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Schweiz
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Schweiz
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Melnitz



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Beitrag Schweiz Antworten mit Zitat
In diesen Thread sollen Artikel zu aktuellen Themen, aber auch theoretische Artikel zur Schweiz kommen. Ich fange gleich einmal an mit einem IKS-Artikel, der die vielbesungene "direkte Demokratie" kritisert:

Direkte Demokratie - Noch eine Illusion, die uns ans System binden soll

Zudem soll der Reallohn in der Schweiz erneut sinken:

Teuerung frisst Lohnerhöhung auf
25. Juni 2010, 13:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Auch die Schweiz wird in den Strudel der Krise gezogen:

Zitat:
Der Euro fällt und fällt – doch die Nationalbank darf nichts tun

Erstmals seit der Finanzkrise sinkt die Notenbankgeldmenge. Das heizt den Frankenkurs weiter an. Nun befürchten Gewerkschaften und die Wirtschaftsverbände Produktionsverlagerungen ins Ausland.

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02. Juli 2010, 10:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Angst vor der Immobilienblase - auch in der Schweiz:

Zitat:
Finma-Chef warnt vor Immobilienblase

Für den Leiter der eidgenössischen Finanzmarktaufsicht, Patrick Raaflaub, liegen in der Schweiz «alle Zutaten für eine kräftige Immobilienblase» vor.

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04. Juli 2010, 12:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Here we go again, next:

Zitat:
Thurella streicht fast jeden zweiten Arbeitsplatz – Werk in Eglisau wird geschlossen

Zu ihm gehören Marken wie Obi, Rittergold, Biotta oder Rimuss. Nun baut der Safthersteller in Eglisau ZH und in Egnach TG bis Ende Jahr rund 100 von gegenwärtig 220 Stellen ab.

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16. Juli 2010, 11:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Hier noch mit 20 Sekunden Video Ansprache des Produktionsleiters. "Sehr schön":

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/07/16/Wirtschaft/Thurella-dreht-den-Safthahn-zu-100-Jobs-weg
16. Juli 2010, 11:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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By the way: hat jemand eine Ahnung, welche Gewerkschaft für Thurella zuständig ist? UNIA?
16. Juli 2010, 11:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Kommentar der Thurgauer-Zeitung zu Thurella:

Mit dem Rücken zur Wand

Die Geschichte ist der Deisswil-Story ziemlich ähnlich, nur mit dem Unterschied dass hier die Belegschaft rein gar nichts zu machen scheint...
20. Juli 2010, 00:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Melnitz hat Folgendes geschrieben:
By the way: hat jemand eine Ahnung, welche Gewerkschaft für Thurella zuständig ist? UNIA?


Rausgefunden. Unia und Syna, wenn überhaupt.

Zitat:
Die Entlassungen würden auf Ende August mit Wirkung auf Ende Jahr oder später ausgesprochen, sagte Stephani. Man habe sie früh kommunizieren wollen. Der Sozialplan wurde von der Firma mit der Personalkommission ausgehandelt. Die Gewerkschaften Syna und Unia waren daran nicht beteiligt. Das bestätigten Erich Kramer (Unia) und Pius Riedener (Syna). Nur wenige Thurella-Mitarbeiter seien gewerkschaftlich organisiert, sagte Stephani.

Es gebe Syna-Mitglieder, die bei der Thurella arbeiteten, doch hätten sich diese bisher nicht gemeldet, bedauert Riedener. Kramer ist schockiert über den Stellenabbau und sprach bitter von einem schönen Feriengeschenk. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt sei noch nicht rosig. Für Hilfsarbeiter sei es ohnehin schwierig, und die Maschinisten seien Spezialisten. Ihre Aussichten hingen davon ab, ob es freie Stellen für ihre Spezialisierung gebe.

http://www.thurgauerzeitung.ch/thurgau/kanton/Thurella-streicht-fast-jeden-zweiten-Arbeitsplatz/story/11967904

21. Juli 2010, 12:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Was anderes, zur prekären Arbeit im Arbeitsmarkt der Schweiz:

Zitat:
Konkreter Gegenstand ihrer Analyse ist der Schweizer Arbeitsmarkt. Entgegen den offiziellen Statistiken zeigen sie auf, dass Beschäftigungszuwächse fast ausschliesslich im Bereich prekärer Arbeit stattfinden

Internationale Studien beziffern den Anteil prekärer Beschäftigungsverhältnisse je nach Land auf zehn bis 35 Prozent aller Erwerbsverhältnisse. Auch in der Schweiz sind die zwei vergangenen Jahrezehnte nicht spurlos am Arbeitsmarkt vorbeigezogen. Ein Teil der Beschäftigungszuwächse hat zwar im hoch qualifizierten Bereich stattgefunden, aber insgesamt sind die Kerne "normaler" Vollzeitbeschäftigung geschrumpft. Ihnen steht heute eine beträchtliche Anzahl von Temporärarbeitern, Beschäftigten auf Abruf oder Scheinselbständigen gegenüber, die in den letzten Jahren zum Teil exponentiell gewachsen ist. Allerdings schlägt sich Prekarisierung nur zu einem Teil in den Statistiken nieder. Beschäftigungsverhältnisse werden grundsätzlich wieder unsicherer, und zwar nicht nur in den Randlagen des Arbeitsmarktes.


Aus einem Interview mit dem Herrn Pelizzari aus der letzten Analyse & Kritik (18. Juni 2010, S. 24/25). Leider nicht online. Und so sieht die angetönte Studie des Herrn Pelizzari aus: http://www.bol.ch/shop/boc_start_startseite/typhoonartikel/ID17593766.html;jsessionid=fdc-x88xpzpghq5.tc1#
21. Juli 2010, 16:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Alles wird gut ...

Zitat:
Der Aufschwung am Arbeitsmarkt hält an

Die Arbeitslosigkeit ist zum sechsten Mal in Folge gesunken. Nur in einer Alterskategorie ist sie angestiegen.

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07. August 2010, 13:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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"Nur in einer Alterskategorie ist sie angestiegen."

In der von 18-65 Jahren!

_________________
argumentum ad baculum
09. August 2010, 08:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Alles wird schlecht? ;)

Artikel in der Jungen Welt:

Zitat:
17.08.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Wolken über der Schweiz

Überhitzter Immobilienmarkt, Löcher in den Pensionskassen und nervöse Börsianer. In der Alpenrepublik mehren sich die Sorgen

Von Raoul Rigault

Alle reden vom Aufschwung, doch hinter der rosaroten Fassade droht die Wirtschaftskrise zum Dauerzustand zu werden. Selbst in der solventen Schweiz geht die Furcht vor einem Neubeginn des Krisenzyklus um.

Gerade erst schienen sich die Anzeichen für eine Erholung zu verdichten. Innerhalb von drei Monaten stieg die Kapazitätsauslastung der Industrie von 80 auf 83 Prozent, der Privatverbrauch konsolidierte sich, die BAK Basel erhöhte ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 1,2 auf 2,0 Prozent, und die Broker hatten den angeschlagenen Bankriesen UBS, trotz weiter abfließender Kundengelder, wieder ins Herz geschlossen, nachdem dieser in seiner Halbjahresbilanz 2010 einen Nettogewinn von 3,1 Milliarden Euro auswies und damit nominell vor der Deutschen Bank rangierte.

Ein Stimmungskiller war dann am Mittwoch der Einbruch am Züricher Aktienmarkt. Die Kurse brachen um mehr als zwei Prozent ein und erholten sich auch an den beiden folgenden Tagen nicht wieder. Insbesondere konjunktursensible Werte mußten Federn lassen. So verloren die Uhren- und Luxusgüterproduzenten Swatch und Richemont überdurchschnittlich 3,3 bzw. 3,8 Prozent. Aktien des Elektrotechnikkonzerns ABB gaben um 4,3 Prozent nach. Düster ist auch wieder die Stimmung in der Bankenbranche, wo die Papiere von Credit Suisse, ­Julius Bär und UBS um 3,3 bis 4,5 Prozent absackten. Obendrein zeigte der am 12. August veröffentlichte Swisscanto Pensionskassen-Monitor, daß sich der Deckungsgrad der Schweizer Rentenkassen im Vergleich zum Vorquartal von 100,5 auf nur noch 97,9 Prozent reduzierte.

Die Hiobsbotschaft kommt jedoch vom Wohnungs- und Häusermarkt. Der Chef der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht, Patrick Raaflaub, warnt vor einer zu laxen Vergabe von Hypothekendarlehen, wie sie 2007 in den USA zum Auslöser der globalen Krise wurde. »Wir haben momentan in der Schweiz alle Zutaten für eine kräftige Immobilienblase.« Die brisante Mischung besteht aus extrem niedrigen Zinsen, dem Glauben der Leute, Immobilien seien praktisch risikolose Anlagen, einer großen Nachfrage sowie stark steigenden Preise zumindest in einigen Regionen. Zugleich beklagt Raaflaub die eigene Machtlosigkeit, dem als öffentliches Organ entgegenwirken zu können. Es sei »schwierig als Aufsichtsbehörde, bremsend auf die Vergabe der Banken bei Hypotheken hinzuwirken«. Letztlich sei das die Privatangelegenheit der Kreditinstitute und deren Risikomanagement.

Mit seiner Warnung steht der Aufseher nicht allein. Auch die Schweizer Nationalbank (SNB) erkannte »Anzeichen für eine Überhitzung«. Trotz Rezession und dem schärfsten Einbruch der Exporte seit 1947 seien die verlangten Preise für Einfamilienhäuser im vergangenen Jahr um sechs Prozent gestiegen. Sollten die weiter zulegen, wäre dies als »Beginn einer Blase« zu werten. »Stoff zum Nachdenken«, wie es die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) nannte, gibt es reichlich. In Zürich, Genf und Nyon haben sich die Preise in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Zum gegenwärtigen, eher schwachen Wirtschaftswachstum trägt vor allem die Baubranche bei. »Wir registrieren hier eine um 15 Prozent höhere Nachfrage nach Personal als vor einem Jahr«, sagt der Chef des Leiharbeitskonzerns Manpower Schweiz Urs Schüpbach.

Unter großen und kleinen Vermögensverwalter feiert das hemmungslose und blindwütige Jonglieren mit fiktivem Kapital fröhliche Urständ. Als hätte es nie eine Finanzkrise gegeben, werden selbst die internen Richtlinien häufig mißachtet. Eine Umfrage der SNB zeigte Mitte Juni, daß Institute mit einem Marktanteil von total 30 Prozent das Ausmaß ihrer Ausnahmekredite nicht kennen und damit einen blinden Fleck in der Risikoschätzung haben. Dabei gelten die Standards unter den Notenbankern bereits als lax. Sogar die NZZ fand das »bedenklich« und für den Ökonomieprofessor der Uni Basel, Peter Kugler, stellt das ein »beträchtliches Risiko« dar. Kein Wunder, denn die Hypothekenforderungen der Banken in der Schweiz wuchsen im vergangenen Jahr, bedingt durch rekordtiefe Zinssätze, um 5,2 Prozent auf 724,8 Milliarden Franken (aktuell 537 Milliarden Euro). Das ist fast das Eineinhalbfache des gesamten Bruttoinlandsproduktes. Das Volumen der giftigen Baudarlehen mit aufgeweichten Vergabekriterien bezifferte die SNB auf Basis der höchst unvollständigen Datenlage vorerst auf sechs Milliarden Fränkli und damit doppelt so viel wie 2006.

Sollte es hier zu größeren Zahlungsausfällen kommen, wird das schmerzhafte Folgen haben. Auch wenn sich die Eigenkapitaldecke der Großbanken verbessert hat, entsprach das regulatorische Kernkapital laut dem jüngsten Finanzstabilitätsbericht der SNB Ende 2009 nur knapp drei Prozent der gesamten Bilanzsumme. Klammert man Mischformen von Eigen- und Fremdkapital sowie Steuergutschriften aus und berücksichtigt nur das »reine« Eigenkapital, dann kommen UBS, Credit Suisse & Co. sogar nur auf ein Prozent.

Derzeit spricht viel dafür, daß man sehenden Auges in die nächste Krise stolpert. Die Zentralbank steht mangels direkter Interventionsmöglichkeiten vor einem Dilemma. Um die Kreditvergabe zu bremsen, müßte sie die Leitzinsen anheben. Das würde die Aufwertung des Franken zum Euro beschleunigen, der Exportindustrie schaden und die fragile Konjunktur abwürgen.

Auch Finma-Direktor Raaflaub erkennt im NZZ-Interview an, daß »nach all den Fehlleistungen« eigentlich jemand »für eine gefühlte Gerechtigkeit sorgen« müßte. Er bezweifelt aber, »daß wir als Aufsichtsbehörde diese Rolle übernehmen können«. Zwar besteht seit kurzem die Möglichkeit eines Berufsverbotes für Banker, und man wolle »vermehrt Einzelpersonen zur Rechenschaft ziehen«. Doch dies führe zu einer »massiven Verlangsamung unserer Verfahren« – und am System ändert es ohnehin nichts.

16. August 2010, 22:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Interview über prekäre Arbeitsverhältnisse in der Schweiz mit dem oben erwähten Pelizzari in der WoZ:

Kampf um Positionen
24. August 2010, 12:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Wuhuuuu:

Zitat:
Angst drückt den Franken hoch

Heute Morgen hat der Franken einen historischen Höchststand erreicht. Laut Analysten dürfte es nicht der letzte gewesen sein. Wie das Gold und die Zinsen ist die Schweizer Währung ein Fiebermesser der Angst.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Angst-drueckt-den-Franken-hoch/story/16121867

25. August 2010, 15:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Wildwest bei der Neuenburger Maschinenfabrik Voumard. Aus der aktuellen WoZ (26.08.2010, S. 2):

Zitat:
„Die kennen weder Rücksicht noch Moral“

Fabrikschliessung. Die „Delokalisation“ der Neuenburger Maschinenfabrik Voumard wird zum Politikum.

Von Helen Brügger

Am Freitag, 13. August, erfuhren die MitarbeiterInnen der Neuenburger Maschinenfabrik Voumard, dass das Unternehmen definitiv geschlossen wird. Als sie am folgenden Montag in den Betrieb kamen, waren die Maschinen abtransportiert, Schubladenschlösser gesprengt, die persönlichen Effekten der Beschäftigten geräumt und verpackt. „Eine üble Geschichte!“, sagt Gewerkschaftssekretärin Catherine Laubscher: „Eine Delokalisierung in zwei Tagen, so etwas haben wir noch nie erlebt!“

Das traditionelle Familienunternehmen Voumard in Hauterive, spezialisiert auf die Herstellung von Schleifmaschinen, war lange Zeit ein Prunkstück der Neuenburger Industrie. Vor sechs Jahren verkaufte die Gründerfamilie ihre Fabrik und die seit über siebzig Jahren führende Marke Voumard an die deutsche Peter-Wolters-Gruppe; Wolters selbst gehört zur US-amerikanischen Novellus-Gruppe, die neben industriellen auch finanzielle Aktivitäten betreibt. Seither gehe es bei Voumard „amerikanisch“ zu, sagt Laubscher.

Gewerkschafter verprügelt

Eine erste Entlassungswelle im letzten Jahr fand gänzlich ohne Konsultation der Gewerkschaft Unia statt. Auch diesen Juli erfuhr die Gewerkschaft zuerst über die Medien von der Delokalisierung des Betriebs nach Deutschland und der geplanten Entlassung aller 94 Beschäftigten. Eine Unia-Delegation versuchte darauf, an einer Pressekonferenz von Voumard teilzunehmen, doch die Sicherheitsfirma Protectas verhinderte den Zutritt mit Gewalt: Die GewerkschafterInnen und ein Kamermann des Westschweizer Fernsehens wurden von den Protectas Agenten verprügelt.

Die erste Ankündigung der Schliessung fand eine knappe Woche vor den Betriebsferien statt, die bei Massenentlassungen obligatorische Konsultation der Sozialpartner fiel in die Sommerflaute. Es brauchte den Druck des Maschinenindustrie-Dachverbands Swissmem, bis die Direktion sich bereit erklärte, eine Unia-Delegation zu empfangen.

Dennoch hofften die Beschäftigten in den letzten Wochen auf eine mögliche Wende: die Übernahme der Firma durch die lokalen Manager oder den Aufkauf durch andere Interessenten. Selbst ein Rückkauf durch die Familie Voumard wurde von den Medien thematisiert. Der freisinnige Neuenburger Staatsrat Frédéric Hainard stellte eine staatliche Kreditgarantie in Millionenhöhe in Aussicht, doch der verlangte Preis in Höhe von 25 Millionen Franken schreckte die interessierten Manager ab. „Das industrielle Potenzial des Unternehmens war intakt“, schätzt Unia-Sekretär Loic Dobler, „aber nicht mit einer Schuld von 25 Millionen.“ Und so kam es am 13. August zur sofortigen Schliessung; seit Anfang dieser Woche verhandelt die Unia über den Sozialplan. „Einfach ist es nicht“, sagt Dobler. Er hat die harte Hand des Unternehmens als Opfer der Protectas-Prügelei selbst kennengelernt: „Die kennen weder Rücksicht noch Moral.“

Hurnis grundsätzliche Frage

Die Schliessung, verbunden mit der Massenentlassung, wirft hohe Wellen im krisengeschüttelten Kanton. Unter anderem, weil die Firma in den letzten Jahren kurzarbeiten liess und dafür Gelder aus der Arbeitslosenkasse in Höhe von 3,3 Millionen Franken bezog. Auch dass der für seine rabauzigen Methoden bekannte – und unterdessen zurückgetretene – Volkswirtschaftsdirektor Hainard politisch angeschlagen war, gibt dabei Anlass zu Spekulationen. „Wer weiss, vielleicht wären die Voumard-Besitzer unter anderen Umständen mit weniger Arroganz aufgetreten“, sagt Baptiste Hurni, Parteipräsident der Neuenburger SozialdemokratInnen. Die SP will nun wissen, was genau zwischen dem Departement und der Voumard-Direktion verhandelt wurde.

Darüber hinaus stellt Hurni eine grundsätzliche Frage: „Wie kann man verhindern, dass Unternehmen, die während Jahren von Steuererleichterungen profitieren oder mit öffentlichen Geldern Kurzarbeit finanzieren, anschliessend einfach dichtmachen?“ Seine Parteisektion regt eine parlamentarische Initiative der SP-NationalrätInnen an, die die Stellung der Lohnabhängigen bei kollektiven Entlassungen stärkt. „man könnte sich ein kantonales oder nationales Kontrollorgan vorstellen, das angekündigte Entlassungen überprüft und verbietet, wenn sie wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen sind.“

26. August 2010, 12:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zwei weitere Massenentlassungen in der Schweiz:

Zitat:
Givaudan verpasst den Mitarbeitern einen Maulkorb

Heute haben 120 Mitarbeiter des Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan erfahren, dass sie wohl ihre Stelle in Kemptthal verlieren.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Givaudan-verpasst-den-Mitarbeitern-einen-Maulkorb/story/23302230


Zitat:
Feldschlösschen schliesst Cardinal-Brauerei in Freiburg

Ab Juni 2011 wird das Bier bei Feldschlösschen in Rheinfelden gebraut

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/feldschloesschen_schliesst_cardinal-brauerei_in_freiburg_1.7394443.html


Aber:

Zitat:
Gewerkschaft Unia will sich gegen Cardinal-Schliessung wehren

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/agenturen-ticker/Gewerkschaft-Unia-will-sich-gegen-CardinalSchliessung-wehren/story/25355429

31. August 2010, 14:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag Die Cardinal-Brauerei sollte schon 1996 geschlossen werden. Antworten mit Zitat
Damals gab es in Freiburg starken Widerstand: Eine Demo mit über 10'000 Leuten, an Gottéron-Spielen wurden Unterschriften gegen die Schliessung gesammelt, der ganze Kanton boykottierte Feldschlösschen - worunter Umsatz und Ruf erheblich litten. Feldschlösschen zog den Schliessungsbeschluss zurück, verlagerte aber einen Teil der Produktion...
31. August 2010, 15:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Es gibt auch dieses Mal wieder Widerstand. Eine Facebook-Gruppe hat sich gegründet und innerhalb kurzer Zeit 400 Beitritte erhalten. Es soll eine Demo geben...

http://www.facebook.com/group.php?gid=114933418537108&ref=search#!/group.php?gid=155633011120769
31. August 2010, 15:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Here we go again. Krisenbereinigungen:

Aderlass bei wichtigstem Arbeitgeber im Sensebezirk

Deisswil reloaded?

Zitterpartie um Sägewerk Mayr-Melnhof

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
07. Dezember 2010, 03:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Deisswil reloaded?

Zitterpartie um Sägewerk Mayr-Melnhof


Tut sich da was?

Dubioser Streikaufruf bei Mayr-Melnhof

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14. Dezember 2010, 18:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Nicht unbedingt Griechenland, aber gut Ding will Weile haben:

Die Sägerei war eine Nummer zu gross

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16. Dezember 2010, 03:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Das meinen die "Genossen" der Unia dazu:

http://www.unia.ch/news_aktionen.9.0.html?&no_cache=1&L=10&tx_ttnews[tt_news]=6382&tx_ttnews[backPid]=1&cHash=d6d821c200

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16. Dezember 2010, 03:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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Beitrag Behinderte ficken! Antworten mit Zitat
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wegen-IVSparkurs-muessen-16000-Rentner-auf-Jobsuche/story/15353659

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16. Dezember 2010, 10:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Beitrag Antworten mit Zitat
In der Nacht auf Heute hat die Aktionsgruppe „Klassensolidarität“ (AGK) in Winterthur gleichzeitig zehn Wohnhäuser von SVP-Exponenten mit einer Botschaft versehen. Damit will sie ihre Solidarität mit den ausländischen Lohnabhängigen zum Ausdruck bringen, welche immer häufiger und unverfrorener zur Zielscheibe angstschürender SVP-Politik werden. Die Kritik der AGK richtet sich jedoch nicht gegen eine einzelne Partei, sondern gegen die dahinter liegende Tendenz des Kapitalismus seine Probleme auf Randgruppen abzulenken. Mit ihrer Aktion ruft die AGK dazu auf, der Fremdenangst den Zusammenhalt aller Arbeitnehmenden unterschiedlicher Nationalität entgegen zu setzen.

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Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
27. Dezember 2010, 16:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Pressluftpinocchio
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Zitat:
Die Täter sind antidemokratisch.




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27. Dezember 2010, 18:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
In der Nacht auf Heute hat die Aktionsgruppe „Klassensolidarität“ (AGK) in Winterthur gleichzeitig zehn Wohnhäuser von SVP-Exponenten mit einer Botschaft versehen. Damit will sie ihre Solidarität mit den ausländischen Lohnabhängigen zum Ausdruck bringen, welche immer häufiger und unverfrorener zur Zielscheibe angstschürender SVP-Politik werden. Die Kritik der AGK richtet sich jedoch nicht gegen eine einzelne Partei, sondern gegen die dahinter liegende Tendenz des Kapitalismus seine Probleme auf Randgruppen abzulenken. Mit ihrer Aktion ruft die AGK dazu auf, der Fremdenangst den Zusammenhalt aller Arbeitnehmenden unterschiedlicher Nationalität entgegen zu setzen.

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http://www.telezueri.ch/webtv/?&channel_id=71&video_id=182662 (min 3:11)

heuberger, der reichste winterthurer, und rickli, die spezialistin in sachen schlafzimmerräuber, erzählen mit tränen in den augen von ihrem leid. starch!

zitat heuberger: "mir tuet de maler leid, wo das letscht jahr so schön gmaled hät..."

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
28. Dezember 2010, 16:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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Beitrag Antworten mit Zitat
"mir tuet de maler leid, wo das letscht jahr so schön gmaled hät..."

mir auch! solibeiträge nehme ich entgegen! kennt jemand den maler? unbedingt vom selbstmord abhalten.

_________________
argumentum ad baculum
29. Dezember 2010, 09:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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jaja, da wird jeder demokrat ganz gierig, wenn man mit schulen und sozialstaat ein bisschen hetzjagd gegen papierlose machen kann - nur der richtig deftige faschismus hätte noch das gewisse etwas...: http://tagi.ch/31171386

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04. Januar 2011, 11:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Red_Eyes



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Brandstiftung in Gebäude des Bundesstrafgerichts

Am Eingang eines Gebäudes des Bundesstrafgerichts in Bellinzona ist in der Nacht auf Montag ein Brand gelegt worden. Laut der Tessiner Kantonspolizei war das Feuer rasch unter Kontrolle. Tatverdächtige wurden bisher nicht gefunden. Verletzt wurde niemand.

Am Brandort wurden nach Angaben der Polizei Spraydosen gefunden. Auf die Wand war auf italienisch die Nachricht "Feuer den Gerichten - Schlagen wir den Staat nieder" gesprayt. Unterzeichnet war sie mit von Anarchisten benützten eingekreistem "A", wie die Polizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA mitteilte.

Der Brand war in der Nacht gegen 2 Uhr ausgebrochen, wie die Polizei mitteilte. Betroffen war ein Gebäude, in dem sich Büros des Bundesstrafgerichts befinden. Zwei Frauen, die in dem Gebäude arbeiteten, konnten dieses unverletzt verlassen.

Die Feuerwehr löschte den Brand rasch. In Mitleidenschaft gezogen wurden der Haupteingang des Gebäudes und dessen Umgebung. In dem Haus befinden sich die Regionaldirektion der Swisscom und Büros des Bundesstrafgerichts.
(Schweizerische Depeschenagentur)

_________________
Und wenn die Welt untergeht, werd ich sagen: «Ich war es nicht. Es war der Typ hinter mir.»
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«Das Leben ist ohne den Tod nicht auszuhalten, die Welt ohne Weltuntergang ein Alptraum.»
---
Scheiss auf Facebook! Ich hab ne Staatsschutzakte…
17. Januar 2011, 12:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
cuervo



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Red_Eyes hat Folgendes geschrieben:
...in der Nacht auf Montag... ...gegen 2 Uhr... ...Zwei Frauen, die in dem Gebäude arbeiteten...


wer bitte schön arbeitet sonntags (!) in die nacht bis 2 Uhr (!) ?!? workaholics?

_________________
Demonstrationen sind niemals "vernünftig". Wir bringen unsere Forderungen immer so provokant vor, dass die Mächtigen uns niemals zufriedenstellen können und deshalb die Mächtigen bleiben. Wenn sie dann unsere Forderungen nicht erfüllen, machen wir, zu Recht, Krawall.

Der Beamte verhaftete mich im Namen des Gesetzes. Ich schlug ihn im Namen der Freiheit!
17. Januar 2011, 15:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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reinigungspersonal, wachpersonal, call-center-arbeiterInnen (swisscom ist im gleichen gebäude untergebracht)...

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
17. Januar 2011, 16:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
cuervo



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reinigungspersonal: wäre doch eher samstag nacht am arbeiten...

wachpersonal: an die hab ich nicht gedacht... wären mir aber egal...

call-center-arbeiterInnen (swisscom ist im gleichen gebäude untergebracht): in der regionaldirektion? weiss nicht...

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Demonstrationen sind niemals "vernünftig". Wir bringen unsere Forderungen immer so provokant vor, dass die Mächtigen uns niemals zufriedenstellen können und deshalb die Mächtigen bleiben. Wenn sie dann unsere Forderungen nicht erfüllen, machen wir, zu Recht, Krawall.

Der Beamte verhaftete mich im Namen des Gesetzes. Ich schlug ihn im Namen der Freiheit!
17. Januar 2011, 19:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Nationalrat-Hans-Fehr-von-Linksautonomen-verpruegelt/story/30085491

hans fehr von linksautonomen verprügelt

elvis

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
21. Januar 2011, 20:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/01/21/Schweiz/Hans-Fehr-von-Anti-SVP-Demonstranten-verpruegelt

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
21. Januar 2011, 20:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/02/09/Wirtschaft/Energizer-Werk-in-La-Chaux-de-Fonds-bald-passe

energizer will werk in la chaux de fonds schliessen.

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09. Februar 2011, 19:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Savo hat Folgendes geschrieben:
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/02/09/Wirtschaft/Energizer-Werk-in-La-Chaux-de-Fonds-bald-passe

energizer will werk in la chaux de fonds schliessen.


es werden erstaunlich viele Werke in der Westschweiz geschlossen...

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10. Februar 2011, 10:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zwischendurch ein kleiner Streik im Tessin:

http://www.gmx.net/themen/schweiz/wirtschaft/1077sjy-mitarbeiter-der-trasfor-in-monteggio-haben-streik-beendet

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10. Februar 2011, 19:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Den Brüller heute per Mail bekommen: die UNIA-Funktionäre der Sektion Bern und Oberaargau-Emmental streiken!

Zitat:
Woche 7, 16. Februar 2011

a.. Vorgezogener Leitungswechsel in der Unia Sektion Bern
b.. Gesprächsangebot der Geschäftsleitung
c.. Gespräch mit Personalkommission angesetzt - Verwarnung
bereits gestern sistiert
d.. Arbeitsniederlegung des Gewerkschaftspersonals der Sektionen
Bern und Oberaargau-Emmental


Vorgezogener Leitungswechsel in der Unia Sektion Bern
An der gestrigen Sitzung der nationalen Geschäftsleitung mit dem
Sektionsleiter der Sektion Bern wurde Roland Herzog (Duke) darüber
informiert, dass er ab sofort die Leitung der Sektion Bern abgeben muss.
Diese willkürliche Entscheidung der nationalen Leitung akzeptiert weder
die Basis noch das Personal der Sektionen Bern und Oberaargau-Emmental!
Solche Machtspiele sind einer Gewerkschaft unwürdig und dürfen nicht auf
dem Rücken der Mitglieder und des Personals ausgetragen werden.
Die gesamte Auseinandersetzung zwischen den Mitarbeitenden der Sektion
Bern / Sektion Oberaargau-Emmental und der regionalen und nationalen
Leitung zieht sich bereits über ein Jahr hin. Es gab in verschiedenen
Punkten Konflikte, die das Vertrauen zwischen den einzelnen Gremien aus
der Basis (Sektionsvorständen, Regio-Vorständen usw.), dem Personal und
der Regio-Leitung aufs Massivste gestört haben. Weder die regionale noch
die nationale Leitung haben wirklich versucht, dieses Problem zusammen
mit uns zu lösen. Es wurden uns immer wieder leere Versprechungen gemacht.

Die Begründungen, die zur Absetzung von Roland Herzog führten, sind
fadenscheinig. Das Ziel ist eine Machtkonzentration in der Region bzw.
bei der Regio-Leitung. Die Sektionen und die Basis sollen so geschwächt
werden. Dies können wir unter keinen Umständen dulden!

Gesprächsangebot der Geschäftsleitung
Heute Morgen war das Personal der Sektionen Bern und
Oberaargau-Emmental, mit einigen wenigen Ausnahmen, in der Zentrale, um
den tagenden Zentralvorstandsmitgliedern mit einer Protestaktion klar
die beiden aufgestellten Forderungen zu kommunizieren (siehe Mailkopie
im Anhang).

Gespräch mit der Personalkommission angesetzt - Verwarnung gestern
sistiert???
Wir haben uns in den letzten 12 Monaten zu oft in fruchtlose
Diskussionen verstricken und uns mit leeren Versprechen abspeisen
lassen! Das Mass ist voll!

Die Verwarnung vom Co-Päsidenten der nationalen Personalkommission ist
weder für die Gremien der Sektionen noch für das gesamte Personal der
beiden Sektion nachvollziehbar. Ausserdem ist für uns sehr fragwürdig,
was eine "sistierte" Verwarnung genau bedeutet. Entweder wird eine
Verwarnung zurückgezogen, oder nicht! Das ist arbeitsrechtlicher Unsinn!!!

DIE SEKTIONEN BERN UND OBERAARGAU-EMMENTAL HABEN HEUTE MITTAG UM 11:00
UHR DIE ARBEIT AUF UNBESTIMMTE ZEIT NIEDERGELEGT!

DIE GESCHÄFTSLEITUNG WURDE DARÜBER INFORMIERT. DIESE TATSACHE HAT DIE
NATIONALE GESCHÄFTSLEITUNG VERSCHWIEGEN. DIES SPRICHT FÜR SICH.

WIR RUFEN SÄMTLICHE MITARBEITENDEN DER GESAMTEN UNIA SCHWEIZ AUF, SICH
MIT UNS ZU SOLIDARISIEREN UND UNS ZU UNTERSTÜTZEN!


Kontaktinformationen

Personalkommission der Sektionen Bern und Oberaargau-Emmental


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16. Februar 2011, 21:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Gewerkschafter im Streik: Protestschreiben:

Zitat:

Protest gegen die Absetzung vom Leiter der Unia Sektion Bern, Roland Herzog, und gegen die Verwarnung gegen Nazmi Jakurti, Co-Präsident der nationalen Personalkommission und Co-Präsident der Personalkommission der Region Bern

16.02.2011


Die unterzeichnenden Mitarbeitenden, Sektionsvorstände, Vertrauensleute, Mitglieder und weitere solidarische Leute, protestieren vehement gegen die inakzeptable Absetzung des Leiters der Unia Sektion Bern, Roland Herzog, und verlangen die sofortige Rücknahme dieses Beschlusses.

Weiter fordern die Unterzeichnenden den unverzüglichen Rückzug der Verwarnung gegen Nazmi Jakurti, Co-Präsident der nationalen Personalkommission und Co-Präsident der Personalkommission der Region Bern.

Über diese Forderungen heraus, stellen sich grundsätzliche Fragen. Nämlich: Was für eine Gewerkschaft wollen wir? Wollen wir, dass eine hierarchische Geschäftsleitung mit neoliberalen und autoritären Methoden über die Basis und die Mitarbeitenden hinweg ihre Marschrichtung vorgibt, oder wollen wir eine Gewerkschaftsbewegung, die tatsächlich von unseren Mitgliedern getragen wird? Wenn man den Kongressbeschluss und das Vertrauensleuteprojekt ernst nimmt, ist die Antwort klar.

Deshalb rufen wir alle solidarischen Leute auf, sich an dieser Diskussion zu beteiligen, sich mit der Basis und den Belegschaften der Unia Sektionen Bern und Oberaargau-Emmental zu solidarisieren und aktiv an einem Prozess teilzunehmen, um wirklich eine Gewerkschaft von unten einzufordern.

16. Februar 2011, 22:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag Streik – ausgerechnet bei der Unia Antworten mit Zitat
http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/standard/Streik--ausgerechnet-bei-der-Unia/story/17501645?track

http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/UniaStreikende-Konflikt-mit-Fuehrung-schwelt-seit-langem/story/10839112

Zitat:
In der Unia Bern gebe es ähnliche Missstände wie sie die Gewerkschaft bei anderen Arbeitgebern in der Wirtschaft anprangere, sagte Nazmi Jakurti. Die Tendenz weg von Demokratie hin zu autoritären Strukturen sei seit längerem spürbar, ergänzte Herzog.

«Die Führung überrumpelt das Personal und behandelt es respektlos», sagte Elise Gerber, Co-Präsident der regionalen Personalkommission. Nach Angaben des VPOD ist «historisch einmalig», dass in einer Schweizer Gewerkschaft gestreikt wird.

17. Februar 2011, 14:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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so zackig gings bei denen in sachen streik nicht immer. erstaunlich.

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17. Februar 2011, 16:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
gero



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Erstaunlich ist vor allem wie sich der alte Filz gegenseitig schützt.

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Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen.
18. Februar 2011, 11:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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gero hat Folgendes geschrieben:
Erstaunlich ist vor allem wie sich der alte Filz gegenseitig schützt.


Word!

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Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
18. Februar 2011, 13:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Beitrag Antworten mit Zitat
O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
gero hat Folgendes geschrieben:
Erstaunlich ist vor allem wie sich der alte Filz gegenseitig schützt.


Word!


Dieser Streik bei der Unia - ich habe kein gutes Gefühl.
Es ist nicht nur der "alte Filz", der sich gegenseitig deckt; meines Erachtens ist es gerade der neue Filz, der gegen den alten vorgeht.
Jörg Studer von der Unia Nordwestschweiz (Personalkommisionspräsident bei Clariant, man erinnere sich) überschätzt den sogenannten
"Putsch" völlig, es geht vielmehr um interne Machtquerelen. Dass beim Streik auch (zumindest halb-) ehrliche Leute mitmachen
kann gut sein, aber das Gefasel von einer "Gewerkschaft-von-unten" ist einfach hanebüchen, um es mit seinen eigenen Worten zu beschreiben.
Er sagt ja selbst, dass die Gewerkschaft eine Firma sei - will er denn "flache Hierarchien", damit die Funktionäre nicht nur die ArbeiterInnen,
sondern auch gleich sich selbst disziplinieren? Roland Herzog, der rausgekickt wurde, ist ein richtiges Arschloch. Seine Rolle in Deisswil spricht
Bände. Wenn er wieder eingestellt werden sollte, wäre das ein Sieg für Corrado Pardini und seine Kniesocken-Gang.
Dieser bereitet nämlich schon seit langem seine eigene Unia-Diktatur vor...

Interview mit Jörg Studer:
http://www.aufbau.org/index.php?option=content&task=view&id=997

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21. Februar 2011, 14:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Beitrag Antworten mit Zitat
Stehen denn Herzog und Pardini auf der gleichen Seite in diesem Konflikt?

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21. Februar 2011, 14:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Beitrag Antworten mit Zitat
O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
Stehen denn Herzog und Pardini auf der gleichen Seite in diesem Konflikt?


Soviel ich weiss schon, ja. Ihnen gegenüber stehen Natalie Imboden und Udo Michel


( http://bern.unia.ch/Natalie-Imboden-und-Udo-Michel.9.0.html?&no_cache=1&L=10&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=5282&tx_ttnews[backPid]=1&tx_ttnews[pointer]=18&cHash=1dffd6ac2c)

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21. Februar 2011, 15:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
pardini hat allerdings kein grund um seinen bentley zu bangen:

Zitat:
Die Frühlingssession wird somit Daguets letzte. Nachfolger dürfte Unia-Gewerkschaftssekretär und Grossrat Corrado Pardini (45) werden. Er ist 1. Ersatzmann auf der SP-Liste und kann nachrutschen.
blick.ch

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22. Februar 2011, 01:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
Corrado Pardini, der demnächst in den Nationalrat nachrutscht und Mitglied der Unia-Geschäftsleitung Schweiz ist, formuliert es so: «Herzog stellt Autoritäten oft infrage und kommuniziert gerne mit allen auf Augenhöhe.»
tagesanzeiger.ch

[/u]

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23. Februar 2011, 09:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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Beitrag indy-paste Antworten mit Zitat
Zitat:
Arbeitskampf innerhalb der UNIA
22.02.2011 19:27
Medienmitteilung der PdA Bern

Die Partei der Arbeit solidarisiert sich im laufenden Arbeitskampf mit den Belegschaften der UNIA Sektionen Bern und Oberaargau-Emmental und unterstützt deren Forderung nach Wiedereinsetzung von Sektionsleiter Roland Herzog und nach Rücknahme der Verwarnung des Co-Präsidenten der nationalen Personalkommission Jazmi Jakurti.

Der autoritäre und arrogante Führungsstil einiger basis- wie demokratieferner Funktionäre droht die Gewerkschaft UNIA zu lähmen und fügt der Glaubwürdigkeit gewerkschaftlicher Forderungen nach Mitsprache und Mitbestimmung massiven Schaden zu. Dass die abgehobene Regionsleitung ihre skandalöse Personalpolitik gegenüber einer bis anhin äusserst engagierten Belegschaft gerade in einer Zeit verschärfter allgemeiner Arbeitsbedingungen durchzuzwängen versucht, ist mehr als skandalös und verlangt nach personellen Konsequenzen auf Leitungsebene.

Bern, 19.2.2011



AutorIn: PdA Bern


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25. Februar 2011, 09:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag Streik sistiert Antworten mit Zitat
http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/nachrichtenticker/oid.092301f5087e6ef0781563bb1226c248.html?s=ch
25. Februar 2011, 18:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Arbeiten für 16.70 die Stunde Antworten mit Zitat
Bei Mopac werden die Löhne an den Euro gekoppelt. Wer aufmuckt wird entlassen:

BZ: Mopac kürzt alle Löhne um 10 Prozent

Kassensturz: Chef bittet Büezer wegen tiefem Euro zur Kasse

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08. März 2011, 21:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Proteste der Stadtangestellten Zürichs Antworten mit Zitat
Zwar noch kein zweites Wisconsin, aber die Stimmung war gut, will heissen wütend. Der Tagesanzeiger-Journi übte sich im "Wo-sind-die-Linksextremen"-Spiel (eine Abart von "Wo ist Walter"). Er konnte nur wenige finden. Lustig. Auch lustig: Die Bullen haben ihre Teilnahme an der Demo abgesagt, weil es dort auch Linksextreme hat. Lustig.

Zürich: Hunderte Stadtangestelle auf der Strasse

Der Aufbau hat dazu auch was geschrieben:

Sonderzeitung gegen Budgetkürzungen

Wohin die Bewegung treibt, wird sich weisen....

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09. März 2011, 20:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
«Zürich steht still»: Angestellte der Stadt demonstrieren

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09. März 2011, 21:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
war ne gute stimmung. coole parolen, wütende menschen.

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09. März 2011, 22:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Ach ja, es wird auch gestreikt in diesem Land. Halt in der Romandie:

3ème jour de grève à l’EMS La Maison De Vessy

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10. März 2011, 00:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Hier gibts auch noch ein Video zu:

http://www.lemanbleu.ch/vod/le-journal-07032011

Beim EMS handelt es sich um ein Alters- und Pflegeheim.

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10. März 2011, 00:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag Unia Streik: Die "Unia von oben" schlägt zurück. Antworten mit Zitat
http://www.aufbau.org/index.php?option=com_content&task=view&id=1021&Itemid=1
15. März 2011, 14:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Beitrag Re: Unia Streik: Die "Unia von oben" schlägt zur Antworten mit Zitat
ratatoskr hat Folgendes geschrieben:
http://www.aufbau.org/index.php?option=com_content&task=view&id=1021&Itemid=1


haha, es hat sich also bewahrheitet, dass es sich beim Konflikt "nur" um eine Auseinander-
setzung zwischen den zwei verschiedenen Fraktionen (Imboden/Michels gegen Pardini und Co.)
handelt!

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16. März 2011, 10:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Lang lebe der Machtkampf! Kniesocken-Fraktion vor, noch ein Tor!

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16. März 2011, 13:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Heute wird übrigens im Gemeinderat der Stadt Zürich über das Budget 2011 entschieden. Gegen die Kürzungen hatten am 9. März rund 700-1000 Leute demonstriert (vgl. weiter oben). Da die Bürgerlichen eine Mehrheit im Rat haben, wird das Budget sicher mit den Kürzungen verabschiedet. Was dann die Demonstranten von letzter Woche für Konsequenzen aus dem Entscheid ziehen, werden wir sehen...

Tagi-Liveticker

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16. März 2011, 15:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag Re: Unia Streik: Die "Unia von oben" schlägt zur Antworten mit Zitat
lazlo wanda hat Folgendes geschrieben:
ratatoskr hat Folgendes geschrieben:
http://www.aufbau.org/index.php?option=com_content&task=view&id=1021&Itemid=1


haha, es hat sich also bewahrheitet, dass es sich beim Konflikt "nur" um eine Auseinander-
setzung zwischen den zwei verschiedenen Fraktionen (Imboden/Michels gegen Pardini und Co.)
handelt!


Wo liest du das raus?
Pardini ist doch schon längst dort wo Burger und Co hin wollen! Und wer ist die Kniesocken-Fraktion?
16. März 2011, 18:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Re: Unia Streik: Die "Unia von oben" schlägt zur Antworten mit Zitat
ratatoskr hat Folgendes geschrieben:
Und wer ist die Kniesocken-Fraktion?


Corrado Pardini hat Folgendes geschrieben:
Was ich mag:

Die körperliche Müdigkeit nach einem Waldlauf. Fussballspiel mit Kindern. Wenn man mir auf die Schultern klopft. Familienfeste. Rotwein mit Freunden. Die zufriedenen Gesichter an einer Betriebsversammlung nach erfolgreichen Verhandlungen mit einem Arbeitgeber. Philosophie über eine gerechtere Welt. Sieg nach hartem Abstimmungskampf. Ein neues Kochrezept. Ein fester Händedruck. Alte, weise Menschen. Draussen sein. Kinderlachen. Den Geruch einer frisch gemähten Wiese. Kniesocken. Die Unterstützung meiner Frau.

http://www.pardini.ch/leidenschaft.html


Im Gemeinderat der Stadt Zürich kommts mittlerweile zu - im Vergliech zu anderen Ländern harmlosen - Tumulten. So eine Seifenoper:

Zitat:
20:59 «Heiliger Bimbam!»: Niklaus Scherr ausser sich

61 Linke haben für die geheime Abstimmung gestimmt. Die Bürgerlichen haben keine Stimmen abgegeben und wollen das Ergebnis nicht akzeptieren. Scherr (AL) stürmt zu den Bürgerlichen, diese laufen zur Ratspräsidentin, Min Li Marti wedelt mit der Ratsordnung. Immer mehr Politiker stehen auf, stehen in Gruppen zusammen und diskutieren aufgeregt.

21:10 Die Ratspräsidentin hat die turbulente Sitzung unterbrochen.

Obwohl sie ein Time-Out von 10 Minuten angekündigt hat, stehen die Politiker noch immer im Saal herum und diskutieren aufgeregt. Die Linke frohlockt, dass ihr Joker offenbar sticht. Die Bürgerlichen sind ungehalten und protestieren vehement gegen die Geheimabstimmung.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Budgetstreit-Tumult-im-Gemeinderat--Debatte-unterbrochen/story/30210746


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16. März 2011, 21:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Bei der Unia geht der interne Streit weiter Antworten mit Zitat
http://www.derbund.ch/wirtschaft/konjunktur/Bei-der-Unia-geht-der-interne-Streit-weiter-/story/15271802
22. März 2011, 13:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag Debatte-Beitrag: Die Unia am Scheideweg Antworten mit Zitat
http://www.debatte.ch/schweiz/die_Unia_am_Scheideweg.htm
25. März 2011, 10:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag Unia beugt sich dem Druck der Unzufriedenen Antworten mit Zitat
http://www.derbund.ch/bern/Unia-beugt-sich-dem-Druck-der-Unzufriedenen/story/25157020
28. März 2011, 12:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Beitrag Re: Unia beugt sich dem Druck der Unzufriedenen Antworten mit Zitat
ratatoskr hat Folgendes geschrieben:
http://www.derbund.ch/bern/Unia-beugt-sich-dem-Druck-der-Unzufriedenen/story/25157020


haha, und noch der kommentar dazu:

"Die UNIA ist eine erfolgreiche Leistungsvernichtungmaschine der Schweiz. Erst zufrieden wenn jeder Arbeitnehmende
de facto unkündbar ist, 8 Wochen Ferien im Jahr zugute hat und 30 Arbeitsstundenwochen als maximale humane 'Belastung"
gesetzlich verankert wird. Dass Gewerkschaften Leistung und Wohlstand vernichten und die Arbeitslosigkeit steigern, kann
an Deutschland schön beobachtet werden."

sowas vo falsch...

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28. März 2011, 13:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
8 wochen ferien.. da bleiben ja nur noch 44 zum arbeiten! da würde ich als arbeitgeber gleich auswandern... hammer

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28. März 2011, 13:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Käptn Kiff hat Folgendes geschrieben:
8 wochen ferien.. da bleiben ja nur noch 44 zum arbeiten! da würde ich als arbeitgeber gleich auswandern... hammer


Genau darum verlangt die Unia nicht 8 Wochen, sondern allerhöchstens 6 (naja, eigentlich Travail.Suisse). Und von 30-Stundenwoche hat man bei der Unia auch noch nie etwas gehört. Man will ja nicht den Standort ruinieren... headie
28. März 2011, 16:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ach ja, fast untergegangen:

Abbau von 100 Stellen bei Dätwyler Cabels in Altdorf

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
28. März 2011, 19:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Ach ja, fast untergegangen:

Abbau von 100 Stellen bei Dätwyler Cabels in Altdorf


Das findet übrigens die Unia zu Dätwyler:

Zitat:
Medienmitteilungen

Dätwyler kündet trotz guten Gewinnen massiven Stellenabbau an

22.03.2011


Entlassungen vermeiden, Stellenabbau verringern: Die Dätwyler Gruppe mit Sitz in Altdorf plant den Abbau bzw. die Auslagerung von 100 Arbeitsplätzen im Bereich Verkabelungslösungen. Angesichts des guten Geschäftsganges der Firma insistiert die Unia auf sozialverträgliche Lösungen für die betroffenen Angestellten.
&copy Dätwyler Altdorf
© Dätwyler Altdorf


Die Dätwyler-Gruppe geht nach eigenen Angaben «gestärkt aus der Finanz- und Wirtschaftskrise hervor». Gestern Dienstag verkündete der im Bereich technische und elektronische Komponenten tätige Konzern einen deutlich gesteigerten Umsatz, einen um 54% gesteigerten Netto-Betriebsgewinn und eine Erhöhung der an die Aktionäre ausgeschütteten Dividende. Die Gruppe strebt eine weitere Steigerung des Umsatzes von 50% in vier Jahren und eine Rentabilität von dauerhaft 9 bis 12% an.
Die in Altdorf beschäftigten Arbeitnehmenden haben wenig von diesen glänzenden Resultaten. Im Gegenteil: Seit Beginn dieses Jahres hat Dätwyler seine Angestellten zu unbezahlter Mehrarbeit verpflichtet. Das von der Belegschaft erbrachte Opfer wird ihr nun aber schlecht verdankt: Gestern verkündete der Konzern nämlich unter Verweis auf den ungünstigen Euro-Wechselkurs den Abbau beziehungsweise die Auslagerung von 100 von insgesamt 460 Arbeitsplätzen im Bereich Verkabelungslösungen.

Profit darf nicht auf Kosten der Beschäftigten gehen
Rosige Profitaussichten für die Aktionäre auf der einen, massiver Stellenabbau auf Kosten der Beschäftigten auf der anderen Seite: Das geht nicht zusammen! Die Unia verlangt, dass Dätwyler seine Verantwortung gegenüber der Belegschaft wahrnimmt. Konkret fordert die Unia:




* Sofortiger Stopp der unbezahlten Mehrarbeit und Auszahlung der bereits geleisteten Mehrarbeit mit einem 25%-igen Zuschlag gemäss geltendem GAV.

* Offenlegung der relevanten Betriebsinformationen und Einberaumung einer Konsultationsfrist gemäss OR bis zum 18. April, damit die Belegschaft zusammen mit den Gewerkschaften Alternativen zum geplanten Abbau und zu den Auslagerungen ausarbeiten kann.

* Reduktion der geplanten Entlassungen mit Teilzeit- bzw. Altersteilzeitmodellen, sozial abgefederten Frühpensionierungen und internen Stellenangeboten z.B. im florierenden Bereich Dichtungstechnik in Schattdorf.




Für Angestellte, die trotz dieser Massnahmen ihren Arbeitsplatz bei Dätwyler verlieren sollten, verlangt die Unia einen vorbildlichen Sozialplan. Die Mittel dafür sind offensichtlich vorhanden

Quelle: http://www.unia.ch/Daetwyler-kuendet-trotz-guten.9.0.html?&no_cache=1&L=10&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=6532&tx_ttnews[backPid]=1&cHash=e96bded42c


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30. März 2011, 19:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag Basiswille per "Kompromiss" ausgehebelt Antworten mit Zitat
Zitat:
Schliesslich sei die Unia keine «Wohlfühloase für deren Mitarbeiter».


http://www.derbund.ch/bern/UniaLeitung-muss-nachgeben-/story/24504197?track
07. April 2011, 18:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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abrechnung mit pardini und der unia:

http://www.derbund.ch/bern/Unia-enttaeuscht-Arbeitervertreter/story/21052130

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
09. April 2011, 02:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag «Das ist keine Demokratie, das ist eine Diktatur» Antworten mit Zitat
Berichte zur Delegiertenversammlung der Unia Bern vom vergangenen Samstag:

http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/Das-ist-keine-Demokratie-das-ist-eine-Diktatur/story/15412492

http://www.derbund.ch/bern/Der-Triumph-des-Dukes--/story/20570894
11. April 2011, 12:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Traurig, aber wahr: Aus der starken Demo vom 9. März gegen die Kürzungen in der Stadt Zürich sind die Polizisten die einzigen, die über das "Bitti Bätti" beim Gemeinderat der Stadt Zürich hinauskommen:

Stadt ohne Bussen?

Was soll man davon halten? Standesbewusstsein?

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18. April 2011, 01:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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Lohnarbeiter ergreifen Kampfmassnahmen wenn das Bittibätti nichts nützt. So weit, so gewöhnlich?

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argumentum ad baculum
18. April 2011, 09:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Käptn Kiff hat Folgendes geschrieben:
Lohnarbeiter ergreifen Kampfmassnahmen wenn das Bittibätti nichts nützt. So weit, so gewöhnlich?


Ja, wäre eigentlich logisch. Aber warum nur die Polizisten? Warum greifen nicht auch die Leute vom Triemli zu Kampfmassnahmen? Warum verbleiben sie auf der Ebene der Politik?

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18. April 2011, 13:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Pressluftpinocchio
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Weil die Tubelis lieber unter miesen Bedingungen arbeiten als gar nicht.

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18. April 2011, 13:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Käptn Kiff



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@Melnitz: Frag doch mal nach, die werden schon ihre Gründe haben! Die Antwort dann bitte hier posten good

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18. April 2011, 13:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Käptn Kiff hat Folgendes geschrieben:
@Melnitz: Frag doch mal nach, die werden schon ihre Gründe haben! Die Antwort dann bitte hier posten good


Danke, aber das mache ich schon an anderen (ähnlichen) Baustellen. Tatsächlich aber fände ich es wichtig, dass die radikale Linke an solche Orte geht und solche Fragen stellt.

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18. April 2011, 14:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/freiburg_cardinal_bier_brauerei_stadt_kanton_kauf_gelaende_1.10301818.html

"technologiepark", kennen wir doch irgendwoher...

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18. April 2011, 17:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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quasi Reallohnstagnation (bei steigendem BIP! ) für die tiefen und mittleren Einkommen in den letzten zehn Jahren:

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/die_gewerkschaften_gegen_die_lohnschere_1.10381188.html

"Das Bruttoinlandprodukt (BIP) wuchs in den zehn beobachteten Jahren (1998-2008) um 9,1 Prozent. Gleichzeitig stiegen die mittleren und tieferen Löhne nur um 2 bis 4 Prozent."

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Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
26. April 2011, 11:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Der gute, alte Corrado Pardini hat jetzt im Tagi auch einen eigenen Artikel bekommen:

Der Gewerkschafter als Patron

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29. April 2011, 17:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Pardini: «Wer selber in einer Fabrik gearbeitet hat, weiss, dass die Fabrik auch eine Heimat ist», sagt er. «Und wer entlassen wird, ist heimatlos.»

Da fällt mir spontan Franz Dobler ein: «Heimat ist da, wo man sich aufhängt.»

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29. April 2011, 17:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Muoit hat Folgendes geschrieben:
Pardini: «Wer selber in einer Fabrik gearbeitet hat, weiss, dass die Fabrik auch eine Heimat ist», sagt er. «Und wer entlassen wird, ist heimatlos.»

Da fällt mir spontan Franz Dobler ein: «Heimat ist da, wo man sich aufhängt.»


Hehe, hoffentlich liest er das. Er ist so ein bisschen der neue Shootingstar. Hatte heute Abend gleich auch noch einen Auftritt in 10 vor 10...

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29. April 2011, 22:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Beitrag Antworten mit Zitat
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/fallpauschalen_fuer_spitaeler_bringen_vielen_hoehere_praemien_1.10464818.html

Der Angriff auf unsere Lebensbedingungen nimmt überall Formen an.

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Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
03. Mai 2011, 23:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Wenn das stimmt, dann ist das geile Scheisse!

Zitat:
Solidarität mit den Bus- & TramfahrerInnen! Züri steht still!


Nach 7 Monaten "verhandeln" ist Schluss! Statt auf die Forderungen der VBZ-ArbeiterInnen einzugehen legt die VBZ und der Stadtrat noch einen drauf und will den FahrerInnen sogar unbezahlte Pausen reindrücken! Am 10. Mai entscheiden die VBZ-ArbeiterInnen, ob sie auf die Arroganz der Bosse und Politiker mit Streik antworten.


Streik gegen die Sparschweine!

Pausen ausbezahlen! Flexibler Schichtbetrieb in der Hand der FahrerInnen! Weg mit der Leistungsbeurteilung! Her mit dem GAV!

Streckenausschreibung und Privatisierung bestreiken!

http://www.aufbau.org/index.php?option=com_content&task=view&id=1058&Itemid=1


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05. Mai 2011, 21:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Das wird interessant.
Am 10. Mai um 20 Uhr wird entschieden, ob ich mein Fahrrad für meinen Arbeitsweg brauche. mr green

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06. Mai 2011, 00:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Seite der (möglicherweise bald) streikenden VBZlerInnen:

www.minutenklau.ch

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07. Mai 2011, 20:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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nathalie imboden geht...:

http://www.derbund.ch/bern/Natalie-Imboden-tritt-zurueck-und-schiebt-Schuld-am-UniaKonflikt-ab-/story/12303751

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07. Mai 2011, 23:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Lage bei den VBZ spitzt sich zu. Verhandlungen gescheitert:

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Die-Verhandlungen-sind-gescheitert/story/12608328

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09. Mai 2011, 16:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ui ui ui jetzt kommt die Angst:

«Wir werden bestrebt sein, dass sämtliche wichtigen Linien laufen»

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09. Mai 2011, 19:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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kommentarschreibe: "ich als VBZ-kunde finde..."

in der wüste aussetzen und warten bis hirn wächst.

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09. Mai 2011, 21:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Sekundenschlaf bei Tramfahrer_innen wegen zu wenig Pausen

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Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
10. Mai 2011, 17:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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nix Streik bei der VBZ, dafür miese Gewerkschaftspolitik und untätig bleibende Beschäftigte

http://www.vpod.ch/aktuell/nachrichten/ansicht/article/vbz-vollversammlung-frist-bis-19-mai-zur-unterzeichnung-einer-vereinbarung.html?tx_ttnews[backPid]=34&cHash=d7fdc03754

ein vbz arbeiter meinte während der versammlung:


"jaged mer doch all die verbänd (damit meinte er die drei gewerkschaften) zum tüüfel"

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Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
11. Mai 2011, 03:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
lazlo wanda hat Folgendes geschrieben:
nix Streik bei der VBZ, dafür miese Gewerkschaftspolitik und untätig bleibende Beschäftigte

http://www.vpod.ch/aktuell/nachrichten/ansicht/article/vbz-vollversammlung-frist-bis-19-mai-zur-unterzeichnung-einer-vereinbarung.html?tx_ttnews[backPid]=34&cHash=d7fdc03754


Es ist doch immer die gleiche Scheisse!

Zitat:
ein vbz arbeiter meinte während der versammlung:

"jaged mer doch all die verbänd (damit meinte er die drei gewerkschaften) zum tüüfel"


Warum hat sich die Versammlung dann nicht gegen die Funktionäre durchgesetzt?

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11. Mai 2011, 12:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Beitrag Antworten mit Zitat
Melnitz hat Folgendes geschrieben:
lazlo wanda hat Folgendes geschrieben:
nix Streik bei der VBZ, dafür miese Gewerkschaftspolitik und untätig bleibende Beschäftigte

http://www.vpod.ch/aktuell/nachrichten/ansicht/article/vbz-vollversammlung-frist-bis-19-mai-zur-unterzeichnung-einer-vereinbarung.html?tx_ttnews[backPid]=34&cHash=d7fdc03754


Es ist doch immer die gleiche Scheisse!

Zitat:
ein vbz arbeiter meinte während der versammlung:

"jaged mer doch all die verbänd (damit meinte er die drei gewerkschaften) zum tüüfel"


Warum hat sich die Versammlung dann nicht gegen die Funktionäre durchgesetzt?


Das sind einfach fast ausnahmslos Lamaschis. Man hat schon von der ersten Minute an gemerkt,
dass das zu nichts führt. Anstatt, dass zuerst über das weitere Vorgehen diskutiert (oder zumindest
abgestimmt) wurde, hat die Gewerkschaft einen Plan vorgesetzt und dann die einzelnen Punkte
absegnen lassen. Und diejenigen, die sich getrauten was zu sagen, wurden von Giger und dem
"Streikkomitee" mit dem Mikro einfach überstummen. So läuft das!

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11. Mai 2011, 17:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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warst du da? kannst ja nächstes mal bescheidgeben, dann gehen wir, um den wortlosen das wort zu geben!

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11. Mai 2011, 17:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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gregor_samsa hat Folgendes geschrieben:
warst du da? kannst ja nächstes mal bescheidgeben, dann gehen wir, um den wortlosen das wort zu geben!


ich glaube ganz so einfach geht das nicht, bzw. wäre es vermutlich auch nicht richtig. der faktor der verweigerung muss schlussendlich doch von den arbeiterInnen selbst artikuliert werden. wenn die VBZler nicht den mut, die energie oder die möglichkeit haben, sich an solchen veranstaltungen einzubringen, dann sind sie einerseits "armi sieche" welche von den funktis ausgebremst werden unds nicht checken, andererseits hätten sie ja durchaus die möglichkeit fraktionen zu bilden und die gewerkschaften zum teufel zu jagen. mit den vereinzelten ausgebremsten fühle ich mit, aber mit den VBZlern an sich habe ich wenig mitleid. wenn sies nicht kapieren, auch nach tausend ohrfeigen auf der linken und dann bereitwillig-naiv noch die rechte hinhalten...naja, "sälbertschuld" kommt mir bei sowas immer öfter über die lippen. ich hoffe indes, dass sich die radikalen elemente dieses kampfes durchsetzen können und ich nächste woche nicht tramfahren kann...

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11. Mai 2011, 18:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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ich geb dir recht. aber an solchen veranstaltungen chaos zu stiften klingt (zumindest jetzt und in meinem kopf) doch nach einer ganzen menge spass...!

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11. Mai 2011, 19:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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natürlich ;-)

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11. Mai 2011, 19:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Heute: Tag der Entscheidung in Biberist?

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19. Mai 2011, 13:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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20 Minuten: Nun droht in Zürich der Tram-Streik

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19. Mai 2011, 13:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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lazlo wanda hat Folgendes geschrieben:
Heute: Tag der Entscheidung in Biberist?


Wunderbar, Belegschaft gespalten: 134 erhalten sofort die Kündigung, der Rest muss auf die Gutmütigkeit von Sappi hoffen. Wann, wenn nicht jetzt, wäre es an der Zeit auf die Barrikade zu steigen?

http://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/sappi-streicht-vorerst-134-stellen-doch-ein-hoffnungsschimmer-bleibt-108473344

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19. Mai 2011, 15:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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gregor_samsa hat Folgendes geschrieben:
20 Minuten: Nun droht in Zürich der Tram-Streik


Die VBZlerInnen laufen auf einen Streik zu:

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/VBZStreik-rueckt-naeher/story/20617616

Etwas macht mich allerdings stutzig:

Zitat:
16:19 Uhr

Falls es dennoch zu Annäherungen mit der Stadt komme, werde man sofort über www.vpod.ch informieren


Wenn da nicht mal der Fallstrick liegt...

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19. Mai 2011, 15:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Zitat:
Der Streik werde zeitlich begrenzt. Es gebe eine punktuelle Arbeitsniederlegung, die für Kunden nur am Rande spürbar sei. Genaue Zeitangaben will der VPOD nicht machen.


Im Klartext ein Streik, der es nicht bringt. Luft rauslassen und auf Jahre nicht mehr auf so einen Geanken kommen. DAS wäre wohl das Ziel des VPOD, bei so einer "Aktion".

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19. Mai 2011, 15:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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O.B.M.F hat Folgendes geschrieben:
Im Klartext ein Streik, der es nicht bringt. Luft rauslassen und auf Jahre nicht mehr auf so einen Geanken kommen. DAS wäre wohl das Ziel des VPOD, bei so einer "Aktion".


Sehe ich auch so. Gehe aber morgen trotzdem hin.

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Kannst du mir SMS senden, wenn was klar ist? Käme evtl. auch.

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19. Mai 2011, 16:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die Schweiz aktuell Berichte zu:

SAPPI Biberist:

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=8453dfd6-733f-4e2f-a038-e4e9cbf6ad69

VBZ "Streik":

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=7d61c021-0ddf-4742-a781-0c8de4d2d737

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http://www.20min.ch/news/zuerich/story/Der-Zuercher-Tram-Streik-wird-kommen-23407315

Die Kommentare sind so zum Kotzen. Wie wärs mal mit etwas Solidarität?! Vollidioten. Bezieht sich nicht nur auf die VBZ. Solche Moral-Peter gibts immer wieder, wenn was von "Streik" steht.

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19. Mai 2011, 22:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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Der erste Warnstreik fand also heute bei der VBZ statt. Er dauerte bis 9 Uhr, der Tramverkehr wurde kaum beeinträchtigt, die Stimmung war gut, aber ruhig. Begletiet wird die ganze Geschichte von einer unglaublich üblen Kampagne des Tages-Anzeigers. Ich frage mich, was den Tagi noch vom Boulevard-Journalismus trennt. Eine Auswahl an Artikeln:

«Ein riesen Ärgernis, dieser VPOD»

«Kein Mensch versteht, weshalb der VPOD streiken will»

«Kampf den Fahrgästen»

VBZ-Blockade: Chauffeure beschimpft

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20. Mai 2011, 18:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Zum Glück gibt es auch noch bürgerliche Medien, die einigermassen ausgewogen berichten:

Tele Top: http://streaming1.toponline.ch/news/video/news/110520_news.wmv

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20. Mai 2011, 18:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Ja, ich habs auch heute wieder mal feststellen müssen...Der Tagi ist ultrareaktionär, nicht mal Blick am Abend und NZZ
vereint schreiben so übel! Vor allem versteht man über die Tagiartikel rein gar nicht, wie es zu diesem Konflikt gekommmen ist.

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20. Mai 2011, 23:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ein weiterer Arbeitskampf, der sich auftut:

Bauarbeiter bereit für harten Arbeitskampf

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21. Mai 2011, 14:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Auch bewegte Bilder dazu. Tagesschau-Beitrag dazu:

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=cfa47a0d-f109-44f0-a119-ae7710ffc32d

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21. Mai 2011, 14:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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ein paar eindrücke von der vbz-blockade: http://bit.ly/ktmiuD
22. Mai 2011, 03:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Savo hat Folgendes geschrieben:
ein paar eindrücke von der vbz-blockade: http://bit.ly/ktmiuD


danke für die fotos.

lustig war ja vor allem, als tele top die beiden zivi-bullen als "unterstützer" filmte, war goldig die szene.
schaffner war es dann derart peinlich, dass er für ein paar minuten vom platz verschwand :::)))

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22. Mai 2011, 05:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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teletop ausgewogen berichten? ist das nicht der laden wo der zanetti seine sprechstunde hat??

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argumentum ad baculum
22. Mai 2011, 07:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Mittwoch kein Streik bei VBZ:
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Pendler-koennen-aufatmen/story/26543654

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
23. Mai 2011, 15:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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So siehts die NZZ:

Nächster VBZ-Streik frühestens am Freitag

Übrigens finde ich es bemerkenswert, dass eine sog. "linke" Zeitungen wie die WoZ zu dieser Auseinandersetzung (noch?) nichts geschrieben hat. Arbeitskampf nicht so interessant, irgendwie.

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23. Mai 2011, 17:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Schlag's ihnen doch vor!

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23. Mai 2011, 18:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Muoit hat Folgendes geschrieben:
Schlag's ihnen doch vor!


Ich probiers ;)

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23. Mai 2011, 19:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag If The Kids Are United... Antworten mit Zitat


Foto vom Schülerstreik heute Morgen in Bern.
24. Mai 2011, 17:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Das Fronttranspi war der Hammer:
"AKW-Kinder haften für ihre Eltern"



auch ganz interessant ist das folgende Bild: "Empört euch!". Die Parole ist von den spanischen Protesten abgekupfert.
Internationale Bezugnahme gibts also auch in der Schweiz!



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25. Mai 2011, 11:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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mag sein, dass die parole von den spanierInnen abgekupfert ist, ihre herkunft ist aber eine andere:

http://de.wikipedia.org/wiki/Emp%C3%B6rt_Euch!

ich kann mit der parole "empört euch!" nicht viel anfangen. mag sein, dass von diesem "empört euch!" ein qualitativer sprung ausgehen kann, aber bis jetzt habe ich eher das gefühl, dass dieses "sich empören" einen befriedenden charakter hat. man soll sich zwar aufregen und intervenieren, wenn man "unrecht" beobachtet (der ansatz ist so wie ich das sehe auch nicht "empört euch, weils EUCH mies geht", sondern "empört euch, weils ANDEREN mies geht"), aber dies bittesehr friedlich und auf grundlage der bürgerlichen gesellschaft. eine radikale kritik des bestehenden und eine perspektive, welche darüber hinausweist sehe ich da noch nicht. aber, um zurück auf die demo zu kommen: natürlich ists nachvollziehbar, wenn kinder und jugendliche ihrer ohnmacht so ausdruck verleihen.

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25. Mai 2011, 12:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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weiss nicht mehr sicher ob das bakunin war, aber irgendso ein anarchist hat mal von der empörung als hauptproduktivkraft der revolution geschrieben.

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argumentum ad baculum
25. Mai 2011, 12:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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spielt schon ne rolle, welcher anarchist das war...da gibts ja jede schattierung bei den theoretikern, von geil bis schrecklich.

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25. Mai 2011, 12:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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jo er wars aber mein gedächtnis hat mich übel im stich gelassen was den rest betrift :D

Zitat:
Drei Elemente oder drei Grundprinzipien bilden die wesentlichen Bedingungen aller
gemeinschaftlichen und persönlichen menschlichen Entwicklung in der Geschichte: 1. die
menschliche Animalität; 2. das Denken; 3. die Empörung.


(Bakunin Gott und der Staat)


was kennst du für geile anarchistische theoretiker? ich fand die bisher immer zum weglegen gut, ausser dem kropotkin. oder lol hast du das anarchistisch gerade weggestrichen in einem edit oder hab ich das falsch verstanden.. guter move wärs gewesen hehe.

edit: für die schöne aufreihung von anarchodenkern noch den Stirner nicht vergessen.

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Zuletzt bearbeitet von Käptn Kiff am 25. Mai 2011, 16:08, insgesamt einmal bearbeitet
25. Mai 2011, 13:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
habe nichts editiert, aber meinte schon anarchistische. naja, kropotkin, goldman, bakunin, rocker,malatesta, berkman, volin, durruti, machno, mühsam, paz, stowasser und diverse gruppen/organisationen waren für meine politisierung enorm wichtig und ich teile auch heute noch viele positionen mit denen.

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25. Mai 2011, 13:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Das ist doch bei fast allen Anarchos so, man findet ganz brauchbares Zeux - aber eben oft neben völligem Quatsch. Dazu gibts halt schon Unterschiede: bei Mühsam, Rocker, Berkman und Most findet man besseres Zeux als z.B. bei Stowasser (der widerspricht sich ja oft noch auf der gleichen Seite)...
25. Mai 2011, 14:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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Beitrag Antworten mit Zitat
Savo hat Folgendes geschrieben:
ich kann mit der parole "empört euch!" nicht viel anfangen. mag sein, dass von diesem "empört euch!" ein qualitativer sprung ausgehen kann, aber bis jetzt habe ich eher das gefühl, dass dieses "sich empören" einen befriedenden charakter hat. man soll sich zwar aufregen und intervenieren, wenn man "unrecht" beobachtet (der ansatz ist so wie ich das sehe auch nicht "empört euch, weils EUCH mies geht", sondern "empört euch, weils ANDEREN mies geht"), aber dies bittesehr friedlich und auf grundlage der bürgerlichen gesellschaft. eine radikale kritik des bestehenden und eine perspektive, welche darüber hinausweist sehe ich da noch nicht. aber, um zurück auf die demo zu kommen: natürlich ists nachvollziehbar, wenn kinder und jugendliche ihrer ohnmacht so ausdruck verleihen.


savo: ich denke, man soll nicht soviel in parolen reininterpretieren. ausser wenn du die verfasser_innen auffindest und sie fragst, wirst du nie wissen in welchem kontext und mit welcher idee die parole entstanden ist.

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25. Mai 2011, 16:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Pressluftpinocchio
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Beitrag Re: If The Kids Are United... Antworten mit Zitat
ratatoskr hat Folgendes geschrieben:


Foto vom Schülerstreik heute Morgen in Bern.


Und dann über zum Primitivismus. Hooray.

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25. Mai 2011, 17:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
gregor_samsa hat Folgendes geschrieben:
Savo hat Folgendes geschrieben:
ich kann mit der parole "empört euch!" nicht viel anfangen. mag sein, dass von diesem "empört euch!" ein qualitativer sprung ausgehen kann, aber bis jetzt habe ich eher das gefühl, dass dieses "sich empören" einen befriedenden charakter hat. man soll sich zwar aufregen und intervenieren, wenn man "unrecht" beobachtet (der ansatz ist so wie ich das sehe auch nicht "empört euch, weils EUCH mies geht", sondern "empört euch, weils ANDEREN mies geht"), aber dies bittesehr friedlich und auf grundlage der bürgerlichen gesellschaft. eine radikale kritik des bestehenden und eine perspektive, welche darüber hinausweist sehe ich da noch nicht. aber, um zurück auf die demo zu kommen: natürlich ists nachvollziehbar, wenn kinder und jugendliche ihrer ohnmacht so ausdruck verleihen.


savo: ich denke, man soll nicht soviel in parolen reininterpretieren. ausser wenn du die verfasser_innen auffindest und sie fragst, wirst du nie wissen in welchem kontext und mit welcher idee die parole entstanden ist.


ich habe mich dabei auf das büchlein (siehe wikipedia-artikel) und die rezensionen dazu bezogen. wenn jemand die parole nutzt, ist das ok. aber die empörung alleine reicht vermutlich nicht.

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25. Mai 2011, 17:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag Re: If The Kids Are United... Antworten mit Zitat
Pressluftpinocchio hat Folgendes geschrieben:
ratatoskr hat Folgendes geschrieben:


Foto vom Schülerstreik heute Morgen in Bern.


Und dann über zum Primitivismus. Hooray.


Nur weil sie die Fabriken schon hassen bevor sie rein müssen? Nein, im Ernst: Die kommen nicht aus dieser Primitivismus-Ecke. Und mir hat halt einfach gefallen, dass die Schüler mal nicht einen auf konstruktiv mitarbeiten und "jeder kann im Kleinen was verändern" machen, sondern klar Position beziehen und drauf hinweisen für wen diese scheiss AKW hingestellt werden. Dazu noch das freche Grinsen der blutjungen Genossen und im Hintergrund die Streife... Passt doch!
25. Mai 2011, 22:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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WoZ-Reportage vom SchülerInnen-Streik:

http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2011/nr21/Schweiz/20764.html

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25. Mai 2011, 23:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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@ ratatoskr

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26. Mai 2011, 11:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
minino
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Als ich die Schülerdemo Fotos in der Zeitung gesehen habe, hab ich mich schon bisschen gefragt, wo die vielen rot-schwarz Fahnen her kommen:

Zitat:
Basil (18), Gymnasium Neufeld, hat sich zu Beginn der Demonstration genervt, weil «die Antifa» ihre schwarz-roten Fahnen an SchülerInnen verteilt habe, die überhaupt nicht gewusst hätten, wofür die Farben stünden.

http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2011/nr21/Schweiz/20764.html

Aha, die Antifa also ;-)

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Nein, nein, wir wollen nicht eure Welt, wir wollen nicht eure Macht, und wir wollen nicht euer Geld,
wir wollen nichts von eurem ganzen Schwindel hören, wir wollen euren Schwindel zerstören!
26. Mai 2011, 13:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag Antworten mit Zitat
minino hat Folgendes geschrieben:
Als ich die Schülerdemo Fotos in der Zeitung gesehen habe, hab ich mich schon bisschen gefragt, wo die vielen rot-schwarz Fahnen her kommen:

Zitat:
Basil (18), Gymnasium Neufeld, hat sich zu Beginn der Demonstration genervt, weil «die Antifa» ihre schwarz-roten Fahnen an SchülerInnen verteilt habe, die überhaupt nicht gewusst hätten, wofür die Farben stünden.

http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2011/nr21/Schweiz/20764.html

Aha, die Antifa also ;-)


Diesem Basil gehört so richtig viking
Das gleiche Scheissargument wie in den Kommentaren der Bürgipresse: "Die wissen doch nicht um was es geht blabla"

Und das Fronttranspi hat wohl auch noch "die Antifa" mitgebracht - oder zumindest überstrichen:


26. Mai 2011, 15:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
naja, irgendwie sind ja all die fahnen und transpis dorthin gekommen und irgendwer muss sich wohl oder über mal mit der farbwahl und den sprüchen auseinandergesetzt haben - und das traue ich den schülerInnen ehrlich gesagt so auch nicht zu.

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26. Mai 2011, 16:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag Antworten mit Zitat
Savo hat Folgendes geschrieben:
naja, irgendwie sind ja all die fahnen und transpis dorthin gekommen und irgendwer muss sich wohl oder über mal mit der farbwahl und den sprüchen auseinandergesetzt haben - und das traue ich den schülerInnen ehrlich gesagt so auch nicht zu.


Klar, aber daran waren SchülerInnen halt schwer beteiligt.
26. Mai 2011, 17:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Keine-weiteren-Tramstreiks-in-Zuerich/story/19444522

Zitat:
Tramfahrer verzichten auf weitere Streiks

Die Tram- und Buschauffeure sehen von Kampfmassnahmen ab. Die VBZ seien den Forderungen der Gewerkschaft zum Grossteil nachgekommen. Das Streikkomitee bleibt aber vorerst bestehen.


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28. Mai 2011, 02:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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der aufbau hat was für den vorwärts geschrieben. falls jemand ihrer argumentation im schlussteil folgen kann, bitte melden:

http://www.aufbau.org/index.php?option=com_content&task=view&id=1092&Itemid=104

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28. Mai 2011, 17:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Pressluftpinocchio
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Beitrag Re: If The Kids Are United... Antworten mit Zitat
ratatoskr hat Folgendes geschrieben:

Nur weil sie die Fabriken schon hassen bevor sie rein müssen? Nein, im Ernst: Die kommen nicht aus dieser Primitivismus-Ecke. Und mir hat halt einfach gefallen, dass die Schüler mal nicht einen auf konstruktiv mitarbeiten und "jeder kann im Kleinen was verändern" machen, sondern klar Position beziehen und drauf hinweisen für wen diese scheiss AKW hingestellt werden. Dazu noch das freche Grinsen der blutjungen Genossen und im Hintergrund die Streife... Passt doch!


Die AKW nur für "Bonzen" (Hetzjargon) und Fabriken? Woher kommt dein Strom?

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28. Mai 2011, 19:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
fräulein else



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der grösste stromabnehmer der schweiz ist die sbb. ohne lohnarbeit brauchst du auch nicht jeden tag 'pendeln'. (das sind, wenn ich die statistik hier richtig deute, doch 56% der 3.8 mio arbeitnehmenden in der schweiz)
also: akws und fabriken ins meer (oder ökologischer?: auf den mond??)!

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28. Mai 2011, 21:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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gregor_samsa hat Folgendes geschrieben:
der grösste stromabnehmer der schweiz ist die sbb. ohne lohnarbeit brauchst du auch nicht jeden tag 'pendeln'. (das sind, wenn ich die statistik hier richtig deute, doch 56% der 3.8 mio arbeitnehmenden in der schweiz)
also: akws und fabriken ins meer (oder ökologischer?: auf den mond??)!


die argumentation mit dem pendeln ist wohl recht unstabil. ich würd persönlich einiges mehr zug fahren als ich es jetzt grad tue, da ich keine kohle hab. d.h. ein teil der pendler die wegfallen werden durch andere menschen die mehr fahren, weil sie zeit haben, wieder ersetzt... zudem wird der strombedarf auf längere sicht und global sowiso zunehmen selbst wenn wir hier im norden keine fabriken mehr haben werden wohl einige millionen menschen auf der welt doch noch einen PC haben wollen und denen nun einfach sagen: sorry geht nicht, weil wir die letzten 500 jahre gewütet haben wie die sau, darfst du jetzt keinen strom mehr brauchen...

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Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
29. Mai 2011, 10:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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also, wenn mein argument so unstabil ist, dann dementier's doch!

glaubst du denn nicht, dass nach einer "revolution" die ganzen produktions und arbeitsprozesse erstmals massiv runtergeschraubt werden? sind unsere bedürfnisse nicht schlichter als die zwanghafte überproduktion im kapitalismus?
ich bin davon überzeugt, dass nach einer entfetischisierung der waren der mensch endlich auch bereit sein wird, 'ökologisch korrekt' mit der natur umgehen können wird: in einer kommunistischen gesellschaft spielen weder zeit noch geld wirklich eine rolle. die arbeitszeit pro kopf (global) wird statistisch wohl unter einen arbeitstag pro woche fallen können und die überproduktion wird erstmal abgeschafft.

und übrigens: wenn du die zeit hast, störts dich wohl auch nicht, wenn du ein halbes jahr brauchst um mit dem velo von züri nach goa zu fahren.

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"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
29. Mai 2011, 12:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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"Aktion für e gsundi Gsundheitspolitik" AGGP hat ein Schwarzbuch über die miesen Arbeitsbedingungen rausgegeben.
Endlich wird die Scheisse öffentlich thematisiert!!

Download


Zitat:
Seit Dezember fehlen bei uns immer wieder mindestens 100 Stellen- prozente. Wir sind also seit Dezember ‹flexibel› und arbeiten ei- nerseits alle mehr Tage als eigentlich angestellt, die uns zwar vielleicht später irgendwann zum Einziehen eingeteilt werden. Andererseits arbeiten wir viel schneller und qualitativ reduzierter, Überzeit wird kritisiert.
Stirbt ein Patient, steht zwei Stunden später schon der nächste Notfall im Zimmer. Diese für mich langsam brutale Geschwindigkeit an Wechseln und neues Einlassen auf Menschen in Krisensituationen, wenn gerade eine intensive Begleitung zu Ende geht, halte ich per- sönlich nicht mehr aus. Ich mache sehr gerne Sterbebegleitung, brauche aber danach auch ein wenig Freiraum, um zu verschnaufen. Das liegt nicht mehr drin, die Betten sind fast immer belegt.

«Du musst halt weniger perfektionistisch sein.»

Es brodelt und langsam formiert sich eine Rebellion gegen unsere Leitung. Nachdem wir über den Ausfall einer Kollegin informiert wurden, sagte sie noch so im Nebensatz ‹jetzt müsst ihr halt fle- xibel sein›. In diesem Moment konnten wir nicht mehr an uns halten. Viele weinten schon sowieso und das war noch der Hammer obendrauf. Ich habe ihr klar und deutlich gesagt, was ich von sol- cher Flexibilität halte und was unser Team in den letzten drei bis vier Monaten durchgemacht hat. Zu hören bekam ich dann, ich müsste halt weniger perfektionistisch sein.


...



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29. Mai 2011, 12:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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nice!

von da:
http://www.aggp.ch

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29. Mai 2011, 12:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die ganze Welt ist im Krebsgang, nur der Schweizer Wirtschaft geht es blendend:

«Die Widerstandsfähigkeit ist fast unglaublich»

Mich würde schon mal wunder nehmen, wieso die Schweiz nicht betroffen ist von der ganzen Krise. Massenentlassungen gibt es ja trotzdem (Deisswil, Biberist, etc.) und gerade auch im Exportsektor. Aber man hat sich scheinbar die richtigen Partner für den Export gesucht:

Zitat:
ie gute Nachricht sei, dass die Exporte weiter zugenommen hätten, was angesichts des starken Frankens erstaunlich sei, sagte Bernard Lambert, Ökonom bei der Privatbank Pictet & Cie. «Die Widerstandsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft ist fast unglaublich.»

Die begrenzte Wirkung der Frankenstärke rühre von der geografischen Positionierung der Schweizer Exportwirtschaft her. Diese habe sich je länger je mehr nach Asien ausgerichtet, wo die Nachfrage sehr dynamisch sei, stellte der Spezialist fest.

In den vergangenen zwölf Monaten stammte ein Drittel des Exportwachstums von China. Aber auch die anderen Länder Asiens und die Schwellenländer standen nicht nach. Ausserdem erfreut sich der wichtigste Handelspartner der Schweiz, Deutschland, einer starken wirtschaftlichen Gesundheit.


Kurzum: Alles wunderbar, die Wirtschaft läuft, was soll man sich beklagen?

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29. Mai 2011, 13:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banlieusard



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Beitrag ZH Antworten mit Zitat
SchülerInnenstreik solls jetzt auch in Zürich geben:

Facebookgruppe:
http://www.facebook.com/home.php#!/event.php?eid=127142050699653

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“Der reissende Strom wird gewalttätig genannt, aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig!” (B. B.)
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Käptn Kiff



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überproduktion ist der fakt, dass mehr produziert wird als VERKAUFT werden kann, nicht verknuspert! also der satz "im kommunismus wird die überproduktion heruntergeschraubt" ist quatsch. wenn im kommunismus überproduziert wird dann lagerst es halt irgendwo ein un produzierst weniger oder schmeisst weg wenn verdorben, aber vorsicht mit dem begriff, der ist keine konsumkritik sondern der begriff und grund der kapitalistischen krise.

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argumentum ad baculum
30. Mai 2011, 11:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Beitrag Re: ZH Antworten mit Zitat
Banlieusard hat Folgendes geschrieben:
SchülerInnenstreik solls jetzt auch in Zürich geben:

Facebookgruppe:
http://www.facebook.com/home.php#!/event.php?eid=127142050699653


DEMO : Dienstag, 7. Juni Helvetiaplatz, 13.00 Uhr

Liebe SchülerInnen
Liebe StudentInnen
Liebe ArbeiterInnen
Liebe Sympathisanten und Sympathisantinnen

********************************************************
Wir fordern die sofortige Abschaltung, der Schrott-Reaktoren in Beznau und Mühleberg!!!
Das AKW Fukushima war grundsätzlich sicherer wie die beiden AKW hier in der Schweiz. Trotzdem ist etwas passiert.
Der Bundesratsentscheid sieht vor, dass als erstes AKW, Beznau1 abgeschaltet wird. Nicht heute, nicht morgen. Erst Im Jahre 2019!
Innerhalb von 8 Jahren, kann mit so einem marroden Kraftwerk noch viel passieren. Das Restrisiko ist gross. Müssen wir alle am Strahlentod sterben, nur weil ein paar wenige, daraus Profite schlagen können???
NEIN! Trage deinen Unmut hinaus auf die Strasse. Gehe am Dienstag Nachmittag, dem 7. Juni, nicht zur Schule, sondern zeige deine Wut! Du hast die Möglichkeit dich für deine Zukunft und die deiner Nachkommen einzusetzen.
Mobilisiere alle deine Kollegen und Kolleginnen, denn nur wenn wir viele sind, lässt sich etwas bewirken!

TRIFF DICH VOR DEINER SCHULE/UNI/ARBEITSPLATZ MIT GLEICHGESINNTEN UND ZIEHE MIT IHNEN ZUSAMMEN ZUM HELVETIAPLATZ, WO ES DANN EINE COOLE DEMO GEBEN WIRD!!!

SchülerInnen, die Angst vor Konsequenzen haben, sollen doch eine e-mail an, schuelerstreikzh@hotmail.com schreiben.

********************************************************
Für eine Welt ohne Kernenergie!
Kapitalismus und Ökologie? Das klappt nie!

Im Anhang ist der Flyer zum selber drucken und verteilen.

Weiterleiten!!

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Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

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30. Mai 2011, 21:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wirken die II



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Beitrag Artikel zur Repression am 1. Mai in Zürich Antworten mit Zitat
http://de.internationalism.org/Weltrevolution166_zuerichrepression
03. Juni 2011, 01:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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danke für den hinweis. verständnisfrage: wen meint die IKS eigentlich, wenn sie von "linksextremen" schreibt?

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
03. Juni 2011, 01:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wirken die II



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Beitrag @savo Antworten mit Zitat
In den Grundsatzpositionen der IKS steht:
"Die Fraktionen der Bourgeoisie sind alle gleich reaktionär. Alle sog. „sozialistischen“, „kommunistischen“ Arbeiterparteien (jetzt die früheren „Kommunisten“), die Organisationen der extremen Linken (Trotzkisten, Maoisten, und Ex-Maoisten, offizielle Anarchisten) stellen den linken Flügel des politischen Apparates des Kapitals dar. All die Taktiken der „Volksfront“, der „antifaschistischen“ Front und der „Einheitsfront“, die die Interessen des Proletariats mit denen einer Fraktion der Bourgeoisie zusammenbringen wollen, dienen nur dazu, daß der Kampf der Arbeiterklasse kontrolliert und in Sackgassen gelenkt wird."
Da die Positionen schon vor einiger Zeit geschrieben wurden, müsste man die Grünen hinzufügen, die meistens ein Konglomerat bestehend aus Ex-Maoisten, Trotzkisten und in der Schweiz von Pöchlern zusammengesetzt ist. Darum ist es auch kein Zufall, dass das 1.-Mai-Komitee welches sich aus ähnlichen Kreisen zusammensetzt (plus Gewerkschaften) sich gut mit dem grünen Polizeivorsteher Leupi verstehen.
Die Begrifflichkeit "linksextreme Fraktion des Kapitals" war in den 40er-Jahren entstanden (glaube ich), als zuerst die Stalinisten eine Einheitsfront mit den Demokraten gegen Hitler eingegangen waren (1935) und danach die Trotzkisten die antifaschistischen Fraktionen des Kapitals offen unterstützen (im Gegensatz zu Trotzki und seiner Frau, Munis etc.). D. h. die Unterstützung einer Seite im Weltkrieg ist ein sicheres Zeichen, dass eine ehemalige proletarische Partei defininitiv zum Klassenfeind übergegangen ist. Dies war z. B. auch mit der deutschen Sozialdemokratie vor dem 1. Weltkrieg geschehen, wo zuerst die Parlamentsfraktion, dann nach Ausschluss des zentristischen Flügels (1918) USPD die Partei eben keine zentristische mehr war sondern eine definitiv bürgerliche Partei geworden ist. Das war übrigens auch der Grund, warum die Kommunistische Partei gegründet wurde. Dasselbe trifft auch auf die stalinistischen, trotzkistischen Parteien und ihren Abkömmlingen zu, als sie entschieden, eine Fraktion des Kapitals im Weltkrieg zu unterstützen, sind diese definitiv ins Lager der Bourgeoisie übergegangen, daher der Begriff "linksextrme Fraktionen der Bourgeoisie". Bordiga und die bordigistischen "Parteien" halten heute noch am Begriff "zentristische" Parteien fest. In den 40er-Jahren des vorherigen Jahrhunderts kamen die Vorläufer der IKS davon ab den Begriff "Zentrismus" für diese bourgeoisen Fraktionen zu nutzen. Bilan, und andere Publikationen der italienischen kommunistischen Linken, haben diese Diskussionen aufgezeichnet und dokumentiert, danach wurde diese Begrifflichkeit von "Internationalisme" (Gauche communiste de France) entgegen den Auffassungen der bordigistischen Strömung aufgenommen, die immer noch von "Zentrismus" sprachen. (Tut mir leid, ein bisschen viel marxistisches Latein für die meisten, aber das zeigt auf, dass die Begrifflichkeit nicht erst seit gestern oder zufälligerweise verwendet wird).

Heute wo überall Massenproteste ausgebrochen sind, ist es enorm wichtig, dass die Bewegungen Kriterien ausarbeiten, wer ist Freund wer ist Feind. Man sieht ja schon an verschiedenen Orten wie in Barcelona z. B. oder auch in Frankreich, wo ATTAC beginnt die offenen Versammlungen zu sabotieren und anstatt der bisher offenen Dialoge, sprechen mehr und mehr "Experten". In einer solche Situation ist es wichtig, dass die Revolutionäre ihre Stimme erheben und gegen all diese staatstragenden Strömungen ankämpfen.

Noch ein Hintergrundlink: Kurze Geschichte des Linkskommunismus
http://de.internationalism.org/linkskommunismus
03. Juni 2011, 10:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Zum IKS Artikel:

Zitat:
Diese Situation birgt einen enormen Zündstoff für eine soziale Revolte. Darum reagiert die hiesige herrschende Klasse präventiv mit äußerst repressiven Mitteln, indem sie fast 600 willkürlich am Helvetiaplatz (Platz in Zürich) sich befindende Menschen festnahm und in eine sogenannte Haftstraße überführte, wo die Personalien aufgenommen und einige über Nacht verwahrt wurden.

Ich habe etwas Mühe damit, diesen ersten Mai direkt auf die Umbrüche in Nordafrika zu beziehen, denn es scheint mir zu weit her geholt. Das Destaster vom ersten Mai in Zürich reiht sich ja in die letzten Jahre ein, und ist nur eine weitere Zuspitzung.

Zitat:
Und wehe dem, der nächstes Jahr ein zweites Mal unter den Festgenommenen ist! Er wird kaum damit rechnen können, nach 24 Stunden wieder auf freiem Fuß zu sein, selbst wenn er nichts anderes verbrochen hat, als sich am 1. Mai am falschen Ort aufzuhalten.

Letztes Jahr wurden schon 250 Leute vor allem auf dem Kanzlei Areal festgenommen und auch auf dem Helvetiaplatz gab es 2010 schon einen netten Gitterwagen-Kessel. Angefangen hat diese Entwicklung damit, dass das offizielle Mai-Fest in die Kaserne gezwängt wurde. Das machte den Weg frei um die Kanzlei zu kriminalisieren (das war noch Esther Maurer), und jetzt auch noch grad den ganzen Helvetiaplatz dazu. Logisch auch, dass von Jahr zu Jahr weniger Leute kommen wenn doch das Ganze immer unattraktiver wird. Und ich glaube kaum, dass diejenigen die letztes Jahr bereits auf der Kanzlei verhaftet wurden länger auf ihr Rayonverbot warten mussten als andere.

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
03. Juni 2011, 12:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
fräulein else



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far hat Folgendes geschrieben:

Ich habe etwas Mühe damit, diesen ersten Mai direkt auf die Umbrüche in Nordafrika zu beziehen, denn es scheint mir zu weit her geholt. Das Destaster vom ersten Mai in Zürich reiht sich ja in die letzten Jahre ein, und ist nur eine weitere Zuspitzung.

Zuspitzung? Ich spreche eher von einer logischen Fortführung der bisherigen Ereignisse am besagten Datum. Die Herrschaft nutzt die ideologische und strategische Starre der Leninisten aus, um alle beteiligten Strafrechtlich (oder auch nicht) verfolgen zu können.
Warum nicht einfach an einem anderen Ort mobilisieren? Warum 'revolutionärer Treff' wenn absolut nichts fürs Kanzleiareal spricht?

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"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
03. Juni 2011, 13:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wirken die II



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Zitat:
Ich habe etwas Mühe damit, diesen ersten Mai direkt auf die Umbrüche in Nordafrika zu beziehen, denn es scheint mir zu weit her geholt. Das Destaster vom ersten Mai in Zürich reiht sich ja in die letzten Jahre ein, und ist nur eine weitere Zuspitzung.


Danke vorerst für die Kritik. Ich denke auch, dass der von dir genannte Aspekt, die Dynamik und Dialektik des lokalen Ereignisses fehlt. Trotzdem glaube ich, dass die Entscheidungen der herrschenden Klasse nicht allein auf nationalen oder gar regionalen Ereignissen beruht. Auch wenn wir hinter den sieben Bergen sind, sind wir doch ein Teil der Welt. Z. B. die Drohnen und all das elektronische Zeug, welches sie da eingesetzt haben, ist ja auch nicht allein von der Schweizer Armee entwickelt worden, oder?
03. Juni 2011, 14:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Letzthin habe ich mit einem Genossen diskutiert, warum die Schweiz bei dieser Krise so gut davonkommt. Die NZZ erklärt es sich heute in einem Artikel wie folgt:

Zitat:
Ihr insgesamt gutes Abschneiden verdankt die Schweiz dabei etwa ihrer ausgebauten Infrastruktur, der hohen Verfügbarkeit von Finanzdienstleistungen, einem effizienten Arbeitsmarkt, der ausgezeichneten Qualität der Forschungsinstitutionen sowie den Anstrengungen der Firmen im Bereich Forschung und Entwicklung.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/die_schweiz_als_innovations-champion_1.10809066.html


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04. Juni 2011, 14:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Wurde hier noch gar nicht erwähnt:

14. Juni: Nationaler Streik- und Aktionstag zur Gleichstellung

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04. Juni 2011, 14:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Der starke Franken fordert erste Opfer

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05. Juni 2011, 22:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Hurray, die ALV-Revision wirkt: weniger Arbeitslose, mehr Ausgesteuerte!

http://www.tagesanzeiger.ch/mobile/wirtschaft/konjunktur/Arbeitslosenquote-erstmals-wieder-unter-drei-Prozent-/s/21842953/index.html

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08. Juni 2011, 08:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Schülerstreik: Plötzlich wollte niemand mehr verantwortlich sein

Kleine aber aussergewöhnlich kraftvolle Demo in Zürich! Entgegen den Presseberichten ("Solange die Situation friedlich bleibe, wäre ein Einschreiten unverhältnismässig", so Cortesi) ist
die Polizei ziemlich übel eingefahren. Nachdem die Demo am Anfang noch relativ lahm über die Langstrasse watschelte, mussten die teilweise sehr jungen Teilnehmer_innen am Bahnhof-
quai ihre erste Feuerprobe überstehen. Von da ab gings dann nämlich richtig los, die am Helvetiaplatz ausgestellte "Notbewilligung" lief am Bahnhof aus, die Schüler_innen und einige
Unterstützer_innen drängten auf das Bahnhofquai. Die Polizei unter Anführung von Willi Schaffner versuchte den Umzug wieder Richtung Cheis-Cheib zu drängen, indem sie mit einem
Six-Pack den Weg versperrten. Als die Leute sich jedoch nicht davon abhalten lassen wollten, fuhren sie mit der Karre quer durch die Menge, sie zerquetschten dabei mehrere Füsse.
Auch der zuständige VBZ-Hanswurst regte sich irrsinnig über die Selbstermächtigung auf. Er schrie rum: "Das war so nicht abgemacht". Die Leute quittierten sein Zetern mit Lachen und
Zurufen: "Merksch du nöd, dass mier vill meh sind als du? Du häsch da nüt zentscheide!" Danach zog die Meute quer über das Bahnhofquai, über das ganze Limmatquai rauf Richtung
Gymnasium Hohe Promenade. Ein Glück war, dass die Soundanlage (schon in der Langstrasse) zurückgeschraubt wurde - das gemeinsame Parolenschreien führte zu einem starken
Zusammengehörigkeitsgefühl, weil fast ausnahmslos alle mitmachten. Vor dem HoPro wurden die SchülerInnen zum Mitstreiken animiert, die Schulleitung versuchte die Tore zu schliessen
und Hausfriedensbruch anzudrohen. Nur ganz wenige Schüler_innen getrauten sich dem Streik anzuschliessen. Danach gings weiter Richtung Gymnasium Stadelhofen, wo es auch
grössere Auseinandersetzung mit der Schulleitung und den Abwärten gab, da sie uns nicht ins Innere lassen wollten. Schlussendlich drückte sich die Masse durch den Eingang, die
Schulleitung telefonierte hilflos mit der Polizei, die Leute nahmen das locker, sie hatten sich auf dem Weg schon mehrere Male gegen die Staatsgewalt durchgesetzt. Eine kleinere
Gruppe wartete dann aussen mit dem Soundwagen. Der Polizei schien der Zeitpunkt perfekt, um den Soundwagen einzupacken, doch just in diesem Moment stürmte die Menge, die
vorher durchs Schulhaus zog und alle aufforderte, sich dem Streik anzuschliessen, die Strasse hinauf, als sie davon mitbekam. Die Polizei zog sich sofort zurück. Danach gings weiter
in Richtung Gymnasium Hottingen, wo wieder die Schüler_innen zum Mitmachen aufgefordert wurden. Leider war schon ein bisschen spät, die meisten Klassenzimmer waren leer.
Wieder versuchte die Polizei das selbe Spiel, und wiederum stürmte die Menge die Treppe runter Richtung Ausgang, um die Draussengebliebenen zu unterstützen. Widmer beschloss,
den Soundwagen festzusetzen, und als er von der aufgebrachten Menge abgedrängt wurde, kam seine Gang ins Spiel. Die Bullen nahmen nun ihre vorher schon bedrohlich gegen
uns gerichteten Gummischrotguns in beiden Hände und schlugen von hinten auf die Köpfe! Auch Pfefferspray kam zum Einsatz. Die restlichen Bullen kleideten sich in ihre Robocop-
ausrüstung, die Situation war ziemlich verwirrend. Bullen, die auf streikende Schüler_innen einschlugen! Ein Teil der Leute zog sich danach zurück, die Mehrheit blieb jedoch dabei:
"Wir bestimmen selbst, wo es lang gehen soll, und wo wir die Demo beenden!". Die Demo wurde schlussendlich am Stadelhoferplatz aufgelöst. Trotz der kleinen Teilnehmer_innenzahl
war es eine superstarke, lebendige Demo!

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08. Juni 2011, 11:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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lazlo wanda hat Folgendes geschrieben:
Schülerstreik: Plötzlich wollte niemand mehr verantwortlich sein


Der Tagi, dieses reaktionäre Schmierenblatt! Selbst die NZZ konnte neutraler berichten.

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08. Juni 2011, 11:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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sehr, sehr geile erfahrung von spontaneität einer menschenmenge! viele sehr junge, ziemlich unerfahrene, wenige (bekanntere) politos..
parolen:
"streik ide schuele, streik ide fabrik, das isch oisi antwort uf oii politik"
"nie meh a-k-w"
sehr schön.

@laszlo: deine ausführungen sind nicht ganz richtig; ich schliesse mich deiner analyse aber grösstenteils an: nur mit müh not und der nötigen disziplin (heisst konkret: massive zurückhaltung gegenüber den zivis widmer und schaffner) konnte eine eskalation von seiten der polizei verhindert werden. wahrscheinlich würde der grösste teil der demo-neulinge nie mehr an eine polit-veranstaltung gekommen wären gummischrot, knüppel oder gas eingesetzt worden.
sehr geholfen hat, als während dem versuchten eingriff plötzlich alle mit der parole "wir sind friedlich, was seid ihr" begannen. als auf dem weg nach dem hottingerschulhaus die demo nochmals abgefangen wurde (es wurde vereinbart, dass die bullen die demo am stadelhofen auflösen lassen) überstimmten alle das megaphon des chef-streifenhörnchens mit "waffä weg!"

generell gute stimmung, auch wenn sich die schülerschaft der gymnasien speziell unverständlich gab.

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08. Juni 2011, 14:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Zitat:
auch wenn sich die schülerschaft der gymnasien speziell unverständlich gab.


die haben vermutlich noch immer das gefühl, sie würden direkt nach oben durchmarschieren. die chance, dass sie schon bald zum informellen proletariat gehören und sich mit müh und not durchs leben schlagen, ist jedoch grösser... und das "isch dänn ä megaspontani erfahrig", weil man socializen und networken kann. und "z'abig na schnäll uf dä kanzlei en gsprützte wisse" trinken.

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08. Juni 2011, 15:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



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was heisst denn eigentlich unverständlich, ist mir unverständlich :)
savo, ich kann da nicht mitgehen.. so viel denken die sich doch gar nicht dabei.
und gegen atomstrom sein ist ja im moment nicht unbedingt eine minderheitsposition,
also ich weiss nicht was dagegen spricht nach oben durchzumarschieren wenn man gegen atomstrom ist.
ich denke die haben eher angst vor strafe und strasse.

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argumentum ad baculum
08. Juni 2011, 16:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Blick am Abend hat einen schrecklichen Verdacht: Der ganze Schülerstreik eine JuSo-Verschwörung!

Zitat:
Zwei Städte, dasselbe Transparent

Demo -> Wer sind die "Schüler" hinter den AKW-Protesten?

Gestern Nachmittag streikten 200 Zürcher Schüler gegen dei Atomenergie. Sie alle waren einem Facebook-Aufruf gefolgt, der von der Gruppe "Jugend streikt" ausging. Grosse Banner trugen Aufschriften wie "Jugend gegen AKW" und "Globaler Atomausstieg jetzt".

Wer hinter der Gruppe "Jugend streikt" steckt, ist unklar. Auf die Anfrage von Blick am Abend hüllen sich die Organisatoren in Schweigen.

Auffallend ist aber, dass der Streik - entgegen dem vermittelten Eindruck - nicht etwa eine Initiative von Zürcher Jugendlichen war, sondern von einer grösseren Organisation gelenkt zu sein scheint: Bereits am 24. Mai protestierten nämlich die Schüler in Bern gegen Atomkraft - mit genau denselben Plakaten. Beobachter halten es für möglich, dass die Juso ihre Hände im Spiel hat.

Blick am Abend, 08. Juni 2011


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08. Juni 2011, 17:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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käptn: ja, eben, wegen den strafen, meinte ich, nicht wegen anti-anti-akw...

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08. Juni 2011, 18:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Auch beim Universitätsspital Zürich brodelt es. Heute gab es eine Protestaktion gegen den Abbau von 150 Vollzeitstellen, worunter 30 Kündigungen:

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=1239d0e1-6d59-406e-b418-7d3474a04814

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08. Juni 2011, 19:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Auch schön: Der Kanton Baselland muss sparen und will Leute entlassen.

Baselbieter Staatsangestellten droht Entlassungswelle

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08. Juni 2011, 20:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Starker Franken bremst zunehmend die Wirtschaft aus

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14. Juni 2011, 16:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Here we go again. Bald Euros ausbezahlt?

Starker Franken, schwache Löhne

Zitat:
Das Wirtschaftswunder Schweiz kriegt Kratzer, die Konjunkturprognosen sehen trüb aus. Dadurch steigt der Lohndruck. Manches Unternehmen überlegt deshalb, die Löhne in Euro statt in Franken auszuzahlen.


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15. Juni 2011, 12:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Anti-Atom-Camp in Bern geräumt:

«Die Stadt Bern hat illegal gehandelt»

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21. Juni 2011, 16:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Was für ein Kasperlethater. Bullen wie Camper.

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21. Juni 2011, 19:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



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Schlichtung gescheitert – bei der Swiss droht ein Pilotenstreik

Zitat:
Die Fronten verhärten sich: Nachdem die Pilotengewerkschaft Aeropers im März selbst an die kantonale Einigungsstelle gelangt war, hält sie nun nichts von deren Vorschlägen.


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24. Juni 2011, 19:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Behemoth



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Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Zwei Städte, dasselbe Transparent

Das beste am ganzen, das transparent war schwarz-rot^^
Bestimmt die Juso....

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"ihr aber werdet die soziale Frage wissenschaftlich lösen, d.h. mit euerm grossen Maule. Der brutalen Herrschaft gegenüber seid ihr fein, d.h. ihr seid selber mehr oder weniger Bourgeois. Nur weiter, ihr anständigen Leute, die soziale Frage aber wird brutal gelöst werden; der Racheruf der Unterdrückten wird brutal ertönen" - Der Communist, N°17, 1893
26. Juni 2011, 04:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wirken die II



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savo fragte:

Zitat:
verständnisfrage: wen meint die IKS eigentlich, wenn sie von "linksextremen" schreibt?


wirken antwortete (auszug):
Zitat:
Die Begrifflichkeit "linksextreme Fraktion des Kapitals" war in den 40er-Jahren entstanden (glaube ich), als zuerst die Stalinisten eine Einheitsfront mit den Demokraten gegen Hitler eingegangen waren (1935) und danach die Trotzkisten die antifaschistischen Fraktionen des Kapitals offen unterstützen (im Gegensatz zu Trotzki und seiner Frau, Munis etc.).


Die GIS die sich der "Internationalen Kommunistischen Tendenz" (früher IBRP) angeschlossen hat, plant eine Reihe von Filmvorführungen über den oben genannten Munis, ein historischer Führer der Trotzkisten, der aber den Internationalismus im Gegensatz zu den Trotzkisten nie aufgegeben hat und darum auch m.E. trotz allen Schwächen ein Revolutionär, bzw. seine Gruppe "FOR" (formento obrero revolutionario) eine revolutionäre Gruppierung geblieben ist. Eine interessante Gruppe mit vielen interessanten Positionen zum Stalinismus, Parlamentarismus und Gewerkschaften sowie eine Position die eher unüblich für die marxistischen Strömungen, nämlich dass die spanische Revolution tiefer und wichtiger gewesen sei als die Russische Revolution.

http://gis.blogsport.de/2011/06/26/285/
28. Juni 2011, 14:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Bei swissinfo wird jede dritte Stelle gestrichen

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Lonza erhöht Wochenarbeitszeit in Visp

Zitat:
Der Basler Life-Science-Konzern Lonza erhöht auf den 1. Juli befristet auf 18 Monate die Arbeitszeit für alle Mitarbeiter am Standort Visp (VS) von durchschnittlich 41 auf 43 Stunden. Der Gewinn am Standort Visp stehe stark unter Druck, teilte das Unternehmen mit.


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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
02. Juli 2011, 11:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Und der technologische "Fortschritt" hält Einzug bei der Post:

Post streicht bei der Briefsortierung 270 Stellen

Zitat:
Dank einer neuen Technologie lassen sich die Briefe genauer sortieren. Die Post spart deshalb Stellen ein. Entlassungen soll es aber nicht geben.


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02. Juli 2011, 11:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Alles heisse Luft:

Swiss und Piloten erzielen Durchbruch

Zitat:
Möglicher Streik abgewendet: Die Fluggesellschaft Swiss und die Gewerkschaft Aeropers konnten sich bei den Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) auf Eckwerte einigen.


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02. Juli 2011, 22:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Einsiedeln kämpft um seinen Spital:

Einsiedeln kämpft für sein Spital – auch mit einem Lied

Zitat:
Der Kanton Schwyz möchte das Spital von Einsiedeln schliessen. Die Bevölkerung, sonst eher konservativ, findet diese Sparmassnahme gar nicht lustig. Ein Lehrstück zur Sparpolitik.


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03. Juli 2011, 22:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die grosse Macht der Piloten

Zitat:
Mehr Lohn und mehr Freizeit: Der neue Vertrag der Swiss mit ihren Piloten zeigt, dass die Flugkapitäne noch immer über Macht verfügen – unter anderem, weil über Geld nicht gerne gesprochen wird.


So mies werden Temporärarbeiter behandelt

Zitat:
Fast die Hälfte der Temporärfirmen bezahlt keine Mindestlöhne. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund will das nun schnell ändern.


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04. Juli 2011, 16:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Here we go again:

Swissmetal stoppt Produktion in Dornach – 150 Arbeiter betroffen

Zitat:
Der Kupferprodukte-Hersteller hat die Produktion in seinem Werk in Dornach eingestellt. Das Unternehmen begründet dies mit dem Entscheid seiner Bank, die Metalllager zur Kreditsicherung temporär zu schliessen.


Sie sollten sich dabei an das erinnern, was 2006 in Reconvilier passiert ist!

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04. Juli 2011, 19:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beitrag Der LMV läuft aus Antworten mit Zitat
"Giu le mani dal lavoro" und "gegen ausländische Schlepperorganisationen" fällt der Unia dazu ein...

http://bazonline.ch/wirtschaft/agenturen-ticker/ber-1800-Bauarbeiter-fuehren-im-Tessin-Protesttag-durch/story/21506947

http://unia.ch/news_aktionen.9.0.html?&no_cache=1&L=10&tx_ttnews[tt_news]=6741&tx_ttnews[backPid]=1&cHash=3a76baf53d1bf7e1fb6c021e821749f2
05. Juli 2011, 08:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Just another Unia:

Gewerkschaften einigen sich mit Lonza

Zitat:
Der Basler Life-Science-Konzern Lonza hat mit den Gewerkschaften einen Kompromiss bei der Erhöhung der Wochenarbeitszeit gefunden. Am Standort Visp wird die Arbeitszeit auf 42,5 Stunden erhöht.


Also: Die Arbeitszeit wird statt von 41 auf 43 nun von 41 auf 42,5 Stunden erhöht. Wer die halbe Stunde nicht ehrt, ist den Kollektivvertrag nicht wert!

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05. Juli 2011, 23:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Bei Swissmetal wackeln 480 Jobs

Zitat:
Will man den jüngsten Aussagen der Geschäftsleitung glauben, dann soll in 48 Stunden die Metallpresse in Dornach wieder angeworfen werden. Heute und morgen stehen die Maschinen der Swissmetal (SMET 4.5 -11.76%) still. Rund 150 Werksarbeiter wurden wieder nach Hause geschickt. Insgesamt sind am Standort Dornach 350 Mitarbeiter beschäftigt, davon 150 direkt an den Maschinen und rund weitere 200 in der Verwaltung. Wird bis Donnerstag keine Lösung gefunden, um die Anlagen wieder in Betrieb zu nehmen, ist auch der zweite Standort Reconvilier in der Westschweiz mit 130 Mitarbeitern in Gefahr. Die Stahl-Produkte werden üblicherweise zur Weiterverarbeitung von Dornach nach Reconvilier weitergeleitet.


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05. Juli 2011, 23:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Schweiz aktuell zu Dornach:

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=91a6b1ca-70d6-4d6f-941e-a7717d66f7ed

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07. Juli 2011, 23:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Marcos



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Ich möchte auch gerne einen runden Tisch von der Solothurner Regierung

EDIT: Für mein Zimmer

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"Alles was kapputt geht wird in der Reithalle organisiert"

"Es gibt halt relativ viel geistig verwirrte hier und damit muss man als Politiker rechnen"

"extreme Sportchaoten"

Zuletzt bearbeitet von Marcos am 08. Juli 2011, 00:14, insgesamt einmal bearbeitet
07. Juli 2011, 23:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Marcos hat Folgendes geschrieben:
Ich möchte auch gerne einen runden Tisch von der Solothurner Regierung


Kann ich verstehen. Aber ein runder Tisch allein macht noch nicht glücklich. Die ArbeiterInnen von Sappi Biberist hatten schon einen. Trotzdem sind sie unglücklich ;)

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07. Juli 2011, 23:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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auch wenn sonst fast gar nichts läuft: riots for hiphop; http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Gewalt-ueberschattet-Jazz-Festival-13548674

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"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
18. Juli 2011, 00:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wirken die II



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Beitrag Swissmetall Dornach Antworten mit Zitat
Was tun Parteien und Gewerschaften?

Sand in die Augen streuen und beruhigen. Bei der Betriebsversammlung machte der Gewerkschaftsvertreter unter anderem den Ausspruch:

"... ja keine unbedachte Aktionen..., das könnte die potentiellen Investoren abschrecken..."

Man hat es ja in Biberist gesehen, was das brave Stillhalten gebracht hat.

Hier noch Telebasel dazu:

http://www.telebasel.ch/de/tv-archiv/&id=75650886
22. Juli 2011, 09:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Franken wird immer stärker und die Schweiz ist machtlos

Stellenabbau und Lohnsenkungen absehbar – Gegenmassnahmen umstritten

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24. Juli 2011, 16:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Entlassungen bei UBS & CS wahrscheinlich. Könnten ja mal streiken, die Banker...

http://www.tagesanzeiger.ch/mobileapp/#/story/12109948/0

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25. Juli 2011, 16:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Entlassungen bei UBS & CS wahrscheinlich. Könnten ja mal streiken, die Banker...

http://www.tagesanzeiger.ch/mobileapp/#/story/12109948/0


In der Tat, 1918 wussten sie ja auch wie das geht:
http://findmittel.ch/archive/archNeu/Ar481.html

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Das ist die Verrücktheit einer Gesellschaft, die sich von einem Sachzwang bestimmen lässt, der nur existiert, weil ihn die einen selbst praktizieren und die anderen sich ihn aufherrschen lassen.
25. Juli 2011, 21:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Stellenabbau bei Harlan Laboratories?

http://videoportal.sf.tv/video?id=0f8b370b-4514-4150-98e0-5635038bdabe


Swissmetal-ArbeiterInnen protestieren:

http://videoportal.sf.tv/video?id=4f891bc9-96b8-469b-8189-49e3c9c3fa47

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05. August 2011, 19:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Jetzt aber!

Swissmetal: 70 Personen «besetzen» französische Bank

Zitat:
Am Montag um 5 Uhr hat Swissmetal am Standort Reconvilier BE den Betrieb wieder aufgenommen. Ganz anders sieht es jedoch in Dornach SO aus. Das bekommt die involvierte Bank BNP Paribas nun zu spüren.


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08. August 2011, 13:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Jetzt gehen die Kapitalisten in die Offensive:

Bundesrat erwägt Milliardenpaket

Zitat:
Exportindustrie und Tourismusbranche dürfen auf eine spürbare Entlastung hoffen: Die Regierung überlegt, auf Sozialversicherungs-Beiträge von bis zu 1,3 Milliarden Franken zu verzichten.


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17. August 2011, 15:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Here we go again:

Zitat:
Balsthal: Papierfabrik entlässt Hälfte der Belegschaft

Die Solothurner Papierfabrik Balsthal will 56 Arbeiter entlassen - das ist die Hälfte der Belegschaft. Die verbleibenden Angestellten sollen für ein halbes Jahr zehn Prozent weniger Lohn erhalten.

Die Firma begründet die Entlassung der Arbeiter vor allem mit dem starken Franken. Sie exportiert 95 Prozent ihrer Produkte in den Euroraum und habe durch den starken Franken grosse Verluste erlitten.

Wann die ersten Kündigungen ausgesprochen werden ist noch nicht klar. Momentan läuft die Konsultationsfrist mit den Sozialpartnern.

http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/nachrichtenticker/oid.2ba463b75c4aa660a7c38777deb60bd8.html?s=wi


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17. August 2011, 21:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Schönheit und Heimtücke der Frankenstärke (Folge XY):

Franken-Krise: 15 % weniger Lohn für ganze Belegschaft

Zitat:
Die Medizinaltechnik-Firma Storz Medical im thurgauischen Tägerwilen will ihren 130 Angestellten den Lohn um monatlich 10 % kürzen und sie erst noch zwei Stunden pro Woche länger arbeiten lassen. Dies zeigen Recherchen der «Tagesschau». Die Gewerkschaft ist empört und spricht von Rechtsmissbrauch.


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18. August 2011, 23:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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