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Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben

 
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Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben
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far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben Antworten mit Zitat
http://www.trend.infopartisan.net/trd0212/t440212.html

«Das ganze Kreativitätstheater ist nichts als die Art und Weise, wie sich der kapitalistische Mittelstand wichtigtuerisch von der Geschichte verabschiedet...Inzwischen haben wir es mit einer ganzen Generation von jungen Billiglohnjobbern aus gutem Hause zu tun. Obwohl in den postindustriellen Grauzonen von Bewußtseinsindustrie und Erlebnistourismus, Medienmarketing und Kultursponsering, Edeldesign und Imagekampagnen real immer weniger zu holen ist, nimmt das Überangebot weiter zu. Diese Figuren, die umso mehr zum Verwechseln aussehen, je individualisierter sie sind, pendeln in der Regel zwischen einem Dasein als Werbetexter (Kreativjob) und Aushilfskellnerinnen (McJob), ohne jedoch die geringste Vorstellung einer widerständigen Gegenbewegung und Gegenkultur zu entwickeln. ...Nicht der Traum von einer anderen Gesellschaft wird geträumt, sondern der Traum vom eigenen Geschäft, vom raffinierten Coup und vom Platz an der Sonne des Marktes...Es gehört schon einiges dazu, sich für nichts zu schade zu sein und gleichzeitig das Bewußtsein zu pflegen, im Prinzip ‚etwas ganz Besonderes’ darzustellen.»

«Katja Kullmann schreibt, dass ein großes Tabu herrsche, über die elterlichen Finanzspritzen zu sprechen. Und die interessante Frage sei, was geschieht, wenn in den kommenden zehn bis zwanzig Jahren rund 2 Billionen Euro ihre Besitzer wechseln. Es sei eine erschreckend wenig selbsterwirtschaftete Substanz vorhanden. Es werden quasi die Rücklagen der Vorgängergeneration verbraucht. Der Wohlstand der Gegenwart sei elternfinanziert und speise sich aus der Vergangenheit. „Die beste Voraussetzung, zu Vermögen zu kommen, ist es, Eltern zu haben, die vermögend sind.“, so der Elitenforscher Michael Hartmann.»

«Die Subkultur als Vorreiter des Neoliberalismus?»

von Anne Seeck

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
19. Februar 2012, 02:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
snfu



Anmeldedatum: 12.07.2009
Beiträge: 24

Beitrag Antworten mit Zitat
hab das buch gelesen.
finde es zeigt die schwierigkeit, das dilemma "eine Haltung zu haben" gut auf... und demaskirt die "leute mit haltung" igenwie... weiss nicht wie ich es sagen soll... aber es entblösst, oder versinnlost "das Haltung haben" auch auf ne Art....
19. Februar 2012, 12:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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