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Unsere und andere Krisen (bisher)

 
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Unsere und andere Krisen (bisher)
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far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Unsere und andere Krisen (bisher) Antworten mit Zitat
Die Krise ist da und die erste Auswirkung dieser Krise ist die Fülle von Zahlen und Daten, die über unsere Köpfe ausgeschüttet wird. Täglich und stündlich werden wir mit neuen Aktienkursen, Indexzahlen und Wirtschaftsprognosen bombardiert. Täglich tauchen neue Milliarden Euro auf, die irgendwem fehlen oder fehlen könnten, und die dann vom Regierungskonto auf das Unternehmenskonto umgeschaufelt werden. Klar ist bei all dem nur, dass die Regierung die Milliarden, die sie derzeit verteilt, gar nicht hat. Wer kann da den Überblick behalten?
Wal Buchenberg

http://de.indymedia.org/2009/01/240705.shtml

Kommentare:
Zitat:
Zu oft wird vergessen, dass die "Finanzkrise" keine Krise des Kapitalismus ist - vielmehr die Möglichkeit des Kapitalismus sich unter dem Diktat des Krisensdiskurses zu verändern, sich neu zu festigen und die Konstruktionsfehler auszumerzen. Der Diskurs entfaltet hohen Druck, in diesem Gesellschaftsklima akzeptieren selbst die "kritischen" Geister die Kündigung von Arbeitsverhältnissen, die Konsolidierung von Haushalten. Leider rennt die Linke hinter ihren Ökonomiegöttern hinterher - von Wertkritikern über Keynesianer zu Marxisten - alle akzeptieren das Primat der Ökonomie, die Realität der Krise, obwohl es bei dem Gerede keinen rationalen Kern gibt. Welches der Entwicklungen im letzten Jahr sind denn neu? Alle wussten, was kommt. Die symbolische Vervielfachung über alle Kanäle, ja auch alle Publikationen der politischen Linken, dient denen, die dieses System für erhaltenswert befinden. Wenn mensch die Entwicklung der Welt eher analytisch wahrnimmt, rücken Strukturen der Sprache in den Vordergrund. Warum untersucht nicht einmal jemand den Mythos hinter dieser Krise? Kann es sein, dass dieser u. a. hier auf indymedia permanent unreflektiert reproduziert wird? I suppose so.


oder

Zitat:
In dem Artikel ist einiges interessantes enthalten, die eigentliche Aussage erschließt sich mir aber nicht. Von den 26 “schweren” Finanzkrisen, ist sicherlich keine mit der jetzigen zu vergleichen. Wir haben eine völlig neue, nie da gewesene Konstellation. Kissinger formuliert es so: “Der Tiefpunkt des aktuellen internationalen Finanzsystems fällt zusammen mit politischen Krisen auf dem gesamten Erdball. Noch nie sind so viele Veränderungen in so vielen verschiedenen Erteilen aufeinander gefallen wie jetzt”. Dazu kommt, das es noch nie eine solch gigantische Verschuldung gab und noch nie wurde so schamlos die monetäre Geldbasis erhöht. Verschuldung und Geldmengenausweitung lässt sich nicht beliebig fortführen.
Die Schulden steigen durch den Zinseszins exponentiell. Eine Exponentialfunktion besitzt eine mathematische Grenze ihres Wachstums, nämlich wenn die Beschleunigung der Kurve m=1 erreicht. Die Kurve kann dann nicht mehr weiter steigen, es sei denn, sie würde in der Zeitachse rückwärts wandern. Es kommt daher, wie es kommen muss: Die Kurve bricht abrupt ab. An dem Punkt, an dem die gesamten Schulden nicht mehr weiter gesteigert werden können, bricht das System vollends zusammen.
Eine stätige, drastische Geldmengenausweitung führt mittelfristig zu einer Hyperinflation, es sei den, der aktuelle Nachfragerückgang und die stark verminderte Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, bricht dem System in Form einer Deflation vorher das Genick. Beides führt zwangsläufig zu Staatsbankroten und in der globalisierten Welt geschieht dieses nahezu zeitgleich in vielen Ländern.


_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
31. Januar 2009, 14:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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