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Kommunisierung
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Kommunisierung
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Danger Mines!!



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Wohnort: süsch no was?!

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die arbeiterklasse, die ihre existenz angreift, bzw die existenz der klassengesellschaft (was fuer mich aufs selbe hinauslaeuft) loest sich ja dann selber auf. wenn du nun schreibst:

Zitat:
"Selbstaufhebung des Proletariats" negiert ja notwendig die Anerkennungsforderung als Klasse.


dann stimmt das so fuer mich nicht und zwar denke ich, dass die selbstaufloesung (-hebung) nur dann zustande kommen kann, wenn sich die klasse bewusst ist eine klasse zu sein, sonst ist da keine aufloesung moeglich. das bewusstsein steht also vor der aufloesung. die anerkennung als klasse ist so also gescheitert oder anders gesagt, arbeiter hat gemerkt, dass dieser weg nichts bringt. anerkannt kann ich ja nur von einer anderen position werden, also in dem fall von den besitzenden klassen und dies auch nur als organisierter teil, naemlich der gewerkschaften.

in dem sinn, nach der anerkennung kommt die aufhebung!

_________________
Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
19. Juni 2012, 10:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Soll das jetzt ein Widerspruch oder eine Bestätigung sein? Falls es ersteres sein soll, kann ich dir nicht folgen. Ich habe da ja eigentlich lediglich eine Tautologie hingeschrieben; nämlich: Selbstaufhebung des Proletariats negiert die Forderung nach Anerkennung als Klasse. Das liegt ja schon in der Definition von ersterem: Wenn sich das Proletariat als Klasse selbst aufzuheben beginnt, dann kann es nicht gleichzeitig seine Anerkennung eben als diese Klasse fordern. Dass du jetzt noch eine Voraussetzung für diese Selbstaufhebung hinschreibst, dass nimmt diesem Zusammenhang in keinster Weise seine Richtigkeit. Ich würde dir übrigens bei dieser Voraussetzung auch nur zum Teil recht geben. Wie soll denn dieses Bewusstsein, das du voraussetzt, beschaffen sein? Es ist meiner Ansicht nach fraglich, inwiefern ein solches Bewusstsein ausserhalb und den Kämpfen vorausgesetzt entstehen soll und kann. Oder ob nicht erst in einer praktischen Selbstermächtigung auch eine qualitative Veränderung des Bewusstseins massenhaft einsetzen kann. Zudem fehlt mir in deinem einseitigen Beharren auf dem Bewusstsein, die Machtperspektive: Also die Erkenntnis der Proletarisierten, dass sie tatsächlich die Macht haben, gemeinsam etwas grundsätzlich zu ändern. Oder würdest du das auch wieder unter "Bewusstsein" fassen? Sowas kann den Kämpfen ja nun schwerlich massenhaft vorausgehen, dazu braucht es - höchstwahrscheinlich(!) - erstmal eine kollektive Praxis.

_________________
Power to the Pöbel!
19. Juni 2012, 12:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
narodnik



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Zitat:
Ich schreibe dazu noch was; vielleicht sogar auf einem anvisierten neuen Weblog!

Hier very soon: http://sovversione.tumblr.com

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"Solange wir nicht fragen, was uns die Welt bedeutet und was wir der Welt bedeuten, solange können wir uns jede Demonstration sparen" - Rudi Dutschke
06. Juli 2012, 13:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
narodnik



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Der erste Streich: http://sovversione.tumblr.com/post/26852261606/production-and-class-war-a-socio-historical-reading-of

Zur Kommunisierung dann demnächst.

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09. Juli 2012, 21:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Mein Englisch ist leider fürchterlich schlecht... Was ich allerdings verstanden habe deckt sich in etwa mit meinem Unbehagen mit der "N-ML".

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Power to the Pöbel!
09. Juli 2012, 22:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Le Réveil hat einen weiteren Text zur Kommunisierung ins Deutsche übersetzt:

Was ist die Kommunisierung?

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
20. Juli 2012, 20:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
narodnik



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Teil 1 zur Kommunisierung: http://sovversione.tumblr.com/post/28018031985/on-communisation-part-i

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26. Juli 2012, 01:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Der Link funktioniert nicht!

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30. Juli 2012, 00:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
narodnik



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Beitrag Antworten mit Zitat
http://sovversione.blogsport.de/

Back to the roots: Jetzt wieder alles auf Deutsch. Englisch geht zwar auch, aber es kostet noch mehr Mühe - und die Amis lesens eh nicht. Dort dann auch - nachdem der Rest nach-übersetzt wird - auch die Kommunisierungsdiskussion.

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30. Juli 2012, 05:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Am ersten Beitrag zur Kommunisierung kann man ja noch nicht allzuviel zu kritisieren haben, wenn man ein wenig über die bornierte "Befreiung der Arbeit" im Zweischritt "Sozialismus - Kommunismus" hinausdenkt. Bin aber gespannt, was du zu TC zu sagen hast.

PS: Schön, dass du das Zitat in deinen Beitrag eingebaut hast, das kürzlich auf dem Forum die Runde gemacht hat. mr green

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31. Juli 2012, 01:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
narodnik



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Zitat:
PS: Schön, dass du das Zitat in deinen Beitrag eingebaut hast, das kürzlich auf dem Forum die Runde gemacht hat.

Welches Zitat? :D

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31. Juli 2012, 21:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Im Zitatethread von Marx.

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31. Juli 2012, 22:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
narodnik



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Da kam ich jetzt selber drauf. Aber ist ein wichtiges von Marx! Kennt auch kaum wer.

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31. Juli 2012, 23:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
http://scriptogr.am/outofvogue

da gibts was zum thema und soll es wohl auch demnächst mehr dazu geben.

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
21. Oktober 2012, 03:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
narodnik



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Beitrag Antworten mit Zitat
http://scriptogr.am/outofvogue/post/ber-kommunisierung-teil-ii - Über Kommunisierung Teil II

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26. Oktober 2012, 17:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Incendo - Zeitschrift aus Avignon über Gender und Klasse Antworten mit Zitat
Incendo ist eine Zeitschrift aus Avignon, die normalerweise eher über aktuelle Ereignisse berichtet. Nach vielen Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten über die Beziehung zwischen Gender und Klasse entschieden sie sich, mal etwas ausführlicher darüber nachzudenken. Die Sondernummer erschien im September, der Text "Capitalisme, genres et communisme" ist eine Art Zusammenfassung und sehr zu empfehlen für alle, die Französisch lesen. Die Leute von Incendo stehen Théorie communiste nahe, ihr Schreibstil ist jedoch einiges zugänglicher.

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
29. Oktober 2012, 03:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Den Text noch nicht ganz gelesen, aber der Schlussatz ist mir aufgefallen:

Zitat:
Soyons optimistes car, chronologiquement parlant, nous n’avons jamais été aussi proches de la révolution communiste !


Ich mag den Optimismus TC-naher Gruppen mr green

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29. Oktober 2012, 14:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Die Kommunisierung und die Faschismus-Frage Antworten mit Zitat
Ein Artikel auf Englisch mit ein paar einleitenden Worten auf Französisch von dndf.org: http://dndf.org/?p=11866

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
20. November 2012, 13:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Englische Plattformisten zu Anarchismus und Kommunisierung Antworten mit Zitat
Englisch: http://libcom.org/blog/terrain-encounter-social-anarchism-communisation-08112012

Französische Übersetzung: http://dndf.org/?p=11890

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
27. November 2012, 22:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
Ich und Englisch. depro
Edit: Wobei, das geht grad noch.

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Power to the Pöbel!
27. November 2012, 23:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
«However, we identify social autonomy as a medium of that struggle – concretised as class counter-power – not as a stated goal of the revolutionary process.»

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Power to the Pöbel!
27. November 2012, 23:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
C.Hélène



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Beitrag Für den Dezember ist ein weiterer Beitrag zur Kommunisierun Antworten mit Zitat
OUTOFVOGUE - Blogsport
Sound V
29. November 2012

in Audio
1 Kommentar
Ein Hinweis vorneweg: Für den Dezember ist ein weiterer Beitrag zur Kommunisierung geplant. Dann soll es endlich um die deutsche Diskussion in der dritten Ausgabe des KOSMOPROLET gehen, die auch an TC anknüpft.
30. November 2012, 08:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Kritik von Incendo gezeichnet Théorie communiste Antworten mit Zitat
http://dndf.org/?p=11934

Incendo: http://incendo.noblogs.org/

Ein paar Hintergrundinfos zur Debatte: Seit einiger Zeit wird im Sic-nahen Kommunisierer-Milieu ziemlich fleissig über die Genderfrage diskutiert. Théorie communiste geht seit neuestem von einem doppelten Widerspruch aus, dem Klassen- und dem Genderwiderspruch, soweit ich weiss, wurde dieser diesen Sommer am Sic-Meeting von Roland Simon "eingeführt". Gemäss TC produziert das Kapital als prozessierender Widerspruch einerseits den Klassen-, andererseits den Genderwiderspruch. Konsequenterweise werfen sie jetzt Incendo vor, den Genderwiderspruch nur als eine Art "Anhängsel" des Klassenwiderspruchs zu sehen. Diese Postitionierung von TC hat ziemlich viel Polemik entfacht und ziemlich viele Gruppen und/oder Leute sind nicht mit ihnen einverstanden. Obwohl die Kritik von TC, wie üblich, sehr hart und polemisch ist, wirft der Text trotzdem einige interessante Fragen auf.

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
07. Dezember 2012, 22:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
Wiederum etwas, was mich so aus der ferne - nach der Kritik an der Arbeit als Arbeit - an die Wertkritik bzw. deren wertababspaltungtheoretische Variante erinnert.
Kannste ja bei Gelegenheit auf Deutsch übersetzen? mr green

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08. Dezember 2012, 01:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Neue Texte von TC und Co. Antworten mit Zitat
@Muoit: Den werde ich wohl schon eines Tages übersetzen, könnte jedoch ein Weilchen dauern. Zuerst mal mache ich mich mal daran, einige Texte von Incendo zu übersetzen, damit die Deutschsprachigen auch wissen, was kritisiert wird. A suivre...

Théorie communiste hat eine neue Rubrik für Texte im "Rohzustand" auf der Homepage: https://sites.google.com/site/theoriecommuniste/travail-en-cours-1

Ein neuer Text zur "Intimität" gezeichnet AC: https://sites.google.com/site/theoriecommuniste/la-revue/intime

Kritische Bemerkungen dazu von Roland Simon: https://sites.google.com/site/theoriecommuniste/travail-en-cours-1/l-intime-en-cours/notes-sur-l-intime

Uterus vs Melanine: https://sites.google.com/site/theoriecommuniste/travail-en-cours-1/utrus-versus-mlanine

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16. Dezember 2012, 19:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
vielen dank für deine hinweise, doc sportello! um englische oder deutsche übersetzungen wäre ich natürlich sehr froh.

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16. Dezember 2012, 20:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Übersetzungen Antworten mit Zitat
Wie gesagt, einige deutsche Übersetzungen werden bald folgen. Englisches Material von TC und Co. gibt es hingegen relativ viel.

Z.B.:

auf ihrer Homepage: https://sites.google.com/site/theoriecommuniste/resources-in-english

auf Libcom: http://libcom.org/library/theorie-communiste & http://libcom.org/tags/communisation

Sic auf Englisch: http://sic.communisation.net/

Communization and Its Discontents (Buch): http://libcom.org/files/Communization-and-its-Discontents-Contestation-Critique-and-Contemporary-Struggles.pdf

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
16. Dezember 2012, 21:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Il lato cattivo Antworten mit Zitat
Hier schon mal ein kurzer Text von "Il lato cattivo" (http://illatocattivo.blogspot.it/), eine Zeitschrift über die Kommunisierung aus Italien, die auch an Sic beteiligt ist. Es handelt sich um die Selbstvorstellung, ein kurioserweise fast schon poetischer Text aus dieser Ecke (Zitat eines Genossen von TC zu Gilles Dauvé: "Natürlich finde ich Gilles Dauvé toll, jeder vernünftige Mensch mag gute Poesie.")

Als Vorpremiere quasi, denn falls uns die Konjunktur wohlgesinnt ist und es der Klassenwiderspruch so will, sollte es auch schon bald einmal eine deutsche Homepage mit Texten über die Kommunisierung geben. (@Muoit: Soviel übrigens zum "esoterischen Charakter" von TC. Du hast sicher nicht ganz unrecht, Strukturalismus hat erwas Esoterisches und die älteren Semester von TC haben halt schon ziemlich viel Louis Althusser gelesen. Im momentan überaus volontaristisch geprägten deutschsprachigen Raum hat dieser Ansatz aber meiner Meinung nach auch etwas Wohltuendes. Trotz allem haben sie den Verdienst, kontinuierlich substantielle Theorie zu produzieren und sich (wenn auch häufig sehr polemisch) mit vielen Gruppen und Leuten theoretisch auseinanderzusetzen. Und das ganze Milieu rund um Sic ist sich bei weitem nicht in jedem Punkt einig...)

Auf unmarkierten Strassen

Wer wird sind

Die schlechte Seite: ein Ort der Begegnung, eine Nähe. Vor allen Dingen eine Aktivität. All das auf informelle und konjunkturelle Weise. Doch notwendig. Bis wir sie als überflüssig betrachten werden. Diese Aktivität ist das Produkt des Zusammenfliessens diverser Erfahrungen, einer Konvergenz und einer auf die Gegenwart gerichteten Perspektive.

Was uns interessiert: die reale Bewegung, welche den gegenwärtigen Zustand aufhebt. D.h. die „Banalität“ des alltäglichen Verlaufs des Klassenkampfes. D.h. der Widerspruch zwischen dem Proletariat und dem Kapital als Träger einer positiven Überwindung: die Aufhebung der kapitalistischen Produktionsweise und die Produktion des Kommunismus'. Einen Weg, den wir nur kennen können, wenn wir ihn gehen. Schritt für Schritt. Einen Weg, von dem wir nur etwas sicher wissen: er wird zu einem Bruch führen müssen.


Keine „Strömung“. Einerseits, was das Proletariat „ist“ – in der kapitalistischen Produktionsweise. Der Widerspruch, wie er sich normal jeden Tag reproduziert. Andererseits die Aufhebung der Klassen – auch des Proletariats. Welche letzteres als Handlung der Klasse produzieren kann. Ein Verhältnis, das nicht progressiv ist. Nicht evolutionär. Ein Verhältnis des Bruches.

Unsere Priorität: eine Kritik entwickeln. Sie unumgänglich machen. Die Kritik einer ganzen Periode des Klassenkampfes: Wachstum der Kämpfe um Forderungen, Errichtung einer Übergangsphase, Anwendung des revolutionären Programms. Die Räte. Die Partei. Die Selbstverwaltung. Sowie alle möglichen Kombinationen davon. Die Arbeiterbewegung als Trägerin. Die verschiedenen Formen. Der Inhalt. Die produktive Arbeit befreien. Zur herrschenden Klasse werden. Die Bedingungen des Kommunismus' erschaffen.

Die Grundlage der internen Diversifikation der früheren revolutionären Perspektive dekonstruieren. Die Einheit, welche eine derartige Diversifikation grundsätzlich möglich machte. Auf ihrer Ruine eine andere Problematik rekonstruieren.

Mehr noch: die vertiefte Analyse einer Epoche. Das Ende der Arbeiteridentität. Eine andere Struktur des Klassenwiderspruchs. Der molekulare Charakter der Konflikte am Arbeitsplatz. Ihre Unstetigkeit. Die Unmöglichkeit eines kumulativen Wachstums. Die Klassenzugehörigkeit als Grenze und als Zwang. Als das, was es zu überwinden gilt.

Worauf wir bestehen: auf den theoretischen Charakter der Kämpfe. Der aktuellen Kämpfe vor allen Dingen. Jener, welche sich – manchmal – engagieren. Und auch anderer Kämpfe. Für uns der Anspruch einer permanenten Spannung zu einem konkreten Verständnis. Es ist möglich, wenn wir durch die Wüsten der Abstraktion gehen. Imstande Effekte zu produzieren. Ohne vorgemachte Rezepte. Jenseits von jeglichem Warten und von jeglichem Aktivismus. Jenseits von der Intervention selbst.

Sich der Unstetigkeit verschreiben. Mit einem Konzept. Einem Kompass. Gezwungenermassen provisorisch. Um sich zu orientieren. Kommunisierung. Aufhebung des Kapitals. Und als Folge davon die Aufhebung der Klassen, des Staates, des Geldes, des Warenaustausches. Das Verhältnis zwischen Individuen. Jenseits vom Wert und vom Mehrwert. Nicht als fernes Ziel. Auch nicht als Wunder des Himmels. Nichts mehr als als Mittel. Konkret vergegenständlicht als Massnahme der Kämpfe. Welche durch die Situation bedingt sein werden.

Alles, was existiert, verdient es, unterzugehen.

Übersetzt aus dem Französischen

Quelle: http://dndf.org/?p=11964

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17. Dezember 2012, 00:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
Zitat:
Natürlich finde ich Gilles Dauvé toll, jeder vernünftige Mensch mag gute Poesie.


dauvé auf poesie zu reduzieren zeugt von mangelndem intellekt, aber sowas in der rolle eines TC-schreiberlings zu tun, zeugt von schizophrenie.

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17. Dezember 2012, 02:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
C.Hélène



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Beitrag Re: Il lato cattivo Antworten mit Zitat
Auf unmarkierten Strassen
Wer wird sind Il lato cattivo
Die schlechte Seite: ein Ort der Begegnung, eine Nähe. Vor allen Dingen eine Aktivität. All das auf informelle und konjunkturelle Weise. Doch notwendig. Bis wir sie als überflüssig betrachten werden. Diese Aktivität ist das Produkt des Zusammenfliessens diverser Erfahrungen, einer Konvergenz und einer auf die Gegenwart gerichteten Perspektive.
Was uns interessiert: die reale Bewegung, welche den gegenwärtigen Zustand aufhebt. D.h. die „Banalität“ des alltäglichen Verlaufs des Klassenkampfes. D.h. der Widerspruch zwischen dem Proletariat und dem Kapital als Träger einer positiven Überwindung: die Aufhebung der kapitalistischen Produktionsweise und die Produktion des Kommunismus'. Einen Weg, den wir nur kennen können, wenn wir ihn gehen. Schritt für Schritt. Einen Weg, von dem wir nur etwas sicher wissen: er wird zu einem Bruch führen müssen.
Keine „Strömung“. Einerseits, was das Proletariat „ist“ – in der kapitalistischen Produktionsweise. Der Widerspruch, wie er sich normal jeden Tag reproduziert. Andererseits die Aufhebung der Klassen – auch des Proletariats. Welche letzteres als Handlung der Klasse produzieren kann. Ein Verhältnis, das nicht progressiv ist. Nicht evolutionär. Ein Verhältnis des Bruches.
Unsere Priorität: eine Kritik entwickeln. Sie unumgänglich machen. Die Kritik einer ganzen Periode des Klassenkampfes: Wachstum der Kämpfe um Forderungen, Errichtung einer Übergangsphase, Anwendung des revolutionären Programms. Die Räte. Die Partei. Die Selbstverwaltung. Sowie alle möglichen Kombinationen davon. Die Arbeiterbewegung als Trägerin. Die verschiedenen Formen. Der Inhalt. Die produktive Arbeit befreien. Zur herrschenden Klasse werden. Die Bedingungen des Kommunismus' erschaffen.
Die Grundlage der internen Diversifikation der früheren revolutionären Perspektive dekonstruieren. Die Einheit, welche eine derartige Diversifikation grundsätzlich möglich machte. Auf ihrer Ruine eine andere Problematik rekonstruieren.
Mehr noch: die vertiefte Analyse einer Epoche. Das Ende der Arbeiteridentität. Eine andere Struktur des Klassenwiderspruchs. Der molekulare Charakter der Konflikte am Arbeitsplatz. Ihre Unstetigkeit. Die Unmöglichkeit eines kumulativen Wachstums. Die Klassenzugehörigkeit als Grenze und als Zwang. Als das, was es zu überwinden gilt.
Worauf wir bestehen: auf den theoretischen Charakter der Kämpfe. Der aktuellen Kämpfe vor allen Dingen. Jener, welche sich – manchmal – engagieren. Und auch anderer Kämpfe. Für uns der Anspruch einer permanenten Spannung zu einem konkreten Verständnis. Es ist möglich, wenn wir durch die Wüsten der Abstraktion gehen. Imstande Effekte zu produzieren. Ohne vorgemachte Rezepte. Jenseits von jeglichem Warten und von jeglichem Aktivismus. Jenseits von der Intervention selbst.
Sich der Unstetigkeit verschreiben. Mit einem Konzept. Einem Kompass. Gezwungenermassen provisorisch. Um sich zu orientieren. Kommunisierung. Aufhebung des Kapitals. Und als Folge davon die Aufhebung der Klassen, des Staates, des Geldes, des Warenaustausches. Das Verhältnis zwischen Individuen. Jenseits vom Wert und vom Mehrwert. Nicht als fernes Ziel. Auch nicht als Wunder des Himmels. Nichts mehr als als Mittel. Konkret vergegenständlicht als Massnahme der Kämpfe. Welche durch die Situation bedingt sein werden.
Alles, was existiert, verdient es, unterzugehen.
17. Dezember 2012, 09:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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C. Hélène: This is the same text as the one that Doc Sportello posted.

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17. Dezember 2012, 23:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
C.Hélène



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Dear all,
Chers tous,

THEORIE COMMUNISTE 24 has been released today
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https://sites.google.com/site/theoriecommuniste/la-revue/tc-24


(you may download an e-book version of the journal/vous pouvez télécharger une version e-book de la revue)

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18. Dezember 2012, 10:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Kritik von Incendo in der Zeitschrift Courant alternatif Antworten mit Zitat
Eine Kritik von Incendo in der Monatszeitschrift der Organisation communiste libertaire: http://oclibertaire.free.fr/spip.php?article1274

_________________
"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
24. Dezember 2012, 16:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Neue (französische) Homepage zur Kommunisierung Antworten mit Zitat
http://realitesducommunisme.noblogs.org/

_________________
"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
30. Dezember 2012, 15:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
The Two Names of Communism
Artikel von John Roberts
http://www.radicalphilosophy.com/article/the-two-names-of-communism

_________________
"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
03. Januar 2013, 22:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
C.Hélène



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Beitrag Antworten mit Zitat
Savo hat Folgendes geschrieben:
The Two Names of Communism
Artikel von John Roberts
http://www.radicalphilosophy.com/article/the-two-names-of-communism




Some appallingly off-base claims about "communization theory" in this article…
07. Januar 2013, 09:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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Beitrag Antworten mit Zitat
also, wenn wir schon in unsrer freizeit über den bot-spammer sprechen, könnten wir auch den account deaktivieren, na?

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"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
08. Januar 2013, 12:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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fräulein else hat Folgendes geschrieben:
also, wenn wir schon in unsrer freizeit über den bot-spammer sprechen, könnten wir auch den account deaktivieren, na?


Ich glaube, du verstehst da etwas falsch. Karlito war der Spamer.

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Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
08. Januar 2013, 13:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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karlito ist auch kein spamer. einfach ein benutzer der nicht (mehr) aktiv ist.

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
08. Januar 2013, 15:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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In der relativ neuen Ausgabe des Journals von IP findet sich auch was zur Kommunisierung:
http://internationalist-perspective.org/IP/ip-texts/communisation.html

Zitat:
But what of the abolition of work, which is integral to most theories of communization? Work, as proletarian labor, work as abstract labor, work as it has historically developed and been instantiated by capitalism, must be abolished. Work in its historical form, and the capitalist social relations in which production and distribution is based on average socially necessary labor time, in all its forms, must be immediately abolished. But anti-travail [anti-labor] must be accompanied by a vision of human activity, praxis, which encompasses the realm of production, freed of its historical (including its capitalist) integument. This text is not the place to even begin an elaboration of that theoretical task, but its broad outlines do need to be at least indicated. Communization is not the cessation of production. Quite the contrary! It is the beginning of the self-production of human beings, the auto-production of communist social relations. Human action has not been limited to labor, travail, Arbeit, under the constraint of exploitative and class relations. There is a distinction, then, between techné, poiésis, work, and labor, between the labor of the slave, the serf, the proletarian, and the work [oeuvre, Werke] of the social individual. It is precisely that set of distinctions, between labor and work, and the possibilities to be created by communization which pro-revolutionaries need to begin to explore: production, work, beyond labor.


Das stand in etwas so auch im letzten Kosmoprolet. Zurecht!
Auch wenn einige Leute daran nicht so recht Freude haben wollen. mr green

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11. Januar 2013, 00:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Einige Neuigkeiten Antworten mit Zitat
Bei Éditions Senonevero (Verlag von Théorie communiste) wird bald ein Buch über die Revolte in Ägypten erscheinen: http://dndf.org/?p=12101

Ein Brief eines italienischen Kommunisierers an die Anarchisten: http://dndf.org/?p=12118

Ein Text über das restrukturierte Kapital, den Klassenkampf und die revolutionäre Perspektive eines französischen Genossen: http://dndf.org/?p=12122

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
13. Februar 2013, 13:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Behemoth



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Beitrag Re: Einige Neuigkeiten Antworten mit Zitat
Doc Sportello hat Folgendes geschrieben:

Ein Brief eines italienischen Kommunisierers an die Anarchisten: http://dndf.org/?p=12118
]
...was steht denn da drin... ausser ein ellenlanger vorspann der mich davon abhielt zum wesentlichen zu kommen?

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"ihr aber werdet die soziale Frage wissenschaftlich lösen, d.h. mit euerm grossen Maule. Der brutalen Herrschaft gegenüber seid ihr fein, d.h. ihr seid selber mehr oder weniger Bourgeois. Nur weiter, ihr anständigen Leute, die soziale Frage aber wird brutal gelöst werden; der Racheruf der Unterdrückten wird brutal ertönen" - Der Communist, N°17, 1893
22. Februar 2013, 03:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Brief Antworten mit Zitat
Der Text kritisiert vor allem die idealistischen Standpunkte vieler Anarchisten, die Idee, dass Propaganda und Strassenpräsenz uns in irgendeiner Weise der Revolution näher bringen. Es geht, gemäss dem Text, nicht um die Aufklärung der Leute, der Klassenkampf ist der Motor der Geschichte, nicht das Bewusstsein der Menschen. Der Text ist auf meiner Liste der zu übersetzenden Texte, in maximal ein paar Monaten sollte die deutsche Version erscheinen.

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
22. Februar 2013, 17:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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ja, übersetzung wär cool.

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23. Februar 2013, 03:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Bin auch gespannt auf den Text. Lese ihn aber schon mal auf Französisch mr green

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
23. Februar 2013, 16:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Die Grenzen der Selbstorganisation in Griechenland Antworten mit Zitat
Ein Text von Anna O'Lory, Mitglied der Gruppe/Zeitschrift Blaumachen (http://www.blaumachen.gr/).

Englische Version: http://www.metamute.org/editorial/articles/limit-self-organisation-greece

Französiche Version: http://dndf.org/?p=12205

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08. März 2013, 11:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
narodnik



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Über Kommunisierung - Teil III: http://tigersprung.calepin.co/uber-kommunisierung-teil-iii.html

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"Solange wir nicht fragen, was uns die Welt bedeutet und was wir der Welt bedeuten, solange können wir uns jede Demonstration sparen" - Rudi Dutschke
10. März 2013, 15:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Präsentation von Crises Antworten mit Zitat
Léon de Mattis (u.a. auch der Autor von Was ist die Kommunisierung https://linksunten.indymedia.org/de/node/64034) präsentiert sein Buch Crises (http://www.entremonde.net/Crises) am Forum social local du Cher (natürlich auf Französisch): http://www.dailymotion.com/video/xv6jhj_leon-de-mattis-au-forum-social-local-du-cher_webcam

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10. März 2013, 16:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Beitrag Antworten mit Zitat
http://www.troploin.fr/index.php?view=article&catid=2:textes&id=63:what-next-&tmpl=component&print=1&layout=default&page=
21. März 2013, 18:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
C.Hélène



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Beitrag SIC MEETING 2013 Antworten mit Zitat
Ein internationales Treffen in Verbindung mit der Zeitschrift SIC wird in der Nähe von Montpellier stattfinden.

Es beginnt am 7. und dauert bis zum 15. Juli.

Die Arbeitssprachen sind Englisch und Französisch.

Mehr Infos in den kommenden Wochen.

Für zukünftige Infos, diverse Fragen usw.:

pepe@communisation.net
28. März 2013, 20:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kommunisierung.net Antworten mit Zitat
Kommunisierung.net ist nun online. Grafisch wird noch etwas gehen in nächster Zeit und neue Übersetzungen folgen bald.

Aber schon mal zum bookmarken: http://www.kommunisierung.net/

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16. April 2013, 01:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



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Beitrag Antworten mit Zitat
cool! danke!
16. April 2013, 06:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
Der einleitende Text der Zeitschrift Incendo (http://incendo.noblogs.org/) ist nun auf Deutsch verfügbar: http://www.kommunisierung.net/spip.php?article6

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19. April 2013, 11:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
"Vom Anarchismus zur Kommunisierung": http://www.kommunisierung.net/spip.php?article7

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23. April 2013, 11:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
Der Aktivismus als höchstes Stadium der Entfremdung: http://www.kommunisierung.net/spip.php?article8

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06. Mai 2013, 16:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
Hab gleich nen Nachtschicht durch: Der Aktivismus-Text gefällt mir gut und trifft auch allerhand Leute, die ich mit ähnlichen Argumenten kritisieren würde; wenn auch der eigenen Aktivismus natürlich immer etwas unterbelichtet bleibt. Der offene Brief ist auch nicht schlecht, wenn er auch - so denke ich zumindest - vorallem eines ist: Die Hinwendung eines aktivistischen Idealisten hin zur einigermassen determinstisch ausgerichteten Position eines linksradikalen (im leninschen Sinne) Klassenkämpfers; ich würde da zumindest einige Nuancen kritisieren wollen. Vorallem aber habe ich eine Frage zum recht fragmentarischen Gender-Text von Incendo: Benutzen die formelle und relle Herrschaft des Kapitalismus synonym zur marxschen formellen und reellen Subsumtion? Ist das einfach einer Freiheit der Übersetzung geschuldet? Oder hats da noch einen Dreh drin, der mir verborgen bleibt - aber bei den Kommunisierern wahnsinnig wichtig ist? mr green

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12. Mai 2013, 04:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag formell/reell Antworten mit Zitat
Danke für das Echo! Was die Kritik des Aktivismus betrifft, hab ich dank einem situationistischen Blog (http://raumgegenzement.blogsport.de/), der den Text repostet hat, erfahren, dass es zum Text noch eine Fortsetzung gibt, wo die Entstehung des Textes und die Reaktionen erklärt werden. Die UJTP hat sich kurz nach der Veröffentlichung des Texts aufgelöst. Dominique Blanc, der gemäss Raum gegen Zement der Autor des Texts war, verkehrte im Milieu rund um den Buchladen La Vieille Taupe, wo beispielsweise auch Gilles Dauvé anzutreffen war. Ab ungefähr Anfang 1980er Jahre hat er sich leider, wie einige andere aus diesem Milieu (z.B. Faurisson), dem Negationismus zugewendet.

Zitat:
Der offene Brief ist auch nicht schlecht, wenn er auch - so denke ich zumindest - vorallem eines ist: Die Hinwendung eines aktivistischen Idealisten hin zur einigermassen determinstisch ausgerichteten Position eines linksradikalen (im leninschen Sinne) Klassenkämpfers; ich würde da zumindest einige Nuancen kritisieren wollen.


Welche Nuancen kritisierst denn genau?

Bezüglich Incendo, ja, die Begriffe formelle/reelle Herrschaft werden im Marxschen Sinn benutzt. Im Originaltext sprechen sie allerdings von "domination formelle/réelle" und nicht von "subsomption", darum habe ich es als Herrschaft übersetzt. Wieso genau sie nicht den Marxschen Begriff benutzen, weiss ich auch nicht, vermutlich wollten sie den Text für den in Marxologie ungeübten Leser leichter verständlich machen. Die Begriffe sind bei den Kommunisierern der TCschen Schule bezüglich der Periodisierung wichtig. Für TC beginnt die reelle Subsumtion grosso mode mit dem Fordismus, dort wo bei Debord das Spektakel beginnt. Die Ölkrise 1973 (auch hier, grosso modo, da nicht einfach von einem Moment auf den anderen ein neuer Modus beginnt) ist für sie der Beginn der zweiten Phase der reellen Subsumtion und das Ende des Programmatismus.

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12. Mai 2013, 18:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
Ja, ich habe es mir gedacht. Mir scheint allerdings nicht unbedingt leichter verständlich zu sein, was mit reeller Herrschaft gemeint ist, weil beim Begriff der Subsumtion das Moment der Unterordnung des Arbeitsprozesses hervorgehoben wird. Aber ich will da jetzt auch nicht klugscheissern, schliesslich wird das ja im Erklärungsteil dargelegt. Zur Periodisierung von TC: Mir scheint das tatsächlich etwas schräg. Bei Marx beginnt die relle Subsumtion, welche auf der formellen aufbaut, wesentlich früher mit dem tendeziellen Übergang von der absoluten zur relativen Mehrwertproduktion. Es wird aber eher als Prozess denn als Periode verstanden. Dass dann im Fordismus mit Fliessband und tayloristischer Arbeitsorganisation der Arbeitsprozess (und eben nicht unbedingt die Arbeitskraft; deshalb ist möglicherweise «Herrschaft des Kapitals» etwas missverständlich) stärker untergeordnet werden, das scheint mir plausibel und richtig, aber daraus ein Stadienmodell zu basteln, würde ich einfach unterlassen, weil dieser Prozess nicht abgeschlossen ist und weil das vermutlich umkämpft sein wird (so ist in der Krise auch wieder eine stärkere Ausdehung des absoluten Mehrwerts zu beobachten). Ich weiss: TC lässt darum eine neue Phase folgen (so mein ich mich zumindest dunkel an irgend einen Text erinnern), aber das überzeugt mich aus zweierlei Gründen nur wenig: Einerseits ist global die Ausdehnung des relativen Mehrwerts kaum abgeschlossen (wenn auch die Krise möglicherweise(!) diesem Prozess ein jähes Ende setzt) und andererseits scheint es mir nicht absehbar, wie sich das Verhältnis von Kapital und Proletarisierten (auch in den Metropolen) entwickelt - eine Entkopplung der Reproduktionskreisläufe der Arbeitskraft und des Kapitals scheint mir da recht unwahrscheinlich auch wenn immer mehr Prolls überflüssig werden. Ich hab da zwar auch schon Prognosen gewagt - das mach ja auch ein wenig den Reiz von solchen Positionen aus :) - aber ich lehn mich jetzt hier nicht zu weit aus dem Fenster... Man ist da ja meist auch auf der sicheren Seite, wenn man statt Stadien aufzustellen auf den zyklischen Verlauf der kapitalistischen Akkumulation verweist (auf erweiterter Stufenleiter; sich also sehr wohl transformiert).

Zum Brief: Ich habe es schon etwas angetönt. Mir ist das dann doch einen Zacken zu deterministisch, wenn man die Rolle der Revolutionäre (wie das die traditionellen Linksradikalen wie die IKS etc. immer hervorheben) umgeht, indem man sie einfach mit der Klasse in eines fallen lässt. Beziehungsweise mogelt man sich an der Frage vorbei, was denn unsere Rolle sein kann/muss, wenn man die Kommunisten und die Klasse einfach identisch setzt (bzw. erstere einfach als integralen Teil der zweiten behandelt). Wir sind halt tatsächlich auf eine etwas verschämte Arte eine Avant-Garde (uiui) und in diesem Sinne leider zumindest noch zu grossen Teilen getrennt von der Klasse. Und dann gibts da noch den trügerischen Optimismus in Bezug auf das Verschwinden des Demokratismus (ich würd das ja in der Tendenz auch behaupten), der sich meines Erachtens aus der selben Quelle speist... Aber eben: Im grossen Ganzen bin ich mit der Stossrichtung des Textes sehr einverstanden.

Soweit in aller Kürze.
Ich find ja TC und die Kommunisierer - auch wenn ich in einigem nicht einverstanden bin - recht inspirierend. In diesem Sinne danke für die Übersetzungen.

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12. Mai 2013, 19:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Bin mit Deiner Kritik am Gebrauch des Begriffs Herrschaft bei Incendo einverstanden, aber als Übersetzer kann man halt die Texte nicht einfach umschreiben (zumindest wenn man nicht für bürgerliche Medien arbeitet).
Was die Subsumtion betrifft, sind für TC absoluter/relativer Mehrwert und formelle/reelle Subsumtion zwei verschiedene Sachen, ersterer eine "konzeptuelle Determination des Kapitals", zweitere eine "historische Konfiguration". Gemäss TC wird das Kapital durch die reelle Subsumtion zur kapitalistischen Gesellschaft, was auch nicht als "Stadienmodell" verstanden wird, sondern als verschiedene Kampfzyklen. Die "neue Phase" ist die Restrukturierung, die zweite Phase der reellen Subsumtion, das Verschwinden der Arbeiteridentität. TC schreibt übrigens auch dass die reelle Subsumtion nie abgeschlossen sein kann. Das ganze ist relativ detailliert in der Debatte zwischen Aufheben und TC erklärt (http://lamaterielle.chez-alice.fr/TCAufheben.pdf), die ich auch gleich mal auf meine To-do-Liste gesetzt habe.
Bezüglich der Rolle der Revolutionäre tendiere ich schon eher zur im Brief ausgedrückten Position. Ich glaube nicht, dass man "von der Klasse getrennt sein" kann, wir stehen ja als Revolutionäre nicht ausserhalb der Widersprüche der kapitalistischen Gesellschaft. Was "unsere Rolle sein kann/muss", werden wir erst wissen, wenn wir eine konkrete, potenziell revolutionäre Situation erleben. Vorher können wir nur Theorien aufstellen und hoffen, dass sich das Proletariat tatsächlich so verhalten wird wie wir es gerne hätten.
Aber eben, da die einzige mögliche Verifizierung der Theorie der Revolution die Revolution in der Praxis ist, ist es durchaus möglich, dass wir uns noch etwas gedulden müssen, bis wir herausfinden, wer von uns beiden Recht hat.

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12. Mai 2013, 21:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
Du bist aber flink...

1. Das war auch nicht als Kritik an der Übersetzung gemeint. Ich war nur neugierig, ob da ein neuer Begriff mit einer neuen Bedeutung geschaffen wurde. Wäre ja auch keine Seltenheit bei den «innovativen» Flügeln der kommunistischen Theorieproduktion.

2. Ich habe mich darum auf den Schöpfer dieser Begrifflichkeiten bezogen. Bei Marx sind reelle Subsumtion und absoluter Mehrwert auch keine Synonyme. Die reelle Subsumtion beruht aber auf dem Übergang zur relativen Mehrwertproduktion: Diese bedeutet nämlich, dass mit der Entwicklung der Produktivkräfte (und der damit verbundenen Verbilligung der Lebensmittel der Proleten) auch der Arbeitsprozess den Bedürfnissen des Kapitals reell subsumiert wird. Die "historische Konfiguration" folgt also gewissermassen aus dieser Determination des Kapitals und da stellte ich die These auf, dass die historische Konfiguration umkämpft sei (das zeigt sich schon darin, dass der Übergang vom absoluten zum relativen Mehrwert auch darauf zurückzuführen ist, dass die ArbeiterInnen sich gegen die übermässige Vernutzung durchs Kapital gewehrt haben) und dass es durchaus denkbar ist, dass zumindest in gewissen Weltregionen sowas wie eine Rückkehr zu Formen der formellen Subsumtion denkbar sind (oder diese nie überwunden wurden). Gerade auch angesichts dessen, dass das Kapital in der Krise gezwungen ist, wieder auf die Ausdehnung des absoluten Mehrwerts zu setzen. Ich glaube das verarbeitet TC auch theoretisch, wenn sie von der Entkoppelung der Reproduktion der Arbeitskräfte und des Kapitals sprechen. Welche Formen sich da herausbilden werden, kann man schwer abschätzen, aber es scheint mir nicht möglich, dass die Reproduktion der Proletarisierten und der Kapitalkreislauf einfach auseinanderfallen (aber ich kenne mangels Sprachkenntnisse die Texte zu schlecht, um jetzt dafür oder dagegen zu argumentieren). Wo ich TC aber tendenziell recht geben würde, ist darin, dass die Ablösung der Handwerker durch die Massenarbeiter (jetzt nicht im engen operaistischen Sinne) sowas wie eine Auflösung der Identifikation mit der eigenen Arbeit und damit eine Erosion der Arbeiteridentität zur Folge hatte. Das sieht man übrigens auch im Verschwinden der traditionellen Arbeitervereine und Folkloretruppen. Ob man daraus allerdings eine optimistische Perspektive folgen lassen muss, das wird uns wohl erst die Zukunft zeigen.

3. Ich habe nicht behauptet, dass die Kommunistinnen ausserhalb der Klasse stehen. Aber es hat schon seine Gründe, dass sich allerhand Leute den Kopf darüber zerbrochen haben und noch zerbrechen, wie das Verhältnis zwischen Intellektuellen / der Avant-Garde / den Kommunisten und der Klasse beschaffen sei. Ich finde es etwas eigenartig, wenn man dieses Problem einfach damit löst, dass man eine Übereinstimmung zwischen den Kommunisten und der Klasse behauptet. Richtig: Wir stehen nicht ausserhalb der gesellschaftlichen Widersprüche und der Klasse; aber wir sind doch ein recht spezifischer Teil davon und in Zeiten der gesellschaftlichen Ruhe so ziemlich getrennt von der Austragung dieser Widersprüche. Da darf man sich schon fragen, was denn nun für uns an Praxis angemessen ist. Man muss sich ja deswegen nicht dumm machen lassen (wie die akademischen Marxologen auf der einen und die hektischen Aktivisten auf der anderen Seite), aber man sollte doch zumindest ein Problemverständnis dafür haben, dass wir als Revolutionäre in nicht-revolutionären Zeiten ein wenig auf uns selber zurückgeworfen sind.

Ps. Auf die Übersetzung der Diskussion zwischen Aufheben und TC bin ich gespannt.

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13. Mai 2013, 00:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag ... Antworten mit Zitat
Zu 2: Ich muss gestehen, dass ich auch zu wenig TC gelesen habe, um auf Deine Hypothese der Rückkehr der formellen Subsumtion ihre Position hierzu darzulegen. Grundsätzlich spielt bei ihnen schon die Zonenunterteilung und die Nicht-Gleichzeitigkeit der Entwicklung des Kapitalismus eine wichtige Rolle, dazu zum Beispiel der Text von Blaumachen "Die Ära der Aufstände hat begonnen". Deine Frage/Hypothese ist auf jeden Fall interessant und verdient es, ausführlicher beleuchtet zu werden.

Zu 3: Du sagtest, die Revolutionäre seien "von der Klasse getrennt", also irgendwie doch ausserhalb, nicht? Ich würde auch nicht sagen, dass die Kommunisten = die Klasse sind, sonst hätten wir das mit der Revolution wohl schon hinter uns. In nichtrevolutionären Perioden sind allerdings auch die meisten "normalen" Proletarier "ziemlich getrennt von der Austragung dieser Widersprüche", in dem Sinn halt, dass der Klassenkampf einfach eher latent ist. Ich bin diesbezüglich ziemlich einverstanden mit Gilles Dauvé, der im Text "Le tout sur le tout" auch mehr oder weniger sagt, dass man in einer nichtrevolutionären Periode als Revolutionär nun mal nicht viel tun kann (http://www.troploin.fr/textes/45-le-tout-sur-le-tout?start=5). Klar kann man sich z.B. mit Theorie beschäftigen, Kontakte knüpfen und sich natürlich auch an Kämpfen beteiligen, doch ich glaube nicht, dass der Beginn einer neuen revolutionären Periode von der "Agitation der Revolutionäre" abhängt.

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13. Mai 2013, 18:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
2. Bloss zur Präzisierung: Ich glaube nicht, dass die formelle Subsumtion so zurükckehrt, wie wir sie aus der Geschichte kennen. Der Arbeits- und Verwertungsprozess ist soweit unter die Anforderungen des Kapitals untegeordnet, dass es da wohl kein Zurück geben wird. Aber ich glaube, dass die Beziehung der ArbeiterInnen (zumindest grosser Teile) zum Kapital eine andere werden wird, als wir das in den Metropolen aus den letzten Jahrzehnten kennen (das zeichnet sich ja bereits ab) und dass da gewissermassen die Subsumtion des Arbeitsprozesses vieler zur Disposition gestellt wird.

3. Völlig Einverstanden.

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13. Mai 2013, 21:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Incendo: Kritik von TC Antworten mit Zitat
Die Kritik von Incendo ist nun auch übersetzt: http://www.kommunisierung.net/spip.php?article9

Für jene, welche Französisch lesen ist auch dieser Text zum Verhältnis zwischen insurrektionalistischen Anarchismus und der Kommunisierung sehr interessant: http://ecologie-et-emancipation.over-blog.com/discours-sur-l-anarchisme-insurrectionaliste-et-la-communisation

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19. Mai 2013, 20:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
Wieder mal was älteres: http://www.kommunisierung.net/spip.php?article10

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04. Juni 2013, 16:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag News Antworten mit Zitat
Kommunisierung.net nun auch auf Twitter: https://twitter.com/Kommunisierung

Neuer Text von Libertat zu Selbstorganisation und Kommunisierung: http://realitesducommunisme.noblogs.org/post/2013/05/31/lauto-organisation-prelude-a-la-communisation/

Broschüren zu Kommunismus, Kommunisierung, Selbstorganisation usw.: http://editionsalabordage.noblogs.org/

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05. Juni 2013, 21:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
Der ausgesetzte Schritt der Kommunisierung http://www.kommunisierung.net/spip.php?article13

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23. Juni 2013, 22:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Occupy, Kommunisierung und die militärische Frage Antworten mit Zitat
Ziemlich interessanter Text, der sich mit der militärischen Dimension revolutionärer Tätigkeit auseinandersetzt. Die zentrale Achse des Textes ist ein Vergleich der Thesen von Paul Virilio und Théorie communiste.

Englisch: http://www.academia.edu/2397355/The_War_of_Time_Occupy_Communization_and_the_Military_Question

Französisch: http://dndf.org/?p=12605

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24. Juni 2013, 10:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
Ein Text der Genossen von Blaumachen zu den Aufständen in Schweden und in der Türkei: http://www.kommunisierung.net/spip.php?article14

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26. Juni 2013, 00:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag The Main Currents of Communization Antworten mit Zitat
Ein Interview mit Benjamin Noys: http://www.thenorthstar.info/?p=9042

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
30. Juni 2013, 20:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Benjamin Noys (BSc, MA, DPhil) mr green

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01. Juli 2013, 00:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Die bösen Intellektuellen Antworten mit Zitat
Wir leben in einer Klassengesellschaft, das gilt halt auch für jene, welche Texte über die Kommunisierung schreiben. Da schimmert ja fast der Anarchist in Dir durch!? Ist doch letztendlich egal, was der macht, um seine Zeit dem Kapital zu opfern und gegen Geld zu tauschen, er schreibt jedenfalls ziemlich interessante Sachen. Linkskommunistische Strömungen sind übrigens an amerikanischen Universitäten relativ "in" unter gewissen Forschern, was zumindest dazu dient, dass diese Typen nicht ihre Zeit damit verlieren, Abhandlungen über die Menschenrechte, den kategorischen Imperativ oder sonst irgendeinen idealistischen Blödsinn zu schreiben. teacher

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
05. Juli 2013, 00:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Nun, das war auch eher ein kleiner Seitenhieb als tatsächlich eine inhaltliche Kritik. Ersichtlich auch dran, dass ich kein Argument (©GSP) hingeschrieben habe, sondern nur einen Smilie gesetzt habe. Mit anarchistischen Tendenzen hat das aber überhaupt nichts zu tun. Ich kann das auch als Kommunist einigermassen belustigend finden, dass in einem linksradikalen Blog (immerhin zitieren sie in ihrer Selbstbeschreibung Marx ausgerechnet mit: «the ruthless criticism of everything existing.») ein Interview mit einem Linksradikalen fein säuberlich seine akademischen Weihen ausgeführt werden. Und mal im ernst: Gerade was von einigen Leuten zurecht an Arbeitertümelei kritisiert wird, dürfte man umgedreht auch mal einfordern: Nämlich darüber zu diskutieren, was die Rolle von Akademikern in dieser Gesellschaft ist und was es für Konsequenzen für die (praktische) Kritik hat, wenn sie jenen Leuten dazu dient, ihre akademischen Grade zu erwerben (es muss ja nicht immer so offensichtlich sein wie bei einigen Exponenten der Neuen Marx-Lektüre).

Muoit (Baurb., Reinig.-Kr.)

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07. Juli 2013, 20:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
Bin zu müde und habe zu stark Lust, einen Joint zu rauchen, um auf Deine Intervention einzugehen. Ein anderes Mal.

Bin einfach hier, um auf den neu übersetzten Text aufmerksam zu machen: http://www.kommunisierung.net/spip.php?article15

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07. Juli 2013, 23:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
Deutsche Version des Vorworts von Endnotes Nr. 1: http://www.kommunisierung.net/spip.php?article16

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
06. August 2013, 22:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Amerikaner zu "French Theory" Antworten mit Zitat
Amerikanische Akademiker haben die Tendenz, bei "French Theory" immer alles etwas durcheinander zu bringen. Nathan Brown glaubt zum Beispiel, dass Théorie Communiste und Alain Badiou in etwa das gleiche sagen. Wie er diese eher erstaunliche Erkenntnis begründet, kann hier nachgelesen werden: http://www.lanaturnerjournal.com/content/nathan-brown-badiou-and-theorie-communiste

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05. September 2013, 12:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Texte Antworten mit Zitat
Text von den italienischen Genossen von "Il lato cattivo" (http://illatocattivo.blogspot.com/) zum Humanismus: http://dndf.org/?p=12808

Neuer Blog von Théorie communiste mit fragmentarischen Texten: http://blogtc.communisation.net/

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16. September 2013, 23:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Endnotes Nr. 3 Antworten mit Zitat
Endnotes Nr. 3 ist da: http://endnotes.org.uk/issues/3

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02. November 2013, 13:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
Die barbarische Unterschicht nimmt sich die Strasse von Blaumachen, über die Ausschreitungen in England im August 2011: http://www.kommunisierung.net/spip.php?article17

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02. November 2013, 20:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Beitrag Antworten mit Zitat
neue ausgabe der immer wieder lesenswerten internationalist perspective: http://www.internationalist-perspective.org/IP/ip-archive/IP5859.pdf
08. Dezember 2013, 20:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Beitrag Antworten mit Zitat
audio-vorträge von loren goldner: http://archive.org/search.php?query=subject%3A%22Loren%20Goldner%22
08. Dezember 2013, 20:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
Deutsche Übersetzung der Erklärung von Théorie communiste, Sic zu verlassen: http://www.kommunisierung.net/spip.php?article18

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02. Januar 2014, 21:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
Vorwort Endnotes 3: http://www.kommunisierung.net/spip.php?article19

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06. Januar 2014, 17:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
Théorie communiste und Troploin: http://www.kommunisierung.net/spip.php?article20

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18. Januar 2014, 15:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kommunisierer kritisieren Wertkritik Antworten mit Zitat
Eine Kritik der Wertkritik: http://dndf.org/?p=13230

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01. Februar 2014, 14:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kritik von Endnotes Antworten mit Zitat
Sehr interessante Kritik von Endnotes im Mute Magazine: http://www.metamute.org/editorial/articles/wandering-abstraction

Zitat:
Now, it is undoubtedly true that there is a direct correlation between the proliferation of life-threatening viruses and the conditions of globalised capitalist society. It may also be true that dismantling the latter is the surest means of eradicating the former. And there is no doubt that the redistribution of antivirals on the basis of need rather than wealth is a more pressing political concern than speculating on their role in post-capitalist society. Nevertheless, the urgency of the former does not obviate the importance of the latter. The absolute or indeterminate negation of capitalist society and all its works would eradicate the pathologies generated by capitalism only at the cost of cancelling the emancipatory potentials latent in technologies whose functioning is currently subordinated to capital. The abstract negation of functional context is also the negation of emancipatory possibilities whose release depends upon the re-contextualisation of function. Such abstraction in-determines instead of determining the fusion of cognitive and practical orientation required for the realisation of communism. It abolishes the capitalist present at the cost of cancelling the post-capitalist future locked up within it. Foreclosing the future, blinkered negation cannot but wish to re-instate the past. It becomes the longing for a previous state of things: ‘If only we hadn’t domesticated animals and started down the road to industrialised agriculture; if only we didn’t live in a massively interconnected global society…’ And ultimately: ‘If only capitalism hadn’t happened.’

But Marx’s starting point is the acknowledgement that capitalism has happened, and given this premise, his fundamental question is: how can we move beyond capitalism without regressing to pre-capitalist social formations, such as agrarian feudalism? The problem of repurposing cannot be circumvented by wishing capitalism had never happened. History suggests that there are things worse than the value form. A suitably abstract conception of function will allow for its transplantation, and where necessary, repurposing, across social contexts. It goes without saying that this should only be envisaged as a consequence of overcoming the capital relation, not a substitute for this overcoming. More generally, determination is not constitution. We have to find a way to articulate theoretical and social abstraction that does not involve the complete or indiscriminate relinquishment of the achievements of capitalist modernity en bloc.


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18. Februar 2014, 01:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Sic 2 ist da Antworten mit Zitat
Sic 2 ist da mit einer neuen Homepage: http://www.sicjournal.org/

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27. Februar 2014, 23:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
Das Vorwort von Sic 2: http://www.kommunisierung.net/spip.php?article21

Zitat:
Krise ist zu einem Alltagsbegriff geworden und der Angriff auf den Wert der Arbeitskraft zu einer alltäglichen Realität. Ein solcher Angriff war bereits im genetischen Code des Kapitalismus durch die Restrukturierung der 1970er und 1980er Jahre eingeschrieben, doch die Krise des restrukturierten Kapitalismus gab ihm einen enormen Schwung. Seien es Kämpfe der Lohnarbeiter, welche ängstlich fordern, solche bleiben zu dürfen, und Mobilisierungen der Rentner, um ihr Überleben zu verteidigen, der Ausbruch der Wut der „barbarischen Unterschicht“ in entwickelten Ländern, gewalttätige Ausschreitungen der Arbeiter in der südostasiatischen Weltfabrik oder der arabische Frühling und seine Folgen, es sind alles solide Beweise für die andauernde Konfliktualität der gesellschaftlichen Wirklichkeit, welche sogar die reuelosesten Propagandisten des Endes der Geschichte zwingt, ihr Repertoire zu erneuern. Zugegeben: Nicht alles ist perfekt. Doch es scheint auch gute Neuigkeiten zu geben: Niemand braucht sich darüber Sorgen zu machen, wohin diese Welt steuert, es ist eine Einbahnstrasse, die Fahrt geht einfach weiter. Einige Änderungen des verwaltenden Personals werden gnädig zugestanden, jene Leute, welche das Mantra der „Alternativlosigkeit“ wiederholen, können stets erneuert werden und sogar nach Sozialismus riechen. Selbstverständlich formulieren die Überbleibsel der einst optimistischen Bürgerbewegungen weiterhin „Vorschläge“ - die immer weniger weit reichen und zahmer werden –, sie bitten den Kapitalismus weiterhin darum, hier und dort ein bisschen nachzubessern, doch niemand scheint diese noblen Seelen ernst genug zu nehmen, denn sie verfügen über keinen gut platzierten Ansprechpartner mit einem offenen Ohr. Trotzdem gibt es immer noch Kämpfe, Ausbrüche, Ausschreitungen, welche daran erinnern, dass der Klassenkampf noch da und dass das Kapital, heute nicht weniger als gestern, ein „prozessierender Widerspruch“ ist. Hand in Hand mit diesem wird die kritische Theorie seines Niedergangs hervorgebracht: Wo Geschichte gemacht wird, wird auch Theorie gemacht.


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16. März 2014, 16:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
Kritik der Wertkritik: http://www.kommunisierung.net/spip.php?article22

Zitat:
Wenn man den theoretischen Kern der Wertkritik bis zum Überdruss wiederholt, die Analyse der abstrakten Arbeit als gesellschaftliche Vermittlung, das Kapital als Selbstverwertung des Werts (eine Analyse, welche durch dieses anfängliche Versäumnis verdreht wird), kommt man zum Schluss, dass überhaupt keine Analyse der Wertkritik wirklich originell ist: Noch mehr, viele sind gefährlich nah an der klassischen Sozialdemokratie, allen voran der Aufruf an den guten Willen unabhängig von der gesellschaftlichen Position, andere hingegen kommen vom ach so geschmähten „traditionellen Marxismus“: An erster Stelle die Krisenanalyse, welche schlichtweg die klassischen Theorien des Marxismus sind (Diskussion Luxemburg/Grossmann usw.); die produktive und unproduktive Arbeit, Mehrarbeitsrate, Profitrate usw. Einige Theoretisierungen von Kurz sind allerdings haarsträubend, z.B. die Behauptung, die „fordistische Regulierung“ habe die Überwindung der Krise von 1929 erlaubt, welche der Regulationstheorie entlehnt ist, eine Denkschule, welche Anfang der 1980er Jahre [AdÜ: präziser Mitte der 1970er Jahre] für und von Sozialdemokraten gegründet worden ist, um den Marxismus zu „überwinden“...


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24. März 2014, 12:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Wertform und Avantgarde Antworten mit Zitat
Juhui, unser Forum ist wieder repariert! Deshalb gleich einen ziemlich interessanten Text zu moderner Kunst und Programmatismus: http://www.metamute.org/editorial/articles/value-form-and-avant-garde

Zitat:
What we call the ‘neo-avant-garde’ is the last cycle of artistic production that can still plausibly be said to have made claims in the terms sketched above. It is evidently not a concept that admits of strict periodisation. For simplicity’s sake let us postulate that the neo-avant-garde’s terminal phase, in Western Europe at least, begins in 1957, when Guy Debord and others founded the Situationist International. Most likely it ends in the 1970s – perhaps, for instance, in 1979, the year when the Italian state arrested leading figures associated with the nebulous phenomenon called Autonomia. Between these signposts lies the death of what some theorists (I am thinking particularly of the French group Théorie Communiste) have defined as ‘programmatism’: briefly, the cycle of class struggle – conspicuously coterminous with artistic modernism – that finds its programme in the affirmation of the proletariat as an autonomous pole within the capitalist class relation. Programmatism refers to struggles that affirm the identity of the proletarian subject and hence that frame politics in terms of the growth of class power, as opposed to the immediate abolition of the proletariat as a class of capital. It begins with the workers’ movement in the mid-19th century and ends, if we follow the concept’s originators, in exactly the moment in question, the 1960s and 70s, when new forms of revolt and capitalist restructuring eliminated the basis for a programmatic class politics. Workers themselves then tended to reject mediation by traditional parties and trade unions, while capital decomposed the class through a new global division of labour and intensified real subsumption of the labour process (by which I here designate the imposition of specifically capitalist rationalities through technique and organisation). What does it mean to say that modernism ‘belongs’ in some deep but still-to-be-determined sense to the epoch of programmatism?

It means that we should grasp modernist art’s self-preservative and self-destructive moments in terms of its constitutive relation to the value-form. This is a large claim. All the same, the premises of my argument are simple observations.


Zugegeben, das ist halt wieder mal ein amerikanischer Akademiker, der sich für die Kommunisierung interessiert. Nichtsdestotrotz scheint er sich diesbezüglich ziemlich gut auszukennen: http://skepoet.wordpress.com/2013/03/10/interview-with-daniel-spaulding-on-communization-occupy-and-the-spectre-of-aesthetics/

Allerdings hat er auch die amerikanische Akademikerkrankheit und glaubt, Tiqqun und Co. sei Teil der Strömung der Kommunisierung und tendiert zur alternativistischen Version einer hier und jetzt möglichen Kommunisierung. Trotzdem interessant zu lesen...

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31. März 2014, 01:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kommunisierungs-Thread auf Libcom Antworten mit Zitat
Diskussion über die Kommunisierung auf Libcom: http://libcom.org/forums/theory/request-communisation-theory-dummies-10042014

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14. April 2014, 14:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Katastrophenkommunismus und Kommunisierung Antworten mit Zitat
Ein Text in drei Teilen über Katastrophenkommunismus und Kommunisierung:

Teil 1: http://libcom.org/blog/disaster-communism-part-1-disaster-communities-08052014

Teil 2: http://libcom.org/blog/disaster-communism-part-2-communisation-concrete-utopia-14052014

Teil 3: http://libcom.org/blog/disaster-communism-part-3-logistics-repurposing-bricolage-22052014

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23. Mai 2014, 20:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neuer Blog Antworten mit Zitat
Neuer Blog von Gilles Dauvé und Co.: http://ddt21.noblogs.org/

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26. Mai 2014, 18:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



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Beitrag Re: Neuer Blog Antworten mit Zitat
Doc Sportello hat Folgendes geschrieben:
Neuer Blog von Gilles Dauvé und Co.: http://ddt21.noblogs.org/

da merkt man wieder, dass nicht die ganze welt auf deutsch/english kommuniziert. danke für den link, werd mich bald mal mit dem diccionnaire dran setzen....

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"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
27. Mai 2014, 12:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neues Forum Antworten mit Zitat
Neues Forum zur Kommunisierung: http://forum-communisation.fr/

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14. Juni 2014, 16:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
Der jüngste Text von Théorie communiste ist nun auf Deutsch übersetzt:

Zitat:
Alles ereignet sich also, als ob der Kampf gegen die oder eher die schlichte Ablehnung der gesellschaftlichen Verhältnisse, welche über die Produktion und die Reproduktion bestimmen, im Namen der von der Restrukturierung abgeschafften früheren Welt geführt würde, eine frühere Welt, welche zum idealen Gegenmodell erhoben wird. Umso mehr, weil dieses ideale Gegenmodell zu einem sehr aktuellen Wert gegen die ideologische Effizienz einer Gendertheorie wird, welche überall nur freie und frei zu wählende Verhaltensweisen sieht: Vorurteile oder Repräsentationen. Diese ideologische Effizienz besteht darin, Praktiken zu konstruieren und zu legitimieren, die den Zwang und die gesellschaftlichen Bestimmungen leugnen, welche die Genderunterscheidung konstruieren. Wenn man keine Wahl hat, nimmt man die „liberale“ Gendertheorie im besten Fall als ein Hirngespinst, im schlimmsten Fall als eine Beleidigung wahr. Gegen diese willkürliche Genderkonzeption, welche, wie es eine Journalistin der Monde (vom 5. Februar 2014) formuliert, dazu führe, dass „die Ungleichheiten der Geschlechter ein Produkt unserer Repräsentationen sind“, ist das, worin sich „das Volk“ im konservativen Diskurs wiedererkennt, die Anerkennung des zwingenden Charakters des Sozialen. Der gesellschaftliche Zwang ist nicht nur da und stark, er behauptet auch seine Positivität, die Familie ist der Festungswall des Volkes und der „menschlichen Authentizität“ gegen den Individualismus, die Eliten und Bildungs-, Nahrungs- und Sexualitätsspezialisten usw.

http://www.kommunisierung.net/spip.php?article23


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30. Juni 2014, 15:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Troploin: le retour Antworten mit Zitat
Troploin in neuem Kleid und mit neuen Texten (en/fr): http://www.troploin.fr/

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16. August 2014, 17:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kritik des Akzelerationismus Antworten mit Zitat
Ich habe eine kurze Kritik des Akzelerationismus verfasst:

Zitat:
Die Kritik am Primitivismus kann aus einer kommunistischen Perspektive ebenfalls geteilt werden, eine blinde Apologie des Fortschritts, begriffen als losgelöst von der kapitalistischen Produktionsweise, hingegen nicht. Falls die Studien zur Finanzwirtschaft, Astrophysik und Mikroprozessortechnik ihnen zwischendurch etwas Zeit lassen, sollte man den Akzelerationisten ans Herz legen, vielleicht auch andere Passagen der Grundrisse als nur das Maschinenfragment zu lesen. Marx war zwar tatsächlich nicht gegen den Fortschritt an sich, erkannte aber sehr wohl, dass er von der kapitalistischen Produktionsweise bestimmt ist. Eine ähnliche Inkohärenz zeigt sich in ihrer Einschätzung des zeitgenössischen Kapitalismus: Einerseits wird sehr richtig erkannt, dass es „keine Rückkehr zum Fordismus geben“ (3.4) kann, andererseits wollen sie „die Errungenschaften des Spätkapitalismus […] bewahren“ (3.1). Nur, was sind diese Errungenschaften, wenn nicht Relikte des Fordismus?

Da verwundert es nicht, dass auch der Aktivismus nur kritisiert wird, um ihm eine alternative Form davon entgegenzusetzen. „Eine neue globale linke Hegemonie“ (1.6) sollen wir aufbauen, ja, wir müssen gar „verschiedene Formen der Klassenmacht wiederherstellen“ (3.18). Doch selbstverständlich keine Arbeitermacht mithilfe von Streiks, Demos oder anderem altmodischem Zeug, auch die kulturelle Hegemonie wäre für die Akzelerationisten wohl etwas gar zu staubig, nein, es geht um den Aufbau „eine[r] soziotechnologische[n] Hegemonie“ (3.11). Sie wissen auch wie wir das anstellen können und behaupten „dass die Technologie genau darum beschleunigt werden muss, weil sie gebraucht wird, um sich in sozialen Konflikten durchzusetzen“ (3.7). Der tiefere Sinn dieses kryptischen Satzes bleibt mir schleierhaft, auf jeden Fall kann man soweit resümieren, dass wir die kapitalistische Technologie unbedingt brauchen, um endlich den freien Fortschritt zu entfesseln.

http://www.kommunisierung.net/spip.php?article24


Zögert nicht mit Kritik und Anregungen!

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07. September 2014, 17:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Gefällt mir. Hat noch ein, zwei kleinere grammatikalische Fehler drin.
Ich kenne den Akzelerationismus nicht, aber so wie du's darlegst und kritisierst gehen wir natürlich d'accord.

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07. September 2014, 17:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Fehler Antworten mit Zitat
Zitat:
Gefällt mir. Hat noch ein, zwei kleinere grammatikalische Fehler drin.


Thx! Welche Fehler hast Du denn gefunden?

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07. September 2014, 17:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Zum Antizionismus Antworten mit Zitat
Kommentar von einem italienischen Genossen zum Antizionismus:

Zitat:
Sous les aiguillons de la restructuration générale des rapports de classes à partir des années 1970, dans les dernières 40 années, le capital a fait place nette, et il ne reste pas grand-chose de cette histoire. Dans Seconde après-guerre, le «tiers-mondisme» était légitimé, entre autres choses, dans son rôle de fournisseur de matières premières à bas-coûts du Tiers Monde. Mais à travers les deux «crises pétrolières» de 1973-74 et 1978-80, la restructuration déstabilisa la situation précédente : le pris du brut croît comme jamais dans l’histoire, et en Europe on commence à parler de centrale nucléaire. Dans cette situation, plus fondamentalement, agissent la successive intoxication de la rente pétrolière au Moyen-Orient (qui vient remplumer les caisses du Hamas par l’entremise de l’Arabie Saoudite), la fin du nationalisme arabe et l’ascension de l’islamisme. Parallèlement, même la structure économique et sociale de l’État d’Israël change radicalement. Le sionisme, dans son strict sens, fut la protection et la sauvegarde du «travail juif», soit pour le capital israélien, contre la concurrence internationale, soit pour la classe ouvrière contre les prolétaires palestiniens: ce fut en somme, un «compromis fordiste» post-1945, d’enracinement d’une fraction du capital dans dans un État-nation. Le sionisme impliquait qu’il donne alors à l’État et à la société civile une marque de «gauche». C’est ce que le Likud a progressivement liquidé, et le réduction radical du rôle du kibbutz le démontre. Pourtant la définition d’Israël comme «État sioniste» résiste, et même dans ce quid pro quo sémantique se manifeste la fragilité de la situation actuelle. Agiter des mots comme «sioniste», «lobby», etc. – consciemment ou pas – sert à chargé l’existence d’Israël d’une aire d’intrigue, de mystère, de conspiration, d’exceptionnalité, dont il n’est pas difficile de saisir le message subliminal: les Israéliens, c’est-à-dire les Juifs, ne sont pas comme les autres. Alors que le seul secret qu’il y a dans toute cette histoire, c’est le secret de Polichinelle du capital: la concurrence, qui oppose entre eux «ceux d’en haut » et aussi «ceux d’en bas». Quelle différence entre les actions terroristes du futur Mossad dans l’immédiate après-guerre (la bombe à l’ambassade britannique à Rome en 1946, et bien d’autres) et l’action de Septembre Noir à Munich (1972), le piratage du navire Achille Lauro (1985), les attentats sanglants dans les aéroports de Fiumicino et Vienne (1985). Souvent, les États se montrent d’autant plus terroristes qu’ils n’arrrivent pas encore à se constituer comme tels.

http://dndf.org/?p=13757


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
07. September 2014, 20:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kommunisierung und Wertformtheorie Antworten mit Zitat
Nieder mit Fussnoten und kursiver Schrift, es lebe der Kommunismus! An dieser Übersetzung war ich lange dran, doch pünktlich zum 11. September ist es nun endlich geschafft:

Zitat:
Die Vernachlässigung von Form und Fetischismus in der Lektüre des Kapital wurde erst Mitte der 1960er Jahre – teilweise durch eine Wiederentdeckung Rubins – in verschiedenen Ansätzen, die ab und zu als „Wertformtheorie“ etikettiert werden, ernsthaft herausgefordert. Die Debatten über die Feinheiten der Wertform, Fragen der Methodik, Marxens Verhältnis zu Hegel und so weiter kamen zum gleichen Zeitpunkt auf wie die Theorie der Kommunisierung. Sowohl die Wertformtheorie als auch die Kommunisierung drücken eine Unzufriedenheit mit überlieferten Interpretationen Marxscher Werke aus und somit eine Ablehnung des „orthodoxen“ oder „traditionellen“ Marxismus. Für uns gibt es eine implizite Gemeinsamkeit zwischen der Wertformtheorie und der Theorie der Kommunisierung, wodurch sie durchaus produktiv interagieren könnten. Wir werden hier die historischen Parallelen und Gemeinsamkeiten dieser beiden Strömungen untersuchen.

http://www.kommunisierung.net/spip.php?article25


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11. September 2014, 00:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
Gilles Dauvé zur Wertkritik:

Zitat:
Ein Mann hat Geld investiert und ist Chef einer Bäckerei geworden. Ein Lohnarbeiter arbeitet am Ofen. Die Frau des Chefs ist Verkäuferin: Sie möchte ihren Mann verlassen, tut es jedoch nicht, weil sie nicht genug Geld hat. Der Theoretiker (der z.B. Lehrer im öffentlichen Sektor sein könnte) wohnt gegenüber. Seine Tochter, die glaubt, sie habe nicht genug Taschengeld, weigert sich, einkaufen zu gehen. Der Theoretiker geht sein Brot selbst kaufen. Er zahlt 1 € für die Baguette mit einem 2-€-Stück und bekommt 1 € Wechselgeld, das er beim Rausgehen einem auf dem Gehsteig sitzenden Obdachlosen gibt.

Für die Wertkritik ist der Kapitalismus von der Gesamtheit dieser Verhältnisse konstituiert, ohne dass eines die anderen bestimmt. Trotz den Status- oder Funktionsunterschieden sind die Unterschiede zwischen Chef, Arbeiter, Ehefrau ohne Ressourcen, Kind abhängig von seinen Eltern, bezahltem Lehrer, Obdachlosem weniger wichtig als ihre Gemeinsamkeit: alle sind sie „vom Wert“ beherrscht. Ob sie nun arbeiten oder nicht, befehlen oder gehorchen mögen, sie sind alle beherrscht von der „abstrakten Arbeit“. Jede Rolle stützt jede andere und das gesellschaftliche System reproduziert sich in gleichem Masse durch jede Handlung. Die gesellschaftliche Veränderung kann also nur von einer Addition der Verweigerung jedes Teilnehmers kommen.

http://www.kommunisierung.net/spip.php?article26


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15. September 2014, 19:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
Ich hab’s jetzt nur quergelesen auf der Nachtschicht und bin auch nicht mehr so dick im Wertkritik-Business wie rund um das Millenium. Aber einige Fragenzeichen tun sich mir beim Text von Dauve schon auf:

Dauve schreibt: «Die Wertkritik gesteht der Arbeit nur eine beiläufige Rolle zu, gemäss ihr braucht der Kapitalismus die Arbeit nicht mehr wirklich, doch zwingt weiterhin jeden (Angestellter oder Arbeitsloser) zur Arbeit aus Gründen der sozialen Kontrolle. Die Funktion der Arbeit sei nicht mehr die Produktion, sondern die Herrschaft.»

Dafür hätte ich dann aber schon gerne Mal einen Beleg beziehungsweise eine Quelle. Diese Aussage passt eher zu postmodernen Theorien oder etwa dem Büchlein «Der kommende Aufstand»; so wie ich die Wertkritik kennen gelernt habe (damals vor allem Krisis), hat man sich von der Arbeiterklasse – als, wenn überhaupt, bloss immanentes Subjekt - verabschiedet, aber die Quelle des Werts verortet man doch noch in der abstrakten Arbeit. Und damit hängt auch der zweite Vorwurf von Dauve zusammen:

«Das Rätsel des Proletariats (diese Klasse, die keine ist...) wird gelöst, indem der Ursprung des Werts in der Zirkulation, im Austausch verortet wird: Das Problem wird in einem Ganzen von Widersprüchen aufgelöst, die durch die Konzepte der Entfremdung, der Enteignung und des Fetischismus zusammengefasst werden können, Wirklichkeiten, die mehr oder weniger alle betreffen.»

Einerseits stimmt es, dass die Formfrage bei der Wertkritik absolut zentral ist und allerhand inhaltliche Bestimmungen – etwa dass durch die Form der gesellschaftlichen Synthese die Ausbeutung organisiert wird über die Gleichheit und Freiheit – einfach keine Rolle spielen. Das würden sie vermutlich nicht abstreiten, aber es spielt halt keine Rolle, weil man lieber vom fetischistischen Verhängnis spricht, das ALLE betrifft. Andererseits geht Dauves Einwand aber hier gleich doppelt in die irre: 1. Marx spricht (ich glaube in den Grundrissen) davon, dass der Wert in der Zirkulation und nicht(!) in der Zirkulation entsteht. Das bedeutet recht vereinfacht, dass nur in einer Gesellschaft die überhaupt den Warentausch als generalisierte ewige Wiederholung kennt, die Waren einander gleichgesetzt und damit überhaupt zu Trägern von Tauschwert werden, also der Wert von der ewigen Bewegung der Zirkulation abhängig ist. Gleichzeitig entsteht er natürlich nicht dort, sondern in der Produktion durch die Aufwendung von abstrakter Arbeit (den Vorwurf von Dauve könnte man mit Abstrichen vielleicht Michael Heinrich machen) 2. In der Diskussion mit Heinrich hat gerade Norbert Trenkle, einer der prominenteren Theoretiker von Krisis, darauf beharrt, dass der Wert in der Produktion entsteht. Er wirft dort Heinrich vor: «Wer die Sphäre der Produktion zu einer vorgesellschaftlichen Separat-Welt naturalen Charakters erklärt, dem muß in der Tat die Feststellung, daß im Kapitalismus die Produkte als Waren hergestellt werden und selbstverständlich schon vor dem Tausch Wertgegenständlichkeit besitzen, als «Naturalismus» reinsten Wassers erscheinen.» Und weiter: «Die kapitalistischen Privatproduzenten produzieren also niemals unschuldige «Produkte», sondern immer schon Waren und das heißt: Repräsentanten von Wert. Ob diese Waren später tatsächlich abgesetzt werden können und damit auch der Wert realisiert wird, den sie repräsentieren, die verausgabte abstrakte Arbeit also als «Bestandteil der gesellschaftlichen Gesamtarbeit» anerkannt wird, ist eine nachgelagerte Frage.»

Das ist eine Frage, die die marxistische Debatte immer mal wieder befeuert hat und Dauve macht es sich zu einfach, wenn er die Wertkritik recht (nach)lässig an der Frage blamieren will und sie dann noch einfach mit einer offensichtlich falschen Behauptung abkanzelt. Hand aufs Herz: Bei allem Respekt vor Dauve, für Genauigkeit war er noch nie zu haben und so wirft er einfach alle in einen Topf – Kurz, Jappe und Postone – und haut einmal kräftig mit dem Knüppel drauf. Das mag den einen oder anderen treffen, aber die Wertkritik in ihrer bekannteren Deutschen Variante trifft er an dieser Stelle kaum.

Den ganzen Text – den ich zufällig grad noch halbwegs im Kopf hatte – findet man übrigens hier:
http://www.streifzuege.org/2000/im-buergerlichen-himmel-der-zirkulation

Es gibt noch einiges mehr zu Kritteln, etwa am recht diffusen Umgang mit dem Fetischbegriff. Was soll das bedeuten, der Fetischcharakter «liegt im Vergessen der Tatsache, dass das Geld ein Ausbeutungsverhältnis ausdrückt.» Und weiter: «Fetischisieren bedeutet, vom König Geld oder der Herrschaft der Ware zu sprechen, obwohl sie nur durch Delegation souverän sind. Ein Eigentümlichkeit des Fetischobjekts ist seine Fähigkeit, als automatisches Subjekt zu handeln, dessen Kontrolle den Menschen entwischt.» Das ist doch gerade der Witz des Fetischcharakters der Waren, den die Wertkritik in ihrer Apotheose des automatischen Subjekts auf die andere Seite überdehnt, dass wir eben nicht einfach vergessen, dass das Geld ein Ausbeutungsverhältnis oder genauer gesagt die Verdinglichung gesellschaftlicher Beziehungen bedeutet, sondern dass diese Verdinglichung der gesellschaftlichen Beziehungen tatsächlich die Menschen beherrschet – aber natürlich nur soweit sie weiterhin von den Menschen hervorgebracht werden. Das scheint Dauve zu ahnen, wenn er davon spricht, dass das Fetischobjekt als automatisches Subjekt den Menschen entwischt. Aber in seinem Text wird das ganze recht diffus abgehandelt oder wie soll man das verstehen: «Die wahren Opfer des Fetischismus sind jene, welche glauben, dass der Wert die Welt dirigiert.»

Dauve: «Was der Wertkritik zugrunde liegt, ist die These eines neuen Kapitalismus, welcher von den historischen Zwängen wie der industriellen Arbeit, der Opposition Bourgeois/Arbeiter, dem Unterschied zwischen Arbeiter und Nicht-Arbeiter, zwischen produktiver und unproduktiver Arbeit (alle und alles strebt mittlerweile nach Schaffung von Wert), zwischen Produktion und Zirkulation befreit ist. Dieser Neokapitalismus biete also den Vorteil, die Beseitigung einer Arbeit zu erleichtern, welche schon dabei ist, vom Kapitalismus selbst ausgelöscht zu werden.»

Ich mach mir jetzt nicht die Mühe, diesen «Post»-Vorwurf (der trifft dann doch eher Negri als Kurz) mittels recht eindeutiger Passagen zu widerlegen, wie ich das oben am Vorwurf des vermeintlichen Abrückens von der Arbeit und der Verschiebung der Wertkproduktion in die Zirkulation durchexerziert habe. Nur am Rande: Für Kurz ist gerade das Abschmelzen der Wertmasse – immerhin eine zentrales Moment der für die Wertkritik von Kurz etc. sehr zentralen Krisentheorie (da rächt sich dann wohl auch die Vermischung verschiedener Strömungen der Wertikritik wieder) – durch eine zunehmende Verdrängung der produktiven Arbeit bedingt. Aber so genau will man’s gar nicht wissen. Wie auch immer: Diese abenteuerliche Kritik von Dauve hat weder Hand noch Fuss, aber vielleicht gibt’s ja die eine oder andere Stelle bei Jappe oder Postone? Man könnte ja mal eine Quelle nachschieben.

Dauve: «In der Wertkritik bedeutet abstrakte Arbeit das Ende der Rolle der Arbeit: Die Behandlung der Arbeit als Abstraktion, die Trennung der Arbeit von jeglicher konkreter Arbeit ist gleichbedeutend mit ihrer Beseitigung.»

Falsch. Aber man kann sich’s auch einfach machen und das recht vertrickste Verhältnis von konkreter Arbeit (eine physiologische Tätigkeit) und abstrakter Arbeit (eine rein gesellschaftliche Form) damit beseitigen, dass man die schwierige Frage jenen um die Ohren haut, die sich an der Frage versucht haben. Diesen Vorwurf der totalen Entkopplung der abstrakten Arbeit von der konkreten kann man auch nur aufrechterhalten, wenn man die vorherigen Anschuldigungen, dass die Wertkritik nicht mehr von produktiver Arbeit sprechen wolle und der Wert für sie in der Zirkulation entspringe, für bare Münze nimmt (Es gibt noch einen anderen theoretischen Weg dahin, aber ich glaube der spielt für Dauves Kritik keine Rolle). Dass das Unsinn ist, habe ich aufgezeigt. Dauve verweist in diesem Text ja auf Bruno Astarian: Ich habe kürzlich eine Präsentation von diesem gelesen – leider auf Englisch und damit nur halbverdaut – die zumindest den Eindruck nahelegt, dass die Lösung von Dauve/Astarian hinter Marx zurückfällt.

Weil ich mich jetzt – ganz entgegen meiner politischen Ausrichtung – zum Anwalt der Wertkritik aufgeplustert habe, will ich mit einem Zitat von Dauve schliessen, das ich teilen würde: «In einer Gesellschaft ohne Schwerpunkt, welche automatisch funktioniert und den Gegensatz Kapital/Arbeit auf einen Interessenkonflikt zwischen Besitzern von verschiedenen Waren reduziert, braucht man kein «historisches Subjekt» mehr zu suchen, es ist nur ausserhalb der (Re-)Produktionssphäre zu finden.» Ich finde nämlich, dass eine Kritik an der Wertkritik mit ihrer Formfixiertheit, ihrem pompösen Abschied vom Proletariat, ihrer speziellen Krisentheorie und ihrer theoretischen Nivellierung der verschiedenen Warenbesitzer (eben inklusive den Trägern der Arbeitskraft) notwendig ist. Aber so wie sie hier vorgetragen wird, wird man dem Gegenstand nicht gerecht und macht sich unnötig angreifbar.

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16. September 2014, 02:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Zu Dauvés Kritik Antworten mit Zitat
Ich bin grundsätzlich mit Dir einverstanden, v.a. diese Feststellung bringt es m.E. auf den Punkt:

Zitat:
Das ist eine Frage, die die marxistische Debatte immer mal wieder befeuert hat und Dauve macht es sich zu einfach, wenn er die Wertkritik recht (nach)lässig an der Frage blamieren will und sie dann noch einfach mit einer offensichtlich falschen Behauptung abkanzelt. Hand aufs Herz: Bei allem Respekt vor Dauve, für Genauigkeit war er noch nie zu haben und so wirft er einfach alle in einen Topf – Kurz, Jappe und Postone – und haut einmal kräftig mit dem Knüppel drauf. Das mag den einen oder anderen treffen, aber die Wertkritik in ihrer bekannteren Deutschen Variante trifft er an dieser Stelle kaum.


Dauvé scheint die Wertkritik tatsächlich nur sehr oberflächlich zu kennen und Deine Kritiken sind durchaus berechtigt. Grundsätzlich hab ich den Text erst mal übersetzt, weil es so einfach war und es naheliegend ist, Texte zur Wertkritik auf Deutsch zu übersetzen, aber auch weil gewisse Passagen doch Eindrücke ansprechen, die ich auch schon hatte, z.B. folgende:

Zitat:
Die Stärke der Wertkritik ist, dass sie dem Leser Qualität bietet. Sie geht weiter als Fragen der (Arbeiter- oder allgemeinen) Verwaltung und scheint eine Brücke zu schlagen zwischen unmittelbarem Widerstand oder Revolte und gesellschaftlicher Veränderung. Während sie eine düstere Gegenwart beschreibt, verspricht die Wertkritik eine strahlende Zukunft, denn dieser omnipräsente Wert untergräbt seine universelle Herrschaft und gegen ihn werden wir alle vereint sein. Die Wertkritik beruhigt.


Das kann zwar nicht als theoretische Kritik bezeichnet werden, ich finde es aber eine weitgehend treffende Analyse der poetischen Wirkung der Wertkritik. Im apokalyptischen Sound der Wertkritik scheint mir eben teilweise schon dieses "Wir alle gegen den Wert" impliziert zu sein, auch wenn ich das Versprechen einer "strahlende[n] Zukunft" in deren Texten noch nicht wirklich gesehen habe und das ganze meiner Meinung nach eher in der pessimistischen Tradition der Frankfurter Schule steht. Doch man sieht schon, dass Dauvé noch ziemlich stark am revolutionären Subjekt zu hängen scheint und ich denke, die Absage der Wertkritik an dieses ist für Dauvé eindeutig ihre zentrale Sünde. Man kann vielleicht zu seiner Ehrenrettung sagen, dass er halt nur die übersetzten Texte zur Verfügung hat, andererseits ist schon ganz schön viel übersetzt und es wäre wohl möglich gewesen, sich ein nuancierteres Bild zu machen. Dauvé macht es sich zu einfach: Zwar gibt es in der Wertkritik einen reformistischen Flügel, der für das bedingungslose Grundeinkommen kämpft und ein Mitglied von Streifzüge ist ziemlich aktiv bei den Grünen (bin zu faul, um zu suchen). Doch die zu kritisieren ist tatsächlich etwas einfach und der 99%-Vorwurf ist, wie auf einem Kommentar auf Linksunten auch bemerkt, irgendwie schon etwas daneben.

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16. September 2014, 13:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
Auf Wunsch Albert Gräfes und um den Thread nicht ganz zu verstopfen mit unserer Diskussion, habe ich die kritischen Einwände auf meine Kritik an Dauve und die daraus entstandene Diskussion um Wert, Wertkritik, automatisches Subjekt, Selbstverwertung des Werts etc. in einen eigenen Thread verschoben. Mangels besserer Alternativen in den Bereich «Revolution und Klassenkampf»: http://www.undergrounddogs.net/phpbb/viewtopic.php?t=6937

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18. September 2014, 03:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Drei Bände zur Kommunisierung erschienen Antworten mit Zitat
Ein grosser Teil der Übersetzungen sind nun auch in Buchform erhältlich, dank den österreichischen GenossInnen von Bahoe Books.

Band 1:



Band 2:



Band 3:



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27. Oktober 2014, 11:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Wunderbar! Wo kann man denn diese Bücher erwerben?
27. Oktober 2014, 13:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Bücher Antworten mit Zitat
PM

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27. Oktober 2014, 13:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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27. Oktober 2014, 18:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Einleitung Antworten mit Zitat
@Muoit: Never change a winning team!

Die Einleitung zu den drei Bänden:

Zitat:
Daraufhin verliessen die Tiqqunianer (die in der Folge eher Appellisten genannt werden) das Projekt und Paris selbst, um ihre Konzeption der Kommunisierung in Tarnac und den umliegenden Gemeinden zu verwirklichen. Im Gegensatz zu ihren Kritikern, welche bis 2008 noch zwei weitere Nummern von Meeting herausgaben, bevor das Projekt eingestellt wurde, wurden sie dank der Affäre von Tarnac 2008 und der Veröffentlichung des Buches Der kommende Aufstand weltweit bekannt. Die deutschsprachige Öffentlichkeit kann jedoch an dieser Stelle beruhigt werden: Es handelt sich weder um Nazis, noch um das „wichtigste linke Theoriebuch unserer Zeit“ oder den „radikalste[n] und problematischste[n] Ausdruck eines neuen gesellschaftlichen Unbehagens“, sondern schlicht um ein postmodernes Pamphlet einiger Pariser Autonomer, welche ins französische Hinterland umzogen, um ein bisschen Kommunismus zu spielen, und dabei vermutlich aufgrund der dilettantischen Arbeit eines britischen Spions ins Visier des Antiterrorgesetzes gerieten.

http://www.kommunisierung.net/spip.php?article28


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29. Oktober 2014, 14:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
Im Unterschied zur fast ausschliesslich akademischen Neuen Marx-Lektüre in Deutschland und zum ebenfalls fast ausschliesslich akademischen Operaismus in Italien (der allerdings zusammenfiel mit Arbeiterkämpfen, welche weite Teile dieser Theorie in der Praxis bestätigten), entstand die Kommunisierung ausserhalb der Universitäten. Und obwohl sie in der Zwischenzeit v.a. in den USA an Universitäten vermehrt diskutiert wird, ist die akademische Welt nach wie vor kein wesentlicher Faktor für theoretische Entwicklungen.


Die Neue Marx-Lektüre ist im Gegensatz zu Operaismus und Kommunisierung keine explizit politische Veranstaltung, sondern erstmal eine Exegese-Bewegung. Und ja, sie ist auch darum wohl eine fast ausschliesslich akademische Angelegenheit.
Was den Operaismus betrifft, liegst du aber falsch: Schon die «Quaderni Rossi» waren soweit ich weiss keine Veranstaltung innerhalb der Universität, sondern ein von meinetwegen Akademikern getragenes politisches Projekt. Und mit der wohl klassisch operaistischen Organisation «Classe Operaio» war man dann offensichtlich ausserhalb des akademischen Betriebs angesiedelt. Du musst dann ja selber eingestehen, dass der Operaismus auch sowas wie die theoretische Untefütterung einer grossen sozialen Bewegung war. Das kann man von der Kommunisierung nun wahrlich nicht behaupten, auch wenn sich in den USA einige aktivistische Kreise auf die Kommunisierung beziehen. Was an Textproduktion aus den USA zu dieser Geschichte kommt, ist ja nun auch praktisch ausschliesslich von Akademikern getragen. Wenn das das Kriterium ist, dann tragen diesen «Makel» sowohl Teile der theoretischen Abteilungen der aktuellen Entwicklung der Kommunisierung wie wohl auch Teile jener Ausrichtung des Operaismus. Dieser «Makel» ist in einer Gesellschaft, die die Wissensproduktion von der Gesellschaft in die Universitäten abspaltet und Spezialisten heranzüchtet auch erklärbar und trifft grosse Teile aller theoretischen Richtungen. Die Textproduktion durch Akademiker ist für mich aber nicht entscheidend. Entscheidend ist, ob die Theorie innerhalb und für die akademische Punktejagd produktiv genutzt wird und die Textproduktion damit den akademischen Gepflogenheiten unterliegt. Und da liegt die Wahrheit wohl irgendwo dazwischen: für den Operaismus kann ich das schlicht nicht sagen und auch für die Kommunisierung weiss ich es nicht; auch wenn mich angesichts des Personals eine weitgehende Unikompatibilität gar nicht erstaunen würde. Ums kurz zu machen: Ich finde deine Gegenüberstellung und Auf- bzw. Abwertung zumindest schräg.

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31. Oktober 2014, 15:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag ... Antworten mit Zitat
Das könnte man durchaus noch etwas präziser ausformulieren. Mit "akademisch" meinte ich von Akademikern getragen, was nicht zwingend heissen muss, dass sich die Diskussion an der Uni abspielt. Es geht mir erst mal um die Entstehung dieser Strömungen. Der Operaismus war am Anfang schlicht eine Theoriezeitschrift von Intellektuellen. Erst mit dem "schleichenden Mai" entstand im Prinzip die "dazugehörige" Bewegung. Diese "Gegenüberstellung" (welche eigentlich nicht als "Auf- bzw. Abwertung" gedacht war, aber zugegebenerweise etwas so tönt) kam mir wohl damals in den Sinn, weil ich gerade "Kommunisierung und Wertform" am übersetzen war. Ich fand schon immer den Gegensatz zwischen der zeitgenössischen deutschen und französischen linkskommunistischen Tradition extrem. Während seit den 1970er Jahren in Frankreich Akademiker kaum eine Rolle spielen, sind eigentlich alle deutschen kommunistischen Strömungen der letzten 40 Jahre aus marxistischen Gruppen an den Unis entstanden. Das hat vermutlich damit zu tun, dass Mai 68 in Frankreich ein wirklich gesamtgesellschaftliches Ereignis war, während sich das ganze in Deutschland weitgehend auf die Unis beschränkte. Die Neue Marx-Lektüre hat gewissermassen mit der Wertkritik oder den Antideutschen auch explizit politische Bewegungen hervorgebracht. Was die Kommunisierung betrifft, gibt es tatsächlich amerikanische Akademiker, die darüber sprechen, sie sind aber auch in vielen Fällen Akzelerationisten (z.B. Ray Brassier). Ich finde auch, dass kommunistische Theorieproduktion an der Uni nicht per se ein Problem ist, habe aber den Eindruck, dass gerade in den deutschen Diskussionen z.B. den Antideutschen dies sehr häufig vorgeworfen wird.

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31. Oktober 2014, 19:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
Die Wertkritik ist nicht aus der Neuen Marx-Lektüre entstanden. Sie beanspruchen teilweise die selben Vordenker wie etwa Paschukanis oder Rubin, aber sag nie einem Wertkritiker, dass seine schöne Strömung von der Neuen Marx-Lektüre abstammt. Das muss man schon auseinanderhalten, auch wenn etwa die Gründer von Krisis vermutlich in den 80ern auch Backhaus und Reichelt gelesen haben und teilweise zu ähnlichen Schlüssen kamen. Die Entstehung der Wertkritik kann man an der Geschichte von Krisis nachverfolgen deren Hauptprotagonist Robert Kurz übrigens nach seinem Studium soweit ich weiss nichts mehr mit den Hochschulen zu tun hatte. Die Antideutschen ihrerseits hatten ihre Geburtsstunde als politische Bewegung in den Protesten gegen die «Wiedervereinigung» und da war die Marx-Auslegung wohl sehr zweitrangig. Die Bahamas etwa wurde gegründet von einer Minderheitenfraktion des KB – im Streit mit der Mehrheit wegen eines möglichen Zusammengehens mit der PDS – für die vermutlich die Kritische Theorie weit wichtiger war als die NML (wobei man das natürlich auch nicht so klinisch sauber trennen kann). Die Identifikation von antideutsch und wertkritisch haut auch nur für einen ganz bestimmten Teil des Milieus hin. Übrigens haben beide Strömungen wichtige Protagonisten, die gerade nichts mit dem akademischen Milieu zu tun haben und zu tun haben wollen.

In der Enstehung von Operaismus und Kommunisierung hast du wohl recht. Es klingt halt ein wenig anders, wenn du vom «fast ausschliesslich akademischen Operaismus» schreibst. Das würde ich im Hinblick auf den Verlauf der operaistischen Praxis in Frage stellen. Und wenn du schreibst, die akademische Welt sei «nach wie vor kein wesentlicher Faktor für theoretische Entwicklung» der Kommunisierung, dann mag das für Frankreich zutreffen; für die USA stimmt es – soweit ich die Sache überblicke – nicht (zumindest wenn man deinen Massstab anlegt: produzieren Akademiker die Texte). Ich halte es auch nicht per se für ein Problem, wenn sich auch Akademiker an der Theorieproduktion beteiligen. Natürlich nicht. Aber ich halte es für ein generelles Problem, dass die Herstellung von Wissen in der bürgerlichen Gesellschaft so organisiert ist, dass Spezialisten herangezüchtet werden und der allergrösste Teil der Menschen davon ausgeschlossen ist. Und es ist ein Problem, dass sich sowas in der «radikalen Linken» reproduziert. Selbverständlich weiss ich, dass wir dieses Problem im Kapitalismus nicht lösen werden, trotzdem sollte man sich dieses Zusammenhangs bewusst sein. Ausserdem sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Theorieproduktion innerhalb der Universität bestimmten Kriterien unterliegt.
Im Endeffekt ist es mir in der Regel aber wirklich egal, wer einen Text produziert hat, wichtig ist, ob er in Bezug auf Analyse und Kritik etwas taugt oder nicht. Ob dann einer im Beruf wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrer, Journalist oder Nachtportier ist, das ist für diese Beurteilung wirklich nicht ausschlaggebend.

PS. mir ist oben ein Fehler unterlaufen: Die Abspaltung der «Quaderni Rossi» hiess «Classe Operaia» und ich kann schlicht nicht eruieren was die Mehrzahl der Schreibenden beruflich so trieben. Und ich halte es eigentlich auch für sekundär.

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31. Oktober 2014, 23:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag ... Antworten mit Zitat
Zitat:
Aber ich halte es für ein generelles Problem, dass die Herstellung von Wissen in der bürgerlichen Gesellschaft so organisiert ist, dass Spezialisten herangezüchtet werden und der allergrösste Teil der Menschen davon ausgeschlossen ist. Und es ist ein Problem, dass sich sowas in der «radikalen Linken» reproduziert. Selbverständlich weiss ich, dass wir dieses Problem im Kapitalismus nicht lösen werden, trotzdem sollte man sich dieses Zusammenhangs bewusst sein. Ausserdem sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Theorieproduktion innerhalb der Universität bestimmten Kriterien unterliegt.
Im Endeffekt ist es mir in der Regel aber wirklich egal, wer einen Text produziert hat, wichtig ist, ob er in Bezug auf Analyse und Kritik etwas taugt oder nicht. Ob dann einer im Beruf wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrer, Journalist oder Nachtportier ist, das ist für diese Beurteilung wirklich nicht ausschlaggebend.


Einverstanden.

Was die Deutschen betrifft, kennst Du Dich wohl besser aus als ich. Auch wenn die Wertkritiker es nicht wahrhaben wollen, die theoretische Gemeinsamkeit mit der NML ist einfach zu offensichtlich, als dass hier jeglicher Einfluss abgestritten werden könnte. Was die Antideutschen betrifft, hast Du in Bezug auf Bahamas sicher recht. Bei der ISF ist hingegen der Einfluss der NML ziemlich offensichtlich und das gilt wohl für alle jene antideutschen Strömungen, die sich noch kommunistisch nennen.

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01. November 2014, 07:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Jeden Einfluss würde ich selbstverständlich nicht abstreiten.

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02. November 2014, 06:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
meinberg



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Beitrag Re: ... Antworten mit Zitat
EDIT: Zwei Tage später bedauer ich den ersten Absatz, ich kling da wie nen Arschloch (ich lasse ihn aber hier trotzdem stehen). Die Frage was mit akademisch gemeint ist und ob der Unterschied zwischen der deutschen, italienischen und französischen "kommunsitischen" Szene wirklich so groß ist bleibt für mich aber bestehen. Ebenso wie dieses "kommunistisch" definiert ist.

Eigentlich ist es wahrscheinlich Quatsch zu dieser etwas sinnlosen Diskussion zu äußern. Wenn Doc seine Theorierichtung als besser darstellen möchte, weil sie nicht so "akademisch" ist und ihre Zeitungen keine reinen "Theoriezeitschrift von Intellektuellen" sind (was immer das heißt) darf er das gerne.

Aber ich verstehe die von euch verwendete Definition von akademisch wirklich nicht. Mir fallen drei ein die man halbwegs begründen könnte:

1. ein Großteil der Beteiligten an einer "Strömung" hat einen Uniabschluss.

2. Ein Großteil der Beteiligten hat einen Job an einer Uni (als Dozent, Professor, ab wann soll es zählen? Gelten schon Lehrer?)

3. Die "Theorieproduktion" findet in der Arbeitszeit an der Uni statt oder gehört zumindest den zu dem Arbeitsfeld auch wenn sie nicht direkt bezahlt ist.

Bei der NLM treffe alle Punkte zu, klar. Ab da wird es aber schon schwierig.
Der Beginn des Operaismus ist ein ziemlich klassischer in der "alten" Arbeiterbewegung(und nicht zufällig ziemlich ähnlich zu etwa SouB): eine kleine Gruppe von Intellektuellen unterstützt von wenigen "rank and file" Kadern ist unzufrieden mit der Politik "ihrer" Partei (PSI bzw. PCI) und "ihrer" Gewerkschaft und möchte in Turin den weiteren Weg diskutieren. Sie entwickeln eine Kritik an der Partei und deer Gewerkschaft und haben (trotz einiger falschen Thesen) einen guten Riecher wo demnächst Klassenkämpfe wieder ausbrechen könnten. afaik waren es etwa zu gleichen Teilen Parteiintellektuelle, Intellektuelle mit Unijob, "rank and file", ich habe aber ähnlich wie Mouit die Tendenz zu sagen, dass die Jobs sekundär sind. Als es das zum ersten Mal so scheint als würden passiert spalten sie sich, das wichtigere Spaltungsprodukt Classe Operaia verliert die meisten Parteiintetellektuellen, der Rest ist Geschichte.
Für mich gibt es was die Entstehung des Operaismus angeht außer dem soziologischen Verweis auf Uniabschlüsse und Jobs keine Sinnvolle Art zu sagen dass ist in ihrer Entstehung eine akademische Strömung. Deine Definition von weiter unten (in einem anderen Zusammenhang) wonach es bei akademisch um "marxistischen Gruppen an den Unis" geht trifft ebenso wenig zu.

Umgekehrt ist es doch keine Frage (oder?) dass die Zeitungen aus denen du dein Buch zusammengestellt hast "Theoriezeitschrift von Intellektuellen" sind, oder? Ich kenne mich da nicht aus und weiß wenig über die Hintergründe der Macher. Mich schrecken ihre Texte auch oft ab, weil sie mich (in Übersetzung) formal oft an die Texte der französischen Akademie erinnern (Deleuze, Foucault, ...). Es würde mich jedenfalls stark überraschen wenn die "Häuptlinge" der französischen linkradikalen Gruppen nach 68 seltener einen Uniabschluss hätten als ihre Gegenstücke in Italien oder Deutschland.

Ein letzter (etwas polemischer) Punkt:

"Ich fand schon immer den Gegensatz zwischen der zeitgenössischen deutschen und französischen linkskommunistischen Tradition extrem. Während seit den 1970er Jahren in Frankreich Akademiker kaum eine Rolle spielen, sind eigentlich alle deutschen kommunistischen Strömungen der letzten 40 Jahre aus marxistischen Gruppen an den Unis entstanden."

Die NLM, die Antideutschen gelten also als als "kommunistisch" in einem eine positiven Sinne? Really? Dafür gelten "die Autonomen" dann nicht, deren Theoriegruppen (Lupus, wildcat, ...) man die akademische Form auch nur schwer nachsagen kann.
03. November 2014, 10:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag ... Antworten mit Zitat
Zitat:
Eigentlich ist es wahrscheinlich Quatsch zu dieser etwas sinnlosen Diskussion zu äußern. Wenn Doc seine Theorierichtung als besser darstellen möchte, weil sie nicht so "akademisch" ist und ihre Zeitungen keine reinen "Theoriezeitschrift von Intellektuellen" sind (was immer das heißt) darf er das gerne.


Siehe oben.

Zum Operaismus habe ich mich ebenfalls weiter oben geäussert.

Von TC, Gilles Dauvé und auch dem Umfeld von Sic ist - zumindest von denen Leuten, die ich kenne - niemand Uniprofessor und es hat auch niemand doktoriert. Klar, einen Bachelor oder Master haben die einen oder anderen wohl schon.

Zitat:
Es würde mich jedenfalls stark überraschen wenn die "Häuptlinge" der französischen linkradikalen Gruppen nach 68 seltener einen Uniabschluss hätten als ihre Gegenstücke in Italien oder Deutschland.


Italien kenne ich zu wenig, aber als Deutschland, doch, bin ich fast sicher.

Die NLM und die Antideutschen (zumindest der linke Flügel davon) würde ich schon als "kommunistisch" bezeichnen, was nicht bedeutet, dass man all ihre Schlussfolgerungen teilen muss. Wildcat bleibt unerwähnt, weil es weitgehend eine deutsche Spielart des Operaismus ist, Lupus kannte ich nicht, eine schnelle Google-Suche gibt aber den Eindruck, dass es sich eher um Aktivismus denn theoretische Innovation handelt.

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
07. November 2014, 14:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Gilles Dauvé zum Aktivismus Antworten mit Zitat
Ein kleines Pamphlet von Gilles Dauvé:

Zitat:
Obwohl er sich selten für eine Organisation engagiert und auch selten sein Leben der Politik opfert, hat der zeitgenössische Aktivist das Ideal, bei allen Aktionen, Demos, Besetzungen dabei zu sein, um sich jedes Mal an die Permanenz des Klassenkampfes und an das Erfordernis der Revolution zu erinnern. Doch um jeden Preis handeln zu wollen, führt dazu, dass man dort interveniert, wo man überhaupt nichts mit dem angestrebten Ziel gemeinsam hat, und sich somit ausserhalb des Kampfes befindet, an welchem man teilnehmen will. Es müssen also Notlösungen gefunden werden, um trotzdem daran teilzunehmen.

Wenn man unbedingt zu einer tauben Welt sprechen will, schreit man letztendlich, um gehört zu werden, erfindet etwas dazu, setzt auf den Willen und interpretiert jede Situation als Notfall: Die Aktion löst sich von der Realität ab, obwohl sie sich vorstellt, mittendrin zu sein. Es ist diese Trennung, welche den Aktivismus charakterisiert (und nicht aufopfernde Verhaltensweisen, welche nur Beiwerk sind). Mit folgenden Effekten: Routine, Zwang, Spezialisierung, sogar Hierarchie – die Politik ähnelt immer mehr einer Arbeit.

http://www.kommunisierung.net/spip.php?article29


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
19. November 2014, 20:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neuer Text von TC Antworten mit Zitat
Vorwort zur neuen Ausgabe von Histoire critique de l'ultragauche:

Zitat:
Nous consi­dè­re­rons l’ultragauche comme une chose abso­lu­ment pas­sée. Ce livre est un bilan, bilan cri­tique et non exhaus­tif, bilan cepen­dant. Nous mon­tre­rons dans cette intro­duc­tion à la seconde édi­tion de ce livre que, pour effec­tuer ce bilan, il fal­lait qu’au tra­vers des luttes de la « période 1968 » émerge par bribes, de façon heur­tée, et par des cri­tiques suc­ces­sives, un nou­veau para­digme théo­rique de la lutte de classe et de la dis­tinc­tion de genre, de la révo­lu­tion et du com­mu­nisme que nous qua­li­fions comme celui de la com­mu­ni­sa­tion. Il fal­lait que l’on ne soit plus en situa­tion de se réfé­rer à l’ultragauche comme à un ensemble de posi­tions dans les­quelles nous pui­se­rions tel élé­ment, en reje­tant tel autre. Il fal­lait être en mesure de défi­nir l’ultragauche, tant théo­ri­que­ment que pra­ti­que­ment, comme une pro­blé­ma­tique, c’est-à-dire lui confé­rer un sens glo­bal. C’est l’émergence de ce nou­veau para­digme au tra­vers d’un nou­veau cycle de luttes et de l’accomplissement de la restruc­tu­ra­tion du capi­tal amor­cée dans les années 1970 qui est l’objet de cette intro­duc­tion. Cette restruc­tu­ra­tion du rap­port d’exploitation fut une contre-révolution qui ren­dit abso­lu­ment et défi­ni­ti­ve­ment caduque la pro­blé­ma­tique des Gauches construite dans la vague révo­lu­tion­naire qui sui­vit la pre­mière guerre mondiale.

http://blogtc.communisation.net/?p=102


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05. Dezember 2014, 19:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kommunisierung in Spanien Antworten mit Zitat
Zur Rezeption der Kommunisierung in Spanien:

Zitat:
Étant donné que la vague espagnole de grèves de la fin de la décennie des années 1960 et du début des années 1970 fut contemporaine du cycle de luttes à l’origine de la théorie de la communisation, il est logique de penser qu’il y eût, au moins à un certain niveau, un contact entre les révolutionnaires espagnols du moment et les pionniers de la théorie de la communisation. Les interlocuteurs hispaniques de ce dialogue ne furent autres que les membres du Movimiento Ibérico de Liberación, groupe «d’agitation armée» connu surtout à cause de l’exécution par l’État Espagnol de Salvador Puig Antich en 1974. Pourtant, l’histoire et les activités du MIL sont dignes d’intérêt en elles-mêmes car elles sont l’expression des faiblesses et des contradictions plus générales du mouvement ouvrier autonome espagnol des années 1970 qui était en train de rompre avec les organisations de la gauche espagnole.

http://dndf.org/?p=14018


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09. Februar 2015, 15:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Staat Antworten mit Zitat
Joshua Clover und Jasper Bernes über den Staat:

Zitat:
Only a process of demor­al­iza­tion and desta­bi­liza­tion of the armed forces, with mass defec­tions and an under­min­ing of the very social and eco­nomic foun­da­tions of the mil­i­tary, could have any hope of suc­cess. This can take place only under con­di­tions in which the rev­o­lu­tion is not merely a ques­tion of power, of the seizure of power, but is some­thing that allows peo­ple to directly and imme­di­ately meet their own needs – for food, hous­ing, and use­ful things; for care of all sorts; for edu­ca­tion; for hope in the future and mean­ing­ful par­tic­i­pa­tion in the things that con­cern them. For this rea­son, endeav­or­ing to lead the major­ity of peo­ple forcibly toward a future they don’t know is good for them – one def­i­n­i­tion of “dic­ta­tor­ship of the pro­le­tariat” – will always fail. If there is a role for a ded­i­cated, inter­ven­tion­ist pro­le­tar­ian frac­tion within the rev­o­lu­tion, it is in cre­at­ing the ini­tial con­di­tions under which com­mu­nist rela­tions and fur­ther com­mu­nist mea­sures might be under­taken. This might involve an inau­gu­rat­ing com­mu­nist mea­sure – for exam­ple, expro­pri­at­ing and dis­trib­ut­ing nec­es­sary and use­ful things on the basis of free access, or col­lec­tively and vol­un­tar­ily orga­niz­ing and gen­er­at­ing other use­ful things. But this is some­thing quite dif­fer­ent than telling peo­ple what to do or com­mand­ing and orga­niz­ing the activ­ity of the larger mass of dis­pos­sessed peo­ple; such a class frac­tion is a cat­alyz­ing fac­tor, pro­duc­ing com­mu­nist rela­tions in which it plays no part aside from its ini­tial con­tri­bu­tion. As we and many of our con­tem­po­raries have argued, the imme­di­ate estab­lish­ment of these new social con­di­tions, to the great­est extent pos­si­ble, is in the present not only the likely course a rev­o­lu­tion­ary unfold­ing might pur­sue, directly or indi­rectly, but, given the objec­tive mate­r­ial con­di­tions, its only hope for even­tual suc­cess.

https://viewpointmag.com/2014/10/12/the-ends-of-the-state/


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24. Februar 2015, 18:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag ILC reagiert auf Kritik von Bordigisten Antworten mit Zitat
Ziemlich witzige Antwort von Il lato cattivo auf eine Kritik der Kommunisierung in der Zeitschrift DemmeD', die vom Institut Onorato Damen (PCI) herausgegeben wird:

Italienisch:

Zitat:
Di tanto in tanto, a intervalli più o meno regolari, salta fuori qualche allegra banda di furboni che – spinti generalmente da letture frettolose, da un certo politicantismo, nonché dal fatto di essersi incautamente auto-investiti del ruolo di «guide» della riscossa proletaria (un po' alla maniera del mandato divino per i sovrani dell'ancien régime) – provano a cimentarsi nella critica di ciò che indubbiamente deve sembrar loro un grande pericolo controrivoluzionario al soldo della borghesia: la teoria della comunizzazione. Ecco dunque il turno della rivista «DemmeD'», pubblicazione dell'Istituto Onorato Damen, che nel numero di gennaio 2015 comprende, fra gli altri, un curioso articolo dal titolo La comunizzazione tra teoria e prassi, idealismo ed evanescenza. Lo pubblichiamo qui integralmente, non solo per condividere con i nostri lettori l'ilarità che ha suscitato in noi, ma anche quale fulgido esempio dell'avanzato stato di decomposizione della corrente che lo ha partorito. Alleghiamo all'articolo, non già una critica – poiché, dati i toni e i contenuti, sarebbe fargli troppo onore – ma giusto qualche riflessione a margine (di cui speriamo non sfugga l'ironia) sul dramma – troppo spesso ignorato dalle istituzioni, dalla società civile e dai media – dell'essere zombie nella società contemporanea, che valga come replica a tutti gli «Istituto Onorato Damen» di ieri, di oggi e di domani. Serie televisive come Deathset, fumetti come The Walking Dead e ovviamente film come La Notte dei Morti Viventi, hanno già in parte sdoganato il soggetto. Ma il problema dei morti viventi che si aggirano nelle nostre città va ancora a sbattere, il più delle volte, contro il muro dell'indifferenza... e ciò è ancor più vero per le organizzazombie – organizzazioni e raggruppamenti politici di zombie con pretese «rivoluzionarie» – che languono ai margini della società. Ma è tempo di sollevare la questione! Nonostante tutto, sono (stati) esseri umani anche loro!

http://illatocattivo.blogspot.it/2015/02/lorganizzazombie.html


Französisch:

Zitat:
De temps en temps, à intervalles plus ou moins irréguliers, surgit une bande de tristes lurons – poussés souvent pas des lectures hâtives, mais aussi par le fait de s’être imprudemment auto-investit du rôle de guide de la révolte prolétarienne (un peu à la manière du mandat divin des souverains de l’ancien régime) s’entraînent à la critique de ce qui leur paraît indubitablement un grand péril contre-révolutionnaire à la solde de la bourgeoisie : la théorie de la communisation. C’est donc au tour de DemeD, publication de l’Instituto Onorato Damen qui dans son n° de Janvier 2015 commet un curieux article : la communisation entre théorie et pratique, idéalisme et évanescence. Nous le publions intégralement sur notre site, non seulement pour partager avec nos lecteurs notre hilarité, mais aussi pour monter quel excellent exemple de décomposition touche le courant qui l’a produit. Nous ne réagirons pas à cet article par une critique, vu le ton et le contenu ce serait lui faire trop d’honneur, mais par quelques réflexions en marge sur le drame trop ignoré par les institutions, la société civile et les média, le futur zombie dans la société contemporaine qui vaut comme réplique à tous les Institut Onorato Damen d’hier, d’aujourd’hui et demain. Des séries télévisées comme Deathset, The Walking Dead ou encore des films comme la Nuit des mort-vivants ont déjà abordé le sujet. Mais le problème des morts-vivants qui errent dans nos cités va encore, une fois de plus, se heurter au mur de l’indifférence. Ceci est encore plus vrai pour les organisations –organisations et regroupements politiques de zombies à prétentions révolutionnaires –qui languissent aux marges de la société . Mais il est temps de soulever la question ! Malgré tout, ils sont (furent) des humains eux aussi !

http://dndf.org/?p=14058


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
27. Februar 2015, 17:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Von der Krise zur Kommunisierung Antworten mit Zitat
Am 8. August 2015 gibt's ein neues Buch von Gilles Dauvé:

Zitat:
“Communisation” means something quite straightforward: a revolution that starts to change social relations immediately. It would extend over years, decades probably, but from Day One it would begin to do away with wage-labour, profit, productivity, private property, classes, States, masculine domination, etc. There would be no “transition period” in the Marxist sense, no period when the “associated producers” continue furthering economic growth to create the industrial foundations of a new world. Communisation means a creative insurrection that would bring about communism, not its preconditions.

Thus stated, it sounds simple enough. The questions are what, how, and by whom. That is what this book is about.

http://secure.pmpress.org/index.php?l=product_detail&p=723


Die Beschreibung gibt's auch auf Französisch und es wird ebenfalls eine französische Version des Buches geben.

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06. März 2015, 12:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kommunisierung.net Antworten mit Zitat
Der Blog ist nun zurück: http://kommunisierung.net/

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12. März 2015, 17:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Übersetzung Antworten mit Zitat
Diese Übersetzung war lange unterwegs. Mittlerweile interessiert's kein Schwein mehr, aber trotzdem noch einmal einen Text zu Charlie Hebdo:

Zitat:
Ein guter, ein wahrer Bürger muss umso diskreter sein, als dass seine Universalität suspekt ist. „Ziehen Sie diesen Schleier aus“ sagt der linke Bürger, welcher für die Emanzipation der Frauen kämpft, womit er aus der Herrschaft über die Frauen das Privileg einiger archaischer Kulturen und eine bei uns aussterbende Sache macht. Denn dieser Bürger ist einheimisch. Und weil er einheimisch ist, ist er universell. Die Juden in der Demonstration ihrerseits haben Recht, sich zu fragen: „Hätte es nur die Geiselnahme im koscheren Supermarkt am Freitag gegeben, und kein Attentat gegen Charlie Hebdo am Mittwoch, hätte man die gleiche republikanische Aufwallung beobachten können?“ Selbstverständlich nicht (siehe Toulouse): Die nationale Staatsbürgerschaft, das Universelle, ist nicht bedroht, wenn ein Partikularer einen anderen Partikularen angreift, auch wenn nicht alle Partikularen identisch unter dem Universellen subsumiert sind.

http://kommunisierung.net/Zu-Charlie-der-Burger-der-Andere




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15. März 2015, 00:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Homepage von Sic Antworten mit Zitat
Neue Homepage von Sic mit zwei neuen Texten über Rojava und die Riots in Schweden 2013: http://www.sicjournal.org/

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23. April 2015, 21:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Überschüssiges Proletariat Antworten mit Zitat
Ein Text von einem Genossen von Sic zum überschüssigen Proletariat:

Zitat:
These conditions outline the phenomenal contours of the present crisis of capital accumulation, which is at the same time a crisis of the reproduction of the capital-labor relation. Since the economic restructuring of the 1970s, deregulation has expanded the flexibility of labor markets and fundamentally reoriented the conditions of the class relation. While unemployment remained relatively abated during the postwar period – alongside the assurances of the welfare state – developments in capital accumulation since then have witnessed an unprecedented ascendance, in terms of duration and concentration, of both unemployment and underemployment. Since the early 1970s and through the dismantling of the Keynesian wage-productivity deal of the postwar period, the capitalist mode of production has been stumbling to combat the anguish of diminishing returns. Its recourse of economic restructuring consisted in the expansion of finance capital and increasing the rate of exploitation in an attempt to stabilize and defer its own inherent propensity to undermine the process of self-valorization. The 21st century thereby opened with a reign of labor-power devaluation that has only intensified its duress, which, alongside fiscal and sovereign debt crises expressed in austerity, continues to wield unrelenting immiseration.

https://cominsitu.wordpress.com/2015/05/21/trapped-at-a-party-where-no-one-likes-you/


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21. Mai 2015, 21:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Adorno und das Proletariat Antworten mit Zitat
Adorno und die Diskussion über das Proletariat als revolutionäres Subjekt (en/fr):

Zitat:
For Bonefeld, correctly as I see it, class is not an affirmative concept, but “an entirely negative concept. The critique of class society finds its positive resolution not in better-paid and fully employed producers of surplus-value. It finds its positive resolution only in the classless society.” Just as the proletariat does not restore a lost species being or first nature, it does not create a “republic of labor,” or a society based on worker’s power, as in the vision found in traditional Marxism, and even in the historical communist left. Emancipatory praxis, in my view, proceeds through the abolition of labor, which is the only way to overturn social relations based on the value-form. That entails a vision of a metabolism with nature based on modes of poïesis distinct from labor as it has historically manifested itself.

We are then confronted both theoretically and practically with the question of just how the proletariat can break through those perverted social forms, that commodity fetishism, within which it is enmeshed, those reified social relations that are not simply modes of false consciousness, ruling class ideologies, imposed upon it by its class enemy, but rather social relations that appear to it to be the result of objective, a-historical, natural economic laws and not the product of the proletariat’s own social activity. This latter condition, the veritable basis of commodity fetishism, and bulwark of capitalist social relations, must be theoretically exposed if it is to be politically attacked by revolutionaries and by the class itself. And here Adorno’s contribution, particularly his vision of praxis, seems to me to require our close attention.

http://dndf.org/?p=14239


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11. Juni 2015, 00:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Prekarität Antworten mit Zitat
Aaron Benanav von Endnotes zu Prekarität:

Zitat:
Under these conditions, it is no surprise that many socialists, seeking to defend a more or less classical orientation, have sought to deny that any such radical recomposition of the working class has taken place. Despite a mainstream consensus that employment is becoming more precarious, these socialists defend their views by insisting that there is nothing fundamentally new in the contemporary condition of the working class. If anything, they claim, we are returning to the sort of capitalism that prevailed during the laissez-faire era. Thus, in their view, the old strategies should apply more, not less.

https://viewpointmag.com/2015/06/15/precarity-rising/


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15. Juni 2015, 17:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kritik der Kommunisierung und 1. Mai Mailand Antworten mit Zitat
Eine Kritik der Kommunisierung von der Communist League Tampa:

Zitat:
Communization must be placed in the context of the overall defeat of the proletariat’s wave of struggles in the 20th century. This defeat has in many ways led to a crisis of Marxism, where increasingly isolated theorists look to make innovations and breaks from orthodoxy in hope of ‘saving’ Marxist theory and politics. Sometimes breaks with orthodoxy are necessary, yet there is also a danger of needlessly breaking with orthodoxy with the hope that one is making real theoretical innovation when instead the result is just a repeat of past bad politics. While communization theory does make the occasional interesting insight and serve as a useful theoretical foil it largely is the case that what it offers is not a fresh new perspective for marxist politics but a repeat of Kropotkinist and Sorelian critiques of Marxism with more theoretical sophistication.

http://communistleaguetampa.org/2015/06/30/nothing-new-to-look-at-here-towards-a-critique-of-communization/


Il lato cattivo zum 1. Mai in Mailand:

Zitat:
Mais, la journée de Milan a été la prise en compte que les années 1999 et 2001 (les années d’or de l’altermondialisme) sont à des années lumière. (Quant à la nouvelle configuration à la grecque ou à l’espagnole, en réalité nous n’y sommes pas encore – ? – pas même à moyen terme). Et tout concoure à le démontrer : pas seulement l’ « esprit », le cortège vraiment plus sombre par rapport aux colonnes colorées du passé, mais en premier lieu confirmé par le nombre resté insignifiant (30.000 personnes). C’est aussi ce qu’exprime le rapport de force instauré entre les « bons » et les « méchants », qu’aucun observateur ou participant, de bonne ou mauvaise foi, n’a pu s’empêcher de saisir que ce rapport de force était lié autant à l’augmentation relative des « méchants » qu’à la diminution absolue des « bons ». Pour les parties que nous pourrions définir de « ruptures », désignées par les média de « i black.bloc », l’exutoire de mai semble avoir été positif. Mais tout ce qui brille n’est pas or : non seulement une gestion de la place surveillée par la police qui a permis de circonscrire une poche de manifestants « violents », les tenant à distance du centre historique pour limiter les dégâts. Mais à bien voir, les affrontements sur la place n’ont impliqué quasi exclusivement que quelques courants politiques ou idéologiques bien délimités et identifiables et, vice versa, peu ou pas du tout du prolétariat plus ou moins marginal ou « racialisé » qui existe à Milan comme dans presque toutes les grandes métropoles européennes (ce prolétariat, précisément qui fut l’acteur des révoltes suédoises de 2013 et des anglaises de 2011).

http://dndf.org/?p=14266


Italienische Originalversion hier

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30. Juni 2015, 13:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Anti-Arbeiteruntesuchung Antworten mit Zitat
Lesenswerter Text über die Arbeit in einer Berliner Kneipe und Arbeit im allgemeinen:

Zitat:
How is it possible that in the era of the greatest economic inequality of the last 100 years, no one thinks in terms of class anymore? Or if so, class is considered just another oppression to add to the list of isms that plague social behavior. Is that the best we can do? Here’s a thought experiment from Adolph L. Reed, Jr: If 1% of the population controlled 90% of the resources, but the 1% is composed of people 12% black, 15% Asian, 30% Latino, 50% women, 10% gay, etc., then would it be just? For most progressives, the answer is probably yes; injustice is understood as the unequal distribution of power along lines of privilege, and so when privilege is shared proportionately at the top, then justice prevails, and the rest of the population are mere losers in the fair game of capitalism. Elided is any account of class, or how the rules of the game already constrain the outcomes for the majority of the population. If class is invoked, it’s reduced to classism: the prejudice against working-class and poor people based on their accent, taste, attitude, vocabulary, and clothing. But such prejudice is a symptom of class relations, not its cause, and eliminating all anti-poor biases would not change an iota of their working conditions or bank accounts. To unravel the secret of class, rather, one needs to open the door and look inside the workplace.

https://cominsitu.wordpress.com/2015/07/18/anti-workers-inquiry/


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
18. Juli 2015, 15:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Nihilismus Antworten mit Zitat
Eine Kritik des Nihilismus:

Zitat:
After the jailings and beatings and trials; after the last-ditch efforts you knew wouldn’t work, the surprising turn-of-events you thought just might, the labored attempts to force the situation; after the too-many meetings, the too-little sleep, the what-the-fuck-is-going-on-here; after the list of former friends has grown longer, after deciding there must be a snitch, after all the terrible things have been said and regretted and then said again and not regretted; after afraid, sad, tired, and after admitting, finally, sooner than some and later than others, that you failed, that it was over, that they won and that you can’t just call it a day, give up, go home, because when they win, they don’t just go home and feel happy and count their money and their votes and their weapons, they fuck your life up bad, they fuck up the people you love, they put them in jail or on probation, they take your money, they raise your rent, they wreck the place where you live, they kill and kill and keep on killing—after all this, it’s natural to feel pretty depressed; it’s natural to feel that everything you did was just stupid, that you were a fool, that you must have done something wrong or, better, that someone else must have done something wrong, even though you’re up against an enemy who is stronger than you, and even though the history of every struggle ever is a concordance of failures, and even though no one has ever figured out how to succeed against such an enemy in any kind of consistent and repeatable manner. It’s easier if there’s someone to blame. It’s easier if there was some mistake. If there was a mistake, then there was hope; if there was a mistake, then one can remain melancholically attached to the grim specter of what might have been…

https://researchanddestroy.wordpress.com/2015/07/29/hic-nihil-hic-salta/


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29. Juli 2015, 19:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Cuadernos de Negación Antworten mit Zitat
Der Einfachheit halber pack ich das einfach mal in diesen Thread, die scheinen ja schon etwas von Dauvé beeinflusst zu sein: Ein Interview mit der argentinischen Gruppe Cuadernos de Negación:

Zitat:
English translation of a written interview with Argentinian communist group, Cuadernos de Negación (Negation Notebooks), discussing the recent history of the country's workers' movement, including the 1969 Cordobazo and the 2001 uprising, and prospectives for the future.

http://libcom.org/library/interview-cuadernos-de-negaci%C3%B2n


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31. Juli 2015, 19:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Schweden Antworten mit Zitat
Brandstiftung mit Forderungen – zu den schwedischen Ausschreitungen:

Zitat:
Es wäre verlockend, diesen Widerspruch entlang einer Achse Revolte-Reform zu analysieren, in welcher die Ausschreitungen die zerstörerische Sprache der Brüche und die Aktivisten die konstruktive Sprache der Politik verkörpern würden. Die Ausschreitungen wären eine blosses Symptom der Zerstörung der Arbeiteridentität, während die Aktivisten ein Mittel dagegen suchen würden. Doch wenn man sich die Ereignisse in einer langfristigen Perspektive näher anschaut, ist dieses politische und theoretische Konstrukt nicht passend. Selbstverständlich sind die Ausschreitungen nicht harmonisch mit diesem Aktivismus vereint. Die Praktiken des Anzündens von Autos und Hauptquartieren diverser Institutionen oder des Kampfes gegen die Polizei und die Feuerwehr unterscheiden sich qualitativ von Praktiken wie das Fordern spezifischer politischer Veränderungen und der expliziten Darlegung, was die Funktion von Institutionen sein sollte. Doch in Anbetracht sowohl der Subjekte, welche diese Praktiken ausüben, als auch der Praktiken selbst, ist das Verhältnis zwischen Ausschreitungen und Aktivismus nicht das von zwei klar unterschiedlichen Lagern. Es geht darum, dieses zeitgenössische Verhältnis zwischen Ausschreitungen und Aktivismus in Schweden deutlich zu machen, zu verstehen, was es über die gegenwärtige Periode in einem allgemeineren Sinn aussagt.

http://www.kommunisierung.net/Brandstiftung-mit-Forderungen-zu


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
05. August 2015, 15:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Nihilismus Antworten mit Zitat
Eine Antwort auf den Text von research & destroy von Ultra-com.org:

Zitat:
There is no providence hidden in history. Instead, the forward momentum of capitalism is fundamentally contingent, even if this contingency is structured by what came before. There is only force and inheritance. Past defeats found the present like fossil-scattered sediments, suffocating potentials before they begin because they have been adapted to, accommodated, bought-off or stomped-out before. Capitalism raises bumper-crops of starry-eyed anarchists, each of whom believes he has some world-breaking new idea, only to be harvested later, the grist for a new tech boom or colonization protocol. Our idea, by contrast, is nothing new. It is a dull, old dream, weighted with a miserable history. A lost cause. Nothing to get excited about. In fact, this is one of the few ways you can figure out who to trust around here: Never trust the excited. Communism is and should be a buzzkill.

http://www.ultra-com.org/project/dead-reckoning/


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26. August 2015, 22:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neues Buch von Gilles Dauvé Antworten mit Zitat
Ein Auszug aus dem neuen Buch von Gilles Dauvé, From Crisis to Communisation:

Zitat:
Capitalism’s logic has never been to include everyone as a capitalist or wage-earner, nor to turn the whole planet into middle class suburbia. Nevertheless, capital-labour relations necessitate some balance between development and underdevelopment, wealth and poverty, official and unofficial labour, job security and casual work, stability and flexibility. Otherwise, the privileged residents from suburbia will be afraid to go shopping downtown at the risk of being met by underclass gangs, muggers or looters. Too many gated communities coexisting with too many slums make a socially explosive cocktail. A society cannot be pacified only by police.

In order to reproduce itself, capitalism must not only feed and house the wage-worker, but reproduce what constitutes his life, his family, education, health, etc., therefore the whole of daily life. The supposedly normal course of capitalism is far from peaceful, and social tensions are different in Turino, 2000, from Manchester, 1850: food riots are rarely to be seen in “rich” countries now, though millions of US citizens have to eat on food stamps. Poverty and want change with the times. If contemporary daily life has been successfully turned into a succession of purchases (millions of people trade on eBay and similar sites), that does not prevent the repetition of riots in the old capitalist centres as in the new ones. Looting is not revolution, but when the poor take to the streets to go looting, as in London, 2011, it shows the market unleashes forces it cannot control.

When the bourgeois wonder how to bring back solvability not only to large masses, but to whole countries, it is because the wage relation runs the risk of not adequately providing conditions for social reproduction any more.

http://www.troploin.fr/node/84


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
06. September 2015, 23:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Federici vs. Marx Antworten mit Zitat
Dauvé zu Caliban und die Hexe:

Zitat:
Caliban et la Sorcière présente un intérêt indéniable : une analyse des mouvements sociaux et de la crise de l’Europe médiévale, une mise en lumière de la dimension sexuelle et du traitement des femmes dans la formation du capitalisme, le rôle de la machination des corps masculins et féminins, notamment. Mais ce livre expose aussi une vision du passé et du présent capitalistes aussi critiquable que la perspective politique qui en découle.

http://ddt21.noblogs.org/?page_id=566


Eine Kritik von An unsere Freunde vom Unsichtbaren Komitee (kommt bald auf Deutsch):

Zitat:
Dans le texte qui suit nous nous attacherons à la critique de « À nos amis » du Comité Invisible. Nous tenons à prévenir le lecteur qu’une telle critique ne sera absolument pas exhaustive, car le texte mériterait un décryptage encore plus profond que ce que nous pourrons faire ici, dans l’espace de ces quelques pages ; nous nous limiterons donc à examiner certains postulats fondamentaux qui nous semblent structurer son noyau théorique. À nos amis représente un bon exemple de la manière avec laquelle un bricolage conceptuel conservateur peut se déguiser en révolutionnaire, et il est d’autant plus difficile d’en opérer la critique que l’ouvrage est à première vue dense, voire surchargé. Cependant, à la suite d’une lecture attentive, on s’aperçoit que son cœur se résume à quelques faibles propositions qui pourraient aisément passer inaperçues dans le magma à l’intérieur duquel elles flottent.

http://dndf.org/?p=14409


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
06. Oktober 2015, 01:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag An unsere Freunde Antworten mit Zitat
Eine Kritik von „An unsere Freunde“:

Zitat:
Im folgenden Text befassen wir uns mit einer Kritik von An unsere Freunde vom Unsichtbaren Komitee. Wir möchten den Leser warnen, dass diese Kritik nicht vollständig sein wird, denn der Text würde eine noch ausführlichere Entschlüsselung verdienen als jene, welche wir hier auf einigen Seiten unternehmen; wir beschränken uns also darauf, einige grundlegende Postulate zu untersuchen, von welchen uns scheint, dass sie seinen theoretischen Kern strukturieren. An unsere Freunde stellt ein gutes Beispiel der Art und Weise dar, wie eine konservative Konzeptbastelei als revolutionär verkleidet sein kann und es ist umso schwieriger, eine Kritik davon zu erstellen, als dass das Werk auf den ersten Blick dicht, oder gar überladen ist. Nach einer aufmerksamen Lektüre bemerkt man jedoch, dass sich sein Herzstück auf einige schwache Vorschläge beschränkt, welche im Brei, in welchem sie schwimmen, leicht übersehen werden können.

http://kommunisierung.net/Eine-Kritik-von-An-unsere-Freunde


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
15. Oktober 2015, 22:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Endnotes 4 Antworten mit Zitat
Anfang November kommt Endnotes 4: http://endnotes.org.uk/

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
17. Oktober 2015, 21:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Camatte Antworten mit Zitat
Federico Corriente zum Einfluss von Camatte auf die Theorie der Kommunisierung:

Zitat:
L’œuvre de Jacques Camatte, publiée depuis 1968 dans les séries successives de la revue INVARIANCE, surprend tant par l’extension, la richesse et la variété de sa thématique, que par la faible diffusion dont, à première vue, elle a été l’objet. La série I, consacrée principalement à la colossale tâche de divulgation et d’analyses des inédits, ou des textes inaccessibles du jeune Marx et des Gauches Communistes en rupture avec la III Internationale (le KAPD allemand, Gorter, Pannekoek, Bordiga) suffit à elle seule à placer INVARIANCE et son principal animateur à une place de choix au sein du panorama de la critique sociale contemporaine. Si l’on y ajoute la longue et innovatrice étude sur le célèbre Chapitre IV inédit du Livre I du Capital, publiée pendant des années sous le titre de Capital et Gemeinwesen, en sus des analyses fouillées et exhaustives sur l’histoire du mouvement Communiste, de l’évolution du capitalisme contemporain et des mouvements de révolte sociale les plus notables de l’époque, la perplexité et l’étonnement envers la méconnaissance entourant J.Camatte ne peuvent que croître.

http://dndf.org/?p=14474#more-14474


Spanische Originalversion

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
06. November 2015, 20:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Revolutionäre Theorie und historischen Zyklen Antworten mit Zitat
Aus diesem Text kommt der schöne angeheftete Satz in meinem Profil:

Zitat:
Die Kommune ist der Höhepunkt der wirklichen Bewegung, deren Ausdruck die Erste Internationale ist. Das dialektische Verhältnis zwischen der historischen Partei und der revolutionären Machtergreifung in Verbindung mit den formellen Organen ist klar. Marx erklärt in einem Brief an Kugelmann (vom 12. April 1971), dass die Kommune „die glorreichste Tat unserer Partei seit der Pariser Juni-Insurrektion“ ist; was klar die absolute Einheit und Kontinuität in seiner Konzeption der Handlung der Klasse und der Klassenorganisation (d.h. ihrer praktischen Aufgaben) zeigt, ausserhalb jeglichem Formalismus.
Ausserdem ist die Kommune die Verwirklichung der ihr vorhergehenden Bewegung. Innerhalb der Kommune sind die ideologischen Gegensätze überwunden: Die Spaltung Mehrheit/Minderheit geht durch jede Fraktion und die direkte Demokratie ist in ihr verwirklicht.

http://kommunisierung.net/Revolutionare-Theorie-und


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29. November 2015, 20:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Endnotes 4 Antworten mit Zitat
Leitartikel von Endnotes 4 auf Englisch und Französisch:

Zitat:
In reality, governments have few options available to them, regardless of who is at the helm, for this crisis is one not of “crony” or “neoliberal” capitalism but rather of capitalism itself. The latter is beset by ever slower rates of economic growth. As productivity levels continue to rise in this context, the result has been an ongoing production of surplus populations alongside surplus capital, excesses which the economy has trouble absorbing. The social order persists, but it is slowly unraveling. The categories of our world are increasingly indistinct. When protesters have come together in this context, they have typically found it difficult to locate a common ground on which to build their struggle, since they experience the crisis in such diverse ways —some worse than others. The perspectives of the old workers’ movement are dead and gone, and thus unavailable as a substantial basis for common action. How are we to account for the failure of that movement to revive itself when workers everywhere are getting screwed?

http://dndf.org/?p=14532#more-14532


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06. Dezember 2015, 14:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Endnotes 4 online Antworten mit Zitat
Die Texte von Endnotes 4 sind nun alle online: http://endnotes.org.uk/

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
11. Januar 2016, 16:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Überschuss Antworten mit Zitat
Der Kosmoprolet hat einen Artikel aus Endnotes 3 auf Deutsch übersetzt:

Zitat:
Wir neigen dazu, die gegenwärtige Krise mit überlieferten Theorien des Zyklus zu interpretieren. Während Mainstream-Ökonomen nach den »Hoffnungszeichen« für eine Erholung suchen, bescheiden sich kritische Kritiker mit der Frage, ob es bis zur Wiederkehr des Wachstums nicht noch etwas dauern könnte. Geht man von Theorien des Konjunkturzyklus oder selbst der langen Wellen aus, liegt in der Tat die Annahme nahe, dass auf jeden Crash zwangsläufig ein Boom folgt und Abschwünge stets Aufschwüngen den Weg bahnen. Doch wie wahrscheinlich ist es, dass wir – falls und wenn der Schlamassel vorbei sein wird – ein neues Goldenes Zeitalter des Kapitalismus erleben werden?

http://www.kosmoprolet.org/elend-und-schulden-zur-logik-und-geschichte-von-ueberschussbevoelkerungen-und-ueberschuessigem


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18. Januar 2016, 17:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Zum Aufruf Antworten mit Zitat
Eine Kritk des Aufruf aus Meeting Nr. 2:

Zitat:
Wir werden uns hier nicht mit der Totalität der Vorschläge im Aufruf befassen, sondern nur mit jenen, von welchen uns scheint, dass sie Fragen bezüglich dem aufwerfen, was die gesellschaftlich-historische Basis der Kommunisierung sein könnte. Es ist wohl offensichtlich dass man, wenn man keine Vorbedingungen für den Kommunismus im Sinne einer Übergangsphase, der Vergesellschaftung der Produktionsmittel, der Tätigkeiten usw. voraussetzt, denken kann, die kommunisierende Tätigkeit sei hier und jetzt, unter den gegenwärtigen Bedingungen der durch das Geld, das Privateigentum, die Zirkulationsweisen der Güter, Reichtümer, des Wissens usw. vermittelten Verhältnisse möglich, anders gesagt, unter den wirtschaftlichen und politischen Bedingungen der gegenwärtigen Gesellschaft.

http://www.kommunisierung.net/Eine-andere-Nutzung-des-Geldes-zum


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18. Januar 2016, 21:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Lafargue Antworten mit Zitat
Bruno Astarian zum Recht auf Faulheit von Paul Lafargue:

Zitat:
Dans la préface à l’édition Maspéro (1982), Maurice Dommanget souligne la très large diffusion du Droit à la Paresse, paru en 1880. De nombreuses traductions en ont été faites y compris en Union Soviétique, dans les pays de l’Est et dans l’Espagne de 1936. Ce succès ne se dément pas aujourd’hui, et il faut renoncer à compter les éditions et traductions du Droit à la Paresse actuellement sur le marché. Dommanget explique le succès du « brillant paradoxe » que constitue le texte par sa « forme leste, délicate, attrayante », ainsi que par son « ironie mordante et impitoyable ». Pour ma part, je trouve le texte d’un humour un peu lourd et méprisant. En outre, et comme Dommanget le dit lui-même pour se rassurer, le Droit à la Paresse n’est pas contre le travail, mais pour un bon équilibre entre travail et loisirs. Il est ainsi parfaitement conforme au programme prolétarien, désormais caduque. Le succès actuel du texte montre-t-il que cette caducité du programme prolétarien est encore loin d’être actée, même dans les milieux de l’ultra-gauche?

http://www.hicsalta-communisation.com/textes/etrange-popularite-du-droit-a-la-paresse-de-p-lafargue#more-1128


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20. Januar 2016, 00:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kritik an TC auf Englisch Antworten mit Zitat
Die Genossen von Endnotes haben die Kritik der FreundInnen an TC auf Englisch übersetzt:

Zitat:
If the term “communisation” is missing from Endnotes 4 this is due partly to the topics we covered, and partly to our frustration with the way this word has become associated with a new theoretical brand and/or radical identity. We will return to the theme of communism in the present tense in Endnotes 5, but as a preview of that issue we here publish a critical take on “communisation” by some friends of ours and the classless society (Freundinnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft). We don’t agree with it all, and we will include a response in the forthcoming issue, but in the meantime we hope it will provide food for thought.

http://endnotes.org.uk/articles/57


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27. Januar 2016, 20:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Reform des Arbeitsrechts Antworten mit Zitat
RS zur Reform des Arbeitsrechts in Frankreich:

Zitat:
Définition, là aussi, de l’égalité par le Droit, c’est-à-dire par le système de ses règles et qui ne vaut que dans les limites du Droit : « Les procédures de recrutement ou d’évaluation ne peuvent avoir pour objet ou pour effet que d’apprécier les aptitudes professionnelles » (article 15). Ou alors : « La conciliation entre la vie professionnelle et la vie personnelle et familiale est recherchée dans la relation de travail » (article 9). Ou : « La liberté du salarié de manifester ses convictions, y compris religieuses ne peut connaître de restriction que si, etc., etc., les nécessités du bon fonctionnement de l’entreprise » (article 6) L’égalité est à la discrétion du recruteur, les femmes seront l’objet d’une égalité particulière et les musulmans aussi. La « personne au travail » a donc une « vie personnelle » qui n’est pas sa « vie professionnelle », c’est-à-dire « au travail ». La personne du Droit n’est pas la personne de l’idéologie du Droit. Encore un peu de patience , nous allons voir la différence.

http://dndf.org/?p=14664


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29. Januar 2016, 02:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Ausnahmezustand Antworten mit Zitat
Dauvé und Leoni zum Ausnahmezustand:

Zitat:
La différence, c’est que les avions de la coalition anti-E.I. ne visent pas systématiquement et délibérément les civils, alors que le 13 novembre 2015 les djihadistes voulaient tuer des Parisiens qui n’étaient ni militants ni soldats. Chaque État massacre comme il peut. Gageons que si l’EI disposait d’une aviation capable de réduire en gravats le palais de l’Élysée ou l’hôtel de Brienne, il l’utiliserait. En vérité, la guerre fait de chacun de nous l’otage de son État, cible potentielle des bombes, des balles ou des attentats-suicide du camp d’en face. Et, quelle que soit la radicalité de nos opinions ou notre dégoût, elle nous renvoie aussi à un état de « citoyen », voire de « Français ».

http://ddt21.noblogs.org/?page_id=797


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03. Februar 2016, 05:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neuer Text von Dauvé Antworten mit Zitat
Homo 01. Marx, Engels et « l’inverti »:

Zitat:
Après avoir étudié le droit, puis publié un livre sur la religion, Schweitzer (1833-1875) est actif dans des cercles ouvriers à Francfort, préside un club de gymnastique, fonde en 1861 une Association d’Education Ouvrière, et travaille à fédérer de tels cercles dans toute l’Allemagne. Son but est double : renforcer le sentiment national… et favoriser la lutte de classes, entendue comme une opposition des ouvriers aux bourgeois, tout en cherchant l’appui de l’État contre ces bourgeois. Schweitzer et ses amis ne voient aucune contradiction entre promouvoir l’unité et la capacité de défense du peuple allemand, et soutenir les intérêts spécifiquement ouvriers.
Devenu en 1862 un des pionniers de la social-démocratie dans la région de Francfort, Schweitzer est arrêté. Deux témoins l’accusent d’avoir incité dans un parc un garçon de 14 ans à un « acte indécent ». L’adolescent (ou le jeune homme, car son âge reste incertain) a disparu, on ignore tout de lui, Schweitzer nie les faits, pourtant il est condamné à deux semaines de prison pour atteinte aux bonnes mœurs. La société de gymnastique l’ostracise, et en 1863 la section de Francfort de l’ADAV refuse son adhésion. A l’insistance de Lassalle, qui voit en cet infréquentable une bonne recrue, Schweitzer est accepté à la section de Leipzig.


https://ddt21.noblogs.org/?page_id=828


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26. Februar 2016, 23:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Teil 2 Antworten mit Zitat
Zweiter Teil der Serie zur Homosexualität:

Zitat:
Comment une pratique humaine s’est-elle trouvée catégorisée comme « l’homosexualité », cataloguée à part, hors-norme, puis reconnue et admise, sans cesser d’être traitée comme si elle définissait ceux et celles qui la pratiquent ? Voilà le but de cette série.

Dans la seconde moitié du 19e siècle, en cherchant à remplacer un vocabulaire méprisant ou injurieux, ceux que l’on allait bientôt appeler « homosexuels » ont voulu se nommer eux-mêmes pour se défendre. Un mot a contribué à construire une identité : tel est le thème de cet épisode qui, au contraire du précédent, traite de deux personnages quasiment dépourvus de lien avec le mouvement ouvrier ou la lutte de classes. On ne s’en étonnera pas : non seulement il y a plus dans la société que la lutte de classes, cela tout le monde le sait, mais il y a plus dans la lutte de classes que les classes. Un mouvement social n’existe comme force historique que s’il est capable de prendre en compte la vie de l’espèce humaine dans l’ensemble de ses dimensions.

https://ddt21.noblogs.org/?page_id=863


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30. März 2016, 20:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag TC 25 Antworten mit Zitat
TC 25 kommt im Mai:

Zitat:
Le communisme est ce qui sort de la communisation et la communisation est une conjoncture. Ce n’est pas une norme que l’on se propose, un but à atteindre. « Où en sommes-nous dans la crise ? » est la question présente et centrale, question à aborder par touches construisant intérieurement leur harmonie. La place et la définition des classes moyennes, les mobilisations urbaines, le Brésil du printemps 2013, la Grèce et la victoire électorale de Syriza, Charlie bien sûr et son interpellation du citoyen et de l’autre, et partout l’identité et la racialisation, et partout aussi, comme avec la réforme française du code du travail, la nécessité de mettre en forme la continuité mondiale de l’exploitation.

Question de l’Etat, de la citoyenneté, nous voyons partout des drapeaux. Si la citoyenneté est une abstraction, elle réfère à des contenus très concrets : plein emploi, couverture sociale, famille, ordre-proximité-sécurité, hétérosexualité, nation. C’est autour de ces thèmes que dans la crise où, pour l’heure, les rapports de distribution dominent les rapports de production, se reconstruisent les conflits de classe. L’idéologie est notre ambiance naturelle.

http://dndf.org/?p=14826


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
06. April 2016, 12:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Teil 3 Antworten mit Zitat
Dritter Teil zur Homosexualität:

Zitat:
Pourquoi l’homosexualité, d’abord théorisée par ses défenseurs, l’a-t-elle été ensuite rapidement par des censeurs désireux de la réprimer ou de la « guérir » ? Parce que la modernité capitaliste a détaché « la sexualité », l’a créée comme réalité et catégorie à part. Avant, on censurait l’outrage aux autorités, à la religion, autant qu’à la morale sexuelle. Le 19e siècle laïcise les mœurs. Mais, tout en faisant du sexe un tabou, la société capitaliste ascendante le traite en objet de politique publique et de discours, elle promeut « la sexualité » comme phénomène à comprendre et à encadrer. La venue sur la scène publique de « l’homosexualité » est inséparable de celle d’une « question sexuelle ».

https://ddt21.noblogs.org/?page_id=888


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
03. Mai 2016, 20:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Il lato cattivo Nr. 2 Antworten mit Zitat
Die zweite Nummer von Il lato cattivo ist raus:

Zitat:
[…] non si può salvare una costruzione teorica a costo di sacrificare la realtà; ma nemmeno darsi ad un puro elogio del presente, a discapito di un solido inquadramento teorico. Siamo allora tornati per l'ennesima volta alla sorgente – che non poteva che voler dire: a Marx – allo scopo di giungere ad una comprensione della fase attuale che fosse il più dialettica possibile, che contenesse cioè nella comprensione positiva delle cose, anche il loro ineluttabile tramonto, la loro distruzione necessaria. Quella che nel primo numero de «Il Lato Cattivo» compariva come «l'epoca delle rivolte» […] si precisa come una fase di rivolte politiche caratterizzate dall'interclassismo e dall'egemonia della classe che meglio esprime questo interclassismo: la classe media. Anche qui, sarebbe stato facile accomodarsi sul carattere «transitorio» di questi dati, dirsi semplicemente: passerà. Ma bisogna essere in grado di spiegare perché. Ovvero: (far) intravvedere in cosa potrebbe consistere il superamento di questa fase, il suo ineluttabile tramonto; mostrare, insomma, che la rivoluzione comunista non è un'immensa manifestazione di piazza o un «movimento sociale», estesi su scala mondiale. In un testo di gioventù, Marx scrive: «La rivolta industriale […] può essere parziale fin che si vuole, essa racchiude in sé un'anima universale; la rivolta politica può essere universale fin che si vuole, essa cela sotto le forme più colossali uno spirito angusto». Per riprendere e riattualizzare la formula, era necessario trasporla nella configurazione odierna del «geroglifico sociale»: individuare i fondamenti della «rivolta politica» e della «rivolta industriale», e la frontiera che le separa; cogliere il processo attraverso il quale (oggi) la prima assorbe la seconda; figurarsi il processo inverso – rovesciamento della praxis! – per mezzo del quale la seconda potrebbe (domani?) dissolvere la prima. Cos'è oggi questo «spirito angusto» della «rivolta politica»? Che ne è della «rivolta industriale» e della sua «anima universale»?

http://illatocattivo.blogspot.ch/2016/06/il-lato-cattivo-n-2-editoriale.html


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
06. Juni 2016, 21:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Dauvé zum IS, Kurdistan usw. Antworten mit Zitat
Ein neuer Text von Dauvé:

Zitat:
Au Moyen Orient actuel, ceux que l’on appelle « les religieux » proviennent de petites classes moyennes mises sur la touche par la domination impérialiste et par les régimes dictatoriaux, couches sociales exclues du pouvoir politique comme de la promotion économique, dont une partie fournit des cadres à l’opposition anti-régime. Selon les pays, un groupe (sunnite) en domine un autre (chiite), parfois c’est l’inverse. On pourrait comparer à la partie des classes moyennes éduquées qui a animé la résistance anticoloniale et la libération nationale en Asie et en Afrique : des lettrés en Chine, des diplômés sans avenir sous le régime colonial au Vietnam, des oulémas en pays arabes. Bien entendu, là où le pouvoir laisse prospérer les religieux, ils veillent à leurs intérêts sans se mêler de politique. Aujourd’hui, dans un Moyen Orient où la confession reste une forte marque d’identité, des professionnels apportent aux mouvements sociaux une vision du monde et un programme empreint de religion, mais leur motivation première n’est pas d’abord une doctrine : c’est un intérêt personnel et collectif.

https://ddt21.noblogs.org/?page_id=940


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21. Juni 2016, 06:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Patlotch Antworten mit Zitat
Interessanter Text zu einer merkwürdigen Figur:

Zitat:
Patlotch is an enigmatic character. Claude Guillon explains that his handle is an (unimpressive) anagram derived from the Situationist journal Potlatch, with just two letters switched. An erstwhile fellow traveler [compagnon de route], from roughly 2005 to 2010, of the communization current in France, Patlotch had initially approached Guillon after reading a short piece from in 2013 critiquing Léon de Mattis and the international communist review Sic. Communization was an “unthinkable project” [l’impensable projet], as Guillon put it at the time, an appraisal that resonated with the young Patlotch. Eventually, the impetuous lad turned on kindly old Guillon, cursing him as a “cadaver” with a wink at André Breton before slinging his body into a ditch alongside Yves Coleman and his ilk. The offense? Well, to have written “And ‘God’ Created Islamophobia,” of course. Frankly, I don’t hold this apprehension against him, when it comes to this term’s possible censorious use. Guillon knows what it’s like to be censored firsthand. Suicide: A How-to Guide [Suicide, mode d’emploi], a survey of the various methods and techniques people have used to kill themselves, was written with Yves le Bonniec in 1982 and released that same year. Just five years later, however, it was banned by the French government and promptly withdrawn from circulation. But Patlotch, enfant terrible of the online ultraleft circuit, grants no such leniency to poor Guillon.

https://thecharnelhouse.org/2016/07/21/decolonial-communization-2/


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
22. Juli 2016, 07:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag ... Antworten mit Zitat
Kalifat und Barbarei Teil 3:

Zitat:
L’État islamique (EI) reculant sur tous les fronts et Raqqa, sa capitale politique, semblant sur le point de tomber aux mains des forces armées réunies de la liberté, de la démocratie, de la laïcité et peut-être même du féminisme. C’était fin 2015, mais huit mois plus tard c’est toujours le cas. Mais si le Califat n’en finit pas de mourir, la situation a évolué et une page se tourne.

https://ddt21.noblogs.org/?page_id=1030


"Wir sind nicht Anti": Englische Übersetzung eines älteren Texts aus Meeting Nr. 2:

Zitat:
Not being “anti” does not mean to be a maximalist and proclaim, without rhyme or reason, that one is for total revolution and that, short of that, there is only reformism. Rather, it means that when one opposes capital in a given situation, one doesn’t counterpose to it a “good” capital. A demand, a refusal poses nothing other than what it is: to struggle against raising the age of retirement is not to promote the better administration of direct or socialized wages. To struggle against restructuration is not to be anti-liberal; it is to oppose these measures here and now, and it is no coincidence that struggles can surpass themselves in this way. We’re neither anti-this nor anti-that. Nor are we “radical.” We pose the necessity of communization in the course of immediate struggles because the non-immediate perspective of communization can serve as the self-critical analytic frame of struggles, as such, for the historical production of the overcoming of capital.

https://thecharnelhouse.org/2016/06/05/we-are-not-anti/


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
25. Juli 2016, 16:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neuer Text von Astarian Antworten mit Zitat
Zur Einsamkeit der kommunistischen Theorie:

Zitat:
La théorie communiste n’est pas l’exposé scientifique de la conjoncture économique, des aléas de l’accumulation du capital. Sans doute la critique de l’économie politique permet-elle de voir plus clair que la plupart des économistes, d’atteindre un degré de connaissance qui va plus profondément qu’eux sous les apparences du marché. Mais même quand elle appréhende le mouvement de l’économie capitaliste comme celui d’une contradiction, la critique de l’économie politique n’a couvert qu’une partie du champ où se définit la théorie communiste. Il ne suffit pas de montrer que le capitalisme est mu par une contradiction, fût-elle mortelle. Il faut montrer où se situe, dans cette contradiction, la possibilité de son dépassement. Et il faut donner sens à cette contradiction.

La théorie communiste n’est pas non plus une arme politique qui permettrait aux révolutionnaires d’abattre plus facilement leur ennemi, quelle que soit la façon dont ils le définissent (l’Etat, les capitalistes, le rapport prolétariat/capital…). Voyant plus clair que les autres dans le mécanisme de la contradiction sociale, les théoriciens peuvent-ils guider le prolétariat, ou lui donner l’exemple, dans le chemin qui mène du capitalisme au communisme ? Non. On verra plus loin pourquoi.

http://www.hicsalta-communisation.com/textes/solitude-de-la-theorie-communiste#more-1406


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
25. September 2016, 16:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Dauvé: Homo04 Antworten mit Zitat
Homo 04. Des rapports de classes chez les homos (victoriens):

Zitat:
Si les classes dominantes ont toujours craint les exploités, la révolution industrielle aggrave le péril en concentrant des travailleurs dans des usines et des villes géantes. Obsession du crime, inquiétude devant le concubinage ouvrier, alerte aux mœurs, barbarie menaçante… les classes laborieuses sont forcément dangereuses. Des compilateurs de statistiques aux précurseurs du roman policier, le 19e siècle bourgeois a interprété à sa façon la violence collective et individuelle, notamment sexuelle. Le criminologue Lombroso associe le désir homosexuel à des comportements asociaux, et il est courant de décrire le meurtrier de femmes comme pauvre, frustre, psychotique… et démasculinisé.

La ville tentaculaire crée une masse volatile riche de dangers, voire une « population ennemie », et la classe dominante est obligée de se poser la question des classes, surtout quand la montée du mouvement syndical et socialiste semble accroître le fossé entre deux groupes aux intérêts irréconciliables.

https://ddt21.noblogs.org/?page_id=1145


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05. Oktober 2016, 23:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Théorie communiste zu Klassensegmentierung Antworten mit Zitat
Zu einer andauernden Polemik in Frankreich:

Zitat:
Sur la rela­tion entre seg­men­ta­tion et raci­sa­tion, il existe deux posi­tions uni­la­té­rales qui se font face. Pour la pre­mière, le maté­ria­lisme se limite à rame­ner l’identité à sa base sans consi­dé­rer son effi­ca­cité et sa logique propres. La seconde, tout autant maté­ria­liste, s’arque-boute sur un refus de consi­dé­rer les faits et dit : si la raci­sa­tion se ramène en tota­lité à sa base elle n’est alors qu’une construc­tion volon­taire et mal­fai­sante et ce qui en font un objet ne font que divi­ser la classe et pro­mou­voir la bar­ba­rie (je cari­ca­ture à peine). Ce qui échappe aux uns et aux autres, c’est tou­jours la ques­tion de l’idéologie qui n’est pas reflet mais ensemble de réponses pra­tiques et cré­dibles, sous lequel opèrent des pra­tiques. Il y a iden­tité quand il y a décou­page et auto­no­mi­sa­tion d’un domaine d’action propre. Chaque idéo­lo­gie – au sens employé ici - ou iden­tité a son his­toire et son fonc­tion­ne­ment propres, repé­rables par les pra­tiques opé­rant sous cette idéo­lo­gie. L’identité est alors une essen­tia­li­sa­tion défi­nis­sant un indi­vidu comme sujet.

http://blogtc.communisation.net/?p=130


Einige Notizen zu Büchern und Artikeln:

Zitat:
Il s’agirait de mon­trer com­ment au cours, en gros, des cin­quante der­niers années s’est orga­ni­sée la rela­tion « dans le tra­vailleur immi­gré » (for­mule bizarre et qui en plus sup­pose déjà une cer­taine rela­tion : l’immigré est en tant que tra­vailleur) l’articulation, la confu­sion, la dif­fé­ren­cia­tion entre tra­vailleur et immi­gré, com­ment ces deux termes se sont joint ou dis­so­cié, lequel a pris socia­le­ment l’ascendant comme pôle de cris­tal­li­sa­tion d’une iden­tité (les notes suivent à peu près un ordre chronologique).

http://blogtc.communisation.net/?p=133


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29. Oktober 2016, 00:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Englische Übersetzung Antworten mit Zitat
Théorie communiste - Class / segmentation / racialization. Notes:

Zitat:
Let us repeat that all proletarian struggles are produced and developed within the categories of reproduction and self-presupposition to Capital. Class struggle only ever exists as “overdetermined” because it is class struggle. It is the programmatic dream that desires a class that breaks away from its reciprocal implication with Capital and affirms itself as such within a pure self-determination, a class which substantiates itself. Further, this “overdetermination” is not a deficiency or a détournement which remains, rather it is within the existence and the practice of a class that we find it; in other words, the reciprocal reproduction of the proletariat and of Capital within which the latter always subsumes the former, which always acts according to defined categories within the reproduction of Capital. The factions within the proletariat, its fragmentation which appears on the labor market as predetermined conditions, since the capitalist mode of production, itself beyond the labor market, moves within concrete forms which it creates, and thus the proletariat confronts these resulting forms in the process of reproduction, as predetermined conditions, determining the behavior of both capitalists and proletarians, providing them with their motives for action and their consciousness.

http://www.luchanofeik.club/2016/10/29/theorie-communiste-notes/


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29. Oktober 2016, 23:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Nuit debout Antworten mit Zitat
Tristan Leoni zur Nuit debout:

Zitat:
C’est parallèlement à cette lutte, et à sa marge, que le phénomène Nuit Debout a fait son apparition. On aurait dû s’y attendre. Même s’il s’avère un feu de paille, il a manifesté un état et une tension bien réels de la société, que l’on aurait tort de croire insignifiants ou de traiter avec mépris.
La lutte de classes s’affaisse et les identités de classe se brouillent. À l’altermondialisme des années 2000 sont venues s’ajouter les théories post-modernes supposées révéler les nouvelles lignes de clivages grâce auxquelles il serait possible de converger contre ce monde que l’on peine à définir. Le capitalisme révolutionne et bouleverse tant qu’on ne perçoit plus que ce qui convulse à sa surface, non ce qui le structure. La force d’une idéologie, c’est de nommer, de mettre des mots simples sur un monde qui nous échappe. Des mots qui servent de slogans et que l’intellectuel développe en des concepts puissants et rassurants car ils sentent le neuf et l’autorité.
La « perte des repères », thème journalistique, est aussi une réalité vécue de façon trans-classiste par diverses parties de la société qui cherchent à y remédier.
Mais la nuit n’aide pas à y voir clair.

https://ddt21.noblogs.org/?page_id=1174


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30. Oktober 2016, 15:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag TC Antworten mit Zitat
Ross Wolfe hat die Übersetzung des Textes von TC etwas überarbeitet und gibt ein paar Details zum Kontext:

Zitat:
As re­gards the con­tent, I am quite in­ter­ested in see­ing how Théorie Com­mun­iste relates the phe­nomen­on of “ra­cial­iz­a­tion” [raci­sa­tion] to the struc­tur­al lo­gic of cap­it­al and its his­tor­ic un­fold­ing. Clearly, the art­icle takes race to be a more ar­bit­rary con­struc­tion than gender. Gender is rooted in the sexu­al di­vi­sion of labor with­in the oikos, wherein the fam­ily is the fun­da­ment­al eco­nom­ic unit. There are more bio­lo­gic­al de­term­in­ants for gender, at least ini­tially. Some of this is sketched out in an­oth­er short art­icle pub­lished by Théorie Com­mun­iste, “Uter­us vs. Melan­in,” which as yet re­mains un­trans­lated. However, while race is more re­cent and based on ac­ci­dent­al fea­tures, it is no less real than gender. Théorie Com­mun­iste loc­ates ra­cial­iz­a­tion with­in the seg­ment­a­tion of the work­force, where su­per­fi­cial dis­tinc­tions such as skin col­or and dif­fi­culties of com­mu­nic­a­tion (mul­tiple lan­guages, etc.) be­come mark­ers of dif­fer­ence. Deni­al of these dif­fer­ences, in the name of some norm­at­ive ideal of what class should be, is sharply cri­ti­cized for ig­nor­ing the seg­men­ted real­ity of so­cial­ized labor. Loren Gold­ner put this quite nicely a while back, when he wrote that “the ‘col­orblind’ Marx­ism of many left com­mun­ist cur­rents — a pro­let­ari­an is a pro­let­ari­an is a pro­let­ari­an — is simply… blind Marx­ism.”

https://thecharnelhouse.org/2016/11/02/class-segmentation-racialization-reading-notes/


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03. November 2016, 11:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neues von Dauvé Antworten mit Zitat
Homo 05 / Qu’est-ce qu’un homme ? (fairy et queer à New York):

Zitat:
Nous aurions une sexualité, déterminée par la distinction hétéro/homo.

Telle est l’idée dominante dans les sociétés occidentales depuis la fin du 20e siècle. L’ajout à ce tableau d’une palette aux nuances de plus en plus fines (bi, queer, trans, etc.) n’en modifie pas l’axe central de la sexualité : être homo ou hétéro. Quoi qu’on en pense, qu’on considère le fait bon ou mauvais, choisi ou contraint, il passe pour un trait fondamental de l’espèce humaine, longtemps nié, marginalisé et réprimé, mais qui heureusement a fini par être accepté dans les pays les plus « éclairés ».

Or, ce qui semble aujourd’hui une réalité (pas « banale » puisqu’il a fallu se battre pour l’imposer) a été historiquement « construit » : pour mieux le comprendre, nous partirons de ce qu’il en était aux Etats-Unis dans la première moitié du 20e siècle, surtout à New York, un peu aussi au Sud profond.

https://ddt21.noblogs.org/?page_id=1234


LPR / Militantisme pas mort:

Zitat:
Maresia Dalua, Contre la politique. Pas un cheveu blanc n’a poussé sur nos rêves, Séléné, 2016, 73 p.1

Sous le nom collectif de Maresia Dalua, plusieurs personnes dressent le bilan de leur expérience militante vers 1980-2000 dans des organisations issues de la Gauche Communiste ou « ultra-gauches », dont ils n’indiquent pas les noms, certainement par refus de polémiques inutiles.

Critique du militantisme, le texte l’est aussi de la politique, définie comme « dépossession d’une partie de la communauté de toute possibilité d’agir et décider directement », quand « l’organisation de la vie elle-même est devenue une sphère particulière (..) dans laquelle des techniciens décident désormais de nos existences. » A la tête de l’Etat, des spécialistes servent une classe exploiteuse et, en démocratie capitaliste, des spécialistes servent dans les partis en concurrence pour le pouvoir.

https://ddt21.noblogs.org/?page_id=1210


LPR / Sommes-nous seuls dans l’univers ?

Zitat:
Bruno Astarian, Solitude de la théorie communiste, août 2016.

« Comment demeurer révolutionnaire sans révolution ? », demandait Maresia Dalua1. Pour répondre, il faut aller en amont: comprendre ce que peuvent faire « les révolutionnaires » suppose de s’interroger sur quelle révolution on envisage, sur ce que serait son « contenu ». C’est ce que fait Bruno Astrarian en se demandant à quoi sert la théorie communiste.

Le marxisme – et souvent l’anarchisme – ont longtemps cru que renverser le capitalisme, c’était instaurer le pouvoir des producteurs (incluant le métallo, l’infirmière, l’institutrice…) et leur travail en commun. Dans cette vision, les luttes quotidiennes préparent la révolution, l’autonomie dans l’action aujourd’hui (contre l’Etat, les patrons, les syndicats, les partis, toutes les institutions soutiens de la société actuelle) préparant l’autonomie individuelle et collective dans la gestion de l’ensemble de la vie après-demain. Par conséquent, la grève, l’émeute, l’insurrection, voire la coopérative ou la scoop, sont comme un apprentissage du futur travail associé. La théorie communiste aurait pour rôle de mettre en valeur tout ce qui favorise l’action autonome des prolétaires, et d’aider ainsi à son intensification, à son propre dépassement.

https://ddt21.noblogs.org/?page_id=1222


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20. November 2016, 23:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neuer Blog Antworten mit Zitat
Neuer Blog zu den Themen Klassenkämpfe, Bürgerkrieg, Kommunisierung:

Zitat:
L’objet de ce blog, outre rassembler des textes épars écrits sur une quinzaine d’années – ça ne fait pas lourd – est de poser au fil du temps quelques balises critiques et théoriques, qui pourront peut-être servir à alimenter les réflexions personnelles de quelques personnes, ou dans le meilleur des cas donner des pistes pour des travaux ultérieurs.

https://carbureblog.com/


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22. November 2016, 14:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag LA Theses Antworten mit Zitat
"LA Theses" von Endnotes:

Zitat:
However, the post-1970s crisis of capitalism, which for many should have spelled its end, led to a deep crisis of the labor movement itself. Its project is no longer adequate to the conditions workers face. Most fundamentally, this is because of the decline of the centrality of industrial work in the economy. With the onset of deindustrialization and the decline in the manufacturing share of employment (which was itself one of the fundamental causes of the expansion of surplus populations), the industrial worker could no longer be seen as the leading edge of the class. In addition, due to rising levels of greenhouse gases, it is apparent that the vast industrial apparatus is not only creating the conditions of a better future – it is also destroying them. Most fundamentally of all, work itself is no longer experienced as central to most people’s identities. For most people (although not everyone), it no longer seems as if work could be fulfilling if only it was managed collectively by workers rather than by bosses.

https://endnotes.org.uk/other_texts/en/endnotes-la-theses


Französische Version auf dndf

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26. November 2016, 03:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag ... Antworten mit Zitat
Ein schon etwas ältere Rezension von Dauvés neuem Buch in der Wildcat:

Zitat:
Time and time again over the last 20 years we have translated and published articles by Gilles Dauvé; you can find a selection further down. Maybe a discussion about ‘communisation’ and a new examination of those texts will develop in the wake of this book review.

In 2011 Karl Nesic and Gilles Dauvé wrote the text ‘Communisation’ after which they dissolved their joint project, Troploin. The reasons for this can be found in their text, ‘What Next?’ For Nesic, the crucial factor, amongst others, was the impasse within the communisation discussion. Dauvé continued alone and in 2015 republished ‘Eclipse and Re-Emergence of the Communist Movement’ for the third time within a narrow span of 45 years. His new book, ‘From Crisis to Communisation’ is an extended and over-worked reissue of the ‘Communisation’ text.

“In recent years, communisation has become one of the radical in-words, the popularity of which extends far beyond the regrettably called, “communisers”. […] the notion has developed into an elasticity of meaning, and is now a blanket term covering a wide range of attitudes and theories. The differences among these are both substantial and consequential. […] Many communisation theorists behave as if they had found the solution once and for all, and present our time as a period when the proletarian movement has and can only have one goal: communism.” With this opening statement Gilles Dauvé is identifying the problems. Indeed, anyone can lose the overview within the abundance of texts with different positions all referencing ‘communisation’.

http://www.wildcat-www.de/en/wildcat/100/e_w100_communisation.html


Astarian in einem Radiointerview über die Geschichte des Widerstandes gegen die Arbeit:

Zitat:
Une histoire des résistances au travail et de « l’anti-travail » depuis l’industrialisation – avec Bruno Astarian, communisateur, auteur de Aux origines de l’anti-travail (2005)

Une émission d’histoire des résistances au travail, de « l’anti-travail » et des restructurations du procès de travail depuis l’industrialisation. Avec une première partie [40 minutes] d’histoire de l’émergence du travail (comme forme d’activité spécifiquement capitaliste), de réinterprétation du luddisme comme lutte anti-patronale, comme lutte contre une restructuration technologique du procès de travail et comme moment de formation du mouvement ouvrier, et non comme « anti-travail » ou « anti-technologie », et enfin au sujet des résistances au travail (et non de « l’anti-travail ») des ouvriers qualifiés au sein du syndicalisme de métier étasunien ou « révolutionnaire » français (Pouget) au tournant des 19ème-20ème siècles. Avec une deuxième partie [30 minutes] consacrée aux efforts des ingénieurs et des capitalistes de contrer cette résistance au travail aux moyens du taylorisme (chronométrage, spécialisation, déqualification) et du fordisme (travail à la chaîne), et surtout à une révolte généralisée des OS (ouvriers déqualifiés) au cours des années 68 contre l’intensification du fordisme, ce qu’on a appelé « l’anti-travail » surtout au sujet de l’Autonomie italienne. Avec une troisième partie [40 minutes] consacrée au post-fordisme, au procès de restructuration (précarisation, intensification, délocalisation du fordisme) d’un capitalisme en crise, aux mouvements actuels de résistance au travail au Bengladesh et en Chine, et enfin à une interrogation autour des conditions d’une révolution mondiale anti-travail – avec Bruno Astarian, participant historique au mouvement de la communisation, rédacteur de hicsalta-communisation.com, auteur notamment de Les grèves de Mai-Juin 1968 (Échanges & Mouvements, 2003), de Aux origines de l’anti-travail (Échanges & Mouvements, 2005), de Le mouvement des piqueteros. Argentine 1994-2006 (Échanges & Mouvement, 2007), de Luttes de classes dans la Chine des réformes (1979-2009) (Acratie, 2009) et bientôt L’abolition de la valeur (Entremonde, 2017)

http://sortirducapitalisme.fr/183-une-histoire-des-resistances-au-travail-et-de-l-anti-travail-bruno-astarian


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
19. Dezember 2016, 16:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neuer Text von Dauvé Antworten mit Zitat
Gilles Dauvé - Working class zero ? Sur la prétendue disparition des ouvriers étasuniens:

Zitat:
Plus intéressant est le démontage par Moody de l’illusion auto-entrepreneuriale, composante à la fois réelle et imaginaire de la précarisation. Celle-ci revêt des formes multiples : embauche par une agence d’intérim, contrat très bref, travail à la demande (on call, le prolétaire attendant d’être convoqué par téléphone), travail à temps partiel accepté faute de mieux, ou statut imposé d’auto-entrepreneur, Aux États-Unis, l’auto-emploi concerne des millions de prolétaires dans le bâtiment, les taxis et le camionnage, dont 150.000 driver-partners chez le fameux Uber.

On se tromperait pourtant en y voyant une forme privilégiée du travail de demain.

https://ddt21.noblogs.org/?page_id=1260


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
27. Dezember 2016, 02:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antipolitik Antworten mit Zitat
Einige Überlegungen zu gegenwärtigen Revolten:

Zitat:
There will always be push back against us by Liberals and the Left when we act in a way that views them as unnecessary. We will be called upon to explain our position and how it could be constructive or productive. Such debate is ultimately meaningless. Some of us have already been attacked by Liberals and the Left for expressing this very position. We would contend that our actions may at times require some explanation but those who see us riot, loot, fuck-shit-up and are inspired are often those who have the most to gain from the fall of this society. Those who have the most to lose will use whatever means necessary to stop us and we can understand why. Those of us who struggle to get by will not flinch when the ultra-rich get theirs.

This anti-political wave may take on different names according to its context: proletarian insurgency, les casseurs, the invisible party, los desmadrosos, thugs, etc. but they all point away from relying on the state to recognize us as citizens to negotiate with. The point of course is not to merely be ungovernable but to be able to initiate, with our revolting actions, the means to live free of the State, Capital, Patriarchy, Colonization and Work. If we merely react to what Trump’s presidency may or may not do, we then foreclose the wide breadth of actions we may take. If we foreclose our actions around anti-fascism, we would end up with a return to a normality which was already genocidal and miserable but which would not be called fascism.

https://ediciones-ineditos.com/2017/01/23/the-death-of-politics/


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24. Januar 2017, 21:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Homo 06 Antworten mit Zitat
Gilles Dauvé zur Homosexualität in Berlin zwischen 1900 und 1930:

Zitat:
L’Allemagne est le premier pays où sont apparus des groupements et associations homosexuels, durables et reconnus, jusqu’à leur destruction par le nazisme. C’est là aussi qu’ont eu lieu, de 1919 à 1921, des explosions sociales et des tentatives insurrectionnelles sans équivalent au XXe siècle en Europe occidentale (excepté, dans une moindre mesure, en Italie). Le premier phénomène n’est pas la conséquence directe du second, mais les deux sont liés.

« L’identité homosexuelle s’est construite autour de deux axes : la découverte de soi et le regard de l’autre », a écrit une historienne. Pour nous, si identité il y a, elle s’est construite à partir de situations (communes ou pas) et d’intérêts convergents (ou non), c’est-à-dire à partir de l’existence sociale qui était alors celle des « homosexuels ».

https://ddt21.noblogs.org/?page_id=1286


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25. Januar 2017, 20:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Flughafenproteste Antworten mit Zitat
Joshua Clover zu den aktuellen Protesten in den amerikanischen Flughäfen:

Zitat:
An airport is a funny thing, one that gives you access to other places but is not much of a place itself. But its underlying character has changed dramatically in the last few decades. If the glamour and hope of flying off for a visit or a new life still cling to the terminals, the airport has become a hub for the workaday circulation of goods at a global level.

This has been peculiarly true since the global downturn of manufacturing in the seventies. In April 1973, Federal Express delivered its first package; four decades later, FedEx has the fourth-largest fleet in existence. By freight it is the biggest airline in the world. At Oakland International, my local airport, the FedEx hangar and logistics hub crouches independent of the two modest passenger terminals, a behemoth with the gravity of a planet. It’s their world; we’re just living in it.

http://www.versobooks.com/blogs/3073-terminal-showdown


Eine französische Version gibt's hier.

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
31. Januar 2017, 19:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag ... Antworten mit Zitat
Neuer Text von Dauvé:

Zitat:
Pays le plus peuplé et le plus puissant d’Europe continentale depuis un siècle, mais n’ayant existé comme État national unifié qu’une première fois entre 1871 et 1945, et une seconde depuis 1989, l’Allemagne a connu aussi les plus grandes insurrections prolétariennes en Europe au XXe siècle (Italie exceptée en 1920-1922), puis l’une des plus féroces contre-révolutions, avant de se retrouver « leader » d’une Union Européenne sans cohésion politique ni force militaire.

Comment Berlin, capitale de tous les extrêmes, coupé en deux pendant quarante-quatre ans, épicentre de la Guerre froide, cœur des contradictions et drames du siècle, reconstruit-il son passé ?

https://ddt21.noblogs.org/?page_id=1325


Beginn einer mehrteiligen Analyse des syrischen Bürgerkrieges:

Zitat:
Ce texte, qui peut être lu comme une introduction, est le premier d’une suite d’articles à venir sur la guerre civile en Syrie.

Quand, en décembre 2016, le régime de Bachar el-Assad, grâce à l’appui de l’aviation russe et des milices chiites, reprend les quartiers d’Alep-est, qui échappaient à son contrôle depuis 2012, l’opinion publique découvre avec stupeur que le conflit syrien ne se résume pas à des fanatiques habillés de noir décapitant au sabre des militaires américains, à la dérive djihadiste de jeunes belges radicalisés sur Internet ou à des flots de réfugiés venant s’échouer sur les plages turques ou sous les ponts du métro parisien. Ce que l’opinion publique mondiale découvre alors, c’est l’insurrection syrienne, dans le moment même où elle subit sa plus grande défaite.

https://carbureblog.com/2017/02/04/ni-dieu-ni-petrole-pour-une-approche-ouverte-de-la-question-syrienne/


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06. Februar 2017, 14:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag anti-travail Antworten mit Zitat
Astarian zum Widerstand gegen die Arbeit:

Zitat:
Il règne une certaine confusion sur la notion d’anti-travail. Ma brochure « Aux origines de l’anti-travail » (Echanges et Mouvement, (2005) n’y échappe pas. La confusion consiste à ne pas spécifier suffisamment la notion d’anti-travail. D’une part, elle consiste à placer dans la même catégorie que l’anti-travail des comportements comme la paresse du salarié, qui cherche normalement à en faire le moins possible, ou comme la préférence pour le chômage (indemnisé) ou la vie à la marge. Ces pratiques de refus du travail de résistance, sont vieilles comme le prolétariat et ne définissent pas l’anti-travail moderne. D’autre part, la confusion consiste à mettre dans la catégorie de l’anti-travail des pratiques de résistances à l’exploitation qui sont en réalité pro-travail, comme le luddisme par exemple. Or je crois qu’il vaut mieux garder le terme d’anti-travail pour les luttes de notre époque (depuis les années 68′) qui montrent que le prolétariat n’est plus la classe qui s’affirmera dans la révolution comme celle du travail hégémonique, comme celle qui rendra le travail obligatoire pour tout le monde et qui remplacera la bourgeoisie à la direction de l’économie.

Pour mieux comprendre la spécificité qu’il faut attacher au terme d’anti-travail, une mise en perspective historique est nécessaire. Précisons qu’on s’intéresse ici aux luttes qui ont lieu dans l’atelier, contre les modalités habituelles du rapport entre les travailleurs et leurs moyens de travail (absentéisme, sabotage, indiscipline en général).

http://www.hicsalta-communisation.com/accueil/quelques-precisions-sur-lanti-travail


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07. Februar 2017, 01:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag ... Antworten mit Zitat
Englische Übersetzung:

Zitat:
There persists a certain confusion around the notion of anti-work. “On the Origins of Anti-Work” (Echanges et Mouvement, 2005) did not escape this fate as well. The confusion consists in not sufficiently specifying the notion of anti-work. On one hand, it consists of placing in the same category as anti-work certain behaviors like worker laziness, which looks to do the least amount of work, or the preference for (compensated) unemployment or living life on the margin. These resistant acts of work refusal are as old as the proletariat itself and do not define modern anti-work. On the other hand, the confusion consists of placing in the same category as anti-work resistant practices against exploitation which are indeed pro-work, like Luddism for example. However, I believe that we should rather keep the term anti-work for the struggles of our time (since ’68) that show that the proletariat is no longer a class which affirms itself in revolution as hegemonic labor and is neither a class which will make work obligatory for everyone, nor will it will replace the bourgeoisie in directing the economy.

To better understand the specificity of the term anti-work, a historical perspective is necessary. It should be noted that we are interested in the struggles that take place in the workplace, against the usual modalities of relation between workers and their means of labor (absenteeism, sabotage, general lack of discipline).

https://ediciones-ineditos.com/2017/02/13/a-few-clarifications-on-anti-work/


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14. Februar 2017, 01:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Zu Wahlen, Demokratie und Korruption:

Zitat:
Ce qui est insupportable alors, c’est que cela se passe au sommet de l’Etat, qui reste considéré comme le garant de l’intérêt général, et dans le contexte particulier d’une élection présidentielle. Une élection présidentielle, en démocratie, c’est ce moment quasi mystique où s’opère la transmutation d’une personne particulière en garant de l’intérêt du peuple : la personne réelle disparaît sous l’accumulation des bulletins de vote autour de son corps physique, qui se sublime pour incarner la fonction présidentielle. Les bulletins de vote des démocraties modernes sont comme les prières et les sacrifices qu’on adressait autrefois aux Dieux : confortant les dieux, on confortait ce qu’il y a de transcendant dans le corps social, ce qui dans le corps social échappe à tous, et fait loi pour tous, c’est-à-dire qu’on confortait l’aliénation commune. Ainsi en va-t-il des démocraties.

Mais dès lors que le présidentiable apparaît comme étant d’emblée corrompu, l’opération mystique ne peut plus se faire : la victime du sacrifice doit être vierge et pure, sans quoi le sacrifice devient inefficace. On veut être gouvernés par des gens honnêtes.

https://carbureblog.com/2017/02/08/mais-que-demande-le-peuple-penelope/


Zur Bullerei und den banlieues:

Zitat:
Comme toute institution, la police jouit d’une autonomie relative par rapport à ses autorités internes et externes : l’Etat, sa propre hiérarchie. Cette autonomie existe à tous les niveaux : dans la rue, au niveau du commissariat, comme au niveau de la Préfecture, la police défend ses propres intérêts, comme corporation et comme institution. Mais elle est toujours dépendante de l’Etat. Comme corporation, elle dépend des moyens matériels et légaux que l’Etat lui accorde, comme institution, elle dépend de sa justification idéologique par l’Etat, de ce qu’on nomme doctrine en matière de sécurité.

Cette doctrine elle-même s’appuie sur une appréciation générale de la situation par l’Etat, de son point de vue. C’est une forme théorique et stratégique, qui s’appuie sur les présupposés de l’Etat, à savoir d’une part sa propre légitimité, d’autre part sa spécificité qui est de mettre en forme, selon les catégories opérantes pour lui, c’est-à-dire sous la classe dominante, les rapports entre les classes. La police, à son niveau, qui est celui de la violence considérée comme légitime, est chargée de maintenir ce rapport de classe dans une forme déterminée, qui est choisie par l’Etat.

https://carbureblog.com/2017/02/17/note-sur-la-police-et-les-banlieues/


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17. Februar 2017, 18:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Übersetzung Antworten mit Zitat
Englische Übersetzung des Texts zu den Bullen und den Vorstädten:

Zitat:
Like any institution, the police enjoy a certain amount of relative autonomy in relation to its internal and external authorities: the State has its own hierarchy. This autonomy exists at all its levels: in the streets, at the police station and at the regional level the police defend their own interests as a corporation and as an institution. As a corporation, it depends on the material and legal means which the State accords it and as an institution, it depends on ideological justification from the State, by what is known as its security doctrine.

This doctrine bases itself on a general appreciation for the situation of the State, from its point of view. This is a theoretical and strategic form, based on the presuppositions of the State, taking into consideration its own legitimacy, and on the other hand its specificity in bringing into form, according to its operative categories, class relations under the dominant class. At its level the police, with its legitimized violence, is entrusted with the maintenance of these class relation in a form determined by the State.

https://ediciones-ineditos.com/2017/02/20/notes-on-the-police-and-the-banlieues/


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20. Februar 2017, 19:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Übersetzung Antworten mit Zitat
Deutsche Übersetzung:

Zitat:
Wie jede Institution geniesst die Polizei eine relative Autonomie bezüglich ihrer internen und externen Autoritäten: dem Staat, ihrer eigenen Hierarchie gegenüber. Diese Autonomie existiert auf jeder Ebene: auf der Strasse, im Polizeiposten genau wie im Polizeipräsidium verteidigt die Polizei ihre eigenen Interessen, als Stand und als Institution. Doch sie ist stets vom Staat abhängig. Als Stand hängt die von den materiellen und rechtlichen Mitteln ab, welche der Staat ihr zugesteht, als Institution von ihrer ideologischen Rechtfertigung durch den Staat, von der sogenannten Doktrin in Sicherheitsfragen.

Diese Doktrin stützt sich selbst auf eine allgemeine Einschätzung der Situation durch den Staat, auf seinen Standpunkt. Es ist eine theoretische und strategische Form, die sich auf die Voraussetzungen des Staates stützt, und zwar einerseits auf ihre eigene Legitimität, andererseits auf ihre Besonderheit, welche es ist, den Klassenverhältnissen entsprechend gemäss ihm wirksamen Kategorien, d.h. unter der herrschenden Klasse, Form zu geben. Die Polizei ist auf ihrer Ebene, welche jene der als legitim betrachteten Gewalt ist, dafür verantwortlich, dieses Klassenverhältnis in einer bestimmten, vom Staat entschiedenen Form aufrechtzuerhalten.

http://kommunisierung.net/Anmerkungen-zur-Polizei-und-den


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22. Februar 2017, 14:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neuer Text von Tristan Leoni Antworten mit Zitat
Tristan Leoni zum Militär:

Zitat:
Nous sommes paraît-il « en guerre ». Dans ces rues de Paris où a résonné le tac-tac caractéristique de l’AK47, les militaires déambulent paisiblement. La guerre – civile, continentale ou mondiale – refait progressivement surface dans le champ des possibles des Européens. L’habitude en a été perdue, elle se retrouvera.
Mais, pour ce qui est de comprendre ou d’analyser la période, les patrouilles de soldats ont un effet déformant ; elles font resurgir fantasmes, imprécations et caricatures datés : complot, kaki, contrôle, coup d’État, dictature, encasernement de la société, etc. La rhétorique de tract, comme celle des médias, est en ce domaine faite de clichés et de surenchère. Tout devient militarisme comme tout peut être fascisme.
L’armée serait partout, mais reste un corps étrange et mal connu. Si elle n’est plus ce lieu de passage obligé pour des générations de jeunes hommes, elle n’est pas pour autant un corps isolé du reste de la société – elle en est un des reflets. La comprendre, ou du moins ne pas trop se méprendre à son sujet, ne nous paraît pas inutile, y compris pour penser la révolution.
Nos questionnements se concentrerons sur celle que nous côtoyons quasi quotidiennement, l’armée française. Un cible de choix puisqu’elle passe pour être une des plus puissantes de la planète, et l’une des rares capable de projeter ses troupes à des milliers de kilomètres. Nous verrons qu’entre le discours et la réalité existent toutefois quelques nuances.

https://ddt21.noblogs.org/?page_id=1348


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08. März 2017, 15:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neuer Text von Dauvé Antworten mit Zitat
Text von Dauvé über reaktionäre Männerbünde in Deutschland:

Zitat:
L’Allemagne est au XXe siècle le pays d’Europe où les contradictions sociales et politiques ont éclaté avec le maximum de violence, et également celui qui a connu jusqu’en 1933 les partis socialistes/communistes et les syndicats les plus puissants des pays industriels. Or ce mouvement ouvrier, centré sur la défense du travail, a rarement intégré les questions des rapports entre homme et femme, entre adulte et jeune, l’éducation, la sexualité, les mœurs, l’art, etc., tout ce que recouvre « le mode de vie ». Détachés des enjeux fondamentaux, et d’abord des rapports de classe, certains sujets essentiels – comment on mange, dort, se nourrit, se déplace… – ont été renvoyés du centre à la périphérie par le mouvement social, et la vie quotidienne s’est vue réduite à la vie privée.
Dissociées de leurs causes profondes, les contradictions n’en éclataient pas moins, sous divers avatars : revendication de la liberté des mœurs, de l’égalité des sexes ou de l’autonomie individuelle, mais aussi parfois réinvention de schémas conservateurs, à commencer par la hiérarchie des sexes. L’une de ces manifestations a consisté à affirmer une identité masculine séparée des femmes et contre les femmes, et ce n’est pas un des moindres paradoxes qu’elle soit née d’une sécession, voire d’une révolte, de la jeunesse

https://ddt21.noblogs.org/?page_id=1467


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02. April 2017, 12:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Alain im Radio Antworten mit Zitat
Radiosendung mit Alain von TC:

Zitat:
Une analyse du populisme degôche (Mélenchon), keynésien, « patriote » et interclassiste, et de droite (Marine Le Pen) – avec Alain de Théorie Communiste

Avec une analyse du populisme degôche comme successeur du « programmatisme » (ouvriérisme), s’achevant au cours des années 1970 du fait d’une crise du fordisme et d’une restructuration du capitalisme, et au « démocratisme radical » (altermondialisme), s’achevant au cours des années 2000 du fait d’un regain de crise du capitalisme mondial en 2008, forme nouvelle mais récupérant des éléments de ces cycles de luttes. L’émission s’achève sur une définition de la communisation comme théorie et comme processus historique [1 heure]

http://sortirducapitalisme.fr/207-analyse-critique-du-populisme


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17. April 2017, 20:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Texte Antworten mit Zitat
Texte über Syrien auf Carbure:

Zitat:
Dans la crise actuelle du capital, dans les formes qu’elle prend, ce qui se passe en Syrie n’est pas un phénomène marginal. Le début de la crise syrienne en 2011, après la crise de 2008 et dans la suite des « Printemps arabes » devrait suffire à nous rappeler que ce qui s’est produit en Syrie n’a rien d’accidentel. Il nous faut comprendre la situation syrienne pour elle-même, car tout ce qui existe existe de manière particulière, et les rapports entre l’Etat et le capital ne peuvent se résumer à des formules générales, telles que « la baisse du taux de profit » ou « la domination d’une classe sur les autres ». Si ces généralités peuvent être « vraies », ce n’est que d’être comprises dans leur réalité. Etudier spécifiquement le cas syrien, c’est se donner des outils théoriques pour comprendre ce qu’est la guerre civile telle qu’elle est, non comme l’épouvantail du chaos social qu’agitent les amoureux de l’ordre ou comme fantasme révolutionnaire de l’écroulement du vieux monde, mais comme une chose qui se produit bel et bien dans la crise du capital, et qui en tant que tel peut et doit être compris théoriquement.

https://carbureblog.com/2017/05/11/etat-societe-et-guerre-civile-en-syrie/


Und eine Antwort an die konkret:

Zitat:
Während unserer manischen Phasen kommt es bisweilen vor, dass wir einfach unbedacht und willkürlich irgendwelche Zeitschriften kaufen. So sind wir auf die Rezension des Buches Kalifat und Barbarei in der konkret Nr. 4/17 gestossen. Sie wurde von Friedrich C. Burschel geschrieben, er ist Journalist und Mitarbeiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Wenn der Staat seine Dienste zur Verteidigung der Demokratie benötigt, ist er als guter Demokrat selbstverständlich zur Stelle, so war er z.B. Leiter der Landeskoordinierungsstelle „Bayern gegen Rechtsextremismus“.

Unglücklicherweise leidet er offensichtlich an akuter Dyslexie, denn er glaubt tatsächlich, es gehe dem Autor darum, „beim IS emanzipatorische Elemente […] herauszuarbeiten“. Der Autor kommt jedoch auf S. 83 zu folgendem Schluss: „ Als Tagtraum und neue Phase eines Albtraums kann diese gigantische, reaktionäre ZAD rund um den Tigris und den Euphrat nur als monströse Variante einer kapitalistischen Weltordnung verstanden und bekämpft werden, dessen Feind sie vorgibt zu sein.“ Eine Lobrede tönt definitiv anders.

http://kommunisierung.net/Die-erschutternde-Nuchternheit-der


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13. Mai 2017, 10:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Il lato cattivo Antworten mit Zitat
Französische Übersetzung des Leitartikels der Nr. 2 von Il lato cattivo:

Zitat:
Le même Graeber n’a pas laissé échapper l’occasion de plaider la cause de la «révolution en marche» au Rojava: «En 1937, mon père s’est porté volontaire pour combattre dans les Brigades internationales pour défendre la République espagnole. […] Les révolutionnaires espagnols espéraient créer une société libre qui serait un exemple pour tout le monde. Au lieu de cela, les puissances mondiales ont décrété une politique de « non-intervention » […] même après que Hitler et Mussolini, prétendument d’accords sur une non-intervention, aient commencé à engager des troupes et à fournir des armes pour renforcer le camp fasciste. Le résultat a été des années de guerre civile qui ont pris fin avec l’écrasement de la révolution et quelques-uns des plus sanglants massacres d’un siècle sanglant. Je n’ai jamais imaginé que la même chose pouvait se reproduire dans ma propre vie. […] La région autonome du Rojava, telle qu’elle existe aujourd’hui, est l’un des rares points lumineux — même très lumineux — issus de la tragédie de la révolution syrienne. […] S’il existe un parallèle à faire aujourd’hui avec les prétendus dévots et meurtriers phalangistes de Franco, ce ne pourrait être qu’avec l’État islamique. S’il y a un parallèle à faire avec les Mujeres Libres d’Espagne, ce ne pourrait être qu’avec les femmes courageuses qui défendent les barricades à Kobané. Est-ce que le monde et — cette fois-ci plus scandaleusement encore — la gauche internationale vont vraiment être complices en laissant l’histoire se répéter?» (Why is the world ignoring revolutionary kurds in Syria?, in «The Guardian», 8 octobre 2014). Pour une fois, nous nous retirons de la polémique. Graeber n’est pas un «récupérateur», et a l’air de croire aux foutaises qu’il écrit; tout simplement, il parle au nom des classes moyennes dont il une expression. Que le mode de production capitaliste puisse être quelque chose de plus qu’une politique ou, dans le meilleur des cas, un rapport de distribution, cela ne l’effleure nullement. Chaque limite du mouvement Occupy et de tout ce qui, des Alpes aux Andes, peut vaguement lui ressembler représente à ses yeux une nouveauté et un signe de force. Et Graeber n’est que la partie émergée de l’iceberg composé de toute une bande – dont font aussi partie des camarades plus proches et généralement moins naïfs – manifestement peu stimulée par l’hypothèse que le bouleversement révolutionnaire des rapport sociaux actuels, puisse et doive être autre chose que la simple et miraculeuse ubiquité d’Occupy – ou d’autres «mouvements sociaux» – dans le temps et dans l’espace.

http://dndf.org/?p=15865


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
15. Mai 2017, 10:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Texte von Dauvé und Astarian Antworten mit Zitat
Dauvé zur Arbeit:

Zitat:
La moitié de la population mondiale est devenue urbaine et, contrairement à l’exode rural d’antan qui transformait les paysans en ouvriers, très peu des ruraux déracinés désormais entassés dans les banlieues de Mumbai trouveront un emploi régulier. Cela n’empêche pas l’emprise du travail sur leur vie. L’obligation de se salarier pour vivre pèse sur celui qui n’a pas d’emploi comme sur celui qui a eu « la chance » d’être embauché. Les quartiers populaires de Dakar vivent chaque jour sous la contrainte de la dépense quotidienne : trouver le petit boulot qui apportera l’argent pour acheter à manger d’ici le soir. Une minorité de la population mondiale reçoit un salaire, et une minorité encore plus réduite bénéficie d’un contrat en bonne forme, avec salaire fixé – et dûment versé – et droits du travail relativement respectés : le salariat n’en domine pas moins. Pour reprendre une formule situationniste, le travail est devenu plus visiblement ce qu’il était déjà essentiellement.

https://ddt21.noblogs.org/?page_id=1576


Astarian und R.F. zur Mittelklasse:

Zitat:
The proof of the pudding is in the eating, dit un proverbe anglais (la preuve du pudding, c’est de le manger). La preuve de la classe moyenne, ce sont ses luttes. Ce sont elles qui nous ont amenés à examiner pour elle-même la question de la CMS. Dans des mouvements sociaux comme ceux d’Iran en 2009, d’Israël en 2011, de Turquie 2013, de Hong Kong en 2014, etc., nous assistons à des protestations massives de larges fractions de la classe moyenne salariée contre les conditions économiques et sociales où les mettent les modalités actuelles de l’accumulation du capital (crise économique, mondialisation, bulles immobilières, péréquation biaisée, etc.). Il faudra caractériser ces luttes, évaluer leur degré de « pureté de classe ». Car le prolétariat s’y associe fréquemment, parfois de façon massive (Tunisie et Egypte , 2011), parfois de façon plus limitée (Oaxaca 2006, Vénézuela 2014, France 2016).

Il est impossible d’ignorer les luttes de la CMS, surtout à l’époque actuelle. Partout dans le monde, elles donnent lieu à des manifestations monstres et spectaculaires qui font pâlir d’envie militants et activistes. Elles sont parfois d’une grande violence et, tout « petits-bourgeois » qu’ils soient, les manifestants font preuve d’une audace et d’un courage remarquables pour défendre leur cause. Enfin, il arrive qu’elles soient victorieuses, comme lorsqu’elles obtiennent la chute de Ben Ali ou de Moubarak. Il faudra analyser les conditions et le contenu réel de ces victoires.

http://www.hicsalta-communisation.com/accueil/menage-a-trois-episode-1#more-1456


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02. Juni 2017, 13:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Vietnam Antworten mit Zitat
Neuer Text auf der HP von Chuang über wilde Streiks in Vietnam:

Zitat:
But is this really the beginning of something new? The radical alternatives that Friedman imagines are not, he admits, being discussed, debated or fought for within China. The situation is not excellent. In Vietnam, a closer look at wildcat strikes reveals that they may be stuck going nowhere. Such strikes have become a de facto accepted and established practice in Vietnam. In the mid-1990s, the state and its organs were nervous about strikes, but the government has gradually become more relaxed about them. Now, they are seen as an ordinary part of industrial relations, so long as they don’t make demands beyond their immediate workplaces. Consequently, very few strikes go beyond bread and butter issues. As in China, they are ‘explicitly revindicative in nature,’ making ‘very specific, local demands of existing powers’.[26] And despite being ‘remarkably successful’ in achieving at least one of their immediate demands, ‘they are also short actions that lead to quick fixes. The result is that the problems repeat themselves, and workers have to make the effort to strike again and again to meet basic demands’.[27] This is collective bargaining by riot, but without any lasting impact.

http://chuangcn.org/2017/05/dinh-cong-tu-phat-wildcat-strikes-in-post-socialist-vietnam/


Französische Übersetzung auf dndf.

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02. Juni 2017, 23:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neuer Text Antworten mit Zitat
Einige Überlegungen zu den Präsidentschaftswahlen in Frankreich:

Zitat:
Les élections présidentielles de 2017 en France ont été ce qu’on pourrait appeler une petite conjoncture : une structure sociale en crise s’effondre sous le poids de ses contradictions, et, dans le même moment et pour les mêmes raisons, parvient à se rétablir, non sur des bases nouvelles, mais en correspondant plus encore à ce qu’elle était auparavant. C’est une mise en adéquation à la situation telle qu’elle peut être appréhendée par cette structure : la crise formulée dans ses propres termes et résolue dans ses propres termes. Autrement dit, c’est un tour de vis et un retour à l’ordre, là où une « grande » conjoncture se caractériserait par l’impossibilité de le rétablir.

Comme un chat qui retombe sur ses pattes, la classe politique française, à travers l’éclatement des deux partis qui se partagent le pouvoir depuis quarante ans et font l’objet de critiques de plus en plus pressantes, est parvenue, face aux populismes de droite comme de gauche, à rester aux affaires. Parler de recomposition n’y change rien : ce qui s’est passé, sous les dehors d’un « grand chambardement », revient à entériner dans les faits et à accentuer ce qui faisait le fond de la crise de légitimité de la politique en France : le système de l’alternance en revient à un régime de parti unique, appliquant une politique unique.

https://carbureblog.com/2017/06/05/macron-classe-moyenne-et-politique-reflexions-sur-la-presidentielle-2017/


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05. Juni 2017, 19:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Zu Endnotes Antworten mit Zitat
Artikel im n+1 Magazine zu Endnotes:

Zitat:
This antinormative stance is part of what makes Endnotes so fascinating: surely there has never been such a sober magazine of the ultraleft. Its pages are completely empty of exhortations, special pleading, and wishful thinking. The contrast with most political writing is clear, and reading the journal makes one aware of how much left-wing writing traffics in vague optimism. But in the very success of their criticism, the editors place themselves in a rigor trap, where it is hard to see how their own politics could survive the same kind of withering analysis they apply to others. Bernes writes quite reasonably, for example, that it is “politically non-workable” to expect that “15 percent or so of workers whose activities would still be useful [after the revolution] would work on behalf of others.” But he believes, with the Endnotes collective, that communism is somehow workable. It is as if someone has given you a dazzling lecture on the dangers of drinking coffee before offering you a line of coke.

https://nplusonemag.com/issue-28/reviews/the-bleak-left/


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19. Juni 2017, 00:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Mittelklasse, Teil 2 Antworten mit Zitat
Teil 2 zur lohnabhängigen Mittelklasse:

Zitat:
Comment comprendre la hiérarchie des salaires de l’ouvrier à l’ingénieur ? Le capital paie-t-il plus cher ce dernier parce que la production de sa force de travail est plus onéreuse que celle de l’ouvrier ? BEM répondent oui et non. Pour eux, la hiérarchie des salaires n’est pas entièrement justifiée par les écarts de valeur entre les différentes forces de travail. Le capital paie la force de travail de l’ingénieur à sa valeur (le coût de sa reproduction), mais il ajoute un supplément, qu’ils analysent comme une rétrocession de plus-value. Les travailleurs productifs de la CMS consacrent une partie de leur journée à reproduire la valeur de leur force de travail, et la valeur qu’ils produisent au-delà est, par définition, de la plus-value. Une partie de cette plus-value est rétrocédée à la CMS. Pour les travailleurs non-productifs de la CMS, la rétrocession se fait au travers de mécanismes redistributifs impliquant entre autres l’État.

http://www.hicsalta-communisation.com/accueil/menage-a-trois-episode-2


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21. Juni 2017, 16:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neuer Text auf Spanisch Antworten mit Zitat
Neuer Text von einem spanischsprachigen Genossen (den ich nicht gelesen habe, da mein Spanisch zu schlecht ist):

Zitat:
El texto del grupo francés Négation, «El proletariado como destructor del trabajo» (1972) es un documento excepcional que pertenece claramente a la primera de esas dos categorías. De ahí que no sólo consiga separarse serenamente de su pasado, sino que siga siendo a día de hoy un extraordinario ajuste de cuentas con toda clase de candidatos presentes y futuros a prolongarlo. La excepción, sin embargo, confirma la regla, y es regla general de la (pre)historia que excepciones de este calibre no queden impunes, lo que explica la paradoja de que apenas publicado, un texto tan visionario y vigoroso quedara sepultado bajo un espeso y duradero manto de silencio.

http://dndf.org/?p=16013


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03. Juli 2017, 18:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Mittelklasse Antworten mit Zitat
Neuer Text von Astarian und R.F. zur Bewegung gegen die "Loi Travail" und der Rolle der Mittelklasse:

Zitat:
La loi El Khomri correspond à une situation générale de pénurie de plus-value qui se traduit de manière double. À la demande patronale d’accords plus souples et moins coûteux, s’ajoute la question de l’intégration des syndicats qui sont moins coopératif avec le patronat. Même ceux-ci – bien que dans une moindre mesure par rapport aux syndicats «d’accompagnement» – vivent principalement de transferts de valeur qui se font directement par les contribution patronales au «dialogue social» (fonds paritaires dédiés au financement des organisations syndicales et d’employeurs) et indirectement par l’État à différents niveaux (régions, collectivités locales), et sous différentes formes (versements, décharges syndicales, etc.). Les cotisations des inscrits ne constituent qu’une faible partie du budget des syndicats. Aussi modestes que soient ces portions de plus-value dans les bilans des entreprises, le patronat essaie de faire des économies dans tous les sens. Pourquoi dès lors continuer à financer des syndicats pas assez «collaboratifs» alors que les profits sont insuffisants?

http://www.hicsalta-communisation.com/accueil/menage-a-trois-episode-3


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22. Juli 2017, 01:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Lohnabhängige Mittelklassen Antworten mit Zitat
Radiosendung mit Alain C. vom Blog Carbure über die Rolle der lohnabhängigen Mittelklassen:

Zitat:
Les classes moyennes salariées peuvent parier sur un cheval néolibéral (Macron) ou un cheval altercapitaliste (Mélenchon), elles n’en sont pas moins globalement des défenseuses du capitalisme, du compromis capital-travail, de l’Etat et de sa classe politique, et cela alors même qu’elles se prétendent des représentants des classes populaires lorsqu’elles mènent leurs luttes soi-disant anticapitalistes (Occupy, Nuit Debout, etc.). Cette position structurellement contre-révolutionnaire n’est pas un effet du hasard, mais découle de leur rôle d’encadrement du prolétariat et du procès de production capitaliste, ce qui leur confère un sursalaire et une autorité, assurant leur fidélité au capital et son Etat en même temps que leur séparation d’avec l’ensemble du prolétariat. Loin de se contenter d’une dénonciation rituelle de l’interclassisme, cette émission vise à une analyse radicale des classes moyennes salariées et son rôle contre-révolutionnaire en tant que classe, mais dont des membres peuvent devenir révolutionnaires – avec Alain de Carbure.

http://sortirducapitalisme.fr/231-entre-macron-et-melenchon-les-classes-moyennes-salariees


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30. August 2017, 19:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Dauvé zur Arbeit Antworten mit Zitat
Auszug aus Dauvés neuem Buch:

Zitat:
Quand un escroc apporte du travail, du revenu, et donc du « sens », à une communauté en perdition, même si c’est provisoire et fallacieux, cela pose la question de ce que signifient production et travail. Les chômeurs de la Sarthe faisaient confiance à Ph. Berre parce qu’il leur apportait une socialisation, un rôle, un statut, une reconnaissance. Qu’est-ce qui est utile ? inutile ? fictif ? réel ? rentable ou non ? Ce bout d’autoroute était-il plus ou moins absurde que les « vraies » autoroutes ? Quel travail mérite d’être qualifié de « gaspillage » ? Au-delà de la dure vérité du travail (il crée des objets, rapporte du revenu et est généralement pénible), quelle est sa réalité ?

http://www.troploin.fr/node/91


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03. September 2017, 13:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Astarian zum Wert Antworten mit Zitat
Interview mit Bruno Astarian anlässlich seines neuen Buches bei Entremonde:

Zitat:
Le principal point qui ne manquera pas de choquer, c’est que je récuse la notion de travail abstrait, notion à mon avis métaphysique, mais qui a sa raison d’être dans la problématique marxienne et marxiste. Quand Marx dit que toutes les marchandises sont comparables entre elles parce qu’elles contiennent la même substance, résultat d’une activité, d’une dépense de force humaine sans qualité, il appelle parfois cette dépense « travail abstrait », dont il fait aussitôt une substance qui logerait dans la marchandise. Il veut dire en fait travail en général (quand on a fait abstraction de toutes ses qualités particulières de plombier, de ferronnier, etc.). Marx lui-même n’emploie presque pas, et de façon hésitante, le terme « abstrait » : parfois il l’utilise, parfois non. Ce n’est pas très important pour lui. C’est après, seulement, que des théoriciens ont monté ce concept en épingle et rempli des bibliothèques entières pour savoir ce qu’est le travail abstrait. Selon cette conception, le travail en général se cristallise dans la marchandise et devient du travail abstrait : dans la société marchande, l’activité productive inclut le travail abstrait, autrement dit produit de la valeur. Parler de travail abstrait, c’est dire qu’il y a une dépense générale de force humaine. Laquelle exactement ? Les auteurs divergent, mais la ligne générale, c’est que le travail abstrait résulterait d’une dépense de force humaine. Pour moi, c’est une conception physiologique de la création de valeur.

https://ddt21.noblogs.org/?page_id=1698


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10. September 2017, 14:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Werttheorie Antworten mit Zitat
Einführung in die Marxsche Werttheorie:

Zitat:
Il s’agira d’abord pour nous de proposer une introduction à la théorie marxienne de la valeur. Fruit d’un travail de plusieurs décennies dont un nombre extrêmement important de manuscrits en sont les témoins, la théorie marxienne de la valeur se présente sous sa forme définitive dans Le Capital.

On peut concevoir cette théorie comme le résultat d’une discussion critique avec les théoriciens classiques de l’économie (Ricardo, Smith et bien d’autres). Pour se donner une idée du travail préparatoire de Marx et de la façon dont il dialogue avec les économistes, classiques comme vulgaires, on peut lire par exemple les Théories sur la plus-value.

Les catégories utilisées par Marx dans ses travaux de critiques de l’économie politique connaîtront une grande postérité dans le marxisme. Ainsi, « valeur », « plus-value », « plus-value absolue », « plus-value relative », « capital constant », « capital variable », « composition organique du capital », etc. sont des termes que l’on retrouve fréquemment dans la littérature marxiste.

http://dndf.org/?p=16486


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08. November 2017, 14:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Loi Travail Antworten mit Zitat
Kritik eines Vorworts eines Buches über die Bewegung gegen die Loi Travail:

Zitat:
L’unionisme de gauche identifie en un seul et même continuum les anars et antifas, les syndicats, Mélenchon – promu au passage signe électoral du renouveau de la « vraie » gauche, les luttes de femmes et les luttes contre les violences racistes et policières, sans jamais se demander ce que veulent les uns et les autres, sans écouter ce qu’ils disent en particulier, comment ils se rapportent les uns aux autres, et en posant sans cesse le présupposé de l’Union, sacrée et majuscule. L’intersectionnalité poussée au comble de l’inclusivité articulatoire, en somme. L’analyse est la grande cuillère qui doit touiller la bouillie ainsi constituée pour lui donner sa belle consistance homogène.

Mais les rapports entre ceux qui luttent contre les violences policières et la gauche ne sont pas aussi idylliques (on se souvient de l’embrouille entre la famille d’Adama Traoré et Ruffin, sans même parler des positions plus qu’ambiguës de Mélenchon sur les violences policières), pas plus que n’ont été idylliques les rapports entre Nuit debout et les « casseurs », ni les relations entre les syndicats et les anarco-totos (il est passé où le SO de la CGT, et ses matraques, dans l’analyse unifiante ?), ni d’ailleurs les rapports entre les syndicats et Mélenchon, qui aimerait avoir la direction politique des luttes, ni même entre le « Front social » (cette expression magnifiée de « la base » sous – discrète – étiquette syndicale) et les directions syndicales, etc. Et le bloc gauchiste lui-même n’est pas très homogène, entre les gentils réformistes de Nuit debout, les enragés révolutionnaires proches du Comité invisible et les inévitables jeunes trotskistes…

https://carbureblog.com/2017/11/15/quand-le-cortege-de-tete-fait-de-la-politique-considerations-acides-sur-une-preface/


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17. November 2017, 00:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neuer Text auf Carbure Antworten mit Zitat
Das Prinzip der Ungewissheit, Klassenkampf und Theorie:

Zitat:
Aux débuts de la physique contemporaine, Heisenberg formula le fameux « principe d’incertitude », mieux nommé « principe d’indétermination », qui postule qu’on ne peut connaître simultanément la vitesse et la position d’une particule donnée. Si par métaphore nous devions reprendre ces termes, le principe d’indétermination propre à notre démarche théorique pourrait se résumer en ceci qu’il nous est devenu impossible de saisir simultanément la situation objective du prolétariat dans le capital et son devenir révolutionnaire, alors même que c’est la tâche théorique que nous nous sommes assignés. Cette impossibilité est similaire à la situation de la classe elle-même, à son impossibilité propre. La théorie de la communisation est une théorie de la rupture, elle ne peut être scientifique : elle est emportée dans le mouvement de son objet et contient toutes les contradictions et les apories qui lui sont propres. La fin de son objet est sa fin propre. C’est une théorie aussi impossible que l’est le prolétariat, cette impossibilité est l’objet de ce texte.

https://carbureblog.com/2017/11/23/principe-dincertitude-lutte-des-classes-et-theorie/


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25. November 2017, 12:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Verschwinden der Arbeiterbewegung Antworten mit Zitat
Essay zum Verschwinden der Arbeiterbewegung:

Zitat:
The kind of arguments that Sinistra Critica and Endnotes propose, with their emphasis on discontinuity, are important. They have the merit of registering important changes that much of the far left ignores, denies or minimizes. Today most radicals have little sense of the present as a moment in history with distinctive features and how these differ from the contours of previous periods. Adherents of the revolutionary left are more likely to have definite views about such matters. However, on the far left the present is often understood in relation to whichever momentous historical events a political current treats as most important (the Russian Revolution, the Spanish Revolution, the Chinese Revolution…). The era in which we live is rarely recognized as a period that is profoundly discontinuous with the years c. 1840-1970 during which the traditions of the revolutionary left took shape. That’s one reason why absurdities like socialists in Texas reading about Lenin for guidance in building their organization are not uncommon today. With too much of the far left intellectually imprisoned in archaic thinking, there’s value in stressing that the workers’ movement and the political horizon linked with it are now truly in the past — but also that capitalism, the working class, class struggle, bureaucratic mass organizations born of the workers’ movement, and the potential for a self-governing society are still features of the crisis-ridden world we’re trying to change.

http://salvage.zone/online-exclusive/what-happened-to-the-workers-movement/


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23. Januar 2018, 16:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Texte Antworten mit Zitat
Erster Teil der französischen Übersetzung der Einleitung der letzten Nummer von Il lato cattivo:

Zitat:
Au cours des quatre rencontres consacrées à la présentation du deuxième numéro de « Il Lato Cattivo », nous avons tenté d’esquisser les contenus de la revue, ainsi que son orientation générale sous-jacente, de la façon la plus synthétique et adéquate à l’exposition orale. La forme même de la rencontre publique imposait un travail d’écrémage sur les matériaux de départ ; il en est ressorti un digest sûrement schématique et assez appauvri : pour dire tout ce qu’on aurait voulu dire, il nous aurait fallu une journée entière ; et pour le dire de la façon la plus satisfaisante, il aurait fallu de nouveau avoir recours à la parole écrite – qui a certainement beaucoup de défauts, mais permet une marge de réflexion et une recherche de la bonne formule que la parole parlée ne concède pas. L’exercice s’est révélé tout de même stimulant. Il en a été ainsi pour ceux qui se sont préparés et ont exposé, et – on l’espère – également pour ceux qui ont eu la patience d’écouter. Quoi qu’il en soit, le brouillon initial a été ultérieurement retravaillé en tenant compte, d’une part, des évolutions les plus récentes intervenues à différents niveaux et, d’autre part, des interventions faites par certains camarades au cours des rencontres – questions et remarques qui nous ont parues justifier des éclaircissements et des précisions ultérieures, ou tout simplement la reformulation écrite des réponses déjà fournies à l’occasion des présentations. Ce qui suit est donc un petit condensé des rencontres de novembre 2016 (Turin et Milan) et mars 2017 (Rome et Viterbe), de ce qui y a été dit et des réactions suscitées. Nous espérons qu’il s’avère utile, aussi bien pour ce ceux qui étaient là que pour ceux n’y étaient pas.

http://dndf.org/?p=16716


Englische Übersetzung einer leicht veränderten Version des dritten Kapitels von Dauvés De la crise à la communisation:

Zitat:
What follows is a long essay by the French communization theorist, Gilles Dauvé. It is a long read, a read which varies in content and tone but a text which masterfully summarizes the communist critique of work. The original can be found here at Troploin. He also dutifully notes that without the abolition of work there can be no communist revolution or communism. We hope you enjoy reading this as much as we enjoyed translating it. ¡A la chingada con el trabajo!

https://ediciones-ineditos.com/2018/03/08/getting-rid-of-work/


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10. März 2018, 00:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Proletariat, Alternative und Kommunisierung Antworten mit Zitat
Fragen und Antworten zum Proletariat, zur Alternative und zur Kommunisierung "hier und jetzt":

Zitat:
Vous mettez parfaitement le doigt sur le problème : il est en effet difficile aujourd’hui de concevoir d’une part que le prolétariat ne constitue en rien une extériorité au capital, et d’autre part que c’est cette classe, telle qu’elle est, qui fait la révolution. Je précise « aujourd’hui », car ce postulat a longtemps été le point de départ de ce qu’on appelle « le marxisme », dont la vision du mouvement révolutionnaire n’est aujourd’hui plus la nôtre, que ce soit dans son déroulement ou dans ses buts. Aucun marxiste des années 30 n’aurait supposé qu’il faille que le prolétariat soit autre chose que ce qu’il est pour devenir révolutionnaire : il pouvait être discipliné, organisé ou conscientisé, mais devait de toute évidence demeurer la classe du travail pour pouvoir faire la révolution. Il a fallu attendre les années 1970 pour que ce genre de conception soit remise en cause. Aujourd’hui, que ce soit le prolétariat tel qu’il est qui fasse la révolution paraît difficile à soutenir. C’est pourtant un des points centraux de la théorie de la communisation. La revue Théorie communiste donne même pour fondement à sa démarche la fameuse question « Comment le prolétariat, qui n’est qu’une classe du capital, peut-il abolir toutes les classes et le capital ? », et c’est exactement de cela dont il s’agit.

https://carbureblog.com/2018/03/17/questions-et-reponses-sur-le-proletariat-lalternative-et-la-communisation-ici-et-maintenant/


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
17. März 2018, 18:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag ILC Antworten mit Zitat
Il lato cattivo, zweiter Teil:

Zitat:
La succession des cycles historiques de la lutte des classes illustre la tendance pas du tout aléatoire à la séparation croissante entre le contenu de la révolution bourgeoise et celui de la révolution communiste. Plus le mode de production capitaliste se développe dans le temps et dans l’espace, plus à son tour, le contenu du communisme formulé par la théorie brûle les ponts qui le rattachent aux révolutions historiques de la bourgeoisie. En cela, la vision du communisme ne devient pas « ce qu’elle aurait toujours due être » ; tout simplement elle se reformule au contact de nouvelles conditions. De la revendication initiale d’une simple répartition égalitaire des biens et des travaux, elle évolue vers la remise en cause de tous les aspects de la vie humaine, englobant dans le champ visuel de sa critique de divisions et d’antagonismes plus anciens (travail/non travail, rapport être humain/nature, identités sexuelles), que le mode de production capitaliste a englobé et refaçonné à son image.

http://dndf.org/?p=16763


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
01. April 2018, 14:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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