Forum-Übersicht
RegistrierenSuchenFAQMitgliederlisteBenutzergruppenLogin
AKW-Katastrophe in Japan

 
Neue Antwort erstellen    Forum-Übersicht » Revolution & Klassenkampf Thema drucken Vorheriges Thema anzeigen
Nächstes Thema anzeigen
AKW-Katastrophe in Japan
Autor Nachricht
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

Beitrag AKW-Katastrophe in Japan Antworten mit Zitat
Was kann man aus der japanischen Atomkatastrophe lernen?

Also keine AKWs im Kommunismus...

_________________
"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
14. März 2011, 14:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1069

Beitrag Antworten mit Zitat
japan ist das neue lybien.

_________________
argumentum ad baculum
14. März 2011, 14:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
Käptn Kiff hat Folgendes geschrieben:
japan ist das neue lybien.


Wie meinste das?

_________________
"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
14. März 2011, 15:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1069

Beitrag Antworten mit Zitat
Na seit Ghadaffi die Rebellen platt walzt und Stadt für Stadt zurückerobert scheint mir die Presse weiche Knie zu kriegen da noch gross Wind zu machen von wegen nieder mit dem Diktator. Die bürgerliche Öffentlichkeit wendet sich jetzt den armen Opfern des Erdebebens zu und entzieht dem "Freiheitskampf" der Rebellen die Aufmerksamkeit.

_________________
argumentum ad baculum
14. März 2011, 17:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
kapital auf der flucht:
http://www.jungewelt.de/2011/03-15/079.php

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
15. März 2011, 13:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
Ofenschlot hat Günther Anders ausgegraben:

Gewalt? Oh, ja!

_________________
"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
15. März 2011, 17:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Rul0r
Und0rdog


Anmeldedatum: 27.06.2005
Beiträge: 1198

Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
Die bürgerliche Öffentlichkeit wendet sich jetzt den armen Opfern des Erdebebens zu und entzieht dem "Freiheitskampf" der Rebellen die Aufmerksamkeit.


Unglückliches Timing. Haiti, Pakistan, Tunesien, Ägypten, Jemen, Lybien, Wisconsin, Massachusetts. Dann Tsunami, GAU, Bahrain. Ich kanns weder den unterbesetzten Nachrichtenagenturen noch den arbeitenden Massen übelnehmen wenn sie ob der ganzen Scheisse nicht mehr genau wissen womit sie sich denn gerade auseinandersetzten wollen. Du musst ja schon ein ausgewiesener News-Junkie sein, um in diesen Tagen bei allen Entwicklungen mit zu halten.

Ja es ist scheisse, aber mit den "armen Opfern des Erdbebens" hat das an sich wenig zu tun. Und in der Zwanzig Minuten braucht es auch noch ein paar Seiten für Promi-News, sonst liest die ja keiner mehr.

_________________
Oh, you hate your job?
Why didn't you say so?
There's a support group for that.
It's called EVERYBODY, and they meet at the bar.
- George Carlin
15. März 2011, 20:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wirken die II



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 208

Beitrag Wie weit geht die Zerstörung der Welt noch weiter...? Antworten mit Zitat
Also, man muss sich das schon vor Augen führen... Millionen von Menschen wohnen an den Küsten einer Insel die seit Jahrhunderten wenn nicht Jahrtausenden dafür bekannt ist, dass sie von Tsunamis, Erdbeben und dergleichen heimgesucht wird. Wenn das im 15. Jrh., als einer der schlimmsten bis heute bekannten Tsunamis die Insel heimsuchte, noch einigermassen verständlich war, weil man damals noch nicht die heutigen Informationsmittel und geschichtlichen Erkenntnisse hatte, dann muss man sich schon wundern, wieso im 21. Jrh. mit all den Erfahrungen und Erkenntnissen, immer noch Millionen von Menschen an genau diesen Küsten wohnen, die von Erdbeben und Tsunamis heimgesucht werden. Hinzu kommt noch, dass die japanische herrschende Klasse, um nicht allzu abhängig von ausländischem Strom zu sein, voll auf Atomkraft gesetzt hat, was dem ganzen noch die (Atom-)Krone aufsetzt.
Die kapitalistischen Konkurrenzverhältnisse, die immer mehr Beschleunigung erfordern und das ist auch immer nur mit mehr Strom erreichbar, zeigt den höchst irrationalen Charakter einer solchen Entwicklung auf. Jede Nation ist auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, immer mehr und schneller Waren zu produzieren. Wenn nun Bundesrätin Leuthard scheinheilig von einer Überprüfung der bisherigen Atomkraftwerke redet, dann geht es ihr auch nur darum, die jetzige Atomdiskussion zu vertagen, und wenn sich die Wogen geglättet haben, wieder aus allen Rohren für die Atomkraft Propagadamüll zu schiessen. Desgleichen passiert ja in Deutschland mit der Merkel, die aus wahltaktischen Gründen offenbar von ihrer arroganten Haltung zurückgekrebst ist, und nun sieben A-Werke für drei Monate stilllegen will... Danach hoffen sie, können sie mit dem Bau und der Weiterführung von Atomkraftwerken, d. h. mit der Umweltzerstörung weiter fahren wie bisher, nur beschleunigt. Die nächste Umweltkatastrophe kommt bestimmt und schneller als man denkt, es wäre an der Zeit, dass wir beginnen die Tragweite der Zerstörungswut des Kapitalismus zu begreifen. Schon frühere untergegangene Klassengesellschaften hatten ihre Produktionsmittel nicht im Griff und haben ganze Landstriche zerstört (die Azteken hatten ihr Anbaugebiet völlig zerstört weil sie nicht wussten, wie man den Boden regenerieren lässt, die alten Griechen haben die antike Welt z. Teil in Kriegen und sozialen Auseinandersetzungen ihre Lebensgrundlagen selbst zerstört usw. usf.). Der Unterschied zu geschichtlichen Zerfallsphasen von früheren Zivilisationen ist aber die, dass der Kapitalismus als globales System auch die ganze Welt, zumindest als Lebensgrundlage für Menschen und Tiere zerstören kann.
16. März 2011, 00:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
Auch Peter Trotzig hat einen Kommentar geschrieben:

Abschalten!

_________________
"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
16. März 2011, 13:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wirken die II



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 208

Beitrag und wieso abschalten weil Antworten mit Zitat
der Kommunismus genau der Punkt ist, der Bordiga wichtig erscheint: "er betrachtete Marx' gesamtes Werk als den Versuch, Kommunismus zu beschreiben. Der Kommunismus existiert potentiell im Proletariat. Das Proletariat ist die Negation dieser Gesellschaft. Vielleicht wird es nur um zu überleben gegen die Warenproduktion revoltieren, weil die Produktion von Waren seine - sogar physische - Vernichtung erzwingt. Die Revolution ist weder eine Frage von Bewußtsein noch eine Frage der Führung. Das unterscheidet Bordiga sehr von der Zweiten Internationale, von Lenin und von der offiziellen Kommunistischen Internationale." (Hervorhebung von mir). Auch wenn ich nicht einfach so mit Bordiga oder Pannekoek in allem übereinstimme, scheint es mir doch wichtig zu sein, sich mit diesen Revolutionären auseinanderzusetzen. (Zitat stammt übrigens vom "Wildcat-Zirkular Nr. 46/47: Bemerkungen zu Pannekoek und Bordiga, (http://www.wildcat-www.de/zirkular/46/z46eclip.htm) dort wird auch erklärt, wer diese zwei verdienstvollen Menschen sind...).
16. März 2011, 20:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
Zur vernebelnden Hysterie um den ökologischen Schicksalsschlag:

http://ch.indymedia.org/de/2011/03/80555.shtml

_________________
Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
16. März 2011, 21:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
soviel zu den "disziplinierten, heroischen und vor allem freiwilligen todgeweihten arbeitern" und den ganzen scheiss rassisten und japanologen auf der suche nach japanischen eigenschaften:

Zitat:
Der AKW-Betreiber Tepco darf seine Mitarbeiter offenbar nicht aus dem AKW abziehen. Die japanische Regierung habe es verboten, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Zeitung «Mainichi Shimbun». Eine Abberufung der Mitarbeiter sei unmöglich, soll Premier Naoto Kan gesagt haben. «Es geht nicht darum, ob Tepco kollabiert, sondern darum, ob Japan zusammenbricht.» Ein Vertreter der Betreibergesellschaft sagte der Zeitung, dies bedeute, die Arbeiter sollten sich der Strahlung aussetzen und «sterben».


_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
18. März 2011, 10:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



Anmeldedatum: 22.07.2010
Beiträge: 565
Wohnort: walhall

Beitrag Antworten mit Zitat
http://nestormachno.blogsport.de/2011/03/17/japans-supergau/
18. März 2011, 17:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wirken die II



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 208

Beitrag Antworten mit Zitat
Hier der noch nicht übersetzte Artikel der IKS über die Ereignisse in Japan: Séismes, tsunami et accidents nucléaires au Japon : le capitalisme est une horreur

http://fr.internationalism.org/node/4609#_ftn1

Mir scheinen gerade die Hinweise über den Zustand der französischen AKW's ziemlich wichtig, denn das Gute ist so nah...

(Es fehlt uns immer an Kräften, wenn jemand es wichtig findet solche oder andere Artikel zu übersetzen bitte sich melden z. B. über schweiz@internationalism.ch)


He Hallo, danke vielmals für eure Angebote zum Übersetzen... hier noch die jetzt übersetzte Version des obigen Artikels: Erdbeben, Tsunami und Atomunglücke in Japan. Der Kapitalismus ist ein Horror

http://de.internationalism.org/IKSonline2011_japan0311
20. März 2011, 11:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
http://syndikalismus.wordpress.com/2011/03/22/deutscher-wetterdienst-verbietet-veroffentlichung-von-messungen-zur-radioaktivitat/

_________________
Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
22. März 2011, 17:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
Aktuelle Werte:
http://odlinfo.bfs.de/

Zitat:
Strahlenschäden:

Als tödliche (lethale) Dosis kann man 10 Sv (1000 rem) ansetzen, d. h. der Tod tritt innerhalb weniger Tage nach der Strahlenexposition ein. Bei einer Dosis von 4 bis 6 Sv besteht eine Überlebenschance von 50 % innerhalb der ersten 4 Wochen nach der Strahlenexposition. Ab einer Dosis von etwa 500 mSv (=0,5 Sv) kann man "nicht-stochastische" Strahlenschäden beobachten, d. h. direkte körperliche Auswirkungen (z.B. Linsentrübung, Blutbildveränderungen). Bis etwa 100 mSv gibt es keine direkten Strahlenschäden; es können aber "stochastische Effekte" erwartet werden (zufallsbedingt).

Als Grenzwert für beruflich strahlenexponierte Personen gilt seit dem 01.August 2001 eine obere Grenze von 20 mSv pro Jahr. Die Berufslebensdosis sollte 400 mSv nicht überschreiten (§56 StrlSchV).

Die jährliche Strahlenbelastung der Bevölkerung in Deutschland durch innere und äußere Exposition beträgt etwa 2,4 mSv pro Jahr. Als Grenzwert für Ableitungen für kerntechnische Einrichtungen werden maximal 0,3 mSv (effektive Dosis) pro Jahr an den "ungünstigsten Einwirkungsstellen" für die Bevölkerung nach Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) zugelassen.

http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Beobachtungen/Radioaktivitaet/StrahlenDosis.jsp

Zitat:
Strahlenbelastung und Grenzwerte

Als Vergleich zur Beurteilung eines Strahlenrisikos kann die natürliche Strahlenbelastung dienen, in Deutschland liegt deren Äquivalentdosis in der Größenordnung von 2 mSv pro Jahr. Die folgenden Grenzwerte gelten für Deutschland:
Code:
Unbedenkliche Dosisleistung     Eingreifrichtwert für langfristige Umsiedlung   Klinische Symptome der Strahlenkrankheit
1 mSv (1.000 µSv) pro Jahr[1]   100 mSv (100.000 µSv) pro Jahr[2]               150 mSv (150.000 µSv) als integrierte Dosis[3]
0,02 mSv (20 µSv) pro Woche     2 mSv (2.000 µSv) pro Woche                     ohne Vorgabe für die Dosisleistung
0,003 mSv (3 µSv) pro Tag       0,3 mSv (300 µSv) pro Tag                       ohne Vorgabe für die Dosisleistung
0,0001 mSv (0,1 µSv) pro Stunde 0,0100 mSv (10 µSv) pro Stunde                  ohne Vorgabe für die Dosisleistung

Die maximale erlaubte Jahresdosis für beruflich strahlenexponierte Personen beträgt 20 mSv, über ein Berufsleben dürfen jedoch nicht mehr als 400 mSv zusammenkommen. Für die normale Bevölkerung sind es 1 mSv. Ein ungeborenes Kind darf bis zu seiner Geburt keine höhere Strahlendosis als 1 mSv erhalten.[4]

http://de.wikipedia.org/wiki/Sievert_(Einheit)

Für die Schweiz find ich nichts derartiges wie das odlino.bfs.de

Zitat:
Um das 400-fache erhöhte Strahlenwerte wurden rund 40 Kilometer nordwestlich des Katastrophenreaktors Fukushima-Daiichi gemessen. Das teilte das japanische Wissenschaftsministerium am Dienstag mit, berichtet der Fernsehsender NHK. Bereits am Montag seien im Boden, in fünf Zentimetern Tiefe, stark erhöhte Cäsium- und Jodwerte festgestellt worden.

Die Belastung mit dem krebserregenden Isotop Jod-131 liege 430 mal über dem Wert, der normalerweise im Boden gemessen wird, erklärte Keigo Endo von der Gunma Universität. Der Wert lag bei 43.000 Becquerel pro Kilogramm Boden. Die Belastung mit Cäsium-137 lag mit 4.700 Becquerel um das 47-fache über dem Normalwert.

Der Ort, an dem diese Werte gemessen wurden, liegt 20 Kilometer ausserhalb der Evakuierungszone. Endo erklärte, die Strahlenbelastung überschreite die erlaubte Jahreshöchstdosis um das Vierfache, eine akute Gesundheitsgefährdung bestehe derzeit jedoch nicht.

http://www.20min.ch/news/dossier/japanbeben/story/400-fache-Belastung-festgestellt-12509223

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
22. März 2011, 19:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
Erdbeben, Tsunami und Atomunglücke in Japan. Der Kapitalismus ist ein Horror
http://de.internationalism.org/IKSonline2011_japan0311

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
22. März 2011, 23:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
http://www.woz.ch/artikel/2011/nr11/international/20503.html

Zitat:
Tepco wurden schliesslich vom Ministerium 29 Fälschungen nachgewiesen – etwa durch die Manipulation von Videoaufnahmen im Innern des Reaktors. Der damalige Firmenpräsident musste zusammen mit vier weiteren Topkadern des Konzerns 2002 zurücktreten.
Doch eigentlich hätte die Firma aufgelöst oder verstaatlicht werden müssen. Die «Kultur des Fehlverhaltens», wie es das CNIC nannte, liess sich nicht stoppen. Auch in den Jahren danach kamen Vertuschungsmanöver ans Tageslicht. «Der Skandal ist nur die Spitze des Eisbergs», schrieb CNIC. Das Hauptproblem sei die japanische Bürokratie, die nicht wirklich willens sei, den Energiekonzern zu kontrollieren.
Die Katastrophe von Fukushima zeigt: Nicht nur die Atomtechnologie allein hat sich als unkalkulierbares Risiko erwiesen – auch die Betreiberfirmen und Kontrollbehörden sind es.


_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
23. März 2011, 12:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
Das System ist die Katastrophe

_________________
Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
27. März 2011, 13:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
Linke Texte aus dem Japanischen ins Englische übersetzt, auf der Website von Japan – Fissures in the Planetary Apparatus. Unter anderem den Aufruf zu einem Generalstreik im Anschluss an die AKW-Katastrophe:

To All the Working People – Call for De-Nuke General strike

_________________
"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
28. März 2011, 20:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
Helfen wir Japan, kaufen wir ihre Nahrungsmittel, verteilen wir Strahlung solidarisch über die Welt. Denn man hat daraus gelernt, sowas wird nicht wieder passieren! Und sowieso, diese Strahlung ist im Grunde genommen auch gar nicht so schlimm, im Gegenteil, der Mensch wird sich schnell daran gewöhnen!!!

http://www.newsecho.de/gesellschaft/panorama/6vIIz8vx6Sk/informationspolitik_kritisiert-foodwatch_radioaktive_grenzwerte_von_japan_lebensmitteln_erhoeht

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
30. März 2011, 10:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
All Freeters Union: Statement zum Atomunfall in Fukoshima

_________________
"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
30. März 2011, 19:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
far hat Folgendes geschrieben:
Helfen wir Japan, kaufen wir ihre Nahrungsmittel, verteilen wir Strahlung solidarisch über die Welt. Denn man hat daraus gelernt, sowas wird nicht wieder passieren! Und sowieso, diese Strahlung ist im Grunde genommen auch gar nicht so schlimm, im Gegenteil, der Mensch wird sich schnell daran gewöhnen!!!

http://www.newsecho.de/gesellschaft/panorama/6vIIz8vx6Sk/informationspolitik_kritisiert-foodwatch_radioaktive_grenzwerte_von_japan_lebensmitteln_erhoeht


yvette estermann, homöopathin/komplementärmedizinerin, bringt die ganze geschichte auf den punkt:

Zitat:
Wissen Sie, dass ein wenig Radioaktivität gesund ist? Es gibt sogar einen Kurort in Tschechien, wo Radon-Behandlungen angeboten werden.


kann die mal jemand headie ?

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
30. März 2011, 20:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



Anmeldedatum: 24.10.2006
Beiträge: 1444
Wohnort: süsch no was?!

Beitrag Antworten mit Zitat
Savo hat Folgendes geschrieben:
far hat Folgendes geschrieben:
Helfen wir Japan, kaufen wir ihre Nahrungsmittel, verteilen wir Strahlung solidarisch über die Welt. Denn man hat daraus gelernt, sowas wird nicht wieder passieren! Und sowieso, diese Strahlung ist im Grunde genommen auch gar nicht so schlimm, im Gegenteil, der Mensch wird sich schnell daran gewöhnen!!!

http://www.newsecho.de/gesellschaft/panorama/6vIIz8vx6Sk/informationspolitik_kritisiert-foodwatch_radioaktive_grenzwerte_von_japan_lebensmitteln_erhoeht


yvette estermann, homöopathin/komplementärmedizinerin, bringt die ganze geschichte auf den punkt:

Zitat:
Wissen Sie, dass ein wenig Radioaktivität gesund ist? Es gibt sogar einen Kurort in Tschechien, wo Radon-Behandlungen angeboten werden.


kann die mal jemand :headie: ?


dazu:

http://www.arthrose-therapie-verzeichnis.de/cgi-php/rel00a.prod/atverz/index.php?idnr=Radon-Therapie

selbst in den kreisen nicht unumstritten aus der sie yvette kommt!!

Zitat:
Die Behandlung ist nicht unumstritten - zumal es Berichte über Krebserkrankungen durch die natürliche Radonbelastung gibt.


Zitat:
Vorsorglich sei darauf verwiesen, dass manche der hier genannten Therapieformen zwar einerseits von Ärzten vorgeschlagen und unterstützt wird, die aber andererseits von anderen Ärzten wiederum durchaus kritisch gesehen werden.


_________________
Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
30. März 2011, 20:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



Anmeldedatum: 26.12.2008
Beiträge: 650

Beitrag Antworten mit Zitat
Aufruf der Eisenbahnergewerkschaft von Chiba, einer Grossstadt ganz in der von Tokio


Zitat:
Brüder und Schwestern überall in der Welt!

25. März 2011

Doro-Chiba (Eisenbahnergewerkschaft von Chiba)

Wir haben einen neuen Kampf begonnen

Am 20. März 2011 haben wir in Tokyo eine Demonstration mit etwa 1500 Teilnehmern veranstaltet, um unseren Ärger und unsere Wut über die ernste Lage auszudrücken, die durch das letzte Erdbeben in Tohoku (Ostjapan) verursacht wurde. Das war die einzige Protestaktion, denn die Verkehrswege waren nicht nur im Erdbebengebiet von Tohoku beeinträchtigt, sondern auch in den Gebieten von Tokyo und Kanto. Außerdem übt die Regierung Druck aus, dass man unter den gegebenen Umständen möglichst keine selbstständigen Aktionen organisieren soll. Wir haben zu der Kundgebung aufgerufen, um den Zorn des Volkes wegen der schrecklichen und brutalen Geschehnisse zu organisieren, um die Lügenpolitik der Regierung öffentlich zu machen und um zu verlangen, dass alle Fakten auf den Tisch kommen, die mit der Katastrophe zu tun haben.

Zu der Kundgebung wurde eine große Menge Hilfsgüter mitgebracht. Darunter waren mehrere Zentner Reis, hunderte Gasflaschen und andere bitter benötigte Dinge. Das Material wurde sofort in die betroffenen Gebiete geschickt, zusammen mit vielen Spenden. Auf der Kundgebung wurde zum nationalen Kampf gegen Massenentlassungen aufgerufen. In dem Aufruf unterstützen wir den weltweiten Kampf für die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke.

Menschen sterben in diesem Moment

Die offizielle Zahl der Todesopfer nähert sich 10.000 und niemand weiß, wie hoch die Zahl noch steigen wird. Es sollte festgehalten werden, dass nur wenige Menschen dem Erdbeben zum Opfer fielen. Der Hauptgrund für die vielen Toten war der nachfolgende Tsunami, weil es keine wirkungsvollen Vorsichtsmaßnahmen gab, um die Folgen der Flut zu verhindern. Für die Errichtung von Hochwasserschutzdämmen an gefährdeten Küstenabschnitten standen hundert Milliarden Yen im Haushalt zur Verfügung. Diese Mittel sind von der Demokratischen Partei als Regierungspartei gekürzt worden, ebenso wie vorher von den liberal-demokratischen Regierungen. An dem Desaster sind Menschen schuld. Die Logik des Kapitals hat es hervorgerufen.

Viele betroffene Gebiete sind auf sich gestellt. Nur für einen Teil der Notunterkünfte werden seit ein paar Tagen Hilfsgüter von der Regierung zur Verfügung gestellt. Das sind Ausnahmen. In den Notunterkünften und Krankenhäusern, die keinen Zugang zu Lebensmitteln oder medizinischer Versorgung haben, steigt die Zahl der Todesfälle. Der Fußboden der meisten Krankenhäuser ist voller Patienten. Fehlende Transportmöglichkeiten verhindern, dass Kranke von den Notunterkünften in die Krankenhäuser gebracht werden, um dort notwendige medizinische Betreuung zu erhalten.

Nicht nur die Küstengebiete leiden unter den verheerenden Schäden, auch Städte im Inland wie Sendai in der Miyagi Präfektur sind in einer schrecklichen Lage, weil Lebensmittel und Treibstoff fehlen. Eigentlich gibt es genug Material und es stehen genügend Fahrzeuge zur Verfügung. Aber die beteiligten Firmen bleiben untätig. Sie schrecken vor den Zusatzkosten für die Umwege zurück, die durch zerstörte Straßen verursacht werden. Und die Regierung tut

1

nichts dagegen. Viele Menschen sterben durch die Untätigkeit und Unfähigkeit der Regierung. Hier zeigt sich das wahre Gesicht der Marktwirtschaft.

Außerdem gibt es eine amtliche Anweisung, dass man keine Hilfsgüter in Eigeninitiative oder privat direkt zu den Notunterkünften schicken darf. Man muss sie zu den Regierungs- oder Ortsverwaltungsbüros bringen, die dann für den Transport sorgen.

Brüder und Schwestern überall in der Welt!

Es wird berichtet, dass in einem Teil der betroffenen Gebiete die Wasserversorgung wieder angelaufen sei. Aber die schlechte Nachricht ist, dass die radioaktiven Stoffe im Wasser der Fukushima Präfektur die Normalwerte übersteigen und dass es verboten ist, das Wasser zu trinken. Verschiedene Gemüse und Milch aus Tohoku und dem Gebiet um Kanto darf nicht mehr verkauft werden, weil man radioaktive Verseuchung befürchtet.

Tag und Nacht geben die havarierten Atomkraftwerke hohe Dosen radioaktiven Materials an die Umwelt ab und erfüllen die Bewohner in den umliegenden Orten mit wachsender Furcht. Gestern stieg schwarzer Rauch aus einem Reaktor auf. Das Verlegen von Notstromleitungen und das Herunterkühlen des Reaktors musste unterbrochen werden. Wiederholte Explosionen hatten zur Folge, dass die gebrauchten Brennstäbe frei liegen. Es sind immer noch keine Aussagen darüber möglich, in welchem Zustand der Reaktorkern wirklich ist und der schlimmste Fall rückt näher.

Angesichts dieser ernsten Lage sieht die Regierung davon ab, notwendige und wirkungsvolle Evakuierungsmaßnahmen zu treffen, weil man fürchtet, eine Panik könne ausbrechen. Es gibt keine Informationen darüber, was morgen geschehen könnte, und die Menschen müssen mit ihrer schrecklichen Angst leben. Aber die Menschen kämpfen gegen die Katastrophe an und tun alles um zu überleben. Arbeiter, Bauern und Fischer können nirgendwo hin fliehen. Wut und Hass auf die Regierung und die Verwaltung werden stärker, weil sie es waren, die den Bau von Atomkraftwerken vorangetrieben haben und immer betont haben, dass Kernenergie absolut sicher sei.

Wir rufen alle Freunde überall in der Welt auf, „sie" nicht dieselbe Katastrophe wiederholen zu lassen. Wir versprechen, um unser Leben zu kämpfen und jeder drohenden Gefahr mutig entgegenzutreten. Steht mit uns zusammen auf und lasst uns ein für allemal Atomkraftwerke und Atomwaffen abschaffen. Wir rufen euch auf, diejenigen fortzujagen, die für den Bau von Atomkraftwerken eintreten und damit nur ihre kapitalistischen Interessen auf Kosten der arbeitenden Menschen verfolgen.

Uns bedroht jetzt massive Arbeitslosigkeit

Massenkündigungen und Arbeitslosigkeit drohen nicht nur in den Katastrophengebieten, sondern in weiten Teilen Ostjapans. Zehntausende Arbeitsplätze sind durch das Erdbeben und den Tsunami in Tohoku und Kanto betroffen. Sehr viele Fabriken überall in Japan mussten die Produktion einstellen, weil die großen Autohersteller und Elektrofirmen das Outsourcing eingeführt haben. Ihre Produktion hängt von Subunternehmern und Zulieferern von Subunternehmern ab, von denen die benötigten Teile geliefert werden und die häufig ihre Produktionsstätten in den Katastrophengebieten haben. Daher sind nicht nur die Arbeitsplätze in der Erdbebenregion betroffen, sondern die Katastrophe hat indirekt Auswirkungen auf

2

Arbeitsplätze in anderen Landesteilen. Eine Unmenge an Arbeitsplätzen geht zeitweise oder für immer verloren. Sehr viele Arbeiter ohne feste Arbeitsverträge verlieren ihre tägliche Arbeit und sind allein gelassen ohne Versicherung oder Unterstützungszahlungen. Es gibt keine halbwegs zuverlässigen Prognosen, wie hoch die Arbeitslosenzahl ansteigen wird. Für diese Arbeitslosen gibt es keine Hilfsmaßnahmen, und es sind auch keine geplant. Japan wird wegen des Erdbebens eine riesige Arbeitsloseninsel sein.

Wir beobachten, dass der Yen schnell ansteigt. Das wird durch Spekulationen der Kapitalisten verursacht, die jetzt mit Finanztransaktionen Gewinne machen wollen. Sie profitieren von der Katastrophe wie gierige Hyänen. Die Bank of Japan steuert dagegen und entschied, 80 Billionen in den Markt zu pumpen. Was bedeutet das alles? Für diese Leute eröffnet die Katastrophe eine Möglichkeit, Geld zu verdienen. So handelt die kapitalistische herrschende Klasse. In dieser Gesellschaft läuft etwas grundsätzlich falsch.

Lasst uns ums Überleben kämpfen!

Was geschehen ist und was jetzt noch geschieht übersteigt im Moment offensichtlich unserer Kräfte. Wir müssen unsere Macht verstärken, indem wir uns mit den lauter werdenden zornigen Stimmen einer großen Zahl von Arbeitern verbinden. Nur dann können wir es mit der vor uns liegenden furchtbare Entwicklung aufnehmen.

Am 16. März hat Doro-Chiba zusammen mit dem Nationalen Koordinationszentrum der Gewerkschaften das Volkszentrum für Erdbebenopfer gegründet. Wir sind fest entschlossen, alle Kräfte für die Hilfsaktivitäten zu bündeln. In einer landesweiten Kampagne für die leidende Bevölkerung in Tohoku werden wir die Arbeiter aufrufen, „sich zu vereinen und ums Überleben zu kämpfen".

Wir rufen auch alle Brüder und Schwestern überall in der Welt auf, ihre Spenden und ihre Solidarität zu schicken. Unten sind Adressen:

Bankkonto in Japan, auf das man Spenden überweisen kann

Einige oder alle der folgenden Daten braucht man, um Geldüberweisungen nach Japan zu tätigen. Als Zweck der Überweisung bitte angeben, dass die Überweisung für die Unterstützung der Erdbebenopfer in Japan gedacht ist und über die Nationale Eisenbahnergewerkschaft von Chiba (kurz, Doro-Chiba) laufen soll.

(auf Englisch: remittance is made for relief to the earthquake in Japan through the National Railway Motive Power Union of Chiba (for short, Doro-Chiba).)

1. Name der Bank: The Chiba Bank, Ltd

2. Bank Code in Japan: 0134

3. Zweigstellenname: Chuo Branch

4. Zweigstellen Code in Japan: 001

5. Zweigstellenadresse: 2-5-1 Chuo, Chuo-ku, Chiba City, Chiba 260-0013, Japan

6. Type of address: Ordinary deposit

7. Kontonummer: 4177605 Adresse des Kontos: 2-8 Kaname-cho, Chuo-ku, Chiba City, Chiba 260-0017, Japan Telefonnummer des Kontos: +81-43-222-7207

3

8. Kontoname: Kokutetsu Chiba Doryokusha Rodokumiai Bitte beachten: Der Kontoname muss als der volle japanische Name von Doro-Chiba geschrieben werden.

9. SWIFT Adresse: CHBAJPJT 001 4177605 Achtung: Eine Leerstelle muss zwischen Zweigstellen Code (001) und der Kontonummer (4177605) sein.

DORO-CHIBA (DC): National Railway Motive Power Union of CHIBA E-Mail: doro-chiba@doro-chiba.org Internet: http://www.doro-chiba.org/

Originalartikel siehe http://www.doro-chiba.org/english/dc_en_11/dc_en_3_25.htm. Übersetzung Manfred Pegam



_________________
Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
01. April 2011, 11:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat


_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
10. April 2011, 12:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
fukushima: die wunderbare welt des kapitalismus...

http://www.derbund.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Sperrgebiet/story/30212109

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
13. April 2011, 00:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



Anmeldedatum: 26.12.2008
Beiträge: 650

Beitrag Antworten mit Zitat
Ein krasser Bericht über die "Nuklearsklaven", das Atomproletariat in Japan.
Der Text stammt aus dem Jahr 2003, aber ist hochaktuell!


http://www.file-upload.net/download-3401979/110427-Nuklearsklaven.pdf.html



Hier der Anfang des Textes, den ganzen Artikel könnt ihr über den obigen Link herunterladen.

Zitat:

In der Atomanlage Nummer 1 in Fukushima gibt es für diejenigen, die nichts mehr zu verlieren haben immer einen Arbeitsplatz.
Mastushita schlief gerade in den vier Kartons, die in einem Park in Tokio sein Zuhause geworden waren, als die Männer sich ihm
näherten um ihm ebenjenen Job anzubieten. Es waren keine besonderen Fähigkeiten erforderlich, sie würden ihm das Doppelte
im Vergleich zu seinem letzten Job als Hilfsarbeiter zahlen und er wäre in 48 Stunden zurück. Zwei Tage später, wurden dieser
ehemalige Manager und 10 weitere Bettler zur 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt gelegenen Anlage transportiert und als
Reinigungsarbeiter registriert.
„Reinigungsarbeiter, wovon?“, fragte jemand, während der Vorarbeiter Spezialanzüge an sie verteilte und sie in einen riesigen
zylinderförmigen Raum führte. Die Temperatur im Inneren, die zwischen 30 und 50 Grad [Celsius] schwankte, und die Feuchtigkeit,
zwangen die Arbeiter alle drei Minuten rauszugehen, um Luft zu schnappen. Die Geigerzähler hatten die Obergrenzen derart
überschritten, dass sie dachten sie müssten kaputtgegangen sein. Die Männer nahmen sich einer nach dem anderen die Masken
ab, die ihre Gesichter schützten. „Unsere Brillengläser beschlugen und wir konnten nicht sehen. Wir mussten die Arbeit rechtzeitig
beenden oder sie würden uns nichts zahlen“, erinnert sich der 53jährige Matsushita. „Ein Kollege näherte sich mir und sagte mir:
‚Wir sind in einem Kernkraftwerk‘.“
Drei Jahre nach diesem Besuch in der Anlage in Fukushima, warnt ein gelbes Plakat mit japanischen Schriftzeichen die Obdachlosen
des Shinjuku-Parks in Tokio davor, in die Atomkraftwerke zu gehen. „Nimm die Arbeit nicht an, sie wird dich töten“, lässt sich darauf
lesen. Die Warnung kommt für viele von ihnen zu spät. Mehr als drei Jahrzehnte lang war die Anwerbung von Bettlern, Kleinkriminellen,
Immigranten und Armen zur Ausführung der risikoreichsten Arbeiten in den japanischen Atomkraftwerken eine Routinepraxis. Und
sie ist es auch heute noch. Zwischen 700 und 1000 Obdachlosen sind verstorben und weitere Tausende sind während dieser Zeit
an Krebs erkrankt, ergaben die Untersuchungen des Physikprofessors Yukoo Fujita, der an der renommierten japanischen Universität
Keio arbeitet.

ABSOLUTES GEHEIMNIS

Die Nuklearsklaven stellen eines der am besten gehüteten Geheimnisse Japans dar. Nur sehr wenige Menschen wissen von einer
Praxis, in die einige der größten Unternehmen des Landes und die gefürchtete Yakuza-Mafia verwickelt sind, die sich darum kümmert,
die Obdachlosen für die Energieunternehmen zu suchen, auszuwählen und unter Vertrag zu nehmen. „Die Mafias funktionieren als
Zwischenhändler

...

.


_________________
Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
02. Mai 2011, 14:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
Das Strahlenproletariat

Zitat:
Diese Bildebene verweist auf ein pervertiertes Denken, für das der Mensch auch nur eine Schraube in einer Maschine ist, scharfen Rentabilitätsberechnungen unterworfen, aber leider anfällig für schwer kalkulierbare «menschliche Schwächen», weshalb immer wieder welche aussortiert und ersetzt werden müssen. Das ist leicht; das Reservoir der Zeitarbeiter ist gross, und gross – das verhehlt die Autorin nicht – ist auch die Faszination einer Technik, die ins Innere der Materie vorstösst und ihr ungeheure Energie entreisst.


_________________
"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
12. Juni 2011, 19:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
Peter Trotzig hat sich so seine Gedanken gemacht zur Anti-AKW-Bewegung und findet sie gar nicht mal so übel:

Anti-AKW-Bewegung: Eigentlich ganz traditionell sozialistisch?

_________________
"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
12. Juni 2011, 21:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

Beitrag Antworten mit Zitat
http://jungle-world.com/artikel/2011/24/43395.html

Zitat:
Die Diskussion über den Einsatz prekär beschäftigter »Atomnomaden« hat den Blick erstmals auf die konkreten Arbeitsbedingungen in den deutschen Atomkraftwerken gelenkt.

von Lutz Getschmann

Aufhorchen ließ vor kurzem die Meldung über den Tod eines Leiharbeiters bei den Arbeiten am havarierten AKW in Fukushima. Plötzlich trat ins öffentliche Bewusstsein, was eigentlich auch schon vor der japanischen Atomkatastrophe kein streng gehütetes Geheimnis war: die Tatsache, dass die schwersten und gefährlichsten Arbeiten in den nuklearen Anlagen durchaus nicht nur in Japan von relativ schlecht bezahlten und sozial wenig abgesicherten Leiharbeitern verrichtet werden, die oft gezwungen sind, entsprechend den Wartungsphasen der AKW von Ort zu Ort zu ziehen. (...)


_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
16. Juni 2011, 15:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
Die Unberührbaren die da in den AKS in Japan den Dreck wegmachen:
http://videos.arte.tv/de/videos/japans_unberuehrbare_als_akw_arbeiter_im_einsatz-3976434.html

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
20. Juni 2011, 23:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
Zurück auf los

Wie Japan einen klassenkämpferischen Roman aus der Kaiserzeit wiederentdeckte

_________________
"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
11. Juli 2011, 21:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



Anmeldedatum: 26.12.2008
Beiträge: 650

Beitrag Antworten mit Zitat
Melnitz hat Folgendes geschrieben:
Zurück auf los

Wie Japan einen klassenkämpferischen Roman aus der Kaiserzeit wiederentdeckte


Das Buch wurde überdies auf Deutsch übersetzt und steht online zur Verfügung.
Ihr findet es hier.
Und: Wer es lieber in Buchform mag.

_________________
Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
12. Juli 2011, 12:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



Anmeldedatum: 14.01.2008
Beiträge: 1032

Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
Nur Menschen, die unglücklich sind und zu wenig lachen, sind von Radioaktivität bedroht.


macchiavellistische propaganda in japan.. verstrahlte proletarier aller länder, wie lange noch, wie lange?!

http://www.heise.de/tp/artikel/35/35398/1.html

_________________
"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
05. September 2011, 10:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Behemoth



Anmeldedatum: 07.08.2010
Beiträge: 167
Wohnort: egal

Beitrag Antworten mit Zitat
fräulein else hat Folgendes geschrieben:
Nur Menschen, die unglücklich sind und zu wenig lachen, sind von Radioaktivität bedroht.


Ich Glaube da wird Ursache und Wirkung auf billigste Weise vertauscht... ^^

_________________
"ihr aber werdet die soziale Frage wissenschaftlich lösen, d.h. mit euerm grossen Maule. Der brutalen Herrschaft gegenüber seid ihr fein, d.h. ihr seid selber mehr oder weniger Bourgeois. Nur weiter, ihr anständigen Leute, die soziale Frage aber wird brutal gelöst werden; der Racheruf der Unterdrückten wird brutal ertönen" - Der Communist, N°17, 1893
05. September 2011, 17:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
In Japan entwickelt sich sowas wie eine Bewegung:

Aufstand der Amateure (http://www.taz.de/Sechs-Monate-nach-Fukushima/!77803/)

Zitat:
Ein halbes Jahr nach dem Unglück im AKW Fukushima erhebt sich in Japan eine neue Protestbewegung. Doch strukturell steckt sie noch in den Kinderschuhen.


_________________
"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
11. September 2011, 15:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
Zwei Videos zur Bewegung in Japan.

Das erste Video ist ein Mobilisierungsclip der Basisgewerkschaft Doro Chiba (im Moment auf der Startseite von labournet.tv):

http://de.labournet.tv/

Der Besuch einer Delegation von Doro Chiba in Berlin:

http://kanalb.org/clip.php?clipId=2770

_________________
"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
12. September 2011, 03:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
Habe ich gerade bei ftd.de gelesen:

Zitat:
Explosion auf Gelände von französischem Atomkraftwerk

Auf dem Gelände eines französischen Atomkraftwerks hat sich eine Explosion ereignet. Es bestehe die Gefahr, dass aus der Anlage bei Marcoule im Rhônetal Radioaktivität austrete. Das berichtete der TV-Sender BFM unter Berufung auf die örtliche Präfektur.


_________________
Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
12. September 2011, 13:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
Hier noch mehr zu Frankreich:

http://www.taz.de/AKW-in-Suedfrankreich/!77945/

_________________
Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
12. September 2011, 13:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat
Bildli aus Fukushima: http://www.boston.com/bigpicture/2011/12/japans_nuclear_exclusion_zone.html

_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
01. Januar 2012, 16:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
lazlo wanda



Anmeldedatum: 26.12.2008
Beiträge: 650

Beitrag Antworten mit Zitat
Riesen-Demo (für dortige Verhältnisse) gegen Inbetriebnahme von AKW
in Japan:
(dt. Untertitel!)

Die Demo findet bisher weltweit weitgehend wenig Beachtung,

_________________
Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
07. Juli 2012, 01:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



Anmeldedatum: 22.07.2010
Beiträge: 565
Wohnort: walhall

Beitrag Antworten mit Zitat
Warum die wohl gebetsmühlenartig betonen, dass es sich um ganz normale Bürger handelt und nicht etwa um "extrem ideologische" oder "Gewerkschafter"?

_________________
Das ist die Verrücktheit einer Gesellschaft, die sich von einem Sachzwang bestimmen lässt, der nur existiert, weil ihn die einen selbst praktizieren und die anderen sich ihn aufherrschen lassen.
07. Juli 2012, 12:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
Weil die "68er-Bewegung" in Japan riesig war und sich auch grössere Teile der Arbeiterklasse dieser Bewegung dort angeschlossen haben. Die haben wohl Schiss, dass es zu einer ähnlichen Koalition von traditionellen Protestmilieus und weiterer Teile der Bevölkerung kommen wird.

_________________
Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
07. Juli 2012, 15:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Antworten mit Zitat


_________________
Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
06. September 2012, 19:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Neue Antwort erstellen    Forum-Übersicht » Revolution & Klassenkampf Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu: 
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Design by Freestyle XL / Music Lyrics.Deutsche Übersetzung von phpBB.de