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29.11: Der Krieg gegen die Armen in Südafrika

 
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29.11: Der Krieg gegen die Armen in Südafrika
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Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
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Beitrag 29.11: Der Krieg gegen die Armen in Südafrika Antworten mit Zitat
Befreiung war gestern - Der Krieg gegen die Armen in Südafrika

Vortrag, Film (e/d) und Diskussion mit einer Genossin von Eiszeit
Freitag, 29. November 2013, 19:30 Uhr
Infoladen Kasama, Militärstrasse 87a, Zürich


Zwanzig Jahre nach dem Ende der Apartheid vermarktet sich Südafrika als multikulturelle Regenbogennation. Der African National Congress (ANC), der zusammen mit dem Gewerkschaftsverband COSATU und der kommunistischen Partei regiert, zehrt nach wie vor von der Legitimität, die ihm aus seiner Rolle im Kampf gegen das Apartheidsregime erwachsen ist – auch wenn sich seit seinem Amtsantritt an den Lebensverhältnissen der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung nichts zum Besseren verändert hat. Doch dieses Image hat, spätestens seit dem Massaker in Marikana im August vergangenen Jahres bei dem die südafrikanische Polizei 34 wild streikende Minenarbeiter erschoss, Risse bekommen. Dass diese brutale Niederschlagung jeden Protests, der sich ausserhalb des erwünschten Rahmens von Parteien und Gewerkschaften artikuliert, keine Ausnahme war, wird auch deutlich, wenn man den Umgang des südafrikanischen Staates und seiner Repräsentanten mit sozialem Protest jenseits von Arbeitskämpfen betrachtet. Seit 2005 haben sich die Bewohner informeller Siedlungen, zunächst in Durban aber zunehmend auch in anderen Städten, als Bewegung unter dem Namen Abahlali baseMjondolo (isiZulu für “Menschen, die in Hütten wohnen”) organisiert. Sie kämpfen gegen Zwangsumsiedlungen, Räumungen und Polizeiübergriffe. Dabei operieren sie basisdemokratisch und lehnen es ab, ihre Interessen durch Parteien, Gewerkschaften oder NGOs vertreten zu lassen. Das hat sie zur Zielscheibe massiver Repression durch den ANC und seine Organe gemacht, da sie seinen Anspruch untergraben, alleiniges Sprachrohr der Armen in Südafrika zu sein. Einige exponierte Mitglieder von Abahlali baseMjondolo müssen mittlerweile im Untergrund leben und allein dieses Jahr wurden drei ihrer Aktivisten erschossen. Wir zeigen die preisgekrönte Dokumentation „Dear Mandela“ (Schweizer Erstaufführung), in der die Arbeit von Abahlali baseMjondolo portraitiert wird und geben eine Einführung in die politische Situation in Südafrika heute.

Filmtrailer ‘Dear Mandela’
Wir zeigen den Film mit deutschen Untertiteln

http://vimeo.com/26538549

Mehr Informationen zu den Kämpfen in Südafrika und der Bewegung Abahlali baseMjondolo:

Abahlali baseMjondolo - Die Bewegung der Shack-Bewohner Südafrikas
Dear Mandela – Webseite zum Film
Grosse Sammlung (EN) von Texten, Artikeln etc. bei Libcom (u.a. mit Beiträgen von S’bu Zikode, Richard Pithouse und Zodwa Nsibande)
Artikel-Sammlung (EN) von Richard Pithouse, der sich seit einigen Jahren u.a. mit ‘Land & Housing’ in Südafrika auseinandersetzt
24. Oktober 2013, 23:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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heute!
29. November 2013, 12:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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