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Erdbeben in Chile

 
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Erdbeben in Chile
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lazlo wanda



Anmeldedatum: 26.12.2008
Beiträge: 650

Beitrag Erdbeben in Chile Antworten mit Zitat
http://libcom.org/news/chile-private-property-rule-law-take-priority-over-human-life-post-earthquake-chaos-0203201

Nach dem Erdbeben in Chile steht das Land Kopf: Chaos, Anarchie,
bewaffnete Plünderer und Erinnerungen an die Militärdiktatur sind
auf jeden Fall die Lieblingsworte der Medien. Die Artikel klingen wie ein Copy-
paste der Berichterstattung, die nach dem Erdbeben in Haiti vor rund
zwei Monaten folgte. Der einzige Unterschied dabei ist, dass es in Chile
noch einen "funktionierenden" Staat gibt. Die sozialistische Präsidentin
Chiles, Michelle Bachelet, die am 11. März ihr Amt dem neugewählten
rechtskonservativen Sebastian Pinera übergeben wird, hat dafür
gesorgt, dass schnellstmöglich genügend Militärs und dem Militär
angeschlossene Polizeikräfte (Carabineros) mobilisiert werden
konnten, um diese danach in die betroffenen Gebiete zu entsenden.

Die Medienberichte sind sehr undiffernziert. Nach dem Erdbeben
ist in vielen Teilen Chiles die Infrastruktur zusammengebrochen:
Die Stromversorgung wurde unterbrochen und viele Wasser- und Gas-
leitungen zerbarsten. Es kam schnell zu grösseren Bränden.
Der Zusammenbruch der Wasserversorgung war schnell ein
massives Problem, da die Menschen kein Trinkwasser hatten.
So kam es schnell Plünderungen von Supermärkten. Vielerorts
wurden Lebensmittel in den einzelnen Stadtteilen kollektiviert, nach
Familiengrösse und Bedürfnissen aufgeteilt. In den Supermärkten
nahmen sich die Leute das was sie brauchten und hamsterten
im Normalfall nicht. Im Gegenzug zu diesen solidarischen Aktionen
gab es auch bewaffnete Banden, die vor allem Häuser plünderten
und diese danach anzündeten. Menschen, die sich am Elend
von anderen bereichern. Die Medien verwischen nun diese zwei
Formen und zeichnen ein destruktives Bild, das sie "Anarchie"
nennen.

In der zweitgrössten Stadt Chiles, in Concepcion, zeigt sich
ein Bild wie nach einem Miltärputsch: Panzer und Miltärs
sind im Zentrum aufgefahren und patroullieren in der Stadt.
Der Staat zeigt seine Zähne, wenn es darum geht die
"öffentliche Ordnung" zu bewahren, das heisst das
Privateigentum der Kapitalisten zu schützen...Berichten zufolge
gibt es bereits ein Opfer zu beklagen, das durch Kugeln des
Militärs starb...Lieber lässt man die Produkte in den Super-
märkten vergammeln anstatt diese gratis zu verteilen....

Diesmal fürs erste...

_________________
Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
05. März 2010, 13:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



Anmeldedatum: 26.12.2008
Beiträge: 650

Beitrag Antworten mit Zitat
ebenfalls von libcom:

ein Artikel aus der Times:
Poor are the last to get aid amid class war in Concepción


http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/us_and_americas/article7050551.ece

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Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
09. März 2010, 10:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1069

Beitrag Antworten mit Zitat
Haiti – Armut, Erdbeben, Hilfe, Imperialismus

http://www.koopera.ch/?p=1879

_________________
argumentum ad baculum
09. März 2010, 18:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



Anmeldedatum: 26.12.2008
Beiträge: 650

Beitrag Antworten mit Zitat
Krass:

Zitat:
Chile, nine days later
Nine days after an 8.8-magnitude earthquake killed hundreds of people in south-central Chile, relief efforts were beginning to reach those in need, rescue missions became recovery missions, and rebuilding is already under way. In the days since the February 27th quake, nearly 150 aftershocks have been recorded, including thirteen above magnitude 6.0. The government has been criticized by Chileans, who say the response was slow and inefficient. One recent government action was to grant a short amnesty to looters before sending troops out in search of stolen goods. Nearly $2 million worth of looted items were returned, often dumped on roadsides, by Sunday. Collected here are photographs from the past week in quake-affected Chile. (41 photos total)


http://www.boston.com/bigpicture/2010/03/chile_nine_days_later.html

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Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
18. Mai 2010, 08:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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