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Papierfabrik Biberist

 
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Papierfabrik Biberist
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Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
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Beitrag Papierfabrik Biberist Antworten mit Zitat
http://www.biberist.ch/de/dok/data/aktuelles/Flyer_-_Die_Region_zeigt_Flagge.pdf

Zitat:
Samstag, 16. April · 11:00 - 14:00
Sternmarsch von nahe gelegenen Sammelplätzen aus auf das Fabrikareal - friedliche Kundgebung gegen den Schliessungsentscheid mit Unterschriftensammlung und Protesterklärung

Sammelplätze/Treffpunkte/Marsch-Starts, 11:00 Uhr:
__ab Biberist: Parkplatz gold. Gallier (Emmenpark)
__ab Derendingen: Parkplatz Sappi Ost, Biberist
__ab Gerlafingen: Parkplatz Industriegebiet Grütt, Biberist

Weitere Infos/Flyer siehe:
www.biberist.ch
www.derendingen.ch
www.gerlafingen.ch
www.recherswil.ch
http://www.facebook.com/event.php?eid=203104099710777

Es sind alle willkommen... Einzelpersonen, Familien, Vereine. Zeigen wir der Sappi-Belegschaft und -Geschäftsführung unsere Solidarität. Und bitteschön: ZERO Krawall!


naja, gleicher anfang wie in deisswil - hoffentlich nicht gleiches ende.

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
11. April 2011, 17:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
Kleines Linkdropping zu Sappi in Biberist:

Allgemeines

Facebook-Fan-Seite (auch ohne FB-Account einsehbar):

http://www.facebook.com/papieri.schliessen.sicher.nicht


Demonstration vom 16.04.2011

http://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/grenchen/3000-personen-demonstrieren-fuer-erhalt-der-papieri-107216358 (diverse Videos)

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=0b8da144-d0c9-411e-9c8d-3512f7bb14f2


Die "Strategie" der Politiker

http://www.aargauerzeitung.ch/solothurn/schliessung-der-papierfabrik-biberist-kostet-dreistelligen-millionenbetrag-107243368

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
17. April 2011, 18:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
Petition mit 10'000 Unterschriften überreicht...

http://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/fast-10000-unterschriften-fuer-den-erhalt-der-papieri-107585935

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29. April 2011, 22:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
Erneute Aktion der Belegschaft:

http://www.telem1.ch/de/overlayplayer---0--0--0--T000321101.html

Am 16. Mai ist Stichtag, dann ist die Konsultationsphase fertig. Mal schauen ob sie dann einen Schritt weiter gehen...

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01. Mai 2011, 09:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Beiträge: 650

Beitrag Antworten mit Zitat
mit Papierblöcken gegen das Kapital - und das erst noch mit der Schweizer Fahne.

Nach dieser Aktion frage ich mich wirklich, was wohl die nächste Aktion bringen wird.
Schlägt die BK als nächstes vor, alle ausländischen Arbeiter_innen des Betriebes
auszuschaffen und mit den bestehenden Schweizer_innen weiter zu machen??

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Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
01. Mai 2011, 20:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Beiträge: 650

Beitrag Antworten mit Zitat
Noch ein Hammer obendrauf: Jetzt schliesst vielleicht auch der grosse Stahl-Betrieb von Gerlafingen, der gerade
mal einen Kilometer von der Papierfabrik entfernt liegt!

http://www.solothurnerzeitung.ch/wirtschaft/stahl-gerlafingen-ist-bedroht-wegen-hohem-strompreis-107723264

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Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
03. Mai 2011, 23:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
Na... lest selber... (via FB-Gruppe)

Zitat:
Hauptziel: Andere Verwendung der «Papieri»

Sappi «Im ureigensten Interesse» will Sappi eine Alternative zur Schliessung der Papierfabrik Biberist finden. Diese könnte nämlich sehr teuer werden.

«Um für den grösstmöglichen Teil der Belegschaft eine dauerhafte Beschäftigung zu finden, bemüht sich Sappi in erster Linie, eine andere Verwe...ndung des Werks zu finden.» Das schreibt Sappi Fine Paper Europe in einer Medienmitteilung. Gleichzeitig hält die südafrikanische Papiergruppe fest, dass ein Verkauf an einen anderen Betreiber, der gestrichenes Feinpapier herstellt, «nicht infrage kommt». Es gebe in diesem Bereich Überkapazitäten und deshalb ungenügende Preise, um eine genügende Rendite zu erzielen, erläutert Hannes Boner, Leiter der Rechtsabteilung bei Sappi Europe. Ohne diese Einschränkung würden die strukturellen Probleme auf dem Markt bestehen bleiben. Zur Erinnerung: Dieses Konkurrenzverbot betrifft rund 85 Prozent der gesamten Jahresproduktion von 450000 Tonnen Papier, was die Suche nach einer Lösung zur Weiterführung mehr als erschwert.
Schliessung wäre sehr teuer
Trotzdem wolle Sappi «im ureigensten Interesse mithelfen, eine Alternative zur Schliessung der Fabrik zu finden», sagt Boner weiter. Dies im Wissen, dass eine solche sehr teuer werden könne. Zwar werde das Konsultationsverfahren nach Ablauf am 16. Mai kaum verlängert, aber die Suche nach «einer vernünftigen Alternative» könne weiterlaufen. Wann es allenfalls zu Kündigungen komme, sei offen. Hauptziel sei, eine andere Verwendung des Werkes zu finden. «Entscheide sind noch keine gefallen.»
Im Übrigen nehme Sappi die Proteste und Anliegen der Bevölkerung und der Behörden sehr ernst, heisst es in der Mitteilung weiter. «Wir werden im laufenden Verfahren nicht nur die gesetzlichen Vorgaben erfüllen, sondern auch den ethischen und moralischen Ansprüchen gerecht werden, damit dieser schwierige Prozess mit dem nötigen Respekt gegenüber der Belegschaft bewältigt werden kann», versichert Sappi. (FS)

Quelle: Solothurner Zeitung vom 4. Mai 2011


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05. Mai 2011, 21:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
Diese Arschlöcher... unglaublich.

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
06. Mai 2011, 00:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Muoit



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Beiträge: 1498

Beitrag Antworten mit Zitat
Klingt ganz nach Deisswil

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Power to the Pöbel!
06. Mai 2011, 00:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Rückzugsgefechte:

Zitat:
Kanton stützt «Papieri» mit allem

Die Solothurner Regierung will alles unternehmen, dass in Biberist weiterhin Papier hergestellt wird. Die Suche nach einem Investor für die
Papierfabrikwerde über die Wirtschaftsförderung aktiv unterstützt, versichert Volkswirtschaftsdirektorin Esther Gassler. Dabei könnten alle zur Verfügung stehenden Instrumente eingesetzt werden. Die Palette reiche «von der ganzheitlichen Betreuung potenzieller Käufer der Fabrik über Steuererleichterungen bis hin zu zinsfreien Darlehen». Bereits 1998 wurde dem Stahlwerk Gerlafingen ein solches Darlehen für Sanierungsmassnahmen im Umweltschutz zur Verfügung gestellt. Gassler würde zudem im Zusammenhang mit Massnahmen zur Rettung der «Papieri», falls von Gesetz her notwendig, eine Vorlage im Parlament einbringen.

Quelle: Facebook-Gruppe


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29. Mai 2011, 13:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beiträge: 3354

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Muoit hat Folgendes geschrieben:
Klingt ganz nach Deisswil


Deisswil ist überall! Via FB-Gruppe:

Zitat:
«Papieri»-Entlassene hoffen auf neue Jobs

Biberist 134 Mitarbeitende der «Papieri» haben vergangene Woche den blauen Brief erhalten. Das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit ist optimistisch, dass die meisten innerhalb von sechs Monaten einen neuen Job finden werden.

Beinahe 440 Beschäftigte erhielten bei der Totalschliessung der Zellulosefabrik Borregaard in Luterbach vor zweieinhalb Jahren die Kündigung. Sie mussten sich auf die Suche nach einer neuen Arbeitsstelle machen. Wie René Knipp, Leiter der Regionalen Arbeitsvermittlung Solothurn (RAV), gegenüber dem «Regionaljournal» von Radio DRS sagt, hätten bis auf neun ehemalige Angestellte der Borregaard mittlerweile alle einen Job gefunden. Nun droht die Schliessung der PapierfabrikBiberist, eines noch grösseren Arbeitgebers (wir berichteten). Die zum südafrikanischen Papierkonzern Sappi gehörende «Papieri» muss bis Ende Juli einen Investor finden, der gewillt ist, das Werk weiterzubetreiben. 134 Angestellte haben ihren Job bereits verloren, weitere über 400 Arbeitsplätze stehen dann auf dem Spiel.

Firmen interessiert an Personal

Jonas Motschi hofft sehr, dass eine entsprechende Alternative gefunden werden kann. Dies wäre sehr positiv und sinnvoll, sagt der Chef des Solothurner Amts für Wirtschaft und Arbeit (AWA). Falls es aber zur Schliessung komme, sei die Lage keineswegs aussichtslos: «Der grösste Teil der Sappi-Mitarbeitenden sollte innerhalb von sechs Monaten einen Job finden», so Motschi. Bereits heute gebe es viele Firmen, die nach neuen Angestellten suchten und sich beim AWA nach Dossiers erkundigten. Er rechnet gar damit, dass ein grosser Anteil bereits innerhalb der Kündigungsfrist neue Arbeitsstellen findet. Die Betroffenen würden zudem in einem Jobcenter unterstützt. Zurzeit sei die Arbeitslosigkeit im Kanton Solothurn mit einer Quote von 2,6 Prozent tief. Deshalb würde der Arbeitsmarkt Entlassene geradezu «aufsaugen», meint Motschi.
Den Betroffenen sei, unabhängig ihrer Dienstdauer bei der «Papieri», eine Kündigungsfrist von mindestens drei Monaten gewährt worden, ergänzt Nicolas Mühlemann, Leiter des Sappi-Papierwerks in Biberist. Und Arbeitsverträge mit längeren Kündigungsfristen würden akzeptiert. Die Verhandlungen über den Sozialplan zwischen den Sozialpartnern seien noch am Laufen. Sappi habe einen Vorschlag unterbreitet, die Arbeitnehmervertretungen hätten ihre Forderungen eingebracht.

Investorensuche läuft weiter

Derweil läuft die Suche nach einem Investor oder Partner unvermindert auf Hochtouren weiter. «Wir erhalten vom Sappi-Konzern personelle Unterstützung, um das Verkaufsdossier zu komplettieren und allenfalls den Kreis der Interessierten zu vergrössern.» Mit einem Investor aus der Papierindustrie, welcher einen Letter of Intent, eine Absichtserklärung, unterschrieben habe, sei ein konkreter Termin zur Fabrikbesichtigung vereinbart worden. Ebenso liefen die Gespräche mit einer Beteiligungsgesellschaft weiter. Ziel sei weiterhin, einen Investor zu finden, der ab August auf den Papiermaschinen die Herstellung von hochwertigem Verpackungspapier in Angriff nehme. Definitiv beschlossen sei, dass die Produktion von gestrichenem Feinpapier auf den Papiermaschinen 8 und 9 auf Mitte Juli eingestellt werde.

Quelle: Langenthaler Tagblatt


Der Betreiber der FB-Gruppe meint dazu in einem Kommentar:

Zitat:
Wenn es schon zur Teilentlassung gekommen ist, dann hat das Personal durch sein vorbildliches Verhalten seit dem Schliessungsentscheid wenigstens beste Reklame für sich selbst gemacht. Hoffentlich findet sich für alle eine gute Nachfolgelösung, sei dies in- oder ausserhalb des bisherigen Papieri-Betriebes.


Ja dänn Guet Nacht am Sächsi!

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03. Juni 2011, 18:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beiträge: 1498

Beitrag Antworten mit Zitat
So scheint sich eine Logik zu verberiten, die besagt: Wenn wir kooperativ und widerstandslos alles über uns ergehen lassen, dann finden wir eher eine neue Stelle. Sklavenmentalität!

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Power to the Pöbel!
03. Juni 2011, 18:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Neuester Artikel über Biberist (via FB-Gruppe):

Zitat:
Die verzweifelte Suche nach einem Investor für die Papierfabrik Biberist

Franz Schaible

Sappi Die Uhr tickt – gnadenlos rückt der Zeitpunkt der Entscheidung über die Zukunft der «Papieri» in Biberist näher. Mitte Juli werden die Papiermaschinen 8 und 9 zur Produktion von gestrichenem Feinpapier stillgelegt. Der Glaube an eine Verhinderung der Ende März angekündigten Schliessung schwindet. Spätestens Ende Juli entscheidet die Besitzerin der «Papieri», der südafrikanische Sappi-Konzern, über das Schicksal der grössten Papierfabrikder Schweiz.

«Die Stimmung im Betrieb ist gedrückt, die Moral ist schlecht und langsam macht sich Resignation breit», berichtet denn auch Kathrin Schär, Präsidentin der Betriebskommission. Niemand wisse, wie es weitergehen soll. «Die Mitarbeitenden hängen sozusagen in der Luft.» Diese Ungewissheit sei fast nicht zu ertragen, so Schär. Trotzdem würden die Mitarbeitenden ihre Arbeit in gewohnter Weise verrichten. Wenn es noch Arbeit hat. Denn die Stillstandszeiten der Papiermaschinen werden immer länger.

Verzweifelte Suche nach Investor

Auch Nicolas Mühlemann, Geschäftsleiter der «Papieri», versprüht keinen Optimismus. «Schlecht», antwortet er kurz und bündig auf die Frage nach seiner Gefühlslage. «Die Chance zur Rettung der Fabrik ist nicht grösser geworden, sie bleibt klein.» Die Suche nach einem Investor, der den Betrieb für die Herstellung von hochwertigem Verpackungspapier weiterführen würde, sei wie erwartet schwierig. Ein Interessent aus der Papierbranche, der eine Absichtserklärung unterzeichnet hatte, habe sich erst gar nicht mehr gemeldet, ein weiterer habe nach der Fabrikbesichtigung – er beurteilte diese als zu gross – abgesagt. Ein dritter möglicher Investor – eine Finanzgesellschaft mit
Papierfabrikenim eigenen Portefeuille – habe das Werk besichtigt und werde noch diese Woche Bescheid geben, ob er die Sache weiterverfolgen will, erläutert Mühlemann. Zudem seien noch weitere Private-Equity-Firmen (Beteiligungsgesellschaften) in Verhandlungen. Details kann Mühlemann keine liefern. «Alle Verkaufsverhandlungen laufen direkt über die Sappi-EuropaZentrale in Brüssel.»

Und dort sind vorerst keine Neuigkeiten zu erfahren. «Wir versuchen weiterhin, einen Käufer für das Werk in Biberist zu finden», erklärt Mat Quaedvlieg, Produktionsleiter von Sappi Europa und Verwaltungsrat der Sappi Schweiz AG. Mehr könne er im Moment dazu nicht sagen.

Angst vor dem schlimmsten Fall

Gestern hat Nicolas Mühlemann die gesamte Belegschaft über den Stand der Dinge informiert. Sappi werde den Entscheid über die Fabrik wie angekündigt im Juli kommunizieren. Falls es zur Weiterführung komme, würde man mit der Zustimmung der Arbeitnehmervertretung Antrag auf Einführung von Kurzarbeit stellen. Denn bis zum Wiederanlaufen der Produktionsanlagen nach der Umstellung auf die Herstellung von Feinpapier auf Verpackungspapier werde es eine Durststrecke geben. Und wenn kein Investor zusage, dann trete der schlimmste aller Fälle ein. «Dem gesamten Personal wird gekündigt.»

Sozialplan steht noch nicht

Ebenfalls noch nicht am Ziel sind die Verhandlungen zwischen den Sozialpartnern über den Sozialplan. Dieser wurde nötig, nachdem Sappi 134 der rund 550 Mitarbeitenden auf Ende Mai gekündigt hat. Eine besondere Knacknuss dabei sei die Regelung über die Pensionskassen-Guthaben, erklärt Markus Baumann von der Gewerkschaft Unia. Eine komplette Schliessung der «Papieri» könnte diese nämlich gefährden. Deshalb werden den nach dem 31. März 2011 ausgetretenen Versicherten vorerst nur 90 Prozent der vollen Freizügigkeitsleistung ausbezahlt (wir berichteten). «Das Ganze muss nun von Experten sauber geprüft werden», sagt Baumann. Die nächste Verhandlungssitzung findet am 8. Juli statt.

«Die Stimmung im Betrieb ist gedrückt und langsam macht sich Resignation breit.»
Kathrin Schär, Präsidentin der Personalkommission

Quelle: Solothurner Zeitung vom 29. Juni


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02. Juli 2011, 12:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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wenn sies jetzt nicht kapieren, dann kapieren sies vielleicht nie. ist ja zum kotzen.

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
02. Juli 2011, 12:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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No comment:

http://medien.a-z.ch/medien/solothurn/papieri-biberist-das-schlimmste-war-die-ungewissheit-110250359

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06. Juli 2011, 19:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Man fuehlt sich ja ein wenig wie Kassandra:

Keinen Käufer für Papierfabrik in Biberist gefunden

550 Mitarbeiter erhalten die Kündigung

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21. Juli 2011, 14:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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Beiträge: 1069

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Kassandra (....) gilt als eine tragische Figur, die das Unheil immer voraussah, aber bei ihrer Umgebung kein Gehör fand.
Kassandra (....) wirkte auf das Volk oft verrückt, ja hysterisch und wurde von diesem oft ausgegrenzt.

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argumentum ad baculum
21. Juli 2011, 14:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Käptn Kiff hat Folgendes geschrieben:
Kassandra (....) gilt als eine tragische Figur, die das Unheil immer voraussah, aber bei ihrer Umgebung kein Gehör fand.
Kassandra (....) wirkte auf das Volk oft verrückt, ja hysterisch und wurde von diesem oft ausgegrenzt.


Natuerlich beide Bedeutungen. Ein bisschen verrueckt kann man schon sein ;)

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21. Juli 2011, 14:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beiträge: 3354

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Analyse des Tagesanzeigers:

Teurer Strom: Der Papierindustrie steht das Wasser bis zum Hals

Zitat:
Die Schliessung der Papierfabrik im solothurnischen Biberist spiegelt die aktuelle Situation der Schweizer Papierindustrie: Wegen steigender Energiekosten sind viele Fabriken in ihrer Existenz bedroht.


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21. Juli 2011, 15:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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