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Streik bei SBB Cargo in Bellinzona wegen Stellenabbau

 
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Streik bei SBB Cargo in Bellinzona wegen Stellenabbau
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Tu



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Beitrag Streik bei SBB Cargo in Bellinzona wegen Stellenabbau Antworten mit Zitat
Zitat:
Streik bei SBB Cargo in Bellinzona wegen Stellenabbau
Die SBB Cargo gibt die Lokomotivwartung in Bellinzona aus Kostengründen auf und baut im Industriewerk 126 Arbeitsplätze ab. Nach der Bekanntgabe der Pläne traten die Angestellten der SBB Cargo in Bellinzona sofort in den Streik.

Der Unterhalt der Lokomotiven werde nach Yverdon verlagert, gab SBB-Cargo-Chef Nicolas Perrin am Freitag vor den Medien in Bellinzona bekannt.
Den über 400 anwesenden Angestellten konnte Perrin dies indes nicht mitteilen. Seine Worte gingen in einem Pfeifkonzert unter. Sicherheitsleute führten den SBB-Cargo-Chef aus der Montagehalle des Industriewerks, in der am Morgen die Informationsveranstaltung stattfand.

Für die Angestellten ist ein Abbau nicht akzeptabel. Das Industriewerk arbeite mittlerweile profitabel, sagte ein Sprecher des Personals. Die Rede war von Streikmassnahmen und von der Blockierung der Auslieferung von Lokomotiven.

Gemäss Perrin erlaubt es der GAV der SBB nicht, Angestellten aus wirtschaftlichen Gründen zu kündigen. Den vom Abbau betroffenen Mitarbeitenden wird eine Verlegung nach Yverdon oder andere Stellen innerhalb des Unternehmens angeboten.

«SBB Cargo ist ein wirtschaftliches Unternehmen», sagte Perrin. «Deshalb müssen wir wirtschaftliche und nicht regionalpolitische Entscheide treffen.»

SBB-Angestellte in Bellinzona treten in Streik

Die Angestellten der SBB Cargo in Bellinzona haben nach der Ankündigung des Abbaus beschlossen, ab sofort in den Streik zu treten. Am Samstagnachmittag findet in Bellinzona eine Demonstration statt.

SP-Nationalrat Fabio Pedrina versprach am Freitagmorgen vor Ort, dass die Tessiner Politiker geschlossen beim Bundesrat vorstellig würden. Ziel sei es, eine Rücknahme des Entscheides von SBB Cargo zu erwirken.

Es sei das erste Mal seit dem Generalstreik von 1918, dass im Tessin Staatsangestellte ihre Arbeit niederlegen, sagte das SP- Urgestein und Ex-Nationalrat Werner Carobbio.

Quelle: SDA/ATS


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07. März 2008, 08:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
minino
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Beitrag Ver.di legt Deutschland lahm - Streiks bei Flughäfen, Busse Antworten mit Zitat
In vielen Städten geht gar nichts mehr: Ver.di bestreikt Busse und Bahnen, an Flughäfen kommt es zu massiven Behinderungen - und in Hannover wird die Computermesse Cebit in Mitleidenschaft gezogen. Gewerkschaftschef Bsirske droht mit unbefristeten Arbeitskämpfen: "Wir fangen gerade erst an."

Hamburg - Der Tarifkonflikt im Öffentlichen Dienst droht vollends zu eskalieren. Mit einem Großkampftag hat die Gewerkschaft Ver.di heute Morgen die heiße Phase der Warnstreiks eröffnet. Bundesweit legen Tausende Beschäftigte die Arbeit nieder, betroffen sind Busse und Bahnen, vor allem in Berlin. Daneben soll die Arbeit erneut in Kliniken, Kitas, Stadtreinigungsbetrieben und Verwaltungen ruhen. Allein in Nordrhein-Westfalen sollen sich laut Ver.di mehr als 70.000 Beschäftigte an den Warnstreiks beteiligen. Besonders hart trifft es heute jedoch die Flughäfen.

Die heftigsten Folgen könnte der Streik in Frankfurt am Main haben. Am größten deutschen Flughafen legten zahlreiche Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und der Gepäckabfertigung um 5.30 Uhr die Arbeit nieder. Die Flughafen-Betreibergesellschaft Fraport rief die Passagiere auf, frühzeitig zum Flughafen zu kommen. Es seien erhebliche Behinderungen im Flugverkehr möglich.

Auf dem Fughafen Düsseldorf laufen seit 4 Uhr die Gepäckförderanlagen nicht mehr. Deshalb könne auch nicht eingecheckt werden, sagte ein Ver.di-Sprecher. Der Warnstreik soll hier noch bis 9 Uhr fortgesetzt werden. Auch auf dem Flughafen Köln-Bonn stehen die Gepäckförderanlagen still. Darüber hinaus will Ver.di die Flughäfen in München, Nürnberg, Stuttgart, Münster-Osnabrück und Saarbrücken lahmlegen. Die Lufthansa hatte vorsorglich 142 Flüge gestrichen, bei denen es sich vor allem um innerdeutsche Verbindungen handelt.

In Hannover zieht der Tarifkonflikt auch die weltgrößte Computermesse Cebit in Mitleidenschaft. Am Flughafen legten rund 200 Mitarbeiter der Technik, der Feuerwehr und der Gepäckabfertigung um 5 Uhr die Arbeit nieder. "Es geht im Moment nichts mehr", sagte ein Ver.di-Sprecher. Auch die Bundespolizei sollte sich an dem Ausstand beteiligen. Der Warnstreik soll bis 10.30 Uhr dauern. Wegen der Cebit werden in diesem Zeitraum etwa 70 Maschinen erwartet, ein Drittel mehr als üblich.

Ver.di fordert für die bundesweit 1,3 Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen acht Prozent höhere Gehälter, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber bieten bisher fünf Prozent - verteilt auf zwei Jahre - bei gleichzeitiger Verlängerung der Wochenarbeitszeit. Morgen beginnt bereits die fünfte Verhandlungsrunde.

In Hamburg, wo der Flughafen von 6 Uhr bis 9 Uhr bestreikt wird, sind 56 Flüge und rund 4700 Passagiere betroffen, sagte eine Airport-Sprecherin. Vor den Schaltern bildeten sich lange Schlangen.

Am Stuttgarter Flughafen begann der Warnstrreik um 4 Uhr. Die Arbeitgeber wollten sich davon aber nicht beeindrucken lassen. Nicht-gewerkschaftliche Mitarbeiter könnten die Arbeiten übernehmen. "Die private Konkurrenz ist da, die es übernehmen kann", sagte eine Flughafensprecherin. Auch sie rechne allerdings mit Verspätungen, wenn Flüge wegen der Warnstreiks an anderen Flughäfen zeitverzögert in Stuttgart einträfen. An den Flughäfen München und Nürnberg sind die Bodenverkehrsdienste sowie die Be- und Entlader der Flugzeuge im Ausstand.

An den drei größten Flughäfen in Nordrhein-Westfalen haben heute Morgen ebenfalls Warnstreiks begonnen. "Die Informationsschalter sind nicht mehr besetzt", sagte ein Ver.di-Sprecher in Köln. In Dortmund traten Beschäftigte des Bodenverkehrsdienstes in den Warnstreik. Sie sind normalerweise dafür zuständig, Flugzeuge zu betanken oder das Flugfeld zu enteisen. Nun könne keine Maschine abheben, sagte ein Ver.di-Sprecher. Nicht bestreikt werden die Flughäfen Bremen, Leipzig und Dresden, weil sie eigene Haustarifverträge haben.

Gewerkschaftschef Frank Bsirske erhöhte unterdessen den Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber. "Wir fangen erst an", sagte er der "Neuen Presse". Der bisherige Verlauf der Warnstreiks habe gezeigt, dass die Beschäftigten auch bereit seien, "in einen unbefristeten Arbeitskampf zu gehen, wenn die Arbeitgeber weiter blockieren".

Das bisherige Angebot von Bundesregierung und Kommunen sei "schamlos und ein billiges Täuschungsmanöver. Wenn man die vorgeschlagene Verlängerung der Arbeitszeit einrechnet, müssten die Arbeitnehmer für die Lohnerhöhung noch Geld mitbringen", sagte Bsirske.

In Rheinland-Pfalz gingen heute Morgen vor allem Mitarbeiter der Nahverkehrsbetriebe in den Ausstand. Nach Angaben eines Ver.di-Sprechers kam der Verkehr in Kaiserslautern und Ludwigshafen fast vollständig zum Erliegen. In Trier sei nur die Hälfte der Busse im Einsatz, in Mainz führen etwa 30 Prozent nicht. Auch Beschäftigte von Kliniken und Entsorgerdiensten hätten die Arbeit niedergelegt.

Die Arbeitgeber attackierten die Streiktaktik von Ver.di. Gerd Landsberg, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, sagte der "Bild"-Zeitung: "Die Warnstreiks erreichen eine neue Dimension. Flughäfen lahmzulegen ist völlig unverhältnismäßig und gefährdet den Standort Deutschland." Landsberg forderte eine neue Debatte über das Warnstreikrecht: Man müsse künftig die Frage stellen, wo die Verhältnismäßigkeit ende. Ein neues Angebot der Arbeitgeber vor der letzten Verhandlungsrunde am Donnerstag halte er für ausgeschlossen, sagte Landsberg. Wenn sich die Gewerkschaft weiter so verhalte, sei eine Schlichtung unausweichlich.

Pendler-Chaos in Berlin


Unter einem anderen Tarifkonflikt leiden derweil die Bürger Berlins. Hier geht es um die Auseinandersetzung zwischen Ver.di und den Verkehrsbetrieben BVG. Das Land Berlin war aus der Tarifgemeinschaft der Arbeitgeber ausgestiegen, deshalb hat der BVG-Streik eigentlich nichts mit den Verhandlungen im Öffentlichen Dienst zu tun. Doch zeitlich passt er Ver.di gut ins Konzept.

Am Morgen traten Bus- und Bahnfahrer in einen unbefristeten Streik. Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen blieben um 2 Uhr in den Betriebshöfen. Von den Arbeitsniederlegungen sind auch Besucher der weltgrößten Reisemesse ITB betroffen, die heute in Berlin beginnt. Der Streik soll mindestens bis zum 14. März dauern.

"Wir haben einen Ersatzverkehr eingerichtet, aber es ist wirklich ein Not-Ersatzverkehr", sagte eine BVG-Sprecherin. "Wir hoffen, dass der Streik nicht bis Freitag nächster Woche dauert." Die BVG will mit dem Ersatzverkehr Fahrgästen ermöglichen, S-Bahnen zu erreichen, die trotz des Streiks fahren.

In der kommenden Woche könnte sich aber auch dies ändern: Wegen des Tarifkonflikts bei der Deutschen Bahn droht die Lokführergewerkschaft GDL mit einem neuen, unbefristeten Streik ab Montag - und der könnte auch die S-Bahn treffen.

Bei der BVG fordert Ver.di acht bis zwölf Prozent mehr Geld für die Beschäftigten. Das Arbeitgeber-Angebot sieht eine stufenweise Erhöhung des Gehalts um sechs Prozent bis Ende 2010 vor.

Quelle: spiegel.de

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07. März 2008, 13:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zitat:
Arbeitskonflikt bei der Deutschen Bahn beendet
Streik vom Montag abgesagt - Einigung mit allen Gewerkschaften

Der für Montag angekündigte unbefristete Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Deutschen Bahn ist im letzten Moment abgewendet worden. Nach Verhandlungen am Wochenende gab die Bahn bekannt, sie habe sich nun doch mit allen drei Bahngewerkschaften einigen können.

pra. Wie Bahn-Chef Hartmut Mehdorn am frühen Sonntagabend vor den Medien sagte, wird die GDL einen eigenständigen Tarifvertrag erhalten, der sich «konflikt- und widerspruchsfrei» in die übrigen Vertragswerke mit den Gewerkschaften einfüge. Das entspricht genau der Lesart, die schon bei der ersten vermeintlichen Einigung im Januar verwendet worden war und dann doch nicht Bestand hatte.

Inwiefern der kleinen, hartnäckigen Lokomotivführer-Gewerkschaft verlässliche Zugeständnisse gemacht wurden, die weitere Arbeitskampfmassnahmen tatsächlich ausschliessen, blieb unklar.

Auf jeden Fall dürfen die Bahnfahrer vorerst einmal aufatmen; die kommende Woche wird streikfrei bleiben. Nur am Montag wird es wohl noch zu grösseren Störungen kommen. Denn ein Verzicht auf den Notfahrplan, der den Ausfall von etwa der Hälfte aller Züge vorsieht, ist nach früheren Aussagen der Bahn in so kurzer Zeit nur begrenzt möglich.

Hoffen in Berlin
Bahn-Chef Mehdorn versprach allerdings, man werde alles tun, um so weit als möglich nach Normalfahrplan zu fahren. Besonders die Berliner wären dafür dankbar, denn letzte Woche ist die Berliner Verkehrsgesellschaft im Kampf mit dem Berliner Senat um Tariferhöhungen von bis zu 12% in einen unbefristeten Streik getreten, der alle Busse und U-Bahnen in den Depots belässt. Zurzeit sind die von der Deutschen Bahn betriebenen S-Bahnen die einzige Lebensader des öffentlichen Verkehrs in der Hauptstadt.

NZZ-Online

09. März 2008, 23:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tu



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Beitrag Tessiner Bischof zeigt sich arbeitskämpferisch Antworten mit Zitat
Zitat:
Tessiner Bischof zeigt sich arbeitskämpferisch
Der Tessiner Bischof Pier Giacomo Grampa hat den streikenden Angestellten der SBB-Industriewerke in Bellinzona seine Solidarität zugesichert.
Falls nötig, werde er in allen Pfarreien eine Spendenaktion für den Arbeitskampf durchführen.

Sollte der Streik an Ostern noch andauern, dann werde er die Messe in den Industriewerken abhalten und anschliessend mit den Streikenden das Osterlamm verzehren, sagte Grampa am Montagmorgen an der Betriebsversammlung in Bellinzona.

Er rief die Streikenden und die Gewerkschafter auf, standhaft zu bleiben. Gleichzeitig sollten sie verantwortungsbewusst und weise vorgehen. Der Unterstützung der Kirche könnten sie sich sicher sein, versicherte Grampa.

Nebst Bischof Grampa ermutigten am Montagmorgen auch die beiden Tessiner Staatsräte Luigi Pedrazzini (CVP) und Gabriele Gendotti (FDP) die Streikenden. Der Staatsrat werde alles unternehmen, um den von SBB Cargo beschlossenen Abbau der 126 Stellen in Bellinzona rückgängig zu machen, sagten sie unisono.


Quelle: SDA/ATS


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10. März 2008, 09:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
minino
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Gefunden auf Indymedia:

Am 12. März hat es in Fribourg im SBB-Kundencenter schon einen kurzen Warnstreik gegeben. Das ist wichtig für die Ausweitung des Protestes. Am 14. März, 12h30 gibt es eine Protestdemo gegen den Stellenabbau bei SBB Cargo vor dem Kunden Service Center:

Kunden Service Center
Rue de la Carrière 2A
1700 Fribourg
Schweiz

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13. März 2008, 14:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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geht jemand nach Fribourg morgen?

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13. März 2008, 21:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
dlx



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ich überlege es mir gerade. frei hätte ich und ga besitze ich auch wieder.

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Endlich also hat es sich herausgestellt, daß die Wiege der Freiheit nichts anders ist als das Zentrum der Barbarei und die Pflanzschule der Jesuiten, daß die Enkel Tells und Winkelrieds durch keine andern Gründe zur Raison zu bringen sind als durch Kanonenkugeln.
13. März 2008, 22:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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ruf an, wenn du gehst...

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14. März 2008, 00:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
dlx



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mach ich.

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minino
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Zitat:

Hände weg von den Werken in Bellinzona!

9.03.2008 - Kundgebung in Bern

Nationale Kundgebung in Bern
Beginn: 12.30 Uhr
Treffpunkt: Bahnhof Bern
Ankunft der Kollegen aus Bellinzona: 12.15 Uhr


Quelle: Basisgruppe Bahn

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16. März 2008, 21:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Wenn jemand hingeht, könnten wir gemeinsam hinreisen. Abmachen per PN.

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Melnitz



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Und weiter gehts in die nächste Runde elvis guitar

Zitat:
17. März 2008, 11:27, NZZ Online

Streik in Bellinzona geht weiter
Angebot der SBB gilt weiterhin


Die Mitarbeiter von SBB Cargo im Industriewerk Bellinzona streiken weiter. Dies beschloss eine Betriebsversammlung am Montag einstimmig und schlug damit das Angebot der SBB aus, während zwei Monaten am «runden Tisch» die Abbaumassnahmen zu überprüfen.

(sda) Die 430 Angestellten des SBB-Industriewerks in Bellinzona setzen ihren Streik fort. Das Verhandlungsangebot der SBB-Spitze lehnten sie einstimmig ab. Die Streikenden fordern Garantien für die Zukunft des Werks in Bellinzona. So lange diese nicht vorlägen, werde der Streik fortgesetzt, beschlossen die Angestellten am Montagmorgen an einer Betriebsversammlung.

Die SBB reagiert gelassen auf den Entscheid der Angestellten. Die Umsetzung der Abbaupläne bei SBB Cargo blieben aufgeschoben, sagte SBB-Sprecher Roland Binz auf Anfrage. Die Sistierung bis zum kommenden 9. Mai hatte der Verwaltungsrat am Sonntagabend beschlossen. Damit habe die SBB mehrere klare Signale für einen konstruktiven Dialog gesendet sagte Binz.

SBB erwartet Rückkehr zur «Vernunft»
Im Gegenzug erwarte der Verwaltungsrat aber, dass die Streikenden ihre Arbeit in den nächsten Tagen wieder aufnähmen. «Wir zählen auf unsere guten Mitarbeitenden in Bellinzona und erwarten, dass diese rasch zur Vernunft und zur Arbeit zurückkehren», sagte Binz.

Den SBB-Vorschlag bezeichnete das Streikkomitee als arrogant, ungerecht und ungenügend. Die geplanten Abbaumassnahmen müssten nicht bloss sistiert, sondern komplett aufgegeben werden, sagte Streikführer Gianni Frizzo.

Dialog ohne Bedingungen gefordert
Die Streikenden erklärten sich in einer Resolution zum Dialog bereit, aber ohne Bedingungen. Das Management der SBB wurde ferner aufgefordert, keinerlei Vergeltungsmassnahmen gegen das streikende Personal einzuleiten. Dem Abbau sollen 126 Arbeitsplätze zum Opfer fallen.

Einen Appell richteten die Streikenden überdies an den Bundesrat. Dieser wird gebeten, sich für den Erhalt der Arbeitsplätze im Tessiner Hauptort stark zu machen. Die Belegschaft des Industriewerks in Bellinzona hatte am 7. März aus Protest gegen die Restrukturierung von SBB Cargo die Arbeit niedergelegt.

17. März 2008, 11:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Zitat:
Streikende pfeiffen Prinzen von Savoyen aus
Gar nicht willkommen war heute Prinz Emanuele Filiberto von Savoyen, als er der SBB-Werkstätte in Bellinzona einen Überraschungsbesuch abstattete. Er wurde mit Pfiffen empfangen und als «Faschist» beschimpft.

Der in Genf geborene älteste Enkel des letzten italienischen Königs Umberto II. kandidert er am 13. April für das italienische Parlament. So war sein Besuch in der Officina wohl als Wahlkampfauftritt zu verstehen. Dieser ging aber ganz gehörig nach hinten los. Kaum hatte er das Werk betreten, wurde er von der Belegschaft ausgepfiffen. Auch der ehemalige Direktor der SBB-Werkstätte Alfredo Keller stimmte in das Pfeifkonzert ein. Filiberto wurde von den aufgebrachten Arbeitern zudem als «Faschist» bezeichnet. Trotzdem der feindseligen Atmosphäre liess es sich der Prinz nicht nehmen, anschliessend noch das Werksgelände zu besichtigen.

Der Prinz Emanuele Filiberto von Savoyen hat am 13. März in Lugano seine neue Partei «Valori e futuro» (Werte und Zukunft) präsentiert. Als Vertreter der politischen Gruppierung kandidert er am 13. April für das italienische Parlament.

Als Politiker will sich der 36-jährige italienische Adlige, der selbst 31 Jahre im Exil verbracht hat, für die Rechte der Italiener im Ausland einsetzen. Vertreter aus allen politischen Richtungen gehörten laut Emanuele Filiberto zu «Valori e futuro».

Die Partei verlangt in Italien eine Reform des Rechtssystems, mehr Gewicht für die Sicherheitspolitik sowie eine Eindämmung der Immigration. Weiter setzt sich «Valori e futuro» für Familien und Junge ein und propagiert die Stärkung der Wirtschaft.

Prinz Emanuele Filiberto ist der Enkel des letzten italienischen Königs Umberto II. Er wurde 1972 im Exil in Genf geboren. Heute lebt der Adlige in Genf, Rom und Paris.

jcg/SDA

20. März 2008, 20:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
minino
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Zitat:
«SBB dialogunfähig»: Bellinzona streikt weiter
25.03.08; 12:50

Das Industriewerk Bellinzona von SBB Cargo wird weiter bestreikt. Die SBB seien zu keinem Dialog fähig, so dass Streikkomitee.


Die Betriebsversammlung in Bellinzona beschloss heute Mittag erwartungsgemäss, den Streik weiter zu führen, nachdem die Gespräche der Sozialpartner am Vorabend in Bern ergebnislos abgebrochen worden waren. In der einstimmig verabschiedeten Resolution rief die Belegschaft zudem die Politiker auf nationaler und kantonaler Ebene dazu auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen und sich bei den SBB einzuschalten. Denn die Geschäftsleitung sei unfähig, einen echten Dialog zu führen. An die Bevölkerung im Tessin wurde appelliert, sich weiterhin auf materieller und politischer Ebene mit den Streikenden solidarisch zu zeigen sowie die Entscheidungen des Streikkomitees zu unterstützten. An die SBB richtet sich erneut die Forderung, den Standort Bellinzona für den schweren Unterhalt der Lokomotiven im Rahmen der heutigen Hierarchie und Organisation aufrecht zu erhalten und entsprechende Zusicherungen abzugeben.

Die 430-köpfige Belegschaft hatte die Arbeit am vergangenen 7. März niedergelegt, als Reaktion auf die Restrukturierungspläne von SBB Cargo. In drei Gesprächsrunden haben die SBB-Spitze sowie das Streikkomitee und die Gewerkschaften seither vergeblich nach einem Ausweg aus dem Konflikt gesucht. Während die Streikenden schriftliche Garantien der SBB für die Beibehaltung des Lokomotivunterhalts als Kompetenzzentrum in Bellinzona fordern, erklären sich die SBB ausser Stande, solche für die Zukunft bindenden Zusicherungen abzugeben.

Das Festhalten an den Positionen in diesem Punkt verhinderte bisher einen Abbruch des Streiks und die Einberufung eines «runden Tischs», an dem über die Zukunft von SBB Cargo im Tessin verhandelt werden soll. Bundesrat Moritz Leuenberger, der letzte Woche mit Nachdruck solche Verhandlungen gefordert hatte, will sich am heute Nachmittag zur verfahrenen Situation bei SBB Cargo äussern.

Quelle: 20min.ch

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25. März 2008, 13:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ja vielleicht wirds jetzt noch lustiger, Leuenberger nach NZZ Online:

Zitat:
Nicht in etwas hineinsteigern
Leuenberger rief dazu auf, nicht einen Streik um den Streikes willen fortzuführen. Bisher seien die Gefühle der Tessiner Bevölkerung sehr ernst genommen worden. Er ersuche nun aber die Bevölkerung, sich nicht in etwas zu steigern, das keine Rechtfertigung habe. Die angedrohten Streckenblockierungen wären laut Leuenberger illegal und würden von den zuständigen Behörden verhindert beziehungsweise rechtlich geahndet.

25. März 2008, 17:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tu



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Beitrag Die PNOS-Mongos geben ihren Senf dazu... Antworten mit Zitat
Zitat:
...Der Streik im Tessin zeigt deutlich, dass der von sozialdemokratischer sowie marxistischer Seite heraufbeschwörte Klassenkampf ein Traumgebilde verkorkster ideologischer Verrenkungen ist. Im Tessin haben sich die Reihen geschlossen. Gewerkschafter und Bourgeois reichen sich die Hände, um gegen die Abbaupläne ihren Unmut auszudrücken. Gemeinsam werden Stossrichtungen entwickelt, um ein Umlenken herbeizuführen. Dabei wird auf verbrämte Phrasendrescherei verzichtet. Die Solidarität vermag zuvor ausgehobene Gräben zuzuschütten.
Die PNOS unterstützt den Arbeiterkampf im Tessin auf ganzer Linie. Nicht die Arbeiter sollen den Preis für das falsche Auftreten am Markt der SBB Cargo bezahlen, sondern die dafür verantwortlichen Kaderleute. Die PNOS fordert darüber hinaus, einen Vertreter der Politik im Verwaltungsrat der SBB zu installieren, um derartiger Misswirtschaft künftig einen Riegel vorzuschieben.


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25. März 2008, 17:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
cuervo



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Beitrag Re: Die PNOS-Mongos geben ihren Senf dazu... Antworten mit Zitat
PNOS hat Folgendes geschrieben:
...Der Streik im Tessin zeigt deutlich, dass der von sozialdemokratischer sowie marxistischer Seite heraufbeschwörte Klassenkampf ein Traumgebilde verkorkster ideologischer Verrenkungen ist. Im Tessin haben sich die Reihen geschlossen. Gewerkschafter und Bourgeois reichen sich die Hände, um gegen die Abbaupläne ihren Unmut auszudrücken. Gemeinsam werden Stossrichtungen entwickelt, um ein Umlenken herbeizuführen. Dabei wird auf verbrämte Phrasendrescherei verzichtet. Die Solidarität vermag zuvor ausgehobene Gräben zuzuschütten.
Die PNOS unterstützt den Arbeiterkampf im Tessin auf ganzer Linie. Nicht die Arbeiter sollen den Preis für das falsche Auftreten am Markt der SBB Cargo bezahlen, sondern die dafür verantwortlichen Kaderleute. Die PNOS fordert darüber hinaus, einen Vertreter der Politik im Verwaltungsrat der SBB zu installieren, um derartiger Misswirtschaft künftig einen Riegel vorzuschieben.


ach du scheisse... immer wieder witzig, wie verblödet sich die PNOS gibt... *g*

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Demonstrationen sind niemals "vernünftig". Wir bringen unsere Forderungen immer so provokant vor, dass die Mächtigen uns niemals zufriedenstellen können und deshalb die Mächtigen bleiben. Wenn sie dann unsere Forderungen nicht erfüllen, machen wir, zu Recht, Krawall.

Der Beamte verhaftete mich im Namen des Gesetzes. Ich schlug ihn im Namen der Freiheit!
25. März 2008, 18:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Topfchopf



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Beitrag Antworten mit Zitat
verblödet bei der PNOS ist wohl vielmehr ihre kapitalismusanalyse. die reaktion auf den streik ist jedoch aufgrund derer nachvollziehbar. ich freue mich schon auf den ersten öffentlichen auftritt der PNOS an nem streik.

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www.myspace.com/topfchopf

"Prinzipiell und in seiner reinen Form betrachtet, entsteht der Anarchismus ebenso wie das religiöse Sektentum dort, wo totale Kritik und totale Ohnmacht sich zueinander vermitteln und in totale Verweigerung umschlagen. Deshalb ist der Anarchismus in seinem tiefsten Wesen nicht nur sektiererisch, sondern sind die Sekten auch anarchistisch. Sektierertum, Anarchismus und Rebellion sind im Sinne ihrer notwendigen Zuordnung zueinander identisch." Leo Kofler, 1974
25. März 2008, 19:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tu



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Beitrag Antworten mit Zitat
Naja, bei einem öffentlichen Auftritt könnte es auch passieren das niemand was davon mitkriegt oder nur ein zwei, das war schon so als sie an der 1. Mai Demo in Aarau auftratten. Aber wenn paar Krasse Frauen und Männer dort sind wird sicher lustig :-)

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Beitrag Leuenberger: «Runder Tisch gescheitert» Antworten mit Zitat
Zitat:

Für Bundesrat Moritz Leuenberger sind die Bemühungen für einen «runden Tisch» im Arbeitskonflikt bei SBB Cargo in Bellinzona endgültig gescheitert.

In einer Stellungnahme von heute Abend begründete der Verkehrsminister diese Einschätzung mit dem Beschluss der Belegschaft in Bellinzona, nicht auf das Vorangebot der SBB einzugehen und den Streik weiterzuführen.
Die SBB hätten die Vorbedingungen für einen «runden Tisch» erfüllt und den Streikenden gegenüber sogar erste Garantien abgegeben. Am «runden Tisch» hätte man zu Lösungen gelangen können, die weit darüber hinaus führen und von den vom SBB-Verwaltungsrat getroffenen Massnahmen radikal hätten abweichen können, heisst es in der schriftlichen Stellungnahme Leuenbergers. Und weiter: «Weil die Streikenden jedoch noch weitergehende Vorgarantien verlangen und nicht bereit sind, den Streik abzubrechen, kommt der runde Tisch nun nicht zu Stande.» Dies sei enttäuschend und unverständlich, sei doch der Dialog nicht nur im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) vorgezeichnet, sondern entspreche auch schweizerischer Tradition in Konfliktsituationen. Mit der Weigerung zu einem Gespräch werden laut Leuenberger auch die berechtigten Hoffnungen aller Schweizer Bürger und Bürgerinnen in einen Kompromiss zum Wohle des Landes zerstört. «Ich bedaure diese Entwicklung, muss aber auch feststellen, dass weitere Gespräche um Vorbedingungen für einen Dialog keinen Sinn mehr machen», erklärte der Verkehrsminister. Die Folge werde sein, dass die SBB gemäss GAV und Gesetz vorgehen müssten. Um den Betrieb zu sichern, müssten die SBB beim Lokunterhalt zudem Alternativen prüfen und Ersatzteile anderweitig bestellen. Leuenberger fügte hinzu, dessen ungeachtet bleibe sein Auftrag an die SBB bestehen, alternative Lösungen zu den beschlossenen Restrukturierungsmassnahmen zu evaluieren. Doch würden diese jetzt allein durch die SBB erarbeitet.


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Melnitz



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So sieht also der "Sieg" von Bellinzona aus:

Zitat:
© Tages-Anzeiger; 24.06.2008; Seite 2ges
Inland GES

Die Officine müssen abspecken

Das Industriewerk Bellinzona soll bis 2010 zehn Millionen sparen. Darauf hat sich der runde Tisch verständigt. Noch umstritten ist allerdings ein Teil der konkreten Massnahmen.

Von René Lenzin, Lugano
Die Angestellten der SBB-Werkstätte in Bellinzona und die SBB wollen das Betriebsergebnis bis 2010 um mindestens zehn Millionen Franken verbessern. Das teilte Franz Steinegger, der Leiter des runden Tisches zur Zukunft des Industriewerks, nach dem gestrigen dritten Treffen mit. Rund zwei Drittel der Verbesserungen gelängen mit Kostenreduktionen, der Rest mit Effizienzsteigerungen, erklärte der frühere FDP-Präsident. Zur Diskussion stand ein Programm mit Massnahmen in den Bereichen Marktbearbeitung, Einkauf und Logistik, Personal, Produktivität und Strukturkosten. Es war von einer gemischten Arbeitsgruppe vorbereitet worden.

Es braucht flexiblere Arbeitszeiten

Noch herrscht allerdings nicht in allen Punkten Einigkeit. Rund drei Viertel der Massnahmen seien akzeptiert, sagte Daniel Bach, der Sprecher des Verkehrsministeriums. Dazu zählten zum Beispiel die Reorganisation der Verkaufsabteilung oder die Reduktion des Lagerraums. Von beiden Seiten anerkannt sei zudem, dass es flexiblere Arbeitszeiten brauche, fügte Steinegger an. Umstritten sei hingegen die Methodik, mit denen man die Verbesserungsprozesse angehen wolle. Und offen sei, ob Cargo-interne Umlagerungen als Ergebnisverbesserung für Bellinzona gelten dürften oder nicht.

Die Lohnfrage kommt 2010

Kein Thema am runden Tisch waren die Löhne der Bähnler. Diese Frage stelle sich erst 2010, wenn der aktuelle Gesamtarbeitsvertrag auslaufe, sagte Steinegger. Bedeutung habe die Lohnfrage vor allem im Hinblick auf die mögliche Zusammenarbeit mit Privaten. Darüber wolle man aber erst später im Rahmen der langfristigen Perspektiven sprechen. Im Interview mit dem TA hat SBB-Chef Andreas Meyer kürzlich vom «Handicap der bestehenden Lohnunterschiede von 15 bis 20 Prozent im Vergleich zu privaten Arbeitgebern im Tessin» gesprochen.

Bis zum 3. September soll die Arbeitsgruppe nun den kurzfristigen Massnahmenkatalog bereinigen. Dann will man sich wieder am runden Tisch treffen. Damit ist klar, dass die Gespräche mindestens doppelt so lange dauern wie ursprünglich geplant. Verkehrsminister Moritz Leuenberger hat den runden Tisch einberufen, nachdem sich die Angestellten in Bellinzona mit einem einmonatigen Streik gegen die Abbaupläne der defizitären SBB-Cargo gewehrt hatten.

Bereits nach den früheren Treffen hatten beide Verhandlungspartner betont, dass die Officine eine höhere Auslastung und damit mehr externe Kunden brauchen. Ziel des Massnahmenkatalogs sei es auch, das Werk besser für Drittaufträge zu positionieren, sagte Steinegger gestern. Allerdings ist noch nicht einmal klar, ob der derzeit grösste externe Kunde seine Güterwagen weiterhin in Bellinzona warten lässt: Die Hupac, Nummer 1 im kombinierten Güterverkehr durch die Alpen, verhandelt laut Sprecherin Irmtraut Tonndorf immer noch über die Vergabe der Wartungsarbeiten für 2009. Es geht dabei um ein Auftragsvolumen von immerhin rund 20 Millionen Franken pro Jahr.

Hupac reorganisiert seinen Unterhalt

Die Hupac ist derzeit daran, den Güterwagenunterhalt neu zu organisieren. Laut Tonndorf laufen Gespräche mit externen Partnern, welche die Wartungsarbeiten europaweit besorgen würden. Um im Geschäft mit der Hupac zu bleiben, müsste das SBB-Werk Bellinzona daher wohl Partnerschaften mit andern Firmen eingehen. Ein von der SBB-Spitze geplantes Joint Venture mit der Ferriere Cattaneo und der Joseph Meyer AG ist jedoch als Folge des Streiks Makulatur geworden. Ob es sich später realisieren lässt, ist fraglich. Jedenfalls wollen Cattaneo und Meyer bis 2010 ein eigenes Unterhaltszentrum für Güterwagen entlang der Nord-Süd-Achse realisieren. Man hätte gerne mit den SBB zusammengearbeitet, sagte der Chef der Cattaneo in den Tessiner Medien, könne nun aber nicht mehr länger warten.

24. Juni 2008, 16:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Da moechte man echt schiessen koennen...

Das schlimmste waere,wenn die Arbeiter den Muell von wegen Abspecken auch noch fuer richtig befinden wuerden.
24. Juni 2008, 19:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Savo hat Folgendes geschrieben:
Da moechte man echt schiessen koennen...

Das schlimmste waere,wenn die Arbeiter den Muell von wegen Abspecken auch noch fuer richtig befinden wuerden.


Gianni Frizzo hat es als einen "grossen Sieg" bezeichnet.
24. Juni 2008, 21:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
cuervo



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wie ging das mit dem "über den runden tisch ziehen" noch gleich?

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Demonstrationen sind niemals "vernünftig". Wir bringen unsere Forderungen immer so provokant vor, dass die Mächtigen uns niemals zufriedenstellen können und deshalb die Mächtigen bleiben. Wenn sie dann unsere Forderungen nicht erfüllen, machen wir, zu Recht, Krawall.

Der Beamte verhaftete mich im Namen des Gesetzes. Ich schlug ihn im Namen der Freiheit!
25. Juni 2008, 18:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Staplerfahrer Klaus



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Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Savo hat Folgendes geschrieben:
Da moechte man echt schiessen koennen...

Das schlimmste waere,wenn die Arbeiter den Muell von wegen Abspecken auch noch fuer richtig befinden wuerden.


Gianni Frizzo hat es als einen "grossen Sieg" bezeichnet.


Dabei hat er im Volkshaus noch von weiteren Streiks gesprochen, falls Ihre Bedingungen nicht erfüllt werden.
Das können ja unmöglich deren Bedingungen gewesen sein... -.-
26. Juni 2008, 09:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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gewerkschaftsfritzen blabla. wann werden wir wohl lernen uns ohne solche typen zu organisieren?

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Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
26. Juni 2008, 10:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://www.aufbau.org/index.php?option=com_content&task=view&id=600&Itemid=77

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
14. Mai 2009, 10:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Savo hat Folgendes geschrieben:
http://www.aufbau.org/index.php?option=com_content&task=view&id=600&Itemid=77
good lesen!

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
23. Mai 2009, 11:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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Auch gut:

http://www.aufbau.org/index.php?option=com_content&task=view&id=619&Itemid=77
08. Juni 2009, 09:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Grundsätzlich halte ich den Text auch für gut, diese Passage ist aber etwas eigenartig:

Zitat:
Diesbezüglich haben die verschiedenen Vernetzungsinitiativen in der Schweiz aber auch in Deutschland geholfen, zu eruieren, welche Kräfte ernsthaft am Arbeitskämpfen interessiert sind. (...) Gerade die antikapitalistische Linke tendiert dazu sich auf rein ideologischem Terrain zu bewegen, einzig um die «richtige Interpretation» zu ringen. Dieser falsche Zugang ist nicht zu vernachlässigen, weil er sich auch in falschen Einschätzungen niederschlägt. Erst, wenn es um den Anspruch geht, «die Welt zu verändern», gehen wir ein praktisch-tätiges Verhältnis zur Umwelt ein. Ohne eine solche Praxis können sich Irrtümer durchsetzen, welche die Gewerkschaft z. B. nur auf ihre objektive Funktion der Verwaltung der Arbeitskraft reduzieren. In letzter Instanz stimmt diese Aussage zwar, aber durch die Reduktion geht die Widersprüchlichkeit, welche in der Gewerkschaft schlummert verloren. In der Praxis wird klar, dass es durchaus Elemente in der Gewerkschaft gibt, welche ihrer Funktion entgegenwirken.


In aller Kürze:
Zum einen hilft die Vernetzungsinitiative nicht zu eruieren, wer "ernsthaft an Arbeitskämpfen interessiert" ist, sondern kann lediglich aufzuzeigen, wer unter den bestehenden Bedingungen des Netzwerkes bereit ist, mitzuarbeiten. Hier wir leider wieder einmal die politische Position mit dem schlichten Interesse an politischer Auseinadnersetzung verwechselt. Zudem ist hier ein Widerspruch offensichtlich: Einerseits wird die Gewerkschaft als Apparat betrachtet und der Einschätzung seiner objektiven Funktion zugestimmt. Andereseits wird mit Verweis auf die Menschen in der Gewerkschaft, welche ihrer Funktion innerhalb der Gewerkschaft gerade entgegenwirken die Gewerkschaft verteidigt. Damit wird die Kritik an den Gewerkschaften gerade unterstrichen: Entweder man betrachtet die Gewerkschaft auf der Ebene ihres Gesamtzusammenhangs als Institution oder aber man betrachtet die lebenden Menschen innerhalb der Gewerkschaft, welche entgegen ihren Aufgaben handeln können. Der Text unterstreicht die Kritik an der Institution gerade, verkauft das aber als Kritik an der Einschätzung durch linkskommunistische Gruppen (Die Adressaten sind eigentlich auch klar).

PS:
http://www.trend.infopartisan.net/trd0609/t260609.html

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10. Juni 2009, 13:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Über diese Stelle bin ich ebenfalls gestolpert. Das Verhältnis zu Gewerkschaften im Arbeitskampf wird wohl noch öfters auf der Tagesordnung stehen. M. E. ist es einfach von entscheidender Bedeutung, dass die ArbeiterInnen die Kontrolle behalten. Im Streik von Bellinzona ist das m. E. exemplarisch geschehen: Das Streikkomitee, gewählt von der Belegschaft, diktierte die Bedingungen und die Gewerkschaft mussten sich fügen (sowohl SEV als auch UNIA).
11. Juni 2009, 01:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Scally



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11. Juni 2009, 16:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Zitat:
[...]gerade auf die Widersprüchlichkeit aufmerksam, die zwischen dem Wesen der Gewerkschaft und den einzelnen Menschen in der Gewerkschaft liegen kann [...]


diese trennung von "gewerkschaft" und "menschen (funktionäre?) in der gewerkschaft" scheint mir nicht sinnvoll. es mag zwar durchaus (zumindest zu beginn ihrer karriere) kämperische gewerkschafterInnen geben, welche ihr engagement v.a. als ausnutzung der eigenen strukturen verstanden wissen wollen, jedoch ist das zentrale merkmal einer gewerkschaft ja gerade, dass sie darum bemüht ist und bemüht sein muss, konflikte zu befrieden. wie will also ein gewerkschaftsfunktionär gleichzeitig einen konflikt befrieden und die selbsttätigkeit der arbeiterInnen - welche zwangsläufig auf eine verschärfung der situation abzielt und hinausläuft - fördern und unterstützen?

oder verstehe ich deine anmerkung falsch?

Zitat:
"...Führungsfunktion wird heute vorwiegend von
den GewerkschaftsfunktionärInnen ausgeübt. Wir unterstützen die Entstehung
von alternativen Führungen, die praktisch die Rolle einer Gewerkschaftsopposition
spielen und imstande sind, den Vorschlägen der GewerkschaftsfunktionärInnen
eigene Vorschläge entgegenzustellen."


der begriff der "gewerkschaftsopposition" und der "alternativen führung" ist mir hier etwas zu vage formuliert. wie soll das deiner meinung nach konkret aussehen? wie werden entscheide in kampfsituationen getroffen?

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11. Juni 2009, 17:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Scally



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11. Juni 2009, 17:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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das habe ich wohl falsch verstanden. hatte das mehr in den kontext der diskussion rund um die zusammenarbeit mit progressiven kräften der gewerkschaft (nicht den mitgliedern) gesetzt.

ich bin mir nicht sicher, ob sich die these, dass sich kämpferische arbeiterInnen erst mal in der gewerkschaft organisieren, belegen lässt. vielleicht treffe ich immer nur auf "ausnahmfälle", aber ich höre meistens von m.e. fortschrittlichen arbeiterInnen (kämpferisch, klassenbewusst, usw.), dass die gewerkschaften a) ihre bedürfnisse nicht befriedigt/befriedigen kann b) die konkrete situation in den betrieben nicht kennt und c) , dass man die sache selbst in die hand nehmen müsste, ohne sich von irgendwem was sagen zu lassen. kann sein, dass ich mich da zu sehr auf die erfahrungen von arbeiterInnen mit einer zurückhaltenden, wenig populistisch agierenden gewerkschaft stütze, aber gerade die erfahrungen der vergangenen kämpfe haben doch gezeigt, dass die dort kämpfenden arbeiterInnen von einem tiefen misstrauen gegenüber den gewerkschaften (auch und v.a. unia) geprägt sind. die kämpfenden sind ja meist nicht völlig isoliert und bekommen durchaus mit, was in reconvillier, bei zyliss, gategourmet, usw. geschehen ist und können die gewerkschaftlichen strategien bei diesen kämpfen auch in einen zusammenhang mit dem eigenen kampf setzen.

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11. Juni 2009, 18:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Scally:
Wenn man die Gewerkschaft als Institution analysiert, dann trifft man dabei Aussagen über die Gewerkschaft als Institution. Man sagt also folgendes: Gewerkschaften sind objektiv Verwalter der Arbeitskraft und wirken in der Regel in den entscheidenden Situationen stabilisierend. Damit ist über die Gewerkschaftsmitglieder noch gar nichts gesagt. Das ist erstmal sowas wie eine strukturelle Analyse. Diese wird aber vom Schreiber des Artikels je gerade unterstützt, wenn er schreibt, dass Leute «gegen ihre Funktion» arbeiten. Damit richten sie sich ja gerade gegen die Strukturen der Institution.
Was mit der Analyse über die Institution noch lange nicht geregelt ist, ist das Verhältnis und der Umgang mit Leuten, die in Gewerkschaften organisiert sind. Sehr wohl aber über die Zusammenarbeit mit der Institution. Du verwechselst bzw. verwischt da einfach zwei Sachen.

PS: In Frankreich sind gerade mal 8% der ArbeiterInnen in den Gewerkschaften organisiert. Das ist der tiefste Prozentsatz in allen EU-Staaten. Gleichzeitig liegt Frankreich im internationalen Vergleich bei den Streiktagen pro Nase an dritter Stelle. Mir scheint, dass deine Behauptung etwas holzschnittartig ist: Einerseits mag deine Aussage durchaus zutreffen und man soll sich auch ja nicht gänzlich von diesem Feld verabschieden (du kannst dir ja mal das Verhältnis zu Gewerkschafen und Gruppen wie Zug-um-Zug anschauen). Andererseits belegen diese Zahlen, dass kein notwendiger Zusammenhang zwischen Gewerkschaftsorganisierung und kämpferischer Einstellung der ArbeiterInnen besteht. Da spielen andere Faktoren gewichtige Rollen. Zudem sollte man auch die Rolle der Gewerkschaften nicht unterschätzen, wenn es um die Befreidung der Arbeiterklasse in hochexplosiven Situationen geht.

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11. Juni 2009, 22:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Scally



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14. Juni 2009, 16:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Scally hat Folgendes geschrieben:
Wahrscheinlich haben wir da verschiedene Methoden der Analyse. Meiner Meinung nach, kann man das Wesen einer Sache nicht analysieren ohne die darin enthaltenen Widersprüche herauszuarbeiten, die zentral sind für die Sache selbst. Dazu gehören bei der Gewerkschaft beispielsweise Widersprüche zwischen Gewerkschaftsführung und Basis oder zwischen der Funktion der Gewerkschaft für den Kapitalismus und den einzelnen Subjekten innerhalb der Gewerkschaft, die in eine andere Richtung zielen.


Zu erwähnen wären da noch diejenigen Arbeiter die durch die Gewerkschaften zu zahmen Lämmern wurden weil sie sich in diese Maschine haben einbinden lassen.

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17. Juni 2009, 22:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Savo



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Zitat:
Interview mit Gianni Frizzo
Bellinzona, 5. April 2009

Was hat den Streik ausgelöst? Wie ist es dazu gekommen, dass der Funke gesprungen ist, um diesen nicht unbedeutenden Schritt zu tun?


Hier erleben wir eine Situation, die sich mit vielen anderen Betrieben vergleichen lässt, wo seit Jahren Personal abgebaut wird und mit Restrukturierungen die Arbeitsbedingungen verschlechtert werden. Innerhalb der Officina gab es ein Komitee einer Gewerkschaftssektion, der ich angehörte. Von 1985 bis 1993 war ich Sekretär und von 1993 bis Ende 2007 Präsident dieser Gewerkschaftssektion.

Später, bist Du dann allein ausgetreten oder gab es noch andere?

Genau darum kann man von einem Funken sprechen, der den Streik ausgelöst hat. Seit Jahren vertraten wir eine andere gewerkschaftliche Linie als unsere Zentrale. Unsere Linie unterschied sich von jener der Gewerkschaftsspitzen, die sich zwar jeweils ein wenig auflehnten. Dem ganzen Restrukturierungsprozess aber stellten sie sich nicht wirklich entgegen. So hatten wir zwei Konflikte: einen mit der Firmenleitung und einen internen mit der Gewerkschaftsführung. Während Jahren versuchten wir innerhalb der Gewerkschaft zu arbeiten. Wir versuchten, die Haltung der Gewerkschaftsspitzen zu ändern. Es ist uns nie gelungen. Und die Lage verschlechterte sich immer mehr. Im Jahre 2005 setzten wir die Gewerkschaftsspitzen unter Druck, indem wir als Sektion des Eisenbahnerverbandes SEV eine Übereinkunft mit der Gewerkschaft Unia unterzeichneten. Das war zu einem Zeitpunkt, als wir noch nicht den Austritt aus dem SEV gegeben hatten. Wir standen vor der Wahl, entweder aus dem SEV auszutreten oder diesen Zusammenarbeitsvertrag mit der Unia abzuschliessen. Gleichzeitig hatten wir bereits im Jahre 2000 ein übergreifendes Komitee „Giù le mani dalle Officine” („Hände weg von unseren Werkstätten“) gegründet, dessen Präsident ich war und das für alle gewerkschaftlichen und politischen Kräfte offen war. Wer immer wollte, konnte sich an diesem Komitee beteiligen.

Waren in diesem Komitee nur Arbeiter der Officina oder gab es auch andere?


Das Komitee wurde von der Gewerkschaftssektion geleitet, von den Arbeitern der Officina, ich war Präsident und meine Freunde…

… gab es denn auch Aussenstehende?

Es gab auch Externe, und die Entscheidungen, die Abstimmungen wurden vorgenommen, ohne darauf zu achten, wer berechtigt war und wer nicht. Das heisst, alle, die an den Zusammenkünften teilnahmen, konnten ihre Meinung sagen. Wer teilnahm, konnte mitentscheiden. Wenn wir eine Zusammenkunft organisierten, gaben wir ein kleines Zeitungsinserat auf. Alle, die kommen wollten, waren eingeladen. Und wer kam, hatte das Recht zu sprechen und sich an den Beschlüssen zu beteiligen.

… und kamen denn auch Externe?


Ja, es kamen auch Externe. Es war ein Komitee, das den Gewerkschaftsspitzen ziemlich hinderlich war. Denn mit diesem Komitee haben wir verschiedene Aktionen durchgeführt. Im Dezember 2006 gab es bereits einmal eine Arbeitsniederlegung. Morgens um halb sieben haben wir eine Kundgebung durchgeführt, und während der Arbeitszeit haben wir einen Umzug durch die Fabrik gemacht. Das alles wurde von diesem Komitee „Giù le mani“ organisiert. Wir haben Unterschriften gesammelt, wir haben verschiedene tolle Sachen gemacht, die den Gewerkschaftsspitzen natürlich überhaupt nicht gefielen.

Deswegen wussten wir, als dann die Schliessungspläne bekannt wurden, mehr oder weniger bereits um den 20. Februar herum, was passieren würde. In der Zwischenzeit - um auf die Frage zurückzukommen - haben fast alle Mitglieder des Komitees den Austritt aus dem Eisenbahnerverband gegeben. Fast alle, ich als Präsident, der Sekretär, der Vizepräsident und zwei weitere, fünf von sieben sind zusammen mit vierzig andern Kollegen aus dem SEV ausgetreten und der Unia beigetreten. Dies auf den 1. Januar 2008.

Deshalb hatten wir um den 20. Februar herum bereits alles gut vorbereitet. Und dann - auf den 28. Februar - haben wir im Volkshaus eine Versammlung für alle Arbeiter der Officine organisiert. Dort haben wir dann beschlossen, innerhalb der Officine eine Urabstimmung durchzuführen, um darüber abzustimmen, wer bereit sei, falls gravierende Umstrukturierungen angekündigt würden, sich auch an radikalen Kampfmassnahmen zu beteiligen. An allen Eingängen zur Officina haben wir auf die Arbeiter gewartet und eine geheime Abstimmung durchgeführt. Gleichzeitig haben wir von allen auch die persönlichen Daten aufgenommen, mit Natelnummer, um dann später SMS versenden zu können.

War das in den Tagen nach dem 28. Februar?

Ja, ich erinnere mich nicht mehr genau wann, aber es war in dieser Woche.

Die Abstimmung habt Ihr also schriftlich durchgeführt?

Ja, drinnen und alle… etwa 98 % haben Ja gestimmt und waren mit dem Komitee einverstanden. Dann am Montag, 3. März von ein Uhr am Nachmittag an, haben wir während der Arbeitszeit eine Versammlung durchgeführt. Und dabei kam es zu einem ersten Zusammenprall mit der Direktion, welche diese Versammlung nicht zulassen wollte. Es waren alle Arbeiter versammelt… wirklich eine wunderschöne Sache.

Aber dann wurde wieder gearbeitet bis am Freitag?

Nachher, am Mittwoch haben wir gearbeitet. Aber wir hatten bereits ein Flugblatt verteilt, dass sich am Donnerstag um 9.30 Uhr alle einzufinden hätten, in Erwartung eines wichtigen Entscheids des SBB-Verwaltungsrates zu einem Restrukturierungsplan, den wir offiziell noch nicht kannten.

Und das war am Donnerstag?

Also, am Mittwoch haben wir gearbeitet. Die Direktion hat nochmals versucht, Druck auszuüben und alles zu verhindern. Mich als Präsidenten der Personalkommission haben sie zu sich gerufen, sowie die beiden Sekretäre der Sozialpartner. Und dort war dann die Wende, als ich der Direktion erklärte, dass von nun an die Leiter der Officine nicht mehr sie, sondern die Arbeiter seien.

Das geschah am Mittwoch?

Am Mittwoch, 5. März. Die andern beiden mussten still sein, denn ich war weder Transfair, noch SEV, sondern Unia. Deshalb war die Sache klar.

Könnte das nicht eine Idee sein, um den Arbeitsfrieden zu umgehen, auch für Deutschland?

Ja, es war eine perfekte Lösung. Trotzdem habe ich mich sehr schlecht gefühlt, ich war am 1. März 1979 dem SEV beigetreten, und 1985 war ich bereits Sekretär der Sektion und 1993 Präsident, mit andern Worten: Es bleibt eine grosse Verbundenheit. Dennoch spürte ich, dass ich so handeln musste. Und tatsächlich, ich hatte es erraten und den Nagel auf den Kopf getroffen.

Dann, am 5. März haben wir weitergearbeitet und die Direktion hat alle Arbeiter zusammengerufen - nicht in die grosse Halle der „Pittureria“, es war an einem andern Ort - und sie hat versucht, sie unter Druck zu setzen.

Alle zusammen?

Alle zusammen. Die Direktion wollte ihnen klarmachen, dass es einen Gesamtarbeitsvertrag gäbe, der zu respektieren sei, dass noch gar nichts beschlossen sei, dass sie nicht an der Versammlung teilnehmen dürften, die vom Komitee auf den Donnerstag um 9.30 Uhr einberufen worden war. Sie begannen die Leute einzuschüchtern, und als ich das Wort verlangte und sie mich nicht einmal mehr reden lassen wollten, habe ich gesagt: „Aber hören Sie mal, Sie wollen doch nicht etwa dem Präsidenten der Personalkommission den Mund verbieten,“ Auf eine freundliche Art, aber als dann die Leute allmählich wütend wurden, habe ich den Aufruf für die Versammlung wiederholt. Dennoch war mir klar: die Gewissheit, dass am Donnerstag alle in die „Pittureria“ kommen würden, hatte ich nicht.

Das waren sehr heikle Momente…

Sehr heikle Momente, denn auch als Personalkommission konnte ich nicht auf die innere Geschlossenheit aller zählen … Nun, am Donnerstagmorgen haben wir angefangen, zu arbeiten, und dann haben wir auf der Nordseite des Werks eine rechte Anzahl Leute zusammengezogen. Wir haben auf der Nordseite, wo auch ich arbeite und alle sehr gut kenne, begonnen. Dann sind wir allmählich nach Süden gezogen und haben alle mitgenommen. Zum Glück war auch die grosse Halle der „Pittureria“ auf der Südseite. Und bereits am Donnerstag haben wir sogleich Tische und Bänke aufgestellt, so dass sich alle bequem hinsetzen konnten und nicht lange unschlüssig und vielleicht eingeschüchtert herumstehen mussten.


Gab es auch solche - temporär Beschäftigte vielleicht - die Angst hatten, den Arbeitsplatz zu verlieren, oder war das nicht von Bedeutung? Wieviele waren zum Zeitpunkt des Streiks fest angestellt und wieviele temporär?

Zum Zeitpunkt des Streiks waren etwa 340 fest angestellt und mehr oder weniger 70 temporär beschäftigt. Es war eine einmütige Beteiligung, wir haben keinerlei Unterschied festgestellt, weil wir selber diese Unterscheidung auch nicht machten. Wir haben versucht, jener Kategorie, die schwächer und grösseren Risiken ausgesetzt war, auch eine grössere Unterstützung zu geben. Deswegen haben wir spezielle Treffen nur für die Zeitarbeiter organisiert und versucht, ihnen zu erklären...

Bereits vor dem Streik?

Nicht vorher, aber während der Streikphase. Auch weil der Streik spontan ausgebrochen ist. Vom 3. März an haben alle an unseren Zusammenkünften teilgenommen, und dann war klar, dass zum Kampf aufgerufen wurde, dass an die Solidarität und die Einheit appelliert wurde. Es gab Ansprachen und wir versuchten, die Einheit zwischen den Festangestellten und den Zeitarbeitern zu verstärken.
Klar gab es auch Ängste und Schwierigkeiten...

Auch die Frage der Wahl des Streikkomitees kam ganz spontan, die Ernennung erfolgte unmittelbar, beispielsweise von mir als Präsident des Streikkomitees, und dann Donatello Poggi, Iwan, Mauro Beretta... das waren Kollegen, die seit Jahren im Komitee waren. Deshalb erfolgte die Ernennung ganz unmittelbar, und niemand hat je diese Köpfe in Frage gestellt. Es gab auch nie einen internen Kampf, auch unter uns war alles klar, und das war eine sehr positive Sache.

Und wie habt Ihr ausgehend vom 7. März nach aussen kommuniziert?

Die Kommunikation war das, was wir die Nabelschnur nannten, die uns mit der Bevölkerung verband und die sehr wichtig war. Die Kundgebungen, dann die Präsentationen, die Geldsammlungen, die Konferenzen. In den verschiedenen Ortschaften haben wir lokale Komitees gegründet. Unterstützungskomitees, die von Leuten ausserhalb der Officina gebildet wurden. Wir gingen nur als Gäste hin. Wir gingen auch in die Gemeinden und in die Schulen, um den Streik zu erklären. Überall gingen wir hin, um zu klären, was wir taten, weshalb wir es taten usw. Und dann ist auch eine Unterstützung für die Gemeinden entstanden. Es waren ja über 400 Personen, die keine Beschäftigung hatten. Deshalb bildeten wir Arbeitsgruppen und fragten bei den Gemeinden an, ob sie jemanden bräuchten, um Wege zu säubern, ob sie dazu unsere Leute brauchen könnten. Wir waren bereit zu helfen. Das war gewissermassen unsere Visitenkarte nach aussen.

Drinnen organisierten wir Konzerte, Theater, Aktivitäten für die Kinder. Wir machten geführte Rundgänge durch die Officine, um den Leuten unsere Tätigkeit näher zu bringen. Auf diese Weise haben wir eine wirklich sehr enge Beziehung zwischen uns und der Bevölkerung geschaffen. Alle wohnten um die Officine herum, aber niemand wusste wirklich genau, was hier drinnen gemacht wird. Wir haben auch eine Werkskantine geschaffen, wo wir gekocht haben. Um die Mittagszeit kamen die Studenten und assen für fünf Franken.

Nun zu einem anderen wichtigen Thema: Bei BSH in Berlin gab es zwei Jahre vorher auch einen Streik, der allerdings in den Händen der Gewerkschaftsspitze blieb. Von rund 600 Arbeitsplätzen konnten nur ungefähr 400 gerettet werden, die andern mussten gehen. Es wäre darum wichtig, eine Verbindung zwischen den beiden Belegschaften herzustellen, weil auch für die übrig gebliebenen Arbeitsplätze die Garantiefrist bald einmal ablaufen wird. Auch die Kollegen dort haben einen Moment lang an eine Betriebsbesetzung gedacht, als die Gewerkschaftsführung den Streik abgebrochen hatte. Die Wut der Arbeiter war sehr gross, weil zwei Drittel das Verhandlungsresultat abgelehnt hatten und den Streik fortführen wollten. Doch sie zögerten ein wenig, und drei Stunden später war es nicht mehr möglich. Die Erfahrungen, die Ihr gemacht habt, sind darum auch für andere Betriebe von grosser Bedeutung.

Wir haben natürlich schon vor dem Streik begriffen, dass wir es uns nicht leisten konnten, die Entscheidungen den Gewerkschaftsspitzen zu überlassen. Wenn wir zugelassen hätten, dass die Gewerkschaftsspitzen die Sache an die Hand nähmen, wäre das für uns das Ende gewesen. Denn wir haben von gewissen Erfahrungen gehört... und dann haben wir diese ja auch selber gemacht: die Sozialpartnerschaft, der Arbeitsfriede. Es gibt immer einen Grund, um nie einen wirklichen Kampf auszulösen. Wichtig ist, innerhalb des Betriebes zwei oder drei Persönlichkeiten zu schaffen, zwei oder drei Bezugspunkte für die Arbeiter, die eine Legitimität und eine Glaubwürdigkeit erlangen, die stärker ist als jene der Gewerkschaftsspitzen.

Es ist klar, man muss etwas aufs Spiel setzen und auch schwierige Momente durchstehen, in denen man sehr leidet. Ich habe viele Niederlagen erlebt, wie auch meine Kollegen. Oft kommst du nach Hause und bist wirklich von allem enttäuscht. Jetzt ist es einfach zu reden, weil es den Streik gab und es für uns ein grosser Sieg gewesen ist, auch vom moralischen und persönlichen Gesichtspunkt aus. Aber vor dem Streik haben wir sehr schwierige Momente erlebt. Niemand hörte auf dich, die Firmenleitung machte, was sie wollte, die Gewerkschaftsführung ging ihren Weg, und du wusstest nicht mehr, was tun. Dann ist es ganz wichtig, seinen Ideen treu zu bleiben und konsequent zu sein. Das heisst, du darfst nie den Versuchungen nachgeben, die sie dir anbieten, und nur so gelingt es dir, etwas aufzubauen. Es hätte auch bis ans Ende meines Lebens weitergehen können, ohne dass es je einen Streik oder sonst was gegeben hätte. Doch jetzt kann ich sagen: „Schaut, versucht es! Ihr werdet zuerst leiden, aber dann werdet Ihr etwas erreichen.“ Das heisst, wenn du deinen Idealen treu bleibst und nicht von gewissen Werten abrückst und unter keinen Umständen bereit bist, um diese zu feilschen, dann spüren das die Leute. Und wenn du Unterstützung brauchst, dann wirst du Unterstützung bekommen. Und genau das ist geschehen.

Bis zu welchem Punkt war es den Arbeitern klar, dass es neue Kampfformen waren, die weit über die vertraglichen Aktivitäten der Gewerkschaft hinausging? Waren sich alle von Anfang an dessen bewusst? Oder wie ist es zu dieser Bewusstseinsbildung seitens der Arbeiter gekommen?

Es gab verschiedene Faktoren. Vor allem denke ich, dass es sehr wichtig war, einen Bezugspunkt zu haben. Zweitens, das Vertrauen in das während der Versammlungen Gesagte. Sie vertrauten dem, was gesagt wurde und glaubten daran. Ein weiterer Faktor war die Einheit. Die Leute waren nicht mehr isoliert, sondern alle waren eine Masse. Auch wegen diesem „Giù le mani dalle Officine“, alle vierhundert zusammen. Das heisst, sie fühlten sich beschützt und waren ein einziger Körper. Darin, glaube ich, war es ein wenig wie die Strategien, welche die Heere benutzten, wenn sie die Kriegstrommeln rührten. Alle zusammen fühlten sie sich als Einheit, und mit dem Schlachtruf „Giù le mani“ liessen wir sie an etwas teilhaben. Anfänglich trauten einige sich vielleicht gar nicht „Giù le mani“ zu rufen, aber dann haben sie diese Hemmungen überwunden. Und da war es wirklich viel einfacher, wenn du keine Vorurteile mehr hast, nichts mehr, das dich zurückhält...

Und vor allem auch die Tatsache, dass diese Nachricht des Verrats gekommen ist. Sie fühlten sich verraten. Leute, die sich sagten: Dein ganzes Leben hast du in den Arbeitsplatz investiert, du hast alle deine Energie gegeben und alles, was du hattest. Und dann eines schönen Tages sagen sie dir: „Wir brauchen Dich nicht mehr“, und sie spucken dir auf diese Art ins Gesicht. Diese Sichtweise - das heisst: die Würde - das hat man da sehr gut sehen können. Wenn du die Würde der Leute antastet, dann schnappt bei ihnen eine Feder ein, dann macht es „klick“. Ich denke, dass das sehr wichtig ist.

Denkst Du, dass so etwas schon in den 80er Jahren möglich gewesen wäre, als die Gewerkschaft noch stärker war, oder definierst Du das als „Kampfform des 21. Jahrhunderts”?

Meiner Meinung nach haben die Gewerkschaften schon Mitte der 90er Jahre oder sogar ab 1985 begonnen, diese Konzepte neuer Produktionsphilosophien zu übernehmen, mit welchen per Stoppuhr die Arbeitszeiten erfasst, das Arbeitstempo beschleunigt und verschlechtert wurde. Seitens der Gewerkschaftsspitzen fehlte die wichtigste Eigenschaft, die meiner Meinung nach eine Gewerkschaft haben müsste, nämlich analysieren zu können, was abläuft. Mit andern Worten: Diese Prozesse, die begonnen haben, wohin könnten sie führen? Oder welche Folgen könnten sie für das Personal haben? Angesichts dieser Produktivitätssteigerung, die nicht nur mit der Einführung neuer Maschinen oder durch Automation erzielt wurde, sondern auch mit der Isolierung des Arbeiters, mit dem Individualismus, mit dem Verlust anderer wichtiger Dinge, da haben sie sich lieber auf den wirtschaftlichen Aspekt konzentriert und einzig mit Lohnforderungen gearbeitet und sich nicht um andere, grundlegendere Gesichtspunkte gekümmert, die meiner Meinung nach wichtiger sind: die Lebensqualität und viele andere Aspekte.

Der Streik in der Officina hat grosse Beachtung gefunden, auch im Ausland. Wie siehst du die internationale Bedeutung dieses Streiks?

Nachdem wir gesehen haben, dass die Globalisierung etwas ist, das uns seit längerem beschäftigt, ist das ein guter Grund, um endlich auch den Kampf zu globalisieren. Oder anders gesagt: das Problem, das wir haben, besteht darin, wie wir über diesen Kampf diskutieren. Wir wollen nicht Klassenbeste sein, wir wollen nicht jene sein, die andern etwas beibringen. Denn es besteht auch diese Gefahr, dass jemand sagen könnte: „Ihr habt besondere Voraussetzungen gehabt, Ihr seid eine Ausnahme.“ Und wir wollen nicht herumreisen und überall von dieser Besonderheit erzählen: „Beklatscht uns, weil wir so toll gewesen sind!“ Nein, darum geht es nicht.

Ich sage nicht, man könne alles übernehmen und eins zu eins kopieren, aber es gibt Elemente, die hilfreich sein könnten, um jemand anderem - vielleicht auch auf eine andere Art - die Kraft und die Gelegenheit zu geben, diesen Streik zu wiederholen. Denn nach meiner Meinung sind die Schwierigkeiten in der Arbeitswelt, die Schwierigkeiten in der Gesellschaft, überall die gleichen, ob in der Schweiz, in Deutschland, in Italien und sonstwo auf der Welt. Deshalb, entweder überwinden wir diese Schwierigkeiten gemeinsam und es gelingt uns, ein „Rezept“ zu finden, und dann werden wir eben den Kampf globalisieren. Das, denke ich, ist grundlegend und nützlich. Ich glaube nicht an die Besonderheit des Streiks in den Officine. Daran glaube ich nicht. Wer versucht, eine solche Botschaft zu vermitteln, der will jemand anderem die Möglichkeit nehmen, sich zu verteidigen. Und die ersten, die das tun, das sind unsere Gewerkschaften. Das sage ich in aller Deutlichkeit.

Kommen wir nochmals auf das Thema der Enttäuschungen und Niederlagen zurück. Gab es eine persönliche Erfahrung, einen Beweggrund, der Dich dazu gebracht hat, nicht aufzugeben und während all dieser Jahre immer weiterzumachen? Gab es da einen besonderen Umstand?

Vielleicht tönt das banal, ich weiss nicht, aber es ist... die Gerechtigkeit. Ich bin ein Starrkopf. In meinem Leben wurde mir immer wieder gesagt: „Denk an deine Gesundheit! Siehst du nicht, dass du mit dem Kopf gegen die Wand schlägst?“ Aber ich bin stets ein Widder gewesen und... - ich weiss nicht, wie ich es sagen soll: Ich bin einer, der nicht mehr locker lässt, wenn er sich einmal in etwas verbissen hat. So ist das, und vor allem habe ich immer alle Angebote und Möglichkeiten zurückgewiesen. Auch hier, sie haben mich in Kaderkurse geschickt, um etwas zu werden. Ich habe immer abgelehnt. Vielleicht war ich ein Dummkopf, denn sie sagten mir: „Bist du blöd! Denk doch an deine Karriere! Denk an dich!“ Aber wenn ich morgens aufstehe und in den Spiegel schaue, dann kann ich sagen, dass ich zwar grau geworden bin, aber wenigstens mit dem Gewissen bin ich im Reinen. Vielleicht ist es die Erziehung, die ich als Kind genossen habe. Ich mag keine Ungerechtigkeiten, ich mag nicht als Angsthase leben. In meinem Leben habe ich immer etwas aufs Spiel gesetzt, aber ich bin glücklich damit. Ich beklage mich nicht, ganz im Gegenteil...

Ich möchte noch anfügen, dass ich sehr zufrieden bin und alles, was ich in meinem Leben gemacht habe, noch einmal tun würde, dass ich eine Ehefrau habe, die mir das nie übel genommen und meine Ideen immer unterstützt hat. Und zweitens habe ich zwei wunderbare Kinder im Alter von 31 und 26 Jahren, die in dieser Hinsicht eigentlich noch besser sind als ich. Sie bringen mir viele Dinge bei über Gesellschaftlichkeit und wie die Gesellschaft aufgebaut werden sollte. Sie haben vielleicht noch klarere Vorstellungen als ich, darauf bin ich deshalb stolz. Und ich spüre, dass ich etwas Gutes im Leben verwirklicht habe, wenigstens in dieser Hinsicht.

Noch etwas anderes, ich habe grosses Vertrauen in die Jugendlichen. Auch während des Streiks sind sie gekommen, ich kann sagen, zu Tausenden. Tausende von Jugendlichen. Und noch heute werde ich in Gymnasien und Schulen eingeladen, um über diesen Streik zu diskutieren. Kurzum, ich habe grossen Respekt vor der Jugend und denke, dass man sehr stark auf diese Jugendlichen bauen kann. Sie haben meine ganze Bewunderung, denn es ist nicht wahr, dass alle Materialisten sind. Im Gegenteil, es gibt Jugendliche mit guten Eigenschaften. Ich denke, dass der grösste Teil von ihnen gute Eigenschaften hat.

… (Hier fehlt die Frage!)

Vor allem ist es ein Slogan, der kein Slogan ist, sondern eine Tatsache, ein Beweis, der meiner Meinung nach weiterverbreitet werden kann: Kämpfen lohnt sich! Und hier haben wir ein Beispiel dafür. Wenigstens sollte man nicht aus Angst, eine Niederlage zu erleiden, auf den Kampf verzichten. Niederlagen gehören zum Leben und – wie wir festegestellt haben – dienen sie dazu, daran zu wachsen. Deswegen macht es nichts, wenn der Kampf in einer Niederlage endet. Wichtig ist vor allem, dass er mit Würde geführt wird und mit Respekt seinem Nächsten gegenüber. Denn ein Kampf wird auch geführt, indem der Gegner respektiert wird, und deshalb mittels einer Verteidigung der eigenen Rechte. Es lohnt sich zu kämpfen und sich zu verteidigen. Und vor allem sollte man nicht zu sehr auf irgendwelche Vorwände der Gegenseite hören, die einem weismachen wollen, was sie tun, das sei notwendig. Es ist meine Verteidigung, die... (Das Interview endet mitten im Satz!)

Mitwirkende des Interviews: Constanze Altmann, Wilfried Dressel, Oliver Schulz, Rainer Thomann


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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
21. Juni 2009, 12:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Soll noch wer sagen, die Unia sei irgendwie "anders":

Zitat:
Medienmitteilung der Solidaritätskomitees Basel und Zürich

Mit äusserst fragwürdigen Methoden sind am letzten Freitagabend Gianni Frizzo und weitere Mitglieder des Streikkomitees aus dem Vorstand der Unia Bellinzona, Biasca und Moesa entfernt worden.

Der Streik in den SBB-Werkstätten von Bellinzona vom März 2008 hat weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung gefunden. Es gibt kaum ein anderes Beispiel für einen in jeder Hinsicht vorbildlichen und erfolgreichen Arbeitskampf, bei dem die Belegschaft klar als Sieger hervorgegangen ist. Offensichtlich war dieser von der Belegschaft eigenständig geführte Kampf verschiedenen politischen Kräften innerhalb und ausserhalb der Unia Bellinzona, Biasca und Moesa ein Dorn im Auge. Drei Unia-Funktionäre, die massgeblich zum Erfolg des Streiks beigetragen haben, wurden bereits Ende letzten Jahres mittels einer Verleumdungskampagne kaltgestellt. Mit äusserst fragwürdigen Methoden sind am letzten Freitagabend nun auch Gianni Frizzo und weitere Mitglieder des Streikkomitees aus dem Vorstand der Unia Bellinzona, Biasca und Moesa entfernt worden.

Die Solidaritätskomitees Basel und Zürich sind empört über diese Machenschaften, die nur den Unternehmern und der SBB-Direktion nützen, und verurteilen sie in aller Schärfe. Mit Befriedigung haben wir hingegen zur Kenntnis genommen, dass inzwischen die Arbeitervollversammlung im Industriewerk Bellinzona erneut Gianni Frizzo und dem gesamten Streikkomitee das Vertrauen ausgesprochen hat. Die Solidaritätskomitees Basel und Zürich sichern der Officine-Belegschaft und ihrem Streikkomitee ebenfalls ihre volle Unterstützung zu. Wir werden uns weiterhin im Rahmen des Netzwerkes „Für eine kämpferische Bewegung der Arbeiterinnen und Arbeiter“, das nach dem Streik in Bellinzona aufgebaut worden ist, für diese Zielsetzung einsetzen. Schaffen wir zwei, drei, viele Officine!

04. Juli 2009, 08:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Scally



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04. Juli 2009, 11:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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was meinst du?

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
04. Juli 2009, 13:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Scally



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04. Juli 2009, 13:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Nein, hier nicht.
04. Juli 2009, 21:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Scally



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05. Juli 2009, 02:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Videos von Interviews mit Gianni Frizzo und sonstige Texte und Links zum Streik in Bellinzona:

http://visions-of-labor.org/topic.php?clipId=298&Viam=Topic
10. Juli 2009, 23:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
minino
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Passt nicht ganz hier, aber auch intressant:

Zugsverspätungen sollen lohnwirksam sein

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Nein, nein, wir wollen nicht eure Welt, wir wollen nicht eure Macht, und wir wollen nicht euer Geld,
wir wollen nichts von eurem ganzen Schwindel hören, wir wollen euren Schwindel zerstören!
13. Juli 2009, 07:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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4. Treffen " Schaffen wir zwei, drei, viele Officine!" new

„Liebe Freunde und GenossInnen! Mit grosser Freude sende ich euch heute die Einladung für das 4. Treffen „Schaffen wir zwei, drei, viele Officine!“, die einige von euch wahrscheinlich bereits erhalten haben. Denn heute ist der Tag, an dem die ArbeiterInnen der INNSE ihren Kampf gewonnen haben, den sie während mehr als 14 Monaten geführt haben. Kurz nach Mitternacht kam die Nachricht, dass der Schrotthändler Genta nachgeben musste, die INNSE hat einen neuen Besitzer, die Industriegruppe Camozzi aus Brescia, die am 1. Oktober die Produktion wieder aufnehmen wird, und alle 49 ArbeiterInnen werden weiterbeschäftigt. Es wird nicht an Gelegenheiten fehlen, um vertieft über diesen prächtigen Kampf zu reden, für den Moment möchte ich nur an ein kleines Ereigniserinnern: Anlässlich des eintägigen Generalstreiks in Italien am 12. Dezember 2008 ergreift ein INNSE-Arbeiter das Wort und sagt unter anderem: „Ich bin mit dieser Fahne aufs Rednerpult gestiegen. Das ist die Fahne der Officina von Bellinzona. Sie haben gekämpft und haben gewonnen. Diese Fahne ist das Symbol des Kampfes und des Sieges. Auch wir wollen gewinnen und in die Fabrik zurückkehren, um die Produktion wieder aufzunehmen.“ Und genau so ist es gekommen: Sie haben gekämpft und haben gewonnen - auch die ArbeiterInnen der INNSE! (…)“ Siehe das Einladungsschreiben „Nehmen wir unser Schicksal selbst in die Hand! Für eine kämpferische Bewegung der ArbeiterInnen! Das Streikkomitee der Officine organisiert am Samstag, 12. September 2009 in Bellinzona das vierte Treffen „Schaffen wir zwei, drei, viele Officine!“
15. August 2009, 01:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Zitat:
Vor zwei Jahren bewegten die Tessiner Cargo-Streikenden die ganze Schweiz. Jetzt bewegen sich die Arbeiter im SBB-Werk in Bellinzona ungemein speditiv. Von Stellenabbau ist keine Rede mehr - im Gegenteil.

Im SBB-Industriewerk in Bellinzona (IWB), wo die Arbeiter vor zwei Jahren in Streik traten, wird mittlerweile doppelt so schnell gearbeitet wie früher. Die Zeit für die Reparatur einer Lokomotive wurde im vergangenen Jahr auf vier bis fünf Tage halbiert.

Auch die Waggons werden deutlich speditiver kontrolliert und repariert. Dauerte der Prozess früher vierzig Tage, so erreichte man im Jahr 2009 einen Schnitt von 25 Tagen, wie IWB-Direktor Sergio Pedrazzini am Montag in einem Interview mit der Zeitung «laRegioneTicino» sagte.

Ideal wäre es laut Pedrazzini, wenn den Kunden die Waggons spätestens zehn Tage nach der Einlieferung ins IWB wieder zur Verfügung stünden. Dieses Ziel soll bis Ende 2012 erreicht werden.

Die bisherigen Fortschritte seien vor allem durch Verbesserungen bei der internen Organisation und den Arbeitsabläufen erzielt worden. Von den Angestellten seien keine grossen Opfer verlangt worden.

http://www.20min.ch/finance/news/story/11786148
03. März 2010, 16:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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Das Ende des runden Tischs zu Bellinzona

Zitat:
Der runde Tisch zum Industriewerk Bellinzona wird Ende Jahr aufgelöst. Er war nach dem Streik im Frühling 2008 ins Leben gerufen worden, um einen Ausweg aus der verfahrenen Situation zu finden. Nun seien die gemeinsam formulierten Ziele weitgehend erreicht.


Ich bin mir sicher, die SBB bereitet die nächsten Angriffe schon vor. Ob die Belegschaft dann noch reagieren kann, ist die andere Frage...

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
28. Mai 2011, 13:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Melnitz hat Folgendes geschrieben:

Ich bin mir sicher, die SBB bereitet die nächsten Angriffe schon vor. Ob die Belegschaft dann noch reagieren kann, ist die andere Frage...


Genau das ist der Fall. Und das Problem ist, dass die Belegschaft innerlich am zerbröckeln ist. Altbekannte Taktik: Mal abwarten, bis die Power
der Leute zu Neige geht und dann zuschlagen.

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Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
29. Mai 2011, 12:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Officine Bellinzona: Eine neue Phase der Mobilisierung

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
13. Dezember 2011, 01:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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