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[Veranstaltung] Völkische Wende in Ungarn - 7.Juli Kasama

 
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[Veranstaltung] Völkische Wende in Ungarn - 7.Juli Kasama
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lazlo wanda



Anmeldedatum: 26.12.2008
Beiträge: 650

Beitrag [Veranstaltung] Völkische Wende in Ungarn - 7.Juli Kasama Antworten mit Zitat
Hallo Leute,

am Donnerstag, 7. Juli 2011 findet im Kasama der Vortrag „Kon­ser­va­ti­ve Re­vo­lu­ti­on und völ­ki­sche Wende in Un­garn“ mit der Re­fe­ren­tin Magda­le­na Marsov­sz­ky statt, zu dem wir euch herzlich einladen möchten. Magdalena Marsovszky ist freie Kulturwissenschaftlerin, ist Vorstandsmitglied des Villigster Forschungsforums zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus e. V. (www.forschungsforum.net) und lebt in Budapest und München.

Nach den Parlamentswahlen im April 2010 konnten die Fidesz Bürgerliche Union (Fidesz-MPSZ) und ihr Vorsitzender Viktor Orbán mit ca. 53 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit erlangen. Für die sich offen rechtsextrem bekennende “Bewegung für ein besseres Ungarn” (Jobbik) stimmten um die 17 Prozent der ungarischen Bevölkerung. Ideologische Rückendeckung finden diese völkischen und demokratiefeindlichen Bewegungen in einer Gesellschaft, in der Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus weit verbreitet sind. Auf ein Feindbild angewiesen, geht diese chauvinistische Politik einher mit der Gleichschaltung der Medien, der Kultur, der Wissenschaft und zum Teil mit der der Wirtschaft. Alle, die nicht als Teil des “magyarischen Volkstums” angesehen werden, sind einem gewaltigen psychischen und wirtschaftlichen Homogenisierungsdruck ausgesetzt. Die wohl am stärksten gefährdeten Gruppen, gegen die sich die Politik des Hasses richtet, sind Roma, Juden und Jüdinnen, Intellektuelle, Linksliberale, weiterhin Obdachlose, Lesben und Schwule.

Die Referentin wird sich kritisch mit der gesellschaftlichen Stimmung in Ungarn, also dem völkischen Nationalismus und der Feindlichkeit gegen Minderheiten, auseinandersetzen.

Vortragsbeginn: 20.15 Uhr
Vokü: 19:15

Infoladen Kasama
Militärstrasse 87a
8004 Zürich

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Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
28. Juni 2011, 11:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wirken die II



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 208

Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
Ideologische Rückendeckung finden diese völkischen und demokratiefeindlichen Bewegungen in einer Gesellschaft, in der Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus weit verbreitet sind.


Soll man/frau jetzt gegen den Rassismus Antisemitismus etc. sein, indem man eine demokratiefreundliche Bewegung aufbaut???
29. Juni 2011, 07:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



Anmeldedatum: 14.01.2008
Beiträge: 1032

Beitrag Antworten mit Zitat
wo hast du das gelesen?

_________________
"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
04. Juli 2011, 15:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wirken die II



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 208

Beitrag @gregor_samsa Antworten mit Zitat
zitiert aus:

http://pusztaranger.wordpress.com/2010/07/30/„ein-ausbund-an-menschlicher-verruchtheit“-zsolt-bayer-im-magyar-hirlap/

Zitat:
Derzeit ist sie Mitglied der Forschungsgruppe Demokratie und Extremismus der ungarischen Akademie der Wissenschaften. Sie publiziert auf deutsch, englisch und ungarisch. Die wichtigste Fragestellung für sie ist, mit welchen politischen Maßnahmen präventiv gegen gesellschaftliche Ausgrenzung und Kulturkämpfe vorgegangen und gleichzeitig die Zivilgesellschaft und die Demokratie gestärkt werden kann.


Genug schlimm, dass sich solche faschistischen Tendenzen wieder offen zeigen können. Dies ist aber in fast allen Fällen das Resultat von vorwiegend linken Regierungen oder im Fall von Ungarn von stalinistischer und demokratischer Kapitalherrschaft im Multipack.

Die faschistischen Tendenzen bekämpft man aber m.E. immer noch wie das die ital. kommunistische Linke während des Faschismus schrieb:

Zitat:
Die zentrale Frage, vor der heute die Arbeiterbewegung steht, ist die ihrer Haltung gegenüber der Demokratie oder genauer: die Notwendigkeit, ob man die demokratischen Institutionen verteidigen soll, die der Faschismus zur gleichen Zeit bedroht, wie er zur Zerstörung der proletarischen Organisationen übergeht. Bei dieser Frage ist - wie bei vielen anderen auch - die einfachste Lösung nicht die klarste, denn sie entspricht keineswegs der Wirklichkeit des Klassenkampfes. So paradox wie dies auf den ersten Blick erscheinen mag, die Arbeiterbewegung kann ihre Organe vor den Angriffen der Reaktion nur unter der Bedingung wirklich schützen, wenn sie ihre Kampfpositionen aufrechthält und sie nicht mit dem Schicksal der Demokratie verbindet. Die Arbeiter müssen ihre Schlacht gegen die faschistischen Angriffe wie auch gegen den demokratischen Staat führen. Denn wenn einmal die Verbindung zwischen der Arbeiterbewegung und den demokratischen Institutionen hergestellt ist, sind die politischen Bedingungen erfüllt für die sichere Niederlage der Arbeiterklasse, denn der demokratische Staat findet in der Unterstützung der Arbeitermassen keine Möglichkeit zum Überleben, sondern er braucht diese Unterstützung als Voraussetzung zu seiner Umwandlung in ein autoritäres Regime oder als Zeichen für sein Verschwinden, um seinen Platz der neuen faschistischen Organisation zu überlassen.


aus:

2. Faschismus – Demokratie – Kommunismus (Bilan Nr. 13 – 1934)

http://de.internationalism.org/antifa/2

Natürlich haben wir heute eine andere Ausgangssituation und es gibt keine proletarischen Organisationen zu zerschlagen, weil es schlichtweg keine grossen Arbeiterorganisationen gibt. Trotzdem sollte man sich überlegen, ob man deshalb ein Anhängsel der Demokratie werden will? Zumindest bekommt die gute Frau "Hautausschläge bei allen nationalen Kranzniederlegungen" etc. Das finde ich schon einmal gut und vielleicht kann sie ja auch meine Skepsis relativieren, indem sie uns besser erklärt, was für eine Demokratie sie meint.
07. Juli 2011, 18:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



Anmeldedatum: 14.01.2008
Beiträge: 1032

Beitrag Antworten mit Zitat
danke für die ausführung!

_________________
"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
07. Juli 2011, 21:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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