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Finanzkrise
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Finanzkrise
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Savo



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das müssen ziemliche arschlöcher sein, die solche jobs durchziehen...

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
07. April 2009, 22:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Von-wegen-Licht-am-Tunnelende/story/10482230

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
07. April 2009, 23:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Sehr interessant. Vor allem der letzte Teil. Arbeitslosengeld soll gekürzt werden.

http://www.jungewelt.de/2009/04-08/016.php
08. April 2009, 13:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Kriegserklärung von Sarkozy an "Boss-Napper", nachdem britische Bosse von ArbeiterInnen "genappt" wurden:

Zitat:
"I am insisting the police and courts arrest and prosecute those workers who take the law into their own hands in this way."


http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/7989683.stm
08. April 2009, 16:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://www.blick.ch/news/schweiz/schweizer-essen-hundefutter-116466

wtf?

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
08. April 2009, 21:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
minino
Admin-Dog


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Savo hat Folgendes geschrieben:
http://www.blick.ch/news/schweiz/schweizer-essen-hundefutter-116466

wtf?

Woher die diese Infos wohl haben, kommt mir bisschen erfunden vor? Da steht eine Studie einer Firma, aber ob die nur rausgefunde haben dass der Umsatz bei Tierfutter stiegt oder ob das tatsächlich gegessen wird wird mir nicht so recht klar. Ich mein, bevor ich Hundefutter ess, verzichte ich lieber auf Fleisch oder ich würd mir überlegen das kostenlos aufzutreiben (containern, klauen oder so).

_________________

Nein, nein, wir wollen nicht eure Welt, wir wollen nicht eure Macht, und wir wollen nicht euer Geld,
wir wollen nichts von eurem ganzen Schwindel hören, wir wollen euren Schwindel zerstören!
08. April 2009, 22:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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keine ahnung. könnte mir theoretisch schon vorstellen, dass sich einige leute nicht auf irgendwelche ämter trauen und sich dann irgendwelches dosenfleisch für tiere reinhauen...

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08. April 2009, 22:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://www.20min.ch/news/zuerich/story/13756358

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09. April 2009, 10:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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schon lustig. überall stress mit jobs aber gefickt wird immer... und das geld dazu ist anscheinend auch immer vorhanden...

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Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
09. April 2009, 11:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/13868269

boss-napping lohnt sich - klebstofffabrik verdoppelt die abfindung

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09. April 2009, 11:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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INTERNATIONALE ANARCHO-KOMMUNISTISCHE ERKLÄRUNG ZUR GLOBALEN KRISE UND ZUM G20 TREFFEN
09. April 2009, 12:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Savo hat Folgendes geschrieben:
http://www.20min.ch/news/zuerich/story/13756358


Zitat:
Welche Qualifikationen braucht es denn als Pornodarstellerin?
In erster Linie Aussehen und Spass am Sex.
20minuten hilft uns durch die krise...

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09. April 2009, 13:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
INTERNATIONALE ANARCHO-KOMMUNISTISCHE ERKLÄRUNG ZUR GLOBALEN KRISE UND ZUM G20 TREFFEN


good

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
09. April 2009, 18:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Savo



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mit den nazis durch die krise:

http://www.winkelried.info/2009/04/09/die-20-besten-spartipps-fuer-jedermann/

http://www.winkelried.info/2009/04/06/das-winkelriedische-deflationstheorem/

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10. April 2009, 11:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://de.indymedia.org/2009/04/246649.shtml

wal buchenberg zu krise und unruhen

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
13. April 2009, 17:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Die Krise treibt lustige Blüten. Ausgerechnet die Jugend der ver.di will den Kapitalismus loswerden. Hoffentlich schnallen die in den kommenden Auseinandersetzungen auch, dass ihr Verein einer der Gegner sein wird.
15. April 2009, 00:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Vortrag von Winfried Wolf zur Krise.
15. April 2009, 15:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
Die Krise treibt lustige Blüten. Ausgerechnet die Jugend der ver.di will den Kapitalismus loswerden. Hoffentlich schnallen die in den kommenden Auseinandersetzungen auch, dass ihr Verein einer der Gegner sein wird.


Wer übrigens mal sehen will, wie das so mit Gewerkschaften im Ernstfall gehen kann, der kann das am Fall der Visteon-Besetzung in Enfield, England sehen.

Eine deutschen Text über die Besetzung gibts hier: http://www.sozialismus.info/?sid=3107 - eine kleine Video-Dokumentation (Englisch) über die Besetzung gibt es da: http://libcom.org/news/video-visteon-factory-worker-occupations-06042009

Mittlerweile ist die Besetzung aber beendet worden. Von Seiten der Gewerkschaft wurde so lange auf die versammelten ArbeiterInnen eingeredet und ein solches Schreckensszenario entwickelt (es kämen Spezialeinheiten, erinnert wurde auch an den Toten bei den G20 Protesten), bis diese zustimmten, die Besetzung aufzulösen und die Verhandlung den Gewerkschaftsfunktionären zu überlassen. Verdienstvollerweise hat die englische Linke diese entscheidende Versammlung in einem Video dokumentiert: http://libcom.org/news/video-visteon-workers-eviction-enfield-14042009. Irgendwie schräg die Schlussszene, als die ArbeiterInnen die besetzte Fabrik verlassen, somit ihr Druckmittel aus der Hand geben und die versammelten UnterstützerInnen ihnen entgegenrufen: "The Workers united, will never be defeated!"
16. April 2009, 12:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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dezent ne 9mm in sein knie. was'n arschloch.

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16. April 2009, 12:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Villepin, Frankreichs ehemaliger Premierminister, befürchtet ein "revolutionäres Risiko" in Frankreich.

Zitat:
Villepin s'inquiète d'un "risque révolutionnaire" en France

LeMonde.fr avec AFP | 19.04.09 | 12h35 • Mis à jour le 19.04.09 | 13h36

l y a un risque révolutionnaire en France." L'ancien Premier ministre UMP, Dominique de Villepin, a appelé dimanche 19 avril le gouvernement à passer à la vitesse supérieure sur le plan social, soulignant qu'une "forte colère" et un "désespoir" s'exprimaient parmi les salariés menacés de licenciement.

Invité du Grand rendez-vous "Europe 1 - Le Parisien", l'ancien premier ministre a évoqué "des comportements collectifs que nous ne parviendrions pas à matriser", une "réaction de la société qui n'est pas prévue". "Si nous ne voulons pas connaître cela demain, il est urgent de passer à la vitesse supérieure, urgent de prendre des mesures (...) exceptionnelles." L'ex-premier ministre a estimé que le gouvernement devait apporter des "réponses justes" dans le domaine de l'emploi et "vis-à-vis de ceux qui souffrent le plus" de la crise, en particulier les jeunes.

Interrogé sur la nécessité d'un remaniement ministériel, Dominique de Villepin a répondu que "deux ans c'est incontestablement long pour un premier ministre", précisant : "Ou on maintient la même politique et alors pourquoi changer. Ou on décide de passer à la vitesse supérieure et alors oui ça vaut la peine de chercher du renfort, peut-être un peu plus d'expérience". Pour autant, l'ancien premier ministre a assuré ne pas avoir "envie de redevenir ministre".

19. April 2009, 18:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Beitrag Arbeiter-Proteste haben Erfolg Antworten mit Zitat
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/proteste_arbeiter_caterpillar_frankreich_1.2436294.html
20. April 2009, 17:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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In Ägypten häufen sich die Streiks
21. April 2009, 08:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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minino hat Folgendes geschrieben:
Savo hat Folgendes geschrieben:
http://www.blick.ch/news/schweiz/schweizer-essen-hundefutter-116466

wtf?

Woher die diese Infos wohl haben, kommt mir bisschen erfunden vor? Da steht eine Studie einer Firma, aber ob die nur rausgefunde haben dass der Umsatz bei Tierfutter stiegt oder ob das tatsächlich gegessen wird wird mir nicht so recht klar. Ich mein, bevor ich Hundefutter ess, verzichte ich lieber auf Fleisch oder ich würd mir überlegen das kostenlos aufzutreiben (containern, klauen oder so).



sag sowas nicht. als kind habe ich öfters katzenfutter gefuttert, das was im fall ziemlich ok vom geschmack her. hundefutter kenne ich jetzt nicht, aber da würde ich auch eher zulangen als was ausm abfalleimer zu nehmen, gerade fleisch!

allerdings mache ich die vermutung durchaus mit, so richtig durchgeschlagen aufs verbraucherportemonnaie hat die krise meines ermessens ja noch nicht, das kommt erst.

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21. April 2009, 20:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Beitrag Antworten mit Zitat
dinimuetr hat Folgendes geschrieben:
minino hat Folgendes geschrieben:
Savo hat Folgendes geschrieben:
http://www.blick.ch/news/schweiz/schweizer-essen-hundefutter-116466

wtf?

Woher die diese Infos wohl haben, kommt mir bisschen erfunden vor? Da steht eine Studie einer Firma, aber ob die nur rausgefunde haben dass der Umsatz bei Tierfutter stiegt oder ob das tatsächlich gegessen wird wird mir nicht so recht klar. Ich mein, bevor ich Hundefutter ess, verzichte ich lieber auf Fleisch oder ich würd mir überlegen das kostenlos aufzutreiben (containern, klauen oder so).



sag sowas nicht. als kind habe ich öfters katzenfutter gefuttert, das was im fall ziemlich ok vom geschmack her. hundefutter kenne ich jetzt nicht, aber da würde ich auch eher zulangen als was ausm abfalleimer zu nehmen, gerade fleisch!


Auch wenn das Zeug im Abfalleimer noch von hervorragender Qualität ist? Ich kann Katzenfutter auch essen (Trockenfutter), aber so richtig fein isses ja nicht wirklich. Also bevor ich Katzenfutter fress leg ich mich mal ganz kräftig mit dem Staat an!

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
21. April 2009, 20:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Käptn Kiff



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ich habe natürlich nix gegen zeug von hervorragender qualität :>

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21. April 2009, 20:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
cuervo



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dinimuetr hat Folgendes geschrieben:
sag sowas nicht. als kind habe ich öfters katzenfutter gefuttert, das was im fall ziemlich ok vom geschmack her. hundefutter kenne ich jetzt nicht, aber da würde ich auch eher zulangen als was ausm abfalleimer zu nehmen, gerade fleisch!

allerdings mache ich die vermutung durchaus mit, so richtig durchgeschlagen aufs verbraucherportemonnaie hat die krise meines ermessens ja noch nicht, das kommt erst.


hundefutter beinhaltet hauptsächlich getreide... ist eigentlich ein witz, da der hund das gar nicht verarbeiten kann... aber ich würde nicht hundefutter essen, wenn mein ziel fleischkonsum ist...

die vermutung kann ich unterstützen...

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Demonstrationen sind niemals "vernünftig". Wir bringen unsere Forderungen immer so provokant vor, dass die Mächtigen uns niemals zufriedenstellen können und deshalb die Mächtigen bleiben. Wenn sie dann unsere Forderungen nicht erfüllen, machen wir, zu Recht, Krawall.

Der Beamte verhaftete mich im Namen des Gesetzes. Ich schlug ihn im Namen der Freiheit!
21. April 2009, 20:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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@cuervo: das ist kein witz, damit werden die hunde ganz bewusst schlank gehalten (gibt meine mutter sogar zu!) und sehen auch in hohem alter noch aus wie ausm katalog.

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21. April 2009, 20:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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Aber noch was zur finanzkrise: waren die neuen bilanzierungsregeln mal gegenstand hier? ich fand das noch erstaunlich..

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21. April 2009, 20:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
tifo
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ich weigere mich meiner katze feuchtfutter zu geben weil ich dabei meist fast kotzen muss... und du magst das zeug so vom geschmack her?! kann mir nicht vorstellen, dass das dermassen übel riecht dabei aber wie erdbeere schmeckt.

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im flyin in on the wings of destruction, with freedom in my eyes. im death from above, and everybody dies!
21. April 2009, 20:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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ne ich ass nur trockenfutter, kein whiskas oder sowas... schmeckt wie guetzli ohne guetzligeschmack.. so nach nix mit ein wenig korn/getreide/erde.

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21. April 2009, 20:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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dinimuetr hat Folgendes geschrieben:
Aber noch was zur finanzkrise: waren die neuen bilanzierungsregeln mal gegenstand hier? ich fand das noch erstaunlich..


Bitte, bitte, führt die Diskussion über Tierfutter an einem anderen Ort. Hier wäre ich froh, wenn es um die Krise ginge.

Darum Mami: Was meinst du mit den neuen Bilanzierungsregeln? Hast du Links parat?
21. April 2009, 21:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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jo hier was gefunden: http://www.verlagoesterreich.at/blog_detail---575.html
ist aber nicht nur in deutschland, auch amiland und wahrscheinlich überall (wäre ein wenig ein wettbewerbsnachteil für alle dies nicht tun ;)

Der kern der sache ist dass die banken nicht weiter abschreiben müssen sondern wieder schwarze zahlen schreiben dürfen, indem sie ihre "schrott-papiere" einfach wieder als non-schrott bewerten und frühere marktpreise als grundlage dafür nehmen. die hoffen natürlich darauf, dass der handel mit solchen papieren wieder in gange kommt..

also eben soviel zu den schwarzen zahlen die in letzter zeit für allgemeines erstaunen sorgten.

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21. April 2009, 22:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Im Klartext: Den Wahnsinn einfach weiterziehen lassen?
21. April 2009, 22:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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naja.. sieht gut aus, aber ändert ja nichts daran dass das zeug kein schwein mehr kauft... aber je länger je lustiger wird das auf jeden fall, besonders weils diverse emittenten solcher papiere längst verstrichen hat (bankrott).

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21. April 2009, 22:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Gibts im Netz ne Seite oder einen Text, der sich damit auseinadnersetzt?
Von schwarzen Zahlen von Banken hab ich aber schon länger nichts mehr gehört.

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Power to the Pöbel!
22. April 2009, 00:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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kuckst du zb. hier: http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_347484

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argumentum ad baculum
22. April 2009, 08:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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dinimuetr is back - welcome mr green
22. April 2009, 08:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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haha danke alter, ich war gar nicht weg, ich war nur am world of warcraft spielen :> dachte du würdest mich mal besuchen kommen ;(

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argumentum ad baculum
22. April 2009, 08:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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nachricht am rande der diskussion:
ein weiterer ausstieg:
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/finanzchef_von_freddie_mac_tot_aufgefunden__1.2446171.html
22. April 2009, 15:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Erinnert ihr euch noch an die ArbeiterInnen von Continental in Frankreich? Das sind jene, die vor einigen Wochen ihre Manager mit Eiern beworfen haben. Nun ist ihre Klage gegen den Abbau ihrer Stellen vom Gericht abgewiesen worden. Das machte sie ziemlich wütend - wie im untenstehenden Youtube Video zu sehen ist - sie verwüsteten einige Büros. Im folgenden Interview will der Interviewer dem CGT-Gewerkschaftsmann eine Aussage zur Mässigung und gegen den Einsatz von Gewalt abringen. Dieser weigert sich aber und das Interview läuft völlig aus dem Ruder. Heute fahren die ArbeiterInnen von Continental mit einem Extrazug nach Hannover um vor der Versammlung der Aktionäre zu demonstrieren. Die deutsche Polizei hat ein Grossaufgebot vor Ort...


23. April 2009, 09:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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In Deutschland geht die Angst um:

Wirtschaftskrise: Sommer warnt vor „sozialen Unruhen“
23. April 2009, 11:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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danke für den youtube-hinweis, sehr eindrücklich!

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argumentum ad baculum
23. April 2009, 15:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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http://www.spiegel.de/video/video-62210.html

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
23. April 2009, 16:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
cuervo



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jaja, dann habe wir auch hier die wasserwerfer wieder auf der strasse... so n schwachkopf...

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Demonstrationen sind niemals "vernünftig". Wir bringen unsere Forderungen immer so provokant vor, dass die Mächtigen uns niemals zufriedenstellen können und deshalb die Mächtigen bleiben. Wenn sie dann unsere Forderungen nicht erfüllen, machen wir, zu Recht, Krawall.

Der Beamte verhaftete mich im Namen des Gesetzes. Ich schlug ihn im Namen der Freiheit!
23. April 2009, 18:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Von den drei weiter oben beschriebenen Fabrikbesetzungen bei Visteon (Basildon, Belfast, Enfield) ist nur noch jene in Belfast aktiv. Die BesetzerInnen haben soeben die Frist verstreichen lassen, die ihnen in einem Räumungsbefehl gegeben wurde, die Fabrik zu verlassen. Mal schauen was passiert.

Visteon workers to ignore eviction order

Wie die Demonstration der Continental-ArbeiterInnen in Hannover verlaufen ist, kann hier nachgelesen werden:

3000 Arbeiter demonstrieren vor der Hauptversammlung
24. April 2009, 13:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Lafontaine rät zum Generalstreik - Meister im Unruhestiften

Abgesehen von der ganzen Lafontaine-Geschichte, wird ganz klar, dass da einige Leute langsam Angst bekommen. Und zwar davor:

Zitat:
Der politische Generalstreik ist in unserem Land verboten. Die Schöpfer der Verfassung und höchste Gerichte wollten damit ausschließen, dass die repräsentative Demokratie vom - womöglich durch politische Hetze aufgeputschten - Druck von der Straße ausgehebelt wird. Der politische Generalstreik hat mit dem Streikrecht, das Waffengleichheit zwischen Arbeitnehmern und -gebern schafft, nichts gemein. Denn Generalstreiks zielten immer wieder auf Umsturz, auf Systemveränderung ab.

25. April 2009, 11:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Telekommander



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Bei dem Bericht kommt mir die Kotze hoch.

_________________
Deutschrock gegen Rechts! tönt wie Ärzte gegen Punk.

25. April 2009, 12:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Robert Kurz

KAPITAL UND GESCHICHTE

Das Vertrauen in den Kapitalismus ist scheinbar unerschütterlich; auch in der Linken. Aus allen Krisen wird er sich wie der Phönix aus der Asche erheben und zu neuen Aufschwüngen starten. Inzwischen kann zwar nicht mehr geleugnet werden, dass wir es aktuell mit einem historischen Einbruch zu tun haben. Eine neue Weltwirtschaftskrise mit unabsehbaren Folgen steht auf der Tagesordnung der Geschichte. Aber trotzdem fragen alle nur: Wann ist die Krise zu Ende? Welcher Kapitalismus kommt nach der Krise? Diese Erwartungshaltung speist sich aus dem Verständnis, dass der Kapitalismus die „ewige Wiederkehr des Gleichen“ sei. Die elementaren Mechanismen der Verwertung bleiben immer dieselben. Es gibt zwar technologische Revolutionen, soziale Umwälzungen, Veränderungen der „Kräfteverhältnisse“ und neue Hegemonialmächte. Aber das ist nur eine äußerliche „Ereignisgeschichte“, ein immerwährendes Auf und Ab von Zyklen. Aus dieser Sicht ist die Krise bloß funktional für den Kapitalismus. Sie führt zur „Bereinigung“, indem sie überschüssiges Kapital entwertet. Dadurch wird der Weg frei gemacht für neue Akkumulationsprozesse.
Dieses Verständnis nimmt die innere Dynamik des Kapitalismus nicht ernst. Es gibt aber auch eine andere Auffassung. Danach existiert die Verwertung real nur in der historischen Dynamik einer aufsteigenden Produktivkraftentwicklung. Das ist keine bloß technologische Veränderung, sondern damit werden neue Verwertungsbedingungen gesetzt. Deshalb ist der Kapitalismus nicht die „ewige Wiederkehr des Gleichen“, sondern ein irreversibler historischer Prozess, der auf einen Kulminationspunkt zutreibt. Denn im Verlauf der kapitalistischen Binnengeschichte verengt sich der Spielraum der Verwertung. Triebkraft ist die Freisetzung von Arbeitskraft, die durch wissenschaftlich-technologische Aggregate in stets zunehmendem Maße überflüssig gemacht wird. Arbeit bildet aber die Substanz des Kapitals, da sie allein realen Mehrwert produziert. Der Kapitalismus kann diesen inneren Widerspruch nur durch eine Expansion des Kreditsystems kompensieren, also durch Vorgriff auf zukünftigen Mehrwert. Dieses Schneeballsystem muss aber an Grenzen stoßen, wenn der Vorgriff zu weit in die Zukunft gedehnt wird. Aus dieser Sicht bilden die Krisen keine bloße „Bereinigungsfunktion“, sondern sie verstärken sich historisch und führen an eine innere Schranke der Verwertung heran.
Es ist nun die Frage, welchen Status die neue Weltwirtschaftskrise hat. Den Vertretern der zweiten Auffassung wird vorgeworfen, sie wollten bloß das Ende des Kapitalismus abwarten. Aber das Erreichen einer inneren Schranke ersetzt nicht die soziale Emanzipation, sondern würde nur die Weltgesellschaft ins Chaos stürzen. Viel eher könnte man den Vertretern der ersten Auffassung vorwerfen, dass sie selber blauäugig abwarten wollen, wie der Kapitalismus nach der „Bereinigung“ wieder durchstartet. Diese Hoffnung teilen viele Linke mit den herrschenden Eliten. Was aber, wenn es sich nicht so verhält? Wenn keine neuen Potentiale realer Verwertung angegeben werden können, bleibt die Theorie der „Bereinigung“ eine Leerformel. Eine neue arbeitsintensive Produktion ist aber nirgends in Sicht. Für die allgemeine Erwartungshaltung könnte es ein böses Erwachen geben. Die Frage müsste dann lauten: Was kommt nach dem Kapitalismus? Die bloße Verstaatlichung der kapitalistischen Kategorien ist keine Option mehr, sondern selber schon Geschichte. Wenn diese Krise zivilisatorisch bewältigt werden soll, ist vielleicht mehr gefordert als das Warten auf den nächsten Aufschwung.

http://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&index=1&posnr=359
26. April 2009, 17:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Mario Tronti zu den neuen "Krisenbewegungen".
26. April 2009, 23:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zitat:
General Motors nimmt letzten Anlauf zum Schuldenabbau

Autokonzern bittet um weitgehende Verstaatlichung

Der um das Überleben kämpfende amerikanische Autohersteller General Motors (GM) greift in seiner Not zu noch drastischeren Kürzungen als bisher geplant. Die Zahl der Werke soll von 47 auf 34 verringert werden. Rund 21 000 Stellen sollen abgebaut werden.

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28. April 2009, 13:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Auch wenns "nur" Gewerkschaftsfunktionäre sind die sprechen, wird im folgenden krass die unterschiedliche Arbeitskampfkultur deutlich:

Der Kampf gegen Entlassungen bei Conti: Ein Unternehmen, zwei Gewerkschaftsstandpunkte: Die Arbeiter müssen entscheiden!
28. April 2009, 13:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
cuervo



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really?

ist ja heftig...

_________________
Demonstrationen sind niemals "vernünftig". Wir bringen unsere Forderungen immer so provokant vor, dass die Mächtigen uns niemals zufriedenstellen können und deshalb die Mächtigen bleiben. Wenn sie dann unsere Forderungen nicht erfüllen, machen wir, zu Recht, Krawall.

Der Beamte verhaftete mich im Namen des Gesetzes. Ich schlug ihn im Namen der Freiheit!
28. April 2009, 16:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Deutschland ist halt nicht Frankreich:

Daimler ringt Mitarbeitern Lohneinbußen ab

In Wales wurde ein Gewerkschafter entlassen, der die Visteon Besetzungen aktiv unterstützte:

Wales: Gewerkschafter Rob Williams entlassen – Solidarität nötig!
29. April 2009, 13:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zitat:
Die Wut der Contis

Das polizeiliche Grossaufgebot für die Demo vom Donnerstag, 23. April 2009 in Hannover war umsonst. Ebenso die Angst der Aktionäre von Continental, zu deren Schutz das Heer von Ordnungskräften ausgerückt war. Die Arbeiter aus dem Reifenwerk im nordfranzösischen Clairoix haben gezeigt, dass sie den Herrschenden und deren Beschützern weit überlegen sind. Wie sie zu kämpfen haben, dass bestimmen sie ganz allein und lassen es sich von niemandem mehr vorschreiben. Wichtiger als brennende Reifen war an der Grossdemonstration in Hannover der Zusammenschluss mit ihren deutschen Kollegen. Mögen sich die französischen und die deutschen Conti-Arbeiter verstanden haben, trotz unterschiedlicher Sprache und Kultur! Begriffen haben sie zweifellos, dass sie die gleichen Interessen haben und sich gemeinsam gegen die Angriffe des Reifenmultis zur Wehr setzen müssen. Das haben sie mit dem vereinten Grossaufmarsch vor der Konzernzentrale deutlich demonstriert.

Ob auch die deutschen Gewerkschaftsführer die Zeichen der Zeit verstanden haben, muss allerdings bezweifelt werden. Ein paar Nachhilfestunden durch ihre französischen Kollegen hätten sie jedenfalls dringend nötig. "Wir wollen die Aktionäre mit Argumenten überzeugen." Mit diesen Worten wird der Sprecher der deutschen IG BCE in der Presse zitiert. Noch immer tun sie so, als gäbe es gemeinsame Interessen zwischen Arbeit und Kapital. Noch immer scheinen sie nicht begriffen zu haben, welche Sprache die Unternehmer und ihr Staat verstehen. Sechs Wochen lang seien sie ruhig gewesen und hätten umsonst gewartet, erklärt gegenüber dem Fernsehkanal RMC.fr Xavier Mathieu, CGT-Delegierter der Conti-Arbeiter in Clairoix. Erst nachdem eine Präfektur verwüstet worden sei, habe man ihnen eine Stunde später die geforderten Gespräche angeboten. „Man muss aufhören, die Leute zu verarschen!!“

Während sich die IG BCE Funktionäre von der Gewalt der Arbeiter distanzieren (und sich gleichzeitig problemlos der Gewalt der Unternehmer und ihres Staates unterwerfen!), verteidigt Xavier Mathieu die gewaltsamen Proteste, an denen er an vorderster Front teilgenommen hat: Es sind keine Chaoten, erklärt er, sondern Leute voller Wut. Leute, die sich auflehnen, die am Rand einer Depression stehen. „Man spricht von zerbrochenen Scheiben und Computern. Aber was ist das schon neben 1100 Leben, die gebrochen werden?
Das ist überhaupt nichts. Seit sechs Wochen sind die Leute unter Druck, schlafen nicht mehr, essen nicht mehr, warten auf Antworten, auf Versprechen, die man ihnen macht, hören auf alles Mögliche und dessen Gegenteil. Jene, die davon sprechen, die Leute zu bestrafen, welche die Präfektur verwüstet haben, sind die gleichen, die vor sechs Wochen gesagt haben, dass sie die Patron-Halunken bestrafen werden. Man wird sehen, ob sie mit Continental dasselbe tun werden wie mit uns.“

Bereits vor zwei Jahren sprach der CGT-Gewerkschafter von Verrat, als sein Kollege von der christlichen Gewerkschaft CFTC für eine Arbeitsplatzgarantie bis 2012 mit dem damaligen Werksdirektor Thierry Wipff den Vetrag über eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich unterschrieben hatte. Die Verarschung ist perfekt: Die Arbeiter haben gratis mehr gearbeitet, und nun soll ihre Fabrik dennoch bereits 2010 geschlossen werden. Sogleich nach der Vertragsunterzeichnung ist Thierry Wipff nach Rumänien versetzt worden.
Seither leitet er das Conti-Werk in Timisoara, wie France Info herausgefunden hat. Während in Frankreich und Deutschland die Schliessung der Werke verkündet wird, sucht Continental gleichzeitig in Rumänien Arbeiter für die Produktion und den Maschinenunterhalt, ferner Ingenieure und Abteilungsleiter.

Zwar bestreitet Thierry Wipff, dass Continental die Produktion verlagern wolle. Doch in Rumanien kostet die Herstellung eines Reifens nur fünf Euro, gegenüber neun Euro in Frankreich. Ob unter diesen Umständen der Kampf für die Erhaltung des französischen Werkes nicht völlig aussichtslos sei, will der Reporter von France Info von Xavier Mathieu wissen. Vom Standpunkt des Geldes aus gesehen zweifellos, antwortet der CGT-Gewerkschafter. Wenn man jedoch bedenke, dass in Frankreich ein Reifen für 75 Euro verkauft werde, dann sei das französische Werk durchaus rentabel, und das rumänische einfach noch viel rentabler. Es sei beschämend, es gehe nur noch ums Geld des Geldes willen. „Es ist Zeit, damit aufzuhören! Man muss die Gesellschaft verändern!
Nicht länger das Geld, sondern der Mensch muss wieder ins Zentrum der Gesellschaft gestellt werden. Andernfalls werden wir alle krepieren!“

Xavier Mathieu rechnet vor, wieviele Millionen Reifen in jedem der Conti-Werke hergestellt werden. Damit wird klar, dass die Überproduktion schon vor der Krise voraussehbar war. Ebenso die Schliessung der Werke in Frankreich und Deutschland. Mit falschen Versprechungen wurden die Arbeiter
hingehalten: Um ihre Arbeitsplätze zu retten, müssten sie Opfer bringen, mehr arbeiten für weniger Geld. Dass sie nur ausgenützt worden sind, ist ihnen inzwischen klar. Und deshalb ist es nur allzu verständlich, dass sie nun ihrer Wut freien Lauf lassen. Der Wortbruch der Conti-Manager ist kein Einzelfall. Das zeigen alle andern Beispiele, wo zwecks angeblicher „Erhaltung der Konkurrenzfähigkeit“ von den Arbeitern Opfer verlangt worden sind und noch immer werden – nur damit der Betrieb früher oder später dennoch geschlossen wird.

Vielleicht wird auch die wütende Reaktion der französischen Conti-Arbeiter bald kein Einzelfall mehr sein. Xavier Mathieu sei der Mann, der die Lunte für den „Mai 2009“ angezündet habe, schreiben die französischen Zeitungen.
Und, so befürchten sie, dieser könnte noch weit heftiger werden als der Mai 1968. Mögen sie recht behalten! Mögen die Arbeiterinnen und Arbeiter in allen Ländern sich nicht mehr wie brave Lämmer zur Schlachtbank führen lassen! Mögen sich für alle Ausgebeuteten die Worte von Xavier Mathieu
bewahrheiten: „Wir sind jetzt keine Lämmer mehr sondern Löwen!“


Übersetzt von operaicontro.it
29. April 2009, 13:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die Lage der arbeitenden Klasse in Grossbritannien:

In sechs Minuten arbeitslos
30. April 2009, 05:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag Wütende Conti Arbeiter in Frankreich Antworten mit Zitat
Vor allem das Interview ist lohnenswert!



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“Der reissende Strom wird gewalttätig genannt, aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig!” (B. B.)
www.banlieue.blogsport.de
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Melnitz



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Die Lage in Deutschland:

Mit Muskelarbeit gegen die Gier: Die Gewerkschaften und die Krise

Edit:

Deutschland bleibt besonnen: Über den bedrohten sozialen Frieden in Deutschland
30. April 2009, 14:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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US-Einkaufszentren als nächste Opfer der Krise: Bankrott von General Growth bringt Mängel zum Vorschein (NZZ Online)
30. April 2009, 14:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Wenn der Staat eingreift: in Auchel, Frankreich, hat die Polizei die Kette der Streikposten vor der Fabrik Faurecia durchbrochen, um an wichtige Teile zu kommen, die in der Fabrik durch die Besetzung blockiert waren.

FAURECIA - Les forces de l’ordre brisent le piquet de grève des salariés
30. April 2009, 16:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Beitrag Chrysler am Abgrund Antworten mit Zitat
http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/chrysler_meldet_insolvenz_an_1.2482606.html
30. April 2009, 16:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Heute stand im Tagi, dass die US-Wirtschaft um 6% mehr geschrumpft sei, als Experten prognostiziert hätten.

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Power to the Pöbel!
30. April 2009, 16:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Rul0r
Und0rdog


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Beitrag Antworten mit Zitat
Muoit hat Folgendes geschrieben:
Heute stand im Tagi, dass die US-Wirtschaft um 6% mehr geschrumpft sei, als Experten prognostiziert hätten.

Weisst du was diese Prognose war?

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Oh, you hate your job?
Why didn't you say so?
There's a support group for that.
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30. April 2009, 16:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Muoit hat Folgendes geschrieben:
Heute stand im Tagi, dass die US-Wirtschaft um 6% mehr geschrumpft sei, als Experten prognostiziert hätten.


Ich habe heute in der NZZ gelesen, dass es nach Bereinigung (Was heisst das eigentlich genau?) eine Jahresrückgang von 6% geben wird. Das sagen sie Ende April. Mal schauen was es Ende Jahr tatsächlich sein wird. Schon krass, wenn man sich bedenkt, dass sie Anfangs Jahr schon einen möglichen Rückgang von 2-3% als Katastrophe bezeichneten.
30. April 2009, 16:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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Wohnort: süsch no was?!

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Bereinigung im Sinn von: überarbeitet?? Die müssen ihre Bücher ja immer wieder nachbereinigen da nie alles was grad im momment in die Hose geht dann auch sofort in den Büchern erscheint. Gewisse Sackgassen und Ausrutscher, Absacker oder wie immer sieht mensch dann erst später. Würd ich meinen...!?!

_________________
Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
30. April 2009, 16:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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ich denke, dass bereinigung abzug des prognostizierten rückgangs bedeutet... das würde dann auch aufgehen: 2-3% prognostiziert, 6% mehr rückgang sind 6% nach bereinigung, oder?

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
30. April 2009, 16:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Oder einfach die Inflation weggerechnet?
30. April 2009, 18:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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ich glaube da handelt es sich um eine fehlmeldung.

vergleiche:

http://de.news.yahoo.com/26/20090429/tbs-us-wirtschaft-weiter-auf-talfahrt-e9016ed.html
http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/us-wirtschaft_bricht_staerker_ein_als_erwartet_1.2477624.html

entweder tagi oder muoit habens verhauen ;)

_________________
argumentum ad baculum
01. Mai 2009, 20:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Interview zur Krise mit Christian Frings: http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=27638
02. Mai 2009, 14:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Ich hab's verhauen!
Die Wirtschaft ist ingeseamt um etwas mehr als 6% geschrumpft. Experten hatten 4 - 5% vorhergesagt.
Die Schlagzeile war etwas umständlich formuliert.

_________________
Power to the Pöbel!
02. Mai 2009, 14:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Wirtschaftsprognosen für Europa:

Rezession hat Europa fest im Griff
04. Mai 2009, 22:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Möglicher Arbeitskampf in Deutschland:

Belegschaft wehrt sich gegen Entlassungen
05. Mai 2009, 00:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die Continental-Arbeiter erzwingen ein Gespräch mit der Geschäftsleitung und "überfordern" ihre Genossen aus Deutschland mit ihrem Internationalismus:

Zitat:
Continental: Mitarbeiter erzwingen Treffen mit Konzernführung

Bis zu 400 Beschäftigte verschafften sich am Mittwoch im ostfranzösischen Sarreguemines (Saargemünd) gewaltsam Zutritt zur dortigen Conti-Fabrik.

SARREGUEMINES - In Frankreich haben von der Entlassung bedrohte Mitarbeiter des Reifenherstellers Continental mit einer Werksblockade ein Treffen mit der deutschen Konzernführung erzwungen. Bis zu 400 Beschäftigte verschafften sich am Mittwoch im ostfranzösischen Sarreguemines (Saargemünd) gewaltsam Zutritt zur dortigen Conti-Fabrik. Sie beendeten die Aktion, als ihnen für kommenden Dienstag ein Gespräch in Hannover angeboten wurde.

Die Conti-Arbeiter aus dem nordfranzösischen Clairoix knackten am Mittag die Schlösser des Eingangstors und stürmten unter Rufen wie "Continental Solidarität" und "Wir sind hier zu Hause" auf das Gelände in Sarreguemines. Nachdem die Fabrikbesetzer einen ersten Terminvorschlag für ein Treffen französischer Gewerkschafter mit der deutschen Konzernführung Ende Mai abgelehnt hatten, nahmen sie am Abend einen Termin am kommenden Dienstag in Hannover an und begannen, das Werk im Département Moselle zu verlassen.

Die mit Zelten und Schlafsäcken ausgerüsteten Arbeiter waren eigentlich auf dem Weg nach Aachen gewesen, um an dort geplanten Protesten teilzunehmen. Diese wurden aber kurzfristig abgesagt. Die am frühen Morgen in rund 60 Autos gestarteten Arbeiter entschlossen sich daraufhin, Sarreguemines anzusteuern. Bei den Beschäftigen in Sarreguemines stieß der Überraschungsbesuch allerdings nicht auf Begeisterung. Örtliche Gewerkschaften kritisierten, sie seien erst spät vorgewarnt worden.

Continental hatte die Schließung von Clairoix mit 1100 Mitarbeitern im März zusammen mit dem Aus für das Reifenwerk Hannover angekündigt. Die französische Regierung versucht derzeit, einen Käufer für die französische Fabrik zu finden. Gespräche wurden mit dem arabischen Investor MAG geführt. Die Beschäftigen machen sich nach eigenen Angaben aber keine Hoffnungen auf eine Übernahme. Ende April hatten wütende Continental-Beschäftigte schon mit der Verwüstung von Amtsstuben und dem Wachhaus ihres Werkes in Clairoix für Aufsehen gesorgt. (AFP/red.)

07. Mai 2009, 05:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Lutz Getzschmann: Bad Banks
07. Mai 2009, 05:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Kommt jetzt Deutschland?

Zitat:
Unruhe in Wiesbaden

Von Daniel Behruzi, Wiesbaden

Viel ist dieser Tage von »sozialer Unruhe« die Rede. Vor dem Tor eins des Autozulieferers Federal Mogul in Wiesbaden ist sie zu besichtigen: Mittwoch früh wurden die Bänder gespoppt, die Beschäftigten blockieren in roten Streikwesten die Werkszufahrt. »Es kommt keiner mehr rein«, stellt Betriebsratschef Alfred Matejka klar. »Seit heute sechs Uhr ticken die Uhren anders: Wir bestimmen jetzt, was hier passiert – und sonst niemand.«

Tatsächlich haben die Wiesbadener Arbeiter des US-Konzerns das Heft des Handelns in der Hand. Als erste Belegschaft, die durch die dramatische Absatzkrise der Automobilindustrie durch Kündigungen bedroht ist, ist sie in einen unbefristeten Streik getreten. 94,39 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder haben sich dafür ausgesprochen. So wollen sie die geplante Entlassung von 436 der insgesamt 1600 Kollegen verhindern. »Wir lassen uns nicht aus dem Betrieb rausschmeißen wie die Hunde«, ruft Matejka auf der Kundgebung vor dem Tor.

Einen kämpferischen Ton schlägt auch IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild an: »Dies ist der Ausgangspunkt für einen heißen Sommer 2009, der zeigen wird: Wir zahlen nicht für eure Party.« Das Vorgehen des Konzerns sei »eine fürchterliche Entgleisung des Kapitalismus, den wir doch soziale Marktwirtschaft nennen sollen«, so der Gewerkschafter. Deshalb sei »soziale Unruhe« durchaus angebracht: »Wenn wir solidarisch zusammenstehen, dann ist das soziale Unruhe.«

Die Solidarität unter den Beschäftigten ist in der Tat vorhanden. Auch Ugur Cil hat sich zu den Streikposten gesellt. Er ist seit 20 Jahren bei Federal Mogul. Deshalb glaubt er nicht, daß er unmittelbar von Kündigung bedroht ist. »Man muß auch an die Kollegen denken, die vielleicht auf der Abschußliste stehen«, sagt er auf die Frage, warum er sich dennoch am Ausstand beteiligt. »Keiner weiß, wen es treffen wird«, meint hingegen Michael Harz, der hier seit fast 33 Jahren als Elektriker arbeitet. Seine Frau ist ebenfalls bei Federal Mogul angestellt. »Wenn es uns beide trifft, dann wird es extrem hart«, sagt der Vater einer 14jährigen Tochter. In der gleichen Situation ist Christine Isaak-Mrazek. Die 39jährige arbeitet normalerweise in der Qualitätskontrolle. Doch am Mittwoch bewacht sie das verschlossene Betriebstor, das mit einem großen Banner mit der Aufschrift »Arbeitszeit kürzen statt kündigen« dekoriert ist. Ihr Mann, mit dem sie zwei schulpflichtige Kinder versorgt, ist ebenfalls im Unternehmen. »Die meisten Kollegen wohnen hier in der Gegend. Wenn die Chefs das hier durchsetzen, trifft man sich auf dem Arbeitsamt wieder«, meint die junge Frau.

»Wir ziehen das durch bis zum bitteren Ende«, heißt es von den Streikenden immer wieder. Ein Arbeiter gibt zu bedenken, daß die Auftragslage tatsächlich schlecht ist. »Wenn es nur 50 Prozent Aufträge gibt, werden 50 Prozent Streik nicht reichen. Ich gehe davon aus, daß es länger dauern muß, damit der Arbeitgeber überhaupt was merkt.« Richard Altz, Leiter des IG-Metall-Vertrauenskörpers, berichtet hingegen, die Liefertermine seien sehr eng. Bei einem längeren Ausstand »würde innerhalb kürzester Zeit die gesamte Autoindustrie lahmgelegt«.

Das hat die Gewerkschaftsspitze aber offenbar noch nicht vor. »Es kann sein, daß wir einen Teil der Produktion wieder aufnehmen müssen, um Dinge zu vermeiden, die wir anderswo nicht vermitteln können«, sagt Bezirksleiter Schild. Die IG Metall werde aber »alles daransetzen, daß dieser Streik von allen getragen wird«.

Quelle

07. Mai 2009, 06:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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In China gabs im ersten Quartal 58'000 "Zwischenfälle" (= Streiks in der offiziellen Sprache), soviele wie noch nie.

http://libcom.org/news/58000-mass-incidents-china-first-quarter-unrest-grows-largest-ever-recorded-06052009

Jutta Ditfurth schreibt in ihrem neuen Buch "Zeit des Zorns", dass es im ganzen Jahr 2007 in China 84'000 "Zwischenfälle" gab (S. 52). So als Vergleich.
07. Mai 2009, 07:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zitat:
Die EZB kämpft gegen Kreditklemme

Leitzins auf Rekordtief von 1 Prozent gesenkt

Die Europäische Zentralbank (EZB) will mit allen Mitteln eine Kreditklemme verhindern. Sie senkt die Zinsen auf das Rekordtief von 1 Prozent und kündigt weitere Massnahmen an, um den Kreditfluss zu erhalten. Selbst weitere Zinssenkungen Richtung 0 Prozent schliesst EZB-Chef Jean-Claude Trichet nicht aus.

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07. Mai 2009, 16:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zur Aktion der Conti-ArbeiterInnen von gestern, ein übersetzter Text:

Zitat:
Werksbesetzung in Sarreguemines

Eigentlich wollten die Continental-Arbeiter aus dem nordfranzösischen
Clairoix an jenem Tag nach Aachen fahren, um vor dem deutschen Reifenwerk
gegen die Schliessungspläne des multinationalen Konzerns zu protestieren.
Eine solche Absicht hatten sie jedenfalls zuvor geäussert. Die Folge war,
dass vor dem Aachener Werk ein riesiges Polizeiaufgebaut auf sie wartete:
Mit mindestens 20 Fahrzeugen waren die Ordnungskräfte aufgefahren, vor dem
vollständig abgeriegelten Parkplatz patrouillierte berittene Polizei, in
Spezialwagen kläfften mehrere Hunde, vor dem Werkstor stand die
Betriebsfeuerwehr bereit, ausserdem zur Überwachung jede Menge Beamte in
Zivil. Ein eigentliches Heer der bürgerlichen Staatsmacht war ausgerückt, um
den Arbeiterprotest niederzuschlagen. Denn was sich seit einigen Wochen und
Monaten in Frankreich abspielt, das soll in Deutschland sogleich im Keim
erstickt werden. Die wackeren Hüter von Ruhe und Ordnung waren gut
vorbereitet und warteten mehrere Stunden lang auf die kämpferischen Arbeiter
aus Clairoix. Doch sie warteten vergebens, die Contis kamen nicht. Wo waren
sie bloss geblieben?

„Wir haben gezeigt, dass wir gehen können, wohin es uns beliebt“, hat Xavier
Mathieu, der Wortführer der Contis, am 23. April an der Demonstration in
Hannover angekündigt. Am Mittwoch, 6. Mai machen sich frühmorgens
dreihundert bis vierhundert Arbeiter aus Clairoix mit 60 Autos auf den Weg.
Während in Aachen noch immer eine ganze Armee von Polizeikräften auf sie
wartet, sind sie längst im französischen Continental-Werk von Sarreguemines
(Saargemünd) eingetroffen, unweit der deutschen Grenze zum Saarland. Die
deutschen Kollegen hätten die Protestkundgebung vor dem Werk in Aachen
abgesagt, deshalb habe man umdisponieren müssen, lassen die französischen
Contis verlauten... Sie knacken sogleich die Schlösser der Werkstore, und
mit dem Schlachtruf: "On est chez nous" (Wir sind bei uns) und "Continental
Solidarité", stürmen sie das Betriebsgelände. Einige der dort Beschäftigten
verlassen die Hallen und gesellen sich zu ihren kämpferischen Kollegen aus
Clairoix. „Ihr seid die nächsten, die entlassen werden, schliesst euch
unserem Kampf an!“, ruft ihnen Xavier Mathieu zu. Es habe keinerlei
Absprache gegeben, sie seien einfach unangekündigt gekommen, beklagt sich
demgegenüber der Delegierte der gemässigten Gewerkschaft CFDT und meint:
„Wir müssen nachdenken.“

Nachdenken muss auch Philippe Gustin, der Staatssekretär für Industrie,
nachdem ihn die Forderung der Contis nach einem Dreiergespräch zwischen
Belegschaft, deutscher Konzernspitze und dem französischen Staat erreicht
hat. Eine Antwort werde am Nachmittag oder am Donnerstag erfolgen. Solange
wollen die Contis aus Clairoix im lothringischen Schwesterwerk bleiben. Bis
kein genaues Datum feststünde, verkündet Xavier Mathieu, bleibe das Werk
besetzt, notfalls auch während Tagen. Zelte und Schlafsäcke haben die Contis
nämlich bereits vorsorglich mitgebracht. In den Nebenstrassen vor dem Werk
sind die Einsatzfahrzeuge und Mannschaftswagen der nationalen Polizei CRS
geparkt. Hinter dem geschlossenen Tor der Werkseinfahrt brennt ein grosser
Stapel Reifen und strahlt bis zehn Meter Entfernung sengende Hitze aus. Eine
dicke, schwarze Rauchfahne, die vom Continental-Werk aufsteigt und vom
lebhaften Wind nach Osten getragen wird, macht klar: „Dieses Werk ist
besetzt.“

Seit der angekündigten Schliessung des Reifenwerks im nordfranzösischen
Clairoix mit 1100 Beschäftigten sind die Conti-Arbeiter zum Inbegriff eines
harten Widerstandes gegen Betriebsschliessungen geworden. Die französische
Regierung versucht derzeit, einen Käufer für das Werk zu finden und führt
Gespräche mit dem arabischen Investor MAG, der offenbar seit Jahren auf der
Suche nach einem Reifenhersteller ist und vor einigen Tagen den Betrieb in
Clairoix besichtigt hat. Obwohl Continental erklärt hat, der Weg für
mögliche Verhandlungen mit MAG stünde offen, und sogar „technische
Unterstützung“ in Aussicht gestellt hat, machen sich die Contis keine
Hoffnung auf eine Übernahme durch den Investor aus Dubai. Denn MAG will die
Produktion vor Ort weiterführen, was den Plänen des Reifenmultis
zuwiderlaufe, der – wie eine französische Zeitung schreibt – „im Rahmen der
Automobilkrise die globale Reifenproduktion reduzieren“ will, so als wäre
für den Bedarf an Reifen hauptsächlich die Anzahl neu produzierter Fahrzeuge
und nicht die auf den Strassen gefahrenen Kilometer massgebend.

Auf einem bedruckten T-Shirt der Contis steht: „Continental Patrons voyoux
– Continental Besitzer Halunken!. Zuerst hat der Reifenkonzern selber mit
neuen, moderneren Werken – beispielsweise in Rumänien – Überkapazitäten
geschaffen, und dann diese dazu benützt, einen „Standortwettbewerb“ zu
veranstalten, um die Arbeiter gegeneinander auszuspielen. Mit einer
Standortgarantie bis ins Jahr 2012 wurden die Arbeiter von Clairoix vor zwei
Jahren dazu gebracht, für den gleichen Lohn länger zu arbeiten. Inzwischen
gibt es zu viele Reifen und Continental beginnt, jene Werke zu schliessen,
die weniger Gewinn abwerfen, angefangen mit den 1100 Beschäftigten in
Clairoix. „Man muss aufhören, die Leute zu verarschen!“, erklärte Xavier
Mathieu im französischen Fernsehen, nachdem ein Gericht sich auf die Seite
der „Patrons voyoux“, der Besitzer Halunken von Continental, gestellt hatte
und die Arbeiter darauf als wütende Reaktion eine Präfektur verwüstet
hatten.

Der Aachener Betriebsratsvorsitzende von Continental, der auch Vorsitzender
des europäischen Konzernbetriebsrates ist, wird in der Presse zitiert, er
wolle in der durch die Betriebsbesetzung in Sarreguemines angespannten Lage
keine Gespräche mit den Besetzern führen: «So etwas sind wir nicht gewohnt.»
Es wird Zeit, dass die Betriebsräte in den deutschen Conti-Werken aus ihrem
Schlaf der Gerechten erwachen! Gewählt wurden sie nämlich, damit sie die
Interessen der Beschäftigten wahrnehmen und nicht jene der Besitzer. Solange
Betriebsräte und Gewerkschaften sich die Logik der Unternehmer zu eigen
machen, bleibt den von Entlassung bedrohten Arbeiterinnen und Arbeitern nur
die Möglichkeit, ihre Interessen selbst an die Hand zu nehmen, und zwar
genau so, wie es die französischen Contis vorgemacht haben.

In Hannover hat Xavier Mathieu auch den deutschen Kollegen zugerufen: „Die
Stilllegung eines Betriebs ist kein Schicksal, das ist eine Wahl, eine
menschenunwürdige und unannehmbare Wahl, die einen einzigen Grund hat, mehr
Geld zu gewinnen. Wir können sie durch Kampf dazu zwingen, dass ihr Vorhaben
scheitert, dass sie eine andere Wahl treffen, … Ausschlaggebend ist das
Kräfteverhältnis zwischen ihnen und uns. (…) Wir haben nichts zu verlieren.
Die Opfer, die dieser Kampf von uns fordern wird, sind nichts gegen die
Opfer, die uns für den Rest unseres Lebens von unseren Bossen und ihren
Handlangern, ihren offenen und versteckten Verbündeten aufgezwungen werden.
(…) Sie wollten uns das Rückgrat brechen und wie die Schafe zur Schlachtbank
führen. Aber nein, sie haben es mit kämpfenden Werktätigen zu tun, die ihrem
Schicksal die Stirn bieten.“ Mögen diese klaren und deutlichen Worte alle
aufrütteln, nicht nur die Contis in Deutschland und Frankreich, sondern alle
Arbeiterinnen und Arbeiter, die in Deutschland, in Frankreich, in der
Schweiz, in Italien und allen andern Ländern von Entlassung und
Betriebsschliessung betroffen sind!

08. Mai 2009, 10:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Federal Mogul erwirkt Einstweilige Verfügung gegen Werksblockade
08. Mai 2009, 10:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Einwanderungsstopp für Deutsche und weitere EU-Bürger

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
09. Mai 2009, 12:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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In Belgien beginnen sie jetzt auch mit dem "Boss-Napping":

Fiat Workers Stage `Boss-Napping` in Belgium
10. Mai 2009, 02:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ungarn: Generalstreik im Verkehrs- und Transportwesen gegen Abwälzung der Krisenlasten
10. Mai 2009, 11:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zum Streik bei Federal Mogul in Deutschland ein Artikel aus der Taz:

Unruhe vor dem Werkstor
11. Mai 2009, 06:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Obs da wohl zu Kämpfen kommt?

Dramatische Baisse in der Schweizer Aluminiumindustrie:Kurzarbeit und Stillegung von Werken
11. Mai 2009, 11:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Obs da wohl zu Kämpfen kommt?

Dramatische Baisse in der Schweizer Aluminiumindustrie:Kurzarbeit und Stillegung von Werken


der link geht nicht...


du meinst wohl den hier:

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/aluminiumindustrie_schweiz_1.2532316.html

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
11. Mai 2009, 11:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Jep. Mistake - danke!
11. Mai 2009, 11:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Beitrag "Der Finanzwelt drohen neue Schockwellen" Antworten mit Zitat
"Der Finanzwelt drohen neue Schockwellen"



http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/neue_angst_vor_kreditkarten-blase_in_usa_1.2535313.html
11. Mai 2009, 17:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Krawalle wegen Stellenabbau. Arbeiter stürmen ArcelorMittal-Zentrale
13. Mai 2009, 06:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/freddie_mac_verbucht_quartalsverlust_von_fast_zehn_milliarden_dollar_1.2546077.html

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/koennen_banken_fuer_die_schulden_von_staaten_aufkommen_1.2545530.html

und noch das dossier zur krise in der automobilindustrie:
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/autobranche_krise__2.46101
13. Mai 2009, 09:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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neues aus der kuriosen welt des "neuen sozialismus":

http://derfunke.ch/html/content/view/167/37/

die spinnen, die trotzkisten.

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
13. Mai 2009, 15:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Wenn Stahlarbeiter zu Berserkern werden.

Bildserie der Financial Times Deutschland zu den Krawallen von Arbeitern rund um die Hauptvresammlugn der Aktionäre von Arcelor Metall.

http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/512829.html?bid=13013&p=1
13. Mai 2009, 17:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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also mit stahlarbeitern würd ich mich schon aus prinzip nicht anlegen... aua!

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"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
14. Mai 2009, 12:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Nicht nur Stahlarbeiter können Berserker werden:

Wildcats; over 15,000 Bangladeshi garment workers "go berserk" and attack factories over non-payment and low wages
14. Mai 2009, 13:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Angst bei FIAT-Arbeitern

Streik wegen befürchteter Schließung von Werken in Süditalien. Widerstand gegen geplanten Zusammenschluß mit Chrysler und Opel wächst.
15. Mai 2009, 06:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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5.000 Arbeiter aus Schweinfurter Großbetrieben gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf der Straße
15. Mai 2009, 06:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1754896_Studie-Jeder-dritte-Deutsche-im-Dauerstress.html

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/detail_dpa_21238730.php
"Nach Gewerkschaftsangaben können sich nur 26 Prozent der Erzieher und 58 Prozent der Sozialarbeiter vorstellen, bei den gegenwärtigen Arbeitsbedingungen das Rentenalter gesund zu erreichen."
15. Mai 2009, 08:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Der Körper als letzte Waffe

Mit spektakulären Protestaktionen wie Selbstverstümmelung und Hungerstreiks versuchen Arbeiter in Serbien, auf ihre verzweifelte Situation aufmerksam zu ma­chen. Eine Aussicht auf Erfolg haben sie kaum: Um den Bankrott zu verhindern, will die Regierung harte Sparmaßnahmen beschließen.


Talsohle gesucht

Eine Collage aus den Wirtschaftsnachrichten im Jahr der Konjunkturprognosen.
16. Mai 2009, 16:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Den Hebel umgelegt

Beschäftigte der französischen Energiekonzerne kämpfen mit Strom- und Gasabschaltungen gegen Dumpinglöhne. Regierung spricht von »Sabotage«.


Trübe Aussichten

Krasser Einbruch der BRD-Wirtschaft.


Gute Aussichten?

Kein »Change« in Sicht

Friedensforscher weisen ungebremsten Trend globaler Hochrüstung nach. US-Kriegsbusineß floriert auch unter Obama. Deutschland mit neuem Rekord.


»Tarifangebote in zehn Branchen unzureichend«

Arbeiter von Wien sagen: Es reicht. 25000 auf Demonstration unter dem Motto »Wir verzichten nicht«. Ein Gespräch mit Eva Scherz.
16. Mai 2009, 17:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Damit ihr den STERN nicht kaufen müsst, hier Hobsbawms grosses Interview zur Krise aus der aktuellen Ausgabe:

Zitat:
Eric Hobsbawm: "Es wird Blut fließen, viel Blut" © Volker Hinz

Sozialhistoriker und Philosoph Eric Hobsbawm, 92. "Was Shakespeare für die Darstellung der menschlichen Seele getan hat, das ist dem Historiker Hobsbawm bezüglich der Universalgeschichte gelungen", so die "Süddeutsche Zeitung"

Zur Person:
Eric Hobsbawm, 1917 in Alexandria, Ägypten, geboren, ist einer der letzten Universalgelehrten der Welt. Der Sohn eines Engländers und einer Österreicherin erlebte in den frühen 1930er Jahren als Schüler in Berlin die um sich greifende Arbeitslosigkeit, die ihn zum "lebenslänglichen Marxisten" machte. Kurz nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler emigrierte er nach England; später lehrte er in Cambridge, Paris, Stanford, am MIT in Boston und an der University of London. Zu seinen Werken, die weltweit verlegt werden, gehört "Das Zeitalter der Extreme" oder seine Biografie "Gefährliche Zeiten". Hobsbawm, den die britische Königin zum "Companion of Honour" ernannte, lebt mit seiner Frau in London.

Billionen Euro und Dollar setzen die Politiker gegen die Wirtschaftskrise ein. Wissen sie, was sie da tun? Nein, sagt Eric Hobsbawm, einer der wichtigsten Historiker der Gegenwart. Schlimmer noch als die Große Depression, die er vor 80 Jahren in Berlin miterlebte, sei der Zusammenbruch heute. Er hat Angst, dass der Kapitalismus sich über eine fürchterliche Katastrophe rettet.
-----------------

STERN: Herr Hobsbawm, Sie haben das Verschwinden von vielen Systemen erlebt: den Untergang der Weimarer Republik, die Zerschlagung des Faschismus, das Absterben der DDR, den Kollaps des Kommunismus und nun …

HOBSBAWM: Wenn Sie das so aufzählen, merke ich, dass ich fast so etwas wie ein Museumsobjekt bin. Als ich ein Kind war, war der König von England auch noch der Kaiser von Indien, die Welt bestand zum großen Teil aus Monarchien, Kaiser- und Kolonialreichen. Und fast alle sind flöten gegangen.

STERN: Und nun erleben Sie vielleicht auch noch das: das Ende des Kapitalismus.

HOBSBAWM: Nein, ich glaube nicht, dass ich dieses Ende, über das ich mich freuen würde, noch erlebe. Als Historiker weiß ich aber, dass es keine Dauerlösungen gibt. Auch der Kapitalismus, egal, wie zäh er ist und wie sehr er auch in den Köpfen der Menschen als etwas Unabänderliches erscheint, er wird verschwinden, früher oder später.

STERN: Klar, dass Sie das so sehen müssen.

HOBSBAWM: Wieso denn?

STERN: Sie als alter Marxist, der hier in London in Rufweite vom Grab von Karl Marx lebt.

HOBSBAWM: Spotten Sie nicht. Dass ich Marxist geworden bin, liegt an meinen persönlichen Erfahrungen in den 30er Jahren, in der Großen Depression.

STERN: Sie lebten damals in Berlin, Sie wissen also, was das heißt: Krise.

HOBSBAWM: Ich habe als junger Mensch zwischen Schule und Straßenkämpfen mitbekommen, was es bedeutet, wenn Arbeitslosigkeit sich durch die Gesellschaft frisst. Das ist wie eine alles zersetzende Krankheit. Die Angst kroch in das Bürgertum. Mir war damals klar, dass wir auf der "Titanic" sind und dass wir bald den Eisberg rammen würden. Das einzig Ungewisse war, was passieren würde, wenn es so weit ist. Wer würde ein neues Schiff bereitstellen?

STERN: Sie wussten, dass ein System zu Ende gehen würde?

HOBSBAWM: Ja. Ich lebte in einer Welt, an deren Fortbestand keiner mehr glaubte. Eigentlich war ich literarisch interessiert, ein Schöngeist eben. Aber das war unmöglich 1931/32 in Berlin, man wurde politisiert, ich wurde Mitglied des Sozialistischen Schülerbunds. Die Krise war wie ein Vulkan, der politische Eruptionen hervorrief. Vor der letzten Reichstagswahl habe ich noch Flugblätter verteilt, es war gefährlich, aber für mich als Jugendlichen war da auch so ein Element von Indianerspielen, wie bei Karl May, dabei. Am 25. Januar 1933 organisierte die KPD ihre letzte legale Demonstration, einen Massenmarsch durch die dämmrigen Straßen Berlins zum Karl-Liebknecht-Haus. Wir sangen Lieder wie "Der kleine Trompeter", auch ein Lied über die Bauernkriege, "Wir sind des Geyers schwarzer Haufen", die "Internationale", es war da ein kollektives Hochgefühl, Massenekstase trotz Zukunftsangst.

STERN: Als Hitler an die Macht kam, da …

HOBSBAWM: Als er am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde, es war ein kalter Tag, auf dem Heimweg von der Schule mit meiner Schwester las ich die Schlagzeilen, ich kann sie immer noch, wie im Traum, vor mir sehen. Ja, ich habe es gespürt: Das ist ein historischer Wendepunkt.

STERN: Und jetzt? Stehen wir wieder an einem Wendepunkt?

HOBSBAWM: Ich denke, ja. Der 15. September 2008, der Tag, an dem die Lehman-Bank zusammenbrach, wird den Lauf der Geschichte mehr verändern als der 11. September 2001, als die Türme des World Trade Centers zusammenbrachen.

STERN: Riskieren Sie doch mal einen Blick in die Zukunft.

HOBSBAWM: Wir Historiker sind keine Propheten. Ich kann nur sagen: Wir kommen wohl noch nicht an den Jüngsten Tag. Aber Teile der Welt können untergehen.

STERN: Warum bloß?

HOBSBAWM: Zunächst mal: Mir, der ich die Große Depression miterlebt habe, fällt es immer noch unfassbar schwer zu verstehen, wieso die Ideologen der entfesselten Marktwirtschaft, deren Vorgänger schon einmal so eine fürchterliche Katastrophe, also Armut, Elend, Arbeitslosigkeit, letztendlich auch den Weltkrieg mitverursacht haben, in den späten Siebzigern, den 80er, 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wieder das Sagen haben konnten.

STERN: Warum? Wie erklären Sie sich das?

HOBSBAWM: Der Mensch hat ein unglaublich kurzes Gedächtnis. Wir Historiker schreiben die Verbrechen und den Wahnsinn der Menschheit auf, wir erinnern an das, was viele Menschen vergessen wollen. Aber fast nichts wird aus der Geschichte gelernt. Das rächt sich nun. In den letzten 30, 40 Jahren wurde eine rationale Analyse des Kapitalismus systematisch verweigert.

STERN: Wir haben jede Menge Wirtschaftswissenschaftler, Experten, die den ganzen Tag nichts anderes tun.

HOBSBAWM: Wir haben vor allem Theologen des Marktes mit einem kindlichkindischen Glauben, dass der Markt alles von allein regeln wird. Sie verschließen die Augen vor der Wirklichkeit, das macht sie so gefährlich für die Menschheit. In den vergangenen Jahren weigerten sie sich einfach, die Krisen, die sich immer mehr aufbauten, überhaupt wahrzunehmen. Verblendete. Ignoranten.

STERN: Manche in den USA sprachen - ganz euphorisiert - vom Ende der Geschichte. Gab es denn gar keinen Grund für diesen Optimismus?

HOBSBAWM: Nein. 40 Prozent der Weltbevölkerung leben von einem Dollar am Tag. Das ist doch keine Basis für eine stabile Gesellschaftsordnung. Von wegen Ende der Geschichte. Die Krisen wurden am Rand immer größer und immer dramatischer. Bei uns im Zentrum kamen sie gelegentlich als Börsenkräche an, die bald wieder repariert waren, das Spiel konnte weitergehen.

STERN: Das Spiel ist aus.

HOBSBAWM: Ja, das kann man wohl so sagen. Diese Krise hat eine völlig neue Qualität. Das Einzige, an dem sich die Politiker ein wenig orientieren können, ist die Zeit zwischen 1929 und 1933.

STERN: Nun haben wir, sagt die "New York Times", sogar eine Krise, die womöglich dramatischer ist als die der Großen Depression. Und diese Depression damals sei erst durch den Weltkrieg bereinigt worden.

HOBSBAWM: Roosevelts heute so gefeierter New Deal hat die Krise tatsächlich nicht beendet, er verhinderte allenfalls politische und soziale Aufstände in den USA. Niemand bekam in den 1930er Jahren die Krise wirklich in den Griff. Und heute - obwohl sich Geschichte nicht wiederholt - ist es ähnlich dramatisch wie damals, nein schlimmer: Keine Regierung weiß, was sie tun soll.

STERN: Wie bitte? US-Präsident Barack Obama pumpt Billionen Dollar in die Wirtschaft, Angela Merkel und die Bundesregierung legen milliardenschwere Konjunkturprogramme auf, auf dem G-20-Gipfel haben sie erklärt: Wir halten zusammen! Wir wissen, was wir tun!

HOBSBAWM: Haben Sie das Gefühl, die wissen wirklich, was sie tun? Stecken da Konzepte, Analysen dahinter? Nein, aufgeschreckt wie Krankenschwestern eilen die Politiker ans Bett des Kapitalismus und tun so, als ob sie etwas täten.

STERN: Sie wissen nicht, wohin sie gehen?

HOBSBAWM: Ja, und das macht die Sache so schrecklich ungemütlich: Sie wissen einfach nicht, was sie tun sollen! Was wir im Augenblick erleben, ist ja etwas, was es nach der radikalen Moraltheologie des Marktes gar nicht geben kann und darf, es ist also etwas, was das Denkvermögen der Akteure sprengt. Wie ein blinder Mann, der durch ein Labyrinth zu gehen versucht, klopfen sie mit verschiedenen Stöcken die Wände ab, ganz verzweifelt, und sie hoffen, dass sie so irgendwann den Ausgang finden. Aber ihre Werkzeuge funktionieren nicht.

STERN: Der frühere französische Premierminister Laurent Fabius fürchtet "soziale Revolten", und die, meint die SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan, könnten zu einer Gefahr für die Demokratie werden.

HOBSBAWM: Alles ist möglich. Inflation, Deflation, Hyperinflation. Wie reagieren die Menschen, wenn alle Sicherheiten verschwinden, sie aus ihrem Leben hinausgeworfen, ihre Lebensentwürfe brutal zerstört werden? Meine geschichtliche Erfahrung sagt mir, dass wir uns - ich kann das nicht ausschließen - auf eine Tragödie zubewegen. Es wird Blut fließen, mehr als das, viel Blut, das Leid der Menschen wird zunehmen, auch die Zahl der Flüchtlinge. Und noch etwas möchte ich nicht ausschließen: einen Krieg, der dann zum Weltkrieg werden würde - zwischen den USA und China.

STERN: Das ist doch Unsinn.

HOBSBAWM: Nein.

STERN: Okay, das ist doch einfach absurd, dieser Gedanke!

HOBSBAWM: Nein. Im Augenblick, das gebe ich gern zu, erscheint dieses Szenario sehr unwahrscheinlich. Im Augenblick scheinen sich China und die USA zu ergänzen, ja sich sogar zu stützen, sie erscheinen geradezu komplementär. Doch im pazifischen wie im asiatischen Raum wird ihr Konkurrenzkampf immer härter. Es gibt keine Basis für eine dauerhafte Freundschaft zwischen diesen beiden Großmächten.

STERN: Hören Sie doch bitte auf mit Ihrem Pessimismus!

HOBSBAWM: Ob es Ihnen passt oder nicht: Es gibt wenig Grund, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken! Im 19. Jahrhundert glaubten die Menschen, es gehe stets aufwärts, vorwärts, man werde zivilisierter, man werde gebildeter. Die Leute lernten lesen, schreiben, sie glaubten, es gehe nicht nur materiell, sondern gleichzeitig auch moralisch voran. Man konnte optimistisch sein.

STERN: Aber dann kam 1914.

HOBSBAWM: Und da hört das alles auf. Ein schreckliches, ein extremes Zeitalter beginnt: Mehr Menschen als jemals zuvor wurden im 20. Jahrhundert in Kriegen oder auf Weisung und mit staatlicher Erlaubnis ermordet. Die Folter, die im Westen offiziell abgeschafft worden war - ein dramatischer Fortschritt in der Menschheitsgeschichte -, sie kam zurück! Und wurde am Anfang des neuen Jahrtausends durch die USA wieder zu einem staatlichen Mittel der Befragung! Die Barbarei schreitet voran. Anerkannte Werte der Zivilisation werden plötzlich wieder aberkannt.

STERN: So wie Sie reden, kann man nur sagen: Der Mensch ist blöd.

HOBSBAWM: Sehen Sie, materiell hat sich die Welt für sehr viele Menschen verbessert. Man ist größer, lebt länger, man ist gesünder. Aber geistig, politisch, moralisch - da kommt der Mensch nicht hinterher, vielleicht entwickelt er sich sogar im Augenblick noch weiter zurück. Was sind die Werte des Lebens? Warum leben wir? Wozu?

STERN: Was ist Ihre Antwort?

Tja, ich könnte nun fragen, warum hält der Mensch an einem System fest, das regelmäßig die fürchterlichsten Katastrophen produziert? Das die Umwelt ausbeutet und zerstört, den Ast also absägt, auf dem er sitzt? Und jetzt brechen und knacken überall die Äste. Vielleicht wird die Menschheit noch bedauern, dass sie nicht auf Rosa Luxemburg gehört hat: Sozialismus oder Barbarei.

STERN: Ich bitte Sie: Es waren Ihre politischen Freunde, die Erben Lenins, die den Gegenentwurf zum Kapitalismus zertrümmert, den Gedanken an die Utopie zerstört haben.

HOBSBAWM: Ja, das stimmt. Und das rächt sich nun. Denn nun, wo wir es wirklich brauchten, gibt es kein Gegenprojekt für die Menschheit! Das ist fatal.

"Unverantwortliche Banker", sagt die Kanzlerin, "hemmungslose Gier", erklärt der Bundespräsident, hätten die Grundlagen des Gemeinwesens verzockt. Mich erinnert das an mittelalterliche Deutungsversuche. Gab es früher eine Dürre, hieß es: Wir haben gesündigt, Gott straft uns dafür. Und nun soll wieder eine Todsünde, Gier, schuldig am Schlamassel sein - der strafende Gott ist nun der strafende Markt!
Die Politiker müssen so reden, sie können ja wohl schlecht zugeben, dass nicht der einzelne Mensch, sondern das System an sich falsch ist. Der Markt ist nicht moralisch. Die reine Marktwirtschaft ist auf Habgier aufgebaut - und auf sonst gar nichts, das ist das System.

STERN: Vielleicht ist es einfach so: Der Mensch ist habgierig - fertig, aus, Nikolaus.

HOBSBAWM: Nein. Nein. Auch Karl Marx hat ja nie gegen gierige Kapitalisten argumentiert, er war gegen ein System, das notwendigerweise Habgier schafft. Der Mensch, mein fester Glaube, kann anders sein. Aber im Kapitalismus sucht jeder seinen Vorteil, jeder ist dazu verdammt, sonst geht er unter.

STERN: Die Banker, sagen Sie, haben also nichts übertrieben?

HOBSBAWM: Sie haben sich absolut systemimmanent verhalten. Profit. Gewinn. Maximales Wirtschaftswachstum. Die marktradikalen Theorien sind ja wunderbar - wenn man von der Wirklichkeit absieht. Man konstruiert sich ein System, nennt es Freiheit, und in der Theorie funktioniert es: Jedermann, jeder Mensch, jede Firma sucht für sich den Vorteil, den rational kalkulierbaren Vorteil, und der Markt, jenseits des menschlichen Urteils, regelt alles zum Guten. Eine primitive Ideologie. Das Wissen von Leuten jedoch, die den Kapitalismus analysiert und verstanden hatten, wurde dagegen verspottet und vergessen: Leute wie Marx und Schumpeter wussten, dass der Kapitalismus etwas Instabiles ist, dass er sich entwickelt und revolutionär voranschreitet, aber auch zwangsläufig zusammenbricht, dass er stets anfällig ist für Krisen von unterschiedlicher Dauer und bisweilen großer Heftigkeit.

STERN: Und nun rufen selbst die ungestümsten Freunde der Marktwirtschaft nach dem Staat.

HOBSBAWM: Ja, das ist doch eine nette Ironie der Geschichte.

STERN: Und Sie freuen sich, recht zu haben.

HOBSBAWM: Ich empfinde eine gewisse Schadenfreude, ja.

STERN: Ähnlich empfand Karl Marx 1857 in einer Krise, er amüsierte sich: "Dass die Kapitalisten nun überall von den Regierungen öffentliche Unterstützung verlangen, ist schön."

HOBSBAWM: Ja, und sie glauben auch nun, dass nach einer kurzen Zeit des staatlichen Eingriffes alles wieder zum Alten zurückkehren werde. Aber das wird nicht passieren.

STERN: Warum denn nicht?

HOBSBAWM: Es ist ganz einfach: Entweder hören wir mit der Ideologie des grenzenlosen Wachstums auf, oder es passiert eine schreckliche Katastrophe. Entweder wandelt sich die Gesellschaft, scheitert aber dieser Versuch, dann kommt die Finsternis. Heute geht es um das Überleben der Menschheit.

STERN: Sie mögen es dramatisch.

HOBSBAWM: Nein. Die Menschheit kann nicht zum Laisser-faire-Kapitalismus der letzten Jahrzehnte zurückkehren. Die Zukunft kann keine Fortsetzung der Vergangenheit oder auch der Gegenwart sein. Die Lösung liegt in der richtigen Kombination aus Markt und Staat.

STERN: Das könnte auch der Marktradikale Guido Westerwelle sagen, genau so!

HOBSBAWM: Nein. Es kann so nicht weitergehen. Wir werden Gesellschaften bekommen müssen, in denen der Staat wieder eine größere Rolle, eine viel größere Rolle spielt.

STERN: Und das ist alles?

HOBSBAWM: Anders geht es im Moment nicht, oder soll ich auf die große Revolution hoffen? Nein, die Zeit drängt. Die Welt riskiert im Augenblick eine Explosion wie eine Implosion. Sie muss sich also ändern.

STERN: Aber danach sieht es nicht aus: Mit der Abwrackprämie etwa hier in Deutschland wird die Wegwerfgesellschaft sogar noch staatlich subventioniert.

HOBSBAWM: Die Politiker sind Gefangene des alten Denkens, das ist beängstigend. Womöglich kann sich der Kapitalismus tatsächlich nur durch eine Riesenkatastrophe retten, wie es Schumpeter nennen würde, durch eine "kreative Zerstörung". Ich möchte das nicht, aber sehen Sie, die Schäden und Zerstörungen nach dem Zweiten Weltkrieg waren ein ungeheurer Ansporn zum Aufbau.

STERN: Sie sind ein Apokalyptiker.

HOBSBAWM: Ich stelle nur fest: Keiner kann wissen, wie wir aus der Krise kommen, denn so etwas wie heute hat es noch nie gegeben. Und noch etwas kommt hinzu: Die Weltwirtschaft verschiebt sich vom Westen, ihrem historischen Zentrum, in ein neues Zentrum, nach Asien - ein Vorgang, der schon in normalen Zeiten für unruhige Zustände sorgen würde.

STERN: Was mich beunruhigt: Es herrscht - angesichts der Herausforderungen - eine Dürre des Denkens, eine Art intellektuelle Wortlosigkeit.

HOBSBAWM: Ja, Sie haben recht. Es fehlen heute Leute und Denker wie Keynes, der in den Dreißigern so weitsichtig war, dass es ihm gelang, den Kapitalismus zu bändigen. Er wollte den Kapitalismus nicht überwinden, er wollte ihn stabilisieren, er wollte ihn retten. Er sagte ganz offen: "Meine Klasse ist das gebildete Bürgertum, und ich möchte eine Welt, in der es Leuten wie mir gut geht. Aber das heißt, es muss den anderen auch gut gehen."

STERN: Also: Was ist zu tun?

HOBSBAWM: Ich sehe nur einen Weg aus dem Dilemma, der aber setzt eine fundamentale Bewusstseinsveränderung voraus, er ist ein internationales, ein Riesenprojekt: die Welt gegen die Umweltgefahr sicherer machen. Das würde helfen, die Wirtschaft anzukurbeln, aber es wäre auch ein Projekt, das man gegen die Marktkräfte durchsetzen müsste.

STERN: Mein Gott, für einen alten Marxisten hören Sie sich sehr bescheiden an!

HOBSBAWM: Ja. Ich bin nun 92 Jahre alt, lebe von einem Tag auf den anderen, aber meine Utopie ist schon noch die vom alten Marx, dass der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei, "also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist". Irgendwo in meinem Innern schlummert noch immer der Traum der Oktoberrevolution.

STERN: "Alle Revolutionen", sagte aber Ihr Marx, "haben bisher nur eins bewiesen, nämlich dass sich vieles ändern lässt, bloß nicht die Menschen."

HOBSBAWM: Das stimmt. Aber eine große Sache ist es dennoch, dieses Prinzip Hoffnung. Auch wenn die ideale Gesellschaft, wie Max Weber glaubte, jenseits unserer Möglichkeiten liegt, ist nichts Ernsthaftes in der Politik zu erreichen, wenn man nicht an sie glaubt. Der Mensch hat die Anlagen zum Guten wie zum Schlechten - und wie er sich benimmt, das kann man wohl ändern! Dass unsere Welt, immer noch oder endlich mal Heimat für alle werden kann - das ist doch ein schönes Ziel!

Interview: Arno Luik
stern-Artikel aus Heft 20/2009 - © stern.de

17. Mai 2009, 23:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Danke. Der Interviewer ist ein Vollidiot sondergleichen.

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Power to the Pöbel!
18. Mai 2009, 00:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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macht mir grad lust, mehr von diesem typen zu lesen! (und nie mehr einen stern anzufassen..)

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"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
18. Mai 2009, 07:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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gregor_samsa hat Folgendes geschrieben:
macht mir grad lust, mehr von diesem typen zu lesen! (und nie mehr einen stern anzufassen..)


Das ist der Klassiker von Hobsbawm:


http://www.amazon.de/gp/reader/3423306572/ref=sib_dp_pt#reader-link
18. Mai 2009, 16:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Naja. Da widerspricht sich der alte Hobsbawm aber doch recht. Einerseits die Einsicht, dass die US-Krise der 30er durch Roosvelts Keynesianismus nicht beendet wurde und erst WK2 das Gewinnemachen wieder ermöglichte und dann hat er in der Situation heute, wo es seiner Meinung nach ökonomisch möglicherweise noch schlimmer aussieht, nichts weiteres zu bieten als Keynesianismus. Wenn der bei der letzten grossen Katastrophe ohne Krieg nichts zustande brachte, warum soll denn das heute gehen?
18. Mai 2009, 17:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Zitat:
HOBSBAWM: Ich sehe nur einen Weg aus dem Dilemma, der aber setzt eine fundamentale Bewusstseinsveränderung voraus, er ist ein internationales, ein Riesenprojekt: die Welt gegen die Umweltgefahr sicherer machen. Das würde helfen, die Wirtschaft anzukurbeln, aber es wäre auch ein Projekt, das man gegen die Marktkräfte durchsetzen müsste.


alcoholic

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
18. Mai 2009, 17:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
Naja. Da widerspricht sich der alte Hobsbawm aber doch recht. Einerseits die Einsicht, dass die US-Krise der 30er durch Roosvelts Keynesianismus nicht beendet wurde und erst WK2 das Gewinnemachen wieder ermöglichte und dann hat er in der Situation heute, wo es seiner Meinung nach ökonomisch möglicherweise noch schlimmer aussieht, nichts weiteres zu bieten als Keynesianismus. Wenn der bei der letzten grossen Katastrophe ohne Krieg nichts zustande brachte, warum soll denn das heute gehen?


Setzt wohl auf einen "New Green Deal". Da sind leider auch die Schwächen im Interview.

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Kampf statt Verzicht

Protest europaweit: In Berlin, Prag, Madrid und Brüssel demonstrieren 330000 Menschen gegen Sozialabbau.


Neue Quellen des Profits

Analyse. Nach der Krise: Das Ende des Finanzmarktkapitalismus? Teil I: Die Akteure auf den internationalen Kapitalmärkten und ihre bisherigen Hauptstrategien.
19. Mai 2009, 00:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Gute Laune gegen die Krise oder der alte Trick: Wenn wir etwas ignorieren, existiert es gar nicht.

Finanzkrise während der Arbeit tabu

Ein dänischer Firmenchef verbietet seinen Arbeitern jedwede Bemerkung über die Krise.
19. Mai 2009, 00:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die Bürgis sagen, jetzt kommts endlich wieder gut:

Es kommt wieder Hoffnung auf

Wirtschaftsstimmung hat sich erstmals seit 2007 aufgehellt
19. Mai 2009, 15:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zur Lage der arbeitenden Klasse Russlands:

Keine Revolution, nirgends


Nationale Fiat-Kundgebung in Turin:

Arbeiter protestieren gegen Konzernspitze und Gewerkschaftsführung
20. Mai 2009, 07:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Das Continental-Werk in Hannover bleibt vorerst erhalten, französische Arbeiter verärgert. Ist das jetzt die klassische "Spaltung" eines möglichen internationalen Arbeitskampfes?

Schonfrist für Conti-Werk in Stöcken


Zudem: HP streicht mehr als 6000 Jobs - Reaktion auf Gewinneinbruch.
20. Mai 2009, 07:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Arbeitsmärkte schmieren weltweit ab

http://www.ostpreussen.de/index.php?id=166&tx_ttnews[tt_news]=279&tx_ttnews[backPid]=102&cHash=26325ff1f5
20. Mai 2009, 09:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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britische politiker und die queen fürchten sich vor sozialen unruhen - der sog. "spesenskandal" kommt offensichtlich eher ungelegen angesichts der krise. bei vielen politikern/innen kommt die angst auf, dass sie massive einbussen einstecken und "protestparteien" den vortritt lassen müssen...:

Jetzt fliegen die ersten Steine gegen britische Parlamentarier - In Grossbritannien begehren die Wähler gegen die Gewählten auf. Der Spesenskandal hat zu einer gefährlichen Stimmung geführt. Selbst die Königin sorgt sich um den sozialen Frieden.

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
22. Mai 2009, 02:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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«Arbeitslos oder bei der Mafia» - Im Fiat-Werk in Pomigliano d'Arco bei Neapel stehen die Bänder still. Nur vorübergehend, beteuert das Unternehmen. Für immer, fürchten die Arbeiter.

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22. Mai 2009, 02:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Felix Baum zum weiter oben erwähnten Aktionstag des DGB gegen die Krise:

Klassenkampf? Wahlkampf!


Basken im Generalstreik

Linke und nationale Gewerkschaften protestieren gegen Krisenfolgen. Wachsende Arbeitslosigkeit prognostiziert. Baskische Regionalregierung setzt auf »Sozialpakt«.


Keine Wende in Sicht

Der Charakter des gegenwärtigen Abschwungs und seine politischen Dimensionen.
22. Mai 2009, 08:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Die NZZ sieht die Krise schon schwinden:

Positives Signal für US-Industrie

Steigende Tendenz bei Konjunkturbarometer der Ostküste

Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia ist im Mai auf den höchsten Stand seit September 2008 gestiegen. Das Barometer kletterte um 1,8 auf minus 22,6 Punkte.
22. Mai 2009, 08:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Marketing statt Markt

Strohfeuer an den US-Aktienmärkten, die Banken legen deutlich zu. Doch ungeachtet aller ­verbreiteten rosigen Stimmungsbilder sind die Aussichten weiter trübe
22. Mai 2009, 22:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Weltwirtschaft im freien Fall
24. Mai 2009, 22:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Ukraine angeschlagen

Wirtschaft am Boden, Banken klamm: Kiew kann Rechnungen für Energieträger nicht mehr ­pünktlich zahlen. Neuauflage des »Gaskriegs« mit Moskau droht
24. Mai 2009, 22:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Karstadt-Chef droht mit dem Aus

Schnell Staatsgelder für die Kaufhaus-Kette, sonst stehe die ganze Arcandor-Gruppe vor der Pleite, so der Appell von Karstadt-Verantwortlichen. Die Konkurrenz sieht das anders und kritisiert überlebte Wirtschaftsmodelle.
24. Mai 2009, 23:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Am Dienstag rufen in Frankreich 8 Gewerkschaften zu einem neuen Aktionstag auf. Dabei werden die Eisenbahner streiken.

Nouvelle mobilisation syndicale mardi en France


90-minütiger Warnstreik bei der Europäischen Zentralbank (EZB) wegen geänderter Pensionskassenschemas aufgrund der Krise am 03.06.

ECB staff to strike over pensions
25. Mai 2009, 08:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Internationalist Perspective: Crisis, the response of the working class, the role of pro-revolutionaries
25. Mai 2009, 10:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Godzillas Spielwiese

Japans Wirtschaft bricht ein. Der hochverschuldeten Exportnation stehen nach Jahren der Stagnation dramatische soziale Konsequenzen ins Haus.
26. Mai 2009, 01:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zitat:
Robert Kurz

VERLANGSAMUNG DER FALLGESCHWINDIGKEIT


Das marktwirtschaftliche und mediale Gedächtnis entspricht ungefähr dem Erinnerungsvermögen eines Dreijährigen. Trotzdem darf vielleicht an die prognostische „Leistung“ der offiziellen Institutionen hinsichtlich der globalen ökonomischen Entwicklung erinnert werden. Noch im Sommer 2008 feierte man den schon bis 2020 hochgerechneten Aufschwung der nicht als solche erkannten Defizitkonjunktur. Als sich die Finanzkrise zu manifestieren begann, gab es periodische „Entwarnungen“. Das Schlimmste sei vorüber, hieß es noch im September. Nach den „schwarzen Montagen“ an den Börsen klammerte man sich an die Behauptung, die Realwirtschaft sei an sich gesund und werde vom finanzkapitalistischen Desaster nur wenig beeinflusst. Für 2009 wurde ein nur leicht abgeschwächtes Wachstum erwartet. Als die Weltökonomie in den freien Fall überging, wollten die von Selbstzweifeln befallenen Wirtschaftsinstitute schon gar keine Prognose mehr abgeben. Aber gelernt ist gelernt. Vor kurzem titelte die „Wirtschaftswoche“: „Hurra, wir leben noch“. Der Berufsoptimismus hat sich auf die Formel geeinigt, dass sich die Fallgeschwindigkeit laut Ifo-Institut immerhin zu verlangsamen beginne.

Schon physikalisch ist das ein ziemlich schräges Bild, denn ein Fall kann sich nicht verlangsamen; es kommt höchstens auf die Art der Landung an. Ein wenig erinnert der neue Optimismus an den alten Witz von einem, der ohne Fallschirm aus dem Flugzeug fällt und sich auf halber Höhe sagt: „Bis hierher ist es gut gegangen“. Dass sich ein historischer Einbruch schon nach wenigen Monaten in Wohlgefallen auflöst, ist natürlich Wunschdenken. Die Weltwirtschaftskrise vollzieht sich nicht geradlinig, sondern schubweise. Wenn gegenwärtig auf ein Greifen der weltweiten Konjunkturprogramme in Höhe von rund 2 Billionen Dollar gehofft wird, bleibt Entscheidendes unberücksichtigt. Erstens sind die Leichen im Keller der Bank- und Konzernbilanzen noch lange nicht beseitigt; die „bad banks“ verschieben das Problem nur und die nächste Welle des Abschreibungsbedarfs (etwa bei den Kreditkartensystemen) steht noch bevor. Zweitens lauert im Umschalten auf den Staatskredit die inflationäre Potenz; eine Inflationskonjunktur würde die Krisenschranke nach kurzer Zeit umso höher aufrichten. Und drittens sind nirgendwo neue reale Verwertungspotentiale in Sicht, die nach dem verschuldeten keynesianischen „Anschub“ einen selbsttragenden Aufschwung erzeugen könnten.

Der Löwenanteil der Konjunkturprogramme entfällt bis jetzt auf China. Dort werden schon staatliche Prämien für den Kauf von Kühlschränken und Waschmaschinen gezahlt. Aber damit kann der Einbruch der einseitigen Exportorientierung nicht einmal kurzfristig kompensiert werden. Selbst bei einer Subventionierung ist die Kaufkraft des chinesischen Binnenmarkts viel zu klein, um den Ausfall der US-Konsumenten ausgleichen zu können. Außerdem beziehen sich die staatlichen Prämien natürlich nur auf in China gefertigte Waren und helfen den Exporteuren der übrigen Welt nichts. Bezahlt wird das Simulationsprogramm aus den gigantischen Devisenüberschüssen in der US-Währung, denen durch die ebenso gigantischen, von der Notenbank finanzierten Rettungspakete in den USA die Entwertung droht. Zu erwarten ist ein auf die ganze Welt ausstrahlender Inflationsschub in den USA und in China, während gleichzeitig die zweite Welle des Einbruchs bei den US-Konsumenten und damit beim globalen Export bevorsteht. Die nächste Blamage des „positiven Denkens“ ist unausweichlich. Grenzenlos scheint bloß der Realitätsverlust der kapitalistischen Eliten zu sein, die nicht mehr weiter wissen.


Von hier.
26. Mai 2009, 02:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Auch wenn Opel "gerettet" werden sollte, sieht es übel aus:

Jobabbau, Werksschließungen, Staatshilfen

Wie Opel gerettet werden soll

26. Mai 2009, 06:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/bip_deutschland_1.2628972.html
26. Mai 2009, 17:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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beim tagi werden 80 stellen gestrichen. am mittwoch wird bekannt, wer zu den 25% gehört, die rausgeschmissen werden. die massenentlassung beim tagi ist ausdruck der massiven probleme beim printjournalismus, welche infolge der krise (weiterer einbruch der werbeeinnahmen) noch zusätzlich verschärft wurden.

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26. Mai 2009, 22:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Und so zieht alles seine Kreise.

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27. Mai 2009, 08:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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Oi!Gümper hat Folgendes geschrieben:
Und so zieht alles seine Kreise.


Lasset uns beten.
27. Mai 2009, 12:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Demo-gegen-Stellenabbau-beim-Tagi/story/12018388

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27. Mai 2009, 12:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Zum Glück ist mein neuer Job krisensicher.
Die Journischeisse hat mir eh nie gepasst.

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27. Mai 2009, 12:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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und das gute an deinem job ist, dass ich ihn für dich noch zusätzlich absichern kann!

( hammer )

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27. Mai 2009, 12:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Du sprichst in Rätseln, mein jugendlicher Freund.

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27. Mai 2009, 15:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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kinder verprügeln kurbelt die wirtschaft an!

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27. Mai 2009, 15:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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wtf??während obama behauptet, das schlimmste wäre vorüber, widerspricht ihm die fed...
so ein theater, was soll die scheisse?!!

http://www.ftd.de/politik/international/:Rede-von-Obama-US-Wirtschaft-nicht-mehr-am-Abgrund/519657.html

http://www.ftd.de/politik/international/:Amerika-in-der-Krise-US-Wirtschaft-schrumpft-um-6-1-Prozent/506901.html

http://www.ftd.de/boersen_maerkte/:Sitzungsprotokoll-Fed-d%E4mpft-Erwartung-auf-zeitige-Erholung/516697.html
28. Mai 2009, 07:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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die nzz erklärt die welt der automobilbranche :)
Eine Welt voller Widersprüche
Über die vermeintlichen Ungereimtheiten in der Autobranche
ra. Nicht viele Wirtschaftssektoren stehen so im Blickfeld der Öffentlichkeit wie die Autoindustrie. Und nicht viele Branchen offenbaren dabei solch eine Welt voller Widersprüche. So sind die Ingenieure der Autozunft wohl nicht weniger versiert und kreativ als etwa die Finanzalchimisten der Bankenbranche. Doch während in den Türmen der internationalen Finanzszene mit vielen Produkten horrende - nicht selten zweistellige - Margen erzielt werden, können die Arbeiter in den Werkshallen der Autobauer noch so schuften, die erzielten operativen Margen der Konzerne muss man in den Bilanzen mit der Lupe suchen. Das gilt vor allem für Massenhersteller wie Volkswagen (VW), Opel, Ford usw., wogegen es bei Anbietern von Premium-Fahrzeugen wie Mercedes, BMW und Audi noch besser aussieht. Den Autobauern fällt es sehr schwer, ihre Innovationen in Bares umzumünzen, weil der Wettbewerb unter den Konkurrenten knallhart ist. Zudem kann bei der Bewertung von Autos fast jedermann mitreden, während Finanzprodukte für viele Menschen undurchschaubar bleiben.
Überkapazitäten und Mobilitätswunsch
Dies ist sicher eine wichtige Ursache dafür, dass in der Autoindustrie der Wettbewerb auf der Ebene der Endkunden spielt und in der Finanzbranche (bei vielen Produkten) lediglich auf der Ebene des Vertriebs. So kommt es, dass von zwei jeweils hoch innovativen Branchen eine über Jahre prosperierte und die andere nun schon seit langer Zeit quasi auf platten Reifen fährt.
Zudem ist der Autosektor einerseits zwar von enormen Überkapazitäten geprägt, doch zugleich warten anderseits Milliarden von Menschen auf die Mobilisierung mit dem motorgetriebenen Vierrad. Experten schätzen die überschüssigen Kapazitäten weltweit auf 20% bis 30%. Die Zahl ist aber schwammig, da man eine Fabrik im Ein-, Zwei- oder Dreischicht-Betrieb fahren kann - je nachdem, wie gross die Nachfrage ist. In Asien, vor allem in China und Indien, würden zugleich Hunderte Millionen von Menschen gerne ihr Fahrrad oder Moped wegstellen und lieber Auto fahren. Noch können sich dies die allermeisten nicht leisten, doch das wird sich - ein Albtraum für Umweltschützer - nach und nach ändern. Die Durchdringung der Bevölkerung mit Autos ist in Asien noch vergleichsweise gering. Während in den USA etwa 750 Fahrzeuge auf 1000 Einwohner kommen (und es mehr Autos als Führerscheine gibt), sind es in China gerade einmal wenige Dutzend. Doch der Prozess der Automobilisierung in den Schwellenländern schreitet immer schneller voran. Längst haben sowohl die heimischen als auch die internationalen Hersteller das Potenzial erkannt. Jüngst brachte beispielsweise die indische Tata Motor mit dem «Nano» das billigste Auto der Welt auf den Markt. Es wurde speziell auf die Bedürfnisse in Indien zugeschnitten. Dieses Volksauto soll dort etwa 250 000-mal pro Jahr verkauft werden, die Wartezeit beträgt schon jetzt mehrere Monate.
Individualisierung und Erkennbarkeit
Ferner gibt es wie in so vielen Bereichen des Lebens auch bei den Autokäufern spätestens seit den 1990er Jahren einen Trend zur Individualisierung. Dies schlägt sich in immer mehr Modellen und Modell-Derivaten (Cabrios, Coupés, Kombis usw.) nieder. Während es auf dem europäischen Automarkt im Jahr 1980 nur rund 70 verschiedene Modelle gab, existieren derzeit mehr als 200. Diese verteilen sich zudem noch auf immer weniger Marken. So ist die Zahl der vertretenen Marken von 58 im Jahr 1964 auf gegenwärtig nur noch gut 20 zurückgegangen.
Dies führte zu der Tendenz, dass von ferne gesehen immer mehr Autos gleich aussehen und sich die Marke im Gegensatz zu früher oft nicht mehr sofort erkennen lässt. ((Der eigentliche Grund für die Krise))Das gilt vor allem für Klein- und Mittelklassefahrzeuge sowie für Mini-Vans und Vans. Bei Premium-Anbietern wie Mercedes, BMW und Audi ist die Erkennbarkeit noch grösser. Doch auch im Hochpreissegment dürfte es immer schwieriger werden, vor allem wenn die in Europa noch neueren Mitbewerber aus Asien, wie die Premium-Marken von Toyota (Lexus) und Nissan (Infinity), immer stärker vordringen.
28. Mai 2009, 08:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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lazlo wanda hat Folgendes geschrieben:
wtf??während obama behauptet, das schlimmste wäre vorüber, widerspricht ihm die fed...
so ein theater, was soll die scheisse?!!


Vielleicht psychologische Kriegsführung (zwanghaft positives Denken führt schon zum Aufschwung)? Die offizielle VWL sagt ja Wirtschaft sei wesentlich "Psychologie".
28. Mai 2009, 08:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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da weiss die eine hand nicht was die andere weiss.. der börsen gehen momentan rauf, aber die kreditexperten von der FED haben immer noch die hosen voll und die tasche voller daten, so erkläre ich mir das.

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argumentum ad baculum
29. Mai 2009, 10:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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In Swansea beschloss die Belegschaft von Linamar wegen der Entlassung von Rob Williams zu streiken. Dieser hatte sich mit den Besetzungen bei Visteon solidarisch erklärt und sie unterstütz (siehe irgendwo weiter oben im Thread).

Swansea Linamar workers to strike in support of sacked convenor
29. Mai 2009, 22:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Lässt sich der Dollar-Crash vermeiden?

Millionen versinken in Arbeitslosigkeit und Armut
30. Mai 2009, 22:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Die seltsame Opel-Rettung
30. Mai 2009, 22:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Vadim Riga: Bereit für stürmische Zeiten? Eine Polemik zur Krise und ein Gruß an die ver.di – Jugend.
02. Juni 2009, 06:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Zitat:

2. Juni 2009, 07:48, NZZ Online

Die Schweiz steckt in der Rezession

Wirtschaft im ersten Quartal um 2,4 Prozent geschrumpft


Die Schweiz steckt in der Rezession. Die Wirtschaftsleistung ist im ersten Quartal 2009 im Jahresvergleich um 2,4 Prozent geschrumpft. Gegenüber dem Vorquartal nahm das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 0,8 Prozent ab.

(sda) Negative Wachstumsimpulse gingen vor allem vom Aussenhandel aus, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Dienstag mitteilte. Konkret: Die Schweizer Export-Wirtschaft ist von der gegenwärtigen Krise besonders stark betroffen.

Die Ausfuhren gingen im Vergleich zum Vorquartal insgesamt um 5,4 Prozent zurück. Die Warenausfuhren sackten um 6,6 Prozent ab. Mit einem Minus von 2,3 Prozent waren die Dienstleistungsexporte weniger stark betroffen.

Die Konsumausgaben – eine wichtige Stütze der Wirtschaft – stiegen lediglich um 0,1 Prozent. Die Ausgaben für die Gesundheit nahemn zu, während jene für Kleider, Möbel, Verkehr sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen rückläufig waren. Die Konsumausgaben des Staats erhöhten sich um 1,4 Prozent.

02. Juni 2009, 07:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Zitat:
Strikes and lockouts in South Korea

As the economic recession hits South Korea, striking car workers have been locked out of their factory while earlier in the week construction workers go on strike in and around Seoul.

Mehr.

02. Juni 2009, 07:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Der Bankrott von General Motors
02. Juni 2009, 12:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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In Deutschland regt sich was:

Mahle Alzenau: Wie Bürokraten eine Besetzung verhindern

Elsterberg (Vogtland): Werksblockade bei ENKA
02. Juni 2009, 13:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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Bossnapping in D-Land:

http://de.indymedia.org/2009/06/252423.shtml

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03. Juni 2009, 14:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Zahl der Firmenkonkurse auf Höchststand
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/firmenkonkurse__1.2670754.html

Zweifel an der Krisenresistenz der Wachstumsinsel Schweiz
http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/zweifel_an_der_krisenresistenz_der_wachstumsinsel_schweiz_1.1200711.html


Wirtschaft in der Krise
http://www.nzz.ch/hintergrund/dossiers/umwaelzungen_in_der_wirtschaft_2.45673
04. Juni 2009, 10:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Zur Lage der arbeitenden Klasse in Österreich:

Österreich: Alles andere als „Tote Hose“
04. Juni 2009, 14:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Metallarbeiter in Vigo setzen sich zur Wehr - Polizei griff mit Gummigeschossen an
05. Juni 2009, 08:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Zu den angeblich rassistischen, wilden Streiks vom Februar in England ein klärendes Interview:

http://www.labournet.de/internationales/gb/bunke_lp6.pdf
05. Juni 2009, 08:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Deutschland droht Konjunktureinbruch von 6,2 Prozent

Stagnation im kommenden Jahr
05. Juni 2009, 23:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Opel fährt nach Hause

Mit den Plänen für Opel könnte die deutsche Regierung den Präzedenzfall für eine neue Industriepolitik geschaffen haben.
05. Juni 2009, 23:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Klassenkampf in Vigo, Spanien (worum es geht, siehe weiter oben):






05. Juni 2009, 23:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Die Kapitalisten sehen Schwarz
06. Juni 2009, 15:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Theorie und Praxis

Eine Konferenz zu Kapitalismus und Krise in Berlin.
08. Juni 2009, 07:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Showdown für Arcandor

Der Handels- und Tourismuskonzern Arcandor ist unmittelbar von der Insolvenz bedroht.
08. Juni 2009, 07:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die Krise und ihre Folgen:

Zitat:
Die Weltwirtschaftskrise fordert von der japanischen Bevölkerung ihren Tribut. Nach Angaben der Nationalen Polizeiagentur war der größte Teil der Selbstmorde im Jahr 2008 auf die sich rapide verschlechternde ökonomische Lage zurückzuführen. Von den amtlich gezählten 32249 Suiziden wurden 6490 in Abschiedsbriefen mit der Wirtschaftsdepression begründet, 3325 mit Überschuldung. Zudem sei zu vermuten, daß bei nicht begründeten Selbsttötungen ähnliche Ursachen vorgelegen hätten, so die Polizeiagentur.

http://www.konicz.info/?p=713#more-713
08. Juni 2009, 08:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Die Vernichtung von variablem Kapital ausserhalb des Krieges.

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Power to the Pöbel!
08. Juni 2009, 13:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Bonitätsschmelze: Angst vor Überschuldung drückt Staatsanleihen

Die Anleihen-Angst geht wieder um. Dieses Mal erwischt es Irland: Die Republik hat an Bonität verloren: Die Fähigkeit des Landes, langfristige Schulden zurückzuzahlen, schätzt die Rating-Agentur Standard & Poor's schlechter ein. Morgenpost Online zeigt wie schlecht um die Finanzen von 30 Ländern – einschließlich Deutschland – steht.


Arcandor: Mit Quelle entsteht ein neuer Krisenherd
09. Juni 2009, 00:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Schweizer Wirtschaft in langer Rezession. Forschungsstelle KOF senkt ihre Prognose.

Die Schweiz ist zwar weniger heftig in die Rezession gerutscht als andere Länder. Doch bis zur Erholung muss sie voraussichtlich länger warten als die Nachbarländer. Die Konjunkturforschungsstelle KOF rechnet mit einer langen Rezession für die Schweizer Wirtschaft bis Ende 2010.
09. Juni 2009, 23:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Gewerkschaften in der Weltwirtschaftskrise: Verzicht als Krise

Artikel von Mag Wompel
09. Juni 2009, 23:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die Wirtschaftskrise erreicht den Balkan
10. Juni 2009, 21:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Zahl der Pleiten steigt an

Krise bricht Tausenden Firmen das Genick
10. Juni 2009, 22:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Streik in Österreich, der Funke berichtet funkend:

Solidarität mit dem Streik der BogendruckerInnen

Heute streiken die KollegInnen mehrerer Bogendruckereien für ihren Kollektivvertrag und gegen Lohnkürzungen. Ein Flugblatt der Kampagne "Wir sind ÖGB"
11. Juni 2009, 00:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Wilder Streik im Hafen von Amsterdam:

http://is-nieuws.blogspot.com/2009/06/wilde-staking-in-amsterdamse-haven.html

Video:

http://www.rtvnh.nl/asxgen.asp?nmid=37755&item=cmsroot%2Fstream%2FNHNieuws2009%2FNHNieuws%2D9%2Djuni%2Ewmv&start=294&tt=Wilde
11. Juni 2009, 01:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/huber__suhner_baut_wieder_150_stellen_ab_1.2718843.html

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
11. Juni 2009, 10:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Afrika ist für die Krise kaum gerüstet

Die Welt in der W-Rezession
11. Juni 2009, 14:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Ah, schön mr green

U-Bahn-Streik legt London weiter lahm

Harte Geduldsprobe für Millionen Pendler und Touristen in London: Ein U-Bahn-Streik hat die britische Metropole zwei Tage lang in ein Chaos gestürzt. Mehrere Linien waren sowohl am Mittwoch als auch am Donnerstag komplett dicht, andere fielen teilweise aus.
12. Juni 2009, 07:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Bei den Wobblies gefunden:

Klassenkampf in Österreich

Eine Bestandsaufnahme in Zeiten der Weltwirtschaftkrise
12. Juni 2009, 07:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Kritisches zum "Bossnapping" in Frankreich in der neuen Wildcat:

http://www.wildcat-www.de/wildcat/84/w84_bossnapp.htm
12. Juni 2009, 07:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Streik bei EDS geht weiter
12. Juni 2009, 07:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Youtube-Videos zum Streik in London:




12. Juni 2009, 08:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Beitrag Südkorea: Unbefristeter Besetzungs-Streik bei den Ssangyong Antworten mit Zitat
Südkorea: Unbefristeter Besetzungs-Streik bei den Ssangyong Motorenwerken
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=6871&Itemid=1
14. Juni 2009, 11:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zitat:

»Depressionen nehmen zu«


Ein Gespräch mit Michael Wilk - Interview: Gitta Düperthal.
Quelle: http://www.jungewelt.de/2009/06-13/011.php

Merken Sie bei Ihrer täglichen Arbeit, daß die Wirtschaftskrise bei den Kranken angekommen ist?


Ich registriere einen zunehmenden psychischen Druck bei vielen Menschen – und eine wachsende Hemmungen, sich arbeitsunfähig schreiben zu lassen. Viele fürchten Repressalien, wenn sie krank werden, oder sinkende Chancen auf dem Arbeitsmarkt – vor allem wenn sie älter als Mitte 40 sind. Statistisch gibt es zwar 2008 wieder mehr Krankmeldungen, nachdem 2007 der Krankenstand das Rekordtief von 3,2 Prozent der Sollarbeitszeit erreicht hatte. Das verwundert nicht: Krankheiten lassen sich nicht verschleppen oder verdrängen; das »Rollback« kommt heftig. Die momentane Krise ist noch nicht statistisch erfaßt –in späteren Statistiken wird vermutlich eine Zunahme psychosomatischer Krankheiten erkennbar werden. Aus subjektiver Sicht kann ich nur konstatieren: Depressionen als Folge des ökonomischen Drucks nehmen zu.

Wie macht sich das bemerkbar?

Eine Amerikanisierung der ökonomischen Verhältnisse macht sich breit: Viele können sich nur noch mit zwei Jobs über Wasser halten, teilweise mit einer 60-Stundenwoche. Das führt zur Überlastung: Burnout oder Depression als Antwort auf Mangel an Zeit zur Regeneration, für die Familie und private Interessen. Neu ist, daß die gesellschaftliche Mittelschicht vom Druck erfaßt ist. Durch die Bankenkrise haben kleine Unternehmer und Handwerker einen Großteil ihres Vermögens verloren.

Ärzte, die ein offenes Ohr und Zeit haben, um diese Probleme der Patienten überhaupt wahrzunehmen, sind rar geworden. Woran liegt das?

Ohne mich in das Jammern von Ärzten einreihen zu wollen: Fakt ist, daß die Krankenkassen nicht belohnen, wenn Ärzte sich dem Patienten zuwenden. Deshalb versuchen einige, mit Masse und kurzgetakteten Terminen zu kompensieren. Das ist an Ärzten zu kritisieren – vor allem aber ein Systemfehler: Gerätemedizin wird hingegen überdimensional gut bezahlt. Es geht nur nach Kosteneffizienz und Gewinndenken, der Mensch interessiert kaum. Privatkassen und Krankenkassen in der jetzigen Form mit der Unterschiedlichkeit der Entlohnung sind meiner Meinung nach aufzulösen. Sonst kommen wir dahin, daß Ärzte gesetzlich Versicherten irgendeinen Humbug anbieten, der privat zu bezahlen ist, nur um Geld zu verdienen. Zudem ist das System intransparent. Alle Beteiligten sollten wissen, was eine Leistung bringt und was sie kostet – auch der Patient.

Gibt es angesichts des zunehmend von unternehmerischem Gewinndenken dominierten Gesundheitssystems Gegenwehr von Patienten?

Das ist ja das schlimme: In Deutschland gibt es keine breite Bewegung selbstorganisierter Patienten und Patientinnen, die das Gesundheitssystem hinterfragen – obgleich das bitter notwendig wäre. Wenn du dich gegen Atomkraft engagierst, wartest du ja auch nicht, bis Gorleben atomverseucht ist. Dabei offenbart sich die negative Rolle von Gewerkschaften, die im Grunde immer nur Kompromisse von Lohnanpassung und Stillhalteabkommen erzielen. Im Gesundheitsbereich existiert nicht einmal eine Lobby im etablierten System. Ein sozialkritischer Ansatz, der dazu führt, daß Leute sich organisieren und über den Tellerrand hinaus das Gesellschaftssystem kritisch beleuchten, fehlt. Das Bismarcksche Versorgungssystem hält bequem mit jener »Ich-werde-versorgt-Mentalität«. Sicherheitssysteme werden permanent heruntergefahren, der Sozialstaat wird ausgedünnt – aber die Leute haben nicht gelernt, sich um sich selber zu kümmern. Da müssen wir gegensteuern. Patienten müssen emanzipativ ihre Belange in die Hand nehmen.


Michael Wilk ist Arzt für Allgemeinmedizin und Psychotherapeut >> http://deu.anarchopedia.org/Michael_Wilk

15. Juni 2009, 06:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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La crise économique et ses conséquences sur les femmes
17. Juni 2009, 01:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Es ist jetzt auch die Zeit der absurden Krisenerklärungen. Here we go:

Zitat:
Die Verursacher der weltweiten Finanzkrise sind nach Auffassung des Frankfurter Zukunftsrats Opfer ihrer Erbanlagen geworden. "Die Gier im Finanzverhalten ist genbedingt", erklärte das von vornehmlich mittelständischen Unternehmen finanzierte Netzwerk am Mittwoch. [...] Der Zukunftsrat, dessen Kuratoriumsvorsitzende die Gesellschafterin der Schaeffler KG, Maria-Elisabeth Schaeffler, ist, führt zur Erklärung seiner These die Hirnforschung an. Das Belohnungssystem des Gehirns reagiere auf kurzfristige Gewinne und den Anblick von Geld "wie Kokain". Seine Aktivierung könne "süchtig machen". Das Belohnungssystem werde maßgeblich von dem Gen beeinflusst, das den Rezeptor für den Botenstoff Dopamin, das sogenannte Glückshormon, bilde. Kleinste Veränderungen an diesem Gen, sogenannte Polymorphismen, führten zu unterschiedlichem menschlichen Verhalten.


Artikel in Frankfurter Rundschau.
20. Juni 2009, 13:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Wo-Erwerbstaetige-um-ihre-Stellen-bangen-muessen/story/16382096

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
20. Juni 2009, 14:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Hunderte ArbeiterInnen von Ölraffinerien in ganz Grossbritannien sind in einen wilden Streik getreten, nachdem es zu Entlassungen gekommen war:

Energy wildcat strikes spread across UK

Oil refinery sackings spark further walkouts
21. Juni 2009, 01:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Auch in Stockholm wurde übrigens wild gestreikt:

Wildcat strike in Stockholm
21. Juni 2009, 02:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Pyeongtaek strike continues in South Korea
21. Juni 2009, 20:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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in einem quartier in toulouse, in dem es unter anderem eine fabrik der continental gibt. haben wir noch einige andere fabriken gesehn, die bestreikt wurden. ich sah aber cgt flaggen. denke nicht, dass die wild waren.

zudem ist die uni immer noch flach und die prüfungen finden das jahr wenn überhaupt im oktober statt. sonst geht das leben hier weiter. ausser das der einzelhandel klagt, das weniger umsatz gemacht wird zur zeit. natürlich wirds auf den sommer geschoben.... (alle in den ferien ):

_________________
Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
22. Juni 2009, 10:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Clariant baut weitere 500 Stellen ab
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/clariant_baut_weitere_500_stellen_ab__1.2791889.html
22. Juni 2009, 10:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/sulzer_streicht_weltweit_1400_stellen_1.2806643.html

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/oecd_korrigiert_prognosen_fuer_schweizer_wirtschaft_nach_unten_1.2808578.html
24. Juni 2009, 11:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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und dann doch:

Jetzt gerät die ganze Schweizer Industrie in den Strudel


http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/jetzt_geraet_die_ganze_schweizer_industrie_in_den_strudel_1.2808937.html
24. Juni 2009, 12:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Robert Kurz mal wieder:

NEOLIBERALER KEYNESIANISMUS
27. Juni 2009, 12:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Das Thema Staatsverschuldung und Umgang damit, bzw. Abbau davon wird akut:

Die NZZ setzt heute in ihrem Wirtschaftsleitartikel auf Wachstum (leider nicht online):

Zitat:
Um den Schuldenabbau langfristig nur ein Rezept: mehr Wachstum. Wenn Volkswirtschaften stärker wachsen, werden die Staatskassen ceteris paribus besser alimentiert, und die Einnahmen können auch zur Schuldentilgung verwendet werden, vorausgesetzt die absolute Verschuldung von heute wird zumindest nicht weiter erhöht. Genau auf diesem Weg sind viele Industrienationen nach dem Zweiten Weltkrieg wieder auf die Beine gekommen. Der Krieg hatte die Staatsschulden in einigen Ländern bis auf 250% des BIP ansteigen lassen, doch das eklatante Wachstum der Nachkriegszeit ermöglichte es ihnen, den Schuldenberg innerhalb von wenigen Jahrzehnten abzubauen.



In Deutschland werden Sparmassnahmen diskutiert:

Haushaltsdefizit: SPD und Union bereiten rigorose Sparmaßnahmen vor
27. Juni 2009, 14:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die Bilder aus Frankreich gleichen sich. Michelin-ArbeiterInnen sind wütend (Video):

Les Michelins en colère....

Allerdings beschleicht einem auch der Verdacht, dass aus diesen punktuellen Wutausbrüchen irgendwie keine soziale Bewegung entstehen will, die über die eigenen vier Wände des Betriebes hinausgeht...
28. Juni 2009, 18:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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30. Juni 2009, 17:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Von solchen Szenen sind gewisse Arbeiterinnen und Arbeiter bei British Airways leider weit entfernt:

British Airways: Arbeiten ohne Lohn
02. Juli 2009, 15:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Angst vor Inflation: Fünf Prozent könntens schon sein
07. Juli 2009, 15:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ökonomen in Sorge: US-Schuldenberg könnte nächste Krise auslösen
08. Juli 2009, 06:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Hoffen auf den Aufschwung: Industrie steigert Produktion um 5,1 Prozent
08. Juli 2009, 14:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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G8-Gipfel - ein neues "Bretton Woods"?

Arbeitskämpfe bei Mahle in Alzenau und Federal Mogul in Wiesbaden: Eine Bilanz


Zuletzt bearbeitet von Melnitz am 10. Juli 2009, 12:57, insgesamt einmal bearbeitet
09. Juli 2009, 06:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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der bretton woods artikel ist falsch verlinkt duuuuuuu.


wir man auch mit der finanzkrise umgehen kann: http://gfcsucks.com/

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argumentum ad baculum
10. Juli 2009, 11:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Thanks, jetzt sollts klappen.
10. Juli 2009, 12:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Geht endlich was in Deutschland? Bei Opel und Daimler kams zu Aktionen.

Selbständige Aktion von 700 Daimler-Arbeitern in Sindelfingen

Bochumer Opel-Kollegen: "Kein Cent für Erpresser! Kein Tarifbruch bei Opel und nirgendwo!"
10. Juli 2009, 19:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Ein Bericht von Loren Goldner über eine Betriebsbesetzung in Südkorea.

http://www.wildcat-www.de/aktuell/a074_suedkorea.htm
12. Juli 2009, 13:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Kohle her - oder wir jagen die Fabrik in die Luft

oder das:

http://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio41226.html
13. Juli 2009, 17:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Dieses Flugblatt wurde am 16. Mai an der Krisendemo in Berlin verteilt.
15. Juli 2009, 17:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Zitat:
Die Preise fallen weiter
Die Deflationstendenzen in den USA und Europa verstärken sich und Japan steckt schon tief im Schlamassel

Auch im Juni haben sich die Deflationstendenzen verstärkt. Im Mai waren die Verbraucherpreise in den USA schon um 1,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken, doch im Juni hat sich die gefährliche Deflationstendenz noch einmal verstärkt. Die Preise sind in den USA so stark gefallen wie seit Anfang 1950 nicht mehr. Das US-Arbeitsministerium teilte mit, dass die Lebenshaltungskosten um 1,4% unter dem Niveau des Vorjahresmonats lagen.

Auch in der Eurozone wurde erstmals eine "negative Inflation" seit Einführung der gemeinsamen Währung verzeichnet. Nach einer Null im Mai ist die Inflation erstmals im Juni auf – 0,1 % gefallen. Damit bestätigte die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg die Schätzung, die sie schon Ende Juni abgegeben hatte. In der gesamten EU wird noch eine knappe Inflation von 0,8 % verzeichnet, aber auch diese Rate ist unter den 27 Mitgliedsländern um 0,2 % auf nun 0,6 % gesunken. Noch vor einem Jahr lag die Inflationsrate im Euroraum auf dem Rekordniveau von 4 % und in der gesamten EU sogar bei 4,3 %.

Richtig dramatisch ist die Situation in Japan, wo schon von einer stattlichen Deflation gesprochen werden kann, weil die Preise seit langem und auf breiter Front nachgeben. Zwar liegen noch keine Daten für Juni vor, aber in der zweitgrößten Volkswirtschaft fielen die Preise im Mai um 1,1 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Einen so starken Einbruch hat es seit Einführung der Statistik 1971 nicht gegeben, dabei litt Japan schon in den 1990er Jahren unter einer Deflation. Was sich dort anbahnt, zeigt der rasante Verfall der Großhandelspreise. Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Preise nach amtlichen Angaben im Juni 6,6 % unter denen im Vorjahr.

Es wird damit gerechnet, dass die Deflation noch an Schärfe gewinnt. Gemäß einer Umfrage des Wirtschaftsmagazins Nikkei planen 47 % der Einzelhändler die Preise zu senken, um Kunden anzulocken. Vor einem Jahr wählten noch 9 % diese Werbestrategie. Mit der Nullzinspolitik der Notenbank, die der US-Notenbank folgte, hatte sie sich frühzeitig die Möglichkeiten zur Deflationsbekämpfung genommen, ohne das von den Zinssenkungen reale Impulse für die Konjunktur ausgegangen wären. Die Bank of Japan geht nun davon aus, dass die Preise sogar in den nächsten zwei Jahren weiter fallen werden.
Ralf Streck17.07.2009

http://www.heise.de/tp/blogs/8/142121

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
17. Juli 2009, 09:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
Dieses Flugblatt wurde am 16. Mai an der Krisendemo in Berlin verteilt.


mr green
17. Juli 2009, 10:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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La Banda Vaga zur Krise

Von der Krise zum Zusammenbruch des Kapitals?
17. Juli 2009, 13:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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