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Venezuela

 
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Venezuela
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fräulein else



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Beitrag Venezuela Antworten mit Zitat
unklar, ob's schon einen eigenen thread verdient, jedoch gab's 3 tote bei massenprotesten in venezuela, und offenbar versucht die regierung jegliche meldungen ins ausland zu verhindern...

http://edition.cnn.com/2014/02/13/world/americas/venezuela-protests/index.html

http://www.aljazeera.com/news/americas/2014/02/venezuela-anti-government-rally-turns-deadly-2014212195829466475.html

[img]https://pbs.twimg.com/media/BgST9iWIUAA-jDc.jpg:large[/img]

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13. Februar 2014, 15:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Libcom-Thread dazu:

http://libcom.org/forums/news/anti-maduro-demonstrations-venezuela-14022014

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
16. Februar 2014, 22:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Weshalb wird für solche ultrareaktionären "Proteste" - auch noch vollkommen unkommentiert - ein Thread eröffnet? Wenn so ein Dreck in die Rubrik "Revolution/Klassenkampf" gehört, gilt das auch für die pakistanischen Taliban, Boko Haram in Nigeria und andere Psychopathen.
17. Februar 2014, 12:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ich verstehe deine Kritik gut, diese Bewegung ist wirklich reaktionär. Das geht auch aus dem Libcom-Thread gut hervor. Allerdings haben wir in der Rubrik "Revolution & Klassenkampf" ja auch Threads über reaktionäre Entwicklungen. Man hätte es kommentieren können.

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17. Februar 2014, 13:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Auch wenn die Seite explizit "prochavistisch" ist, scheinen mir zumindest die Kommentare zur venezolanischen Opposition treffend: http://amerika21.de/geo/venezuela
17. Februar 2014, 13:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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die venezolanische opposition (oder wie auch immer man sie nennen will) in einem bild zusammengefasst:


17. Februar 2014, 16:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Venezuela: “McRevolution” Attempts Regime Change:
ttp://revolution-news.com/venezuela-mcrevolution-attempts-regime-change/
18. Februar 2014, 13:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Zitat:
A translation of a spanish article from El Libertario summarizing the development of the protests in Venezuela during February 2014, and addressing the relationship of those protests to conditions in Venezuela and the Venezuelan right.

http://libcom.org/news/express-summary-venezuela%E2%80%99s-situation-curious-people-andor-poorly-informed-22022014

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22. Februar 2014, 18:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Nachtrag: 'El Libertario' scheinen auch zu dieser seltsamen Spezies von studentischen Neoanarchisten für 'regime change' zu gehören, deren politischer Radius auf Twitter beschränkt ist.

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22. Februar 2014, 20:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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http://roarmag.org/2014/02/anarchist-perspective-protests-venezuela/
http://roarmag.org/2014/02/anarchist-perspective-protests-venezuela/#comment-71229

Zitat:
El Libertario has always allied with far right wing students during the last decade.

Waren die nicht einmal im 'Kosmoprolet' drin?

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24. Februar 2014, 12:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Negazione hat Folgendes geschrieben:
http://roarmag.org/2014/02/anarchist-perspective-protests-venezuela/
http://roarmag.org/2014/02/anarchist-perspective-protests-venezuela/#comment-71229

Zitat:
El Libertario has always allied with far right wing students during the last decade.

Waren die nicht einmal im 'Kosmoprolet' drin?


nein, waren sie nicht. für kosmoprolet hat sergio lopez geschrieben. ich kenne die leute von el libertario nicht persönlich, aber der vorwurf, sie seien halt auch nur rechte/reaktionäre opposition, ist, soweit ich das an ihren texten aus den vergangenen jahren erkennen kann, einfach nur die übliche, schmierige trotzkistenmär. die wird nicht wahr, nur weil man sie auf jeder sektenveranstaltung repetiert, die man in solidarität mit dem venezolanischen staatskapitalismus und ihren "charismatischen" caudillos organisiert.
24. Februar 2014, 15:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Mir ist egal, was irgendwelche Trotzkis behaupten, ihre Texte kenne ich selbst seit knapp über 10 Jahren. Aufschlussreicher wäre schon zu erfahren, inwiefern sie praktisch bei solchen Protesten "mitmischen" oder nicht.

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24. Februar 2014, 17:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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Negazione hat Folgendes geschrieben:
Weshalb wird für solche ultrareaktionären "Proteste" - auch noch vollkommen unkommentiert - ein Thread eröffnet? Wenn so ein Dreck in die Rubrik "Revolution/Klassenkampf" gehört, gilt das auch für die pakistanischen Taliban, Boko Haram in Nigeria und andere Psychopathen.


sali negazione

also erstmals sorry dafür, dass ich hier poste, ohne die artikel, die ich poste komplett durchzulesen. oder - wie in diesem fall - überhaupt zu lesen. ich versuch dies in zukunft nicht mehr zu tun.

was mich beeindruckt hat, und mich dazu bewegt hat, das überhaupt hier zu posten, ist das foto, welches ich über reddit - mit dem vermerk, die venezoelanische regierung wolle die protest-berichterstattung unterdrücken - entdeckt habe... wenn ich's mir jetzt genau anschau' find ich's auch nicht mehr ganz so eindrücklich (zumal die grösse des protestes durch den wolkerkratzer in der bildmitte ja grob verdeckt wird)
dass aber einige user - unter anderem du - hier posten, gibt mir doch irgendwie den eindruck, meine entscheidung sei nicht ganz falsch gewesen. ich habe übrigens auch keine probleme damit, wenn posts/threads von mir gelöscht oder verschoben werden, wenn sie deplatziert/destruktiv/fragwürdig/irgendwas sind.

so. jetzt hab ich den text vom roarmag gelesen. und ich stimme dir zu: würde sowas in der schweiz (oder in zürich) geschehen, würd ich mich wahrscheinlich auch nicht einfach auf die strasse oder hinter die proteste stellen (trotzdem war auch ich am letzten abstimmungssonntag auf der strasse und hätte auch hier berichtet, wärs eine grössere protestaktion gewesen oder geworden, oder sonst irgendwie interessant), jedoch sehe ich - vor allem in der ausweitung und vergrösserung der proteste - eine soziale note. die leute gehen schon nicht einfach auf die strasse, weil die regierung doof ist und eine andere einfach besser wäre - dafür gibts doch die wahlen, oder? meines erachtens handeln die menschen - wenn sie sich schon auf der strasse versammeln, und es nicht eine street/love/christopher-street-day/oder sonstwie-kommerz-parade ist - durchaus aus einer (meines erachtens) interessanten motivation. die beispiele sind wohl klar: sexueller missbrauch einer frau (ist ja in indien ein grosses thema), die massive repression, knappheit (wohl auf güter bezogen?), fehlende infrastruktur. nun will ich bestimmt nicht darauf kurzschliessen, es handle sich um die "revolution" oder auch nur "klassenkampf", jedoch um eindeutige reaktionen auf die krise.
hier stellt sich die entscheidende frage: ab wann soll hier gepostet werden? ab wann entsprechen proteste den kriterien des forums "revolution & klassenkampf"? oder reicht bei grossen protesten schlicht der verweis darauf, dass sie "reaktionär" sind - was auch immer das genau heisst, und wie auch immer man das festmacht.

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24. Februar 2014, 20:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Zitat:
ab wann soll hier gepostet werden? ab wann entsprechen proteste den kriterien des forums "revolution & klassenkampf"? oder reicht bei grossen protesten schlicht der verweis darauf, dass sie "reaktionär" sind - was auch immer das genau heisst, und wie auch immer man das festmacht.

Vielleicht sollte eine eigene Kategorie für demokratische oder postpolitische Proteste ohne Klassencharakter und noch reaktionärere Bewegungen etc. eröffnet werden. Dann können auch keine Irritationen aufkommen.

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25. Februar 2014, 13:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Bei dieser Klassenkomposition kann ja nichts schief gehen:

Zitat:
These were not your ordinary urban guerrillas. They included a manicurist, a medical supplies saleswoman, a schoolteacher, a businessman and a hardware store worker.

http://www.nytimes.com/2014/02/25/world/americas/in-venezuela-middle-class-joins-protests.html

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25. Februar 2014, 14:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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kannst du oder willst du nicht auf meine fragen eingehen?
was, wenn sich aus reaktionären protesten mehr entwickelt? ein thread in beiden foren, wo dann, je nach revolutionsgrad eingeteilt wird?
was, wenn eine reaktionäre/sonstwasbewegung einen machtwechsel verursacht, und der dissens mit der neuen regierung grobe soziale reibungen verursacht? ist ja im falle von venezuela und anderen pro-eu oder pro-usa bewegungen nicht so unwahrscheinlich.

ich bin (wie einige hier auf'm forum vielleicht wissen schon länger) daran, ein neues internetportal zu schaffen, welches (möglichst automatisiert) potentiell interessante artikel von newssites über deren rss-feeds "liest" und diese in einer datenbank speichert. ich stütze mich (mehr oder weniger) auf die empirische arbeit beverly silvers und co., welche die kompletten archive von der times(london) und new york times analysiert und anhand der berichterstattungen kategorisiert haben (nach unruheart: riot/streik/protest/langsamarbeiten/etc., land, und gewerbe/sektor).
nun ist's aber nicht besonders einfach, in zeiten wie diesen anhand von den massen von informationen die wirklich interessanten artikel rauszufiltern. dass dies nicht über automatismen geschehen kann ist mir klar. jedoch bin ich mir auch nicht sicher, ob sich dies rein inhaltlich (textuell) überhaupt machen lässt, da die berichterstattung selbst ja auch ziele hat (soll mir jetzt niemand erzählen wollen, die medien/newsindustrie verfolge keine eigenen zielen oder schlicht: die wahrheit)........ eure meinung interessiert mich sehr!

.... wenn sich jemand für den source-code (python/django) interessiert bitte melden, ich kann den ohne probleme auf github oder so stellen ....

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25. Februar 2014, 18:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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Negazione hat Folgendes geschrieben:
Bei dieser Klassenkomposition kann ja nichts schief gehen:


ist das jetzt ironie? schaut ja wie die arbeiterklasse in mitteleuropa aus.

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25. Februar 2014, 18:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Wenn die "Arbeiterklassenaktivität" null beträgt und die diffusen Ziele solcher "Bewegungen" in letzter Konsequenz sogar noch beschissener sind, bringt es meiner Auffassung nichts, auf sowas hinzuweisen - es sei denn das Forum ist sowieso nur als Nachrichtenforum konzipiert.

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25. Februar 2014, 19:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Zitat:
All that said, the protests that are going on in Venezuela are made up basically of the radical right and whatever popular sectors they’ve been able to get to follow them—not without the support of US imperialism, which has poured money into student organizations in Venezuela. I can’t cite sources, but it seems entirely plausible that the grave shortages of basic necessities have been created by capitalists who oppose the regime; certainly the comrades from Chile would recognize the historical precedents. Even more important, and I point this out to the comrades from El Libertario, it is certain that the working class is not out in the street. This is a mobilization of the middle classes; proponents of workers’ self organization have no place there.

http://nosotroslospobres.wordpress.com/2014/02/24/an-open-letter-on-the-situation-in-venezuela-to-the-comrades-of-the-fel-and-el-libertario/ (via libcom)

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26. Februar 2014, 14:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Negazione hat Folgendes geschrieben:
http://nosotroslospobres.wordpress.com/2014/02/24/an-open-letter-on-the-situation-in-venezuela-to-the-comrades-of-the-fel-and-el-libertario/ (via libcom)


Auch der Rest des Textes ist äusserst empfehlenswert! Der offene Brief richtet sich ja an El Libertario (der scheinbar mit Teilnahme an den Protesten liebäugelt) und gleichzeitig an die FEL (Federacion de Estudiantes Libertarias aus Chile, die einen Coup befürchten und sich mit Maduro solidarisch erklären). Der Text kritisiert beide Positionen und schlägt folgende Perspektive vor:

Zitat:
That’s very different from taking the streets alongside the rightist opposition, as some comrades have suggested doing; and different, as well, from defending the Venezuelan government from a phantom coup de etat. The right are the ones who are on the streets today. [...] If a real coup were likely, it might be that we would have to stand shoulder to shoulder with Maduro against something worse; but at the moment, it seems more appropriate to stand to one side, watch and wait to see if a genuine autonomous current begins to develop, one that we can support to defend Venezuela both from imperialism and from oligarchy. If we remain in the shadows of an imperialist movement that despises us, tailing an authoritarian movement that doesn’t share our values, if we fail to offer working people an alternative to the well worn paths that have already failed us, we shouldn’t be surprised when what we get looks very much like what we’ve always gotten.


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26. Februar 2014, 14:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Auch die Charakterisierung des kapitalistischen Modells in Venezuela ist wesentlich differenzierter, wenn man die Analyse mit dem hier bereits verwendenten antiken Terminus "Staatskapitalismus" vergleicht.

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26. Februar 2014, 14:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ein Update zur Situation in Venezuela vom vielgescholtenen El Libertario:

Express Update of the Venezuelan situation (February 25, 2014)

Zudem gibts in dem Thread des offenen Briefes an FEL und El Libertario eine Kritik von Caiman del Barrio am offenen Brief, die m.E. doch einige Punkte trifft. Insbesondere was die Bezeichnung der Proteste als reine Mittelklasse-Proteste betrifft. Leider ist es nicht möglich den Beitrag direkt zu verlinken (hier ist Libcom wirklich etwas doof strukturiert). Beitrag wurde am 26.02. um 19:14 Uhr geschrieben. Man muss halt etwas scrollen.

http://libcom.org/news/open-letter-situation-venezuela-comrades-fel-el-libertario-nosotros-los-pobres-26022014

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28. Februar 2014, 14:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Zitat:
reine Mittelklasse-Proteste

Was sind sie in Hinblick auf die Klassenzusammensetzung denn sonst? Dein Gewährsmann von libcom gibt wie 'El Libertario' - die außer bloßen journalistischen 'Fakten' sowieso keine Klassenanalyse haben - keinen einzigen Hinweis für das Gegenteil.

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28. Februar 2014, 15:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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die jungle world hat zwei schwerpunkt-artikel zu venezuela veröffentlicht:

http://jungle-world.com/artikel/2014/09/49401.html

http://jungle-world.com/artikel/2014/09/49400.html
28. Februar 2014, 16:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Beitrag Slum Dwellers in Caracas Ask, What Protests? Antworten mit Zitat
http://www.nytimes.com/2014/03/01/world/americas/slum-dwellers-in-caracas-ask-what-protests.html

Zitat:
But while the poor are often hit especially hard by these troubles, the protests shaking the capital this month have been dominated by the city’s middle- and upper-class residents. They have poured into the streets of their neighborhoods en masse, turning them into barricaded redoubts. Yet in the city’s poorer sections, life has mostly gone on as usual.


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01. März 2014, 12:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Beitrag Antworten mit Zitat
Beware Venezuela’s False ‘Anarchists’: Unmasking El Libertario: http://venezuelanalysis.com/analysis/10555
(hier gefunden: http://libcom.org/forums/news/will-real-venezuelan-anarchists-stand-29032014)

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29. März 2014, 14:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag El libertario Antworten mit Zitat
Der Artikel ist freilich nicht uninteressant, doch George Ciccariello-Maher ist als ziemlich klar pro-chavistischer Uniprofessor nicht in der besten Position, um El libertario vorzuwerfen, sie entstammen der Mittelklasse. Auch auf roarmag.org wurde der Artikel veröffentlicht und die Diskussion darunter ist ziemlich interessant: http://roarmag.org/2014/03/critique-libertario-venezuela-anarchism/

Die globale Krise geht auch an Venezuela nicht spurlos vorbei und v.a. der Kommentar von ghostbar zeigt ziemlich klar, dass die Mittelklassen auch in Venezuela zusammenbrechen und dass ökonomische Probleme, v.a. die Inflation real sind. Auch in einem anderen südamerikanischen Land mit einen neokeynesianischen Regime ist das Problem der Inflation sehr real, nämlich Argentinien: http://www.worldbulletin.net/news/132125/argentine-unions-call-strike-to-demand-higher-wages-as-inflation-surges

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
31. März 2014, 02:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
einmal mehr, reines schmierentheater gegen el libertario. dieses mal durch einen chavistischen akademiker. und die netten, aber halt auch naiven demokraten von ROARMAG fallen darauf rein. als halbwegs vernünftiger radikaler muss man sich eigentlich nur diesen artikel, die kommentare und tatsächlichen texte von el libertario durchlesen, um zu erkennen, dass der autor nichts verdient hat, als eine 9mm ins knie.

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31. März 2014, 06:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Beitrag Antworten mit Zitat
Die aktuelle Situation in Venezuela eignet sich - bei niedrigen Aufklärungsraten - ja bestens zu so etwas. mr green
(hast du jenseits dieser Gewaltphantasien auch Argumente, die gegen die Vorwürfe sprechen?)

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31. März 2014, 11:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Antwort von El libertario Antworten mit Zitat
Es gibt auch eine Antwort von El libertario (oder von jemandem, der ihnen auf jeden Fall nahe steht), aber halt auf Spanisch: http://venezuelaconspiracytheories.blogspot.ch/2014/03/beware-of-anarchist-police.html?spref=tw

Verstehe zwar nicht alles, aber El libertario scheint mir schon nicht über jeden Zweifel erhaben. Zumindest der positive Bezug auf die Menschenrechte wird auch in diesem Artikel verteidigt und diesbezüglich bin ich mit Ciccariello-Maher einig, obwohl er hingegen naiv glaubt, es sei möglich durch eine "Vertiefung der chavistischen Revolution" zum Kommunismus zu gelangen. Den Vorwurf der Mittelklassenzugehörigkeit einfach mit dem "Argument" zu kontern, solche Vorwürfe seien typisch für die "autoritäre Linke" scheint mir auch etwas unbeholfen.

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31. März 2014, 12:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Beitrag Antworten mit Zitat
In letzter Konsequenz sind der prochavistische wie der liberalanarchistische Pol vollkommen unbrauchbar.

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31. März 2014, 12:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
negazione: die kritischen einwände einiger kritikerInnen auf der roarmag-seite arbeiten relativ gut die zentralen argumente raus, ich wiederhole die jetzt nicht. hier gibt es eine textsammlung der gruppe, auf deren basis kann man über eine kritik an ellibertario diskutieren, ohne auf mehrheitlich persönliche angriffe auf einzelne (bzw. eine) personen zu setzen und reaktionären scheiss zu erzählen (wie etwa todesopfer des staates zu leugnen, weil diese "nicht bei einer staatlichen stelle registriert/gemeldet" wurden):

https://www.nodo50.org/ellibertario/otherlanguages.html

ich will auch gar nicht ellibertario bis aufs letzte verteidigen, aber aus dem artikel auf roarmag geht offensichtlich hervor, um was es da eigentlich geht: eine anarchistische gruppe und ihre kritik am chavismus und dem staatskapitalistischen projekt in venezuela zu diffamieren, weil ellibertario eine der wenigen mehrsprachig und international publizierenden gruppen ist. seit jahren führen prochavistische gruppen in europa und den usa eine kampagne gegen ellibertario, eine gruppe, deren positionen (aus den artikeln die ich gelesen habe) ich zu einem grossen teil teilen kann. mal sind es "theoretiker", mal "rechte libertäre", mal "anarchokapitalisten", mal eine "verschwörung der imperialistischen mächte" oder schlicht "erbärmliche/elende". jetzt versucht mans halt einmal mehr, indem man eine einzelne person an den pranger stellt, die wir alle vermutlich nicht kennen.

btw: ellibertario einem liberalanarchistischen pol zuzuordnen erscheint mir nach lektüre ihrer texte und interviews nicht richtig. sie kritisieren diesen an verschiedenen stellen ausdrücklich.

ps: ein video - ab min 10 sieht man übrigens das diffamierte mitglied von ellibertario in einem kurzen interview inkl. filmausschnitten verschiedener akteure und städte in denen es geknallt hat:
http://vimeo.com/88668693

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31. März 2014, 23:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/apr/09/venezuela-protest-defence-privilege-maduro-elites

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13. April 2014, 12:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Beitrag Antworten mit Zitat
http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-gucci-aufstand

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29. April 2014, 18:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Der sinkende Erdölpreis setzt der venezolanischen Wirtschaft arg zu:

http://www.nzz.ch/wirtschaft/jahr-der-entscheidung-fuer-venezuela-1.18454517

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05. Januar 2015, 07:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Gangland Venezuela Antworten mit Zitat
Maduro scheint nicht mehr viel Rückhalt zu haben:

Zitat:
“My son was robbed the other day,” he said. “The kids who robbed him were Chavistas from the local community council. And they had guns, Clif. They had high-powered guns that people use to fight wars. They stole everything my son had, including his shoes. He came home barefoot.”

In one of the most dangerous countries in the world, how is the government proposing to deal with the situation? One would think that gang rule emerging all over the country would threaten the state’s “monopoly on violence,” but evidently the Bolivarian government isn’t in principle opposed to co-governance—as long as it doesn’t have to rule with the MUD coalition that a majority now favor. Sharing the government with gangsters, however inconvenient it might be, can work out as long as you know you have upper hand and can go in and kill the paramilitaries that step out of line, or who “know too much.” The example of Jose Odreman and other members of the March 5th Collective serves as a lesson to all and as a case in point. The policy of governing with paramilitaries and gangs seems to be working so well at keeping the people in line, as it were, that new “Mega-gangs” are taking over entire regions of the country and it appears the Ministry of Defense now wants to arm them.

http://libcom.org/blog/news-bolivarian-gangland-09032016


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
12. März 2016, 19:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag 28 verschwundene Minenarbeiter Antworten mit Zitat
Auch in Venezuela werden paramilitärische Gangs gegen kämpfende Arbeiter eingesetzt:

Zitat:
In the wee hours of this morning David Natera Febres, publisher of Correo del Caroní, the newspaper that broke the story on massive corruption in the state-owned Ferrominera Orinoco steel plant. Judge Beltrán Javier Lira sentenced the publisher to four years in prison and a 201,249 bolívar fine. There also exists the possibility that the government will shut down the independent paper. The Correo has some of the best reporting on labor conditions and corruption in the nationalized “Basic Industries” of Guayana, Venezuela’s industrial belt. Their stellar reporters, Damian Prat and Clavel Rangel, have done a great job covering the ongoing story of the 28 desaparecidos (disappeared) miners, feared to be murdered and cut up by the chainsaws of the El Topo (the Mole) gang with the suspected collusion of the Intelligence Police (SEBIN) and other national police and military forces.

http://libcom.org/blog/only-government-news-gets-newsprint-11032016


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
12. März 2016, 19:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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