Forum-Übersicht
RegistrierenSuchenFAQMitgliederlisteBenutzergruppenLogin
In Paris brennen wieder Autos...

 
Neue Antwort erstellen    Forum-Übersicht » Revolution & Klassenkampf Thema drucken Vorheriges Thema anzeigen
Nächstes Thema anzeigen
In Paris brennen wieder Autos...
Autor Nachricht
minino
Admin-Dog


Anmeldedatum: 10.08.2005
Beiträge: 2105
Wohnort: Kt. Zug

Beitrag In Paris brennen wieder Autos... Antworten mit Zitat
Bruder eines Verunfallten (Quelle Neue Zuger Zeitung):
Zitat:
Die Auschreitungen, das war keine Gewalt, das war bloss der Ausdruck der Wut


Paris fürchtet ein Déjà-vu in den Vororten

Nach dem Unfalltod von zwei jungen Mopedfahrern steigt in Paris die Nervosität. In der ersten Krawallnacht wurden vierzig Polizisten verletzt.



Mit einem Schweigemarsch durch die Strassen von Villiers-le-Bel haben heute Angehörige und Bekannte der zwei Jugendlichen gedacht, die am Vortag beim Zusammenstoss ihres Mopeds mit einer Polizeistreife ums Leben gekommen sind. Mehrere Hundert Menschen, darunter viele junge Leute und Mütter mit Kindern, schlossen sich dem nachmittäglichen Zug an, der auch an den verkohlten Resten des Polizeipostens vorbeiführte. «Das freut mich von Herzen», zitierte ein Reporter einen jungen Mann, der an der Kundgebung teilnahm. Für die Nacht auf morgen Dienstag wurde das Polizeiaufgebot aus Furcht vor einem Wiederaufflammen der Gewalt um mehrere Hundert Mann in Villiers-le-Bel und Umgebung verstärkt. «Hier wird es keine Ruhe geben, bis nicht auch der Posten von Sarcelles ausgebrannt ist», wird ein Nachbar zitiert. Sarcelles ist der Ort, aus dem die Polizeistreife kam.

Nach dem Tod der Jugendlichen war es schnell zu Krawallen gekommen, die mehrere Stunden anhielten. Vierzig Polizisten und ein Feuerwehrmann wurden verletzt, zwei davon schwer. Achtundzwanzig Autos gingen in Flammen auf, vier Privatgebäude und der Polizeiposten brannten aus. Die Feuerwehr musste an weit auseinander liegenden Orten eingreifen, um angezündete Mülltonnen und andere Brände zu löschen. Randalierer zogen von der Sozialbausiedlung in Villiers-le-Bel, wo sich der Unfall ereignet hatte, zum Schnellbahnhof und weiter bis in den Nachbarort Arnouville. Dort schlugen sie Schaufenster ein und raubten Geschäfte aus.

Viele Fragen zum Hergang des Unfalls, der die Unruhen ausgelöst hatte, waren am Montag noch nicht geklärt. Fest steht, dass eine Polizeistreife am späten Sonntagnachmittag an einer Strassenkreuzung mit einem nicht zulassungspflichtigen Mini-Moped zusammengestossen ist. Auf dem Moped sassen ein 15 und ein 16 Jahre alter Junge, die keinen Helm trugen. Das Polizeiauto schleppte das Moped rund zwanzig Meter weit auf dem Kühler, bevor es zum Stillstand kam. Einem Zeugen zufolge fuhren die Polizisten zu schnell und schnitten den Jungen die Vorfahrt ab.

Angehörige beschuldigen Polizei

Von den erregten Angehörigen der Toten war zu hören, das sei gar kein Unfall gewesen. Die Polizisten hätten die Jungen «bedroht». Augenzeugen berichteten, die Jugendlichen hätten am Nachmittag Schaurennen in Rodeo-Manier veranstaltet. Ersten Ermittlungen der Polizeiaufsichtsbehörde zufolge, kann den Beamten kein Vorwurf gemacht werden. Die vier beteiligten Polizisten waren noch in der Nacht bis drei Uhr früh verhört worden.

Die Spurensicherung hat mehrere Stunden lang auf sich warten lassen. Anwohner sicherten den Unfallort und hielten Randalierer fern. Sie wollten vermeiden, dass der Unfallwagen angezündet wird. Als erstes sei eine zweite Polizeistreife gekommen, die ihre Kollegen vom Unfallort abtransportiert habe. Um die zwei schwer verletzten Jungen hätten sie sich nicht gekümmert, sagten mehrere Anwohner.

Die Mini-Mopeds, die nicht für den Strassenverkehr zugelassen sind, gelten als «Plage der Banlieues». Der sozialistische Bürgermeister von Bondy – einem anderen Vorort, der bei den Unruhen 2005 zu trister Berühmtheit gelangte – sagte am Montag, er habe mit 26 anderen Bürgermeistern und Abgeordneten ein Importverbot für diese Mopeds verlangt, die Fahrer und Bürger gefährdeten. Die unbeleuchteten Mopeds fahren 70 Stundenkilometer schnell, frisiert sogar schneller. Oft sind es Kinder, die über Trottoirs, durch Fussgängerzonen oder den Strassenverkehr rasen, auf der Suche nach einem Nervenkitzel, den sie mit Videos auf YouTube dokumentieren.

Quelle: tagesanzeiger.ch

_________________

Nein, nein, wir wollen nicht eure Welt, wir wollen nicht eure Macht, und wir wollen nicht euer Geld,
wir wollen nichts von eurem ganzen Schwindel hören, wir wollen euren Schwindel zerstören!
27. November 2007, 13:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
minino
Admin-Dog


Anmeldedatum: 10.08.2005
Beiträge: 2105
Wohnort: Kt. Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
In diesem Artikel erscheint dieses Bild mit dem Kommentar:

Zitat:

Streikbrecher rücken in Villiers-le-Bel vor; im Hintergrund ein brennender Müllabfuhrwagen. (Bild Keystone)


Wieso denn das, streikt die Polizei in Paris oder machen die da einfach ein Durcheinander?

_________________

Nein, nein, wir wollen nicht eure Welt, wir wollen nicht eure Macht, und wir wollen nicht euer Geld,
wir wollen nichts von eurem ganzen Schwindel hören, wir wollen euren Schwindel zerstören!
27. November 2007, 13:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1069

Beitrag Antworten mit Zitat
naja also grundsätzlich kann das schon stimmen, auch wenn ich darüber keine infos habe was da genau passiert.
beim einem streik können arbeiter das unternehmen besetzen und so jeglichen abtransport von maschinen oder anstransport von neuen arbeitskräften unterbinden... und das zeug gehört ja dem unternehmen, also den besitzern und die können die polizei rufen die dann die streikenden auseinanderprügelt und die maschinen wieder zu privateigentum macht, mit dem dann nach wunsch des besitzers verfahren wird und nicht nach wunsch der besetzer.
27. November 2007, 13:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



Anmeldedatum: 31.10.2006
Beiträge: 1498

Beitrag Antworten mit Zitat
Streikbrecher sind per Definition ArbeiterInnen, welche einen Streik unterlaufen, indem sie trotzdem Arbeiten gehen. Auf Polizisten trifft das nicht zu, es sei denn die Polizei selber streikt.

_________________
Power to the Pöbel!
27. November 2007, 19:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
minino
Admin-Dog


Anmeldedatum: 10.08.2005
Beiträge: 2105
Wohnort: Kt. Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
Jetzt hab ich das glaub ich gecheckt, die haben da einfach ein Bild von den Streiks letzte Woche genommen und in den Artikel über die Banlieu-Auschreitungen eingefügt. Oder nur die Bildunterschrift ist von den Streiks und das Bild von den Auschreitungen... Naja egal...

Und ich dachte die meinen die Polizisten mit "Streikbrecher", die meinen aber glaube ich die Leute hinten, vor dem Müllabfuhrwagen.

Da hats irgendein Journi wohl ziemlich versaut ^^

_________________

Nein, nein, wir wollen nicht eure Welt, wir wollen nicht eure Macht, und wir wollen nicht euer Geld,
wir wollen nichts von eurem ganzen Schwindel hören, wir wollen euren Schwindel zerstören!
27. November 2007, 21:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
Diskussion dazu auf dem Forum der "Marxistes Révolutionnaires":

Emeutes... Le Retour?
28. November 2007, 08:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
rude e
Mad Dog


Anmeldedatum: 23.01.2006
Beiträge: 251

Beitrag Antworten mit Zitat
Ein Kommentar auf der NZZ-Homepage: http://www.nzz.ch/nachrichten/international/paris_ausschreitung_1.590285.html

Zitat:
Wo liegen die Gruende?
Diese Ausschreitungen haben zwei Gruende: 1) Eine lasche Einwanderungspolitik. Diese Ausschreitungen sind ein klassisches Beispiel dafuer, was passiert, wenn man bezueglich Einwanderung weder auf Quantitaet noch auf Qualitaet Ruecksicht nimmt. Viele dieser Jugendlichen sind zudem Muslime. Da darf man schon die Frage stellen, inwiefern diese Ausschreitungen auch einen Kampf gegen westliche Werte darstellen. 2) Eine Verrodung von Ordung und Sitten. Angefangen hat es mit der 68-er Generation, die alles bekaempfte was fuer Ordnung und Sicherheit stand. Nun darf man sich nicht wundern, wenn nach Jahrzehnten der Unterwanderung des Staates durch eben diese Generation der Staat nicht mehr in der Lage ist, Sicherheit und Ordnung zu schaffen.
Es liegt mir fern, den Franzosen vorzuschreiben wie sie leben sollen, aber wir Schweizer sollten uns gut ueberlegen, wohin unkontrollierte Immigration und eine Verrodung der Ordnung und Sitten hinfuehren.
Rinaldo Bucher
SVP International


Dieses Arschloch hat in Zug die Kanti besucht und versuchte es bei den letzten Wahlen als Nationalratskandidat der SVP international (er wohnt nun in den USA).
28. November 2007, 12:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
a9a
Admod-Dog


Anmeldedatum: 30.04.2006
Beiträge: 10073

Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
Diskussion dazu auf dem Forum der "Marxistes Révolutionnaires"


Melnitz, diese Diskussion ist doch aber schon...ja, wie soll ich sagen...
Also, wie ich das verstanden habe, geht's vor allem um solche Fragen: Ist diese Revolte "politisch" (ergo gut) oder nicht? Können "wir" es gutheissen, wenn die da einfach so Autos abfackeln (Flugis haben sie ja nicht verteilt, es scheint also völlig ziellos zu passieren, so böse Gewalt, die nichts bringt)? Haben "die da" überhaupt politisches Bewusstsein bzw. können die das überhaupt bekommen? (Ganz witzig übrigens dieser Ghandi-Anhänger, der was gegen Gewalt hat...ja, der mit dem CheGuevara-Avatar... stupid )

Ok, es gibt schon auch Voten, die mich doch wieder weiterlesen liessen (so z.B. Toussaint's). Trotzdem aber bleibt für mich die Frage: was, wenn man sich geeinigt hat, als was man die Sache denn nun bezeichnen will (Revolte? Soziale Bewegung? Politischer Aufstand?)?
Irgendwie scheint diese Diskussion halt schon so in etwa ein Abbild der französischen Linken zu sein, die völlig ratlos bis desinteressiert neben den ganzen Ereignissen zu stehen scheint...
28. November 2007, 12:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
a9a
Admod-Dog


Anmeldedatum: 30.04.2006
Beiträge: 10073

Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
verrodung
???
Ganz im Ernst: hat der Herr Bucher "Verrohung" gemeint oder gibt es dieses Wort tatsächlich? So im Sinne "Ordnung und Sitten wurden abgeholzt"? question
28. November 2007, 12:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat




der journi hat die polizisten als streikbrecher bezeichnet. quasi die jugendlichen die ärger machen sind die streikenden! sie bestreiken das zuhause vor dem fernseheer zu hocken und randalieren stattdessen weil alles so scheisse ist. und die polizei geht nun rein. die bilder sind ganz sicher von den riots.

ps: wer findet walter?

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
28. November 2007, 18:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Tu



Anmeldedatum: 23.12.2006
Beiträge: 489
Wohnort: Büro des ZK

Beitrag Antworten mit Zitat


Wer findet den unterschied zum Black Bloc?

_________________
Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. Genisis 1:29
28. November 2007, 19:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
lian



Anmeldedatum: 13.08.2007
Beiträge: 107

Beitrag Antworten mit Zitat
Hab vor kurzem mal einen kleinen Bericht aus meiner Sicht darüber verfasst, der auch gerne kritisiert bzw. diskutiert werden kann...


Bienvenue en banlieu...
Über die erneuten Krawalle in den pariser Vororten


„Brûle, Brûle, Babylone brûle, j'veux t'entendre crier, faut qu'tu hurles!“
(Sniper, französiche Musikgruppe)

Nach den Krawallen in den pariser Vororten im Jahre 2005 schien sich die Situation rund um die Banlieus wieder beruhigt zu haben. Ein kurzer aber unmissverständlicher Aufschrei, kurze mediale und politische Turbulenzen und ein empörtes Bürgerherz. Danach schienen die Krawalle vergessen und die Protestierenden vom Schauplatz der bourgeoisen Öffentlichkeit verschwunden.
Nun, rund zwei Jahre später, lassen die „Banlieu-Kids“ wieder von sich hören: Die Wut und der Hass auf ihre gesellschaftliche und soziale Situation oder besser gesagt der Hass auf diese Gesellschaft an sich ist nicht verschwunden. Im Gegenteil: Ihr Hass und die ihre Wut auf diese Gesellschaft, in der sie nichts anderes sind als Abschaum, der in sozialer Öde vor sich hin vegetiert, manifestiert sich durch die unglaubliche Militanz und die Härte der erneuten Krawalle.

Eine erneute Krawallwelle ist in den pariser Banlieus aufgelodert. Und sie vermag an den Grundfesten der bürgerlichen Gesellschaft zu rütteln wie selten zuvor.

Das Gewicht der Krawalle scheint nicht nur den Protestierenden beusst zu sein, welche ihre Macht erkennen sobald sie sich zusammenschliessen und kollektiv handeln, sondern umso mehr den bürgerlichen Fraktionen, welche durch den Aufstand ganz schön ins Schwitzen kommen. So gestand der Chef der Polizeigewerkschaft „Synergie“: „Niemals bei einem Jugendkrawall standen wir derart unter Druck.“ Er fügt weiter hinzu: „Die Lage ist viel dramatischer als 2005 in Clichiy-sous-Bois.“ Innerhalb kurzer Zeit haben sich die Krawalle, welche zuerst nur im pariser Vorort Villiers-le-Bel entfachten, auf die fünf Nachbargemeinden Ermont, Cergy, Goussainville, Sarcelles und Garges-les-Gonèsse ausgeweitet und letztendlich sogar auf weitere Städte wie Dijon, Marseille und Rouen.

Die von den Medien befürchtete „Ansteckungsgefahr“ der Krawalle hat sich verwirklicht. Diese „Ansteckungsgefahr“, von der sich alle fürchten, bestätigt einerseits die Tatsache, dass vielmehr Menschen einen Hass auf diese Gesellschaft haben als man denkt und zeigt auf der anderen Seite wie schnell sich spontan ein kollektives Subjekt erheben kann, das vor kurzem noch zu schlummern schien. Die Krawalle in den verschiedenen Städten sind nicht unbedingt homogener Natur, aber sie treten als kollektiver, oftmals solidarischer Akt auf und entspringen dem gleichen gesellschaftlich-sozialen Hintergrund. Was die Krawallmacher allesamt gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass sie zur Klasse der Lohnabhängigen gehören; genauer gesagt zu den untersten Schichten dieser Klasse.

Sie kriegen nichts vom produzierten Reichtum der Gesellschaft zu sehen und sind auch aller Mittel beraubt selbst über die Produktion dieses Reichtums zu bestimmen und die Früchte ihrer eigenen Arbeit zu ernten. Kurzum verfügen sie weder über Produktionsmittel noch über genügend Geld um in dieser Gesellschaft ein angenehmes und genussvolles Leben zu führen. Dieses gemeinsame Schicksal als Teil einer Klasse, der gemeinsame Frust und Anschiss in dieser Gesellschaft zu leben, kann sich schnell in ein kollektives Bewusstsein umwandeln, das zwar noch nicht revolutionär oder klassenkämpferisch ist, aber als gemeinsame Negation der Verhältnisse verstanden werden kann, in denen sie leben müssen. Aus den einfachen „Banlieu-Kids“, welche in den miesesten Grotten der kapitalistischen Gesellschaft vor sich hin vegetieren, werden plötzlich nahezu spontan und ansatzweise durchaus proletarisierte Massen, welche als destruktiver Akteur auftreten.

Angesichts dieser brenzligen Situation fürs Kapital, findet die Abwehr dieser reellen Gefahr neben der physischen Repression insbesondere auf ideologischer Ebene statt, das heisst vermittels den Medien. Während die Aufständischen in den Vororten über keinerlei ernst zu nehmendes Sprachrohr verfügen um an die breite Öffentlichkeit zu gelangen, bleibt ihnen als einzige Sprache ihre Körpersprache, welche sich durch physische Gewalt manifestiert. Da sie sich (zu Recht) nicht als Teil dieser Gesellschaft verstehen bzw. als den äussersten, verdrängten Rand dieser Gesellschaft, liegt ihnen auch ein konstruktives Mitwirken oder ein konstruktiver Umgang mit derjenigen Gesellschaft, von der sie ausgenutzt und ausgebeutet werden, nicht nahe. Ihr einziges Mittel, ihre einzige Ausdrucksform bleibt die Destruktivität. Dies jedoch nicht weil sie zu wenig integriert wären, sondern weil sie als Teil der lohnabhängigen Klasse notwendigerweise für das Funktionieren des Kapitalismus fortbestehen müssen und daher auch von dem gesellschaftlichen Reichtum und der zu seiner Produktion notwendigen Mittel getrennt bleiben. Dieser Widerspruch, die soziale Armut in denen die Menschen in den Vororten leben müssen während gleichzeitig die Gesellschaft an Überfluss laboriert, ist innerhalb des Kapitalismus nicht lösbar und daher auch nicht ein Resultat von gescheiteter Integration.

Wie schon erwähnt bedient sich das Kapital als Abwehrreaktion neben der physischen Erstickung der Krawalle auch ideologischer Mittel, insbesondere der Kriminalisierung und Verschleierung von Ursache und Wirkung. Der Chef der „Synergie“ spricht von einer „nie gekannten Brutalität“ und bezeichnet die Protestierenden als „eine zu allem bereite Stadtguerilla“ . Es ist schon eine Ironie, wie eine solche Begrifflichkeit die Brutalität in solcher Weise zu relativieren vermag. Auf der einen Seite wird die stille, schleichende und gesellschaftlich-alltägliche Brutalität der Verhältnisse, welche die Menschen in Vororten zusammenrotten lässt, vollkommen verschleiert und ausser Acht gelassen und auf der anderen Seite wird die wahre Brutalität seitens des Kapitals (wie Kriege, Knäste, Ausschaffung, Folter, u.ä.) heuchlerisch verklärt. So meinte Premier Dominique de Villepin: "Die Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung hat Priorität. Die Gewalt ist nicht akzeptabel.“ Mit Gewalt meint er nicht Gewalt an sich, sondern die Gewalt seitens der Aufständischen. Diese Haltung zur Gewalt sagt schon einiges über das gesellschaftliche Verhältnis von Gewalt und Kapitalismus aus. Es geht überhaupt gar nicht um Gewalt an sich, sondern um die Legitimation und Delegitimation von Gewalt. Der Staat besitzt als einziger das Gewaltmonopol und somit die Möglichkeit gewaltsam in die Gesellschaft einzugreifen, er hat als einziger die Legitimation Gewalt auszuüben. Jede andere gewaltvolle Intervention in die Gesellschaft, sei es die Aneignung von Reichtum oder Produktionsmitteln oder ein durch Gewalt ausgedrückter Unmut über die gesellschaftlichen Verhältnisse, wird moralisch geächtet und bekämpft. Durch diese „Gute-Gewalt-Schlechte-Gewalt“ Schwarzmalerei, ist die ideelle Grundlage geschaffen, mit der das Kapital seine eigene Macht und Gewalt festigen und gegen die Krawallmacher ausspielen kann. So konnte das Kapital problemlos, ohne irgend ein moralisches Bedenken und vollkommen kritiklos Spezialkräfte der Anti-Terror-Polizei RAID entsenden um sich um die Krawalle zu kümmern.
In der Demokratie ist Kritik zwar erlaubt, jedoch nur im gedachten Sinne und im ausgesprochenen Wort. Doch wirkliche Kritik hat immer auch eine praktische Seite. Man kritisiert etwas und die Vollendung der Kritik, ihre praktische Folgerung, ist die Aufhebung dessen, was zur Kritik steht.

Diese Form von Kritik ist in Demokratien genau so wenig gestattet wie in faschistischen Systemen. Die Kritik darf nur ideeller Natur sein, niemals praktischer Natur. Man darf also kritisieren, dass es gesellschaftliche Widersprüche, dass es Armut, Krieg, Gewalt usw. gibt, man darf dies aber nicht tätlich ändern. Daher verliert die Kritik in der Demokratie ihren Sinn, ihre Spitze, und wird somit stumpf. Da stumpfe Kritik dem Kapital nicht schadet, ist diese Form der Kritik (falls man das überhaupt noch Kritik nennen kann) erlaubt. Sobald aber die Kritik von einem praktischen Charakter geprägt ist, wie etwa in den Banlieus von Paris (ob bewusst oder unbewusst), dann wird die Kritik für das Kapital gefährlich und vermag tatsächlich auch in gewissem Masse an den Grundfesten der warenproduzierenden Gesellschaft zu rütteln. Insofern greift das Kapital auch bei solcher reellen Kritik hart durch und erstickt sie. Diese Ideologie der kritiklosen Kritik zeigte sich auch als konkrete Antwort auf die Krawalle: Angeführt vom neogaullistischen Bürgermeister Gérard Gaudron und die Nationalhymne singend, propagierte eine Kundgebung „Nein zur Gewalt, ja zum Dialog!“ Dies zeigt den bürgerlichen Umgang und die Verständnislosigkeit für ihre Situation, welche den Aufständischen entgegengesetzt wird. Ein Dialog zwischen Klassen zu propagieren, deren Interessen unvereinbar sind, führt zur Weiterbestehung sowohl der Klassen als auch des Widerspruchs, der die Klassen in sich tragen. Einen Dialog zu fordern, heisst Gesichtspunkte zu suchen, welche den Menschen in den Banlieus erlauben mit ihrer miserablem Situation zu recht zu kommen, nicht aber diese Situation per se aufzuheben. Weiter sagte Gaudron: „Wir wollen zeigen, daß wir der Gewalt nicht weichen“. „Die Gesetze der Republik müssen überall gelten.“ Auch hier bemerkt man wieder diesen eigentümlichen Umgang mit dem Gewaltbegriff. Die Gewalt der Gesetze (die ja immerhin vom Staat gewaltvoll ausgeübt werden und bei Nichtbefolgen mit dem Landen hinter schwedischen Gardinen enden) werden verteidigt gegenüber derjenigen Gewalt, welche an der Legitimität des staatlichen Gewaltmonopols rüttelt.

Ob, wie und wo Gewalt ausgeübt wird ist jedoch nicht bloss eine Frage der Legitimation. Gewalt ist als gesellschaftliches Phänomen zu betrachten. Sie entspringt weder einem sehr fragwürdigen „Zerstörungs-, Vernichtungs- und Aggressionsdrang“, der im Menschen steckt noch sonst einer vermeintlichen Natureigenschaft, die ausserhab der Gesellschaft zu hocken scheint. Gewalt entsteht immer dort wo es gesellschaftliche Konflikte gibt, wo die Reibereien von Widersprüchen (in diesem Falle des Klassenantagonismus ) sich entladen. Daher wäre es auch nutzloss die Krawalle in Paris ihrer Gewalttätigkeit wegen kritisieren und verwerfen zu wollen. Vielmehr muss es um die Analyse dieser Bruchstellen der Gesellschaft gehen und um eine endgültige Überwindung dieser Widersprüche, welche sich regelmässig in Form von Gewalt Ausdruck verleien. Eine solche Emanzipation über diese Widersprüche hinaus ist jedoch innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft nicht möglich, da es sich um immanente Widersprüche handelt. Daher kann nur eine Überwindung der kapitalistischen Gesellschaft als ganzes zur Aufhebung dieser Widersprüche führen.

In dieser Abwehrreaktion entpuppt sich das Kapital, das grundsätzlich überhaupt keine homogene Klasse ist, als Klasse, welche in bestimmten gefährlichen Situationen plötzlich sehr homogen wird. So berichtete die Tagesschau: „Angesichts der Tragweite dieser Krise gehen rechts und links inzwischen politisch zusammen“ . Die Situation wird seitens des Kapitals schon öffentlich als Krise anerkannt, das heisst dass sich die Bourgeoisie wikrlich bis zu einem gewissen Masse von einer realen Gefahr bedroht fühlt, welche durchaus auch noch gefährlicher werden könnte. Dies führt auch zu einem stärkeren Zusammenhalt innerhalb der Klasse des Kapitals, welche im Bezug auf die Situation in den Vororten eine einheitliche Meinung vertritt.

Als weiterer Umgang mit den Krawallen in den Banlieus greift das Kapital auch auf rassistische Muster zurück. Die Krawalle werden auf die fremde Kultur der oftmals vom Ausland zugezogenen Banlieu-Einwohner zurückgeführt und auf Desintegration dieses „Packs“ und dieser „Schurken“ (Wortlaut von Präsident Nicolas Sarkozy) in die französiche Kultur. Nicht selten wird die entfachte Wut der Banlieu-Kids als „muslimischer Terror“ oder ähnlich bezeichnet. Damit wird der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung der Krawalle bestens verklärt, jeglicher sozialer Hintergrund, der zwangsmässig zu einer Kritik am kapitalistischen System führen müsste, wird ausgeblendet. Ein Paradebeispiel dafür ist auch eine von den Krawallen ausgelöste Diskussion über die Ursache der Unruhen, welche zum Schluss kam, dass das Problem bei der Polygamie der zugezogenen afrikanischen Familien läge, welche eine art psychische Verhaltensstörung und einen erhöhten Drang zur Gewalt auslösen würde. So schreibt der Spiegel am 16. November 2005: „Auf der Suche nach den Gründen für die Gewaltausbrüche in den Vorstädten glauben französische Politiker fündig geworden zu sein: Die in vielen Immigranten-Familien verbreitete Polygamie führe zu "antisozialem Verhalten", sagte Arbeitsminister Larcher.“

Es ist klipp und klar, was die Ursachen der Krawalle in den pariser Vororten sind. Weder Polygamie, muslimische Brutalität, Aggressionstrieb oder sonstige rassistische und realitätsfremde Verschleierungen können als Ursache herhalten: Es handelt sich um Entladungen von gesellschaftlichen Reibungen, welche dem kapitalistischen Klassenantagonismus entspringen.

Die einzig reale und langfristige Perspektive, welche die „Banlieu-Kids“ für ein besseres Leben fern von sozialen Problemen, Armut und Ächtung besitzen, ist die Überwindung der kapitalistischen Gesellschaft, in der sie Teil einer unterdrückten und ausgebeuteten Klasse sind. Daher ist es auch notwendig, dass der teils als „blinde Wut“ wahrgenommene Protest in den Banlues einen klassenkämpferischen Charakter erhält, der darüber hinaus geht sich bloss an den nächtlichen Randalezügen zu beteiligen. Eine Reflexion über das gesellschaftliche Verhältnis in dem sie leben, die Einsicht, dass man Teil einer Klasse ist und nicht zuletzt das bewusste agieren als Teil dieser Klasse ist von Notwendigkeit.
29. November 2007, 12:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



Anmeldedatum: 24.10.2006
Beiträge: 1444
Wohnort: süsch no was?!

Beitrag schöner text. Antworten mit Zitat
zeig mir mal wie das gehn soll. in der praxis. würd mich wirklich interessieren. (wenn du genaueres wissen willst warum mich das interessiert, schreibst du mir bitte ne PM):

Die einzig reale und langfristige Perspektive, welche die „Banlieu-Kids“ für ein besseres Leben fern von sozialen Problemen, Armut und Ächtung besitzen, ist die Überwindung der kapitalistischen Gesellschaft, in der sie Teil einer unterdrückten und ausgebeuteten Klasse sind. Daher ist es auch notwendig, dass der teils als „blinde Wut“ wahrgenommene Protest in den Banlues einen klassenkämpferischen Charakter erhält, der darüber hinaus geht sich bloss an den nächtlichen Randalezügen zu beteiligen. Eine Reflexion über das gesellschaftliche Verhältnis in dem sie leben, die Einsicht, dass man Teil einer Klasse ist und nicht zuletzt das bewusste agieren als Teil dieser Klasse ist von Notwendigkeit.

_________________
Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
29. November 2007, 13:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
-domicella-
catdog


Anmeldedatum: 17.09.2006
Beiträge: 88

Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
Eine Reflexion über das gesellschaftliche Verhältnis in dem sie leben, die Einsicht, dass man Teil einer Klasse ist und nicht zuletzt das bewusste agieren als Teil dieser Klasse ist von Notwendigkeit.

Glaubst du wirklich dass sie das noch nicht gemerkt haben?

Zitat:
So im Sinne "Ordnung und Sitten wurden abgeholzt"?

laugh
29. November 2007, 16:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



Anmeldedatum: 31.10.2006
Beiträge: 1498

Beitrag Antworten mit Zitat
Eine Broschüre der «Freundinnen der klassenlosen Gesellschaft» zum Thema:

http://mitglied.lycos.de/freunde2003/rauchzeichen_aus_den_banlieues.htm

_________________
Power to the Pöbel!
29. November 2007, 18:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lian



Anmeldedatum: 13.08.2007
Beiträge: 107

Beitrag Antworten mit Zitat
"Glaubst du wirklich dass sie das noch nicht gemerkt haben?"

- naja, angesichts dessen dass noch nie ein Flugblatt bei einem solcher Randale-Streifzüge verteilt wurde, bezweifle ich das sehr...es fehlt ihnen noch an Verständnis und Einsicht, welche erlaubt ihre soziale Lage mit dem kapitalistischen Produktionsprozess in Verbindung zu bringen und die bewusste Reaktion auf diese Einsicht. es ist eine sehr spontane, sentimentale und noch nicht sehr bewusste Reaktion auf ihre soziale Lage, welche zu den Krawallen führt. mehr aus dem Bauch raus als etwas anderes. dass sie sich als Teil einer Klasse verstehen würden, davon ist hinten und vorne noch nichts zu sehen, auch wenn sich ansatzweise solche Züge schon aufzeigen mögen. geschweige denn, dass sie bewusst als revolutionäres Subjekt auftreten würden.

"Daher ist es auch notwendig, dass der teils als „blinde Wut“ wahrgenommene Protest in den Banlues einen klassenkämpferischen Charakter erhält, der darüber hinaus geht sich bloss an den nächtlichen Randalezügen zu beteiligen. Eine Reflexion über das gesellschaftliche Verhältnis in dem sie leben, die Einsicht, dass man Teil einer Klasse ist und nicht zuletzt das bewusste agieren als Teil dieser Klasse ist von Notwendigkeit."

- wie das gehen soll? naja, in der Geschichte gibts wohl genügend Beispiele dafür, wie Klassenkämpfe geführt werden (können). eine Anleitung dafür kann ich dir jedoch nicht liefern, da das die Kämpfenden immer auch selbst herausfinden müssen und die besten Formen der Organisation, der Kommunikation, und des Kampfes selbst ertasten müssen. die Reflexion mittels gemeinsamer Diskussion über ihre Situation, oder auch nur das bewusste Auftreten mit politischen Forderungen wären ein Ansatz dafür.
29. November 2007, 20:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
-domicella-
catdog


Anmeldedatum: 17.09.2006
Beiträge: 88

Beitrag Antworten mit Zitat
1.
Zitat:
da das die Kämpfenden immer auch selbst herausfinden müssen und die besten Formen der Organisation, der Kommunikation, und des Kampfes selbst ertasten müssen
word

2. Auch wer (noch) kein Revolutionär ist, kann sich seiner Klasse doch durchaus bewusst sein und seiner Abneigung der Missstände gegenüber Luft machen indem er/sie Autos anzündet?! *

edit:
Zitat:
Daher ist es auch notwendig, dass der teils als „blinde Wut“ wahrgenommene Protest in den Banlues einen klassenkämpferischen Charakter erhält, der darüber hinaus geht sich bloss an den nächtlichen Randalezügen zu beteiligen. Eine Reflexion über das gesellschaftliche Verhältnis in dem sie leben, die Einsicht, dass man Teil einer Klasse ist und nicht zuletzt das bewusste agieren als Teil dieser Klasse ist von Notwendigkeit.

->Für mich klingt das irgendwie missionarisch-avantgardistisch-komisch, wenn man davon redet, die Strassenkämpfe müssten (von aussen) mit Inhalten bepackt werden, die sie scheinbar (!) nicht haben...

Zitat:
Im Kern meint R. S., auf Grund des Verschwindens des Unterschieds zwischen Kämpfen mit und ohne Forderungen spreche nichts dagegen, den November-Aufstand als einen Kampf mit Forderungen aufzufassen, obwohl keine expliziten Forderungen formuliert worden sind. Er betont sogar, dass, wer ihn nicht als Kampf mit Forderungen betrachtet, „sich einem radikalen Enthusiasmus überlässt und sich freiwillig blind stellt" und „eine Vorstellung von Kämpfen [mit Forderungen] hat, die ... gegenwärtig ebenso obsolet geworden ist". R. S. zufolge müsste eine nicht „obsolete" Vorstellung der Kämpfe mit Forderungen dazu führen, alle Kämpfe, in denen überhaupt nichts gefordert wird, dennoch als solche zu charakterisieren...


*hierzu noch lustige Anekdote zu meiner gestrigen Textlektüre für das Fach politische Ökonomie:
"Wahlen sind (...) eine sinnvolle Möglichkeit, persönliche Aggressionen auf legale Weise abzureagieren."
Man hab ich mich weggeschmissen...! So ein Kreuzchen kann bei einem Wutanfall bestimmt seeeehrrr befreiend wirken...



Zuletzt bearbeitet von -domicella- am 30. November 2007, 10:40, insgesamt 3-mal bearbeitet
29. November 2007, 22:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lian



Anmeldedatum: 13.08.2007
Beiträge: 107

Beitrag Antworten mit Zitat
"Für mich klingt das irgendwie missionarisch-avantgardistisch-komisch, wenn man davon redet, die Strassenkämpfe müssten von aussen mit Inhalten bepackt werden, die sie scheinbar (!) nicht haben..."

- das hat ja garniemand so gesagt!?
30. November 2007, 00:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lian



Anmeldedatum: 13.08.2007
Beiträge: 107

Beitrag Antworten mit Zitat
naja, die Broschüre der Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft, welche du zitierst, ist ein Sammelsurium an verschiedenen Texten. ob die Banlieu-Kids tatsächlich politisch etwas fordern (ob implizit oder explizit spielt hier gar keine Rolle) lässt sich streiten. in der gleichen Broschüre steht übrigens:

"Ein weiterer Beitrag aus dem
Diskussionsforum von Meeting, den wir abschließend dokumentieren,
betont gegen R.S., daß die Rebellierenden keinerlei Forderungen
artikuliert haben - denn die einzige, die sie hätten aufstellen können,
nämlich die nach Integration, erschien ihnen selbst nicht mehr
realistisch."
30. November 2007, 00:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
"Ein weiterer Beitrag aus dem
Diskussionsforum von Meeting, den wir abschließend dokumentieren,
betont gegen R.S., daß die Rebellierenden keinerlei Forderungen
artikuliert haben - denn die einzige, die sie hätten aufstellen können,
nämlich die nach Integration, erschien ihnen selbst nicht mehr
realistisch."


Falls das so ist. Denkst du nicht, das sei schon überdurchschnittlich viel Bewusstsein? Viel wichtiger als der Punkt, ob die in so einer Situation (!) ein Flugblatt schreiben, ist doch ihre reale Praxis. An der kannst du ablesen, was die hassen und was die loswerden wollen. Es ist vollig okay, das Ding in einen Klassenkontext zu stellen, aber ich würde mich hüten so Schlüsse zu ziehen.

_________________
Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
30. November 2007, 08:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lian



Anmeldedatum: 13.08.2007
Beiträge: 107

Beitrag Antworten mit Zitat
naja, wie schon gesagt, über das Thema lässt sich streiten. ich bin noch nicht zu einem wirklichen Schluss gekommen bezüglich dieser "Forderungs"-Diskussion. mal hört man, dass die Banlieu-Kids sich religiöse Identitäten suchen als Abgrenzung gegen die nationale Identität, dann hört man wieder, dass die Banlieu-Kids als Franzosen akzeptiert werden wollen (was durchaus den Charakter der Forderung nach Integration hat) usw. usf.
schlussendlich handelt es sich eben doch um einen überhaupt nicht homogenen Protest, der dazu noch weder Hand und Fuss hat, sondern in den verschiedesten ideologischen Bereichen herumschwirrt. bewusste politische Forderungen finde ich nachwievor schwer zu finden, da die Perspekivlosigkeit es fast verunmöglicht Forderungen zuzulassen. die Forderung nach der Abschaffung der sozialen Lage artikuliert sich höchstens implizit durch die Destruktivität der Proteste, ist aber keineswegs eine bewusste politische Forderung, mit der die Kids auftreten würden. eine Forderung setzt immer auch die Erkennung einer Perspektive voraus...
30. November 2007, 12:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
gero



Anmeldedatum: 19.05.2006
Beiträge: 247

Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
eine Forderung setzt immer auch die Erkennung einer Perspektive voraus...


Wieso das?

_________________
Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen.
30. November 2007, 14:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lian



Anmeldedatum: 13.08.2007
Beiträge: 107

Beitrag Antworten mit Zitat
naja, ohne Perspektive, die man vor Augen hat, sei es der Kommunismus, eine Reform oder sonst was, gibt es auch nix zu fordern. irgendwie. die meisten fordern keine Integration, weil sie genau wissen, dass Integration nicht möglich ist, daher keine Perspektive für sie darstellt. die Banlieu-Kids fühlen sich ziemlich hoffnungslos und perspektivlos, sie sehen keinen Ausweg, daher denke ich ist es auch schwierig eine explizite Forderung bei ihnen zu finden, da sie gar nicht wissen was sie fordern sollen bzw. wissen, dass das was sie fordern würden, sowieso nie eintreffen würde. weiss du jetzt ein bisschen was ich meine?
30. November 2007, 14:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1069

Beitrag Antworten mit Zitat
ja es wurden eine bibliothek und ein kindergarten abgefackelt... von wem weiss ich allerdings nicht.
was ich aber weiss ist dass dutzende polizeifahrzeuge platt gemacht wurden, 100te polizisten verhauen und z.t. aus hochhäusern bescharfschützt (wenns denn stimmt)... also dass der protest keine richtung hat kann man wirklich nicht sagen... der wendet sich klar gegen den staat. für diesen sind die banlieus momentan absolute no-go-area bis er wieder gewaltmässig fuss fassen kann. für die anderen leute meines wissens aber nicht? also perspektivlos würd ich das nicht nennen... die perspektive ist doch klar: der staat sagt dort nicht mehr was läuft sondern sie selbst. das ist die einzige forderung aber mehr als klar ersichtlich aus dem was dort abgeht... die legen sich mit der gewalt des staates an und prügeln ihn aus "ihren" quartieren raus.
30. November 2007, 14:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



Anmeldedatum: 24.10.2006
Beiträge: 1444
Wohnort: süsch no was?!

Beitrag is ja eine geile passage: Antworten mit Zitat
Baudrillard zufolge existiert „die
westliche Kultur nur, weil der Rest der Welt danach strebt, zu ihr Zutritt
zu bekommen. Beim leisesten Zeichen von Ablehnung oder von
Verringerung dieses Strebens verliert sie nicht nur ihre Übermacht,
sondern auch ihren Reiz für sich selbst. Und gerade das Beste, das sie
anbieten kann, die Autos, die Schulen, die Supermärkte, all das wird in
Brand gesetzt oder verwüstet. Die Kindergärten! Genau das, womit wir
sie integrieren, sie bemuttern möchten!”

_________________
Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
30. November 2007, 14:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
ich würde mich in dieser diskussion sogar auf die seite derjenigen stellen, welche sagen, dass proleten OHNE forderungen, ein wesentlich grösseres bewusstsein haben, als jene, welche irgendwelche alltagsforderungen (genau diese werden ja in der zitierten broschüre erwähnt) aufstellen. natürlich vorausgesetzt, die menschen OHNE forderungen kämpfen des anschisses wegen.

bin erst gerade reingeplatzt - vielleicht ist mein beitrag deshalb deplatziert.

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
30. November 2007, 16:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



Anmeldedatum: 24.10.2006
Beiträge: 1444
Wohnort: süsch no was?!

Beitrag da schliess ich mich an. Antworten mit Zitat
das seh ich genau so wie AKP.

die theoretische sichtweise verschliesst vielfach die sicht auf die reale chance im jetzt wirklich etwas zu verändern.

_________________
Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
30. November 2007, 16:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
Ich glaube eher, dass akp meint, keine Forderungen zu stellen, sei eine Bedingung für die Überwindung der GANZEN Scheisse. An wen soll die Forderung nach Kommunismus/Anarchie denn auch gestellt werden?

_________________
Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
30. November 2007, 16:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1069

Beitrag Antworten mit Zitat
die frage ist doch was für ein bewusstsein haben die und nicht ist es gross ist es klein (wenn die frage nicht sein soll haben sie klassenbewusstsein oder nicht)? das bewusstsein hat doch einen inhalt, man weiss etwas = ist sich dessen bewusst. da würd ich sagen die stehen auf dem standpunkt dass politische forderungen denen "nix bringen"... und würde sagen die sehen das deswegen so weil es ja zuhauf politische forderungen gab und gibt, zum beispiel ist ja im schnellverfahren jetzt von bürgerliche seite vorgeschlagen worden doch die zugverbindungen ins banlieu irgendwie besser zu machen oder so... nur eben denen helfen will gar niemand, die kommen nur vor als wahlkampfmaterial und ich würde behaupten das haben die gemerkt und sind fertig mit politischen forderungen, die haben das bewusstsein "kein schwein hilft uns, dann helfen wir uns selbst". und um sich selbst zu helfen (z.b. supermärkte leerräumen oder keine steuern/miete mehr zahlen, da gerät man dann zwangläufig mit dem staat aneinander, auf dessen gewaltvertreter die eh schon mehr als wütend sind (die krawalle fangen ja immer dann an wenn wieder jemand gestorben ist bei verfolgung durch die polizei).

hmm bei überlegen scheint mir das "wir helfen uns selbst" zweifelhaft, ich bezweifle dass die der meinung sind dass sie so längerfristig irgendwas für sich selbst rausholen können. obwohl sie die chance nutzen, wenn sie da ist.


Zuletzt bearbeitet von Käptn Kiff am 30. November 2007, 17:24, insgesamt 2-mal bearbeitet
30. November 2007, 16:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
Revilo hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube eher, dass akp meint, keine Forderungen zu stellen, sei eine Bedingung für die Überwindung der GANZEN Scheisse. An wen soll die Forderung nach Kommunismus/Anarchie denn auch gestellt werden?


genau so sehe ich das, danke liber revilo :-)

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
30. November 2007, 16:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lian



Anmeldedatum: 13.08.2007
Beiträge: 107

Beitrag Antworten mit Zitat
AKP hat Folgendes geschrieben:
ich würde mich in dieser diskussion sogar auf die seite derjenigen stellen, welche sagen, dass proleten OHNE forderungen, ein wesentlich grösseres bewusstsein haben, als jene, welche irgendwelche alltagsforderungen (genau diese werden ja in der zitierten broschüre erwähnt) aufstellen. natürlich vorausgesetzt, die menschen OHNE forderungen kämpfen des anschisses wegen.


- ich weiss was du meinst AKP. aber ich kann trotzdem nicht ganz zustimmen. denn ein Krawall ganz ohne Forderungen (wie z.B. Abschaffung dieser Gesellschaft, besseres Leben, mehr Genuss etc.) gibt bewusstseinsmässig weder klassenkämpferisch noch sonst wie etwas her. es stimmt zwar, dass wenig "Alltagsforderungen" (wie du es nennst) geäussert werden, und das ist auch gut so. aber es werden als Gegensatz dazu genauso wenig Forderungen geäussert, die über die immanenten Alltagsforderungen hinaus gehen. es dringen weder bemerkenswerte Alltagforderungen noch Forderungen nach der Abschaffung dieser Gesellschaft durch die Krawalle durch. genau die Perspektivlosigkeit, einerseits nicht integriert werden zu können, andererseits die Schaffung einer anderen Gesellschaft als noch zu fern zu betrachten, schafft die politische Sackgasse, die Hoffnungslosigkeit und die Perspektivlosigkeit in der sich die Banlieu-Kids befinden.
30. November 2007, 17:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lian



Anmeldedatum: 13.08.2007
Beiträge: 107

Beitrag Antworten mit Zitat
dinimuetr hat Folgendes geschrieben:
und würde sagen die sehen das deswegen so weil es ja zuhauf politische forderungen gab und gibt, zum beispiel ist ja im schnellverfahren jetzt von bürgerliche seite vorgeschlagen worden doch die zugverbindungen ins banlieu irgendwie besser zu machen oder so... nur eben denen helfen will gar niemand, die kommen nur vor als wahlkampfmaterial und ich würde behaupten das haben die gemerkt und sind fertig mit politischen forderungen, die haben das bewusstsein "kein schwein hilft uns, dann helfen wir uns selbst". und um sich selbst zu helfen (z.b. supermärkte leerräumen oder keine steuern/miete mehr zahlen, da gerät man dann zwangläufig mit dem staat aneinander, auf dessen gewaltvertreter die eh schon mehr als wütend sind (die krawalle fangen ja immer dann an wenn wieder jemand gestorben ist bei verfolgung durch die polizei).

hmm bei überlegen scheint mir das "wir helfen uns selbst" zweifelhaft, ich bezweifle dass die der meinung sind dass sie so längerfristig irgendwas für sich selbst rausholen können. obwohl sie die chance nutzen, wenn sie da ist.


- soweit ich weiss gab es eben KEINE Plünderungen und dergleichen, dh. keine Aneignung von Reichtum und selbsterzwungene Umverteilung. der Charakter der Krawalle hat keinen unmittelbaren Zweck "sich selbst zu helfen". die Banlieu-Kids versuchen gar nicht erst etwas aus der Situation herauszuholen... daher drückt sich auch komischerweise im praktischen Charakter der Krawalle keine implizite Forderung nach besseren Lebensbedingungen aus, welche durch Plünderung und Aneignung kurzfristig möglich wären.
30. November 2007, 17:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1069

Beitrag Antworten mit Zitat
ich dachte ich hätte von supermarkt-plünderungen gehört, werd ich nochmals anschauen wenn ich zuhause bin und falls ich was finde posten.


"genau die Perspektivlosigkeit, einerseits nicht integriert werden zu können, andererseits die Schaffung einer anderen Gesellschaft als noch zu fern zu betrachten, schafft die politische Sackgasse, die Hoffnungslosigkeit und die Perspektivlosigkeit in der sich die Banlieu-Kids befinden."

guter punkt, würde ich misch anschliessen.
30. November 2007, 17:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tu



Anmeldedatum: 23.12.2006
Beiträge: 489
Wohnort: Büro des ZK

Beitrag Antworten mit Zitat
Naja, in den Gegenden der Krawallen ist es auch sehr schwer was zu Plündern viele Läden sind nur so kleine "Tante Emma" Shops. Wo nichts ist, kann nichts umverteilt werden.

Aber sobald sie Richtung Champs d’Elysees gehen werd ich mich solidarisch zeigen und mein best mögliches zur Umverteilung beitragen. elvis

_________________
Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. Genisis 1:29
30. November 2007, 17:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
lian



Anmeldedatum: 13.08.2007
Beiträge: 107

Beitrag Antworten mit Zitat
und wenn "Forderungen" im Sinne von "etwas von jemand anderem einfordern" aufgefass wird, dann korrigiere ich meinen Wortlaut gerne und nenne es "den Wunsch nach einer anderen Gesellschaft zu artikulieren und insbesondere zu konkretisieren". denn einfordern kann man den Kommunismus selbstverständlich von niemanden, der muss ein selbst geschaffenes Produkt sein. der Kommunismus ensteht aber wohl sehr unwahrscheinlich aus reinen Krawallen, welche keinen politischen Zielen und Zwecken dienen, also in keinem emanzipatorischen Kontext stehen. genau diese politsiche Ziel- und Zwecksetzung habe ich als "Forderung" bezeichnet (nur dass es keine MIssverständnisse gibt). und genau diese Fehlt in den Banlieus.
30. November 2007, 17:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lian



Anmeldedatum: 13.08.2007
Beiträge: 107

Beitrag Antworten mit Zitat
"Naja, in den Gegenden der Krawallen ist es auch sehr schwer was zu Plündern viele Läden sind nur so kleine "Tante Emma" Shops. Wo nichts ist, kann nichts umverteilt werden."

- bezweifle sehr, dass das der Grund ist. Aneignung von Gebäuden, Autos klauen statt anzünden, usw. usf. kommt alles nicht vor.
30. November 2007, 17:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
diract hat Folgendes geschrieben:
AKP hat Folgendes geschrieben:
ich würde mich in dieser diskussion sogar auf die seite derjenigen stellen, welche sagen, dass proleten OHNE forderungen, ein wesentlich grösseres bewusstsein haben, als jene, welche irgendwelche alltagsforderungen (genau diese werden ja in der zitierten broschüre erwähnt) aufstellen. natürlich vorausgesetzt, die menschen OHNE forderungen kämpfen des anschisses wegen.


- ich weiss was du meinst AKP. aber ich kann trotzdem nicht ganz zustimmen. denn ein Krawall ganz ohne Forderungen (wie z.B. Abschaffung dieser Gesellschaft, besseres Leben, mehr Genuss etc.) gibt bewusstseinsmässig weder klassenkämpferisch noch sonst wie etwas her. es stimmt zwar, dass wenig "Alltagsforderungen" (wie du es nennst) geäussert werden, und das ist auch gut so. aber es werden als Gegensatz dazu genauso wenig Forderungen geäussert, die über die immanenten Alltagsforderungen hinaus gehen. es dringen weder bemerkenswerte Alltagforderungen noch Forderungen nach der Abschaffung dieser Gesellschaft durch die Krawalle durch. genau die Perspektivlosigkeit, einerseits nicht integriert werden zu können, andererseits die Schaffung einer anderen Gesellschaft als noch zu fern zu betrachten, schafft die politische Sackgasse, die Hoffnungslosigkeit und die Perspektivlosigkeit in der sich die Banlieu-Kids befinden.


ich will mich jetzt nicht auf eine betrachtung von politos über banlieu-people einlassen, doch würde ich die behauptung wagen, dass wer sich so verhält und gegenüber dem staat und dem kapital weder respekt noch sonstwas zeigt, sondern einfach zerstörerisch durch die strassen zieht, muss zwangsläufig eine tief sitzende abneigung gegen diese gesellschaft haben. ich muss nicht schreie nach kommunismus und anarchie hören, um zu verstehen, dass sich teile dieser gesellschaft massiv gegen diese auflehnt.

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
30. November 2007, 17:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
a9a
Admod-Dog


Anmeldedatum: 30.04.2006
Beiträge: 10073

Beitrag Antworten mit Zitat
AKP: word (und zwar ein fettes)
30. November 2007, 18:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lian



Anmeldedatum: 13.08.2007
Beiträge: 107

Beitrag Antworten mit Zitat
und wenn "Forderungen" im Sinne von "etwas von jemand anderem einfordern" aufgefass wird, dann korrigiere ich meinen Wortlaut gerne und nenne es "den Wunsch nach einer anderen Gesellschaft zu artikulieren und insbesondere zu konkretisieren". denn einfordern kann man den Kommunismus selbstverständlich von niemanden, der muss ein selbst geschaffenes Produkt sein. der Kommunismus ensteht aber wohl sehr unwahrscheinlich aus reinen Krawallen, welche keinen politischen Zielen und Zwecken dienen, also in keinem emanzipatorischen Kontext stehen. genau diese politsiche Ziel- und Zwecksetzung habe ich als "Forderung" bezeichnet (nur dass es keine MIssverständnisse gibt). und genau diese fehlt in den Banlieus.

(uups, habe statt edit auf quote gedrückt... wie kann man nochmal löschen? stupid)
30. November 2007, 18:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1069

Beitrag Antworten mit Zitat
nix gefunden zu plünderungen....

bin allerdings über dieses video gestolpert:

http://www.dailymotion.com/video/x3ma5t_deblocage-du-campus-de-grenoble-par_news

schuldirektor markiert den starken mann bevor die bullen die uni grenoble räumen.

(29.11.07)
30. November 2007, 20:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
a9a hat Folgendes geschrieben:
AKP: word (und zwar ein fettes)


DANKE! (und das ist nicht nur gross geschrieben, weil du ein admin-dog bist!) ;-)

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
30. November 2007, 22:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



Anmeldedatum: 31.10.2006
Beiträge: 1498

Beitrag Antworten mit Zitat
Die Einschätzung der Krawalle in den Banlieus scheint mir nebst einigen ganz allgemeinen Feststellungen nicht über ein Kristallkugel-Lesen rauskommen zu können. Das Problem ist doch, dass hier niemand in die Köpfe der Radalierenden sieht und da keine oder wenige (im weitesten Sinne) politische Publikationen zu finden sind, wird man auf diesem Wege auch nicht schlauer. Es ist aber auch etwas illusionär, von Leuten, welche ihr Leben lang auf die untersten Arbeitssegmenten zugerichtet wurden und werden (zu denen sie idR. noch nichtmal zutritt erhalten), zu erwarten, dass sie politische Manifeste verfassen und den Kapitalismus als Totalität verstanden und damit eine überwindende Perspektive entwickelt haben. Festhalten kann man wohl vorerst bloss:

Die Leute da sind erstmal kein Kommunisten oder progressive Revolutionäre das sind halt einfach krawallierende Opfer einer komplett irrsinnigen Gesellschaft. Was die wahrnehmen ist ihre Trennung vom Reichtum der Gesellschaft und die permanent anwesenden repressiven und sozialarbeiterischen Repräsentanen dieser reichen Gesellschaft. Da sind dann eine Bibliothek, deren Benutzung man ihnen durch ihre Zurichtung auf die untersten Segmente des Arbeitsmarktes verwehrt und die Autovermietung, deren Benutztung man ihnen durch die blosse Enthaltung von Geld verwehrt, kein grosser Unterschied. Der Bibliothektar repräsentiert in ihrer Perspektive ebenso das stolze und reiche Frankreich wie die Autos die Warenwelt repräsentieren, von der sie mittels Polizeigewalt getrennt werden. Da muss man sich erstmal überhaupt nicht wundern, dass die Bibliotheken genau wie Schulhäuser niederbrennen. Der Krawall in dieser Form ist die adäquate Antwort auf eine Warengesellschaft die grosse Teile ihrer Insassen von den Waren ausschliesst. Es ist aber auch eine Form der Schwäche, da die Krawalle durch keinerlei gesellschaftliche Macht gestützt wird, wie dies zb. bei Arbeiterprotesten der Fall ist, welche die Produktion einfach lahmlegen können. (Das heisst auch, dass die Konfrontation mit dem Staat nur schwerlich durchzuhalten ist, wenn denn nicht sich weitere Kreise der Gesellschaft mit ihnen solidarisieren).

Was politische Folgerungen anbelangt, würde ich wirklich vorsichtig sein und nicht die eigene Befindlichkeit in die Banlieus proijzieren! Es ist erstmal verständlich und me. gut, was das abgeht. Aber aus der Konfrontation mit den Staatsorganen und der Zerstörung von Waren folgt noch nichts notwendig. Es wird sich erst noch zeigen müssen, welche Identifikationsmomente sich dadurchsetzen. Die Antideutschen schreien ja jetzt schon «Islamfaschismus» und «Mob», während von vielen «Autonomen» auch recht undifferenziert von Widerstand gegen den Kapitalismus gesprochen wird. Es wäre sehr wünschenswert, dass sich die Kommunisten in Frankreich (nicht die PCF) mit den Leuten irgendwie zusammensetzen. Wie schwierig das sein dürfte, das kann sich jeder selbst ausmalen.

PS: Den Text von Diract finde ich gut, vorallem weil er die elende Heuchelei der bürgerlichen Gesellschaft kritisiert.

_________________
Power to the Pöbel!
30. November 2007, 22:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
In der Pariser Vorstadt Bagnolet brennen erneut Autos

Ausschreitungen nach dem Tod eines Jugendlichen auf Flucht vor der Polizei
11. August 2009, 23:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



Anmeldedatum: 24.10.2006
Beiträge: 1444
Wohnort: süsch no was?!

Beitrag Antworten mit Zitat
diract hat Folgendes geschrieben:
und genau diese Fehlt in den Banlieus.


das begibst du dich aber auf seeehr duennes eis. ich hab in letzter zeit einige stunden mit einem redskin aus paris geredet. der sieht das voellig anders. es ist zwar wahr, das die organisierung dieser jugentlichen sehr zweckgebunden und "unorganisiert" daherkommt. meist sind das kleinere gruppen vieleicht max. 20 leute und da gibt es durchaus leute darunter die ein recht gutes arbeiterbewusstsein haben und genau wissen was ihnen nicht gefaellt und warum. zu sagen dieses bewusstsein fehlt gaenzlich ist einfach falsch und entwuerdigt die kidds und ihren protest.

_________________
Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
14. August 2009, 16:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
Gummikugelhagel
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30958/1.html

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
25. August 2009, 17:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
cuervo



Anmeldedatum: 11.08.2005
Beiträge: 1598
Wohnort: Im Keller

Beitrag Antworten mit Zitat
übel... viking

_________________
Demonstrationen sind niemals "vernünftig". Wir bringen unsere Forderungen immer so provokant vor, dass die Mächtigen uns niemals zufriedenstellen können und deshalb die Mächtigen bleiben. Wenn sie dann unsere Forderungen nicht erfüllen, machen wir, zu Recht, Krawall.

Der Beamte verhaftete mich im Namen des Gesetzes. Ich schlug ihn im Namen der Freiheit!
25. August 2009, 18:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
q.mar
dog day afternoon


Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 346

Beitrag Antworten mit Zitat
wtf?!?
Zitat:

...hat doch das Gummigeschoss eine Einschlagsoberfläche von 35 Quadratzentimetern und in etwa denselben "Effekt wie der Faustschlag eines Boxchampions".


_________________
"Ist die Konstruktion der Zukunft und das Fertigwerden für alle Zeiten nicht unsere Sache, so ist desto gewisser, was wir gegenwärtig zu vollbringen haben. Ich meine die rücksichtslose Kritik alles Bestehenden, rücksichtslos sowohl in dem Sinne, dass die Kritik sich nicht vor ihren Resultaten fürchtet und ebensowenig vor dem Konflikt mit den vorhandenen Mächten."
- Marx -
26. August 2009, 10:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



Anmeldedatum: 05.10.2008
Beiträge: 217

Beitrag Reportage La Courneuve Antworten mit Zitat
Reportage über ein Pariser Vorstadtquartier:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Jenseits_von_Frankreich/624562?inPopup=true

_________________
“Der reissende Strom wird gewalttätig genannt, aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig!” (B. B.)
www.banlieue.blogsport.de
17. September 2009, 19:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Re: Reportage La Courneuve Antworten mit Zitat
Banlieusard hat Folgendes geschrieben:
Reportage über ein Pariser Vorstadtquartier:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Jenseits_von_Frankreich/624562?inPopup=true


danke für den hinweis und allgemein danke fürs dranbleiben an frankreich und seinen vorstädten!

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
17. September 2009, 22:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



Anmeldedatum: 05.10.2008
Beiträge: 217

Beitrag SVP vs. Banlieuekids Antworten mit Zitat
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/SVP-bezeichnet-Auslaender-als--Gesindel--29570618

_________________
“Der reissende Strom wird gewalttätig genannt, aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig!” (B. B.)
www.banlieue.blogsport.de
06. Oktober 2009, 13:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Banlieusard



Anmeldedatum: 05.10.2008
Beiträge: 217

Beitrag reinziehen... Antworten mit Zitat


_________________
“Der reissende Strom wird gewalttätig genannt, aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig!” (B. B.)
www.banlieue.blogsport.de
07. Oktober 2009, 19:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
http://www.20min.ch/news/ausland/story/Heftige-Proteste-gegen-die-Polizei-10493691

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
21. Januar 2010, 23:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
cuervo



Anmeldedatum: 11.08.2005
Beiträge: 1598
Wohnort: Im Keller

Beitrag Antworten mit Zitat
diese pisser... (die bullen sind gemeint ;))

_________________
Demonstrationen sind niemals "vernünftig". Wir bringen unsere Forderungen immer so provokant vor, dass die Mächtigen uns niemals zufriedenstellen können und deshalb die Mächtigen bleiben. Wenn sie dann unsere Forderungen nicht erfüllen, machen wir, zu Recht, Krawall.

Der Beamte verhaftete mich im Namen des Gesetzes. Ich schlug ihn im Namen der Freiheit!
22. Januar 2010, 11:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
http://de.indymedia.org/2010/07/286383.shtml
Zitat:

Am Freitag Abend versammelten sich ca. 40-50 Jugendliche und andere Menschen um ein Gedenk-Gebet abzuhalten. Die Polizei war ebenfalls vor Ort. Dann vielen plötzlich Schüsse. Die Polizei gab an, dass in ihre Richtung gefeuert wurde. Sofort setzen sie von ihrer Seite angebliche Warnschüsse ab um die Menge zu zerstreuen. Die Nachricht verbreitete sich wiederum wie ein Lauffeuer. In der folgenden Nacht gingen ca. 50 Fahrzeuge in Flammen auf. Darunter auch zahreiche Baufahrzeuge. Mehrere Geschäfte wurden Entglast, teilweise auch geplündert.

In den letzten Tagen kam es dann immer wieder zu vereinzelten Eskalationen. Der französische Staat versucht härte zu zeigen und verlegte Rund 270 Bullen in die Stadt um Kraft zu zeigen. Ausserdem kreist in den Abend und Nachtstunden ein Helikopter über der Stadt, der die Wohnblöcke ableuchtet und versucht einzuschätzen wo es als nächstes Knallt. Das dies unberechenbar scheint, zeigt sich in den sich duckenden Beamten die den dritten Tag in folge mit einem mulmigen Gefühl durch die Strassen fahren müssen. Bereits seit zwei Tagen wurden sie mit scharfen Schüssen auf Streifen angegriffen. Die Kugeln traffen die Fahrzeuge und kamen laut Angaben von irgendwelchen Dächern oder Balkons.

Das die Lage sehr an die Ausschreitungen nach dem Tod von Ziad Benna, 17, und Bouna Traoré, 15 erinnern mag, schreiben bereits einige Zeitungen. Dennoch bleibt abzuwarten wie die Stimmung unter der jungen Bevölkerung Frankreichs ist. Die Krise und der immer stärker werdende Druck in ganz Europa lässt hoffen das es zu einem Flächenbrand kommt, der auch über die Grenzen von Frankreich und Griechenland hinausschwappt. Weitere Anzeichen für einen bald kommenden Aufstand. Den sich morgen jährenden 9. Todestag von Carlo Giuliani, die Todesschüsse auf Dennis in Berlin, den vorgestern bei der Flucht angeschossenen vermeidlichen Bankräuber. Anlässe gibt es auch bei uns genug um einen Schlussstrich zu ziehen und mit dem bestehenden zu brechen.


_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
24. Juli 2010, 15:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Banlieusard



Anmeldedatum: 05.10.2008
Beiträge: 217

Beitrag video: gewalt gegen migrantinnen Antworten mit Zitat
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Frankreich-in-Aufruhr-Video-zeigt-PolizeiBrutalitaet/story/12497118

_________________
“Der reissende Strom wird gewalttätig genannt, aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig!” (B. B.)
www.banlieue.blogsport.de
02. August 2010, 15:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Banlieusard



Anmeldedatum: 05.10.2008
Beiträge: 217

Beitrag again and again Antworten mit Zitat
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Teenager-flieht-vor-franzoesischer-Polizei-und-ertrinkt/story/15923144

_________________
“Der reissende Strom wird gewalttätig genannt, aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig!” (B. B.)
www.banlieue.blogsport.de
09. August 2010, 15:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
Rebellische Sounds einer Parisen Vorstadt.

_________________
Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
14. Januar 2011, 10:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
Rebellische Sounds einer Parisen Vorstadt.


Da Arte das von ihrer Page genommen hat...

Wenn jemand weiss, wie man das Ding runterladen kann:
1. Sofort runterladen.
2. Hier hinschreiben wie es geht oder mir irgendwie zukommen lassen.

_________________
Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
14. Januar 2011, 10:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



Anmeldedatum: 14.01.2008
Beiträge: 1032

Beitrag Antworten mit Zitat
ich hab mir das ding von meinem vadda auf dvd brennen lassen; ich rips gleich mal und tus uploaden... gut?

wer den link will: pn an mich!

_________________
"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
14. Januar 2011, 13:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
Ich habe es mittlerweile auch runterladen können. Mit dem "Mozilla Downloadhelper". Hat ganz gut geklappt.

_________________
Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
14. Januar 2011, 13:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1069

Beitrag Antworten mit Zitat
gratuliere zum 20tausendsten beitrag party

banana dance banana disco banana dance banana disco banana dance banana disco banana dance

_________________
argumentum ad baculum
14. Januar 2011, 13:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
Mit JDownloader geht auch... bins grad am saugen. 466 MB.

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
14. Januar 2011, 13:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
Käptn Kiff hat Folgendes geschrieben:
gratuliere zum 20tausendsten beitrag party

banana dance banana disco banana dance banana disco banana dance banana disco banana dance


Hahaha. Danke.

_________________
Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
14. Januar 2011, 14:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
crackalot



Anmeldedatum: 15.03.2007
Beiträge: 640
Wohnort: Wohnort:

Beitrag Antworten mit Zitat
http://dokujunkies.org/dokus/kunst/musik/rebellische-sounds-einer-pariser-vorstadt-dtv-xvid.html

räpitschär und co

_________________
ja, ganz recht.
14. Januar 2011, 15:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Neue Antwort erstellen    Forum-Übersicht » Revolution & Klassenkampf Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu: 
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Design by Freestyle XL / Music Lyrics.Deutsche Übersetzung von phpBB.de