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Autonome Sommeruni: 23.8/25.8/30.8./1.9./3.9. in Luzern

 
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Autonome Sommeruni: 23.8/25.8/30.8./1.9./3.9. in Luzern
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Marcos



Anmeldedatum: 21.08.2006
Beiträge: 409

Beitrag Autonome Sommeruni: 23.8/25.8/30.8./1.9./3.9. in Luzern Antworten mit Zitat
Das Ziel der 2. Sommeruni ist es, weg von der hierarchischen Form des Vortrags zu kommen. Die Form der Veranstaltungen wechselt deshalb zwischen Inputreferat, Textlektüre oder offener Diskussion. Wir bitten deshalb alle, sich aktiv an der Veranstaltung zu beteiligen. Im Vorfeld werden auf denknischen.ch Texte hochgeladen, welche vor der jeweiligen Veranstaltung gelesen werden sollten, damit eine spannende Diskussion stattfinden kann!

Dienstag, 23.08.2011, 19.30 Uhr
Das Ende der repräsentativen Demokratie?
Diskussion: Gesellschaftsvertrag und Neoliberalismus

Seien es französische Immigrant_innen, europäische Prekarisierte, spanische Jugendarbeitslose oder Stuttgart21-Gegner_innen, welche sich in den letzten Jahren erhebten: Sie alle haben gemeinsam, dass sich ihr Protest gegen die Formen politischer Repräsentation richtet, in welchen sie sich nicht repräsentiert fühlen. Besonders auffällig ist an diesen Formen des Protests, dass sie ihre Kritik an der Repräsentation nicht aufgrund von politischen Theorien üben, sondern aus einem direkten Gefühl, in der Politik nicht mehr vertreten zu sein. Genauso wendet sich ihre Kritik gegen Gewerkschaften und linke Parteien. Ihr Protest verweist darauf, dass sich die repräsentative Demokratie, wie sie in Europa seit 200 Jahren propagiert wird, in einer Krise befindet. Deshalb wollen wir in einem Inputreferat die dieser Demokratieform grundlegenden Gesellschaftstheorien kurz beleuchten, und danach fragen, inwiefern Neoliberalismus und Globalisierung diese untergraben. Schliesslich soll in einer Diskussion über mögliche Formen der Kritik an der Demokratie und der Perspektiven linker Kräfte in diesen neuen Bewegungen gefragt werden.

Donnerstag, 25.08.2011, 19.30 Uhr
Der Westen und seine Werte
Diskussion: Arabischer Frühling und Menschenrechte

Jahrzehnte unterstütze der Westen arabische Diktatoren, währenddessen er über die angebliche Unmenschlichkeit des Islams und dessen Unverträglichkeit mit den Menschenrechten diskutierte. Mit den jüngsten Revolutionen in der arabischen Welt wurde diese schizophrene Haltung Europas gegenüber den Menschenrechten deutlich. Während in Tunesien und co. die Menschenrechte eingefordert werden, scheint man in Europa eher besorgt darüber, wie man nun arabischen Flüchtlingen die Menschrechte vorenthalten kann. Und auch sonst findet im Rechtsverständnis Europas eine Abkehr von den Menschenrechten als Minderheitenschutz statt. Aber auch von linker Seite ist eine breite Solidaritätswelle mit der arabischen Welt ausgeblieben. Hat man nicht eher vertreten, dass nicht die universellen Menschenrechte, sondern ein Kulturrelativismus der arabischen Welt dienlich sei? Betrachteten wir nicht Menschenrechte vor allem als Machtinstrument des Westens? Wenn sich rechtspopulistische Kräfte auf die Demokratie berufen, um Menschenrechte auszuhebeln, soll man sich dann wieder auf die Menschenrechte zurückbesinnen? In dieser Veranstaltung wollen wir deshalb die Entwicklung der Menschenrechte im Rechtssystem Europas und den Umgang der Linken mit westlichen Werten diskutieren.

Dienstag, 30.08.2011, 19.30 Uhr
Es geht nicht mehr darum zu warten!
Textlektüre: »Der kommende Aufstand«

Das von einem »unsichtbaren Komitee« geschriebene Buch »Der kommende Aufstand« hat seit seinem Erscheinen grosse Wellen geworfen. »Unter welchem Blickwinkel man es auch betrachtet, die Gegenwart ist ausweglos.« So lautet der erste Satz der Flugschrift. Es ist nicht die genaue Analyse der materiellen Verhältnisse, welches die Flugschrift aus- zeichnet. Vielmehr ist die breite Rezeption damit zu erklären, dass eine vielfach gefühlte Wirklichkeit angesprochen wird. Bei diesem Treffen wollen wir darüber diskutieren, wie der kommende Aufstand mit der neuen Unübersichtlichkeit umgeht und welches Potenzial, aber vielleicht auch welche Gefahren diese Flugschrift mit sich bringt, um schliesslich auch die Rolle von Verstand und Emotion für eine linke Praxis überhaupt zu diskutieren.

Donnerstag, 01.09.2011, 19.30 Uhr
Empire und das Begehren der Menge
Textlektüre: Hardt & Negri: »Empire«

Von den einen als Revolutionsromantik verschmäht, von anderen als kommunistisches Manifest unserer Zeit verherrlicht, haben Antonio Negri und Michael Hardt mit „Empire“ eines der einflussreichsten Bücher für die Linke unserer Zeit geschrieben. Zentral ist darin ihre Analyse des »affektiven Kapitalismus«: Dieser produziert im Empire nicht bloss Wa- ren, sondern Gefühle, Wünsche und soziale Beziehungen. Das Empire hat sich in den Subjekten selbst eingenistet, ihr eigenes Begehren zum Objekt der Ausbeutung gemacht. Gleichzeitig erkennen Hardt & Negri in der Multitude – eine »vielgestaltete Menge kreativer und produktiver Subjektivitäten,« welche das lebendige Herz des toten Empires sind – das neue politische Subjekt. Die Menschen trügen in sich bereits »das Potenzial für eine Art des spontanen und elementaren Kommunismus.« Dies mag prophetisch klingen. Interessant für uns ist aber die Kraft, welche Hardt & Negri dem Begehren zusprechen. Gleichzeitig Ort der Ausbeutung, ist es für sie auch Ort der Befreiung. Denn dem Kapitalismus wird es nie gelingen, unser Begehren, unsere Gefühle kontrollieren zu können. Ist es nicht auch dieses Begehren, welches Menschen in Europa oder Afrika zur Revolte treibt?

Samstag, 03.09.2011, 14.00 Uhr
Was kommt nach der Empörung?
Abschlussdiskussion: Probleme & Perspektiven

Die Sommeruni soll in diesem Jahr mit einer thematisch offenen Diskussion abgeschlossen werden. Aufbauend auf den Thesen, Fragen und Erkenntnissen der vorangegangenen Diskussionen soll zum Abschluss nach den Konsequenzen gefragt werden, welche die neue politische Emotionalität für eine emanzipatorische Politik haben kann. Was bedeutet dies für unsere eigenen politischen Rationalitäten und Handlungsweisen? Spielt Emotionalität nur dem Rechtspopulismus in die Hand? Oder wie müssen wir damit umgehen, um von der Empörung zu einer emanzipatorischen Perspektive zu finden? Jede_r ist eingeladen, die eigenen Perspektiven einzubringen!




weitere Infos: http://denknischen.ch/2011/08/11/detailliertes-programm/

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"Alles was kapputt geht wird in der Reithalle organisiert"

"Es gibt halt relativ viel geistig verwirrte hier und damit muss man als Politiker rechnen"

"extreme Sportchaoten"
13. August 2011, 18:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



Anmeldedatum: 31.10.2006
Beiträge: 1498

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Hauptsächlich linkes Geraune: «Menschenrechte, Gesellschaftsvertrag, Multitude...»
Savo u.a.: Sollte man da ein paar Sachen zu Tunesien und co. und den Menschenrechten zurechtrücken?
Mal vorbeischauen kann ja wohl nicht schaden.

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Power to the Pöbel!
18. August 2011, 22:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

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was für bananen stecken denn hinter dem quatsch? ich werde mir wohl den arabien-teil mal anschauen gehen.

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
18. August 2011, 23:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
far



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Beiträge: 5481

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Ich werde dich begleiten.

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
18. August 2011, 23:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Savo



Anmeldedatum: 16.12.2006
Beiträge: 3051

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sehr schön - wir hören uns...

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"Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht." (Marx)
19. August 2011, 00:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
rude e
Mad Dog


Anmeldedatum: 23.01.2006
Beiträge: 251

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Ich komme sonst auch. Aber ich war schon letztes Jahr dort und finde es ziemlich bezeichnend, dass die noch 2011 über Negri und Co. diskutieren wollen (das Weltgeschehen scheint an ihnen vorbei gezogen zu sein).

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Es tut mir leid wenn ich euch störe, Leute, aber ich tanze immer den letzten Tanz der Saison. In diesem Jahr hat es mir einer verboten. Aber ich lasse mir nichts verbieten. Ich werde tanzen, und zwar mit einer wundervollen Partnerin.

Erst wenn der letzte Lappen gelöhnt, die letzte Mark verjubelt und der letzte Groschen gefallen ist, werdet Ihr merken, dass man mit Bäumen nicht bezahlen kann.
19. August 2011, 22:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

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Na wenn sich da so eine lustige Bande auf den Weg macht, bin ich auch dabei ;)

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
19. August 2011, 23:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beiträge: 1498

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Hab leider Diskussionsgruppe.
Aber: Ihr werdet da sicher das eine oder andere zu berichtigen wissen.

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Power to the Pöbel!
20. August 2011, 00:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



Anmeldedatum: 31.10.2006
Beiträge: 1498

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Muss mein Eigangspostinge etwas revidieren: Gute Diskussion mit netten Leuten – wenn man sich auch nicht überall einig war.

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Power to the Pöbel!
26. August 2011, 00:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

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Muoit hat Folgendes geschrieben:
Muss mein Eigangspostinge etwas revidieren: Gute Diskussion mit netten Leuten – wenn man sich auch nicht überall einig war.


Da kann ich dem Muoit nur zustimmen. Die Reise nach Luzern hat sich gelohnt!

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26. August 2011, 00:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 1218
Wohnort: Zug

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Hab meine Vorurteile zum Glück nicht niedergeschrieben und muss darum auch nichts revidieren. ;-) War ein super Abend. Coole Leute.

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Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
26. August 2011, 11:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
rude e
Mad Dog


Anmeldedatum: 23.01.2006
Beiträge: 251

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:-)

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Es tut mir leid wenn ich euch störe, Leute, aber ich tanze immer den letzten Tanz der Saison. In diesem Jahr hat es mir einer verboten. Aber ich lasse mir nichts verbieten. Ich werde tanzen, und zwar mit einer wundervollen Partnerin.

Erst wenn der letzte Lappen gelöhnt, die letzte Mark verjubelt und der letzte Groschen gefallen ist, werdet Ihr merken, dass man mit Bäumen nicht bezahlen kann.
28. August 2011, 09:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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