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Conways Spiel des Lebens

 
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Conways Spiel des Lebens
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far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Conways Spiel des Lebens Antworten mit Zitat
Zuerst das hier lesen:
http://www.mathematische-basteleien.de/gameoflife.htm#Computereinsatz

Dann hier rumspielen, nachstellen, sich wundern!
http://www.bitstorm.org/gameoflife/

Hier auch noch mehr:
http://de.wikipedia.org/wiki/Conways_Spiel_des_Lebens

Zitat:
John Horton Conway schreibt in seinem zweiten Buch “Gewinnen” über das Lebensspiel: “Wohl niemand wird ... der Versuchung, Parallelen zu realen Lebensprozessen zu ziehen, widerstehen. Hat man eine ‚Ursuppe‘ von Aminosäuren, die groß genug ist und genügend viel Zeit hat, dann können selbstreproduzierende und sich bewegende Automaten einfach aufgrund der Übergangsregel, die mit der Struktur der Materie und den Naturgesetzen gegeben sind, entstehen. Man kann sich sogar vorstellen, daß die zugrundeliegende Raum-Zeit ihrerseits ‚gekörnt‘ ist, also aus diskreten Einheiten zusammengesetzt, und daß das ganze Universum eigentlich nichts anderes ist als ein Zellenautomat, den ein riesiger Computer dirigiert – dies ist ein Vorschlag von Edward Fredkin und anderen. Ein bewegtes Teilchen auf dem absoluten Mikro-Niveau könnte dann nichts weiteres sein als so etwas wie einer von unseren Gleitern, der so aussieht, als bewege er sich auf dem Makro-Niveau, während er sich in Wahrheit immer nur um Zustandsänderungen elementarer Raum-Zeit-Zellen handelt, die nach noch zu entdeckenden Übergangsregeln ihre Zustände ändern.”
Die Conway-Fredkinsche Ursuppen-Idee wurde daraufhin in kürzester Zeit in ein Computerprogramm namens “Genesis” realisiert, in dem die Erzeugung der Spielfiguren dem Zufall überlassen wurden. Das Spielfeld auf dem Computerbildschirm repräsentierte die Ursuppe, in der sich die durch Zufall geschaffenen Muster den Spielregeln des Lebensspieles unterworfen haben. Hierbei entstanden tatsächlich die schon bekannten Formen Blinker, Block und sogar Gleiter, wobei bereits der Blinker als eine Art von Vorform von Leben (evtl. dem Virus ähnlich) angesehen wird.
Von Konrad Lorenz stammt der Begriff Fulguration. Er versteht darunter das spontane Auftreten einer Systemeigenschaft durch das Zusammentreten von Elementen. Dabei ist die neu aufgetretene (fulgurierte) Eigenschaft des Systems weder eine Eigenschaft der Elemente, noch läßt sie sich aus deren Eigenschaften ableiten. Für Fulguration wird oft auch das Wort Emergenz synonym gebraucht. So sind zum Beispiel Wasserstoff und Sauerstoff Gase mit bestimmten Eigenschaften. Wird Wasserstoff mit Sauerstoff verbrannt, so entsteht daraus Wasser, bei normaler Temperatur kein Gas mehr, vielmehr eine Flüssigkeit mit total anderen Eigenschaften. Treten Sauerstoff, Wasserstoff, Kohlenstoff und Stickstoff in geeigneten Mengenverhältnissen zusammen, so entsteht Eiweiß – wiederum ein Stoff mit ganz anderen Eigenschaften. Verbinden sich schließlich Eiweißkörper zu hochkomplizierten organischen Gebilden, so kann daraus ein Virus, eine Zelle, ein Organismus entstehen.Auch im Conwayschen Lebensspiel entsteht aus drei Spielsteinen, wenn man sie nur in geeigneter Weise anordnet, ein lebendiges Etwas, das zuvor in keinem der Steine steckte: der Blinker. Einmal geschaffen, blinkt er in alle Ewigkeit vor sich hin. Nicht die Spielsteine fulgurieren, emergieren oder werden lebendig, sie erwecken vielmehr nur das Spielfeld zum Leben. Sie holen gewissermaßen, aufgrund der vorher schon festgesetzten Regeln, aus diesem Spielfeld die faszinierende Vielfalt neuer Eigenschaften, das Leben heraus, das latent in ihm schlummert. Sind somit die Eigenschaften anderer fulgurierter Systeme nichts anderes als spezielle Hervorhebungen von Eigenschaften aus einem immer schon vorhandenen Eigenschaften-Vorrat (eines Substrates)?

http://www.hwi-zartbitter.de/archiv/zb0399/seite90.htm

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
30. Mai 2010, 17:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
far



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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
01. Juni 2010, 22:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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