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Memorandum an H&M – 15 Tage Ultimatum

 
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Memorandum an H&M – 15 Tage Ultimatum
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far



Anmeldedatum: 25.06.2005
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Beitrag Memorandum an H&M – 15 Tage Ultimatum Antworten mit Zitat
Zitat:
Liebe GenossInnen,

Die National Garment Workers Federation (NGWF) übergab dem H&M Büro in Bangladesh am 01. Juni 2010 ein Memorandum, in dem sie die Erhöhung der Kompensation für die 22 toten ArbeiterInnen von Garib&Garib einforderten. Darin bedankt sich die NGWF bei H&M einerseits für die verschiedenen positiven Aktivitäten in Bangladesh, andererseits stellt sie fest, dass die Ermittlung der Kompensationssumme für die 22 Toten zu ihrer völligen Unzufriedenheit ausgefallen ist. Die NGWF argumentiert, dass die Ermittlung der Kompensation nach dem Prinzip des Verlustes an Einkommen geschätzt werden muss. Dabei verweist sie auf die Schätzungen für die Todesopfer von SPECTRUM und MATRIX SWEATER. Warum ist ein solches Vorgehen nicht auch für die ArbeiterInnen von H&M möglich? Im Zusammenhang damit hebt die NGWF ebenso den Zahlungsverzug hervor. Infolge früherer Gespräche traf sich am 01.Juni eine sechsköpfige Delegation der NGWF, unter ihnen der Präsident Amirul Haque Amin und die Generalsekretärin Safia Pervin, mit VertreterInnen von H&M. Von deren Seite waren anwesend: Herr Manish Chawla, Hauptvertreter von H&M in Bangladesh, Herr Basirun Nabi Khan, lokaler Manager von COC, und Frau Payal Jain, die Vertreterin der COC in Bangladesh. In der Diskussion verwies die NGWF desweiteren auf den Umstand, dass Zahlungen lediglich an Kinder unter 18 Jahre und ältere Mütter vorgenommen wurden, wobei Angehörige, die beispielsweise ihren Mann verloren hätten, nichts bekommen würden. Hier hob die NGWF ebenso hervor, dass sich die Kompensation nach dem Prinzip des Verdienstausfalls nicht sonderlich kompliziert darstellt, da die Verwandtschaftsverhältnisse und die damit verbundene prozentuale Aufteilung der Zahlungen, durch das Gesetz von Bangladesh und nach dem muslimischen Gesetz, eindeutig geregelt sind. In dem Memorandum kündigt die NGWF an, dass sie ihre Kampagne fortsetzen wird und räumt den Verhandlungspartnern ein Ultimatum von 15 Tagen ein.

Mit solidarischen Grüßen,

Amirul Haque Amin

Präsident der National Garment Workers Federation
02.06.2010

http://www.fau.org/artikel/art_100614-200614

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
15. Juni 2010, 12:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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