spielen Klassen und ihre Kämpfe? Wie ist umzugehen mit ihrem (notwendig?) systemimmanenten Charakter und welchen Einfluss haben sie auf Strategien des Kapitals? Und was hat eigentlich der Staat damit zu tun?

Mit Karl Reitter, Mag Wompel, Andrea Trumann



5. „..., es gibt nur dumme Antworten.“

Entfremdung, Verdinglichung, Fremdbestimmung – ein großer Teil der deutschen Linken hat in den letzten 50 Jahren zu Recht die Kritik am Kapitalismus über den Tellerrand der sozialen Ungleichheit hinaus erweitert. Wenn jetzt auf einmal nicht mehr nur die Globalisierungsgegner von Armut und Mangel sprechen, sondern sogar die bundesdeutsche Öffentlichkeit über Hartz4, Leiharbeit und Billiglöhne diskutiert, dann ist eines gewiss: Auch in den Metropolen des globalen Kapitalismus erhalten längst nicht mehr alle Menschen eine wohlfahrtsstaatliche Entschädigung für das verkorkstes Leben. Die soziale Frage ist zurück – und schreit nach einer linken Antwort.Gerechtigkeit ist die zentrale Parole fast aller linken Bemühungen zu diesem Thema. Die Vorstellung davon, was ihr Inhalt sein soll, geht dabei jedoch erwartungsgemäß weit auseinander und reicht von Chancengleichheit über das bedingungslose Grundeinkommen bis hin zum Kommunismus. Auf diesem Podium wollen wir diskutieren, was die Mindestanforderungen an einen linken Gerechtigkeitsbegriff sein könnten, welche Konzepte es gerade gibt und vor welche Aufgabe die Rückkehr der sozialen Frage die radikale Linke stellt.

Mit Klaus Dörre, Christoph Lieber, Jutta Ditfurth



6. Gespenst Kapitalismus

Sollte er nicht längst tot sein? Obwohl durch eine anhaltende Verschuldungskonjunktur und die aktuelle Finanzkrise mittlerweile selbst zu einem substanzlosen Gespenst geworden, wird der Kapitalismus offenbar doch noch ewig weiterleben. Die Idee des Kommunismus dagegen ist zwar nicht mehr durch die Zumutungen eines „real existierenden Sozialismus“ belastet, und auch Karl Marx hat wieder einen guten Ruf. Dafür ist der Kommunismus endgültig zu einem bloßen Name und Plathalter für das ganz Andere geworden. Für seine Notwendigkeit sprechen weder die objektive (Klassen-)Widersprüche des Kapitalismus noch seine geschichtliche Entwicklung, gleichgültig, ob man diese Entwicklung als den Fortschritt seiner Produktivkräfte auslegen will oder den Fortschritt seiner Krisen. Und auch Marx, so hat sich mittlerweile selbst bei seinen Kritikern herumgesprochen, hat gar keine Wissenschaft vom Kommunismus begründet. Ja, er hat nicht einmal eine positive Ökonomietheorie oder gar eine „revolutionäre Wissenschaft“ begründet, sondern „nur“ den Kapitalismus durch eine negativ gehaltene, logisch-systematische Entwicklung kritisch dargestellt.

Kurzum, einzig die Alternativlosigkeit des Kapitalismus scheint noch für die Notwendigkeit des Kapitalismus zu sprechen. Ist angesichts dieser Situation mit Lenin erneut fragen: “Was tun?” Oder eher postmarxistisch: „So what?!“

Rüdiger Mats, Boris Buden und Frank Engster referieren über die Probleme einer (Neu-)Bestimmung des Kommunismus in nicht-revolutionären Zeiten und einer post-utopischen Situation.



7. Was heißt radikale Kritik organisieren?

Die Misere trägt den Namen der Alternativlosigkeit. Daher ist es angebracht zu fragen, welche „konkrete Utopie“ als Way Out zu nehmen wäre. Welche Rolle spielen "Organisierung" und "Mobilisierung" für das Verhältnis von theoretischer Reflexion und praktischer "Aktion".
Gilt es den Kampf um den Lohn zu betreiben, die proletarisierten Individuen in revolutionären Gewerkschaften bzw. Syndikaten zu vereinen oder gibt es andere praktische Alternativen für das alltägliche Leben.
Kann es Ansätze von Selbstorganisation geben, die auf eine genossenschaftliche Produktion und somit auf die Sicherung der Existenz hinauslaufen. Und wäre solche Ansätze geeignet Lohnarbeit und Kapitalverhältnis in Frage zu stellen?

Diskussion mit Frieder Otto Wolf, Lars Röhm (FAU Berlin), Hans Jürgen Krahl Institut, Christian Frings
18. Oktober 2010, 18:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



Anmeldedatum: 24.10.2006
Beiträge: 1444
Wohnort: süsch no was?!

Beitrag Antworten mit Zitat
:)

die franzosen auf der strasse, die briten in der fabrik und die deutschen am diskutieren... arbeiter aller länder vereinigt euch...!!!

_________________
Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
18. Oktober 2010, 18:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
:-)


Stimmt schon. Aber was sollen die dort denn machen? In die Fabriken gehen und die Leute auf die Strasse scheuchen? Wär vielleicht einen Versuch Wert...
18. Oktober 2010, 18:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
die gerüchte stimmen also - was für ein geiles programm!

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
18. Oktober 2010, 20:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



Anmeldedatum: 31.10.2006
Beiträge: 1498

Beitrag Antworten mit Zitat
An dem Wochenende muss ich ausgerechnet arbeiten... schimpf

_________________
Power to the Pöbel!
18. Oktober 2010, 23:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
blaumachen?

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
19. Oktober 2010, 06:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
habe mittlerweile gebucht - falls sonst noch jemand hingeht, bitte melden.

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
21. November 2010, 22:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



Anmeldedatum: 14.01.2008
Beiträge: 1032

Beitrag Antworten mit Zitat
hab's eigentlich vor; programm sieht ja doch sehr interessant aus... überleg mir mitm auto zu gehen.. so donnerstag nacht bis sonntag.. falls wer mitwill einfach pn/sms an mich....

_________________
"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
22. November 2010, 16:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
schade - habe leider schon einen flug gebucht

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
22. November 2010, 17:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
gregor_samsa hat Folgendes geschrieben:
hab's eigentlich vor; programm sieht ja doch sehr interessant aus... überleg mir mitm auto zu gehen.. so donnerstag nacht bis sonntag.. falls wer mitwill einfach pn/sms an mich....


hier!

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
22. November 2010, 17:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
lazlo wanda



Anmeldedatum: 26.12.2008
Beiträge: 650

Beitrag Antworten mit Zitat
wer macht sich jetzt eigentlich alles auf richtung norden??

ich werde auch gehen, kann ich bei jemandem mit düsen??

_________________
Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
25. November 2010, 22:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:

Donnerstag, 2. Dezember 2010
Linksreformismus und Scheinradikalismus
Diskussionsveranstaltung über Staatskritik


Die Vorstellung, dass der Staat ein "Kräftefeld" sei, wird bis in die autonome Linke hinein als Einladung zum Mitmachen im politischen Geschäft verstanden, neuerdings angepriesen als "Doppel einer regierenden und einer kämpfenden Linken" (Thomas Seibert, Interventionistische Linke), also als Versöhnung von Streetfighter und Staatssekretär. Wer den Staat dagegen als eine Institution ablehnt, die zwar vom Kapital unterschieden ist, gerade als solche jedoch dessen reibungslosem Funktionieren dient, ist zunächst sicherlich weiter. Spiegelbildlich zu den linken Politikern, die auf dem Terrain des Staates "Kämpfe um Hegemonie" führen wollen, dichten manche linksradikale Anti-Politiker dem Staat allerdings die Fähigkeit an, den Klassenantagonismus endgültig stillzustellen. Das Bild einer fugenlos geschlossenen Gesellschaft dient als Kulisse, vor der sich die radikale Linke selbst als das Subjekt der Geschichte in Szene setzt; ebenso wie in "politischen Events" sieht sie folglich in "sozialen Auseinandersetzungen" nur einen "Ausgangspunkt für linksradikale Mobilisierung" (ums Ganze-Bündnis) und verausgabt sich in autistischer Kampagnenpolitik.

Einleitende Thesen zur Diskussion wird ein Genosse von den Freundinnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft (Berlin) vorstellen.

Donnerstag, 2. Dezember 2010, 20:00 Uhr
Ruhr-Universität (Raum GC 03/146)
Universitätsstraße 150, Bochum


von hier: www.klassenlos.tk

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
26. November 2010, 20:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
Also von mir aus können wir ja noch früher gehen :-)

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
30. November 2010, 14:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Neue Antwort erstellen    Forum-Übersicht » Veranstaltungen & Termine Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu: 
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Design by Freestyle XL / Music Lyrics.Deutsche Übersetzung von phpBB.de