Forum-Übersicht
RegistrierenSuchenFAQMitgliederlisteBenutzergruppenLogin
Fussball, Machos und Depressionen

 
Neue Antwort erstellen    Forum-Übersicht » Literatur & Leseecke Thema drucken Vorheriges Thema anzeigen
Nächstes Thema anzeigen
Fussball, Machos und Depressionen
Autor Nachricht
gero



Anmeldedatum: 19.05.2006
Beiträge: 247

Beitrag Fussball, Machos und Depressionen Antworten mit Zitat
Fussball, Machos und Depressionen


Sport ist die reinste Form des Darwinismus. Um ihm zu entfliehen, wählte Robert Enke den Selbstmord, schreibt der Fussballer Ivan Ergic.


Robert Enke, Goalie der deutschen Nationalmannschaft, brachte sich Anfang November um. Er war einer von Tausenden, die täglich Selbstmord begehen, weil sie die Dynamik des modernen Lebens nicht aushielten. Doch erst wenn sich eine bekannte Persönlichkeit umbringt, hört einen Moment lang das Schweigen über gesellschaftliche Tabus auf. Während sich die Menschen von der Schweinegrippe verrückt machen lassen, kosten Psychosen, Phobien oder Depressionen, wie sie Enke hatte, weit mehr Menschenleben. Und das Gefühl vieler, permanent müde zu sein, raubt der Gesellschaft ihre Lebensenergie. Die öffentliche Debatte, die auf Enkes Selbstmord folgte, bewegte sich allerdings an der Oberfläche. Eine vertiefte Analyse hätte gezeigt, dass unser Wertesystem vollständig verschoben ist.

In seiner Autobiografie beschreibt der frühere Fussballer Sebastian Deisler, der ebenfalls an Depressionen litt, wie es ihm bei Bayern München ergangen war. Was Deisler erzählt, gilt für jeden Verein, in dem nur Siege zählen und ein Männlichkeitskult herrscht. Wenn jemand nicht nur Härte und Verbissenheit zeigt, sondern auch Gefühle, werden ihm weibliche Attribute zugeschrieben, und er wird Tante oder Mutter gerufen. Das ist in einem Männerreservat wie dem Fussball die grösstmögliche Erniedrigung. Sebastians Mitspieler nannten ihn Deislerin. Solches hörte er nicht nur von Mitspielern, sondern auch vom Trainer und von den Zuschauern. Diese Zuschreibungen verraten die Komplexe einer patriarchalen Gesellschaft: Männlichkeit dominiert, und der Männlichkeitskult duldet keine Schwächen. Jene, die an psychischen Krankheiten oder Impotenz leiden, müssen sich schämen.

Wer das einfordert, woran Enke und Deisler gescheitert waren, ist allerdings der eigentliche Feigling in diesem Spiel. Seine Feigheit besteht aus der Angst, die eigene Persönlichkeit zu analysieren und seine Sensibilität zu erhöhen. Würde er sich länger im Spiegel betrachten, würde er vielleicht feststellen, dass davon wenig vorhanden ist. Die eigenen Schwächen kaschiert er mit machohaftem Gehabe, und er gibt sich ein gutes Gefühl, indem er die «Schwächeren» diskreditiert.

Diese Gladiatoren und Titanen, wie sie sich gerne nennen lassen, sind nicht schuld daran, dass sie kompromisslose Sieger wurden und gierig sind nach Titeln und Medienaufmerksamkeit. Die Indoktrination der Fussballer verantwortet die gesamte Gesellschaft, und sie beginnt schon bei den Kindern. Bereits bei den Junioren wird der Kult des Siegens und der Wettbewerbsfähigkeit gepflegt. Die Kinder werden so programmiert, dass sie nur zufrieden sind, wenn sie gewinnen. Indem sie an den Kampf gewöhnt werden, entwickeln sie wenig Empathie. Herrscht in der Gesellschaft ein latenter Sozialdarwinismus vor, so ist der Sport die reinste Form des Verdrängungswettbewerbs. Wer sich darin durchsetzt und es an die Spitze schafft, hat sich am besten an die dort herrschenden Gesetzmässigkeiten angepasst. Und er denkt nicht darüber nach, welche Rolle er dabei spielt.

Im Spitzensport gehört der Sportler allen, nur nicht sich selber. All die Erwartungen und Wünsche werden von aussen an ihn herangetragen. Deisler beispielsweise wurde bereits in jungen Jahren von der deutschen Öffentlichkeit zum kommenden Leader hochstilisiert - zu einem, von dem die Zukunft des deutschen Fussballs abhängen würde. Später hat Deisler bekannt, dass er unglaubliche Angst davor hatte, die Erwartungen nicht zu erfüllen. Welch grosse Last das für den jungen Fussballer gewesen sein musste, hat die Öffentlichkeit nicht interessiert. Es standen ja «nationale Interessen» auf dem Spiel.

Eine unerträgliche Heuchelei

Unsere Gesellschaft, die nichts mehr liebt als das Spektakel, weist jedem Einzelnen eine Rolle zu. Auch der Sportler nimmt jene Rolle ein, welche ihm die Gesellschaft zuschreibt. Die Masse entscheidet darüber, wer er ist und welchen Wert er hat. Sie befindet darüber, wann er als Held und wann er als «Scheissmillionär» zu gelten hat. Der Sportler wird so zum öffentlichen Gut, und jede Information über ihn, auch die intimste, ist von Interesse. Das zeigte sich im Fall von Robert Enke besonders drastisch: Selbst im Augenblick seines Todes gewährte man seiner Familie und seinen Verwandten keine Ruhe, damit sie sich würdig von ihm verabschieden konnten: Fussballfunktionäre hielten Reden, Politiker schickten Kondolenztelegramme, und die Fans trauerten kollektiv im Stadion. Wie in jeder Theatervorstellung musste auch hier der letzte Akt durchgeplant werden, bevor der Vorhang fiel. Und selbst nach der Aufführung geht die Vorstellung weiter: mit Enke in der Rolle als Legende.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass Enke Angst hatte, «seinen Sport» zu verlieren. Der Fussball war ihm Stütze, Lebensinhalt und Identifikation, sagte seine Witwe. Die Angst, das zu verlieren, was einen ausmacht, muss ungeheuerlich sein. Die Frage ist nur, warum sich jemand auf einen einzigen Aspekt des Lebens reduzieren lässt. Die Antwort ist die, dass in der heutigen Gesellschaft die Spezialisierung voranschreitet. Um Erfolg zu haben, muss man seine ganze psychische und physische Energie in ein Spezialkönnen stecken. Gerade Sportler sind von klein auf dazu verdammt, sodass sie keine Auswahl haben, auch wenn sie lieber etwas Sinnvolleres tun würden.

Der Sportler wird so geformt, dass er nicht erkennt, dass noch andere Möglichkeiten existieren. So wird er ängstlich und verbissen zugleich: Er erfährt sich nur so lange selber, wie er Erfolg hat. Mit Geld hat das nur am Rande zu tun. Auch Manager, Banker und Börsenspekulanten begehen in Zeiten von Finanzkrisen nicht wegen des verlorenen Geldes Selbstmord. Sie fühlen sich erniedrigt, weil ihnen ausser der Arbeit nichts Sinn gibt.

Jede Epoche kennt Schwächen und Widersprüche. Was unsere charakterisiert, ist eine unerträgliche Heuchelei. Die gleiche Gesellschaft, vor deren Erwartungen und Wertesystem Enke Angst hatte, betrauert und vermisst ihn jetzt. Und die gleichen Funktionäre, Trainer und Fans, die von den Spielern verlangen, Gras zu fressen - eine im Fussball beliebte Metapher für bedingungslosen Einsatz -, haben Enke ein spektakuläres Begräbnis bereitet.

Aus dem Serbokroatischen von Dario Venutti

_________________
Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen.
18. Dezember 2009, 08:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
tifo
Riesiges Glied


Anmeldedatum: 27.12.2007
Beiträge: 645

Beitrag Antworten mit Zitat
cooler text. hast du vllt noch die quelle zum original?

_________________
im flyin in on the wings of destruction, with freedom in my eyes. im death from above, and everybody dies!
18. Dezember 2009, 10:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
nach sowas habe ich lange gesucht. danke. hast du einen link dazu?

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
18. Dezember 2009, 11:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
gero



Anmeldedatum: 19.05.2006
Beiträge: 247

Beitrag Antworten mit Zitat
sorry:

http://bazonline.ch/sport/fussball/Fussball-Machos-und-Depressionen/story/26870519

_________________
Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen.
18. Dezember 2009, 13:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
tifo
Riesiges Glied


Anmeldedatum: 27.12.2007
Beiträge: 645

Beitrag Antworten mit Zitat
dankeschön

_________________
im flyin in on the wings of destruction, with freedom in my eyes. im death from above, and everybody dies!
18. Dezember 2009, 15:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
gero



Anmeldedatum: 19.05.2006
Beiträge: 247

Beitrag Antworten mit Zitat


_________________
Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen.
18. Dezember 2009, 15:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Cjarner
Board Messias


Anmeldedatum: 25.01.2009
Beiträge: 485
Wohnort: Nazaret

Beitrag Antworten mit Zitat
von ergic hatte ich hscon immer ein hohe meinung. er war auch mal in der woz portraitiert, worin er aussagte, das karl marx ihm die kraft gäbe, zu siegen.


was mich jedoch irritiert, ist dass basler fans hier offen mit den kommunistischen attitüden von ergic sympathisieren. fcb-hools haben ja den ruf, mehr als nur den einten oder anderen nazi in ihren reihen zu beherbergen... naja, guter text jedenfalls!

_________________
Übrigens, das möcht ich noch loswerden, versteh ich nicht warum ums Klauen im Allgemeinen so ein riesen Bohei und Schwanzvergleich gemacht wird. Hab auch schon Leute erlebt, die Klauen für das coolste der Welt halten, dies bei jeder Gelegenheit kundtun und dann auch noch dumme Sprüche loslassen, wenn einer was bezahlt. Wozu? Klauen oder sein lassen. Das coolste der Welt ist eh Punkrock.
18. Dezember 2009, 15:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



Anmeldedatum: 26.12.2008
Beiträge: 650

Beitrag Antworten mit Zitat
Ergic in der Jungle World
http://jungle-world.com/artikel/2009/36/38823.html



Zitat:


Der Fussbal lebt von Illusionen

Der Fußballprofi Ivan Ergic wirft im Gespräch einen kritischen Blick auf die Schattenseiten des Profisports

Interview: Christian Kohn und Robert Christiansen




Dass Fußball nicht nur die schönste Nebensache der Welt ist, sondern auch grundsätzlich auf den Grundfesten einer Gesellschaft ruht, in der Diskriminierung, Leistungszwang und Konkurrenzdenken zeitweise schier unmenschliche Ausmaße annehmen, lässt sich nicht erst bei näherer Betrachtung erkennen. Gegenstimmen, die Fußballkritik wagen und sich dennoch zu einer Leidenschaft für das Schöne am Spiel bekennen, gibt es nur wenige. Umso erfreulicher ist es, wenn sich gerade aus dem Fußballbetrieb Protagonisten zu Wort melden, die etwas zu sagen haben. Ivan Ergic ist so jemand. Der 28jährige Fußballprofi spielte vor seinem Wechsel nach Bursaspor neun Jahre für den Schweizer Erstligisten FC Basel, holte acht Titel, qualifizierte sich zweimal für die Champions League, galt als ein Supertalent, liebt Fußball – und ist trotz allem gänzlich untypisch. Zu seinen Lieblingsautoren zählt er Karl Marx, er zitiert während Gesprächen Marcuse und Adorno, schreibt Essays gegen Nationalismus und über Politik und sagt, dass ihm ein faires und schönes Spiel wichtiger ist als der Erfolg.

Dass es jemanden gibt, der sich für Politik und alternative Lebensentwürfe interessiert, ist im Profisport recht selten. Geht das denn überhaupt zusammen?

Es gibt Leute, die mir vorwerfen, dass ich Teil des Geschäfts bin und trotzdem sehr kritisch über das Geschäft rede. Ich denke aber, dass es keinen besseren Insider gibt, der das alles beschreiben kann – auch die dunklen Seiten des Profifußballs. Ich glaube, viele Leute sind sich gar nicht bewusst, auf was für einer großen Bühne sie da stehen. Für mich ist das wirklich ein Privileg.

Gab es denn einen Moment in deiner Karriere, als du Probleme mit deiner kritischen Haltung bekommen hast?

Direkt nicht, aber man bekommt es schon zu spüren. Wenn man die Gesetzmäßigkeiten des heutigen Fußballgeschäfts kritisiert, finden das nicht alle toll. Aber ich möchte wissen, wie weit ich gehen kann. In Basel hatte ich das Glück, mir einen gewissen Status erarbeitet zu haben, der es mir ermöglicht hat, mich ohne größeren Widerstand zu äußern. Aber natürlich ist es schwierig, wenn der Großteil des Umfelds andere Vorstellungen hat. Das kostet viel Kraft. Aber es kostet viel mehr Kraft, mich zu verstellen.

Was sind für dich diese dunklen Seiten am Profifußball?

Es gibt sehr viele, und das Problem ist, wenn du Fußballprofi bist und viel Geld verdienst, dann musst du deinen Mund halten, und die Möglichkeiten der Kritik sind sehr begrenzt. So ist die Stimmung: Du bist Profi, und du hast einfach auf dem Platz dein Bestes zu geben. Wenn du dann auch noch anfängst, neben dem Platz gewisse Dinge zu kritisieren, dann ist das für deinen Arbeitgeber und das gesamte Fußballestablishment weniger angenehm. Die haben schließlich kein Interesse daran, dass die dunklen Seiten entblößt werden und die versteckten Mechanismen an die Öffentlichkeit gelangen. Es gibt ein Interesse, den Fußball dumm zu halten. Fußball lebt von Schein und Illusionen.

Ich sehe, wie das Geschäft sehr unmenschlich und dreckig hinter den Kulissen sein kann, und es ist wie eine Katharsis für mich, darüber zu reden und zu schreiben. Man hat als Fußballer auch eine gewisse gesellschaftliche Verantwortung, und ich will, dass ein Kind, das von der großen Fußballwelt träumt, weiß, was auf es zukommt, und ein Bewusstsein entwickelt, dass das alles gar nicht so traumhaft sein muss, wie es einem suggeriert wird. Und da sehe ich meine Rolle. Ich will mitteilen, dass es auch andere Dinge gibt, die viel schöner sind und auf die man sich freuen kann. Es gibt nicht nur Fußball. Ich finde Fußball auch schön, it’s a beautiful game, ich liebe es – aber es ist nicht alles.

Das hört sich an, als sprächest du aus eigener Erfahrung.

Sicher. Als ich 17 oder 18 Jahre alt war, habe ich mich nicht für Politik oder Gesellschaft interessiert. Ich war verblendet und vereinnahmt von all dem, was mir vorgesetzt wurde: Es gab nur Fußball, von klein auf. Ich habe Jahre gebraucht, das alles zu kapieren und zu hinterfragen. Am Anfang konnte ich mich nicht von dem Druck befreien, der auf einem Profi lastet. Ich glaube, das war auch ein Grund, warum ich depressiv wurde.

Wann und wie fing diese Befreiung bei dir an?

Ich habe sehr viele Erfahrungen gemacht: Der Krieg in und die Flucht aus Jugoslawien, meine Depressionen – und das zusammen hat mich alles stark geprägt. Mein Vater ist undogmatischer Marxist. Er hat mir immer von den Idealen Internationalismus und Sozialismus erzählt und mich dazu animiert, alles zu hinterfragen, sogar die Hinterfragung der Hinterfragung. Ich stehe ständig in Austausch mit anderen Leuten – Regisseuren, Künstlern, Studenten. Darüber bin ich dann zur Philosophie und zur Frankfurter Schule gekommen. Aber nicht nur Adorno und Marcuse, auch Fromm und Sartre haben mich beeinflusst.

Erinnerst du dich noch an das Spiel Roter Stern Belgrad gegen Dinamo Zagreb, das viele für den Auslöser des Bürgerkriegs in Jugoslawien halten?

Ich war damals noch sehr jung. Wenn man jetzt zurückdenkt, dann war das sicherlich ein Vorbote des Krieges. Ich finde das sehr schade, dass das alles passiert ist. Für mich war Jugoslawien ein sehr schönes Land. Natürlich war es nicht ideal unter Tito, aber als historisches Provisorium oder sozialistisches Experiment doch besser als alle anderen Ostblockstaaten. Der Versuch eines Vielvölkerstaats und die unalliierte Politik Titos waren für mich richtig. Trotzdem kann ich mit der Idee von Nation und Nationalstolz nicht viel anfangen. Für mich ist das alles sehr anachron- und archaistisch.

Du hattest eine Zeit, in der es dir nicht gut ging. Eine schwerwiegende Krankheit warf dich aus der Bahn, du hattest Depressionen und warst eigentlich nach deinem Psychia­trie-Aufenthalt schon weg vom Fenster. Wie reagierte das Umfeld darauf?

Mit den psychischen Krankheiten im Profifußball verhält es sich in etwa so wie mit Homosexualität. Es wird tabuisiert. Man darf so nicht sein. Das liegt am strukturellen Macho-Element, das der Fußball auch heute noch in sich hat. Fußball ist ein Gebiet, auf dem diese Männlichkeit und dieses Macho-Element reproduziert werden. Man verkörpert für die Gesetzmäßigkeiten der Fußballwelt nicht das, was einen Fußballprofi auszeichnet; man darf nicht dazugehören als vermeintlich Schwacher. Ich bin in dieser Zeit auch manchmal als Weichei und Schwuler bezeichnet worden.

Was hältst du von diesem Macho-Fußball, der ja gemeinhin mit so genannten deutschen Tugenden assoziiert wird?

Ich habe einige Male »Doppelpass« auf DSF gesehen. Und da meinte Udo Lattek, dass dieser militärische Fußball sinnvoll sei. Ich finde es schade, dass solch eine militärische Einstellung im Fußball und im Sport allgemein, diese aufs Resultat orientierte, eindimensionale Spielweise, verkörpert durch Effenberg, Oliver Kahn oder heute van Bommel, immer noch da ist. Barcelona beispielsweise ist ein Dorn im Auge all derer, die sagen, Fußball darf nur produktiv sein. Viele Trainer fordern von ihren Spielern, aggressiv zu sein. Man lacht mich aus, wenn ich erzähle, dass ich in meiner Karriere bisher nur drei gelbe Karten bekommen habe. Aber so bin ich – und ich kann das nicht ändern.

Spielt Barcelona den »linken« Fußball, wie der argentinische Weltmeistertrainer Cesar Luis Menotti ihn einmal propagiert hat?

Ich glaube ja. Wenn ich Menotti richtig verstanden habe, geht es darum, jedem die individuelle Freiheit zu lassen, sich zu entwickeln. Ein Spiel, bei dem sich jeder ergänzt. Natürlich muss auch ein kollektivistischer Gedanke da sein, aber es sollte ein bisschen diesem »Voetbal Total« der Niederlande ähneln. Man sollte jedem einzelnen die Möglichkeit geben, sich frei zu entfalten – und das ist dann die Parallele zur Gesellschaft. Vielleicht braucht das eine gewisse Zeit, aber am Schluss freut sich jeder darüber.


_________________
Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
18. Dezember 2009, 15:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



Anmeldedatum: 26.12.2008
Beiträge: 650

Beitrag Antworten mit Zitat
hier noch das von cjarner erwähnte interview in der woz

Zitat:

Fussball
Die Schönheit, die Poesie

Von Daniel Ryser

Er führte den FC Basel mit Hilfe von Theodor W. Adorno und Karl Marx aus der sportlichen Krise und besiegte eine schwere Depression. Ein Gespräch mit dem FCB-Captain Ivan Ergic.

WOZ: Ihre Karriere ist geprägt von einem Bruch. Sie waren in der Saison 2002/03 kurz davor, die grosse internationale Bühne zu betreten - ein Wechsel zu Juventus Turin. Stattdessen folgte ein Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik ...

Ivan Ergic: Wir spielten mit dem FC Basel in der Champions League. Ich war in Hochform, ich dirigierte, ich schoss Tore. Juventus Turin, der mich an den FC Basel ausgeliehen hatte, wollte mich zurück. Dann verletzte ich mich. Ich musste mich operieren lassen. Der Druck war gross. Ich war jung. Ich hatte private Probleme. Ich litt plötzlich an Pfeifferschem Drüsenfieber. Ich konnte vor Schmerzen kaum laufen. Dann kamen die Depressionen.

Wie kamen Sie da wieder raus?

Ich meldete mich in der Klinik und wurde im Sommer 2004 vier Monate stationär behandelt. Ich hatte zuvor lange gelitten, ich hatte Schmerzen. Ich rannte zu jedem Arzt. Niemand konnte mir helfen. Ich dachte, die Schmerzen seien physisch bedingt. Ich wusste nicht, dass sich mentale Beschwerden auch auf den Körper auswirken können. Ich war am Tiefpunkt.

Weg vom glitzernden Stadion in eine abgeschottete Klinik ...

Der geschützte Rahmen tat mir sehr gut, er rettete mich. Es war ein spannendes Umfeld. Ich war inmitten sehr sensibler, aber auch kreativer Menschen, da waren Bankmanager, Studenten, Bauarbeiter. Bevor ich die Klinik aufsuchte, dachte ich, wenn du dort reingehst, wird alles nur noch schlimmer. Dann hört das nie auf. Dem war nicht so, im Gegenteil. Die Therapie hat mich geheilt.

Wie haben Ihre Mitspieler reagiert?

Kaum. Es ist die allgemeine Meinung, dass dies einem Sportler nicht passieren kann. Ich wollte dann dieses Tabu brechen und ging offensiv mit meiner Krankheit um. Man ist ja kein Aussätziger, weil man depressiv ist. Das kann jedem passieren. Ich verüble es meinen Mannschaftskollegen nicht, dass sie zurückhaltend waren. Ich verstehe ihre Unsicherheit. Ich hätte wohl ähnlich reagiert.

Und der Trainer?

Christian Gross sagte: Wir geben Ivan so viel Zeit, wie er braucht, um wieder fit zu werden. Er hielt zu mir. Der FC Basel hielt zu mir. Sie verlängerten meinen Vertrag.

Zwei Jahre nach Ihrer Krise machte Sie Christian Gross zum Captain.

Ich hatte mir damals die Frage gestellt: Will ich zurück? Bin ich bereit für dieses harte Geschäft? Nach dem Abgang von Pascal Zuberbühler und der schweren Niederlage im letzten Meisterschaftsspiel gegen den FC Zürich im Mai 2006 übernahm ich die Binde. Heute steht der FC Basel im Cupfinal. Und wir können wieder Meister werden. Ich habe auf verschiedenen Ebenen schwierige Zeiten gemeistert.

Als man Sie holte, hiess es: Ergic ist einer der ganz Grossen. Ist es für Sie befriedigend, in Basel zu arbeiten?

Ich kenne viele Spieler in grossen Vereinen. Ich machte selbst Erfahrungen bei Juventus Turin. Ich sah, wie es laufen kann. Ich bin froh, bei einem Verein wie Basel zu sein, wo eine gewisse Übersicht herrscht. Juventus wurde wegen Korruption in die zweithöchste Liga relegiert. Mich hat das nicht überrascht. Man konnte es sehen. Ich möchte nicht ausschliessen, dass jene dreckige Seite des Fussballs damals zu meiner Krankheit beigetragen hat. Ich hatte direkten Kontakt mit Leuten, die heute im Gefängnis sitzen. Fussball ist ein knallhartes Geschäft. Ich war naiv. Ich erkannte es, aber ich habe es nie akzeptiert.

Sondern?

Ein faires Spiel ist mir wichtiger als der Erfolg. Das ist mein persönlicher revolutionärer Gedanke, mit dem ich nicht brechen möchte.

Aggressivität wird von Trainern geradezu gefordert.

Das ist ein Trick, den fast jeder Trainer kennt und dem sich nur wenige Spieler entziehen können: Trainer üben bewusst Druck aus, kitzeln im Training die Aggressivität, und dann stehen die Spieler auf dem Platz, kurz davor zu explodieren. Vieles davon passiert unbewusst. Das schadet dem Spiel.

Was wäre die Alternative?

Es gibt viele andere Möglichkeiten, einen Spieler zu motivieren. Ich bewundere faire, kreative Spieler, zum Beispiel Messi, den jungen Argentinier.

Sie erinnern mich ein wenig an Gary Lineker, den englischen Nationalspieler aus den achtziger Jahren.

Lineker? Er war einer der ganz Grossen. Er war ein sehr fairer Spieler. Er bekam in seiner langen Karriere keine einzige Spielsperre. Ich bewundere das, auch wenn ich dafür belächelt werde.

Belächelt?

Die Leute sagen: Als Captain musst du aggressiv sein, du musst ab und zu auch mal einen Gegner umhauen, mit gutem, aggressivem Beispiel vorangehen. Ich will mit einem anderen Beispiel vorangehen. Ich bin stolz darauf, dass ich in der laufenden Saison noch keine gelbe Karte erhalten habe. Das hat nichts damit zu tun, ob ich kämpfe oder nicht. Ich gebe alles für meine Mannschaft. Doch mir ist der Fairplaygedanke sehr wichtig. Fairplay ist heute bloss noch ein abstrakter Begriff der Fifa, ein schönes Wort. Es wird nicht geschätzt, wenn man fair spielt. Ich bin gegen absichtliche Fouls, auch wenn ich vielleicht naiv wirke. Denn was mich an der Aggressivität stört: Es ist ein Ausdruck davon, dass es im Fussball um sehr viel Geld geht.

Das ist schon fast eine Kapitalismuskritik.

Das ist eine Kapitalismuskritik. Ich muss hier anfügen, dass einer meiner wichtigsten Inspirationen Karl Marx ist.

Karl Marx?

Das kommt nicht von ungefähr. Mein Vater war früher in der Sozialistischen Partei. Er war ein orthodoxer Marxist. Er hat nicht alles geschätzt am Sys-tem, er hat mich erzogen, Mensch zu sein. Durch meinen Vater also kam ich zu Karl Marx. Und Marx sah schon vor 150 Jahren die Widersprüche des Kapitalismus, er hat eingesehen, dass Geld die Welt zerstört. Und es zerstört auch den Fussball. Ich möchte kein konformistischer Fussballer sein.

Sie müssen den FC Basel zum erfolgreichsten Klub machen.

Das ist so. Ich versuche dies aber auf meine Art. Ich will ein Vorbild sein, kein Mittel zum Zweck. Meine Inspiration ist die Frankfurter Schule, es sind dies Adorno, Horkheimer, Sartre. Ihre inspirierenden, marxistischen Schriften haben mir die Kraft gegeben, meinen Willen durchzusetzen, daran festzuhalten, dass Prinzipien wichtiger sind als Erfolg. Marx hat geschrieben, dass der Kapitalismus so viele Widersprüche birgt, dass das Wesen des Menschen verschwindet, dass eine völlige Entfremdung stattfindet. Und er hat recht.

Auf den Fussball bezogen müsste das heissen: Wir stürmen nach vorne!

Gerade dem FC Basel passiert das oft, dass die Gegner mauern, uns mit völligem Sicherheitsfussball entgegentreten. Deswegen gefällt mir Messi, auch Ronaldinho, deswegen gefiel mir Zidane: Sie stehen ein für offensiven Fussball. Es ist jene Art von Fussball, die die Fans geniessen können. Heute ist es allerdings bereits im Juniorenbereich so, dass den Spielern eingetrichtert wird, funktional zu sein, nicht aber kreativ. Es wird wenig in die Technik investiert, dafür viel in Taktik und Kraft. Es fehlt dann an Material und Wissen, schönen Fussball zu spielen.

Cesar Luis Menotti, jener Fussballtrainer, der die argentinische Nationalelf um Mario Kempes mit spektakulärem Fussball 1978 zum Weltmeis-tertitel führte, nannte seinen Offensivfussball «linken Fussball». Jenen seiner italienischen und deutschen Kollegen nannte er «rechten Fussball», einen, der um des Erfolgs willen auf Destruktivität setzt.

Menottis Links-rechts-Theorie ist mir zu geometrisch. Doch es ist ein sehr schönes Bild. Und tatsächlich steht Menotti für schönen Fussball. Die meisten Spieler heute kennen Menotti jedoch nicht mehr. In den Sportzeitungen liest man seinen Namen nicht. Es geht um Resultate, nicht um Ästhetik. Menotti hat meinen Fussball beeinflusst. Ich bewundere ihn.

Sie würden einen wunderbaren Trainer abgeben.

Ich sehe meine Zukunft nicht im Fussball. Es ist nicht das, was ich mir als Kind vorgestellt habe.

Was haben Sie sich vorgestellt?

Das Spiel an sich, die Schönheit, die Poesie. Heute überwiegt das Geschäft, man muss nicht kreativ sein, man muss in erster Linie hart und abgebrüht sein. Und so bin ich nicht.

Noch sind Sie Fussballer. Der FC Basel steht nach einer katastrophalen Hinrunde, nach einer tiefen Krise nun trotzdem im Cupfinal und hat den Rückstand auf den Tabellenführer FC Zürich massiv verkürzt. Gewinnen Sie gar beides, den Cup und die Meisterschaft?

Wir wollen und müssen gegen den FC Luzern den Cup holen. Unsere Leistung in der Meisterschaft ist ein Versprechen, dass es knapp wird. Wir wollen Zürich abfangen. Es wäre für uns eine Katharsis.

Eine Katharsis für die verspielte Meisterschaft? Für die Krawalle vom 13. Mai 2006 im St.-Jakob-Park, als Basler Fans das Feld stürmten, nachdem der FC Zürich mit einem Tor in letzter Sekunde die Meisterschaft für sich entschieden hatte?

Für beides. Wir waren am Tiefpunkt. Wenn du so abgeschossen wirst und aus Kritik Prügel werden, brauchst du Zeit, um zu reagieren. Wir mussten nach der verlorenen Meisterschaft und den Ausschreitungen erst einmal wieder zu uns finden. Die Hinrunde verlief sportlich nicht gut. In der Winterpause haben wir die sportliche und personelle Situation analysiert, das Befinden: Was läuft sportlich falsch? Seither haben wir kein Spiel mehr verloren. Wir mussten aber auch in einem anderen Bereich aus der Krise finden: Wie würden Fans und Verein nach den Ausschreitungen wieder zusammenfinden? Wir veranstalteten eine Podiumsdiskussion, hielten Sitzungen ab, suchten den Dialog. Der Verein, die Spieler, die Fans haben dadurch Nähe geschaffen, haben sich um einen direkten Kontakt bemüht. Das Verhältnis ist momentan extrem gut.

Im Merian-Verlag erscheint im Mai das Buch «Basler Choreo». Es ist eine Hommage an die Basler Fankultur. Sie haben das Vorwort geschrieben. War das auch Teil einer Annäherung?

Ich hatte schon vor dem 13. Mai einen engen Kontakt zu den Fans. Ich wollte mit dem Vorwort den Fans etwas zurückgeben, namentlich jenen Fans in der Muttenzer Kurve. Sie sind unersetzbar. Sie sind unser zwölfter Mann. Es ist ein bisschen wie Embryologie: Zuerst war der Fussball, dann die Zuschauer, die Fans; erst dann kam der institutionelle Anbau. Das Spiel, die Fans, diese Verbindung gilt es zu behaupten, es ist die Essenz des Spiels.

Der serbisch-australische Doppelbürger Ivan Ergic wurde in Sibenik, im heutigen Kroatien, geboren. Als er zehn Jahre alt war, brach der Krieg aus und seine Eltern flüchteten mit ihm nach Serbien, von dort wanderten sie, als Ivan vierzehn Jahre alt war, nach Australien aus. Mit achtzehn erhielt er einen Profivertrag beim australischen Verein Perth Glory. Im Jahr 2000 wechselte er zu Juventus Turin und wurde an den FC Basel ausgeliehen. Dort spielt er bis heute.

Captain Ivan Ergic, 26, ist der dienstälteste Spieler des FCB. Er gilt als einer der talentiertesten Mittelfeldspieler Europas. 2006 stand er im Aufgebot der serbisch-montenegrinischen Nationalmannschaft für die WM in Deutschland. Zurzeit bestreitet er mit der serbischen Natio-nalmannschaft die Qualifikation für die Euro 08.

WOZ vom 03.05.2007


_________________
Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
18. Dezember 2009, 15:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Cjarner
Board Messias


Anmeldedatum: 25.01.2009
Beiträge: 485
Wohnort: Nazaret

Beitrag Antworten mit Zitat
vielen dank!

_________________
Übrigens, das möcht ich noch loswerden, versteh ich nicht warum ums Klauen im Allgemeinen so ein riesen Bohei und Schwanzvergleich gemacht wird. Hab auch schon Leute erlebt, die Klauen für das coolste der Welt halten, dies bei jeder Gelegenheit kundtun und dann auch noch dumme Sprüche loslassen, wenn einer was bezahlt. Wozu? Klauen oder sein lassen. Das coolste der Welt ist eh Punkrock.
18. Dezember 2009, 15:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Pressluftpinocchio
Schraubenverdreher


Anmeldedatum: 26.06.2005
Beiträge: 2944
Wohnort: q3dm17

Beitrag Antworten mit Zitat
Ich interessiere mich ja kaum für Fussball, aber Ivans Ausführungen folge ich gerne.

_________________
18. Dezember 2009, 16:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
gero



Anmeldedatum: 19.05.2006
Beiträge: 247

Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
...fcb-hools haben ja den ruf, mehr als nur den einten oder anderen nazi in ihren reihen zu beherbergen...


Vor 15 Jahren traf diese Aussage sicher zu.

_________________
Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen.
18. Dezember 2009, 16:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
dlx



Anmeldedatum: 24.12.2006
Beiträge: 289

Beitrag Antworten mit Zitat
der fcb hat, wie wohl jeder super league club, eine sehr heterogene kurve(die zeiten, als in der südkurve noch antifa-fahnen wehten, sind ja auch schon länger vorbei).

_________________
Endlich also hat es sich herausgestellt, daß die Wiege der Freiheit nichts anders ist als das Zentrum der Barbarei und die Pflanzschule der Jesuiten, daß die Enkel Tells und Winkelrieds durch keine andern Gründe zur Raison zu bringen sind als durch Kanonenkugeln.
20. Dezember 2009, 22:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
gero



Anmeldedatum: 19.05.2006
Beiträge: 247

Beitrag Antworten mit Zitat
Ivan Ergic: «Spieler werden zum Produkt, Fans zu Konsumenten»

Spieler werden zum Produkt, Fans zu Konsumenten


Vielen Dank Ivan, einmal mehr ein toller Artikel!

_________________
Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen.
17. September 2010, 09:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
Ein weiteres Interview mit Ivan Ergic:

http://balkan.blog.nzz.ch/2012/01/11/ivan-ergic-kopf-ballspieler/

_________________
Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
14. März 2012, 12:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Evisor



Anmeldedatum: 10.02.2011
Beiträge: 38
Wohnort: Bern

Beitrag Antworten mit Zitat
Pass wohl auch ganz gut zum Thema. Soviel zu Druck:

http://www.20min.ch/sport/fussball/story/-Torres-hat-ein-psychisches-Problem--24387019
14. März 2012, 19:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Evisor



Anmeldedatum: 10.02.2011
Beiträge: 38
Wohnort: Bern

Beitrag Antworten mit Zitat
und wenn man auf (sportlichen) Leistungsdruck scheisst ....

http://www.20min.ch/digital/dossier/clips/story/Die-Natur-ruft---im-duemmsten-Moment-18863619
14. März 2012, 21:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Neue Antwort erstellen    Forum-Übersicht » Literatur & Leseecke Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu: 
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Design by Freestyle XL / Music Lyrics.Deutsche Übersetzung von phpBB.de