Forum-Übersicht
RegistrierenSuchenFAQMitgliederlisteBenutzergruppenLogin
Lenin – die Politisierung des Marxismus (Auf den 22.4.1870

 
Neue Antwort erstellen    Forum-Übersicht » Literatur & Leseecke Thema drucken Vorheriges Thema anzeigen
Nächstes Thema anzeigen
Lenin – die Politisierung des Marxismus (Auf den 22.4.1870
Autor Nachricht
lazlo wanda



Anmeldedatum: 26.12.2008
Beiträge: 650

Beitrag Lenin – die Politisierung des Marxismus (Auf den 22.4.1870 Antworten mit Zitat
interessant!
von hier: http://ofenschlot.blogsport.de/

Zitat:

Lenin – die Politisierung des Marxismus (Auf den 22. April 1870!)


Hans Mayer hat irgendwo geschrieben, dass der Bindestrich zwischen »Marxismus« und »Leninismus« der verhängnisvollste Bindestrich des 20. Jahrhundert gewesen ist. Verhängnisvoll auch deshalb, weil der vermeintliche Urheber – Lenin – nie den Anspruch auf Eigenständigkeit, Originalität und Klassikerstatus erhoben hatte. Der ML ist eine Erfindung der 20er Jahre, als der schon verstorbene Lenin zu einem umkämpften Fetisch der sich bekriegenden Fraktionen der Bolschewiki mutierte.
Der ML unterscheidet sich in der Tat wesentlich vom Marxismus – Anerkennung des Primats eines Staates über die Weltarbeiterbewegung; Vorrang des nationalen Befreiungskampfes über den internationalen Klassenkampf; Klassenkollaboration (Volksfront); Stamokap-Theorie statt Wert-Kritik (im Monopolkapitalismus ist das Wertgesetz schon partiell aufgehoben); Akzeptanz von Ware-Geld-Beziehungen auch im Sozialismus; Ersetzung des Krisentheorems durch Stadientheorie des Kapitalismus (allgemeine Fäulnis des Kapitalismus, Imperialismus als höchstes … etc.pp.).
Die nahe liegende Frage ist, ob Lenin für den ML haftbar zu machen ist oder nicht.
Er ist es, weil einige der oben aufgeführten Punkte – nämlich alle, die die Entwicklungsperspektiven des Kapitalismus betreffen – sich bei Lenin finden, im Zentrum seines Denkens und nicht etwa an der Peripherie.
Er ist es nicht, weil aus Lenins Anstrengungen, den Marxismus weiterzudenken, sich kein Staatsprogramm ergibt – die Diktatur des Proletariats als transitorisches Element hin zum Kommunismus: das schon; aber die Errichtung eines Vaterlandes der Werktätigen: das wäre mit ihm nicht zu machen gewesen. Der Movens seines Handelns und Denkens ist die Weltrevolution.
Dass die Linie zwischen Lenin und Stalin nicht sauber zu ziehen ist, bedeutet umgekehrt noch lange nicht, Stalin vom Terror gewissermaßen ideologisch freizusprechen und also Lenin den schwarzen Peter zuzuschieben. Im Gegenteil: Die Verballhornung des Lenin’schen Werkes zu einem Indoktrinationsinstrumentarium par exellence ist die bedeutendste ideologische Leistung Stalins.
Das Problematische an Lenin ist übrigens nicht sein Avantgarde-Anspruch. Man sollte sich da keine Illusionen machen: Kein zeitgenössischer Lenin-Kritiker von links hätte diesen Anspruch von sich gewiesen; dass man selbst zur Avantgarde gehört, hat nie ein Räte- und erst recht kein Linkskommunist (und übrigens auch kein Anarchist) geleugnet. Die Frage war, ob die Avantgarde (in Form der Partei) die Diktatur des Proletariats durchführt – verwirklicht –, oder ob sie sie durch die und in der Forcierung der Klassenkämpfe vorbereitet (was bedeutet, dass die Avantgarde nicht nur nicht notwendig die Form einer Partei annehmen muss, sondern dass die Partei selbst noch als Form einer originär bürgerlichen Institution zu bekämpfen ist).
Das Problematische an Lenin ist vielmehr seine Verkennung der Entwicklungsperspektiven des Kapitalismus: Der Monopolkapitalismus markiert mitnichten den Fluchtpunkt des Übergangs zum Sozialismus, folglich ist der Sozialismus auch nicht nach den Vergesellschaftungsmustern des Monopolkapitalismus aufzubauen.
Das wirklich Interessante an Lenin ist seine konsequente Politisierung des Marxismus. Marxismus galt zu Lenins Zeiten als eine Art neue Wissenschaft – als allgemeine Wissenschaft von der Gesellschaft, die auch die maßvolle, soll heißen: historisch adäquate, Emanzipation der Arbeiterklasse vorsah. Damit war der Marxismus prinzipiell kompatibel zu allen möglichen demokratischen Staatsprogrammen, und es tauchten so merkwürdige Gestalten wie Karl Kautsky auf, der als Theoretiker die Reinheit des Marxismus beschwor und politisch jede Intervention in Richtung Zerstörung des bürgerlichen Staates als historisch eben unangemessen – als einen Verstoß gegen den reinen Marxismus geißelte [heute heißen diese Knallchargen hierzulande Elmar Altvater, Wolfgang Fritz Haug, Alex Demirovic oder Joachim Bischoff, und sie sprechen nicht mehr vom reinen, sondern vom modernen, oder»westlichen« Marxismus]. Eine ähnliche Gestalt war der russische Menschewist Julius Martow: In Sachen Marx-Kenntnis Lenin sicherlich haushoch überlegen, erwies sich seine politische Urteilskraft als komplett unrealistisch.
Dagegen Wissenschaft als Strategie im Klassenkampf zu verstehen, in jeder Darstellung der gesellschaftlichen Verhältnisse auf die ihnen implizite Gewalt zu verweisen, die Gesellschaftskritik nicht von einer konkreten politischen abzukoppeln, jede politische Entscheidung immer im Hinblick auf die Durchführbarkeit der Revolution abzuklopfen – das ist Lenins Anspruch gewesen, vielleicht sogar sein Verdienst (er stand damit nicht alleine, wie Rosa Luxemburg, die Bremer Linke oder auch schon der junge Amadeo Bordiga demonstrieren).
Hans-Ulrich Wehler, der muffigste Sesselfurzer unter den deutschen sozialdemokratischen Historikern, meinte mal, dass selbst die gründlichsten theoretischen Schriften Lenins nicht annähernd das Niveau einer durchschnittlichen geisteswissenschaftlichen Promotion erreichten. Zum Glück! Nicht auszudenken, Lenin hätte sich den Denkformen deutscher Akademiker angepasst!
»Wer NUR den Klassenkampf anerkennt, ist noch kein Marxist«, schrieb Lenin 1917 in Staat und Revolution, »er kann noch in den Grenzen bürgerlichen Denkens und bürgerlicher Politik geblieben sein. Den Marxismus auf die Lehre vom Klassenkampf beschränken, heißt den Marxismus stutzen, ihn entstellen, ihn auf das reduzieren, was für die Bourgeoisie annehmbar ist. Ein Marxist ist nur, wer die Anerkennung des Klassenkampfes auf die Anerkennung der DIKTATUR DES PROLETARIATS ERSTRECKT. Hierin besteht der tiefste Unterschied des Marxisten vom durchschnittlichen Klein- (und auch Groß-) Bourgeois. Das muß der Prüfstein für das WIRKLICHE Verstehen und Anerkennen des Marxismus sein.«
Wer Klassenkämpfe führt, sollte mit der Möglichkeit rechnen, sie zu gewinnen und dann auch wissen, was man mit dem Gewonnen anzufangen hat. Diese ganz simple Überlegung scheint heute, wo die Linke anstatt von Klassenkampf lieber von »Kämpfen«, anstatt von Zerschlagung des bürgerlichen Staatsapparates lieber von »Aneignung« und statt von Klassen lieber von der »Multitude« schwadroniert, als grell strahlender, die Auffassungsgabe eines durchschnittlich modern-westlichen Marxisten absolut übersteigender Gedanke. Man traut sich fast nicht, ihn hinzuschreiben.
Man könnte glatt mit Slavoj Zizek verwechselt werden.
[Und das wäre bitter. Nicht, dass Zizek kein inspirierender Denker wäre. Aber ich habe zwei gänzlich unterschiedlich gelagerte Veranstaltungen mit ihm erlebt – einmal vor großem Publikum; einmal vor einem linken –, in denen er jeweils explizit betonte, dass aus seinem Lenin-Kult KEINE praktisch-politischen Konsequenzen folgen.]


_________________
Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
23. April 2010, 09:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



Anmeldedatum: 31.10.2006
Beiträge: 1498

Beitrag Antworten mit Zitat
Dem meisten kann ich nur beipflichten. Allerdings wird die Frage, was denn die Diktatur des Proletariats überhaupt sein soll, etwas gar spärlich beleuchtet. Seinen Ausführungen zu Folge wird der Genosse Ofenschlot kaum die politische Machteroberung durch das Proletariat (was ja ohnehin nur über eine Stellvertretung zu erreichen wäre) im Sinne haben, sondern gerade die Abschaffung des Politischen (und damit auch der säuberlichen Trennung von Demokratie und Diktatur) für einen notwendigen Schritt halten. In einem Text über Lenin, der die Aufforderung enthält von Lenin zu lernen, dürfte man da - um Missverständnisse zu vermeiden - aber doch eine etwas präzisere Erklärung erwarten. Es erstaunt mich dann auch etwas, dass folgender Satz in Ofenschlots Text zu finden ist:

Zitat:
Wer Klassenkämpfe führt, sollte mit der Möglichkeit rechnen, sie zu gewinnen und dann auch wissen, was man mit dem Gewonnen anzufangen hat.


Um welche Kämpfe geht es hier? Und wer ist darin Subjekt? Wer ist dieses man?
Ofenschlot wirft ja - zurecht - den modernen Linken vor, in Kategorien zu operiern, die wenig von Nutzen sind und nichts erklären (Ich würde mich allerdings wundern, wenn sich diese Leutchen als Marxisten verstehen). Er scheint obigen Satz eben an diese Leute zu adressieren. Klassenkämpfe führen aber bekanntlich Klassen und nicht die sogenannte Linke, die im Gros von derart altbackenem Zeugs ohnehin nicht viel wissen will. Sinn würde ein solcher Hinweis an die Linke nur machen, wenn man ihr einen politischen Führungsanspruch (wie dereinst der Partei) zuschreiben würde und ihr klar machen wollte, dass sie sich um "Staat und Revolution"* oder eben um die Eroberung der Macht einen Kopf machen müsste. Was aber die kämpfende Klasse mit dem Gewonnenen Anfangen will, scheint mir dann doch eine Frage zu sein, die sich erst in der konkreten Praxis der Aufhebung einigermassen befriedigend beantworten lässt. Klassisch waren es die Räte, die sich die Klasse als ihre Organe der Emanzipation von Kapital und Staat schuf. Nicht dass sich diese Form notwendig wieder durchsetzen muss, aber die Tatsache, dass sich diese im Nachhinein von den Rätekommunisten u.a. systematisch theoretisierten Organe, erst im konkreten Kampf zu bilden hatten und eben nicht von schlauen Marxisten entwickelt wurden, sollte man zumindest zur Kenntniss nehmen. Natürlich haben "die Revolutionäre" eine bestimmte Rolle zu spielen, die Frage aber vorab geklärt zu haben, was mit dem durch die Klasse Gewonnenen anzustellen bzw. in welcher Form es organisieren ist, gehört nicht dazu. Oder etwas zugespitzer gesagt: Wir brauchen keine fertige Antwort zu besitzen, wie die Dikatur des Proletariats zu bewerkstelligen ist.

PS: Das hier soll natürlich auf keinen Fall heissen, dass man sich nicht beständig mit den tatsächlich geführten Kämpfen befassen und jene Tendenzen unterstützen und zu verbreiten helfen soll, die die Selbstermächtigung des Proletariats antizipieren.

* Es war meines Wissens Joachim Bruhn, der in besseren Tagen mal meinte, dass ein solches Werk - so es denn tatsächlich die Selbstermächtigung des Proletariats zum Inhalt hat - Staat ODER Revolution heissen müsste.

_________________
Power to the Pöbel!
25. April 2010, 00:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



Anmeldedatum: 22.07.2010
Beiträge: 565
Wohnort: walhall

Beitrag Von antileninistischen und leninistischen Leninisten Antworten mit Zitat
Zitat:
Dieses Strategiepapier ist ein Plädoyer für die Bildung einer strategischen Doppelflanke: Syndikalistische Gewerkschaften auf der einen, Strukturen von Alternativ- und Gegengesellschaft auf der anderen Seite. Beide vermittelt zueinander über kommunistische (Selbst-)Organisierungen als strategisches Zentrum in Form von Theorie und Praxis, kollektiver Debatte und Reflexion. Dies, vermittelt nach „außen“ in Form von Agitation und Propaganda.
(...)
Das Verhältnis der Kommunist*innen zum Klassenkampf ist deswegen nicht nur ein Doppeltes sondern auch ein doppelt vertracktes. Erstens sind ihre Interessen von den grundsätzlichen Interessen ihrer Klasse (in den meisten Fällen vermutlich die Klasse der Leute, die zur Lohnarbeit gezwungen sind) nicht getrennt von der Verbesserung der eigenen Lage. Gleichzeitig ist aber nur die praktische Kritik dieser – und damit ihrer eigenen Existenzquelle – Voraussetzung und Bedingung ihrer gesellschaftlichen Befreiung.
Die Leninist*innen haben dieses Problem damit „gelöst“, indem sie eine Trennung zwischen den zu Befreienden und den „Befreier*innen“, zwischen revolutionärem Subjekt und Organisation, gezogen haben.
(...)
Wenn die Kommunist*innen dies nicht wollen bleibt keine andere Möglichkeit als diese Trennung nicht zu vollziehen zwischen „Befreier*innen“ und zu Befreienden, zwischen konkreten Reformzielen (z. B. „mehr Lohn“, „keine Studiengebühren“, what ever) und kategorialer Kritik und damit sich selbst auch als potentielles Subjekt sozialer Befreiung zu begreifen. Mit dem Ziel dabei möglichst viele als Genoss*innen zu gewinnen.

http://basisgruppe-antifa.org/2012/07/10/der-klassenkampf-und-die-kommunistinnen-ein-strategievorschlag/

Zitat:
Antwort der Sozialistischen Initiative Berlin (SIB) an die im kommunistischen …ums Ganze!-Bündnis organisierte Bremer Basisgruppe Antifa auf deren Text „Der Klassenkampf und die KommunistInnen“
(...)
An dieser Stelle geht es – anders als in dem Kautsky-Zitat – nicht um eine historische Feststellung, sondern um die gegenwärtig und zukünftig zu verfolgenden politische Praxis, und hier geht es nicht mehr um den Unterschied Arbeiterklasse vs. ‚von außen’ kommende, bürgerliche Intellektuelle, sondern um den Unterschied Ökonomismus vs. Kampf Ums Ganze bzw. Spontaneismus / Praktizismus vs. revolutionäre Theorie – also um genau den Unterschied, den auch die Basisgruppe Antifa und auch das ganze Ums Ganze-Bündnis betonen. Willkommen im Leninistischen Club!
(...)
Entgegen der trotzkistischen Tendenz, unter dem Namen „Übergangsforderungen“ den Unterschied zwischen Reformforderungen und revolutionärem Bruch zu verwischen, ist mit Lenin, so meint dieser Teil der SIB, gerade der Unterschied zwischen dem Kampf um Reformen und dem Kampf Ums Ganze zu betonen:

http://www.nao-prozess.de/blog/sib-antwortet-basisgruppe-antifa-mit-lenin-ums-ganze-kaempfen/

_________________
Das ist die Verrücktheit einer Gesellschaft, die sich von einem Sachzwang bestimmen lässt, der nur existiert, weil ihn die einen selbst praktizieren und die anderen sich ihn aufherrschen lassen.
03. August 2012, 13:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wirken die II



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 208

Beitrag Politik und Philosophie von Lenin bis Harper (Pannekoek) Antworten mit Zitat
Hier eine Kritik an Pannekoek (Harper), der Lenin auf seine etwas rückständigen philosophischen Auffassungen reduziert, ja sogar die Grundlage für das Scheitern der Russischen Revolution darin sieht.

Zitat:
Dieses falsche Verständnis der Rolle der menschlichen Handlung für die Erkenntnis gibt Lenins philosophischer Arbeit einen ideologischen Charakter. Wie bereits angedeutet, untersucht Harper Lenins philosophische Quellen und misst diesen einen entscheidenden Einfluss auf Lenins politische Tätigkeit zu.
...
Zitat:
So interpretiert Harper die Fakten.

Harper sieht die russische Revolution als Ausdruck der objektiven Reife der Arbeiterklasse, jedoch hat diese für ihn einen bürgerlichen politischen Inhalt. Nach Harper wird dieser bürgerliche politische Inhalt von Lenin ausgedrückt. Lenins Bewusstsein sei geprägt von den unmittelbaren Aufgaben Russlands, ein Land, das mit seiner sozio-ökonomischen Struktur wie eine Kolonie ohne nationale Bourgeoisie erschien. Die einzig entscheidenden Kräfte seien die Arbeiterklasse und der Absolutismus.
...
Zitat:
„ … eine bürgerliche Revolution, die auf dem Proletariat fußt.“

Hier verfängt sich Harper in seiner eigenen Dialektik und versäumt es, eine wichtige Frage zu beantworten: Wie kann es zu einer Zeit, in der der Kapitalismus in die tiefste Krise seiner Geschichte stürzt, eine bürgerliche Revolution geben? Die dazu noch ihre eigene Ideologie – entsprechend der revolutionären Periode der Bourgeoisie eine materialistische - produziert? Die Krise von 1914 – 20 scheint Harper überhaupt nicht zu berühren.

Noch einmal, wie konnte diese Revolution bürgerlich sein, und dies zumal in dieser Situation? Vorangetrieben von den fortschrittlichsten und bewusstesten Arbeitern und Soldaten Russlands, solidarisch begrüßt von den Arbeitern und Soldaten der ganzen Welt, insbesondere in jenem Land, in dem der Kapitalismus am meisten fortgeschritten war, d.h. Deutschland? Wie konnte es sein, dass genau in diesem Moment die Marxisten, die gründlichsten Dialektiker, die besten Theoretiker des Sozialismus, die materialistische Geschichtsauffassung wie Lenin selbst – wenn nicht gar besser – verteidigten? Wie konnte es sein, dass ausgerechnet Leute wie Plechanow und Kautsky sich auf der Seite der Bourgeoisie gegen die revolutionären Arbeiter und Soldaten der gesamten Welt und insbesondere gegen Lenin und die Bolschewiki wiederfanden?

Harper stellte sich nicht einmal diese Fragen, wie sollte er also Antworten finden? Umso überraschender ist es, dass er diese Fragen nicht stellt.


Fragen über Fragen... Vielleicht findet ihr im zitierten Artikelreihe einige Antworten, ganz sicher aber neue Fragen.
Pannekoeks „Lenin als Philosoph" – Eine Kritik von Internationalisme, 1948 (Einleitung
http://de.internationalism.org/IKSonline2012_Harpers_Lenin_als_Philosoph_Einleitung
http://de.internationalism.org/IKSonline_2012_Harpers_Lenin_als_Philosoph_1
http://de.internationalism.org/IKSonline_2012_Harpers_Lenin_als_Philosoph_2
14. August 2012, 20:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Neue Antwort erstellen    Forum-Übersicht » Literatur & Leseecke Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu: 
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Design by Freestyle XL / Music Lyrics.Deutsche Übersetzung von phpBB.de