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1. Mai 09 sonstwo!

 
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1. Mai 09 sonstwo!
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far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag 1. Mai 09 sonstwo! Antworten mit Zitat
erhalten:
Zitat:
1. Mai in St. Petersburg

Nur kurz, damit der Zweck dieses Verteilers nicht missbraucht wird :-) Dachte, wenn Istanbul behandelt wird, darf ich auch :-)
Der anarchistische 1. Mai in St. Petersburg stand ganz in der Zeichen des erstarkenden autoritären und faschistoiden Staates: Am Anfang des Demozuges liefen die Parteiblöcke der 13 Stadtquartiere der Einheitspartei ("Einig Russland"), wo nach gut sowjetischer Tradition die ArbeiterInnen der Staatsbetriebe und ArbeiterInnen- und Studentenheime gezwungen waren, mit Fähnchen bewaffnet hinter den gemieteten cheerleaders hinterherzutrotten. Dann kam ein von Jahr zu Jahr schrumpfender, überalterter Miniblock der Kommunistischen Partei und ein eher grosser der unabhängigen Gewerkschaften. Ebenfalls vertreten waren die Nationalbolschewiki (rote Faschos), die Bewegung gegen illegale Immigration, die Grossrussen (imperiale Faschos mit langen Bärten), irgendsoeine Fascho-Jugendorganisation und ein faschistischer schwarzer Block, wo die Fascho-Skins mitliefen.
Unsere Anarchos sollten mit ihrem Piratenblock inmitten dieses widerlichen Gesockse mitlaufen, so stand es auf der Demoerlaubnis. So weit kam es aber nicht, da die OMON - unsere Robocops hier - die etwas über 100 PiratInnen sofort umstellten und sie in drei Stadtautobuse verfrachtete, die bereits bereit standen. Dabei hatten die Anarch@s ihre Teilnahme eingegeben und diese war erlaubt worden, ganz zu schweigen von den zwei Monaten härteste Organisationsarbeit für den Piratenblock. Auf dem Weg zu den Polizeiposten gelang es den Leuten aus dem einen Bus zu entkommen - dieser stand im Stau - die anderen wurden nach einigen Stunden, Fingerabdrücken und Vorladungen entlassen.
Hier die Verhaftung (runterscrollen): http://streetsmedia.livejournal.com/165573.html#cutid1




Zitat:
1. Mai in Lausanne

http://ch.indymedia.org/de/2009/05/68866.shtml



Zitat:
1. Mai in Istanbul

Wie jedes Jahr versuchten auch dieses Jahr Tausende AktivistInnen zum Taksim-Platz zu gelangen, wo am 1. Mai 1977 36 Menschen getoetet und Hunderte verletzt worden sind.

2009 erklaerte der tuerkische Staat den 1. Mai wieder zum offiziellen Feiertag, nachdem dieser nach dem Militaerputsch von 1980 von der Liste der offiziellen Feiertage gestrichen worden war.

Von den verschiedenen Quartieren Istanbuls versuchten linke Gruppen, Gewerkschaften, sozialistische und kommunistische Organisation zum Taksim-Platz zu gelangen. Wir waren auf einer Kundgebung in der Mecidiyekoy-Strasse, ca. 5 Kilometer von Taksim entfernt. Ungefaehr 3000 Menschen versammelten sich dort, sie erhoben die Faust zum kommunistischen Gruss. Parolen wie, fuer den Sozialismus, der Taksim-Platz gehoert uns und wir wollen alle dorthin, wurden skandiert. Die Stimmung war gut und kaempferisch. Viele StudentInnen, VertreterInnen der pro-kurdischen Partei DTP, Gewerkschafter, kommunistische Parteien waren dort versammelt. Die Polizei griff die Demonstration an und schoss viel Traenengas gegen die Menschen, worauf sich die DemonstrantInnen entfernten und sich an andere Orte begaben.

In Taksim versuchte die Polizei den Zugang zum Quartier mit Polizeisperren, Gitter dichtzumachen. Das gelang ihnen aber nicht und die AktivistInnen wehrten sich gegen die Polizei und lieferten sich stundenlange Auseinandersetzungen mit ihnen. Die Polizei wurde mit Steinen und Molotov-Cocktails angegriffen.

Der tuerkische Staat erlaubte 100 VertreterInnen der DISK-Tuerk-Is *Tuerk. Arbeiter Gewerkschaft* den Zutritt zum Taksim-Platz, das medial immer wieder gezeigt wurde. Sozusagen zum ein "gutes Gesicht" gegenueber den Gewerkschaften zu zeigen. Das kann nur als Spaltung gewertet werden, wollten doch alle Menschen und nicht nur 100 ausgewaehlte Personen dorthin gehen.

Ungefaehr 500"000 Menschen waren am 1. Mai in den Strassen Istanbuls.


Weitere Nachrichten


Kaempfe in Istanbul-Bostanci gegen die Devrimci Karargah *Rev. Einheit*

Am 27. April fanden in Istanbul 60 Hausdurchsuchungen statt, wobei ein Mitglied der Rev. Einheit von der Polizei getoetet wurde.
Ebenfalls starb ein Hauptkommissar sowie 7 Polizisten wurden verletzt. Ab 05.30 morgens fand in der Bostanci Emanet Strasse ein Gefecht mit der Polizei aus. Dieses Gefecht dauerte 3,5 Stunden. Wahrend den Kaempfen erklaerte ein Mitglied der Devrimici Karargah, Orhan Yilmazkaya, ueber Funk und Presse folgendes,

Ich bemuehe mich, einer besonderen Generation von Revolutionaeren, die nicht kapituliert, wuerdig zu sein. Ich bin Kaempfer der Devrimci Karargah, es lebe die Revolution und der Sozialismus. Es lebe die Geschwisterlichkeit der Voelker. Es lebe die Einheit im Kampf des kurdischen und tuerkischen Volkes. Auch wenn wir fallen, geht der Kampf nach uns weiter. Wie er auch schon seit Tausenden Jahren andauert.

Es gab ein schweres Gefecht, bei dem Hubschrauber und Spezialeinheiten eingesetzt wurden. Die Radio- und Fernsehbehoerde verhaengte eine Nachrichtensperre ueber die Ereignisse. Bei diesen Gefechten wurde Orhan Zilmazkaya von der Polizei getoetet. Weitere 40 Personen wurden verhaftet.

......

Wie wichtig eben die Einheit der tuerkischen und kurdischen Bevoelkerung ist, zeigt sich wieder einmal mit der juengst verstaerkten Repression gegen die pro-kurdische Partei DTP, die doch in Kurdistan viele Wahlerfolge in letzter Zeit hatte. In juengster Zeit wurden in der Naehe von Istanubul sowie auch in mehreren Staedten Kurdistans Mitglieder und Funktionaere der DTP verhaftet. Dabei wurden auch Buecher und Computer beschlagnahmt. DTP nahe Organisationen, wie auch der Gewerkschaftsdachverband KESK demonstrierten in versch. Staedten der Tuerkei und Kurdistans.

Frauenverbaende, Studierende, JournalistInnen, SchauspielerInnen, Anwaelte verurteilten diese Repression, sie zerstoere lediglich die Moeglichkeit eines politischen Agierens, einer Loesung des Konflikts. Wie immer setzt der tuerkische Staat auf Repression und Gewalt anstatt auf Frieden und einer Loesung.


Fuer die Freiheit der kurdischen Volkes und aller Voelker
Gegen Militarismus und Faschmus des tuerk. Folterstaates
Gegen den Kapitalismus und seine Kriege




Istanbul, 3. Mai 2009

http://ch.indymedia.org/de/2009/05/68818.shtml

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
05. Mai 2009, 15:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
Einige Aufnahmen aus Berlin 09:
http://www.spiegel.de/video/video-1005046.html

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
01. Juni 2009, 19:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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