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Krise und Klasse(nkampf)
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Krise und Klasse(nkampf)
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Melnitz



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Beitrag Krise und Klasse(nkampf) Antworten mit Zitat
Das ist hier Thema:

Zitat:
In einem anderen Thread, wäre die Lage der Klasse und ihr (Nicht-)Verhalten drin.


Drum fang ich mal an, leider mit negativen Nachrichten:

Zitat:
Erpressung erfolgreich

Daimler Berlin: Betriebsrat akzeptiert Samstagsarbeit und weitere Flexibilisierung im Gegenzug für Produktzusagen. Kritikern wird Vereinbarung nicht ausgehändigt

Von Karl Neumann

Der Betriebsrat im Berliner Motorenwerk der Daimler AG hat einer weitreichenden Flexibilisierung der Arbeitszeiten zugestimmt. Dies hatte die Unternehmensleitung für die Zusage verlangt, drei »zukunftsweisende Produkte« in der Hauptstadt fertigen zu lassen (jW berichtete). Neben einem neuen Zylinderkopf und einer Ventilsteuerung soll hier künftig ein Elektromotor für Fahrzeuge mit Hybridantrieb gebaut werden. Knapp 110 Stellen sollen hierdurch nach Angaben der Beschäftigtenvertretung in Berlin geschaffen werden. Den Kritikern im Betriebsrat, die die Vereinbarung ablehnen, wurde diese nicht einmal ausgehändigt.

»Wir haben die Betriebsvereinbarung nicht bekommen, obwohl wir das mehrmals verlangt haben«, berichtete Mustafa Efe, Mitglied des Betriebsrats und der IG Metall, am Freitag gegenüber junge Welt. Bei der Sitzung am Vortag sei der Vertragstext lediglich kurz an die Wand projiziert worden. »Wir hatten nicht einmal genug Zeit, das in Ruhe abzuschreiben«, kritisierte der Aktivist der oppositionellen »Alternative«. »Das ist eindeutig rechtswidrig.« Die Gruppe prüfe die Möglichkeit, sich juristisch gegen das Vorgehen der Betriebsratsspitze zu wehren.

Zweimal waren Delegationen aus Produktionsabteilungen zum Betriebsrat marschiert, um ihren Unmut über die Vereinbarung kundzutun. Diese erlaubt es der Geschäftsleitung, bis zu zehn Sonder- oder Absageschichten pro Jahr anzuordnen. Die Bezahlung der halbstündigen Nachtschichtpause wird in einigen Fällen gestrichen. Zudem müssen die rund 3000 Beschäftigten des Werks jährlich bis zu drei freie Tage für Qualifizierungsmaßnahmen opfern. Noch drastischer verschlechtern sich die Bedingungen für die Arbeiter, die in der Produk­tion des neuen Elektromotors tätig sein werden. Diese können zu insgesamt 22 Sonderschichten im Jahr verdonnert werden. Der Samstag wird für sie durch die Ausweitung der Betriebsnutzungszeiten in Früh- und Spätschicht zum Regelarbeitstag. Die Forderungen des Managements, den Bereich in eine GmbH auszugliedern und die Einkommen abzusenken, sind hingegen nicht durchgekommen.

»Wenn man die nach unserer Einschätzung nicht wirklich ernstgemeinte Forderung nach einer GmbH ausklammert, hat sich das Unternehmen damit faktisch in allen wesentlichen Fragen durchgesetzt«, sagte Efe. Er und einige andere Betriebsratsmitglieder hatten in dem Gremium verlangt, die Belegschaft in einer schriftlichen Abstimmung über den Kompromiß entscheiden zu lassen. »Es ist schließlich das Privatleben der Kolleginnen und Kollegen, das durch die Vereinbarung in Mitleidenschaft gezogen wird. Dann sollen sie auch darüber abstimmen können«, erklärte Efe. Doch die Mehrheit des Betriebsrats habe einen entsprechenden Antrag abgewiesen.

Besonders die regelmäßige Samstagsarbeit ist dem linken Aktivisten ein Dorn im Auge. »Der freie Samstag wurde von den Gewerkschaften in harten Auseinandersetzungen erkämpft – und jetzt wird das vom Betriebsrat für ein paar vage Zusagen einfach aufgegeben«, kritisierte Efe. Der Zahl von 110 Arbeitsplätzen, die durch die neuen Produkte geschaffen werden sollen, traut er ohnehin nicht. »Solche Zusagen sind in der Vergangenheit schon mehrfach nicht eingehalten worden.« Mit kampflosen Zugeständnissen werde letztlich kein einziger Arbeitsplatz gesichert, ist Efe überzeugt. »Statt sich auf solche Erpressungen einzulassen, sollten Betriebsrat und IG Metall die Belegschaften dagegen mobilisieren«, forderte er.

Junge Welt

26. September 2009, 00:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zitat:
Gegenwind für Investor

Mitarbeiter der Werften in Wismar und Warnemünde protestieren gegen Arbeitsplatzabbau und Lohndumping. IG Metall droht mit Boykott von Bauauftrag

Aus Sorge um ihre Arbeitsplätze und um einen gerechten Lohn haben sich am Freitag erneut rund 1000 Mitarbeiter vor den Toren der ehemaligen Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde versammelt. Während viele Schiffbauer nicht wissen, ob sie überhaupt eine Perspektive auf den in Nordic Yards umbenannten Werften haben, kritisierten Gewerkschafter der IG Metall auf den Kundgebungen, daß der neue Eigner Igor Jussufow Löhne weit unter dem Flächentarifvertrag zahlen will. Die Gewerkschaft hatte am Dienstag die Gespräche mit der Unternehmerseite abgebrochen, nachdem diese einen Haustarifvertrag durchsetzen wollte.

Der neue Eigner biete unakzeptable Bedingungen, hieß es seitens der Gewerkschaft. So sollen die Schiffbauer für den neuen Job bei längerer Wochenarbeitszeit auf 25 Prozent Entlohnung, auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie einige Urlaubstage verzichten. Einige Dutzend der früheren 2500 Wadan-Beschäftigten haben laut Betriebsräten diese Arbeitsverträge erhalten, ihnen stelle sich nun die Frage: unterschreiben oder kämpfen? Gewerkschafter Rüdiger Klein riet den in Rostock versammelten 500 Kollegen, erst einmal nicht zu unterschreiben. Er halte die Konditionen, zu denen die Schiffbauer weiterarbeiten sollen, für »sittenwidrig«, sagte Klein. Bis Ende nächster Woche erwarten die Gewerkschafter ein verbessertes Übernahmeangebot des Eigners. Ansonsten riskiere Jussufow »unkalkulierbare Risiken« in bezug auf Qualität und Einhaltung des Abgabetermins beim Bau der Fähren für die schwedische Stena-Reederei. Für den Bauauftrag hat die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern den Wadan-Werften eine Bürgschaft in Höhe von 120 Millionen zugesichert.

Jussufow will nach Gewerkschaftsangaben zunächst nur diejenigen Beschäftigten übernehmen, die am Bau der zwei Schiffe für die Stena Line beteiligt sind. Wie viele der insgesamt 2500 Mitarbeiter davon betroffen wären, gab die Geschäftsführung bisher nicht bekannt. Im Zuge der Übernahme durch Jussufow soll die Zahl der Beschäftigten an beiden Standorten auf rund 1600 sinken, für 1200 Stellen wurde eine Beschäftigungsgarantie vereinbart. Im August hatte der Gläubigerausschuß dem Verkauf der insolventen Wadan-Werften an den Investor und früheren russischen Energieminister Igor Jussufow für 40 Millionen Euro zugestimmt. Für die Wadan-Werften war Anfang August das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Die meisten Beschäftigten wechselten seinerzeit in eine Auffanggesellschaft. (jW)

Junge Welt

26. September 2009, 00:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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In Holland wurde die Nederlandse Bank "umzingelt", 700 Leute waren auf der Demo gegen die Krise. Nicht so berauschend. Trotzdem hier das Video:


28. September 2009, 08:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Knatsch um Opel geht in eine weitere, chauvinistische Runde:

Betriebsrat verteidigt deutsche Werke
28. September 2009, 09:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag Lyon: Busdepot angezündet Antworten mit Zitat
Brand in Busdepot zerstört 34 Fahrzeuge

(ap) Brandstifter haben in Lyon Feuer in einem Busdepot gelegt. 34 Fahrzeuge seien zerstört worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Das Depot brannte vollständig aus. Verletzt wurde bei dem Feuer am frühen Morgen niemand. 25 Menschen wurden nach Angaben des Verkehrsministeriums vorsichtshalber aus einem benachbarten Gebäude in Sicherheit gebracht. In der südostfranzösischen Stadt tobt seit einer Woche ein erbitterter Arbeitskampf im Transportsektor.

http://info.france2.fr/france/Bus-lyonnais:-incendie-criminel-57519053.html

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“Der reissende Strom wird gewalttätig genannt, aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig!” (B. B.)
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01. Oktober 2009, 09:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Melnitz



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Auch in Argentinien gehts ab:

Zitat:
Straßenblockaden in ganz Argentinien

04.10.09 - Christina Kirchner, Präsidentin von Argentinien rief am Mittwoch die Argentinier auf, keine Straßenblockaden zu machen. In den vergangenen Tagen hatten hunderte Blockaden, vor allem von Arbeitern, besonders die Zufahrtsstraßen von Buenos Aires blockiert. Ein Auslöser ist der harte Kampf bei Terrabusi (US-Konzern Kraft - "rf-news" berichtete am 7.9.09) gegen 150 Entlassungen, davon die ganze gewählte Vertretung der Belegschaft, die Comisión Interna (ähnlich unserem Betriebsrat). Seit 44 Tagen kämpfen sie dagegen mit Streiks, Blockaden, Demonstrationen und Fabrikbesetzungen.

Mit brutalem Polizeieinsatz verhinderte am 25. September die Betriebsleitung, dass die Vertreter der Comisión Interna in den Betrieb gingen, was ihnen rechtlich zusteht. Daraufhin verstärkten sich die Aktionen im ganzen Land aus Solidarität und in Verbindung mit eigenem Protest gegen Entlassungen und Lohnabbau. 2009 wird die Vernichtung von 220.000 Arbeitsplätzen und eine Inflationsrate von 15 Prozent erwartet.

Nach dem Appell der Präsidentin, die Kampfmaßnahmen einzustellen, sind im ganzen Land aber noch mehr Straßenblockaden errichtet worden, z.B. allein in der Provinz Jujuy an 23 Stellen. Während bisher die deutsche Presse die Entwicklung totschweigt, sind die argentinischen Nachrichten voll davon. Die Zeitung La Nación liefert ihren Lesern in Buenos Aires eine Straßenkarte, wo Blockaden zu erwarten sind.

Besorgnis erregt bei den Herrschenden der Einfluss der sogenannten "Ultralinken". Damit meinen sie nicht zuletzt die Revolutionäre Kommunistische Partei PCR und den Zusammenschluss klassenkämpferischer Kräfte in den Gewerkschaften und Volksbewegungen (CCC). Die reformistischen Gewerkschaftsführungen, die eng mit der Regierung verflochten sind, verlieren zunehmend die Kontrolle.

Die Regierung Kirchner, die aus dem linken Flügel der peronistischen Partei stammt, ist in der Krise. Bei den Wahlen im Juni wurde sie abgestraft, ihr Wahlbündnis verlor drei Millionen Wähler. Ihre soziale Massenbasis schwindet nicht nur mit den Folgen der Krise, sondern auch aus Empörung über die Vetternwirtschaft. So wurden aus wahltaktischen Gründen fast nur noch für diejenigen Gemeinden "Sozialpläne" (Art von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen) finanziert, die der peronistischen Partei nahestehen. Die Ausweitung dieser "Sozialpläne" war eine Hauptmethode, mit der die Regierung Kirchner nach dem Argentinazo, dem landesweiten Aufstand 2001, die Lage beruhigen konnte.

Doch die Zeiten ändern sich. La Nación schreibt: "Das Argentinien der nächsten Zeit wird voller Arbeitskonflikte sein. Linke oder ultralinke Comisiones Internas übernehmen die Vertretung der Werktätigen. Das ist auch die Folge einer versteinerten, desinteressierten und vielfach korrupten Gewerkschaftsführung. Sich ewig haltende Führer ohne Feuer haben die Geschäfte der Gewerkschaften übernommen (vor allem die sozialen Einrichtungen) und machen die Politik, sei es mit Menem, Duhalde (Anm.:ehemalige Präsidenten) oder Kirchner."

Es ist jetzt wichtig, die Solidarität mit der Belegschaft von Terrabusi und den kämpfenden Arbeitern in Argentinien zu verstärken: Euer Kampf ist unser Kampf!

Rote Fahne

05. Oktober 2009, 16:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Wer sich mehr für Argentinien interessiert: Die Wildcat hat m.E. meistens sehr gute Analysen der Klassenkämpfe in Argentinien. Ich kann das folgende Zikular nur wärmstens empfehlen:

Wildcat-Zirkular Nr. 63 März 2002
Argentinazo
http://www.wildcat-www.de/zirkular/63/z63beila.pdf

Das ganze Dossier zu Argentinien
http://www.wildcat-www.de/dossiers/latina/movimientos.htm
06. Oktober 2009, 17:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Arbeitskampf in Sri Lanka:

Gewerkschaften unterstützen Polizei bei Hexenjagd gegen Plantagenarbeiter
07. Oktober 2009, 00:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag Istambul Antworten mit Zitat
http://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Sicherheitskraefte-reagieren-mit-Haerte-article538045.html

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07. Oktober 2009, 19:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
O.B.M.F



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Christian Frings zum Verhältnis von Theorie und Praxis. elvis

http://www.stadtrevue.de/index_archiv.php3?tid=1746&sstring=frings&ausg=09/09
17. Oktober 2009, 13:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die Opel-Saga geht weiter:

Opel-Lohnklau fast durch

Einkommenskürzungen an europäischen Standorten abgesegnet. Nur Belegschaften in Spanien und Bochum noch renitent. Rückkehr zum Flächentarif unsicher
21. Oktober 2009, 23:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ist das jetzt die angekündigte Welle von Entlassungen nach der Wahl in Deutschland?

Zitat:
13000 Stellen bei der Bahn bedroht

Bei der Deutschen Bahn AG stehen bis zu 13 000 Stellen auf dem Spiel. Diese Zahl nannte Transnet-Vorsitzender Alexander Kirchner am Mittwoch in Berlin. Bisher waren lediglich Zahlen der Gütersparte genannt worden, wo das Unternehmen von 4000 und die Gewerkschaften von rund 7000 betroffenen Stellen sprachen. Begründet wird der Stellenabbau Kirchner zufolge mit Rationalisierungsmaßnahmen wegen der Wirtschaftskrise.

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Zitat:
Nach der Wahl lässt Quelle die Katze aus dem Sack: 10.000 Kolleginnen und Kollegen sollen auf die Straße gesetzt werden

20.10.09 - "Hier werden Träume wahr - Tausend Wünsche - Eine Quelle!", so wirbt die Internetseite von Quelle bei potenziellen Kunden. Heute, die Bundestagswahlen sind gerade mal drei Wochen her, sind die Beschäftigten zu Mitarbeiterversammlungen in Leipzig und in Fürth einberufen worden. Lapidar erklären die Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg und Jörg Nerlich, dass Quelle einpacken müsse, es habe sich kein Investor bereit erklärt, das Unternehmen Primondo/Quelle als Ganzes zu kaufen. Primondo gehört wiederum zur "Mutter" Arcandor mit den Unternehmen Karstadt, Thomas Cook usw. Für das 1927 gegründete traditionsreiche Versandhaus Quelle gebe es angeblich keine Rettung mehr. Keiner der vier in Frage kommenden Investoren habe ein Angebot unterbreitet.

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21. Oktober 2009, 23:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zugeständnisse in der Opel-Auseinandersetzung:

Zitat:
Opel-Streik vorerst vom Tisch

Spanien: Statt 1700 sollen in Saragossa nur 900 Arbeiter entlassen werden

Von Jörn Boewe

Spanien hat der deutschen Bundesregierung eine Beteiligung an den Finanzhilfen für Opel angeboten. Dies teilte die Nachrichtenagentur EFE am Freitag mit. Die Gewerkschaften UGT und CCOO hatten sich am Donnerstag abend mit dem Autozulieferer Magna über die Zukunft des Opel-Werkes in Figueruelas bei Saragossa geeinigt. Dort sollen nun maximal 900 von 7200 Stellen abgebaut werden, statt, wie ursprünglich von Magna geplant, 1700. Die Gewerkschaften setzten außerdem durch, daß die beiden in Figueruelas vorhandenen Produk­tionslinien erhalten bleiben. Damit verzichtet Magna darauf, einen Teil der Produktion ins thüringische Eisenach zu verlagern. Ein für Ende Oktober/Anfang November angekündigter viertägiger Streik ist damit wahrscheinlich vom Tisch. Die Entscheidung bedarf noch der Zustimmung der Belegschaft.

Hier

24. Oktober 2009, 00:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
Individueller Ausstieg aus der Gesamtscheisse:
http://nachtwach.blogsport.de/2009/10/24/arbeit-macht-tot/

_________________
Power to the Pöbel!
24. Oktober 2009, 00:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Wie die Studis in Kalifornien auf die Krisen-Kürzungen reagieren, mit Besetzungen:

http://libcom.org/news/occupy-crisis-emerging-student-worker-direct-action-movement-california-25102009
25. Oktober 2009, 20:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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apropos uniproteste: in oesterreich gehts heuer :) ziemlich rund zu und her.
in wien wurde der grösste hörsaal, das audimax, besetzt. es laufen vernetzte aktionen
in ganz oesterreich.

http://unsereuni.at/

http://www.unibrennt.at


Zuletzt bearbeitet von lazlo wanda am 28. Oktober 2009, 23:15, insgesamt einmal bearbeitet
27. Oktober 2009, 15:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag tagi dazu: Antworten mit Zitat
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Unsere-Forderungen-sind-nicht-verhandelbar/story/10816698

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28. Oktober 2009, 19:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Banlieusard



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Beitrag massenprotest in wien Antworten mit Zitat
http://www.vienna.at/news/wien/artikel/studenten-demo-laut-organisatoren-50000-menschen/cn/news-20091028-08114286

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28. Oktober 2009, 20:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
O.B.M.F



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Schaucht euch mal den Kommentar zu diesem Flugblatt demokratiegeiler Studis an:

http://www.akus.ch/?p=339#comment-105


Zuletzt bearbeitet von O.B.M.F am 29. Oktober 2009, 10:34, insgesamt einmal bearbeitet
29. Oktober 2009, 08:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
tifo
Riesiges Glied


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O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
Schaucht euch mal den Kommentar zu diesem Flublatt demoratiegeiler Studis an:

http://www.akus.ch/?p=339#comment-105


ich bin überfordert.

_________________
im flyin in on the wings of destruction, with freedom in my eyes. im death from above, and everybody dies!
29. Oktober 2009, 09:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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tifo hat Folgendes geschrieben:
O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
Schaucht euch mal den Kommentar zu diesem Flublatt demoratiegeiler Studis an:

http://www.akus.ch/?p=339#comment-105


ich bin überfordert.


Lies mal das:

http://www.trend.infopartisan.net/trd1007/t191007.html
30. Oktober 2009, 11:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Pressluftpinocchio
Schraubenverdreher


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Beitrag Antworten mit Zitat
O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:

Lies mal das:

http://www.trend.infopartisan.net/trd1007/t191007.html


Sehr gut, aber der Hintergrund. rolleyes ugly

_________________
30. Oktober 2009, 13:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
O.B.M.F



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Oi!Gümper hat Folgendes geschrieben:

Sehr gut, aber der Hintergrund. rolleyes ugly


Stimmt. Augenkrebswarnung!
30. Oktober 2009, 15:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beiträge: 3051

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O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
Schaucht euch mal den Kommentar zu diesem Flugblatt demokratiegeiler Studis an:

http://www.akus.ch/?p=339#comment-105


question

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
30. Oktober 2009, 23:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Japan - weitere soziale Kämpfe

http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=7565&Itemid=1
31. Oktober 2009, 11:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Es wird doch nicht alles so widerpsruchslos hingenommen in der Autoindustrie. Ford in den USA:

Zitat:
04.11.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 9Inhalt

Votum gegen Lohnraub

US-Belegschaften des Autobauers Ford lehnen von Gewerkschaftsspitze ausgehandelten Einkommensverzicht ab. Konzern macht nach Kürzungen wieder Gewinn

Von Herbert Wulff

Der US-Autobauer Ford hat im dritten Quartal einen überraschend hohen Gewinn eingefahren. Obwohl der Umsatz erneut um 800 Millionen auf 30,9 Milliarden US-Dollar zurückging, erzielte der Konzern zwischen Juni und August dieses Jahres einen Nettogewinn von 977 Millionen Dollar (675 Millionen Euro). Im gesamten Vorjahr hatte Ford noch einen Verlust von 14,6 Milliarden ausgewiesen. »Unsere Ergebnisse zeigen klar, daß Ford trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise gewaltige Fortschritte macht«, sagte Konzernchef Alan Mulally bei Vorstellung des Quartalsberichts am Montag (Ortszeit) in Dearborn (Michigan). 2011 werde das Unternehmen »solide profitabel« sein, ergänzte Finanzvorstand Lewis Booth. Bezahlt haben diesen Erfolg die Belegschaften des Autobauers mit mehrfachen Lohnkürzungen und Tausenden Entlassungen. Doch die Verzichtsbereitschaft der noch Beschäftigten ist nun offenbar ausgeschöpft: Ein neuerliches Paket von Zugeständnissen, das die Spitze der US-Automobilarbeitergewerkschaft UAW ausgehandelt hat, fand bei Abstimmungen in den Betrieben keine Mehrheiten. Nach Gewerkschaftsangaben von Montag abend votierten 70 Prozent der Produktionsarbeiter und drei Viertel der Techniker und Ingenieure gegen den Plan.

GM und Chrysler abgehängt

Mit dem positiven Konzernergebnis hängt Ford seine US-Rivalen General Motors (GM) und Chrysler ab. Anders als diese mußte Ford kein Insolvenz­verfahren durchmachen. Der zweitgrößte Autobauer des Landes ist weiter eigenständig, während Chrysler an Fiat verkauft wurde und GM zu großen Teilen in Staatsbesitz ist. Neben der Abwrackprämie und einer Ausweitung der Marktanteile in Nordamerika ist der Gewinn vor allem auf Kostensenkungen zurückzuführen. Nach eigenen Angaben hat der Konzern zusätzliche »Einsparungen« von einer Milliarde Dollar erzielt. Er kommt damit allein in diesem Jahr auf Kürzungen von insgesamt 4,6 Milliarden Dollar.

Und die Sanierung der Profite auf Kosten der Löhne und Arbeitsplätze soll nach dem Willen des Ford-Managements weitergehen. In Kanada streicht das Unternehmen 1400 Stellen und schließt das im Südosten des Bundesstaates Ontario gelegene Werk St. Thomas. Nachdem die Konzernspitze mit einem kompletten Abzug der Investitionen aus Kanada gedroht hatte, akzeptierte die Gewerkschaft Canadian Autoworkers (CAW) das zweite Kürzungspaket innerhalb von 18 Monaten, das unter anderem die Reduzierung von Pausen, Urlaub und Zuschlägen sowie der Zahlungen an die betriebliche Krankenversicherung vorsieht. Laut CAW sprachen sich in der vergangenen Woche 83 Prozent der Mitglieder für die Vereinbarung aus. »Niemand sollte die Zustimmung der Beschäftigten mit Zufriedenheit mit der neuen Vereinbarung verwechseln«, kommentierte selbst CAW-Präsident Ken Lewenza das Votum.

1000 Dollar als Köder

Eine direkte Abfuhr holten sich Konzern und Gewerkschaftsspitze hingegen bei den Belegschaften in den Vereinigten Staaten. Auch hier wollte Ford mit einem weiteren »Sparpaket« mit GM und Chrysler gleichziehen, die ihre Personalkosten im Zuge des Insolvenzverfahrens drastisch reduziert hatten. Die einst kämpferische, mittlerweile aber handzahme UAW hatte dies bereits akzeptiert. Sowohl die Ford-Tarifkommission als auch der Bundesvorstand der UAW hatte den Mitgliedern empfohlen, den Deal anzunehmen, der unter anderem die schlechteren Bedingungen für Neueingestellte und einen Verzicht auf Streiks beinhaltet. Um die Beschäftigten zu ködern, hatte Ford ihnen Bonuszahlungen von 1000 Euro sowie die bessere Auslastung einiger Werke zugesagt.

Erste Ablehnung seit 1976

»Ihr findet, 1000 Dollar ist viel Geld? Dann schaut euch mal die Boni der Topmanger an. Das letzte Mal, als ich es überprüft habe, haben diese mehr als 1000 Dollar in der Stunde verdient.« Dies schrieb Nick Kottalis, Vorsitzender der UAW im Ford-Werk Dearborn, wo auch die Konzernzentrale angesiedelt ist, in einem Aufruf an die Belegschaft. Der Tarifvertrag von 2007 sei schon zwei Mal zuungunsten der Beschäftigten verändert worden, erinnerte er. Durch die Streichung des Weihnachtsgeldes und der Gewinnbeteiligung, die Kürzung von Überstundenzuschlägen, die Reduzierung der Urlaubstage und Pausen sowie durch die Streichung Tausender Stellen hätten die Belegschaften bereits auf mehr als 540 Millionen Dollar verzichtet. Dies rechnete Kottalis vor und rief die Beschäftigten auf, die neue Vereinbarung zurückzuweisen. Mit Erfolg: 93 Prozent der Belegschaft stimmte mit Nein. Auch in Louisville im Bundesstaat Kentucky lehnten 84 Prozent der Beschäftigten den Deal ab.

Landesweit sprach sich eine klare Zweidrittelmehrheit der UAW-Mitglieder gegen die Vereinbarung aus. Das letzte Mal wurde eine von der Gewerkschaftsspitze getroffene Vereinbarung 1976 zurückgewiesen. Seinerzeit fand auch der letzte Streik bei Ford in den USA statt. »Die Leute haben in den vergangenen fünf Jahren fünf Vereinbarungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit akzeptiert«, erklärte der UAW-Funktionär Jerry Sullivan, der für Annahme des Ergebnisses geworben hatte. »Wenn man mit den Leuten spricht, dann sagen sie: Wir haben es satt.«

04. November 2009, 02:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Info-Blatt von Gegenwehr ohne Grenzen (GoG - Opel Basisgruppe in Bochum) zur Situation bei Opel:

http://www.labournet.de/branchen/auto/gm-opel/bochum/gog-6009.pdf
04. November 2009, 03:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die World Socialists zur Schmierenkomödie um Opel und der Rolle der Gewerkschaften darin:

Der Opel-Magna-Betrug
06. November 2009, 09:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Die World Socialists zur Schmierenkomödie um Opel und der Rolle der Gewerkschaften darin:

Der Opel-Magna-Betrug


In der aktuellen Konkret hats auch einen sehr guten Artikel drin zum Thema:

Seit an Seit
In der Autoindustrie lesen die Betriebsräte den Managern jeden Wunsch von den Augen ab. Und umgekehrt. Von Ralf Schröder

Vielleicht scan ich ihn heut abend mal ein.
06. November 2009, 10:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Angestellte spenden 150 Millionen für ihre Firma

Um ihre Warenhäuser zu retten, legen alle Mitarbeiter von Karstadt zusammen: Sie hoffen so, ihre Arbeitsplätze retten zu können.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Angestellte-spenden-150-Millionen-fuer-ihre-Firma/story/25884530

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Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
08. November 2009, 14:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Gratuliere!

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
08. November 2009, 14:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
O.B.M.F



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O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Die World Socialists zur Schmierenkomödie um Opel und der Rolle der Gewerkschaften darin:

Der Opel-Magna-Betrug


In der aktuellen Konkret hats auch einen sehr guten Artikel drin zum Thema:

Seit an Seit
In der Autoindustrie lesen die Betriebsräte den Managern jeden Wunsch von den Augen ab. Und umgekehrt. Von Ralf Schröder

Vielleicht scan ich ihn heut abend mal ein.


Hier.



08. November 2009, 16:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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zu Japan:
Zitat:
Aus Japan werden uns heftige Kämpfe gemeldet, sowohl auf der gewerkschaftlichen Ebene, als auch in den Universitäten und auf dem Land.

Nach der verheerenden Wahlniederlage der LDP macht die bisherige Oppostionspartei DPJ, nun an der Regierung, wenig Eindruck mit dem neoliberalen Kurs der Vorgängerregierung gebrochen zu haben.


http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=7565&Itemid=1

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08. November 2009, 16:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Pressluftpinocchio
Schraubenverdreher


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far hat Folgendes geschrieben:


http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=7565&Itemid=1


WTF is that Shit?



kotz

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08. November 2009, 17:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
far



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Oi!Gümper hat Folgendes geschrieben:
far hat Folgendes geschrieben:


http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=7565&Itemid=1


WTF is that Shit?



kotz


Danke. Hab diesen Dreck gar nicht bemerkt.

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08. November 2009, 20:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
O.B.M.F



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Nochmals zu Opel und den Arschlöchern in den Betriebsräten. Man lernt heutzutage leider wohl mehr über die Wirklichkeit, wenn man die Organe der klassenbewussten Bourgeoisie liest, als den reden der offiziellen Arbeitervertreter zuhört:

http://www.faz.net/s/RubCE844206AD5543959580E21EDC440854/Doc~E17FD213DE1E945E6983BA36E1B782362~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
09. November 2009, 10:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Es ist tragisch. Das Bochumer-Werk scheint mir in Deutschland das kämpferischste zu sein:

Zitat:
Während Betriebsratschef Rainer Einenkel das Wort Streik nicht in den Mund nimmt und lediglich die Montage des neuen Zafira und weiterer Modelle fordert, lassen am Rand der Protestveranstaltung einige Mitarbeiter ihrer Wut freien Lauf. Wenn die Bude zugemacht wird, brennt Bochum, gibt sich ein Mann kampfbereit.

Doch anders als noch vor fünf Jahren würden Streiks in Bochum heute nicht mehr die Produktion in anderen europäischen Werken lahmlegen. Und General Motors brachte bereits eine Insolvenz von Opel in die Diskussion, falls sich die Arbeitnehmer den Plänen der US-Mutter widersetzen sollten
.


http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article5126101/Bochum-zwischen-Wut-und-Frust.html
09. November 2009, 12:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Sieg für die RieterarbeiterInnen in Italien!

Rieter zieht Entlassungen zurück

http://www.labournet.de/internationales/it/arbeitskampf.html

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Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
10. November 2009, 13:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
minino
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Zitat:
In der Krise hat Klauen Konjunktur

Binnen eines Jahres stahlen Diebe in Schweizer Läden Waren für fast eine halbe Milliarde Franken. Aber nicht nur Kunden klauen.
Jagd auf Teures: Markenartikel, hier das Schaufenster von Louis Vuitton in Zürich, werden in der Krise vermehrt geklaut.

Zwischen Juli 2008 und Juni 2009 hat der Warenverlust in der Schweiz rund 956 Millionen Franken betragen - gut ein Prozent des Detailhandelsumsatzes. Das geht aus dem dritten globalen Diebstahlbarometer hervor, einer Befragung von 1069 Detailhändlern in 41 Ländern. Innerhalb Europas liegt die Verlustrate nur in Österreich noch tiefer. Spitzenreiter der Statistik ist die Türkei.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/In-der-Krise-hat-Klauen-Konjunktur/story/31333070

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Nein, nein, wir wollen nicht eure Welt, wir wollen nicht eure Macht, und wir wollen nicht euer Geld,
wir wollen nichts von eurem ganzen Schwindel hören, wir wollen euren Schwindel zerstören!
11. November 2009, 11:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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schlosser zur parole "wir sind opel"

http://www.trend.infopartisan.net/trd1109/t421109.html

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14. November 2009, 13:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Interview mit Gegenwehr ohne Grenzen (GoG), Basisgruppe bei Opel in Bochum:

Die Blamage der Co-Manager

Interview mit oppositionellen Opel-Beschäftigten

Skandal! Die amerikanische Konzernzentrale von General Motors trifft Unternehmensentscheidungen, ohne sie vorher mit der Bundeskanzlerin oder dem Opel-Chef-Betriebsrat Klaus Franz abzustimmen! Nun ist der Traum vom deutsch-kanadisch-russischen "New Opel" geplatzt. Schlimm? Nein, völlig unwichtig, sagt die Gegenwehr ohne Grenzen (GoG), eine seit bald 40 Jahren bei Opel Bochum aktive Gruppe oppositioneller Beschäftigter. Wichtiger seien ohnehin Perspektiven jenseits bloßer Standortsicherung. Per Email und Telefon sprach Jan Ole Arps mit Mitgliedern der GoG über amerikanische Kapitalisten und deutsche Betriebsräte, Protest und Co-Management und über die Notwendigkeit, sich nicht die Köpfe der Kapitalseite zu zerbrechen.
16. November 2009, 01:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Strike continues halting river transport


Mon, Nov 9th, 2009 12:58 pm BdST

Dial 2324 from your mobile for latest news
Dhaka, Nov 9 (bdnews24.com)—River transport workers continued their countrywide indefinite strike on Monday as talks with the shipping ministry in realising their demands failed the previous day.

bdnews24.com correspondent reported only one vessel reached Sadarghat terminal in Dhaka early morning that had set out from Bhola prior to the start of the strike enforced Saturday midnight.

Bangladesh River Transport Workers Federation, a coalition of workers unions, enforced the strike to press home their 22-point demands, including a reasonable pay scale, effective application of riverine laws and curbing harassment and robbery on the river routes.

Federation leaders were in talks with shipping secretary Abdul Mannan Hawlader through Sunday afternoon.

Chowdhury Ashiqul Alam, general secretary of the federation, told reporters: "Talks with the government have failed. We'll continue our strike."

The ministry's public relations officer, Jahangir Alam Khan, meanwhile, said the government had decided to form a committee, headed by a top labour ministry official, to prepare recommendations after reviewing the workers' demands, including pay issues.

The strike paralysed river communication causing trouble to thousands of passengers and disrupting transportation of goods.

bdnews24.com/lh/su/ec/1256h

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Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
16. November 2009, 03:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Vietnam garment workers on strike over pay cut
Date : 03/11/2009
Eight hundred workers at a joint-venture garment factory in the northern port city of Hai Phong have launched a wildcat strike, Vietnamese officials said Monday.

Workers at the Singaporean-owned Sin Joo Boo Garment Company went on strike Sunday after a new managing director reduced the per-garment payment scale, said Nguyen Duc Van, chairman of the government-affiliated trade union in Hai Phong's Duong Kinh district.

Van said the old scale of per-garment payments, which workers receive in addition to their fixed salaries, had been in place for many years. The new managing director lowered the payments in October after arriving from Singapore to take up his job, but did not inform workers until the salaries were paid at the end of the month.

'We have asked the company to restore the old salary scale for October, and to publicly inform workers about the new scale starting in November,' said Van. 'If the workers find it acceptable, they can continue work, and if not, they can leave the company.'

Van said some workers had also complained about the quality of their company-provided meals and said the company had forced them to work longer shifts without pay, but he said these claims were not true.

Calls to the Sin Joo Boo company were not returned.

Sin Joo Boo has about 900 workers at its facility in Haiphong. Garment workers in Vietnam are paid between 80 and 120 dollars per month.

The latest available figures from Vietnam's national trade union showed there were 46 wildcat strikes in the first three months of 2009, compared with 113 cases in the same period last year.

Strikes rose in 2008 due to high inflation. In 2009, they have slowed, in part due to worker anxiety over job security.

Source: DPA

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16. November 2009, 03:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Leben an der Skid Row

Seit Beginn der Wirtschaftskrise hat in Los Angeles die Obdachlosigkeit stark zugenommen. Die Mieten sinken, trotzdem leben hier 43 000 Menschen auf Bürgersteigen, unter Autobahnbrücken und in Zeltstädten, die regelmäßig geräumt werden. Eine Reportage über das Amerika von Downtown Los Angeles.
17. November 2009, 01:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Irland ist übel dran:

Auf Kollisionskurs

Irische Regierung plant massive Lohn- und Personalkürzungen im öffentlichen Dienst. Gewerkschaften in Aufruhr
17. November 2009, 02:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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Beitrag Krise und Asien, Eine Sicht vor Ort Antworten mit Zitat
Krise und Asien, Eine Sicht vor Ort:
Ob es die Leute, die mit einem Dollar pro Tag auskommen müssen, schwerer haben zu überleben als vor der Krise? Ich denke kaum. Das Wort hört Mensch hier in Asien nur aus Münder der besser situierten. Aber selbst bei denen ist die Krise nicht das Nr. 1 Gesprächsthema auf der Strasse. Die Medien die mir zugänglich sind, sprechen die selbe Sprache wie dass, was ich aus Europa hoere: Der Aufschwung sei wieder im vollen Gang wenn auch noch nicht ganz überall angekommen! Was immer das auch heissen mag.
Etwas anderes hat mich aber in den letzten drei Monaten immer wieder stutzig gemacht und aufhorchen lassen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass dies aber einen direkten Zusammenhang mit der Krise hat. Die Nationale Souveränität, Grenzstreitfragen, schwarzer Peter werden verteilt in alle Richtungen. Dies ist zweifelsfrei ein Ablenkungsmanöver aber eines, dass höchst wirkungsvoll ist.
Die Menschen in Malaysia sind sich sicher. “Der Feind” lauert nicht im System. Es sind die Nachbarn; Thailand und Indonesien. Das gleiche ist mir in Indonesien aufgefallen. Das Thema bei den Leuten scheint mir der Islamfeindliche Westen zu sein und der Terrorismus im eigenen Land. Dazu kommt dann noch das böse Malaysia, deren Präsident ein paar unkluge Äusserungen gemacht hat. In Thailand waren die News voll mit dem “Islamterrorismus” der nach Suveraenitaet strebenden Islamisten im Süden des Staates und der Frage, wem nun die Tempel im Norden des Landes wirklich gehörten. Kambodscha wird sie jedenfalls nicht freiwillig hergeben. Scharmuetzel an der Grenze gehoeren zur Tagesordnung. Die Kambodschaner/innen werden sogar schon auf einen Krieg propagandistisch Vorbereitet. Die Armee sei bereit und wenn “der Thai” kommen wolle, solle er kommen. Auch auf den Titelseiten der Zeitungen sehe ich heute morgen wieder eine Panzerbrigade der Kambodschanischen Armee. Das Klima scheint vergiftet überall in Südostasien. Von Krise auch hier weit und breit nichts mehr zu spüren oder besser gesagt zu hören. Obwohl, Streiks und soziale Kämpfe, Entlassungen sind an der Tagesordnung wie ich aus dem Internet erfahre. Nur haben die Menschen keinen Zugang zu solchen News oder sie suchen sie gar nicht erst. Die Staatsmaschine arbeitet perfekt.

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18. November 2009, 07:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Migrantenstreiks in Frankreich:

http://www.trend.infopartisan.net/trd1109/t321109.html

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Zuletzt bearbeitet von far am 04. Dezember 2009, 13:25, insgesamt einmal bearbeitet
25. November 2009, 09:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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Wilder Streik bei Daimler in Sindelfingen. Die Junge Welt dazu:

Zitat:
Vorbild Sindelfingen

Arbeitsniederlegungen bei Daimler

Von Karl Neumann

Die Entscheidung der Daimler-Spitze, die Produktion der C-Klasse aus Sindelfingen zu verlagern, hat im dortigen Werk eine mittelgroße Revolte ausgelöst. Zu Recht. Denn es geht dabei nicht nur um die 5000 Arbeitsplätze, die bei Daimler und Zulieferern in der von der Wirtschaftskrise gebeutelten Region verlorengehen würden. Die Strategie des Unternehmens, die Produktionskosten durch Verlagerungen zu reduzieren, könnte weit über den Konzern hinaus Schule machen. Schließlich ist Daimler nicht irgendeine Klitsche, sondern das Flaggschiff des deutschen Industriekapitals.

Gerade für den jahrzehntelang prosperierenden Rhein-Neckar-Raum wäre der Abzug der C-Klasse ein fatales Signal. Kaum eine andere Region hat mit der Absatzkrise derart zu kämpfen wie das durch Maschinen- und Fahrzeugbau geprägte einstige »Musterländle«. Es droht eine Deindustrialisierung, die in ihren Ausmaßen an Großbritannien in den 1980ern oder gar an Ostdeutschland nach der »Wende« erinnern könnte.

Mit Daimler Sindelfingen ist »die größte Fabrik im bedeutendsten Automobilcluster der Bundesrepublik« betroffen, wie es der Zweite Bevollmächtigte der örtlichen IG Metall, Uwe Meinhardt, auf einer Kundgebung ausdrückte. Bei Bosch, Behr, KBA Metalprint, Automotive Lightning und vielen weiteren Betrieben in Stuttgart und Umgebung wehren sich Beschäftigte gegen die Vernichtung von Arbeitsplätzen. Wenn der Widerstand bei Daimler in Sindelfingen konsequent fortgeführt und ausgeweitet wird, wäre das für diese Belegschaften eine große Ermutigung und könnte zum Fokus gemeinsamer Proteste werden.

Für die IG Metall bietet das die Chance, die dramatische Situation in den Betrieben bekanntzumachen und öffentliche Unterstützung zu mobilisieren. So könnte die Gewerkschaft aus ihrer bisherigen Rolle, den Abbau lediglich ein wenig sozial abzufedern, heraustreten. Eine Verallgemeinerung der betrieblichen Proteste würde grundlegende Fragen aufwerfen: Wer hat die Krise verursacht und wer soll sie ausbaden? Wer entscheidet, was wo produziert wird? Was sind die Alternativen zur massenhaften Vernichtung von Arbeitsplätzen?

Zu befürchten ist jedoch, daß die Gewerkschafts- und Betriebsratsspitzen diese Möglichkeit nicht nutzen werden. Darauf jedenfalls deuten die Versuche des Sindelfinger Betriebsrats hin, die Belegschaft wieder an die Bänder zu schicken. Doch die Aktionen der vergangenen Tage zeigen ebenfalls: Ist der Druck groß genug, sehen sich auch sonst dem Co-Management verschriebene Funktionäre zum Handeln gezwungen.

Von der Linken verdienen die Proteste der Sindelfinger Daimler-Arbeiter jede Unterstützung. Hier kämpfen Menschen um ihre Existenz. Das mit nationalistischen Abwehrreflexen zu verwechseln, wäre fatal. Forderungen nach kollektiver Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich und Umstellung der Produktion auf gesellschaftlich sinnvolle Güter werden jetzt wahrscheinlich nicht mehr auf taube Ohren stoßen.

04. Dezember 2009, 03:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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arbeitskampf bei mdexx in bremen:

http://www.dielinke-bremen.de/nc/politik/aktuell/detail/zurueck/bremennews/artikel/vorlaeufiges-ende-des-arbeitskampfes-bei-mdexx/

ein paar kurzinfos zu diversen betrieben und ihrer situation:
http://www.financial.de/experten/2009/12/02/lang-schwarz-daily-trader-arcelormittal-cboe-cisco-systems-eads-gm/

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
04. Dezember 2009, 23:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die Streikzeitung der ArbeiterInnen in Sindelfingen, sinnigerweise mit dem Titel "Was tun":

http://www.labournet.de/branchen/auto/dc/sindel/wastun58.pdf
05. Dezember 2009, 02:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Zitat:
Kurzum, in Benevento ist alles vorbereitet für einen langen Widerstand wie bei INNSE. Doch diesmal berichtet die Tagesschau nicht darüber. Es hat keine Fernsehkameras, und das aus einem einfachen Grund: Genau ein Tag zuvor hat Giuliano Cazzola, Vizepräsident der Parlamentskommission für Arbeit und Verantwortlicher für Arbeit der Berlusconi Partei Pdl, klargemacht, dass „die ins Spektakel abtriftende Berichterstattung über die Arbeiterkämpfe unverzüglich aufhören“ müsse, und ist zum Schluss gekommen: „Leider gibt es nur eine Methode, damit diese nicht kontrollierbare Spirale beendet wird: die Fernsehkameras ausschalten.“ Um die Arbeiterkämpfe zu ersticken wird es ebenso wenig genügen, die Fernsehkameras auszuschalten, wie ein ganzes Heer von Polizei loszuschicken wie bei INNSE. Nicht einmal die Pressezensur könnte verhindern, dass die Nachrichten blitzschnell übers Internet verbreitet werden. Die Berlusconi Regierung soll sich doch beim Präsidenten des Iran erkundigen, wie vorzugehen ist, damit auch der elektronische Verkehr unterbunden werden kann!

http://www.labournet.de/internationales/it/rth1.html

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09. Dezember 2009, 23:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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Katastrophe:

Lieber krank auf Arbeit als ohne Job

DGB legt Studie »Gute Arbeit für junge Menschen unter 30« vor

Der Deutsche Gewerkschaftsbund legte eine Studie über jugendliche Werktätige vor. Zeitarbeit, Niedriglohn und befristete Verträge prägen oft deren Arbeitsalltag. Insgesamt 80 Prozent der Befragten gehen krank zur Arbeit.
16. Dezember 2009, 03:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Griechenland: Streiks und Demonstrationen gegen Sparmaßnahmen


http://www.wsws.org/de/2009/dez2009/grie-d23.shtml

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24. Dezember 2009, 15:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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"Schwere Zusammenstösse in Teheran
Opposition meldet mehrere Tote"



http://www.nzz.ch/nachrichten/international/zusammenstoesse_teheran_1.4371223.html

http://www.nzz.ch/nachrichten/international/neue_ausschreitungen_in_iran_1.4363784.html

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27. Dezember 2009, 10:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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Beitrag BBC Asia Antworten mit Zitat
hab einen bericht gesehn heute auf BBC Asia mit youtube video. was geht da?? scheint keine richtigen ifos zu geben. vier tote??

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27. Dezember 2009, 16:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Beitrag Antworten mit Zitat
«Die Polizisten weigern sich, die Befehle ihrer Vorgesetzten auszuführen und auf Demonstranten im Zentrum zu schiessen»

http://www.nzz.ch/nachrichten/international/iran_polizei_dementiert_proteste_tote_teheran_1.4373682.html

Teherans Polizei hat Berichte über Tote bei Demonstrationen zurückgewiesen. Laut der Opposition wurden vier Personen erschossen, unter ihnen ein Neffe des Oppositionsführers Moussavi. Angeblich weigern sich Polizisten, auf Demonstranten zu schiessen.

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27. Dezember 2009, 17:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
minino
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Flughafen Genf «Streik ist eine Kriegserklärung»

http://www.20min.ch/finance/news/story/12455371

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Nein, nein, wir wollen nicht eure Welt, wir wollen nicht eure Macht, und wir wollen nicht euer Geld,
wir wollen nichts von eurem ganzen Schwindel hören, wir wollen euren Schwindel zerstören!
04. Januar 2010, 10:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
beule



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Beitrag Antworten mit Zitat
Nein wirklich, das ist aber fies von den Angestellten zu streiken... und dann auch noch die Schneefälle.
04. Januar 2010, 21:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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In Chile wollen die Kupfer-ArbeiterInnen auch nicht mehr so richtig, sagt die Junge Welt:

Zitat:
Streik in den Anden

Chilenische Arbeiter legen weltgrößte Kupfermine von Chuquicamata lahm. Präsidentin Bachelet: Arbeitskampf schadet dem Land

Von Johannes Schulten

In Chile zeichnet sich einer der größten Arbeitskonflikte der vergangenen Jahre ab. Pünktlich zum Schichtbeginn um fünf Uhr morgens legten am Montag etwa 5000 Arbeiter der auf fast 3000 Meter Höhe gelegen weltgrößten Kupfermine in Chuquicamata ihre Arbeit nieder. Nach knapp einmonatigen Verhandlungen hatten sich am Freitag von 5600 Abstimmungsberechtigten 51 Prozent für den Ausstand ausgesprochen. Damit lehnten sie das letzte Angebot des staatlichen Minengesellschaft Codelco ab, die Gehälter nur um 3,8 Prozent zu erhöhen. Gefordert waren 7,5 Prozent sowie Bonuszahlungen in Höhe von 14 Millionen Pesos (28000 Dollar) pro Person. Die Unternehmensleitung hatte »allerhöchstens« 28600 Pesos (22700 US-Dollar) zugestanden.

Der Arbeitskampf bei Codelco in den Anden ist ein nationales Politikum. Das gilt besonders knapp zwei Wochen vor den Wahlen. Mit einem Anteil von elf Prozent an der globalen Kupferproduktion erwirtschaftet der Staatskonzern 15 Prozent der chilenischen Staatseinnahmen und ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor des Landes. So verwunderte es auch nicht, daß sich Präsidentin Michelle Bachelette von der Sozialistischen Partei nur wenige Stunden nach Streikbeginn per Radiobotschaft an die Bevölkerung wandte. Sie bedaure die festgefahrene Situation. Alle Beteiligten sollten möglichst bald zu einem Ergebnis kommen, appellierte sie. Gleichzeitig unterstrich die Präsidentin, daß der Streik »schlecht für Chile« sei.

Mit weniger Zurückhaltung äußerte sich Innenminister Edmundo Pérez Yoma. Er verurteilte den Arbeitskampf der Kumpel als »unverständlich und unsolidarisch gegenüber den übrigen Arbeitern im Land«. In dieselbe Richtung gingen auch die Stellungnahmen der Unternehmensleitung. Die »überhöhten« Forderungen seien »ethisch« untragbar, jeder Streiktag führe zu einem Ausfall von acht Millionen US-Dollar, hieß es in einer Stellungnahme.

Die Gewerkschaften dagegen rechtfertigten ihr Anliegen mit den enorm steigenden Weltmarktpreisen. Am Montag wurde das Kupfer mit 7500 Dollar (knapp 5200 Euro) pro Tonne gehandelt und erreichte damit den höchsten Stand seit 16 Monaten. Auch die geforderten Bonuszahlungen seien keinesfalls zu hoch, sondern orientierten sich an den Summen, die etwa der australische Konzern BHP Billiton den Beschäftigten der chilenischen Mine La Escondida zahle, so ein Gewerkschaftsvertreter.

Der Staatskonzern Codelco genießt in Chile immer noch den Mythos eines nationalen Schatzes. 1971 aus der Sozialisierung der Kupferindustrie durch die Volksfrontregierung von Präsident Salvador Allende hervorgegangen, ist es das einzige Staatsunternehmen, das den Privatisierungswahn der Pinochet-Ära (1973–1990) überstanden hat. Die Erlöse fließen großenteils in das Sozialsystem des Landes. Gleichwohl ist die während der Diktatur vollzogene Öffnung Chiles zum internationalen Kapital nicht spurlos an Codelco vorbeigegangen. Weite Teile der Unternehmensgeschäfte wurden an private Subunternehmen ausgelagert. Von den insgesamt etwa 8000 Beschäftigten in Chuquicamata ist die Hälfte bei Drittfirmen angestellt.

Die einst legendäre Einheitsgewerkschaft wurde unter Pinochet gespalten und in fünf Teile zerlegt. Drei davon beteiligen sich am Streik. Trotzdem gehört die Kupferindustrie immer noch zu den Bastionen der Gewerkschaftsbewegung. Der Organisationsgrad liegt bei fast hundert Prozent. Ein Grund dafür: Wer kein Mitglied ist, bekommt nur 85 Prozent des Lohnes ausgezahlt.

Am Montag abend wurde bekannt, daß das Unternehmen ein neues Angebot vorgelegt habe. Darüber solle am Dienstag (Ortszeit, nach jW-Redaktionsschluß) verhandelt werden. Auch wenn die Gewerkschaften einem Abschluß zustimmen sollten, sind für die nächste Zeit neue Arbeitskämpfe im Gespräch. Grund dafür ist das Programm des rechten Präsidentschaftskandidaten: Sebastián Piñera, der im ersten Wahlgang mit 44 Prozent die absolute Mehrheit verfehlt hatte, kündigte für den Fall seines Siegs am 17. Januar an, Codelco zu privatisieren.

06. Januar 2010, 00:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Chile ist ein sehr gespaltenes Land. Die eine Hälfte des Landes zählt sich zu den
Sozialisten, die immer noch sehr stark mit den Ideen von Salvador Allende ver-
bunden sind, die andere Hälfte erinnert sich mit Wehmut an die Pinochet-Aera.

Wenn Piñera die kommende gewinnt wird er sehr wahrscheinlich einen massiven
Angriff auf die Lebensbedingungen der breiten Bevölkerung starten. Ich gehe davon
aus, dass Piñera die Wahl gewinnen wird. Chile hat ein kompliziertes
Wahlsystem. Man muss sich ins Wahlregister eintragen und ist dann verpflichtet
immer wählen zu gehen...Deshalb geht die grosse Mehrheit der Jungen auch nicht
wählen. Während den zwei grossen Bildungsstreiks (die Mehrheit aller Schulen und
Unis sind privat organisiert und wurden trotzdem besetzt) in den letzten drei Jahren
wurde klar, wie wenig Vertrauen das politische System im Allgemeinen unter den
Jungen geniesst.


Hier noch ein interessanter Link zur Übergangszeit zwischen Allende und Pinocho
http://libcom.org/library/strange-defeat-chilean-revolution-1973-pointblank

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08. Januar 2010, 14:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Vor allem Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen
Je nach Herkunftsland aber grosse Unterschiede bei Höhe der Quoten

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/vor_allem_auslaender_von_arbeitslosigkeit_betroffen_1.4466783.html

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08. Januar 2010, 14:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ach ja übrigens und by the way:

Zitat:
Flughafenarbeiter beharren auf Lohnforderung
Der Streik am Genfer Flughafen geht weiter – Angebot der Direktion zurückgewiesen


Der Streik am Genfer Flughafen geht weiter. Die Streikenden wiesen in der Nacht auf Freitag ein Angebot der Swissport-Direktion zurück. Unterdessen forderte das Unternehmen das Personal in Basel und Zürich auf, am Wochenende nach Genf zu kommen. So soll die Gepäcksortierung gewährleistet werden.

(sda) Der Streik am Genfer Flughafen geht weiter. Die Bemühungen des Genfer Staatsrats François Longchamp, den sozialen Konflikt am Verhandlungstisch zu lösen, scheiterten. Die Streikenden wiesen in der Nacht auf Freitag ein Angebot der Swissport-Direktion zurück.

Swissport betrieb am Freitag Schadensbegrenzung: Das Unternehmen forderte das Personal in Basel und Zürich auf, am Wochenende nach Genf zu kommen. So soll die Gepäcksortierung am Genfer Flughafen trotz zahlreichem Ferienverkehr gewährleistet werden.


Ein Ultimatum an die Streikenden wurde nicht gestellt. Der Dialog zwischen Swissport und den Streikenden sei jedoch unterbrochen, sagte Firmensprecher Stephan Beerli. Unvereinbare Positionen
3500 Franken pro Monat

Manche der streikenden Flughafenarbeiter verdienen 3500 Franken pro Monat. Das seien «sehr, sehr niedrige Löhne», sagte Yves Mugny von der Gewerkschaft VPOD. Die Swissport-Direktion schlug den Streikenden eine Lohnerhöhung von 140 Franken pro Monat vor. Das sei weit weg von den geforderten 250 Franken, hielt Mugny fest.

Die Streikenden wehren sich auch gegen die Entscheidung ihres Arbeitgebers, im Krankheitsfall den Lohn während den ersten drei Tagen auf 80 Prozent zu senken. Die Massnahme sei jedoch eine Kompensation der höheren Krankenkassenbeiträge, sagte der Genfer Swissport-Chef David Glorieux. Neu bezahle Swissport 200 statt 170 Franken an die Krankenkassen-Prämien der Angestellten.

Genfer Regierung hofft weiter

Der vermittelnde Genfer Staatsrat François Longchamp wollte am Freitag die Hoffnung auf eine Lösung nicht begraben. Er werde nächste Woche die Situation mit den Sozialpartnern erörtern, teilte der Politiker und Verwaltungsratspräsident des Genfer Flughafens mit.

Für Samstag kündigten die Streikenden eine Kundgebung am Flughafen in Genf an. Sie werden dabei von verschiedenen Parteien und Gewerkschaften unterstützt.

Der Streik der Swissport-Angestellten begann am vergangenen Samstag. Gemäss Angaben der Gewerkschaft VPOD beteiligen sich rund 70 Mitarbeiter am Arbeitskampf. Vorwiegend das Personal der Gepäcksortierung sowie das Pistenpersonal verweigern die Arbeit.

NZZ

09. Januar 2010, 03:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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lazlo wanda hat Folgendes geschrieben:
Chile ist ein sehr gespaltenes Land. Die eine Hälfte des Landes zählt sich zu den
Sozialisten, die immer noch sehr stark mit den Ideen von Salvador Allende ver-
bunden sind, die andere Hälfte erinnert sich mit Wehmut an die Pinochet-Aera.

Wenn Piñera die kommende gewinnt wird er sehr wahrscheinlich einen massiven
Angriff auf die Lebensbedingungen der breiten Bevölkerung starten. Ich gehe davon
aus, dass Piñera die Wahl gewinnen wird. Chile hat ein kompliziertes
Wahlsystem. Man muss sich ins Wahlregister eintragen und ist dann verpflichtet
immer wählen zu gehen...Deshalb geht die grosse Mehrheit der Jungen auch nicht
wählen. Während den zwei grossen Bildungsstreiks (die Mehrheit aller Schulen und
Unis sind privat organisiert und wurden trotzdem besetzt) in den letzten drei Jahren
wurde klar, wie wenig Vertrauen das politische System im Allgemeinen unter den
Jungen geniesst.


Hier noch ein interessanter Link zur Übergangszeit zwischen Allende und Pinocho
http://libcom.org/library/strange-defeat-chilean-revolution-1973-pointblank



Nun hat Pinera also doch gewonnen:

Der chilenische Berlusconi? Der modernisierte Pinochet?

http://labournet.de/internationales/cl/pinerasieg.html

Zitat:
In dem Artikel "La derecha reconquista La Moneda con Sebastián Piñera" externer Link von Mario Amorós, am 18. Januar 2010 bei rebelion.org veröffentlicht wird einerseits diese skizzierte Wahlanalyse ebenfalls nochmals kurz ausgeführt, andrerseits die zentralen Projekte der Rechten an der Regierung aufgeführt: keine Verfassungsreform, keine Änderung des Arbeitsgesetzes (beides aus Pinochets Zeit), faktische Amnestie für Pinochets Leute, zumindest Teilprivatisierung des Kupferbergbaus und weitere Privatisierungen.


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22. Januar 2010, 13:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ein Leben auf Pump

Griechenland steht vor dem finanziellen Kollaps, aber auch anderen Staaten der Europäischen Union droht der wirtschaftliche Niedergang. Das hängt auch mit der deutschen Lohnpolitik zusammen. Was wären die Folgen, wenn ein Mitgliedsstaat der EU den Staatsbankrott anmelden würde?
25. Januar 2010, 03:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Mehr: http://www.bfs-zh.ch/Themen/Arbeiterinnenbewegung/CTU_Protestaktion.htm

die BFS schreibt:

AUFRUF ZUR PROTESTAKTION!

Donnerstag, 28. Januar 2010, 09:00 Uhr
bei der AXPO Holding AG, Parkstrasse 23, 5401 Baden

Mitteilung der Beschäftigten der CTU – Conzepte Technik Umwelt AG Winterthur,
27. Januar 2010

AXPO - Raubritter auf Staatskosten

Die Firma CTU – Conzepte Technik Umwelt AG in Winterthur baut weltweit Anlagen zur Energiegewinnung aus Biomasse und für die Reinigung von Rauchgasen. Mittlerweile erstellt CTU weltweit erfolgreiche Umweltprojekte. Auch in der Schweiz sollen öffentliche Projekte, wie zum Beispiel Rauchgas-Reinigungen von KVAs durch die Firma CTU erneuert werden.

Im Zusammenhang mit dem Bau von Biogasanlagen hat die AXPO der CTU im Jahre 2004 die Lizenz der KOMPOGAS-Technologie übertragen, welche vertraglich bis 2019 an das Unternehmen gebunden ist. Zurzeit kämpft die CTU mit einem Finanzengpass, ein Gesuch für Nachlassstundung wurde eingereicht und bewilligt. Die rund 40 Mitarbeiter warten noch immer auf Ihre Dezember- und Januar-Löhne.

Die Finanzierung mit einem neuen Investor steht unmittelbar bevor. Dieses Engagement wird aber von der Übertragung der Lizenz von AXPO/KOMPOGAS abhängig gemacht. Wochenlange Verhandlungen haben jedoch nicht gefruchtet und AXPO weigert sich kategorisch, der Lizenzübertragung in eine Nachfolgefirma zuzustimmen. Damit steht die CTU unmittelbar vor dem Konkurs womit die 40 Mitarbeiter schon nächste Woche ihren Arbeitsplatz verlieren.

Die sture Haltung der AXPO lässt uns keinen Spielraum mehr und zwingt uns, an die Öffentlichkeit zu gehen. Viel lieber würden wir eine gemeinsame Lösung mit unserem Lizenzgeber begrüssen und appellieren an die Entscheidungsträger, die Verhandlungen im Positiven für beide Seiten wieder aufzunehmen. Die Belegschaft sieht darin eine win-win-Situation insbesondere, da es sich bei AXPO um eine öffentlich-rechtliche Firma handelt.

27. Januar 2010 - Die Beschäftigten der CTU AG Winterthur

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28. Januar 2010, 11:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Bei Daimler in Bremen gehts ab:

Zitat:
02.02.10 - Nachdem bereits am 22. Januar über 2.000 Kollegen bei Daimler in Bremen selbstständig gestreikt hatten, traten am 1. Februar ab 10 Uhr erneut 3.500 Kollegen in einen Streik. Dazu hatte dieses Mal, ausgehend von einer Vertrauensleute-Vollversammlung am vergangenen Freitag, die Vertrauenskörperleitung aufgerufen. Offiziell wurde dieser Streik als "Betriebsrats-Info" deklariert. Zeitgleich waren Verhandlungen in der Einigungsstelle, die wegen Verspätung der Geschäftsführung, die aus Stuttgart anreiste, erst Stunden später begannen.

Mehr


Edit: Interessante Forderung haben die ArbeiterInnen dort:

Zitat:
Für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich - und zwar ausgehend vom Lohn vor der 8,75-prozentigen Kürzung!

03. Februar 2010, 00:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Allerdings scheint das Resultat des ganzen Aufstands ernüchternd:

Zitat:
Wischiwaschi-Papier

Arbeitsniederlegungen für Beschäftigungssicherung im Bremer Daimler-Werk. Management macht nur vage Zusagen, Betriebsrat unterschreibt Vereinbarung dennoch

Von Karl Neumann

Mit Arbeitsniederlegungen in allen drei Schichten hat die Belegschaft des Bremer Daimler-Werks am Montag nach jW-Informationen Verhandlungen über die Folgen der beschlossenen Umstrukturierungen begleitet. In der Nacht zum Dienstag beendete der Betriebsrat die Aktion durch seine Unterschrift unter einen Interessenausgleich, der nichts als vage Absichtserklärungen und bereits gemachte Zusagen enthält. Der geforderte Ausschluß betriebsbedingter Kündigungen wurde nicht vereinbart.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist der Beschluß der Daimler-Spitze vom Dezember vergangenen Jahres, die nächste Generation der C-Klasse für den nordamerikanischen Markt nicht mehr in Bremen, sondern in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama zu fertigen. Die bisher in Sindelfingen erfolgte Produktion für den europäischen Markt soll nach Bremen gehen. Im Gegenzug verliert die norddeutsche Fabrik mit ihren zur Zeit rund 12600 Beschäftigten die Fertigung des Sportwagens SL an Sindelfingen. Als die Pläne bekannt wurden, legte die Sindelfinger Belegschaft tagelang die Arbeit nieder, bis die Konzernspitze einen Ausschluß von Entlassungen bis Ende 2019 akzeptierte (jW berichtete).

Eine solche Vereinbarung forderten auch die Beschäftigten des Bremer Werks. Der Behauptung, der Standort sei Gewinner der Umstrukturierung, glauben sie offenbar nicht. Bereits am 22. Januar verließen deshalb etwa 1500 Produktionsarbeiter die Bänder und gingen auf die Straße. Organisiert wurde die Aktion von kritischen IG-Metall-Vertrauensleuten – ohne offizielle Rückendeckung ihrer Gewerkschaft. Obwohl einzelne Betriebsräte versuchten, den Protest durch die Einschüchterung von Kollegen zu sabotieren, war dieser äußerst erfolgreich – so sehr, daß sich die Vertrauenskörperleitung gezwungen sah, die Verhandlungen vor der Einigungsstelle am Montag mit weiteren Arbeitsniederlegungen zu begleiten. Allein in Früh- und Spätschicht beteiligten sich rund 7000 Beschäftigte an Protestdemonstrationen vor dem Werk. Etwa 1000 Fahrzeuge wurden in dieser Zeit nicht produziert.

In der Nacht zum Dienstag dann die plötzliche Einigung: Der Betriebsrat unterschrieb eine Vereinbarung, die aus Beschäftigtensicht wenig Konkretes enthält. In dem jW vorliegenden Papier ist lediglich der ohnehin bekannte Plan festgeschrieben, die C-Klasse einschließlich aller Derivate in Bremen zu fertigen. »Aus Sicht des Unternehmens und nach der vorliegenden (strategischen Planung) SPP 12/09 hat der Standort eine gute Beschäftigungsperspektive«, heißt es im Vertragstext unverbindlich. Sollte es »wider Erwarten dennoch zu Personalüberhängen« in Zusammenhang mit der Umstrukturierung kommen, würden Werkleitung und Betriebsrat »über Maßnahmen beraten und verhandeln, mit dem Ziel, Personalüberhänge zu vermeiden und Beschäftigung am Standort Bremen zu sichern«.

»Das ist ein Wischiwaschi-Papier und alles andere als der von uns geforderte Ausschluß betriebsbedingter Kündigungen«, kritisierte Betriebsratsmitglied Gerhard Kupfer den Kompromiß am Dienstag gegenüber junge Welt. Die im Papier enthaltene Erklärung, in Bremen würden durch die Restrukturierung 500 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, hält der linke Aktivist für falsch. »Allein durch die Rationalisierung sollen jedes Jahr drei Prozent, also mehr als 300 Stellen wegfallen«, rechnete er vor. Und: »Wenn das Unternehmen tatsächlich vorhat, hier keine Jobs zu vernichten, warum verweigert es dann konsequent den Ausschluß von Entlassungen?«

Die Beschäftigten seien nach der überraschenden Einigung »stinksauer«, berichtete Kupfer. Sie seien bereit gewesen, weiter für eine Vereinbarung wie im Sindelfinger Werk zu kämpfen. »Viele Kollegen wollen wissen, wer dem im Betriebsrat zugestimmt hat. Sie wollen ihnen die Quittung bei der nächsten Wahl präsentieren«, sagte Kupfer. Anders als in vielen anderen Konzernstandorten findet in Bremen üblicherweise eine Personenwahl zum Betriebsrat statt, voraussichtlich auch bei der kommenden Abstimmung im März.

Junge Welt

03. Februar 2010, 01:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://www.20min.ch/finance/news/story/24696920

MEM in der krise - export sackt um 15% ein

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06. Februar 2010, 01:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Griechen-befuerchten-Streiks-und-Unruhen/story/20074246

griechenland macht mut.

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15. Februar 2010, 02:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Angeschlagene Clariant streicht wieder 500 Stellen
Verlust des Chemieunternehmen auf 194 Millionen gestiegen

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/angeschlagener_chemiekonzern_clariant_streicht_wieder_500_stellen_1.4979932.html


Die Börse wurde heute morgen kurzzeitig "blockiert" und die Pressekonferenz von Clarianz gestört:
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/blockade_boerse_1.4982234.html

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16. Februar 2010, 10:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag zu griechenland: Antworten mit Zitat
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Bombenexplosion-vor-USGrossbank-in-Athen/story/21333862

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“Der reissende Strom wird gewalttätig genannt, aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig!” (B. B.)
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16. Februar 2010, 21:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Käptn Kiff



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so baut man schulden ab als staat:

http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/schuldenabbau_durch_inflation_1.4965851.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,678195,00.html

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17. Februar 2010, 22:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Zitat:
Dass die IWF-Ökonomen um Blanchard angesichts dieser Rahmenbedingungen eine Verdopplung der Inflationsrate fordern, hat jedoch noch einen anderen Hintergrund: Sie fürchten sinkende Preise, die sogenannte Deflation.


Übrigens gehen jetzt schon 20% aller Staatseinnahmen an die Zinsen.

Mehr dazu hier:
http://www.chefduzen.ch/viewtopic.php?f=14&t=175&start=0&sid=bbc9fd2290dcf4fc3cd4a3312a9fd4c4
17. Februar 2010, 23:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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Die neue Blase droht zu platzen:

Zitat:
20.02.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Die nächste Stufe

Nach Bankenkrise droht in vielen Ländern der Kollaps der Staatsfinanzen. Düstere Prognosen für den Fortbestand des Euro

Von Rainer Rupp

In jüngster Zeit zeugen starke Kursschwankungen wieder von einer zunehmenden Verunsicherung an den internationalen Finanz- und Devisenmärkten. Doch diesmal geht es weniger um die Liquidität der Banken, sondern um die Krise der Staatsfinanzen. Längst zirkulieren in der Finanzwelt Rankings, bei denen in der Rangfolge ihrer Gefährdung die »aussichtsreichsten« Kandidaten für einen Staatsbankrott aufgeführt sind.

In der Tat kündigt sich einiges Ungemach an. In den USA schlug in dieser Woche die Nachricht wie eine Bombe ein, daß China im Dezember seinen Bestand an US-Schatzbriefen um 34,2 Milliarden Dollar abgebaut hat. Nun geht in Washington die Angst um, daß ausländische Anleger dies als Signal für einen Ausstieg aus Dollar-Anleihen verstehen könnten. In vielen Staaten gibt es erkennbare Bemühungen, die Devisenreserven zu diversifizieren. Das würde zwangsläufig bedeuten, daß die USA noch mehr Geld drucken müßten, um ihre Haushaltsdefizite zu finanzieren. Entsprechend hat am Dienstag der Chef der Zweigstelle der US-amerikanischen Notenbank Fed in Kansas City, Thomas Hoenig, gewarnt: Die Defizitpolitik der Obama-Administration, die nun bereits im zweiten Jahr in Folge zu einer Deckungslücke von mehr als zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes geführt hat, erschwere es zunehmend einem deutlichen Anstieg der Inflation zu vermeiden und die Zinsen niedrig zu halten.

Höhere Zinsen, so wird befürchtet, könnten unmittelbar zu einem erneuten Absturz der US-Konjunktur führen. Mit Besorgnis wurde daher am Donnerstag registriert, daß die US-Notenbank zum ersten Mal seit Dezember 2008 die Leitzinsen erhöht hat, wenn auch nur minimal von 0,5 auf 0,75 Prozent. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) setzt mittlerweile auf Inflation, um Dampf aus dem Geldmengenkessel zu nehmen. Er empfahl den Industrieländern in der vergangenen Woche, eine jährlich Inflationsrate von vier Prozent anzustreben, um die Staatsverschuldung besser zu meistern. Daher überrascht die Meldung nicht, daß z. B. Großspekulanten wie George Soros einen Großteil ihres Vermögens mittlerweile in Gold anlegen, was er vor kurzem noch als »barbarisches Relikt« verschmähte.

Wer angesichts der Dollar-Turbulenzen auf den Euro gebaut hat, dürfte mittlerweile auch nervös geworden sein. Vor wenigen Tagen berichteten mehreren Medien über einen Report des Chefstrategen der größten französischen Bank »Société Générale«, Albert Edwards. Demnach kann eine Rettungsaktion der EU für Griechenland den »unvermeidlichen Zusammenbruch der Euro-Zone nur verzögern«. Eine EU-Hilfe für Athen sei wie ein Heftpflaster bei einer schweren Krankheit, so Edwards. Es könne so nicht verhindert werden, daß »sich alles auflöst und die Euro-Zone auseinanderbricht«, ist der Finanzstratege überzeugt. Als eine Art Sollbruchstelle sieht er die einheitliche Zinspolitik im Euro-Raum, die den Mitgliedern mit der Einführung der gemeinsamen Währung aufgezwungen wurde. Dies habe dazu geführt, daß mehrere Länder, besonders die sogenannten PIIGS-Staaten – Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien – nicht länger wettbewerbsfähig seien.

Fraglich ist jedoch, ob die (noch) finanzpolitisch stabiler aufgestellten EU-Staaten Griechenland überhaupt mit Milliardenkrediten helfen können bzw. wollen. Denn dies würde die bisher mühsam bewahrte Stabilität des Euro noch mehr untergraben. Außerdem stellt auch die deutsche Bundesregierung auf Grund der leichtfertigen Umwandlung der gigantischen Bankschulden in Staatsschulden bei den aktuellen und künftigen Haushaltsdefiziten neue Rekorde auf. Und selbst, wenn das relativ kleine Griechenland von reicheren EU-Staaten »gerettet« werden könnte, würde das nichts an der dramatischen Schieflage der PIIGS-Staaten ändern. Spätestens wenn die Zahlungskrise Spanien erreicht, würden alle bislang vorstellbaren Dimensionen gesprengt, da die Verbindlichkeiten Madrids ein Vielfaches über denen Griechenlands liegen und etliche institutionelle Anleger, z. B. Banken, bei einem Ausfall der Rückzahlungen schlagartig abstürzen würden.

Derweil waren die Finanzmarktakteure in den vergangenen Tagen über die Ankündigung des staatlichen Immobilienkonzerns »Dubai World« beunruhigt, den internationalen Banken höchsten 60 Prozent seiner 22 Milliarden Dollar Schulden zurückzahlen zu wollen. Dieser Verlust wäre sicherlich noch zu verschmerzen. Allerdings sollen sich die gesamten Verbindlichkeiten des insolventen Emirats auf über 350 Milliarden Dollar belaufen. Dies könnte durchaus die Initialzündung für eine zweite Bankenkrise sein.

Um ihre Privatkunden zu warnen, hat jetzt die Schweizer Großbank Credit Suisse eine »Globale Länder-Risiko-Tabelle« erstellt, auf der in der Rangfolge ihrer Gefährdung die wichtigsten Pleitekandidaten aufgelistet sind. Der Analyse zugrunde gelegt wurden die Zahlungsbilanz, die privaten und öffentlichen Schulden und die CDS-Spreads. Dabei handelt es sich um die Risiken von Staatsanleihen, die durch Höhe der Zinsen und der Prämien für die Kreditversicherung abgebildet werden. In dem Negativranking belegt Island den ersten Platz, gefolgt von Griechenland, Ungarn, Portugal und Spanien. Es folgen Lettland, Irland, die Ukraine, Rumänien und Litauen. Nach Vertrauen in den Euro klingt das nicht.

Junge Welt

20. Februar 2010, 11:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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Beitrag Update Griechenland Antworten mit Zitat
Kreditwürdigkeit herabgestuft, Politiker fordern Verarmung, griechische Gewerkschaften rufen Generalstreik aus:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/ratingagentur-fitch-senkt-den-daumen-fuer-griechenlands-banken;2535136

Soli-erklärung von DIE LINKE:

http://www.neues-deutschland.de/artikel/165716.solidaritaet-mit-streik-in-griechenland.html

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23. Februar 2010, 23:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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08. März 2010
Streik der Hafenarbeiter bringt finnische Wirtschaft in Schwierigkeiten

In Finnland hat ein Streik der Stauer bzw. der Hafenarbeiter die Exportwirtschaft des Landes weitgehend zum Erliegen gebraucht. Wichtigste Forderung der Transportgewerkschaft ist die Zahlung eines so genannten Übergangsgeldes nach der Kündigung. Die Forderung lautet auf eine volle Lohnfortzahlung für zwölf Monate im Falle einer Entlassung. Mit dem Streik wird das Außenhandelsvolumen des Landes um ca. 80% reduziert, so der Dachverband der finnischen Wirtschaft. Er kostet das Land ca. 100 Mio. Euro an Exporteinnahmen pro Tag. Der finnische Regierungschef Matti Vanhanen wies darauf hin, dass die Gesellschaft schrittweise zum Stillstand komme, wenn der Streik nicht bald ein Ende findet.


http://www.a-p-r.de/news/show/branchen-news/27828/Streik_der_Hafenarbeiter_bringt_finnische_Wirtschaft_in_Schwierigkeiten

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10. März 2010, 23:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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lazlo wanda hat Folgendes geschrieben:
Streik der Hafenarbeiter bringt finnische Wirtschaft in Schwierigkeiten


Da kriegt das Kapital aber voll die Krise mr green

In Tschechien gehts leider nicht so gut:

Tschechien: Gewerkschaften stoppen Streik der Transportarbeiter


Die im anderen Thread erwähnten Streiks im öffentlichen Dienst im UK:

Streik in Großbritannien: Parlament zu
11. März 2010, 00:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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In Slowenien werden Arbeitsmigranten seit rund 15 Monaten um ihren Lohn geprellt. Nach einem Hungerstreik versuchten sie das Arbeitsministerium zu besetzen, wurden aber von der Polizei daran gehindert:



Bei libcom gibts aktuelle News:

http://libcom.org/news/slavery-europe-slovenia-08032010
11. März 2010, 02:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Wieder Generalstreik in Griechenland:

Streiks legen Griechenland lahm
Polizei in Athen geht mit Tränengas gegen Demonstranten vor

http://www.nzz.ch/nachrichten/international/griechen_streiken_wieder_1.5191551.html

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11. März 2010, 16:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die finnischen Hafenarbeiter streiken übrigens noch immer und bringen einige Betriebe der finnischen Wirtschaft in arge Probleme:

Deadlock Continues in Dock Strike

Mediation Efforts in Harbour Strike Suspended

More Factories May Close Due To Dock Strike
15. März 2010, 02:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Streik im Opel-Werk Antwerpen


Zitat:

Antwerpen/Rüsselsheim. Im Opel-Werk Antwerpen haben die Mitarbeiter gegen die geplante Schließung und für höhere Abfindungen gestreikt. Aus Protest gegen die Pläne legten sie am Dienstag mit der Frühschicht um 6.30 Uhr die Arbeit nieder.



http://www.weser-kurier.de/Artikel/News/Wirtschaft/Nachrichten/150393/Streik+im+Opel-Werk+Antwerpen.html

Dossier zu Opel-Antwerpen auf labournet
http://www.labournet.de/branchen/auto/gm-opel/allg/antwerpen.html

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21. April 2010, 10:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Solidarity with Airline Catering Workers at Gate Gourmet & LSG Sky Chefs
Urgent Action 27-04-2010

http://cms.iuf.org/?q=node/349

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29. April 2010, 11:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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In Rumänien werden die Renten um 15% gekürzt. Rentnerinnen und Rentner protestieren wütend:

http://syndikalismus.wordpress.com/2010/05/15/rumanien-%E2%80%9Enieder-mit-basescu%E2%80%9C-wutender-protest-der-rentnerinnen-gegen-kurzungen/#more-4755
15. Mai 2010, 12:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Auch in Südafrika tut sich einiges: http://de.indymedia.org/2010/05/281545.shtml
16. Mai 2010, 17:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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15.000 Ärzte in Deutschland streiken

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2355096/15-000-aerzte-deutschland-streiken.story

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17. Mai 2010, 16:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Deftige Clashes in Bangladesh:

River transport strike paralyses Bangladesh

Sadarghat, Dhaka
A week-long strike of river vessel and port workers continues, despite severe state repression.


http://libcom.org/news/river-transport-strike-paralyses-bangladesh-14052010

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17. Mai 2010, 17:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag Grosskundgebung in Rumänien Antworten mit Zitat
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/05/19/International/Proteste-gegen-Sparmassnahmen-in-Rumaenien#video

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“Der reissende Strom wird gewalttätig genannt, aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig!” (B. B.)
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20. Mai 2010, 00:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Savo



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linke aktivisten verhindern schlichtungsgespräch zwischen gewerkschaften und fluggesellschaft in GB:

http://www.20min.ch/finance/news/story/Chaotische-Szenen-an-Schlichtertreffen-16033262

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
23. Mai 2010, 02:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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wer die sommerferien schon mit griechenland verplant hat, kann die herbstferien für italien buchen gehen...:
Zitat:

Um die riesige Staatsschuld einzudämmen, hat die Regierung von Ministerpräsident Berlusconi ein Sparpaket in der Höhe von 24 Milliarden Euro verabschiedet. Kritiker befürchten soziale Unruhen.


http://www.20min.ch/finance/news/story/So-spart-Berlusconis-Italien-30630725

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
25. Mai 2010, 21:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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http://www.vorwaerts.ch/2010/05/27/streik-bei-der-barbey-sa-geht-weiter/

Streik bei der Barbey SA geht weiter

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Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
28. Mai 2010, 17:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Apple-Zulieferer kreativ: Selbstmord verboten! Wie der grösste Elektronikproduzent der Welt auf ein extremes soziales Problem reagiert...
Zitat:
Apple-Zulieferer kreativ: Selbstmord verboten! Wie der grösste Elektronikproduzent der Welt auf ein extremes soziales Problem reagiert...
Dass die Hightech-Industrie vorne (Schwitzbuden quer durch Asien) und hinten (Computerschrott quer durch Afrika) auf aussereuropäische Kosten produziert, ist hinlänglich bekannt - wer es wissen will, weiss es auch. Ebenso bekannt ist es, dass Apple in dieser Branche als besonders kreativ gilt. Aber auch seine asiatischen Produktionspartner sind es - wie jetzt an dem taiwanesischen Unternehmen Foxconn in Shenzen in der VR China deutlich wird - die französische Telecom könnte sich ein Beispiel nehmen. Imageprobleme, weil es eine wachsende Zahl von im Unternehmen beschäftigten Menschen gibt, die angesichts Dauerdrucks den Verzweiflungsausweg Selbstmord nehmen? Wie in Frankreich und Polen? Lösung: Selbstmord verbieten! Vielleicht auch: Die diesjährigen 10 Todesopfer der Arbeitshetze nachträglich bestrafen? Während diese Zeilen geschrieben werden, kommt bereits die Meldung eines erneuten, nunmehr elften Selbstmords im Betrieb seit Anfang 2010. Der Konzern, mit insgesamt etwa 800.000 Beschäftigten - die meisten davon in Festland-China - reagiert gewohnt zynisch: Die Selbstmordrate läge auch nicht höher als im Durchschnitt des Landes. Aktivistengruppen organisieren Proteste nicht nur bei Apple, sondern auch den anderen Foxconn Auftraggebern wie HP, Nokia und Sony usw usf. Unsere knappe Dokumentation zur "Foxconn-Hölle" vom 28. Mai 2010.


Von hier

Mehr

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28. Mai 2010, 19:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Zitat:
"Nach einer Serie von Selbstmorden von Foxconn-Beschäftigten in China greift der weltweit größte Elektronikhersteller zu drastischen Mitteln: Die Beschäftigten erhielten einem Pressebericht zufolge einen Brief, in dem sie sich schriftlich verpflichten müssen, sich nicht selbst zu töten. Gebäude des Unternehmens wurden mit Netzen verhängt, um Todesstürze zu verhindern.


alles gesagt, was gesagt werden muss.

verzweiflung zu wut!

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29. Mai 2010, 01:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Die iberische Halbinsel brodelt

Zitat:
Doch angesichts der flächendeckenden Angriffe könnten gerade gemeinsame Aktionen mit Spanien, aber auch Griechenland und weiteren europäischen Ländern der Auftakt für eine flächendeckende Vernetzung im Widerstand der europäischen ArbeiterInnenklasse werden.


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29. Mai 2010, 10:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag rumänien wegen krise am arsch... Antworten mit Zitat
Zitat:
Rumänien will mindestens 195 000 Stellen im öffentlichen Dienst streichen. Rund 125 000 Arbeitsplätze sollen allein im nächsten Jahr wegfallen.


Zitat:
Die Wirtschaftsleistung Rumäniens ging 2009 um 7,1 Prozent zurück.


Zitat:
Die Regierung von Präsident Traian Basescu hat bereits deutliche Kürzungen bei den Gehältern der Staatsangestellten und Pensionszahlungen angekündigt.


http://www.20min.ch/news/ausland/story/195-000-Staatsdienern-droht-Entlassung-30398983

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04. Juni 2010, 13:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zum Kötzeln!

Irland: Gewerkschaften reagieren auf drohenden Staatsbankrott mit Streikverzicht
05. Juni 2010, 15:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Streik-Erfolg in China

Chinese Honda workers threaten more strikes

Der Hondastreik: Ende des Billiglohns?

Müssen wir in die Fußstapfen unserer Eltern treten?!“

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Zuletzt bearbeitet von lazlo wanda am 07. Juni 2010, 13:28, insgesamt 3-mal bearbeitet
07. Juni 2010, 09:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Beitrag Antworten mit Zitat
Der erste Link geht auf undergrounddogs.net!!!!

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
07. Juni 2010, 12:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
lazlo wanda



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Beitrag Antworten mit Zitat
far hat Folgendes geschrieben:
Der erste Link geht auf undergrounddogs.net!!!!


gefixt,danke!

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07. Juni 2010, 13:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Die-ra-der-billigen-Arbeit-in-China-ist-vorbei/story/29494768

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
08. Juni 2010, 20:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag überblick zu den europäischen sparpaketen Antworten mit Zitat
DEUTSCHLAND
Bis 2014 will die Bundesregierung 80 Milliarden Euro einsparen, allein 2011 sind Einschnitte im Volumen 13,2 Milliarden Euro geplant. Etwa ein Drittel der Kürzungen sind im Sozial- und Arbeitsetat vorgesehen, etwa durch Streichungen beim Elterngeld und bei den Förderprogrammen für Arbeitslose. Dazu kommen Belastungen für die Wirtschaft durch weniger Vergünstigungen bei Energiesteuern sowie eine Luftverkehrsabgabe. Auch auf Banken kommen zusätzliche Belastungen zu. Der Bund selbst will bis zu 15'000 Beamtenstellen streichen. Steuererhöhungen werden ausgeschlossen.

FRANKREICH
Präsident Nicolas Sarkozy will Frankreichs Finanzen in den Griff bekommen, wenn sich die Wirtschaft fängt. Dazu sollen zwischen 2011 und 2013 alle Ausgaben eingefroren werden, mit Ausnahme der Renten und der Zinsen auf die Staatsschulden. Zudem sollen die Kosten im Staatsapparat um zehn Prozent gedrückt werden. Das sei jedoch kein Sparpaket, bekräftigte Sarkozy.

GROSSBRITANNIEN
Der neue konservative britische Premierminister David Cameron hat seine Landsleute auf «schmerzhafte» Sparmassnahmen eingestimmt. Geplant sind tiefe Einschnitte bei den Sozialausgaben und im öffentlichen Dienst. Allein das Arbeitsministerium soll die Ausgaben für Beihilfen und Pensionen in den nächsten fünf Jahren um 20 Prozent reduzieren.

ITALIEN
Italien will sein Budgetdefizit um 24 Milliarden Euro reduzieren. Dafür sollen unter anderem die Gehälter von Staatsangestellten eingefroren, das Rentenalter angehoben und die Einkommen von Spitzenverdienern gekappt werden. Regionalregierungen sollen Kreisen zufolge etwa 13 Milliarden Euro bei ihren Ausgaben 2011/2012 einsparen. Bis 2012 soll so das Haushaltsdefizit auf 2,7 Prozent gedrosselt werden.

SPANIEN
Die Regierung unter Jose Luis Rodriguez Zapatero will binnen drei Jahren den Haushalt um insgesamt 65 Milliarden Euro entlasten. Dafür werden die Löhne im öffentlichen Dienst gekürzt und die Sozialausgaben zurückgefahren. Zudem ist eine Reichensteuer im Gespräch. Dadurch soll das Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf 9,3 Prozent gesenkt werden.

GRIECHENLAND
Im Mittelmeerland wird die Beamtenbesoldung unter anderem beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld gekürzt; Abgaben und Mehrwertsteuer werden angehoben, die Renten eingefroren. Zudem wird das Renteneintrittsalter angehoben. Mit dem drastischen Sparkurs will Griechenland sein Haushaltsdefizit von 13,6 Prozent 2009 auf 2,6 Prozent bis 2014 senken. Durch das drakonische Sparprogramm hat sich Griechenland Finanzhilfen der EU und des IWF in Höhe von 110 Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren gesichert.

ÖSTERREICH
Die schwarz-rote Koalition in Wien hat im März einen Plan zur Budgetsanierung beschlossen, der zugleich eine Reduzierung der Ausgaben und Steuererhöhungen vorsieht. Er soll den Haushalt um 3,4 Milliarden Euro entlasten und das Defizit bis 2013 unter die drei- Prozent-Hürde bringen. Zusätzliche Einnahmen in Höhe von 500 Millionen Euro erwartet die Regierung von einer Banken-Abgabe. Ausserdem werden Erhöhungen der Mehrwertsteuer sowie Abgaben auf Zigaretten, Alkohol und Treibstoff ins Auge gefasst. Praktisch alle Ministerien sollen ihre Ausgaben einschränken. Ausgenommen sind lediglich die Bereiche Erziehung, Forschung, Beschäftigung und innere Sicherheit.

IRLAND
Irland ist bei seinen Sparanstrengungen bereits weiter als andere Staaten vorangekommen. Allein in diesem Jahr sollen vier Milliarden Euro eingespart werden, in den beiden folgenden Jahren jeweils drei Milliarden. Dazu werden unter anderen die Löhne im öffentlichen Dienst gekürzt und Steuern erhöht. Bisherigen Prognosen von Ökonomen zufolge wird das irische Budgetdefizit in diesem Jahr bei 11,5 Prozent der Wirtschaftsleistung und damit weit über der Maastricht- Grenze von drei Prozent liegen.

Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Sparwut-in-Europa/story/11250163

auf der tagesanzeiger-homepage hats zu jedem land noch eine passende grimasse des/der entsprechenden präsidenten/in... die verzweiflung und die angst steht ihnen ins gesicht geschrieben :-)

zur ominösen zweckgesellschaft im euro-raum: http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:schuldenkrise-wie-der-super-rettungsfonds-fuer-den-euro-funktioniert/50124178.html#utm_source=rss2&utm_medium=rss_feed&utm_campaign=/

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
08. Juni 2010, 20:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Pressluftpinocchio
Schraubenverdreher


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Ich habe eine Lösung für alle: Anarchie!

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09. Juni 2010, 10:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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Beverly J. Silver wird sicher ein Bier auf die "Forces of Labor" in der Welt und China trinken, welche die Thesen ihres Buches ein weiteres Mal bestätigen. Durch Arbeitskämpfe erkämpfen und erkämpften sich immer mehr ArbeiterInnen in China höhere Löhne. Die chinesische Regierung scheint auf den Zug aufzuspringen, denn wenn die Leute mehr Geld haben, können sie auch mehr Waren konsumieren. Jedenfalls wurden die Streiks nicht mehr so entschieden bekämpft, wie auch schon. Artikel im Tagi:

Streikwelle in China reisst nicht ab
12. Juni 2010, 13:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Wie war das nochmal mit Adam Smith in Peking?

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
12. Juni 2010, 14:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
far hat Folgendes geschrieben:
Wie war das nochmal mit Adam Smith in Peking?


Das Buch von Giovanni Arrighi habe ich nicht gelesen. Siehst du Parallelen oder Widersprüche?

Ich habe mich auf "Forces of Labor" von Silver bezogen.
12. Juni 2010, 14:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Übersetzung zweier Texte zum "Generalstreik" am 8. Juni in Spanien
(stark auf Sevilla zugeschnitten)

Zitat:
Streik der Angestellten des öffentlichen Dienstes am 8. Juni 2010

Der Auslöser war das geplante Sparpaket der spanischen Regierung, welches u.a. die Pauschalkürzung des Gehaltes aller Beamten und Beamtinnen um 5% vorsieht. Ursprünglich war der Streik als Generalstreik für den 2. Juni 2010 geplant. Der Termin wurde dann von den Führungsspitzen der großen Gewerkschaften CCOO und UGT auf den 8. Juni verschoben, um der Regierung mehr „Luft“ zu geben.
Es war dann auch kein Generalstreik mehr, sondern Streik des öffentlichen Dienstes.

Über die Anzahl der Streikbeteiligten sind sich die offiziellen Regierungsquellen und Gewerkschaften nicht einig. Laut der Regierung haben nur 11,8% der 2,5 Milionen Beamten und Beamtinnen gestreikt und laut UGT, CCOO und CSIF 75%.

Kurzer Ausschnitt aus „El mundo“, der die generelle Medienmeinung ganz gut demonstriert:

Während des gesamten vormittags herrschte weitestgehend Normalität im gesamten Dienstleistungsbereich. Benutzer_innen mussten kaum Einschränkungen auf sich nehmen, nur z.B. beim AVE sind wegen des Streiks 25 Züge in Sevilla und Málaga zu spät gekommen.
Mensch bemerkte kaum etwas vom Streik ,weder in den Schulen, noch im öffentlichem Verkehrswesen, noch in den Krankenhäusern.

(http://www.elmundo.es/mundodinero/2010/06/08/economia/1275981918.html)

In Sevilla: Laut den Gewerkschaften sind 70% der Beschäftigten dem Streikaufruf gefolgt. Laut der Landesregierung nahmen nur etwas mehr als 10% der Beamten und Beschäftigten am Streik teil.

Laut dem „Diario de Sevilla“ wurde der Betrieb in den Sektoren Justiz, Bildung und Gesundheit kaum gestört (sie sprechen von fast 100% funktionieren), was als Scheitern des Streikaufrufes gewehrtet wird.

In Sevilla gab es eine Demo (laut den Gewerkschaften mit 20.000 Teilnehmer_innen) die vom Puerta de Jerez bis zum Plaza de Nueva ging (also im Zentrum, etwa 800 Meter??! Zu deiner Orientation weniger lang als die Metrolinie..)

(http://www.diariodesevilla.es/article/sevilla/720018/baja/participacion/sevilla.html)





Übersetzer Artikel von „En lucha“ zum Streik am 8. Juni in Sevilla

Obwohl die Medien, die Rechten und die Regierung die Wirkung des Streikaufrufes im öffentlichem Dienst für den 8. Juni 2010 pauschal heruntergespielt haben gab es in Sevilla viele Arbeitsplätze an dem seine Auswirkung deutlich zu spüren war.
Es gibt verschiedene Gründe weshalb es ein ungleiches und in einigen Fällen ein sehr bescheidenes -wie in dem Justiz -oder Gesundheitswesen- nachkommen zum Streiken gab.
Die Hauptgewerkschaften des öffentlichen Dienstes haben in den Tagen vor dem Streik kaum für ihn sensibilisiert und geworben, weder in den Betrieben noch im öffentlichem Raum.
Diese niedrige Mobilisierung bewirkte, dass viele Arbeiter_innen (deren Betriebs -und Vertragssituation sehr verschiedenartig ist und, in einigen Fällen, sehr unsicher) bis zum vorherigen Arbeitstag nicht wußten, ob sie dazu aufgerufen werden den Streik zu unterstützen oder nicht.
Agitationsarbeit ist unumgänglich für die Konjunktur (wörtl. Übersetzung) eines Teilbereichstreiks.
Die Gewerkschaften, die den Aufruf zum Generalstreik hinausgeschoben haben und ihn durch einen auf den öffentlichen Dienst beschränkten Streik ersetzt haben, haben die Anbindung mit dem generellem Missmut der Arbeiter_innen der Privatwirtschaft erschwert.
Dadurch haben viele Angestellte des öffentlichen Dienstes den Streikaufruf wie ein bloßes gewerkschaftliches Aufstampfen gegen eine kleine Lohnkürzung (5% des Lohnes) oder wie eine symbolische Mobilisierung deren Nützlichkeit gegenüber den Entscheidungen der Regierung sehr fragwürdig ist, wahrgenommen.
Die Haltung der großen Gewerkschaften einen Streik ohne viel Stärke zu fördern wurde, ungeachtet dessen, punktuell durch kleine Gewerkschaften und linke Gruppen Sevillas entgegengewirkt.
Im Universitätsbereich (einer der Sektoren mit der größten Streikbeteiligung Sevillas, zwischen 60 und 95%) kennzeichnete die Intervention der Gewerkschaft der andalusischen Arbeiter_innen „Sindicato Andaluz de Trabajadores/as“ (SAT) einen Unterschied.
Eine gutvorbereitete Werbekampagne und einheitlichen gewerkschaftlichen Positionen verpflichteten die anderen Gewerkschaften sich aktiv zu beteiligen und führte zu einer hohen gewerkschaftlichen Präsenz an der Universität von Sevilla.
Dadurch wurden die Streikposten des 8J in den wesentlichen Unibereichen gemeinschaftlich durch Mitglieder von CCOO, UGT, SAT und CTA geformt. Außerdem durch eine zahlreiche und kämpferische Vertretung von Student_innen, die durch die „Movimientos de Acción Estudiantil (MAE)“ organisiert wurde.
Obwohl der Streik ein bescheidenes Ergebnis hatte, befanden sich auf der um 12.00h beim „Puerta de Jerez“ beginnenden Demonstration spektakuläre 20.000 Personen (…).
Die vorhandende Schlagkraft war offensichtlich, mit durchgängigen Rufen nach dem Generalstreik.
Es gab eine Vertretung von Arbeiter_innen von einer Unzahl von Sektoren des öffentlichen Dienstes, die sich unter den Fahnen der verschiedenen Gewerkschaften sammelten.
Es erwies sich auch als sehr bedeutend, dass es auch Gruppen von unabhängig organisierten Arbeiter_innen gab, die den Streik aus Eigeninitiative heraus auf ihrer Arbeit organisiert haben und es geschafft haben ganze Belegschaften zu mobilisieren.
Neben der Anwesenheit von vielen andalusischen Vertreter_innen der Gewerkschaftsbürokratie marschierten auch die kämpferischsten Abteilungen der Angestellten des öffentlichen Dienstes der großen Gewerkschaften.
Von den kämpferischen Gewerkschaften hörte mensch soviele kritische Parolen gegen das Geklüngel mit der Regierung der Führung von CCOO und UGT, wie Parolen, die Bezug auf die Notwendigkeit von gewerkschaftlicher Einheit um einen Generalstreik voranzubringen betonen.
In dem Szenario des Generalstreikes, was sich anzubahnen scheint, wird die Haltung der großen Gewerkschaften maßgebend sein. Für die Gewerkschaftslinke und die antikapitalistischen Politgruppen besteht die Herausforderung aus dem Überschreiten der
Begrenzungen, die CCOO und UGT jedem Streikaufruf setzen können bzw. wollen, sobald angefangen wird an einem Plan für einen gemeinsamen Kampf gegen die Kürzungen und Attacken der Regierung zu arbeiten.
(..)
Der Streik des 8. Junis war eine Erprobung, für das was sich demnächst entwickeln könnte. Jetzt muss die Erfahrung des 8. Junis diskutiert und analysiert werden, um der sich anbahnenden benötigten Großmobilisierung der Arbeiter_innenklasse Gewachsen zu sein.

Quelle: http://www.enlucha.org/?q=node/2203


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13. Juni 2010, 15:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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heisse phase in spanien beginnt wohl in kürze...:
Zitat:
Das Kabinett will die Reform am kommenden Mittwoch auch ohne Zustimmung der Tarifparteien verabschieden. Am 22. Juni sollen die Arbeitsmarktreformen im Parlament, in dem die sozialistische Regierung keine eigene Mehrheit hat, beschlossen werden.
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1000771
Zitat:
Der wichtigste Punkt ist eine Lockerung des Kündigungsschutzes. Unternehmen, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken, müssen bei Entlassungen künftig deutlich weniger Abfindung zahlen. Kann der Betrieb nachweisen, dass er seit sechs Monaten rote Zahlen schreibt, erhalten die Arbeiter im Falle einer Kündigung nur noch 20 Tage Gehalt pro Dienstjahr als Abfindung. Bislang wurden in der Regel 45 Tage gezahlt.
http://www.welt.de/wirtschaft/article8028682/Spanien-gibt-nach-und-lockert-Kuendigungsschutz.html

bei honda in china wird weiter gestreikt - konkrete forderungen: höhere löhne und eine selbst gewählte organisierung der arbeiterInnen:
http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE65C03N20100613

die städtischen angestellten in bern drohen mit streik ab montag (14.06.2010), sollte die rentenalteerhöhung nicht rückgängig gemacht werden - Letzte Woche wurde das Ratshaus blockiert:
http://www.derbund.ch/bern/Stadtangestellte-drohen-mit-Streik-Stadtpraesident-Tschaeppaet-vermittelt/story/24486227

im tagesanzeiger wird derweil der "aussergewöhnliche banker" hans-ulrich müller (kauf der karton deisswil) portraitiert...:
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Der-aussergewoehnliche-Banker/story/30731935

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13. Juni 2010, 23:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
Die Beschäftigten der Athener U-Bahn befinden sich bereits den zweiten Tag im Streik.

http://de.rian.ru/society/20100617/126737939.html

in basel sollen 130 arbeiterInnen bei huntsman entlassen werden:
http://www.presseportal.ch/de/pm/100006251/100605472/angestellte_schweiz_employ_s_suisse
http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Huntsman-will-in-Basel-Stellen-abbauen/story/22731747
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/06/16/Wirtschaft/Huntsman-Angestellte-haben-Angst-vor-Stellenverlust

und in südafrika spitzt sich die situation langsam zu - grosse kundgebungen und streiks der sicherheitskräfte:

http://www.nzz.ch/nachrichten/international/streik_der_stadionordner_in_suedafrika_artet_aus_1.6139727.html
http://www.nzz.ch/nachrichten/wm2010/aktuell/polizisten_weiten_taetigkeitsfeld_aus_1.6126589.html

in chinas "welt-werkstatt" wird weiterhin gekämpft:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,700698,00.html

die unia feiert sich in deisswil:
http://www.workzeitung.ch/tiki-read_article.php?articleId=1225&topic=1

Zitat:
Um den Arbeitsmarkt in Gang zu bringen, macht die griechische Regierung Entlassungen einfacher. Sie erntet damit Widerstand.

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Griechenland-lockert-Kuendigungsschutz/story/15309238

deutschland: "Jeder fünfte Jugendliche lebt unterhalb der Armutsgrenze. Besonders betroffen sind Migranten und Ostdeutsche":
http://www.jungewelt.de/2010/06-18/049.php

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17. Juni 2010, 20:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Cjarner
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Beitrag Antworten mit Zitat
Savo hat Folgendes geschrieben:
Ostdeutsche


na wir wissen wohl wo die ihr auffangbecken finden

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Übrigens, das möcht ich noch loswerden, versteh ich nicht warum ums Klauen im Allgemeinen so ein riesen Bohei und Schwanzvergleich gemacht wird. Hab auch schon Leute erlebt, die Klauen für das coolste der Welt halten, dies bei jeder Gelegenheit kundtun und dann auch noch dumme Sprüche loslassen, wenn einer was bezahlt. Wozu? Klauen oder sein lassen. Das coolste der Welt ist eh Punkrock.
17. Juni 2010, 21:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Savo hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Die Beschäftigten der Athener U-Bahn befinden sich bereits den zweiten Tag im Streik.

http://de.rian.ru/society/20100617/126737939.html


LibCom wie immer sehr nahe an den Geschehnissen:

Metro strike in Athens in response to mass lay offs threat


Zitat:
die unia feiert sich in deisswil:
http://www.workzeitung.ch/tiki-read_article.php?articleId=1225&topic=1


Wenn das Wesen zur Erscheinung drängt... die Gewerkschaft wurde mal wieder ihrer Funktion im Kapitalismus gerecht. Trotzdem: Arschlöcher!
18. Juni 2010, 18:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Training für den Ernstfall:

Zitat:
Aufstandsbekämpfung, effizient abgestuft

18.06.2010

LEHNIN

(Eigener Bericht) - Mit einem multinationalen "Polizeitraining" setzt die Bundespolizei in diesen Tagen ihre Vorbereitung für Besatzungstätigkeiten in aller Welt fort. Das dritte "Europäische Polizeitraining" in Lehnin bei Berlin, an dem sich seit dem 7. Juni insgesamt 320 Polizisten aus 16 EU-Staaten beteiligen, simuliert unter anderem die Bekämpfung "gewalttätiger Demonstrationen", die Absicherung von Auftritten hochrangiger EU-Politiker in besetzten Ländern und das Vorgehen angesichts "brennender Barrikaden". Das "Europäische Polizeitraining" ist bereits das dritte seiner Art; es soll Polizisten aus der EU befähigen, Besatzungstätigkeiten unterhalb offener Kriegführung zu übernehmen, um die Militärs der EU zu entlasten und ihnen die Konzentration auf bewaffneten Kampf zu ermöglichen. Zusätzlich zu den Trainings für die Bundespolizei ziehen es Experten aus der Bundeshauptstadt in Betracht, eine Gendarmerietruppe für Auslandsoperationen einzurichten. Sie würde das bis heute gültige Trennungsgebot zwischen Polizei und Militär durchbrechen und im Ausland direkt militärischem Kommando unterstellt werden dürfen. Ziel ist eine möglichst effizient abgestufte Aufstandsbekämpfung.

Europäisches Polizeitraining

Das "Europäische Polizeitraining 2010" ("European Union Police Force Training", EUPFT 2010), dessen erste Phase am heutigen Freitag zu Ende geht, wird von der Bundespolizei in Lehnin nahe Berlin durchgeführt. An der Übung, die am 7. Juni begonnen hat und in einer zweiten Phase vom 12. bis zum 23. Juli fortgesetzt wird, nehmen gut 320 Polizisten aus 16 europäischen Ländern teil. Finanziert wird das Training von der Europäischen Kommission. Laut offiziellen Angaben geht es summarisch darum, "in insgesamt fünf Übungsszenarien das Zusammenwirken von europäischen Polizeieinheiten" zu perfektionieren.[1] Wie die Manöverszenarien zeigen, werden insbesondere Tätigkeiten erprobt, die zur Aufstandsbekämpfung in von der EU besetzten Ländern dienlich sind. Dabei handelt es sich um Aktivitäten, die unterhalb offener Kriegführung liegen; werden sie durch Polizeieinheiten ausgeführt, kann das Militär sich auf bewaffnete Kämpfe konzentrieren und muss sich nicht mehr mit der Niederschlagung einfacher Demonstrationen oder Geiselnahmen befassen.

Brennende Barrikaden

Im Mittelpunkt des "Europäischen Polizeitrainings" stehen Maßnahmen, die geeignet sind, eine Regierung eines besetzten Landes, die von bedeutenden Teilen der Bevölkerung bekämpft wird, im Amt zu halten und zu stabilisieren. So übten die Polizisten in Lehnin in den vergangenen Tagen die Kontrolle "unfriedlicher Demonstrationen" ebenso wie den Schutz von Wahlkampfveranstaltungen. Auch nicht näher definierte "Schutzaufgaben" während einer Zusammenkunft des Staatspräsidenten mit der Präsidentin der Europäischen Kommission wurden trainiert, die Absicherung eines "Bades in der Menge" der EU-Repräsentantin inklusive. Anschließend mussten die EU-Polizeitrupps "eine gewalttätige Demonstration auflösen, Straftäter festnehmen und brennende Barrikaden räumen", ist bei der Bundespolizei über die Operationsszenarien zu lesen.[2] Außerdem gehörte "eine komplexe Geisellage" zum Trainingsprogramm der vergangenen Tage.[3] Der Schauplatz der Polizeiübung, die Orts- und Häuserkampfanlage Lehnin, ermöglicht Trainingsmaßnahmen für den Einsatz in Großstädten.

Bürgerkriegsähnliche Zustände

Das aktuelle "Europäische Polizeitraining" ist bereits das dritte seiner Art. Das erste "Europäische Polizeitraining" wurde im Juni 2008 von der französischen Gendarmerie Nationale organisiert, das zweite im darauf folgenden Jahr von der italienischen Polizei. Bereits beim ersten "Polizeitraining" in Saint Astier (Frankreich) bildeten "bürgerkriegsähnliche Zustände mit gewalttätigen Übergriffen" das Manöverszenario; die Polizeieinheiten probten damals zum Beispiel die "Evakuierung von EU-Bürgern", einen "EU-Staatsbesuch mit Personenschutz" und die "Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung". Dabei waren die beteiligten deutschen Polizisten "mit Lageentwicklungen konfrontiert, für deren Bewältigung in Deutschland Spezialkräfte oder gar -einheiten vorgesehen sind", so etwa mit "Beschuss durch Scharfschützen, Zugriff in Häusern in Erwartung eines hohen Gewaltpotentials und massivem Einsatz von Reizstoffen", berichtet die Bundespolizei.[4] Trotz der recht ungewohnten Aktivitäten hätten sich die Deutschen "nicht hinter den anderen Nationen zu verstecken" brauchen. Dabei nahmen an den "Polizeitrainings" 2008 und 2009 Gendarmerie-Einheiten unter anderem aus Frankreich und Italien und auch Militärpolizisten teil, die auf Einsätze im Krieg vorbereitet sind.

Zwischen Polizei und Militär

Genau dies führt in Deutschland mittlerweile zu scharfer Kritik. In der Bundesrepublik ist die Trennung von Militär und Polizei verfassungsrechtlich vorgeschrieben; eine Militarisierung der Bundespolizei durch die Zusammenarbeit mit Gendarmerien oder Militärpolizeien verstößt gegen dieses Prinzip. Berliner Regierungsberater befassen sich deshalb schon seit geraumer Zeit mit der Frage, ob und wie das Trennungsgebot unterlaufen werden kann. Hintergrund ist die Feststellung, die Erfahrungen aus dem Kosovo und aus Afghanistan zeigten, dass einfache Polizisten häufig im Einsatz gegen "Plünderungen, Rachemorde und größere Unruhen in der Bevölkerung" überfordert seien. Man brauche statt einfacher Polizisten Kräfte, die "in einem instabilen Umfeld eigenständig operieren" könnten, heißt es etwa in einer Analyse der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).[5] Daher sei die Gründung einer deutschen Gendarmerie, deren "hybrider Status zwischen Polizei und Militär" angemessene Operationen in den deutschen Besatzungsgebieten ermögliche, der Sache nach erforderlich.

Jederzeit abrufbar

Unter bestimmten Umständen, heißt es bei der SWP, sei die Gründung einer deutschen Gendarmerie auch erlaubt. Das Trennungsgebot gelte nur "nach innen"; für Auslandseinsätze halte die Verfassung "weder explizit noch implizit" Bestimmungen über polizeilich-militärische Kooperationen bereit.[6] Berlin solle deshalb "eine spezialisierte Einheit von einigen hundert Gendarmen ausschließlich für den Auslandseinsatz" aufbauen. Diese dürfe dann auch anders als die Bundespolizei militärischem Kommando unterstellt werden. Gegenüber den Einheiten, die in diesen Tagen in Lehnin für die Aufstandsbekämpfung in aller Welt trainieren, bietet eine Gendarmerie für Berlin über ihre größere Schlagkraft hinaus noch einen weiteren Vorteil. "Gendarmen sind in Verbänden organisiert", erklärt die SWP: "Deshalb unterliegen sie nicht dem Prinzip der Freiwilligkeit für Auslandseinsätze". Also können sie im Unterschied zu Polizisten zum Einsatz verpflichtet werden - ganz wie Soldaten. Sie erlauben Berlin damit eine effizient abgestufte, jederzeit abrufbare flexible Aufstandsbekämpfung in aller Welt.

[1] Europäische Polizeieinheiten reisen zur Internationalen Polizeiübung nach Lehnin an; Pressemitteilung der Bundespolizei vom 06.06.2010
[2] Europäische Polizeiübung in Lehnin startet in die zweite Woche; Pressemitteilung der Bundespolizei vom 14.06.2010
[3] Nach den ersten Trainingstagen ist heute die erste Übung bei der Europäischen Polizeiübung (EUPFT 2010) in Lehnin durchgeführt worden; Pressemitteilung der Bundespolizei vom 09.06.2010
[4] Übung europäischer Polizeieinheiten in Frankreich; Bundespolizei Nr. 03/2008
[5], [6] Ronja Kempin, Christian Kreuder-Sonnen: Gendarmerieeinheiten in internationalen Stabilisierungsmissionen. Eine Option für Deutschland? SWP-Studie S6, März 2010. S. dazu Paramilitärische Auslandspolizei

Quelle: http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57837?PHPSESSID=j1t259o99dmbns72st7f537094

19. Juni 2010, 00:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Melnitz hat Folgendes geschrieben:


Zitat:
die unia feiert sich in deisswil:
http://www.workzeitung.ch/tiki-read_article.php?articleId=1225&topic=1


Wenn das Wesen zur Erscheinung drängt... die Gewerkschaft wurde mal wieder ihrer Funktion im Kapitalismus gerecht. Trotzdem: Arschlöcher!



Zitat:
Mitte Juli steigt auf dem Firmengelände in Deisswil das grosse Fest, finanziert von Hans- Ulrich Müller. Es wird Spanferkel und Bier für alle geben. Und für muslimische Mitarbeiter ein Alternativangebot. Selbst diese Abschlussparty ist Teil der Vereinbarung, welche die Belegschaft und die neuen Firmenchefs ausgehandelt haben.


Suppper!!!Meeeeeeega toll!voooooooooool cooool!Jeäääääääää!

Brot und Spiele (Fussballklub direkt neben der Fabrik), von den Römern lernen heisst siegen lernen!

Wir haben verloren ABER DOCH!! auch gewonnen. Jeäääääääääääääääääääää!!

Corraaaaaaaaaado du KKKKummmpelll!
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Melnitz



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lazlo wanda hat Folgendes geschrieben:
Corraaaaaaaaaado du KKKKummmpelll!
Corrado Pardini:
Was ich nicht mag:
Menschen, die immer nur das halb leere Glas sehen.
http://www.pardini.ch/leidenschaft.html


Lass mal Corrado, ich mag ihn! Er trägt Kniesocken! mr green
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Savo



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Traut man der IG Metall, dann herrschen zurzeit chaotische Zustände bei der Bürener Tochter der BPW in Wiehl. Eine Mahnwache der 110 Beschäftigten sichert rund um die Uhr die Zufahrt des stillgelegten Werks:
http://www.rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1276696253726.shtml

Toyota fährt Hauptwerk in China runter - Arbeitskampf beendet:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/china992.html
Lohnerhöhung, Streik im chinesischen Toyota-Werk beendet

An Berliner Flughäfen stehen Warnstreiks bevor:
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11806833/2242247/An-Berliner-Flughaefen-stehen-Warnstreiks-bevor-Bodenpersonal-im.html

cohn-bendit zum streik der französischen fussballer ;-):
"Er vergleicht den Streik der «Bleus» mit dem Aufstand der Pariser Kommunen von 1871, als für drei Monate ein revolutionärer Pariser Stadtrat gebildet wurde, der gegen den Willen der konservativen Zentralregierung versuchte, Paris nach sozialistischen Vorstellungen zu verwalten."

http://www.tagesanzeiger.ch/wm2010/die-wm/Unsere-Jungs-sind-Helden/story/23536539

"Beim Kampf um die Arbeitsplätze in Deisswil hat Manfred Bachmann 14 Kilo abgenommen. So sehr hat der Präsident der Betriebskommission für seine Arbeitskollegen gekämpft. Er blickt nun mit Zuversicht in die Zukunft":
http://www.bernerzeitung.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Mit-Deisswil-durch-dick-und-duenn/story/21209734

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von gis.de.vu:
Zitat:
Im Folgenden dokumentieren wir den Brief einer Gruppe ArbeiterInnen aus dem polnischen FIAT- Werk in Tychy, der unmissverständlich gegen nationalistische Spaltungsmanöver und für internationale Solidaritätsaktionen Stellung bezieht

Fiat spielt ein Spiel mit den ArbeiterInnen. Erst verlegen sie Produktion nach Polen und teilen den Beschäftigten mit, dass sie härter und flexibler arbeiten und alle Produktionsnormen einhalten müssen, um ihre Arbeitsplätze zu behalten. All dies wurde in Tychy umgesetzt. Das Management kann sich nicht beschweren (auch wenn die Gewerkschaften eine Erhöhung der Zuschläge für sehr produktive Arbeiter verlangten oder die Wochenendschichten in Frage stellten.) Das Werk in Tychy ist Fiats größtes und produktivstes in Europa.
Ende letzten Jahres gab es Gerüchte, dass Fiat wieder Arbeitsplätze nach Italien verlagern will. Seitdem geht im Werk von Tychy die Angst um. Fiat Polska glaubt mit uns machen zu können was sie wollen. Sie zahlten nur 40% der Zuschläge des Vorjahres aus, obwohl wir alle Produktionsrekorde gebrochen hatten.
Sie glauben, dass die Leute sich das gefallen lassen, da sie fürchten zu denjenigen zu gehören, die ihre Arbeitsplätze verlieren. Aber wir sind wütend. Der dritte „Protesttag“ der ArbeiterInnen von Tychy am 17. Juni wird nicht so freundlich ausfallen wie der letzte. Was haben wir jetzt zu verlieren?
Die ArbeiterInnen in Italien sollen weitere Verschlechterungen hinnehmen. Es ist immer wieder dasselbe: Fiat macht den ArbeiterInnen immer wieder deutlich, dass ein Nichtakzeptieren zum Verlust des Arbeitsplatzes führen wird. Wenn sie nicht wie die Sklaven schuften, wird es jemand anders machen.
Es ist uns klar, dass für Fiat die Schufterei unserer italienischen KollegInnen genauso selbstverständlich ist, wie es unsere war.
Wir hofften, dass die Gewerkschaften bei Fiat in Italien kämpfen würden. Nicht weil wir uns davon erhofften, vielleicht unsere Arbeitsplätze in Tychy zu behalten, sondern um diesen Arbeitsbedingungen Widerstand entgegen zu setzen. Unsere Gewerkschaften, unsere ArbeiterInnen sind schwach geblieben. Wie sahen uns nicht in der Position zu kämpfen. Wir fühlten uns schwach und bettelten bei Fiat um jeden Arbeitsplatz. Wir ließen italienische ArbeiterInnen im Stich, deren Arbeitsplätze wir bekamen. Nun passiert dasselbe mit uns.
Es liegt auf der Hand, dass dies für jeden Arbeiter, jede Arbeiterin eine unhaltbare Situation ist. Wir können das nicht weiter zulassen und unter uns um jeden Arbeitsplatz konkurrieren. Wir müssen uns international zusammenschließen und für unsere Interessen kämpfen.
Anstatt wieder einzuknicken, bleibt für uns in Tychy nichts anderes übrig als zu kämpfen. Wir rufen unsere KollegInnen zu Widerstand und Sabotage gegen eine Firma aus, die uns ausgesaugt hat und uns nun wieder ausspucken will.
ArbeiterInnen, es ist Zeit für Veränderungen!


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Arbeitsverdichtung, Kontrollen, Überstunden: Italiens Industriegigant setzt Gewerkschafter mit Forderungen zum Montagewerk Neapel unter Druck:

http://www.jungewelt.de/2010/06-22/023.php
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/fiat-das-kraeftemessen-geht-in-die-naechste-runde;2602708
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Honda und Toyota fehlen in China Teile wegen den Streiks

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Fiat-Mitarbeiter verzichten auf ihr Streikrecht:
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Griechenland: Piräus-Streik legt Fähren lahm:
http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/576189/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

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Protest gegen Rentenreform in Frankreich

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die bourgeoisie hat schiss:
http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/06/24/tarifeinheit/droht-deutschland-jetzt-das-streik-chaos.html
http://www.focus.de/politik/deutschland/tarifrecht-streiks-koennten-ganze-wirtschaftszweige-lahmlegen_aid_523508.html

streikwelle in china reisst nicht ab:
http://derstandard.at/1277336701774/Niedrige-Loehne-Streikwelle-in-China-reisst-nicht-ab

tarifverhandlungen der 500'000 caritas-arbeiterInnen gescheitert:
http://www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/dpa/2010/06/25/tarifverhandlungen-fuer-caritas-gescheitert.html

Landesweiter Streik in Griechenland geplant:

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2386343/landesweiter-streik-griechenland-geplant.story

Spanier streiken gegen Kürzungen aus Sparpaket der spanischen Regierung:
http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/streik-in-spanien-spanier-streiken-gegen-kuerzungen-aus-sparpaket-der-spanischen-regierung_aid_524333.html

Italiener streiken gegen Berlusconis Sparprogramm:
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/06/25/International/Italiener-streiken-gegen-Berlusconis-Sparprogramm

Grösster Streik- und Protesttag gegen Sarkozys Rentenreform:
http://www.nachrichten.ch/detail/445199.htm[/quote]

die arbeitsämter in der schweiz werden im TA thematisiert:
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/Die-harte-Hand-der-Arbeitsaemter/story/30066276

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Melnitz



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Streik in der Metro in Madrid mit 100%iger Beteiligung (später im Thread auch Bilder zum Generalstreik im Baskenland):

http://libcom.org/forums/news/fresh-general-strike-greece-unions-moot-general-strike-spain-13052010?page=2#comment-385149
30. Juni 2010, 16:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Savo hat Folgendes geschrieben:
Arbeitsverdichtung, Kontrollen, Überstunden: Italiens Industriegigant setzt Gewerkschafter mit Forderungen zum Montagewerk Neapel unter Druck:

http://www.jungewelt.de/2010/06-22/023.php
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/fiat-das-kraeftemessen-geht-in-die-naechste-runde;2602708
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/koepfe/sergio-marchionne-vom-gewerkschaftsliebling-zum-klassenfeind;2605633


Der Aushöhlung der Gewerkschaften zustimmen, Panda zurückholen, dann kaputt streiken.

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30. Juni 2010, 17:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
far



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lazlo wanda hat Folgendes geschrieben:
Honda und Toyota fehlen in China Teile wegen den Streiks


Ob die Unternehmen schon mit Nordkorea liebäugeln?

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Melnitz



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far hat Folgendes geschrieben:
Savo hat Folgendes geschrieben:
Arbeitsverdichtung, Kontrollen, Überstunden: Italiens Industriegigant setzt Gewerkschafter mit Forderungen zum Montagewerk Neapel unter Druck:

http://www.jungewelt.de/2010/06-22/023.php
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/fiat-das-kraeftemessen-geht-in-die-naechste-runde;2602708
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/koepfe/sergio-marchionne-vom-gewerkschaftsliebling-zum-klassenfeind;2605633


Der Aushöhlung der Gewerkschaften zustimmen, Panda zurückholen, dann kaputt streiken.


Ein offener Brief der polnischen FIAT-ArbeiterInnen:

Zitat:
Fiat spielt ein Spiel mit den ArbeiterInnen. Erst verlegen sie Produktion nach Polen und teilen den Beschäftigten mit, dass sie härter und flexibler arbeiten und alle Produktionsnormen einhalten müssen, um ihre Arbeitsplätze zu behalten. All dies wurde in Tychy umgesetzt. Das Management kann sich nicht beschweren (auch wenn die Gewerkschaften eine Erhöhung der Zuschläge für sehr produktive Arbeiter verlangten oder die Wochenendschichten in Frage stellten.) Das Werk in Tychy ist Fiats größtes und produktivstes in Europa.

Ende letzten Jahres gab es Gerüchte, dass Fiat wieder Arbeitsplätze nach Italien verlagern will. Seitdem geht im Werk von Tychy die Angst um. Fiat Polska glaubt mit uns machen zu können was sie wollen. Sie zahlten nur 40% der Zuschläge des Vorjahres aus, obwohl wir alle Produktionsrekorde gebrochen hatten.

Sie glauben, dass die Leute sich das gefallen lassen, da sie fürchten zu denjenigen zu gehören, die ihre Arbeitsplätze verlieren. Aber wir sind wütend. Der dritte „Protesttag“ der ArbeiterInnen von Tychy am 17. Juni wird nicht so freundlich ausfallen wie der letzte. Was haben wir jetzt zu verlieren?

Die ArbeiterInnen in Italien sollen weitere Verschlechterungen hinnehmen. Es ist immer wieder dasselbe: Fiat macht den ArbeiterInnen immer wieder deutlich, dass ein Nichtakzeptieren zum Verlust des Arbeitsplatzes führen wird. Wenn sie nicht wie die Sklaven schuften, wird es jemand anders machen.

Es ist uns klar, dass für Fiat die Schufterei unserer italienischen KollegInnen genauso selbstverständlich ist, wie es unsere war.

Wir hofften, dass die Gewerkschaften bei Fiat in Italien kämpfen würden. Nicht weil wir uns davon erhofften, vielleicht unsere Arbeitsplätze in Tychy zu behalten, sondern um diesen Arbeitsbedingungen Widerstand entgegen zu setzen. Unsere Gewerkschaften, unsere ArbeiterInnen sind schwach geblieben. Wie sahen uns nicht in der Position zu kämpfen. Wir fühlten uns schwach und bettelten bei Fiat um jeden Arbeitsplatz. Wir ließen italienische ArbeiterInnen im Stich, deren Arbeitsplätze wir bekamen. Nun passiert dasselbe mit uns.

Es liegt auf der Hand, dass dies für jeden Arbeiter, jede Arbeiterin eine unhaltbare Situation ist. Wir können das nicht weiter zulassen und unter uns um jeden Arbeitsplatz konkurrieren. Wir müssen uns international zusammenschließen und für unsere Interessen kämpfen.

Anstatt wieder einzuknicken, bleibt für uns in Tychy nichts anderes übrig als zu kämpfen. Wir rufen unsere KollegInnen zu Widerstand und Sabotage gegen eine Firma aus, die uns ausgesaugt hat und uns nun wieder ausspucken will.

ArbeiterInnen, es ist Zeit für Veränderungen!

http://syndikalismus.wordpress.com/2010/07/01/dokumentiert-offener-brief-polnischer-kolleginnen-an-die-arbeiterinnen-des-fiatkonzerns/


Wow! Das ist Internationalismus!
02. Juli 2010, 18:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Streik in der Metro in Madrid mit 100%iger Beteiligung (später im Thread auch Bilder zum Generalstreik im Baskenland):

http://libcom.org/forums/news/fresh-general-strike-greece-unions-moot-general-strike-spain-13052010?page=2#comment-385149


Jetzt auch ein Artikel dazu in deutscher Sprache auf syndikalismus.tk:

Metro Madrid: Lahmgelegt
03. Juli 2010, 01:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Streiks in der Kirche und ihren Einrichtungen sind nicht erlaubt:
http://koeln-bonn.business-on.de/kirche-einrichtungen-arbeitskampf-streikrechts-arbeitgebern-rechtsberatung-_id28073.html

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06. Juli 2010, 22:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Neuer Generalstreik in Griechenland
http://www.nzz.ch/nachrichten/international/griechenland_generalstreik_1.6480476.html

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Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
08. Juli 2010, 13:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Auch schön:

Zitat:
Fiat-Chef Marchionne droht Italien

Gewerkschaften sollen Zusagen für bessere Produktionsbedingungen machen

More

29. Juli 2010, 03:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Wildcat hat einen Text zur Streikwelle in China geschrieben:

Streikwelle in China
01. August 2010, 14:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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In Bangladesh gehts nach wie vor heftigst ab:

Wut auf faulen Mindestlohn-Kompromiss in Bangladesh
13. August 2010, 14:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Auch in den USA sind sie wütend:

Autoarbeiter in Indianapolis führen mutigen Kampf
20. August 2010, 16:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/berner_inselspital_streicht_stellen_1.7659800.html

http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/streik-11500-stahlarbeiter-legen-arbeit-nieder-_aid_555132.html

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23. September 2010, 21:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Erneut erfolgreiche Mobilisierung in Frankreich Antworten mit Zitat
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Slogans-gegen-Sarkozy-werden-schaerfer--Millionen-gingen-auf-die-Strasse/story/23049823

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“Der reissende Strom wird gewalttätig genannt, aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig!” (B. B.)
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24. September 2010, 10:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
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Beitrag Stellenabbau beim Landboten Antworten mit Zitat
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Zitat:
Acht Hühner pro Sekunde sollen in Wietze getötet werden. Das sind 27.000 Hühner pro Stunde und 135 Millionen Hühner pro Jahr. Das umstrittene Großprojekt der Gruppe Rothkötter wäre damit der größte Geflügelschlachthof in Europa. Um diese riesige Anlage auszulasten, müssten im Umfeld zusätzlich rund 450 Mastbetriebe mit je 40.000 Tieren entstehen. Tatsächlich ist der Markt für Hühnerfleisch in Deutschland längst übersättigt, bereits heute werden hierzulande rund 6 Prozent mehr Tiere geschlachtet als gegessen. Dennoch soll der Neubau in Wietze mit 9 Millionen Euro aus Steuergeldern subventioniert werden – zuzüglich weiterer Millionen im anschließenden Betrieb, wie die Stuttgarter TierrechtlerInnen betonen.

http://linksunten.indymedia.org/de/node/25741

Der Kollaps muss nahe sein!!!!!!!!!!!!!

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26. September 2010, 23:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Banlieusard



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Beitrag vive la grève général! Antworten mit Zitat
Generalstreik in Spanien und Grossdemo in Brüssel:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-09/generalstreik-spanien


In Frankreich haben die Gewerkschaften für den 2. Oktober erneute Grossdemos in über 240 Städten angekündigt. Am 12. Oktober findet ein erneuter Streiktag mit Demos statt.

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“Der reissende Strom wird gewalttätig genannt, aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig!” (B. B.)
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29. September 2010, 14:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Savo



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in berlin wurde proletarisch eingekauft:

http://de.indymedia.org/2010/10/291202.shtml

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03. Oktober 2010, 13:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Alstom baut 4000 Arbeitsplätze ab
Französischer Industriekonzern streicht in der Schweiz bis zu 750 Stellen

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/alstom_baut_4000_arbeitsplaetze_ab_1.7815123.html

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Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
04. Oktober 2010, 16:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Europa zunehmend Lanhgelegt?

Zitat:
Die Häfen in ganz Frankreich stehen vor einem Stillstand, nach dem die Hafenarbeiter gegen die Pläne von Sarkozy das Rentenalter zu erhöhen protestierten. Schiffe voller Container werden in Marseille nicht entladen und an den Ölentladehäfen wie Fos-sur-Mer und Lavera geht der Streik schon den 14. Tag.

Mehr als 50 Schiffe, einschliesslich Öltanker, liegen vor Marseille und die Fracht wird nicht gelöscht, nach dem die grösste französische Gewerkschaft CGT zum Streik aufgerufen hat.

Der Containerhafen in Le Havre ist ebenfalls stillgelegt, nach dem die Kranfahrer aus Protest die Arbeit niederlegten. Auch in den Häfen von Rouen, Dünkirchen, Nantes und Saint-Nazaire gibt es Störungen, während Bordeaux komplett lahmgelegt ist.

Nur die Passagierschiffe und Fähren können normal operieren.

Auf Korsika fand ein Sturm auf die Tankstellen mit Panikkäufen statt und eine grosse Zahl der Zapfsäulen sind leer, weil die Tankschiffe nicht ankommen. Die Regionalregierung musste die Rationierung einführen und zur Ruhe ausrufen.

Die Regierung warnt vor Konsequenzen und droht den Arbeitern in Marseille, der Hafen dort würde in die Bedeutungslosigkeit fallen, wenn sie nicht den Streik beenden. Ausserdem kann es zu Benzinknappheit kommen, wenn den Raffinierien der Nachschub mit Rohöl fehlt.

Am Dienstag streikt das französische Bahnpersonal und der ganze inländische Schienenverkehr wird davon betroffen sein. Auch die Züge von und ins Ausland werden grösstenteils nicht fahren.

Es ist interessant wie die Medien gar nicht oder nur ganz wenig über die vielen Streiks und Demonstrationen die überall in Europa schon seit Wochen stattfinden berichten. Von Portugal über Spanien, Frankreich, bis nach Griechenland und in Osteuropa bis hinauf in die baltischen Länder, überall brodelt es. Sollen wir nicht wissen was tatsächlich passiert, den falschen Eindruck bekommen, die Lage in Europa ist ruhig und alles ist in Ordnung? Sieht so aus.

http://de.indymedia.org/2010/10/291872.shtml

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11. Oktober 2010, 21:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
O.B.M.F



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Die Entwicklung in Frankreich muss man im Auge behalten. Grad wegen der Medienblockade, die ja TATSÄCHLICH kaum darüber berichtet.

Hier ein weiterer Artikel zu Frankreich: http://www.verkehrsrundschau.de/frankreich-streikbewegung-weitet-sich-aus-976968.html
12. Oktober 2010, 15:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
Grad wegen der Medienblockade, die ja TATSÄCHLICH kaum darüber berichtet.


gibts eigentlich ne bestätigung aus vergangenen kämpfen, dass regierungen ne order an die verlagshäuser rausgegeben haben? ich finds schon ziemlich schräg, dass ich zwar über fast jeden verspäteten zugpassagier irgendwo in der französischen pampa bescheid weiss, jedoch kaum über die kämpfe an sich lese...

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13. Oktober 2010, 15:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Ich denke nicht, dass das so offiziell gemacht wird. Es läuft da eher unter dem Schlagwort "Verantwortungsvolle Berichterstattung", oder so.
13. Oktober 2010, 16:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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und diese "verantwortungsvolle politik" wird vom chefredaktor vorgegeben? dann würde die sache wohl über den verlag und sein "stellenprofil" funktionieren. wir könnten ja mal den herrn strehle anschreiben ;-)

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13. Oktober 2010, 16:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Bernhard Schmid über die aktuellen Entwicklungen in Frankreich:

http://www.labournet.de/internationales/fr/rente2010_18.html

Zum letzten Teil des Artikels

Zitat:
Just vor diesem Szenario, dass sich also die protestierende Jugend und bestimmte Sektoren der Lohnabhängigen zusammenschließen könnten, hatte der Elysée-Palast gewarnt. Dies ist Nicolas Sarkozys Horrorszenario, eingedenk der Erfahrungen mit Jugend- und Studierendenprotest 1986 (Rückzug des Gesetzes zur verschärften Auslese an Hochschulen im Dezember 86 unter Premierminister Chirac), 1994 (Rückzug des Protests einer Absenkung des Mindestlohns für junge Beschäftigte im März 94 unter Premierminister Balladur) und im März/April 2006 (CPE). Deswegen hatte Sarkozy auch Ende August einen Wutanfall auf Mitglieder seines Regierungskabinetts bekommen und dafür gesorgt, dass eilends eine frisch verabschiedete Verordnung vom Tisch genommen wurde: Aufgrund ihrer hätten Studierende, die durch ihre Eltern finanziell unterstützt worden, kein Wohngeld (dank dessen sie etwa 400 statt 600 Euro für ein Zimmer bezahlen) mehr erhalten dürfen. Oder aber den Eltern, die aufgrund ihrer nachweisbaren finanziellen Unterstützung für studierende Zöglinge einen gewissen Steuernachlass bekommen, hätten ihre steuerlichen Vergünstigungen verloren - deshalb dann wohl auch ihre Unterstützung reduziert. Sarkozy zeterte jedoch, seine Mitarbeiter hätten wohl aus den Augen verloren, dass die Vermischung von Jugend- und Gewerkschaftsprotest brandgefährlich sei.

Dies könnte nun aber passieren… Am heutigen Donnerstag kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Schüler/inne/n und Polizei vor Oberschulen in den Pariser Vorstädten Saint-Denis und Montreuil. Der Vater eines Heranwachsenden, der am Dienstag im normannischen Caen durch prügelnde Polizisten verletzt worden war, erstattete heute Strafanzeige. Am gestrigen Tage wurde zudem bekannt, am Rande der Demonstrationen vom Dienstag habe es insgesamt 61 Festnahmen gegeben, und es würden 45 Strafverfahren eingeleitet.

Ein näherer Überblick zu den einzelnen Sektoren folgt am morgigen Freitag. Übermorgen wird es zu den nächsten, voraussichtlich massiven, Demonstrationen in ganz Frankreich kommen.


kommt mir das in den Sinn:


14. Oktober 2010, 17:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Pulverfass Rumänien
14. Oktober 2010, 19:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
minino
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Polizei stürmt besetzte Akropolis

Nachdem Demonstranten die Akropolis während zwei Tagen besetzt hielten, hat die griechische Polizei das Wahrzeichen Athens geräumt. Die Arbeiter protestierten gegen ausstehende Lohnzahlungen und geplante Entlassungen.

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/10/14/International/Polizei-stuermt-besetzte-Akropolis

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Nein, nein, wir wollen nicht eure Welt, wir wollen nicht eure Macht, und wir wollen nicht euer Geld,
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14. Oktober 2010, 22:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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Beitrag besancenot will ein neues 68 Antworten mit Zitat
http://fr.news.yahoo.com/76/20101014/tfr-retraites-besancenot-appelle-un-nouv-dbac7e9_2.html

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15. Oktober 2010, 09:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
minino hat Folgendes geschrieben:
Polizei stürmt besetzte Akropolis

Nachdem Demonstranten die Akropolis während zwei Tagen besetzt hielten, hat die griechische Polizei das Wahrzeichen Athens geräumt. Die Arbeiter protestierten gegen ausstehende Lohnzahlungen und geplante Entlassungen.

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/10/14/International/Polizei-stuermt-besetzte-Akropolis


was sind denn das für blau-gekleidete bullen?

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15. Oktober 2010, 09:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Zitat:
Clariant schliesst Standort Reinach
Weltweit werden 100 Stellen abgebaut


Der Chemiekonzern Clariant schliesst bis 2013 den Standort Reinach im Baselbiet. Im Rahmen des Kostensenkungsprogramms wird in der Schweiz 27 Personen gekündigt, 60 weitere erhalten Stellenangebote in Deutschland und Singapur, wie Clariant am Freitag mitteilte.

(sda) Konzernweit verlieren bis zu 100 Personen ihre Stelle. Die Massnahmen sind der letzte Teil des Restrukturierungsprogramms, das bereits zu einem massiven Stellenabbau geführt hat.

Der Hauptsitz des Geschäftsbereichs Textile Chemicals wechselt von Reinach nach Singapur, um näher bei den Kunden aus der Textilindustrie zu sein, wie es in der Mitteilung heisst. Ein Labor der Bereiche Technische Textilien und Veredlung wechselt von Reinach nach Muttenz BL, ebenso der Hauptsitz des Geschäftsbereichs Paper Specialties.

Ab 2013 wird Clariant somit in der Schweiz nur noch in Muttenz und Pratteln BL tätig sein. Der neuerliche konzernweite Stellenabbau betrifft unter anderem Fabriken in den USA, Kanada und der Türkei, die alle geschlossen werden.


http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/clariant_schliesst_standort_reinach_1.8006399.html

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15. Oktober 2010, 09:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Beitrag Antworten mit Zitat
Weiter mit Frankreich: http://de.indymedia.org/2010/10/292079.shtml

Eine Karte wo überall Schülerproteste stattfinden: http://www.lemonde.fr/societe/infographie/2010/10/14/la-carte-des-manifestations-lyceennes_1426345_3224.html#ens_id=1426310

Live-Ticker zu den Schülerprotesten: http://www.lemonde.fr/societe/article/2010/10/14/suivez-les-manifestations-lyceennes-en-direct_1426262_3224.html#ens_id=1426310
15. Oktober 2010, 12:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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Beitrag raffinerie geöffnet? Antworten mit Zitat
heute freitag 15. okt. scheint die polizei eine blokade zu einer raffinerie gewaltsam geöffnet zu haben. hat mir ein nachbar erzählt. hab nichts gefunden auf dem netz dazu..

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15. Oktober 2010, 16:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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Beitrag Re: raffinerie geöffnet? Antworten mit Zitat
Danger Mines!! hat Folgendes geschrieben:
heute freitag 15. okt. scheint die polizei eine blokade zu einer raffinerie gewaltsam geöffnet zu haben. hat mir ein nachbar erzählt. hab nichts gefunden auf dem netz dazu..


hier noch ein artikel der bürgis. die scheinen nun auch langsam darüber berichten zu müssen!!
http://www.nzz.ch/nachrichten/international/raffinerie_frankreich_streik_1.8005483.html

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15. Oktober 2010, 16:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
erste verletzte schüler:

http://www.lemonde.fr/societe/article/2010/10/15/que-vient-faire-un-tir-au-flash-ball-lors-d-une-manifestation-lyceenne_1426648_3224.html

(mit video vom vorfall)

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15. Oktober 2010, 17:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Re: raffinerie geöffnet? Antworten mit Zitat
Danger Mines!! hat Folgendes geschrieben:
heute freitag 15. okt. scheint die polizei eine blokade zu einer raffinerie gewaltsam geöffnet zu haben. hat mir ein nachbar erzählt. hab nichts gefunden auf dem netz dazu..


hab was gefunden (english)

(Last minute France update: Cops were sent in this morning to forcefully break the blockades of several oil refineries. Fortunately, others have been blockaded today thanks to the joint actions of students and workers).

hier:
http://fireandflames.blogsport.de/2010/10/15/buenos-aires-athens-paris-ratis-batsi-flics-cops-pigs-bacon-bullen-schweine-pure-hate/

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15. Oktober 2010, 17:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag Grève général! Antworten mit Zitat
Komme grad vom Generalstreik in Frankreich (Paris) zurück. In den letzten Tagen fanden täglich mehrere Spontandemos statt. Heute morgen zum Beispiel zogen spontan einige Bähnler am Gare de L'Est los und die anfangs einige dutzend Leute wuchsen schnell auf eine Masse von mehreren tausend Solidarischen an. Neben den streikenden ArbeiterInnen waren aber in den vergangenen Tagen vor allem die Gymnasiasten aktiv, die zunehmend Druck aufbauen. Mehr Druck als dass viele der zum Teil systemkonformen Gewerkschaften noch ausüben können. Vor allem im prestigeträchtigen Quartier Latin in Paris manifestiert sich die Angst der Regierung vor den Schülerprotesten. Starke Polizeipräsenz riegelt bei Kundgebungen jeweils die Sorbonne ab. Ein Übergreifen des Widerstandes auf die Studenten und v.a. eine drohende Sorbonnebesetzung, wie sie einige bereits wieder verlangen, soll möglichst verhindert werden. Zu präsent sind die Erinnerung an die enorme Studibewegung aufgrund des CPE im Jahr 2006 noch.

Viele Berufszweige traten letzten Dienstag in einen unbefristeten Streik, der aber weniger massiv ausfällt, wie an den organisierten Streiktagen. Viele ArbeiterInnen können sich mehrere Streiktage in Folge finanziell schlicht nicht leisten.

Bleibt abzuwarten wie die Massenmobilisierung von heute Samstag verläuft (dank der neu aufgeflammten Schülerproteste dürfte diese ähnlich gross werden wie an vergangenen Demotagen. Viele rechnen erstmals im Verlaufe der Rentenbewegung auch mit landesweiten Ausschreitungen, dies vor allem weil die Kids aus den Banlieues auf die Bewegung (v.a. auf die Schülerproteste) aufmerksam geworden sind und sich deswegen unter die Demonstranten mischen dürften um die CRS anzugreifen.
Am Dienstag soll dann ein weiterer Generalstreik stattfinden. Ein Knackpunkt werden sicherlich auch die Gymiferien, die in einer Woche beginnen.

Videonews der gestrigen Ereignisse: http://info.france2.fr/france/les-lyceens-au-coeur-de-la-contestation-65403114.html?onglet=videos&id-video=MAM_3500000000012635_201010152021_F2

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16. Oktober 2010, 00:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
O.B.M.F



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Beitrag Antworten mit Zitat
Vielen Dank Banlieusard. Falls du Kontakte zu Frankreich hast oder sonst gut Französisch kannst, wäre ich froh, wenn du ab und an mal die Entwicklungen dort kommentieren könntest. Vor allem, wie das dort debattiert wird. Sorry, will nicht stressen, aber wäre schon cool auf dem laufenden zu bleiben.

Das selbe gilt für Danger.
16. Oktober 2010, 07:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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Beitrag Antworten mit Zitat
O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
Vielen Dank Banlieusard. Falls du Kontakte zu Frankreich hast oder sonst gut Französisch kannst, wäre ich froh, wenn du ab und an mal die Entwicklungen dort kommentieren könntest. Vor allem, wie das dort debattiert wird. Sorry, will nicht stressen, aber wäre schon cool auf dem laufenden zu bleiben.

Das selbe gilt für Danger.


in mulhouse ist eigentlich alles eher ruhig. (natürlich die offiziellen demos, eher gross zum verhältniss der stadt, da viele arbeiter hier) ich spreche aber immer mit nachbarn und leuten die ich kenne hier über die situation. so krieg ich einwenig mit wie die "normalen" franzosen die sache sehn. wenn sich was tut werd ich euch sofort bescheid geben.

ich habe z.b. einen nachbar, der seinen freunden vorgeschalgen hat, mal mit einem megafon durch die strassen zu ziehen und die leute vor das rathaus zu lotsen um denen mal einwenig dampf zu machen. auch in meiner lieblingsbar sind die leute alle hinter den streikenden auch wenn sie selber wohl nicht aktiv sind. eine grosse akzerptanz ist zu spüren. die leute nerven sich ab den "flics" und der oberbösewicht ist natürlich sarko und nicht das system.

in einer woche weile ich zwei wochen in toulouse. da sind dann meine kontake auch wieder besser und ich erfahr sicher das eine oder andere. leider hab ich aber kein fernseher und kann daher die offiziellen berichte nicht kommentieren... freu mich schon auf den "heissen" süden. in toulouse gehts ja immer schön rund mit den studies. hab auch 2 freunde in montpellier. werd denen auch mal anrufen und nachfragen was da so geht...

im allgemeinen gillt aber wirklich das problem des "sich leisten" können beim streiken. viele leute haben schlicht die kohle nicht um der arbeit fern zu bleiben...

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16. Oktober 2010, 09:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag Toulouse Antworten mit Zitat
Toulouse ist sicher spassig.. Im Gegensatz zu den meisten anderen Städten, wo einige Tausend Schüler auf der Strasse waren, sind in Toulouse 20 000 auf der Strassegewesen..

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16. Oktober 2010, 10:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
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Beitrag kleines bsp. Antworten mit Zitat
der konflikt an den schulen spielt sich nicht nur auf der ebene der schüler ab. in frankreich gibt es schülergewerkschaften, lehrergewerkschaften und elternräte.
ich hab z.b. von einem bsp. gehört hier in mulhouse:
die mutter eines kindes das in einem lycee ist hier, hat für die demo am letzten donnerstag eine absentz geschrieben für ihr kind. darin gibt sie als grund an, das ihre tochter streiken möchte und sich an der demo beteiligen wird mit ihrem vater, der ein aktiver gewerkschaftler ist. nun ist es aber eigentlich für schüler in frankreich nicht gestattet zu streiken. es gibt kein streikrecht für schüler eben nur für erwerbstätige. streiken ist demnach kein offizieller grund der schule fernzubleiben. die schule hat daraufhin ein "unberechtigtes fernbleiben der schule" notiert für die schülerinn. die mutter war natürlich stocksauer, da sie ja ihr kind ordnungsgemäss abgemeldet hat. so ergeben sich konflikte hier auch auf bürokratischer seite. es ist zwar annerkannt, das schüler streiken und im normalfall wird da auch keine polizei eingeschaltet wenn es sich "im gewohnten rahmen" abspielt, dennoch ist es eigentlich nicht legal. da schulpflicht. dazu kommt, dass die schule eigentlich jedem schüler der eben nicht streiken will das recht geben muss zur schule kommen zu können. daraus ergeben sich dann manchmal sehr komische situationen.

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16. Oktober 2010, 10:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag Update Antworten mit Zitat
Wie Sarkos Hunde mit Journalisten umgehen:
http://videos.tf1.fr/infos/2010/des-journalistes-matraques-par-des-crs-6097885.html



Erste Eindrücke vom heutigen Demotag (In den meisten Städten wird erst am Nachmittag demonstriert):
http://videos.tf1.fr/infos/2010/retraites-samedi-matin-dans-la-rue-les-images-6102640.html

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16. Oktober 2010, 11:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
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Beitrag Antworten mit Zitat
jetzt schon bis 130'000 in den strassen von toulouse. die demo startet erst in ca. einer stunde!!

ich versuche grad einen eintrag auf indymedia toulouse zu übersetzen. kommt bald...

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16. Oktober 2010, 11:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Strasbourg wirft sich in den Kampf Antworten mit Zitat
ch werde mal versuchen eine der vielen Indymedia einträge in Frankreich zu übersetzen. Die übersetzung ist frei und überhaupt nicht genau. Ich werd auch einiges auslassen. Also nur ein rahmen geben:

Strasbourg wirft sich in den Kampf

Hallo Genossen/innen und Freunde

Der entusiasmus der sich in den Kampf werfenden arbeiter, studenten, schulen, sozialschwachen ist gross in strasbourg.

Dienstag 12. Oktober
7h hunderte studenten des Lycees Louis Pasteur blokieren die Schule mit Barrikaden und gesängen. Eingekesselt von den Bullen aber ohne Probleme.
9h Wir sind um die 10 die sich vorbereiten auf den antikapitalistischen Block mit drei Bannern: « GRÈVE GÉNÉRALE, GUERRE AU CAPITAL », « ASSEZ BATTU EN RETRAITE, PRENONS L’OFFENSIVE », et « ILS SONT VICHY, SOYONS PIRATES ».
12h Generalverammlung ca. 300 Leute die meisten Schüler, ein paar lehrer, zwei UNEF und ein CGTler (Gewerkschaftler) auf der Tribüne. Die Themen sind einwenig platt: Information zur Pensionierung, point info sur les revendications dans l’enseignement supérieur, und perspektiven und aktionen.

Es gibt eine abstimmung für den streik. Grosse mehrheit dafür. Die zusammenlegung und solidarität der schüler und arbeiter in diesem kampf.

Ein mobilisierungs komite wird geschaffen, frei, offen und horizontal.

Anschliessend gibt es eine spontane demo zum platz rouge.

ca. 30'000 leute auf der strasse. Die demo viel lebhafter als die letzte. Die leute sind angespannt. Petarden und slogans. Ein spontaner antikapitalistischer block bildet sich zusammen mit den syndikalisten des FA-AL-CNT. Über fünfzig autonome im block, umgeben von Bullen am schluss der demo. Eine heisse action vor dem Mac DO...

18h erstes treffen des mobilisations comites ungefähr 40 personen sind anwesend. Heisse diskussionen. Die organisationsstruktur ist horizontal keine vertreter oder dergleichen. Die ideen werden vermittelt: es wird nicht auf einebewilligung gewartet, ideen und logistik werden an die AG weitergegeben, ideen ausgearbeitet um gleich dinge zu unternehmen. ….
alle initiativen werden horizontal und kollektiv gefasst, direkte demokratie.
Mittwoch 13 oktober: koordination der aktionen und der solidarität
dieser tag markiert eine grosse sache für das soziale lokale “mouvement”. Es konstruiert einen zusammenhalt zwischen den arbeitern der verschiedenen sektoren, zwischen den jungen studenten und den arbeitern.

5h verschiedene blokaden der arbeiter werden aufgelistet.
8h an der uni verden 2000 flyer verteilt.
11h assembly general der “education national” der zusammenschluss verschiedener lehrer. Sie sprechen sich für die weiterführung des streiks aus.
12h eine hompage für die presse wird eingerichtet. “strasbourg im kampf”

… hab grad nicht mehr zeit … werde den rest ev. Später noch machen oder Banlieusard mit seinem eh besseren Französisch hilft mir dabei... ??!!! sorry, häusliche arbeiten rufen...


Quelle:
http://toulouse.indymedia.org/spip.php?article45605
Strasbourg se jette dans la lutte
Bonsoir camarades, proches et amis,
L’enthousiasme est plein, l’exaltation débordante. Strasbourg s’est jeté dans la lutte : travailleurs, étudiants, lycéens, précaires.
MARDI 12 OCTOBRE
7h : Une centaine de lycéens bloquent le Lycée Louis Pasteur, à Strasbourg, avec de grandes barricades de barrières de chantier. Puis ils sont partis en cortège sauvage à faire le tour de plusieurs lycées. Tentative de blocage du Lycée Fustel au centre-ville. Encadré par les flics, mais sans souci. Ils seront quelques centaines dans la manif de l’aprem.
9h : Nous sommes une dizaine à nous retrouver à la fac pour confectionner au total trois banderoles pour le Bloc Anticapitaliste : « GRÈVE GÉNÉRALE, GUERRE AU CAPITAL », « ASSEZ BATTU EN RETRAITE, PRENONS L’OFFENSIVE », et « ILS SONT VICHY, SOYONS PIRATES ».
12h : Assemblée Générale Intercatégorielle, rassemblant environ 300 personnes, dont une majorité d’étudiants, quelques dizaines de profs, personnels et vacataires. Deux UNEF et un CGT à la tribune. Ordre du jour bidon et un peu plat : « point info sur les retraites », « point info sur les revendications dans l’enseignement supérieur » et, enfin, point « perspectives et actions ». Au départ, il était d’ailleurs déclaré par l’UNEF que ce n’était pas une AG mais une réunion-débat. Mais passons. L’AG se chauffe, débat vif, un peu répétitif peut-être.
Mais finalement, ce qui est devenu une AG décisionnelle et souveraine A VOTÉ LA GRÈVE à très grande majorité (quasi unanimité des étudiants, deux vacataires et quelques profs). Nous avons tracé les grandes lignes d’une première trame de plate-forme de revendication, avec une motion de solidarité totale et active aux travailleurs en lutte dans leurs actions, et à la lutte des lycéens durement réprimée, se prononçant pour la convergence des luttes et le retrait de la réforme, officialisant la Caisse de Lutte et appelant à des AG d’UFR.
Un Comité de Mobilisation et de Coordination a été créé, libre, ouvert, horizontal.
Directement après l’AG, à 14h, plusieurs centaines de personnes (environ 300) partent en cortège universitaire de Place Rouge vers le point de départ place de la Rep.
Environ 30’000 personnes dans la rue à Strasbourg, manif beaucoup plus vivante que les dernières fois. On sent que la tension monte chez les travailleurs en ce premier jour de grève reconductible pour beaucoup, les lycéens (présents en cortège), les précaires : fumigènes en masse, pétards, slogans repris à grands cris… Un Bloc Anticapitaliste s’est constitué spontanément, coordonné avec le Bloc libertaire de FA-AL-CNT. Une grosse cinquantaine d’autonomes dans le Bloc, bien encadré par les flics en fin de manif, où y a eu un coup de chaud devant le Mac Do…
18h : Première réunion du Comité de Mobilisation, réunissant d’emblée une grosse quarantaine (voire cinquantaine) de personnes. Débat animé, enthousiaste, vif. Il semble que cela pose problème à certains que ce soit un Comité sans délégués ni élus, sans commissions, sans système de représentation et spécialisation des tâches, totalement ouvert et horizontal. Car effectivement, le message se véhicule : ne pas attendre la permission, proposer des choses en AG (actions, idées de logistique, etc.) et prendre l’initiative pour déjà lancer des choses. Le débat était dense : informer, tracter, « sensibiliser », faire des actions symboliques ou dures, manif sauvage, contact avec les lycéens ou les travailleurs, aller aux AG des travailleurs, faire un piquet de grève devant la fac, etc. etc. RIEN DE TOUT CELA N’EST CONTRADICTOIRE, tout est complémentaire, en tant qu’outils de lutte, la seule question est celle de coordonner horizontalement et collectivement toutes les initiatives, envies et idées de chacun. Démocratie directe.
De fait, dès le lendemain, toutes sortes d’actions simultanées ont eu lieu, où chacun s’est investi selon ce qui lui semblait nécessaire ou pertinent selon la situation. Le Comité est ainsi une première instance informelle rassemblant spécifiquement les gens EN LUTTE, pour s’organiser pratiquement et concrètement, pour s’organiser politiquement, créant ainsi nous-mêmes notre propre lutte.
MERCREDI 13 OCTOBRE : COORDINATION ET CONVERGENCE, ACTION ET SOLIDARITÉ
Cette journée marque localement un grand pas en avant dans le mouvement social, avec une convergence qui se construit entre les travailleurs des différents secteurs, ainsi qu’entre jeunesse étudiante et travailleurs.
5h du matin : Blocage du centre de tri de Holtzheim par les travailleurs. Des étudiants ont rejoint et soutenu leur action.
Blocage du centre de tri de Bischeim par les travailleurs qui ont voté la grève reconductible.
Dans la matinée, une route est bloquée par les camarades de SUD (plus d’info à ce sujet ?), provoquant de gros bouchons.
8h : Sur la fac, 2000 tracts sont diffés au patio, portique, et Palais U.
11h : AG de l’éducation nationale, rassemblant une quarantaine de profs du secondaire et primaire de plusieurs établissements. Ils ont voté la grève reconductible, avec un appel à élargir et amplifier le mouvement. Étudiants présents.
12h : Piquet de Grève sous forme de tables de presse politiques, avec réunion du Comité. Idée de recréer un site internet d’information et de convergence « Strasbourg en lutte ».
14h : AG DE CONVERGENCE DES LUTTES, à l’initiative des camarades cheminots devant la cantine d’entreprise. Environ 200 personnes, regroupant des travailleurs de la CUS (Communauté Urbaine de Strasbourg), des postiers, des profs, des instituteurs, des travailleurs de la CTS, des étudiants, etc. Succès énorme de cette AG qui est une première pour ce mouvement. Beaucoup de discussions, prises de contact, entre tous les secteurs en vue d’une lutte commune et convergente par la jonction des luttes avec des actions communes. Les prises de parole sont complètement libres, et tous les secteurs ont pris la parole selon le syndicat en lutte dans telle ou telle branche. AG rapide, efficace, dynamique, chaleureuse, vivante, avec des interventions parfois poignantes, appelant « à repenser la société ».
Petit tour récapitulatif :
— CGT cheminots : Appelle à monter d’un cran, par grève reconductible avec piquet, par actions symboliques. Appelle à la convergence, à multiplier les foyers de lutte dans tous les secteurs, à durcir le mouvement. En ce deuxième jour de grève reconductible, 20 à 30% de grévistes pour la SNCF en Alsace, plus de 35% de grévistes nationalement, dont 70% de grévistes chez les conducteurs de train. A salué sincèrement la présence étudiante en plus de tous les autres secteurs.
— CFDT cheminots : Appelle à poursuivre et amplifier le mouvement.
— FO cheminots : Appelle à tenir la grève reconductible.
— SUD-RAIL : Reconduction et durcissement du mouvement, notamment par des actions communes et convergentes.
— CGT CUS (Communauté urbaine de Strasbourg) : Appelle à la convergence des luttes et amplification du mouvement. AG CUS qui s’ouvre à tous les secteurs en vue d’une AG de Convergence demain à 11h au parvis du centre administratif.
— FSU (instituteurs) : Instituteurs du 1er degré en grève reconductible. Toutes les écoles en grève reconductible à partir de lundi, multiplication de Comités Locaux de lutte.
— CGT Poste et Telecom : En grève reconductible, appel à la convergence.
— CGT CTS : En grève reconductible. AG CTS et convergente samedi matin au dépôt Kronenbourg.
Suite aux interventions, les cheminots ont voté à l’unanimité la reconduite de la grève dans une grande clameur. Demain 14h, nouvelle AG Cheminots et de convergence.
PERSPECTIVES CONVERGENTES SUITE À L’AG :
— Demain, 4h du matin, Piquet de Grève à la Poste de Schiltigheim (près de la gare de Bischeim) suivie d’une AG cheminots et convergente à Bischeim à 8h30.
— Propositions d’actions communes pendant ou après la grande manif de samedi.
15h30 : ACTION PÉAGE GRATUIT SUR AUTOROUTE. Directement suite à l’AG, un convoi d’une vingtaine de voitures part en direction du péage de Schwindratzheim. SUCCÈS TOTAL DE L’ACTION : nous étions 70, travailleurs de tous les secteurs et étudiants, à avoir paralysé sans faille les barrières de paiement et les caisses du péage d’autoroute, avec une présence massive sur toute la largeur avec drapeaux syndicaux, à scander gaiement « grève générale » et « les routiers avec nous » qui nous ont solidairement quasi tous klaxonné en levant le poing. Les gens très réceptifs, par klaxons et cris, salut de la main ou poing levé. Gendarmes très discrets. Au bout de 50mn, ils nous préviennent que si on ne quitte pas les lieux, les CRS arrivent nous déloger. Les travailleurs préfèrent s’en aller, sans se priver de se foutre de leur gueule (« À demain, et les jours suivants ! »).
20h30 : Réunion du Comité de Mobilisation, avec en discussion la prise du Préfabriqué en plein centre du campus pour occupation politique et de lutte.
SUITES DU MOUVEMENT ET DE LA CONVERGENCE DES LUTTES :
> 4h du matin : Piquet de Grève et blocage de la Poste de Schiltigheim, suivie d’une AG de Convergence à 8h30.
> 11h : AG CUS et de Convergence demain au parvis du centre administratif.
> 11h : AG de l’UFR Art à la fac + AG de l’UFR histoire.
> 13h : AG UNIVERSITAIRE ET DE CONVERGENCE à la fac amphi 5 Institut le Bel.
De nombreuses actions sont proposées pour les prochains jours.
MANIF DEMAIN APREM ?
MANIF SAMEDI 14h30 DÉPART PLACE DE LA REP.
Voilà, en m’excusant d’être un peu académique, mais vu le nombre d’évènements déjà localement, c’est difficile de faire autrement tout en restant bien clair.
Il est clair que le mouvement est formidablement plus fort et dur que lors du CPE sur Strasbourg. La convergence des luttes devient effective, par des actions communes (blocage des centres de tri, actions péage gratuit, piquets de grève, etc.) et la grève reconductible se généralise dans toute la région avec, toujours, ce souci de coordonner et faire la jonction entre toutes les luttes, toutes les grèves, tous les piquets, toutes les actions. La base des travailleurs prend sa lutte en main, par des AG et Comités de Base (cas des instituteurs), la détermination est là. Les travailleurs ont sincèrement et chaleureusement apprécié la présence et la solidarité totale et surtout active des étudiants.
Toujours est-il, à tout de suite à la réu du Comité, et à bientôt dans la rue et les AG de travailleurs.
LUCHA CONTINUA !
VIVA GRÈVE GÉNÉRALE ILLIMITÉE !
VIVA CONVERGENCE DES LUTTES !
GUERRE AU CAPITAL !
guitoto, 13 octobre 2010.

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16. Oktober 2010, 12:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Vielen Dank euch beiden.
16. Oktober 2010, 16:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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falls jemand in den nächsten wochen einen spontanausflug plant: ich wäre mit dabei.

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16. Oktober 2010, 17:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag gute übersicht über die aktuellen zahlen von heute Antworten mit Zitat
http://www.lemonde.fr/societe/infographie/2010/10/16/la-carte-des-manifestations-du-16-octobre_1427018_3224.html#ens_id=1305816

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16. Oktober 2010, 18:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
far



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Zitat:
"Arbeitgeber" in Frankreich fordern Einsatz der Armee gegen Streikende

Der französischen Häfen werden durch den Streik der Kranfahrer weiter blockiert und nichts geht mehr. So liegen 70 Schiffe mittlerweile vor der Küste von Marseille die ihre Ladung nicht löschen können. Deshalb hat der Präsident des Arbeitgeberverbandes Jean-Luc Chauvin die Mobilisierung der Armee und Polizei gefordert, um die Blockade der Streikenden am Ölterminal von Fos-Lavéra in Südfrankreich zu brechen.


Die Polizei beendete die Blockaden von drei Tanklagern bei Marseille, Bordeaux und Clermont-Ferrand in Zentralfrankreich. „Wir können uns eine Benzinknappheit nicht leisten", sagte Verkehrsstaatssekretär Dominique Bussereau dem Sender Europe 1. Er räumte ein, dass es bereits zu Hamsterkäufen gekommen ist, was die Lage noch verschlimmert.

Den Streikenden haben sich jetzt auch die Lkw-Fahrer angeschlossen. Die Gewerkschaft sagt, ihre Mitglieder könnten mit ihren Lastzügen wichtige Strassen und Lagerhäuser blockieren.

Auch die Flughäfen von Orly und Charles de Gaulle sind betroffen, weil der Treibstoff-Nachschub aus den Raffinerien fehlt.

Nicht nur in Stuttgart ist die Polizei gegen Schüler vorgegangen, sondern am Donnerstag wurden Schüler bei einer Blockade in der Nähe von Paris von Gummigeschossen getroffen und schwer verletzt, mussten deshalb operiert werden. Die Schüler hatten sich den Protesten gegen die Rentenreform angeschlossen.

Wegen der Empörung in der Bevölkerung über dieses gewaltsame Vorgehen hat die Polizeidirektion von Paris den Einsatz von Gummigeschossen durch die Polizei verboten. Nach Angaben der Bürgermeisterin des Vorortes Montreuil, Dominique Voynet (Grüne), könnte ein 16-Jährige durch die Verletzung mit einer Gummikugel möglicherweise ein Auge verlieren.


http://de.indymedia.org/2010/10/292139.shtml

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
16. Oktober 2010, 19:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
O.B.M.F



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Eine Zusammenfassung aus der TAZ.

http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/widerstand-aus-allen-schichten/
17. Oktober 2010, 15:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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Beitrag schülerstreik mulhouse Antworten mit Zitat
komme gerade aus dem stadtzentrum von mulhouse. die schüler (mehrheitlich aus einem Lycee) haben sich auf der strasse versammelt um die beiden tramlinien flachzulegen. dies gelang ihnen auch. schon bald sind die bullen vor ort und ballern tränengas in die ca. 300 jugentlichen und etwa ebensoviele schaulustigen. nach kurzer auflösung versammeln sich die schüler wieder und die blockade hält an. nun schon ca. 45 minuten.
aus unersichtlichen gründen lösen sich die schüler auf.
wie ich aber aus einem gespräch einer gruppe entnehmen kann, versuchen sie weitere schüler in anderen lycees zum streik zu bewegen.
ich fahre 3 lycees mit meinem velo ab. vor einem sind etwa 30 versammelt. die polizei rückt an und sie verdrücken sich ins gebäude.

ein zaghafter versuch. ich werde später nochmals in die stadtmitte fahren um mich umzuschauen.

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18. Oktober 2010, 12:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag Update Antworten mit Zitat
Die Ereignisse in Frankreich überschlagen sich momentan, für mich eher unerwartet.

Die Lage ist recht chaotisch und durch den Propagandakrieg zwischen Gewerkschaften und Regierungsstellen sind viele Infos mit Vorsicht zu geniessen. Trotzdem ein grober Überblick:

Die Gymnasien verstärkten heute morgen ihre Proteste. Zahlreiche Gymis waren heute besetzt oder blockiert. Die Zahlen gehen wie immer weit auseinander. Die Schülergerwerkschaft spricht von rund 400 blockierten Schulen (Frankreich hat rund 4000 Gymis). Heute morgen kam es zu Ausschreitungen vor diversen Gymis und bei Schülerdemos, u.a. in Lyon, Mulhouse, etc... (weitere Infos hier:http://lci.tf1.fr/france/societe/2010-10/lycees-bloques-etat-des-lieux-lundi-matin-6103085.html)
Interessant dürfte die Situation v.a. rund um Paris werden. In den Banlieues ist die Gymibewegung am stärksten momentan. Rund drei Viertel der Schulen sind blockiert oder besetzt. Heute kam es in Naterre und anderen Vorstadtbezirken zu Riots. In Nanterre ist die Situation anscheinend sehr angespannt, Autos wurden in Brand gesetzt, Molotovcocktails geworfen. An den Auseinandersetzungen sind nicht wirklich viele Gymischüler beteiligt, nur vereinzelt. Die meisten, die da abgehen sind prekarisierte Jugendliche der Banlieues, für die die Ereignisse eine wilkommene Gelegenheit sind, die verhasste CRS anzugreifen. Dieses Gemisch von Gymischülern und Ghetto-Kids sit ziemlich explosiv, v.a. im Vorstadtgürtel von Paris. Wie sich das entwickelt weiss keiner. Ab nächster Woche sind Ferien in den Schulen, was die Gymibewegung vorübergehend sicherlich schwächen wird. Die Regierung hat aber Angst, dass aus den Schülerprotesten eine Banlieuerevolte entstehen könnte.
Viele Gymnasien haben heute Versammlungen, an denen weitere Aktionen besprochen werden und die zur verstärkten Mobilisierung beitragen sollen.
Inzwischen hat auch die grösste Unigewerkschaft dazu aufgerufen, den Druck auch von Seiten der StudentInnen zu erhöhen und morgen massenhaft am Grossstreiktag teilzunehmen. Bis jetzt ist es in den Unis aber vergelichsweise ruhig. Durch die CPE-Bewegung im 2006 sind die Studis aber gut organisiert und haben entsprechende Ressourcen um schnell handeln zu können.

Inzwischen wird auch der Ton der Regierung schärfer. Man lasse es nicht zu, dass das Land dermassen blockiert werde. Immer mehr Politiker fordern den Einsatz der CRS, v.a. um die Blockade der Raffinerien brechen. Mittlerweile ist über 1000 Tankstellen das Benzin ausgegangen. An den Flughäfen soll das Kerosin nicht ausgehen heisst es von Seiten des Energieministeriums. Allgemein ist es aber so, dass eine enormer Propagandakrieg zwischen Regierung und Gewerkschaften tobt. Gesicherte Infos sind nur schwer zu bekommen. Wie prekär die Lage mit dem Benzin ist, weiss niemand so recht. Fakt ist, dass die Streiks in diesem Sektor intensiviert wurden und seit gestern Abend auch die Lastwagenchauffeure streiken und Strassen blocieren. Die Gewerkschaften riefen auf, ab heute Abend die Streiks auch bei der Bahn wieder zu verschärfen. Heute wurden anscheinend v.a. im Süden des Landes Bahnhöfe blockiert.

Am Donnerstag soll es gemäss der Gewerkschaft Cgt auch zu Flughafenblockaden und Streiks des Personals kommen. Ob die Arbeiter diesen Aufrufen aber folgen, ist schwer zu sagen. Auch die LehrerInnen (die momentan zu etwa 10 Prozent streiken) wollen laut Gewerkschaftsrepräsentanten ihre Streiks intensivieren.

Am Mittwoch komt es dann zur finalen Abstimmung über die Rentenreform. Dass diese angenommen wird, daran zweifeln eigentlich nur wenige. Ob und wie dann die Proteste weitergehen ist schwer abschätzbar. Es scheint aber, dass viele gewillt sind, den Druck aufrecht zu erhalten. Trotzdem: Der nahende Winter und die Schulferien sind nicht zu unterschätzen. Eine gewerkschaft (glaubs die der "Führungskräfte) hat verkündet, dass sie nach dem morgigen Aktionstag nicht mehr an der Mobilisierung teilnehmen wird. Es gäbe auch noch andere Probleme. Keine Ahnung, wie gewichtig dieses Syndikat ist. Aber es existieren mehrere Gewerkschaften, die den sozialen Frieden nicht gefährden wollen. Entscheidend ist sicherlich das Verhalten der Cgt, der grössten Gewerkschaft. Ich denke, dass sich bald der Spreu vom Weizen trennen wird und die Masse der BEwegten zwar abnehmen wird, dafür ein sensibilisierter Rest an Leuten gestärkt aus der Bewegung hervorgehen wird und auch weitermachen wird. Aber wie gesagt, das ales kann auch völig anders kommen. Gerade die Schüler und Studis sind völlig uneinschätzbar, was der Regierung Angst macht. Da braucht es nur einen kleinen Fuken und das Land steht völlig Kopf. Dieser Tag wird kommen. Dazu kommen die Arbeiter und die Banlieue-Kids. Auf jedenfall steht Frankreich eine interessante Zukunft bevor.

Anscheinend hat die Regierung eine Notsitzung einberufen. Es soll eine zentrale Grupe organisiert werden, die alle Ereigisse 24h tag und nachts sammelt und das Vorgehen bespricht und entscheidet. Die nächsten Tage werden auf jedenfall entscheidend sein.

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18. Oktober 2010, 12:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Banlieusard



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Beitrag Sarko nique ta grand....! Antworten mit Zitat
Sarko weilt am nächsten Wochenende übrigens in der Schweiz, am Frankophoniegipfel in Monteux.

VIDEO:


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18. Oktober 2010, 12:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
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Danke, danke, danke für die Berichte.
18. Oktober 2010, 12:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag zu empfehlen Antworten mit Zitat
super liveticker der Proteste von lemonde:

http://www.lemonde.fr/societe/article/2010/10/18/suivez-en-direct-les-mobilisations-contre-la-reforme-des-retraites_1427537_3224.html#ens_id=1305816

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18. Oktober 2010, 12:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
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Beitrag @Danger Mines!! Antworten mit Zitat
Weisst du, ob es morgen in Mulhouse ne Demo gibt? Finde nichts dazu...

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18. Oktober 2010, 13:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
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Beitrag ... Antworten mit Zitat
In vielen Städten begannen um 14 Uhr neue Demos der SchülerInnen.

In Paris sind etliche Demos in Gang. Einige SchülerInnen versuchen die Champs-Elysees zu blockieren, wurden aber von Bullen eingekesselt. http://plixi.com/p/51423799

Laut Leserberichten von LeMonde werden von diversen Gegenden in Saint-Denis (93) Riots gemeldet. Viele Läden haben geschlossen. Scheinbar fühlen sich die Banlieue-Kids provoziert von der Präsenz der CRS.

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18. Oktober 2010, 13:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Danger Mines!!



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Beitrag Re: @Danger Mines!! Antworten mit Zitat
Banlieusard hat Folgendes geschrieben:
Weisst du, ob es morgen in Mulhouse ne Demo gibt? Finde nichts dazu...


so wie ich die lage einschätze wird es morgen was geben. die schüler hier sind daran mehr unterstützung auch von anderen schulen zu bekommen zudem sah ich vereinzelt lehrer mit den jungen sprechen. ich habe einen sehr guten kontakt zu einer "lehrerinn" hier. ich werde sie ausquetschen und gebe dann nochmals bescheide heute abend.

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18. Oktober 2010, 13:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag demo mulhouse Antworten mit Zitat
Hab grad gesehen, dass was angekündigt ist von Gewerkschaftsseite: 14:30, place de la bourse..

cu there

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18. Oktober 2010, 14:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
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Beitrag Video: Antworten mit Zitat
Riots in Pariser Vororten:
http://info.france2.fr/france/les-lyceens-toujours-mobilises-65403114.html?onglet=videos&id-video=MAM_3500000000012674_201010181328_F2

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18. Oktober 2010, 14:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
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Beitrag Re: demo mulhouse Antworten mit Zitat
Banlieusard hat Folgendes geschrieben:
Hab grad gesehen, dass was angekündigt ist von Gewerkschaftsseite: 14:30, place de la bourse..

cu there


zu geil... freu mich!!

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18. Oktober 2010, 14:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
danger und banlieusard: könnt ihr einschätzen, wie der widerstand der schülerInnen organisiert ist? sind da vor allem schülerorganisationen (räte, usw.) strukturgebend und mobilisierend oder läuft das alles eher spontan über freunde_innen, quartiere, usw? sofern die schülerorganisationen beteiligt sind/existieren: wie funktionieren die? sind das jungparteien-ähnliche gruppen, räte, nachwuchsgewerkschafter_innen, autonome organisationen politischer jugendlicher?

was kritisieren die schüler_innen? gibt es da eine spürbare radikalisierung? in welcher beziehung stehen die schüler_innen zu den "jugendlichen aus den banlieus"? kann man die überhaupt so trennen oder ist das eher ein mediales konstrukt?

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Beitrag Antworten mit Zitat
Savo hat Folgendes geschrieben:
danger und banlieusard: könnt ihr einschätzen, wie der widerstand der schülerInnen organisiert ist? sind da vor allem schülerorganisationen (räte, usw.) strukturgebend und mobilisierend oder läuft das alles eher spontan über freunde_innen, quartiere, usw? sofern die schülerorganisationen beteiligt sind/existieren: wie funktionieren die? sind das jungparteien-ähnliche gruppen, räte, nachwuchsgewerkschafter_innen, autonome organisationen politischer jugendlicher?

was kritisieren die schüler_innen? gibt es da eine spürbare radikalisierung? in welcher beziehung stehen die schüler_innen zu den "jugendlichen aus den banlieus"? kann man die überhaupt so trennen oder ist das eher ein mediales konstrukt?


viele fragen wenige antworten:
bei den Lycees ist es so, dass es die überall gibt. in den innenstädten, vorstädten usw. das heisst, dass je nachdem wo das Lycee ist es dann auch mehr oder weniger jugentliche aus den banlieus da gibt. die schulen versuchen zwar einen "mix" herzustellen und es werden zum teil jugentliche aus nahen quartieren auch mal in ein banlieu geschickt generell funktioniert dies aber sehr schlecht.
in den schulen gibt es schülerräte und schülersprecher die haben aber meines erachtens wenig bis gar nichts mit der organisation der proteste zu tun. die sind eher da, um die kommunikation zwischen den organen zu erleichtern bzw. zu "demokratisieren". so gibt es in jedem lycee wahlen dafür. so gesagt, kannst du die schüler und die banlieus jugentlichen nicht trennen, das sind die selben.
ob bei der organisation der jugentlichen gewerkschaften dahinterstecken wie das die regierung ja zum teil als vorwurf geltend macht, kann ich nicht genau sagen. sicher ist, es gibt radikale und weniger radikale lehrer und auch eltern. da kommt es sicher auch darauf an bei wem du in die schule gehst oder was dir deine eltern zuhause verzapfen.
ich hab auch noch nicht genau herausgefunden, wie die kommunikation zwischen den lycees funktioniert. so gesehn würd ich sagen das läuft eher über kollegen an der schule. mir ist z.b. heute aufgefallen, dass viele jugentliche in kleinen gruppen umhergestanden sind. so wie wenn es verschiedene cliquen wären. was darauf schliessen lässt, dass es über kollegen geht. auch ist mir aufgefallen, das prozentual eher mehr arabische und türkische kidds da waren. hier in mulhouse gibt es auch eigentlich keine banlieus, es gibt einfach quartiere in dem die wohnungen erschwinglich sind oder eben nicht. das reicht aber bis mitten in die stadt hinein. sogesehn ist der "mix" an den schulen hier recht gut und es gibt eigentlich keine "eliten" licees wie ich das von andern städten in frankreich kenne.

ich werd aber heute abend noch mit meiner lehrerinn darüber reden und ihr deine fragen stellen. vieleicht kommt da dann noch was raus.

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18. Oktober 2010, 16:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
nochmals kurz zur organisation.

z.b. an der schule meiner kolleginn hier. normalerweise kommen die kiddies selber vorbei und holen ihre kolleginnen in den andern lycees ab. sie schicken an jedes lycee eine delegation vorbei.
in ihrer schule kam heute aber niemand. aber da gibt es einen sehr linken lehrer der den kids anscheinend ins gewissen geredet hat und ihnen gesagt hat sie solle ihre kameraden unterstützen in der stadt. darauf hin sind dann etwa 20 von ihnen richtung innenstadt abgezogen.

aber eigentlich gibt es ärger wie schon mal gesagt mit der schule. jedes nicht abgemeldetes fernbleiben wird den eltern gemeldet. wenn nun deine eltern cool sind und hinter dir stehn passiert weiter nichts. aber es gibt auch eltern, vor allem aus prekären familien, die krallen sich dann die jugentlichen aus den protesten raus und geben ihnen eine "bad time"!! wie heute z.teil auch gesehn.

zur kommunikation zwischen den lycees hab ich nichts rausgefunden. auch gibt es weniger schon aktive jungpolitiker. das kommt eher dann in der uni. das lycee ist noch zu früh... da kommt es eher auf die einstellung deiner eltern drauf an. warscheinlich geht so auch die kommunikation zum grössten teil. die jungen kriegen mit, wenn die alten streiken und machen ihr eigenes ding.

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18. Oktober 2010, 16:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Auch von mir her vielen Dank für die Updates!

Libcom hat eine Botschaft von ArbeiterInnen des Gare de l'Est an die Bewegung auf Englisch übersetzt. Lesenswert:

http://libcom.org/news/general-strike-france-13102010#comment-401496

Belgien nicht vergessen:

Streiks stoppen belgischen Bahnverkehr

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18. Oktober 2010, 18:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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Beitrag Re: schülerstreik mulhouse Antworten mit Zitat
Danger Mines!! hat Folgendes geschrieben:
komme gerade aus dem stadtzentrum von mulhouse. die schüler (mehrheitlich aus einem Lycee) haben sich auf der strasse versammelt um die beiden tramlinien flachzulegen. dies gelang ihnen auch. schon bald sind die bullen vor ort und ballern tränengas in die ca. 300 jugentlichen und etwa ebensoviele schaulustigen. nach kurzer auflösung versammeln sich die schüler wieder und die blockade hält an. nun schon ca. 45 minuten.
aus unersichtlichen gründen lösen sich die schüler auf.
wie ich aber aus einem gespräch einer gruppe entnehmen kann, versuchen sie weitere schüler in anderen lycees zum streik zu bewegen.
ich fahre 3 lycees mit meinem velo ab. vor einem sind etwa 30 versammelt. die polizei rückt an und sie verdrücken sich ins gebäude.

ein zaghafter versuch. ich werde später nochmals in die stadtmitte fahren um mich umzuschauen.


hier nun ein link zu meinem augenzeugenbericht:
http://www.alsaceenlutte.com/

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18. Oktober 2010, 19:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag heute di 19.okt. seit 7:30 am flughafen von bordeaux Antworten mit Zitat
http://juralibertaire.over-blog.com/ext/http://engreve.wordpress.com/

500 leute blockieren den kreisel vor dem flughafen. von 7:30 bis 8:30.

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19. Oktober 2010, 09:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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wenn jemand was findet auf französisch oder englisch und das grob übersetzt haben will, kann er oder sie mir gerne den link schicken.

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19. Oktober 2010, 09:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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für leute die nicht lesen wollen, hier fernseh interviews:

http://www.dailymotion.com/video/xf9710_christian-estrosi-ministre-de-l-ind_news?start=109#from=embed
[url]
http://www.dailymotion.com/video/xf97n3_quot-il-peut-se-passer-quelque-cho_news?start=3#from=embed[/url]

http://www.dailymotion.com/video/xf971i_francois-bayrou_news?start=4#from=embed
[url]
http://www.dailymotion.com/video/xf96vh_harlem-desir-france-info-18-10-2010_news?start=1#from=embed[/url]

generell blablablaaaa!!!

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19. Oktober 2010, 10:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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wie schon mal gepostet, hier der newsticker von lemonde. es geht rund:

http://www.lemonde.fr/societe/article/2010/10/19/suivez-en-direct-la-journee-de-mobilisation-du-mardi-19-octobre_1428053_3224.html#ens_id=1305816

die LKW fahrer blockieren autobahnen, busstationen werden blockiert. in einigen städten läuft gar nichts mehr. es scheint, als würden die proteste jeden tag zunehmen.

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19. Oktober 2010, 11:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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newsticker einer lokalen zeitung hier:

http://www.lalsace.fr/fr/article/3997720/Alsace-les-manifestations-en-direct.html

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19. Oktober 2010, 11:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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sarko scheint die schnautze voll zu haben und will gegen die bestreikten raffinerien vorgehn:

http://www.romandie.com/ats/news/101019104150.t9a2hcgc.asp

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19. Oktober 2010, 11:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag ab gehts... Antworten mit Zitat
Geht wirklich ganz schön ab überall. Newsticker von LeMonde ist super einmal mehr. In einer halben Stunde beginnt in Paris die Grossdemo.
Schon am Morgen kam es wieder zu Zusammenstössen zwischen Kids und der CRS, v.a. in Nanterre bei Paris und Lyon (wie bereits gestern).
Die Gymibewegung vermeldet mit rund 1200 blockierten oder besetzten Schulen einen neuen Höhepunkt. Mittlerweile beginnen sich auch die Unis zu organisieren. Ca. 10 von rund 80 sind teilweise besetzt, u.a. auch Strassbourg, die grösste in Frankreich.
In Mans, im Nordwesten Frankreichs, wurde über Nacht ein Collège angezündet:


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19. Oktober 2010, 11:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
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Beitrag schaut euch das an.. Antworten mit Zitat
bullen am randallieren?!!

http://www.lepost.fr/article/2010/10/19/2272597_manif-a-paris-les-policiers-casseurs-video.html

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19. Oktober 2010, 11:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Beitrag Re: schaut euch das an.. Antworten mit Zitat
Danger Mines!! hat Folgendes geschrieben:
bullen am randallieren?!!

http://www.lepost.fr/article/2010/10/19/2272597_manif-a-paris-les-policiers-casseurs-video.html


was war da genau los???!!!

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19. Oktober 2010, 12:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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Beitrag Gewerkschaftsprügler Antworten mit Zitat
Die Sicherheitsdienste der Gewerkschaften kündigten im Vorfeld an, dass sie mehrere Hundert sein werden, um für Ordnung zu schauen. Sie wollen v.a. den Jugendblock überwachen. Hab diese Typen bereits im 2006 während den CPE Riots erlebt. Auch damals waren sie mehrere hundert. Mit Helmen und Schlagstöcken bewaffnet gingen sie gegen die randalierenden Kids aus den Quartieren vor. Dachte damals zuerst das seien Bullen in Zivil.

Zitat 20min:
«Nous serons plusieurs centaines pour assurer la sécurité », assure Pascal Joly, du service d'ordre de la CGT, à 20minutes.fr.

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19. Oktober 2010, 12:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
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Beitrag Re: schaut euch das an.. Antworten mit Zitat
far hat Folgendes geschrieben:
Danger Mines!! hat Folgendes geschrieben:
bullen am randallieren?!!

http://www.lepost.fr/article/2010/10/19/2272597_manif-a-paris-les-policiers-casseurs-video.html


was war da genau los???!!!




Publié par
Jeremy audouard

post non vérifié par la rédaction
Manif à Paris : les policiers casseurs ? (VIDEO)

19/10/2010 à 13h01 - mis à jour le 19/10/2010 à 13h15 | 0 vues | 0 réactions
Une vidéo, mise en ligne sur youtube dimanche 17 octobre pose cette question : des policiers en civils jouent-ils le rôle de casseurs ?




On est en droit de se poser la question : à la 20′ seconde de la vidéo, on voit tout d’abord un homme, encapuchonné, briser une vitrine à l’aide d’un objet cylindrique.

(wir haben das recht uns fragen zu stellen: bei 20' sekunden im video, mensch sieht einen mann, mit einem cylinder eine scheibe einschlagen)

Ensuite, un monsieur aux cheveux blancs (d’après certains commentaires, il s’agirait d’un prof de droit à Tolbiac) l’interpelle et lui demande d’arrêter. C’est ce même homme qui est pris à partie par la suite.

(weiter kommt ein mann mit grauem haar. nach einigen kommentaren soll es ein lehrer von tolbiac sein. er greift ein und sagt em typen er soll es stoppen. es ist derselbe mann ~der sich von der site entfernt~)

On le constate sur les images au ralentie (vers 1’30): une troisième personne, matraque à la main, saute le pied en avant sur le passant. Puis plusieurs hommes interviennent pour neutraliser ce dernier.

(bei 1:30 im video sehen wir eine dritte person, mit knüppel in der hand, mit dem fuss voraus auf den lehrer. dann mehrere männer die versuchen den lehrer zu neutralisieren)

Enfin, on distingue que le casseur du début est exfiltré par des personnes, qui pourraient s’apparenter à des policiers en civil.

(zum schluss, wir anerkennen dass die "casseur" infiltiert sind durch polizei in zivil..)

Alors, forces de l’ordre qui attisent les violences ou dérapages de casseurs ?

http://coupecoupe.wordpress.com

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ist eine schnelle und ungenaue übersetzung. aber du kannst das ja eigentlich alles sehn im video...

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19. Oktober 2010, 12:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag Die Kids feiern sich selbst auf youtube Antworten mit Zitat
#!

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19. Oktober 2010, 13:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Banlieusard



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Beitrag update Lyon und Paris Antworten mit Zitat
Die Gewichtung der News in den frz. Medien liegt immer mehr bei der Gewalt. V.a. in Lyon bekommt die Polizei die Riots scheinbar nicht unter Kontrolle. Kleine, sehr mobile Gruppen fakeln Autos ab, plündern und greifen die CRS immer wieder an. Die Ausschreitungen dauern nun schon seit Stunden an, daran beteiligt sind v.a. Jugendliche aus den Quartieren aber auch vereinzelt SchülerInnen der Gymis und radikale Linke.

Laut einer Bekannten, die an der Pariser Demo teilnimmt gab es auch da erste Zusammenstösse. In der Demo seien einige Junge aus den Cités. Es kam zu Schlägereien zwischen den Jugendlichen und den Ordnungskräften der Cgt-Gewerkschaft. Laut LeMonde setzten die Ordner auch Tränengas gegen friedliche SchülerInnen ein. Wie immer sind die Gewerkschaftsbullen scheinbar völlig überfordert und übermotiviert.


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19. Oktober 2010, 14:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
welchen sinn haben provokateure der bullen, welche randalieren, in dieser situation?

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19. Oktober 2010, 17:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Savo hat Folgendes geschrieben:
welchen sinn haben provokateure der bullen, welche randalieren, in dieser situation?



ich glaube, dass wenn es sich um bullen handelt, diese eher aus "normalen" demos heraus operieren. um die proteste zu kriminalisieren. ich denke nicht, dass es bullen braucht, die in den vorstädten das klima aufheizen.

aber auf dem video mit dem typen der ne scheibe eindeppert und danach durch einen demonstranten gestört wird, kann ich schon die bullentaktik der zivis herauserkennen. die schirmen sich auch immer gegenseitig so ab. wenn sie jemanden festnehmen. die jungs da sind "professionelle" und keine unorganisierten kids. das ist klar. ich will aber keine behauptungen aufstellen von wo oder was die sind. das ist jedem selber überlassen.

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19. Oktober 2010, 18:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
war heute also den ganzen nachmittag auf den socken in mulhouse. die schülerdemo ist zeitweise auf 500-600 angewachsen. sie wurde auch von einer delegation der gewerkschafter aufgesucht die versucht haben, die leute zur teilnahme an der offiziellen-demo zu überreden. nur etwa die hälfte läuft mit. beim porte au jeune als dem zentralen platz der immer wieder gegenstand der auseinandersetzungen war die letzten tage, bleiben dann die jungen wieder stehn und provozieren die bullen einwenig. es passiert aber nichts.

am morgen sollen autos und fensterscheiben in der innenstadt auseinandergenommen worden sein. auch war das fette einkaufszentrum, genannt porte au jeune, den ganzen tag geschlossen. zeitweise keine tramverbindungen. die bullen sind recht nervös. hatte nie welche gesehn bei den andern gewerkschaftsdemos. diesesmal jedoch einige CRS an der demorute. auch waren alle voll montiert oder hatten mindestens helme an. sogar die strassenbullen...

was mir aufgefallen ist, sind die zivis, die hier ähnlich wie in der CH agieren. der einsatzleiter ist immer nahe an der demo umgeben von seinen zivis. sie greiffen sich vereinzelt kids raus und ewrfen dann sogleich tränengas in die menge.
die kids sind eher unorganisiert. spontane entscheidungen. macht wohl die sache für die bullen nicht einfacher :) ich hatte zum glück ein velo...

es sind einige bilder entstanden aber leider ging mir die baterie aus bei den wichtigen teilen. wird mir morgen nicht mehr passieren.




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19. Oktober 2010, 19:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag kurzes update Antworten mit Zitat
Die Proteste gehen unvermindert weiter. Im ganzen Land wurden und werden heute Busdepots, Flughafenzugänge, Bahnhöfe und Strassen blockiert. In mehreren Städten brach der öffentliche Verkehr zusammen. In Lille wurde der Busverkehr gestoppt, nachdem gestern auf einen Linienbus geschossen wurde und drei Kontrolleure angegriffen und verletzt wurden. Sarkos Hunde räumten unterdessen einige Treibstoffdepots ohne auf grösseren Widerstand zu stossen, einige wurden aber auch neu besetzt. Auf dem Rhein bei Strassbourg wurde ein Öltanker aufgehalten.

Mittlerweile läuft auch der studentische Widerstand langsam an. Gestern waren gemäss Schülergewerkschaften 180 000 SchülerInnen und Studis auf der Strasse. Es kamen einige besetzte Unis dazu. Die Studentengewerkschaften kündigten an, während den Ferien der Gymischüler, die nächste Woche beginnen, ihren Kampf auszuweiten um den Druck aufrecht zu erhalten.

Die Abstimmung über die Reform im Senat wurde unterdessen verschoben. Angeblich wegen diversen Änderungsanträgen. Es ist aber auch naheliegend, dass man erst während der Schulferien darüber abstimmen will, um spontane Krawalle und Proteste zu verhindern.

In Lyon ist die Stadt gemäss Leserberichten auf LeMonde.fr von CRS besetzt. Ein Helikopter kreist über der Stadt, um allfällige Menschenansammlungen schnell orten zu können. Trotzdem wurde eine Bank blockiert und mehrere LeserInnen erwarten auch heute wieder Ausschreitungen. Agglokids seien zuhauf in der Innenstadt und hätten bereits ein Auto angezündet. In Nanterre ist es am Morgen zu einigen kleineren Auseinandersetzungen zwischen den Bullen und ca. 200 Jungen gekommen. Anscheinend kam es die vergangenen Tage auch in Saint-Denis zu Riots, wovon aber nirgens was zu lesen war. Die Angst vor erneuten Banlieuekrawallen ist gross in Frankreich. Laut Innenministerin wurden bis anhin gesamthaft rund 1500 Personen verhaftet.

Mobile Plünderergruppen gestern in Lyon:



Weiterhin guter Liveticker von LeMonde:
http://www.lemonde.fr/societe/article/2010/10/20/suivez-en-direct-les-manifestations-du-20-octobre_1428497_3224.html#ens_id=1305816

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