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[Vortrag] Kritik des Nationalismus | Bern

 
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[Vortrag] Kritik des Nationalismus | Bern
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ratatoskr



Anmeldedatum: 22.07.2010
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Beitrag [Vortrag] Kritik des Nationalismus | Bern Antworten mit Zitat
Nationalismus, das ist die Parteilichkeit für die Nation mit allem drum und dran. Bei internationalen Sportereignissen, kann man auch hierzulande beobachten, wie sich bei Siegen unserer Nati, Schweizer selig in den Armen liegen, die sich in ihrem Alltag keineswegs immer vertragen. Da werden Schweizer Siege gefeiert, wie wenn die mit einer Lohnerhöhung, Mietpreissenkung oder Urlaubsverlängerung verbunden wären.

Den Werktag von "Herr und Frau Schweizer" tangieren diese nationalistischen Orgien nicht. Wenngleich nationalistische Töne auch da immer und überall zu hören sind. Etwa wenn sich Menschen Fragen der folgenden Art stellen: "Wie kommen WIR aus der Krise heraus?" , "Müssen WIR uns von der EU und den Amis immer alles gefallen lassen?!", "Warum sind UNSERE Krankenkassen so teuer?" Oder wenn sie feststellen, dass UNSER Bundesrat mal wieder durchgreifen müsste, UNSERE Politiker immer nur lavern, UNSERE Schulkinder einfach nicht gut genug in der internationalen Konkurrenz abschneiden, bei UNS zu viele Ausländer leben, die HIER nicht zu UNSERER Kultur passen usw.. Als ob sie alle zum Beraterstab der herrschenden Politikerriege gehören würden, stellen sie sich auf den Standpunkt des nationalen Erfolgs und messen alle internationalen Angelegenheiten daran, wie die Schweiz dabei abschneidet. Dabei haben sie doch wirklich noch ein paar andere Sorgen. Und dass diese Sorgen über Geld und Gesundheit, Arbeitsbelastung und Steuern, Schulden und Preissteigerungen, Löhne und Arbeitszeit, Examen und Jobsuche nicht weniger werden, wenn sie Schweizer Erfolge beim Wachstum oder der internationalen Krisenbewältigung oder Weltmarkterfolge schweizerischer Grosskonzerne feiern, kann ihnen nun wirklich nicht entgehen.

Es fragt sich deshalb schon, wie es erwachsene Menschen schaffen, sich die Sache der Nation zu eigen zu machen. Zu denen, deren Amt es ist, sich an allen Fronten für Schweizer Siege einzusetzen, zu den regierenden Berufspolitikern gehören sie mehrheitlich ja nicht. Im Gegenteil: Sie sind die Regierten, auf deren Kosten diese Erfolge erzielt werden. Nationale Begeisterung schliesst eben nicht die Begeisterung über Kürzungen bei den Pensions- und Arbeitslosenkassen, über ständig grösser werdenden Steuer- und Termindruck, über die Studienreform oder über die neusten Arbeitszeiterhöhungen bei gleichem Lohn ein. Der Nationalismus von unten gibt also schon erhebliche Rätsel auf. Es ist nämlich weder praktisch noch lebenstüchtig oder gar erfolgsorientiert, wenn ganz normale Landesbewohner parteilich für nationale Interessen eintreten. Warum tun sie es dann? Und warum bildet diese Parteilichkeit so einen festgefügten Bestandteil ihrer Einstellung zu allen Lebensumständen hierzulande?



Nationalismus:
Was ist er, wie geht er, welche Verlaufsformen nimmt er an, woher kommt er, welche Funktion hat er und wie bekämpft man ihn?

Diese Fragen sollen geklärt werden am:
Vortrag mit Jonas Köper:

Do. | 15. September 2011 | 19.30 Uhr | Gewerkschaftshaus | Monbijoustrasse 61 | Bern

und vertieft am Teach-in vom:

Sa. | 17. September 2011 | 13.00 Uhr | Gewerkschaftshaus | Monbijoustrasse 61 | Bern


http://www.unia-jugend-bern.ch/

_________________
Das ist die Verrücktheit einer Gesellschaft, die sich von einem Sachzwang bestimmen lässt, der nur existiert, weil ihn die einen selbst praktizieren und die anderen sich ihn aufherrschen lassen.
23. August 2011, 15:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Vortrag ist online: http://www.unia-jugend-bern.ch/wp-content/vortraege/nationalismus.mp3

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Das ist die Verrücktheit einer Gesellschaft, die sich von einem Sachzwang bestimmen lässt, der nur existiert, weil ihn die einen selbst praktizieren und die anderen sich ihn aufherrschen lassen.
30. November 2011, 13:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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