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Deutschland

 
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Deutschland
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Melnitz



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Beitrag Deutschland Antworten mit Zitat
Irgendwie wäre mir eine rot-rote Regierung lieber gewesen. Sie hätte dann die Linke und die Sozialdemokratie gründlich diskreditiert, da sie ja auch die entsprechenden Massnahmen hätte durchsetzen müssen. So werden sich diese beiden Parteien in der Opposition als authentische Kämpfer für "soziale Gerechtigkeit" profilieren können und etwelchen Streiks etc. pp. möglicherweise die Spitze brechen. Naja... vielleicht kommts auch gar nicht so. Die NZZ Online zu den Wahlergebnissen:

Zitat:
Machtwechsel in Deutschland

Die FDP kann mit der Union regieren

Deutschland hat sich in Zeiten der Krise für den Klassiker an der Macht entschieden. Mit mehreren historischen Teilergebnissen haben die Wähler Schwarz-Gelb in die Regierung gewählt, die Parteien, die in der Geschichte der Bundesrepublik die längste Zeit die Fäden der Macht in der Hand gehabt haben.

Von Ulrich Schmid, Berlin

Knapp, aber bei weitem nicht so knapp wie da und dort erwartet, haben sich bei der Bundestagswahl in Deutschland am Sonntag die Unionsparteien und die Liberalen durchsetzen können. Die FDP, die man bereits jetzt als die grosse Siegerin dieses Urnengangs bezeichnen kann, kam laut dem vorläufigen Endeergebnis auf 14,6 Prozent und erzielte damit ihr bestes Ergebnis seit Gründung der Republik. Sie schlugen damit sowohl die Linkspartei, die mit mit 11,9 Prozent ebenfalls so gut abschnitt wie noch nie, und die Grünen, von denen sich viele Parteimitglieder insgeheim wohl etwas mehr erwartet hatten als die 10,7 Prozent, bei denen es schliesslich blieb. Das Resultat reicht, damit die Liberalen komfortabel zusammen mit der Union aus Christlichdemokraten (CDU) und Christlichsozialen (CSU) (33,8 Prozent) regieren können.

SPD weit abgeschlagen

Die SPD, die andere Volkspartei, landete mit geradezu katastrophalen 23 Prozent der Stimmen auf dem zweiten Platz, weit abgeschlagen hinter der CDU. Dies ist das schlechteste Ergebnis, das die SPD in der Nachkriegszeit je erzielt hat, und man wird sich nicht wundern dürfen, wenn über kurz oder lang sowohl der Spitzenkandidat, Frank-Walter Steinmeier, als auch Parteichef Franz Müntefering den Hut nehmen würden. Steinmeier kündigte zwar bereits kurz nach der Wahl trotzig an, er wolle Oppositionsführer werden. Doch dazu wird auch die Partei noch Entscheidendes zu sagen haben. Von den übrigen 22 Parteien, die an dieser Wahl teilnahmen, schaffte keine den Sprung in den Bundestag. Einen Achtungserfolg erzielte immerhin die Piratenpartei, die mit 2,0 Prozent laut ersten Prognosen die stärkste aller kleineren Parteien geworden ist. Der scheidende SPD-Fraktionschef Peter Struck bezeichnet das Ergebnis als schwere Schlappe und bittere Niederlage.

Laut ersten Berechnungen können die Unionsparteien und die FDP zusammen mit 308 von 598 Bundestagsmandaten selbst dann eine Regierung bilden, wenn es keine Überhangmandate gäbe. Mit den zu erwartenden Überhangmandaten kommt Schwarz-Gelb sogar auf eine recht satte Mehrheit von 323 von 614 Sitzen. Die Wahlbeteiligung soll mit 72,5 Prozent noch einmal deutlich schlechter als vor vier Jahren gewesen sein.

Die Zufriedenheitsgrade werden klar abgestuft sein an diesem Abend. In der FDP herrscht Euphorie, Westerwelles Taktik der unbedingten Ehrlichkeit ist aufgegangen, und es hat sich gezeigt, dass die Angstkampagne der Linken gegen eine «neoliberale, antisoziale und kalte» gelbschwarze Regierung, die die Armen und Schwachen schindet, nicht verfangen hat. Die Union wird ebenfalls zufrieden sein, doch niemandem wird entgehen, dass unter Merkel die Partei im Vergleich zum letzten Jahr, als es noch 35,2 Prozent gab, weiter an Zustimmung verloren hat. Die Kanzlerin wird also Kritik einstecken müssen, doch diese wird sich im Rahmen halten, und ihre Position dürfte fürs erste - auch in Ermangelung von valablen Herausforderern - nicht gefährdet sein.

Gang in die Opposition

Die Sozialdemokraten hingegegen gehen in die Opposition. Dort haben sie, erstens, das Personelle zu bereinigen. Steinmeier und Müntefering werden wohl gehen müssen; ihre Nachfolge werden wohl Andrea Nahles, die stellvertretende Bundesvorsitzende, der Berliner Oberbürgermeister Klaus Wowereit und Umweltminister Sigmar Gabriel unter sich ausmachen. Die strategisch entscheidende Frage für die SPD wird aber die Einstellung zur Linkspartei sein. Ob man das Heil in einer Annäherung oder in einer klaren Abgrenzung sichen wird: Dies wird für das langfristige Überleben der Partei entscheidend sein. Fast sicher ist allerdings bereits jetzt, dass man längerfristig mit einer engen Zusammenarbeit zwischen den beiden linken Parteien rechnen kann. Die Zeit des Koalitionsboykotts auf Bundesebene dürfte schon bald vorbei sein. In den Ländern hat ja die Zusammenarbeit zwischen der SPD und der Linkspartei bereits begonnen.



Zuletzt bearbeitet von Melnitz am 18. August 2011, 15:09, insgesamt einmal bearbeitet
28. September 2009, 08:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Was die ArbeiterInnen und Arbeitslosen in Deutschland nach der Wahl erwartet:

Nach der Wahl: Ausweitung der Zwangsarbeit
28. September 2009, 09:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Eindrückliche Zahlen über die Staatsverschuldung in Deutschland:

Zitat:
Am stärksten trifft die Krise den Bund. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) rechnet für das nächste Jahr einschließlich Schattenhaushalten mit einer Neuverschuldung von mehr als 100 Milliarden Euro. Den Ländern wird eine Nettokreditaufnahme von 30 Milliarden Euro prognostiziert. Hinzu kommen Defizite der Kommunen von 10 Milliarden Euro. Die Schulden des Staates werden nach den Vorhersagen des Finanzplanungsrats auf etwa 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen, das bei 2388 Milliarden Euro gesehen wird. Das heißt: Der Staat wird dann mit 1,9 Billionen Euro verschuldet sein. Wenn Bund, Länder und Gemeinden dafür 4 Prozent Zinsen zahlen, kostet sie das 76 Milliarden Euro – das ist rund die Hälfte des Aufkommens aus der Lohn- und Einkommensteuer oder das Dreifache, was die Erhöhung der Mehrwertsteuer Anfang 2007 dem Staat jedes Jahr einbringt.

Artikel in der FAZ: Neue Regierung übernimmt Sanierungsfall

28. September 2009, 09:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Beiträge: 5481

Beitrag Re: Wahlen Deutschland Antworten mit Zitat
Zitat:
Sie hätte dann die Linke und die Sozialdemokratie gründlich diskreditiert, da sie ja auch die entsprechenden Massnahmen hätte durchsetzen müssen.

Das scheint ja bereits ein wenig passiert zu sein. Das schlechteste Ergebnis der SPD in der Nachkriegszeit, und die niedrigste Wahlbeteiligung.

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
28. September 2009, 09:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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Beitrag Re: Wahlen Deutschland Antworten mit Zitat
far hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Sie hätte dann die Linke und die Sozialdemokratie gründlich diskreditiert, da sie ja auch die entsprechenden Massnahmen hätte durchsetzen müssen.

Das scheint ja bereits ein wenig passiert zu sein. Das schlechteste Ergebnis der SPD in der Nachkriegszeit, und die niedrigste Wahlbeteiligung.


Das stimmt. Aber: die SPD ist jetzt in der Opposition und kann sich als soziale Partei profilieren ("Seht ihr was die Neoliberalen von CDU und FDP wieder angerichtet haben?"). Vielleicht sehe ich aber auch einfach nur schwarz ;)
28. September 2009, 09:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Historische Katastrophe der SPD

Ein interessanter Artikel.
29. September 2009, 07:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Pintin



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Antwort auf den Artikel von Melnitz:
Darum geht es ja gerade. Deshalb musste die SPD endlich in die Opposition. Die deutsche Borgeoisie hat jetzt volle Karten in der linken Hand: SPD, Grüne, Linke; noch andere...?
29. September 2009, 10:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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Pintin hat Folgendes geschrieben:
Antwort auf den Artikel von Melnitz:
Darum geht es ja gerade. Deshalb musste die SPD endlich in die Opposition. Die deutsche Borgeoisie hat jetzt volle Karten in der linken Hand: SPD, Grüne, Linke; noch andere...?


Vermutest du da eine "Abmachung" im Spiel oder ist es für die Bourgeoisie einfach "gäbig", dass jetzt die SPD in der Opposition die Funktion eines Ventils spielen kann?
29. September 2009, 13:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Westerwelle: "Es ist Deutschland hier". Alles klar?


30. September 2009, 01:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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WSWS hat auch einen Text zur Niederlage der SPD geschrieben:

Zitat:
Die Ursache des sozialdemokratischen Niedergangs ist kein Geheimnis. Millionen Arbeiter und SPD-Wähler sind nicht mehr bereit, dieser Partei die Stimme zu geben. Das war die Quittung für elf Jahre in der Bundesregierung, erst als Kanzlerpartei unter Gerhard Schröder (SPD) und dann als Juniorpartner der CDU Angela Merkels. Im Bündnis mit den Grünen führte die SPD schärfere soziale Angriffe durch als alle vorangegangenen konservativen Regierungen zusammen und in der Großen Koalition setzte sie diese Politik fort.

Die Niederlage der SPD

30. September 2009, 01:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Konicz zur Rolle Deutschlands in der EU:

Europa wird deutscher
28. März 2010, 01:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Auch in der Jungle World ein Artikel zum Exportweltmeister Deutschland:

Exportieren bis zum Kollaps

Die deutschen Außenhandelsüberschüsse schädigen andere europäische Staaten. Doch ungeachtet der wachsenden Kritik will die Bundesregierung ihre Politik nicht ändern.
29. März 2010, 01:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die Jungle World hat ihren Schwerpunkt in der Ausgabe auf Arbeitskampf in Deutschland gelegt:

Zitat:
Arm, aber deutsch

Die Deutschen streiken nicht gerne. Und wenn sie es tun, dann ohne Erfolg. Deutschland hat die schlechteste Reallohnentwicklung Europas. Aber die Deutschen verarmen, ohne zu murren. Sie wollen gar nicht mehr verdienen. Denn das wäre schlecht für den Standort. Dafür klagen die europäischen Nachbarn. Niedrige Löhne und eine offensive Exportpolitik machen die Deutschen zu echten Nerven­sägen auf dem Markt. Und der DGB? Gefällt sich als Teil der deutschen Betriebsgemeinschaft.

Standort, Standort über alles
Anton Landgraf: Arbeitskampf und Lohnentwicklung

Das Prinzip Spargel
Kommentar von Ivo Bozic: Warum die Deutschen arm und dumm sind

Coming soon: Zu hierarchisch, zu zentralistisch und zum Streiken viel zu träge
Holger Marcks und Andreas Förster: Gewerkschaften und Streikkultur in Deutschland

30. April 2010, 13:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Könnte sich die Jungle World (siehe obiger Beitrag) doch noch irren? Mindestens die Daimler-ArbeiterInnen kamen mit einer schönen Forderung im Moment der Krise (fett markiert) mr green

Zitat:
14.06.2010 / Titel / Seite 1

Aus Unmut wird Protest

Von Claudia Wangerin

Bis zu 42000 Menschen haben sich am Samstag an den Protesten gegen das »Sparpaket« der schwarz-gelben Bundesregierung in Stuttgart und Berlin beteiligt. Unter dem Motto »Wir zahlen nicht für eure Krise« gingen in Berlin 15000 bis 20 000 Menschen gegen die geplanten Kürzungen zulasten von Lohnabhängigen, Erwerbslosen und Familien auf die Straße. In Stuttgart zählten die Organisatoren rund 22000 Teilnehmer.

Parolen wie »Deutschland, Spanien Griechenland. Widerstand in jedem Land« und »Generalstreik« wurden in Berlin gerufen. »30-Stunden-Woche bei vollem Lohn statt Zwangsurlaub und Lohnverzicht« hatten Daimler-Beschäftigte auf ein Transparent geschrieben; »Steuererhöhung für Krisengewinnler« verlangte die Partei Die Linke.

Aufgerufen hatte ein Bündnis aus Gewerkschaften, linken Gruppen und Parteien – auch das Bildungsstreikbündnis und das globalisierungskritische Netzwerk ATTAC unterstützten die bundesweite Mobilisierung. Gerd Buddin von ver.di Berlin bezeichnete die Pläne der Regierung als »Sauerei« und kündigte den Widerstand der Gewerkschaften an. Die Vorsitzende der Linkspartei, Gesine Lötzsch, erinnerte an das Tempo, mit dem die Bundesregierung 500 Milliarden Euro zur Rettung der Banken mobilisiert hatte, und wies die Behauptung zurück, die Menschen hätten über ihre Verhältnisse gelebt. Neben den Fahnen der Linkspartei und der DKP war die griechische Nationalflagge zu sehen. Mit dem Slogan »Griechen statt kriechen« erteilten Stuttgarter Demonstranten der Stimmungsmache gegen die Sozialproteste der »Pleite-Griechen« eine Absage.

Mehrfach mußte die Berliner Demonstration wegen Rangeleien mit der Polizei anhalten. Als behelmte Beamte in der Torstraße den »antikapitalistischen Block« bedrängten, explodierte am Rand des Zuges gegen 14.15 Uhr ein Sprengsatz, der nach Polizeiangaben zwei Beamte schwer verletzte. Außerdem seien Steine und Flaschen geflogen. Bevor bei der Abschlußkundgebung Greiftrupps der Polizei Jagd auf Verdächtigte machten, hatte sich die Lage zunächst wieder entspannt. Der Lautsprecherwagen des antikapitalistischen Blocks spielte zur Deeskalation das DDR-Kinderlied »Der Volkspolizist«. Als der Protestzug den Alexanderplatz erreichte, war die Mehrheit vom plötzlichen Eingreifen der Polizei überrascht. Mindestens fünf Teilnehmer wurden dabei verletzt, so das Protestbündnis. Die Polizei nahm insgesamt sieben Personen fest, drei davon verdächtigte sie, den Sprengsatz geworfen zu haben. Sämtliche Inhaftierte wurden den Angaben zufolge inzwischen wieder entlassen. Der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes ermittelt wegen versuchten Totschlags.

In Stuttgart sorgte die Rede des SPD-Landtagsfraktionschefs Claus Schmiedel auf der Demonstration für einigen Unmut. Als er auf dem Schloßplatz mit Eiern und Bananen beworfen wurde, stürmten zu seinem Schutz Polizisten auf die Bühne. Die Rolle des DGB wurde in diesem Zusammenhang von einigen Kundgebungsteilnehmern scharf kritisiert. Die SPD, die während ihrer Regierungszeit im Bund zwischen 1998 und 2005 u.a. die Hartz-Gesetze beschlossen hatte, gehörte nicht zu den Unterstützern des bundesweiten Aufrufs.

http://www.jungewelt.de/2010/06-14/001.php

14. Juni 2010, 01:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Während sich die sozialen Verhältnisse in Deutschland zuspitzen:

Mittlere Einkommensgruppe in Deutschland bricht weg

Wird eine heftige Diskussion geführt um einen Böller während einer Demonstration gegen die Krise:

Die Lüge von der „Splitterbombe“ für die Beschneidung der Grundrechte
19. Juni 2010, 00:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Jörn Boewe (übrigens aus dem IWW-Deutschland-Umfeld) hat in der Jungen Welt einen Artikel zur Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre geschireben:

Zitat:
Kürzung, nichts sonst

Regierung bilanziert »Rente mit 67«

Von Jörn Boewe

Man könne doch einen Dachdecker nicht bis 67 arbeiten lassen, polterte vor vier Jahren der damalige SPD-Chef Kurt Beck gegen die Pläne der Regierung »Merkel I«, das Renteneintrittsalter bis 2029 schrittweise anzuheben. Was Becks Partei, die seinerzeit mit am Kabinettstisch saß, nicht daran hinderte, der Gesetzesänderung ein Jahr später zuzustimmen. Nun haben zumindest die Ostdeutschen in dieser Sache so ihre Erfahrungen: Sie haben einen Dachdecker sogar schon mal bis 77 arbeiten lassen, allerdings nicht auf dem Bau, sondern in der politischen Führung. Die Bilanz war entmutigend.

Heutzutage herrscht wieder Optimismus in den Schaltzentralen des politischen Berlins: Erstmals seit dem Bundestagsbeschluß von 2007 muß die Regierung in diesem Jahr den eingeschlagenen Kurs in der Rentenpolitik bilanzieren. Was sie vor wenigen Tagen auch tat, wenngleich sie durch eine »Große Anfrage« der Fraktion Die Linke auch erst ein bißchen gedrängelt werden mußte. Fazit: Die Koalition sieht »keinen Grund zu Besorgnis«. Die Anhebung der Altersgrenze »verursacht keine Rentenkürzung« und »ist die richtige Antwort auf den demographisch bedingten Rückgang des Erwerbspotentials«.

Die dürren Zahlen, die in dem 140 Seiten dicken Dokument versteckt sind, sprechen eine andere Sprache. Nur 7,5 Prozent jener, die 2008 (dem Jahr der aktuellesten verfügbaren Statistik) in Rente gingen, hatten vorher noch einen sozialversicherungspflichtigen Job. Bei den Frauen waren es sogar nur vier Prozent. Im Osten, wo noch vor einer Generation Berufstätigkeit von Frauen der gesellschaftliche Normalfall war, waren es nur noch 1,7 Prozent. Berufsleben bis zur Rente ist ein heute schon exotisches Auslaufmodell, das es in Kürze wohl gar nicht mehr geben wird.

Wer mit Ende 50 arbeitslos wird, bleibt es im Regelfall auch: Nur jeder fünfte 60jährige schaffte den Sprung zurück ins Erwerbsleben. Und der Normalfall heutzutage ist auch keine »Rente mit 65«. Tatsächlich gehen die Beschäftigten, ob aus gesundheitlichen Gründen oder weil es für sie schlicht keine Erwerbsarbeit mehr gibt, im Durchschnitt mit 63 Jahren in den Ruhestand.

Dafür müssen sie empfindliche Abschläge bei den Bezügen hinnehmen: bei fast der Hälfte (46,6 Prozent) jener, die 2008 ihre Altersrente antraten, wird die Rente um mehr als hundert Euro monatlich (statistischer Schnitt: 115 Euro) gemindert. Das ist ein völlig neues Phänomen, das es vor nur zehn, fünfzehn Jahren praktisch noch nicht gab: 1997 mußten nur 0,3 Prozent aller Neurentner Abschläge in Kauf nehmen. Und die lagen damals im Schnitt bei läppischen 18 Euro.

Tatsächlich soll überhaupt niemand bis ins hohe Alter arbeiten– es geht um die nackte Rentenkürzung, nichts anderes. Alles nachzulesen in einem am Freitag vorgestellten amtlichen Dokument einer Bundesregierung, die sich über die Lebensumstände der Alten und künftigen Alten in dieser Republik keine Sorgen macht.

26. Juni 2010, 14:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Hungerlöhne haben Konjunktur

Der Niedriglohnsektor in Deutschland ist extrem gewachsen – besonders im Osten
29. Juli 2010, 02:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Und alles wird gut...

Deutsche Wirtschaft überrascht Experten

Stärkstes Wirtschaftswachstum seit 1987
13. August 2010, 14:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Gürtel enger schnallen! Los los! Hopp hopp!

Zitat:
Freitag, 20. August 2010

Eine Zumutung mehr

Wenn ich sowas lese könnte ich sofort zuschlagen.

http://magazine.web.de/de/themen/beruf/karriere/11022712-Weniger-Urlaub-fuer-Arbeitnehmer.html


In recht vielen Betrieben die ich so kenne beträgt der vertragliche Jahresurlaub 24 Tage, und mehr als 2 Wochen am Stück gestattet man eigentlich niemandem in Urlaub zu fahren, Führungskräfte müssen darüber hinaus per Handy und email erreichbar bleiben. Das ist zumindest so die Arbeitsrealität wie ich sie kenne. Und immer, grundsätzlich, geht es den Deutschen angeblich besser als Menschen im Ausland. Zwar gilt in Italien, dass nach 35 Jahren Lebensarbeitszeit Ruhestand angesagt ist, und das heißt, wer mit 16 zu arbeiten angefangen hat geht mit 50 in Rente, in Frankreich wird gerade um den Erhalt der Rente mit 60 gekämpft, in Norwegen gilt es bereits als Entgleisung und unzumutbare Härte, wenn ein Chef einen Mitarbeiter am Freitag anruft und noch etwas von ihm will, in Großbritannien wären die Arbeitstaktzeiten an deutschen Fließbändern undenkbar, aber nee, schon klar, den deutschen ArbeitnehmerInnen geht es am Besten, und sie müssen von ihren Besitzständen runter.

Quelle: http://che2001.blogger.de/stories/1683002/

20. August 2010, 12:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die Kosten des Daimler-Wunders

PolitikerInnen und Unternehmen preisen den Aufschwung. Doch ermöglicht haben ihn vor allem schlechtere Arbeitsbedingungen und Leiharbeit.

http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2010/nr34/Wirtschaft/19665.html
26. August 2010, 04:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Reallöhne sanken seit 2000 um vier Prozent

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
06. Februar 2011, 03:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Here we go again:

Zitat:
Es hat eine massive Umverteilung hin zu den Unternehmer­einkommen gegeben. Um rund fünf Prozentpunkte hat sich die Gewinnquote zulasten der Lohnquote seit der Schröder-Regierung erhöht.

http://rhizom.blogsport.eu/2011/03/08/there-is-a-war-going-on/


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08. März 2011, 18:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zitat:
Von wegen Zuverdienst

Sieben Prozent der Beschäftigten in Deutschland gehören zu den Working Poor, Tendenz steigend. Immer mehr davon sind Alleinverdiener.

Mehr


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22. April 2011, 00:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Das tönt doch schonmal gut:

Beschäftige der Berliner Charité stimmen für unbefristeten Streik

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22. April 2011, 01:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Here we go again:

Raffinerie Wilhelmshaven: 100 ArbeiterInnen legen Arbeit nieder

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24. April 2011, 16:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Jetzt aber:

Bierbrauer im Streik – Kampf gegen Lohnsenkungen in ganz Bayern

Leider zu spät um für Cardinal als positives Beispiel zu dienen...

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24. April 2011, 17:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Das tönt doch schonmal gut:

Beschäftige der Berliner Charité stimmen für unbefristeten Streik


Wiedermal ausser Spesen nix gewesen...

Ver.di sabotiert den Kampf bei der Charité

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08. Mai 2011, 01:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Noch 2004 hatten sie sich gegen den Abbau gewehrt (vgl. Sechs Tage der Selbstermächtigung), jetzt scheinen die ArbeiterInnen von Opel in Bochum den Abbau zu schlucken:

Zitat:
03.06.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Bochum blutet aus

Jobabbau im Opel-Werk wird durchgezogen. Nur Getriebefertigung soll länger bleiben. Wenn trotz verbesserter Abfindungen nicht genügend gehen, drohen Kündigungen

Von Karl Neumann

Betriebsrat und Management des Bochumer Opel-Werks haben sich auf einen »Restrukturierungsvertrag« geeinigt. Demnach sollen die geplanten Stellenstreichungen durch verbesserte Abfindungsangebote möglichst »sozialverträglich« umgesetzt werden. Finden sich in den kommenden Wochen nicht genügend »Freiwillige«, könnte es dennoch zu betriebsbedingten Kündigungen kommen. Hinausgezögert wird die Schließung der Getriebeproduktion, die »aufgrund erhöhten Exportbedarfs« bis Ende 2013 weiterläuft.

Locken mit Sonderprämie

»Das jetzt erzielte Abkommen ist eine gute Lösung zur langfristigen Sicherung des Standortes Bochum.« Dieser Satz von Werksdirektor Manfred Gellrich dürfte so manchem der noch rund 4700 Beschäftigten der Ruhrgebietsfabrik reichlich zynisch erscheinen. Bedeutet die Einigung doch, daß die geplante Arbeitsplatzvernichtung im Großen und Ganzen wie geplant durchgezogen wird. Bereits im vergangenen Jahr waren 600 Mitarbeiter »freiwillig ausgeschieden«, jetzt sollen noch einmal doppelt so viele gehen. Man werde den Beschäftigten zusätzlich zu den bereits festgeschriebenen Abfindungen weitere Anreize bieten, das Unternehmen zu verlassen oder an einen anderen Standort zu wechseln, erläuterte Opel-Sprecher Alexander Bazio gegenüber junge Welt. Für »Schnellentschlossene« gebe es eine Prämie von acht Bruttomonatsgehältern, wenn sie ihren Arbeitsvertrag beenden. Bei einem dauerhaften Wechsel ins Rüsselsheimer Stammwerk sollen die Betroffenen neben einer »Mobilitätspauschale« weitere fünf Monatslöhne bekommen. Sie müssen sich aber schnell entscheiden. »Die Freiwilligkeitsphase endet am 15.Juli«, stellte Bazio klar. Sollten die vorgegebene Abbauzahl bis dahin nicht erreicht sein, würden einzelne Mitarbeiter darüber informiert, daß ihnen die Kündigung bevorsteht. Diese hätten dann noch einmal die Möglichkeit, der Entlassung »freiwillig« zuvorzukommen und dafür bis zu drei Monatseinkommen zu erhalten. »Erst dann könnte es zu betriebsbedingten Kündigungen kommen«, so der Unternehmenssprecher weiter. Dem habe der Betriebsrat im Rahmen der Vereinbarung zugestimmt.

»Es gibt keine Zustimmung des Betriebsrats zu betriebsbedingten Kündigungen«, betonte hingegen der Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel auf jW-Nachfrage. Die ablehnende Haltung der Beschäftigtenvertretung sei explizit in der Präambel des Vertrags festgeschrieben. Man werde sich auch nicht an einer eventuellen Sozialauswahl beteiligen. Üblicherweise wird bei Massenentlassungen unter Mitarbeit des Betriebsrats ein Punktekatalog anhand sozialer Kriterien wie Alter, Betriebszugehörigkeit und Unterhaltspflichten erstellt, mit dem die Betroffenen bestimmt werden. »Das werden wir nicht tun, denn sonst würden wir von der Logik her akzeptieren, daß Kündigungen möglich sind«, erläuterte Einenkel. Zudem werde es bei einer vom Betriebsrat mitgetragenen Sozialauswahl für den einzelnen Beschäftigten schwerer, sich juristisch gegen die Entlassung zur Wehr zu setzen. In einem Großbetrieb wie Opel Bochum dürfte es der Geschäftsleitung vor Gericht schwer fallen, die Berechtigung der Auswahl im Einzelfall nachzuweisen, glaubt Einenkel. Vor allem aber setzt er darauf, daß das Unternehmen letztlich nicht zum Mittel betriebsbedingter Kündigungen greift, um sein Image nicht noch weiter zu schädigen.

Massiver Druck

»Sie versuchen jetzt mit heftigem Druck, genügend – in Anführungszeichen – Freiwillige zu finden«, beschreibt der Betriebsratschef die Strategie des Managements. Er selbst ist skeptisch, ob das Angebot zum Wechsel ins Rüsselsheimer Werk auf größere Resonanz stoßen wird. »Das ist für viele eine schwerwiegende Entscheidung, denn die Leute haben ihre Familie, Freunde und soziale Bindungen hier im Ruhrgebiet.« Bislang habe das Unternehmen 210 Stellen im hessischen Stammwerk angeboten, wovon etwa 90 mit Beschäftigten aus Bochum besetzt wurden. Laut Mitteilung des Opel-Managements stehen in Rüsselsheim und im Testzentrum Dudenhofen insgesamt mehr als 300 Arbeitsplätze zur Verfügung. Einenkel vermutet, daß die Abfindungsangebote und Altersteilzeitmodelle eher in Anspruch genommen werden. Insbesondere für die Jahrgänge 1955 bis 1957 bestünden attraktive Möglichkeiten, die den 270 in Frage kommenden Kollegen nun gezielt erläutert würden.

Als großen Erfolg sieht Einenkel den vorläufigen Erhalt der Getriebefertigung. »Damit haben wir einen ganz wichtigen Produktionsbereich für weitere zweieinhalb Jahre gesichert.« Ursprünglich hätte der Getriebebau bereits Ende letzten Jahres ins österreichische Aspern verlagert werden sollen. Doch erhöhter Bedarf der Fabriken der Konzernmutter General Motors (GM) in Brasilien hat dazu geführt, daß dieses Vorhaben vorerst nicht umgesetzt wird.

Für das traditionsreiche Bochumer Werk bedeutet der Abbau dennoch – selbst wenn es nicht zu betriebsbedingten Kündigungen kommt – einen weiteren drastischen Einschnitt. Einst waren fast 21000 Menschen in der Fabrik beschäftigt. Nach der aktuellen »Restrukturierung« werden es kaum mehr als 3000 sein. Ob die Belegschaft die nun gefundene Lösung akzeptiert – oder ob sie wie zuletzt im Oktober 2004 rebelliert – wird sich bei der für Montag anberaumten Betriebsversammlung zeigen.

http://www.jungewelt.de/2011/06-03/022.php


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03. Juni 2011, 19:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Wusste ich gar nicht: Die Belegschaft der Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer (KBA) in Frankenthal ist seit über einem Monat in einem unbefristeten Streik zur Verteidigung ihrer Arbeitsplätze:

KBA Frankenthal: Seit einem Monat im Streik

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11. Juni 2011, 21:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Ein Film über die Abwicklung der Wadan-Werft in Wismar und über den (bescheidenen) Widerstand dagegen ist in den deutschen Kinos angelaufen:

Trailer

Rezension auf infopartisan:

Kapitalistischer Schock in Wismar

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13. Juni 2011, 19:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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In Stuttgart gings ja am Montag mal wieder ab wegen S21:

Medienhetze gegen Stuttgart21-Gegner mit erlogenen Behauptungen

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23. Juni 2011, 18:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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In Deutschland "alles wunderbar":

Deutsche Wirtschaft brummt kräftig

Zitat:
Die deutsche Wirtschaft ist im Aufschwung. Für dieses Jahr wird ein kräftiges Wachstum prognostiziert. Nicht nur der Export trägt dazu bei.


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06. Juli 2011, 16:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zitat:
Kein Konflikt, aber Kritik

Studie zum Krisenbewußtsein: Hinter dem weitgehenden Ausbleiben von Widerstand verbergen sich tiefgreifende Ohnmachtserfahrungen und Wut

War da was? Nachdem die tiefste Krise der kapitalistischen Ökonomie überwunden scheint, geht alles wieder seinen gewohnten Gang. »Weiter so« heißt die Devise der Eliten. Von Systemveränderung ist keine Rede mehr, nicht einmal von einer Regulierung der Finanzmärkte. Dennoch hat die Krise »Spuren hinterlassen – vor allem in den Köpfen der Menschen«. Diese Schlußfolgerung leiten Sozialwissenschaftler des Münchner ISF-Instituts aus einer explorativen Untersuchung zum Krisenbewußtsein von Beschäftigten ab, die auf Einzelinterviews und Gruppendiskussionen mit gewerkschaftlichen Vertrauensleuten und Betriebsräten basiert.

Adressat nicht greifbar

So medial allgegenwärtig die Krise 2008 und 2009 auch war, ihr spezifischer Charakter bleibt für viele Beschäftigte undurchsichtig. Die Welt der Finanzmärkte – wo der dramatischste Wirtschaftseinbruch seit 1929 seinen Ausgang nahm – erscheine den Befragten »als eine virtuelle Welt, in der ›fiktives Geld (…) hin und her geschossen‹ wird, die weit von jener ›Wirtschaft‹ entfernt ist, in der man selbst arbeitet und in der reale ›Werte‹ geschaffen werden«, heißt es in der Studie. Diese Einschätzung ist zwar nachvollziehbar, sie führt aber dazu, daß der Adressat für Widerstand weniger greifbar, die eigenen Handlungsmöglichkeiten unklarer sind. »Finanzmärkte liegen nicht nur außerhalb der Erfahrungswelt unserer Interviewpartner und der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung. Sie sind auch gleichsam exterritorialer Ort. Jedenfalls keiner, an dem man mit klassischen Widerstandsformen agieren könnte.«

Daß die Krise trotz ihrer Schärfe und Gleichzeitigkeit weitgehend eine »Krise ohne Konflikt« blieb, hat viel mit dieser Wahrnehmung zu tun. »Die Wut (…) hat sich aufgestaut. Aber sie hat meist keinen konkreten Adressaten und wenn, dann erscheinen die Adressaten meist unerreichbar. Für die meisten der Befragten finden sich die ›Schuldigen‹ – die Verursacher der Krise – nicht im Betrieb.« Auch das jeweilige Management wird den Autoren Richard Detje, Wolfgang Menz, Sarah Nies und Dieter Sauer zufolge oftmals als machtlos erlebt. Eine Distanzlosigkeit zur betrieblichen Herrschaft ergebe sich daraus jedoch nicht. Wer mag, kann hier gewisse Parallelen, aber auch Widersprüche zur von der Forschergruppe um den Jenaer Soziologen Klaus Dörre entwickelten These »guter Betrieb – schlechte Gesellschaft« sehen. Die Thüringer Wissenschaftler hatten bei Beschäftigtenbefragungen festgestellt, daß im Bewußtsein vieler der »eigene« Betrieb positiv erscheint, während das Gesellschaftssystem insgesamt heftig kritisiert wird. Auch die Forscher des ISF stellen fest, daß »das Ohnmachtserleben ›adressatenloser Wut‹ (…) vom Betrieb auf ›Gesellschaft‹ und auf ›Staat und Politik‹ verschoben« wird, was zu »ausgeprägten Widerstands- und Protestphantasien« führt – in den wenigsten Fällen aber zu tatsächlicher Gegenwehr. Der betriebliche Krisenkorporatismus, der oftmals Konzessionen der Beschäftigten beinhaltet, sei vor diesem Hintergrund »allenfalls ein Deal auf schiefer Ebene. (…) Er bedeutet nicht dauerhafte Rücknahme an Ansprüchen und die Absenz von Kritik.«

Die Beschäftigten haben für die Krise – aber auch für deren vorläufige Überwindung – einen hohen Preis bezahlt. Die befragten Betriebsräte und Vertrauensleute berichten von der Entlassung von Leiharbeitern, extremen Formen der Arbeitszeitflexibilisierung, einer deutlichen Erhöhung des Leistungsdrucks, von beruflicher Unsicherheit und Statusverlust infolge flexiblen Personaleinsatzes. Das insbesondere in der IG Metall viel diskutierte Thema »Gute Arbeit« hat sich demnach keineswegs erledigt. Im Gegenteil haben die Unternehmen die Krise als »Experimentierfeld für noch weitergehende Intensivierung der Arbeit« genutzt. Mit der Folge, daß die »gesundheitspolitische Zeitbombe« noch schneller tickt. Allerdings sind diese Erfahrungen nicht gänzlich neu, sondern eine Verstärkung dessen, was Arbeiter und Angestellte schon länger erleben. Die Krise erscheint als »permanenter Prozeß«, in dem der Wirtschaftseinbruch selbst nur als Verstärker, als »Brennglas« wirkt.

Systemversprechen gesprengt

Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, daß die Münchner Forscher auf »die Reaktivierung von Sichtweisen eines dichotomen Gesellschaftsbewußtseins des ›wir hier unten und die dort oben‹ gestoßen« sind. Dies allerdings, »ohne daß der Nebelschleier, der über den ökonomischen Verhältnissen liegt, weggezogen wäre«. Anders ausgedrückt: Das Klassenbewußtsein hat sich verstärkt, ein Verständnis der kapitalistischen Gesellschaftsordnung und die Vorstellung einer Alternative dazu sind damit aber nicht unbedingt verbunden. Dennoch: Das Systemversprechen von Wohlstand und Sicherheit bei hoher Leistungsbereitschaft ist gesprengt. »Wir haben es mit einem hohen Maß an Delegitimierung eines ökonomischen Systems zu tun, das Wohlstandsversprechen nicht einlöst.«

Die »Krise ohne Konflikt« ist also keinesfalls eine »Krise ohne Kritik«. »Hinter dem oberflächlichen Eindruck einer ›Krise ohne Konflikt‹ verbergen sich massive Ohnmachtserfahrungen, die politische Sprengkraft gewinnen werden, sofern sich die vielfach artikulierten Protestphantasien in reale Widerstandsformen und handfeste soziale Auseinandersetzungen umsetzen.« Diese Perspektive erscheint – auch wenn sie aus einer begrenzten Anzahl von Gesprächen mit betrieblichen Gewerkschaftsaktivisten gewonnen wurde – durchaus realistisch.

Richard Detje/Wolfgang Menz/Sarah Nies/Dieter Sauer: Krise ohne Konflikt? - Interessen- und Handlungsorientierungen im Betrieb – die Sicht von Betroffenen. VSA, Hamburg 2011, 150 Seiten, 12,80 Euro * ISBN: 978-3-89965-453-0


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11. Juli 2011, 21:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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WSWS: UN-Bericht kritisiert soziale Lage in Deutschland

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13. Juli 2011, 15:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Prekäres Wirtschaftswunder

Kleiner empirischer Versuch

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21. Juli 2011, 14:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Das war ja irgendwie klar, dass das kommt, wenn die Länder, die normalerweise ihre Produkte abkaufen, zum Sparen genötigt werden...

Die deutsche Wirtschaft kühlt sich ab

Zitat:
Das Wirtschaftswachstum in Deutschland hat sich abgeschwächt: Im zweiten Quartal legte das Land lediglich um 0,1 Prozent zu, und die Import wachsen stärker als die Exporte.


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16. August 2011, 14:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Die Welt: "Deutsche misstrauen dem Kapitalismus" Antworten mit Zitat
http://www.welt.de/politik/deutschland/article9074415/Deutsche-misstrauen-dem-Kapitalismus.html

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Das ist die Verrücktheit einer Gesellschaft, die sich von einem Sachzwang bestimmen lässt, der nur existiert, weil ihn die einen selbst praktizieren und die anderen sich ihn aufherrschen lassen.
18. August 2011, 15:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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WSWS: Niedriges deutsches Bruttosozialprodukt veranschaulicht Niedergang der Weltwirtschaft

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18. August 2011, 15:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Die Streiks in Deutschland nehmen langsam zu, endlich!

Hier eine kleine tagesaktuelle Sammlung, ganz beachtlich:

Ver.di kann doch noch streiken: Nicht-medizinische Charité-Mitarbeiter stimmen für Streik

Hessische Landesbahn setzt Streik fort

Streik der Lübecker BusfahrerInnen (schaut euch die Kommentare an;)

GDL-Streik bei der Nord-Ostseebahn vorerst zu Ende, "allerdings besteht jederzeit die Gefahr, dass die Gewerkschaft zu neuen Streiks aufruft."

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08. September 2011, 12:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Es gibt sie noch, die Streikerfolge!

Erfolg für Streikende: http://www.taz.de/Charit-Tochter-/!83190/

Zitat:
Nach zwölf Wochen Streik lenkt der Arbeitgeber ein: Mitarbeiter der Charité-Tochter CFM sollen ab 2012 Mindestlohn von 8,50 Euro erhalten. Psychotherapeuten in Ausbildung beginnen ihren Streik gerade erst


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07. Dezember 2011, 02:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Schon krass, was da in Deutschland so abgeht punkto Prekarisierung...

Peinlich für Heinrich

Zitat:
Die Einkommensunterschiede nehmen in Deutschland schneller zu als in den meisten anderen Industrieländern. Dafür sind auch die Gewerkschaften verantwortlich.


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19. Dezember 2011, 01:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Das Ruhrgebiet ist Deutschlands neues Armenhaus

Zitat:
Der Verbandschef hält es sogar für möglich, dass dort soziale Unruhen wie etwa in London ausbrechen, wenn die Menschen dort weiter keine Perspektive hätten und "aus Hoffnungslosigkeit die soziale Kontrolle verlieren". Schneider sagte: "Wenn dieser Kessel mit fünf Millionen Menschen einmal zu kochen anfängt, dürfte es schwer fallen, ihn wieder abzukühlen."


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24. Dezember 2011, 14:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Zum neuesten Jobwunder aus Deutschland:

Billiges Jobwunder - Zahl der Beschäftigten auf Rekordniveau - Niedriglohnsektor boomt

Zitat:
2011 zählte das Statistische Bundesamt im Jahresdurchschnitt mehr als 41 Millionen Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland. Das ist neuer Rekord, verdankt sich aber auch der Tatsache, dass die Behörde Ein-Euro-Jobber oder Teilzeitbeschäftigte einbezieht.

Wie das Statistische Bundesamt am Montag meldete, waren im letzten Jahr so viele Menschen wie nie zuvor erwerbstätig. Den Angaben der Wiesbadener Behörde zufolge gingen 2011 im Jahresdurchschnitt 41,041 Millionen Menschen einer Arbeit nach. Das ist ein neuer Rekord und übertrifft damit selbst das bisherige Rekordjahr 2010 um 535 000 Arbeitnehmer bzw. 1,3 Prozent. Grund für den Boom sei die gute Konjunktur, hieß es aus der Statistik-Behörde.

Allerdings sind die Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Denn Wiesbaden zählt alle mit - auch Ein-Euro-Jobber und Teilzeitbeschäftigte. Dabei verdienen die Betroffenen oftmals so wenig, dass sie weiterhin von staatlichen Leistungen abhängig sind. Lediglich 28,9 der 41 Millionen Erwerbstätigen sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann, betonte am Montag, dass »das angebliche Jobwunder« auf einem Boom bei den Billigjobs beruhe. In den vergangenen Jahren sei kaum mehr Arbeit geschaffen worden, kritisierte Zimmermann.

Die Abgeordnete verwies auf Angaben der Bundesregierung, wonach die Zahl der Erwerbstätigen von 2002 bis 2010 zwar um 1,3 Millionen auf 40,5 Millionen gestiegen sei. »Legt man jedoch das Arbeitszeitvolumen zugrunde und rechnet dieses in Vollzeitstellen - sogenannte ›Vollzeitäquivalente‹ - um, ergibt sich ein rechnerisches Minus von 79 000 Stellen«, so Zimmermann.

weiter: http://www.neues-deutschland.de/artikel/214654.billiges-jobwunder.html


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03. Januar 2012, 03:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Unbefristeter Streik bei Pflegen & Wohnen beginnt

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10. Januar 2012, 13:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Zitat:
Nirgends in Europa sind mehr Menschen obdachlos als im „Wirtschaftswunderland“ Deutschland! Mit 490 700 Obdachlosen den einsamen Spitzenplatz; von 10 000 Deutschen haben somit 60 keine feste Bleibe. In der EU sind insgesamt rund 1,1 Millionen Menschen obdachlos. Mehr als die Hälfte der Obdachlosen ist zwischen 20 und 39 Jahre alt. Seit Beginn der neunziger Jahre ist dabei die Zahl der 18- bis 25jährigen Obdachlosen am stärksten gewachsen. Aber auch Frauen sind immer öfter von Obdachlosigkeit betroffen.


http://newsevv.wordpress.com/2012/02/04/nirgends-in-europa-sind-mehr-menschen-obdachlos-als-im-wirtschaftswunderland-deutschland-mit-490-700-obdachlosen-den-einsamen-spitzenplatz-von-10-000-deutschen-haben-somit-60-keine-feste-bleibe/

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
05. Februar 2012, 13:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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http://media.lclark.edu/content/hart-landsberg/2012/02/15/germany-a-false-model/

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A slave is one who waits for someone to come and free him. - Ezra Pound
20. Februar 2012, 22:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Streik am Frankfurter Flughafen geht in die nächste Runde:
http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article2197837/Streik-geht-am-Sonntagabend-in-eine-neue-Runde.html

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26. Februar 2012, 17:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Bei den Fluglotsen ist Schluss! Der Solidaritätsstreik der Fluglotsen für die Vorfeldmitarbeiter wurde eben vom Arbeitsgericht
verboten. Die Macht der Lotsen ist gross, erinnern wir uns an den Streik der spanischen Fluglotsen 2010, der vom Militär gebrochen
wurde!

Streikverbot am Flughafen von Frankfurt:
Zitat:
Streikende Fluglotsen als schärfste Waffe darf die GdF am Frankfurter Flughafen nicht einsetzen. Die Gewerkschaft ist im Kampf für Vorfeldmitarbeiter wohl zu weit gegangen - will aber nicht nachgeben.


http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/wirtschaft_artikel,-Am-Frankfurter-Flughafen-geraet-Gewerkschaft-zunehmend-unter-Druck-_arid,165251.html

gestern in der jungen Welt:
Zitat:

Alarm an Airports

Mirko Knoche und Johannes Schulten

Der Arbeitskampf am Frankfurter Flughafen eskaliert. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat die Fluglotsen am Airport für den heutigen Mittwoch morgen von fünf bis elf Uhr zu einem Solidaritätsstreik mit den Beschäftigten auf dem Vorfeld aufgerufen. Der Betreiber Fraport und die Lufthansa wollten das am gestrigen Dienstag mit einem Eilantrag beim Frankfurter Arbeitsgericht verhindern. Die Verhandlung begann um 18 Uhr (nach jW-Redaktionsschluß). Die Unternehmen argumentieren, die Schäden für die Fluglinien und die Passagiere seien zu hoch.

Fraport hatte mit Streikbrechern bislang rund 80 Prozent der geplanten Flüge abwickeln können. Weil dadurch der Erfolg das Vorfeldausstands erheblich gefährdet worden sei, dürfe die Gewerkschaft die scharfe Waffe des Fluglotsenstreiks benutzen, entgegnete der Arbeitsrechtler Wolfgang Däubler gegenüber junge Welt. So habe Fraport für den Streikbruch Leute eingesetzt, die für Vorfeldarbeiten gar nicht angestellt seien. Darauf antworte die GdF nun mit Arbeitsniederlegungen im benachbarten Frankfurter Tower, so Däubler. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft hingegen fordert sogar eine Dienstverpflichtung der Lotsen durch die Bundesregierung. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) lehnte das mit Verweis auf die Tarifautonomie gestern aber ab.

Währenddessen hat die klare Verurteilung des Vorfeldstreiks durch ver.di-Betriebsratsmitglieder und deren Beteiligung an der Organisation des Streikbruchs zu Unmutsbekundungen innerhalb der Dienstleistungsgewerkschaft geführt. So hat der Tarifausschuß von ver.di Südhessen den Vorfeldbeschäftigten in Frankfurt seine Solidarität bekundet. Von Funktionärsseite habe es für die Erklärung dagegen Schelte gegeben, berichteten die Südhessen.

Die Vorfeldbeschäftigten legen die Arbeit mit kurzen Unterbrechungen bereits seit zwei Wochen nieder. Sie fordern eine Angleichung ihrer Gehälter an das Niveau in München und Berlin innerhalb der nächsten vier Jahre. Einen entsprechenden Schlichterspruch des Hamburger Exbürgermeisters Ole von Beust (CDU) will Fraport nicht annehmen.

Auf Flugausfälle könnten sich auch die Berliner Flughäfen einstellen. »Es wird wahrscheinlich zu kurzfristigen Arbeitsniederlegungen kommen«, kündigte ver.di am Dienstag an. Ein Datum nannte die Gewerkschaft jedoch nicht. In den seit Ende des vergangenen Jahres laufenden Tarifverhandlungen mit dem Bodendienstleister GlobeGround Berlin hatte das Unternehmen am Samstag auf ein Ultimatum von ver.di reagiert und erstmals ein Angebot vorgelegt. Dessen Kernpunkte bezeichnet Verhandlungsführer Jens Gröger als »unzumutbar«. Die Gewerkschaft fordert unter anderem Lohnerhöhungen von vier Prozent für die knapp 1500 GlobeGround-Beschäftigten an den Standorten Tegel und Schönefeld. Das Unternehmen will dagegen die komplette Tarifstruktur verhandeln. GlobeGround fordert etwa eine Streichung der zusätzlich zum Urlaub bestehenden zehn Schichtausgleichstage. Dafür sei man bereit, die Einstiegsgehälter der unteren Lohngruppen um 18 Prozent anzuheben, hieß es in einer Mitteilung. Ver.di wollte diese Zahlen jedoch nicht bestätigen. Zwar habe das Unternehmen vorgeschlagen, die Einstiegsgehälter von aktuell 1449 auf 1500 Euro anzuheben. Gleichzeitig verlange es die Senkung der höchsten Lohnstufe von 2300 auf 1850 Euro, erläuterte Gröger. Der Gewerkschafter wies ausdrücklich darauf hin, daß die Verhandlungen noch nicht gescheitert seien. Mit einem verbesserten Angebot sei der Warnstreik »noch zu verhindern«, noch immer bestehe »Hoffnung«.


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01. März 2012, 11:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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hehe. nach Streik in Frankfurt streiken nun die Berliner:
http://www.morgenpost.de/wirtschaft/article1917844/Spontanstreik-in-Berlin-Tegel-laehmt-Flugverkehr.html

Zitat:
Im deutschen Luftverkehr kommt es nach den Streiks am Frankfurter Flughafen erneut zu Einschränkungen: Nach Aufforderung durch die Gewerkschaft Ver.di gab es am Morgen einen Warnstreik am Berliner Flughafen Tegel. Die Beschäftigten des Dienstleisters Globeground legten von 6.00 Uhr an für dreieinhalb Stunden die Arbeit nieder. Ver.di-Verhandlungsführer Jens Gröger sagte am Morgen, bereits angekommene Maschinen würden seit 6.00 Uhr nicht mehr entladen. Für den Abflug aufgerufene Maschinen könnten nicht mehr starten, da auch die „Push-back-Fahrer“ streiken. Das sind jene Vorfeld-Mitarbeiter, die mit speziellen Transportfahrzeugen die Flugzeuge vom Flugsteig wegziehen.


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02. März 2012, 19:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Zwar von verdi orchestriert, trotzdem eine Notiz wert:

Zitat:
Kaum Busse, keine Bahnen, geschlossene Kitas, volle Mülltonnen: In Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Münster und zahlreichen anderen Städten blieben Busse und Bahnen in den Depots. In Wuppertal stellte die Schwebebahn das Schweben ein. Hochbetrieb herrschte an Taxiständen. „Alle Taxis sind vom Hof“, sagte Hans-Günther Kaufhold von „Taxi Düsseldorf“. Fahrgäste müssten bis zu eine Stunde auf einen Wagen warten.


http://www.focus.de/panorama/vermischtes/erster-warnstreik-hoehepunkt-70-000-streiken-millionen-betroffen_aid_721732.html

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08. März 2012, 12:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Die Macht der Haustechniker :-)
Der Portraitierte ist selbst verblüfft und verängstigt ab seiner Macht.

Zitat:
Der Arbeitskampf im öffentlichen Dienst dauert nach wie vor an. Was ist, wenn es wieder einen Streik gibt? "Ich weiß nicht, ob ich wieder dabei bin", sagt Nitsche. "Das Ganze hat mir schon einen ganz schönen Schock verpasst. Ich konnte ja nicht wissen, dass das im Chaos endet. Auf jeden Fall würde ich beim nächten Mal mein Motorrad mitnehmen, damit ich im Notfall schnell zur Schule zurückfahren kann." Auf jeden Fall hat er jetzt Zeitschaltuhren angeschaltet. Die regeln ganz automatisch, dass die Schule morgens um sieben Uhr betriebsbereit ist.



http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article/111/ich-wusste-nicht-dass-das-im-chaos-endet.html

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02. April 2012, 15:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Verdi tut, was Gewerkschaften besonders gut können: Sich als Co-Manager der Kapitalisten betätigen...

Verdi bereitet weitere Angriffe auf die Schlecker-Mitarbeiter vor

Zitat:
Bisher haben Verdi und der von ihr dominierte Gesamtbetriebsrat (GBR) alles getan, die Last der Insolvenz auf die Mitarbeiter abzuwälzen. Sie akzeptierte nicht nur die Massenentlassungen ohne jede Arbeitskampfmaßnahme, sie übernahm sogar selbst die Organisation der Kündigungen und setzte die Betroffenen unter Druck, auf rechtliche Mittel zu verzichten.


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06. April 2012, 21:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Zitat:
es klingt wie ein Kriminalfall und ist doch traurige Realität in
Duisburg. Bei Schienenhersteller TSTG verlieren Stahlarbeiter ihren Job,
nachdem ein offenbar jahrelange bestehendes verbotenes Preiskartell der
europäischen Schienenhersteller aufgeflogen ist. Doch jetzt fangen
einige Kollegen an, sich dagegen zu wehren, dass sie die Zeche zahlen
sollen. Sie organisieren sich im Projekt "Schienenfreunde" auf Netzwerk IT.


http://www.netzwerkit.de/tstg

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07. April 2012, 11:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Evisor



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Beitrag CDU legt Konzept für Mindestlohn vor Antworten mit Zitat
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/lohnuntergrenze-union-legt-konzept-fuer-mindestlohn-vor-11730107.html
26. April 2012, 08:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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In der BRD gibt es eine gross angelegte Kampagne gegen den Waffendeal zwischen Krauss Maffei und Saudiarabien.

http://www.25000-euro.de/

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22. Mai 2012, 22:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Wegen der geplanten Ausschreibung der Berliner S-Bahn drohen die Arbeiter mit Streik:

http://www.netzwerkit.de/Members/ManfredK/berliner-s-bahn/Presse/news20120604-001

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07. Juni 2012, 09:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Der Blog der S-Bahner:

http://aktionsausschuss.blogspot.com

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07. Juni 2012, 14:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Zitat:
"Der Berliner Senat will heute das Ende der Berliner S-Bahn beschließen. Damit einhergehend stellt er über 3000 Arbeitsplätze bei der S-Bahn Berlin GmbH in Frage."

Das berichtet der "Aktionsausschuss 100 % S-Bahn heute Dienstag, 19. Juni 2012 in einem Aufruf auf seinem Blog. Dabei bezieht er sich auf einen Bericht der Online-Ausgabe der Berliner Zeitung (http://www.berliner-zeitung.de/berlin/beschluss-senat-befindet-ueber-s-bahn,10809148,16415262.html). Weiter schreibt der Aktionsausschuss in seinem Aufruf:

"Der TAG X ist nun gekommen, wo wir Beschäftigten der Berliner S-Bahn dazu gezwungen werden, einen übergreifenden Widerstand gegen die Politik des Berliner Senats zu leisten! Germeinsam mit unseren Unterstützern und Fahrgästen werden wir in unterschiedlichsten Formen einen aktiven Widerstand gegen die Privatisierung, Zerschlagung und Ausschreibung unserer Rechte und Interessen leisten. Dazu sind die Gewerkschaften bei der Berliner S-Bahn genauso von ihren Mitgliedern aufgerufen, wie auch die Beschäftigen der S-Bahn selber mit Hilfe ihrer Familien, sowie ihrer zahlreichen Sympathisanten und Unterstützer."

Hier der ganze Aufruf im Wortlaut: http://aktionsausschuss.blogspot.de/2012/06/berlinersenat-will-heute-die-s-bahn.html


Am Mittwoch, den 20.06.2012, um 16 Uhr trifft sich der für alle Kolleginnen und Kollegen offene "AKTIONSAUSSCHUSS 100% S-BAHN" im Obergeschoß vom DB Casino "Mediterrano" im Berliner Ostbahnhof!

Wer in Berlin oder Umgebung wohnt und die Möglichkeit zur Teilnahme an dieser wichtigen Besprechung hat, soll sich unbedingt morgen Mittwoch, 20. Juni dort einfinden!

Bitte diesen dringenden Aufruf an alle interessierten UnterstützerInnen weiterleiten!


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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
20. Juni 2012, 18:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Übrigens haben die S-BahnerInnen in Berlin ihre nötigen 900 Stimmen zusammengebracht. D.h. es wird eine Betriebsversammlung während der Arbeitszeit geben, was de facto einem (verbotenen) politischen Streik der Berliner S-Bahn gegen die Liberalisierung entspricht. Am Tag der Betriebsversammlung wird kein Zug mehr fahren. Und das organisiert unabhängig von der Gewerkschaft. Beeindruckend:

http://aktionsausschuss.blogspot.ch/2012/07/uber900-s-bahnerinnen-fur-eine.html

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14. Juli 2012, 01:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Moody's: "Schlechte Aussichten" für Deutschlands Bonität
http://www.heise.de/tp/blogs/8/152452

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Das ist die Verrücktheit einer Gesellschaft, die sich von einem Sachzwang bestimmen lässt, der nur existiert, weil ihn die einen selbst praktizieren und die anderen sich ihn aufherrschen lassen.
25. Juli 2012, 13:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Die FAZ heute mal gelesen: «Wann kippt Deutschland?» titeln sie und weisen auf die grossen Brocken (Spanien, Italien) hin, die nach Griechenland dann noch ins Hause stehen und deren Rettung die EU kaum zu stemmen fähig ist.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/schuldenkrise-wann-kippt-deutschland-11835599.html

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Power to the Pöbel!
30. Juli 2012, 00:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Die Bundeswehr im Innern einsetzen? Das Verfassungsgericht macht einen ersten Schritt in diese Richtung:
http://www.sueddeutsche.de/politik/bundeswehreinsaetze-im-inland-karlsruhe-faellt-katastrophen-entscheidung-1.1443401

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17. August 2012, 20:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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Lektion: Vertraue nie den Gewerkschaften. In Berlin zum 357'189en Mal bewiesen. Aus dieser Voraussetzung...

Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Übrigens haben die S-BahnerInnen in Berlin ihre nötigen 900 Stimmen zusammengebracht. D.h. es wird eine Betriebsversammlung während der Arbeitszeit geben, was de facto einem (verbotenen) politischen Streik der Berliner S-Bahn gegen die Liberalisierung entspricht. Am Tag der Betriebsversammlung wird kein Zug mehr fahren. Und das organisiert unabhängig von der Gewerkschaft.


... machte der Betriebsrat das hier ...

Zitat:
Der Betriebsrat der S-Bahn Berlin GmbH hat auf seiner Sitzung am 01.08.2012 die Forderung eines Drit­tels von uns S-Bahner/innen nicht entsprochen und die zeitnahe Durchführung einer Gesamtbetriebsver­sammlung abgelehnt. Er tat dies mit dem Argument der "Unverhältnismäßigkeit" einer solchen Versamm­lung und dem Schaden am Ansehen der S-Bahn. Besser hätte es der Arbeitgeber auch nicht formuliert.

Ob jedem Betriebsratsratsmitglied sein Handeln als gewählter Interessenvertreter wirklich bewusst ist, dies können auch wir Euch nicht beantworten. Die Betriebsratsmehrheit unterstützte jedoch mit ihrem Ver­halten gegen eine Gesamtbetriebsversammlung objektiv all jene, die die Ausschreibung wollen!

Die verpflichtende Forderung der fast 1000 Mitarbeiter/innen nach einer Betriebsversammlung wird zwar erfüllt, aber erst am 20. September 2012 als eh geplante und altbekannte Teilversammlung in der Freizeit fast aller Schichtarbeiter. Bis dahin hat der DB Konzern und Berliner Senat in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung der S-Bahn einen weiteren Teil für eine Ausschreibung des S-Bahnverkehrs in ihrem Sinne vorangetrieben. Auch den damit einhergehenden Abbau unserer Arbeitsplätze.


Das ganze Drama ist nachzulesen auf dem Blog des Aktionsausschusses: http://aktionsausschuss.blogspot.ch/2012/08/einstweilige-verfugung-gegenuns-s.html

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22. August 2012, 01:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Hässlig:
http://www.derwesten.de/politik/fast-jeder-zehnte-deutsche-denkt-rechtsextrem-id7286760.html

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12. November 2012, 23:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Streik im AKW.

http://www.sr-online.de/sronline/nachrichten/politik_wirtschaft/streik_cattenom100.html

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19. November 2012, 14:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Arbeitskosten ein Problem

Zitat:
Die Arbeitskosten für Deutschlands Wirtschaft steigen 2011 laut einer Studie erstmals seit der Jahrtausendwende stärker als im europäischen Durchschnitt. Problematischer ist der Untersuchung zufolge aber die Lohnzurückhaltung in den Jahren davor, die vor allem andere Euroländer belastete. Zudem ist in keinem anderen Land der Unterschied zwischen den Arbeitskosten in der Industrie und denen im Dienstleistungssektor größter als in Deutschland.


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27. November 2012, 02:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Rafa



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Ihr habt das doch bestimmt schon mit der Financial Times Deutschland gehört. Es ist zwar schade, das eine Zeitung so sang und klanglos untergeht allerdings wusste ich nicht das sie Deutschland so in den Abgrund reißen würde :D
http://www.facebook.com/photo.php?fbid=446500095417652&set=a.390050221062640.99059.387157291351933&type=1&theater
29. November 2012, 11:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wirken die II



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Und es geht weiter mit dem "Patriotismus"...:
Patriot-Stationierung: Der deutsche Imperialismus mischt mit

http://de.internationalism.org/Weltrevolution175_patriotstationierung1112
29. November 2012, 12:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Gerhard Hanloser hat einen Text zum Eintritt von Raul Zelik et al. in die Linkspartei geschrieben:

„Ich geh weg!" (Ton Steine Scherben)

Zitat:
Jahrzehntelang außerparlamentarisch Bewegte treten in die Linkspartei ein, sehen Chancen und Möglichkeiten an irgendeinem Horizont, nun gut... was soll man sagen?


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29. November 2012, 22:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Sehr interessanter Streikaufruf bei MAN:



Vor allem der Text des Aufrufs ist nicht schlecht. Keine Ahnung ob wirklich gestreikt wurde.

http://werkerinfo.blogsport.de/2013/01/16/ausgabe-112013-streikaufruf-4/

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23. Januar 2013, 21:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Ich weiss nicht, obs schon mal gepostet wurde: Der DGB setzte sich mit der Bundeswehr zusammen. Ach du meine Scheisse.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=dJXGX09QYhk#!

de Mazière: "Was heisst vernetzte Sicherheit im Verhältnis von Arbeiterbewegung und Bundeswehr?"

oder

Sommer: "Das Verhältnis von bewaffneten Streitkräften zu Gewerkschaftsbewegung ist historisch belastet - ist es aber nicht mehr."

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18. Februar 2013, 20:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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In Berlin beginnt sich eine Bewegung gegen Zwangsräumungen rauszubilden: mittlerweile schon die zweite Zwangsräumung verhindert.

Erneut Zwangsräumung verhindert

Zitat:
Heute versammelten sich 200 Menschen in Reinickendorf um die Zwangsräumung der schwerbehinderten, 67-jährigen Rosemarie F. zu verhindern. Die Räumung wurde in letzter Sekunde abgebrochen, die Gerichtsvollzieherin musste unter Polizeischutz flüchten. Das Gericht hatte in allerletzter Sekunde die Räumung untersagt um Räumungsschutzanträge zu prüfen. Der öffentliche Druck führt dazu, dass Räumungen nicht mehr still und leise stattfinden.





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28. Februar 2013, 22:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Hartz 4 for ever: http://www.jungewelt.de/2013/03-14/005.php
14. März 2013, 02:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Bei Opel-Bochum haben die ArbeiterInnen den "Mastervertrag" von Betriebsleitung und IG Metall zur Abwicklung des Werks abgelehnt. Und das mit grosser Mehrheit, mit 76.1 %!

Opel-Bochum: Das abgekartete Spiel der IG Metall (WSWS)

Zitat:
Die Arbeiter des Opelwerks in Bochum haben am Donnerstag auf zwei Betriebsversammlungen mit großer Mehrheit (76,1 Prozent) gegen den sogenannten „Mastervertrag“ gestimmt. Viele Arbeiter reagierten begeistert auf das Votum gegen einen Tarifvertrag, der die Stilllegung ihres Werks zum Inhalt hat. Im Opelanerforum schrieb ein Arbeiter: „Lieber aufrecht sterben, als auf Knien leben!“


Wal Buchenberg hat auf dem Marx-Forum gleich einige Ratschläge für die Opelaner auf Lager:

Opel Bochum: Wie weiter nach der breiten Ablehnung des "Masterplanes" von GM in Bochum?

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25. März 2013, 00:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Dossiers bei Labournet zur Opel-Geschichte:

http://www.labournet.de/branchen/auto/gm/gm-national/gm-bochum/sensation-bei-opel-bochum-239-stimmen-fur-den-ig-metall-vorschlag-jetzt-geht-es-erst-richtig-los/

http://www.labournet.de/branchen/auto/gm/gm-national/gm-bochum/kommentare-und-artikel-zur-bochumer-ablehnung-des-opel-sanierungsplans/

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25. März 2013, 01:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die Jungle World zum "Manöver der Gewerkschaft" (IKS) bei Opel:

Bochum sagt "Nein"

Zitat:
Für die Opelwerke in Rüsselsheim, Kaiserslautern, Eisenach und Dudenhofen ist der zwischen der Konzernleitung und der IGM ausgehandelte Tarifvertrag sicherlich ein Grund, sich zu freuen. Für die 3 200 Opelaner in Bochum dagegen hatte der Tarifvertrag nichts anzubieten. Grundlos war ihre Ablehnung also nicht. Ob eine internationalistischere Strategie der IGM letztendlich ein besseres Ergebnis hervorgebracht hätte, ist unklar. Offensichtlich geworden ist jedoch eines: Die DGB-Gewerkschaften stehen nicht grundsätzlich in Opposition zu den Interessen des Kapitals. Und klar ist auch: Wenn sich eine Belegschaft aus­einanderdividieren lässt, darf sich anschließend niemand wundern, wenn das Spiel sich wiederholt. Wen es dann trifft, wird sich zeigen. Zumindest in Bochum hätte es dazu eine Alternative gegeben.


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04. April 2013, 22:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Noch ein Streik in Deutschland, der ständig damit rechnen muss, von der Gewerkschaft abgwürgt zu werden. Der Streik bei Neupack in Hamburg und Rotenburg:

Zitat:
“…Auf der Mitgliederversammlung am Donnerstag letzter Woche war den KollegInnen aus Stellingen und Rotenburg mitgeteilt worden, daß es keinen Haustarifvertrag geben werde. Der Abschluß wird dann Regelungsabsprache heißen. Diese wird schon jetzt der Belegschaft als “möglichst nahe an einem Tarifvertrag” verkauft. Von dem ursprünglichen Ziel, eine kollektive Stärke durch einen Tarifvertrag zu erreichen, ist also nichts geblieben, obwohl Tarifverträge die Grundlage und die Stärke von Gewerkschaften ausmachen. (…) Sie fühlen diese Art Flexi-Streik gegen sich gerichtet und Krüger nützt!..”

http://www.labournet.de/branchen/sonstige/verpackungen/nach-funf-monaten-arbeitskampf-beim-verpackungsmittelhersteller-neupack-in-hamburg-und-rotenburg-ist-der-neupack-streik-ostern-zu-ende/


Auf diesen Beitrag entspann sich eine Debatte. Es gab zwei kritische Artikel von einem gewissen Erich aus Rotenburg, der die gewerkschaftskritische Haltung des UnterstützerInnen-Kreises rund umd en Jour Fixe aus Hamburg kritisierte:

http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2013/03/Erich-an-den-Jour-Fixe-HH.pdf

http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2013/04/erich-zur-flexi-streik-taktik.pdf

Worauf Christian Frings sich dann in die Debatte einschaltete:

http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2013/04/Neupack-Labournet-Debatte.pdf


Der Kampf hat mittlerweile sogar bei den Fans des FC St. Pauli Unterstützung erhalten:



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04. April 2013, 23:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Erich ist ein Idiot sondergleichen.

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05. April 2013, 08:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
lazlo wanda hat Folgendes geschrieben:
Erich ist ein Idiot sondergleichen.


Antwort von Erich, der aus Kassel zu kommen scheint:

http://www.labournet.de/branchen/sonstige/verpackungen/erich-kassel-an-den-jour-fixe-hamburg-u-a/

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05. April 2013, 14:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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http://www.berliner-zeitung.de/berlin/zwangsraeumung-reinickendorf-zwangsgeraeumte-rosemarie-f--gestorben,10809148,22349008.html

Zitat:
Nach der Zwangsräumung ihrer Wohnung in der Aroser Allee 92 in Berlin-Reinickendorf erhielt Rosemarie F. Obdach in der Wärmestube der Kälte-Nothilfe. Nur zwei Tage später starb die schwerbehinderte Rentnerin. Die 67-Jährige habe dem Druck und Stress nicht standhalten können, teilt die Kältehilfe mit. Rosemarie F. sei am Donnerstag gegen 18 Uhr gestorben. Die genaue Todesursache soll eine Obduktion klären.

Am 27. Februar 2012 hatte das Berliner Landgericht die Zwangsräumung vorläufig noch gestoppt. Die zuständige Gerichtsvollzieherin hatte schon die Schlösser zu der Wohnung ausgetauscht, als die telefonische Absage bei ihr eintraf. Rund 200 Personen hatten vor dem Haus gegen die Räumung demonstriert. Die Mieterin konnte vorerst bleiben.

Bei einem erneuten Versuch am 9. April 2013 setzten 140 Einsatzkräfte die Zwangsräumung der Wohnung von Rosemarie F. schließlich durch.


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12. April 2013, 11:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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Zum Neupack-Streik.

Der neueste Stand:

Opfert IG BCE-Führung Murat Günes und fünf weitere Streik-Aktivisten?

Zitat:
“DURCHBRUCH ERZIELT: Neupack verzichtet auf Maßregelungen”, meldet die IG BCE-Führung in ihrem neuesten Streik-Info. Weiter unten steht: “Ausgenommen davon sind einige Sachverhalte nach den Strafgesetzbuch, die im weiteren Sinne Offizialdelikte darstellen. Hier müssen die Gerichte entscheiden”. Diese “Offizialdelikte” haben Murat Günes (BR-Vorsitzender) und fünf weitere StreikaktivistInnen aus Stellingen und Rotenburg begangen. Welche waren das? Murat soll angeblich eine Körperverletzung bei einer Rangelei am Tor mit einem Abteilungsleiter begangen haben. Den anderen wird Beleidigung, Spucken etc. vorgeworfen.


Offener Brief eines Arbeiters an die Gewerkschaft:

Neupack-Streik: Brief eines empörten türkischen Kollegen an Ralf Becker vom Hauptvorstand der IG BCE (Hannover) (Mit Wut und Emphase niedergeschrieben!!)

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20. April 2013, 23:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Nice: Megaschaden und Chaos in der Luft durch Streik

Zitat:
Der gestrige Streik bei der Lufthansa reißt nicht nur ein enormes Loch in die Ertragszahlen der AUA-Mutter. Airlineexperten gehen davon aus, dass die Arbeitsniederlegung von 33.000 Mitarbeitern des Kranichs auch dem Luftfahrt-Standort Deutschland stark schade. Dieser habe bisher als zuverlässig gegolten.

Davon konnte gestern keine Rede sein: Wegen des von der Gewerkschaft Verdi ausgerufenen Warnstreiks haben von 1650 Kurz-und Mittelstreckenflügen lediglich 20 stattgefunden, bei Langstreckenverbindungen waren es statt 70 nur zwölf. Bei der Lufthansa ging man wegen der noch bis gestern Mitternacht andauernden Kampfmaßnahmen von einem "Schaden in zweistelliger Millionen-€-Höhe" aus. Im Vorjahr kostete ein ähnlicher Streik 30 Millionen €


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24. April 2013, 16:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Die Interventionistische Linke stellt Thesen über Blockupy auf und begründet, warum sie mit dabei ist:

Interveniert, denn es geht ums Ganze! Acht Argumente für eine radikale Linke bei Blockupy

Zitat:
Eine Mitteilung der Interventionistischen Linken & des ...ums Ganze! ­— Bündnisses


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29. April 2013, 19:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Scheisse...

Tod nach Zwangsräumung in Essen

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04. Mai 2013, 09:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Zunahme von Streiks in Deutschland. Interview mit einem "Streikforscher":

"80 Prozent aller Beschäftigten haben noch nie gestreikt"

Zitat:
Auch an diesem 1. Mai blieb die Revolution aus, aber immerhin hat die Zahl der Arbeitskämpfe in Deutschland zugenommen. Am 27. Februar hat das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung eine Arbeitskampfbilanz für das Jahr 2012 vorgelegt. Die Jungle World sprach mit dem Tarifexperten Heiner Dribbusch, dem Autor der Bilanz, über das gegenwärtige deutsche und globale Streikgeschehen.


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11. Mai 2013, 18:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Neupack und der 1. Mai in Hamburg (vgl. auch http://www.undergrounddogs.net/phpbb/viewtopic.php?p=49501#49501):




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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
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Melnitz



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Gutes Flugi der Gruppe La Banda Vaga zum Streik bei Neupack:

Der Streik bei Neupack und die Rolle der Gewerkschaften

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15. Mai 2013, 20:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Dieter Wegner zum aktuellen Stand bei Neupack:

Wie die IG BCE-Führung einen Streik beendet – Was glaubt ihr, was bei Neupack los ist?!

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15. Mai 2013, 21:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Hinter den Kulissen des deutschen Wirtschaftswunders:

Hungerlohn am Fliessband – Leiharbeit bei Daimler 2013

Die Reportage bei ARD (44 Minuten):

http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/swr/06052013-hungerlohn-am-fliessband-wie-tarife-ausgehebelt-werden-100.html

Beitrag bei Syndikalismus.tk:

http://syndikalismus.wordpress.com/2013/05/15/hungerlohn-am-fliessband-leiharbeit-bei-daimler-2013/

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19. Mai 2013, 13:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Bei Opel Bochum stehen die Zeichen auf Sturm: Am 21.05. wurde 4,5-Stunden gestreikt. Am Horizont erscheint das Gespenst des unbefristeten Streiks:

#Blockupy Pressemitteilung: Widerstand bei #Opel #Bochum


MLPD: Verschärfter Kampf zwischen zwei Wegen bei Opel Bochum: Streik statt Kapitulation

Zitat:
Von 11.55 Uhr bis zirka 16.30 Uhr versammelten sich am 21. Mai die Bochumer Opelaner aus Früh- und Spätschicht an Tor 1. So lange wurde auch die Arbeit niedergelegt und stand die Produktion im ganzen Werk.


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23. Mai 2013, 21:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Neupack-Streik beendet. Kommentar von Dieter Wegner:

http://www.labournet.de/branchen/sonstige/verpackungen/wir-werden-an-neupack-ein-exempel-statuieren-koste-es-was-es-wolle/

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29. Juni 2013, 14:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Der Neupack-Streik ist vorbei und verloren. Eine Analyse von Dieter Wegner:

IG BCE: SOZIALPARTNERSCHAFT – AUF DIE SPITZE GETRIEBEN

Zitat:
Für jeden aufmerksamen Beobachter hat der Arbeitskampf bei Neupack gezeigt, wieweit Sozialpartnerschaft für eine Gewerkschaft gehen kann – bis zur Schädigung der eigenen Organisation. So schonungslos offen hat m.E. noch keine Gewerkschaft gezeigt, daß sie bereit ist, sich selbst, einen Streik und eine Belegschaft für den Sozialpartner zu opfern – ihn vor einer kämpferischen Streikmannschaft zu retten.


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15. Juli 2013, 09:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Vorstadtriots in Hamburg Antworten mit Zitat
Dritte Krawallnacht in Altona: Woher kommt dieser Hass? http://www.mopo.de/polizei/dritte-krawallnacht-in-altona-woher-kommt-dieser-hass-,7730198,23717904.html

Und auch: http://www.welt.de/regionales/hamburg/article118046177/Wieder-schwere-Krawalle-in-Altona.html

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
17. Juli 2013, 11:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Asylbewerber besetzen Gewerkschaftszentrale in München Antworten mit Zitat
Marsch der Asylbewerber: DGB und Flüchtlinge verhandeln http://www.br.de/nachrichten/asylbewerber-marsch-bayern100.html

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05. September 2013, 12:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Wilder Streik Antworten mit Zitat
Wilder Streik bei Opel in Bochum: http://www.neues-deutschland.de/artikel/832770.html

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10. September 2013, 21:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Re: Wilder Streik Antworten mit Zitat
Doc Sportello hat Folgendes geschrieben:
Wilder Streik bei Opel in Bochum: http://www.neues-deutschland.de/artikel/832770.html


Endlich! Aber wohl zu spät. Mal schauen, wie es weitergeht.

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10. September 2013, 22:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Deutschlands Wirtschaftswunder... Antworten mit Zitat
...basiert auf perfektionierter Ausbeutung: http://bremerfeierabend.blogsport.eu/2013/09/11/hinter-den-werkstoren-der-blg-logistic/

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12. September 2013, 15:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Wirtschaftswunder Teil 2 Antworten mit Zitat
In Deutschland sollen ein Drittel aller Arbeitnehmer "untypisch angestellt" (sprich unterbezahlt) sein. Im Gegensatz zur naiven Hoffnung des Autoren, dass die Wahlen da vielleicht was ändern könnten, ist eher damit zu rechnen, dass diese Zahl noch steigt, schliesslich will die deutsche Kapitalistenklasse ja kompetitiv bleiben: http://spothits.de/2397/einmal-geliehen-immer-geliehen-leiharbeit-als-normales-beschaeftigungsverhaeltnis/

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25. September 2013, 20:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Beitrag Antworten mit Zitat
Siemens baut kräftig Stellen ab, vor allem in Deutschland
http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/siemens-baut-15000-stellen-ab-503668

Aber auch in der Schweiz fallen Stellen weg (vor allem Volketswil)
http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/siemens-baut-in-der-schweiz-220-stellen-ab-1.17627062

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
01. Oktober 2013, 11:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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Beitrag Flüchtlingsdemo in Hamburg Antworten mit Zitat
Scharmützel und verdammt viel Bullen an Flüchtlingsdemo in Hamburg: http://www.mopo.de/politik/mopo-de-ist-vor-ort-protestaktion-fuer-lampedusa-fluechtlinge--demo-eskaliert-,5067150,24639668.html

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15. Oktober 2013, 20:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Wirtschaftswunderland:

Anteil der von Armut gefährdeten Deutschen ist 2011 angestiegen

Zitat:
Fast jeder sechste Deutsche ist armutsgefährdet, besonders betroffen sind Frauen, Alleinerziehende und Alleinlebende


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25. Oktober 2013, 12:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Starke Sache:

Hamburg: Tausende zeigen Solidarität mit Flüchtlingen

Zitat:
Bis zu 10.000 Fans, Aktivisten und Asylsuchende ziehen nach St. Pauli-Spiel durch die Hansestadt / Polizei von großer Beteiligung überrascht




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27. Oktober 2013, 22:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Hartz IV als Sippenhaft Antworten mit Zitat
Die Eltern sind auf Hartz IV? Da möchte der Staat natürlich schon wissen, wieso der 15-jährige Sohn nicht arbeiten will: http://www.jungewelt.de/2013/11-04/001.php

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04. November 2013, 22:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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20 Jahre Mainzer Strasse Riots:

http://www.spiegel.de/video/vor-20-jahren-hausbesetzer-in-der-mainzer-strasse-video-1060145.html

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15. November 2013, 09:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Auch in Deutschland haben die LKW-Fahrer demonstriert:

http://www.br.de/mediathek/video/video/proteste-108.html

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17. November 2013, 16:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag 31 verletzte Polizisten bei Spontandemo in Kreuzberg Antworten mit Zitat
Schöne Bilanz: http://www.xhain.net/polizeiticker/2013/31-verletzte-polizisten-bei-spontandemo-in-kreuzberg

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25. November 2013, 14:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
In Hamburg solls einen Schülerstreik geben für die Flüchtlinge:

http://www.abendblatt.de/hamburg/article122275952/Hamburgs-Schueler-wollen-fuer-Fluechtlinge-streiken.html

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28. November 2013, 00:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Heute war SchülerInnenstreik für Lampedusa in Hamburg. Gemäss Organisatoren 5000, gemäss Medien 3500 SchülerInnen:

Politikunterricht auf der Straße (http://www.taz.de/Schuelerstreik-fuer-Lampedusa/!129323/)

Zitat:
Mit einem Schulstreik setzen sich Jugendliche für ein Bleiberecht der Lampedusa-Flüchtlinge ein. Trotz angedrohten Klassenbucheintrags machten 3.500 mit.




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12. Dezember 2013, 21:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat


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13. Dezember 2013, 11:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag Rote Flora: Grossdemo gegen Räumung Antworten mit Zitat
http://www.welt.de/regionales/hamburg/article122916401/Der-Machtkampf-um-die-Rote-Flora-beginnt.html

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“Der reissende Strom wird gewalttätig genannt, aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig!” (B. B.)
www.banlieue.blogsport.de
16. Dezember 2013, 16:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
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Beitrag Re: Rote Flora: Grossdemo gegen Räumung Antworten mit Zitat
Banlieusard hat Folgendes geschrieben:
http://www.welt.de/regionales/hamburg/article122916401/Der-Machtkampf-um-die-Rote-Flora-beginnt.html


Dürfte spannend werden.

Zudem: Amazon wird bestreikt...

Streik zu Weihnachten: Kommen die Amazon-Päckli rechtzeitig an?

Zitat:
Mitten im Weihnachtsgeschäft legen die Mitarbeitenden an drei deutschen Standorten die Arbeit nieder – inklusive jenem, der die Bestellungen aus der Schweiz abwickelt.


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16. Dezember 2013, 21:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Hamburg im Ausnahmezustand:

Rote-Flora-Demo: City wird Gefahrengebiet

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21. Dezember 2013, 12:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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Beitrag Antworten mit Zitat
nette taktik: diesen sommer haben die regierung das schanzenviertel (dessen zentrum quasi die rote flora bildet) als sonderzone zu etablieren. sonderzone bedeutet so in etwas das selbe, wie wir es von der zürcher langstrasse kennen. kontrollen, wegweisungen, ohne verdacht oder rechtfertigung. man könnte es auch soziale säuberung nennen.... das schanzenviertel war die letzten zehn jahre als mitteldings zwischen reeperbahn, city und (migrantischem) arbeiterquartier (eimsbüttel) zentrales moment der ausweitung der hamburger city und hat in der letzten dekade wohl die krasseste veränderung durchgemacht.
dass die regierung nun in anbetracht der proteste die komplette city (vom hafen bis eimsbüttel, inklusive st.pauli, schanze, hauptbahnhof, messe, etc.) zur sondersperrzone erklärt zeigt die angespanntheit der situation wenn's um politische kämpfe geht. die hamburger linke szene war berüchtigt für die zersplittertheit und verstrittenheit der diversen gruppierungen/richtungen (anti-imp/anti-deutsch/autonome/antifas/anarchas mit ihren jeweiligen politischen einstellungen, motiven, aktionsradi und abgrenzungen), und im anbetracht der krassen repression bei politischen aktionen (wanderkessel um die ganze demo, riesiges stehendes heer, etc) fürchtet sich nun mehr denn je vor der vereinigung der aktivisten/gruppierungen, da es doch eine ziemlich grosse stadt mit ziemlich vielen angepissten, verarmten, unerwünschten, wütenden.... mein kommentar zu weihnachten. schöne ferien an alle, die sie haben!

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"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
23. Dezember 2013, 20:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Hamburg: Bullen jammern Antworten mit Zitat
Scheinbar "herrsche unter den Oberen inzwischen die Mentalität vor, „die Schlachten werden auf der Straße und nicht vor Gerichten geführt“." (http://www.taz.de/Flora-Krawalle-in-Hamburg/!130045/, keine Ahnung wieso dieser Scheisslink nicht funktioniert, müsst halt selber copypasten), da bin ich für einmal sogar mit den Bullen einverstanden. Doch wenn sie eben mal eine Schlacht verlieren, wird gejammert: http://www.ndr.de/regional/hamburg/attacke105.html

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29. Dezember 2013, 15:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Achtung Gefahr in Hamburg Antworten mit Zitat
Nach dem Angriff auf die Davidwache (siehe oben) ist in Hamburg ein ziemlich grosses Gebiet rund um das Schanzenviertel zum "Gefahrengebiet" erklärt worden ("das größte Gefahrengebiet, das es in Hamburg jemals gab", siehe hier: http://www.mopo.de/polizei,7730198,25795716,item,2.htmll, die Doppeldeutigkeit von "all cats are beautiful" ist der MoPo wohl entgangen... ). Das bedeutet, dass "verdächtig aussehende" Leute massiv kontrolliert und willkürlich Platzverweise erteilt werden. Falls Ihr in Hamburg seid, müsst Ihr Euch jedoch keine Sorgen machen, denn "die Maßnahmen seien ein Erfolg":

Zitat:
Laut Polizeisprecherin Sandra Levgrün haben die Beamten bei den bisherigen Kontrollen unter anderem Schlagwerkzeuge, Pyrotechnik und schwarze Masken sichergestellt, die Maßnahmen seien ein Erfolg.

Die Ermittler suchen weiter nach einem Unbekannten der bei einem Angriff auf die Davidwache Ende Dezember einen Beamten mit einem Stein verletzt hatte.

http://www.mopo.de/nachrichten/gefahrengebiet-schon-mehr-als-400-kontrollen,5067140,25806032.html


Einen "Unbekannten" werden sie sicher auch früher oder später finden, schliesslich kennt niemand in einem so grossen Gebiet alle Leute...

Die demokratische Debatte darüber ist selbstverständlich in vollem Gange: http://www.mopo.de/nachrichten/streitgespraech-ueber-das-gefahrengebiet-noetige-massnahme-oder-boeser-generalverdacht-,5067140,25798298.html

Sogar wahre Empörung hat in der Hamburger Prawda ihren Platz:

Zitat:
Zudem waren die Polizisten auch noch unhöflich und aggressiv.

http://www.mopo.de/polizei/polizeipraesenz-umstritten-gefahrengebiet---die-kontrollen-sind-entwuerdigend-,7730198,25798066.html


Ja, "Polizisten", "unhöflich und aggressiv", das kann man sich wahrlich nur schwer vorstellen...

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06. Januar 2014, 22:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag "Angriff auf Davidwache": Neue Version Antworten mit Zitat
Waren die "Linksextremen" einfach ein paar Ultras, die sich die Bullenprovokationen nicht gefallen liessen?

Zitat:
Vielmehr sei die Gruppe, die lautstark Fußballgesänge gesungen habe, an der Wache vorbeigezogen, woraufhin Polizisten aus der Davidwache versucht hätten, die Gruppe aufzuhalten,. Dabei sei ein Mitglied der Gruppe mitten auf der Reeperbahn von einem Polizisten zu Boden gebracht worden. Dies habe wiederum eine rein verbale Auseinandersetzung nach sich gezogen, die zunächst zu Boden gebrachte Person sei aber wieder “laufengelassen” worden. Erst kurze Zeit später sei dann der verletzte Beamte aus der Hein-Hoyer-Straße gekommen – und in die Davidwache gebracht worden.

http://www.publikative.org/2014/01/06/anschlag-auf-davidwache-was-bislang-bekannt-ist/


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06. Januar 2014, 23:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Nachdem es in den Hamburger Gefahrengebieten täglich zu Demos, Lächerlichmachung der Bullen und Ausschreitungen kommt, befürchtet Berlin Hamburger Verhältnisse:

Linksextremismus: Berlin fürchtet Hamburger Verhältnisse

Zitat:
Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) schließt Unterstützungsaktionen Berliner Linksextremisten für Hamburg nicht aus. Auch der Berliner Verfassungsschutz hält die Stimmung für sehr aufgeheizt. Bundesweit sehen Sicherheitskreise sogar eine neue Qualität linksextremer Gewalt.


Angst?

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11. Januar 2014, 17:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Mindestens die Nazis machen auf Panik:

Linke Gewalt: Die Mobilmachung

Zitat:
Bürgerkrieg ist es in der Tat, den die militante linke Szene im Hamburger Schanzenviertel, bei den Berliner Maikrawallen, in Leipzig, Dresden und an vielen anderen Orten proben. Die Bürgerkriegsdrohung steckt schon in der scheinbar harmlosen und kritiklos nachgeplapperten Selbstbezeichnung der Gewalttäter als „Autonome“: Lossagung von und Angriff auf Rechtsstaat und Gewaltmonopol und der Anspruch, per Faustrecht das Privateigentum anderer zu beschlagnahmen, die Durchsetzung von Recht und Gesetz zu vereiteln und ganze Territorien unter eigene Kontrolle zu bringen.


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11. Januar 2014, 18:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Schon crazy:

http://www.spiegel.tv/filme/gefahrengebiet-hamburg/

P.S.:

https://www.facebook.com/events/553472861410688/557810907643550/ mr green

Zitat:
SHIT GETS REAL NOW - IN DOWNTOWN HAMBURG

THE DANGER ZONE GAME IS ON! DER CHALLENGE
FÜR HUMORVOLLE HOODWALKER AND FAMILIEN.
IN DER ALTEN TRADITION OF BREAD & GAMES.

IT'S EASY, IT'S FUN AND YOU'RE IN IT ALREADY.

WENN YOU CAN'T AVOID IT -> DANN ENJOY IT.
INVITE ALLE DEINE FRIENDS FOR MAX EPICNESS.

FORM A NICE GROUP & AB AN DIE FRISCHE LUFT.
WEAR BLACK KAPUTZENPULLOVER OR USE SOME
BAND/SOCCER MERCH TO GAIN AWESOMENESS.
MOST AWESOME IST UND BLEIBT DIE KLOBÜRSTE!

TAKE DANN A RANDOM HAPPY WALK INNA DI
ALTONA, ST. PAULI OR SCHANZENVIERTEL -
AROUND THE CORNER AND YOU WILL
EXPERIENCE YOUR BLUE MIRACLE.

WINNER TEAM OF THE DAY IST, WER MÖGLICHST
OFT IN EINEN CHECKPOINT DER POLICE SCORED,
DIE MEISTEN CREDITS COLLECTED, ABSTYLED,
DIE GREATEST ATTENTION PROVOKED ODER
MIT DEM POWER MOVE OF THE DAY PUNKTET.

WINNER EARNEN MAX. HOOD RESPECT BUT HELLO!

OF COURSE PUT FUNNY LITTLE THINGS IN YOUR
RUCKSACK OR JACKENTASH. KLOBÜRSTE ROCKS!
SING A SONG - FROM THE BLUE MOUTAINS WE
COME OR SO ÄHNLICH.

GOOD THING WANTS WHILE HAVING.

CREDITS BEKOMMEN RULEZ:

Z.B. DOCUMENT SHARES, PIC POSTS, STORIES,
AND NEW FORMS OF CREATIVE EXPRESSION:

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SIE INTO DIESE EVENT. DAMIT ZEIGT IHR DEN
GAMERN IN DER ZONE EUREN SKILL.
TWITTER ONLY UNDER USAGE DER FOLGENDEN HASHTAGS:

#Gefahrengebiet
#Klobuerste
#WirAlleSindHamburg


FROM NOTHING, COMES NOTHING

IHR BRAUCHT NIX, WAS IHR NICHT HABT.

IHR HABT RECHTE!
SAMMELT BONUSPUNKTE INDEM IHR SIE KENNT:
http://www.jura.uni-hamburg.de/hrn/2013/03/13/vg-hamburg-verdachtsunabhangige-identitatskontrolle-und-durchsuchung-in-sog-gefahrengebieten-aufenthaltsverbot-und-ingewahrsamnahme/

IHR HABT GRUNDRECHTE!
SAMMELT ULTRA BONUSCREDITS, INDEM IHR DIE POLIZEI UNVERZÜGLICH AUFFORDERT, DEN "VERWALTUNGSAKT" SCHRIFTLICH ZU BESTÄTIGEN,
WENN IHR GERADE SCORED:
http://grundrechte-kampagne.de/aktuelles/rechtsweg

IHR HABT FRESHE MOVES!
ENHANCE YOUR "AUGENSCHEINLICH" CREDIBILITY
AND SWAG UP WITH TUCH VOR GESICHT OR
PUT REALLY FUNKY THINGS IN YOUR GEPÄCK.


GOOD LUCK UND SEID FRIEDLICH

AND ALWAYS REMEMBER KIDS:
AFTER MÜDE KOMMT BLÖD, AND ALSO
AFTER VERZWEIFLUNG KOMMT SARCASM


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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
13. Januar 2014, 23:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Kuriose Szenen in Mönchengladbach Antworten mit Zitat
Salafistendemo in Mönchengladbach und alle sind gekommen: Salafisten, Pro-NRW, Antifa, Hisbollah, Bürgerbewegung, Nazi-Hools und ein Karnevalumzug. Ziemlich witziger Bericht: http://www.vice.com/de/read/die-chaotischste-demo-deutschlands/

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
13. Februar 2014, 13:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
DIE GERMAN DEFENSE LEAGUE


Whuat?

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Power to the Pöbel!
13. Februar 2014, 18:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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Beitrag Antworten mit Zitat
Muoit hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
DIE GERMAN DEFENSE LEAGUE


Whuat?


Zitat:
Wir hassen Nazis. Ich war früher selber bei der Antifa

lol

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"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
13. Februar 2014, 19:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag GDL Antworten mit Zitat
Ein Bericht zur German Defense League: http://www.vice.com/de/read/news-die-german-defence-league-marschiert-in-koeln

@fräulein else: Die sind sich wohl tatsächlich mit klassischen Nazis nicht in allen Fragen einig, Israel scheinen die nämlich im Gegensatz zu diesen ziemlich cool zu finden (siehe ein Bild im obigen Bericht) und mit diversen antideutschen Antifagrüppchen hätten sie sicher konstruktive Diskussionen über den Islam...

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14. Februar 2014, 19:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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Beitrag Antworten mit Zitat
magst schon recht haben... aber wer sagt denn, dass sie darum keine nazis seien?

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16. Februar 2014, 19:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Sarrazins neustes Pamphlet:

Sarrazins "Tugendterror": Böser Geist der sozialen Kälte

Zitat:
In seinem neuen Buch klagt ausgerechnet Bestseller-Autor Thilo Sarrazin über mangelnde Meinungsfreiheit. Der Rechts-Denker will zudem eine Grundidee des Westens bekämpfen: die Gleichheit des Menschen.


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24. Februar 2014, 23:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Opfer von Agenda 2010 Antworten mit Zitat
Wenn man diese Liste so durchsieht, bekommt man ziemlich schnell Lust, etwas Schönes kaputt zu machen: http://dieopferderagenda2010.wordpress.com/kurzuebersicht/

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18. März 2014, 18:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
Die Sachbearbeiterin wurde in einem Jobcenter von einem Kunden erstochen.

Ich würde das als selbstverschuldeten Arbeitsunfall bewerten.

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A slave is one who waits for someone to come and free him. - Ezra Pound
18. März 2014, 21:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Die Bourgeoisie zur Antifa in Berlin Antworten mit Zitat
Ein (schon älterer) Bericht von der anderen Seite der Barrikade zur Antifa-Szene in Berlin. Klar, viel Idealismus und Empörung, aber nicht überall liegen sie ganz falsch:

Zitat:
"Antifaschismus" gilt in der zersplitterten linken Szene als der kleinste gemeinsame Nenner und er dient - etwa bei Demonstrationen oder Sitzblockaden gegen Aufmärsche und Versammlungen von Rechtsextremisten - auch als inhaltliche Brücke zur Linkspartei, den Jusos, der Grünen Jugend, den Gewerkschaften, christlichen Basisgruppen und lokalen Bürgerinitiativen.

http://www.das-parlament.de/2012/29-31/Themenausgabe/39830826.html


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25. März 2014, 01:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Schleichende Normalisierung in Berlin Antworten mit Zitat
Zwar nur ein Demoaufruf gegen Gentrifizierung in Berlin. Achtung Triggerwarnung Idealismus könnte ich an Anlehnung an den gängigen Diskurs in der deutschen Szene noch anfügen. Die Autor*Innen (Autor_Innen, AutorInnen oder Autor-Innen, oder halt auch Autor*innen, Autor_innen oder, in guter alter RAF-Tradition, autor*innen oder eben autor_innen, zwischen zwei Sprachen political correctness hab ich den Durchblick zwischen -, ,_,* all das in Variation mit Klein- oder Grossbuchstaben [oder eben Groß- oder Groszbuchstaben, sind diese klobigen Klammern wirklich nicht strukturell antisemitisch?] schon lange verloren) erzählen uns trotz allem ein paar interessante Fakten, meistens zwischen, manchmal inmitten der Zeilen: https://linksunten.indymedia.org/de/node/109236

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25. März 2014, 03:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Könnte lustig werden:

Lufthansa steht vor historischem Streik

Zitat:
Der Streik der 5400 Piloten über volle drei Tage ist einmalig in der Tarifgeschichte. Fast eine halbe Million Passagiere wäre vom Ausstand direkt betroffen.


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31. März 2014, 17:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Lumpenproletarisierung der Lohnarbeit Antworten mit Zitat
Kurzdoku zu Zeit- und Leiharbeit:



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31. März 2014, 18:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Lumpenproletarisierung der Lohnarbeit Antworten mit Zitat
Ein neue Episode in der Serie Lumpenproletarisierung der Lohnarbeit: Das führende französischen Meinungsumfrageinstitut Ipsos stellt immer häufiger Leute in Berlin als "selbständige Unternehmer" an. Die arbeiten dann halt "unabhängig" und "auf Rechnung", aber Ipsos bestimmt den Tarif. Dank diesem durchaus geschickten Schachzug muss Ipsos keine Sozialleistungen bezahlen und kann die Lohnkosten von 9.53 € mit dem französischen Smic (Mindestlohn) auf 6-7.50 € reduzieren. Artikel ist halt auf Französisch, doch er ist sehr interessant und sozusagen ein Fenster in die Zukunft: http://www.bastamag.net/Comment-Ipsos-fait-travailler-a

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09. April 2014, 11:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Lumpenproletarisierung der Lohnarbeit Antworten mit Zitat
Die Zalando-Reportage:

http://rtl-now.rtl.de/extra-rtl.php?player=1&play_now=1

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17. April 2014, 18:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Lumpenproletarisierung der Lohnarbeit Antworten mit Zitat
"Die modernen Arbeitsnomaden von Kiel":

Zitat:
Das macht die Sache für die Betroffenen natürlich nicht besser. Der Unterschied zu den Festangestellten ist beachtlich. Nicht nur, dass diese in der Regel in Arbeitsplatznähe leben und ihre Wochenenden nicht auf den Autobahnen verbringen müssen. Sie verdienen auch deutlich besser. Wenger will darüber nicht nachdenken. „Das ändert doch nichts. Ich bin froh, dass ich überhaupt Arbeit habe.“

Sein Kollege Matthias Schmidt, ebenfalls Wohnmobilist, packt jedoch aus. 10,61 Euro bekommt er pro Stunde, plus 80 Cent Leistungszulage. Festangestellte bekommen 22 Euro. „Da kassiert halt eine zusätzliche Instanz mit ab“, so seine Analyse. Die Leiharbeitsfirma wolle schließlich auch Geld verdienen. „Auf unsere Kosten.“ Malochen muss er meist 48 Stunden in der Woche. „Da fällt man todmüde in die Koje“. Fünf Minuten Lesen – sinnigerweise in Hirschhausens neuem Buch „Das Glück kommt selten allein“ – und die Augen fallen zu. Kein Fernsehen, kein Biertrinken mit den anderen „Campern“ in der Reihe. Nur ganz selten ist er so früh „zu Hause“, dass er sein Rad aus dem Gepäckträger hebt und Kiel erkundet. „Ans Wasser, Schiffe gucken.“

http://www.shz.de/schleswig-holstein/kiel/die-modernen-arbeitsnomaden-von-kiel-id6859556.html


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16. Juni 2014, 22:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Ein bisschen Irakkrieg in Deutschland Antworten mit Zitat
In Herford gerieten Jesiden und Salafisten aneinander: http://www1.wdr.de/themen/panorama/polizeieinsatz-in-herford100.html

Zitat:
Begonnen hatten die Auseinandersetzungen nach Polizeiangaben am Mittwochnachmittag gegen 16 Uhr vor einem Imbiss in der Nähe des Herforder Bahnhofs. Fünf Männer jesidischen und sechs Männer muslimischen Glaubens seien in eine Schlägerei verwickelt gewesen. Sie sollen mit Flaschen und einem Messer bewaffnet gewesen sein. Zwei Jesiden - ein
16- und ein 31-Jähriger - seien durch Messerstiche leicht verletzt worden. Anlass des Streits soll ein Plakat gewesen sein, das am Imbiss angebracht war. Auf dem Plakat wurde von Jesiden zu einer Demonstration aufgerufen, um gegen das Vorgehen der Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) in Irak und Syrien zu protestieren.


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07. August 2014, 20:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Sharia-Polizei in Wuppertal Antworten mit Zitat
Die Salafisten Deutschlands kriechen aus ihren Löchern:

Zitat:
In den vergangenen Tagen patrouillierte eine "Scharia-Polizei" in der Wuppertaler Innenstadt. Die selbst ernannten Salafisten-Ordnungshüter sprachen Passanten im Stadtteil an, luden sie zu Predigten ein, gingen aber auch in Geschäfte, um Bürger auf ihren Verhaltenskodex aufmerksam zu machen, in dem Alkohol und Glücksspiel, aber auch Konzerte oder Musikveranstaltungen keinen Platz finden.

Die fundamentalistischen Islam-Wächter versuchten sogar, Jugendliche daran zu hindern, Diskotheken zu besuchen. Wer sich widersetzte, wurde verfolgt. Bei ihrem Gang durch die City trugen sie orangefarbene Warnwesten mit der Aufschrift "Sharia Police".

http://www.derwesten.de/region/salafisten-schicken-scharia-polizei-durch-wuppertal-id9784569.html


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05. September 2014, 12:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Blogroll Antworten mit Zitat
Schon mal was von der 666. Internationalen gehört oder schon lange aufgehört zu zählen? Alle ihre Propaganda gibt es hier, das kleine Lexikon auf S. 3 der Nr. 4 ist besonders zu empfehlen: http://mentalerandale.wordpress.com/

Entdeckt habe ich die Seite dank einem anderen Blog, Communists in Situ (leberwurst proletariat), ein Genosse aus dem Umfeld von Sic: https://cominsitu.wordpress.com/

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11. September 2014, 01:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Auf Deutschland kommen auch schwere Streiks zu:

"Keinen Millimeter" bewegt: Unbefristete Bahn-Streiks rücken näher

Zitat:
Auf der Schiene könnte Anfang Oktober bereits nichts mehr gehen. Dann droht ein unbefristeter Arbeitskampf der Lokführer. Die Urabstimmung läuft bereits. Gespräche der Gewerkschaft GDL mit der Bahn enden erneut erfolglos.



Piloten kündigen weiteren Streik an

Zitat:
Lufthansa und die Vereinigung Cockpit haben sich wieder nicht auf eine Neuregelung der Übergangsrenten geeinigt. Die Piloten wollen daher erneut die Arbeit niederlegen.


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26. September 2014, 10:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Behemoth



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Beitrag Re: Blogroll Antworten mit Zitat
Doc Sportello hat Folgendes geschrieben:
...das kleine Lexikon auf S. 3 der Nr. 4 ist besonders zu empfehlen...

Natürlich müsste man dazu noch anmerken, dass sie die Marxisten oder auch Kommunisten in der Aufzählung komplett "vergessen"... ^^

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"ihr aber werdet die soziale Frage wissenschaftlich lösen, d.h. mit euerm grossen Maule. Der brutalen Herrschaft gegenüber seid ihr fein, d.h. ihr seid selber mehr oder weniger Bourgeois. Nur weiter, ihr anständigen Leute, die soziale Frage aber wird brutal gelöst werden; der Racheruf der Unterdrückten wird brutal ertönen" - Der Communist, N°17, 1893
03. Oktober 2014, 03:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag ... Antworten mit Zitat
Zitat:
Natürlich müsste man dazu noch anmerken, dass sie die Marxisten oder auch Kommunisten in der Aufzählung komplett "vergessen"... ^^


Über gewisse Sachen macht man sich halt einfach nicht lustig ;-) Doch GSP, Wertkritiker oder sogar Antideutsche können ja durchaus auch als "Marxisten/Kommunisten" klassifiziert werden.

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03. Oktober 2014, 13:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Es wird also zum Streik kommen bei der Bahn:

Arbeitskämpfe stehen bevor: Lokführer entscheiden sich für Streik bei der Bahn

Zitat:
Die Lokführer der Deutschen Bahn machen ernst: 91 Prozent stimmten für einen Arbeitskampf. Nun ist sogar ein unbefristeter Streik möglich. Dieses Wochenende wird aber noch nicht gestreikt.


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04. Oktober 2014, 09:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Aras



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Beitrag Antworten mit Zitat
Avanti löst sich auf und geht in die IL:

http://www.avanti-projekt.de/news/25-jahre-avanti-ab-jetzt-sind-wir-interventionistische-linke
08. Oktober 2014, 15:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Diese Lokführer und Piloten! Also nein!

Die Lokführer wollen mehr Lohn: Streikwelle in Deutschland

Zitat:
In Deutschland streiken Lokführer und Piloten. Sie wollen mehr Lohn, weniger Arbeit und bessere Pensionsregelungen. Reisende zeigten einigen Unmut.


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16. Oktober 2014, 09:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag ARAB löst sich auf Antworten mit Zitat
Und wieder eine antifaschistische Gruppe weniger in Berlin:

Zitat:
Es ist Konsequenz der Praxis und der Erfahrung der vergangenen sieben Jahre. Als die ARAB sich im Jahre 2007 gründete, hatten wir nie, im Gegensatz zur ALB und ihrer Vorgängerorganisation, der AAB, die Perspektive und den Entwurf des revolutionären Antifaschismus. Stattdessen ist die ARAB eigentlich schon in der Krise der autonomen Antifabewegung und der radikalen Linken entstanden. Ab 2004 gab es die Debatte um die Hartz-4-Gesetze und die Grundkomponenten der BRD haben sich radikal verschoben, auch für die Linke. Die Klassenfrage und sozialen Fragen haben wieder viel stärkere Bedeutung gewonnen. Als wir die ARAB gegründet haben, haben wir – nur damit die Sprüher in unseren Reihen gut taggen konnten – das „Antifaschistische“ genommen. Eigentlich wollten wir uns „Revolutionäre Aktion Berlin“ nennen, der Name ließ sich aber nicht so gut sprühen. Deswegen haben wir zunächst eine Debatte darüber geführt, ob wir „Antifaschistische“ oder „Antikapitalistische Revolutionäre Aktion Berlin“ heißen wollen.

http://lowerclassmag.com/2014/10/eine-frage-der-praxis/


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16. Oktober 2014, 14:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Aras



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Beitrag Antworten mit Zitat
http://taz.de/Aktivist-ueber-Aufloesung-von-ARAB/!147802/
17. Oktober 2014, 12:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Klassenkampf-Studien: Der Fall Deutschland

Der abwechselnde Streik von LokführerInnen und PilotInnen sorgt in Deutschland für rote Köpfe bei der Bourgeoisie und die Propaganda-Artillerie von Bild, Spiegel und Co. feuert Salve um Salve. Hier sieht man also was passiert, wenn ArbeiterInnen ihre partikularen Interessen gegen die Interessen des Standorts stellen und damit die Wirtschaft zu schädigen drohen: Es ist mit massiven Reaktionen zu rechnen. Ein Überblick.

Die Bild-Zeitung läuft Amok wegen den LokführerInnen (17.10.):

LOKFÜHRER LAUFEN AMOK: Dürfen DIE uns einfach das Wochenende versauen?

Zitat:
Heftigster Streik seit Jahren ++ Bahn macht GDL Angebot +++ GDL hält dennoch an Arbeitsniederlegungen fest



Glasklar werden die Schäden für den Standort benannt. Von den Schäden für z.B. die LokführerInnen & Co. durch die Arbeitsbedingungen bei der Bahn wird natürlich geflissentlich geschwiegen (Bild, 19.10.):

JETZT SIND DIE PILOTEN DRAN: Ping-Pong-Streik legt unsere Wirtschaft lahm

Zitat:
Deutschland im Streik-Fieber! Kaum haben die Lokführer ihre Arbeit nach 50 Stunden Streik wieder aufgenommen, da legen heute Mittag die Piloten der Lufthansa schon wieder die halbe Republik lahm!



Gleichzeitig greift Bild zum Klassiker der Streikbekämpfung: Die Gewerkschaft habe bei der Urabstimmung geschummelt! (Bild, 19.10.)

LOKFÜHRER-GEWERKSCHAFT: Wie faul ist dieser Bahnstreik?

Zitat:
+++ Bei Urabstimmung getrickst? +++ 50 Stunden Streik lähmen Deutschland +++


Und beweist im gleichen Artikel, dass sie die Operaisten (intuitiv) verstanden hat: Produktionsmacht brechen durch Automatisierung!

Zitat:
BRAUCHEN WIR EIGENTLICH NOCH LOKFÜHRER?

Professor Markus Hecht, Leiter des Fachgebietes Schienenfahrzeuge an der TU Berlin: „Die technische Entwicklung ist weit genug fortgeschritten, Züge können problemlos ohne Menschen in der Führerkabine fahren. In anderen Ländern, zum Beispiel Australien, ist das bereits Alltag.“
Warum dann nicht bei uns?
„In Deutschland geht es nicht ohne Lokführer. Grund dafür sind die uralten Stellwerke. Im europäischen Vergleich nutzt Deutschland die älteste Stellwerkstechnik, oft mit sehr viel Personalaufwand statt computergestützt gesicherter Stellwerke. Eine Automatisierung des Zugverkehrs kann nicht ohne große Investitionen in diesen Bereichen geschehen. Die Deutsche Bahn tut auf diesem Gebiet seit Jahren sehr wenig, mit der Begründung, dass sie dringendere Probleme zu lösen habe.“ (myp)


-

Beim SPIEGEL will man zuerst an die ökonomische Vernunft der Gewerkschaft GDL appellieren: Ihr schadet euch doch selber damit! (Spiegel, 17.10.)

Lokführer-Streik der GdL: Deutschlands dümmste Gewerkschaft

Zitat:
Die Lokführer schmettern das neue Tarifangebot der Deutschen Bahn ab - sie wollen lieber streiken. Das ist ihr gutes Recht. Dumm nur, dass sie damit ihre eigene Entmachtung betreiben.



Später (21.10.) lässt man den notorischen Jan Fleischhauer einen Kommentar schreiben. Dieser nimmt dann auch eine glasklare Klassenposition ein und warnt vor Verhältnissen wie in England in den 70ern. Es brauche eine Maggie Thatcher in Deutschland, welche die Macht der Gewerkschaften breche (wie in der Bekämpfung des Bergarbeiterstreiks von 1984/85):

Wo ist die deutsche Maggie Thatcher?

Zitat:
Kann die Regierung endlich einschreiten? Statt über neue Gesetze gegen Stress am Arbeitsplatz zu sinnieren, sollte sie lieber gegen Stress im Alltag vorgehen - und die Gewerkschaften an die Leine legen.


-

Die F.A.Z. vermutet das Problem beim Chef der Gewerkschaft GDL, bei Claus Weselsky (FAZ, 18.10.):

Stoppt diesen Mann!

Zitat:
Claus Weselsky ist Chef der Lokführer-Gewerkschaft. Das ist ihm zu wenig. Nur deshalb legt er Deutschland lahm. Ein Wutausbruch.


-

Erstaunlicherweise liest man bei der konservativen WELT die genauesten Informationen zum eigentlichen Streikgrund (16.10.), abgesehen davon, dass sie die schlechten Arbeitsbedingungen ausgelassen haben:

Werden Lokführer wirklich so schlecht bezahlt?

Zitat:
Das wird nicht das letzte Mal sein, wenn die Deutsche Bahn nicht einlenkt. Die Wut der Lokführer ist groß, wie 91 Prozent Ja-Stimmen bei der Urabstimmung der GDL für Streiks zeigen. Nur: Warum eigentlich? Werden Lokführer wirklich so unangemessen schlecht entlohnt?

Tatsächlich liegen die Gehälter von Lokomotivführern unter dem Durchschnitt der Gehälter in Deutschland und unter dem, was sonst in vielen Bereichen der Verkehrsbranche bezahlt wird. Sie verdienen bei der Deutschen Bahn ohne Zulagen zwischen 2500 und 3400 Euro brutto im Monat.

Die Gehälter sind abhängig von Qualifikation und Dienstjahren. Hinzu kommen Zulagen in Höhe mehrerer hundert Euro, die ebenfalls von verschiedenen Faktoren abhängig sind. Damit liegen die Löhne von Lokführern unter dem allgemeinen durchschnittlichen Verdienst der deutschen Arbeitnehmer von 3449 Euro brutto im Monat.

(...)

Soweit die Zahlen, dennoch gibt es bisweilen den Vorwurf, Lokführer seien eine verhätschelte Berufsgruppe, die mit zahlreichen Privilegien ausgestattet ist. Das Bild stammt aus der Zeit der Bundesbahn, als der Staatskonzern ein Heer von beamteten Lokführern bereithielt, um einen reibungslosen Schienenverkehr zu garantieren.


-

Ein Artikel von der Gegenseite aus der Jungen Welt, publiziert bei Arbeitsunrecht in Deutschland:

GdL-Streik & Tarifeinheit: Die Stunde der Heuchler

Zitat:
Jährlich brechen Konzerne die Tarifeinheit und schließen hunderte Tarifverträge mit gelben Scheingewerkschaften ab. Kämpferische Organsiationen wie die GDL sollen zerstört werden.


-

Die Arbeitsbedingungen bei der Bahn bringt wohl am besten dieses Video eines Lokführers zum Ausdruck:



-

Nun soll dies aber kein Loblied auf die GDL sein, denn diese hat nur soviel Zustimmung, weil der Druck auf die Bahn-ArbeiterInnen seit den EU-weiten Bahnreformen der 90er-Jahren massiv angestiegen ist (vgl. obiges Youtube-Video). Und natürlich natürlich möchte die GDL in erster Linie ihren Apparat stärken und in der Konkurrenz mit den anderen Bahngewerkschaften zulegen (zur Kritik der Gewerkschaften: Schranken proletarischer Emanzipation). Kritische Stimmen von Seiten der EisenbahnerInnen findet man auf einem Blog, der von LokführerInnen der Berliner S-Bahn betrieben wird:

http://gewerkschafterohnegrenzen.blogspot.ch/

Hier findet man z.B. Kritik an der Art und Weise, wie der Streik geführt wird. Die ArbeiterInnen entwickeln gar keine Eigeninitiative, sondern bleiben meist auf Befehl der Gewerkschaftsführung einfach nur zu Hause. Die Initiative rund um die Berliner S-BahnerInnen versucht dies zu durchbrechen.

Zitat:
Sofa-Streik der GDL?
Wo man bei einem 50 stündigen Streik bei der Bahn davon ausgehen könnte, dass sich die Streikenden dem Bahnvorstand kampflustig entgegenstellen, die Bahnhöfe und Öffentlichkeit für sich erobern, ist jedoch tatsächlich kaum ein streikender Lokfüh­rer oder gar Zugbegleiter in und vor den Bahnhöfen der DB zu sehen.
Die Medienschlacht in diesem Tarifkonflikt zwischen GDL und Deutsche Bahn findet of­fensichtlich nur in den Medien statt. Die DB schickte ihre Presseabteilung jeden Tag vor die Mikrophone & Kameras und in die Presseagenturen. Die stärkste Waffe der GDL jedoch, deren Mitglieder, werden derweil nach Hause aufs Sofa geschickt. Eine starke und kämpferische Gewerkschaft sieht anders aus!


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24. Oktober 2014, 08:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Lustig: Die GDL lotet Grenzen aus. 4 Tage Streik. Und das am Jubiläum 25 Jahre Mauerfall mr green

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bahn-streik-der-gdl-cdu-und-spd-greifen-weselsky-an-a-1001008.html

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04. November 2014, 22:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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http://www.nachdenkseiten.de/?p=23772

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05. November 2014, 11:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Zum Neupack-Streik gibts jetzt einen Film. Der Trailer:



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05. November 2014, 20:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Wann greift der Staat ein? Morgen gehts los mit dem Streik.

Zitat:
Der Ruf nach einer Zwangsschlichtung – die auch konservative Arbeitsrechtler schon mal ins Spiel gebracht haben – könnte dazu dienen, entsprechende Gesetzesänderungen vorzubereiten. Ebenso die von einigen Politikern und Konzernvertretern in Frage gestellte »Verhältnismäßigkeit« des Arbeitskampfs. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will die aufgeheizte Stimmung offenbar dazu nutzen, ihren Gesetzentwurf zur »Tarifeinheit« zu verschärfen. Laut Medienberichten soll darin nun ein ausdrücklicher Verweis auf die »Befriedungsfunktion« von Tarifverträgen aufgenommen werden, um den Gerichten eventuelle Streikverbote zu erleichtern.

Die Bahn AG will schon jetzt die Rechtmäßigkeit des Ausstands prüfen lassen. Deren Tochterunternehmen, die Berliner S-Bahn, rief ihre Beschäftigten auf, nicht zu streiken, um die Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des Mauerfalls am kommenden Wochenende nicht zu stören. Bei einem Streik werde das Image der Berliner S-Bahn »irreparablen Schaden« nehmen. Dieselbe S-Bahn übrigens, die sich im Jahr 2009 mit monatelangen Zugausfällen lächerlich machte, weil sie die Züge aus Kostengründen seltener gewartet hatte.

https://www.jungewelt.de/titel/staatsfeind-nummer-eins


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05. November 2014, 21:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Alle heulen rum. Die Kapitalisten klagen un lecken sich die Wunden:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/verlierer-des-gdl-streiks-industrie-rechnet-mit-kosten-in-millionenhoehe-1.2205948

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06. November 2014, 09:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Diese Idioten von der GDL! Gewinnen sie zweimal vor Gericht und dann beenden sie den Streik freiwillig vorzeitig...

Ausstand der GDL: Bahnstreik endet schon am Samstagabend

Zitat:
Überraschende Wende im Bahnstreik: Die Lokführergewerkschaft GDL will den Arbeitskampf schon am Samstag beenden - als "Geste der Versöhnung".


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08. November 2014, 09:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Ahaaa!

Zitat:
Die Bundesregierung erwägt einen neuen Anlauf zur Privatisierung der Deutschen Bahn. Das geht aus dem neuen Beteiligungs-Bericht des Bundes hervor, den das Bundeskabinett am Mittwoch verabschieden will. In dem Reuters am Dienstag vorliegenden Bericht heißt es, „sofern es die Situation des Unternehmens zulässt, das Marktumfeld stabil und der Kapitalmarkt für eine schrittweise, ertragsorientierte Privatisierung der Transport- und Logistiksparte aufnahmebereit ist, kann eine Beteiligung privater Investoren wieder geprüft werden“.

Die Gedankenspiele kommen zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, denn die tagelangen GDL-Streiks der vergangenen Wochen haben bei Bahn-Kunden und potenziellen Investoren den Glauben an die Verlässlichkeit der Deutschen Bahn nicht gerade gestärkt. Ohne eine Beilegung des aktuellen Tarifkonflikts dürfte sich das Interesse von privaten Investoren an der Deutschen Bahn in Grenzen halten. Ein versuchter Börsengang der Bahn war Ende 2008 wegen der Finanzkrise verschoben worden.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ausgerechnet-nach-gdl-streiks-bund-erwaegt-neuen-anlauf-zur-bahn-privatisierung/10963610.html


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11. November 2014, 16:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Wie die Produktionsmacht der Lokführer brechen? Fragen sich die Kapitalisten. Mit fahrerlosen Zügen:

Dann eben ohne Lokführer?

Zitat:
Nicht erst die Streiks der GDL, die an diesem Samstag Abend enden, werfen die Frage auf: Wann fahren unsere Züge endlich vollautomatisch - ganz ohne Lokführer?


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17. November 2014, 11:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Nachtrag zum LokführerInnen-Streik:

http://translibleipzig.wordpress.com/2014/12/14/dokumentiert-das-alte-schmierenstuck/

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15. Dezember 2014, 21:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Konicz zu Hartz IV:

Zehn Jahre Untertanenstaat

Zitat:
Die Hartz-Arbeitsgesetze haben die Berliner Republik geprägt – und die gegenwärtige Zunahme autoritärer, rechtsextremer und antidemokratischer Tendenzen maßgeblich befördert.


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05. Januar 2015, 12:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Hartz 4 und "gewaltfreie Sprache" Antworten mit Zitat
Die Erziehung des Proletariats:

Zitat:
Nachdem wir die letzten Tage damit verbracht haben, so zu tun, als ob wir Bewerbungen schreiben – tatsächlich haben wir die Zeit mit Zeitung lesen, Filme schauen und Computer spielen herumgebracht -, steht heute eine Art Seminar auf dem Unterrichtsplan. Das ist schlimmer als einfache Bewerbungsimitationen am Rechner, denn inmitten küchenpsychologischer Rollenspielchen fehlt der Raum etwas Sinnvolles zu tun – z.B. Zeitung lesen, Computer spielen oder Filme schauen. Am schlimmsten sind allerdings Unterrichtsstunden wie die heutige über “Gewaltfreie Kommunikation”, die fast physische Schmerzen verursacht.

Frau K. ist auf der Uni sicherlich hervorragend qualifiziert worden. Sie hat alles gelernt, was sie zur gewaltfreien Kommunikation und ihrer Vermittlung wissen muss. Es gibt sicher wenige Leute auf der Welt, die so schön von Wolfs- und Giraffenohren erzählen können, dass man mit geschlossenen Augen meint, klare Gebirgsbäche flössen durch den Seminarraum. Komischerweise hat ihr jedoch niemand erzählt, dass es vollkommen absurd ist, in einem Raum, den alle Anwesenden nur wegen der drohenden Leistungskürzung betreten haben, von „gewaltfreier Kommunikation” zu erzählen. Und warum kommt sie nicht selbst darauf?

http://lowerclassmag.com/2015/02/die-massnahme/


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
09. Februar 2015, 13:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kritik von Ums Ganze Antworten mit Zitat
Eine Kritik des Ums-Ganze-Bündnisses von den Freundinnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft:

Zitat:
Deutlich wird dieser Sinneswandel auch in der ersten Ausgabe von Mole. Hatten dessen Herausgeber noch vor kurzem in einer Grundsatzerklärung die Lohnabhängigen in trauter Eintracht mit Unternehmen und Staaten unter der schlecht-abstrakten Rubrik der »Konkurrenzsubjekte« abgeheftet und als revolutionsuntauglich ausgemustert, indem sie z.B. die Kriegsunterstützung ab 1914 als Ausdruck einer »objektiven Verstaatlichung« der Arbeiter werteten, ohne auf die weltweiten proletarischen Erhebungen der Jahre 1917ff. einzugehen, so befasst sich nun Mole u.a. mit dem Rätekommunismus der 1920er Jahre sowie mit dem, was dort »(Post-)Operaismus« genannt wird. Beide Texte erinnern somit an historische Strömungen, die in Opposition zur vorherrschenden Arbeiterbewegung bemüht waren, die Klassenkämpfe zur Revolution zu eskalieren, beide scheitern aber an der Frage nach der Aktualität dieser Bemühungen. Im ersten Fall folgt auf eine geschichtliche Skizze des Rätekommunismus überraschend ein Schwenk zu genau den Auffassungen, die dieser mit Grund bekämpft hatte: zu Hoffnungen in Gewerkschaften und parlamentarische Linksparteien, zum Plädoyer für eine »Doppelstrategie« des Wirkens inner- wie außerhalb der bestehenden Institutionen. Im zweiten Fall herrscht von vornherein große Verwirrung, weil das um das Zauberwort »Multitude« kreisende Denken namentlich Antonio Negris als geglückte Fortsetzung des Operaismus der 1960er und 1970er Jahre verhandelt wird. Im einen wie im anderen Fall scheint die Hinwendung zu den heutigen Kämpfen und Protesten merkwürdigerweise nur um den Preis einer Aufgabe von Einsichten zu haben sein, die gerade auch von Rätekommunisten und Operaisten formuliert wurden. Was folgt, ist eine Kritik dieser Texte im Bemühen, an beide Strömungen im Bewusstsein ihrer historischen Entfernung anders anzuknüpfen.

https://linksunten.indymedia.org/de/node/136568


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06. März 2015, 11:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antideutsche zu Blockupy Antworten mit Zitat
Für einmal finde ich antideutsche Kritik nicht ganz falsch:

Zitat:
»Wir wollen nur, dass die Menschen, die aus vielen Ländern Europas zu den Blockupy-Protesten anreisen werden, nicht in irgendwelchen Löchern schlafen müssen, sondern ordentlich untergebracht sind. Etwa in städtischen Turnhallen. Beim Evangelischen oder Katholischen Kirchentag, bei allen Turn- und Sängerfesten, kriegt die Stadt Frankfurt das hin«, appelliert der kommode Klassenkämpfer Aaron Bruckmiller von der Interventionistischen Linken (IL) an das »Schweinesystem«, dass dieses doch bitte, bitte Schlafplätze für die anreisenden Carhartt-Chaoten zur Verfügung stellen soll. Falls dies nicht geschehe, sehe man sich gezwungen, stattdessen Häuser zu besetzen. Komplett rundet diesen Wahnsinn die Tatsache ab, dass eigens für diesen besonderen Ausflug ein Sonderzug bei der Deutschen Bahn gechartert wurde. Lenins Bonmot, wonach deutsche Revolutionäre eine Bahnsteigkarte kaufen, bevor sie den Bahnhof stürmen, beschrieb einmal eine Trägödie. Diese Zeiten sind schon lange vorbei. Heutzutage handelt es sich um die ewig gleiche Wiederholung der Farce.

Wenn die Ohnmacht am größten ist, werfen selbst die kleinsten Murmeltiere noch große Schatten. Nach diesem Prinzip funktioniert die Mobilisierung gegen die Eröffnung der Europäischen Zentralbank. Ausgerechnet für solch einen unbedeutenden Wanderzirkus wird jahrelang eine breite Einheitsfront geschmiedet, die von militanten Anarchoveganern, wertkritischen Feministen über postmoderne Autonome, unzählige V-Männer, hedonistische Riotclowns bis hin zu fleischfressenden Stalinisten reicht. Sonst haben sich diese politischen Strömungen und Gruppen selten etwas zu sagen. Am 18. März tauchen sie dann aber gemeinsam im kraftvollen schwarzen Block der North-Face-Träger ab und tauschen bereitwillig ihre Individualität gegen ein wenig kollektive Revolutionsromatik ein.

http://jungle-world.com/artikel/2015/11/51600.html


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18. März 2015, 00:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antideutsche... Antworten mit Zitat
Dann wird man jedoch schnell wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt:

Zitat:
Bereits im Vorfeld der Veranstaltung am Freitag kursierte im Internet ein Aufruf zur Verhinderung der Buchvorstellung. Die Veranstalter suchten vor der Veranstaltung das Gespräch mit dem aggressiv auftretenden Jugendlichen und ihre Teilnahme wurde unter der Voraussetzung zugelassen, dass das restliche interessierte Publikum zunächst ungestört dem Vortrag der Herausgeberin Witt-Stahl zuhören könne. Im Publikum saßen Buchmessebesucher, weitere Autoren sowie auch syrische Flüchtlinge, für die eine Übersetzung bereitgestellt wurde. Nach mehrmaliger Aufforderung der Veranstalter sowie des restlichen Publikums, die lauten Pöbeleien einzustellen, weigerten sich die Störer den Raum zu verlassen und sorgten mit Vulgaritäten, Übergriff und Bierflaschen für eine gewalttätige Eskalation. Die Situation auf den Kopf stellend, gerierten sie sich als Opfer und alarmierten die Polizei, um Anzeige gegen einen der syrischen Geflüchteten wegen angeblicher Körperverletzung zu erstatten. Dieser war vorher lediglich, um der Aufforderung der Referentin und des Publikums, den ungestörten Verlauf der Veranstaltung zu ermöglichen Nachdruck zu verleihen, mit aufgestanden. „Diese deutschen Täterenkel schwenken Israel-Flaggen, begrüßen damit die Ermordung von Tausenden durch Bomben im Freiluftgefängnis Gaza. Sie sorgen hier mit lügenhaften Darstellungen und einer polizeilichen Anzeige dafür, dass syrische Flüchtlinge womöglich kein Aufenthaltsrecht in der BRD erhalten“ – kommentieren die Veranstalter des AK Nahost – „Das ist ekelhaft und hat mit Antifaschismus wahrhaft nichts zu tun!“

http://de.indymedia.org/node/3888


Zitat:
Gleich zu Beginn besetzten sogenannte Antideutsche die hinteren Reihen des Veranstaltungssaals und entrollten Israel Fahnen, hinter denen sie sich Bier trinkend und pöbelnd verschanzten. Den Vortrag der Referentin störten sie durch laute Zwischenrufe. Wiederholten Aufforderungen, nicht weiter zu stören und friedlich den Raum zu verlassen, wurde nicht nachgekommen. Aus den letzten Reihen seien zunächst Schimpfwörter wie »Antisemiten« und »Scheißaraber« zu hören gewesen. Das Publikum habe sich im Folgenden schützend vor die Referentin gestellt, berichtete Moderatorin Ika A. gegenüber jW.

https://www.jungewelt.de/2015/03-18/025.php


Hardcore-Anti-Imps gegen Hardcore-Antideutsche, immer wieder ein trauriges Spektakel. Letztere sehen das ganze natürlich anders:

Zitat:
Als ich die Veranstalter, u.a. Ika A., am nächsten Tag mit gestern Gehörten konfrontierte, wurde der Inhalt zu meiner Überraschung nicht etwa abgestritten sondern unterstellt, dass ich diesen entkontextualisieren würde. Für meine Teilnahme an der gestrigen öffentlichen Buchvorstellung mit Annette Groth wurde ich von Ika als hinterhältig und als Spionin bezeichnet. Auf die Nachfrage, ob sie es normal fände, Menschen als hinterhältige Spione zu bezeichnen, sagte sie mir, dass Ich sowie die wieder anwesenden israelsolidarischen Aktivisten, mit denen sie mich nun assoziierte, gar nicht wüssten, was normal sei. Wir seien primitiv. Kurz darauf griff der Schlägertrupp der AK Nahost israelsolidarische Aktivisten an, die sich bereits aufmachten den Raum zu verlassen. Die ganz normale antisemitische Hochkultur.

https://linksunten.indymedia.org/de/node/137873#comment-138028


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18. März 2015, 00:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
Kritik an Blockupy ist sicher nicht kategorisch Blödsinn. Aber der Artikel in der Jungle ist doch echt eine Aneinanderreihung langweiliger AD-Plattitüden und viertelorigineller Beleidigungen.
Ohne das jetzt systematisch zu beurteilen, ist die Substanz der Kritik in etwa:
«Groupies zur gemeinsamen Klassenfahrt (...) der kommode Klassenkämpfer (...) Carhartt-Chaoten (...) Wahnsinn (...) Tragödie (...) Farce (...) unbedeutenden Wanderzirkus (etc.etc.)»
Um dann mit dem ewigselben überhaupt nicht mehr auf die Subjektkonstitution reflektierende Verneinung des Kollektiven zu schliessen:
«tauchen sie dann aber gemeinsam im kraftvollen schwarzen Block der North-Face-Träger ab und tauschen bereitwillig ihre Individualität gegen ein wenig kollektive Revolutionsromatik ein».
Wenn das Kritik ist, dann will ich ab sofort nichts mehr damit zu schaffen haben.

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18. März 2015, 02:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag ... Antworten mit Zitat
Natürlich kommen im Text diverse antideutsche Gemeinplätze vor, doch die Kritik am blinden Aktivismus von IL und UG, am breiten Bündnis "gegen die Troika", an der naiv fordernden Attitüde ("die Stadt soll uns gefälligst Schlafplätze zur Verfügung stellen, sonst...") und an der anekdotischen Bedeutung solcher "Gegengipfel" finde ich durchaus gerechtfertigt, wenn auch gewiss nicht aus den gleichen Gründen wie die Antideutschen selbst.

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18. März 2015, 02:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
Ein Genosse hatte zum letzten Anti-EZB-Aufmarsch was geschrieben. Ist halt schon ne Weile her:
http://jungle-world.com/artikel/2012/11/45075.html

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19. März 2015, 01:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Zwei neue Texte von Thomasz Konicz Antworten mit Zitat
Generation Sarrazin - Eine kurze Skizze der Genese der neuen deutschen Rechten:

Zitat:
Dabei weisen diese wirren und vielfältigen Hirngespinste der neuen Rechten, die kaum noch zu einer konsistenten Ideologie zusammenfließen, durchaus eine gemeinsame binnenkapitalistische Logik auf. Sie dienen der Legitimierung des Krisenverlaufs. Die objektiv durch den Krisenprozess beförderte Exklusion immer größerer „überflüssiger“ Teile der Menschheit aus der Arbeitsgesellschaft findet ihre ideologische Legitimierung in den entsprechenden extremistischen Diskursen, die den Arbeitslosen, Südeuropäern und „Arabern“ eine rassistisch oder kulturalistisch grundierte Minderwertigkeit andichten. Die Krise ist für die neue Rechte kein gesellschaftlicher Prozess zunehmender Widerspruchsentfaltung, sondern die Folge des unabänderlichen, rassisch oder kulturalistisch begriffenen Wesens der betroffenen Individuen oder „Völker“. Mit dem Abschirmen der eigenen Volksgemeinschaft, mit der Schließung der Grenzen gegenüber Flüchtlingen, will die neue Rechte auch die Krise ausschließen.

Zugleich legitimiert die neue Rechte die zunehmende Krisenkonkurrenz: Denn selbstverständlich haben Rechtspopulismus wie Rechtsextremismus in all ihren Spielarten das Konkurrenzprinzip schon immer begeistert aufgenommen und auf vielfältige Art und Weise modifiziert und zugespitzt. Diesem Grundprinzip der kapitalistischen Wirtschaftsweise verleihen rechte Ideologien einen „höheren“, zeitlosen Sinn, indem sie die Konkurrenz als ein ewiges Grundprinzip menschlichen Zusammenlebens imaginieren: Die ideologische Spannbreite reicht hier von sozialdarwinistischen Vorstellungen eines Sarrazin bis zum manichäischen Wahnsystem des deutschen Nationalsozialismus, der einen ewigen Konkurrenz- und Überlebenskampf zwischen unterschiedlichen „Rassen“, insbesondere den Ariern und Juden halluziniert.

http://www.streifzuege.org/2015/generation-sarrazin


Der Aufstieg des deutschen Europa:

Zitat:
Erst die 2010 erfolgte Veröffentlichung von Geheimprotokollen im Spiegel brachte das volle Ausmaß der Vorbehalte Frankreichs ans Licht, die nur durch eine Verpflichtung Berlins zur Einführung einer europäischen Gemeinschaftswährung überwunden werden konnten. Der Euro war die deutsche "Gegenleistung für die Einheit", so der Spiegel. Mittels der europäischen Gemeinschaftswährung und einer strikten Einbringung Deutschlands in europäische Strukturen sollten imperiale deutsche Alleingänge, sollte eine Rückkehr des verhängnisvollen deutschen Nationalismus verhindert werden.

Entscheidend für die derzeitige binneneuropäische Machtkonstellation war aber die Strategie, die Deutschlands Funktionalisten aus Staat und Wirtschaft in Reaktion auf die verordnete europäische Integration forcierten. Berlin nutzte letztendlich den Euro, der eigentlich dem deutschen Hegemonialstreben ein Ende setzten sollte, um die dominante Stellung in Europa zu erringen. Diese Strategie wurde auf dem Rücken der Lohnabhängigen in der BRD umgesetzt, wobei die wichtigste diesbezügliche Reform von der rot-grünen Regierung Schröder/Fischer eingefädelt wurde. Im Endeffekt wurde die Bundesrepublik darauf ausgerichtet, die restliche Eurozone in den Bankrott und in die Schuldknechtschaft zu treiben, indem deren Wirtschaftspolitik auf totale Exportorientierung ausgerichtet wurde.

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44423/1.html


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27. März 2015, 14:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Teil 2 und 3 Antworten mit Zitat
Teil 2 der Artikelreihe von Konicz "Der Zerfall des deutschen Europa":

Zitat:
Ähnlich dem schuldenfinanzierten Boom in Europas Defizitkonjunkturen, wirkte auch die amerikanische Verschuldungsdynamik belebend auf die Weltwirtschaft: Auf dem Höhepunkt ihrer Defizitkonjunktur verzeichneten die Vereinigten Staaten ein Handelsdefizit von nahezu 800 Milliarden US-Dollar - jährlich, wohlgemerkt! Die USA glichen somit einem schwarzen Loch der Weltwirtschaft, das durch sein Handelsdefizit einen Großteil der Überschussproduktion der Welt aufnahm und somit stabilisierend auf das gesamte kapitalistische Weltsystem wirkte.

2009 brach das amerikanische Handelsdefizit ein, doch inzwischen steigt es wieder steil an. Bei der obigen Grafik ist sehr gut zu erkennen, wie die monatlichen Handelsdefizite der Vereinigten Staaten seit 2010 wieder anwachsen. Von einem Abbau der "globalen Ungleichgewichte" kann also keine Rede sein! Ein Großteil dieses amerikanischen Defizits in der Handelsbilanz entfällt auf China, das längst zum größten Auslandschuldner der Vereinigten Staaten avancierte. Es entwickelte sich zwischen beiden Großmächten ein Defizitkreislauf, der auch in der Eurozone zwischen Deutschland und der südlichen Peripherie besteht.

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44497/1.html


Teil 3: Die Steigbügelhalter:

Zitat:
Wer kennt sie nicht, die unzähligen Plakate und Transparente auf Demonstrationen in Südeuropa, die Merkel oder Schäuble als neue deutsche Nazis - mit Hitlerbärtchen oder in SS-Uniformen - darstellen? Inzwischen scheint man sich auch in Deutschland an diesen Anblick gewöhnt zu haben; ganz so wie sich die Öffentlichkeit in den USA daran gewöhnt hat, dass die US-Fahne irgendwo in Südamerika oder dem Nahen Osten mal wieder bei Protesten verbrannt wird.

Dabei handelt es sich bei diesen Protestäußerungen selbstverständlich um Übertreibungen. Bei Merkel, Schäuble sowie dem Großteil des deutschen Politestablishments handelt es sich nicht um Nazis, sondern um Steigbügelhalter eines europäischen Faschismus des 21. Jahrhunderts. Eine korrekte historische Analogiebildung würde die deutsche Kanzlerin nicht als Adolf Hitler, sondern als Hindenburg, Heinrich Brüning, Kurt von Schleicher oder Franz von Papen darstellen. Es war die Politik des "Reichskanzlers" und "seiner" autoritären Präsidialkabinette, die dem Faschismus in der Spätphase der Weimarer Republik den Boden bereitete - genauso, wie nun das deutsche Sparregime in Europa der extremen Rechten immer neuen Auftrieb verschafft.

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44598/1.html


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08. April 2015, 23:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Nächste Woche dürfte es wieder lustig werden in Deutschland:

Längster Bahnstreik in Deutschland angekündigt

Zitat:
Fast die ganze nächste Woche wollen die deutschen Lokführer im Personenverkehr ihre Arbeit niederlegen.


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03. Mai 2015, 22:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Mehr Reichtum, mehr Armut Antworten mit Zitat
Deutschland geht es immer besser, vielen Proletariern in Deutschland immer schlechter:

Zitat:
Schmelzle is on the losing end of what is an increasingly bitter paradox in Germany. Unemployment is sinking, the country is booming, but poverty and inequality are on the rise. That has fueled a growing debate over the merits of the country’s economic success.

In February, the Berlin-based Paritätische Gesamtverband, a leading welfare association, reported that poverty is at its highest level in Germany since reunification 25 years ago. Some 12.5 million of Germany’s 80 million are now classified as poor; they earn less than 60 percent of the median household income (for a single household, about 900 euros a month).

http://foreignpolicy.com/2015/05/05/rich-germany-has-a-poverty-problem-inequality-europe/?utm_content=buffere5e37&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer


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05. Mai 2015, 21:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Lumpenproletarisierung der Lohnarbeit Antworten mit Zitat
Slowenien scheint sich auf die Lieferung von schlecht oder überhaupt nicht bezahlten Arbeitern aus anderen ehemaligen jugoslawischen Republiken in die EU spezialisiert zu haben:

Zitat:
Die Bauarbeiter sind in München untergebracht - ohne Geld und angewiesen auf Lebensmittel von der Münchner Tafel. Seit Anfang April weigern sich die meisten zu arbeiten und harren in ihrer Unterkunft aus. Das Mietshaus, in dem sie leben, ist alt und etwas abgewohnt. Die Bauarbeiter wohnen in drei kleinen Wohnungen. In jedem Schlafzimmer stehen vier Metallbetten, dazu viel Gepäck, es ist eng und muffig. Wer oben wohnt, blickt auf das Gelände des FC Bayern München. Der Ausblick in die Zukunft aber ist düster, meint Salim (Name geändert).

http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/bosnische-arbeiter-muenchen-100.html


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07. Mai 2015, 11:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Nach Bahn, Kita und Geldtransport streiken jetzt auch die PöstlerInnen. Eine veritable Streikwelle, so scheints:

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4728553/Deutschland-bleibt-im-Streikmodus

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
11. Mai 2015, 21:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Der Klassenhass des kleinen Mannes auf den kleinen Mann Antworten mit Zitat
Guter Text vom LCM:

Zitat:
Jener “Klassenhass”, für dessen Schüren Rosa Luxemburg im Jahr 1906 wieder einmal eingesperrt worden war, erschien mir immer ein sehr logisches und gutes Ding. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht hatten den Arbeitern erklärt, dass diejenigen, die sie ausbeuteten, nicht ihre Freunde sind und die Proleten, die vom Verkauf ihrer Arbeitskraft zu leben hatten, ihr Joch nur überwinden könnten, wenn sie diese andere Klasse, die Bourgeoisie bekämpfen. Der “Klassenhass”, wenn man dieses realistische Bewußtsein der eigenen Lage so nennen will, entspricht der wirklichen Interessenlage der Lohnabhängigen. Umgekehrt war es mir auch nie unverständlich, wieso die Bourgeoisie auf Arbeiter herabblickt, sie herabwürdigt, beschimpft oder als gefährlich wahrnimmt. Denn auch das entspricht ja der Klassenlage, dieser Klasse, die nicht meine ist. Warum Klassen, die ob ihrer Lage in dem gesellschaftlichen System Kapitalismus entgegengesetzte Interessen haben, einander nicht mögen, kann niemanden verwundern.

Ärgerlich und schräg ist aber das Phänomen, dass Leute, die im Kapitalismus noch nie etwas gewonnen haben und dementsprechend mit seiner Überwindung auch nichts zu verlieren hätten, andere Leute hassen, die ebenfalls im Kapitalismus noch nie etwas gewonnen haben und dementsprechend ebenfalls durch seine Überwindung nichts zu verlieren hätten.

http://lowerclassmag.com/2015/05/dreckige-asylanten-hurensohn-lokfuehrer-sozialschmarotzer/


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
25. Mai 2015, 12:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Wachstum nur für die Reichen Antworten mit Zitat
"Wachstum gehört allein den Vermögenden", eine gewiss richtige Feststellung, doch leider versteht der Autor nicht, dass das gleiche für den Staat gilt. Trotzdem ein paar interessante Zahlen:

Zitat:
Die Zahl derer, die in Armut leben oder davon gefährdet sind, steigt alarmierend: 2013 hat die Armutsquote in Deutschland ein Rekordniveau von rund 15,5 Prozent der Bevölkerung erreicht – und das in einem der wichtigsten Industrienationen der Welt. Besonders hart trifft die wachsende Armut in unserem Land Alleinerziehende, Frauen, Erwerbslose und Ältere. Es gibt immer mehr Solo-Selbstständige, die weniger verdienen als mancher Arbeitslose erhält und die kaum über die Runden kommen, aber in keiner Statistik auftauchen. Von den Menschen in Maßnahmen ganz zu schweigen. Immer mehr Menschen leben von Teilzeit- und Minijobs oder hangeln sich von einem zum nächsten befristeten Arbeitsvertrag.

Gleichzeitig schrumpft die Mittelschicht scheinbar unbemerkt und schockierend beständig. Das ist die Gruppe, die im Verhältnis zu ihrem Einkommen die meisten Sozialabgaben schultern muss, während Reiche durch Steuerentlastungen noch zusätzlich begünstigt werden. Nicht nur der Ökonom Piketty hat uns vorgerechnet, dass die Durchlässigkeit von Unten in die Mittelschicht und von dort nach oben kaum noch möglich ist. Die wenigen Vermögenden bleiben unter sich, sichern ihren Wohlstand, meist durch Kapital- und Aktienbesitz und durch Erbschaften. Leistung lohnt sich immer weniger, Einkommen durch Arbeit verlieren gegenüber Vermögenswerten immer mehr an Boden. Atypische Beschäftigungsverhältnisse machen in Deutschland mittlerweile 40 Prozent der Beschäftigung aus. Die OECD sieht darin den hauptverantwortlichen Faktor für die Lohnkluft, die zwischen oben und unten auch immer größer wird.

https://www.freitag.de/autoren/marcob/wachstum-gehoert-allein-den-vermoegenden


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
26. Mai 2015, 23:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Gewerkschaft. Streik. Abwürgen.

Klägliches Ende

Zitat:
Der Streik im Erziehungs- und Sozialdienst wird im Frust der Beschäftigten münden. Die Gewerkschaftsspitze ist dabei, eine große Chance zu vertun.

http://www.taz.de/Kommentar-Verdi-und-der-Kita-Streik/!5206949/


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26. Juni 2015, 15:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Gewerkschaft. Streik. Abwürgen. (II)

Dieses Mal: Die PöstlerInnen.

http://www.taz.de/!5209956/

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08. Juli 2015, 09:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Lumpenproletarisierung der Lohnarbeit Antworten mit Zitat
Wie man Bauarbeiter einstellen kann, ohne sie zu bezahlen:

Zitat:
Sie kommen nach Deutschland, um auf Baustellen Knochenarbeit zu leisten. Doch wenn der Bau fertig ist, ist kein Geld da und der Auftraggeber verschollen: Ein Arbeiteralbtraum, hinter dem ein System steckt. Auch öffentliche Bauträger profitieren.

"Ich habe nicht einen einzigen Sklaven in Katar gesehen", hatte Franz Beckenbauer nach seiner Besichtigung der Baustellen für die WM 2022 gesagt und sich damit viel Spott zugezogen. Dabei hätte er, um Arbeiter zu sehen, die um ihren Lohn geprellt werden, gar nicht in den Nahen Osten fahren müssen: Berlin und Frankfurt hätten gereicht. Oder auch: Augsburg, München, Wolfratshausen, wo Arbeiter aus Deutschlands nahem Osten - Bulgarien, Rumänien, dem Balkan - immer wieder vergeblich auf Bezahlung warten.

http://www.br.de/nachrichten/inhalt/lohnbetrug-baustellen-100.html


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29. Juli 2015, 20:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Graue Wölfe Antworten mit Zitat
Über die Präsenz der Grauen Wölfe in Deutschland:

Zitat:
In Deutschland organisiert sich die Anhängerschaft der MHP im Rahmen des Dachverbandes Türk Federasyon (Türkische Föderation), dem neben Moscheevereinen auch die Ülkü Ocakları (wörtlich »Idealistenherde«, oft mit »Idealistenclubs« übersetzt) angehören. Es handelt sich dabei um soziale und politische Zentren, in denen vor allem die Jugend der MHP – die jungen Grauen Wölfe – intensiver als in den Moscheevereinen ideologisch geschult und in die Partei- und Verbandsstrukturen eingebunden wird. Die Türk Federasyon ist mit insgesamt 7 000 Mitgliedern die stärkste türkische rechtsextreme Organisation in Deutschland – zum Vergleich: Die NPD hat 5 000 Mitglieder.

Die Grauen Wölfe konzentrieren sich darauf, die »eigenen« Stadtteile sichtbar zu dominieren, besonders wichtig ist ihnen dabei, die linke Konkurrenz einzuschüchtern. Auf kommunaler Ebene schaffen es MHP-Kandidaten immer wieder in die Ausländerbeiräte und können damit auch Einfluss auf die kommunale Politik nehmen. Auf Landes- und Bundesebene sind Ülkücüler hauptsächlich in der CDU anzutreffen, wo sie ebenfalls in begrenztem Maße Einfluss nehmen.

http://jungle-world.com/artikel/2015/39/52736.html


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24. September 2015, 11:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antifa vs. Salafismus Antworten mit Zitat
Omg! Wie erklärt sich ein deutscher Antifa den Salafismus? Mit der sonst (zurecht!) ach so verpönten Extremismustheorie! Denn irgendwie sind doch das alles Nazis, aber zum Glück gibt's die Antifa:

Zitat:
Diese Parallelen sind alles andere als akzidentiell und gehen weit über das bloße Kopieren einer Propagandataktik hinaus. Über die ideologische Nähe von Islamismus und Rechtsextremismus wurde schon viel geschrieben. Auch die Ähnlichkeit der Faktoren, die junge Menschen dazu motivieren, sich der einen oder anderen Gruppe anzuschließen, ist unübersehbar: Es ist gut vorstellbar, dass dieselben jungen Männer, die diesen Sommer den deutschen Volkskörper von schwulen Gefahren reinhalten wollen, die muslimische Gemeinschaft gegen alles verteidigen würden, was ‚haram‘ ist, wenn sie nur in den entsprechenden Momenten ihres Lebens an einen Koranverteilungstisch statt an einen rechten Kader geraten wären – und andersherum.

Daher ist Patricia Pielage und Sebastian Weiermann unbedingt in ihrer vor einem Monat in der Jungle World erhobenen Forderung an die antifaschistische Linke zuzustimmen: Wenn es sich bei Salafismus und Neonazismus um in hohem Maße ähnliche Phänomene handelt, sollte die Linke ihre Aufmerksamkeit nicht einseitig verteilen. Sie sollte aufhören, sich auf die altbekannten Neonazis zu konzentrieren und den Salafismus als Gegner ernst nehmen.

http://www.publikative.org/2015/09/24/ist-der-salafismus-ein-fall-fuer-die-antifa/


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24. September 2015, 14:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kritik Antworten mit Zitat
Dieser Quatsch hat mich so genervt, dass ich ein paar Zeilen dazu geschrieben habe:

Zitat:
Auf der Homepage publikative.org erschien am 24. September ein Text mit dem Titel „Von Brüdern und Kameraden: Ist der Salafismus ein Fall für die Antifa?“. Als aussenstehender Beobachter der deutschen Linken ist man kaum überrascht: In Deutschland (und Österreich) ist absolut alles ein Fall für die Antifa. Das Profil des Autors Floris Biskamp ist ebenfalls typisch für moralische Autoritäten in einem gewissen Teil der deutschen Szene: Er unterrichtet als Politologe an der Uni Kassel, interessiert sich für Kritische Theorie und Postmodernismus und verwechselt moralische Empörung mit politischer Analyse.

http://www.kommunisierung.net/Floris-Biskamp-zum-Salafismus-Eine


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27. September 2015, 14:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Bürger Antworten mit Zitat
"Besorgte Bürger" blockieren eine Turnhalle in Dresden, die für Flüchtlinge vorgesehen ist:

Zitat:
Heute sollen eigentlich Flüchtlinge in die Halle an der Thäterstraße in Übigau verlegt werden. Doch seit Mittwochnachmittag blockieren dort Anwohner die Zufahrt. Autos wurden auf dem Weg geparkt, der zu der Halle führt und permanent sind mindestens 15 Personen direkt vor dem Tor der Halle. Helfer von der Feuerwehr wurden angepöbelt und mussten wieder abziehen. Die Halle ist noch nicht komplett beräumt und es konnten noch keine Betten und andere Utensilien für die Flüchtlinge hereingebracht werden. Gestern war Hilbert vor Ort, sprach mit den Leuten. „Es gibt berechtigte oder unberechtigte Ängste in der Nachbarschaft“, beschrieb Hilbert die Situation. „Ob und wann wir die Halle überhaupt beräumen und ausstatten können, ist unklar.“ Der OB sehe den sozialen Frieden im Umfeld gefährdet, fürchtet wohl auch, dass Flüchtlinge, wenn sie dort einquartiert sind, angefeindet werden.

http://www.sz-online.de/nachrichten/anwohner-blockieren-sporthalle-3214007.html


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01. Oktober 2015, 23:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Tag der deutschen Einheit Antworten mit Zitat
Titanic zum Tag der deutschen Einheit:



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03. Oktober 2015, 15:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Vegane Ausbeutung Antworten mit Zitat
Ausbeutung funktioniert auch vegan bestens:

Zitat:
My boss, who is also the owner of the shop, made it clear to me after some time of working there that workers should obey their boss’ wishes without further questions. He told me that “we aren’t a collective”, nobody is allowed to question authority, and meetings are prohibited. The boss never has individual talks with his workers unless it’s necessary or if the workers themselves feel the need to mention something. Yet no one dares to say anything about the working conditions for fear of losing their job.Everyone who starts working in the shop starts out working on probation. How long the probation time runs is often uncertain. Wages are under minimum wage until you prove yourself as a worthy employee. Not only does the boss save money on paying his workers a low salary, he also saves money by bad working contracts, meaning that he doesn’t have to pay any extra fees or costs for his employees, such as taxes, insurance or pension. The shop is open every day of the year, and the boss forces his workers to work without any extra payment on days like 1st of May, New Year’s Eve or Christmas. The working contracts are different from worker to worker, and he likes to make certain workers feel special by giving them a slightly higher salary and other benefits.Work in this place is really tough, physical work. There are always two people less than needed for the given work load, putting a lot of stress and pressure on the workers. The boss often orders one of the workers to leave earlier so that he doesn’t have to pay for two.

https://www.direkteaktion.org/231/fired-by-sms?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter


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08. November 2015, 18:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Der Tages-Anzeiger zur Streikwelle 2015 in Deutschland:

Deutschlands neue Streikwelle

Zitat:
Die deutschen Gewerkschaften haben 2015 ihre Muskeln spielen lassen und gestreikt wo es nur geht. Die Gründe für den Klimasturz zwischen den Sozialpartnern sind vielschichtig.


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02. Januar 2016, 21:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Undercoverbulle enttarnt Antworten mit Zitat
In München ist ein infiltriertes Stück Scheisse identifiziert worden:

Zitat:
Einige Linke haben den Mann über Monate beobachtet und ihren Verdacht nun mit einem mehrseitigen Bericht öffentlich gemacht. Wobei es mehr als ein Verdacht ist, wie Florian von der »Recherchegruppe gegen staatliche Repression« gegenüber »nd« betont. Sie seien »überzeugt«, dass es sich bei »Toe« um einen verdeckten staatlichen Ermittler handelt, der in die antifaschistische und internationalistische Szene eingeschleust werden sollte. Verwechslung ausgeschlossen. Die Gruppe beruft sich auf einen »erfahrenen langjährigen Genossen«, der ihn an typischer Mütze, Ohrring und Klamottenstil wiedererkannte und sogleich andere befreundete Aktivisten ins Vertrauen gezogen hatte. Von da an wurde Tobias K. nicht mehr aus den Augen gelassen.

http://www.neues-deutschland.de/artikel/1000293.ueberwachter-ueberwacher.html


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02. Februar 2016, 18:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag München: Attentäter war Nazi Antworten mit Zitat
Der Deutsch-Iraner war besser "integriert" als manche Populisten glaubten:

Zitat:
Der Täter von München, Ali David S., war ein Rassist mit rechtsextremistischem Weltbild. Er habe es als „Auszeichnung“ verstanden, dass sein Geburtstag, der 20. April 1998, auf den Geburtstag von Adolf Hitler fiel. Das erfuhr die F.A.Z. aus Sicherheitskreisen. Entsprechende Aussagen über seine Begeisterung für Hitler stammen demnach aus dem engsten Umfeld von S. Auch sei S., der aus einer iranischen Familie stammt, stolz darauf gewesen, als Iraner und als Deutscher „Arier“ zu sein. Ursprünglich gilt Iran als die Heimat der Arier. Türken und Araber habe S. hingegen gehasst. Er habe ein „Höherwertigkeitsgefühl“ ihnen gegenüber gehegt.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/f-a-z-exklusiv-amoklaeufer-von-muenchen-war-rechtsextremist-14359855.html


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27. Juli 2016, 15:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Demo für Erdogan in Köln Antworten mit Zitat
Ein sehr informativer Artikel über die türkische Demo der nationalen Einigkeit (AKP, CHP, MHP!) heute in Köln:

Zitat:
Wie viele regierungstreue Türken meint Deniz mit „Parallelorganisation“ das angebliche Netzwerk des im US-Exil lebenden Predigers Fethullah Gülen. Erdogan sagt, Gülens konspirative Anhänger steckten hinter dem Putsch. Und nutzt das, um zügig Zehntausende festzunehmen. Religiöse, Säkulare, Journalisten, Lehrer, Militärs, Richter. Deniz will die Gülen-Jünger hängen sehen, weil sie den Erfolg der Türkei gefährdeten: „Diese Huren, die wollen aus uns eine Kolonie machen.“ Wessen Kolonie eigentlich? „Unserer Feinde.“

http://www.tagesspiegel.de/politik/demo-fuer-erdogan-in-koeln-frauen-kinder-und-faschisten/13952074.html


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31. Juli 2016, 23:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Anschlag auf BVB-Bus Antworten mit Zitat
Es gibt immer mehr Anzeichen, dass Faschos die Autoren des Anschlags auf den BVB-Bus waren:

Zitat:
Wie Sicherheitskreise FOCUS Online bestätigten, überprüfen die Ermittler nun auch die Spur nach Leipzig. Dabei dreht sich alles um die Frage, ob womöglich rechtsradikale Kreise oder militante Fußballfans aus der sächsischen Metropole oder dem Umland das Sprengstoffattentat verübt haben könnten.
Inspiriert durch „Compact“-Texte?

Ein möglicher Racheakt, so die Ermittlerthese, für die Attacken durch einen BVB-Mob beim Heimspiel gegen RB Leipzig auf gegnerische Anhänger Anfang Februar. Inspiriert durch „Compact-Texte“, so der Verdacht, fertigten die Täter fingierte Bekennerschreiben an, um den Angriff mit Splitterbomben auf das BVB-Gefährt der militanten Islamisten-Szene in die Schuhe zu schieben.

http://www.focus.de/politik/deutschland/bombenanschlag-auf-den-bvb-jetzt-fuer-die-spur-nach-leipzig_id_6960121.html?utm_source=twitter&utm_medium=social&utm_campaign=twitter-focus-online&fbc=twitter-focus-online&ts=201704141401


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14. April 2017, 16:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Wildcat mit einer Einschätzung der Lage in Deutschland nach den Wahlen:

http://www.wildcat-www.de/aktuell/a105_afd_btw.html

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11. Oktober 2017, 13:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
In Deutschland versuchen Kreise um Compact und AfD am Arbeitsplatz Fuss zu fassen ("Patrioten schützen Arbeitsplätze!"). Labournet hat dazu ein Dossier erstellt:

http://www.labournet.de/politik/gw/mitbestimmung/betriebsrat/afd-co-nach-den-koepfen-nun-auch-betriebe-und-betriebsraete/

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16. Dezember 2017, 11:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Man traut seinen Augen kaum:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/massenproteste-in-muenchen-menschen-demonstrieren-gegen-polizeigesetz-1.3974427

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10. Mai 2018, 22:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tony



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Beitrag Immer hinter ver.di her Antworten mit Zitat
Warum linke Kampagnenpolitik à la Make Amazon Pay bei Arbeitskämpfen fehl am Platz ist

https://www.akweb.de/ak_s/ak639/23.htm

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„Es ist erfreulich, wenn Gleiches sich zu Gleichem gesellt, aber es ist göttlich, wenn ein grosser Mensch die kleineren zu sich aufzieht.“
21. Juli 2018, 15:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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