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Dunkelhase und die Arbeitmarken...

 
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Dunkelhase und die Arbeitmarken...
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Käptn Kiff



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Beitrag Dunkelhase und die Arbeitmarken... Antworten mit Zitat
Da das ganze vom Topfchopf und mittlerweile auch vom Aufbau vertreten und verbreitet wird sollte man da nicht mal eine Kritik schreiben oder gibts die schon irgendwo?
Ansonsten schüttle ich mal was aus dem Ärmel, so ohne grosse Überlegung mal Arbeitsmarken sind Inkorporierte Arbeit = Zugriffsmacht auf Produkte = eine Art Geld = man kann und wird damit tauschen (wie man auch mit Theatertickets tauschen kann, die sich ja auch etwas wert so wie die Arbeitsmarken arbeit wert sind) (z.b. einer hat was genommen für seine Arbeitsmarke und tauscht das gegen ein bisschen weniger Arbeitsmarken weil er es nicht braucht oder noch besser einer stibitzt die produkte und tauscht sie billiger gegen arbeitsmarken und schon hat man wieder den schönsten handel lol), also ihre Anwendung setzt voraus dass die Konsumenten von den Konsumptionsmitteln immernoch grundsätzlich getrennt sind, man bekommt nur zugriff auf die konsumptionsmittel mit der marke und offenbar hat man sowieso keine entscheidung darüber was man mit den produktionsmitteln macht, da das zeug ja im verteiler landen soll und man nur darauf zugriff bekommt mit der marke. desweiteren hab ich auf den ersten blick nicht gesehen ob jetzt die arbeit gemessen wird (was logisch wäre für die gerechte entschädigung per computer-ausrechnung) oder die arbeitszeit für die theatermarken und das riecht mir nach leistungslohn. riecht mir überhaupt sehr streng nach einer wiederholung der sozialistischen warenproduktion mit einer art lohngleichheit, sogar die akkumulation haben sie eingeplant (komisch auch dass er noch sozialausgaben erwähnt -> hä?) einfach rollt anstatt dem rubel die marke, aber immernoch die arbeitszeit. und der marxismus des kurzen lehrgangs ist ja auch enthalten wenn man das ernst nimmt mit dem abgelten der arbeit.

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argumentum ad baculum
22. Januar 2008, 00:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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Beiträge: 1069

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hmmm ich habe mich gerade erinnert dass marx irgendwo die stundenzettler abgefertigt haben soll.. weiss jemand wo das zu finden ist?

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argumentum ad baculum
22. Januar 2008, 00:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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http://kf.x-berg.de/forum/thread.php?threadid=2428&threadview=0&hilight=&hilightuser=0&page=3

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Power to the Pöbel!
22. Januar 2008, 00:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ein m.E. sehr guter Text zum Thema, auch wenn er nicht explizit auf Dunkhase, Cockshott (!) & Cottrell eingeht:

Ingo Elbe, Marx vs. Engels - Werttheorie und Sozialismuskonzeption

Da gibts dann solche Passagen und einen Haufen weiterführende Literaturhinweise.

"Ob nun in John Grays oder Proudhons Tauschbank-Utopie oder in Engels’ Fiktion einer einfachen Warenproduktion bzw. in seiner Kommunismusvorstellung, immer wird in diesen Ansätzen behauptet oder gefordert, dass systematischer Warentausch ohne Geld funktioniert bzw. funktionieren möge, jeder Kauf zugleich ein Verkauf sein soll und damit Krisen und ‚Ungerechtigkeit’ abgeschafft werden sollen. Eine nationale Zentralbank, bei Engels das kommunistische Gemeinwesen, übernimmt die Funktion, sich der Arbeitszeit zu vergewissern, die in den Produkten der jeweiligen Produzenten vergegenständlicht ist und verteilt „ein offizielles Zertifikat des Werts, d.h. einen Empfangsschein für soviel Arbeitszeit, als seine Ware enthält und diese Banknoten von 1 Arbeitswoche, 1 Arbeitstag, 1 Arbeitsstunde usw. dienen zugleich als Anweisung auf ein Äquivalent in allen andern in den Bankdocks gelagerten Waren.“ [49] Marx zeigt nun einerseits, dass diese Utopie, entgegen ihrer ob anarchistischen, ob kommunistischen Absichten, nicht eine Abschaffung resp. ein Absterben, sondern im Gegenteil eine hypertrophe Ausdehnung der Staatstätigkeit, eine totalitäre Überpolitisierung der Gesellschaft bewirken würde. Die Bank bzw. Planungsbehörde müsste zur Feststellung der Arbeitszeit und Verhinderung eines Betruges im Austausch mit der Bank die konkreten Privatarbeiten beständig überwachen, ja zwecks proportionaler Verteilung der verschiedenen Arbeitsarten auf die Produktionszweige sogar anweisen. Sie wäre „nicht nur der allgemeine Käufer und Verkäufer, sondern auch der allgemeine Produzent“, damit „die despotische Regierung der Produktion und Verwalterin der Distribution“. [50]" (Ingo Elbe)
22. Januar 2008, 01:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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http://undergrounddogs.net/phpbb/viewtopic.php?t=2601

der link zur aufbau veranstaltung...

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
22. Januar 2008, 18:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Topfchopf



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Nicht jede Veranstaltung des Aufbaus kann als inhaltliches Programm verstanden werden.

Zur ganzen Arbeitsrechnung-Debatte empfehle ich einen Text der "Gruppe Internationals Kommunisten", welche vielen von euch wohl durch texte wie "Thesen über den Bolschewismus" bekannt sind:
http://www.mxks.de/files/kommunism/gik.html

Zitate daraus:
Zitat:
Marx stand also auf dem Standpunkt der Assoziation von freien und gleichen Produzenten. Diese Assoziation hat aber nicht im geringsten etwas zu tun mit der, in der Luft schwebenden, gegenseitigen Hilfe , sondern hat eine sehr materielle Unterlage. Diese Unterlage Ist die Berechnung der Zeit, die nötig ist, um die Produkte zu produzieren. Der Bequemlichkeit halber wollen wir es hier Kostenberechnung nennen, obwohl es mit Wert nichts zu tun hat, wie sich das später noch zeigen wird. Auch Engels vertrat diese Ansicht, wie aus folgendem zu ersehen ist:

" Die Gesellschaft kann einfach berechnen, wieviel Arbeitsstunden in einer Dampfmaschine, einem Hektoliter Weizen der letzten Ernte usw. stecken. Es kann ihr also nicht einfallen, die in den Produkten niedergelegten Arbeitsquanten, die sich alsdann absolut und direkt kennt, noch fernerhin in einem nur relativen, schwankenden, unzulänglichen, früher als Notbehelf unvermeidlichen Maß, in einem dritten Produkt auszudrücken und nicht ihrem natürlichen, angemessenen absoluten Maß der Zeit . . . Die Gesellschaft schreibt also unter obiger Voraussetzung den Produkten auch keinen Wert zu. " (Engels, Anti-Dühring, S. 335)*3


Zitat:
Kehren wir nun zu der Frage zurück, ob planmäßige Produktion, so wie sie in einem organisch zusammengefaßten Apparat zum Ausdruck kommt, notwendig zu einem Apparat führen muß, der sich über die Produzenten erhebt. Wir sagen: "n e i n !" In einer Gesellschaft, in der das Verhältnis des Produzenten zum gesellschaftlichen Produkt unmittelbar festgelegt ist, besteht diese Gefahr nicht. In jeder anderen Gesellschaft, wo dieses nicht ist, muß schließlich der Produktionsapparat zum Unterdrückungsapparat auswachsen.


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www.myspace.com/topfchopf

"Prinzipiell und in seiner reinen Form betrachtet, entsteht der Anarchismus ebenso wie das religiöse Sektentum dort, wo totale Kritik und totale Ohnmacht sich zueinander vermitteln und in totale Verweigerung umschlagen. Deshalb ist der Anarchismus in seinem tiefsten Wesen nicht nur sektiererisch, sondern sind die Sekten auch anarchistisch. Sektierertum, Anarchismus und Rebellion sind im Sinne ihrer notwendigen Zuordnung zueinander identisch." Leo Kofler, 1974
25. Februar 2008, 17:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Entweder Du willst diskutieren, oder spamen. Mit der Zeit wird es unerträglich.

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
25. Februar 2008, 19:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Topfchopf



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Beitrag Antwort auf den Artikel von "Klaus Klamm" im vowä Antworten mit Zitat
http://www.aufbau.org/index.php?option=com_content&task=view&id=345&Itemid=104

Ich zitiere hier den für die Debatte grundlegenden Teil, der von Dunkhase selbst kommt.
Zitat:

Zur epochalen Einordnung des Modells

Die Überlegungen von Cockshott und Cottrell beziehen sich auf die Phase gesellschaftlicher Entwicklung, die Marx „erste Phase der kommunistischen Gesellschaft“ genannt hat – nicht „Übergangsgesellschaft“, wie Klamm suggeriert. Über ihr zeitliches Ausmaß hat sich Marx weder in der „Kritik des Gothaer Programms“ noch anderswo ausgelassen. Diese Phase ist nach Marx noch mit den Makeln der alten Gesellschaft behaftet, deren wesentlicher das gleiche, bürgerliche Recht für alle ungeachtet der unterschiedlichen individuellen Begabung und Leistungsfähigkeit ist. „Jedem nach seiner Leistung“ ist noch das Prinzip. „Diese Beurteilung von Marx“ soll ich unterschlagen haben. Dass ich das Leistungsprinzip nicht dargestellt hätte, kann Klamm nicht ernsthaft behaupten; dass die Geschichte hiermit noch nicht an ihr Ende gekommen ist, ging zumindest aus der anschließenden Diskussion hervor. Was also könnte ich sonst noch unterschlagen haben? Dass Marx das Leistungsprinzip als – wie Klamm meint - „grundlegende Kritik“ an der Arbeitszeitrechnung verstand? Hier verwechselt Klamm logische mit dialektischer Kritik. „Grundlegend“ bezieht sich auf einen (formal-)logischen Grund, Marx kritisiert hier das Leistungsprinzip als einen Makel, der historisch auf dem Weg zur höheren Phase des Kommunismus notwendig durchschritten werden muss. Dies bestätigt Klamm ja auch ein paar Sätze später, wenn er einräumt, dass „sich Marx für diese Art der Übergangsgesellschaft (gemeint ist die erste Phase des Kommunismus, HD) aus“(spricht).

Abstrakte Arbeit

Das von C&C vorgeschlagene ökonomische Modell unterliegt weiterhin einem Regime abstrakter Arbeit. Jede wertproduzierende Arbeit beruht auf abstrakter Arbeit. Die Umkehrung, dass jede abstrakte Arbeit notwendig wertproduzierend sein muss, gilt nicht. Um dies einzusehen, muss zunächst zwischen Wertform und Wertgröße unterschieden werden – was Klamm nicht macht. Die Wertform bildete sich heraus, als der Produktionszusammenhang nur noch indirekt, über den Tausch, zu vermitteln war. Sie drückt das Produktionsverhältnis voneinander unabhängiger Produzenten aus und zieht notwendig Markt und Besitzerwechsel nach sich. Der Tausch der nun in Waren verwandelten Produkte vollzieht sich nach Maßgabe der in ihnen enthaltenen gesellschaftlich notwendigen Arbeit, die die Wertgröße bildet. Diese gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeitquanten regeln auch die kommunistische Produktionsweise, nur, dass sie sich nicht mehr indirekt und im Nachhinein, beim Tausch und somit in der Form des Wertes herstellen, sondern direkt und von vornherein im Plan bestimmt werden. Etwas lax formuliert: die Wertgröße bleibt, während die Wertform verschwindet.

Jeder kann sich selbst davon überzeugen, dass die Geschäftsgrundlage des von C&C vorgeschlagenen Modells das Gemeineigentum an den Produktionsmitteln ist, der Tausch (der ohne Besitzerwechsel sinnlos ist) durch Kooperation ersetzt wird und somit das die Wertform erzeugende grundlegende Produktionsverhältnis aufgehoben ist. Wo es nichts zu tauschen gibt, ist auch kein Markt mehr und die Produkte verlieren ihren Warencharakter.

Klamms Satz „Dieser Inhalt (gemeint ist der Arbeitsinhalt der Produkte,HD) ist nichts anderes als eine Form des Werts.“ bringt sein Missverständnis auf den Punkt. Für ihn ist Wertgröße gleich Wertform. Kein Wunder, dass er dann den grundlegenden Umbruch der Produktionsverhältnisse nicht ausmachen kann und sich heillos in Antinomien verstrickt: Eine kapitalistische Gesellschaft ohne Markt und Privateigentum (wie Klamm diagnostiziert) ist ebenso unmöglich wie Wert, Ware und Lohn ohne Markt und Privateigentum (was er ebenfalls behauptet). Auch wird eine „bürgerliche Vorstellung der (nicht: über die!, HD) Planwirtschaft“ genauso schwierig zu realisieren sein wie eine proletarische Vorstellung der (kapitalistischen) Marktwirtschaft.

Es ist auch nur die halbe Wahrheit, wenn Klamm die Botschaft vernimmt, dass „in jeder Arbeitsstunde dieselbe Wertgröße“ produziert wird. Zwar findet sich diese Formulierung im Buch, aber als Ausgangspunkt für ihre Differenzierung insbesondere hinsichtlich unterschiedlicher Qualifikationen der Arbeitskräfte. So wird ein paar Seiten weiter ausgeführt, dass die Arbeitsstunde einer Ingenieurin auf Grund einer Übertragungsrate (der in ihrer Qualifikation geronnenen gesellschaftlichen Arbeit) von 0,33 mit 1,33 bewertet wird.

Selbstkritisch sei allerdings vermerkt, dass diese Stelle ein Beispiel dafür ist, dass Wertbezeichnungen in bezug auf die kommunistische Produktionsweise nicht konsequent vermieden wurden und somit vielleicht auch zu einer möglichen Verwirrung beigetragen haben.

Leistungsprinzip

Leistung, Kontrolle, Effizienz und Funktionalität scheinen Klamm ein Gräuel zu sein. Ich kann dem nicht abhelfen, weil wir leider nicht schnurstraks in einen Zustand übergehen können, in denen „alle Springquellen des genossenschaftlichen Reichtums“ (Marx) so voll fließen, dass jeder nach seinen Befüfnissen leben kann und auf Träumereien lässt sich kein Kommunismus aufbauen.

Am Schluss geht der Sinnzusammenhang weitgehend verloren. Den Vorschlag, verschiedene Kategorien der Leistungsfähigkeit einzuführen bringt Klamm in ursächliche Verbindung mit einem Problem, mit dem er überhaupt nichts zu tun hat, nämlich dem Problem, den Konflikt zwischen der eigenen Lebenswelt und den Ansprüchen des auf der Totalität der Gesellschaft operierenden Plans zu lösen – um dann zur frei erfundenen Behauptung überzugehen, die Funktionäre „müssten letztlich entscheiden, was der Gesellschaft langfristig am meisten nützt“.


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"Prinzipiell und in seiner reinen Form betrachtet, entsteht der Anarchismus ebenso wie das religiöse Sektentum dort, wo totale Kritik und totale Ohnmacht sich zueinander vermitteln und in totale Verweigerung umschlagen. Deshalb ist der Anarchismus in seinem tiefsten Wesen nicht nur sektiererisch, sondern sind die Sekten auch anarchistisch. Sektierertum, Anarchismus und Rebellion sind im Sinne ihrer notwendigen Zuordnung zueinander identisch." Leo Kofler, 1974
25. März 2008, 22:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Topfchopf



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Beitrag Antworten mit Zitat
Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Ein m.E. sehr guter Text zum Thema, auch wenn er nicht explizit auf Dunkhase, Cockshott (!) & Cottrell eingeht:

Ingo Elbe, Marx vs. Engels - Werttheorie und Sozialismuskonzeption

Da gibts dann solche Passagen und einen Haufen weiterführende Literaturhinweise.

"Ob nun in John Grays oder Proudhons Tauschbank-Utopie oder in Engels’ Fiktion einer einfachen Warenproduktion bzw. in seiner Kommunismusvorstellung, immer wird in diesen Ansätzen behauptet oder gefordert, dass systematischer Warentausch ohne Geld funktioniert bzw. funktionieren möge, jeder Kauf zugleich ein Verkauf sein soll und damit Krisen und ‚Ungerechtigkeit’ abgeschafft werden sollen. Eine nationale Zentralbank, bei Engels das kommunistische Gemeinwesen, übernimmt die Funktion, sich der Arbeitszeit zu vergewissern, die in den Produkten der jeweiligen Produzenten vergegenständlicht ist und verteilt „ein offizielles Zertifikat des Werts, d.h. einen Empfangsschein für soviel Arbeitszeit, als seine Ware enthält und diese Banknoten von 1 Arbeitswoche, 1 Arbeitstag, 1 Arbeitsstunde usw. dienen zugleich als Anweisung auf ein Äquivalent in allen andern in den Bankdocks gelagerten Waren.“ [49] Marx zeigt nun einerseits, dass diese Utopie, entgegen ihrer ob anarchistischen, ob kommunistischen Absichten, nicht eine Abschaffung resp. ein Absterben, sondern im Gegenteil eine hypertrophe Ausdehnung der Staatstätigkeit, eine totalitäre Überpolitisierung der Gesellschaft bewirken würde. Die Bank bzw. Planungsbehörde müsste zur Feststellung der Arbeitszeit und Verhinderung eines Betruges im Austausch mit der Bank die konkreten Privatarbeiten beständig überwachen, ja zwecks proportionaler Verteilung der verschiedenen Arbeitsarten auf die Produktionszweige sogar anweisen. Sie wäre „nicht nur der allgemeine Käufer und Verkäufer, sondern auch der allgemeine Produzent“, damit „die despotische Regierung der Produktion und Verwalterin der Distribution“. [50]" (Ingo Elbe)


Zu der Kritik muss man anfügen, dass in der heutigen Zeit diese ungeheuer anwachsende Staatstätigkeit einfach mit vernetzten Computern und der entsprechenden Software ersetzt werden kann. Dadurch würde alles auch viel durchsichtiger und kontrollierbarer werden.

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"Prinzipiell und in seiner reinen Form betrachtet, entsteht der Anarchismus ebenso wie das religiöse Sektentum dort, wo totale Kritik und totale Ohnmacht sich zueinander vermitteln und in totale Verweigerung umschlagen. Deshalb ist der Anarchismus in seinem tiefsten Wesen nicht nur sektiererisch, sondern sind die Sekten auch anarchistisch. Sektierertum, Anarchismus und Rebellion sind im Sinne ihrer notwendigen Zuordnung zueinander identisch." Leo Kofler, 1974
25. März 2008, 22:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ein Nachtrag zur Debatte von Ingo Stützle:

Dem Wert auf der Spur: Von der Unmöglichkeit, den Wert zu messen, ohne sich einen abzubrechen. Eine Kritik der Äquivalenzökonomie und ihrer Kritiker.

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
07. Oktober 2011, 14:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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Zitat:
Für den Kleinbürger, der in der Warenproduktion das nec plus ultra menschlicher Freiheit und individueller Unabhängigkeit erblickt, wäre es natürlich sehr wünschenswert, der mit dieser Form verbundnen Missstände überhoben zu sein, namentlich auch der nicht unmittelbaren Austauschbarkeit der Waren.


lol.

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argumentum ad baculum
07. Oktober 2011, 15:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Scally



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..


Zuletzt bearbeitet von Scally am 25. November 2013, 16:01, insgesamt einmal bearbeitet
08. Oktober 2011, 13:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Zur Vervollständigung. Hier die Veranstaltungsbesprechung von Klaus Klamm aus dem Vorwärts auf die sich Topfchopf weiter oben bezogen hat:

Zitat:

Stundenzettel aus dem Rechner

Klaus Klamm. Am vergangenen Samstag referierte Helmut Dunkhase auf Einladung des «Revolutionären Aufbaus» in Zürich zum Thema «Planwirtschaft auf der Höhe der Zeit». Mittels unzähliger Rechnungen und Tabellen versuchte der Referent dem versammelten Publikum seinen ausführlichen Plan von einem zukünftigen System darzulegen und zeigte dabei die ganze Bandbreite der Fehler dieser Herangehensweise.

Das DKP-Mitglied Helmut Dunkhase übersetzte das Buch «Towards a new Socialism» der beiden schottischen Wissenschafter Paul Cockshott und Allin Cottrell. Die beiden haben sich der Aufgabe verschrieben, nachzuweisen, dass mit den heutigen Mitteln der Computertechnologie eine Planwirtschaft berechenbar, und somit nicht mehr utopisch sei. Die beiden schottischen Autoren waren bei einem Besuch in der späten Sowjetunion von der Ineffizienz der damaligen Planwirtschaft entsetzt und machten sich zuhause Gedanken, wie diese behoben werden könnte. Daraus resultierte schliesslich 1993 das vorliegende Buch, welches sich vor allem der Effizienz verschrieben hat. Unter anderem liest man im Buch: «Der Sozialismus kann seine Überlegenheit gegenüber dem Kapitalismus beweisen, wenn er rationeller mit der Zeit umgehen kann». Ein omnipotenter Staat soll die gesamte Gesellschaft so organisieren, dass sie entsprechend dem Plan funktioniert. Räte – wie sie zum Beispiel in der russischen Revolution spontan aus den Arbeitermassen entstanden – seien hingegen «ihrer Natur nach unangemessen und in der Tat gefährlich», so dass man sich nach anderen Formen der demokratischen Organisation umsehen müsse. Dunkhase wies zwar in seinem Vortrag auf die Gefahr eines «Totalitarismus» hin. Er konnte aber nur ungenügend beantworten, wie denn ohne das Räteprinzip und stattdessen mittels Losverfahren und Volksabstimmungen (nur für die grundlegendsten Fragen) eine Machtkonzentration und das Entstehen einer neuen staatlichen Bürokratenkaste ausgeschlossen werden könnte.

Im Namen von Marx
Dunkhase unterstrich gleich zu Beginn seines Vortrages, dass seine Vorstellung einer Planwirtschaft mittels Arbeitszeitrechnung auf der marxistischen Kritik beruhe. Dazu zitierte er aus Marx’ «Kritik des Gothaer Programms»: «Dasselbe Quantum Arbeit, das er [der Arbeiter] der Gesellschaft in einer Form gegeben hat, erhält er in der anderen zurück». Dunkhase bezieht sich positiv auf dieses Zitat und unterschlägt, dass Marx es auch zur Illustrierung seiner grundlegenden Kritik an dieser Art der Reichtumsverteilung anführt. Denn kaum einen Abschnitt weiter unten fährt Marx fort: «Dies gleiche Recht ist ungleiches Recht für ungleiche Arbeit. Es erkennt keine Klassenunterschiede an, weil jeder nun Arbeiter ist wie der andere, aber es erkennt stillschweigend die ungleiche individuelle Begabung und daher Leistungsfähigkeit der Arbeiter als natürliche Privilegien an. Es ist daher ein Recht der Ungleichheit, seinem Inhalt nach, wie alles Recht». Marx schliesst ziemlich unzweideutig über diesen «Verteilungssozialismus»: Es handelt sich um eine Gesellschaft «wie sie eben aus der kapitalistischen Gesellschaft hervorgeht, also in jeder Beziehung, ökonomisch, sittlich, geistig noch behaftet ist mit den Muttermalen der alten Gesellschaft, aus deren Schoss sie herkommt». Zwar spricht sich Marx für diese Art der Übergangsgesellschaft aus, betont aber ihren zeitlich beschränkten Charakter. Dass Dunkhase diese Beurteilung von Marx unterschlägt, ist die zwangsläufige Konsequenz aus der Konzeption seines Sozialismus.

Abstrakte Arbeit und ihre Konsequenzen
Im Kapitalismus zerfällt die Arbeit in zwei Teile: In die konkrete menschliche Tätigkeit (Mauern, Pflügen oder Drucken) und die abstrakte Arbeit, welche nur noch als Teil einer ganzen gesellschaftlichen Arbeit gilt, ohne Rücksicht auf ihre besondere Qualität. Entscheidend für die Bildung von Wert ist nun, wie viel dieser abstrakten Arbeit «gesellschaftlich durchschnittlich notwendig» ist, um eine Ware herzustellen. So wird über den Wert auch geregelt, dass der oder die langsamere ArbeiterIn beim Stücklohn weniger erhält oder beim Stundenlohn als erstes auf die Strasse gestellt wird. Nach Marx soll diese Seite der Arbeit aufgehoben werden. Bei Dunkhase hingegen wird sie zur Kalkulierung des Plans und der Entlöhnung der ArbeiterInnen herangezogen. Dabei geht er schlicht von einer durchschnittlichen Produktivität der Arbeit aus, dass also «in jeder Arbeitsstunde dieselbe Wertgrösse produziert wird». Dass im Buch von Wert und Wertgrösse zu lesen ist, bleibt nicht bloss eine sprachliche Unschönheit. Es versinnbildlicht einen grundsätzlichen Fehler. Denn wenn noch abstrakte Arbeit existiert, dann sind auch alle Produkte miteinander abzugleichen und ihr Inhalt nach einer abstrakten Grösse zu bestimmen. Dieser Inhalt ist nichts anderes als eine Form des Werts. Zwar wird dieser nicht mehr über den Markt vermittelt, aber auch nicht abgeschafft. Er wird nun einfach über einen staatlichen Apparat erzwungen.
Im Buch lässt sich auch lesen, dass man ein «allgemeines ökonomisches System der Arbeitsbewertung» einführen soll. Denn wie soll man die Erfüllung des Produktivitätsdurchschnitts durch die einzelne Arbeiterin ermitteln, wenn nicht über Kontrolle? Nach diesem Kontrollsystem sollen dann die Kategorien A, B und C eingeführt werden. B sei die durchschnittliche Arbeiterin und erhalte einen gewissen Lohn. A erhalte aufgrund seiner höheren Produktivität mehr und C weniger, da er schliesslich weniger leiste. Durch dieses «Leistungssystem», welches den ArbeiterInnen auferlegt wird, führt Dunkhase die Konkurrenz durch die Hintertür wieder ein – und untergräbt so die Solidarität zwischen den Menschen.

Das «Herz der Planwirtschaft»
Zugespitzt könnte man behaupten, dass die entworfene Gesellschaft letztlich nichts anderes als eine kapitalistisch Gesellschaft ohne Markt und Privateigentum ist. Weder werden Wert und Ware abgeschafft, noch Lohn und Konkurrenz zwischen ArbeiterInnen aufgehoben, noch die Möglichkeiten zum Absterben des Staates gelegt. Dunkhase und seine schottischen Vorbilder bleiben schlicht in einer bürgerlichen Vorstellung der Planwirtschaft stecken. Es besteht gar keine Möglichkeit mehr, über diese Form der staatlich organisierten Vergesellschaftung hinaus zu gelangen. Die Befangenheit in bürgerlichen Kategorien und Vorstellungen zeigt sich auch darin, dass Dunkhase «Leistungsanreize» für ArbeiterInnen fordert. Da wird die kommunistische Produktion nicht als kollektiver Prozess verstanden, bei welchem jeder Einzelne die Einsicht in die Gesellschaftlichkeit seiner Tätigkeit besitzt. Stattdessen geht er von Anreizen – wie die Entlöhnung für die A-Kategorie – aus, da es im «Herzen der Planwirtschaft» immer noch ein Geheimnis gebe. Ein Geheimnis, welches freilich von FunktionärInnen verwaltet wird. Diese müssten letztlich entscheiden, was der Gesellschaft langfristig am meisten nützt. So ist es auch nur konsequent, dass Dunkhase die «nachholende Akkumulation» unter Stalin ab 1928 in seinem Referat ausdrücklich lobte. Diese nachholende Industrialisierung, deren Sinn die EntscheidungsträgerInnen im «Herzen der Planwirtschaft» eingesehen hatten, brachte zwar die Sowjetunion wirtschaftlich nach vorne, bewirkte aber auch eine riesige Hungersnot mit Millionen Toten. Man sollte bei der Beurteilung und Konzeption einer sozialistischen Gesellschaft eben von den Bedürfnissen der konkreten Menschen und nicht von Effizienz und Funktionalität ausgehen.

Alle Zitate stammen aus Helmut Dunkhases Buch «Alternativen aus dem Rechner» falls nicht anders vermerkt.


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Power to the Pöbel!
08. Oktober 2011, 15:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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Beiträge: 1032

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noch immer ein wunderbarer artikel. danke fürs posten

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"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
08. Oktober 2011, 18:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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Silvio Gesell wollte nie das Geld abschaffen, er wollte, gleich wie die Zentralbank in der Krise mit einem Negativ-Zins, den Wert in der Hortung zum schwinden bringen und so mindestens zu seiner Erhaltung zu Kapital zwingen.
Im Zitat macht sich Marx über die Idee lustig, den Sorgen der Voraussetzung Gebrauchswert - Tauschwert "enthoben" zu sein, indem man den Wert misst. Ist die konkrete Arbeitszeit der Massstab der Exklusion, dann trifft genau das Gleiche zu: Die Arbeitszeitmessung enthebt den Arbeiter der Sorge der mittelbaren Austauschbarkeit, er tauscht seine Marken gegen Mittel aus den Konsumptionsfond, der Tausch ist nicht abgeschafft, nur die abstrakte Arbeit. Da erkennt einer den Schaden eines Wertäquivalententausches in der Rücksichtslosigkeit gegen die konkrete Arbeit, setzt ihn aber negativ als schlechten Tausch um im guten Arbeitszeitäquivalententausch den Kommunismus zu erblicken, oder mindestens die Vorstufe davon. Auf diese Geburtswehen kann ich verzichten! Und auf die Abschaffung der Teilung der Arbeit kann ich auch gut verzichten! Auf die knechtende Unterordnung durch die Kapitalisten, ja, aber auf die Teilung sicher nicht, die Spezialisierung ist neben den Maschinen Produktivkraft schlechthin.

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argumentum ad baculum
11. Oktober 2011, 00:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Stundenzettel braucht man doch nur wenn man davon ausgeht, wir wären faul und egoistisch. Was machen Stundenzettel für einen Sinn in einer Welt des Überflusses? Keinen. Nur wer seine Zeit in das Wohl aller investiert, auch wenn es völlig unnütz ist, erhält Stundenzettel, das ist doch absurd.

Das ist es doch, wovon Marx redet, wenn er der warenproduzierenden Gesellschaft einen Verein freier Menschen entgegen hält, im Kapital und nur zur Abwechslung! Und nur zur Parallele setzt er diesem Verein die Warenproduktion entgegen, und zwar im Kapitel wo es um den Warenfetisch geht.

Nur zur Parallele mit der Warenproduktion setzten wir voraus, der Anteil jedes Produzenten an den Lebensmitteln sei bestimmt durch seine Arbeitszeit. Die Arbeitszeit würde also eine doppelte Rolle spielen. Ihre gesellschaftlich planmäßige Verteilung regelt die richtige Proportion der verschiednen Arbeitsfunktionen zu den verschiednen Bedürfnissen. Andrerseits dient die Arbeitszeit zugleich als Maß des individuellen Anteils des Produzenten an der Gemeinarbeit und daher auch an dem individuell verzehrbaren Teil des Gemeinprodukts. Die gesellschaftlichen Beziehungen der Menschen zu ihren Arbeiten und ihren Arbeitsprodukten bleiben hier durchsichtig einfach in der Produktion sowohl als in der Distribution."

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
11. Oktober 2011, 17:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Wirken die II



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Beiträge: 208

Beitrag Antworten mit Zitat
Grundprinzipien kommunistischer Produktion und Verteilung:

Zitat:
Marx stand also auf dem Standpunkt der Assoziation von freien und gleichen Produzenten. Diese Assoziation hat aber nicht im geringsten etwas zu tun mit der, in der Luft schwebenden, gegenseitigen Hilfe , sondern hat eine sehr materielle Unterlage. Diese Unterlage Ist die Berechnung der Zeit, die nötig ist, um die Produkte zu produzieren. Der Bequemlichkeit halber wollen wir es hier Kostenberechnung nennen, obwohl es mit Wert nichts zu tun hat, wie sich das später noch zeigen wird. Auch Engels vertrat diese Ansicht, wie aus folgendem zu ersehen ist:...


Dieses Zitat von der Gruppe GIK (Gruppe Internationaler Kommunisten) herbeizuzitieren, wie Topchopf (siehe oben) es macht, ist eine alte stalinistische Manier, z. B. immer die schwächsten und fehlerhaften Aussagen von den Klassikern (Marx u. Engels) zu zitieren oder eben Lenin, und aus diesen dann eine eigene Ideologie machen, wie z. B. "Sozialismus in einem Land" wo es dann natürlich auch eine Warenwirtschaft und entsprechenden Warentausch gibt. Die linkskommunistischen Strömungen haben dem Staatskapitalismus gesagt.
Es gibt aber eine Kritik von Mitchel aus den 30er-Jahren in Bilan Nr. 34 (Organ der Italienischen Kommunistischen Linke, erschienen im September 1936) an den Auffassungen der GIK. Im Gegensatz zu den Stalinisten gehört die GIK zum revolutionären Erbe der Arbeiterbewegung:


Zitat:
The article published below, which originally appeared in Bilan n° 34 (August-September 1934), is presented as a polemic with another internationalist current active at the time, the Dutch GIK, whose "Fundamental Principles of Communist Production and Distribution" had been published in 1930 and was summarised in French in Bilan by Hennaut of the Belgian group Ligue des Communistes Internationalistes. It was typical of the spirit of Bilan, its commitment to the principal of debate between revolutionaries, that it should publish this summary and initiate a discussion with the "Council Communist" tendency represented by the GIK. The article makes a number of criticisms of the GIK's approach to the transitional period but never loses sight of the fact that this was a debate within the proletarian camp.


http://en.internationalism.org/ir/130/commy-7-pot3
Communism Vol. 3, Part 7 - The problems of the period of transition (III)

Die grundlegende Schwäche war ja, dass die GIK meinte, dass die Entwicklung der SU nicht wegen der politischen Niederlage der Arbeiterklasse nach der revolutionären Welle entstanden war, sondern weil die Bolschewiken die kapitalistische Warenwirtschaft wieder eingeführt hätten.

Zitat:
The Dutch comrades thus consider that the new relation of production, thanks to collectivisation, automatically determines a new right over the products "This right will be expressed through equal conditions for individual consumption which resides solely in an equal measure of consumption. Just as the hour of individual labour is the measure of individual labour, it is at the same time the measure of individual consumption. In this way consumption is socially regulated and is cast in the right direction. The passage to the social revolution is nothing else than the application of the measure of the average hour of social labour to the whole of economic life. It serves as a measure for production and also as a right of the producers over the social product" (p 25).

The reactionary development of the USSR: economic causes or a result of abandoning internationalism

But once again, this affirmation can only become a positive one if we draw out its concrete significance, which is to say that when you talk about labour time and the measurement of labour, you are talking about value. This is what the Dutch comrades leave out and this leads them to adopt a false judgment of the Russian revolution, and above all to severely curtail the scope of their research into the underlying causes of the reactionary evolution of the USSR. They don't seek the explanation for the latter in the subsoil of the national and international class struggle (one of the negative characteristics of their study is that they more or less remove any consideration of political problems), but in the economic mechanism, as when they say: "When the Russians restored production on the basis of value, they proclaimed there and then the expropriation of the workers, their separation from the means of production, ensuring that there would be no relationship between the growth of the mass of products and the workers' share in this mass" (p 19).


http://en.internationalism.org/ir/131/commy-vol3-08
Communism Vol. 3, Part 8 - The problems of the period of transition (IV)
(Man kann die beiden Artikel auch in der französischen Originalsprache lesen: Internationale Revue Nr. 130/131)
http://fr.internationalism.org/rint130/le_communisme_les_problemes_de_la_periode_de_transition_bilan_1936_les_stigmates_de_l_economie_proletarienne.html
http://fr.internationalism.org/rint131/les_problemes_de_la_periode_de_transition.html

Es gibt zu diesem Artikel der GIK auch eine Einleitung von Paul Mattick. Siehe auch: "1934 gründete Mattick zusammen mit Freunden von den IWW sowie einigen Ausgeschlossenen aus der leninistischen Proletarian Party die United Workers Party, die sich später in Group of Council Communists umbenannte. [2] Diese Gruppe hielt engen Kontakt mit den verbleibenden deutschen und holländischen Gruppen von Linkskommunisten in Europa und gab die Zeitschrift International Council Correspondence heraus. Diese entwickelte sich im Verlauf der dreißiger Jahre zur anglo-amerikanischen Parallele zur Rätekorrespondenz des holländischen Group of International Communists (Holland) (GIC(H)). Man übersetzte Artikel und Debatten aus Europa und veröffentlichte sie zusammen mit volkswirtschaftlichen Analysen und kritischen politischen Kommentaren über das Zeitgeschehen in den USA und dem Rest der Welt." (Wikipedia)
http://www.marxists.org/deutsch/archiv/mattick/1970/02/einleitung.htm
12. Oktober 2011, 00:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Der gute alte Wal Buchenberg hat auch mal wieder was zur Diskussion geschrieben:

Arbeitsgeld ist Murks, nicht Marx

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
20. Juni 2012, 22:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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