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Sans Papiers

 
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Sans Papiers
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Melnitz



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Beitrag Sans Papiers Antworten mit Zitat
Wie wäre es eigentlich mit einem Sans-Papiers Thread? Schliesslich beginnen die sich je länger je mehr selbstermächtigt zu wehren:

[url= http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Turbulente-Szenen-vor-Asylzentrum/story/18080957]Turbulente Szenen vor Asylzentrum[/url]

Zitat:
Bewohner einer Berner Asylunterkunft haben am Morgen lautstark gegen die Lebensbedingungen in der unterirdischen Zivilschutzanlage protestiert. Brenzlig wurde es, als die Polizei ausrückte.


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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
18. Juli 2012, 16:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Behemoth



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Beitrag Antworten mit Zitat
http://andiewaisendesexistierenden.noblogs.org/post/2012/07/20/graubunden-brand-in-asylunterkunft-rangeleien-mit-polizei/

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"ihr aber werdet die soziale Frage wissenschaftlich lösen, d.h. mit euerm grossen Maule. Der brutalen Herrschaft gegenüber seid ihr fein, d.h. ihr seid selber mehr oder weniger Bourgeois. Nur weiter, ihr anständigen Leute, die soziale Frage aber wird brutal gelöst werden; der Racheruf der Unterdrückten wird brutal ertönen" - Der Communist, N°17, 1893
24. Juli 2012, 16:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag Re: Sans Papiers Antworten mit Zitat
Melnitz hat Folgendes geschrieben:
je länger je mehr selbstermächtigt


Naja, ungefähr so selbstermächtigt wie damals 2001: Aber damals gabs immerhin freche Geschichten:

Zitat:
Berner Zeitung; 31.01.2002; Seite 23

Demonstration
Ein Kurde aus Gefängnis befreit
Ein 34-jähriger Sans- Papier wurde Dienstagnacht von Demonstranten aus dem Regionalgefängnis Bern befreit. Die teilweise Vermummten zersägten einen Gitterstab und zerstörten das Fenster.

· Christian Werder, Bernhard Ott
Die Demonstrierenden protestierten mit ihrer Aktion gegen die Verhaftung des Sans-Papiers. Der Mann war am Dienstagvormittag festgenommen worden. Er wollte - zusammen mit einem anderen Papierlosen und zwei Personen des Unterstützungskollektivs - die Grossratsdebatte über die Sans-Papiers mitverfolgen. Er wurde zwar ins Berner Rathaus eingelassen, dort aber festgehalten und danach von der Polizei ins Regionalgefängnis beim Amthaus überführt. Der Grund: Bei einer Routinekontrolle am Rathauseingang hat sich gemäss Polizeiangaben herausgestellt, dass der Kurde vom Kanton Basel-Landschaft gesucht werde. Hanspeter Iselin, Leiter Amt Migration Basel-Landschaft bestätigte auf Anfrage: «Der Kurde ist seit März 2001 untergetaucht und zur Ausschaffung ausgeschrieben.»

Demonstration 1. Teil

Vor der Befreiungsaktion in der Nacht gab es bereits eine erste Solidaritätskundgebung am späten Nachmittag. Rund 50 Mitglieder des Sans-Papiers-Kollektivs versammelten sich um 17 Uhr bei der Heiliggeistkirche. Gegen 18 Uhr begleiteten Sympathisanten die Familie des Inhaftierten - seine geschiedene Frau und zwei kleine Kinder - zum Regionalgefängnis. Im Innenhof skandierten sie mehrmals «Sherif», «Sherif», den Namen des Mannes. Als Antwort schlug er mit den Händen ans Fenster seiner Gefängniszelle im Untergeschoss. Eine Beteiligte: «Da wussten wir natürlich, wo er sich befindet.»

Kurz nach 18 Uhr informierte der Leiter des Regionalgefängnisses die Polizei. Er verlangte, dass die Demonstrierenden, die unterdessen Kerzen angezündet und auf dem Sims des vergitterten Fensters platziert hatten, weggewiesen würden. Die Polizei tauchte auf, beobachtete die Szene, unternahm jedoch nichts. Franz Märki, Pressesprecher der Stadtpolizei Bern: «Es war eine friedliche Demonstration auf öffentlichem Grund. Es gab keinen Grund, die Leute wegzuweisen.»

Gegen 19 Uhr löste sich die Versammlung auf. «Wir gingen zum Nachtessen in die Johanneskirche», sagte Kollektivmitglied Giovanni Schumacher auf Anfrage.

Demonstration 2. Teil

Weitaus aktiver gings dann zu und her bei der zweiten Demo, zu der das Sans-Papiers-Kollektiv für 21.30 Uhr aufrief. Rund 200 bis 300 Manifestanten haben gemäss Schumacher bei den Eingängen zum Gefängnishof getanzt. «Wie aus dem Nichts» seien um 22.15 Uhr Aktivisten der Handwerksgruppe Menschenrechte aufgetaucht. Gemäss Polizei deckten diese mit einem Transparent die Überwachungskamera ab und schlugen gegen die Türe. Noch bevor die alarmierte Stadtpolizei eintraf, gelang es den Aktivisten, einen Gitterstab durchzusägen, das Fenster einzuschlagen und dem Verhafteten zur Flucht zu verhelfen. «Die Demonstranten zogen sich in die Reithalle zurück, noch bevor die Stadtpolizei vor Ort war. Es konnte niemand mehr angehalten werden», heisst es in der Polizeimitteilung.

Hätte es sich von Polizeiseite her nicht aufgedrängt, nach der ersten Demo das Gefängnis besser zu beobachten? Polizeisprecher Märki: «Weil die erste Aktion friedlich verlief, mussten wir nicht mit einer zweiten Demonstration rechnen.»

Kollektiv dementiert

Das Sans-Papiers-Kollektiv dementierte gestern gegenüber den Medien eine Beteiligung an der Befreiungsaktion. «Die Befreiung verstärkt aber die Solidarität in der Bewegung», betonte ein Kollektivsprecher. Kollektivmitglied Giovanni Schumacher räumte indessen ein, dass die Distanzierung «rein rechtlichen» Charakter habe. «Sonst heisst es fälschlicherweise, Sans-Papiers hätten einen Sans-Papier befreit», sagte Schumacher. Die Befreiung des Kurden durch die «Handwerksgruppe Menschenrechte» habe aber die Sans-Papiers-Bewegung «von einer Ohnmacht befreit», betonte Kollektivmitglied Giovanni Schumacher. u

Johanneskirche

Gastrecht bleibt

Die Sans-Papiers können wie vorgesehen bis Ende Februar im Gemeindehaus der Johanneskirche im Breitenrainquartier bleiben. «Die Befreiungsaktion hat keinen Einfluss auf unser Gastrecht», sagte gestern Kirchgemeinderatspräsident Armin Kamer auf Anfrage. «Das heisst jedoch nicht, dass wir uns mit dem Standpunkt des Sans-Papiers-Kollektivs vollständig identifizieren», präzisierte Kirchgemeinderatspräsident Kamer. bob

KOMMENTAR

Ein Coup mit Folgen

· Bernhard Ott
In Hollywoodfilmen braucht es jeweils ein Grossaufgebot an Pistolenhelden, um Gefangene zu befreien. In Bern ist es am Dienstagabend einer Hand voll Vermummter gelungen, einen Kurden aus dem Regionalgefängnis zu befreien. Sie spazierten im Schutz einer Menschenmenge in den offen zugänglichen Hof hinter dem Amthaus und sägten einen Gitterstab durch. Der Coup lief unter Musik aus dem Ghettoblaster ab. Das «Happening» ist zweifellos geglückt. Die Stadtpolizei kam zu spät. Die Sicherheit im Berner Regionalgefängnis wurde zur Lachnummer.

Die Gefangenenbefreiung von Bern ist nicht nur politisch dumm, sie kommt auch in einem unglücklichen Moment. Seit dem Attentat auf das Parlament von Zug gehören Polizeikontrollen vor Rathäusern zum politischen Alltag. Der zur Anhaltung ausgeschriebene Kurde ist just im Rahmen einer solchen Kontrolle anlässlich einer Sitzung des Grossen Rates verhaftet worden. Nach der Befreiungsaktion will nun Berns oberster Gefängnisdirektor die Sicherheitsstandards im Amthaus überdenken. Eine Bewachung des Gefängnisses scheint nicht mehr ausgeschlossen. Die Stadtpolizisten, die noch bis vor kurzem die Eingangskontrollen zum Stadtrat garantierten, dürften vielleicht schon bald an der Hodlerstrasse Position beziehen.

Mag sein, dass eine stärkere Polizeipräsenz vor Rathäusern und Gefängnissen gewissen altlinken Exponenten des Sans-Papiers-Unterstützerkollektivs Freude bereitet. Diese leben schliesslich seit den frühen 80er-Jahren vom Katz-und-Maus-Spiel mit der staatlichen Gewalt. Die Gefangenenbefreiung von Bern offenbart jedoch eine gefährliche Militanz. Den berechtigten Anliegen der Sans-Papiers ist damit sicher nicht gedient. u

E-Mail: bott@btm.ch

«Wir unterschätzten den Angriff von aussen»

Der Gefängnisdirektor räumt Sicherheitsmängel ein. Vergeblich forderte er die Polizei auf, die Demo aufzulösen.

· Interview: Hugo Wyler
Christian Schlecht, wie kann es geschehen, dass sich das Berner Regionalgefängnis von einer kleinen Gruppe dermassen übertölpeln lässt?

Christian Schlecht: Ich denke nicht, dass wir uns übertölpeln liessen. Die Aktion fing im Verlauf des späteren Nachmittags mit einer Demonstration an. Die Zusammenarbeit mit dem Leiter des Regionalgefängnisses und der Stadtpolizei war jederzeit sehr intensiv. Wir haben die Aktion, zumindest was die Demo betrifft, festgestellt.

Wieso hat man dann nicht eingegriffen? Die Demo fand immerhin in der öffentlich zugänglichen Passage vor dem Regionalgefängnis statt.

Das ist richtig. Es war aber der Entscheid der Stadtpolizei, vorläufig nichts zu unternehmen. Sie erklärten uns gegenüber, sie hätten die Lage eigentlich im Griff.

Offensichtlich hatte man sie aber nicht im Griff.

Vielleicht. Der Leiter des Regionalgefängnisses Bern bot die Stadtpolizei zwei Minuten nach 18 Uhr auf - kurz nachdem die Kundgebung angefangen hatte. Er verlangte ausdrücklich die Wegweisung der Leute.

Die Polizei ist dieser Aufforderung demnach nicht gefolgt?

Sie hat die Lage anders beurteilt.

Die Aktion zeigt aber: Das Berner Regionalgefängnis ist nicht sicher genug.

Von innen nach aussen ist die Sicherheit des Gefängnisses Bern recht hoch. Der Angriff von aussen, wie jetzt geschehen, ist dagegen sehr selten. Es ist das zweite Mal innert 26 Jahren, dass so etwas passiert. Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es nie.

Dennoch braucht es nur eine Demo, ein bisschen Verwirrung, und schon können Insassen befreit werden.

Nein. In diesem Fall steht es in direktem Kontext mit der Beurteilung der Lage.

Wie konnte es dazu kommen, dass die Aktivisten erfuhren, in welcher Zelle der Mann inhaftiert war?

Dies entzieht sich meiner Kenntnis. Ich muss vermuten, dass er sich aus der Zelle, die ja bodeneben ist, bemerkbar gemacht hat: mit Schreien und so weiter. So konnten sie ihn wohl orten.

Ein Stab wurde durchgesägt, die Scheibe eingedrückt. Wieso vernehmen dies die Gefängnisbetreuer nicht?

Die Zelle befindet sich im ersten Untergeschoss. So wie ich es beurteile, ist die Befreiungsaktion sehr schnell abgelaufen. Die Ansammlung war das eine, und das wollten wir verhindern. Das Durchtrennen des Stabes und der Ausbau der Scheibe das andere.

Innen hörte man gar nichts?

Doch, wir haben etwas festgestellt. Das ist dann der Stadtpolizei wiederum gemeldet worden. In dieser Situation bedarf es eines koordinierten Vorgehens der beteiligten Kräfte.

Hatten Sie jemals das Gefühl, die Situation eskaliere?

Das ist wirklich schwierig zu beurteilen. Berücksichtigt man aber das ganze Umfeld der Aktion, müsste man eine potenzielle Eskalation wahrscheinlich in Betracht ziehen.

Das heisst, eine Eskalation war absehbar?

Im Voraus weiss man das nie. Im Nachhinein ist man immer klüger.

Wie ist es möglich, einen Stab einfach so durchzusägen?

Wie das genau vor sich gegangen ist, weiss ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Natürlich kann man einen Gitterstab mit einem entsprechend geeigneten Spezialwerkzeug entfernen.

Wieso sind diese Stäbe nicht, wie in anderen Gefängnissen üblich, mit einer Alarmvorrichtung versehen?

Sicherheits- und Alarmsysteme sehen nicht in jedem Gefängnis gleich aus. Das ergibt sich aus den baulichen und personellen Unterschieden und Gegebenheiten vor Ort.

Wurde bei der betroffenen Zelle die Ausbruchgefahr unterschätzt?

Nein. Sie ist gesichert. Jedoch wurde der Angriff von aussen wahrscheinlich unterschätzt.

Hat der Vorfall Folgen für das Sicherheitsdispositiv?

Ja. Der Vorfall wird detailliert abgeklärt. Mit Bezug auf den Sicherheitsstandard werden wir danach unsere Schlüsse ziehen.

Werden Sie die Sicherheit verstärken müssen?

Das werden die Abklärungen ergeben. Ich kann mich dazu im heutigen Zeitpunkt nicht äussern. u

Christian Schlecht (56) ist Direktor der insgesamt neun Regional- und Bezirksgefängnisse im Kanton Bern.


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Das ist die Verrücktheit einer Gesellschaft, die sich von einem Sachzwang bestimmen lässt, der nur existiert, weil ihn die einen selbst praktizieren und die anderen sich ihn aufherrschen lassen.
24. Juli 2012, 17:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Blick über die Grenze nach Deutschland:

Zitat:
Etwa 70 Menschen machten sich nach der Demonstration zu Fuß auf nach Berlin. »Wir ertragen es nicht mehr. Wir wollen nicht mehr schweigen«, schreiben die protestierenden Asylsuchenden in ihrem Aufruf. Eine weitere Gruppe von Protestierenden aus dem Iran, Afghanistan, Nigeria, Deutschland und anderen Ländern begab sich mit dem Bus auf den Weg nach Berlin.

Mohammad Rahsepars Selbsttötung Anfang des Jahres in einem Flüchtlingsheim in Würzburg war der Auslöser für den Protest (Jungle World 18/12). Es folgten ein Camp in der Innenstadt, Hungerstreiks, das Zunähen der Münder und dann weitere Zeltlager in Düsseldorf, Osnabrück, Berlin, Nürnberg, Regensburg, Aub, Passau und Bamberg (Jungle World 32/12). Die Flüchtlinge fordern unter anderem einen Abschiebestopp, die freie Arztwahl, Arbeits- und Studienerlaubnisse für alle Asylsuchenden und die Abschaffung der Lager. Diese von Asylsuchenden selbst organisierten Proteste zeugen von großer Ausdauer und dürften zu den hartnäckigsten der vergangenen Jahre zählen. Die Bedingungen sind hart: Viele Protestierende setzen ihre Gesundheit aufs Spiel, nehmen Schikanen der Polizei und Geldstrafen der Behörden in Kauf.

http://jungle-world.com/artikel/2012/37/46230.html


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14. September 2012, 20:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Fabio Montale



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Beitrag Sans-Papiers, Selbstermächtigung, Reflektion Antworten mit Zitat
Es ist sehr bereichernd für die Bewegung der Migrant_innen, einen Sans-Papiers Thread zu haben. In der Bewegung selbst - gerade in der Schweiz - gerät die theoretische Diskussion immer wieder in den Hintergund. Ausgehend vom No Border Camp in Köln im Sommer eine kritische Reflektionen zu "Critical Whiteness". Sehr lesenswert: http://www.akweb.de/ak_s/ak575/23.htm

Zum Kommentar der "Selbstermächtigung": Eine Diskussion über die "Selbstermächtigung" der Migrant_innen und Sans-Papiers ist wichtig. Doch die Diskussion kann für die Bewegung selbst nur dann fruchtbar sein, wenn wir nicht stets den gleichen Fehler machen, "von aussen" und als "Expert_innen" zu analysieren und zu (be-/ver-)urteilen. Dadurch würden wir uns unausweichlich von den Bedingungen der Sans-Papiers, von der Materialität ihrer alltäglich erlebten Erpessung und von der Suche nach kollektiven Organisationsformen distanzieren.

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"In der platten Ebene erscheinen auch Erdhaufen als Hügel."
22. September 2012, 20:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
bezüglich reflektion, migrationsforschung und konkreten erfahrungen von sans papiers, empfiehlt es sich, sich einmal das migrations-dossier von wildcat durchzulesen. das ist, wie ich finde, neben den initiativen vom grenzcamp/no border camp, ex- kanak attack und den materialien für einen neuen antiimperialismus wohl die tauglichste sammlung an echt guten analysen, thesenpapieren und erfahrungsberichten.

hat übrigens jemand hier mal das buch "grenzregime" angeschaut? ist das empfehlenswert?

http://www.wildcat-www.de/dossiers/migration/migration.htm
http://www.materialien.org/texte/migration/index.html
http://www.kanak-attak.de/ka/text.html

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
23. September 2012, 02:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Artikel von Mike Davis in der Zeit:

Die Große Mauer des Kapitals

Zitat:
USA/Mexiko und anderswo: Wie die Armen der Welt brutal von den reichen Ländern ausgegrenzt werden


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03. Oktober 2013, 21:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Die fünf besten Wege, illegal nach Europa einzureisen Antworten mit Zitat
Reiseratgeber für Sans Papiers von Vice: http://www.vice.com/de/read/die-5-besten-wege-illegal-nach-europa-einzureisen/?utm_source=vicefb

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
13. Oktober 2013, 20:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag In der Haut eines Migranten Antworten mit Zitat
Refugees and 'Fortress Europe': put yourself in their shoes - interactive: http://www.theguardian.com/global-development/ng-interactive/2014/jan/refugee-choices-interactive?view=desktop

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14. Januar 2014, 12:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Die NZZ hat empirische Arbeit geleistet:

«The Migrants' Files»: Die Toten vor Europas Türen

Zitat:
Eine Gruppe europäischer Journalisten hat untersucht, wie viele Migranten seit 2000 auf dem Weg nach Europa umgekommen sind. Die Zahl ist erschütternd: Es gab bereits über 23 000 Tote – deutlich mehr als bisher angenommen.


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31. März 2014, 08:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Mittelmeer: Italienische Marine greift 4000 Bootsflüchtlinge auf

Zitat:
Mit dem besseren Wetter im Frühling wächst die Zahl der Flüchtlinge im Mittelmeer rasant. Allein in den letzten beiden Tagen griff die italienische Marine 4000 Menschen aus teilweise seeuntüchtigen Booten auf. "Der Notstand wird immer größer", klagt Innenminister Alfano.


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09. April 2014, 10:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Eingesperrt in Israel Antworten mit Zitat
Israel respektiert internationale Sitten und Gebräuche: Wie überall auf der Welt werden auch dort die Flüchtlinge als Untermenschen behandelt: http://revolution-news.com/refugees-deported-to-their-death-the-story-of-sadik/

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07. Mai 2014, 18:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Tödliche Grenze Antworten mit Zitat
In Greece, a river holds tragedy for migrants: http://www.aljazeera.com/indepth/features/2014/06/greece-river-holds-tragedy-migrants-2014630828461621.html

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05. Juli 2014, 19:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Zwischenbilanz der Katastrophe Antworten mit Zitat
Ein Lagebericht zur kapitalistischen Katastrophe mit Fokus auf Migration. Doch keine Angst: Wir haben es endlich geschafft, es handelt sich nämlich gemäss Wert(abspaltungs)kritikern (einmal mehr...) um "das finale Stadium der Zersetzung des kapitalistischen Weltsystems". Schon bald bricht alles zusammen und eine "Vereinigung kritischer Individuen" wird dem Wert endgültig den Gnadenstoss versetzen. Trotz solch ziemlich unangebrachtem Optimismus jedoch ein interessanter Text:

Zitat:
Dabei ist noch eine weitere Zunahme der Flüchtlingsströme zu erwarten. Die Zahlen des UNHCR erfassten beispielsweise noch nicht die massiven Vertreibungen, die mit dem Vormarsch der Steinzeitislamisten der ISIS im Irak einhergehen. Der Sunnitische Aufstand und der totale Zusammenbruch staatlicher Strukturen in weiten Teilen des Irak habe die „Flut“ der irakischen Binnenflüchtlinge verdoppelt und auf über 1,1 Millionen Menschen anschwellen lassen, berichtete CNN Mitte Juni. Hunderttausende Iraker fliehen zudem nach Jordanien oder Kurdistan, wo schon sehr viele Flüchtlinge vor dem syrischen Bürgerkrieg Zuflucht suchten. Weite Teile des Nahen Ostens scheinen in einem grenzüberschreitenden regionalen Bürgerkrieg zu versinken, der die verbliebenen einigermaßen stabilen Staatsgebilde zu erodierenden Inseln in einem Meer aus Krieg und Anomie werden lässt.

Etliche der Länder, die bislang die Hauptlast der global anschwellenden Flüchtlingsströme getragen haben, wie etwa Pakistan oder Libanon, sind selber von staatlichen Erosionsprozessen und zunehmenden bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen gekennzeichnet, sodass hier mittelfristig weitere Fluchtbewegungen zu erwarten sind. Diesen verzweifelten, ausgestoßenen Menschenmassen eines in Agonie befindlichen kapitalistischen Weltsystems wird gar keine andere Option bleiben, als die Flucht in die wenigen Zentren, die noch nicht in Anomie versinken. Das global anschwellende Flüchtlingselend stellt das Endprodukt der Weltkrise des Kapitals dar, das – an seinen inneren und äußeren Widersprüchen kollabierend – eine buchstäblich überflüssige Menschheit produziert.

http://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&index=3&posnr=619


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01. September 2014, 21:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Erdbeergulag Antworten mit Zitat
Der moderne "Arbeitsmarkt":

Zitat:
The young migrant workers were worried. Like Chowdhury, they had paid smugglers thousands of dollars to reach this promised land in the hope of wiring money to their families in Bangladesh. Chowdhury managed to send back €2,000 (£1,600) in total before his wages stopped. Now that they were here, in a country that was, itself, crushed by economic crisis, there was one inescapable fact. As state-declared "illegals," without recognised papers or permits, they had no rights. They could go to the authorities but the authorities wouldn't care because, officially, they did not exist. And, this time, their armed overseers were not just angry; they were seething with rage.

"The month before, they had killed the two dogs we kept in the camp," says Lynton Khan, Chowdhury's friend. "And when they shot them dead they said: 'This is how we will deal with you.'"

http://www.theguardian.com/world/2014/sep/01/greece-migrant-fruit-pickers-shot-they-kept-firing?CMP=twt_gu


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02. September 2014, 04:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kinderarbeit in Italien Antworten mit Zitat
Erste Priorität eines Flüchtlings: Geld, um der Familie den Kredit für die Schlepper zurückzuzahlen. Das wissen auch jene, welche billige Arbeitskraft suchen:

Zitat:
“I said ‘Bye bye, Sicily,’ as nobody was helping us in the centres over there,” says Hamdi, a 17-year-old from Kafr Ikhsha in Egypt. “There are guys who help you with the tickets. When I arrived in Rome, an Egyptian man told me to go to Ponte Mammolo bus terminal and find the bus with all the other Egyptians, which would take me to the market. You only earn between two to 10 euros for a day of work, but my family have to pay back the 2,500 euro trip to Italy we paid.”

Ahmed, who claims he is 17 but looks years younger, says he is under huge pressure to find a way of repaying the 3,500 euro debt he incurred on his journey to Europe. He is scared about a contract his family signed with the smugglers who brought him across to Sicily. “Even five euros a day would be something,” he says. “I have to send money home, my family only have five months to repay the debt.”

http://www.theguardian.com/global-development/2014/oct/17/african-child-migrants-italian-traffickers-forced-labour-sexual-exploitation?CMP=twt_gu


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21. Oktober 2014, 12:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Der berühmte Spruch vom Bild und den 1000 Worten wäre hier angebracht (auch das im Artikel verlinkte Video hats in sich):

African migrants look down on white-clad golfers in viral photo

Zitat:
Realities clash as campaigner captures image of asylum seekers stuck on razorwire fence above elite club on Morocco-Melilla border




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24. Oktober 2014, 09:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Folterbusiness im Sinai Antworten mit Zitat
Das Folterbusiness im Sinai, dem hauptsächlich Eritreer zum Opfer fallen, scheint sich auch in Libyen, Jemen und anderen Gebieten zu etablieren. Dahinter vermutet man jihadistische Gruppen und/oder den eritreischen Diktator Afewerki:

Zitat:
Où va l’argent qui est ainsi extorqué à ces Erythréens ?

C’est une très bonne question et c’est une grande question. Pour l’instant, on n’a que des hypothèses de travail. D’abord, il est utilisé à des fins d’enrichissement personnel par les tortionnaires. Et ensuite, pour le reste ce sont des hypothèses. Certains experts de la région mettent en évidence un lien direct avec les cellules jihadistes qui opèrent dans le Sinaï. Enfin la dernière hypothèse la plus importante qui a été soulevée depuis un an par l’ONU, c’est que l’état-major du dictateur Issayas Afeworki a des parts directes dans le trafic d’Erythréens.

Ce qui serait quelque chose d’historique, puisque si cette hypothèse était vérifiée et c’est ce à quoi s’emploient les enquêteurs de l’ONU, les enquêteurs de l’Union européenne dans les années à venir, ça serait le premier cas de tortures hors les murs organisé par un dictateur lui-même. Donc une superbe trouvaille puisque ça lui permettrait de torturer les fuyards, mais pas sur son propre sol, donc en évitant les observateurs internationaux, et ça lui permettrait par la même occasion de faire revenir de l’argent à l’intérieur des frontières de l’Erythrée. Et c’est cette hypothèse-là qui en ce moment fait l’objet de toutes les attentions de la communauté internationale.

http://www.rfi.fr/afrique/20141109-migrants-corne-afrique-plus-plus-exposes-torture/?aef_campaign_date=2014-11-09


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10. November 2014, 10:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Hungerstreik Antworten mit Zitat
Hungerstreik von Flüchtlingen in einem Knast Athens:

Zitat:
Muhammed Asfaq from Pakistan, died on Tuesday 11th of November in
Menidi* detention centre. He was 25 years old and he had been in
detention for two years. The reason of his death was a disease that was
not treated. He was not brought to hospital. Specifically, he was not
treated with first aid the time he needed instead he stayed for two
hours lying on the floor until the ambulance came. He died inside the
ambulance.

There are approximately 1,500 refugees and migrants in Menidi. Among
them are many sick persons who don’t receive any medication. Not only
them but also the mentally sick don’t receive any care. Even it is
illegal to detain them. There is also a lot of racism from the police
reaching even to ill-treatment like beatings.

https://clandestinenglish.wordpress.com/2014/11/21/hunger-strike-in-amygdaleza-detention-centre/


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
23. November 2014, 15:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Festung Europa Antworten mit Zitat
Wie gewohnt ist alles viel schlimmer als erwartet: Erschreckende Doku-Reihe von Vice News über die Festung Europa:

Teil 1: Ceuta und Melilla



Teil 2: Griechenland

2.1:



2.2:



Teil 3: Gefangen in Bulgarien



Teil 4: Massengrab zwischen Libyen und Italien



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19. Februar 2015, 03:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Festung Europa Antworten mit Zitat
Fotoreportage über Migranten in Melilla:

Zitat:
I began this work in 2004, as a personal project reporting on the conditions of immigrants living at the gates of Europe. In these places allegations of human rights abuses and police killings are rampant, as are illegal deportations of immigrants back into Africa. European Union laws requiring member states to allow anyone who steps foot on their territory the chance to apply for political asylum are routinely ignored.

And violence comes from both sides of the border: some migrants are killed in Moroccan police raids before they can even enter Melilla, other are injured by Spanish forces when they are attacked attempting to hop the fences. A serous grievance is the “express” deportation of immigrants who are returned to Morocco even after they have reached Spanish territory, an action banned by the EU. Melilla is a surreal world—separated as it is from the European continent—where the Spanish government has always had difficulty keeping order.

http://www.catchlight.io/stories/the-wall-of-europe


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02. Juni 2015, 02:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Auf dem Weg nach Libyen Antworten mit Zitat
Eine Reportage aus Agadez (Niger) in der Sahara:

Zitat:
But in Agadez, smugglers see themselves as businessmen, providing a service that Niger's desert tribes have mastered.

Musa's father shuttled goods for years between Agadez and Libya, where U.S. and U.N. sanctions made legal trade difficult. By the time Musa was 20, he was crossing the Sahara too. He learned to navigate by ruts in the sand during the day and by the stars at night. In 2011, Libyan leader Moammar Gadhafi was overthrown, and suddenly no one was stopping boats from leaving the country's ports for Italy, just 200 miles away. Throngs of migrants began to arrive in Agadez. Musa was ready to profit.

He and his brothers bought a fleet of Toyota pickups stolen from Libya. They built the shed in the store's back yard and lay down old mats and carpets where the migrants could sleep. They started taking between 25 and 100 migrants across the Sahara every week, charging about $300 each.

"My phone number became famous across West Africa," he said.

http://en.alwasat.ly/en/news/libya/612/Smugglers%27-haven-in-the-Sahara.htm


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23. Juli 2015, 16:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Pushback in Griechenland Antworten mit Zitat
Griechische Bullen haben wieder mal Migranten der Türkei "zurückgegeben":

Zitat:
Zuletzt gingen vier Meldungen aus der Ägäis ein. Flüchtlinge berichteten, dass teils maskierte Spezialeinheiten der Küstenwache zwischen dem türkischen Festland und den griechischen Inseln an Bord gekommen seien. Die Boote seien zu der Zeit nicht in Seenot gewesen.

Am 27. Juli etwa meldete sich ein Insasse eines Bootes vor der Insel Lesbos, auf dem sich 54 Flüchtlinge aus Afghanistan befanden. Er berichtet, dass gegen 7.40 Uhr früh griechische Küstenwächter an Bord gekommen, die Insassen bedroht und den Motor ausgebaut und mitgenommen hätten. Das Boot trieb auf dem Meer umher, bis die türkische Küstenwache die Insassen rettete und in die Türkei zurückbrachten. Türkische Medien berichteten über den Vorfall.

http://taz.de/!5218439/


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10. August 2015, 14:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Repression Antworten mit Zitat
In Mazedonien ist die Aufstandsbekämpfungspolizei gegen die Flüchtlinge aufgeboten worden:

Zitat:
Riot police in Macedonia have fired tear gas and stun grenades on desperate migrants attempting to cross the border from Greece.

From behind barbed wire, Macedonian officers used tear gas to drive back migrants who attempted to charge the border on Friday morning having spent the night in the open.

The small Balkan state declared a state of emergency on Thursday, placing its southern border on lock down as its government said it would deploy the military.

Approximately 3,000 migrants are reportedly caught in the dusty no-man's-land near the small Macedonian town of Gevgelija between the two countries after landing in Greece and attempting to make their way to wealthier European countries to the north.

http://www.independent.co.uk/news/world/europe/migrant-crisis-macedonian-police-use-tear-gas-and-stun-grenades-on-desperate-migrants-attempting-to-cross-border-from-greece-10464942.html


Ähnlich in Serbien:

Zitat:
Videos like these show the real situation of those who choose to leave their country in search of safety and an opportunity to provide for their children.

Two countries, more specifically Serbia, which borders with the European Union are seen by immigrants as a gateway to a better life in a developed European country.

In order to stop immigrants getting to their border, Hungary has started building a wall on the border with Serbia. The first stage of construction is about to end and it involves completing 70 out of 175 kilometers of the wall.

http://revolution-news.com/a-glimpse-into-the-immigrant-struggle-in-the-balkans/


Auch Bulgarien mobilisiert die Armee:

Zitat:
Nachdem Mazedonien die Grenzen dicht gemacht hat, bereitet man sich in Sofia auf einen Flüchtlingsansturm vor.

Nach der Schließung der mazedonischen Südgrenze will Bulgarien Soldaten einsetzen, um an seiner südwestlichen Grenze Flüchtlinge aus Griechenland zu stoppen. "Die Streitkräfte würden gemeinsam mit der Grenzpolizei die Grenzkontrollen verstärken", teilte das Verteidigungsministerium in Sofia am Freitag mit. Dies gehöre zu Maßnahmen, die derzeit gemeinsam mit dem Innenministerium vorbereitet würden.

http://kurier.at/politik/eu/fluechtlinge-bulgarien-mobilisiert-die-streitkraefte/148.323.875


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21. August 2015, 18:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Mazedonien Antworten mit Zitat
Noch ein deutscher Artikel zum Thema:

Zitat:
Gleichzeitig blockierten in Griechenland über 4.000 Flüchtlinge aus Protest die internationale Eisenbahnlinie Thessaloniki–Skopje. Auf der mazedonischen Seite wurde entlang der Eisenbahn am Grenzübergang ein 300 Meter langer Stacheldrahtzaun errichtet. Die mazedonische Regierung beschuldigte Athen, die Transporte der Flüchtlinge nach Mazedonien organisiert zu haben, und rief wegen der erhöhten Zahl von Flüchtlingen den Ausnahmezustand im südlichen und nördlichen Grenzgebiet des Landes aus. Allein in Juli sollen rund 39.000 Flüchtlinge in Mazedonien registriert worden sein, allerdings nur mit kurzfristiger Aufenthaltsgenehmigung.

Es ist ein Präzedenzfall, dass Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und aus Nordafrika im Niemandsland zwischen zwei Grenzen festgehalten werden. Dort ist weder Griechenland noch Mazedonien für sie zuständig.

http://www.taz.de/!5221920/


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21. August 2015, 18:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag +1 Antworten mit Zitat
Und noch einer:

Zitat:
Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen berichten, dass sie am Freitagmorgen an der griechisch-mazedonischen Grenze zehn Flüchtlinge behandelt haben, die durch Blendgranaten mazedonischer Sicherheitskräfte verletzt worden sein sollen. Seit Donnerstag seien 100 Flüchtlinge wegen Erkrankungen und Erschöpfung behandelt worden, so viele Notleidende mussten seit dem Start einer mobilen Klinik im April dieses Jahres in so kurzer Zeit noch nicht behandelt werden.

Wegen des starken Flüchtlingsandrangs hatte Mazedonien am Donnerstag den Ausnahmezustand ausgerufen und den Einsatz von Soldaten an seiner Grenze zu Griechenland vorbereitet. Die „massiven illegalen Grenzübertritte“ machten eine „größere Kontrolle erforderlich“, erklärte die Regierung.

http://www.tagesspiegel.de/politik/mazedonien-soldaten-setzen-blendgranaten-gegen-fluechtlinge-ein/12217876.html


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21. August 2015, 19:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Flüchtlinge vs. Hooligans Antworten mit Zitat
Dieses Video tut gut: Flüchtlinge wehren sich in Budapest erfolgreich gegen einen Angriff von Hooligans:

.be

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04. September 2015, 20:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Jemen - Somalia Antworten mit Zitat
Früher flohen die Somalis in den Jemen, jetzt gehen sie wieder zurück ans Horn von Afrika - begleitet von fliehenden Jemeniten:

Zitat:
As of September 17, over 60,000 people have arrived from Yemen in the Horn of Africa since the beginning of the bombing campaign on Yemen, according to Craig Murphy, the project coordinator for mixed migration at the International Organization for Migration (IOM) in Nairobi. More than 29,000 of these people have flocked to Somalia, split almost evenly between Berbera in Somaliland and the port of Bosaso in Puntland, a semi-autonomous region of Somalia just to the east. Neighboring Djibouti has also seen a heavy influx of refugees.

Murphy said that there have been no reports to date of migrant boats sinking or of deaths at sea since the onset of the crisis. "Under the circumstances they are fleeing," he wrote in an email, "it is hard to believe that they are making it across without loss of life at sea."

https://news.vice.com/article/this-network-of-merchants-is-helping-refugees-flee-the-horrors-of-yemen


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23. September 2015, 19:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Libyen Antworten mit Zitat




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01. Oktober 2015, 19:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ulf



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Beitrag migration Antworten mit Zitat
versuch eines flugblatts zum thema:

http://fpd.blogsport.de/2015/09/05/leaflet/

bzw.

http://fpd.blogsport.de/images/prol.pdf
03. Oktober 2015, 04:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Dienstverweigerung in Griechenland Antworten mit Zitat
Ein Manifest griechischer Wehrpflichtiger, die sich weigern, Jagd auf Migranten zu machen:

Zitat:
.... flesh torn on barbed wire, children drowned on beaches, hungry people on the streets, crowds of people begging for their papers ...

Before they became headline news many of us saw and experienced these shameful images on the River Evros, and on the islands, where we were sent to do our compulsory Military Service of the Absurd as both slave workers and cannon fodder. These scenes have shocked us and dominate our discussions. But we don’t want this to become the “new normal”. While not having grown used to and not having accepted the Memoranda and all the policies against the people, imperialist interventions and their dirty wars, we will not accept and not get used to the refugees' plight. It is also the plight of our own people, of our own world, the working class world regardless of nationality-religion-gender!

http://www.leftcom.org/en/articles/2015-10-27/greek-conscripts-we-won-t-take-part-in-fighting-migrants


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27. Oktober 2015, 17:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Flüchtlingslager Dobova (SLO) Antworten mit Zitat
Ein Film mit versteckter Kamera gibt einen Einblick in die Zustände im Flüchtlingslager Dobova in Slowenien:

.be

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08. November 2015, 18:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Agadez Antworten mit Zitat
Agadez und die Route durch die Sahara:

Zitat:
You can’t see the road from Agadez in Niger to Libya. You simply drive to the edge of the local airstrip, turn left, fork right, head past the one building on the horizon – a lonely police checkpoint – and that’s it. Only a select few local drivers know which dunes lead across the Sahara and which ones lead to oblivion. And in three days of driving, there are plenty of wrong turnings to make.

Yet before they risk death in the Mediterranean Sea, before they cross the battlegrounds of the Libyan civil war, and well before a tiny few of them reach the new security fences at Calais, most migrants from west Africa must pass along this road. Many of them die on it.

http://www.theguardian.com/world/2015/nov/09/on-the-road-in-agadez-desperation-and-death-along-a-saharan-smuggling-route


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10. November 2015, 02:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Calais Antworten mit Zitat
Die Antwort der Bullen auf Proteste sind willkürliche Angriffe auf den "Dschungel":

Zitat:
For the third night in a row, Calais police have attacked refugees in the ‘jungle’ with tear gas.

Tensions escalated on 10 November when police used unprecedented force against refugees in the camp, including rubber bullets, a water cannon, and lethal concussion grenades. What began as a refugee protest on the highway, with refugees chanting “no more jungle”, quickly turned into a night of collective punishment by police.

http://www.thecanary.co/2015/11/11/police-open-fire-calais-refugee-camp-lethal-force-video-tweets/


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12. November 2015, 13:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Zizek fordert Militär, Grenzschliessung usw. Antworten mit Zitat
Stalinismus + Lacanianismus ergibt ein ganz schreckliches Resultat:

Zitat:
It is at least clear that what is needed to stop the chaos is large-scale coordination and organization, which includes but is not limited to: reception centers near to the crisis (Turkey, Lebanon, the Libyan coast), transportation of those granted entrance to European way stations, and their redistribution to potential settlements. The military is the only agent that can do such a big task in an organized way. To claim that such a role for the military smells of a state of emergency is redundant. When you have tens of thousands of people passing through densely populated areas without organization you have an emergency state—and it is in a state of emergency that parts of Europe are right now. Therefore, it is madness to think that such a process can be left to unwind freely. If nothing else, refugees need provisions and medical care.

http://inthesetimes.com/article/18605/breaking-the-taboos-in-the-wake-of-paris-attacks-the-left-must-embrace-its


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18. November 2015, 12:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Calais Antworten mit Zitat
Proteste in Calais:

Zitat:
The protest arrived in Place D’Armes at approximately 4pm. There were around 2000 people present and speeches were made by members of many different refugee solidarity groups. At some point the statue of Charles De Gaulle was graffitied. One group of inhabitants of the jungle tried to motivate people in the crowd, making tentative efforts to approach the port. They finally suceeded in breaking the police line and moved quickly to the port. Loose estimates are that more than 1000 people participated in this action. This group broke through multiple security fences to approach the port zone, rapidly outmanouvering the hapless police. 500 people then succeeded in breaking into the vehicle parking area inside the port, whilst those who remained outside the fences surrounding the port were treated to a barrage of rubber bullets and tear gas grenades from the CRS. Having pushed the crowd away from the temporary hole made in the fence, the CRS prevented any more people from entering the port.

Many in the group ran towards the ferry “The Spirit of Britain” and began to climb aboard. Around 50 people succeded in occupying the ferry. Port workers and Police Aux Frontiers arrived but remained at a distance. A crew member from the ferry began to hose the occupiers with a fire hose, which they kept up until the end of the occupation.

https://calaismigrantsolidarity.wordpress.com/2016/01/24/thats-the-spirit-migrants-and-refugees-occupy-port/


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25. Januar 2016, 02:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Ungarn Antworten mit Zitat
Die ungarische Regierung hat definitiv eine ziemlich merkwürdige Konzeption von "Gastfreundschaft":

https://vimeo.com/154178639

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12. Februar 2016, 16:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Calais Antworten mit Zitat
In Calais wird es immer offensichtlicher, dass Bullen und Faschisten zusammen Jagd auf Bewohner des "Dschungels" machen:

Zitat:
Members of an armed far-right militia are attacking Calais migrants in an unprecedented, brutal campaign of violence, according to evidence seen by this newspaper. In a series of incidents in recent weeks, refugees living at the Jungle camp claim to have been targeted by organised thugs – sometimes in uniforms.

The Independent was told of one attack in which young male refugees were taken by van to a field where they were stripped naked and had their hands cuffed behind their back. They were then made to watch as their abductors – a group of unidentified men – beat them individually.

http://www.independent.co.uk/news/world/europe/calais-jungle-refugees-targeted-by-armed-far-right-militia-in-brutal-campaign-of-violence-a6870816.html


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13. Februar 2016, 00:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Calais Antworten mit Zitat
Ein weiterer Artikel dazu:

Zitat:
French police and armed civilian “militias” have launched a series of attacks against refugees in Calais in the last few weeks, a British charity said.

People, including a 10-year-old boy, have been attacked when leaving “the Jungle” migrant camp or in the surrounding area, with two currently in hospital intensive care units with life-threatening injuries.

A team from the camp’s legal centre has filed eight complaints of police brutality and five against civilian militias to the French judiciary, according to Care4Calais, a charity that helped compile some of the incident reports.

http://www.theguardian.com/world/2016/feb/13/police-civilian-militias-attacked-migrants-calais-charity


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14. Februar 2016, 14:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag #MyEscape Antworten mit Zitat


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16. Februar 2016, 01:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Weg nach Europa Antworten mit Zitat
Migration und Proletarisierung der Mittelklassen:

Zitat:
“Sir, please, can you help me?” a soft-spoken 29-year-old named Mohammad Yousof asks a foreign journalist in excellent English, his voice breaking. An Afghan economics professor, he is running, he says, from the Taliban. “I should not be in this camp. I don’t belong here. I was important. A VIP. I need help. Please. Can you please ask someone to let me cross?”

But in migrant-inundated Europe, the door to sanctuary is closing.

https://www.washingtonpost.com/world/europe/as-the-route-to-europe-closes-migrants-journey-through-grief/2016/03/05/d2a48022-e09b-11e5-8c00-8aa03741dced_story.html?postshare=1801457268700690&tid=ss_tw


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06. März 2016, 16:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Route? Antworten mit Zitat
Während Österreich Mazedonien überzeugen konnte, die Grenze zu schliessen, versucht Griechenland Albanien zu überzeugen, sie zu öffnen. Die Flüchtlingspolitik der EU verkommt immer mehr zur Farce:

Zitat:
Eine neue Flüchtlingsroute könnte über Westgriechenland mit Schiffen nach Italien laufen. Allerdings gibt es bei Weitem nicht solche Infrastrukturen wie an der türkischen Küste. Auch ist die Entfernung zum Beispiel zwischen Igoumenitsa und Otranto in Italien mit 168 Kilometern deutlich größer als von der Türkei zu den ostägäischen Inseln, wo die Überfahrt oft nur eine gute Stunde dauert.

Eine zweite potenzielle Route führt über Albanien. Regierungschef Edi Rama hat angekündigt, sein Land werde sich dem Transit von Flüchtlingen mit allen Mitteln widersetzen. Das Gelände zwischen Griechenland und Albanien ist gebirgig und wahrscheinlich nicht lückenlos von der Polizei zu überwachen. Allerdings gibt es in Südalbanien keinerlei Eisenbahnverbindungen, um Zehntausende Menschen wie zuletzt über die Balkan-Route zu transportieren.

http://orf.at/stories/2328381/2328280/


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08. März 2016, 01:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Migration und Arbeit Antworten mit Zitat
Eine englische Übersetzung eines Wildcat-Artikels:

Zitat:
To have this impact proletarian migration must be controlled, something which those in power have increasingly been unable to do in recent years. The most recent stages of this loss of control were the escalation of the 'refugee crisis' in Greece in early 2015, the demolition of the border fences in Turkey in Mid-July 2015 in the aftermath of the fights over Tal Abjad in Syria and finally the trek of refugees from the main station in Budapest towards the Austrian border. In early September the arriving refugees were welcomed with applause in Vienna, Munich and other cities. Apart from the actual border-crisis, this reaction of the local population is the second aspect of the state's loss of control and would have been unthinkable in the early 1990s. Thirdly, the ruling class has no strategy of how to 'fight the underlying reasons for migration'. In fact, the opposite is true: the ever more brutal and destructive repression of oppositional movements in an increasing number of regions around the globe aggravates the social antagonism; crisis and wars result in the collapse of entire regions.

http://libcom.org/blog/migration-refugees-labour-21022016


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12. März 2016, 22:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Solidarität mit Flüchtlingen Antworten mit Zitat
Natürlich machen sie Reproduktionsarbeit für Staat und Kapital, aber es ist schwer, diese Leute einfach zu verurteilen:

Zitat:
But the sight of thousands of refugees stranded on their shores, often with little more than the clothes on their backs, has now taken them somewhere else. As the numbers have grown so, too, have the acts of altruism – some recorded, some never seen – nationwide.

In Idomeni, pensioners struggling to make ends meet buy two loaves of bread, one to share with those who have descended on their tiny community; elsewhere, villagers open their homes. On Aegean islands that have borne the brunt of the influx, shops – hard hit by plummeting consumption – donate supplies.

In Athens, where passenger terminals, parks and public squares have been turned into chaotic reception centres, Greeks of all backgrounds and ages have rushed to join the relief effort. Everywhere, NGOs speak of an explosion of giving that has taken them aback. “I could tell you so many stories,” says Caroline Haga, a Finn seconded for the past four months to the country, with the International Red Cross. “In Samos and Chios, recently, every shopkeeper I met wanted to give something for the children. It’s amazing, considering what they’ve been going through themselves. And more and more, every day, are signing up as volunteers.”

http://www.theguardian.com/world/2016/mar/12/refugee-crisis-greeks-strangers-migrants


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14. März 2016, 03:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Proteste in Griechenland Antworten mit Zitat
Der Enthusiasmus über eine eventuelle Rückkehr in die Türkei hält sich unter den Flüchtlingen in Griechenland in Grenzen:

Zitat:
On Saturday overstretched resources were evident in the chaos on Chios where detainees, fearing imminent deportation, had not only run amok, breaking through razorwire enclosing a holding centre on the island, but in despair had marched on the town’s port. In the stampede three refugees were stabbed as riot police tried to control the crowds with stun guns and teargas. The camp, a former recycling factory, had been ransacked, with cabins and even fingerprint equipment smashed.

“If they make me go back to Turkey I’ll throw myself and my family into the sea,” said Mustafa, a Syrian waiting with his wife and children at the port of Chios told Agence France-Presse. “We went from hell to hell.”

http://www.theguardian.com/world/2016/apr/02/greece-violence-refugees-riot-forced-return-to-turkey?CMP=share_btn_tw


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
03. April 2016, 21:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Flüchtlinge in Deutschland Antworten mit Zitat
Felix Baum zu Flüchtlingen und überschüssigen Proletariern:

Zitat:
Regardless of their political implications, both readings contain a grain of truth but ultimately seem questionable. It is true that the right to asylum, far from being an immaculate expression of humanism, has always just as much served as an instrument of power politics. (According to a recent study, of the 233,000 refugees the U.S. accepted between 1956 and 1968, a mere 1,000 did not come from “communist” countries, to name but one example.) And it is equally true that for capitalists, however much they claim that the ultimate goal of all their altruistic strivings is to provide jobs, full employment is simply a nightmare, as it strengthens workers’ bargaining position. Indeed, over the last nine months, representatives of German business have successfully pushed for lowering the barriers for asylum-seekers to enter the labor market. Still, both readings tend to underestimate to what extent politics, rather than following a consistent strategy, amounts to a hectic and highly contradictory muddling-through against the backdrop of growing global chaos. And what is more: if refugees are so beneficial for German capital and the imperial ambitions of its state, how is it that more recently the state-proclaimed “welcome culture” of summer 2015 has given way to very determined efforts to reinforce Fortress Europe?

http://www.brooklynrail.org/2016/07/field-notes/from-welcome-to-farewell


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
12. Juli 2016, 14:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag GR: Feuer in Flüchtlingslager Antworten mit Zitat
Ob die Polizeiversion stimmt, sei mal dahingestellt...:

Zitat:
Greek police have confirmed thousands of people have been forced to flee after a fire broke out at a refugee camp in Lesbos.

Volunteers at the Moria refugee camp said around 4,000 people were evacuated following the fire.

Lifeguards Hellas said the fire was now under control but they were still working to distribute water and help the families in total darkness.

No-one is believed to have been injured in the fire which damaged tents and prefabricated housing units.

Police are reportedly investigating claims that the fire was started deliberately in protest at the conditions at the camp.

There are a total of 5,400 migrants living in camps on the island which has the capacity to take house around 3,500.

More than a million refugees fleeing conflict in Syria and Iraq have made the perilous crossing between Turkey and Greek islands such as Lesbos and Chios in a bid to claim asylum in Europe since last year.

http://www.independent.co.uk/news/world/europe/refugee-camp-lesbos-fire-thousands-flee-moria-greece-migrants-a7317336.html


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19. September 2016, 21:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Zeitgenössisches Lagersystem Antworten mit Zitat
Thomasz Konicz zum "Outsourcing der Barbarei":

Zitat:
Die ökonomisch überflüssigen Menschen, die das Kapital in seiner letalen Krise zunehmend produziert, sollen somit zum Verschwinden gebracht werden. Man will sie in den erodierenden Zentren nicht sehen müssen, da sie die noch nicht abgestürzten Bevölkerungsschichten an die eigene prekäre Lage erinnern. Das Thema Flüchtlinge wurde durch die Massenmedien im Rahmen der kulturindustriellen Konjunkturzyklen oberflächlich breitgetreten, sodass sich die Aufmerksamkeitsspanne des liberalen Bürgertums längst erschöpfte. Die Migrationsdebatte wird der liberalen Mittelklasse schlicht langweilig.

Zugleich gewinnt die extreme Rechte mit ihrem irrationalen Abschottungswahn Oberhand, wie die Wahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern belegen. Hier gehen Xenophobie und Abstiegsängste Hand in Hand. Die Abschottung der Grenzen soll auch die Krise "draußen" halten, während die Flüchtlinge vor allem als Konkurrenten wahrgenommen werden. Die offene Faschisierung insbesondere des "nahen Ostens" der Bundesrepublik, die im Gefolge der erfolgreichen rechtsextremen Flüchtlingshetze einsetzt, wurde zuletzt anhand der pogromartigen Ausschreitungen in Bautzen evident (Nationalbefreite Zone Bautzener Kornmarkt).

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49467/1.html


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20. September 2016, 18:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Milizen gegen Flüchtlinge in Bulgarien Antworten mit Zitat
In Bulgarien machen faschistische Milizen von der Regierung geduldet Jagd auf Flüchtlinge:

Zitat:
Climbing through dense bush in the border regions between Europe the EU and Turkey, a line of exhausted refugees snakes through a hilly pass before settling in a wooded area and setting down their meagre possessions before them.

But the looks on their faces are not of relief for a trek almost at an end -this is not a break in their march from war an poverty. Instead, they stare awkwardly at the camera and at the surrounding masked men, all in military fatigues, some carrying machetes, who have 'escorted' them to this place.

And soon they could be "pushed" back into Turkey by these same men, members of a right-wing militia which believes it is saving Europe from a "tsunami" of 77 million refugees and infiltration by Islamic State fighters.

This is Bulgaria in 2016. A member state of the European Union, where a militia called the Bulgarian National Movement Shipka (BNO Shipka) is openly tolerated by the government. Committed to carrying out deportations of those fleeing the Middle East and Afghanistan, they are often what first greets refugees at the border of the EU.

http://www.middleeasteye.net/news/refugees-bulgaria-paramilitary-isis-969572822


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17. Oktober 2016, 12:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Calais Antworten mit Zitat
Der Dschungel in Calais ist geräumt worden, einige Eindrücke in einem Video:

Zitat:
The destruction of the refugee camp in Calais has meant thousands of its residents were disbursed quickly throughout France. Around 200 children were accepted by the UK, but as the registration process closed, the Guardian’s Mat Heywood found hundreds of adults and children were left with nowhere to go

https://www.theguardian.com/world/video/2016/oct/28/where-next-the-last-days-of-the-calais-refugee-camp-video?CMP=share_btn_tw


Das grösste informelle Flüchtlingslager Frankreichs dürfte nun Stalingrad in Paris sein:

Zitat:
The French government triumphantly announced the demise of the “Jungle” shantytown in Calais this week, saying the thousands of migrants who flocked there in the hope of sneaking into Britain were now decently housed in new refugee centres across the country.

But the migrant misery continues unabated in Paris, where up to 2,500 live on the streets in the north of the city as they either wait for their asylum applications to be processed, or work on their plans to enter Britain illegally.

http://www.telegraph.co.uk/news/2016/10/29/inside-the-squalid-new-jungles-of-paris/?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter


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29. Oktober 2016, 13:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Migration und Surplus-Proletariat Antworten mit Zitat
Ein neuer Text der Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft:

Zitat:
Im Herbst letzten Jahres schien es, als würden wir Zeugen einer politischen Zäsur. Die Massenbewegung flüchtender Menschen zeigte der Festung Europa ihre Grenzen auf. Allerdings hatte dies jenseits der wörtlichen Bedeutung wenig mit einer Bewegung gemein, geschweige denn mit einer erwachenden »Multitude«, die auf die Grundfesten der herrschenden Ordnung zielen würde. Die Geflüchteten forderten zunächst nichts außer dem Recht auf Anwesenheit, das sie temporär bereits durchgesetzt hatten; mit ihrer Raumeinnahme schufen sie kurzerhand Fakten. Obwohl es vor allem die »Willkommenskultur« war, die das staatliche Versagen durch praktische Hilfe auffing, wurde der Zusammenbruch des Grenzregimes von der radikalen Linken begrüßt und teilweise als »Selbstermächtigung« und »Autonomie der Migration« gefeiert.

Andere witterten hinter Angela Merkels zeitweiliger Politik der Grenzöffnung einen Masterplan des Kapitals, den Arbeitsmarkt durch billige und willige Neuankömmlinge aufzufrischen. Manche Linke sehen darin eher eine Bedrohung und sind spätestens nach den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln auf einen Abschottungskurs eingeschwenkt. Angesichts des Deals mit der Türkei und geplanter Internierungslager in Libyen scheinen inzwischen beide Deutungen fragwürdig. Kurzzeitig überrumpelt, sind die Herrschenden wieder am Zug, und ihr Interesse an billigen Arbeitskräften scheint begrenzt. Vielmehr zeugt das Geschehen von den Herkunftsländern bis nach Europa von einem erdrückenden globalen Überschuss an Arbeitskraft, den wir Surplus-Proletariat nennen. Durch ihn wird die Klasse der Lohnabhängigen in immer stärkere Konkurrenz gesetzt; er wirkt als Treibsatz von Abstiegsangst, Chauvinismus, Spaltung. Die handliche Losung Das Problem heißt Rassismus geht daran vorbei.

https://linksunten.indymedia.org/de/node/196471


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11. November 2016, 08:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Englische Übersetzung Antworten mit Zitat
Endnotes hat den zuletzt geposteten Text auf Englisch übersetzt:

Zitat:
The following text, by the Freundinnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft, was published in the October and November issues of the German leftist magazine Konkret. Our Friends appear to have a somewhat narrow view of racism (not to speak of islamophobia), but they provide a useful overview of the politics of migration in Germany, the European country that has received the bulk of asylum claims, as well as a critique of various responses on the German left.

https://endnotes.org.uk/other_texts/en/friends-of-the-classless-society-workers-of-the-world-fight-amongst-yourselves


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21. Dezember 2016, 13:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag ... Antworten mit Zitat
Ein Versuch einer historischen Einordnung des europäischen Migrationsregimes - etwas vom überzeugendsten, das ich bisher zum Thema gelesen habe:

Zitat:
If 2015 will be remembered for many as a year of the great escape, 2016 ought to be chronicled conversely as one of new experiments in walls, prisons, deportations, isolation and abandonment. In the laboratories of their islands and enclaves, European powers have been fixing the breaches in their dams, their experiments covered by a haze of humanitarian rhetoric about fighting the Smuggler on the one hand, and cloaked in the dystopic fear of the Terrorist on the other. Yet while the Aegean boats have been blocked, and tens of thousands of Syrians and Afghans have been trapped in Greece, and despite the dangers, the rejections, the drownings, the imprisonments and expulsions, the number of people attempting the journey from Tripoli seems only to have increased. Death’s numbing cipher looms over all the metrics and narrations alike: over 3,000 people have drowned in the Mediterranean en route this year alone, each zero a thousand hang-man’s nooses. Many more will have died before reaching Libya, and through the forms of enslavement and captivity in a land periodically overcome by gunfire and desperation. In the face of all these dangers which have, in one way of another, been imposed upon them, 150,000 people have already made it to Italy this year – and, unless a new government in Libya can be formed and bought off, another 150,000 will arrive next year as well.

Why are some forced to make such a perilous journey to enter the continent, rather than using the safer routes utilised by the vast majority of those finding their way to European states for either short or extended periods? How has the ruling class over the past year reacted to the resistance to the border regime? And most importantly, how has the struggle of the working class shaped these transformations, and what can we, all of us, learn about the nature of freedom from the material struggles or these hundreds of thousands who are breaching the borders?

http://www.metamute.org/editorial/articles/rubber-boats-planetary-class-struggle


Konicz zu Klimawandel und Flüchtlingskrise:

Zitat:
Anfang Dezember 2016 berichtete der britische Guardian über die drastischen Klimawandel-Warnungen des Global Military Advisory Council, eines internationalen Netzwerkes von Militärs, das die "sicherheitspolitischen" Implikationen der Klimakrise analysiert. Demnach könnte der Klimawandel im 21. Jahrhundert eine "unvorstellbare" Flüchtlingskrise auslösen, die Massenflucht zu einer "neuen Normalität" machen werde.

Der durch den uferlosen Wachstumszwang des Kapitals verursachte Klimawandel sei bereits ein Faktor bei den gegenwärtigen geopolitischen Krisenschüben gewesen, die in den aktuellen Entstaatlichungskriegen im Nahen Osten und in Afrika kulminierten. Die Militärs brachten insbesondere den "Arabischen Frühling" die Krise in Syrien und das Aufkommen der islamistischen Terrorsekte Boko Haram in Westafrika mit der Klimakrise in Verbindung.

https://www.heise.de/tp/features/Von-der-Klima-zur-globalen-Fluechtlingskrise-3581604.html


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27. Dezember 2016, 20:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Blockiert in Serbien Antworten mit Zitat
Zur katastrophalen Situation der in Serbien blockierten Flüchtlinge:

Zitat:
According to UNHCR figures [PDF], around 7,000 people are stuck in Serbia. At the moment, there are around 1,500 people living on the streets, most of whom are from Afghanistan and Pakistan. The alarming fact is that around 60% are unaccompanied minors. According to the government, around 150 people enter Serbia irregularly every day and half of them are minors. Some have tried to request asylum but have been refused, while others carry expulsion papers.
In autumn, with the temperatures dropping, migrants and refugees looked for places to shelter from the cold and ended up in old warehouses near the train station.

There, they do not receive any assistance. The government has prohibited all humanitarian organizations from helping them in any way. There is just a group of international volunteers, “Hot Food Idomeni,” that hands out a serve of hot soup a day, which, for many, is their only meal. So, they are left to fend for themselves out in the cold with makeshift heating. Entering these places is like going back in time. It’s like something from World War II: people amassed around fires kept alight by burning plastic and other toxic materials. The air is unbreathable and many have respiratory infections from the smoke.

http://time.com/4643830/serbia-refugees-migrants/


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24. Januar 2017, 21:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Von Raqqa nach Paris Antworten mit Zitat
Interview mit einem syrischen Flüchtling in Frankreich:

Zitat:
Mon frère savait qu’on pouvait passer de France vers la Grande-Bretagne alors il a dit « allons-y ». Moi, par contre, le responsable de l’Ofpra m’avait convaincu en parlant de la France. C’est cette même organisation qui m’avait dit qu’ils allaient accueillir officiellement vingt cinq mille Syriens. Finalement, ils n’en ont pris que trois cents. On a su ça quand d’autres syriens sont arrivés plus tard en France. Ils nous ont dit qu’après en avoir pris trois cents, « l’offre spéciale » avait pris fin.
A mon arrivée en France, des gens qui étaient dans les premiers bus nous ont téléphoné après être arrivés alors qu’on était encore en route pour nous dire comment était l’accueil. Ils nous ont dit que c’était bien, qu’il y avait beaucoup de monde pour les accueillir, des gens de la mairie, des journalistes, des policiers, etc. En fait, ça nous a plutôt effrayé car on voulait à priori poursuivre jusqu’en Angleterre. Finalement quand on est arrivé à Paris, il n’y avait ni journaliste, ni rien du tout. Ils nous ont juste déposés dans un hôtel, porte de Bagnolet. Il n’y avait personne du gouvernement juste des gars de l’hôtel qui nous ont aidés à porter les valises. Ils étaient sympas. Et voilà, on était en France.

https://lundi.am/De-Raqqa-a-Paris-on-a-eu-de-la-chance-Cinq-ans-de-revolution-syrienne-Partie-2


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01. Februar 2017, 01:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kritik an FreundInnen Antworten mit Zitat
Eine Kritik am letzten Text der FreundInnen, die vor Humanismus und postmodernen Verirrungen nur so trieft, aber wer sich das antun möchte, bitteschön:

Zitat:
Die „Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft“ haben im September 2016 einen Text zum Sommer der Migrationen vorgelegt, der trotz unserer gemeinsamen Freundin so nicht stehen bleiben soll. Der Text umschreibt, wie schon der Titel signalisiert, eine Situation hausgemachter Ratlosigkeit, beruhend auf einem fundamentalen Unverständnis der aktuellen, von extremen sozialen Gegensätzen geprägten globalen Krise und ihrer Akteur*innen. Im Hintergrund dieses Texts steht ein längerer, in Kosmoprolet 4 veröffentlichter Aufsatz. Ich ziehe es vor, etwas zu den pointierteren Anmerkungen zur Flüchtlingskrise zu schreiben, weil die Wendung theoretischer Marotten gegen die lebendigen Migrationsbewegungen in diesem Text nicht ohne Belang ist.

http://www.materialien.org/texte/migration/encroachment_2017.html


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26. Februar 2017, 12:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Bulgarien Antworten mit Zitat
In Bulgarien patrouillieren Milizen gegen Flüchtlinge an der türkischen Grenze:

Zitat:
The 35 men and women are on the hunt in Strandzha Massif, a forested mountain range on Bulgaria's border with Turkey. Migrants trying to cross into Europe are their prey.

Patches on their irregular uniforms — a coat of arms bearing a snarling wolf's head framed by Cyrillic text — proclaim them to be members of the Bulgarian National Movement Shipka, abbreviated in Bulgarian as "BNO Shipka."

Members of the paramilitary organization form into ranks as their leader, Vladimir Rusev, speaks. A former colonel who says he fought in Chechnya as a volunteer alongside Russians, Rusev declares his support for a man they admire: President Donald Trump.

"The CIA is trying to undermine Trump," said Rusev, a compact 58-year-old with a neat mustache and short-cropped hair. "They want to destroy him. We offer our support to him."

http://www.nbcnews.com/storyline/europes-border-crisis/bulgarian-vigilantes-patrol-turkey-border-keep-migrants-out-n723481


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11. März 2017, 15:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Griechenland Antworten mit Zitat
Ausführlicher Bericht über die Solidarität zwischen Revolutionären und Flüchtlingen in Griechenland:

Zitat:
Greece has been at the crossroads of irregular immigration for more than a decade, especially since the influx of refugees from the wars in Afghanistan and Iraq in the early 2000s. Some of those people stayed in Greece and formed strong ties to the leftist and anarchist groups that supported them. They helped form institutions like the Exarcheia social center, Steki Metanaston, which hosts an annual anti-racist festival, free Greek language instruction, and a legendary bar known to most people as Steki. But after the financial crisis, migrants and refugees became scapegoats, attacked by the neo-Nazi Golden Dawn. Over the span of seven months in 2012–13, Greek police detained 85,000 foreigners in Athens alone. Two thousand of these were locked in detention centers. Greek activists and refugees fought both the fascists and the state side by side.

A squatted hotel called City Plaza is one fruit of this long-standing Greek leftist and migrant solidarity. Nasim Lomani, 35, is one of its organizers. Originally a refugee from Afghanistan, Lomani, who has lived in Greece for 15 years, stressed that all opinions were his own. City Plaza is part of a collective called the Initiative of Solidarity to Economic and Political Refugees. It's tried to address, among other things, the urgent need for refugee housing outside the isolated mainland government-run camps like Softex, a squalid former toilet-paper factory in Thessaloniki, and Elliniko, outside Athens, where Afghan refugees pitch tents in abandoned airports and stadiums.

https://www.vice.com/en_us/article/how-greece-became-the-eus-prison-for-refugees-v24n2


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13. März 2017, 20:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag uppgivenhetssyndrom Antworten mit Zitat
Jeglicher Kommentar erübrigt sich:

Zitat:
The children are left bedridden or have to be moved in wheelchairs and feeding must be done through a tube.

Tests which gained a response from people in comas did not work on the afflicted children, but other exercises showed they suffered no brain damage.

It was described by some doctors as “willed dying” and often occurred after families were denied asylum status and thrown into uncertainty.

A similar phenomenon was observed in Nazi concentration camps, the New Yorker reported, in prisoners who had effectively lost all hope and given up.

http://www.independent.co.uk/news/world/europe/refugee-children-sweden-coma-like-states-families-deported-uppgivenhetssyndrom-resignation-syndrome-a7662126.html?cmpid=facebook-post


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02. April 2017, 09:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Asylsuchende von Armee beschossen Antworten mit Zitat
Die Armee von Papua-Neuguinea hat heute scheinbar über hundert Schüsse auf ein ausgelagertes australisches Flüchtlingslager gefeuert:

Zitat:
The shooting was reportedly in response to an earlier fight between asylum seekers and PNG Defence Force personnel from the adjacent Lombrum Naval Base.

Australia's Department of Immigration and Border Protection said in a statement one man had been injured by a rock thrown into the centre but other residents were safe.

"There are reports PNG military personnel discharged a weapon into the air during the incident," the statement said.

"No-one was injured."

But detainees sent photos from within the centre showing bullets and bullet damage to their accommodation.

They said at least 100 rounds were fired during the incident.

http://www.abc.net.au/news/2017-04-14/png-police-respond-to-reports-of-shooting-at-manus-is-centre/8445274


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14. April 2017, 17:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Afghanen in Serbien Antworten mit Zitat
Ausführlicher Text über afghanische Flüchtlinge, die in Serbien blockiert sind:

Zitat:
AAN visited Serbia’s southern and southeastern borders, which are the two main borders from where migrants try to enter Serbia: from Macedonia in the south and Bulgaria in the east (see Map 2 below.) We also spoke to aid workers and volunteers who work at the ‘outbound’ borders, from where migrants try to leave Serbia to get into Hungary to the north, Croatia to the northwest and Romania to the northeast.

https://www.afghanistan-analysts.org/the-aftermath-of-an-exodus-the-balkans-old-smuggling-routes-and-europes-closed-borders/


Zitat:
Several of the men who lived in the Belgrade barracks were also, or had been, registered in one of the camps. A young man from Baghlan, for instance, showed us his card for the Obrenovac centre, but said he preferred to spend his time in the squat: “I go to the camp about once a week to have a shower. Otherwise conditions are exactly the same as here [in the squat]. Okay, it’s warmer in the camp and there is electricity, but at least here you are free.” A man from Kabul, who had travelled to Serbia with his eleven-year old son, also preferred to spend his days in Belgrade (leaving his son at the centre), as he tried to gauge what his options were.

https://www.afghanistan-analysts.org/the-aftermath-of-an-exodus-afghans-stuck-in-serbia-still-trying-to-hit-the-game/


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15. Juni 2017, 01:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Deportation oder Zwangsrekrutierung Antworten mit Zitat
Wie der Iran afghanische Flüchtlinge erpresst und sie zu Assads Kanonenfutter macht:

Zitat:
Last winter Iranian authorities presented Mr. Amin with an interesting proposition. He could gain legal status in Iran and be free of the fear of deportation. The Iranians offered him a 10-year residency permit and a monthly salary of $800 if he would go to Syria to “fight to protect” the shrine of Sayyida Zainab, a granddaughter of the Prophet Muhammad.

Around 2013, when Mr. Assad’s military was losing ground to the rebels, Iran poured billions of dollars into Syria, brought in Hezbollah fighters and began raising Shiite militias from Iraq, Afghanistan, Pakistan and other places with significant Shiite populations. Iran does want to protect the major Shiite shrines in Damascus, Aleppo and Raqqa, but the use of foreign Shia militias in the Syria war was simply another fork in the larger battle for control and influence in the Middle East run by Qassem Suleimani, the commander of the Iranian Revolutionary Guards Corps’ elite Quds Force.

https://www.nytimes.com/2017/06/30/opinion/sunday/iran-afghanistan-refugees-assad-syria.html?smid=tw-share


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30. Juni 2017, 19:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Video Antworten mit Zitat
Rania hat ihre Odyssee von Kobane bis nach Wien gefilmt:

Zitat:
Rania Mustafa Ali, 20, filmed her journey from the ruins of Kobane in Syria to Austria. Her footage shows what many refugees face on their perilous journey to Europe. Rania is cheated by smugglers, teargassed and beaten at the Macedonian border. She risks drowning in the Mediterranean, travelling in a boat meant to hold 15 people but stuffed with over 50. Those with disabilities are carried across raging rivers and muddy fields in their wheelchairs.

https://www.theguardian.com/world/video/2017/aug/02/escape-from-syria-ranias-odyssey-video


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
05. August 2017, 13:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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