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Podiumsdiskussion zur Einführung der DRG

 
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Podiumsdiskussion zur Einführung der DRG
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far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Podiumsdiskussion zur Einführung der DRG Antworten mit Zitat
Zitat:
Am Donnerstag, 24.02.2011 um 18.00-20.00h findet im grossen Hörsaal Nord / Unispital Zürich eine Informationsveranstaltung mit Podiumsdiskussion über swissDRG statt!

Dabei werden die DRG mit Ihren unerwünschten Nebenwirkungen nochmals detailliert erläutert und anschliessend mit wichtigen Vertretern der Gesundheitspolitik (Contra-Seite: Dr. Christian Hess, Margrit Kessler. Pro-Seite: Dr. Felix Gutzwiller, Toni Bortoluzzi) diskutiert werden.

Sämtliche Interessierten sind willkommen! Das Programm der Veranstaltung findet ihr im Anhang.

Medizinstudierende für ein DRG-Moratorium



Worum geht es bei den DRG?

Ab 2012 wird in allen Schweizer Spitälern das
DRG-System eingeführt. Mit diesem erhält das Spital für jede Diagnose, die
gestellt wird, einen bestimmten fixen Geldbetrag (z.B. für die Diagnose
„Lungenentzündung“ den Betrag x CHF) – unabhängig davon, wie lange die
PatientIn im Spital bleibt und welche Komplikationen zusätzlich auftreten. Das
bedeutet konkret:

Blutige Entlassungen:
Je rascher eine Patientin entlassen wird, umso mehr Geld
bleibt von der Pauschale für das Spital übrig – überschreiten die
Hospitalisationskosten hingegen die Pauschale, muss dies das Spital aus eigener
Tasche bezahlen.

Verschärfter Wettbewerb:
Betagte und grundversicherte PatientInnen sind für die
Spitäler nicht rentabel. Dadurch entsteht für die Spitäler ein
Wettbewerbsdruck, diese gar nicht erst zu behandeln oder rasch zu entlassen,
bzw. unter einem Vorwand an ein anderes Spital zu überweisen.

Neues aus Absurdistan:
Ein Patient, der sich nach der Abklärung als gesund
herausstellt, ist für das Spital eine finanzielle Katastrophe. Profitable
Behandlungen werden vermehrt durchgeführt, selbst, wenn sie nicht erforderlich
sind oder gar für den Patienten ein zusätzliches Risiko darstellen.

Fehlende Evidenzen:
Das DRG-System zielt darauf ab, die Kosten im
Gesundheitswesen einzudämmen. Bisher hat es jedoch in allen Ländern, welche die
DRG eingeführt haben, zum Gegenteil geführt: im stationären Bereich nahmen die
Kosten aufgrund frühzeitiger Entlassungen sowie Abbau beim medizinischen
Personal (seit der Einführung der DRG 2003 wurden in Deutschland 30‘000
PflegerInnen entlassen) zwar ab, dafür stiegen sie aber im ambulanten Bereich
(HausärztInnen, Spitex) umso stärker an. Auch ist bisher keine Begleitforschung
initiiert worden, welche die Folgen der DRG abschätzen liesse.

Schlechtere Arbeitsbedingungen:
Der Abbau beim Gesundheitspersonal
(Pflegepersonal, ÄrztInnen, etc.) sowie der Druck, schneller zu behandeln,
führen zu einem Qualitätsabbau im Gesundheitswesen. Zusätzlich steigt die
Belastung des medizinischen Personals.

Schlechtere Ausbildung:
Die Aus- und Weiterbildung von medizinischem Personal ist im SwissDRG-System nicht geregelt.
Daher drohen Qualitätseinbussen.



Weitere Infos sowie Online-Petition:
http://www.drg-moratorium.ch/de/


_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
21. Februar 2011, 20:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
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