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Ungarn: Unter der Fahne der Faschisten

 
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Ungarn: Unter der Fahne der Faschisten
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far



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Beitrag Ungarn: Unter der Fahne der Faschisten Antworten mit Zitat
Zitat:
Wir wollen euch an dieser Stelle einen Bericht zu Ungarn zur verfügung stellen, welcher neulich in der Zeit erschienen ist. Dieser zeigt ein wenig die momentane Situation in Ungarn auf.


http://ajb.blogsport.de/?p=127

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
24. Mai 2009, 19:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
O.B.M.F



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"Krisenbewältigung" in Ungarn.

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Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
20. Dezember 2010, 18:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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a propos faschismus: http://www.randzone-online.de/?p=8363

wie im artikel erwähnt zeigen die aktionen des staates zum lastwagenfahrerstreik und zum fluglotsenstreick DASS JEDER LOHNARBEITER UNTER MILITÄRRECHT ARBEITET UND BEI DIENSTVERWEIGERUNG ENTSPRECHEND RANGENOMMEN WIRD. bei streik wird von der zuständigen regierung der notstand ausgerufen, damit übernimmt das militärrecht und die lohnarbeiter verrichten nicht mehr dienst fürs kapital sondern für die nation. So von wegen gegensatz zwischen demokratie und faschismus. demokratie ist solange alle das maul halten und ihre arbeit machen, ansonsten gibts faschismus!

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argumentum ad baculum
21. Dezember 2010, 11:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag Faschismus, demokratischer. Antworten mit Zitat
Käptn Kiff hat Folgendes geschrieben:
a propos faschismus: http://www.randzone-online.de/?p=8363

wie im artikel erwähnt zeigen die aktionen des staates zum lastwagenfahrerstreik und zum fluglotsenstreick DASS JEDER LOHNARBEITER UNTER MILITÄRRECHT ARBEITET UND BEI DIENSTVERWEIGERUNG ENTSPRECHEND RANGENOMMEN WIRD. bei streik wird von der zuständigen regierung der notstand ausgerufen, damit übernimmt das militärrecht und die lohnarbeiter verrichten nicht mehr dienst fürs kapital sondern für die nation. So von wegen gegensatz zwischen demokratie und faschismus. demokratie ist solange alle das maul halten und ihre arbeit machen, ansonsten gibts faschismus!


Das "geile" an der Sache: Es ist eben nicht wirklich Faschismus, sondern ein zeitlich/örtlich begrenzter Ausnahmezustand vom demokratischen Normalzustand. Dieser wird in der Regel von einer demokratischen Regierung verhängt, gestützt auf ein Notstandsrecht - das wiederum in der demokratischen Verfassung verankert ist ...
21. Dezember 2010, 13:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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Beitrag Antworten mit Zitat
was wäre denn "wirklich" faschismus?

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argumentum ad baculum
21. Dezember 2010, 13:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Beitrag Antworten mit Zitat
Käptn Kiff hat Folgendes geschrieben:
was wäre denn "wirklich" faschismus?


Konterrevolution?

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
21. Dezember 2010, 13:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
ratatoskr



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Beitrag Antworten mit Zitat
Käptn Kiff hat Folgendes geschrieben:
was wäre denn "wirklich" faschismus?


Wenn dieser Ausnahmezustand zum Dauerprogramm würde. Demokraten setzen das Notrecht ja wieder aus, sobald sie ihr "Problem" erldeigt haben.
21. Dezember 2010, 14:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
Man kann kaum von einem Staatsstreich sprechen, sondern von der
Übergabe der Macht mit der Zustimmung der betreffenden Seiten. Der
»Marsch auf Rom« des Duce (der sich damit begnügte, den Zug zu nehmen)
war weniger eine Kraftprobe als eine Inszenierung: Die Faschisten
taten so, als würden sie den Staat angreifen; und der tat so, als würde er
ihnen eine Schlacht liefern; und Mussolini bekam die Macht. Sein Ultimatum
vom 24. Oktober (»Wir wollen zum Staat werden!«) war nicht die
Drohung mit einem Bürgerkrieg, sondern das Zeichen für die herrschende
Klasse, daß nunmehr die Nationale Faschistische Partei die einzige
Kraft darstellte, die in der Lage war, die staatliche Autorität wiederherzu-
stellen und die politische Einheit des Landes zu sichern. Die Armee hätte
die in Rom versammelten, schlecht bewaffneten und militärisch notorisch
unterlegenen faschistischen Gruppen zur Vernunft bringen können, der
Staat brauchte dem umstürzlerischen Druck nicht nachzugeben. Aber das
Spiel wurde nicht auf militärischer Ebene gespielt.

...

Wenn sich die italienische Demokratie fast kampflos an den Faschismus
ausgeliefert hat, so hat letzterer die Demokratie wieder hervorgebracht,
als er nicht mehr in der Lage war, dem gegebenen politisch-sozialen
Kräfteverhältnis zu entsprechen.
Wie kann die Arbeiterklasse beherrscht werden? Diese Frage war
nach 1943 genauso zentral wie 1919. In Italien beweist das Ende des
Zweiten Weltkriegs noch mehr als in anderen Ländern, daß der Konflikt
zwischen Staaten eine Klassendimension hatte, was man nie rein militärisch
erklären kann. Bei Fiat brach im Oktober 1942 ein Generalstreik
aus. Im März 1943 erschütterte eine Streikwelle Turin und Mailand, in
deren Verlauf versucht wurde, Räte zu bilden. Von 1943 bis 1945
erhoben sich Arbeitergruppen, die mal von der KP unabhängig waren,
mal sich »bordigistisch« nannten; oft waren sie gleichzeitig antifaschi-
stisch, rot und bewaffnet. Das Regime konnte das gesellschaftliche
Gleichgewicht nicht mehr garantieren, während im selben Moment das
Bündnis mit den Deutschen unhaltbar wurde angesichts des Aufmarschs
der Engländer und Amerikaner, die jeder für die zukünftigen Herren
Westeuropas hielt. Das Lager wechseln bedeutete, sich auf die Seite der
zukünftigen Sieger zu stellen, es hieß aber auch, die Arbeiterrevolten und
die Partisanengruppen auf ein patriotisches Ziel mit sozialem Inhalt hin
zu kanalisieren. Am 10. Juli 1943 landeten die Alliierten in Sizilien. Am
24. geriet Mussolini mit 17 gegen 19 Stimmen im Großen Faschistischen
Rat in die Minderheit und trat zurück.
Selten mußte sich ein Diktator der demokratischen Mehrheit fügen.


Gilles Dauvé in «Wenn die Aufstände sterben»

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21. Dezember 2010, 14:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
ratatoskr



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Beitrag Antworten mit Zitat
far hat Folgendes geschrieben:
Man kann kaum von einem Staatsstreich sprechen, sondern von der
Übergabe der Macht mit der Zustimmung der betreffenden Seiten. Der
»Marsch auf Rom« des Duce (der sich damit begnügte, den Zug zu nehmen)
war weniger eine Kraftprobe als eine Inszenierung: Die Faschisten
taten so, als würden sie den Staat angreifen; und der tat so, als würde er
ihnen eine Schlacht liefern; und Mussolini bekam die Macht. Sein Ultimatum
vom 24. Oktober (»Wir wollen zum Staat werden!«) war nicht die
Drohung mit einem Bürgerkrieg, sondern das Zeichen für die herrschende
Klasse, daß nunmehr die Nationale Faschistische Partei die einzige
Kraft darstellte, die in der Lage war, die staatliche Autorität wiederherzu-
stellen und die politische Einheit des Landes zu sichern.


Hab mir gerade vorgestellt wie eine demokratische Herrschaft per Notrecht eine faschistische Machtübernahme verhindert - und mich gefragt wie man diesen Zustand nennen würde :question:
21. Dezember 2010, 14:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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Beitrag Antworten mit Zitat
wo ist denn da die zeitliche grenze wo ein ausnahmezustand zum normalzustand wird. ist es nicht so, dass der notstand als dauerprogramm angelegt ist. gibts probleme, gibts notstand, das ist doch das dauerprogramm der demokratie, da ist der faschismus mit drin.

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21. Dezember 2010, 14:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Käptn Kiff hat Folgendes geschrieben:
wo ist denn da die zeitliche grenze wo ein ausnahmezustand zum normalzustand wird. ist es nicht so, dass der notstand als dauerprogramm angelegt ist. gibts probleme, gibts notstand, das ist doch das dauerprogramm der demokratie, da ist der faschismus mit drin.


Erwischt, das wüsste man dann erst im Nachhinein. Und klar, Demokratien haben den Faschismus ohne Machtwechsel in der Verfassung fest vorgesehen.
Aber: Nur für "Notfälle" und um die Demokratie zu retten. Demokraten sind ja keine Faschisten, sie sind überzeugt dass die Demokratie für ihre Zwecke die angemessenste Herrschaftsform darstellt. Faschisten wollen hartes Durchgreifen und Aufopferung für die Nation und ohne Rücksicht auf private Interessen aus Prinzip. Das würd ich schon unterscheiden.
21. Dezember 2010, 15:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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Beitrag Antworten mit Zitat
"Nur für "Notfälle" und um die Demokratie zu retten. Demokraten sind ja keine Faschisten, sie sind überzeugt dass die Demokratie für ihre Zwecke die angemessenste Herrschaftsform darstellt. Faschisten wollen hartes Durchgreifen und Aufopferung für die Nation und ohne Rücksicht auf private Interessen aus Prinzip"

ja und nein - ja demokraten halten demokratie wie sie so schön selbst immer einräumen für die beste aller schlechten möglichkeiten. dass sie die demokratie aussetzen um die demokratie zu retten ist dann aber ein widerspruch. die retten damit natürlich den staat (und damit auch die möglichkeit zur demokratie). die charakterisierung von faschismus passt mir.

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21. Dezember 2010, 15:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Ungarn demonstriert zu Zeit grad regelmässig, was demokratische Herrschaft in der Krise bedeutet:

http://www.pesterlloyd.net/2010_51/51streikrecht/51streikrecht.html

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21. Dezember 2010, 18:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Hier ein paar Links zu den Ereignissen in Ungarn.

Hier der Link zu Antifa. Mehrsprachig:
http://antifa-hungary.blogspot.com/search/label/deutsch

Hier ein Link zu einem Interview mit dem ungarischen Marxisten G. M. TAMÁS, der bis vor einem Monat im George Lukacs-Archiv gearbeitet hat, von denen nun alle Entlassen wurden:
http://www.perspektiven-online.at/2009/06/13/dreiviertel-faschistisches-klima/

Hier eine Blogartikel zu dem Vorfall:
http://overdose.blogsport.de/2010/11/23/i-am-under-attack/

Ein deutschsprachiger Blog, der sich mit den Ereignissen in Ungarn befasst:
http://pusztaranger.wordpress.com/

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23. Dezember 2010, 19:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Ein ganz normaler Kapitalismus - Eine Auseinandersetzung mit dem vergangenen Staatskapitalismus. von G. M. TAMÁS

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23. Dezember 2010, 23:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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danke für die interessanten links, du internetnerd! godmode

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
24. Dezember 2010, 00:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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Beitrag Antworten mit Zitat
http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=38136

Ungarns völkische Wende im Jahre 2010 - Vortrag von Magdalena Marsovszky

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argumentum ad baculum
27. Dezember 2010, 16:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
Hier ein Link zu einem Interview mit dem ungarischen Marxisten G. M. TAMÁS, der bis vor einem Monat im George Lukacs-Archiv gearbeitet hat, von denen nun alle Entlassen wurden:
http://www.perspektiven-online.at/2009/06/13/dreiviertel-faschistisches-klima/


Starker Tobak...

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29. Dezember 2010, 19:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
O.B.M.F



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G. M. TAMÁS Texte sind sowieso empfehlenswert. Kluger Kopf.

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30. Dezember 2010, 00:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Tamás strikes again:

Das ungarische Desaster

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
03. Januar 2011, 21:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag Nestor zu den Zensuropfern in Ungarn Antworten mit Zitat
Der ganz normale Wahnsinn:

http://nestormachno.blogsport.de/2011/01/05/ungarns-zensuropfer-nr-1/

http://nestormachno.blogsport.de/2011/01/06/zensuropfer-nr-2/
06. Januar 2011, 14:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Beitrag Antworten mit Zitat
Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Tamás strikes again:

Das ungarische Desaster


Zum Anhören !!!
http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=38301

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21. Januar 2011, 13:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Wirken die II



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Beitrag Debatte über den Stand des Klassenkampfs in Ungarn Antworten mit Zitat
Untenstehend ein Link der eine Debatte zwischen Barikad Kolektiva und der IKS über den Klassenkampf in Ungarn widergibt: Barikad Kollektiva in Ungarn - Der Klassenkampf in Ungarn aus internationaler Perspektive

http://de.internationalism.org/welt154_barikad
26. Januar 2011, 22:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Beitrag Antworten mit Zitat
Interview mit Pusztaranger:

http://pusztaranger.wordpress.com/2011/01/25/mediale-aufmerksamkeit-auf-ungarn-extrem-wichtig-interview-mit-pusztaranger/

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31. Januar 2011, 17:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Beitrag Antworten mit Zitat
Konicz: Nationalistischer Neoliberalismus in Ungarn

Zitat:
Bei der Ausgestaltung ihrer Krisensteuer scheinen sich Ungarns Rechtsausleger auch an der Unterscheidung zwischen dem »guten schaffenden« und dem »bösen raffenden« Kapital orientiert zu haben, wie sie auch in faschistischer Propaganda üblich ist: Nur der »produktive Kapitalismus« sei wertvoll, die Spekulanten hingegen gelangten an ihr Geld »auf eine Art und Weise, die notwendigerweise anderen schadet«, tönte Orban während einer Grundsatzrede Mitte 2010. In der Tat ist beispielsweise die Automobilbranche von der Krisensteuer ausgenommen. Im Gegenteil: Die deutschen Hersteller, die erst im vergangenen September Neuinvestitionen in Milliardenhöhe in Ungarn ankündigten, können in der Regel mit Staatssubventionen in Höhe von fünf bis zehn Prozent der Investitionssumme rechnen.

Eine »Flat Tax« zum Wohle der Spitzenverdiener

Dennoch sind fast nur Konzerne aus dem Ausland von diesen Sondersteuern betroffen. Es gibt nämlich nur wenige Großunternehmen, die sich im Besitz ungarischer Eigentümer befinden. Die Maßnahmen der Regierung könnten somit auch als ein nationalistischer Versuch gewertet werden, Handlungsspielräume zu gewinnen und eine einheimische Bourgeoisie in einzelnen Wirtschaftssegmenten zu etablieren.


http://www.konicz.info/?p=1523

Alle Ungarn-Artikel von Konicz:
http://www.konicz.info/?cat=8

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Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
01. Februar 2011, 02:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Beitrag Antworten mit Zitat
O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
Interview mit Pusztaranger:

http://pusztaranger.wordpress.com/2011/01/25/mediale-aufmerksamkeit-auf-ungarn-extrem-wichtig-interview-mit-pusztaranger/


Zitat:
Und wenn es gegen den gemeinsamen Feind geht, sind Fidesz und Jobbik sich sowieso einig. So haben z.B. im Abrechnungsausschuß des Parlamentes Fidesz, Jobbik und LMP (Grüne) zusammen einen Bericht des Jobbik-Juristen Gaudi-Nagy verabschiedet (dessen Verein hat die Rechtsvertretung des Naziverbrechers Sándor Képiró gemacht, der den Nazijäger Zuroff vom Simon Wiesenthal Zentrum letztes Jahr wegen Verleumdung angezeigt hat – siehe z.B. der Spiegel: Die letzte Instanz), in dem Polizeimaßnahmen 2002-2010 gegen randalierende Rechtsextremisten zu „Menschenrechtsverletzungen der sozialistischen Regierung“ („Diktatur“) erklärt werden.

(...)

Kommt drauf an, wen man fragt. Ich persönlich meine, im Parlament nicht. Die Sozialisten sind diskreditiert, und die LMP (Grüne) ist mir sehr suspekt, die präsentieren sich zwar als Alternative, aber stimmen mir zu oft mit Fidesz und Jobbik ab. (Siehe mein Post Grüner Frühling – brauner Herbst?, Oktober 2010)


Der Film Rechtlos zur Situation der Romas. Erinnert stark an die Segregation der Schwarzen in den USA bis zu den 70ern:


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10. März 2011, 20:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Ungarns Gestapo:
http://pusztaranger.wordpress.com/2011/03/13/rechtsextreme-burgerwehr-terrorisiert-roma/
http://pusztaranger.wordpress.com/2011/03/21/rechtsextreme-burgerwehr-plant-nachsten-groseinsatz-roma-kundigen-gegendemo-an/

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24. März 2011, 17:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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Beitrag Faschismus in einem Land? Antworten mit Zitat
Vielleicht ist der Faschismus in einem Land auch nicht möglich... (anders natürlich der Kommnismus, wo es schon seit dem kommunistichen Manifest klar ist, dass der Kommunismus in einem Land nicht möglich ist). Auf jeden Fall scheint mir, dass auch in Ungarn die Arbeiterklasse sich zu regen beginnt, auch wenn mit ziemlich wiedersprüchlichen Slogans, wie das gegen die EU, die als Sündenbock für die missliche Lage in Ungarn herhalten muss. Auf jeden Fall ist es ja die EU die die Sparmassnahmen verordnet hat, von dem her schon mal ein Ansatz der vielleicht wenn man merkt, dass die eigene Bourgeoisie diese Massnahmen letztendlich durchdrückt, die genau so verantwortlich für die Misere sind. Dieser Widerstand kann dann vielleicht dazu führen, auf eine umfassendere Sichtweise zu kommen, woher die Krise kommt und wie man sie bekämpft.

http://meta.tagesschau.de/id/47861/budapest-zehntausende-demonstrieren-gegen-eu-sparpolitik
10. April 2011, 11:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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http://jungle-world.com/artikel/2011/14/42952.html

Zitat:
Die Rechtsextremen haben eine Bürgerwehr gebildet, schon seit zehn Tagen »patrouillieren« sie im Dorf. Immer wieder bauen sie sich bedrohlich vor den Häusern der Roma auf. Einige haben Peitschen und Äxte. Unbeobachtet kommt niemand mehr bis zum Dorfladen oder auch nur zum Nachbarn. Mit Uniformen und Befugnissen hat sich die rechte Bürgerwehr selbst ausgestattet. Sie nennt sich Szebb Jövöert (»Schönere Zukunft«) und ihr Auftreten in diesem kleinen Dorf am Fuß des Matra-Gebirges hat im ganzen Land für Aufsehen gesorgt. »Ungarn hört in Gyöngyöspata auf«, war auf dem Nachrichtenportal index.hu zu lesen. Hier sei das staatliche Gewaltmonopol einer selbsternannten Bürgerwehr übergeben worden. Diese Bürgerwehr wird von der Menschenrechtsorganisation Tasz als ein inoffizieller Nachfolger der 2008 verbotenen paramilitärischen Organisation Ungarische Garde eingestuft.

Ungestört von der großen Aufmerksamkeit in den Medien schüchtern die rechten Militanten morgens die Kinder der Roma-Familien auf dem Weg zur Schule ein, nehmen eigenmächtig Personenkontrollen vor oder hindern Roma am Betreten bestimmter Straßen. Die örtliche Polizei stört das nicht.


http://pusztaranger.wordpress.com/2011/04/18/gyongyospata-paramilitarische-schiesubungen-am-osterwochenende/

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22. April 2011, 13:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
lazlo wanda



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Passt vielleicht hier rein:
Die Schweiz und ihr Umgang mit den Roma:

Bergier-Bericht zur Zigeunerpolitik

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Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
22. April 2011, 18:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Zitat:
Deutschlandradio, Podcast:
„Ich sollte es nicht so drastisch sagen, aber die Zigeuner sind einfach
Ungeziefer. Ich würde es hier machen, wie in Amerika. Kommen Sie bei
einem durch die Pforte, einfach abknallen“ – Reportage aus der Jobbik-“Musterstadt“ Tiszavasvári.

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/05/04/dlf_20110504_0750_81ef1c8e.mp3

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07. Mai 2011, 12:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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Konicz: Neofaschismus und Krise in Osteuropa

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19. Juni 2011, 23:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Sie kommt: Zwangsarbeit für Roma / Sozialhilfeempfänger

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24. Juni 2011, 21:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Heute Straßenblockaden in Ungarn

Bahnstreik wegen Rechtsunsicherheit abgesagt

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29. Juni 2011, 22:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag arbeit macht frei Antworten mit Zitat
http://www.20min.ch/news/ausland/story/Ungarn-will-Beduerftige-zur-Arbeit-zwingen-16815181
und nach dem lesen der comments spricht mir der satz in meiner signatur wieder mal voll aus der gefühlslage.

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12. Juli 2011, 14:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Hallo,
der Buchladen Gondolkodó hat folgenden Spendenaufruf an verschiedene Organisationen und Personen gesendet.


Zitat:
Solidaritätsaufruf des Autonomen Buchladens Gondolkodó in Budapest (Gondolkodó Autonóm Antikvárium Gondolkodó )

Seit mehreren (nunmehr 18) Jahren ist der Buchladen Gondolkodó der einzige funktionierende Infoladen in Osteuropa. Er fungiert gleichermaßen als Treffpunkt, Vetriebstelle für linke Literatur als auch Archiv für Texte der ArbeiterInnenbewegung . Nun muss er dringend renoviert werden, da die Wände feucht und schimmlig sind, der Putz von der Decke fällt, die Regale wacklig sind, das Abflussrohr verstopft ist etc. Der Zustand der Bibliothek hat sich zunehmend verschlechtert und der Vertreib von Publikationen wird unter diesen Umständen immer schwieriger. Da wir die Kosten einer vollständigen Renovierung nicht alleine tragen können, sind wir dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen um die dringendsten Arbeiten durchführen zu können. Bitte unterstützt uns bei diesem Vorhaben nach Maßgabe Eurer Möglichkeiten (wenn ihr 10 Euro schicken könnt tut dies, wenn ihr mehr Geld habt, auch größere Beträge). GenossInnen, AktivistInnen und UnterstützerInnen bitte verbreitet diesen Solidaritätsaufruf und unterstützt uns.
Wir danken für Eure Hilfe im Namen internationalistischer proletarischer Solidarität.
Geld kann an folgende Bankverbindung geschickt werden:

Baki László
HU23 1040 3301 8675 5557 8750 1003
Swift code: OKHBHUHB

Gondolkodó



Diese Gruppe unterhält mit verschiedenen Organisationen politische Beziehungen. Die IKS hat mehrere Male in Ungarn an Diskussionsveranstaltungen teilgenommen und hat auch mehrere Artikel von Ihnen veröffentlicht sowie auch eine Diskussionsartikel (der auch schon weiter oben gepostet wurde) über den Stand des Klassenkampfes in Ungarn geschrieben.

Hier der Link dieser Gruppe:
http://www.gondolkodo.cjb.net/

Auf jeden Fall eine Gruppe, die in der Tradition der ungarischen Arbeiterklasse steht, und unmissverständlich das bestehende System bekämpft. Verbreitet den Spendenaufruf!
17. Juli 2011, 10:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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interview mit tamás:
http://www.linkswende.org/5243/Gaspar-Miklos-Tamas-Ich-bin-tief-beschaemt

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A slave is one who waits for someone to come and free him. - Ezra Pound
13. November 2011, 19:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Was ist eigentlich davon zu halten? Demokratieidealisten?

Demonstrationen in Budapest: Zehntausende Ungarn protestieren gegen neue Verfassung

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
04. Januar 2012, 06:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Neuer Artikel von Konicz. Lage in Ungarn wird immer dramatischer.

Ungarn auf Pleitekurs

Zitat:
Zu den Verlierern dieser Auseinandersetzungen werden die Lohnabhängigen Ungarns gehören, die in jedem Fall die Hauptlast der kapitalistischen Systemkrise tragen: Sowohl aufgrund neuer, von EU und IWF geforderter »Sparprogramme« als auch im Gefolge des Wirtschaftseinbruchs, der beim Scheitern eines Kreditprogramms zu erwarten ist. Der bornierte wirtschaftliche Nationalismus Orbáns, der Ungarns ökonomische Souveränität wiederherstellen sollte, ist bereits jetzt gescheitert.


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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
09. Januar 2012, 01:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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http://orf.at/stories/2139424/

Ungarns Roma gründen Selbstschutzgruppe

edit: Und hier noch ein wirklich interssanter Text zu der ganzen Scheisse: http://www.pesterlloyd.net/html/1236romagarde.html

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
06. September 2012, 17:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Savo



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die genossen in ungarn brauchen unsere unterstützung:

Zitat:
Solidarity appeal for the renovation of Gondolkodó Autonóm Antikvárium (Gondolkodó Autonomous Bookshop) 2012 summer

The Gondolkodó Autonomous Bookshop is the only workers’ movementary distribution place, library and meeting-place in the East Central European region (namely in Hungary) which has been functioning continuously for many years (now for 19 years). Now this place must be renovated because the walls are wet and mouldy, the mortar has been falling, the sets of shelves are rickety, the drainpipe is often clogged up etc. The condition of the library has been worsening gradually and also the distribution of publications is harder under these circumstances.

Since we can not pay for all the costs of the general renovation we ask for your financial help in order that we could do the renovation during the summer . Please support this aim according to your possibilities (if you can send 10 Euros then do it, but if you have more money you can send bigger amount).

Comrades, activists and sympathisers, please spread our solidarity appeal and support us!


Greetings,


Gondolkodó Autonóm Antikvárium

new website: 
http://gondolkodo.mypressonline.com/

gondolkodo@citromail.hu

Thanks for your help in the name of internationalist proletarian solidarity!

The money should be sent to this bank account:

Baki László

HU23 1040 3301 8675 5557 8750 1003

Swift code: OKHBHUHB


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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
24. September 2012, 18:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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http://www.pesterlloyd.net/html/1250studentenprotestemontag.html

Zitat:
Zusammenfassung: Landesweite Studentenproteste für Mittwoch angekündigt - erste Demos schon Montag in Budapest - Brücken blockiert - Marsch zum Parlament - Regierungsbüros in Szeged und Miskolc besetzt, Petitionen überreicht - Minister bestellt Studentenvertreter zum Gespräch


Wie es aussieht will FIDESZ den Zugang zur Uni stark einschränken...

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11. Dezember 2012, 13:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
far



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Zitat:
Der Springer-Konzern besitzt in Ungarn 30 Zeitschriften, zehn Zeitungen und ist der größte Verlag des Landes. Von Regionalzeitungen über die wichtigste Sonntagszeitung VASÁRNAP REGGEL bis zu populären Programm-, Frauen-, Wohn-, Jugend-, Rätsel- und Autozeitschriften: Springer ist vom Monopol nicht weit entfernt. Solch ein Medienmoloch pägt natürlich auch das gesellschaftliche Klima. Der Umsatz der Gruppe liegt bei einer halben Milliarde Euro. Und seit Springer mit der Gratiszeitung METROPOL kooperiert, ist der Konzern eng mit der Orban-Regierung verbandelt. Denn das Anzeigenblatt gehört dem Wirtschaftschef der rechtskonservativen Regierungspartei Fidesz-MPSZ, Lajos Simicska. Wen wundert es, dass keine der Springer-Zeitungen gegen die Mediengesetze der Regierung protestiert hat: Wo so viel Geld verdient wird, da ist vornehme Zurückhaltung geboten.

(...)

Dem ungarischen Radio-Moderator Attila Mong fiel auf: "Die wichtigen deutschen Medienkonzerne, die in Ungarn, sind praktisch stumm geblieben, bevor das (Medien-) Gesetz in Kraft trat und auch während der Diskussion über das Gesetz." Zu den wichtigen deutschen Medienkonzern gehört auch der Sender RTL , der sich mit ProSiebenSat1 den ungarischen TV-Markt teilt. RTL ist im Besitz des Bertelsmann-Konzerns. Dieser Gütersloher Medien-Betrieb wird von Liz Mohn befehligt. Da auch Frau Mohn eine gute Freundin von Frau Merkel ist, ist das Schweigen der Merkel verständlich. Wer will schon jene beste Freundinnen gegen sich aufbringen, denen die mediale Macht gegeben ist jeden deutschen Wahlkampf zu entscheiden?


http://www.rationalgalerie.de/archiv/index_1_674.html

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15. März 2013, 10:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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Nach massiven Protesten zieht Orban seine geplante Internet-Steuer zurück. Ist so etwas wie eine Bewegung gegen Fidesz und noch weiter Rechtsaussen am entstehen?

http://pusztaranger.wordpress.com/2014/10/31/orban-zieht-internetsteuer-vorerst-zuruck/

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01. November 2014, 08:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Erneut Proteste in Ungarn. Diesmal gegen Sparmassnahmen. Allerdings kleiner:

http://www.wsws.org/de/articles/2014/12/20/unga-d20.html

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21. Dezember 2014, 19:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Arbeitszwang Antworten mit Zitat
Ungarn zeigt sich avantgardistisch und führt den Arbeitszwang ein:

Zitat:
Nun sollen sie, so sieht es die vorliegende Gesetzesänderung vor, nicht auf eigenes Verlangen, sondern auf Anforderung "kleinerer und mittlerer Betriebe" Saisonarbeiten nicht nur annehmen dürfen, sondern, wenn der verantwortliche Ortsvorsteher, also der Dienstgeber der Kommunalbeschäftigten es anweist, annehmen müssen, andernfalls würden sie für drei Monate vom staatlichen Programm und damit von Geldzahlungen ausgeschlossen. Sollten sie die Saisonarbeit - aus welchen Gründen immer - kündigen oder der Vertrag in "gegenseitigem Einverständnis" aufgehoben werden, droht ihnen das gleiche.

Welchem Unternehmen sie für wie lange und zu welchen Konditionen zugeteilt werden, liegt im Ermessen der Kommune als verlängerter Arm des Innenministers. Widerspruchsrechte gibt es keine. Qualifikation, Wohnort, familiäre Lebenssituationen spielen keine Rolle. Der "Lohn" wird der gleiche sein wie im staatlichen Programm, also maximal 79.100 Forint brutto, nach Abzügen (auch dieser Lohn unterliegt der "Flat tax" und Sozialabgaben) 52.000 Forint netto im Monat, bei einer 40-Stunden-Woche, auch fern des Wohnortes. Das sind rund 170 EUR, 130 EUR weniger als der "gesetzliche Mindestlohn" und rund ein Fünftel des ung. Durchschnittsverdienstes. Der private Arbeitgeber zahlt dem Staat lediglich eine Leihprämie von 500 Forint, also 1,70 EUR pro Tag und Arbeitskraft.

http://www.pesterlloyd.net/html/1526koezmunkasaisonarbeit.html


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
28. Juni 2015, 23:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Riots in Flüchtlingslager Antworten mit Zitat
Riots in einem Flüchtlingslager in Debrecen:

Zitat:
Fighting erupted at a migrant camp in the eastern city of Debrecen, Hungary on Monday, Euronews reports.

Some 150 police officers, some using teargas were called to restore order. Rubbish had been set on fire and rocks were thrown after a dispute between two migrants grew into a full blown riot.

http://www.independent.mk/articles/19148/Riot+Breaks+out+at+Hungarian+Migrant+Camp


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
30. Juni 2015, 18:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Nazi schmuggelt Migranten Antworten mit Zitat
Der ehemalige Anführer der "Neuen ungarischen Garde" (mittlerweile aufgelöste Jobbik-Miliz) ist wegen Menschenschmuggel angeklagt:

Zitat:
The former leader of the now-defunct New Hungarian Guard, which had close connections to the radical nationalist Jobbik party, has been accused by police of organising the trafficking of illegal migrants to the Hungarian capital Budapest.

Róbert Kiss and an associate were caught in the act by Hungary’s counter-terror police unit (TEK) in the early hours of Tuesday morning when they were agreeing on the transportation of five Syrian migrants at the settlement of Röszke, on the Serbian border. Kiss was taken to a police station in the nearby city of Szeged and accused of assisting illegal residence in Hungary. Footage shot on the scene by TEK suggests that Kiss and his associate earned thousands of euros from illegally transporting migrants.

http://hungarytoday.hu/news/former-head-jobbiks-defunct-paramilitary-wing-arrested-trafficking-illegal-migrants-budapest-46316


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24. Juli 2015, 12:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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