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Griechenland
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Griechenland
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Melnitz



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Die Metro-ArbeiterInnen aus Athen streiken schon ein Weilchen. Jetzt hats der Regierung heute den "Deckel glüpft" und sie haben die "civil conscription" (erzwungene Aufnahme der Arbeit) angeordnet. Worauf in Solidarität die ArbeiterInnen der restlichen öffentlichen Verkehrsmittel in Athen in den Streik traten. Starke Geschichte:

Greek government orders the civil conscription of the striking metro workers in Athens; workers in all transportation mediums join strike in solidarity

Zitat:
In the afternoon of January 24, the Greek government via the ministry of transport ordered the civil conscription (i.e. the forced return to work) of the workers at the Athens Metro, who had been on strike for the past eight days. In response, the workers in all other mass transportation mediums in the city (buses, metro green line and tram) have also joined or extended their strikes. The workers at the Athens metro are calling all those in solidarity to gather at the main metro depot in Sepolia (by Kifissos Ave).


Athens: Gov’t – public transport workers conflict escalates after “civil mobilization” decision


Text auf dem Bild: Their struggle is yours, too. Strike: Everyone to the streets!



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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
24. Januar 2013, 16:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Crazy. Morgen Streik aller Verkehrsbetriebe in Athen. Bullen haben 2500 Einsatzbefehle (unter Androhung von Knast) an streikende Metro-ArbeiterInnen geschickt. Diese ignorieren die Einsatzbefehle...

UPD: Athens: all public transport on strike despite ‘civil mobilization’, Jan 25/2013

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
25. Januar 2013, 00:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Here we go:

Zitat:
Riot police and anti-terrorist unit storm the metro depot in Athens

At approximately 03.40 am, riot police (MAT) and police’s special anti-terrorist task force (EKAM) stormed the central metro depot in Sepolia, W. Athens, in their attempt to break the transport strike. At least 100 workers were inside the depot at the time of the operation and at least three were detained.

A solidarity gathering has been called at the metro depot for 1pm today.

http://blog.occupiedlondon.org/2013/01/25/riot-police-and-anti-terrorist-unit-storm-the-metro-depot-in-athens/


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25. Januar 2013, 10:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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Zitat:
Aufgrund der Notstandsverordnung drohen den Streikenden Haftstrafen von bis zu fünf Jahren, sollten sie nicht wieder an die Arbeit gehen.


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argumentum ad baculum
25. Januar 2013, 13:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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WSWS zum Streik der U-Bahn-ArbeiterInnen:

http://www.wsws.org/de/articles/2013/jan2013/metr-j26.shtml

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27. Januar 2013, 00:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Mit der greichischen Wirtschaft geht es wieder aufwärts?!

http://www.dw.de/positive-signale-aus-griechenland/a-16554825?maca=de-rss-de-all-1119-rdf

Quatsch, meint querschüsse:
http://www.querschuesse.de/griechenland-exporte-mit-137-analyse-und-charts/

Der Exportüberschuss von 12% zum Vorjahresmonat kommt praktisch ausschliesslich von der Petro-Chemie-Industrie;
da sich Autofahren und Heizen viele Proleten nicht mehr leisten können, wird das Öl und Benzin, das für den
heimischen Markt produziert wurde, einfach exportiert. Die 'positiven Signale' bedeuten:
"Was in Bezug auf den Haushalt ein Erfolg sei, bringe dramatische Folgen für die Menschen".

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Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
30. Januar 2013, 12:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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PAME und Bullen stossen zusammen:

Labour Ministry occupation: Communist unionists clash with police, 40 detainees, 3 injured

Morgen diverse Streiks:

Public sector, seamen, train workers, doctors… strikes on Jan 31/Feb1 2013

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
30. Januar 2013, 17:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Für diejenigen, die beim Staat schulden ob haben (auch Kleinstbeträge), sollen neue Knäste gebaut werden.

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Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
31. Januar 2013, 10:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Euronews zur PAME-Aktion:



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31. Januar 2013, 21:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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http://www.labournet.de/internationales/griechenland/arbeitskaempfe-griechenland/metalleutiki/
11. Februar 2013, 16:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Generalstreik am Mittwoch, 20.02.:

http://arab.blogsport.de/2013/02/10/great-crisis-riseup-greek-edition/

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17. Februar 2013, 22:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag Generalstreik Live Antworten mit Zitat
Reuters-Livestream aus Athen: http://reuters.livestation.com/demo

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“Der reissende Strom wird gewalttätig genannt, aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig!” (B. B.)
www.banlieue.blogsport.de
20. Februar 2013, 13:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Melnitz



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Erlebnisbericht zum nicht gerade berauschenden Generalstreik von letzter Woche:

Nichts ist vorbei. Der Generalstreik in Griechenland

Zitat:
Das schwierige an der Lage ist, dass hier nur noch alles zu wollen ist. Es hilft kein sozialdemokratisches Betteln um Reformen mehr, überhaupt gibt es nichts mehr von irgendeinem Kapitalisten oder der Regierung zu fordern. Es gibt nur noch die Möglichkeit, die Revolution zu machen. Alles andere ist zumindest in diesem Land in dieser Situation Quark.

Aussichtslos ist das dennoch nicht. Denn die Lage im Land ist unabschätzbar, ein Funke könnte genügen und die aufgestaute Wut, der Hass auf die Zerstörung der eigenen Leben, könnte die Resignation und Verzweiflung aufsprengen. Wie im Dezember 2008, als der Bullenmord an Alexis Grigoropoulos zu jenem Fanal wurde, mit dem langjährige tektonische Veränderungen im gesellschaftlichen Gefüge zum Erdbeben wurden, könnte ein Ereignis reichen, um die Explosion auszulösen, die unter den jetzigen Bedingungen wohl einiges an Sprengkraft aufzuweisen hätte. Ein Bullenangriff zuviel, eine Zwangsdienstverpflichtung zuviel, eine Sparmaßnahme zuviel.

Bis dahin wird die griechische Revolution wohl einiges an Organisationsarbeit leisten müssen – Ansätze dafür gibt es genügend. Damit wir hoffentlich bald mit Marx sagen können, dann „wird Europa von seinem Sitze aufspringen und jubeln: Brav gewühlt, alter Maulwurf!“


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22. Februar 2013, 18:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Zitat:
Wir bleiben noch kurz, plaudern mit einigen Genossen, die die Parteizeitung „Rizospastis“ verkaufen und gehen dann zur anderen Demonstration, auf der andere unserer Genossen laufen.


antifa-touristen aus deutschland fraternisieren sich mit kke, soll das realsatire sein?
26. Februar 2013, 14:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Zitat:
Auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki grassiert das Goldfieber. Wegen der wirtschaftlichen und ökologischen Skandale rund um den Goldabbau eskalieren die Konflikte mit dem Konzern Hellas Gold und der Polizei.
VON JOCE COGNORD


http://jungle-world.com/artikel/2013/11/47331.html

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
29. März 2013, 01:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag 27 ausländische Arbeiter in Griechenland angeschossen Antworten mit Zitat
http://www.nzz.ch/aktuell/international/griechenland-saisonarbeiter-1.18066806

http://www.nzz.ch/aktuell/international/blutige-erdbeeren-schuesse-auf-saisonarbeiter-aus-bangladesh-in-griechenland-1.18066874

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Das ist die Verrücktheit einer Gesellschaft, die sich von einem Sachzwang bestimmen lässt, der nur existiert, weil ihn die einen selbst praktizieren und die anderen sich ihn aufherrschen lassen.
18. April 2013, 16:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Manolada: shocking video from strawberry fields shooting – injured workers to be deported

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20. April 2013, 23:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Nadja Rakowitz war in Griechenland:

http://www.labournet.de/internationales/griechenland/griechische_schuldenkrise-griechenland/krise-gr-all/austeritatspraxen-nadja-rakowitz-uber-gesundheitliche-nebenwirkungen-der-troika-politik-in-griechenland/

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29. April 2013, 23:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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The Barbarian: Anarcho-touristische Revue aus Griechenland:

https://thebarbarianreview.wordpress.com/

Zitat:
Why a journal in English, in Athens, from non-Greeks? Not from any Anglophilia, or even any respect for the woefully vulgar modern English language, but as a consideration that in our times English has become the universal language. On the other hand, the events in Greece have a universal significance, and deserve to be communicated universally. Something which in fact is difficult to do, given the general lack of knowledge of the Greek tongue, and a certain charming modesty or taciturnity among the Greek revolutionists themselves, which forms such an admirable contrast to the endless French verbiage concerning the beautiful non-event of Mai 68, or the Anglo-American sub-marxism that fills the books of today. So it is no surprise that we have chosen to write in English, to better communicate the experience we have of being in, but not of, the Greek radical milieu, and it is to be hoped that this will be as rewarding for the Greek and non-Greek to read, as it has been for us to collect and write down our views.


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05. Mai 2013, 03:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Video über das "Potato Movement" in Griechenland. Bauern verkaufen günstig Nahrungsmittel. Versuche in Selbstorganisation:

http://vimeo.com/59838835

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11. Mai 2013, 15:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Der Staat schreitet erneut ein gegen Streikende:

Mit vorgehaltener Waffe

Zitat:
Die griechische Regierung verbietet erneut einen Streik mit Hilfe einer Zwangsdienstverpflichtung.


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15. Mai 2013, 20:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die griechischen LehrerInnen bekamen dann doch Angst vor dem eigenen Mut und sind zurückgekrebst:

University entrance exams started – Much Ado about…

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17. Mai 2013, 14:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Suizidraten steigen weiterhin....

Suicide rate climbed 26.5% in 2011 – mostly women

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20. Mai 2013, 20:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Ein paar kritische Anmerkungen zu dieser Solidarity4all-Geschichte:

http://de.indymedia.org/2013/05/344938.shtml

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Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
21. Mai 2013, 12:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Black Panthers to Golden Dawn: 'Don't mess with black people':
http://www.enetenglish.gr/?i=news.en.community&id=1055
29. Mai 2013, 16:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Drogenmarkt und Krise Antworten mit Zitat
Auch der Drogenmarkt reagiert auf die Krise. Da herkömmliche Drogen tendenziell für die Junkies zu teuer sind, braucht der Markt neue Substanzen, die noch viel mehr und giftigeren Dreck enthalten, als die herkömmlichen Drogen und somit billiger sind. Sisa ist ein solches Produkt der "Innovation": http://www.vice.com/alps/read/sisa-kokain-der-armen
Zitat:

Selbst wenn du Junkie bist, jeden Tag Crystal schnupfst, kein Geld in der Tasche hast und zu allem Überfluss auch noch in Griechenland lebst, wo es im Moment sowieso schon allen scheiße geht, kannst du noch tiefer sinken—indem du abhängig von noch beschisseneren Drogen wirst. Sisa ist eine billige, synthetische Variante von Crystal Meth. Anscheinend wird es mit Batteriesäure hergestellt, um die Kosten auf billige zwei Euro zu senken. In Griechenland ist Sisa gerade auf dem Vormarsch. Wenn du dir den Dreck gibst, fühlst du dich, als würdest du innerlich verbrennen, du kannst nicht mehr schlafen, halluzinierst, dein Herz rast und du empfindest extreme Wutausbrüche. Als ob es dem Land aufgrund der Krise nicht sowieso schon dreckig genug gehen würde.

Wir waren auf den Straßen Athens unterwegs, um dort die hoffnungslose Situation der Obdachlosen aufzudecken, die gezwungen sind, herkömmliche Drogen mit dem billigeren Sisa zu ersetzen, und hingen mit Konstantinos—einem Abhängigen—, einem Dealer, der Polizei, Ärzten und Einheimischen ab, deren Leben alle von Sisa beeinflusst wurden.

In Griechenland sind die Obdachlosenzahlen seit vier Jahren um 25 Prozent gestiegen, gleichzeitig erhalten sie weniger Hilfe vom Staat, und auch die Unterstützung und Auffangbecken für Drogenabhängige sind gekürzt worden. Drogen wie Kokain, Heroin oder Meth sind schon lange nicht mehr erschwinglich. Sisa hingegen ist viel billiger, und seit 2013 fester Bestandteil der Drogenszene, weshalb die Polizei unter dem Namen Operation Thetis eine neue Taktik eingeführt hat, um obdachlose Abhängige aus dem Stadtzentrum zu vertreiben. Sisa: Kokain der Armen dokumentiert ein aufkommendes narkotisches Desaster, das ein verzweifeltes Sinnbild für die Armut in Griechenland darstellt.


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
16. Juni 2013, 12:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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Beitrag Re: Drogenmarkt und Krise Antworten mit Zitat
Zitat:

Sisa hingegen ist viel billiger, und seit 2013 fester Bestandteil der Drogenszene, weshalb die Polizei unter dem Namen Operation Thetis eine neue Taktik eingeführt hat, um obdachlose Abhängige aus dem Stadtzentrum zu vertreiben.

auffallend direkt geschrieben

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"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
16. Juni 2013, 16:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag #free_sakkas Anarchist Kostas Sakkas on hunger strike Antworten mit Zitat
Der anarchistische Gefangene Kostas Sakkas ist seit dem 4. Juni im Hungerstreik. Angeklagt, Mitglieder der "Feuerzellen" zu sein (was er und die Organisation bestreiten), ist er seit zweieinhalb Jahren ohne Urteil im berühmt-berüchtigten Koridallos-Gefängnis in Athen. Wer sein Communiqué, das stark anarchokommunistische Töne anschlägt, mit jenen der "Feuerzellen" vergleicht, wird auch schnell merken, dass es irgendwie kurios wäre, dass ein Mitglied dieser Organisation ein solches Communique schriebe. Das Problem der Schweine war einfach, dass sie ihn keiner Organisation zuordnen konnten und die CCF gerade ziemlich angesagt und aktiv war. Somit war es naheliegend, diese Version dem Publikum zu präsentieren.

Ein paar Texte auf Englisch auf der HP griechischer Genossen: http://communisation.espivblogs.net/2013/06/25/free_sakkas-anarchist-kostas-sakkas-on-hunger-strike-since-june-4/

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
26. Juni 2013, 00:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Artikel zum Film Antworten mit Zitat
Der Artikel zur Kurzdoku über Sisa: http://www.vice.com/alps/read/eine-droge-fur-knappe-zeiten?Contentpage=1

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
01. Juli 2013, 13:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Aufstand in Flüchtlingslager Antworten mit Zitat
Aufruhr in griechischem Abschiebelager: http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-08/aufstand-fluechtlingslager-griechenland und http://www.taz.de/Abschiebelager-in-Griechenland/!121606/

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11. August 2013, 17:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Anarchismus in Griechenland Antworten mit Zitat
Ziemlich interessante Reportage über die anarchistische Szene in Griechenland: http://news.yahoo.com/special-report-inside-greeces-violent-anarchist-groups-084522190.html

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15. August 2013, 17:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
schon krass, wie schnell es solche artikel über fb & co. rund um die welt schaffen... ;-)

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15. August 2013, 20:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag The death of a "freeloader" Antworten mit Zitat
Ein 18-jähriger Schwarzfahrer ist letzten Dienstag in Athen beim Versuch, den Schergen der Transportgesellschaft zu entkommen, tödlich verunfallt. Ein Bericht darüber und die Folgen der Sparpolitik im allgemeinen: http://www.newstatesman.com/world-affairs/2013/08/death-freeloader-when-will-we-accept-results-austerity

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16. August 2013, 19:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
neues paper von TPTG:

COUNTING DEFEATS
Internal devaluation, the failure of working class struggles in Greece & the Sino-Greek “success story”


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02. September 2013, 00:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Mord an Antifa-Rapper durch die Nazis in Griechenland. Danach Demos und Ausschreitungen:

http://www.urban75.net/forums/threads/antifascist-worker-murdered-by-golden-dawn-fascists.315157/

http://libcom.org/news/greece-antifascist-rapper-stabbed-death-25-neonazis-18092013



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18. September 2013, 22:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Das Problem ist die Regierung, nicht Golden Dawn Antworten mit Zitat
THE PROBLEM IS THE GREEK GOVERNMENT, NOT GOLDEN DAWN: http://borderlinereports.net/2013/09/19/the-problem-is-the-greek-government-not-golden-dawn/

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19. September 2013, 14:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Beitrag Antworten mit Zitat
Und hier haben wir den Mörder. Fussballhool oder Neonazi?

http://blog.occupiedlondon.org/2013/09/19/so-the-murderer-of-pavlos-fissas-had-nothing-to-do-with-golden-dawn/

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
19. September 2013, 18:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Doc Sportello



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Beitrag Als Flüchtling in Griechenland Antworten mit Zitat
Wasim’s story and the cruel fate of refugees in Greece: http://roarmag.org/2013/09/migrants-greece-criminalized-dehumanized/

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23. September 2013, 21:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Interview mit Ex-Golden-Dawn-Mitglied Antworten mit Zitat
Schon Guy Debord wusste, dass die Mafia im zeitgenössischen Kapitalismus die höchste aller Organisationsformen ist. Leider wissen das auch die Arschlöcher von Golden Dawn: http://blog.occupiedlondon.org/2013/09/21/interview-by-ex-golden-dawn-member-allows-insight-into-the-groups-structure-and-explains-what-could-have-happened-with-pavlos-murder/

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
23. September 2013, 22:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Golden Dawn und Bullen Antworten mit Zitat
Was unsere Genossen in Griechenland schon seit Jahren wissen, hat jetzt auch Die Zeit entdeckt: "Griechische Polizei hat Verbindungen zu Neonazis". Diese Verbindungen sollen sogar so weit gehen, dass die Bullen Kader von Golden Dawn ausbilden. Doch kein Grund zur Sorge, denn: "Nun schreitet die Athener Regierung ein."

http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-09/polizei-griechenland-goldene-morgenroete

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24. September 2013, 10:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Riots während Antifa-Demo in Athen Antworten mit Zitat
Bilder von den Ausschreitungen: http://www.demotix.com/news/2791949/massive-antifascism-protest-athens-ends-clashes

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25. September 2013, 22:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Demos in Griechenland gegen Golden Dawn Antworten mit Zitat
Ausführlicher Bericht: http://roarmag.org/2013/09/antifascist-protest-athens-pavlos-fyssas/

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26. September 2013, 00:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Die spinnen, die Nazis Antworten mit Zitat
Autonome Nationalisten aus Griechenland gehen nach Syrien und kämpfen auf Seiten der Regierungstruppen: http://glykosymoritis.blogspot.ch/2013/09/syria-greek-nationalist-socialists-that.html

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28. September 2013, 14:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Wenn der Staat zum Antifa wird Antworten mit Zitat
Sehr ausführliche Analyse von Golden Dawn und der griechischen Rechten im allgemeinen: http://libcom.org/news/when-state-turns-antifa-26102013

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26. Oktober 2013, 20:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Totalitarismustheorie in Griechenland:

Over 200 being probed over opposition to Skouries gold mine

Zitat:
Authorities are treating the suspects in these three cases as having formed a criminal organization, the same charge that has been leveled against the leadership of the neo-Nazi Golden Dawn party.


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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
27. Oktober 2013, 22:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Nazis erschossen Antworten mit Zitat
Zwei Mitglieder von Golden Dawn wurden in Athen erschossen: http://taz.de/Schuesse-vor-Neonazi-Parteibuero/!126702/

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01. November 2013, 19:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Guter Schuss!
01. November 2013, 21:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Weitere Artikel Antworten mit Zitat
@Negazione: Einverstanden, man kann Waffen definitiv für Dümmeres gebrauchen...

Hier noch zwei etwas ausführlichere Artikel:

Tagi: http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Zwei-Rechtsextremisten-vor-Buero-der-Morgenroete-getoetet/story/19375309

The Guardian: http://www.theguardian.com/world/2013/nov/01/golden-dawn-killed-shooting-athens

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01. November 2013, 22:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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http://www.enetenglish.gr/?i=news.en.home&id=1582
02. November 2013, 13:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Troika flieht vor wütenden Putzfrauen mr green

The Troika Takes Fright in Greece

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07. November 2013, 15:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Aber auch Bad-News: Der besetzte Sender ERT wurde heute morgen von der griechischen Polizei gestürmt...

Greek police raid occupied and worker-run TV station

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07. November 2013, 15:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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ERT 3 in Thessaloniki sendet weiterhin. Es soll mittlerweile 1000 Leute vor ERT in Athen haben. Mehr Infos und Updates wie immer hier:

http://blog.occupiedlondon.org/2013/11/07/riot-police-raids-public-tv-station-building/

http://www.keeptalkinggreece.com/2013/11/07/athens-riot-police-raid-ert-broadaster-at-4-am-journos-detained/

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07. November 2013, 16:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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ERT sendet von ausserhalb des ERT-Gebäudes:

http://www.ertopen.com/

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Die letzten 8 Minuten von ERA (= Radio) transkribiert (Englisch):

http://julietomlin.tumblr.com/post/66283508892/the-last-eight-minutes-of-era-in-greece

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07. November 2013, 17:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Das "reiche Europa" (Knackeboul): Hunger in Europa!

Mommy, I Promise We Will Never Be Hungry Again!

Zitat:
This story, along with many other similar tales of destitute families unable to feed and clothe their children, has become so common in Greece that UNICEF reports an unbelievable 600,000 of the country's young are malnourished and living below the poverty line.

Yes, the phenomenon of malnutrition has become a reality in Greece ever since the beginning of the debt crisis in 2010, forcing a growing number of organizations and individuals into a daily fight to feed the hungry. For, hanging from most public garbage cans around Athens, one can find neatly packed bags full of cooked food waiting to be picked up. Almost like a secret code among the public, it is understood that these rations have been placed there for their needy co-citizens.

[...]

The Greek capital is teeming with soup kitchens that continue to pop up everywhere, everyday. As Mayor Giorgos Kaminis reported last month, more than 20,000 residents now rely on strained municipal services for their daily subsistence with another 20,000 being fed by the kitchens operated by the Greek Orthodox Church and other private donors.

The numbers are shocking with over forty percent of users forced to visit a soup kitchen for the first time within the last six months and with 18 percent of those going hungry holding university degrees. Almost two-thirds of the needy are in their prime earning ages of 26 to 55 years, devastated by the crisis and by endless austerity measures that have pushed unemployment to stratospheric levels.


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08. November 2013, 21:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Die Auseinandersetzungen um ERT dauern an. Noch immer sind Demonstranten vor dem ERT-Gebäude, flankiert von Bullen. Zuweilen soll es zu kleineren Auseinandersetzungen kommen, munkelt man bei Twitter (#ERT).

Livestream:

http://www.zougla.gr/live

Aber alles in allem sind längst nicht mehr soviele Leute auf der Strasse, wie bei ersten Mal.

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09. November 2013, 19:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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News vor den Bullen mr green



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09. November 2013, 19:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Gemäss Twitter sendet #ERT jetzt aus dem besetzten Polytechnikum in Athen inkl. Massenauflauf. Die Bullen haben daran scheinbar gar keine Freude:

Zitat:
#junta not over in 73:police threatened to invade Athens Polytechnic School if #ert was allowed t broadcast from there #ertopen @BuzzWorkers






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14. November 2013, 23:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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ERT hat von einer Jubiläumsfeier aus dem Polytechnikum gesendet, wie aus dieser - amüsanten - Google-Übersetzung einer griechischen Seite hervorgeht:

Zitat:
Hier Polytechnic Universität hier von Mitarbeitern der ERT!

Mitarbeiter ERT Programm wird voraussichtlich von der Polytechnischen emittieren, obwohl die Behörden Rektor schien nur ungern helfen.

Und während der Nachmittag Transfer Ausrüstung der Polytechnic, war die Nachricht von der Verwaltung der Institution, der Toleranz, dh ohne körperliche Unterstützung ... nicht einmal Zugriff auf die Institution.

Im Wesentlichen wurde Zustimmung an die Mitarbeiter des ERT mit der Mehrheit des Lenkungsausschusses der Feier sowie der Druck von den studentischen Vereinigungen ausgeübt gegeben.

Früher in der Pressemitteilung veröffentlichten sie die kateillimenes Fakultäten der Technischen Universität laden redundante Kämpfer ERT, alle Arbeiter und Jugendlichen nicht einen Schritt zurück und kommen zusammen auf der Baustelle kateillimenou Polytechnic getreten.

http://left-news.blogspot.gr/2013/11/blog-post_9015.html


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15. November 2013, 00:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Zitat:
In den Interviews mit Pro Asyl berichten Flüchtlinge, dass sie zurück aufs offene Meer gebracht wurden, nachdem sie bereits griechischen Boden erreicht hatten. Die meisten Flüchtlinge, so die Organisation, hätten von Misshandlungen berichtet. Ein Flüchtling aus Syrien sagte laut Pro Asyl: "Sie schlugen brutal auf D. ein. Einer mit einem Holzstock und einer drückte mit seinem Fuß D.s Kopf auf den Boden. D. schrie und weinte. Er rief auf Arabisch: 'Ich bin kein Tier'. Die Polizei erwiderte 'sei still'."


http://www.n-tv.de/politik/Griechen-setzen-Syrer-auf-offenem-Meer-aus-article11686036.html

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15. November 2013, 11:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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Samaras sieht ja "Licht" am Ende des Tunnels für Griechenland. So sehen die Verhältnisse wirklich aus:

Inzwischen sind viele Griechen am Ende ihrer Kraft angelangt

Zitat:
Die Griechen kommen nicht zur Ruhe. Akademiker, Handwerker, Rentner - sie alle leben von der Hand in den Mund. Viele Menschen können sich nicht mal eine Krankenversicherung leisten. Die Zahl der Selbstmorde ist dramatisch angestiegen. Am schlimmsten trifft es die Kinder.


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01. Dezember 2013, 23:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Zu den Bedingungen in den Knästen Griechenlands Antworten mit Zitat
Greece: Prison system collapsing – labeled 'inhuman' http://glykosymoritis.blogspot.ch/2013/12/greece-prison-system-collapsing-labeled.html

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29. Dezember 2013, 12:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Zitat:
Nowadays, proletarian anti-fascist violence in any case is necessary, especially in those places where left-wing activists or even just the presence of left-wingers, are hindered or threatened by fascists. We can't allow the fascists the monopoly on violence.

http://libcom.org/blog/fascists-greece-streets-parliament-back-21022014

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24. Februar 2014, 11:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Während es mit Griechenland immer weiter den Bach runtergeht:

43% mehr Tote Neugeborene:

MEP Chatzimarkakis: Health cuts see new-born deaths jump 43% in Greece


Krebserkrankungen seien nicht dringend, ausser in der Endphase. Meint der Gesundheitsminister:

Greek Health Minister: “Cancer is not urgent unless in final stages”

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08. März 2014, 02:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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21. März 2014, 10:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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http://www.spiegel.de/video/der-griechische-patient-die-kranken-folgen-der-finanzkrise-video-1334892.html

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25. März 2014, 02:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die europäischen Finanzminister sind zu Besuch in Griechenland:

Griechenland ist wieder flüssig

Zitat:
Die europäischen Finanzminister sind nicht mit leeren Händen nach Athen gekommen. Doch trotz einer weiteren Milliardenzahlung sind sie mit Griechenland nicht zufrieden.


Traditionellerweise gibt es kleinere Riots, aber die Zeiten von 2011 und 2012 sind längst vorbei:





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01. April 2014, 18:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Die Auseinandersetzungen gehen weiter. Live-Updates gibt es hier:

https://resistra.net/newswire/?lang=eng

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01. April 2014, 19:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Roarmag zur Situation in Griechenland:

Greece’s so-called recovery: a dangerous delusion

Zitat:
Government officials would have us believe that Greece is finally emerging from recession. Their unbridled sense of optimism is a dangerous delusion.


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06. April 2014, 23:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
En passant: Mal wieder ein Generalstreik in Griechenland:

Neue Streiks gegen Sparpolitik in Griechenland begonnen

Zitat:
In Griechenland haben am Mittwoch grössere Streiks gegen die harte Sparpolitik der Regierung begonnen. Aufgerufen haben die beiden grössten Gewerkschaftsverbände aus dem staatlichen und privaten Sektor. Für die Mittagszeit waren in Athen Demonstrationen geplant.


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09. April 2014, 11:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Während die griechische Regierung wieder den Schritt zurück an die Märkte wagt:

Athen drückt aufs Tempo: Griechenland wagt den Schritt

Zitat:
Nach Jahren will das hochverschuldete Griechenland wieder eine langlaufende Anleihe begeben. Bei Anlegern sollen so zwei Milliarden Euro eingesammelt werden. Das Land nutzt die gute Stimmung am Markt. Doch nicht alle jubeln.


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Zwei Artikel zu Griechenland.

Karl-Heinz Roth schreibt über die ökonomische Lage:

Konflikte im Troika-Camp. Griechenland: Trendwende oder lautes Pfeifen im Wald?$

In der AK ein Artikel, der auch auf den "subjektiven Faktor" schaut:

Größte Umverteilung seit der Nazibesatzung: In Griechenland geht die Enteignung der Bevölkerung weiter - Widerstand gibt es nur vereinzelt

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deutschsprachige Übersetzungen von Texten und Kommuniqués nihilistischer Anarchisten aus Griechenland: http://www.magazinredaktion.tk/nihilin.php

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http://www.enetenglish.gr/?i=news.en.newsmain&id=1870

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Material für die Kreissäge: http://www.enetenglish.gr/?i=news.en.politics&id=1845

Zitat:
Es gibt verschiedene Arten von gescheiterten Staaten. Schaut man im Kontext der EU auf Griechenland, dann ist das so. Zwei von drei Haushalten können Schulden an die Steuerbehörde nicht begleichen. 3,5 Millionen arbeitende Griechen müssen 1,3 Millionen Arbeitslose und 4,5 Millionen nicht arbeitende Griechen erhalten. Zwei von drei Unternehmen können Kredite nicht zurückbezahlen, eine Million Haushalte schulden den Energieunternehmen Geld.

http://derstandard.at/1397521690935/Oekonom-Nie-war-Athen-so-bankrott-wie-heute

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Beitrag Antworten mit Zitat
http://en.contrainfo.espiv.net/2014/04/25/greece-revolutionary-struggle-claims-responsibility-for-car-bomb-explosion-in-athens-city-centre/
Zitat:
In the present circumstances, a revolutionary platform could be summarized as follows:

-Unilateral termination of payment of the Greek debt.
-Exit from the Economic and Monetary Union (EMU) and the European Union (EU).
-Expropriation of assets of the Capital, large companies, multinational corporations, of all movable and immovable property of the capitalists.
-Abolition of the banking system, erasure of all debts to banks, handover of small possessions that were seized by banks, and socialization of bank assets.
-Expropriation of state property and utilities companies; expropriation of church property.
-Socialization of the means of production, industry, ports, means of transfer and communication, transportation, utilities, hospitals and educational institutions; the workers will engage in their managing.
-Abolition of the State and the bourgeois parliament of professional politicians, to be replaced by a confederal system of popular assemblies and workers’ councils, whose coordination, communication and decision-implementation will be achieved through delegates elected and immediately recallable. At national level, in place of the old representative bourgeois parliament there will be a supreme Confederal People’s Assembly, whose members will be authorized members-delegates elected and immediately recallable by the local popular assemblies and workers’ councils.
-Abolition of the police and the army, to be replaced by an armed popular militia, not a mercenary one.


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Beitrag Erdbeergulag Antworten mit Zitat
Der selbstverwaltete Gulag wird immer mehr zu einer Realität: http://roarmag.org/2014/08/manolada-shooters-strawberry-pickers-acquitted/

Zitat:
More than 70 Bangladeshi workers live in this particular camp. There are about 25 similar camps, all close to the greenhouses where the men toil practically all day under conditions highly hazardous for their health. Following a fire breakout in one of the shacks in 2006, and statements by the regional fire brigade that characterized the workers’ accommodation as a “human rubbish dump”, labor and health inspections have been conducted several times — but nothing has changed since then.


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Beitrag Golden Dawn Antworten mit Zitat
Interview mit einem griechischen Antifaschisten zu Golden Dawn:

Zitat:
Neben der Χρυσή Αυγή / Chrysi Avgi (C.A.) gibt es zur Zeit keine anderen faschistischen Bewegungen, zumindest wenn wir den Ausdruck Bewegung ernst nehmen wollen. Es gibt verschiedene rechtskonservative Formationen am Rande, die sind aber kaum erwähnenswert. Phänomene wie die Autonomen Nationalisten gibt es nicht (mehr). Im Großen und Ganzen hat sich Χρυσή Αυγή (C.A.) alles Faschistoide und Nationalistische, was es im Land gibt, einverleibt: MonarchistInnen, Militaris­tInnen, Kollaborateure des 2 Weltkrieges, AnhängerInnen der Diktatur, RassistInnen u.s.w.
Erwähnenswert ist, dass die Nea Dimokratia, die führende Regierungspartei, schon während der letzten Wahlen (2012) einen großen Teil der Agenda von Χρυσή Αυγή (C.A.) übernommen hat, um das Leck ihrer auslaufenden Wählerschaft zu dämmen. Das ist insofern ein Fehler gewesen, da die extrem rechten WählerInnen dann doch lieber das Original vorziehen.

https://www.antifainfoblatt.de/artikel/%E2%80%9Edie-antifa-hat-es-mit-viel-m%C3%BChe-geschafft-auf-den-stra%C3%9Fen-dominant-zu-sein%E2%80%9C


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
14. September 2014, 16:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Mal wieder ein kleiner Riot in Griechenland, als vor einigen Tagen eine Antifa-Demo am Jahrestag von Pavlos Fyssas Ermordung von den Bullen angegriffen wird:



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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
20. September 2014, 08:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Athen gestern, 4 Tage vor dem Jahrestag der Studentenrevolten von 1973. Polizisten sperren die Unis ab und hindern die StudentInnen gewaltsam in die Hörsäle zu gehen:

Zitat:
13 November 2014. Four days before the anniversary of the students revolt in Greece against the dictatorship regime in 1973, the self-proclaimed democratic greek government, in collaboration with the Athens universities authorities, without any prior notification, surrounded and closed down all universities in Athens with scores of riot policemen and police bikers.

Although such an action shows that the regime seems scared and trembles in the idea of just an anniversary of a revolt 41 years ago, this actually had the opposite effect. Instead of students getting scared this kind of tactic aggravated the situation in a deteriorating higher education system with no actual future. So on Thursday morning (13/11/2014) students tried to go to classes in various universities in Athens and Thessaloniki only to be attacked by the riot police. This lead to a new protest in the evening with even more people in the center of Athens that approached the Polytechnic School of Athens at Exarcheia to hold an assembly.

This video shows that attempt to open the locked central doors and the subsequent new attack of the Riot Police against more than 5.000 students.

http://libcom.org/news/frontline-video-riot-police-attacking-greek-students-outside-polytechynic-school-athens-las





Zudem der Bericht von jemandem, der im Herbst 2014 in Griechenland war:

Die Glut unter der Asche: Ein politscher Reisebericht aus Griechenland

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14. November 2014, 08:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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In Griechenland geht nach einer Ruhepause in der zweiten Hälfte 2013 und 2014 wieder etwas. Am Samstag jährt sich der Mord an Alexis und sein Freund Nikos Ramos ist im Gefängnis im Hungerstreik. Das hat am letzten Dienstag zu einer Demo mit grösseren Riots geführt. Jerome Roos von Roarmag fragt sich, ob Griechenland vor einer neuen Kampfwelle steht:

Could Greece be on the verge of another social explosion?

Zitat:
The hunger strike of an anarchist prisoner and the reaction on the streets are rekindling long-standing conflicts in Greek society going back to 1944.


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10. Dezember 2014, 13:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Hungerstreik beendet Antworten mit Zitat
Nikos Romanos hat seinen Hungerstreik beendet, nachdem er die Erlaubnis bekommen hat, die Vorlesungen an der Uni mit einem elektronischen Armband zu besuchen:

Zitat:
Greek anarchist and convicted robber Nikos Romanos has ended a hunger strike after parties agreed on an amendment that will allow him to attend on-campus classes while wearing an electronic bracelet, Kathimerini understands.

Romanos had been on hunger strike since November 10 over authorities' refusal to grand him an educational leave to attend classes at a Greek technical college (TEI). He stopped receiving liquids on Wednesday morning.

http://www.ekathimerini.com/4dcgi/_w_articles_wsite1_1_10/12/2014_545308


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10. Dezember 2014, 15:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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LCM:

http://lowerclassmag.com/2014/12/ein-anarchistisches-revival/

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12. Dezember 2014, 19:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zur neusten Krise:

http://m.heise.de/tp/artikel/43/43613/1.html

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13. Dezember 2014, 11:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Wie die Kapitalisten Mühe haben mit ihrem eigenen Wahlsystem:

Griechenland steuert auf Regierungskrise zu

Zitat:
Der frühere EU-Kommissar Stavros Dimas ist auch im zweiten Anlauf mit dem Versuch gescheitert, Präsident zu werden. Die Angst an den Finanzmärkten wächst.


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23. Dezember 2014, 14:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Während das "offizielle Griechenland", die EU und die Märkte der dritten und letzten Möglichkeit zur Wahl eines Präsidenten am Montag 29.12.2014 entgegenfiebern, gibt dieser Artikel von eldiario.es einen guten Überblick über die Selbstverwaltungsstrukturen in Griechenland. Diese scheinen immer grössere Bedeutung zu bekommen. Der Artikel ist halt leider in Spanisch...

http://www.eldiario.es/internacional/Grecia-auto_gestion-anarquismo-economia_solidaria-movimientos_autonomos-procomun_0_338067068.html

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28. Dezember 2014, 13:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Aras



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Dimas floppt auch im dritten Wahlgang, d.h. am 25. Januar 2015 finden Neuwahlen statt.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/griechenland-stavros-dimas-scheitert-erneut-neuwahlen-im-januar-a-1010569.html
29. Dezember 2014, 11:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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"Lueget nöd ume, dä Grexit gaht ume!"

Grexit 2.0

Zitat:
Bereits vor zwei Jahren flirteten Politiker mit dem Euro-Austritt von Griechenland. Nun steht das Szenario erneut im Raum – allerdings unter anderen Vorzeichen.


Greece’s election: The euro’s next crisis

Zitat:
Why an early election spells big dangers for Greece—and for the euro


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30. Dezember 2014, 14:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Labournet-Dossier zur Situation in Griechenland:

http://www.labournet.de/internationales/griechenland/politik-griechenland/neuwahlen-in-griechenland-die-panik-der-bankenretter/

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04. Januar 2015, 20:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Deutschsprachiger Liveblog aus Athen zu den Wahlen:

http://blockupy-goes-athens.tumblr.com

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25. Januar 2015, 12:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Es reicht, bürgerliche Blätter zu lesen, um die unmögliche Situation für Syriza zu verstehen:

Zitat:
Bis zum 28. Februar hat Athen noch Zeit, dann läuft der europäische Teil des Troika-Programms für Griechenland aus. Die Laufzeit des vom IWF getragenen Teils des Programms währt noch bis März 2016, während Europas Beitrag, repräsentiert durch EU und EZB, eigentlich schon im Dezember vergangenen Jahres hätte enden sollen. Nach dem Scheitern der griechischen Präsidentenwahl und der damit aufziehenden politischen Ungewissheit war die Frist aber um zwei Monate verlängert worden.

Ihr Verstreichen wird keine kalendarische Petitesse sein, denn kann die Vereinbarung in den kommenden vier Wochen und zwei Tagen nicht verlängert werden oder steht eine Verlängerung nicht wenigstens glaubwürdig in Aussicht, können Athens Banken sich bei der Europäischen Zentralbank in Frankfurt nicht mehr durch die Hinterlegung von griechischen Staatsanleihen refinanzieren. Diese Anleihen haben Ramschniveau, weshalb die EZB sie nur unter zwei Bedingungen als Sicherheiten akzeptiert: Erstens muss die Troika ihre mehrfach aufgeschobene abschließende Bewertung des laufenden Anpassungsprogramms („Hilfspaket“) mit einem positivem Urteil zu Ende gebracht haben. Zweitens muss der politische Wille erkennbar sein, dass die neue Regierung in Athen sich an ein Anschlussprogramm halten wird, die Reformen also fortsetzt und die Sparmaßnahmen beibehält. „Die EZB hat mehrfach deutlich gemacht, dass ein Land, dessen Finanzierung und politische Linie in den kommenden Monaten unsicher ist, nicht erwarten kann, dass seine Staatsanleihen als Sicherheiten akzeptiert werden“, sagt der in Athen lebende deutsche Ökonom Jens Bastian.

[...]

Ohne diese Akzeptanz stünde Griechenlands Bankensystem vor dem Zusammenbruch, da allen vier großen, als „systemrelevant“ geltenden griechischen Kreditinstituten – Alpha-Bank, Euro-Bank, Piräus-Bank und Ethniki-Bank – der Zugang zu privaten Kapitalmärkten auf absehbare Zeit versperrt ist. Dass sie ihren Geschäftsbetrieb bisher dennoch aufrechterhalten konnten und die Bankautomaten in Griechenland (anders als im Mai und Juni 2012) auch in diesen unsicheren Tagen jederzeit Euroscheine ausgeben, liegt an der Absicherung durch ein Instrument, das „Ela“ genannt wird. Das steht für „emergency liquidity assistance“, ließe sich also als „Notfall-Liquiditätsunterstützung“ übersetzen. Alle vier großen Banken Griechenlands haben einen Antrag auf Ela stellen müssen. Sie hängen also am Tropf der EZB. Das schränkt die Handlungsfähigkeit einer Athener Regierung, die mit den Reformen Schluss machen will, auf drastische Weise ein.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/griechenland-nach-der-wahl-13389813.html



Auf Libcom wird schon mal ein Thread mit den Jubelpossen der Staatslinken eröffnet um sie später der Realität gegenüberzustellen:

http://libcom.org/forums/news/starry-eyed-gushing-over-syriza-26012015

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26. Januar 2015, 21:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Nüchterner Artikeln auf LCM von vor den Wahlen mit einigen guten Gedanken:

Zitat:
Allerdings sollten die Gefahren einer möglichen Regierungsübernahme SYRIZAs unter den oben benannten Vorzeichen ebenso wenig aus dem Auge verloren werden: Der Aufstieg SYRIZAs bedeutet eine links verkleidete Rehabilitierung der Hoffnung auf eine ,,gerechtere” etatistische Krisenverwaltung und lenkt damit den Unmut, der sich in den vergangenen Jahren durchaus auch radikal und unversöhnlich in außerparlamentarischen Bewegungen geäußert hatte, erneut in parlamentarische Bahnen. Wenn die angeblich bewegungsorientierte Interventionistische Linke (iL) etwa davon schreibt, dass ,,auch die revolutionäre Leidenschaft der antiautoritären Revolte, die im Herbst letzten Jahres den Hungerstreik des anarchistischen Gefangenen Nikos Romanos massenhaft unterstützte” Teil des Zeitgeistes ist, der die Wahl SYRIZAs zur kommenden Regierungspartei ermöglichen wird, dann hat sie insoweit Recht, dass es jener erfolgreich gelungen ist, die außerparlamentarische Proteste für sich zu vereinnahmen und politisches Kapital daraus zu schlagen. Dies bedeutet aber nicht eine Stärkung, sondern eine Schwächung außerparlamentarischer Bewegungen und Initiativen; nicht zuletzt, weil diese medial durch den Protagonismus SYRIZAs weitestgehend unsichtbar gemacht werden. Vor diesem Hintergrund erscheint es nur konsequent, dass sozialdemokratische Parteien und Verbände europaweit Hoffnungen in SYRIZA setzen, sind und bleiben für diese außerparlamentarische soziale Bewegungen doch lediglich potentiell rekrutierbares Stimmvieh. Für jenen bewegungsorientierten und antiautoritären Teil der Linken, der zumindest perspektivisch mit der etatistischer Krisenverwaltungspolitik – sei sie neoliberal oder sozialdemokratisch – brechen und eine wie auch immer geartete sozialistische Perspektive entwickeln will, ist eine Hoffnung auf SYRIZA dahingegen im Grunde genommen masochistisch.

http://lowerclassmag.com/2015/01/hoffnungsschimmer-syriza/


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27. Januar 2015, 08:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Jetzt gibt der Alex(is) aber Gummi! ("Hei - hier kommt Alex! Vorhang auf, für seine Horrorshow!"):

Tsipras erschreckt Investoren mit ersten Entscheiden

Zitat:
Die neue griechische Regierung legt Privatisierungen auf Eis und plant, entlassene Beamte wieder einzustellen. Die Athener Börse reagiert mit fallenden Aktienkursen und steigenden Zinsen.


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28. Januar 2015, 12:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Bei allem Reformismus. Eine rechte Pace, die der Alexis da anschlägt. Die "Sofortmaßnahmen" im Überblick:

http://blockupy-goes-athens.tumblr.com/post/109384200575/blitzschnell-die-ersten-schritte-nach-der

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28. Januar 2015, 19:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Die Märkte werden's ihm Danken.

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Power to the Pöbel!
29. Januar 2015, 00:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Muoit hat Folgendes geschrieben:
Die Märkte werden's ihm Danken.


Eher schneller als erwartet:

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Athen-geht-auf-Konfrontationskurs-/story/22249020

Episch den Wagen an die Wand fahren:

http://www.keeptalkinggreece.com/2015/01/30/dijsselbloem-you-just-killed-troika-varoufakis-wow-video-pics/

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31. Januar 2015, 00:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Ein Vortrag aus dem Herbst 2013 von Varoufakis, der seine theoretischen Bezüge erläutert:

http://www.woz.ch/1509/yanis-varoufakis/rettet-den-kapitalismus

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26. Februar 2015, 09:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Erste Riots unter Syriza Antworten mit Zitat
Erste Ausschreitungen unter Syriza an einer von Antarsya (die nur "ausserparlamentarisch" ist, weil sie die Hürde für's Parlament nicht geschafft haben) organisierten Demonstration:

Zitat:
Rund 200 Vermummte haben am Donnerstagabend im Zentrum Athens Schaufenster eingeschlagen, Autos zerstört und Müllcontainer angezündet. Zu den Ausschreitungen kam es nach einer zunächst friedlich verlaufenen Demonstration der außerparlamentarischen Linken gegen die von der griechischen Links-Rechts-Regierung unterzeichnete Verlängerung des Sparprogramms. Es war die erste Demonstration von Linksextremen nach dem Wahlsieg der Linkspartei Syriza unter dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/ausschreitungen-autonome-wueten-im-zentrum-athens-13452881.html


Ein Monat Syriza:

Zitat:
One reason behind Syriza's popularity is their adept use of symbolism. The first days of the new government saw a number of symbolic gestures aimed at creating the impression of a new start. For the first time a Prime Minister was sworn in with a civil oath rather than a religious one. The fences which have surrounded the parliament building for the last years were removed. The police were restrained also. When an anti-fascist demonstration took place the riot police were told to sit back and watch while demonstrators were even allowed to paint and graffiti police buses (apparently the police were left 'confused and uncertain'), at the same event last year the police beat and chased people even onto the metro lines.

The early symbolism was meant to demonstrate a break with the past but later moves pointed to a continuation of previous practices. Syriza proposed and elected Prokopis Pavlopoulos as president of the Republic. Pavlopoulos represents the old order of Greek politics, he was a high ranking member of conservative New Democracy and served as a government minister. Unforgivably he was Interior Minister during December 2008. His election represents a reconciliation rather than a break with the old order.

http://libcom.org/blog/syrizas-first-month-28022015


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28. Februar 2015, 20:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Situation, "Wolandgate" Antworten mit Zitat
Für TPTG scheint klar, dass Syriza die Austeritätspolitik fortsetzen wird:

Zitat:
Dr. Varoufakis (Dr. V. from now on) is another self-proclaimed Marxist among the ranks of SYRIZA –although an erratic one according to his confession, in the sense that he has replaced Marx’ s social abstract labour theory of value with a humanist theory of the value of labour. His ambition is to enlist Bloomberg and New York Times journalists, Tory MPs, humanist financiers, SYRIZA activists in Greece and subversive elements in Zagreb to the cause of “saving capitalism from itself”, i.e. to the cause of harnessing neoliberal “animal spirits”. His false dilemma of capitalisme ou barbarie (barbarity in the political context of the EU meaning right-wing nationalism and neo-nazism) aims at the preservation and democratization of the Eurozone and the European Central Bank (ECB). Making use of the imagery of Matrix, this hipster economist-cum-social liberal aspired to provide the European populations the “red pill” that takes you deep down the rabbit hole to the desert of the real, i.e. the “truth” about life, society and the “quantification of labour”. Based on such knowledge, “people” could start a struggle to reform the policies of European capitalist institutions. After becoming a Finance Minister and a few days of a rhetorical end to the bailouts and harsh austerity politics that had caused “depression, cynicism, disintegration and misanthropy”, Dr. V. soon realized that if he and his party were to be accepted in the high echelons of the political personnel of European capitalism they had to put an end to their aspirations and their war of words against the EU official policy. The moment ECB tightened the terms of liquidity provision to Greece, the initial optimism of the new state bureaucracy, to which we had referred at the beginning of our previous text, quickly evaporated. Nobody enters the palaces of capital scot-free.

http://dialectical-delinquents.com/60-days-older-and-deeper-in-debt-by-the-tptg/


Die Fussnote 17 deckt das "Wolandgate" auf:

Zitat:
Dr. Milios is not the only communization theorist inside SYRIZA who abandoned his theory of the destruction of the law of value. Another one is Woland, an (ex?) member of Blaumachen and Sic. After having spent some odd years devising funny theories about the “era of riots” and the rise of the new revolutionary (non-) subject, Woland has now found something more profitable to do: he has become General Secretary of the Ministry of Economy, Infrastructure, Shipping & Tourism, Director of the Black Sea Trade and Development Bank and Alternate Governor of the European Bank for Reconstruction and Development. One of his many duties is to find the right government policy proportion of commons to privatizations, workers’ rights to capitalist investments. There is also something else which is of importance here. Many of the SYRIZA’s high-profile cadres, who have been appointed as General Secretaries or senior councilors in ministries, used to be active participants in the social movements. As such, not only do they have an in-depth knowledge/understanding of the movement and its practices, but they could also make use of their direct (or indirect) communication channels: from the mere acquisition of inside-information to the deployment of the (necessary) means of mediation even further inside the anti-authoritarian milieu and the movement in general. To give just one example, the traditional clientelist system is still being reproduced by partially integrating countercultural, counterpolitics and other informal social networks.


Wer der "maoistische Kommunisierer" Dr. Milios sein soll, ist mir ein Rätsel. Woland war hingegen eine zentrale Figur von Blaumachen und ist nun ein führender Funktionär der Syriza-Regierung. Die Richtigkeit der Information ist bestätigt, doch auch bei Sic, und scheinbar sogar Blaumachen, wusste das niemand vor dieser Fussnote. Blaumachen existiert de facto seit etwa einem Jahr nicht mehr und Woland war etwa gleich lange inaktiv auf der Sic-Liste. Selbstverständlich dient die ganze Affäre TPTG als Beweis für den Opportunismus von Sic und für ihre eigene unbefleckte Reinheit, in Tat und Wahrheit ist jedoch der Enthusiasmus auf der Sic-Liste über diesen "gesellschaftlichen Aufstieg" ziemlich gering. Griechische Genossen werde in Kürze hierzu eine Erklärung veröffentlichen.

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Zuletzt bearbeitet von Doc Sportello am 15. April 2015, 10:44, insgesamt einmal bearbeitet
11. April 2015, 19:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
John Milios war Chefökonom und nebenbei auch noch Wertform-Theoretiker. Ob er was mit Kommunisierung zu tun hat, weiss ich nicht, schätze aber eher nicht.
TPTG werden eher das bestätigt sehen, was sie bei Drury schon kritisiert haben und worin sie jetzt wohl auch nicht 100% falsch liegen.

Hier eine Kritik an Varoufakis Kapitalismus-Apologie aus dem aktuellen Vorwärts:

Zitat:
Die Rettung des Kapitalismus als Katastrophe

Yanis Varoufakis, Finanzminister und Shootingstar der Syriza-Regierung, bezeichnet sich selbst als unorthodoxen Marxisten und macht sich für die Rettung des Kapitalismus stark. Woher kommt diese marxistisch dekorierte Verteidigung des Kapitalismus? Spurensuche in einem mittlerweile berühmt gewordenen Essay.

Nach dem grossen Wahlsieg der Syriza hat nun vorläufig wieder das Realitätsprinzip, verkörpert von EU, EZB und IWF, Einzug in Griechenland gehalten und die Illusionen mancher Linker hierzulande und anderswo zerstört. In wichtigen Punkten hat die griechische Regierungspartei nachgegeben: Alle Staatsschulden werden zurückbezahlt; die Troika wird nicht abgeschafft, sondern lediglich umbenannt; die «Kreditvereinbarung» wird nicht aufgehoben, sondern um vier Monate verlängert; die Regierung kann keine unilateralen Massnahmen ergreifen, also nichts umsetzen, das von der umbenannten Troika nicht abgesegnet wurde. Diese praktische Umsetzung der Anforderungen der frisch getauften Troika und der ökonomische Kontext sind wichtig zu analysieren, um die kaum vorhandenen Spielräume der griechischen Regierung offenzulegen. Schliesslich lässt sich die Syriza nicht am antikapitalistischen Ideal blamieren – das hatte sie schon vor den Wahlen aufgegeben – sondern bloss an der tatsächlichen Unmöglichkeit, im Krisenkontext die griechische Ökonomie wieder auf Vordermann zu bringen und das Lebensniveau der Proletarisierten anzuheben. Natürlich lassen sich die möglichen Perspektiven der Syriza nur aus den praktischen Anforderungen und Entwicklungen der Gesellschaft bestimmen. Doch wie wird eine solche Politik theoretisch rationalisiert? Das soll im Essay «Rettet den Kapitalismus!» von Yanis Varoufakis unter die Lupe genommen werden.

Unorthodox oder Marxist?
Varoufakis nennt sich im zuerst auf deutsch in der WOZ – wo auch sonst – veröffentlichten Essay einen «dezidierten Marxisten», um aber zu relativieren, dass er eben ein ganz und gar «unorthodoxer» Denker seiner Zunft sei. Man könnte ausführlich über die Marx-Rezeption von Varoufakis schreiben und etwa seine recht blumig-abstruse Auslegung des Doppelcharakters der Arbeit im Kapitalismus problematisieren, die darin mündet, dass der Kapitalismus untergehen müsse, wenn jemals «alle Arbeit erfolgreich in Waren verwandelt» worden sei. Oder man könnte auf die Feststellung eingehen, dass Marx «jedes Axiom von Adam Smith und David Ricardo» akzeptiert hätte, um zu zeigen, dass «im Rahmen ihrer Annahmen der Kapitalismus ein widersprüchliches System» sei. Die eigenartige Behandlung des Widerspruchs der abstrakten und konkreten Seite der Arbeit und das Ignorieren des systematischen Bruchs von Marx mit dem theoretischen Feld der politischen Ökonomie böten einigen Ansatz, um Varoufakis' Marxauslegung zu kritisieren. Andererseits hat der gelernte Wirtschaftswissenschafter aber auch seine ökonomische Perspektive aus der marxschen Theorie übernommen: «Die glänzende Einsicht von Marx in das Wesen der kapitalistischen Krise war genau dies: Je erfolgreicher der Kapitalismus Arbeit in eine Ware verwandelt, desto weniger Wert besitzt jede produzierte Einheit, desto tiefer ist die Profitrate und desto näher die nächste hässliche Rezession der Wirtschaft als eines Systems.» Was Varoufakis hier wiedergibt, ist seine Version des bekannten tendenziellen Falls der Profitrate. Auch diese Bestimmung ist etwas schief geraten, schliesslich geht es im marxschen Gesetz um das Verhältnis von angewandter Arbeitskraft und Auslagen im konstanten Kapital (Maschinen, Rohstoffe) und nicht um die erfolgreiche Verwandlung der Arbeit in eine Ware. Aber das entscheidende Moment der Krisenimmanenz des Kapitalismus hat Varoufakis offensichtlich von Marx entlehnt. Doch interessanter als die recht dröge Frage, ob er nun mehr unorthodox oder mehr marxistisch ist, sind die Fragen danach, wo und wie er Marx kritisiert und welche politischen Schlussfolgerungen er daraus zieht.

Varoufakis’ Marx-Kritik
Varoufakis kritisiert an Marx insbesondere zwei Momente. Marx’ Theorie sei «diskursiv aussergewöhnlich kraftvoll» und darum könne man sie gut benutzen, um die «eigene Machtbasis auszubauen und einflussreiche Positionen zu gewinnen». Marx sei anzulasten, dass er sich dieses Problems nicht bewusst war. Damit ist nach Varoufakis gewissermassen die Linie bis Stalin schon in der Geschlossenheit des marxschen Theoriegebäudes selbst angelegt. Das ist eine altbekannte Kritik und sie trifft wohl etwas in der Lehrbuchverwurstung von Marx durch die zweite und dritte Internationale, an der die politisch-programmatischen Schriften von Marx nicht ganz unschuldig waren. Doch Marx’ Werk selber ist bei weitem nicht so hermetisch wie die Weltanschauungs-TheoretikerInnen es später darstellen sollten. In Marx' Werk finden sich allerhand Brüche und widersprüchliche Momente und Marx zweifelte im Alter wiederum an Erkenntnissen, etwa was den Königsweg zur Revolution angeht, und damit implizit auch an einer bestimmten Geschichtsauffassung, die später zum Histomat eingedampft wurde. Die Kritik von Varoufakis trifft Marx also weit weniger als den Marxismus als Ideologie, wie er auch heute leider noch unter etwas denkfauleren ZeitgenossInnen konserviert wird.
Den zweiten Vorwurf hält Varoufakis aber für schlimmer. Marx sei davon ausgegangen, dass die «Wahrheit über den Kapitalismus in den mathematischen Formeln seines Modells entdeckt werden könne.» Als Beweis für diesen Vorwurf führt Varoufakis die Reproduktionsschemata aus dem zweiten Band des Kapitals an. Varoufakis unterläuft hier aber eine kategoriale Fehlinterpretation der Reproduktionsschemata. Damit wollte Marx bei weitem nicht die «Wahrheit über den Kapitalismus» finden. Die Schemata sind Modelle auf der Ebene des «Kapitals im Allgemeinen», die eine mögliche Reproduktion des Gesamtsystems unter bestimmten Gleichgewichten darstellen sollten. Darin wird der Kapitalismus auf die Basiskategorien der Wertproduktion und Reproduktion reduziert und völlig von Konkurrenz, Kredit, Geld und vielem mehr abstrahiert. Der Fairness halber muss man sagen, dass Varoufakis mit dieser Fehleinschätzung nicht allein dasteht. Ganze Generationen von TheoretikerInnen haben aus den Schemata reelle Entwicklungen und Krisentendenzen des Kapitalismus ableiten und die Wahrheit des Kapitalismus darin entdecken wollen. Dennoch: Das unorthodoxe an Varoufakis ist bei näherer Betrachtung seine Fehlinterpretation bestimmter Teile der marxschen Theorie und seine Vorwürfe an die Adresse des alten Herrn.

Den Kapitalismus retten
Der zweite Fehler von Marx, nämlich über eine «geschlossene Geschichte oder ein Modell zu verfügen, das letzte Wort zu behalten» sei «verantwortlich für eine grosse Zahl von Irrtümern und bedeutsamer noch für Autoritarismus». Und darum sei die Linke heute unfähig «eine Kraft für das Gute und ein Hindernis gegen den Missbrauch der Freiheit und der Vernunft zu sein». Man sieht, der Vorwurf wiegt – kombiniert mit dem ersten Fehler – schwer und verlängert die Linie Marx-Stalin zur heutigen Schwäche der Linken. Das ist eine gnadenlose Überschätzung der Kraft der Theorie. Genauso wie man die Politik von Syriza aus den gesellschaftlichen Umständen erklären muss, und nicht aus dem hier behandelten Essay, muss man die grausame Politik der stalinistischen Ära und ihre fatale Auswirkungen auf die globale proletarische Bewegung aus den damaligen gesellschaftlichen Bedingungen erklären.
Hier könnte man aber noch am ehesten einen Zusammenhang zwischen der bestimmten Marxinterpretation – oder eher der Marxkritik – und der politischen Perspektive Varoufakis sehen; nämlich der Rettung des Kapitalismus. Doch grundsätzlich steht diese Perspektive etwas unvermittelt im vorliegenden Essay und ist kaum aus der Erkenntnis des kapitalistischen Totalitätszusammenhangs abgeleitet. Muss man auch nicht: Revolution und Konterrevolution sind schliesslich keine feinsäuberlich aus der Lektüre des Kapitals ableitbare Folgeerscheinungen der ökonomischen Logik sondern immer mit einer bestimmten Kontingenz versehen. Darum ist der Nachweis der logischen Notwendigkeit der Revolution genauso zu kritisieren wie sein Gegenteil, die Erklärung etwa, dass mit der «reellen Subsumtion» die Revolution nicht mehr möglich, sondern das kapitalistische Verhängnis hermetisch geworden sei. Es gibt für beide Deduktionen genügend Beispiele in der Geschichte des marxistischen Denkens. Dennoch sollte man sich bemühen, für die politische Perspektive eine theoretische Begründung zu liefern. Wenn Varoufakis also schreibt, dass es anstehe, «den freien Fall des europäischen Kapitalismus zu stoppen», dann ist das theoretisch eigenartig unvermittelt und abgeleitet bloss aus der historischen Konstellation der 80er Jahre.

Die wiederkehrende Katastrophe
Unter dem Titel «Die Lektion von Margaret Thatcher» legt Varoufakis dar, wie ihn die 80er Jahre – als er in England lebte – geprägt haben. «Je schlimmer, desto besser» hatte er ganz in der Tradition der banalsten Verelendungstheorie gedacht und gehofft, dass nach dem scharfen Schock der Thatcher-Regierung eine «progressive Politik» wiederbelebt werde. Doch nichts da, erklärt er: «Mrs. Thatcher erteilte mir eine harte Lektion darüber, dass eine lang andauernde Rezession jede progressive Politik zu untergraben und die Menschenfeindlichkeit ins Gewebe der Gesellschaft zu tragen vermag», darum müsse man den Kapitalismus retten, um «Zeit [zu] bekommen, um eine Alternative zu formulieren».
Nun lässt sich kaum bestreiten, dass die 80er Jahre in England eine Zeit der gesellschaftlichen Brutalisierung waren und dass mit der Zerschlagung des Minerstrike 1985 die institutionelle Bewegung der ArbeiterInnen auf ganzer Linie besiegt war. Ebenso war etwa die soziale Bewegung nach 1968 keine Erscheinung, die aus der Verelendung in der Krise geboren wurde. Aber das sind spezifische historische Situationen, die auch Gegenbeispiele kennen. Man denke da etwa an die proletarischen Massenbewegungen nach den Verheerungen des ersten Weltkriegs. Revolution – oder bei Varoufakis halt eher «progressive Politik» – lässt sich aus einer vergangenen historischen Konstellation ebenso wenig ableiten, wie sie aus den marxschen Schriften deduziert werden kann.
Schwerer wiegt aber etwas anderes: Was Varoufakis und andere verschämte VerteidigerInnen des Bestehenden als Rettung der Menschheit verkaufen, ist ihr schlichtes Gegenteil. Die temporäre Rettung des Kapitalismus ist höchstens denkbar mit massiver Kapitalvernichtung und entsprechenden sozialen Verwerfungen und nicht, wie das die keynesianisch verbrämten Theorien behaupten, als Beglückung der Proletarisierten. Und das ist die wichtige Lektion, die sowohl aus der Geschichte als auch aus der Theorie gezogen werden muss: Die Rettung des Kapitalismus ist nicht die Verhinderung der Katastrophe, sie ist die immer wiederkehrende Katastrophe.


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Power to the Pöbel!
11. April 2015, 20:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag TPTG usw. Antworten mit Zitat
@Muoit: Guter Text im Vorwärts! Was TPTG betrifft, geht mir v.a. ihre Moralkeule auf die Nerven. Moral ersetzt die theoretische Debatte, wenn jemand an der Uni ist, hat er für TPTG schon die Seele verkauft und kann kein glaubwürdiger kommunistischer Diskussionspartner mehr sein. Doch die englischen Freunde von TPTG sind sogar noch schlimmer:

Zitat:
This weekend just gone (11th & 12th April) 2 meetings on the new Syriza government organised by Theorie Communiste, one in Lyon, the other in Marseille, were presented by Blaumachen. The announcement, in French, mentions nothing of their (presumably ex-) comrade, Commissar Woland, who has been the main theoretician of Blaumachen for almost 10 years. He has been a member of Sic and many of his articles have been published in this journal. In Greece, no members of Blaumachen or Sic have publicly criticized comrade Woland for his political choice to become a capitalist state functionary (in fact, a high rank state functionary involved in privatizations and capital investment plans). It is important to note that all members of these two groups knew about his political relationships with Syriza over the last few years. Silence is mouldy. Doubtless some have had their private doubts: how could this guy be a significant part of our scene and yet now be a member of the ruling class – and so quickly?! But, in this milieu, dominated as it is by the experts in “theory”, people not so versed in this intellectual expertise are so scared of finding themselves alone, of being accused of being wrong if they dare speak their mind, that they feel safer shutting up, as if such a fear didn’t indicate how alone they already were, despite being surrounded by a lot of strangers parading as “comrades”. And they expect others to dare make a revolution!?!

http://dialectical-delinquents.com/the-minister-of-sic/


Erst einmal, keiner dieser beiden Präsentationen ist von Théorie Communiste organisiert. In Lyon ist es Table rase, in Marseille Tantquil (http://dndf.org/?p=14112), was der britische Purist eigentlich wissen sollte, hat er doch unter eben diesem Artikel auf dndf sein moralisches Urteil in holprigem Französisch veröffentlicht. Zudem ist der griechische Genosse nicht bei Blaumachen und war das auch nie. Zuvor waren scheinbar (ich hab ihn nie gekannt) die "politischen" Beziehungen von Woland zu Syriza v.a. wirtschaftlicher Natur, d.h., er bezog, soweit ich weiss, von Syriza Forschungsgelder, was nicht das gleiche ist wie ein hoher Regierungsposten, für TPTG und deren englischen Freunde allerdings scheinbar schon. Danach kritisieren sie den Standpunkt, dass Syriza tatsächlich in den sozialen Bewegungen aktiv war, obwohl das von TPTG auch nicht wirklich bestritten wird. Es wird dann allerdings so dargestellt, als ob Sic nun geschlossen die Syriza-Regierung verteidigen würde. Doch da den Kommunisierern die revolutionäre Reinheit von TPTG abgeht, war das ganze natürlich vorhersehbar:

Zitat:
But the germ of this retreat and recuperation was already there in the Sic/Theorie Communiste mentality, its heavily abstract notion of theory. This mentality always takes on an idea of theory as something specialist, for theoreticians. That’s why it’s often a question of theory of theory. But it is rarely something for proletarians in struggle, as a support, encouragement and clarification of this struggle (which is not to say that those low in the Sic/TC hierarchy don’t sometimes contribute to proletarian practice – e.g. in the anti-shale gas struggles, or by opening up squats). This produces in those who identify and produce these “ideas” an intellectual role with an attitude of superiority towards people who haven’t read all the abstractions of Roland Simon or who haven’t read all 3½ volumes of Capital 1000 times and can quote them as quickly as other people can yawn. It’s a theory which considers practical risk, and practical consequences as of a far lesser importance than the sophistication of their ideas. Oh, how they just love to wallow in the notion of their own sophistication!


Ein solcher Standpunkt ist deterministischer als irgendwas, das TC je geschrieben hat. Nach dieser Logik wäre der Rätekommunismus eine Theorie der Kollaboration wegen Ruth Fischer und der Anarchismus inhärent faschistisch wegen Mussolini. Nur die unbefleckten Kommunisten von TPTG und DD können uns vor dieser unheimlichen Dekadenz retten. Sie nehmen einfach ihren Zauberstab und alles wird wieder gut, den Kommunisierern wird dann im linkskommunistischen Gulag der reine proletarische Habitus beigebracht.

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15. April 2015, 01:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Tspiras gegen Terror Antworten mit Zitat
Tspiras verspricht al-Sisi seine Unterstützung:

Zitat:
Cyprus and Greece on Wednesday agreed with Egypt on the need to step up cooperation in the fight against "terrorism" in the troubled eastern Mediterranean region.

President Nicos Anastasiades of Cyprus, his Egyptian counterpart Abdel Fattah al-Sisi and Greek Prime Minister Alexis Tsipras made the pledge after talks in Nicosia.

In a declaration, they said the "scourge of international terrorism" now threatens Europe, the Gulf, and the Middle East and North Africa, as well as the Sahel region and sub-Saharan Africa.

"We strongly condemn all terrorist actions and call upon all states to actively and effectively confront this menace and to step up cooperation on security matters with a view to countering extremist groups and exposing their political and financial supporters," they said.

The three agreed to jointly combat terrorism and violent extremism for the sake of security in the eastern Mediterranean, a region virtually encircled by conflicts.

http://www.middleeasteye.net/news/cyprus-greece-and-egypt-agree-step-terror-fight-566583524


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05. Mai 2015, 21:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag 40 Anarchos gegen 5000 Konservative & Polizei Antworten mit Zitat
Ein 40-köpfiges Anarcho-Kamikaze-Kommando infiltriert eine Pro-EU-Demo mit 5000 Leuten:

.be

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23. Juni 2015, 16:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Während der Wagen in Griechenland wohl bald definitiv an die Wand gefahren ist:

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/EU-veroeffentlicht-Vorschlaege--Oeffnet-die-Athener-Boerse-morgen/story/20637223

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28. Juni 2015, 17:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Arme werden sowieso arm bleiben Antworten mit Zitat
Dank Melnitz auf Twitter auf diesen Artikel gestossen: Ob Grexit oder nicht ändert für viele in Griechenland überhaupt nichts:

Zitat:
The caravan is old, but spotless. It is home to Georgios Karvouniaris, 61, and his sister Barbara, 64, two Greeks for whom all the Brussels wrangling over VAT rates, corporation tax and pension reforms has meant nothing – because they have nothing, no income of any kind.

Next Sunday’s referendum – which, if the country stays solvent that long, will either send Greece back to the negotiating table with its creditors or precipitate its exit from the eurozone – is unlikely to affect them much either.

“I do not see how any of it will change our lives. I have no hope, anyway,” said Georgios, sitting in a scavenged plastic garden chair beneath a parasol liberated from a skip.

http://www.theguardian.com/world/2015/jun/28/the-greeks-for-whom-all-the-talk-means-nothing-because-they-have-nothing


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28. Juni 2015, 23:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Stellungnahmen einiger Ökonomen zu den Ereignissen in Griechenland:

http://www.theguardian.com/business/2015/jun/29/joseph-stiglitz-how-i-would-vote-in-the-greek-referendum

http://www.theguardian.com/commentisfree/2015/jan/21/greece-profit-german-history-1953-debt-relief

http://krugman.blogs.nytimes.com/2015/06/28/grisis/

http://krugman.blogs.nytimes.com/2015/06/27/europes-moment-of-truth/

https://theconversation.com/path-to-grexit-tragedy-paved-by-political-incompetence-43988

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30. Juni 2015, 08:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ab morgen ist der Nahverkehr in Athen kostenlos

Zitat:
Offenbar als Reaktion auf die große Benzinnachfrage hat die griechische Regierung die kostenfreie Nutzung des Nahverkehrs angekündigt. Hellenic Petroleum versichert, es gebe genug Treibstoffreserven.


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30. Juni 2015, 08:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Zu Syriza Antworten mit Zitat
Ein griechischer Genosse zu Syriza:

Zitat:
As the state turned anti-nazi and de facto met a central demand of the antifascist movement of the previous two years at least –the very same state under the rule of which detention camps for the “illegal” immigrants had proliferated, immigrants had been arrested and beaten for fun in the centre of Athens, hiv-positive sex workers and anarchist-antiauthoritarian squats had been humiliated in front of the media as “a sanitary bomb” and “locuses of lawlessness” respectively and roma had undergone a series of brutal police invasions in their camps– the usual talk of the 80’s about “integration”, “assimilation” etc. simply did not take place. Having the social carpet pulled under your feet, the then really strong sense that another social field of action was left to be regulated by the law was soon replaced by the tactical assumption that having the state to act on your behalf could ever considered to be “a victory of the movement”; this is the reason why no real encounter was produced between the antifascist movement and the fierce struggles of particular historical significance that immigrants in Manolada, Amygdaleza and Skala Lakonias began. This extrovert sentiment that “the state can be ours” and at the same time a sincere genuflection to the strategic link between antifascism and the revolutionary tactics of the left, the only historically consistent one, was an important path for the legitimization of SYRIZA as the new Popular Front despite the fact that its members have never been confronted fascists in the streets. When in 31st of January 2015 the first demonstration after the elections took place in the centre of Athens, organised by some anarchist and some communist groups with the antifascist intention to block the annual gathering of the nazis of the Golden Dawn, it was no surprise that the presence of SYRIZA youth was more than tolerated, thereby accepting that the state could be present at both sides of the barricade.

http://communisation.espivblogs.net/2015/06/11/syrization-or-reproducing-capital-through-political-crisis/


Es gibt auch eine französische Version.

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30. Juni 2015, 18:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Blockupy und die WoZ berichten aus Griechenland:

http://blockupy-goes-athens.tumblr.com/

http://www.woz.ch/d/heisse-tage-in-athen

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02. Juli 2015, 22:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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http://beyondeurope.net/427/declaration-from-a-k-thessaloniki-on-the-referendum-in-greece/

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02. Juli 2015, 23:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Schon crazy, was sich in Griechenland und Europa jetzt abspielt. Die Ökonomie sei kurz vor dem Kollaps, meint der Guardian:

Greek economy close to collapse as food and medicine run short

Zitat:
Alexis Tsipras urges people to vote no in Sunday’s referendum as capital controls bite and vital tourism industry sees tens of thousands cancel holidays in Greece



Die NZZ hat einen Bericht über die griechischen Banken geschrieben. Demnach reichen die Bargeldreserven noch bis Montag:

Das Referendum entscheidet über die Zukunft der Banken

Zitat:
Die griechischen Banken stehen am Rande des Abgrunds. Die Entscheidung über ihre Zukunft liegt in der Hand der griechischen Wähler. Dies ist nicht beruhigend.



Und die F.A.Z. weint Krokodilstränen, da der Aufschwung der griechischen Wirtschaft durch die Wahl von Syriza zerstört worden sei:

Die griechische Krise in Zahlen

Zitat:
Ein Blick auf die nüchternen Fakten zeigt, dass das Hilfsprogramm Griechenland rettete – bis Syriza kam. Und: Längst nicht bei allen Kennziffern ist Griechenland Schlusslicht in der EU.



Letztlich bringt es wohl der User Dimitris - den wir schon von der Diskussion um den Schutz des Parlaments durch die KKE kennen - auf dem Board von Urban 75 auf den Punkt:

Zitat:
We are told to vote "Yes" or "No" on a proposal that the IMF and the EU gave to the Greek government a few days ago. If we vote yes, everybody knows what will happen exactly. These proposals will have to get imposed and life goes on in the same way as it was for the last 5 years, with more austerity and a further attack on the greek working class. If we vote No, our government will get a new "deal" with the IMF and the EU, with new austerity measures that will attack AGAIN the greek working class, as the IMF rules out any taxation on the rich oligarchy in Greece. So in reality there is no dilemma, nothing changes even if we vote YES or NO. I have to agree that the NO vote though is more vague than the YES one, as there is a possibility that Greece will default and that we will have to leave the Eurozone. Even on that scenario thought, it is again the greek public that will suffer. The rich oligarchy have sent their money abroad, they can just leave the country whenever they want.

The only real solution will come from the working class struggle against the rich oligarchy and the greek ruling system. Having said all that though, personally I cannot just not vote in the referendum as I do not want the YES vote to get the majority. Therefore I will vote for NO, but that does not mean that I will abandon the struggle at the streets, as I have been doing all these years.

The YES vote has been promoted by the whole greek oligarchy, TV channels and former politicians. Daily we are bombarded with news about a chaotic default, and that we should vote for YES in order to avoid such a development. Banks are closed since Monday, capital controls have been imposed, we are allowed to withdraw 60 euro per day. Personally I have nearly no money left, so even those 60 euros per day are much more than my living standards. They have managed to shock the whole country thought, daily you see people scared, troubled, waiting for hours in queues outside the closed banks, this is the most brutal attack against the people of a country just because they are going to vote at a referendum .. Democracy ?


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04. Juli 2015, 09:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Und die F.A.Z. weint Krokodilstränen, da der Aufschwung der griechischen Wirtschaft durch die Wahl von Syriza zerstört worden sei:

Die griechische Krise in Zahlen

Zitat:
Ein Blick auf die nüchternen Fakten zeigt, dass das Hilfsprogramm Griechenland rettete – bis Syriza kam. Und: Längst nicht bei allen Kennziffern ist Griechenland Schlusslicht in der EU.


Wo wir grad bei den Zahlen sind. Folgende Grafik verdeutlicht, dass nur Krieg oder die grosse Depression in in den 1930er-Jahren stärkere BIP-Einbrüche in Industrienationen zur Folge hatten als der BIP-Einbruch in Griechenland seit 2008:



Folglich prognostiziert auch die Economist Intelligence Unit einen weiteren Anstieg der Polarisierung in Griechenland, egal wie das Referndum ausgeht:

Zitat:
Greece faces more instability and could see a rise in political extremism, no matter what the outcome of Sunday’s referendum.

That is the verdict of the Economist Intelligence Unit, which forecasts a victory for the no side.

The sober research organisation paints a picture of growing social strain and political division.

Joan Hoey, regional editor of the EIU, says Greece is heading for tumultuous times.

The EIU forecasts victory for the no camp, but whatever the outcome of the referendum, the stark divisions exposed by the referendum campaign are no basis for a future stable political equilibrium. This, as well as intransigence by Greece’s creditors, will make it difficult to reach a viable agreement on a future financing programme.

Greece today is angry and fearful, divided and conflicted, and will still be after Sunday’s vote. This means that Greece is headed for an even more tumultuous period ahead. With Greek society under immense strain and political divisions becoming sharper, the potential for political extremism will increase.

Gefunden auf dem Newsticker vom Guardian: http://www.theguardian.com/business/blog/live/2015/jul/04/greek-debt-crisis-countdown-to-polling-day-live


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04. Juli 2015, 15:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Apropos Zahlen. Man ist mal wieder beim "Zahlenkrieg" der Occupy-Bewegung angelangt.



Gemäss griechischer Polizei: 15'000. Guardian: 20'000. laugh

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04. Juli 2015, 20:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Die Webseite Keeptalkinggreece.com berichtet, dass sich die Wut der Leute gegen die Berichterstattung der Mainstream-Medien richtet:

Zitat:
Although I have been covering, monitoring and reporting about Greece-creditors talks of the last 5 years and did the same during the elections of May and June 2012 and January 25th, the European Parliament elections 2014, this time I saw that Greeks were exposed to a 24/7 YES bombardment as never before.

And many people got angry. Very angry. “I stopped watching news and political programs since last Friday. What they do is criminal… to scare people like that,” Antonis, 67, a YES-voter, told me. He said that he voted YES because he has been always voting for the conservatives, that is New Democracy, and he doesn’t like neither does he trust Tsipras and the communists.

People got very angry at the mainstream media, primarily at the television channels that among others have been overly reporting about the queues outside the banks and the ATMs, about the “pensioners with trembling legs trying to get €120 from their pension”, “with the last power left in them pensioners try to get money” – original TV-stations quotes.

An eyewitness told me that some angry pensioners attempted to put the van of a private TV-station on fire, on Friday. The incident took place in a suburb of south Athens, outside a bank. Another friend who has been frequently using this bank told me that there are always queues outside this bank because it is the only branch in the area, after 4 others were closed in the last years. “The TV van was there every day, the whole day,” he added.

http://www.keeptalkinggreece.com/2015/07/05/referendum-greek-voters-angry-at-media-creditors-scare-mongering-campaign-seems-to-backfire/


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05. Juli 2015, 12:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Rohe Übersetzung eines Flugblatts der Anarcho-Gruppe Kath’odon (auf ihrer Webseite in Französisch). Gefunden auf Urban 75:

Zitat:
Referendum: do you want the bosses to exploit us, or not?

After a lenthy period of negotiations with its European partners, the SYRIZA-ANEL coalition has decided to resort to a referendum. This is of course a very important issue which directly concerns our lives and will have a very direct impact upon them. The government has chosen direct democracy, addressing the whole of society. This is an honest, ethical and democratic political choice, since such an important decision must be taken by all the people who live in Greece. Supporting the "NO" will create the conditions for the development of a radical movement and help improve the living conditions of our class. Is that correct? By no means!

Referendum - direct democracy?

As regards the "referendum" and its links to direct democracy; whoever poses a question to which the answer is "yes or no", poses at the same time the limits to discussion (and therefore the limits to the decision) and also the framework for the political management of the result. The questions posed by "those from above" have nothing to do with the processes of direct democracy. For example, if it was up to us to ask the question, we would say: "Do you want the bosses to exploit us, or not? Do you want the government that imposes taxes on us in order to finance the banks, the capitalists and their bureaucratic mechanisms, or not? Do you want someone other than ourselves to decide our lives, yes or no?" That is a matter of questions which prioritize our own needs and desires, and that don't contribute to the creation of a nationalist and interclassist unity which is to give it's opinion on the "salvation of the fatherland" against wicked "foreign speculators and imperialists". It's about questions that do not promote capitalism and statism as a "one-way street" ...

A process falls within direct democracy where those who participate do so in a coherent and egalitarian way in order to self-manage their lives, not when a government decides from time to time "to consult the people" for their own purposes. Direct democracy is meaningless if it is disconnected from freedom, equality and solidarity, if it is disconnected from libertarian communism and anarchy. The public response of bosses and wage slaves, of rulers and dominated, to a question posed by the Government, reminds us of the common response of wolves and sheep to the question of the evening meal.

As for the results of the referendum,

When the government asks us whether we prefer its memorandum or that of its creditors, any response on the part of our class (the class of the exploited and oppressed) will turn against us. By means of this referendum, the government that was elected five months ago wants to make our class complicit in the new measures to be taken against us, complicit in the decisions that the Government will take the very next day, whatever they may be. That shared responsibility is a barrier to the creation of a radical movement which is able to challenge the choices of the ruling class. As for the outcome of the referendum, the government will either use it to negotiate with its partners and at the same time obtain a social consensus (for a "bad but necessary agreement"), or it will use it in order to avoid responsibilty for an eventual exit from Monetary Union (the Euro). In either case, our class will continue to suffer the consequences of this capitalist and statist restructuring. Participation in the referendum constitutes our acceptance of these facts.

As for the difference between the two options defined by the Government; YES means full acceptance of the capitalist politics of the memorandums. NO means social legitimation of the Greek government so that it continues to negotiate with the creditors of the Greek state in order to decide how many billions will be saved by the measures that it will impose on our class. It means deciding to accept a slightly different politics of austerity.

Whatever the outcome of the referendum, its consequences will affect our class. A new memorandum, whether from Europe or from the Left, means that exploitation and oppression will be intensified. As long as State and capitalism exist, with the euro or with the drachma, the impoverishment of our class will continue and a very small section of society will continue to decide for us and exercise its authority.

As far as we are concerned,

We refuse on principle to participate in any electoral process and respond to a dilemma imposed by the State, because for us this process legitimises power and reproduces false hopes about a better management of the State; a State whose existence perpetuates, reproduces and creates divisions. Syriza's attitude over the past five months towards the minority currents, has once again confirmed that the state continues to operate even if the manager changes, even if the manager is left-wing and progressive. Just like neo-liberalism, social democracy (which is advocated by Syriza in theory) is hostile to any movements it does not control, attempting to integrate them where it doesn't directly repress them.

So we do not try to convince ourselves that participation in the referendum, and in the "proud and national" NO proposed by Syriza, might alter the conditions of class struggle in our favor or contribute to building a radical movement. Those who choose to crawl "for tactical reasons" behind the dilemmas imposed by the state, by directly or indirectly supporting the NO, directly support the unconditional surrender of our class to the Left's memorandum.

That said, we understand that within the capitalist system there are internal conflicts and that the eventual victory of the YES would help the advance of modern totalitarianism (as promoted by the European States). However, supporting (even indirectly) the section of the ruling class which promotes an alternative capitalist management of the crisis of the system, can in no way create the conditions for the development of a truly radical social and class movement with a revolutionary perspective. It simply enables the replacement of the ruling class. Anyone who thinks he can use the weapons of the class enemy for the benefit of our movement (for example the current referendum), is mistaken. Those who rushed to vote for Syriza in the last election with this perspective in their minds were lamentably wrong.

As for a possible exit of Greece from the EU

The EU is a transnational center of power with its own army and currency which tends towards becoming a hyper-federal state. The bourgeoisie of the nation-states that make up the EU do not always have common interests. That is reflected in all the conflicts within it, as in the current conflict. Similarly, the interest of some Greek capitalist's lies in supporting the NO in the referendum (which partly explains the attitude of the Nazi Golden Dawn), while the interest of another (and now probably stronger) element lies in supporting the YES. It is an internal conflict of the system that has nothing to do with our class interests and their promotion. For our part, as anarchists we are against any state, whether national or transnational and we fight for its destruction. We stand in solidarity with anyone in our class who struggles for the destruction of the state. In this context, we are also fighting against the EU. The question of whether or not to be in the EU has no meaning for us. So for us the issue of being inside or outside the EU makes little sense. We seek the destruction of the EU and of the state apparatuses that comprise it, including the State which oppresses us most directly, the Greek State.

As anarchists we have never adopted the theory of stages which first prioritizes national liberation and anti-imperialist struggle and then later the socialist revolution. So, the slogan "exit the EU" is alien to us; for it assumes the existence of a sovereign nation-state (social democratic or workers) which realises this exit and which then hitches itself to the wagon of another "great power".

The enemy lies in the Eurozone. And outside it?

Money is an instrument of political economy in the hands of a State and a very important parameter for capitalist surplus-value. We consider that the dilemmas of choosing between "euro or drachma" and "inside or outside the EU" are artificial. With the euro there will be the continuation of exploitation and oppression by the State and by that part of capital which has invested in the Greek territory. With the drachma there will be the continuation of exploitation and oppression by the State and by a different section of capitalists, which withdrew their capital waiting to invest in a country with a devalued currency, waiting to buy at an advantageous price. Beyond money, as long as our class refuses to realise its collective strength, as long as it refuses to fight against the bosses and the state, as long as it refuses to take its life in its own hands, as long as it refuses to pose the real and only question, of capitalism and statism or social revolution, our lives will continue to become impoverished.

We resist the impoverishment of our lives, we fight for a Europe (and a world) without borders, without classes, without capitalism. A Europe (and a world) based on solidarity between human beings, freely federated freely in communes, in relations of freedom and equality.

Abstention from the referendum.
Posing our own questions, giving our own answers.
For the social revolution, for libertarian communism, for anarchy.


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05. Juli 2015, 13:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Noch eine Kritik am Referendum:

http://thewolfatthedoor.blogspot.ch/2015/07/we-interrupt-this-referendum-part-1.html

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05. Juli 2015, 14:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Auch ŽIŽEK hat einen Artikel zur gegenwärtigen lage in Griechenland geschrieben:

Was ist jetzt noch links?

Zitat:
In dieser Woche erleben wir einen Kampf um die demokratische Leitkultur. Es geht nicht um die Griechen. Es geht um uns alle!


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05. Juli 2015, 15:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Kritik aus dem Lager der KommunisiererInnen (noch nicht gelesen):

http://communisation.espivblogs.net/2015/07/05/letter-about-the-referendum-2/

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05. Juli 2015, 15:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Die Situation in Griechenland ist ja schon irgendwie dramatisch. Einige Reaktionen aus der Linken zur Dokumentation:


Costas Lapavitsas, der zum linken Syriza-Flügel gehört, fordert die Verstaatlichung der Banken:

http://therealnews.com/t2/index.php?option=com_content&task=view&id=31&Itemid=74&jumival=14181


Lower Class Mag fordert den Grexit:

http://lowerclassmag.com/2015/07/raus-hier/


Analyse & Kritik kritisieren LCM, was eine Diskussion zur Folge hat:

Zitat:
Raus aus dem Euro? Mit seiner Forderung nach einem »linken Grexit« macht das Lower Class Magazine es sich zu leicht
Gestern machte das Lower Class Magazine einen Vorschlag, den man auch anderswo in der Linken manchmal hört: raus aus dem Euro, das ist das einzige, was Griechenland langfristig helfen kann. (http://lowerclassmag.com/2015/07/raus-hier/#more-2408) Gleich werden wir darauf eingehen, warum wir das für keine sehr gute Idee halten. Zu denken geben sollte dem Lower Class Magazine vielleicht der 5-Punkte-Plan, den die Bild-Zeitung Angela Merkel für den heutigen Euro-Sondergipfel zusammengestellt hat. (www.bild.de/…/mit-diesem5-punkte-plan-muss-merkel-heute-nac…) Auch dort steht der Grexit an allererster Stelle. Mit der üblichen Mischung aus Häme und Rassismus versucht Bild währenddessen zu »erklären«, welchen Vorteil Griechenland aus dem ‪#‎Grexit‬ ziehen könnte.
Dass das Lower Class Magazine nicht dieselbe Agenda wie die Bild-Zeitung hat, wissen wir natürlich. Dennoch denken wir, dass einige Fehlinformationen, mit denen Bild operiert, sich auch ins Denken linker Grexit-Fans eingeschlichen haben. Von der Leichtfertigkeit, mit der über einen Grexit nachgedacht wird, ganz zu schweigen. Deshalb schauen wir uns erst einmal an, was bei einem Grexit passieren würde.
Was würde bei einem Grexit geschehen?
Die neue griechische Währung würde gegenüber dem Euro krass an Wert verlieren. Na ist doch super, dann werden griechische Produkte für Käufer im Ausland billiger, das kurbelt die Exporte an – dieses Argument hört man sowohl bei der Bild als auch bei linken Grexit-Befürworter_innen. Nur hat die Sache einen Haken bzw. mehrere. Zum einen ist die griechische Industrie derart am Boden, dass es kaum noch was zu exportieren gibt. Die Bild-Zeitung zählt als Exportartikel hämisch auf: Wein, Oliven, Schafskäse. Mal abgesehen davon, dass diese Exportpalette keine langfristige Perspektive bietet (zu den Exporten gleich mehr), ist selbst dieses Argument nicht mehr gültig. Griechenland verschifft derzeit sogar einen Großteil seiner Milch nach Italien, wo sie zu Käse weiterverarbeitet wird. Ähnlich mit den Oliven. Die griechische Wirtschaft ist nach fünf Jahren harter Krise in einem derart desolaten Zustand, dass nicht einmal die weiterverarbeitenden Industrien für landwirtschaftliche Produkte noch konkurrenzfähig sind.
Natürlich ist vorstellbar, dass sich das irgendwann wieder ändert, deshalb ist der größere Haken auch ein anderer. Griechenland exportiert kaum Waren, es importiert vor allem (fast die Hälfte seiner Lebensmittel und ca. 80 Prozent seiner Energie). Die griechische Exportquote (Anteil der Exporte am gesamten Bruttoinlandsprodukt) liegt bei 17,3 Prozent (in Deutschland sind es 38,6 Prozent), die Importquote (Anteil der Importe am BIP) liegt bei 29 Prozent (Deutschland 30,6 Prozent) – ein dickes Minus. Im Jahr 2013 exportierte Griechenland Waren im Wert von 12,8 Mrd. Euro in die anderen EU-Länder. Im selben Jahr importierte es Waren im Wert von 22,1 Milliarden aus diesen Ländern. Aus Deutschland importiert Griechenland gut dreimal so viel, wie es nach Deutschland exportiert. Erhielte Griechenland wieder eine eigene Währung, deren Wert erheblich unter dem des Euros läge, würden die Exporte zwar billiger, die Importe aber teurer. Für Griechenland ein schlechtes Geschäft. Das Elend würde sich verschärfen. Und die griechische Industrie, die gegenüber Deutschland ohnehin kaum wettbewerbsfähig war (und die ja all die fabelhaften Exportgüter produzieren müsste), wurde in den letzten Jahren weiter kaputt konkurriert. 2011 ging die Industrieproduktion um 8,5 Prozent zurück, 2012 nochmal um fast vier Prozent. Verteuerte Importe – Griechenland muss einen großen Teil der industriellen Vorprodukte und Technologie importieren – würden den Niedergang weiter beschleunigen. Soviel zu der schönen Idee, Griechenland könne durch einen Grexit seine Wirtschaft sanieren.
Der dritte Haken: Die Staatsschulden wären nicht verschwunden, nur weil Griechenland aus dem Euro aussteigt. Zwar sieht selbst der 5-Punkte-Plan der rechtsradika- äh: stammtischnationalen Bild-Zeitung einen Schuldenschnitt für Griechenland vor (50 Prozent, natürlich erst nach dem Euro-Rauswurf). Doch auch das wäre noch ein gewaltiger Berg. Derzeit belaufen sich die griechischen Staatsschulden auf ca. 320 Milliarden Euro (180 Prozent des BIP). Wenn man den halbiert, bleiben 160 Milliarden Euro übrig. Klingt schon besser? Mit einer neuen nationalen griechischen Währung (die gegenüber dem Euro wie gesagt krass an Wert verlieren würde) wäre diese Erleichterung sofort dahin. Denn die Schulden müssten trotzdem in Euro bedient werden. Natürlich könnte man fordern, das Land solle den Schuldendienst komplett einstellen. Das wäre sicher sinnvoll. Doch es ist mehr als unwahrscheinlich, dass Griechenland diese Position durchhalten könnte. Selbst Argentinien, das 2001 die Zahlung seiner Schulden einstellte, hat den Schuldendienst mittlerweile wieder aufgenommen.
Und als viertes würde die Rückkehr zur abgewerteten Drachme (oder wie auch immer die griechische Währung dann hieße) den Total-Ausverkauf des Landes einleiten. Denn für ausländische Investoren (oder Personen mit Zugang zur Euros) wäre es ja, wie wir gesehen haben, sehr viel günstiger, in Griechenland einzukaufen. Die verarmte Bevölkerung, die noch über wirtschaftlich interessante Güter verfügt (Immobilien in guter Lage, touristische Infrastruktur etc.), wäre zum Verkauf genötigt. Man stelle sich nur vor, die Mittelschichten aus Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, die in Folge der Krise ihre Ferienhäuschen in Sylt, an der Cote d’Azur oder in Toskana kaum noch finanzieren können, entdecken die reizvollen Häuschen an der griechischen Mittelmeerküste, die plötzlich nur noch halb so viel kosten wie zuvor... So erweist sich selbst das Argument, der Griechenland-Tourismus könnte durch einen Grexit boomen, weil er wieder billiger wird, als Falle.
Die Illusion einer unabhängigen Geldpolitik.
Ein anderes beliebtes Argument für einen Grexit ist, dass Griechenland dann wieder eine unabhängige Geldpolitik betreiben könnte. Doch leider ist auch das falsch. Formal wäre die griechische Zentralbank zwar unabhängig, real aber extrem abhängig vom Euro und der Geldpolitik der EZB. Um Kapitalflucht zu verhindern, müsste sie höhere Zinsen einführen, und diese Hochzinspolitik würde die Wirtschaft weiter abwürgen. Was passieren kann, wenn die eigene Zentralbank von der Geldpolitik einer anderen abhängig ist, hat Frankreich Anfang der 1980er Jahre schmerzhaft erfahren. Weil es außer der Abwertung der eigenen Währung gegenüber der D-Mark keine finanzpolitischen Möglichkeiten mehr hatte, musste sich Frankreich schon damals einen Sparkurs aufzwingen lassen – im Gegenzug für eine Aufwertung der D-Mark. (Wer es genauer wissen will, liest hier weiter: »Mitterrands Alptraum«, http://tinyurl.com/pnshu7v)
Das Lower Class Magazine bezeichnet das Verharren im Euro als »Beschränkung des eigenen Möglichkeitsraums, der fatale Folgen haben« könne. Welche fatalen Folgen ein Ausstritt aus dem Euro haben würde, diese Frage stellt sich das Lower Class Magazine nicht. Muss es in der eigenen Logik auch nicht, denn: Es geht ja eh ums große Ganze, um den »radikalen Bruch«, darum, »den Knoten zu zerschlagen«. Das stimmt natürlich. Doch darum geht es prinzipiell ja immer. Das ist so sinnvoll, wie in jeder konkreten gesellschaftlichen Auseinandersetzung zum immergleichen Satz zu greifen: Smash the system, wir brauchen die Revolution. Schön. Aber wenn die gerade nicht in Sicht ist, muss man sich überlegen, welche Folgen das, was man tut, hat. Wenn man sich beim Steineschmeißen von der Polizei erwischen lässt, nützt es einem vor dem Richter ja auch nicht zu sagen »Ich lehne das Justizsystem aber ab« – verknackt wird man trotzdem. (Und nicht erwischen lassen funktioniert beim Euro-Ausstieg sowieso nicht.)
Was tun, wenn die Revolution nicht vor der Tür steht?
Bei seiner Argumentation für einen »linken Grexit« vermischt das LCM zwei Ebenen: die prinzipielle, in der es darum geht, eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Alternative zum Kapitalismus aufzubauen, und die konkrete, in der man in der Welt lebt, die leider nach eben diesen Prinzipien funktioniert.
Was also tun? Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten, wie das Lower Class Magazine suggeriert. Eine gute Idee ist sicher, sich für die Stärkung der gemeinschaftlichen und gemeinwohlorientierten Ökonomien auf Basis von Selbstorganisation einzusetzen, wie es auch das LCM vorschlägt. Aber die Forderung nach einem Grexit inklusive Schuldenschnitt sollte man lieber der bürgerlichen Rechten überlassen (Bild-Zeitung, AfD, einigen CSUler_innen, Hans-Olaf Henkel) – oder sich zumindest die Folgen genau überlegen, anstatt sie sich mit einem achselzuckenden »scheiße wird es eh« und der vagen Hoffnung auf die »Möglichkeit, dass in einer massiven Mobilisierung der Bevölkerung ein auf basisdemokratischen Strukturen und kommunalen Wirtschaftsformen basierender Wiederaufbau eingeleitet werden kann« auf die eigenen Fahnen zu schreiben.
So oder so, nationale Sonderwege gibt es nicht. Das sollten Linke seit dem gescheiterten keynesianischen Experiment der französischen Sozialisten Anfang der 1980er Jahre wissen. Das einzige, was hilft, ist für eine andere Politik und Wirtschaft in Europa zu kämpfen. Diese Perspektive ist sicherlich nicht weniger langfristig als die, die das Lower Class Magazine vorschlägt. Aber vielleicht nicht ganz so kurzsichtig.

Text und Diskussion irgendwo auf ihrer FB-Page, funktionierte mit dem Verlinken nicht recht: https://de-de.facebook.com/pages/ak-analyse-kritik-Zeitung-für-linke-Debatte-und-Praxis/183921262475



Weiter gibt es die Diskussion, die griechische Regierung könnte Schuldscheine - sogenannte IOUs (I owe you) - ausgeben, um die mangelnde Liquidität zu überwinden und die Löhne bezahlen zu können. Kritik daran von Ingo Stützle:

http://www.akweb.de/ak_s/ak605/36.htm

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08. Juli 2015, 22:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Gemäss Guardian-Ticker soll es schon bald zu einer desaströsen Einigung zwischen Tsipras und den "Institutionen" kommen. Es sollen die krassesten Austeritätsmassnahmen überhaupt (!) durchgeführt werden, seit Griechenland 2010 in die Fänge der "Troika" kam:

Zitat:
The irony has not been lost on anyone - even though governing MPs are making light of it - that after the Greeks’ resounding rejection of further biting austerity at the weekend, prime minister Alexis Tsipras has with lightning speed now agreed to put his name to the most punitive austerity package any government has been asked to implement during the five years of economic crisis in Greece.


Aber wie geht das mit dem "grossen Oxi" vom letzten Sonntag zusammen? Here we go:

Zitat:
Syriza MPs have been telling our Helena Smith that the big no received in the referendum on Sunday was a “confidence vote” in Tsipras who like no other prime minister before now has the popular support to enforce such punitive measures.

That is not how the far far left (or indeed the far left in Syriza) see things. Strikes, rallies and protests should be expected in weeks ahead.


Wenns denn wirklich so wird: Zum Kotzen!

Der Ticker findet sich hier:

http://www.theguardian.com/business/live/2015/jul/09/greek-crisis-reform-plan-grexit-tsipras-draghi-live

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09. Juli 2015, 18:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Der Guardian über das neue "Abkommen" Griechenlands mit den Gläubigern:

Greece debt crisis: Athens accepts harsh austerity as bailout deal nears

Zitat:
Greek cabinet reportedly backs a package of reforms and spending cuts worth €13bn to secure third bailout and modest debt writeoff


Jetzt kommt es darauf on, ob der niederländischen Anarcho-Blogger Peter Storm recht behalten wird, oder nicht. Er meint zwei "Oxi" in der Abstimmung gehört zu haben: Einmal ein Verhandlungsmandat für die Regierung und ein andermal ein grundsätzliches "Oxi" gegen alle Sparmassnahmen:

http://www.ravotr.nl/2015/07/07/oxi-twee-soorten-nee-griekenland/

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09. Juli 2015, 21:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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http://lowerclassmag.com/2015/07/der-tod-des-reformismus/

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10. Juli 2015, 18:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Jacobinmag:

From the Absurd to the Tragic

Zitat:
Those who lead Greece and its Left to surrender should be opposed.


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10. Juli 2015, 20:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Varoufakis hat jetzt wieder Zeit, zu schreiben:

Germany won’t spare Greek pain – it has an interest in breaking us

Zitat:
Debt restructuring was our aim: little did we know, when we embarked on negotiations, that Grexit might be a goal for eurozone leaders


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10. Juli 2015, 20:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Interessanter Ansatz:

http://libcom.org/library/workfare-politics-unemployment-class-struggles-greece

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11. Juli 2015, 09:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Aber vielleicht kommt ja alles ganz anders und Tsipras-Versteher Paul Mason und Varoufakis behalten Recht: Deutschland will den Grexit. Mindestens Schäuble ist gemäss Bild mal wieder dagegen:

DAS GRIECHEN-DRAMA: Stimmt Schäuble gegen neue Milliarden-Hilfen?

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11. Juli 2015, 10:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Aber vielleicht kommt ja alles ganz anders und Tsipras-Versteher Paul Mason und Varoufakis behalten Recht: Deutschland will den Grexit. Mindestens Schäuble ist gemäss Bild mal wieder dagegen:

DAS GRIECHEN-DRAMA: Stimmt Schäuble gegen neue Milliarden-Hilfen?


Haha, man glaubts ja gar nicht! Die sind wohl wirklich auf "Regime Change" aus, obwohl sie doch Tsipras dort haben, wo sie ihn wollen:

Schaeuble determined to expel Greece: Greek proposal “far from sufficient”

Eurozone talks on Greece need 'a lot more progress' before possible deal

Zitat:
IMF chief Christine Lagarde and Eurogroup ministers express concerns about Greek ability to deliver on promised reforms


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11. Juli 2015, 16:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ein böser Verdacht kommt dem Tagesspiegel:

Zitat:
Diese demonstrative Ignoranz nährt einen schlimmen Verdacht: Es geht Europas Regenten gar nicht um Prosperität. Stattdessen missbrauchen sie das Spardiktat als Machtinstrument, um den Rückbau des Wohlfahrtsstaats zu erzwingen. Draghi behauptete schon 2012, „das europäische Sozialmodell“ sei „vergangen“. Und so wurden in den Krisenstaaten Tarifverträge und Arbeitnehmerrechte abgeschafft, die Renten- und Gesundheitssysteme zur Minimalversorgung eingedampft und die Gewerkschaften völlig marginalisiert.

Bleibt es beim Schrumpfkurs durch Austerität, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis Europas regierende Hardliner unter Verweis auf die nötige „Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit“ versuchen werden, das Gleiche auch in den Kernländern der Euro-Zone durchzusetzen. Europas harte Zeiten kommen erst noch.

http://www.tagesspiegel.de/politik/krise-der-eurozone-mit-dem-spardiktat-gegen-das-europaeische-sozialmodell/12036022.html


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11. Juli 2015, 16:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Kollektives Überleben... Antworten mit Zitat
Kollektives Überleben in Zeiten der Massenvernichtung:

Zitat:
There should be no more doubt that the SYRIZA-ANEL coalition is just a continuation of the politics of capitalist restructuring. This doesn’t mean that its approach on administration is identical to the administration of ND and PASOK. First, SYRIZA was willing to make some concessions ensuring civil rights and free up some political space on its left, as long as this didn’t question the core of capitalist restructuring. Secondly, SYRIZA tried to handle the situation not in terms of a ‘state of emergency’ and mass repression as its predecessors did, but aiming towards social consensus through a discourse of “humanitarian crisis management”. At the same time, it cultivated a public profile of ‘tough negotiator’ in EU bodies, even if at the same time it was gradually retreating in negotiations; inside Greece and abroad it was following a “promises for all” tactics by gambling on EU stability and supposed initiatives for finding political alternatives.

http://libcom.org/news/guide-collective-survival-times-mass-destruction-10072015


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
11. Juli 2015, 22:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Re: Kollektives Überleben... Antworten mit Zitat
Doc Sportello hat Folgendes geschrieben:
Kollektives Überleben in Zeiten der Massenvernichtung:

Zitat:
There should be no more doubt that the SYRIZA-ANEL coalition is just a continuation of the politics of capitalist restructuring. This doesn’t mean that its approach on administration is identical to the administration of ND and PASOK. First, SYRIZA was willing to make some concessions ensuring civil rights and free up some political space on its left, as long as this didn’t question the core of capitalist restructuring. Secondly, SYRIZA tried to handle the situation not in terms of a ‘state of emergency’ and mass repression as its predecessors did, but aiming towards social consensus through a discourse of “humanitarian crisis management”. At the same time, it cultivated a public profile of ‘tough negotiator’ in EU bodies, even if at the same time it was gradually retreating in negotiations; inside Greece and abroad it was following a “promises for all” tactics by gambling on EU stability and supposed initiatives for finding political alternatives.

http://libcom.org/news/guide-collective-survival-times-mass-destruction-10072015


Hervorragender Text! Den müsste man übersetzen...

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Weiter scheint sich die Lage weit über die Reformen in Griechenland hinaus zuzuspitzen. Deutschland tut gerade alles in seiner Macht stehende um endgültig zum alleinigen Hegemon in Europa zu werden, wie es die Antideutschen, als sie noch vernünftig waren, ständig an die Wand malten:

Zitat:
Wenn François Hollande (zusammen mit Matteo Renzi vielleicht) heute Abend nicht unmissverständlich klar macht, dass es mit ihm die deutsche Radikalkur nicht gibt, ist ein Europa zur Realität geworden, das bisher nur in den Alpträumen der Menschen in Frankreich, Italien und in anderen Ländern existierte, die in der Vergangenheit schlimmste Erfahrungen mit Deutschland gemacht haben.

http://www.flassbeck-economics.de/die-bedingungslose-kapitulation-sonst-nichts/


Germany's Plan To Rescue Greece: Wars Have Started Over Less Than This

Zitat:
However, amazingly, the German finance ministry seems to have managed to come up with a plan that is even worse. They’re suggesting that the European Union should run, directly, the Greek economy. Overturn the elected government of a sovereign state, turn the place into a mere satrapy of the technocrats in Brussels and….well, words rather fail at that point. If they think that people in Athens shouting about Nazi war crimes and reparations is a bit rude at present then they’re going to have something of an awakening as the full richness of Greek invective is let loose on this idea.



France Takes Greece's Side Against Germany

Zitat:
You can't exaggerate the importance of France's decision to align itself with Greece before this weekend's crisis meetings. As Wolfgang Munchau correctly notes in the Financial Times, Prime Minister Alexis Tsipras has finally succeeded in dividing the creditors. A split between Germany and France, no less, and on an issue as momentous as this -- on the course of the entire European project -- isn't just any division.


Usw.

Krasse Zeiten...

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12. Juli 2015, 13:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Weiterer Text Antworten mit Zitat
Zitat:
Hervorragender Text! Den müsste man übersetzen...


Das schaffst Du sicher, oder!? Ich hab im Moment nicht wirklich Zeit und bin noch an einem anderen Text dran, den ich endlich mal fertigmachen möchte. Falls Du auch keine Zeit hast, können wir vielleicht auf Wildcat hoffen, die Gruppe wäre zumindest ziemlich auf ihrer Linie.

Hier noch ein weiterer Text von der gleichen Gruppe zu den Quartierversammlungen in Athen (englische Version unten):

Zitat:
The revolt of December 2008 and then the « movement of the squares » in summer 2011 opened wide the door for the forms of organization and struggle encoded as neighborhood assemblies. We are talking about open collective proceedures of a self-organized character who tried to territorialize their political intervention at the neighborhood level in a stable public way. Here, of course, we will not try to write the story or expose the genealogy of the neighborhood assemblies in Athens, nor present all their political contents in 4.000 words. Our aim is to analyze the position of neighborhood assemblies in the cycle of struggles against the devaluation of labour and our lives in times of capitalist crisis and restructuring. In short, we try to figure out what are the positions of the neighborhood assemblies during the last years concerning the issues that have been posed by the immediate consequences of crisis/restructuring in the fields of social reproduction and the relation of exploitation.

http://dndf.org/?p=14317


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12. Juli 2015, 14:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Re: Weiterer Text Antworten mit Zitat
Doc Sportello hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Hervorragender Text! Den müsste man übersetzen...


Das schaffst Du sicher, oder!? Ich hab im Moment nicht wirklich Zeit und bin noch an einem anderen Text dran, den ich endlich mal fertigmachen möchte. Falls Du auch keine Zeit hast, können wir vielleicht auf Wildcat hoffen, die Gruppe wäre zumindest ziemlich auf ihrer Linie.

Hier noch ein weiterer Text von der gleichen Gruppe zu den Quartierversammlungen in Athen (englische Version unten):


War nicht direkt an dich gerichtet ;) Ich habe im Moment auch noch andere Dinge, die anstehen... vielleicht gegen Ende nächster Woche.

Die Gruppe ist natürlich nicht nur auf der Linie von Wildcat, ich find die auch ganz interessant ;) Obiges Konzept zu Workfare ist auch von ihnen.

------

Hier noch - zur Dokumentation - einige Texte der sog. Grexit-Debatte der radikalen Linken in Deutschland:

Lowerclassmag:

RAUS HIER

Zitat:
Ein linkes Plädoyer für den „Grexit“ – und die Zerschlagung von EU und Euro-Zone.



Thomas Seibert im Neuen Deutschland:

Gegen das linke Grexit-Gerede

Zitat:
Die linken Freunde einer Zukunft Griechenlands jenseits des Euro machen einen schweren Fehler. Thomas Seibert über Schäubles Projekt und das Dilemma von SYRIZA



Blockupy goes Athens:

“Die Niederlage verstehen heisst den Sieg vorbereiten”

Zitat:
Das griechische Dilemma und wir


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12. Juli 2015, 14:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ganz klare Ansage: Wenn keine Einigung (= die griechische Regierung kapituliert bedingungslos), dann temporärer Grexit:

http://www.theguardian.com/business/live/2015/jul/12/greek-debt-crisis-eu-leaders-meeting-cancelled-no-deal-live#block-55a29b26e4b07fc6a121fc2d

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12. Juli 2015, 18:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Ganz klare Ansage: Wenn keine Einigung (= die griechische Regierung kapituliert bedingungslos), dann temporärer Grexit:

http://www.theguardian.com/business/live/2015/jul/12/greek-debt-crisis-eu-leaders-meeting-cancelled-no-deal-live#block-55a29b26e4b07fc6a121fc2d


Nochmal zusammengefasst:

http://www.zerohedge.com/news/2015-07-12/greek-choice-hand-over-sovereignty-germany-or-take-five-year-euro-time-out

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12. Juli 2015, 19:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Videoblog von FS-Misik:

Die Deutsche Ideologie – Überwachen und Strafen

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12. Juli 2015, 20:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Text, der herausarbeitet, dass in Griechenland die gleichen Massnahmen von IWF & Co. angewendet werden, die in so vielen lateinamerikanischen und afrikanischen Ländern schon angewendet wurden:

GREECE AND THE UNDERDEVELOPMENT OF EUROPE

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12. Juli 2015, 21:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Griechenland wird Kolonie

Zitat:
EU-Finanzminister wollen Hellas unter Zwangsverwaltung stellen. Gipfeltreffen der Euro-Gruppe tagt in Brüssel. Proteste in Athen



Vorschläge der Euro-Gruppe: Der Katalog der Grausamkeiten

Zitat:
Eine Entscheidung gibt es in Brüssel noch nicht - dafür aber ein Positionspapier der Euro-Finanzminister. Es liest sich wie eine gewollte Demütigung Griechenlands.


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12. Juli 2015, 22:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Warum Varoufakis zurückgetreten ist:

Zitat:
As Schäuble supposedly said, elections cannot be allowed to change anything. But Varoufakis believes that it could have changed everything. On the night of the referendum he had a plan, Tsipras just never quite agreed to it.

The Eurozone can dictate terms to Greece because it is no longer fearful of a Grexit. It is convinced that its banks are now protected if Greek banks default. But Varoufakis thought that he still had some leverage: once the ECB forced Greece’s banks to close, he could act unilaterally.

He said he spent the past month warning the Greek cabinet that the ECB would close Greece’s banks to force a deal. When they did, he was prepared to do three things: issue euro-denominated IOUs; apply a “haircut” to the bonds Greek issued to the ECB in 2012, reducing Greece’s debt; and seize control of the Bank of Greece from the ECB.

None of the moves would constitute a Grexit but they would have threatened it. Varoufakis was confident that Greece could not be expelled by the Eurogroup; there is no legal provision for such a move. But only by making Grexit possible could Greece win a better deal. And Varoufakis thought the referendum offered Syriza the mandate they needed to strike with such bold moves – or at least to announce them.

He hinted at this plan on the eve of the referendum, and reports later suggested this was what cost him his job. He offered a clearer explanation.

As the crowds were celebrating on Sunday night in Syntagma Square, Syriza’s six-strong inner cabinet held a critical vote. By four votes to two, Varoufakis failed to win support for his plan, and couldn’t convince Tsipras. He had wanted to enact his “triptych” of measures earlier in the week, when the ECB first forced Greek banks to shut. Sunday night was his final attempt. When he lost his departure was inevitable.

http://www.newstatesman.com/world-affairs/2015/07/exclusive-yanis-varoufakis-opens-about-his-five-month-battle-save-greece


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13. Juli 2015, 13:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Weiter geht die Grexit-Debatte:

KAPITULATION – WIDERSTAND – REVOLUTIONÄRER BRUCH

Zitat:
Die Niederlage nicht verstehen heißt die nächste Niederlage vorbereiten – Griechenland, Deutsch-Europa und die Grexit-Debatte



Für die Autonomie der Kämpfe – Sechs Gegenthesen zum OXI und den Folgen

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13. Juli 2015, 14:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Zu Syriza Antworten mit Zitat
Changing of the Guards:

Zitat:
Today, the very people who supported Syriza in widely read articles and interviews are forced to admit a certain “moderate Keynesianism” in the initial program as well as a real distance between that program and today’s agreement. The happy chorus has stopped singing about the “end of austerity/Troika/etc.,” and has made a hard landing onto the desert of the real.

It seems it took five months to openly admit what was already clear from the February 20th agreement. And while for those who put their trust in Syriza it is somewhat understandable that hope dies last, for those close to the decision-making process of the Greek government, such naiveté is, to say the least, suspicious. For if something has become crystal clear in the last few months, it is that Syriza was not negotiating with European officials; it was actually negotiating the ways through which the continuation of austerity will be accepted by its own members and by those who will be forced to endure its consequences.

http://www.brooklynrail.org/2015/07/field-notes/changing-of-the-guard


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14. Juli 2015, 18:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Heute gehts auf und rund um den Syntagma-Platz mal wieder wilder zu und her-

Liveticker des Guardian:

http://www.theguardian.com/business/live/2015/jul/15/greek-crisis-mps-bailout-imf-debt-relief-alexis-tsipras-live

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15. Juli 2015, 19:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Rainer Trampert zur Entwicklung in Griechenland:

Die Akropolis an TUI, Piräus an China

Zitat:
Europa soll wieder in ein funktionierendes Profitcenter umgewandelt werden. Das funktioniert nur mittels Ausplünderung. Über die Zukunft Griechenlands klärt Rainer Trampert auf.


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19. Juli 2015, 11:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Diskussion über Syriza Antworten mit Zitat
Eine Diskussion rund um den oben geposteten Artikerl in Brooklyn Rail zwischen dem Autor und zwei Mitgliedern von Sic:

Zitat:
Understanding Syriza as just another Left to do the dirty job as usual is underestimating both the global crisis and the destruction of the Greek economy and society. Of course, a Jedi has to do what a Jedi has to do, and we are in a position to know a thing or two about any would-be manager of a piece of world capitalism with some traces of a human face. But radical critique has to understand what is new, different, specific, and how all this fits in the local and global inter-class and intra-class configuration. It cannot risk to be understood as leftist denunciation as usual.

[...]

In such times, globalization does not warrant that every disagreement and every confrontation is fake. There’s some real history going on, not everything is a staging. Radical critique cannot accept to rest on conspiracy theories, although some “conspiracies” do exist. History is not the deployment of a given script.

http://sicjournal.org/a-discussion-of-syrizas-referendum-in-the-current-crisis/


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19. Juli 2015, 16:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Die linke Grexit-Diskussion ist um einen weiteren Text von LCM reicher:

DAS TOTALVERSAGEN VON SYRIZA, DIE LINKE GREXIT-DEBATTE UND DER NEUE EUROPÄISCHE SOZIALCHAUVINISMUS

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19. Juli 2015, 17:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Was so alles diskutiert wird: Bei Grexit Panzer in den Strassen Athens...


http://www.keeptalkinggreece.com/2015/07/19/eus-last-terrormongering-card-if-grexit-the-sound-of-army-tanks-would-be-heard-in-the-street-of-athens/

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19. Juli 2015, 22:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Der Text hat zwar einige Illusionen in den Parlamentarismus, bringt es m.E. ökonomisch gut auf den Punkt:

Zitat:
Die EU ist für das deutsche Kapital vor allem wichtig als Sprungbrett für die globale Expansion. Sie fungiert als Verstärker zur Durchsetzung der politischen und ökonomischen Interessen des deutschen Kapitals, aber auch der anderen europäischen Kapitale in der Welt. Deshalb geht es bei der Austeritätspolitik auch nicht nur, ja in der gegenwärtigen Situation nicht einmal vorrangig, um die Haushaltskonsolidierung, sondern vor allem um die sogenannten Strukturreformen zur Steigerung der »Wettbewerbsfähigkeit«. Die Austeritätspolitik dient dazu, in der gesamten EU die Löhne zu senken, die Profitabilität zu erhöhen und die Position des deutschen und europäischen Kapitals in der Weltmarktkonkurrenz zu verbessern. Es ist eine entscheidende Schwäche der überwiegend keynesianisch argumentierenden deutschen Linken, dass sie aus einer an der effektiven Nachfrage orientierten Perspektive die Austeritätspolitik immer nur als irrational darstellt und nicht ihre Bedeutung für den Klassenkampf herausarbeitet. Der griechische Binnenmarkt spielt eine ganz untergeordnete Rolle für die Interessen des deutschen und europäischen Kapitals. Viel wichtiger ist es, an Griechenland ein Exempel zu statuieren, dass eine Alternative zum Neoliberalismus in der EU mit allen Mitteln unterbunden wird.

http://www.jungewelt.de/m/2015/07-18/014.php


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20. Juli 2015, 07:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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John Holloway zur Frage, was wenn die Macht erobert wird, ohne die Welt zu verändern: :-)


http://jungle-world.com/artikel/2015/30/52374.html

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Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
28. Juli 2015, 12:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Generalstreik Antworten mit Zitat
In Griechenland stand heute wieder einmal ein Generalstreik auf dem Programm:

Zitat:
Clashes briefly broke out Thursday between riot police and youths in central Athens during the first general strike since the country's left-led government initially came to power in January.

Youths broke away from a protest march by thousands as it passed outside parliament and threw Molotov cocktails at police who responded with tear gas and stun grenades.

Nearly 25,000 people had been participating in three separate demonstrations in central Athens, according to police figures, protesting a new round of bailout-related tax hikes and spending cuts.

http://ht.ly/UyS4h


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12. November 2015, 16:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Die Anarchos zum Generalstreik:

Athen: 12Nov Generalstreik - Sozialrevolutionäre Anarchistische Gruppen machen mobil

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13. November 2015, 10:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Al Jazeera in Exarchia Antworten mit Zitat
Al Jazeera scheint ganz begeistert zu sein von der anarchistischen Bewegung in Griechenland:

Zitat:
At the heart of the movement is a bar in the artsy left-wing neighbourhood of Exarchia. Formerly a cinema, K-Vox has been occupied since 2012 by anarchists, who have been running it as a bar to raise money for various causes.

Inside, posters of blazing police cars and masked fighters toting assault rifles cover the walls. A black and white print above the bar depicts a 1975 riot in Milan; another shows an injured policeman being dragged away by colleagues at a riot in Hamburg. In one corner, in front of a mural depicting anarchists in a standoff, stands a rack of black motorcycle helmets; extra protection for when rioting breaks out in the area.

The clientele is wildly varied, from dreadlocked Rastafarians and bespectacled left-wing students to angry teens in black hoodies and the occasional visiting anarchist from overseas.

http://www.aljazeera.com/indepth/features/2015/11/anarchy-future-greece-151122113214286.html


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05. Dezember 2015, 01:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Lohn Antworten mit Zitat
Französische und englische Übersetzung eines Texts von der Angestellten- und Arbeitslosenversammlung vom Syntagmaplatz:

Zitat:
In reality, wage is a fetish that disguises the class domination and the unpaid surplus labour. The wage pays the worker only for the total value of products that are necessary for her reproduction, while the remaining product is reaped by the capitalist. Although being fraud, however, for as long as the capitalist social relation is in force, the wage is the main means for the worker’s survival, in order for her to not to be a slave and for the working class to not be a mass of plebeians.

This capitalistic narrative about “fair” and the full price may, of course, be convincing in the “golden” era of growth, when wages were higher! In the current conjuncture of orderly crisis, wage is an endangered species and doesn’t even suffice for our reproduction as labour-power: some of us are poorly paid, some are paid with a many months of delay and others remain completely unpaid because the boss terminated the business – and reopened it with an other brand name!

http://dndf.org/?p=15586


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10. Januar 2017, 10:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Demo für Squats Antworten mit Zitat
Rund 2000 an einer Demo heute Abend in Athen gegen die Räumung zweier besetzter Häuser heute morgen:

Zitat:
Earlier today we reported that the “liberal” and wanna be leftwing Syriza government evicted 2 squats in Athens, Greece. More than 200 people were detained during the evictions, About 100 of them were released again. Refugees with papers were released, “non-citizens” without papers will be send to “hotspots”.The Greek state also raided a self-organized center in the city of Agrinio today. The cops vandalized the venue and stole 600€. Several thousand people protested in Athens against the evictions tonight. Clashes broke out after cops attacked the demonstration with teargas.

https://enoughisenough14.org/2017/03/13/athens-greece-cops-attacked-demo-against-evictions-of-squatsgr/


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13. März 2017, 20:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Meanwhile in Greece:

Zitat:
Einen Kultstatus geniesst unterdessen die Athener Anarchistengruppe Rubikon, die zum Anarchistischen Bund gehört. Nach Informationen dieser Zeitung hat Rubikon etwa 60 Mitglieder. Ihr Markenzeichen: Blitzangriffe. Rubikon richtet in seinen Aktionen bewusst aber höchstens Sachschaden an, nie werden Personen verletzt. Insbesondere Aktionen, die gegen soziale Missstände gerichtet sind, rufen bei vielen Griechen eher Sympathie und Beifall statt Verurteilung hervor. Auch auf die Drohung der Schwarz­grünen Brandstifter reagieren die Konsumenten in Griechenland demonstrativ gelassen. Die Umsätze der Lebensmittel und Getränke in den Supermärkten der Metropolen Athen und Thessaloniki seien nicht signifikant beeinflusst worden, hoben Marktbeobachter hervor. «Solche Drohungen sind doch das kleinere Problem. Wir haben immer weniger Geld in der Tasche, um uns überhaupt einen Weihnachtstisch leisten zu können», sagte eine Kundin eines Supermarktes im Athener Vorort Vrilissia unserer Zeitung. Die chronische Griechenlandkrise lässt grüssen.

http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/wirtschaft/anarchisten-bedrohen-supermarktketten;art178477,1170406


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25. Dezember 2017, 00:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Libertatia in Flammen Antworten mit Zitat
Faschos haben heute den Squat Libertatia in Saloniki niedergebrannt:

Zitat:
Starting under a statue of Alexander the Great, a violent wing of the rally first headed towards social centre The School, but were repelled by anarchist fighters defending the space. They then moved on to the Libertatia, which was relatively undefended, and set fire to it. The listed building has been totally destroyed.

The success of the rally is extremely concerning for anti-fascists in the country, as it was considered an opportunity for a public re-emergence of various fascist groups which have struggled following a decline in the fortunes of Golden Dawn.

A statement on Athens Indymedia today said: “There is a need for an immediate, militant mobilisation tomorrow, if not today. This can not be left unchallenged.”

https://freedomnews.org.uk/greece-libertaria-occupied-centre-burned-by-fascists/


Ein weiterer Artikel auf Deutsch:

Zitat:
Antiautoritäre Gruppen warnten schon die Tage davor vor Angriffen auf Gegendemonstranten und linker bzw. anarchistischer Infrastruktur. Schon auf dem Weg zur Kundgebung wurden schon die Besetzung Scholio (Schule) unter Schutz und Mitwirkung der MAT-Einheiten angegriffen, aber von den Anwesenden erfolgreich verteidigt. Etwa 150 Vermummte haben während der Kundgebung versucht die Polizeiabsperrungn zu überrennen und die antifachistische Demonstration am zentralen Platz Thessalonikis Kamara anzugreifen. Die Riotpolizei MAT setzte Tränengas ein um ein Aufeinandertreffen der Gruppen zu verhindern. Im Anschluss der nationalistischen Kundgebung hat eine Gruppe von über 100 Menschen den anarchistischen und antifaschistischen Squat Libertatia angegriffen und schließlich angezündet. Gerüchten in sozialen Medien zufolge handelte es sich bei den Täter*innen um eine Gruppe von nationalistischen Anhänger*innen von PAOK, dem Fanclub Makedones. Das Gebäude von Libertatia ist mittlerweile komplett abgebrannt. Motorradgruppen der Goldenen Morgenröte sind zurzeit mit Knüppeln unterwegs; andere Besetzungen befinden sich weiterhin in höchster Alarmbereitschaft. Ob es eine Koordination zwischen den faschistischen Gruppen und den Fussballfans gab bleibt unbestätigt, kann aber nicht ausgeschlossen werden.

https://revoltmag.org/libertatia-flammen/


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21. Januar 2018, 20:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Riots gestern Antworten mit Zitat
Riots gestern abend in Saloniki, etwa 1000 Leute und 5 Verhaftungen gemäss der griechischen Presse:

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
23. Januar 2018, 16:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Libertatia Antworten mit Zitat
Neueste Mitteilung des Kollektivs Libertatia:

Zitat:
Am Sonntag, dem 21. Jänner 2018 um 13.30 Uhr und kurz vor der nationalistischen Kundgebung für Mazedonien, begannen eine Reihe von Angriffen gegen besetze Räume – durchgeführt von faschistischen Gruppen, die sich an der Kundgebung beteiligten. Nachdem sie den freien sozialen Raum „Schule“ (Scholio) angegriffen haben und erfolgreich zurückgeschlagen wurden, näherten sie sich unserer Besetzung, und verursachten Schäden an Fassade und Zaun. Diese Angriffen entstanden aus der Versammlung vom Ideapolis-Zyklus und verschiedenen anderen faschistischer Gruppierungen (AME, Heiliger Bund, C18). Der Schaden wurde direkt danach von Mitgliedern unserer Gruppe repariert. Danach wurde entschieden, die antinationalistische Kundgebung in Kamara zu unterstützen. Die Faschisten versuchten die dort versammelten Leuten anzugreifen, jedoch vergeblich. Danach griff die gleiche Gruppe (mit den faschistischen PAOK-Hooligans und verstärkt durch serbische Hooligans) etwa zwei Stunden später unsere Besetzung mit Molotowcocktails und Fackeln an, und verursachten den Brand. Zu dieser Zeit waren keine Leute im Gebäude, denn alle waren bei der Demonstration in Kamara. Während des Angriffs standen Staatspolizisten daneben, sowie ein parkierter Polizeibus. Diese Polizeikräfte deckten den Angriff, ohne sich einzumischen. Die Reaktion der Nachbarschaft muss erwähnt werde: Die Leute gingen auf die Balkone und schrien gegen die Faschisten an, diese reagierten mit Schimpfen und dem Werfen von weiteren Fackeln. Als die Faschisten danach erneut versuchten, sich der Besetzung „Schule“ zu nähern, reagierte die Polizei nach dem gleichen Muster. Sie deckte die Faschisten ab und blockierte unsere Genossen im Gebäude.

https://rebuildlibertatia.noblogs.org/stellungnahmen/


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07. Februar 2018, 15:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
https://derstandard.at/2000075134682/Generation-Tsipras

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
01. März 2018, 22:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Zum "Ende" der Austerität Antworten mit Zitat
Text von griechischen GenossInnen zur aktuellen Situation:

Zitat:
The whole proccess of restructuring Greek capital that the Memoranda was trying to achieve was in reality put aside by the Greek capital in order to gain a higher profitability just by drastically reducing the labour costs – with the privatisations being the only exception to this refusal of restructuring. The only way that the Greek state was able to achieve the fiscal objectives laid by the EU was new and bigger taxes and, of course, budget cuts on the already small social welfare. All in all, the song of the Greek capital remains quite the same, just with a bigger and poorer proletariat, and smaller and poorer waged middle classes and petty-bourgeoisie. In general, the Greek capital didn’t change its modus operandi, it just abused the only ways it knew for growth: wage reductions, undeclared work, extraction of absolute surplus value. The role of Greece in the EU will remain the same: a jailer for immigrants trying to pass into EU, a node in the trade network between EU and China, and of course, a “tourist resort”. And despite the dramatic wage reductions, it’s still only a second-rate area for cheap labour in order to attract foreign investments.

https://2008-2012.net/2018/06/23/memoranda-are-over-will-life-get-magical/


Französische Übersetzung hier.

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
24. Juni 2018, 14:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Golden Dawn Antworten mit Zitat
Sehr aufschlussreicher Text über die Goldene Morgendämmerung:

Zitat:
The following text was written back in 2015 (but was published only in 2016) by Anazopyrosi [a Greek word meaning both rekindling and resurgence], a libertian collective active in the N. Ionia and N. Heraklion suburbs of Athens, Greece, that broke-up in 2016 and we were members of. We decided to translate it in English for comrades from abroad because the main narrative about Golden Dawn tends to leave aside some GD’s aspects that we find crucial to interpret its rise and fall. This is due to the mainstream left parties/organisations, and it has become clear with the GD’s trials. Golden Dawn is indeed a criminal organisation as the left asserts. But, in order to highlight the criminal character of GD, those leftists are speaking almost exclusively about its illegal activism in the streets such as the attacks against immigrants and antifascists. But GD’s criminal activities aren’t confined to these: their main criminal activities were those in relations with mafia, the criminal fractions of capital. Golden Dawn seems to be involved in sex/drugs/weapons trafficking. This issue is nowhere to be found in the GD’s trial because it will reveal their relations with some of the biggest Greek capitalists and their criminal activities (you can check here the case files of the Golden Dawn trial, with any mafia activities being conspicuous by their absence). The left organisations involved in the trials remain mainly silent on this aspect, either out of fear or due to their political agendas – for some years, the antifascist movement against Golden Dawn was the only thing keeping alive many left (as well as anarchist, etc) organisations due to a general recession of other aspects of class struggle.

The title of the text is parodying a book series of a Greek far-right conspiracy theorist called Why and How They Live Among Us, which combine ancient Greeks, aliens, angels, Illuminati, Jews, Putin, modern geopolitics, etc, in a so ridiculous mixture that could send you in an acid trip straight to outer space.

https://alertacomunista.wordpress.com/2018/10/27/how-and-why-golden-dawn-lives-among-us/


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
02. November 2018, 03:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Dt. Übersetzung Antworten mit Zitat
Deutsche Übersetzung:

Zitat:
Der folgende Text war 2015 von Anazopyrosi [ein griechisches Wort, das sowohl Wiederaufleben als auch Wiederauferstehung bedeutet] geschrieben worden (aber erst 2016 veröffentlicht), ein libertäres Kollektiv, das in den beiden Vorstädten Athens Nea Ionia und Iraklio aktiv war, sich 2016 auflöste und wovon wir Teil waren. Wir entschieden uns, ihn auf Englisch zu übersetzen für Genossen im Ausland, da die gängige Erzählung über die Goldene Morgenröte (GM) dazu tendiert, einige Aspekte der GM beiseite zu lassen, die wir für wesentlich halten, um ihren Aufstieg und Niedergang zu interpretieren. Das hat mit den etablierten linken Parteien und Organisationen zu tun und es ist mit den Prozessen gegen die GM klar geworden. Die GM ist in der Tat eine kriminelle Organisation wie es die Linke behauptet. Um diesen kriminellen Charakter der GM zu unterstreichen, sprechen diese Linken allerdings fast nur über ihren illegalen Aktivismus auf der Strasse wie Angriffe gegen Einwanderer und Antifaschisten. Doch die kriminellen Aktivitäten der GM beschränken sich nicht darauf: Ihre zentralen kriminellen Aktivitäten waren jene in Beziehung mit der Mafia, den kriminellen Fraktionen des Kapitals. Die GM scheint in Menschen-, Drogen- und Waffenhandel involviert zu sein. Diese Dimension findet man nirgends im Prozess gegen die GM, weil sie ihre Beziehungen zu einigen der mächtigsten griechischen Kapitalisten und ihre kriminellen Aktivitäten offenlegen würde (hier findet man die Prozessakten des Prozesses gegen die GM, die mafiösen Aktivitäten fallen v.a. durch ihre Abwesenheit darin auf). Die im Prozess involvierten linken Organisationen schweigen grösstenteils zu diesem Aspekt, entweder aus Angst oder aufgrund ihrer jeweiligen politischen Agenda – während vielen Jahren war die antifaschistische Bewegung gegen die GM aufgrund des allgemeinen Rückgangs anderer Aspekte des Klassenkampfes das einzige, was viele linke (und anarchistische und andere) Organisationen am Leben erhielt.

Der Titel des Textes ist eine Parodie einer Bücherreihe eines griechischen rechtsradikalen Verschwörungstheoretikers Warum und wie sie unter uns weilen, die antike Griechen, Ausserirdische, Engel, Illuminati, Juden, Putin, moderne Geopolitik und vieles mehr in einer derart lächerlichen Mischung kombiniert, dass sie einem auf einen Acidtrip mitten im Weltraum katapultiert.

https://kommunisierung.net/Warum-und-wie-die-Goldene


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10. November 2018, 14:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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