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Schweiz: Sparpakete und Widerstand

 
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Schweiz: Sparpakete und Widerstand
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Melnitz



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Das hier scheint mir einen eigenen Thread wert, da es uns wohl noch eine Weile begleiten wird. Beinahe unbemerkt neben dem medialen Gekläffe um die 1:12 Initiative schreiben fast alle Kantone rote Zahlen durch die Krise und versuchen Sparpakete durchzuboxen:

http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/kantone-auf-bleiernen-fuessen-1.18185045

http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/16-kantone-schnueren-ein-sparpaket-1.18133071

Im Gegenzug hat sich in verschiedenen Kantonen so was wie Widerstand formiert. Schon in einer ersten Runde ist Widerstand geleistet worden (St. Gallen, Luzern, …), dieser ging aber eigentlich nie über Demos hinaus. Die Einschnitte der jetzigen Sparrunde sind aber viel massiver und betreffen häufig auch Bildungseinrichtungen. Wir können gespannt sein, wie weit die „Bewegung“ diesmal geht.

Bern

Der Kanton Bern krebst schon länger und schreibt rote Zahlen. Jetzt wird ein grosses Sparpaket geschnürt, über das demnächst abgestimmt wird. Konsequenzen daraus sind z.B. die Schliessung des Ausbildungszentrums für Pflegefachkräfte in Thun (vgl. Schweiz-Thread) oder die Schliessung einer grossen Lehrlingswerkstatt in Bern, aber auch weitere Institutionen im Gesundheits- und Bildungsbereich sind betroffen. Das treibt die BernerInnen auf die Strasse und es ist am 16. November eine weitere Demo angesagt:

http://www.derbund.ch/bern/kanton/Sparpaket-treibt-betroffene-Berner-auf-die-Strasse/story/29864613


Luzern

Die Kantons- und Berufsschulen werden aus Spargründen eine Woche länger geschlossen. Die SchülerInnen und LehrerInnen gehen auf die Barrikaden. Das Wort Schülerstreik geistert in den Medien rum. Fragt sich allerdings, ob es so toll ist, für mehr Schule zu streiken mr green

http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/empoerung-ueber-shutdown-an-luzerner-schulen-1.18180610

http://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/17381126


Aargau

Auch im Aargau soll im Bildungswesen eingespart werden. Die LehrerInnen wehren sich:

http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/heftige-vorgeplaenkel-um-sparpakete-1.18182206

http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/jetzt-protestieren-auch-die-musiklehrer-gegen-das-sparpaket-in-der-bildung-127375504


Neuchâtel

Im Kanton Neuenburg soll in der Gesundheitsbereich die Schrauben angezogen werden. Der Gesamtarbeitsvertrag, um den es schon in der Auseinandersetzung rund um La Providence ging, ist erneut gekündigt worden und soll verschlechtert werde. Unter anderem darum soll an diesem Samstag um 11 Uhr demonstriert werden:

http://www.lecourrier.ch/116283/grande_manifestation_sociale_samedi_a_la_chaux_de_fonds

Zürich

In Zürich wird das Literaturmuseum Strauhof geschlossen. Widerstand dagegen organisiert sich vorderhand über eine Petition.

http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/uebersicht/der-strauhof-schliesst-seine-tueren-1.18180704

http://www.proliteratur-strauhof.org/

In Winterthur hat sich mittlerweile eine Facebook-Gruppe gegen den Abbau gegründet. Diese wird wohl von den GenossInnen Juso-Funke betrieben.

https://www.facebook.com/NeinZuEffort14


To be continued…

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14. November 2013, 13:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Auch im Kanton Appenzell Ausserrhoden gibts ein Sparpaket. Hier wehren sich nur die Gemeindepräsidenten:

Gemeindepräsidenten wehren sich gegen Sparpaket

Zitat:
HERISAU. Die Ausserrhoder Gemeindepräsidenten wehren sich dagegen, dass der Kanton aus Spargründen jährlich Ausgaben von 5,3 Millionen Franken auf die Gemeinden überwälzen will. Der Kanton müsse zuerst den Tatbeweis erbringen und bei sich selber sparen.


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15. November 2013, 00:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Auch der Kanton Schwyz ist dabei:

Schwyzer Regierung schnürt ein Sparpaket mit 70 Vorschlägen

Zitat:
Der Kanton Schwyz will seinen Staatshaushalt nicht nur mit mehr Steuereinnahmen, sondern auch mit weniger Ausgaben in den Griff bekommen. Der Regierungsrat hat ein Paket mit 70 Massnahmen in die Vernehmlassung geschickt mit einem Sparvolumen von 20 Millionen Franken.


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15. November 2013, 00:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Auch im Kanton Graubünden schnürt man am Sparpaket. Diesmal in der Stadt Chur und in der Bildung:

Kampf um zweisprachige Schulen in Chur spitzt sich zu

Zitat:
Knapp eine Woche vor der entscheidenden Gemeinderatssitzung zum Churer Sparpaket mehren sich die kritischen Stimmen zu der vom Stadtrat geplanten Aufgabe der zweisprachigen Schulen.


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15. November 2013, 00:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Während man im Kanton Baselland weniger auf ein Sparpaket, eher auf "mehr Disziplin beim Budget" setzt. Der Effekt dürfte der gleiche sein.

Mehr Disziplin beim Budget statt Sparpaket: Das sind die Visionen des Finanzdirektors

Nachdem ein Sparpaket an der Urne verworfen wurde:

Baselbieter Regierung will verworfenes Sparpaket erneut an die Urne bringen

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15. November 2013, 00:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Auch in Solothurn ist man mit von der Partie:

http://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/kanton-solothurn/regierung-will-jaehrlich-bis-zu-150-millionen-sparen-sparmassnahmen-treffen-alle-127297007

Während der SGB auf die Sparpakete mit Relativierungen reagiert:

Sturm auf die Sparpakete

Zitat:
Die Haushalte der Kantonedrohen aus dem Lot zu geraten. Kein Anlass zur Sorge, heisst es an der Delegiertenversammlung des Gewerkschaftsbundes.


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15. November 2013, 00:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Bericht von der gestrigen Demo in der Berner Zeitung:

Hunderte demonstrieren gegen Sparpaket im Kanton Bern

Zitat:
Mehrere hundert Menschen haben am Samstag in Bern gegen das Sparpaket der Kantonsregierung demonstriert. Sie warnten vor einem «sozialen Kahlschlag» und riefen den Grossen Rat zu Korrekturen auf.


Während sich Thun nun nach der Initiative gegen die Schliessung des Gesundheitsausbildungszentrum nun auch gegen die Schliessung des "Gymers" (Gymnasium) zu wehren versucht:

6'000 Unterschriften gegen Gymer-Schliessung

Zitat:
Die Schülerinnen und Schüler des Thuner Gymnasiums Seefeld kämpfen um den Fortbestand ihres Gymers. Sie haben mehr als 6'000 Unterschriften für ihre Petition «Pro Seefeld» gesammelt.


Und obwohl Petitionen kaum helfen werden und die Demos definitiv noch grösser werden müssten, hat die Berner Zeitung bereits Angst, es würde dann nicht "richtig" gespart:

Standpunkt: Die Berner Trägheit vor der Spardebatte

Zitat:
Die Berner Politiker und Lobbys scheuen vor dem Sparen zurück, bevor sie richtig damit begonnen haben. In der Spardebatte, die nächste Woche beginnt, ist aber der Wille gefordert, Bestehendes infrage zu stellen.


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17. November 2013, 14:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Die Stadt Zug hat ihr Sparpaket bereit im Juli beschlossen:

Stadtrat hat ein Sparpaket von über 2 Mio. Franken geschnürt

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17. November 2013, 14:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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In La Chaux-de-Fonds waren es 500 bis 600 an der Demo:

Grande manifestation contre l'austérité à La Chaux-de-Fonds

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17. November 2013, 14:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Das witzige ist ja, dass der Kanton Neuchâtel eine sozialdemokratische Regierung hat. Der Präsident des Regierungsrates, ein Sozialdemokrat, wurde bei einer versuchten Rede heftig ausgepfiffen:

Le président du Conseil d'Etat neuchâtelois a été copieusement sifflé lors d'une manifestation

Zitat:
Il s'exprimait devant les manifestants venus dénoncer les décisions d'économie du gouvernement à majorité socialiste.


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17. November 2013, 14:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Die NZZ aus bürgerlicher Sicht über die Finanzsituation in Winterthur:

Vom Wohnparadies zur Steuerhölle

Zitat:
In Winterthur lebt es sich gut. Die Stadt gibt viel Geld aus für Soziales und Kultur. Nun hat sie ein Finanzproblem. Sie versäumte es, gute Steuerzahler und Firmen anzulocken.


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17. November 2013, 16:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Nicht nur die Kantone, auch die Städte schreiben rote Zahlen und müssen sparen:

Mehrheit der Schweizer Städte schreibt rote Zahlen

Zitat:
Eine Liste der Budgetanträge zeigt: Viele Gemeinden rechnen für das nächste Jahr mit einem Minus im Haushalt. Das liegt nicht zuletzt an den steigenden Kosten im Schul- und Sozialwesen.


Noch ein Artikel zur Stadt Winterthur:

Erwachen mit einem Kater

Zitat:
Keine Schweizer Stadt hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten so rasant erneuert wie Winterthur. Doch nun zeigt sich die Schattenseite des lange forcierten Wachstumskurses.


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18. November 2013, 00:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Heute in Bern weitere Demo gegen Sparpaket der Behindertenverbände:

Tausende demonstrieren gegen Sparmassnahmen

Zitat:
Die bernischen Grossräte haben sich am Montagmittag zum Auftakt der Novembersession ihren Weg zum Berner Rathaus durch 1500 bis 2000 Behinderte, Betreuer und Angehörige bahnen müssen.


Der Bericht bei Schweiz aktuell zeigt schon auf, dass viele Leute von den Sparpaketen betroffen sind. Politiker erhalten scharenweise Briefe:

http://www.srf.ch/player/tv/videoembed?id=ba7e49c9-a820-4684-9097-74ba45cf097b&width=640&height=360&mode=embed&autoplay=true

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18. November 2013, 22:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Montag Demo in Genf gegen Sparpaket:

http://www.solidarites.ch/geneve/index.php/geneve/703-budget-ville-droite

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24. November 2013, 02:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Drei Artikel, die sich nicht nur auf einen Kanton oder auf bestimmte Segmente (Bildung, Gesundheit, usw.) beschränken, sondern die ganze Ladung von Sparpakten zu betrachten versuchen:

In der aktuellen Ausgabe von di schwarzi chatz der FAU Bern folgende zwei Artikel:

• Sozialer Kahlschlag im Kanton Bern
Die Sparprogramme sind ein Angriff auf die Lohnabhängigen

• Sparfieber
Bern ist nicht der einzige Kanton, der Sparpakete schnürt

Aus dem Text:

Zitat:
Das Sparpaket trifft nicht ausschliesslich das Staatspersonal und Menschen, die auf staatliche Leistungen angewiesen sind. Laut Karl Marx entspricht der Lohn im Schnitt dem Wert der Arbeitszeit, die es braucht damit sich eine Arbeitskraft physisch und psychisch erneuern kann. Das Reproduktionsniveau ist nicht immer und überall gleich. In Ländern wie der Schweiz beinhaltet der Lohn z.B. nicht nur eine ausbezahlte Menge Geld, sondern auch einen „Soziallohn“. Damit gemeint sind die Dienstleistungen, die den Lohnabhängigen kostenlos oder gegen einen symbolischen Betrag zur Verfügung stehen und zur sozialen Reproduktion beitragen z.B. Bildung, Pflege, Betreuung oder Wohlfahrt. Dass der Regierungsrat das Sparmesser genau hier ansetzen will, kommt daher einem Angriff auf alle Lohnabhängigen gleich.



Ein etwas älterer Artikel auf der Homepage des Funken:

Sparen, kürzen, streichen – Nicht mit uns!

Der dann aber in gewohnten Gedankenspielen endet, wie die SP irgendwie antikapitalistisch zu wenden wäre oder so:

Zitat:
Es ist also Aufgabe der Sozialdemokratie mit der kapitalistischen Logik zu brechen; aufzuzeigen, dass der Kampf der Thurgauer öffentlichen Angestellten der selbe ist wie der der Berner, aber auch der selbe wie der Kampf für eine vernünftige AHV. Die SP muss sich kompromisslos jeglichen Sparmassnahmen entgegenstellen. Insbesondere auch dort, wo sie in der Regierung ist. Ihre Exekutivpolitiker müssen ihre Autorität gegen die Sparmassnahmen öffentlich einsetzen, die Umsetzung der bürgerlichen Sparmassnahmen verweigern und schliesslich zurücktreten, falls die Bürgerlichen daran festhalten. Die sollen ihre Politik selber umsetzten. Das prinzipienlose Anpassen an die bürgerliche Mehrheit ist fatal für die ganze Partei. Die SP muss es schaffen ihre Regierungsmitglieder an das Parteiprogramm und an ihr Wahlprogramm zu binden und die Anpassung an die Bürgerlichen sofort sanktionieren. Was nützen uns Vertreter, welche bürgerliche Politik machen?

Letzen Endes wird die Bedeutung dieser Kämpfe vor allem auch darin liegen, dass sie die unmenschliche Logik des Kapitalismus für breitere Schichten der Lohnabhängigen konkret fassbar und verständlich machen werden. Es gilt diese hinter ein Programm zu scharen, welches mit der Kapitalistischen Logik bricht und den Weg zu einer sozialistischen Gesellschaft weist.


Das Flugblatt des Aufbaus zur Demo vom 16.11.:

http://www.aufbau.org/index.php/arbeitskfe-mainmenu-109/allgemein-mainmenu-110/1588-flugblatt-zum-sparpacket-in-bern-16-11-13

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25. November 2013, 00:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Das läuft in Luzern:

Luzerner Kantonsschüler formieren sich für den Widerstand

Zitat:
Sie gründen einen Dachverband, um sich gegen den jüngsten Sparvorschlag der Luzerner Regierung zu wehren, wonach die höheren Schulen eine zusätzliche Woche geschlossen werden sollen. Betroffen wären neben den Kantons- auch die Berufs- und Fachmittelschulen.


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25. November 2013, 01:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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In der Schweiz brauchts scheinbar wenig um Sparmassnahmen abzuwenden. In Bern wurde drei Massnahmen (BZ Pflege in Thun, Lehrwerkstätten und Gartenbauschule Oeschberg in Bern) zurückgenommen, nachdem es jeweils eine Petition und in zwei Fällen eine Demo gab:

Erfolg für Studierende und die Gewerkschaft Unia: BZ Pflege bleibt in Thun


Zitat:
Den Studierenden des BZ Pflege und der Gewerkschaft Unia ist es gelungen, die unsinnige Schliessung des Schulstandortes Thun zu verhindern. Im Rahmen des kantonalen Sparprogramms sollte dieser nach Bern verlagert werden. Mit einer erfolgreichen Petition und einer Kundgebung hatten sie den Erhalt des Standortes gefordert.


Grosser Rat stellt sich hinter Gartenbauschule Oeschberg

Zitat:
Die kantonale Gartenbauschule Oeschberg wird nicht geschlossen, sondern muss lediglich mit anderen Institutionen dieser Art zusammenarbeiten. Das hat der bernische Grosse Rat beschlossen. Auch hinter die Lehrwerkstätten Bern stellt er sich.


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27. November 2013, 10:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Während der Funke also die Juso aufbaut, wurde in Thun die Zusammenführung der zwei Gymnasien über die Bühne gebracht und somit das Gym Seefeld faktsich aufgelöst:

http://www.srf.ch/news/regional/bern-freiburg-wallis/fertig-mit-russisch-und-griechisch-an-den-berner-gymnasien

In Luzern soll es am 9./10. Dezember eine Entscheidung über das Sparpaket geben. Ob es bis dann Widerstand geben wird, wird sich weisen.

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28. November 2013, 00:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Melnitz hat Folgendes geschrieben:
In Luzern soll es am 9./10. Dezember eine Entscheidung über das Sparpaket geben. Ob es bis dann Widerstand geben wird, wird sich weisen.


In Luzern hat sich eine FB-Gruppe "Lernende gegen die Sparwut" gebildet:

https://www.facebook.com/pages/Lernende-gegen-die-Sparwut/236830046486176

Es gibt am 9. Dezember um 9 Uhr eine symbolische Aktion und Demo, an der die Bildung zu Grabe getragen wird:

https://www.facebook.com/events/254563301365648/

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01. Dezember 2013, 20:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Luzern

Schüler wollen Bildung zu Grabe tragen

Zitat:
Die Luzerner Kantonsregierung schlägt vor, mit einer zusätzlichen Ferienwoche an den Berufs- und Kantonsschulen in den Jahren 2014 und 2015 weitere 8 Millionen Franken einzusparen. Befragungen von zentral+ vor wenigen Tagen zeigten, dass der «Zwangsurlaub» schlechte Karten hat und teilweise sogar auf massiven Protest stösst. Nun überrascht die Planungs- und Finanzkommission des Kantons mit einer klaren Haltung (siehe Box) und die Schülerschaft geht – erneut – auf die Strasse.



Bern

Bern bleibt bei Sparpaket fast auf Kurs

Zitat:
Der Kanton Bern muss ein strukturelles Defizit von fast einer halben Milliarde abbauen. Diese Woche zeigte das Kantonsparlament, dass es vor dieser Aufgabe nicht zurückschreckt.


Ein Sparpaket mit enormer Wucht

Zitat:
Die Spardebatte im Grossen Rat des Kantons Bern bringt die bürgerlichen Parteien vor den Wahlen in eine heikle Lage. Ein Leitartikel.


Bürgerliche fordern nächstes Sparpaket

Zitat:
Nach der Spardebatte ist vor der Spardebatte: Die bürgerlichen Parteien im bernischen Grossen Rat fordern ein neues Massnahmenpaket, um die Kantonsfinanzen nachhaltig zu sanieren.



Aargau

SP will Sparpaket zu Fall bringen, scheitert aber an bürgerlicher Mehrheit

Zitat:
Die SP beantragte im Grossen Rat, das Sparpaket der Jahre 2015 – 2017 abzulehnen. Sie scheiterte damit mit 35:81 Stimmen deutlich an der bürgerlichen Mehrheit.


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01. Dezember 2013, 21:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Berner LehrerInnen machen eine Streikbefragung, was wohl einer Urabstimmung entspricht. Sie geht aber bis 31. Januar 2014:

Lehrerinnen und Lehrer Bern LEBE: Streikumfrage ist gestartet


In Zürich hat das Strauhof Komitee 5000 Unterschriften zur Erhaltung des Literaturmuseums übergeben:

http://www.srf.ch/news/regional/zuerich-schaffhausen/mehr-als-5000-unterschriften-fuers-literaturmuseum-strauhof

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04. Dezember 2013, 22:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Das Sparen geht fröhlich weiter. Here we go:

Obwalden

Alpnach droht mit massivem Sparpaket

Zitat:
Schluss mit freiwilligem Kindergarten und Schwimmunterricht, Schliessung der Bibliothek, Kürzung der Sozialhilfe und noch vieles mehr: Der Alpnacher Gemeinderat hat eine lange Sparliste erstellt. Dies für den Fall, dass das Volk am 15. Dezember die Steuererhöhung ablehnt.



Graubünden

Samedan sagt Ja zu höheren Steuern

Zitat:
Samedan erhöht die Steuern und bewilligt das Sparpaket. Die Gemeindeversammlung ist dem Antrag des Gemeinderates gefolgt und hat der Steuerfuss-Erhöhung von 75 auf 95 Prozentpunkte deutlich zugestimmt und ein rigoroses Sparpaket bewilligt.


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06. Dezember 2013, 23:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Luzern

Obwohl der Wille zu den Zwangsferien unter dem öffentlichen Druck faktisch zusammengebrochen und es schon vorher klar war, dass die Vorlage abgelehnt wird, kamen heute 1500 SchülerInnen an die Demonstration:

Keine Sparferien für Luzerner Schüler (Video ganz unten)

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09. Dezember 2013, 17:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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SRFl war reichlich optimistisch mit den Zahlen. Blick am Abend spricht von 500 bis 600 SchülerInnen. Trotzdem: Im Unterschied zum Gymnasium in Seefeld / Thun, wo der Widerstand sich in einer Petition und nachfolgender Enttäuschung erschöpfte, gibt es in Luzern mittlerweile doch sowas wie eine Tradition des Widerstandes. Auch wenn viele der aktiven SchülerInnen bei JuSo, Junge Grüne und sogar bei den Jungen Freisinnigen aktiv sind und es inhaltlich einiges zu kritisieren gäbe. Immerhin hat die Sache wieder eine eigene Dynamik angenommen: ursprünglich war nur eine symbolische Aktion mit 30 Nasen geplant..

Schüler-Demo gegen Sparwahn: «Wir werden auch nächstes Jahr hier stehen»

Zitat:
Knapp 600 Personen haben heute Morgen an der Schülerdemo teilgenommen.




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09. Dezember 2013, 21:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Während in Winterthur das Stadtparlament in einer grotesken Sitzung 50 Seiten eines "Spar-Drehbuches" durcharbeitet und der Landbote live die absurden Statements der Parlamentarier postet:

Budgetdebatte läuft und läuft und läuft...

Zitat:
Der Gemeinderat hat um 22 Uhr 27 Seiten des 50-seitigen "Spar-Drehbuchs" abgearbeitet. Unterdessen sind über 9 Millionen eingespart.


Schlägt die marxistische Strömung in der Juso eine Programmdebatte vor:

Der Kampf gegen Sparpakete ersetzt die Programmdebatte nicht!

Zitat:
Die Geschäftsleitung (GL) der JUSO Schweiz versucht der Debatte um ein Aktionsprogramm aus dem Weg zu gehen. Ihr Projekt geht zwar in die richtige Richtung, bringt aber nicht die nötige politische Tiefe mit sich, um unsere Partei auf die politischen Kämpfe der kommenden Jahre vorzubereiten und einen Weg zur Überwindung des Kapitalismus aufzuzeigen. Wir rufen deshalb unsere GenossInnen dazu auf unser Bestreben für eine Aktionsprogrammdebatte zu unterstützen.


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09. Dezember 2013, 23:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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In Luzern wurden die Zwangsferien abgelehnt, dafür wurden die Steuern erhöht:

Luzern korrigiert seine Tiefsteuerstrategie

Zitat:
Im Kanton Luzern jagt ein Sparpaket das andere. Doch nun sorgen sich auch Bürgerliche und Unternehmen, dass die staatlichen Kernaufgaben gefährdet sind.


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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
11. Dezember 2013, 11:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zug

Auch in Zug wird jetzt gespart:

Zuger Kantonsräte tranken zu viel Schnaps

Zitat:
Das Büro des Zuger Kantonsrates hat einen Entschluss gefasst, der einigen Kantonsräten gar nicht passt: Beim gemeinsamen Mittagessen dürfen die Parlamentarier keinen Schnaps mehr auf Staatskosten trinken.


Aber es geth auch um ernsthaftere Sachen:

Stadt Zug spart

Zitat:
Im Zuger Stadtparlament hat sich eine Allianz aus CVP, FDP und SVP mit Sparanträgen durchgesetzt. Der Rotstift wird unter anderem bei der Nachtspitex oder bei Kindertagesstätten angesetzt. Der Steuerfuss bleibt unangetastet bei 60 Prozent


Es hat sich sogar schon eine FB-Seite gegen die Sparwut gegründet:

https://www.facebook.com/sparwutzug

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12. Dezember 2013, 21:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Luzern

In einem Artikel wird das grosse Topos aller Staatslinken (von Sozialdemokraten bis Funkisten) behandelt: Steuersenkungen für Unternehmen als Ursache für die Sparpakete.

Bürger sollen für ausbleibende Unternehmenssteuer bluten

Zitat:
Per 2012 hat der Kanton Luzern die Unternehmenssteuer halbiert und wurde so zum steuerlich attraktivsten Firmenstandort der Schweiz. Bis dato blieb der erhoffte Effekt, mit mehr Unternehmen das Steuersubstrat zu erhöhen, jedoch aus. Das entstandene Loch bei den Einnahmen sollen nun vor allem Privatpersonen füllen, welche eh schon mit Steuererhöhungen in der Wohngemeinde zu rechnen haben.


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12. Dezember 2013, 21:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Weitere Sparpakete und Spardiskussionen:

Uri

Der Kanton Uri winkt ebenfalls ein Sparpaket durch:

Budget 2014 und Sparpaket genehmigt

Zitat:
Der Urner Landrat hat am Mittwoch den Voranschlag 2014 mit 54 zu 2 Stimmen gutgeheissen. Das Budget beinhaltet ein Sparpaket in der Höhe von 6,5 Millionen Franken.



Neuchâtel

In Neuchâtel wird der GAV des Gesundheitswesens - der CCT 21 - bis im Juni 2014 neu diskutiert, weil die darin festgelegten Lohnsteigerungen nicht zu finanzieren seien. Gerade um diesen GAV ging es bei der Auseinandersetzung um die Privatisierung bei La Providence. Damals ging es nur darum, ob der GAV auch im privatisierten Pflegeheim beibehalten werde, jetzt geht es um den kantonalen GAV. La Providence war also nur sowas wie eine Fingerübung...

La CCT Santé 21 rediscutée d'ici au mois de juin

Zitat:
Remise en cause par le Conseil d'Etat neuchâtelois, la convention collective de travail Santé 21 (CCT 21) sera rediscutée par les partenaires sociaux d'ici au mois de juin.


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26. Dezember 2013, 13:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Im aktuellen Vorwärts findet sich ebenfalls ein Artikel zu den Sparpaketen. Und er ist sogar online:

Die Sparwut der Kantone

Zitat:
In den Kantonen wird gespart. Am Beispiel des Kantons Bern lässt sich gut zeigen, dass die Leidtragenden davon vorwiegend junge, alte, behinderte, kranke oder sozialhilfebeziehende Menschen sind. Dennoch ist die Bereitschaft zum Widerstand gering. Im Berner Parlament liegen -höchstens ein paar kosmetische Änderungen drin.


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26. Dezember 2013, 14:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Nur weil die Sparbemühungne der Kantone, Städte und Gemeinden medial nicht mehr so ausgeschlachtet werden, gehen sie natürlich trotzdem fleissig weiter:

Aargau

Schulen wehren sich gegen Sparpaket – es drohe Zweiklassengesellschaft

Zitat:
In einem Brief an die Regierung wehren sich Schulleiter und Lehrer gegen den Bildungsabbau. Werde das Sparpaket so umgesetzt, werde künftig nur noch das Mittelmass gefördert, kritisieren die Betroffenen. Es hätte zudem viele weitere negative Folgen.



Luzern

Gemeinden kämpfen um Langzeitgymis

Zitat:
SPARPAKET ⋅ Ob Luzern mit dem Verzicht auf Langzeitgymis sparen kann, ist umstritten. Klar ist: Es gibt eine starke Lobby, die für die Langzeitgymis kämpft.


Sparübungen im Luzerner Bildungswesen: «Das ist eindeutig ein Leistungsabbau»

Zitat:
In ihrem Newsletter informiert die «Dienststelle Gymnasialbildung» über die neusten Sparmassnahmen. Neben einer Einschränkung der freien Schulwahl dürfte vor allem zu Reden geben, dass ein Teil der Lehrpersonen mit einer Lohnreduktion rechnen muss.



Bern

Hausaufgaben weitgehend gemacht

Zitat:
Zu einem Kahlschlag führen die vom Grossen Rat verfügten Sparmassnahmen in den Schulen des Oberaargaus nicht. Wo es mit den Schülerzahlen eng wird, ist die Toleranz der Erziehungsdirektion aber kleiner geworden.



Appenzell Auserrhoden

Ja zum Ausserrhoder Sparpaket

Zitat:
Weil der Etat aus der Balance geraten ist, schnallt Ausserrhoden den Gürtel enger: Der Kantonsrat hat am Montag einem dreiteiligen 26,8-Millionen-Entlastungsprogramm zugestimmt. An dessen Notwendigkeit zweifelten einzig die Sozialdemokraten.



Schwyz

Anpassung der Direktzahlungen an die Schwyzer Landwirte

Zitat:
Der Schwyzer Regierungsrat will die Direktzahlungen an die Bauern den neuen Vorgaben des Bundes anpassen. Gestrichen werden sollen die Steillagenbeiträge für Flächen mit einer Neigung von über 50 Prozent. Diese Massnahme hat der Schwyzer Kantonsrat bereits im Sparpaket vorgesehen.


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23. März 2014, 19:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Zitat:
Aargau

Schulen wehren sich gegen Sparpaket – es drohe Zweiklassengesellschaft


Haben die im Aargau immer noch Urkommunismus? question

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
23. März 2014, 19:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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schaut ganz danach aus ;)

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"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
23. März 2014, 19:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Weitere Auflage von Schuld & Sühne:

13 Kantone schliessen Rechnung im Minus ab - Kleinere Verlustsumme

Zitat:
Die Finanzkrise hallt noch immer nach: Die meisten Kantone haben im vergangenen Jahr wie schon 2012 rote Zahlen geschrieben. Dank Sparübungen und Anzapfen der Reserven nahm die Verlustsumme jedoch deutlich ab. Aber die nächsten Herausforderungen warten bereits.


«Der Kanton Schwyz sollte über die Bücher gehen»

Zitat:
Ein Rekorddefizit musste der reiche Kanton Schwyz heute vermelden. Selbstverschuldet oder wegen der Zahlungen an andere Kantone? Antworten von einem intimen Kenner in Sachen Kantonsfinanzen und Steuerwettbewerb.


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10. April 2014, 16:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Der abtretende Juso-Präsident der Schweiz, David Roth, formuliert in einem Blog für Zentral+ die sozialdemokratische Strategie der "Steuergerechtigkeit" auf den Punkt: Die Senkung der Unternehmenssteuern zur Anlockung von Unternehmen im Standortwettbewerb sei der Grund für die mangelnden Steuereinnahmen und diese hätten eben die Sparpakete zur Folge. Die logische Konsequenz zur Behebung dieses Übels:

Zitat:
Während die Teuerung, die Bevölkerung und die Wirtschaftsleistungen stiegen, sanken die Steuereinnahmen. Die aggressive Ansiedlungsstrategie ist nicht aufgegangen und die Geschenke für die Vermögende und Unternehmen sollen jetzt wir alle bezahlen. Gebühren werden erhöht, Leistungen in den Bereichen Bildung, Soziales, Umwelt und Sicherheit werden abgebaut, die Steuern für den Mittelstand gehen rauf. Das ist kein Weg mit Zukunft.

Der Ausweg liegt in einer Wirtschaftspolitik, die wieder an die Schaffenskraft der Menschen in diesem Kanton glaubt. Nicht vermögende Personen, die nomadisierend den tiefsten Steuern nachreisen, nicht juristischen Personen, deren Tätigkeit sich darauf beschränkt einmal wöchentlich den Briefkasten leeren zu lassen. Den Menschen in diesem Kanton müssen gute Ausbildungs- und Entfaltungsmöglichkeiten geboten werden. Das geht aber nur, wenn wir die dafür notwendige Infrastruktur und Bildung auch bezahlen können.

Die Situation von Luzern hat noch einen grossen Vorteil: Wer am Abgrund steht, hat immer noch die Chance umzukehren. Wir sollten sie nicht vergeben –unterschreiben Sie die Initiative für faire Unternehmenssteuern (auf www.sp-luzern.ch). Sie will den Gewinnsteuersatz je Einheit für Unternehmen von 1.5% auf 2.25% anheben. Damit sollen sich auch die Unternehmen wieder angemessener an den öffentlichen Kosten beteiligen. Die Initiative ist ein erster Schritt in Richtung mehr Steuergerechtigkeit im Kanton Luzern.

http://blogs.zentralplus.ch/de/blogs/politblog/1321739/Luzerner-Finanzpolitik-und-andere-Drogen.htm


Diese Position wird von den Grünen über die SP, bis zum Funken vertreten.

Nun die Frage: Kennt jemand gute Texte, die sich aus marxistischer oder anarchistischer Sicht mit dieser Frage (warum die Senkung der Steuern eben nicht allein ein voluntaristischer Akt der Bourgeoisie war/ist, etc.) auseinandersetzen und eine Kritik dieser sozialdemokratischen Geschichte bietet?

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27. April 2014, 16:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Anarchistische Analyse Antworten mit Zitat
Eine anarchistische Analyse des Phänomens:



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27. April 2014, 16:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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mr green

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27. April 2014, 19:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Demo gegen Sparpläne in Winterthur. Tönt alles sehr nach der üblichen Gewerkschafterei. Die SP will ein Referendum durchführen:

http://landbote.ch/detail/article/selbst-die-polizisten-demonstrierten/gnews/99283859/

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15. September 2014, 18:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Surprise, surprise! Der Gemeinderat Winterthur kürzt die Löhne der ArbeiterInnen nicht:

Winterthur: Löhne der städtischen Angestellten werden nicht gekürzt

Zitat:
Der Winterthurer Stadtrat ist mit einer grösseren Sparmassnahme beim Parlament aufgelaufen: Er wollte die Löhne des städtischen Angestellten linear um zwei Prozent kürzen. Der Grosse Gemeinderat lehnte dies jedoch mit 35 zu 20 Stimmen ab.



Dafür dies:

Privatisierung des Kantonsspitals Winterthur: Winterthurs halbes Ja zu verkäuflichem Spital

Zitat:
Der Winterthurer Stadtrat fordert den Regierungsrat auf, bei der geplanten Privatisierung des Kantonsspitals Winterthur mindestens zwei Drittel der Aktien zu behalten. Radikaler treten die Gewerkschaften auf, sie lehnen die Reform dezidiert ab.


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20. September 2014, 08:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Auch in der Stadt Zürich werden rote Zahlen geschrieben:

Leupi kündigt Sparübung an, die «einschenkt»

Zitat:
Für 2015 rechnet Zürichs Stadtrat mit einem 150-Millionen-Defizit – obwohl Polizisten zum Sparen beitragen, indem sie die Uniformen länger tragen. Jetzt folgen härtere Massnahmen.


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23. September 2014, 14:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Ja im Herbst, ja im Herbst, da werden fleissig rote Zahlen geschrieben... Here we go: Kanton Zug!

Kanton Zug rechnet mit tiefroten Zahlen

Zitat:
Im Tiefsteuerkanton geht es noch weiter abwärts mit den Finanzen. Und das trotz grösster Anstrengungen für eine Entlastung. Zeit für höhere Steuern?


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24. September 2014, 11:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Und täglich grüsst der Sparpolitiker:

Sparpolitiker entdecken die Prämienverbilligung

Zitat:
Immer mehr Kantone schränken ihre Beiträge an die Krankenkassenprämien ein.


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26. September 2014, 06:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Auch der Kanton Schwyz will - seines Zeichens - ein "Zeichen setzen":

Kanton Schwyz will «Zeichen setzen» und kürzt Sozialhilfe um zehn Prozent

Zitat:
Die Diskussionen um eine Familie, die im Monat 60000 Franken Sozialkosten verursacht, scheinen ihren Niederschlag in der Politik gefunden zu haben. Das Schwyzer Kantonsparlament senkt die Sozialhilfe um zehn Prozent.


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26. September 2014, 09:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Während die Ökonomen der NZZ in Hochstimmung sind...

Zitat:
Das letzte Jahrzehnt des zweiten Jahrtausends erwies sich als eine Periode der Stagnation. Das änderte sich nach der Jahrtausendwende schlagartig. Dank den von den Warnern geforderten und von der Politik zu einem rechten Teil umgesetzten marktwirtschaftlichen Reformen, aber auch dank der Personenfreizügigkeit gegenüber der EU, wuchs die Schweiz überdurchschnittlich – die Debatte um fehlendes Wachstum der neunziger Jahre war vergessen.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/wie-wir-uns-arm-rechnen-1.18391833


... schreiben die Kantone rote Zahlen:


Viel Rot und wenig Schwarz in den Kantonen

Zitat:
Eine ganze Reihe von Kantonen hat nun das Budget für 2015 vorgelegt. Viele der Rechnungen fallen wenig schmeichelhaft aus. Nicht überall ist Besserung in Sicht.



«Defizite zwingen Kantone zum Handeln»

Zitat:
Zahlreiche Kantone werden 2015 rote Zahlen schreiben. Sparen ist angesagt. Wie es dazu kam und was die Folgen sind, sagt Ratingspezialist Peter Gasser von der Zürcher Kantonalbank.


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27. September 2014, 08:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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... und die Hetze weitergeht:

In Kosovo wohnen, aber Schweizer Rente beziehen

Zitat:
Mit Scheinwohnsitzen und falschen Angaben zu Liegenschaften werden Ergänzungsleistungen erschwindelt. Jetzt will der Bund die Kontrollen verschärfen.


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27. September 2014, 08:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Here we go mit den Sparpaketen:

Schaffhausen

Schaffhauser Sparpaket: Kritik von und an allen Seiten

Zitat:
122 Einzelmassnahmen sieht der Kanton Schaffhausen vor, um seine Finanzen in Ordnung zu bringen. Damit will er 40 Millionen Franken im Staatshaushalt einsparen und bis ins Jahr 2017 wieder schwarze Zahlen schreiben. Die Massnahmen sind teilweise drastisch.



Illnau-Effretikon (Kanton ZH)

Illnau-Effretikon unter Spardruck

Zitat:
Der Illnau-Effretiker Stadtrat hat am Dienstag das Budget 2015 vorgelegt: Er stellt sich gegen eine Steuererhöhung, prognostiziert ein leichtes Defizit und mahnt zum Sparen.


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15. Oktober 2014, 00:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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In Luzern gibts mal wieder Demos gegen Sparpakete. Bis jetzt alles im üblichen Rahmen:

Mehrere Demos gegen Sparmassnahmen: Heisser Herbst in Luzern

Zitat:
Morgen findet vor der Kantonsratssitzung die eine öffentliche Protestaktion gegen das Sparpaket Leistungen und Strukturen II statt. Weitere sollen folgen.


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04. November 2014, 09:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Die NZZ spricht Klartext. Auch in den nächsten Jahren werden wir mit Sparpaketen zu rechnen haben:

Zitat:
Doch derlei Gegebenheiten sind ein vergängliches Glück. Das adrett aufgeräumte Haus der Bundesfinanzen steht auf bröckligem Boden. Reichlich optimistisch erscheinen die Wirtschafts- und Einnahmenprognosen, mit denen Bern für die nähere Zukunft rechnet. Der Säckel des Bundesfiskus, so zeichnet es sich ab, wird bereits im laufenden Jahr viel schwächer gestopft sein als erhofft. Speziell das Füllhorn Gewinnsteuer droht sich dereinst zu entleeren, nicht zuletzt weil das Gelingen der belangvollen Unternehmenssteuerreform III (USR III) alles andere als gesichert ist. Mobile Firmen, vielfach schon vom neuen Zuwanderungsartikel verunsichert, könnten der Schweiz dann Lebewohl sagen. Die Politik sollte alles daransetzen, das Fundament zu sichern, auf dem der Haushalt steht. Gleichzeitig soll sie vorsorgen für den Fall, dass dieses trotzdem nachgibt.

(...)

Widriger noch haben es die Kantone, die vom Anlegen von Polstern oft nur träumen können. Sie leiden stärker unter der Unsicherheit als der Bund, denn zumindest bei einigen von ihnen hängt das Wohl noch weit mehr vom Gelingen der USR III ab. Auch die demografische Entwicklung lastet auf den Kantonen besonders schwer, ist doch der bei ihnen angesiedelte Gesundheits- und Pflegebereich schon für ihre heutigen Schwierigkeiten ein Hauptgrund.

Die offiziellen Finanzdispositionen von Bund und Kantonen mögen himmelwärts zeigen – doch klug wäre es, nach unten zu schauen und sich zu versichern, ob der Boden wohl hält.

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/auf-broeckligem-fundament-1.18451268


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27. Dezember 2014, 10:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Scheint eine Trendwende bei den Steuern zu geben: Sie werden wieder angehoben.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/trendknick-in-der-steuerbelastung-1.18459849

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13. Januar 2015, 08:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Nach dem Aargau im März (Überraschung im Aargau: Sparpaket scheitert), wurden nun auch im Kanton Schaffhausen das (Spar-)Budget (Referendum in Schaffhausen: Stimmvolk lehnt Budget ab) und in der Stadt Winterthur Kürzungen bei AHV und IV (Winterthur will nicht bei den Ärmsten sparen). Einerseits sind das natürlich für die Betroffenen Verschnaufpausen (denn der nächste Kürzungsvorschlag kommt so sicher wie das Amen in der Kirche) und hindert das reibungslose Durchsetzen des Austeritätsregimes. Die NZZ und Economiesuisse heulen regelmässig Krokodilstränen darüber, wie wenig funktional die direkte Demokratie für den Wirtschaftsstandort doch zuweilen sei. Andererseits bedeutet es aber auch, dass sich in der Deutschschweiz (mal wieder) die Verfechter des parlamentarischen Weges durchgesetzt haben. Mindestens in Schaffhausen gab es ja mal sowas wie eine Bewegung gegen Sparpakete. Allerdings war diese von Anfang stark sozialdemokratisch geprägt.

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13. April 2015, 10:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Wie schön, Evelyne Widmer-Schlumpf mal ganz ehrlich in der NZZ. Die Tiefsteuerstrategie ist ein Fiasko, da die Steuern mit der Krise 2008 nicht im nötigen Ausmass zugenommen haben. Das bedeutet in der Konsequenz: weitere Sparpakete. Und was für den Bund gilt, gilt genauso für die Kantone, Gemeinden, etc. Der Herbst könnte wieder spannend werden.

Zitat:
Der Bund hat 2014 im Minus abgeschlossen. Statt hoher Überschüsse stehen für die Zukunft Defizite an. Wieso der plötzliche Abstieg ins Jammertal?

Wir müssen einfach zur Kenntnis nehmen, dass unser Prognosemodell für die Steuereinnahmen seit 2008 nicht mehr stimmt. Gemäss dem Modell sollten die Einnahmen jeweils doppelt so stark wachsen wie die Wirtschaft. Wir konnten das überholte Modell erst jetzt anpassen, denn zuvor hatten wir keine Sicherheit, ob es endgültig nicht mehr stimmt. Nun erscheint aber gewiss, dass wir uns auf langfristig tiefere Einnahmen einstellen müssen.

Was ist passiert?

Die Neuansiedlung von Unternehmen in der Schweiz ist stark zurückgegangen. Für diesen Rückgang gibt es verschiedene Gründe, darunter die Frankenstärke von 2010 und 2011. Hinsichtlich der gegenwärtigen Lage kommt hinzu, dass das Wirtschaftswachstum für 2015 tiefer ausfallen dürfte als zunächst gedacht. Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat seine Prognose jüngst von 2,1 auf 0,9 Prozent revidiert. Noch mehr schlägt aber die negative Teuerung durch – sie senkt das Niveau der Einnahmen auf längere Zeit.

Welche Massnahmen ergreifen Sie?

Wir haben im Bundesrat bereits eine Bereinigung um 1,3 Milliarden Franken beschlossen. Damit können wir im Jahr 2016 die Schuldenbremse voraussichtlich einhalten, sofern das Parlament das von uns vorgeschlagene Konsolidierungs- und Aufgabenüberprüfungspaket noch akzeptiert, was ich hoffe. Ab 2017 brauchen wir aber nochmals Entlastungen von weit über einer Milliarde Franken gegenüber dem Finanzplan.

Wird der Bundesrat ein neues Sparpaket vors Parlament bringen?

Die erste Bereinigung hat der Bundesrat innerhalb seines eigenen Kompetenzbereichs getroffen. Beim zweiten Mal wird das angesichts des Volumens kaum mehr möglich sein, so dass es wohl ein Sparpaket braucht. Aber das wird der Bundesrat entscheiden.

http://www.nzz.ch/schweiz/die-erbschaftssteuer-soll-kantonal-bleiben-1.18533791


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02. Mai 2015, 10:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Here we go: Kantone im Minus. Sparpakete ante portas.

http://www.nzz.ch/schweiz/stabil-labil-1.18555843

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05. Juni 2015, 07:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Übersicht über die Sparbemühungen der Kantone:

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/So-sparen-die-Kantone/story/21693946

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08. Juli 2015, 19:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Es ist wiedermal Herbst in Luzern:

Sparwut» in Bildung löst Demo-Flut aus (http://www.zentralplus.ch/de/news/politik/4551310/«Sparwut»-in-Bildung-löst-Demo-Flut-aus.htm)

Zitat:
Die Luzerner Regierung und der Kantonsrat müssen sich auf geballten Widerstand gegen die Sparmassnahmen einstellen. Zahlreiche Organisationen werden noch diesen Monat Kundgebungen organisieren. Ein erster Überblick.


Oder wie die Gruppe Lagota letztes Jahr bereits die Zukunft vorwegnahm:

Zitat:
Es ist ein wenig wie im Film Und täglich grüsst das Murmeltier: Seit die Krise des Kapitalismus in Europa 2011 so richtig durchgebrochen ist, vollzieht sich in vielen Kantonen der Schweiz jeden Herbst ein merkwürdiges Ritual. Die Kantone verzeichnen ein tiefes Loch in der Kasse und die Regierungen schnüren ein Sparpaket. Die sozialdemokratischen PolitikerInnen und die Gewerkschaften beklagen die gesunkenen Steuereinnahmen, es kommt zu einer Demonstration und im besten Fall wird eine Petition aufgesetzt. Doch diese symbolischen Aktionen ändern an den Sparvorhaben der Herrschenden kein Jota. Das Sparpaket kommt, möglicherweise mit kosmetischen Änderungen, durch die Abstimmung. Der Widerstand dagegen versinkt im Tiefschlaf bis zum nächsten Herbst. Dann wiederholt sich das gleiche Spiel. Nur werden die Einsätze höher, die Repression gegen Arbeitslose stärker, der Stress für die staatlichen ArbeiterInnen grösser.

http://www.lagota.ch/?p=2221


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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
08. November 2015, 12:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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