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Buchs: Arbeiter läuft Amok gegen Chef

 
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Buchs: Arbeiter läuft Amok gegen Chef
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minino
Admin-Dog


Anmeldedatum: 10.08.2005
Beiträge: 2105
Wohnort: Kt. Zug

Beitrag Buchs: Arbeiter läuft Amok gegen Chef Antworten mit Zitat
Zitat:
«Ich zerstöre, was mich zerstört hat»

Ein 57-jähriger Maurer schiesst im Zürcher Furttal frühmorgens seinen Chef nieder. Notfallpsychologe Herbert Wyss erklärt das Unfassbare – und wie man Anzeichen für Amokläufe erkennen kann.

Bewaffnet mit zwei Pistolen betritt heute Morgen gegen 7 Uhr ein 57-jähriger Italiener die Räumlichkeiten seines Arbeitsgebers, einer Sanitärfirma in Buchs ZH. Nach einem Streit schiesst er auf seinen Chef und einen weiteren Angestellten. Die restlichen Mitarbeiter fliehen in Panik. Der Amokläufer richtete sich anschliessend auf dem Parkplatz selbst.

Grosser Frust als Bedingung

«Es gibt keine spontanen Amokläufe», sagt Herbert Wyss. Für den Notfallpsychologen ist klar: Der Maurer muss seine Tat über Wochen geplant haben. Eine drohende Entlassung alleine könne nicht der Grund für die schreckliche Tat sein. Bei solchen Ereignissen gebe es immer eine längere Vorgeschichte, ein grosses Frustrationserlebnis. «Ich zerstöre, was mich zerstört hat», müsse sich der Amokläufer gedacht haben, sagt Wyss.

Gemäss Radio 24 ist dem Italiener bereits vor einem Jahr gekündigt worden, er habe bei der Sanitärfirma nur noch als Temporärangestellter gearbeitet. Nun habe ihn der Geschäftsführer offenbar definitiv ausmustern wollen. «Dies könnte der Auslöser für die Tat gewesen sein», so Wyss. Darüber hätten beim Amokläufer zwingend eine krankhafte Persönlichkeitsstörung sowie suizidale Züge vorgelegen. Er habe bereits vor seiner Tat mit dem Leben abgeschlossen, der Amoklauf und der Selbstmord seien nun die «finale Handlung» gewesen.

Häufigere Interventionen bei Firmen

Notfallpsychologe Wyss wurde in den letzten Monaten mehrmals von Firmen beigezogen, die sich bei Entlassungen vor unbedachten Handlungen seitens der Mitarbeiter fürchteten. «Solche Einsätze haben in der letzten Zeit massiv zugenommen.»

Bedingt durch die Wirtschaftskrise stellen zurzeit zahlreiche Firmen Leute auf die Strasse. Bei den allermeisten geht dies ohne grössere Probleme über die Bühne. Wie erkennt man Mitarbeiter, die gewalttätig werden könnten? «Alarmzeichen sind Äusserungen von Angestellten wie 'Wenn ich gehen muss, dann nicht alleine'», sagt Wyss. Oder wenn sich ein normalerweise lauter und aggressiver Mitarbeiter plötzlich sehr ruhig verhalte. Solche Warnzeichen sollten von der Vorgesetzten unbedingt ernst genommen werden.

Herbert Wyss führt seit 22 Jahren psychologische Kriseninterventionen durch. Für ihn ist klar: «Die Leute werden immer unsolidarischer - die Menschen und auch die Arbeitskollegen schauen weg.»

Chronologie der Amokläufe am Arbeitsplatz:


In den letzten Jahren hat es in der Schweiz nur wenige Bluttaten am Arbeitsplatz gegeben. Eine Häufung war in den Neunzigerjahren zu beobachten. Hier die schwerwiegendsten Vorfälle:

16. April 1986: Der Chef der Baupolizei der Stadt Zürich, Günther Tschanun, erschiesst nach Spannungen an seinem Arbeitsplatz im Zürcher Hochbauamt vier Kollegen und verletzt einen fünften schwer. Er wird zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt.

27. Feb. 1993: In einer Bäckerei im Berner Murifeld erschiesst ein 53-Jähriger seinen Bruder (den Besitzer der Bäckerei), dessen Ehefrau und einen Mitarbeiter. Danach begeht er Selbstmord. Offenbar wollte der Besitzer seinen Bruder entlassen.

2. April 1993: Ein 54-jähriger Angestellter der Berner Bedag Infomatik läuft am Arbeitsplatz Amok und tötet zwei Menschen, bevor er sich selber umbringt. Offenbar hatte er familiäre und Arbeitsplatz-Schwierigkeiten.

28. Nov. 1994: Beim Installationsunternehmen Sanitas Troesch in St. Gallen erschiesst ein Angestellter nach einem Konflikt mit seinen Vorgesetzten einen Kollegen und verletzt vier weitere.

5. Juli 2004: Ein Kadermann der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erschiesst nach einem Konflikt am Arbeitsplatz in Zürich zwei Vorgesetzte und richtet sich selber.


http://www.20min.ch/news/zuerich/story/25777977

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Nein, nein, wir wollen nicht eure Welt, wir wollen nicht eure Macht, und wir wollen nicht euer Geld,
wir wollen nichts von eurem ganzen Schwindel hören, wir wollen euren Schwindel zerstören!
28. Januar 2010, 15:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

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in der printausgabe stand noch was von wegen "der arbeitgeber ist svp-mitglied und als sozialer arbeitgeber bekannt"... question

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
29. Januar 2010, 00:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
cuervo



Anmeldedatum: 11.08.2005
Beiträge: 1598
Wohnort: Im Keller

Beitrag Antworten mit Zitat
Savo hat Folgendes geschrieben:
in der printausgabe stand noch was von wegen "der arbeitgeber ist svp-mitglied und als sozialer arbeitgeber bekannt"... question


halt so ein alter patron...

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Demonstrationen sind niemals "vernünftig". Wir bringen unsere Forderungen immer so provokant vor, dass die Mächtigen uns niemals zufriedenstellen können und deshalb die Mächtigen bleiben. Wenn sie dann unsere Forderungen nicht erfüllen, machen wir, zu Recht, Krawall.

Der Beamte verhaftete mich im Namen des Gesetzes. Ich schlug ihn im Namen der Freiheit!
29. Januar 2010, 10:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1069

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aus aktuellem anlass wieder mal sensei decker über amok

youtube.com/watch?v=XitDVJFyTVI



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argumentum ad baculum
14. August 2016, 17:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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