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Islamischer Staat
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Islamischer Staat
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Doc Sportello



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Beitrag Islamischer Staat Antworten mit Zitat
Damit die Diskussion nicht zwischen verschiedenen Threads hin- und herhüpft, kreiere ich für das neu entstandene "Kalifat" mal einen eigenen Thread. Vielleicht hat far Zeit und Lust, alle Diskussionsbeiträge hier her zu transferieren?

Interessanter Bericht aus PKK-nahen Kreisen:

Zitat:
Es ist keine große Sache zu erkennen, warum sich zehntausende den Dschihadisten anschließen, die NATO hat schließlich den halben Mittleren und Nahen Osten zerbombt und korrupte Regimes von Afghanistan bis Libyen unterstützt. Entwurzelte chancenlose Jugendliche aus den Ghettos Europas suchen hier den direkten Weg ins Paradies, denn eine Teilnahme am Konsumparadies der weißen Wohlstandsländer wird ihnen ja verwehrt. Jeder Dschihadist trägt einen kleinen Schlüssel bei sich, der ihm nach dem Tod das Paradies aufschließen soll, das hören wir immer wieder. Manchmal hört man sogar etwas Mitleid bei den YPJ-Kämpferinnen gegenüber so viel Einfalt, »aber was sollen wir mit einem 16-Jährigen machen, der fünf unserer Jugendlichen die Kehlen durchgeschnitten hat?«, fragt Axîn Amed ratlos. »Die ISIS-Kämpfer gehen ohne Furcht in den Tod, sie kämpfen, ohne etwas über das Land zu wissen, in dem sie sich befinden.« Der Kommandant von Til Xenzir berichtete uns, sie hätten schon Dschihadisten festgenommen, die glaubten, sie kämpften gegen Israel. Die multinationale Truppe hat keinerlei Bindung an die ortsansässige Bevölkerung, das macht sie so mitleids- und hemmungslos.

http://www.emanzipation.org/?q=node/103


Auch die Lektüre des Interviews mit einem Aussteiger verlinkt in Fussnote 8 ist sehr zu empfehlen. Von einem Link auf ein Islamisten-Forum sehe ich hier mal lieber ab. Im zweiten Post ist es anständig gelayoutet. Der Führungsanspruch von IS führt zu etlichen Spaltungen in islamistischen Milieus. Sogar Al-Qaida-Anhänger scheinen bezüglich Grausamkeit Grenzen zu kennen. Nicht der IS:

Zitat:
Frage: Mit welcher Begründung wurden Imame der Moscheen getötet?

- Der Grund war, dass sie die Dawlah kritisiert hatten. Die Dawlah konnte keinerlei Kritik vertragen. Sie haben mitbekommen, dass ein Imam in der Öffentlichkeit einige Handlungen der Dawlah kritisiert hat und haben ihn daraufhin vor seiner Familie mit Schlägen aus seinem Haus geschleppt und umgebracht. Sie hielten es nicht mal für nötig, ihn zum Gericht zu bringen. Obwohl einige der Führer selber rauchen, haben sie die Raucher vom Volk mit Schläge bestraft. Die Handlungsweise der Dawlah gliche eher der Handlungsweise einer Mafia-Gruppe als der eines islamischen Staates. Die Takfiris aus der Gruppe wurden gesondert ausgewählt und zu Einheiten gebildet, die man auf die sunnitischen Dörfer, die der Dawlah widersprachen, losschickte und die Dorfbevölkerung abschlachten ließ mit der Begründung, dass sie alle Muschrikûn (Polytheisten) und Murtadûn seien. In der Region Dayr az-Zor hat eine Einheit ein ganzes Dorf komplett ausgelöscht. In der gleichen Region hat die Dorfbevölkerung eines anderen Dorfes 4 Mitglieder der Dawlah getötet. Nachdem ein Zivilist getötet worden war, hat die Dorfbevölkerung Widerstand geleistet und alle Mitglieder der Dawlah aus dem Dorf verjagt. Daraufhin sagte der Führer der Dawlah "Das Töten dieser Dorfbevölkerung ist nun Pflicht geworden". Sie sind nachts ins Dorf einmarschiert und haben ringsherum überall Bomben platziert und das ganze Dorf in die Luft gejagt. Niemand im Dorf hat überlebt. Ein ähnlicher Vorfall hat in der Region Atma stattgefunden. Wir haben Mörtel regnen lassen über einem Haus, von dem wir dachten, dass es der militärische Stützpunkt von Jayshul Hurr ist. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass es das Haus eines Verwandten eines Jayshul Hurr-Führers war und dass die getöteten alle Frauen und Kinder waren. Möge Allah uns verzeihen. Wir haben wirklich gedacht, es sei in einem militärischen Stützpunkt.


Anhänger der Al-Qaida nahe stehenden Al-Nosra-Front werden gnadenlos umgebracht:

Zitat:
- Man hat uns den Befehl gegeben, die Mujahiduun in der Jabhatun-Nusrah zu töten. Deswegen habe ich mich von ihnen getrennt. Dabei hatten sie noch vor ein paar Tagen gesagt gehabt, dass Jahbatun-Nusrah unsere Brüder sind. Wir waren in einem Haus in Dayr az-Zor gewesen, es war ein Haus von der Jabhatun-Nusrah. Wir haben gesessen, gegessen, getrunken und uns unterhalten. Auf einmal hat unser Führer einen jungen Mann gepackt, ihm eine Pistole an den Kopf gehalten und ihn durchsucht. Der Grund war, dass dieser junge Mann angeblich gegen die Dawlah geredet und Kritik ausgeübt haben soll. Er wollte den jungen Mann umbringen. Die anderen Brüder von der Dawlah, die neben mir saßen haben ebenfalls ihre Pistolen auf die anwesenden Mujahiduun der Jabhatun-Nusrah gerichtet und haben ihnen ihre Waffen weggenommen. Anschließend haben sie die Männer alle getötet. An diesem Tag hat die Dawlah etwa 30 Mujahiduun getötet. Ich habe mit allem Mut, den ich aufbringen konnte den Führer gefragt, warum er denn diese Mujahiduun alle getötet hat. Er antwortete "Wir haben diese Leute zu Quran und Sunnah gerufen, doch sie sind nicht gekommen." Ich habe einen anderen Führer über diese Angelegenheit gefragt. Er antwortete "Wir hatten einen Kontrollpunkt hier und sie haben zuerst auf unsere Brüder geschossen dort." Nach dieser widersprüchlichen Antwort habe ich verstanden, dass sie lügen. Ihre Lügen und Finten sind unzählbar. Ich suche meine Zuflucht bei Allah vor ihrem Übel. Aus diesem Grund habe ich nach einer Gelegenheit gesucht und bin abgehauen. Im Nachhinein habe ich gehört, dass sie über mich das Todesurteil gefällt haben. Sie verlangen von jedem Neumitglied ein Bild und die Adresse der Wohnung und des Arbeitsplatzes. Das ist die Taktik einer Mafia-Bande. Wer einmal in die Dawlah eintritt kommt nicht mehr lebendig raus! Viele Brüder möchten von ihnen weg aber sie schaffen es nicht. Shaykh Ayman az Zawahiri und unsere Gelehrten wissen ganz genau, dass diese Leute wild und ungehorsam sind und dass wir, die Unterdrückten, die von dort weg wollen, in einer schwierigen Lage sind und zeigen deswegen so viel Geduld und versuchen, diese Dawlah mit Worten zu ermahnen. Für diese Verhaltensweise danke und gratuliere ich ihnen. Möge Allah mit ihnen zufrieden sein.


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
10. August 2014, 22:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Angriffe auf Türkei oder Saudi-Arabien? Antworten mit Zitat
Angriffe auf die Türkei sind scheinbar nicht unmöglich:

Zitat:
“I pray to God that the apostate [Turkish] government reconsiders its decisions [to close the dam]. Because of they don’t reconsider it now, we’ll consider it for them by liberating Istanbul,” warned the IS operative in the interview, which was conducted on the banks of the Euphrates, with the operatives’ children splashing about in its waters in the background.

http://www.timesofisrael.com/islamic-state-levels-threat-at-turkey/


Auch Saudi-Arabien dürfte langfristig ein Ziel sein, denn was ist schon ein Kalifat ohne die zentralen heiligen Stätten:

Zitat:
Ubaida believes that IS will leave Syria at intervals, within a year from now, will give up its areas of influence and restrict its forces to the oil regions. He pointed out that IS will head to the Kingdom of Saudi Arabia, where it has started to establish cells. He also indicated that there are cells affiliated to IS in Qassim, Khamis Mushayt, Dammam and Hofuf. The latter explained that two persons, one from al-Maghamisi family and the other known as al-Matiri, are responsible for the distribution of these cells and for their formation to fulfill their mission when needed.

Explaining why IS will head to Saudi Arabia, Ubaida indicated, “A large number of IS fighters are Saudis who are currently exerting a lot of pressure to drag IS to Riyadh and are preparing the ground for this step. Ubaida confirmed that it will not be long before IS emerges in Najd, considering that the Prophet Muhammad said, “In that place shall rise the devil's horn.”

http://www.al-monitor.com/pulse/security/2014/07/syria-opposition-is-saudi-arabia.html


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11. August 2014, 01:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Vice-Reportage Antworten mit Zitat
Die durchgeknallten Journalisten von Vice sind natürlich wahnsinnig genug, um im Kalifat eine Reportage zu drehen. Vielversprechender erster Teil:



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11. August 2014, 01:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Beitrag Antworten mit Zitat
2. und auch 3. Teil können mittlerweile gesehen werden....

Die neue islamische Ordnung:


Ansonsten: http://www.counterpunch.org/2014/07/15/saudi-complicity-in-the-rise-of-isis/

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11. August 2014, 22:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Teil 4 Antworten mit Zitat


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13. August 2014, 13:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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13. August 2014, 23:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag GB: "Humanitäre Mission ausgedehnt" Antworten mit Zitat
Enter England, Iran...

Zitat:
In a Sunday Telegraph article Cameron warned that Isis has declared an "extremist caliphate" that could soon lead to a "terrorist state on the shores of the Mediterranean and bordering a Nato member [Turkey]".

The prime minister, who warned of a "generational struggle" against a "poisonous and extremist ideology" that will last for the rest of his political lifetime, wrote: "I agree that we should avoid sending armies to fight or occupy. But we need to recognise that the brighter future we long for requires a long-term plan for our security as well as for our economy.

http://www.theguardian.com/world/2014/aug/18/britain-expands-role-iraq-isis-defence-michael-fallon


Zitat:
In his letter to Congress, Obama said the strikes had been authorised in order to “recapture the Mosul dam”. He added: “These military operations will be limited in their scope and duration as necessary to support the Iraqi forces in their efforts to retake and establish control of this critical infrastructure site, as part of their ongoing campaign against the terrorist group the Islamic State of Iraq and the Levant [Isis].”

Since Isis militants captured the dam, which supplies electricity and water to a vast area of northern Iraq, two weeks ago, fears have been expressed that they could cut off water or electricity or orchestrate a massive and catastrophic flood.

In his letter, Obama said: “The failure of the Mosul dam could threaten the lives of large numbers of civilians, endanger US personnel and facilities, including the US Embassy in Baghdad, and prevent the Iraqi government from providing critical services to the Iraqi populace.”

http://www.theguardian.com/world/2014/aug/17/us-ramps-up-iraq-air-strikes-kurdish-attack-dam


Die USA sollen auch Rakka angegriffen haben, mehr oder weniger gleichzeitig mit der syrischen Armee (weiss nicht mehr wo). Und, kuriose Koalition, der Iran ist nun auch am Start:

Zitat:
The Iranian Quds force has entered Khanaqen, a Kurdish city in Diyala Province in Northern Iraq, to fight Islamic State (IS) militants in the town of Jalawla.

IS militants captured Jalawla last week, and have since been fighting the Kurdish Peshmerga for control of the town. Iranian forces have now come in to fight alongside the Kurdish forces in the area.

A Peshmerga source in Khanaqen told BasNews Iranian forces entered Iraqi soil from the Parwezkhan border gate and they came in response to a request from Patriotic Union of Kurdistan officials to support Peshmerga in the affected areas.

The source also added that Iranian forces have helped Kurdish forces with weapons, although that only amounts to small quantities of ammunition.

http://basnews.com/en/News/Details/Iranian-Forces-Fight-Alongside-Peshmerga-In-Jalawla/30756


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18. August 2014, 02:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Beitrag Antworten mit Zitat
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/die-barbarei-der-dschihadisten-im-namen-des-schwertes-13106443.html?printPagedArticle=true

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20. August 2014, 19:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Rednecks zu IS Antworten mit Zitat
Da die was von Krieg verstehen, will ich Euch die Analyse der Avantgarde der amerikanischen Rednecks zum IS nicht vorenthalten:

- State of Jihad: The Reality of the Islamic State in Iraq and Syria: http://warontherocks.com/2014/05/state-of-jihad-the-reality-of-the-islamic-state-in-iraq-and-syria/

- Don’t BS the American People About Iraq, Syria, and ISIL: http://warontherocks.com/2014/08/dont-bs-the-american-people-about-iraq-syria-and-isil/

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20. August 2014, 23:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Jungle World zu IS Antworten mit Zitat
Hab zwar noch nix gelesen, aber stell's trotzdem mal hier rein: Die neue Jungle World mit diversen Artikeln zum IS: http://jungle-world.com/inhalt/#thema

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21. August 2014, 12:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
Im Osten-Sacken-Artikel in der Jungle World:

Zitat:
Er [Der Gotteststaat der ISIS] ist auch ein Produkt der westlichen Nichtintervention und der unterlassenen Unterstützung demokratischer Kräfte, vor allem in Syrien.


Das stimmt ja ganz offensichtlich haargenau für den Irak. Und worauf so eine Schreibe politisch hinausläuft liegt wohl auf der Hand.
(Übrigens: Nicht, dass ich jetzt überrascht wäre von «Bomben-Thomas»)

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Power to the Pöbel!
21. August 2014, 15:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag JW halt... Antworten mit Zitat
@Muoit: Ja, das überrascht mich auch überhaupt nicht. Wenn es um westliche Geopolitik geht, wird bei der JW jeglicher Wille zur Analyse der Ideologie geopfert. Auch die Aufforderung an "die Antifa" die Jihadisten zu bekämpfen, ist irgendwie lächerlich. Was sollte denn "die Antifa" bitteschön genau tun? Outings auf Islamisten ausdehnen? Nach Raqqa reisen und dort 'ne antifaschistische Demo machen? Oder wohl einfach ganz fleissig den USA und Israel Daumen drücken?

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21. August 2014, 17:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Irak, Syrien... Antworten mit Zitat
Über den Damm in Mosul:

Zitat:
The dam has a controversial past. It was built in the 1980s on the order of Saddam Hussein despite warnings from its German and Italian engineers that the earth underneath — an unstable mix of gypsum, chalky limestone, clay and fractured limestone — was too unsteady to support such a mammoth piece of infrastructure.

Hussein demanded it be built anyway, and since its inception technicians have had to pump grout and concrete slurry into the foundation on a near-daily basis to fill countless little cracks that are constantly forming under the surface.

http://www.latimes.com/world/middleeast/la-fg-iraqs-mosul-dam-volatile-20140821-story.html


Syrien bietet dem Westen seine "Partnerschaft im Kampf gegen Terrorismus" an:

Zitat:
“The regime recognizes that the Western opening will be in secret, and via security channels and not diplomacy. The political-diplomatic opening needs longer,” said Salem Zahran, a Lebanese journalist with close ties to the Syrian government. “But the regime believes that the whole world will come to coordinate with it under the slogan ‘fighting terrorism’.”
Damascus is presenting itself as a partner in fighting a common enemy which has proclaimed a cross border caliphate in the territory it controls. Islamic State fighters move freely between Iraq and Syria.
Assad’s forces have suffered heavy losses at the hands of Islamic State in recent engagements, and the Syrian air force launched its heaviest raids yet on the group’s stronghold in the eastern city of Raqqa last weekend.
Controlling roughly a third of Syria, Islamic State is by far the strongest insurgent group in a war that has killed 170,000 people, laid waste to much of Syria, and reduced Assad’s control to western areas including Damascus.

http://www.dailytimes.com.pk/foreign/22-Aug-2014/syria-sees-militant-threat-bringing-detente-with-west


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22. August 2014, 00:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Was mich nachdenklich stimmt: Dieses Rekrutierungspotential bei jungen Prolls in Europa:

Zitat:
Wie einst Che Guevara

Mit den militärischen Erfolgen von Milizen wie dem IS wächst nach Meinung des Sicherheitsexperten Pierre Conesa die Attraktivität des Engagements auf der Seite der fanatischen Rebellen. Der islamistischen Propaganda sei es gelungen, den Islam als Religion darzustellen, welche die Unterdrückten verteidige, meint Conesa. Für gewisse junge Jihadisten sei der IS ein Idol geworden wie für eine andere Generation Che Guevara. Anthony Borré, der in Nizza einen Krisenstab leitet, spricht von einem Virus der Indoktrinierung. Auf der Ende April eingerichteten telefonischen nationalen Alarmstelle sind mehr als 300 Meldungen von besorgten Eltern oder Erziehern eingegangen, 70 davon betrafen Minderjährige.

http://www.nzz.ch/international/europa/halbwuechsige-jihadisten-aus-frankreichs-vorstaedten-1.18369447


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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
25. August 2014, 10:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Nicht nur in Europa... Antworten mit Zitat
Leider nicht nur in Europa. In Nordafrika ist der Dschihad zu einer attraktiven Alternative zur Auswanderung nach Europa geworden:

Zitat:
Ikbel fürchtet, dass Hamza sich in der Moschee radikalisiert hat. Bärtige Männer hätten ihn eines Tages mitgenommen. Einmal habe Hamza noch angerufen und gesagt, ab sofort werde auf den Spuren der Märtyrer wandeln. Hamza studiere Informatik, erzählt Ikbel, und die Männer hätten ihm versprochen, er könne trotz seiner Behinderung etwas Besonderes werden und in den Heiligen Krieg ziehen: als Logistike für den "jihad informatique" in Syrien.

Wenn es stimmt, was tunesische Medien berichten, dann machen sich jede Woche Duzende auf nach Syrien. Viele kommen nicht mehr zurück.

http://www.deutschlandradiokultur.de/nordafrika-sterben-fuer-den-dschihad.979.de.html?dram:article_id=278676


Der Artikel ist zwar nicht sehr aktuell, die Situation dürfte sich jedoch kaum geändert haben...

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25. August 2014, 11:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Islamismus ohne Islam? Antworten mit Zitat
Scheinbar sind die Dschihad-Touristen nicht so vertraut mit dem Koran wie sie behaupten:

Zitat:
Can you guess which books the wannabe jihadists Yusuf Sarwar and Mohammed Ahmed ordered online from Amazon before they set out from Birmingham to fight in Syria last May? A copy of Milestones by the Egyptian Islamist Sayyid Qutb? No. How about Messages to the World: the Statements of Osama Bin Laden? Guess again. Wait, The Anarchist Cookbook, right? Wrong.

Sarwar and Ahmed, both of whom pleaded guilty to terrorism offences last month, purchased Islam for Dummies and The Koran for Dummies. You could not ask for better evidence to bolster the argument that the 1,400-year-old Islamic faith has little to do with the modern jihadist movement. The swivel-eyed young men who take sadistic pleasure in bombings and beheadings may try to justify their violence with recourse to religious rhetoric— think the killers of Lee Rigby screaming “Allahu Akbar” at their trial; think of Islamic State beheading the photojournalist James Foley as part of its “holy war”—but religious fervour isn’t what motivates most of them.

http://www.newrepublic.com/article/119182/jihadists-buy-islam-dummies-amazon


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26. August 2014, 14:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



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Eine Runde Mitleid...

Zitat:
„Irgendwann erkennst du, dass du nie dazugehören wirst. Jeden Tag, wenn ich die Medien angeschaut habe, hieß es ,Islam dies oder Islam das‘“, sagt er. Abu Yusaf hat seinen Islam gefunden.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/unterwegs-mit-einem-kaempfer-des-kalifen-13108309.html?printPagedArticle=true

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27. August 2014, 01:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Auf dem Blog von Nestor Machno gibt es einen Beitrag zum Vorrücken des islamischen Staates. Dort wird auch die Frage gestellt, warum der IS so attraktiv ist für viele Jugendliche (ganzer Blog hier: http://nestormachno.blogsport.de/2014/08/25/das-vorruecken-des-islamischen-staates/)

Zitat:
2. Die überflüssige Jugend

Die Europäische Union hat gerade durch den Erfolg des bei ihr versammelten Kapitals jede Menge überflüssiger Menschen produziert. Das ist ein Ergebnis dessen, wie das Kapital vorgeht: immer mehr lebendige, also von Menschen verrichtete Arbeit wird durch Maschinen – oder inzwischen durch Computer und Internet – ersetzt, weil dadurch die Gewinne der Unternehmen gesteigert werden. Das wird unter den sehr anerkannten Parolen „Produktivität“ und „Wettbewerbsfähigkeit“ öffentlich gelobt und quasi heiliggesprochen. Das heißt nichts anderes als: immer mehr Menschen werden durch Maschinen oder Softwareprogramme überflüssig gemacht. Diese aus dem Arbeitsprozeß Ausgeschiedenen werden dann als Belastung der sozialen Netze besprochen und durch Bücher wie Thilo Sarrazins Bestseller als Ballast für den Rest der „Nation“ an den Pranger gestellt.

Besonders betroffen ist durch diese Entwicklung die Jugend. Die nachwachsenden Arbeitskräfte können von dem bereits gesättigten Arbeitsmarkt nicht oder nur teilweise aufgesogen werden. Die von der Werbung hofierten „Kids“ gelten nur solange etwas, als sie zahlungsfähig sind. Mehr und mehr jungen Leuten wird von allen Seiten – Arbeitsämter, Medien, Polizei – beschieden, daß sie niemand brauchen kann und sie eigentlich nur im Weg sind. Die Jugendarbeitslosigkeit füllt diverse Studien der EU, die Politiker sehen sie als „Problem“, aber das ganze System ist so geartet, daß es für dieses Problem keine Lösung gibt. Es sind ihrer zu viele, und fertig.

Sobald sie sich mit dieser Perspektive des Elends, – gegenüber allen Propagandalügen völlig unabhängig von ihrer Ausbildung – nicht abfinden und entweder kriminell oder aufmüpfig werden, sehen sie sich der geballten Macht des Staates gegenüber, der über die Eigentumsordnung wacht.
Die Ermordung Carlo Giulianis 2001 war der Auftakt zu einer von den Medien abgesegneten und seither flächendeckend praktizierten Umgangsform mit Armut und Protest der Jugendlichen. Die Aufstände in der Banlieue 2005, die Unruhen in Großbritannien 2011, das Vorgehen gegen die „Empörten“ in Spanien 2011/2012 – all das hat aller Welt, vor allem aber den Betroffenen, vor Augen geführt, daß sie nichts gelten, ihre Anliegen nichtig sind, und daß sie dafür verhaftet, verprügelt, eingesperrt oder auch umgebracht werden können, ohne daß unser feines System von Freedom and Democracy dagegen irgendeine Handhabe bieten würde.

Daraus haben einige den Schluß gezogen, daß es besser ist, in den syrischen Bürgerkrieg zu ziehen. Er bietet einiges: Von Nullitäten, die nichts zu melden haben und Ohnmächtigen, die der Behördenwillkür ausgeliefert sind, können sie sich zu Herren über Leben und Tod verwandeln. Sie können andere Leben auslöschen und sich dadurch zu Mächtigen stilisieren. Aus dem unbedeutenden Omar X. in der französischen Banlieue oder dem Ramiz Y. aus einem Londoner Vorort wird so ein Henker, ein „Macher“, ein Vollstrecker.

Der syrische Dschihad bedient so ein sehr bürgerliches Bedürfnis, das nach Anerkennung: ein unbedeutender Mensch, der nichts hat und nichts kann, verschafft sich über Mord und Totschlag diejenige Stellung, die ihm die normale bürgerliche Gesellschaft verweigert hat, und wird zu einem Richter über Gut und Böse, und über die Berufung auf den einen und wahren Herrn zu einem Pantokrator, dem Richter über das Weltgeschehen.


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28. August 2014, 09:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Weitere Artikel in der neuen Analyse & Kritik:

Die Angst ist groß

Zitat:
Ein Bericht aus Sulaimania, Kurdistan-Irak



Bündnisse von Erzfeinden

Zitat:
Das Spektrum des Islamismus ist sehr heterogen


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28. August 2014, 10:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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Wohnort: süsch no was?!

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mal was aus afrika über die IS:


http://www.jeuneafrique.com/Article/ARTJAWEB20140828153349/terrorisme-irak-syrie-tat-islamique-terrorisme-syrie-l-tat-islamique-execute-plus-de-160-soldats-pres-de-raqa.html

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Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
30. August 2014, 19:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Interessanter Artikel über die Online-Propaganda des IS:

Zitat:
In the evolution of modern jihadist propaganda, Bin Laden, addressing a single static camera with long-winded rhetoric in highly formal Arabic, represented the first generation. (His videos had to be smuggled to Al Jazeera or another television network to be aired.) The most prominent figure of the second generation was the YouTube star Anwar al-Awlaki, the American-born cleric killed in a drone strike in Yemen in 2011, who addressed Westerners in colloquial English, had a blog and Facebook page and helped produce a full-color, English-language magazine called Inspire.

ISIS is online jihad 3.0. Dozens of Twitter accounts spread its message, and it has posted some major speeches in seven languages. Its videos borrow from Madison Avenue and Hollywood, from combat video games and cable television dramas, and its sensational dispatches are echoed and amplified on social media. When its accounts are blocked, new ones appear immediately. It also uses services like JustPaste to publish battle summaries, SoundCloud to release audio reports, Instagram to share images and WhatsApp to spread graphics and videos.

http://www.nytimes.com/2014/08/31/world/middleeast/isis-displaying-a-deft-command-of-varied-media.html?smid=nytcore-iphone-share&smprod=nytcore-iphone&_r=0


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
31. August 2014, 00:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Nicht jeder kann Kalif sein Antworten mit Zitat
Wer immer schon wissen wollte, wie ein richtiges Kalifat funktioniert:

Zitat:
We don’t know which caliphs from history are most revered by Abu Bakr al-Baghdadi, who rules by his birth name Caliph Ibrahim. To him, the ineffectual aesthetes of the Ottoman period may not even count as caliphs. (That softie Osama bin Laden likely accepted them as legitimate: In his early statements, he bemoaned their downfall.) Baghdadi seems to have sentimental fondness for the Abbasid caliphate. The Abbasids ruled primarily from Baghdad, where the current caliph is said to have earned a doctorate in Islamic law. And Harun al-Rashid, perhaps the greatest Abbasid caliph, briefly relocated the caliphate to Raqqa, the Syrian city that is the capital of the Islamic State. After ISIS fighters invaded Mosul and slew a dozen imams, Baghdadi led Friday prayers at the main mosque and wore all black—the regnal color of the Abbasid caliphs—as if the last eight centuries never happened.

Past caliphates have bent the rules and selected corrupt or worldly men for leadership. Some have also ignored the Qurayshi requirement, or fabricated caliphs’ pedigrees on the grounds of necessity. But the Islamic State refuses to let such things slide. Baghdadi’s Mosul sermon demonstrated command of the florid rhetoric of classical Arabic, so his religious chops are confirmed. And his Qurayshi lineage is beyond public dispute. Many Iraqis, including Saddam Hussein, can also boast Qurayshi descent, and because no one knows much about Baghdadi—certainly not enough to trace his lineage back 1,400 years to a preliterate society a thousand miles away—it’s hard (and in the Islamic State, probably fatal) to suggest he’s lying.

http://www.newrepublic.com/article/119259/isis-history-islamic-states-new-caliphate-syria-and-iraq


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02. September 2014, 02:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Dschihad-Tourismus Antworten mit Zitat
Artikel vom Economist über europäische Kämpfer im IS:

Zitat:
But junk food is in ample supply, tweets a Swedish fighter, more happily. And there is a lot of time, sometimes days on end, for “chilling”, says the European fighter on Kik, a smartphone messaging app. That is when he makes “a normal-life day: washing clothes, cleaning the house, training, buying stuff”. Thanks to satellite internet connections, the continuing flow of goods into the country and the relatively decent level of development compared with elsewhere in the region, Syria is a long way from the hardship of Afghanistan’s mountains. Last year, to attract others to come, jihadists tweeted pictures with the hashtag “FiveStarJihad”.

http://www.economist.com/news/middle-east-and-africa/21614226-why-and-how-westerners-go-fight-syria-and-iraq-it-aint-half-hot-here-mum?fsrc=scn/tw_ec/it_ain_t_half_hot_here_mum


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02. September 2014, 15:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag IS vs. Al-Qaida Antworten mit Zitat
Der Aufstieg des IS führte zu etlichen Spaltungen in der islamistischen Galaxie. Ein interessanter Artikel über die neue politische Landkarte des radikalen Islamismus:

Zitat:
Massive splintering across the global stage is a serious and credible threat to the coherence of the al Qaeda network, but it is not a forgone conclusion. Since the declaration of the caliphate, online global financier networks supporting the Syrian jihad -- which have historically leaned toward al Qaeda sympathies and serve as a sort of barometer for what its supporters are thinking -- have displayed considerable hostility toward the Islamic State online, which was aggravated by the Islamic State's recent massacre of hundreds of Sunni tribesman in Syria.

In other words, there are reasons for global jihadi supporters to hate the Islamic State other than blind loyalty to al Qaeda. Aside from its rampant brutality and its declaration that dissenting Sunni Muslims are apostates, which is shocking even to the sensibilities of hardened terrorists and their supporters, the Islamic State had largely failed to convince jihadi scholars (let alone mainstream Muslims) that its caliphate is grounded in religious legitimacy.

http://www.foreignpolicy.com/articles/2014/09/02/islamic_state_vs_al_qaeda_next_jihadi_super_power


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03. September 2014, 21:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Das Haus seines Nachbarn plündern Antworten mit Zitat
Nach wenigen Tage IS-Herrschaft in Makhmour war das Misstrauen zwischen Araber und Kurden schon beträchtlich, während es früher, gemäss Bericht, wenig Probleme gab:

Zitat:
“My neighbours say that, with their own eyes, they saw how the Arabs of this area cooperated with the Sunni Muslim extremists, as they went round looting houses owned by Kurds,” Shabib told NIQASH. “How can I live next to people who would attack my home and belongings whenever the opportunity arose?” asks the man, who’s now living inside the semi-autonomous region of Iraqi Kurdistan.

But it is not only the Iraqi Kurdish who suffered during the three days that the extremists from the Islamic State, or IS, group held Makhmour. A lot of local Arabs also returned to find their homes wrecked and looted. They say it was the Iraqi Kurdish military doing the looting, in revenge for the work of the Sunni Arab extremists. Many of Makhmour’s Arabs don’t want to return home at all anymore because they believe that the Iraqi Kurdish military, who now control the area, will take further revenge upon them.

http://www.niqash.org/articles/?id=3529


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05. September 2014, 12:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Bündnis USA-Iran Antworten mit Zitat
Khamenei spricht sich explizit für ein Bündnis mit dem "Grossen Satan" gegen den IS aus: http://www.bbc.com/news/world-middle-east-29079052

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05. September 2014, 13:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Neue Zeitschrift Antworten mit Zitat
Klatsch und Tratsch aus dem IS:



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05. September 2014, 16:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Da nur mit Abo einsehbar, hier in voller Länge.

Zitat:
Horkheimer / Adorno Reloaded: Zur Aktualität der "Dialektik der Aufklärung" in durchgeknallten Zeiten.

Von Raul Zelik
13.09.2014
Wochenende
Während der »Islamische Staat« in Irak und Syrien vorrückt und seine Macht durch immer abgestumpftere Gewalthandlungen zu zementieren versucht, schreiben europäische Intellektuelle an einer Verteidigungslinie. Wie schon nach den Anschlägen im September 2001 errichten sie diese entlang der Erzählung »Zivilisation« vs. »Barbarei«. Der niederländische Schriftsteller Leon de Winter beispielsweise schreibt in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«, das triebhafte »Böse« sei für das fundamentalistische Grauen verantwortlich. Sprich: Es ist der nicht ausreichend kulturalisierte, zu wenig durch moderne Staatlichkeit regulierte, animalische Mensch, der hier killt.
Das »triebhafte Böse«
»Diese Männer«, tönt es bei de Winter fast schon ein wenig patriarchatskritisch, »haben alle zivilisatorischen Hemmungen abgelegt, können ihren primitivsten Bedürfnissen und Impulsen nachgeben. Sie haben die ultimative Befreiung erreicht. Weil sie völlig gefühllos sind und andere Menschen auf Objekte von Lust und Unterwerfung reduzieren, haben sie den Zenit ihrer sexuellen Potenz erreicht und können sich ganz offen wie Bestien aufführen.«
Damit sein Manifest denn doch nicht zu sehr auf die Männer-Frauen-Geschichte hinausläuft, stellt de Winter auch klar, dass »die Zivilisation« selbstverständlich ein Zuhause hat. Bei den Bildern der Dschihadisten falle ihm der Tarkowski-Film »Andrej Rubljow« ein, der während der Tartaren-Einfälle nach Europa spielt: »Sie töten, verstümmeln, vergewaltigen, stehlen. Meisterhaft zeigt Tarkowski, mit welchen Gefühlen diese asiatischen Horden (sic) dabei vorgehen - sie töten mit großer Lust.«
Leon de Winter ist kein Einzelfall. Die Wiener Philosophin Isolde Charim, eigentlich eine Linke, stößt in der »taz« ins selbe Horn, wenn sie den dschihadistischen Terror als Folge mangelnder Staatlichkeit erklärt. In Anlehnung an den Berliner Politikwissenschaftler Herfried Münkler, der schon vor zehn Jahren die irregulären Kriege des Südens für die Entgrenzung der Kriegsgewalt verantwortlich machte und im Anschluss daran für einen selbstbewussteren Imperialismus Deutschlands plädierte, schreibt Charim: »Das Machtmonopol des Staates - so problematisch es sein mag - ist zumindest an etwas gebunden: an Regulierungen. Irreguläre Kämpfer agieren jenseits davon. (...) Natürlich gibt es immer wieder Verstöße gegen das Kriegsrecht. Aber beim Partisanen geht es nicht um eine Übertretung. Der Partisan ist die grundlegende Infragestellung des Kriegsrechts.«
De Winter, Charim, Münkler - sie singen hier alle das gleiche Lied, nämlich den alten Song Carl Schmitts. Es sind der Aufbau moderner Armeen, zivilisierte Staatlichkeit und nicht zuletzt ganz allgemein »der Westen«, die die »destruktiven Energien junger Männer in organisierte Bahnen« (de Winter) lenken und damit der menschlichen Gewalt Grenzen setzen.
Doch was ist das für eine Erzählung? Zunächst einmal eine erschütternd geschichtslose. Moderne Staatlichkeit soll der Entmenschlichung von Kriegen Grenzen gesetzt haben? Wer hat im Zweiten Weltkrieg die Gewalt systematisch gegen die Zivilbevölkerung zu richten begonnen: die weißrussischen und jugoslawischen Partisanen oder die Wehrmacht, die »die destruktiven Energien junger Männer« so erfolgreich zu kanalisieren verstand? Und wer hat davor den Terror im globalen Süden - Zwangsarbeit, sexuelle Sklaverei, die Zertrümmerung gemeinschaftlicher Sicherungssysteme - so erfolgreich verbreitet: die europäischen Kulturnationen oder die archaischen »Horden« Asiens und Afrikas?
Selbstverständlich ist die Gegenerzählung, die den »dekadenten Westen« zum Hort des Bösen macht, nicht weniger idiotisch. Sklaverei, Terror und bestialische Gewalt gab es auch schon vor dem Aufstieg des Westens und immer auch unabhängig von ihm: im kolonisierten Süden ebenso wie in der muslimischen Welt. Aber die in Europa so populäre Vorstellung, wonach Staatlichkeit und westliche Zivilisation die Gewalt gezähmt hätten, ist blanker Zynismus. Nicht nur Auschwitz, sondern auch die Kolonialgeschichte des 19. Jahrhunderts oder die Aufstandsbekämpfung von Franzosen, Briten und US-Amerikanern nach 1945 sprechen hier eine eindeutige Sprache. Staaten mögen mit »weniger Lust« morden und verstümmeln als de Winters »asiatische Horden«, aber dafür tun sie dies mit größerer administrativer Effizienz.
Es ist seltsam, dass derartige Einwände in der aktuellen Debatte keine Rolle spielen. Immerhin ist nicht lange her, dass dieselben Feuilletons, die zur Verteidigung der Zivilisation trommeln, den 70. Jahrestag der Ersterscheinung von »Dialektik der Aufklärung« bejubelten. Offensichtlich haben sich nur wenige RedakteurInnen die Mühe gemacht, das Buch noch einmal zur Hand zu nehmen.
Dialektik der Aufklärung
Horkheimers und Adornos Schrift von 1944 steht im radikalen Widerspruch zum Zivilisationsdiskurs des Mainstreams. Das Buch zieht eben gerade keinen Graben zwischen Aufklärung und religiösem Wahn, zwischen Barbarei und Zivilisation. Im Gegenteil - es zeigt auf, dass Europas Aufklärung in der Logik des Mythos gefangen blieb.
Ihrem eigenen Selbstverständnis nach ist die Aufklärung ein emanzipatorisches Gegenprojekt zu Fremdbestimmung und Aberglauben. Der Mensch, der im religiösen System der Willkür göttlicher Mächte unterworfen ist, beginnt die Welt mit Hilfe seiner Vernunft zu durchdringen, Zusammenhänge zu erkennen und sich dadurch aus Unmündigkeit und Heteronomie zu befreien. Horkheimer und Adorno machen die Zivilisationsgeschichte als Expansionsprozess einer unkritischen, rein instrumentellen Vernunft kenntlich. Um diese Entwicklung nachzuzeichnen, greifen sie zunächst auf den griechischen Mythos zurück, den sie als Urerzählung der westlichen Zivilisation betrachten, und konkret auf das Homer-Epos »Odyssee«. In diesem irrt der griechische Kriegsheld Odysseus als Spielball der Götterwelt zehn Jahre lang über die Meere, bis er endlich nach Hause zurückkehren kann.
Wie jede religiöse Erzählung ist auch der Mythos bereits eine Rationalisierung: Für mächtige Naturerscheinungen werden Begründungen gesucht, nämlich Gottheiten, die für Blitz und Donner zuständig sind. Die Rationalisierung im Odysseus-Epos geht aber darüber hinaus. Bei ihr, so Horkheimer und Adorno, handelt es sich um eine sachbezogene, auf den eigenen Vorteil bedachte Vernunft. Odysseus ist in diesem Sinne der »Prototyp des bürgerlichen Individuums«. Sein Wissen setzt er nicht etwa ein, um die Heteronomie infrage zu stellen, wie es eine emanzipatorische Kritik tun würde, sondern um die höheren Mächte auszutricksen, ohne sie hinterfragen zu müssen. Odysseus geht es - bereits ganz der moderne Fachidiot - um konkrete, handhabbare Problemlösungen. Außerdem hat er das Tauschprinzip gänzlich verinnerlicht: Opfer werden nur dargebracht, um den nächsten Reiseabschnitt in Ruhe absolvieren zu können.
Bei seinen Abenteuern ist Odysseus letztlich erfolgreich - und auch hierin zeigen sich die Grundlagen der Moderne -, weil es ihm gelingt, die innere und äußere Natur zu unterwerfen. Niedere, anarchisch daherkommende Barbaren - wie die Zyklopen, deren Anarchie so weit reicht, dass sie weder über politische Gesetze noch über eine ordentliche Gesichtsanordnung verfügen - werden überlistet und getötet. Hexenhafte Frauen, die mit ihrem sexuellen Genuss, Männer zu Tieren, sprich Schweinen, werden lassen, bricht Odysseus mit Hilfe seiner Willenskraft. Die eigenen Wünsche, Sehnsüchte und Triebe - wie etwa das Verlangen, zu den Sirenen (die in Johnny Depps »Fluch der Karibik« als das wiederauferstehen, was sie eigentlich sind, nämlich Sexsymbole) in die Fluten zu springen - bändigt er, indem er sich an einen Mast fesseln lässt. Odysseus setzt sich seinem Begehren aus, um es zu beherrschen. Und die Lotophagen schließlich, die dem Müßiggang frönen und Lotusblüten essen, obwohl diese gar keinen Nährwert besitzen, nur einfach gut schmecken, werden von den griechischen Kriegern vollends verachtet.
Auch Horkheimer und Adorno beschreiben die Zivilisationsgeschichte also als eine Prozedur zur Zähmung von Wünschen, Trieben und Bedürfnissen. Anders aber als der bürgerliche Mainstream, der den Menschen auch heute noch mit Autorität, Disziplinierung und herrschaftlicher Regulation vor den Artgenossen und dem eigenen Körper schützen zu müssen glaubt, wird dieser Prozess in »Dialektik der Aufklärung« als Entfremdungsprozess beschrieben. Die westliche Zivilisation sei eben keine Emanzipations- und Bildungsstory, so die »Dialektik der Aufklärung«, sondern die Weiterentwicklung heteronomer Beschränktheit: Die soziale Verrohung wurde technisch und organisatorisch entfaltet.
Ganz ähnlich wie in Benjamins geschichtsphilosophischen Thesen bemühen sich Horkheimer und Adorno also um einen fortschritts- und technikkritischen (aber keineswegs -feindlichen) Marxismus, der das auf Eigentums- und Verteilungsfragen reduzierte Befreiungsversprechen der Zweiten Internationale radikal erweitert. Die »Dialektik der Aufklärung« ist in diesem Sinne ein frühes feministisches, grünes und in ihrer Zivilisationskritik sogar antikoloniales Buch. Die bürgerliche Gesellschaft wird als Projekt zur Unterwerfung der inneren und äußeren Natur dechiffriert.
In diesem Sinne sind auch Mitleid und Mitgefühl, so Horkheimer und Adorno weiter, kein Ausdruck der Zivilisation. Zwar gewinnt mit der Aufklärung die Morallehre im gleichen Maße an Bedeutung, wie die Religion an Einfluss verliert. Doch die Moral des bürgerlichen Zeitalters wird von innen zerrissen, denn sie lässt sich nicht rational begründen, ist historisch von traditionellen Autoritäten gesetzt und widerspricht der Handlungsvernunft marktförmiger, auf Konkurrenz getrimmter Gesellschaften.
Die Leistung des Marquis de Sades und Nietzsches bestehe - so Horkheimer und Adorno - darin, diesen Zusammenhang aufgedeckt zu haben. Die rücksichtslose Grausamkeit von de Sades »Juliette« ist völlig folgerichtig. Diese Frau »verkörpert, psychologisch ausgedrückt, weder unsublimierte noch regredierte libido, sondern intellektuelle Freude an der Regression, amor intellectualis diaboli, die Lust, Zivilisation mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Sie liebt System und Konsequenz. Sie handhabt das Organ des rationalen Denkens ausgezeichnet. Was die Selbstbeherrschung angeht, verhalten sich ihre Anweisungen zu denen Kants zuweilen wie die spezielle Anwendung zum Grundsatz.« Und weiter: »Juliette hat die Wissenschaft zum Credo. Scheußlich ist ihr jede Verehrung, deren Rationalität nicht zu erweisen ist.« Demgegenüber ist Mitleid »das Gegenteil der männlichen Tüchtigkeit, die von der römischen virtus über die Medicis bis zur efficiency unter den Fords stets die einzige wahre bürgerliche Tugend war.«
Die »Dialektik der Aufklärung« kommt zugegebenermaßen als düsterer Text daher. Doch anders als der reaktionären Rechten geht es Horkheimer und Adorno eben nicht um die Idealisierung eines Naturzustands oder irgendwelcher Traditionen. Sie wollen keine Abkehr vom Emanzipationsversprechen der Aufklärung, sondern dessen Radikalisierung. Ihr Vorhaben lautet, die Aufklärung von den mythologischen und heteronomen Anteilen zu befreien - was ihrer Ansicht nach nur gegen den Kapitalismus und dessen Waren- und Verdinglichungslogik möglich ist. Denn das Mittel der instrumentellen Vernunft wird in der Zivilisationsgeschichte zum Fetisch, zum sinnentleerten Ziel.
Kritik im imperialen Zeitalter
Was nützt dieser radikal-kritische Ansatz heute, da angeblich die Verteidigung der Zivilisation auf der Tagesordnung steht? Zunächst einmal erinnert er daran, dass sich die bürgerlich-imperiale Öffentlichkeit falsche Gegensätze zusammendichtet.
Der zu Islamophobie forschende und in Internetforen mit Hass-Postings bombardierte Österreicher Farid Hafez verweist darauf, dass der Dschihadismus auch ein zeitgenössisches, europäisches Problem ist. Es sind nicht irgendwelche anderen Kulturen, die zum Schwert greifen, sondern ganz normale, unter »ordentlichen« staatlichen Verhältnissen aufgewachsene Jugendliche aus der Nachbarschaft.
»Wie viele andere Jugendkulturen, die subversive Elemente in sich tragen, ist auch die Jugendkultur des globalen Dschihadismus gegen den Westen gerichtet, wobei sie sich in der Praxis im Sinne des postmodernen Paradigmas von jeder Eindeutigkeit verabschiedet hat. Diese Jugendkultur, der sich vor allem junge Männer zugezogen fühlen, verspricht maskuline Identifikationsbilder: starke Krieger mit Waffen, die töten. Sie verspricht jener Schicht junger Menschen Macht, die sich angesichts rassistischer Ausgrenzung, mit der sich viele junge Muslime und Musliminnen oft herumschlagen müssen, ohnmächtig fühlen.«
Wenn Hafez mit diesem Hinweis darauf hinaus will, dass der Dschihadismus nichts mit dem Islam zu tun hat, hat er natürlich unrecht. So wenig wie sich das Christentum ohne Inquisition und Kreuzzüge verstehen lässt, so wenig kann man die reaktionäre Todes- und Frauenverachtung der Dschihadisten vom Islam abtrennen. Nur das Gleiche gilt eben auch für die westliche Zivilisationsgeschichte: Zur Aufklärung gehören neben Kant und Descartes auch die terroristisch-administrative Inbesitznahme des globalen Südens, massenhafte Sklaverei, die zur Aufsprengung traditioneller Gesellschaft bewusst in Kauf genommenen Hungersnöte im britischen Empire, die bürokratisch verwaltete Vernichtungsindustrie von Auschwitz, unzählige Ressourcenkriege und ein Imperialismus, der heute weniger nationalstaatlich daherkommt als vor 100 Jahren, aber nichts von seiner ökonomisch-militärischen Aggressivität eingebüßt hat.
Eigenartigerweise wird das nicht nur vom Mainstream, sondern auch von einem großen, sich als pro-israelisch verstehenden Teil der deutschsprachigen Linken ausgeblendet, der die Frankfurter Schule gern für sich in Anspruch nimmt, aber sich um die in der »Dialektik der Aufklärung« verhandelten Probleme offensichtlich wenig schert. Kaum jemand scheint sich daran zu erinnern, dass sich Horkheimer und Adornos beißende Kritik in erster Linie gegen die bürgerlichen Verhältnisse und damit den Kern dessen, was wir heute als »den Westen« bezeichnen, richtete. Wenn in der »Dialektik der Aufklärung« das Adjektiv totalitär auftaucht, dann ist von der Verdinglichung sozialer Beziehungen, Warenfetisch oder der industriellen Kolonisierung des Lebens die Rede. In diesem Sinne wird in der »Dialektik der Aufklärung« der Faschismus, den Horkheimer und Adorno in den 1940er Jahren als Feind vor Augen hatten, denn auch nicht als Rückschlag in die Barbarei bejammert, sondern als logische Kontinuität und Steigerung modern-bürgerlicher Handlungsrationalität interpretiert.
Wenn man das Erbe einer kritischen Tradition ernst nehmen will, dann müsste es heute um etwas Ähnliches gehen, nämlich um die Frage, inwieweit der religiöse und ethnizistische Irrsinn, der global auf dem Vormarsch ist, nicht einfach nur eine Gegenreaktion auf die kapitalistische Globalisierung oder Ausdruck deren Scheiterns, sondern diesem ökonomischen Prozess direkt eingeschrieben ist. Man müsste fragen, ob die Verachtung für das eigene und fremde Leben nicht auch etwas mit der soziophoben Utopie globaler freier Märkte zu tun haben könnte. Ob sich in der kindlichen Begeisterung der IS-Neubürger für öffentliche Hinrichtungen nicht die Gleichgültigkeit des westlichen TV-Publikums gegenüber den globalen Opfern der imperialistischen Kriegsmaschinen spiegelt. Und ob der ethnizistisch und religiös begründete Zerfall von Staaten nicht einfach die logische Umsetzung des liberalen Programms allgemeiner Konkurrenzbeziehungen ist.
Sicherlich ist der globalisierte, neoimperialistische Kapitalismus nicht die einzige Ursache des sich ausbreitenden Schreckens. Fest steht aber, dass sich mit der »Dialektik der Aufklärung« sicher keine Verteidigung »der Zivilisation« gegen »die Barbarei«, »der Aufklärung« gegen den »Islamo-Faschismus« oder von Israel gegen die Hamas begründen lässt. Horkheimer und Adorno richteten ihre Faschismuskritik gegen die Grundlagen kapitalistischer Vergesellschaftung: der Utilitarismus, die Unterwerfung von Natur, Weiblichkeit und des Sozialen im Rahmen eines großen (Selbst-) Erziehungsprogramms, die kompetent-verrohte Idiotie effizienzorientierter Rationalität.
In diesem Sinne wäre es einer Tradition der kritischen Theorie angemessen, die rassistisch unterfütterten Ressentiments gegen den Islam und das orientalische »Andere« nicht einfach zu bedienen, sondern stattdessen zu fragen, was der religiöse und ethnizistische Irrsinn der Gegenwart mit den globalen ökonomischen Verhältnissen zu tun haben könnte. Das wäre sicherlich auch politisch hilfreich, denn der militante Islamismus besetzt (genauso wie die ethnizistische Rechte) heute jene Felder, die die Linke weitgehend aufgeben hat: die Position einer radikalen Alternative, des Widerstands gegen eine totale Inwertsetzung. Dschihadisten planieren heute medienwirksam die koloniale Sykes-Picot-Linie. Hysterisierte Kinder kündigen an, »Amerika in Stücke zu schneiden« und damit eigentlich nur das nachzuvollziehen, was die kapitalistische Ressourcenökonomie seit 70 Jahren im Mittleren Osten veranstaltet. Und die Sittenpolizei im syrischen Raqqa schließlich profiliert sich dadurch, dass sie dem Markt Grenzen setzt und gegen ungerechte Preise vorgeht.
Wir leben in einer durchgeknallten Welt. Aber dieses Durchgeknalltsein kommt weder von außen noch aus der Vergangenheit - es kommt von innen und ist mit der »westlichen Zivilisation« nicht minder eng verschränkt, als es vor 70 Jahren Aufklärung und Faschismus waren. Ein kritischer Marxismus und ein Feminismus, der patriarchale Beziehungen nicht in erster Linie beim »orientalischen Anderen« erkennt, sind unerlässlich, um in dieser Lage wieder ein paar vernünftige Standpunkte entwickeln zu können.


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Beitrag IS in der Türkei & Jesiden Antworten mit Zitat
@Melnitz: Thx, der Artikel ist echt lesenswert. Ist ja schon fast etwas fies, Adorno und Horkheimer gegen die Antideutschen zu benutzen.

Ein interessanter Artikel zu IS-Aktivitäten in der Türkei:

Zitat:
In one of the pictures, which were sent by Sadik a week after their disappearance, a smiling Halil Ibrahim clutches a pistol. The index finger of his other hand is held skyward in a gesture associated with the Middle East’s most feared armed group: the so-called Islamic State, also known by its former acronym Isis. The children now live with their jihadist father in Syria’s Isis-controlled Raqqa province. They are among an unknown number of Turks – potentially in the thousands – being abducted or lured into Syria and Iraq either to populate Isis’ self-declared caliphate or to fight in its bloody sectarian war.

http://www.newsweek.com/2014/09/19/exclusive-how-istanbul-became-recruiting-ground-islamic-state-269247.html?utm_content=buffer354b4&utm_medium=social&utm_campaign=buffer&utm_source=twitter.com&piano_d=1


Bericht eines 14-jährigen jesidischen Mädchens, das der IS-Gefangenschaft entfliehen konnte:

Zitat:
After an hour of walking north, we stopped to drink from a well in the heart of the desert. Our plan was to take refuge on Mount Sinjar, along with thousands of other Yazidis like us who were fleeing there, because we had heard a lot of stories about Islamic State brutality and what they had done to non-Muslims. They’d been converting religious minorities or simply killing them. But suddenly several vehicles drew up and we found ourselves surrounded by militants wearing Islamic State uniforms. Several people screamed in horror; we were scared for our lives. I’ve never felt so helpless in my 14 years. They had blocked our path to safety, and there was nothing we could do.

http://www.washingtonpost.com/posteverything/wp/2014/09/10/i-am-a-14-year-old-yazidi-girl-given-as-a-gift-to-an-isis-commander-heres-how-i-escaped/


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Beitrag Reportage aus Raqqa Antworten mit Zitat
Interessanter Bericht, wo ziemlich viele Leute aus Raqqa zu Wort kommen:

Zitat:
Abu Mohammed, 26, said: "We see dead bodies in the city – women, men, children who have been slaughtered and their stinking bodies lying in the street for days. People are disgusted by what Isis is doing. There are some in the city who support them but the majority is against them."

http://www.theguardian.com/world/2014/sep/15/syria-raqqa-fear-us-air-strikes-isis


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16. September 2014, 01:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Origins of the hostility and the split between Al Qa’ida and ISIS

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18. September 2014, 12:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Interview mit einem ehemaligen IS-Mitglied:

EXCLUSIVE: Q&A with former Islamic State member

Zitat:
Islamic State (IS) member "Sherko Omer" would now be a dead jihadist hadn’t he surrendered to the pro-Kurdish People's Protection Units (YPG) in northeast Syria earlier this year. Journalist Rozh Ahmad met him to learn more about the experience.


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Beitrag Türkische Geiseln frei Antworten mit Zitat
Als Dank für die logistische Unterstützung gegen die PKK? 49 türkische Geiseln in Mosul freigelassen:

Zitat:
Turkey had been reluctant to join a coalition to defeat the Islamic State group, citing the safety of its 49 kidnapped citizens, but Stein said he doubted Turkey would suddenly adopt a much more muscular attitude toward the organization. Turkey might feel freer to advertise its existing efforts against the group, he said, citing its efforts to control oil smuggling across the border. But he said Turkey would not open its air bases to U.S. aircraft operating against the group.

"There will some changes, but not as much as people hope," he said.

http://www.csmonitor.com/World/Latest-News-Wires/2014/0920/49-Turkish-hostages-freed-by-Islamic-State?cmpid=TW


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Beitrag Raqqa Is Slaughtered Silently Antworten mit Zitat
Homepage einer kleinen Widerstandsgruppe gegen den IS in Raqqa: http://www.raqqa-sl.com/

Gemäss ihren Infos auf Twitter (https://twitter.com/Raqqa_Sl) werde im Moment ein weitere Geisel in orangem Anzug mit diversen Kamerafahrzeugen Richtung Wüste gefahren.

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20. September 2014, 20:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag IS und Türkei Antworten mit Zitat
PKK-nahe Kreise richten schwere Vorwürfe gegen die Türkei: Auf Twitter wird behauptet, 180 IS-Kämpfer seien aus türkischen Gefängnissen entlassen worden (https://twitter.com/FiratGunay/status/513410453662601216, gegen die Geiseln aus Mosul?) YPG-kontrollierte Grenzposten in Syrien sind blockiert, während IS kontrollierte in Syrien und Irak normal funktionieren:

Zitat:
IS members routinely question abductees about their religious beliefs and practices, and nearly always give them religious instruction. They also go through mobile phones and other belongings for compromising political or "anti-Islamic" material. The slightest suspicion of relations with YPG is enough to justify threats and interrogation, and any kind of evidence or confession is likely to result in drawn-out torture and eventual execution.

Most Kurds are protected to some extent by being Sunni Muslims: this means IS is prevented by its own ideology to resort to the collective slaughter or enslavement which they employ against Yazidis, Shia and Alawites. Nevertheless, kidnapping victims often hear accusations against Kurds in general; they are said to be Jews, apostates and supporters of the Kurdistan Workers' Party (PKK). A thinkable worst-case scenario, as the conflict between IS and Kurds in both Syria and Iraq intensifies, is that the restrictions on the killing of Kurds are dropped through collective excommunication.

http://kurdishquestion.com/insight-research/analysis/in-the-hands-of-is/224-in-the-hands-of-is.html


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21. September 2014, 00:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag IS-Offensive in Korani Antworten mit Zitat
Egypt Independent über die Kämpfe im Norden Syriens:

Zitat:
Iraqi Kurdish leader Masoud Barzani called on Friday for international intervention to protect Kobani from the Islamic State advance, saying the insurgents must be "hit and destroyed wherever they are".

Western states have increased contact with the main Syrian Kurdish political party, the PYD, whose armed wing is the YPG, since Islamic State made a lightning advance across northern Iraq in June.

The YPG says it has 50,000 fighters and should be a natural partner in the coalition the United States is trying to build.

But such cooperation could prove difficult because of Syrian Kurds' ties to the Kurdistan Workers' Party (PKK), a group listed as a terrorist organisation by many Western states due to the militant campaign it has waged for Kurdish rights in Turkey.

http://www.egyptindependent.com//news/about-60000-syrian-kurds-flee-turkey-islamic-state-advance


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21. September 2014, 02:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Blog aus Mosul Antworten mit Zitat
Sehr interessante Berichte über das Alltagsleben in Mosul und die mafiöse Struktur des IS:

Zitat:
Imposing royalities: A type of "tax" ISIS imposed on the city partially in the beginning and gradually becoming a staple. Those refusing to pay were murdered with no prior warning. The money would be eventually taken from the victim's family and a threat to kill another family member would be issued.
A true story: A merchant was informed he was to pay $100K within a 48 hour period which ended without the demands being met. An explosive device was planted in a car carrying the merchant's son - on his wedding day - killing him immediately with the bride. He was then told his second would be killed unless the money was doubled. Fearing another loss, the man gave in.
The royalties were collected individually over the years and several civilians had been killed for refusing to pay. Mid- 2013 ISIS issued a law stating every merchant was to pay 10% of his capital and 10% of his monthly profit.
After ISIS guaranteed the constant flowing of income, police forces and federal security personals and army members began adopting similar methods of extortion. Security units imposed royalties on shops and services under the concept of equity; why pay to ISIS and not us- the army, police, etc?

https://www.facebook.com/pages/Mosul-Eye/552514844870022?fref=nf


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21. September 2014, 23:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Amerikanische Waffen für den Libanon Antworten mit Zitat
Eher überraschende Empfänger von amerikanischen Waffen im Libanon:

Zitat:
While the United States considers Hezbollah a terrorist group, the two may be indirectly working together to keep ISIS fighters in Syria out of Lebanon, Israel’s NRG News reported Monday.

A week after Hezbollah fighters repulsed ISIS forces in Arsal, in northern Lebanon, near the Syrian border, the US is reportedly sending weapons to the Lebanese army, in order to strengthen its abilities against ISIS.

The American aid intended for Syria’s western neighbor, is based on the assumption that Hezbollah and the Lebanese army are collaborating, so it’s not unlikely that the US weapons are reaching the Shiite group, according to the report.

http://www.algemeiner.com/2014/09/22/report-us-weapons-reaching-hezbollah-in-fight-against-isis-in-syria-video/


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22. September 2014, 23:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Die islamistischen Barbaren sind kurz davor, die Stadt Kobanê im kurdischen Gebiet einzunehmen. Ein Massaker bahnt sich an:

Kobanê under siege: Kurds resist fierce IS attack

Zitat:
Öcalan calls for mass mobilization as suspicions of Turkey’s support for the Islamic State rise and attacks on Kobane in Syrian Kurdistan continue.


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25. September 2014, 09:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ein Interview zur aktuellen Situationen:

"Kampf auf Leben und Tod"

Zitat:
Can Cicek ist Mitarbeiter des Kurdischen Zentrums für Öffentlichkeitsarbeit Civaka Azad. Das Interview wurde am 23. September telefonisch geführt.


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25. September 2014, 12:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Aras



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Gemäss Reuters wurde der IS-Vorstoss wieder zurückgedrängt:

Zitat:
(Reuters) - Kurdish forces in northern Syria pushed back an advance by Islamic State fighters towards a strategic town on the Turkish border on Thursday and appealed for U.S.-led air strikes to target the insurgents' tanks and heavy armaments.


http://uk.reuters.com/article/2014/09/25/uk-syria-crisis-kurds-idUKKCN0HK0QP20140925
25. September 2014, 19:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Update zu Kobane (Deutsch):

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=10152419769937476&id=183921262475

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26. September 2014, 09:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Raqqa when ISIS want to Scare people of Raqqa Antworten mit Zitat
Jihad-Umzug in Raqqa:



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Zuletzt bearbeitet von Doc Sportello am 26. September 2014, 21:48, insgesamt einmal bearbeitet
26. September 2014, 21:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Auch die KurdInnen aus vielen Ländern und der ganzen Türkei versuchen Kobane zu verteidigen:

‘Their fight is our fight’: Kurds rush from across Turkey to defend Kobani

Zitat:
People gather to defend the border the Syrian Kurdish province of Kobani shares with Turkey as Islamic State advances


Dabei soll es auch viele Anarchos und Linke haben:

Zitat:
Turkish Anarchists from Devrimci Anarşist Faaliyet join the fight in defence of Rojava!

Thousands of people, mainly Kurds, but also Turkish left (in the picture the anarchist Devrimci Anarşist Faaliyet), are on the border of Rojava. Many protect the border against transfers of terrorist militiamen. Others break through the border fence to help in Kobans.


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26. September 2014, 21:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ein Reporter twittert live aus Kobane:

https://twitter.com/KurtPelda

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26. September 2014, 21:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Anarchos Antworten mit Zitat
Zitat:
Turkish Anarchists from Devrimci Anarşist Faaliyet join the fight in defence of Rojava!


Ihr Communiqué auf Englisch: https://tahriricn.wordpress.com/2014/09/28/kurdistansyria-anarchists-join-struggle-against-isis-in-kobane/

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28. September 2014, 11:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Gewagter Vergleich: Rojava und die spanische Revolution

http://civaka-azad.org/rojava-und-die-spanische-revolution/

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29. September 2014, 20:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Konicz über den IS:

http://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&index=0&posnr=622

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01. Oktober 2014, 17:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Die Türkei will ja neuerdings an vordester Front mitmischen:

http://www.n-tv.de/politik/Der-Tuerkei-geht-es-nicht-um-den-IS-article13701331.html

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Power to the Pöbel!
01. Oktober 2014, 23:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Sieht übel aus für Kobane:

Der Häuserkampf in Kobani hat begonnen

Zitat:
Kämpfer des IS sind in einige Stadtteile Kobanis vorgerückt. 5.000 bis 6.000 Kurden versuchen die Stadt im Norden Syriens zu verteidigen.


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02. Oktober 2014, 16:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Linke strömen nach Kobane Antworten mit Zitat
Scheinbar strömen Linke aus der ganzen Türkei nach Kobane:

Zitat:
Union Solidarity International, a grassroots international union solidarity organization, reports that the Revolutionary Anarchist Action “along with thousands of young people, socialists, trade unionists, feminists, and other leftists” from Turkey managed to enter Kobanê, traveling there “to support and defend the city.” Revolutionary Anarchist Action released a statement which defines the IS as being “the subcontractor of the States that pursue income strategies on the region.” “People are fighting not for the schemes and strategies around meeting tables, not for income, but for their freedom,” the statement reads.

“All the plots of states and capitalism will be destroyed, procreated violence will be extinguished, ISIS will lose against the freedom fighters and the people will be victorious as always. We take our belief in freedom from Kawa, who stood against Dehak. And we take our belief from the many comrades fighting against Dehaks.”

http://english.al-akhbar.com/content/%E2%80%98we-will-turn-koban%C3%AA-hell-isis%E2%80%99?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+AlAkhbarEnglish+%28Al+Akhbar+English%29


Ticker vom Tagi zur Situation in der Stadt: http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Schwerer-Beschuss-Explosionen-Rauch/story/14055731

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03. Oktober 2014, 16:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Klassengesellschaft des IS Antworten mit Zitat
Die Klassengesellschaft des IS:

Zitat:
"Raqqa's hospitals are now all shut down," says Ibrahim. "Their premises have either been turned into ISIS headquarters, or abandoned by the doctors and nursing staff because there are no more medical supplies."

"Anyone who needs care has to travel to Turkey," says Ibrahim. "It's a rough and dangerous journey and some just don't make it."

The ISIS fighters wounded in battle or airstrikes, however, get treatment at local clinics run exclusively for them and their families.

"Recently, a bombing by the Syrian government left many people, including fighters, badly hurt," says Ibrahim. "We ran to help and saw ISIS trucks arrive and remove their men for treatment, leaving the civilians just lying there."

http://www.cbsnews.com/news/isis-fighters-in-groups-syrian-capital-raqqa-losing-hearts-and-minds/


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03. Oktober 2014, 16:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Bericht aus Kobane noch vor der Verschärfung der Lage der letzten Tage:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/228#/beitrag/video/2253504/IS-Terror:-Kobane-hart-umkämpft

(Url muss kopiert werden, irgendwie gibts ein Problem mit dem "ä").

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04. Oktober 2014, 08:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Während ein Aufruf zum Sammeln von Waffen für die YPG und Rojava kursiert...

Solidarität mit Rojava – Waffen für die YPG/YPJ!

... gibt es bei Libcom einige Kritik an einer Unterstützung der YPG und PKK:

Zitat:
According to that basically except the YPG forces, there are very few civilians left in Kobani. About 150.000 people already crossed the border to Turkey. And since YPG is losing, and everybody is aware of that, staying in Kobani means accepting suicide and torture at the hands of ISIS brutality. The town is literally on the Turkish border so crossing does not require a huge deal of effort.

Another development is this; Today Turkish parliament voted the bill granting authority for the government to move troops to Syria and Iraq. Government claims that the sole purpose of the bill is to enable the Turkish State to intervene for "humanitarian purposes". What they really want is to establish a military zone in Syria down southward a few kilometers from the border, so that this will supposedly "protect the Kurds", who are currently under ISIS threat. I think this is not only a cynical imperialist move on the part of the Turkish government, but also a very stupid strategy as well. Once Turkish troops enter Syria, they will have to move further and further deep in the plains, even to Iraq, since ISIS can continue attack Turkey and retreat far south, provoking only further military action; something which Turkish nationalists are so eager to do already.

So to cut the long story short; No I don't think any military action against ISIS should be defended, especially by us (communists and anarchists). Unfortunately this chaos is likely to spread out to North (Turkey and South Kurdistan), South (Jordan), and East. The expansion of the war to whole middle-East may be a slow process, but there are already enough fault lines all over the region to help this expansion, and the world bourgeoisie is so clueless, careless and stupid that this may eventually happen.

In my opinion, it is pointless to try to respond to this situation with an immediate action. Nothing good can come out from any military intervention at this point. Since 2003 dozens of people died daily because of Islamist terror in Iraq, and ISIS is not a new phenomenon but just a gangrene like crystallization of that chaos. Bourgeois military solutions are only moving up the pace of the developing chaos and terror. The only strategy I can envision is the old internationalist strategy, which I admit, is not a new one and maybe not a perfect one either; but it is tried and worked once (in 1917); and it demands patiently building up for a civil war between classes, widening the discussion among the workers as much as possible, urging them about the vitality of the political and social crisis, and building up class struggle organizations (anarchist and marxist) based on clear and uncompromising principles. It may sound rhetorical and dry but I honestly believe that this is the only way that can save us.

http://libcom.org/forums/news/isis-17062014?page=5#comment-544944


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04. Oktober 2014, 10:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Und wenn Kobane wirklich zum Stalingrad der Islamisten wird? Lagebericht von Perspektive Kurdistan:

Zitat:
Der kurdische Widerstand – in ‪#‎Kobanê‬ wird zwar noch nicht gefeiert wie hier in ‪#‎Amed‬ zum letzten Newroz-Fest, aber die Moral der kurdischen Verteidigungskräfte steigt wieder an, während die der Islamisten zunehmend Risse bekommt!
Heute haben uns auch die verbliebenen Zweifel verlassen, ob es die isolierte Stadt Kobanê schafft, dem geballten Ansturm des Islamischen Staates Stand halten zu können. Wir sind uns nun sicher: Kobanê schafft es!
Heute ist seit Langem das erste Mal, dass wir morgens gute Nachrichten aus Kobanê verbreiten können! Zwar ist die Informationslage schwieriger denn je, weshalb wir auch so spät dran sind. Aber die gestrige Offensive der Islamisten scheint in der Nacht erfolgreich zurückgedrängt worden zu sein. ‪#‎ISIS‬ hatte alles darangesetzt, um zum heutigen Auftakt des islamischen Opferfestes Kobanê zu erobern und in Ayn al-Islam umbenennen zu können. Dazu hatten sie zusätzliches schweres Gerät aus Jarabulus und Manbij herangeschafft.
Doch daraus wurde nichts! An allen Fronten konnten die Islamisten, die zeitweise bis an die Startgrenze herangekommen waren, in der Nacht zurückgedrängt werden. Von Hunderten getöteten ISIS-Kämpfern ist die Rede, allein am Girê Miştenur sollen 150 aufgefunden worden sein.
Insbesondere an der östlichen Front konnten die Islamisten wieder auf 2km Abstand zurückgedrängt werden, weshalb auch der gestern noch massive Beschuss der Stadt deutlich abgenommen hat.
Kantonssprecher Mahmud Beşar sagte heute morgen: „Dieses Opferfest ist eines des Widerstandes für die Menschen in Kobanê und die Menschen in ganz Kurdistan!" YPG und YPJ verteidigten die Stadt episch, und der Kollaps der ISIS-Banden schreite unaufhaltsam fort.
Die türkische Regierung hatte gestern zwar angekündigt, nicht zuzulassen, dass Kobanê in die Hände der Islamisten falle – bislang ist diesbezüglich aber nichts geschehen und die Wortwahl war auch nicht so zu verstehen, dass die kurdische Autonome geschützt werden solle. Gerade wird auch von neuen Tränengasattacken der türkischen Polizei auf kurdische Demonstranten an der Grenze berichtet.
Von der ‪#‎Türkei‬ ist also nach wie vor kein positiver Beitrag zur Situation zu erwarten. Auch wenn PKK-Ehrenvorsitzender Öcalan die türkische Regierung zuletzt um Unterstützung bat, stellen die Pläne der AKP-Regierung, eine Schutzzone zu errichten, eine mindestens ebenbürtige Gefahr für die kurdische Autonomieregion ‪#‎Rojava‬ dar wie die islamistische Vorhut.
Auch die ‪#‎USA‬ scheinen dies endlich zu erkennen: in einer bemerkenswerten Rede in der Harvard-Universität rückte Vizepräsident Joe Biden gestern die Türkei in die Rolle eines 'Frenemy' und klagte an: „Unsere Alliierten in der Region waren unser größtes Problem in Syrien".
Quelle: u.a. ANF/FiratNews, Syrian Observatory, BBC, Zaman


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Beitrag Scharmützel an der Grenze Antworten mit Zitat
Tränengas gegen Kurden an der Grenze und Strassenkampf in Kobane:

Zitat:
Turkish security forces have resorted to tear gas while trying to stop a group that attempted to cross from Turkey to Syria to help in the defense of the town of Kobane against the advancing militants of the Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL).

The incident happened in Suruç town of Şanlıurfa province on Oct. 4 when a group rejected a call from security forces on the border to disperse. As a few members of the group managed to cross the border amid chaotic scenes, security forces fired tear gas cartridges, while some members of the group pelted military vehicles with stones.

As the group in Turkey was dispersed soon afterwards, the Syrian Kurdish militia, or the YPG, engaged
in the first street battles against the ISIL militants across the border in Kobane, according to Doğan News Agency.

http://www.hurriyetdailynews.com/isil-advance-in-syria-triggers-more-clashes-in-turkey.aspx?pageID=238&nID=72532&NewsCatID=352


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04. Oktober 2014, 14:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag IS in Libyen Antworten mit Zitat
Es gibt immer mehr Hinweise auf eine ausgeprägte Präsenz des IS in Libyen. Ein schwer bewaffneter Konvoi in Darna (http://wikimapia.org/#lang=en&lat=32.758695&lon=22.633117&z=13&m=b):



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Die Situation in Kobane im Moment:



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Beitrag Proteste Antworten mit Zitat
Es gibt überall Proteste gegen die bevorstehende Einnahme von Kobane durch den IS. In der Türkei ist es in diversen Städten zu heftigen Ausschreitungen gekommen, gemäss Informationen auf Twitter wurden bereits 6 Kurden von den Bullen, Faschisten oder Islamisten ermordet. Ein wenig detaillierter Bericht von BBC:

Zitat:
Kurds across Turkey have vented their anger at the government's lack of military support for the defenders of the Syrian border town of Kobane being attacked by Islamic State militants.

Police used tear gas and water cannon as unrest spread to at least six cities. One protester has been killed.

Turkish troops and tanks have lined the border but have not crossed into Syria.

Fresh US-led air strikes have tried to repel IS, but Turkey's president warned Kobane was "about to fall".

At least 400 people have died in three weeks of fighting for Kobane, monitors say, and 160,000 Syrians have fled.

If IS captures Kobane, its jihadists will control a long stretch of the Syrian-Turkish border.

http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-29518448


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07. Oktober 2014, 19:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Türkei Antworten mit Zitat
Nähere Infos zur Situation in der Türkei:

Zitat:
One person has been killed and at least two were injured as the advance of Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) militants on the Kurdish town of Kobane in northern Syria prompted fresh protests across Turkey on Oct. 7, while a curfew was declared in two Turkish provinces.

Hakan Buksur, 25, was reportedly hit and killed by live ammunition as police hit protesters with bullets, tear gas and water cannon in the eastern province of Muş's Varto district. A second protester was also wounded during the incidents, reports have said.

A curfew was declared at 5 p.m. local time in the southeastern province of Mardin, whose districts of Kızıltepe, Nusaybin, Derik, Dargeçit, Mazıdağı and Savur are not far from Turkey’s border with Syria. A curfew was declared in Erciş district of Van, an eastern province, and Kurtulan district of Siirt too, according to Doğan News Agency.

http://www.hurriyetdailynews.com/video-one-killed-several-injured-in-isil-protests-across-turkey-as-curfew-declared-in-two-provinces.aspx?pageID=238&nID=72659&NewsCatID=341


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07. Oktober 2014, 19:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Newsticker Antworten mit Zitat
IS dringt in Stadtzentrum von Kobanê ein – Newsticker: http://civaka-azad.org/dringt-stadtzentrum-von-kobane-ein-newsticker/

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07. Oktober 2014, 21:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Daesh in Deutschland Antworten mit Zitat
Gestern Auseinandersetzungen zwischen Kurden und ISIS-Salafisten in Hamburg und Celle:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article133028959/Hunderte-Kurden-und-Salafisten-pruegeln-sich-in-Hamburg.html

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08. Oktober 2014, 06:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Spätestens jetzt sollte es auch dem letzten Idealisten des gerechten Krieges klar sein: Die USA sind an Kobane nicht interessiert.

http://edition.cnn.com/2014/10/08/world/meast/isis-threat/index.html

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08. Oktober 2014, 07:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag 18 Tote bei Kobane-Protesten in der Türkei Antworten mit Zitat
Mindestens 18 Tote bis jetzt, zumindest hat es scheinbar auch 5 Islamisten erwischt:

Zitat:
Protests condemning the ISIS advance in Kobane left at least 18 dead across Turkey last night.

Agriculture Minister Mehdi Eker made a press statement in the southeastern province of Diyarbakır, saying that along with 10 people in Diyarbakır, a total of 18 people died in last night's protests.

According to various newspapers, 8 were reported dead in Diyarbakır, 2 in Mardin, 2 in Siirt, 1 in Batman and 1 in Muş.

Diyarbakır Province Police Commissioner Halis Böğürcü said 5 out of those who died in Diyarbakır were affiliated with Hüda-Par (Free Cause) - a Kurdish-based Sunni Islamist political party.

http://www.bianet.org/english/minorities/159000-at-least-18-reported-dead-in-kobane-protests?bia_source=rss&utm_content=buffer1a04f&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer


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08. Oktober 2014, 12:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Auch David Graeber hat einen Text geschrieben...

Why is the world ignoring the revolutionary Kurds in Syria?

Zitat:
Amid the Syrian warzone a democratic experiment is being stamped into the ground by Isis. That the wider world is unaware is a scandal


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08. Oktober 2014, 13:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Raqqa Antworten mit Zitat
Alltag in Raqqa:

Zitat:


Kids Searching Through Trash

From the very first day it placed its solid grip on the city, the Islamic State, has been engaged in a propaganda war to show the world how Raqqa prospers silently under Sharia law, in the hope that it can reverse the image of depression and oppression the world sees of life in its capital.

With multiple professionally edited videos and high-resolution photos, ISIS insists life in its caliphate is getting comfortable and secure day by day.

However, life is different away from ISIS’s cameras. In this scene, children search through trash in the hope they can find something of value, something worth selling for some trivial amount of money.

http://www.vanityfair.com/politics/2014/10/raqqa-syria-isis-daily-life


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08. Oktober 2014, 14:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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Beitrag Hungerstreik in Mulhouse Antworten mit Zitat
Mitglieder des Kurdischen Vereins in Mulhouse sind in den Hungerstreik getreten. Das "kurdische Kulturzentrum" in meinem Quartier ist voll mit Menschen die die streikenden unterstützen. Der TV läuft ununterbrochen und die Menschen diskutieren über die aktuelle Situation. Leider hab ich wenige Infos erhalten. Werde aber wieder vorbeigehn und versuchen mehr rauszubekommen. In der Stadt ist auch eine erhöhte Polizeipräsenz spürbar.

infos auf france3:

http://france3-regions.francetvinfo.fr/alsace/2014/10/07/les-kurdes-de-mulhouse-entament-une-greve-de-la-faim-566204.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+France3-Alsace-Info+%28France+3+-+Info+Alsace%29

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Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.

Zuletzt bearbeitet von Danger Mines!! am 08. Oktober 2014, 16:22, insgesamt einmal bearbeitet
08. Oktober 2014, 16:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Video einer Auseinandersetzung von gestern in Deutschland:



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08. Oktober 2014, 16:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Zur Situation in Kobane und der Türkei Antworten mit Zitat
Kobane in Trümmern, Türkei in Flammen:

Zitat:
Diese eiserne Blockade Kobanes stellt somit - neben der offensichtlichen Unterstützung der Dschihadisten durch Ankara - den wichtigsten Grund für die massiven und blutigen Proteste, die in weiten Teilen der Türkei in den letzten Tagen aufgeflammt sind. Inzwischen sind 19 Menschen bei den blutigsten Protesten in der jüngsten Geschichte der Türkei getötet worden, wie Reuters am späten Abend des 8. Oktober meldete. Städte mit einer kurdischen Bevölkerungsmehrheit wie Diyarbakir (Amed) lagen unter einer dichten Rauchwolke. Inzwischen hat die AKP-Regierung eine Ausgangssperre in etlichen Provinzen des Landes verhängt und Militäreinheiten in die betroffenen Städte entsandt.

Dabei tauchen immer mehr Beweise für Schusswaffeneinsatz seitens der Polizeikräfte und deren Kooperation mit islamistischen Kräften auf. Türkische Medien berichteten, dass Islamisten gemeinsam mit Polizisten mitunter mit Schusswaffen bewaffnet auf Jagd nach Demonstranten gingen. Videoaufnahmen belegen, wie türkische Polizisten bei ihren Angriffen auf die Demonstranten "Es lebe ISIS"“ brüllen. Die nun eingeleitete innenpolitische Eskalation könnte somit der AKP-Regierung einen willkommenen Vorwand liefern, um die schleichende Islamisierung der Türkei weiter zu forcieren - und die ohnehin erodierenden verbliebenen demokratischen Errungenschaften endgültig zu schleifen.

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43004/1.html


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08. Oktober 2014, 18:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Türkei Antworten mit Zitat
Noch mehr Artikel zur Türkei:

Zitat:
Kurden, die aus der umkämpften syrischen Stadt Kobani fliehen, müssen mit einer Festnahme an der türkischen Grenze rechnen. Die dortigen Behörden haben nach eigenen Angaben Hunderte aus dem Bürgerkriegsland kommende Kurden festgenommen. Die 265 Festgenommen würden zur Feststellung ihrer Identität festgehalten, sagte ein Behördenvertreter in der türkischen Grenzstadt Suruç. "Wer jetzt noch von der anderen Seite der Grenze herüberkommt, gehört entweder zur PKK oder zu YPG."

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-10/kobani-islamischer-staat-kurden-grenze-syrien-tuerkei-festnahmen


Zitat:
Das Zentrum der Auseinandersetzungen war Diyarbakir, die größte kurdische Stadt der Türkei. Allein zehn Menschen wurden hier bei den Auseinandersetzungen getötet. Die Hauptstraße im historischen Zentrum der Stadt glich am Mittwochmorgen einem Trümmerfeld. Ausgebrannte Autos, zerstörte Geschäfte, rußverkohlte Bankfassaden vermitteln einen Eindruck von der Heftigkeit der Kämpfe. Dabei kam es nicht nur zu Auseinandersetzungen zwischen den protestierenden Kurden und der Polizei.

Die Gewalt eskalierte vor allem zwischen kurdischen PKK-Sympathisanten und kurdischen Islamisten der „Hüdar-Par“-Partei. Hüdar-Par ist ein Ableger der in den 90er Jahren entstandenen kurdischen Hizbullah, die nichts mit der libanesisch-schiitischen Hisbollah zu tun hat, sondern 1992 mit Unterstützung des Geheimdienstes zur Bekämpfung der PKK gegründet wurde. Die Hüdar-Par-Anhänger gelten als Freunde der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

http://www.taz.de/Gewalt-in-tuerkischen-Staedten/!147328/


Zitat:
The sense of betrayal is palpable. The Kurds on Turkey’s southern border with Syria are embittered as the tragedy of Kobani unfolds before their eyes on the other side of a wire fence.

In Syria, Kurdish fighters of the YPG militias are beleaguered. They were unaided, apart from the pin pricks of occasional western air strikes, until Tuesday when the US-led allies started to bomb Islamic State positions during the day, slowing their advance.

Many now fear that without a more substantial ground offensive YPG forces will be unable to prevent the fall of Kobani.

The forces might be in the terminal stages of failing to prevent a massacre, but Ankara refuses to allow Kurdish fighters to cross into Syria to relieve the neighbouring city.

http://www.theguardian.com/world/2014/oct/08/kobani-isis-turkey-kurds-ypg-syria-erdogan?CMP=twt_gu


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08. Oktober 2014, 19:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Lowe Class Magazine sieht den kommenden Aufstand kommen:


DER KOMMENDE AUFSTAND

Zitat:
Die schweren Auseinandersetzungen in der Türkei, die in Solidarität mit den VerteidigerInnen von Kobane begannen, könnten zum Keim einer neuen Phase des Aufstands gegen die autoritäre Herrschaft der Regierungspartei AKP werden (Teil I von II)


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08. Oktober 2014, 19:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Sinai Antworten mit Zitat
Sinai, Ägypten: Konvoi von Ansar Bait al-Maqdis:



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08. Oktober 2014, 23:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Hollande für Pufferzone Antworten mit Zitat
Frankreich stellt sich hinter Erdogan:

Zitat:
France said Wednesday it backed a proposal by Ankara to create a safe zone along its border with Syria to ensure Turkey's security and host refugees fleeing Islamic State militants.

In a phone call with his Turkish counterpart Recep Tayyip Erdogan, President Francois Hollande "gave his support to the idea... of creating a buffer zone between Syria and Turkey to host and protect displaced people," the French presidency said in a statement.

Islamic State militants are battling Kurdish militia in Kobane -- a town in northern Syria that borders Turkey -- and while air strikes by a US-led coalition fighting IS have helped push back the jihadists, pressure is mounting for more international action to save the town.

http://www.middle-east-online.com/english/?id=68399


In Anbetracht der Situation in der Türkei ist die "safe zone" wohl eine offene Kriegserklärung an die Kurden...

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09. Oktober 2014, 00:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Diskussionsthreads über die kurdischen Gebiete in den englischsprachigen Foren. Vor allem der Libcom-Thread auch sehr kritisch:

http://www.libcom.org/news/anarchists-join-fight-against-isis-defend-kurdish-autonomous-areas-03102014

http://www.urban75.net/forums/threads/rojava-kurdistan-murray-bookchin-and-regional-kurdish-politics.326822/

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09. Oktober 2014, 08:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Iran, Ägpten, Libyen Antworten mit Zitat
@Melnitz: Sehr interessante Diskussion auf Libcom, v.a. die Interventionen der türkischen Genossen. Ich denke auch, dass die PKK wohl kaum bedingungslose Solidarität verdient. Aber wenn man sieht, wie kurdische Proletarier in Syrien und der Türkei einfach abgeschlachtet werden, fällt es mir persönlich etwas schwer, einfach zu postulieren, dass das innerbürgerliche Konflikte sind und uns überhaupt nichts angehen. Wenn die Kurden in der Türkei von Bullen, Islamisten und Faschisten beschossen werden und es dann Krawall gibt, scheint es mir etwas verkürzt, zu glauben, das geschehe einfach auf Befehl des ZK der PKK. Zudem ist eine aufständische Situation wohl der einzige Kontext, wo auch die politische Hegemonie und Kontrolle der PKK in Gefahr geraten könnte.

IS-Operationen gegen den Iran:

Zitat:
Perhaps. But don’t expect a full-out ISIS invasion. After the extremist group took the Iraqi city of Tikrit in early July 2014, the majority of ISIS’s efforts have been concentrated on consolidating its power and eliminating pockets of resistance inside its territory. Evidently, ISIS’s current strategy is to launch guerrilla attacks and not a full invasion of Iran’s border regions. Given the history of arrangements of Iranians with sunni extremist militia that directly threatened Iran (as noted by Abu Mohamad Al Adnani), such attacks could push Iran to dial back its support for the Iraqi army and force Iran to accept ISIS’s presence in Sunni-populated regions of Iraq.

On the August 28, Jihadi twitter accounts associated with ISIS reported clashes of Islamic State sympathizers with Iranian Revolutionary Guard Corps units near the city of Urmia in West Azarbaijan providence. Iranian news outlets claimed that the attack was carried by ISIS, but no casualties were reported. The results of another strike, not far away, were quite different. On October 2, independent sources reported another ISIS attack near Khoi city, close to Urmia. The attack was an assassination which targeted an IRGC Sargent. Thousands attended the funeral of Sargent Mostafa Mohammad-Nezhad in Urmia on October 3.

http://www.thedailybeast.com/articles/2014/10/09/iran-says-it-s-under-attack-by-isis.html?via=desktop&source=twitter


Derna in Libyen ist tatsächlich unter der Kontrolle einer IS-nahen Miliz:

Zitat:
Libya’s Islamist militant group Ansar al-Shariah has declared an “Islamic emirate” in the eastern city of Derna and pledged allegiance to Islamic State of Iraq and Syria (ISIS), according to media reports coming out from the North African Country.

A video posted on YouTube shows a military parade in Derna with militants holding ISIS flags and shouting pro-ISIS ISIS slogans.

Ansar al-Shariah, accused by Washington of killing U.S. Ambassador Christopher Stevens at the U.S. consulate in Benghazi in 2012, held a rally on Sunday the city’s so-called “companions square” where it announced allegiance to ISIS, which declared an Islamic caliphate in parts of Syria and Iraq.

http://english.alarabiya.net/en/News/africa/2014/10/06/Video-Libya-s-Islamist-militants-parade-with-ISIS-flags.html


Die NZZ zur Situation auf der Sinai-Halbinsel:

Zitat:
Noch hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) keine eigenen Zellen im grössten Land der Region. Mehrere Jihadisten-Gruppen aber stehen dem IS ideologisch nahe und kommunizieren mit ihm.

Es war ein Video ganz im Stil des IS, das die ägyptische Jihadisten-Gruppe Ansar Beit al-Makdis (Unterstützer Jerusalems) vor einigen Tagen im Internet veröffentlichte. Zu sehen war dort die Enthauptung von drei Menschen, die zuvor gestehen mussten, für den israelischen Geheimdienst und die ägyptische Armee spioniert zu haben. Beit al-Makdis ist die grösste von mehreren, zum Teil mysteriösen Jihadisten-Gruppen, die sich in den vergangenen Jahren auf der Sinaihalbinsel eingenistet haben. Ihre jüngsten Videos zeigen, dass auch die Brutalität der islamistischen Extremisten in Ägypten eine neue Stufe erreicht hat.

http://www.nzz.ch/international/jihadisten-nester-auf-dem-sinai-1.18400374?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter


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09. Oktober 2014, 15:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
@ Doc: Ich stecke da im gleichen Dilemma. Und es ist m. E. auch richtig, die kurdischen Prolls bei ihrem Kampf gegen den IS zu unterstützen. Auch eine genauere Betrachtung des Experiments in Rojava und vor allem der Aufstände in der Türkei finde ich notwendig. Weder pauschal als stalinistischen Reformismus abtun noch pauschal als Auftakt zur anarchistischen Weltrevolution glorifizieren. Da in der deutschsprachigen Linken fast nur letzteres vorherrscht, wollte ich hier auch die wesentlich kritischere Diskussion von Libco
einbringen mr green

Und ausserdem:

DER KOMMENDE AUFSTAND (TEIL II)

Zitat:
Seit Tagen brennt es in der Türkei, über zwanzig Menschen starben bei Auseinandersetzungen zwischen Linken und KurdInnen auf der einen, staatlichen Repressionsorganen, Faschisten und IS-Anhängern auf der anderen Seite. Über die Probleme und Schwierigkeiten, mit denen der Aufstand zu kämpfen hat. (Teil II und Schluß)


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09. Oktober 2014, 17:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Il lato cattivo zur "kurdischen Frage" Antworten mit Zitat
Interessanter Text von Il lato cattivo zur "kurdischen Frage". Sie theoretisieren das "Experiment in Rojava" als Selbstverteidigung in peripheren Gebieten der kapitalistischen Herrschaft, vergleichbar mit der EZLN, den somalischen Piraten oder den Mapuche in Chile, stellen jedoch klar dass die kommunistische Revolution nicht als globale Ausbreitung "demokratischer Autonomie" konzipiert werden kann:

Zitat:
Kurdistan. Nell'occhio del ciclone ha il merito di presentare in maniera chiara un quadro delle forze politiche che agiscono nella regione curda; ma l’articolo apre a una serie di interrogativi che ci preme sollevare. Al di là di una semplice messa a valore dell'intervento delle milizie del PKK a sostegno dei curdi yezidi, minacciati dallo Stato Islamico (IS), nell'Iraq del nord, l'autore opera una vera e propria apologia di tale organizzazione e della sua pretesa svolta «libertaria» (il cosiddetto confederalismo democratico). Inoltre, l'assenza di una descrizione delle forze sociali e di classe di cui le varie organizzazioni sono espressione, fa apparire il loro operato come il prodotto di semplici scelte soggettive operate da individui indeterminati. Infine, varie questioni, dal finanziamento dello stesso PKK al quadro delle alleanze che va definendosi in Medio Oriente, sono affrontate in modo troppo sbrigativo. Beninteso, per trattare in maniera esauriente tutti questi punti occorrerebbe scrivere svariati libri; perciò le note che seguono non saranno meno lacunose. Ma pensiamo possano mettere sotto una luce diversa tanto le recenti evoluzioni della «questione curda», quanto i conflitti che stanno accendendo ancora una volta il Medio Oriente. Senza dimenticare che, se ciò può avere una qualche utilità per noi o per altri, essa risiede nel fatto di poter porre non la questione dell'autonomia (qualunque cosa significhi), ma quella del comunismo.

http://illatocattivo.blogspot.it/2014/10/questione-curda-stato-islamico-usa-e.html


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09. Oktober 2014, 19:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Schwere Waffen Antworten mit Zitat
Angriff mit schweren Waffen des IS, dokumentiert von https://twitter.com/ISIS_Med:



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09. Oktober 2014, 21:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
Derweilen sorgen sich die armen Zürcher Ladenbesitzer um ihre Kundschaft, die von den kurdischen Demonstranten verängstigt und vom Shoppen abgehalten werden.

http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/Kurden-Demo-vertreibt-Zuercher-Laeden-die-Kunden-18429623

Journalisten...

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09. Oktober 2014, 21:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Derweilen in der Türkei Antworten mit Zitat
@Muoit: An dieser Stelle mein herzliches Beileid an die Zürcher Ladenbesitzer. Die türkischen Ladenbesitzer dürften auch nicht besonders optimistisch sein, denn Bürgerkrieg ist dem Tourismus nicht gerade förderlich. Faschisten der MHP in Gaziantep:



Zusammenstoss zwischen Militär und, vermutlich, Kurden:

Zitat:
Two armed attacks have hit Turkey's military outposts near its border with Syria, Turkish media reported on Oct. 9.

One person has been killed in a clash between a group and security forces after the funeral of two men, who were among the over 20 people who have died during the recent wave of violent protests that swept Turkey, according to Doğan News Agency.

The incident took place in the Dargeçit district of the southeastern province of Mardin on Oct. 9, as mourners returned from the funeral of 29-year-old Bilal Gezer and 18-year-old Sinan Toprak. A group had thrown home-made explosives at the local gendarmerie headquarters and pelted the building with stones.

http://www.hurriyetdailynews.com/at-least-one-killed-in-two-attacks-targeting-turkish-military-on-syria-border.aspx?pageID=238&nID=72766&NewsCatID=509


In Bingöl werden nach einer Beerdigung drei Bullen erschossen:

Zitat:
Three policemen were killed late Oct. 9 after unidentified assailants opened fire on a team of officers conducting an investigation on the site of a workplace in the eastern province of Bingöl that was destroyed in recent protests over Kobane.

Bingöl police chief Atalay Ürker and his team came under fire from an automatic weapon while viewing the damage to the workplace. The chief’s deputy, Atıf Şahin, and two other policemen protecting them were killed in the attack, while Ürker was taken to hospital with life-threatening injuries.

The attack is the first assassination attempt against a provincial police chief since the murder of Gaffar Okan in Diyarbakır in 2001.

http://www.hurriyetdailynews.com/seven-people-including-three-police-officers-killed-in-two-turkish-cities.aspx?pageID=238&nID=72767&NewsCatID=509


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09. Oktober 2014, 22:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
@doc sportello: hast du einen link zur sinai-geschichte?

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10. Oktober 2014, 00:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Sinai Antworten mit Zitat
@Savo: Der NZZ-Artikel auf S. 5 ganz unten, sonst hab ich auch nix. Das Bild kommt von Twitter und wenn du die googelst, findest schon ein bisschen Zeug.

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10. Oktober 2014, 12:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Die Lage in Kobanê wird immer schlimmer:

http://www.sueddeutsche.de/politik/nordsyrien-erbitterte-kaempfe-um-koban-1.2167622

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Ein weiterer Konicz-Text:

Erdogan auf Bürgerkriegskurs

Zitat:
Während sich die militärische Lage in Kobane weiter zuspitzt, starten türkische Militärs, Islamisten und Rechtsextremisten eine blutige Repressionswelle gegen die antiislamistische Protestbewegung

Die militärische Lage der Verteidiger Kobanes ist verzweifelt. Den in der nordsyrischen Grenzstadt eingeschlossenen Einheiten der Volksverteidigungskräfte (YPG) und Frauenverteidigungskräfte (YPJ) fehlt es inzwischen an Munition, Nahrung und Wasser. In der vergangenen Nacht ist es den Verbänden des Islamischen Staates (IS) gelungen, in weitere Stadtbezirke der seit dreieinhalb Wochen belagerten Stadt vorzudringen.


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10. Oktober 2014, 14:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Raqqa und Türkei Antworten mit Zitat
Bericht aus Raqqa in vier Teilen:

Zitat:
The bombings by the Americans and their Coalition of the Willing have only made things worse. The oil installations have been bombed, which no doubt is a blow to IS, but even more so to the population if they have to go without oil or gas, or will only be able to get some at extremely high prices, to warm their houses with winter being just around the corner. Besides this, the missiles have also hit the most important hospital of Raqqa.

On top of or maybe because of all this, income inequality is rising, something that is apparent also from Caliph Ibrahim’s latest missive. To celebrate the Feast of the Sacrifice all his men are getting a financial bonus of about $ 100.00 and one sheep each, but ordinary citizens get nothing.

http://www.thepostonline.nl/tag/reports-from-the-islamic-state/


Thomas Konicz zum kommenden Bürgerkrieg in der Türkei:

Zitat:
Derweil befinde sich die Türkei auf dem direkten Weg in die dunkle Zeit des "schmutzigen Krieges", der in den 90er Jahren zwischen dem türkischen Staat und den kurdischen Aufständischen der PKK geführt wurde, bemerkte der britische Guardian in einem Kommentar: "Es gab mehrere Brandanschläge auf Autos, Busse, LKWs, ethnische Spannungen, nationalistische Banden an Straßenecken, Ausgangssperren und den Einsatz bewaffneter Truppen..."

Tatsächlich sind in den vergangenen Tagen dutzende Menschen bei den antislamistischen Protesten in der Türkei - die nicht nur von Kurden, sondern auch von linken türkischen Gruppen und Studenten getragen werden - getötet worden, hunderte wurden verletzt. Die Demonstranten fordern eine Aufhebung der Blockade Kobanes durch den türkischen Staat. Im Internet kursieren neuste Zahlen von bis zu 35 Toten binnen drei Tagen, die türkische Regierung spricht von 31 Toten und mehr als tausend Verhafteten. Sowohl die Kurdistan Communities Union (KCK), die als eine Vorfeldorganisation der PKK gilt, wie auch die gemäßigte prokurdische HDP beschuldigten Ankara, die Gewalt bei den Protesten zusätzlich anzuheizen.

Die KCK erklärte ihre Unterstützung für die Proteste, doch zugleich warnte die PKK-nahe Organisation vor Gewaltexzessen, wie dem "Anzünden von Schulen, den Angriffen gegen Attatürk-Statuen oder Akten des Plünderns". Solche Aktionen betrachte man als "Akte von Provokateuren".

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43021/1.html


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10. Oktober 2014, 14:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Türkei Antworten mit Zitat
Schon 37 Tote bei Protesten in der Türkei:

Zitat:
“Five terrorists who launched the attack in Bingöl last night were killed,” Ala said, noting that militants involved in another attack in Diyarbakır were also captured.

Some 139 security officers, 125 of whom are police officers and five of whom are gendarmerie officers, have been wounded, Ala said, noting that 351 people have been wounded in total.

“Of those people who imposed vandalism in our country during these incidents, 1,024 have been taken under custody and 58 have been arrested. Investigations about the others are still underway,” he said.

More than 1,100 buildings, including 212 school buildings, 67 police department buildings, 25 district governor offices, 29 political party buildings, blood donation centers belonging to the Turkish Red Crescent Society (Kızılay), 780 municipality buildings and more than 1,100 municipality vehicles, ambulances and police vehicles have been vandalized during the clashes, Ala said.

http://www.hurriyetdailynews.com/turkish-interior-minister-presents-grave-cost-of-unrest-31-dead-more-than-1000-detainees.aspx?pageID=238&nID=72791&NewsCatID=341


Schiessereien an der Grenze:

Zitat:
Turkish troops came under fire from a group on the Syrian side of the Turkish-Syrian border, the military said in a statement on Friday.

Four people were also injured when another group, consisting of about 4-5,000 people, marched in a military forbidden zone on the Turkish side of the border despite verbal warnings and warning shots fired by the troops, according to the statement posted on the General Staff website. One of the injured was in critical condition.

http://www.todayszaman.com/_syrian-group-fired-at-turkish-troops-on-border-military-says_361263.html


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10. Oktober 2014, 18:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kobane Antworten mit Zitat
Augenzeugenbericht aus Kobane:

Zitat:
Doch die angreifenden Dschihadisten, die die kleine kurdische Enklave in ihrem eroberten Reich um jeden Preis vernichten möchten, haben zwar Verluste durch die Luftangriffe der internationalen Koalition erlitten, aber ihre Reihen mühelos wieder gefüllt: "Das ist wie in diesem Film", sagt Ibrahim Kurdu nun mit erschöpfter Stimme, während im Hintergrund Artillerie-Donner zu hören ist, "im 'Herr der Ringe' - diese Orks, die in Horden losstürmen, und wir können sie nicht stoppen. Die rennen, schießen, rennen, schießen, es ist denen völlig egal, ob sie selber dabei draufgehen, dann kommt einfach die nächste Welle."

Schon am Vorabend hatten Gerüchte die Runde gemacht, dass der IS aus allen Orten seines "Kalifats" neue Truppen heranbringe, aus Rakka, Deir ez-Zor, Bab, selbst aus dem Irak, um den Luftangriffen zum Trotz die Stadt zu erobern, die auch zum Symbol für sie geworden ist, um zu beweisen: Wir können siegen gegen den Rest der Welt! Ununterbrochen bringen sie Verstärkung heran, Munition, schweres Gerät, verlieren gelegentlich einen Panzer, aber sofort steht der nächste bereit.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/kobane-augenzeuge-berichtet-vom-kampf-gegen-is-a-996584.html


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10. Oktober 2014, 22:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Artikel, der sich auch kritisch mit der Forderung nach Intervention auseinandersetzt:

http://infobrief-tuerkei.blogspot.de/2014/10/kampf-um-kobane-ausnahmezustand-in-der.html?m=1

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11. Oktober 2014, 07:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Roarmag:

Kurdish solidarity groups attacked at Kobanê border

Zitat:
While the resistance continues on both sides of the hermetically sealed-off Kobanê border, escaping the war has become just as difficult as joining it.


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11. Oktober 2014, 12:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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Beitrag neuer newsticker des kurdischen zentrums Antworten mit Zitat
http://civaka-azad.org/belagerung-von-kobane-wird-begleitet-vom-staatsterror-der-tuerkei-newsticker/

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Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
11. Oktober 2014, 19:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Albert Gräfe



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Beitrag Antworten mit Zitat
Eine Skizze der Ausgangspunkte für eine revolutionäre Realpolitik vor dem Hintergrund der Barbarei des IS:

http://weltcoup.wordpress.com/2014/10/11/anleitung-zum-kampf/
11. Oktober 2014, 20:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Proletarische Bomben? Antworten mit Zitat
@Albert Gräfe: Das Proletariat soll also ganz "revolutionär" von ihren Regierungen fordern, den IS zu bombardieren? Die antideutsche "Analyse" (es handelt sich eher um eine Projektion ihrer Ideologie auf den Orient) bezüglich des IS ist einfach nur lächerlich. Der Mythos von der "ungenügenden Unterstützung syrischer Rebellen" ist diesbezüglich besonders dreist: Der IS entstand u.a. eben genau wegen der westlichen Unterstützung dieser Rebellen. Doch solche Ketzereien dürfen Antideutsche natürlich nicht von sich geben, also wird man plötzlich mal zum besten Freund der PKK, die noch vor nicht allzu langer Zeit als nationalistisch und stalinistisch denunziert wurde. Jetzt soll sie sich plötzlich geändert haben, obwohl Öcalan mittlerweile seit etwa zehn Jahren ein Anhänger Bookchins ist. Daneben wird die zentrale Doxa der Antideutschen gebetsmühlenartig wiederholt: Der Islam ist böse und barbarisch. Auf Linksunten haben die antideutschen Kommentare stets den besserwisserischen Unterton: "Seht, wir sagen das doch schon seit Jahren!". Im geposteten Text begnügt man sich mit ein paar Zeilen von Hegel und Marx um die "Rückständigkeit des Islams" zu beweisen. Nur, der Islam ist nicht "rückständiger" oder "fortschrittlicher" als andere Religionen. Wäre das das Kriterium, müsste man z.B. erst einmal den Hinduismus bekämpfen, denn Polytheismus ist nun wirklich etwas gar "rückständig". Genau wie in allen anderen Religionen gibt es im Islam verschiedene Strömungen, progressive genau wie konservative. Der Generalverdacht gegen Muslime spielt eben genau der Ideologie des IS in die Hände, schliesslich erklärt wohl der Rassismus und das konstante Islambashing im Westen die Motivation eines sehr grossen Teils der westlichen Jihad-Touristen. Und was das ganze mit Antifaschismus zu tun haben soll, versteht auch nur ein deutscher Autonomer, doch scheinbar soll die Welt wieder mal am deutschen Wesen genesen...

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12. Oktober 2014, 17:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Problematische Aspekte des kurdischen Nationalismus im Irak. Aus Syrien ist mir dergleichen noch nicht bekannt.

Kurden brennen Dorf nieder: Rache an sunnitischen Arabern

Zitat:
Die Kurden sind im Kampf gegen die Terrormiliz IS im Irak zur Speerspitze des Westens geworden. In den befreiten Gebieten kommt es nun aber offenbar zu Racheakten an der sunnitisch-arabischen Bevölkerung.

(...)

Die militärische Bedrohung durch den IS stellt derzeit das friedliche Zusammenleben von Arabern und Kurden in der Autonomen Region Kurdistan auf die Probe. Als im August in Erbil Tausende von Demonstranten die Ausschaffung von Arabern forderten, stellte die Regierung jegliche Hetze gegen Araber unter Strafe. Dennoch nehmen Berichte von Diskriminierung und Rassismus gegen Araber in den letzten Monaten zu.


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13. Oktober 2014, 09:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag IS bedankt sich bei Türkei Antworten mit Zitat
Zwar schon etwas älter, aber trotzdem interessant im jetzigen Kontext: IS-Kommandeur: „Wir haben der Türkei viel zu verdanken“:

Zitat:
Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ soll in seiner Entstehungsphase auch Unterstützung aus der Türkei erhalten haben. Dies berichtete die Washington Post am Mittwoch. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine Aussage eines langgedienten IS-Kommandeurs, der sich den Namen „Abu Yusaf“ gab, und der sich dahingehend äußerte, dass „der IS der Türkei für seinen Erfolg zu danken“ hätte, auch wenn sein mittlerweile gewonnener Zugang zu irakischen Waffen es nicht länger erforderlich mache, sich auf offene türkische Grenzen zu verlassen.

Bereits in der Vergangenheit war breite Kritik laut geworden, dass die türkische Regierung dem terroristischen IS in früherer Zeit unterstützt haben soll, als es darum ging, Kräfte zu unterstützen, die in der Lage wären, den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad zu stürzen. Der Vorsitzende der größten türkischen Oppositionspartei Cumhuriyet Halk Partisi (Republikanische Volkspartei, CHP), Kemal Kılıçdaroğlu, sagte Anfang August etwa: „Die Waffen in der Hand der Terrorgruppe IS stammen von Erdoğan“.

http://dtj-online.de/turkei-is-kommandeur-viel-zu-verdanken-35001


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13. Oktober 2014, 13:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Ich habe heute den Fehler gemacht, das neue Magazin des IS - "Dabiq" - anzuschauen. Es ist schlicht und ergreifend zum Kotzen! Die Texte sind eine Aneinanderreihung von Zitaten aus dem Koran mit Bildern von Waffen, IS-Kämpfern und Exekutionen (!) von Gegnern. Neben der in den Medien breitgetretenen Legitimierung von Sklaverei werden auch andere Begriffe einfach positiv verwendet. So habe man z.B. ein "Massaker" an den kurdischen Widerstandskämpfern verübt, wird da mit grossem Stolz (untermalt mit den entsprechenden Bildern) verkündet. Kurz: Schaut euch die Scheisse nicht an, sonst müsst ihr nur noch kotzen

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14. Oktober 2014, 09:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Die Türkei bombardiert PKK-Stellungen in der Türkei. Friedensprozess dann wohl vorbei.

Turkish fighter jets bomb PKK positions for first time since start of peace bid

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14. Oktober 2014, 10:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Diverse Meldungen in den Social Medias, ISIS sei vom strategisch wichtigen Hügel am Rande der Stadt vertrieben worden. Das hier soll das Beweisfoto sein:



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14. Oktober 2014, 12:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Hügel Antworten mit Zitat
@Melnitz: Ich bin ziemlich sicher, dass dieses Foto schon vor ungefähr einer Woche auf Twitter zirkulierte. Die Meldungen mögen vielleicht trotzdem stimmen, doch das Bild scheint mir recyclet. Dabiq hab ich mir auch mal angeschaut und bin mit Deiner Einschätzung durchwegs einverstanden. Falls Du noch mehr kotzen willst, könnte ich Dir noch ihren Propagandafilm Flames of War empfehlen. Die Bilder sind schon ziemlich schrecklich, aber das schlimmste daran ist, dass der ganze Film mit frommen islamischen Gesängen untermalt ist.

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14. Oktober 2014, 12:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Re: Hügel Antworten mit Zitat
Doc Sportello hat Folgendes geschrieben:
@Melnitz: Ich bin ziemlich sicher, dass dieses Foto schon vor ungefähr einer Woche auf Twitter zirkulierte. Die Meldungen mögen vielleicht trotzdem stimmen, doch das Bild scheint mir recyclet. Dabiq hab ich mir auch mal angeschaut und bin mit Deiner Einschätzung durchwegs einverstanden. Falls Du noch mehr kotzen willst, könnte ich Dir noch ihren Propagandafilm Flames of War empfehlen. Die Bilder sind schon ziemlich schrecklich, aber das schlimmste daran ist, dass der ganze Film mit frommen islamischen Gesängen untermalt ist.


Ich hab mir nur Teile aus dem Film angetan, da musste ich schon wieder kotzen...

Die Hügelgeschichte scheint allerdings bestätigt, möglich dass das Foto recyclet ist:

Kampf gegen den IS: Kurden melden Erfolge in Kobane

Zitat:
Die kurdischen Kämpfer in Kobane halten dem Ansturm des "Islamischen Staats" weiter stand. Nach eigenen Angaben ist es den Verteidigern jetzt gelungen, einen Hügel im Westen der Stadt zurückzuerobern.


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14. Oktober 2014, 15:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Fall von Mosul Antworten mit Zitat
Zur Eroberung von Mosul durch den IS:

Zitat:
The first line of Mosul's defense was the sixth brigade of the Third Iraqi army division. On paper, the brigade had 2,500 men. The reality was closer to 500. The brigade was also short of weapons and ammunition, according to one non-commissioned officer. Infantry, armor and tanks had been shifted to Anbar, where more than 6,000 soldiers had been killed and another 12,000 had deserted. It left Mosul with virtually no tanks and a shortage of artillery, according to Gharawi.

There was also a problem with ghost soldiers – men on the books who paid their officers half their salaries and in return did not show up for duty. Investigators from the defense ministry had sent a report on the phenomenon to superiors in 2013. Nothing was heard back, a sergeant who was based in Mosul told Reuters.

In all, there were supposed to be close to 25,000 soldiers and police in the city; the reality, several local officials and security officers say, was at best 10,000. In the district of Musherfa, one of the city's main entry points, there were just 40 soldiers on duty the night of June 6.

As the militants infiltrated the city, they seized military vehicles and weapons. The sergeant based there said they also hanged soldiers and lit them ablaze, crucified them, and torched them on the hoods of Humvees.

http://www.reuters.com/article/2014/10/14/us-mideast-crisis-gharawi-special-report-idUSKCN0I30Z820141014?feedType=RSS&feedName=worldNews


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14. Oktober 2014, 17:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Albert Gräfe



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Beitrag Antworten mit Zitat
@ Doc Sportello:

Zitat:
Das Proletariat soll also ganz "revolutionär" von ihren Regierungen fordern, den IS zu bombardieren?


Meiner Ansicht nach lässt sich ein solcher Schluss aus dem verlinkten Text nicht ziehen, geschweige denn, dass die Autoren dies vertreten. Diese Forderung wäre nicht nur nicht „revolutionär“, sondern schlichtweg überflüssig, weil der IS im Irak und in Syrien bereits von Ländern der Anti-IS-Allianz bombardiert wird. Abgesehen davon geht es in dem Text darum, dass die Erwartung an die Bourgeoisie, sie möge den Kampf gegen den IS rational und konsequent führen, vergeblich ist. Dagegen sollen laut den Autoren diejenigen Teile des modernen Weltproletariats, welche bereits revolutionäres Klassenbewusstsein entwickelt haben, eine antifaschistische Koalition bilden und ihren Regierungen einen solchen Kampf aufzwingen, soweit sie nicht selbst in der Lage dazu sind, ihn zu führen.

Was den angeblichen „Beweis“ des reaktionären Charakters des Islams betrifft, so wird in dem Text zunächst zwischen dem Islam und dem Islamismus unterschieden, also beides nicht unmittelbar miteinander identifiziert. Der Islamismus wird als faschistische Zuspitzung des Islams charakterisiert und daher auch als Islamfaschismus bezeichnet. Außerdem weisen die Autoren darauf hin, dass sie nicht ausführlich auf den Islam eingehen. Der Verweis auf die Bemerkungen zum Islam bei Hegel, Marx und Wittfogel dient ihnen also nicht zum „Beweis“ der Rückständigkeit des Islams, wie Du unterstellst. Mit diesem Verweis wird lediglich auf bisherige Ansätze zu einer Kritik des politischen Islams rekurriert, wobei betont wird, dass der Komplex des Islams und des Islamismus „weiter erforscht werden muss, um die theoretischen Bedingungen seiner Zerstörung zu erarbeiten.“

Zitat:
Nur, der Islam ist nicht "rückständiger" oder "fortschrittlicher" als andere Religionen. Wäre das das Kriterium, müsste man z.B. erst einmal den Hinduismus bekämpfen, denn Polytheismus ist nun wirklich etwas gar "rückständig". Genau wie in allen anderen Religionen gibt es im Islam verschiedene Strömungen, progressive genau wie konservative. Der Generalverdacht gegen Muslime spielt eben genau der Ideologie des IS in die Hände, schliesslich erklärt wohl der Rassismus und das konstante Islambashing im Westen die Motivation eines sehr grossen Teils der westlichen Jihad-Touristen.


Der Islam ist nicht nur eine Religion, sondern vor allem eine politische Bewegung mit religiöser Herrschaftsideologie. Ein Vergleich mit anderen Religionen ist insofern sinnvoll, als sich daraus Erkenntnisse über seine Ideologie und Organisationsweise gewinnen lassen. Die Reduktion des Islams auf eine bloße Religion neben anderen verfehlt aber dessen Charakter als politische Bewegung. Im Übrigen wird mit der Behauptung, die Motivation westlicher „Dschihad-Touristen“ liege „wohl“ im Rassismus und der Islamfeindlichkeit im Westen, eine perfide Umkehrung von Tätern und Opfern vollzogen: Die Stilisierung der dschihadistischen Schlächter zu Opfern des Westen ist ein Affront gegenüber den Menschen, die dem blutigen Feldzug des IS zum Opfer gefallen sind, weil sie den Unterschied zwischen Tätern und Opfer nivelliert. Nicht Rassismus und antiislamische Hetze, sondern das Appeasement des Westens gegenüber dem Islamismus, das bis zur direkten Kollaboration ging, hat den „Dschihad-Touristen“ den Weg nach Syrien und Irak geebnet.

Zitat:
Der Mythos von der "ungenügenden Unterstützung syrischer Rebellen" ist diesbezüglich besonders dreist: Der IS entstand u.a. eben genau wegen der westlichen Unterstützung dieser Rebellen.


Die westlichen Interventionen im Nahen Osten zur Ursache des dschihadistischen Terrors zu verkehren, ist eine olle Kamelle, die zur antiwestlichen Sündenbockideologie des Antiimperialismus gehört und sich aus antiamerikanischen Ressentiments speist. Im Falle der Entstehung des IS ist diese Verkehrung so abgeschmackt wie kontrafaktisch. Die Ursache für diese Entstehung liegt nicht in der Unterstützung der syrischen Rebellen durch den Westen, sondern darin, dass diese Unterstützung mangelhaft war, wie die Autoren richtig schreiben. Dieser Mangel war ausschlaggebend dafür, dass das säkulare Segment der Opposition in einem Zweifrontenkrieg gegen das Assad-Regime und die dschihadistischen Kräften aufgerieben worden ist. Es ist weder ein Geheimnis noch eine Neuigkeit, dass die Türkei den ISIS im syrischen Bürgerkrieg über mehrere Jahre unterstützt hat, um aus ihrem geopolitischem Interesse heraus den Sturz des Assad-Regimes zu forcieren. Die Türkei hat einen nicht zu unterschätzenden Anteil daran, dass die säkularen Rebellen aufgerieben worden sind, da sie neben dem ISIS auch Ǧabhat an-Nuṣra logistisch unterstützte. Dennoch haben die Autoren meiner Ansicht nach Recht damit, dass die Hauptschuld für die Etablierung des IS die USA trägt, die trotz Drohungen nicht auf die Giftgasangriffe des Assad-Regimes reagierte. Diese Angriffe gehörten zu den ausschlaggebenden Katalysatoren für die rasende Radikalisierung sowohl von Konvertiten im Westen als auch originär moderaten Sunniten in Syrien selbst. Mit dem Ausbleiben einer adäquaten Reaktion auf diese Angriffe in Form einer militärischen Intervention wurde das progressive Element der Aufständischen im syrischen Bürgerkrieg de facto zugunsten der spektakulären Alternative zwischen dem Assad-Regime oder den islamistischen Freischärlern preisgegeben. Es ist eine bittere Ironie dieser Entwicklung, wenn die USA ihr zaghaftes und zögerliches Eingreifen im Kampf um Kobanê ausgerechnet damit legitimiert, dass es in Syrien keinen strategischen Partner für einen langfristigen Kampf gegen den IS gebe. Dies ist besonders grotesk angesichts der Tatsache, dass einige Überreste der FSA in der Schlacht um Kobanê mit der YPG alliiert sind und sich mittlerweile auch formell mit dieser zum Bündnis Burkān al-Furāt' zusammengeschlossen haben.
14. Oktober 2014, 20:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag "Antifaschistische Koalition gegen IS" Antworten mit Zitat
Zitat:
Meiner Ansicht nach lässt sich ein solcher Schluss aus dem verlinkten Text nicht ziehen, geschweige denn, dass die Autoren dies vertreten. Diese Forderung wäre nicht nur nicht „revolutionär“, sondern schlichtweg überflüssig, weil der IS im Irak und in Syrien bereits von Ländern der Anti-IS-Allianz bombardiert wird. Abgesehen davon geht es in dem Text darum, dass die Erwartung an die Bourgeoisie, sie möge den Kampf gegen den IS rational und konsequent führen, vergeblich ist. Dagegen sollen laut den Autoren diejenigen Teile des modernen Weltproletariats, welche bereits revolutionäres Klassenbewusstsein entwickelt haben, eine antifaschistische Koalition bilden und ihren Regierungen einen solchen Kampf aufzwingen, soweit sie nicht selbst in der Lage dazu sind, ihn zu führen.


Erwartungen an die Bourgeoisie sind immer vergeblich. Nun ja, das ändert an der Sache nicht viel: Das Proletariat jener Länder, welche nicht Teil der Anti-IS-Koalition sind, sollten also ihrer Regierung im Sinne einer "antifaschistischen Koalition" aufzwingen, ihr beizutreten? Es tönt für mich immer noch nach der Forderung einer Klassenkollaboration zur Bekämpfung des Islamismus - deshalb auch die Bezüge zum historischen Antifaschismus.

Zitat:
Was den angeblichen „Beweis“ des reaktionären Charakters des Islams betrifft, so wird in dem Text zunächst zwischen dem Islam und dem Islamismus unterschieden, also beides nicht unmittelbar miteinander identifiziert. Der Islamismus wird als faschistische Zuspitzung des Islams charakterisiert und daher auch als Islamfaschismus bezeichnet. Außerdem weisen die Autoren darauf hin, dass sie nicht ausführlich auf den Islam eingehen. Der Verweis auf die Bemerkungen zum Islam bei Hegel, Marx und Wittfogel dient ihnen also nicht zum „Beweis“ der Rückständigkeit des Islams, wie Du unterstellst. Mit diesem Verweis wird lediglich auf bisherige Ansätze zu einer Kritik des politischen Islams rekurriert, wobei betont wird, dass der Komplex des Islams und des Islamismus „weiter erforscht werden muss, um die theoretischen Bedingungen seiner Zerstörung zu erarbeiten.“


Wenn die beiden Bemerkungen von Hegel und Marx über den "barbarischen Charakter" des Islams der Höhepunkt der "proletarischen Forschung" diesbezüglich darstellen, ist es schlecht darum bestellt. Diese Zitate sind ziemlich klar und die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus ist weitgehend rhetorisch, was auch der lobende Verweis auf Hartmut Krauss bestätigt. Und die Gleichsetzung Islamismus = Faschismus ist einfach denkfaule Antifa-Polemik, historisch betrachtet haben die beiden Strömungen nicht viel gemeinsam. Es ist erstaunlich, dass plötzlich marxistisch die bürgerliche Extremismus-Theorie verteidigt wird, wenn es einem gerade propagandistisch in den Kram passt.

Zitat:
Der Islam ist nicht nur eine Religion, sondern vor allem eine politische Bewegung mit religiöser Herrschaftsideologie. Ein Vergleich mit anderen Religionen ist insofern sinnvoll, als sich daraus Erkenntnisse über seine Ideologie und Organisationsweise gewinnen lassen. Die Reduktion des Islams auf eine bloße Religion neben anderen verfehlt aber dessen Charakter als politische Bewegung. Im Übrigen wird mit der Behauptung, die Motivation westlicher „Dschihad-Touristen“ liege „wohl“ im Rassismus und der Islamfeindlichkeit im Westen, eine perfide Umkehrung von Tätern und Opfern vollzogen: Die Stilisierung der dschihadistischen Schlächter zu Opfern des Westen ist ein Affront gegenüber den Menschen, die dem blutigen Feldzug des IS zum Opfer gefallen sind, weil sie den Unterschied zwischen Tätern und Opfer nivelliert. Nicht Rassismus und antiislamische Hetze, sondern das Appeasement des Westens gegenüber dem Islamismus, das bis zur direkten Kollaboration ging, hat den „Dschihad-Touristen“ den Weg nach Syrien und Irak geebnet.


Spätestens hier wird m.E. klar, dass für Dich Islam und Islamismus weitgehend das gleiche sind. Jede Religion ist letztendlich eine "politische Bewegung mit religiöser Herrschaftsideologie". Es gibt z.B. Christdemokraten im Westen, Hindu-Nationalisten in Indien oder orthodoxe jüdische Parteien in Israel, was also am Islam im Vergleich zu anderen Religionen so dermassen speziell sein soll, hast Du mir damit noch nicht erklärt. Zudem geht es nicht um eine "Stilisierung der dschihadistischen Schlächter zu Opfern", eine moralische Unterscheidung zwischen "Tätern" und "Opfern" ist purer Idealismus und kann die Realität nicht fassen. Deine "Appeasement-Theorie" ist sehr gewagt. Etliche Quellen, wie z.B. diese, und auch Interviews mit westlichen Jihadisten in Syrien und Irak zeigen klar, dass der Rassismus und die Armut zentrale individuelle Motive sind. Der "Weg" ist sowieso "geebnet", denn einen Flug in die Türkei zu buchen, ist nicht besonders kompliziert. Es ist ja nicht so, dass diese Leute einfach "Fanatiker" geworden sind, weil sie "fanatisch" sind, eine solche Erklärung wäre rein tautologisch. Wenn nicht das Elend der europäischen Ghettos und der Rassismus der westlichen Mehrheitsgesellschaft die Radikalisierung dieser Jugendlichen erklären, was dann?

Zitat:
Die westlichen Interventionen im Nahen Osten zur Ursache des dschihadistischen Terrors zu verkehren, ist eine olle Kamelle, die zur antiwestlichen Sündenbockideologie des Antiimperialismus gehört und sich aus antiamerikanischen Ressentiments speist. Im Falle der Entstehung des IS ist diese Verkehrung so abgeschmackt wie kontrafaktisch. Die Ursache für diese Entstehung liegt nicht in der Unterstützung der syrischen Rebellen durch den Westen, sondern darin, dass diese Unterstützung mangelhaft war, wie die Autoren richtig schreiben. Dieser Mangel war ausschlaggebend dafür, dass das säkulare Segment der Opposition in einem Zweifrontenkrieg gegen das Assad-Regime und die dschihadistischen Kräften aufgerieben worden ist. Es ist weder ein Geheimnis noch eine Neuigkeit, dass die Türkei den ISIS im syrischen Bürgerkrieg über mehrere Jahre unterstützt hat, um aus ihrem geopolitischem Interesse heraus den Sturz des Assad-Regimes zu forcieren. Die Türkei hat einen nicht zu unterschätzenden Anteil daran, dass die säkularen Rebellen aufgerieben worden sind, da sie neben dem ISIS auch Ǧabhat an-Nuṣra logistisch unterstützte. Dennoch haben die Autoren meiner Ansicht nach Recht damit, dass die Hauptschuld für die Etablierung des IS die USA trägt, die trotz Drohungen nicht auf die Giftgasangriffe des Assad-Regimes reagierte. Diese Angriffe gehörten zu den ausschlaggebenden Katalysatoren für die rasende Radikalisierung sowohl von Konvertiten im Westen als auch originär moderaten Sunniten in Syrien selbst. Mit dem Ausbleiben einer adäquaten Reaktion auf diese Angriffe in Form einer militärischen Intervention wurde das progressive Element der Aufständischen im syrischen Bürgerkrieg de facto zugunsten der spektakulären Alternative zwischen dem Assad-Regime oder den islamistischen Freischärlern preisgegeben. Es ist eine bittere Ironie dieser Entwicklung, wenn die USA ihr zaghaftes und zögerliches Eingreifen im Kampf um Kobanê ausgerechnet damit legitimiert, dass es in Syrien keinen strategischen Partner für einen langfristigen Kampf gegen den IS gebe. Dies ist besonders grotesk angesichts der Tatsache, dass einige Überreste der FSA in der Schlacht um Kobanê mit der YPG alliiert sind und sich mittlerweile auch formell mit dieser zum Bündnis Burkān al-Furāt' zusammengeschlossen haben.


Du scheinst zu vergessen, dass der IS allen voran ein Produkt der sektiererischen Konflikte im Irak ist. Für die ganze Giftgas-Geschichte gibt es übrigens noch eine zweite Version, die ich durchaus auch für plausibel halte. Das Problem ist eben, dass die säkularen Rebellen nie besonders stark waren und auch die FSA weitgehend von (sogenannt "moderaten") islamistischen Kräften getragen wird und auch mit dem IS ein kompliziertes Verhältnis hat. Das ist einer der Gründe, warum die PYD eben nicht Teil der FSA ist. Die Strategie der Islamisten war es von Anfang an, den Aufstand in einen Bürgerkrieg zu verwandeln und dann vom entstehenden Chaos zu profitieren, und sie haben diese Strategie ziemlich effizient umgesetzt. Es gibt (keine Ahnung mehr wo) Interviews mit islamistischen Rebellen, die darüber lachen, wie einfach es war an westliche Waffen zu kommen. Einer sagte in diesem Kontext, dem Westen sage man, man kämpfe für Demokratie, den Saudis, für einen Gottesstaat, damit beide Waffen schicken. Der Westen konnte Assad schlichtweg nicht einfach wegbomben, ausser zum Preis einer unberechenbaren Eskalation der Konflikte mit Russland und dem Iran. Es ist eine weitere Ironie der Geschichte, dass mittlerweile gewissermassen auch al-Qaida Teil Deiner antifaschistischen Koalition ist...

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
14. Oktober 2014, 21:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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@Albert Gräfe: Noch ein Nachtrag zum letzten Absatz. Der Artikel ist erst 1 Monat alt und zeigt ziemlich deutlich, dass die Realität in Syrien etwas komplizierter ist als gemeinhin angenommen:

Zitat:
The US-backed Free Syrian Army (FSA), Al Nusra Front, and the Islamic State have paired together in order to fight President Bashar al-Assad’s Syrian Armed Forces, according to statements from multiple commanders from within the FSA.

“We are collaborating with the Islamic State and the Nusra Front by attacking the Syrian Army’s gatherings in… Qalamoun,” said Bassel Idriss, a commander of a Free Syrian Army brigade. “Our battle is with the Assad regime, and it is on Syrian lands only,” he told to Lebanon’s Daily Star.

According to another Free Syrian Army commander, the combining of forces with the Islamist terror outfits was needed in order to achieve the greater good. “We have reached a point where we have to collaborate with anyone against unfairness and injustice,” said FSA commander Abu Khaled. “Let’s face it: The Nusra Front is the biggest power present right now in Qalamoun and we as FSA would collaborate on any mission they launch as long as it coincides with our values,” the commander concluded.

http://www.americanthinker.com/blog/2014/09/weapons_obama_sends_to_free_syrian_army_will_be_used_to_fight_assad_not_isis.html


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14. Oktober 2014, 22:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Albert Gräfe,

Es gibt im verlinkten Text einige Gedanken, die durchaus zutreffend sind. So etwa die Feststellung, dass die Bourgeoisie tendenziell nicht mehr strategisch zu handeln fähig ist, sondern sich von taktischem Entscheid zu taktischem Entscheid durchmogelt. Die Frage ist bloss, wie man diese Tatsache deutet. Der Text macht den gravierenden Fehler, dass er dies als einen Mangel behandelt, dessen logische Folge die aktuelle fürchterliche Situation sei. Damit unterstellt der Text, dass das Handeln der Fortsetzung der Koalition der Willigen so was wie Demokratie, Freiheit und Vernunft zum Inhalt hätte. Dass also ein strategisches Handeln jener Koalition gewissermassen als bewaffnete Vernunft für Kommunisten Erfreuliches hervorgebracht hätte. Ganz so als wäre es nicht die jeweils nationale Raison, die sich in Konflikt und Bündnis zwischen den beteiligten Nationalstaaten durchsetzen würde. Als hätte man nicht bewusst auch Kräfte unterstützt, die offene Feinde der «offenen Gesellschaft» waren und sind und mit denen man sich nun rumschlagen muss. Es war der Koalition zumindest erstmal kein Ärgernis, dass die Salafisten als Feinde von Assad und des Irans gestärkt wurden. Und das wäre es auch unter strategischen Gesichtspunkten nicht gewesen, wenn sich diese nicht zu einer Kraft in der Region gemausert hätten, die nicht mehr kontrollierbar ist und geostrategische Interessen zu stören droht.
Es ist also nicht so, dass ein blosses Mehr an Intervention durch die Koalition das Ruder auf die richtige Seite gerissen hätte. Das würde voraussetzen, dass die Koalition eben bloss jene Kräfte unterstützt hätte, die eine progressive Richtung vertreten würden. Das Gegenteil ist richtig: wenn man sich schon dazu versteigt, eine Intervention der Koalition zu fordern – was ich grundsätzlich für ziemlich vermessen und illusorisch halte –, dann doch nicht ein Mehr, sondern etwas ganz anderes. Nämlich das was sich die Autoren offensichtlich vorstellen: Eine Intervention die den vernünftigen und progressiven Kräften den Rücken stärkt. Bloss ist das von den Regierungen kapitalistisch verfasster Staaten nicht zu erwarten; oder eben nur, wenn es der staatlichen Raison dient. Das scheinen die Verfasser des Textes auch zu ahnen. Denn ihre zentrale politische Folgerung und Forderung lautet, wie du wiedergibst:

Zitat:
Dagegen sollen laut den Autoren diejenigen Teile des modernen Weltproletariats, welche bereits revolutionäres Klassenbewusstsein entwickelt haben, eine antifaschistische Koalition bilden und ihren Regierungen einen solchen Kampf aufzwingen, soweit sie nicht selbst in der Lage dazu sind, ihn zu führen.


Wie soll denn von den paar versprengten Kommunisten einer Regierung irgendwas aufgezwungen werden? Wieder mal in einer antifaschistischen Volksfront, die zusammen mit allerhand vermeintlich progressiven Kräften taktisch klug agiert aber historisch nie den Faschismus verhindert hat? Oder neuerdings als Koalition allein der revolutionären Splittergrüppchen, die gar nichts zu sagen haben ausser auf dem einen oder anderen unbedeutenden Weblog oder Internetforum? Hand aufs Herz: Zum Zeitpunkt, wo die «Teile des modernen Weltproletariats, welche bereits revolutionäres Klassenbewusstsein entwickelt haben» irgendeiner Regierung irgendetwas aufzwingen können, geht es bereits um ganz andere Fragen.

PS. Ja, der Antiamerikanismus ist eine weitverbreitete und hochgradig von Projektionen motivierte Angelegenheit. Aber es ist nicht Antiamerikanismus, wenn man nüchtern feststellt, dass die USA momentan nun mal der staatliche Hauptakteur auf internationalem Parkett sind und die aktuelle Situation auch mit ihrem Handeln zu tun hat. Damit ist die Analyse aber antürlich noch längst nicht abgeschlossen.

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15. Oktober 2014, 02:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Zoyd



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@Doc Sportello:

Zitat:
Der Mythos von der "ungenügenden Unterstützung syrischer Rebellen" ist diesbezüglich besonders dreist: Der IS entstand u.a. eben genau wegen der westlichen Unterstützung dieser Rebellen.

in dem text auf dem weltcoupblog wird moniert, dass die USA nicht mit ihrer drohung ernst gemacht zu haben, nach dem einsatz von giftgas assads truppen zu bombardieren. zugleich wird schon vorausschauend kritisiert, dass die von den USA angepeilte streitmacht gegen IS und assad wahrscheinlich wieder den islamisten in die hände spielen wird. den mythos von der ungenügenden unterstützung der syrischen rebellen überhaupt, den du behauptest, findest du in dem text also nicht; eher das gegenteil - er wird dort kritisiert.

Zitat:
Doch solche Ketzereien dürfen Antideutsche natürlich nicht von sich geben, also wird man plötzlich mal zum besten Freund der PKK, die noch vor nicht allzu langer Zeit als nationalistisch und stalinistisch denunziert wurde.

stimmt, viele antideutsche schwenken jetzt tatsächlich auf den pro-pkk kitsch der antiimps ein. das zeigt, wie dünn die suppe ist, die da gekocht wird. um diesen kitsch in dem hier diskutierten text zu finden, braucht es aber schon ein gehöriges maß an phantasie.

Zitat:
Im geposteten Text begnügt man sich mit ein paar Zeilen von Hegel und Marx um die "Rückständigkeit des Islams" zu beweisen.

von der "rückständigkeit" des islam ist in dem text kein einziges mal die rede. auch hier hast du den text mit viel "phantasie" interpretiert, will ich mal sagen. davon abgesehen: wenn du möchtest, ist der islam, jedenfalls von einem religiösen standpunkt, auch besonders fortschrittlich, weil konsequent religiös. er macht nämlich im gegensatz bspw. zum christentum in den westlichen gesellschaften (durch lange klassenkämpfe, die zur säkularisierung geführt haben, ausgehölt und geschwächt) viel weniger abstriche von seiner politischen mission, einen theokratischen staat zu errichten (nach marx übrigens der "wahrhaft religiöse staat" (mew1:101)).

Zitat:
Der Generalverdacht gegen Muslime spielt eben genau der Ideologie des IS in die Hände, schliesslich erklärt wohl der Rassismus und das konstante Islambashing im Westen die Motivation eines sehr grossen Teils der westlichen Jihad-Touristen.

zunächst mal muss entzerrt werden, dass das "islambashing" der rassisten immer dann aufhört, wenn die barbarei des islam in seinem "angestammten kulturraum" vor sich geht. dass rassisten bestimmte erscheinungen des islam kritisieren, wenn sie sich auf der vaterländischen scholle abspielen, kann wohl kein grund für uns sein, den islam nicht als barbarische religion zu kritisieren.
außerdem: das rassistische islambashing (sowie noch andere faktoren, wie lumpenproletarisierung u.a., die du ja auch nennst) sind durchaus probleme, auf die einige muslime mit islamistischer radikalisierung antworten. das macht ihre reaktion verstehbar, nur kein bisschen besser (so auch die der nazis auf den versailler vertrag). statt zu islamisten zu werden und ungläubige abzuschlachten, hätten sie auch tausend andere tickets wählen können. der anlass ihrer reaktion erklärt wohl kaum zureichend diese reaktion selbst.

Zitat:
Erwartungen an die Bourgeoisie sind immer vergeblich.

soll heißen: klassenkämpfe, außer sie gehen unmittelbar auf die aufhebung des kapitals, sind immer vergeblich? klassenkämpfe um die verbesserung der lage der lohnarbeiter_innen als lohnarbeiter_innen gehen fast immer davon aus, dass man erwartet, bestimmte forderungen können von der bourgeoisie angenommen werden, auch wenn sie gegen die unmittelbaren interessen einer bestimmten fraktion des kapitals durchgesetzt werden müssen. das setzt vorauss, dass die herrschende klasse im rahmen ihrer interessen soweit einen spielraum hat, diese forderungen gewähren zu lassen, und außerdem natürlich die kraft der lohnarbeiter_innen ihre forderungen mit gewalt und erpressung gegenüber den herrschenden durchsetzen zu können.

Zitat:
Das Proletariat jener Länder, welche nicht Teil der Anti-IS-Koalition sind, sollten also ihrer Regierung im Sinne einer "antifaschistischen Koalition" aufzwingen, ihr beizutreten? Es tönt für mich immer noch nach der Forderung einer Klassenkollaboration zur Bekämpfung des Islamismus - deshalb auch die Bezüge zum historischen Antifaschismus.

wieder die frage: sind dann alle (nichtrevolutionären) klassenkämpfe klassenkollaborationen? und welche "bezüge zum historischen antifaschismus" meinst du? marx ist übrigens auch mit den nicht gerade besonders sympathischen urquhartisten seinerzeit eine allianz eingegangen, um russlands position als haupttreiber der konterrevolution in europa zu schwächen. diese tradition der "klassenkollaboration" ist also schon deutlich älter als der (stalinistische) antifaschismus der 30er und 40er, der in der tat konterrevolutionär war (siehe spanischer bürgerkrieg, aber auch weniger bekannt: die volksfront in frankreich 36)

Zitat:
Wenn die beiden Bemerkungen von Hegel und Marx über den "barbarischen Charakter" des Islams der Höhepunkt der "proletarischen Forschung" diesbezüglich darstellen, ist es schlecht darum bestellt. Diese Zitate sind ziemlich klar und die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus ist weitgehend rhetorisch, was auch der lobende Verweis auf Hartmut Krauss bestätigt.

mit dem ersten satz bin ich völlig d'accord. eine unterscheidung von islamismus und islam konnten aber hegel und marx noch gar nicht machen, weil es den islamismus damals noch nicht gab. der politische islam ist in den 20er jahren in ägypten entstanden (als wegmarke: 1928 wurde dort die muslimbruderschaft gegründet).
die zitate deuten aber zumindest an, dass zwischen (orthodoxem, also bis heute hegemonialem) islam und islamismus keine chinesische mauer besteht. das heißt übrigens nicht, dass man den islamismus einfach aus dem islam ableiten kann (wie das bürgerliche ideologen machen). den islamismus kann man natürlich nur kritisieren, indem ich seine gesellschaftlichen grundlagen kritisiere. nur ist es auch lächerlich zu behaupten, der islamismus hätte keine ideologischen anknüpfungspunkte im durchschnitts-islam.

Zitat:
Und die Gleichsetzung Islamismus = Faschismus ist einfach denkfaule Antifa-Polemik, historisch betrachtet haben die beiden Strömungen nicht viel gemeinsam.

genauso denkfaul und abstrakt, wie die bloße gleichsetzung nur auf grundlage einiger gemeinsamkeiten, ist die ungleichsetzung, auf grundlage ihrer offensichtlichen unterschiede. dass es gemeinsamkeiten und auch praktisches zusammenwirken von (westlichem) faschismus und islamismus gibt, ist wohl kaum zu leugnen.

@Muoit:
Zitat:
Es gibt im verlinkten Text einige Gedanken, die durchaus zutreffend sind. So etwa die Feststellung, dass die Bourgeoisie tendenziell nicht mehr strategisch zu handeln fähig ist, sondern sich von taktischem Entscheid zu taktischem Entscheid durchmogelt. Die Frage ist bloss, wie man diese Tatsache deutet. Der Text macht den gravierenden Fehler, dass er dies als einen Mangel behandelt, dessen logische Folge die aktuelle fürchterliche Situation sei. Damit unterstellt der Text, dass das Handeln der Fortsetzung der Koalition der Willigen so was wie Demokratie, Freiheit und Vernunft zum Inhalt hätte. Dass also ein strategisches Handeln jener Koalition gewissermassen als bewaffnete Vernunft für Kommunisten Erfreuliches hervorgebracht hätte. Ganz so als wäre es nicht die jeweils nationale Raison, die sich in Konflikt und Bündnis zwischen den beteiligten Nationalstaaten durchsetzen würde.

ich denke nicht, dass in dem text bestritten wird, dass der staat der bourgeoisie dazu da ist, auch ihr interesse durchzusetzen. das zitat aus dem manifest über die kollisionen unter den fraktionen der bourgeoisie wird ja auch so kommentiert, dass da die proletarisierten dazu missbraucht werden, für die interessen der herrschenden zu kämpfen. der knackpunkt ist eher, zu welchen resultaten diese kollisionen für das proletariat führen, welche rolle es dort spielt, und wie es um seine kampfbedingungen bestellt ist, die nicht im luftleeren raum, sondern durch klassenkämpfe erstritten werden mussten und müssen. genau das steht ja auch in dem text. genauso wie die feststellung, dass es idealistisch wäre, von der bourgeoisie etwas zu erwarten, was ihren interessen widersprechen würde ("die idee blamiert sich, wo sie vom interesse getrennt ist"). nur ist der scheinbar entgegengesetzte standpunkt, klassenkämpfe, die der bourgeoisie etwas abtrotzen, apriori als unmöglich zu negieren, nicht weniger unrealistisch. (siehe marxens kritik des politischen indifferentismus)

Zitat:
Es ist also nicht so, dass ein blosses Mehr an Intervention durch die Koalition das Ruder auf die richtige Seite gerissen hätte. Das würde voraussetzen, dass die Koalition eben bloss jene Kräfte unterstützt hätte, die eine progressive Richtung vertreten würden. Das Gegenteil ist richtig: wenn man sich schon dazu versteigt, eine Intervention der Koalition zu fordern – was ich grundsätzlich für ziemlich vermessen und illusorisch halte –, dann doch nicht ein Mehr, sondern etwas ganz anderes. Nämlich das was sich die Autoren offensichtlich vorstellen: Eine Intervention die den vernünftigen und progressiven Kräften den Rücken stärkt. Bloss ist das von den Regierungen kapitalistisch verfasster Staaten nicht zu erwarten; oder eben nur, wenn es der staatlichen Raison dient.

d'accord mit den ersten zwei sätzen und dem letzten. ansonsten verweise ich darauf, dass die USA in den letzten tagen endlich damit begonnen haben, die stellungen des IS um kobane wirkungsvoll zu bombadieren, sodass sich die kurden dort erfolgreich halten können (ich denke, dass ist etwas erfreuliches). aus welchen gründen genau sie das getan haben, maße ich mir als dilettant nicht an, genau zu wissen. ich würde aber mal behaupten, dass der öffentliche druck durch die demonstrationen zur unterstützung des abwehrkamps in kobane auf der ganzen welt und ihr widerhall in den medien durchaus auch ein faktor waren, der die USA zu dieser entscheidung mitgedrängt haben. das führt vielleicht auch zu einer antwort auf deine frage, wie regierungen solche entscheidungen aufgezwungen werden können. ganz sicher nicht von marginalisierten und unter sich sektierisch zersplitterten kommunist_innen. diese hätten sich aber nützlich zu machen in den auch unabhängig von ihnen geführten politischen klassenkämpfen (es sind klassenkämpfe, jedenfalls von einem nicht-ökonomistischen und -national-bornierten standpunkt aus), die jetzt gegen die kollaboration mit dem IS bzw. ihr gewährenlassen durch die herrschenden geführt worden sind. nicht, indem sie zu nützlichen idioten werden, und jeden pro-pkk quatsch unterstützen, wie u.a. auch einige antideutsche, sondern indem sie über die gesellschaftlichen grundlagen der kollisionen aufklären und was für das proletariat an diesen hängt, nämlich ihre vorher schon erwähnten kampfbedingungen.
15. Oktober 2014, 14:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Zitat:
ich denke nicht, dass in dem text bestritten wird, dass der staat der bourgeoisie dazu da ist, auch ihr interesse durchzusetzen.


Ich würde nicht soweit gehen, den Staat als Staat der Bourgeoisie zu bezeichnen. Der kapitalistische Staat ist ein Staat des Kapitals, der die Reproduktion der Bedingungen der kapitalistischen Akkumulation garantiert, indem er ein illusorisches «Allgemeininteresse» organisiert. «Eben weil die Individuen nur ihr besondres, für sie nicht mit ihrem gemeinschaftlichen Interesse zusammenfallendes suchen, überhaupt das Allgemeine illusorische Form der Gemeinschaftlichkeit, wird dies als ein ihnen «fremdes» und von ihnen «unabhängiges», als ein selbst wieder besonderes und eigentümliches «Allgemein»-Interesse geltend gemacht, oder sie selbst müssen sich in diesem Zwiespalt bewegen wie in der Demokratie. Andrerseits macht denn auch der praktische Kampf dieser beständig wirklich den gemeinschaftlichen und illusorischen gemeinschaftlichen Interessen entgegentretenden Sonderinteressen die praktische Dazwischenkunft und Zügelung durch das illusorische «Allgemein»-Interesse als Staat nötig.» (Karl Marx, Die Deutsche Ideologie, MEW 3, S. 34). Dieses «Allgemeininteresse» ist in einer kapitalistische verfassten Gesellschaft notwendig das Interesse des Kapitals als gesellschaftlichem Verhältnis. In diesem Sinne ist die Aussenpolitik bürgerlicher Staaten auch auf die Funktion der Akkumulation des nationalen Kapitals angelegt (und damit objektiv im Interesse der Bourgeoisie); insofern spielen etwa Rohstoffe und Märkte durchaus eine Rolle. Zugleich entbehrt die Politik selbstverständlich nicht einer Besonderung von diesen Grundlagen und bekommt die politische Raison eines Staates auch eine Dimension die nicht direkt mit der Kapitalakkumulation verknüpft ist; wie soll man sich sonst etwa den Falklandkrieg oder die Intervention der USA in Afghanistan erklären. Auf dieses zweite Moment schielt dann doch eine mögliche «Intervention» kommunistischer Arbeiter, die der Regierung etwas aufzwingen sollen. Sie sollen die Regierung dazu zwingen die progressiven Kräfte in gewissen Weltregionen zu unterstützen. Das übersieht meines Erachtens den Rahmen in den diese politische Logik eingewoben ist: Da entscheidet der Staat eben nicht nach Gesichtspunkten der Vernunft, sondern ausschliesslich danach wie er seine Rolle in der imperialistischen (sic!) Konkurrenz stärken kann. Wenn dazu reaktionäre Kräfte wie die Contras oder die Mudschahedin gute Dienste tun, dann wird man nicht auf sie verzichten wollen. Darum ist es einfach falsch, wenn im Text von «progressiven Interventionen der USA» geschrieben wird. Das können sie zwar zufällig sein, wie das jetzt um Kobane der Fall ist. Aber im vorliegenden Falle in einer längeren Retrospektive ist es doch augenscheinlich, dass die USA und ihre Verbündeten auch hochgradig reaktionäre Kräfte unterstützt oder zumindest als nützliche Handlanger geduldet haben und damit den aktuellen Zustand gerade auch durch die Interventionen mitverschulden. Du wechselst darum von dieser Ebene – die eben faktisch als Ziel strategischen Handelns der Bourgeoisie eine weltweite Durchsetzung der Vernunft suggeriert – auch relativ schnell auf die Ebene des durch den Klassenkampf aufgezwungenen Handelns der Regierungen.

Zitat:
ansonsten verweise ich darauf, dass die USA in den letzten tagen endlich damit begonnen haben, die stellungen des IS um kobane wirkungsvoll zu bombadieren, sodass sich die kurden dort erfolgreich halten können (ich denke, dass ist etwas erfreuliches).


Natürlich ist es etwas Erfreuliches. Aber das festzustellen und sich zu freuen, dass die kurdischen Kämpfer in Kobane eine Atempause verschafft kriegen, ist etwas anderes, als zu behaupten, man müsse das von den Regierungen irgendwie fordern. Damit überschätzt man einfach den eigenen Einfluss als Teil «des modernen Weltproletariats, welche[r] bereits revolutionäres Klassenbewusstsein entwickelt» hat und begibt sich auf die Eben der Realpolitik die auch durch den Zusatz «revolutionär» vor allem eines bleibt: Realpolitik. Und damit eine Sphäre in der sich Staatsmänner die Hand reichen um nicht nur über die Welt, sondern auch über die kommunistische Dissidenz ihr Urteil zu sprechen; wenns denn praktisch wieder nötig werden sollte. Damit spreche ich mich überhaupt nicht gegen immanente Interessensvertretung durch Klassenkämpfe aus. Aber die sollen eben gerade blind gegenüber den Anforderungen der Realpolitik sein und sich im Gegenteil rücksichtslos für ihre Interessen einsetzen.

Zitat:
ich würde aber mal behaupten, dass der öffentliche druck durch die demonstrationen zur unterstützung des abwehrkamps in kobane auf der ganzen welt und ihr widerhall in den medien durchaus auch ein faktor waren, der die USA zu dieser entscheidung mitgedrängt haben. das führt vielleicht auch zu einer antwort auf deine frage, wie regierungen solche entscheidungen aufgezwungen werden können. (...)(es sind klassenkämpfe, jedenfalls von einem nicht-ökonomistischen und -national-bornierten standpunkt aus),


Das ist meines Erachtens eine Überschätzung und eine Fehleinschätzung. Der IS hat sich durch sein Gebaren als lokaler geopolitischer Player geradezu als Feind aufgedrängt. Ich weiss auch nicht, warum die USA erst jetzt massiv Bomben auf Stellungen des IS um Kobane abwerfen, aber die Demonstrationen waren dafür höchstwahrscheinlich nicht ausschlaggebend. Du erinnerst dich bestimmt: Die Demonstrationen gegen den letzten Irakkrieg durch die grossteils affirmative Kriegsbewegung waren viel massiver (das sagt auch einiges über den Zustand der hiesigen Linken aus). Und sie haben überhaupt gar nichts am Verlauf des Krieges geändert. Um einer Regierung irgendwas aufzuzwingen, braucht es weit mehr als einige Demonstrationen (aber dann wäre man eben als revolutionäre Bewegung bereits bei ganz anderen Fragen angelangt). Das heisst nicht, dass ich keinen Sinn in diesen sehe: Sie formulieren eine klare Gegnerschaft gegen die Mordbrenner vom IS und können durchaus einige Menschen zum Denken anregen. Etwas anders sieht’s mit der Blamage der demokratischen Ideologie der Koalition durch die mediale Aufbereitung aus. Aber den Zusammenhang von Medien und staatlicher Herrschaft müsste man sich zuerst klar machen. Offensichtlich ist nämlich, dass die Medien negativ über den IS und positiv über die Demonstrationen (mit Ausnahmen) berichtet haben, weil die Feindbestimmung bereits feststand.
Übrigens: In welchem Sinne sind die Demos Klassenkampf? Weil sie gegen den IS gerichtet sind? Oder für die PKK-Milizen? Aufgrund der Klassenzusammensetzung der Proteste kann man das auf jeden Fall nicht behaupten. Die Feststellung scheint mir zumindest sehr wackelig, aber vielleicht kannst du das ja noch erläutern? Ich formuliere ungerne eine Kritik auf Grundlage von Spekulationen.

Auf deine «Kampfbedingungen» der Proletarisierten will auch aufgrund der Länge des Beitrags jetzt nicht gesondert eingehen. Es ist aber allgemein bekannt, dass die vermeintliche conditio sine qua non der proletarischen Revolution noch jedes Mal für die Legitimation westlicher Interventionen durch Freunde des Krieges herhalten musste, auch wenn in demokratischen Gesellschaften die Revolution bis heute auf sich warten lässt. Und auch wenn klar sein muss, dass die Wahl zwischen Demokratie und Diktatur keine Frage des Willens der Proletarisierten ist – wäre sie höchstens als Abschaffung der beiden kapitalistischen Tendenzen in der Revolution – sondern von den Anforderungen der kapitalistischen Akkumulatiom abhängt.

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15. Oktober 2014, 23:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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US-Luftangriffe scheinen wirkungsvoller zu werden:

Luftangriffe auf Kobane: USA wollen Hunderte IS-Kämpfer getötet haben

Zitat:
Die Luftschläge gegen den IS zeigen offenbar Wirkung: Die US-Armee hat bei den Angriffen rund um Kobane nach eigenen Angaben einige Hundert Dschihadisten getötet. Trotzdem fürchtet das Pentagon, dass die Stadt fällt.



Vier Tage in Kobanê, geschildert von einem kurdischen Journalisten, der in der Stadt geblieben ist:

Kobane Diary: 4 Days Inside the City Fighting an Unprecedented Resistance Against ISIS

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
16. Oktober 2014, 08:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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@Zoyd:

Zitat:
in dem text auf dem weltcoupblog wird moniert, dass die USA nicht mit ihrer drohung ernst gemacht zu haben, nach dem einsatz von giftgas assads truppen zu bombardieren. zugleich wird schon vorausschauend kritisiert, dass die von den USA angepeilte streitmacht gegen IS und assad wahrscheinlich wieder den islamisten in die hände spielen wird. den mythos von der ungenügenden unterstützung der syrischen rebellen überhaupt, den du behauptest, findest du in dem text also nicht; eher das gegenteil - er wird dort kritisiert.


Wenn man beklagt, dass angedrohte Bombenangriffe gegen den Feind der Rebellen (Assad) nicht realisiert werden, beklagt man mangelnde Unterstützung der Rebellen, Du kannst es drehen und wenden wie Du willst. Der Text ist diesbezüglich doch ziemlich klar:

Zitat:
Der Westen ließ die Rebellen im Stich und öffnete damit den Raum für die reaktionäre, zum „sunnitischen Block“ gehörende und gegen den Iran ausgerichtete arabische Bourgeoisie, die für Unterstützung der islamistischen Kämpfer im syrischen Bürgerkrieg sorgte. Das ist der Beginn des blutigen Aufstiegs des IS.


Wie weiter oben schon gesagt, die ganze Sache ist eben etwas komplizierter. Die islamistischen Kämpfer kamen nicht einfach von nirgendwo und wurden auch offensichtlich von mit dem Westen verbündete Länder (Katar, Saudiarabien usw.) unterstützt. Es zeigt sich, dass jedes Land andere Interessen bezüglich dem IS hat: Während die Saudis anfangs glaubten, er sei ein nützliches Bollwerk gegen den Iran, sind sie definitiv weniger enthusiastisch seit Öl zu Spottpreisen verkauft und die saudische theologische Hegemonie unter Sunniten in Frage gestellt wird. Die Türken hingegen nehmen das billige Öl gerne und so lange der IS die PKK und Schiiten zum Ziel hat, ist das sehr gut mit türkischen Interessen vereinbar.

Zitat:
stimmt, viele antideutsche schwenken jetzt tatsächlich auf den pro-pkk kitsch der antiimps ein. das zeigt, wie dünn die suppe ist, die da gekocht wird. um diesen kitsch in dem hier diskutierten text zu finden, braucht es aber schon ein gehöriges maß an phantasie.


Ach, komm schon, der Text fordert amerikanische Luftangriffe zur Unterstützung von Kobane und äussert sich folgendermassen zur PYD:

Zitat:
Und ausgerechnet die PYD (der Ableger der PKK in Syrien), die zur Zeit die größte Wucht des Angriffs der Islamisten abbekommt, erhält überhaupt keine Unterstützung. Die progressivste, säkularste und am wenigsten patriarchalistische der am Kampf gegen den IS beteiligten Machtgruppen wird damit zum Abschuss frei gegeben.


Das Wort "ausgerechnet" suggeriert, dass der Westen progressive, säkulare und wenig patriarchalische Gruppen grundsätzlich unterstützen sollte. Nur ist Geopolitik eben kein idealistisches Wunschkonzert, sondern folgt nationalen (und somit kapitalistischen) Interessen.

Zitat:
von der "rückständigkeit" des islam ist in dem text kein einziges mal die rede. auch hier hast du den text mit viel "phantasie" interpretiert, will ich mal sagen. davon abgesehen: wenn du möchtest, ist der islam, jedenfalls von einem religiösen standpunkt, auch besonders fortschrittlich, weil konsequent religiös. er macht nämlich im gegensatz bspw. zum christentum in den westlichen gesellschaften (durch lange klassenkämpfe, die zur säkularisierung geführt haben, ausgehölt und geschwächt) viel weniger abstriche von seiner politischen mission, einen theokratischen staat zu errichten (nach marx übrigens der "wahrhaft religiöse staat" (mew1:101)).


Nicht direkt, doch gegen Ende des Texts ist von "rückständigen Gesellschaftsformen" die Rede, gegen welche das Proletariat für die "zivilisatorische Mission des Kapitals" Partei nehmen soll. Zudem sind die Zitate in Fussnote 1 einfach klar genug, da braucht man nicht allzu viel "Phantasie", um zu erkennen, worauf der Autor hinaus will. Klar hat der Islam eine andere Geschichte als das Christentum, doch möchte z.B. der Dalai Lama in Tibet auch einen theokratischen Staat (wieder) errichten. Nur, wie Muoit oben ganz richtig bemerkt, solche Entscheidungen obliegen nicht dem Proletariat, zudem müsste nach dieser Logik auch Saudiarabien besonders bekämpft werden und es müssten amerikanische Luftangriffe auf dieses Land gefordert werden. Das wird jedoch aus offensichtlichen Gründen nicht geschehen. Diese Logik führt schlicht nirgendwo hin, ausser zur Unterstützung des amerikanischen Imperialismus unter dem Vorwand, dieser sei "progressiv".

Zitat:
zunächst mal muss entzerrt werden, dass das "islambashing" der rassisten immer dann aufhört, wenn die barbarei des islam in seinem "angestammten kulturraum" vor sich geht. dass rassisten bestimmte erscheinungen des islam kritisieren, wenn sie sich auf der vaterländischen scholle abspielen, kann wohl kein grund für uns sein, den islam nicht als barbarische religion zu kritisieren.
außerdem: das rassistische islambashing (sowie noch andere faktoren, wie lumpenproletarisierung u.a., die du ja auch nennst) sind durchaus probleme, auf die einige muslime mit islamistischer radikalisierung antworten. das macht ihre reaktion verstehbar, nur kein bisschen besser (so auch die der nazis auf den versailler vertrag). statt zu islamisten zu werden und ungläubige abzuschlachten, hätten sie auch tausend andere tickets wählen können. der anlass ihrer reaktion erklärt wohl kaum zureichend diese reaktion selbst.


Es geht ja wohl nicht um eine moralische Beurteilung ihres Handelns. Sie hätten natürlich anders handeln können, haben dies allerdings nicht. Natürlich ist uns der plündernde und Bullenautos anzündende Ghettobewohner lieber. Du beschreibst ihre Reaktion zuerst als "verstehbar, nur kein bisschen besser", um eine Linie weiter unten zu sagen, dass das "wohl kaum zureichend ihre Reaktion erklärt". Ja, was denn nun? Als Materialist erkläre ich diese Reaktion aufgrund der gesellschaftlichen Realität, psychologische, anthropologische oder andere tendenziell idealistische Erklärungsmuster mögen zwar im Zusammenhang mit eben dieser gesellschaftlichen Realität interessant sein, sind für sich alleine genommen aber vollständig nutzlos.

Weitere Antworten später...

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16. Oktober 2014, 12:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Fortsetzung Antworten mit Zitat
Zitat:
soll heißen: klassenkämpfe, außer sie gehen unmittelbar auf die aufhebung des kapitals, sind immer vergeblich? klassenkämpfe um die verbesserung der lage der lohnarbeiter_innen als lohnarbeiter_innen gehen fast immer davon aus, dass man erwartet, bestimmte forderungen können von der bourgeoisie angenommen werden, auch wenn sie gegen die unmittelbaren interessen einer bestimmten fraktion des kapitals durchgesetzt werden müssen. das setzt vorauss, dass die herrschende klasse im rahmen ihrer interessen soweit einen spielraum hat, diese forderungen gewähren zu lassen, und außerdem natürlich die kraft der lohnarbeiter_innen ihre forderungen mit gewalt und erpressung gegenüber den herrschenden durchsetzen zu können.


Nein, Klassenkämpfe sind nicht immer vergeblich, wenn auch immer öfter. Doch es besteht ein Unterschied zwischen der Verteidigung seiner unmittelbaren Klasseninteressen (mehr Lohn usw.) und einer abstrakten, proletarischen "antifaschistischen" Solidarität. Es ist sehr unrealistisch, dass Textilarbeiterinnen in Bangladesch, Minenarbeiter in Südafrika oder Call-Center-Angestellte in Berlin alle gemeinsam gegen den IS zu streiken beginnen. Wenn ich sage, Erwartungen an die Bourgeoisie seien vergeblich, meine ich damit jene Erwartungen, die Bourgeoisie einer militärischen Macht ändere ihre geopolitische Strategie wegen ein paar Demos, siehe auch die Ausführungen von Muoit.

Zitat:
wieder die frage: sind dann alle (nichtrevolutionären) klassenkämpfe klassenkollaborationen? und welche "bezüge zum historischen antifaschismus" meinst du? marx ist übrigens auch mit den nicht gerade besonders sympathischen urquhartisten seinerzeit eine allianz eingegangen, um russlands position als haupttreiber der konterrevolution in europa zu schwächen. diese tradition der "klassenkollaboration" ist also schon deutlich älter als der (stalinistische) antifaschismus der 30er und 40er, der in der tat konterrevolutionär war (siehe spanischer bürgerkrieg, aber auch weniger bekannt: die volksfront in frankreich 36)


Bezüglich seinen realpolitischen Entscheidungen, würde ich Marx sowieso nicht bedingungslos in jeder Frage verteidigen, doch das wäre eine andere Diskussion. Ich beziehe mich auf den historischen Antifaschismus (dessen Einschätzung wir also teilen), weil man sich eben in den deutschen Diskussionen und im diskutierten Text darauf bezieht. Nur, wieso ist Klassenkollaboration gegen den IS weniger konterrevolutionär als gegen die Nazis?

Zitat:
mit dem ersten satz bin ich völlig d'accord. eine unterscheidung von islamismus und islam konnten aber hegel und marx noch gar nicht machen, weil es den islamismus damals noch nicht gab. der politische islam ist in den 20er jahren in ägypten entstanden (als wegmarke: 1928 wurde dort die muslimbruderschaft gegründet).
die zitate deuten aber zumindest an, dass zwischen (orthodoxem, also bis heute hegemonialem) islam und islamismus keine chinesische mauer besteht. das heißt übrigens nicht, dass man den islamismus einfach aus dem islam ableiten kann (wie das bürgerliche ideologen machen). den islamismus kann man natürlich nur kritisieren, indem ich seine gesellschaftlichen grundlagen kritisiere. nur ist es auch lächerlich zu behaupten, der islamismus hätte keine ideologischen anknüpfungspunkte im durchschnitts-islam.


Was die mangelnde Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus betrifft, bezog ich mich logischerweise auf den Text und nicht auf Hegel und Marx. Als theologische Tradition geht der Wahhabismus und der Salafismus weiter zurück als 1928, doch als politische Strömung kann man das tatsächlich so sagen. Doch man sollte den Afghanistan-Krieg der 1980er Jahre als zentrales Moment der Radikalisierung nicht vergessen. Die historische Muslimbruderschaft ist im Vergleich zum IS ein ziemlich harmloser Verein. Natürlich behaupte ich auch nicht, der Islamismus habe überhaupt nichts mit dem Islam zu tun, das wäre in der Tat genau so blödsinnig, wie zu behaupten, der Islam sei die einzige Erklärung dafür. Doch man sollte eben auch nicht vergessen, dass der Islamismus in der islamischen Welt nach wie vor ein ziemlich minoritäres Phänomen ist, zumindest in seiner radikalen und jihadistischen Form.

Zitat:
genauso denkfaul und abstrakt, wie die bloße gleichsetzung nur auf grundlage einiger gemeinsamkeiten, ist die ungleichsetzung, auf grundlage ihrer offensichtlichen unterschiede. dass es gemeinsamkeiten und auch praktisches zusammenwirken von (westlichem) faschismus und islamismus gibt, ist wohl kaum zu leugnen.


Die Gemeinsamkeiten beschränken sich weitgehend auf die brutale und rücksichtslose Methode, ideologisch haben der Faschismus und der Islamismus kaum Gemeinsamkeiten. Wo siehst Du denn genau praktisches Zusammenwirken? Ok, vor kurzem in der Türkei griffen sowohl faschistische als auch islamistische Milizen kurdische Demos an, aber eben nicht gemeinsam. Für die Islamisten sind die Faschisten genau so ungläubig wie alle anderen und jene europäischen Faschisten, welche nach Syrien reisten, kämpfen (oder kämpften, keine Ahnung, ob die noch dort sind) auf der Seite Assads. Das Problem am Vergleich ist eben, dass er einem präzisen politischen Zweck dient: der Proklamation einer antifaschistischen Front gegen den Islamismus.

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16. Oktober 2014, 14:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag IS "fast aus Kobane vertrieben" Antworten mit Zitat
Der IS scheint sich im Rückzug zu befinden:

Zitat:
Kurdish defenders have victory in their sights. After exactly a month of fighting, they say they have driven Islamic State from most of the city.

But from a hilltop across the border in Turkey, it is clear there is still fighting going on, particularly in the north of the city. Small and heavy arms fire can be heard, as well as occasional explosions. There have also been several air strikes this afternoon by the US-led coalition.

One 32-year-old Kurdish militia commander, who leads the fighting in the east of the city, told me she hoped the city would be "fully liberated" very soon.

Her comments reflect an air of optimism here in Turkey among the Kobane refugees who are hoping to go back to their town in the next few days.

http://www.bbc.com/news/world-middle-east-29647314


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16. Oktober 2014, 16:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Sindschar Antworten mit Zitat
Im Sindschar-Gebirge sind etwa 10 000 Jesiden vom IS bedroht, keine Peshmerga weit und breit:

Zitat:
Am Montagvormittag jedoch lag Nebel über der Region. Flugzeuge konnten deshalb keine Angriffe fliegen, Hubschrauber keinen Nachschub für die Jesiden liefern. Die Bürgerwehr versuchte, so viele Zivilisten wie möglich über Schleichwege in Sicherheit zu bringen. Sie kritisiert, dass eine seit Wochen zugesagte Unterstützung durch die kurdische Peschmerga-Armee ausbleibe. Ein Sprecher der Peschmerga bestätigte das Vorrücken des IS, schwieg aber zu der Frage, weshalb eigene Einheiten nicht eingriffen. Bis zum Montagmittag meldeten Mitglieder der Bürgerwehr, dass zwei Orte - Borik und Dhola - an den IS gefallen seien.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/is-islamischer-staat-jesiden-im-nordirak-umzingelt-a-998089.html


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20. Oktober 2014, 14:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Libyen Antworten mit Zitat
Derna in Libyen ist nun offiziell ein Emirat des Kalifats:

Zitat:
Libya’s Islamist militant group Ansar al-Shariah has declared an “Islamic emirate” in the eastern city of Derna and pledged allegiance to Islamic State of Iraq and Syria (ISIS), according to media reports coming out from the North African Country.

A video posted on YouTube shows a military parade in Derna with militants holding ISIS flags and shouting pro-ISIS ISIS slogans.

Ansar al-Shariah, accused by Washington of killing U.S. Ambassador Christopher Stevens at the U.S. consulate in Benghazi in 2012, held a rally on Sunday the city’s so-called “companions square” where it announced allegiance to ISIS, which declared an Islamic caliphate in parts of Syria and Iraq.

http://english.alarabiya.net/en/News/africa/2014/10/06/Video-Libya-s-Islamist-militants-parade-with-ISIS-flags.html


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20. Oktober 2014, 15:10 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Sindschar Antworten mit Zitat
Erneuter Angriff des IS auf das Sindschar-Gebirge:

Zitat:
Islamic State militants advanced on Mount Sinjar on Monday, seizing two villages and blocking roads as besieged fighters from the minority Yazidi sect pleaded for U.S.-led airstrikes to save them.

Yazidi volunteers who have been protecting the area for more than two months said they retreated from the villages north of the mountain after the extremists attacked in the early hours of Monday under the cover of bad weather. The Yazidis pulled back to a shrine on the mountain but said the militants were closing in — their armored vehicles visible just a few miles away.

http://www.washingtonpost.com/world/middle_east/islamic-state-seizes-two-yazidi-villages-as-it-advances-on-mount-sinjar/2014/10/20/63cd2a22-9292-4c42-9ff5-41d430ec2819_story.html


In der kurdischen Region Iraks, unter der Kontrolle der DPK, gab es Zusammenstösse zwischen Bullen und Jesiden:

Zitat:
Im Flüchtlingscamp Bayed Kandal in der südkurdischen Stadt Zakho kam es zu tätlichen Auseinandersetzungen mit den kurdischen Sicherheitskräften. Zwei der Demonstranten wurden von Polizisten angeschossen und mussten notoperiert werden, ein weiterer Êzîdî wurde leicht verletzt. Die Gewalt ging Augenzeugen zufolge von der Polizei aus, nachdem sich die Zahl der Demonstranten stetig erhöhte. Die Flüchtlinge seien zudem aufgrund der vergangenen Regenniederschlägen, Überflutungen ihrer Zelte, dem Tod von drei Kindern im Flüchtlingslager in Khanke und aufgrund des herannahenden Winters ohnehin gereizt. Am vergangenen Freitag kam es bereits zu ersten Protesten der Flüchtlinge, wobei zwei Êzîden festgenommen wurden.

http://ezidipress.com/blog/proteste-nach-is-offensive-in-shingal-zwei-demonstranten-angeschossen/


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20. Oktober 2014, 23:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Deutsche Frauen im Jihad Antworten mit Zitat
Die taz zu deutschen Frauen, die in den Jihad ziehen:

Zitat:
Aus Deutschland sind bis jetzt mehr als 450 IslamistInnen in Richtung Syrien gezogen. Mindestens 40 davon sind Frauen, weiß man beim Bundesamt für Verfassungsschutz. Nicht weniger als 54 der Ausgereisten sind Konvertiten. Was treibt Mädchen und Frauen, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, dazu, nach Syrien zu gehen und dort für einen islamischen Staat zu kämpfen?

http://taz.de/Motive-von-Frauen-fuer-den-Dschihad/!148196/


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22. Oktober 2014, 19:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Interne Krise Antworten mit Zitat
Gemäss Niqash haben sich mehrere Anführer des IS in Mosul aus dem Staub gemacht:

Zitat:
Asked as to why these senior members may have defected, the source told NIQASH that it was down to the success of local and foreign infiltration into the organisation. The senior members had been promised money and protection, their future safety guaranteed if they left the IS group and gave up information about the group’s plans and movements.

It is also thought that the senior leaders are leaving because they fear that the IS group will not last much longer in Iraq and that they might eventually be killed. If they are caught though, they will also be killed as the sentence for betraying the organisation, as decreed by its leader, al-Baghdadi, is also death.

There has also been a rumour that al-Baghdadi had been moving a large amount of money around, smuggling it out of Iraq and investing it with friendly businessmen in the Gulf States in order to ensure that the IS group has financial stability – in case, one imagines, they lose the money-making territory they currently control.

http://www.niqash.org/articles/?id=3563


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23. Oktober 2014, 22:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Gefechte mit IS-Anhängern im Libanon Antworten mit Zitat
In Tripolis ist es zu heftigen Gefechten zwischen IS-Anhängern und der libanesischen Armee gekommen:

Zitat:
Two civilians and two gunmen were killed as 20 troops and civilians were wounded in armed clashes in the old souks of the northern city of Tripoli that erupted Friday evening and continued until Saturday afternoon.

Cautious calm engulfed the area after a mediation by the Muslim Scholars Committee led to the withdrawal of the militants from the streets, state-run National News Agency reported.

But military sources stressed to LBCI TV that the army will press on with the battle against the gunmen regardless of “what some parties are trying to do.”

The fighting has resulted in the death of Tripoli residents Abdul Nasser al-Masri and his son Taha and the wounding of six civilians and 13 troops including an officer, according to NNA.

At least two militants have been killed in the clashes, with MTV reporting that “the bodies of two gunmen have been found in Tripoli's souks.

http://www.naharnet.com/stories/en/152647-4-dead-19-hurt-in-tripoli-clashes-as-army-vows-to-press-on-with-battle-despite-gunmen-withdrawal


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25. Oktober 2014, 17:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kinder des Kalifats Antworten mit Zitat
Perfider geht's fast nicht mehr: Im IS ist die Kindheit definitiv abgeschafft worden:

Zitat:
U.N. human rights experts have "received confirmed reports of children as young as 12 or 13 undergoing military training organized by ISIL in Mosul," according to a report written jointly by the Office of the U.N. High Commissioner for Human Rights and the human rights office of the U.N. Assistance Mission in Iraq.

In al-Sharqat district in Salah al-Din, the number of youngsters manning checkpoints "drastically increased" during the last week of August, the report said. And in the Nineveh Plains and Makhmour, male teenagers were swept up in August in a recruiting drive by advancing fighters from the Islamic State, also known as ISIS or ISIL. Some of these boys reported that they "were forced to form the front line to shield ISIL fighters during fighting, and that they had been forced to donate blood for treating injured ISIL fighters," according to the report.

http://www.foreignpolicy.com/articles/2014/10/24/children_of_the_caliphate_iraq_syria_child_soldiers


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27. Oktober 2014, 19:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Die grosse Versöhnung? Antworten mit Zitat
IS und Al-Qaida wollen scheinbar wieder Freunde sein:

Zitat:
A truce in Syria seems to make sense for Islamic State militants, spread thin across multiple fronts as in addition to Syrian forces, Nusra fighters, and other rebel groups, they are now engaged in a bloody battle with Syrian and Iraqi Kurds aided by Western weapons and airpower. In fact, opportunistic truces have been a part of the Syrian Civil War for awhile, where the many groups fighting each other have also frequently formed and dissolved partnerships of convenience.

"De facto truces have been around for some time between the Islamic State and other jihadi groups in Syria," Aymenn Jawad al-Tamimi, who has extensively researched Syrian and Iraqi militant groups, told VICE News. "For example, most of the jihadi groups outside of Jabhat al-Nusra, like Jabhat Ansar al-Din for instance, have done everything possible to avoid getting directly involved in the Qaeda-IS dispute and avoid getting into a situation where they end up fighting IS on the ground."

https://news.vice.com/article/al-qaeda-seems-to-want-to-be-best-friends-with-the-islamic-state-again


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29. Oktober 2014, 23:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Noch keine Verstärkung in Kobane Antworten mit Zitat
Peshmergas von Türkei blockiert, FSA nicht willkommen:

Zitat:
Turkey’s intelligence agency MIT was ordered to coordinate the crossing of the Peshmerga into Syria, according to the Hurriyet daily.

The newspaper reported the Turkish army saying it was unwilling to undertake the task, and would only be involved during the Kurdish soldiers’ crossing of the military zone at the border.

The reason why Peshmerga did not immediately cross into Kobane has not been confirmed by officials.

Turkish newspaper Milliyet reported that YPG forces had originally refused entry to Free Syrian Army troops on Wednesday. According to the paper, YPG distrusted the fighters and claimed were linked to ISIS troops.

http://rudaw.net/english/middleeast/syria/30102014


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30. Oktober 2014, 11:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Fatwas gegen den IS sind nutzlos Antworten mit Zitat
Interessanter Text von einer sudanesischen Journalistin über die Nutzlosigkeit von Fatwas gegen den IS:

Zitat:
This does indicate that there is a mainstream rejection of ISIS, and this consensus is new and significant. And yet it is futile. The ideological response to ISIS must be cast from outside the realm of religious authority altogether. You see, Islam in particular, and holy text religions in general, are open to interpretation and selectivity. By responding to ISIS from within its own paradigm, one only validates its basic premise - that there is some authority to be derived from religion, and that there is one valid interpretation that trumps all others. There isn't. ISIS has used religion as vehicle for a political project, rather than used politics to advance a religious vision.

http://www.huffingtonpost.co.uk/nesrine-malik/isis-islam-fatwas_b_6076310.html


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01. November 2014, 07:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Situation in Mosul Antworten mit Zitat
Niqash gehört wohl zu den seltenen Medien mit Korrespondenten in Mosul. Ihre Artikel sind immer wieder lesenswert.

- Anwälte und Richter wurden vom IS als "Apostaten" bezeichnet, was ziemlich schnelle Verarmung (oder den Tod) zur Folge haben kann:

Zitat:
The IS group had even worse in store for local judges, whom they consider apostates because they rule according to manmade laws. Judges’ property has been confiscated and judges have been executed.

“A week ago the IS group arrested the public prosecutor, Abdullah al-Names, took IQD44 million from him and forced his wife and children to leave their house, which became property of the IS group,” one local lawyer, who couldn’t be named for security reasons, told NIQASH.

Lawyers who have remained in Mosul tell sad stories about colleagues who have spent all of their savings – some now work making clay ovens, others sell fruit and vegetables or gas cylinders in front of their houses. Some have apparently sold their own furniture to buy food.

http://www.niqash.org/articles/?id=3565


- Der Nachbar baut Autobomben:

Zitat:
And this house is not the only one where this is happening. Locals say that the IS group are relocating into civilian neighbourhoods, using empty houses abandoned by their owners or confiscated by the group’s fighters, as storage depots or worse still, bomb-making factories. Moving into residential areas obviously makes it extremely hard for any air strikes to accurately target the group without causing civilian casualties.

Hundreds – possibly thousands – of private homes have remained empty for weeks now in Mosul, which formerly had an estimated population of 2 million.

What Umm Uday saw next door is being repeated in other areas, including the Al Arabi neighbourhood, which is on a supply line leading directly to the IS group’s frontline in their fight against Iraqi Kurdish forces near the Mosul Dam.

http://www.niqash.org/articles/?id=3566


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02. November 2014, 10:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antworten mit Zitat
Offenbar sind die Einnahmen vom IS doch nicht so hoch, wie mancher Orts gesagt/geschrieben wird. Glaubt man den wiedergegebenen Aussagen des BND, so verdiene der IS mittlerweile v.a. mit lokalen Steuern sein Geld. Die Einnahmen durch Ölverkauf beschränkten sich hingegen auf weniger als 100 Mio US $ pro Jahr.

http://www.sueddeutsche.de/politik/islamischer-staat-is-terrormiliz-geht-das-oel-aus-1.2208122
06. November 2014, 20:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Guerilla gegen IS Antworten mit Zitat
Die Guerillagruppe "Weisses Totenhemd" macht Jagd auf IS-Mitglieder:



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08. November 2014, 22:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Al-Baghdadi schwer verwundet? Antworten mit Zitat
Gemäss Al-Arabiya soll al-Baghdadi bei einem Luftangriff getroffen worden sein:

Zitat:
Bei einem US-Luftangriff auf eine Versammlung von Führern der Jihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS) im Irak wurde laut dem TV-Sender Al-Arabiya der IS-Anführer und selbst ernannte "Kalif" Abu Bakr al-Baghdadi schwer verletzt.

Der Fernsehsender "Al-Hadath" meldete sogar, Baghdadi sei getötet worden. US-Militärsprecher Patrick Ryder bestätigte am Samstagabend, dass US-Kampfflugzeuge einen IS-Konvoi in der Nähe der irakischen Stadt Mossul angegriffen haben.

http://derstandard.at/2000007895554/Fernsehen-IS-Kalif-Baghdadi-bei-Luftangriffschwer-verletzt?dst=t.co


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08. November 2014, 22:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Türkei und IS Antworten mit Zitat
Interview zu Türkei und IS:

Zitat:
Es gab in der Vergangenheit immer wieder ­Berichte über Kooperationen zwischen türkischen Behörden und dem IS. Wie seriös sind solche Nachrichten?

Insbesondere in der türkischsprachigen Presse gibt es sehr viele Meldungen über eine solche Kooperation, mit unterschiedlicher Seriösität. Die Unterstützung von bewaffneten Rebellen in Nordsyrien, islamistische Gruppen eingeschlossen, wird nicht einmal seitens der türkischen Regierung bestritten. Es gibt Beweise, dass der türkische Geheimdienst Waffenlieferungen an Kämpfer in Nordsyrien organisiert. Weniger gesichert sind die Meldungen über eine direkte Kooperation zwischen der Türkei und dem IS. Aber zumindest die Duldung von IS-Strukturen in der Türkei ist belegt. Unter anderem gibt es Rekrutierungsbüros in Istanbul und Ausbildungslager im Grenzgebiet und die Türkei wird als Rückzugsgebiet genutzt, etwa durch medizinische Versorgung der IS-Kämpfer in türkischen Krankenhäusern.

http://jungle-world.com/artikel/2014/45/50876.html


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Beitrag Kritischer Artikel zur PKK Antworten mit Zitat
The Bloodbath in Syria: Class War or Ethnic War?

Zitat:
Of course there were many on the left, who just as they had in Libya, saw a genuine workers’ revolution in Syria. Others, aware of the reactionary sectarian nature of much of the protest movement, defended the Syrian state in the name of secularism, anti-imperialism or whatever ideology they could use in an attempt to cover up the gore of a murderous bloody state. Anarchists in particular, but not alone, were particularly vulnerable to talk of democratic committees and self organisation of the revolt. Many insisted on these characteristics even as it became increasingly obvious that the war was turning into a multi-sided bloodbath where different ethnic/sectarian gangs controlled the populations that they controlled by force. Of course, as communists we too agree that there can be no genuine working class movement without workers' self organisation. However, we also insist that their can be no workers councils without workers' struggle. Local democracy in itself is not a revolutionary thing. In many countries workers can vote for their local representatives who are responsible for running municipal services, and in many countries few of them bother to.

http://www.leftcom.org/en/articles/2014-10-31/the-bloodbath-in-syria-class-war-or-ethnic-war


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
09. November 2014, 23:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag IS und Türkei Antworten mit Zitat
Ein IS-Deserteur spricht von einem offenen Bündnis mit der Türkei:

Zitat:
Before crossing the border back into Syria, he says: “My ISIS commander reassured us once again that it was all going to be all right because cooperation had been made with the Turks. He frequently talked on the radio in Turkish.”

“While we tried to cross the Ceylanpinar border post, the Turkish soldiers' watchtower light spotted us. The commander quickly told us to stay calm, stay in position and not to look at the light. He talked on the radio in Turkish again and we stayed in our positions. Watchtower light then moved about 10 minutes later and the commander ordered us to move because the watchtower light moving away from us was the signal that we could safely cross the border into Serekaniye."

http://www.newsweek.com/isis-and-turkey-cooperate-destroy-kurds-former-isis-member-reveals-turkish-282920?piano_d=1


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10. November 2014, 10:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Ansar Beit al-Maqdes zum IS Antworten mit Zitat
Ansar Beit al-Maqdis schwört al-Baghdadi Treue:

Zitat:
The Sinai-based militant group Ansar Beit al-Maqdes announced it is joining the Islamic State and pledged its allegiance to its caliph Abu Bakr al-Baghdadi in an audio statement Monday.

In accordance with Allah’s and the Prophet’s orders to unite, the statement said, “we pledge allegiance to Caliph Bin Awad Bin Ibrahim Qorashi al-Hussainy,” referring to Baghdadi.

http://www.madamasr.com/news/ansar-beit-al-maqdes-pledges-allegiance-islamic-state


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10. November 2014, 12:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Bündnis IS und Al-Nosra Antworten mit Zitat
IS und Al-Nosra scheinen sich versöhnt zu haben:

Zitat:
According to a Syrian opposition official speaking in Turkey, the meeting took place Nov. 2 in the town of Atareb, west of Aleppo, starting at around midnight and lasting until 4 a.m. The official said the meeting was closely followed by members of his movement, and he is certain that an agreement was reached. The official said about seven top militant leaders attended.

A second source, a commander of brigades affiliated with the Western-backed Free Syrian Army who is known as Abu Musafer, said he also had learned that high-ranking members of Nusra and IS met on Nov. 2. He did not disclose the exact location, but said it was organized by a third party and took place in an area where the FSA is active.

According to Abu Musafer, two decisions were reached: First, to halt infighting between Nusra and IS and second, for the groups together to open up fronts against Kurdish fighters in a couple of new areas of northern Syria.

http://bigstory.ap.org/article/c71e3be959414e69bde25f792e18aad6/ap-sources-al-qaida-reach-accord-syria


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13. November 2014, 23:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Und der IS will eine eigene Währung einführen:

Gold- und Silbermünzen: "Islamischer Staat" führt eigene Währung ein

Zitat:
Die Terrorgruppe "Islamischer Staat" will sich tatsächlich als Staat etablieren - und präsentiert der Welt eine eigene Währung. Münzen aus Gold, Silber und Kupfer sollen die "Gewaltherrschaft des Finanzsystems" brechen.


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14. November 2014, 16:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
IS entwickelt immer mehr staatliche Strukturen:

Terrormiliz: "Islamischer Staat" zahlt Kämpfern Sozialleistungen

Zitat:
Der IS müht sich, staatsähnliche Strukturen aufzubauen. Berichten zufolge gewährt die Miliz ihren Kämpfern eine eigene Krankenversicherung. Zwischen den vom IS beherrschten Provinzen im Irak gibt es demnach einen Finanzausgleich.


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17. November 2014, 08:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Afghanistan und Pakistan Antworten mit Zitat
Der IS scheint fleissig in der afghanisch-pakistanischen Grenzregion zu rekrutieren:

Zitat:
Pamphlets urging Central Asians to join ISIS began appearing along the Afghanistan-Pakistan border in August. Afghan refugees living in camps on the Pakistani side of the border, Peshawar residents, and journalists working in Pakistan’s Federally Administered Tribal Areas (FATA) all reported receiving printed materials promoting ISIS.

An Afghan journalist who spoke to AT on condition of anonymity said ISIS managed to find the “soft spot” of many locals, urging them to support the group in the name of Islam and to destroy the power of non-Islamic countries.

In the east Afghan provinces of Kunar and Nangarhar, ISIS message resonates with unemployed youth without previous militant leanings. “I have decided to join the Islamic Caliphate and participate in jihad against America and other infidels,” says Imamudeen, a teacher at a madrasah in Nangarhar province. “The Taliban could not win, but with Allah’s help our group will be victorious, because we are not fighting for power but for the Islamic Caliphate.”

http://www.afghanistan-today.org/article/?id=837#sthash.JqnXIKu6.dpuf


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18. November 2014, 20:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag IS in Libyen Antworten mit Zitat
Auch CNN hat mittlerweile bemerkt, dass der IS in Libyen aktiv ist:

Zitat:
The black flag of ISIS flies over government buildings. Police cars carry the group's insignia. The local football stadium is used for public executions. A town in Syria or Iraq? No. A city on the coast of the Mediterranean, in Libya.

Fighters loyal to the Islamic State in Iraq and Syria are now in complete control of the city of Derna, population of about 100,000, not far from the Egyptian border and just about 200 miles from the southern shores of the European Union.

The fighters are taking advantage of political chaos to rapidly expand their presence westwards along the coast, Libyan sources tell CNN.

http://edition.cnn.com/2014/11/18/world/isis-libya/index.html?sr=sharebar_twitter


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19. November 2014, 18:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag IS von innen Antworten mit Zitat
Sehr interessanter und ausführlicher Bericht über den Ursprung des IS in amerikanischen Knästen im Irak:

Zitat:
“Baghdadi was a quiet person,” said Abu Ahmed. “He has a charisma. You could feel that he was someone important. But there were others who were more important. I honestly did not think he would get this far.”

Baghdadi also seemed to have a way with his captors. According to Abu Ahmed, and two other men who were jailed at Bucca in 2004, the Americans saw him as a fixer who could solve fractious disputes between competing factions and keep the camp quiet.

“But as time went on, every time there was a problem in the camp, he was at the centre of it,” Abu Ahmed recalled. “He wanted to be the head of the prison – and when I look back now, he was using a policy of conquer and divide to get what he wanted, which was status. And it worked.” By December 2004, Baghdadi was deemed by his jailers to pose no further risk and his release was authorised.

“He was respected very much by the US army,” Abu Ahmed said. “If he wanted to visit people in another camp he could, but we couldn’t. And all the while, a new strategy, which he was leading, was rising under their noses, and that was to build the Islamic State. If there was no American prison in Iraq, there would be no IS now. Bucca was a factory. It made us all. It built our ideology.”

http://www.theguardian.com/world/2014/dec/11/-sp-isis-the-inside-story?CMP=share_btn_tw


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16. Dezember 2014, 02:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Die Linke und der Islam Antworten mit Zitat
Guter Text vom LCM:

Zitat:
Die erste Einsicht ist: Wir können dieses Phänomen nicht einfach pathologisieren. Wir müssen irgendwie verstehen: Welche Gedanken machen sich diese Leute, die dieser Bewegung anhängen und aus welcher „realen Basis“ erwachsen diese Gedanken. Wenn wir uns die Medien der Dschihadisten ansehen, können wir zuerst mal festhalten, wie sie ihre Taten rechtfertigen: Es gibt (neben all dem theologischen Zeug, über das wir ja schon gesprochen haben) kaum einen Account, auf dem kein Bild von Guantanamo oder Abu Ghraib ist. Es gibt immer wieder die Bemerkung: „Jetzt regt sich der Westen auf, aber schiitische Milizen (im Irak) haben genauso gemordet.“ Es gibt immer wieder den Verweis auf die diversen westlichen Angriffskriege auf Länder wie Afghanistan, den Irak usw. (weniger bis nie übrigens zu denen auf Libyen und Syrien) und auf die permanente Erniedrigung und Drangsalierung, die den Muslimen widerfahren seien. Es gibt häufig Bemerkungen über die Sykes-Picot-Grenzen. Kurz: Zumindest in der Selbstwahrnehmung reagieren die Islamisten auf die Verheerungen, die Länder wie die USA, Großbritannien, Deutschland und Frankreich in der Region angerichtet haben.

http://lowerclassmag.com/2015/01/die-linke-und-der-islam/


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18. Januar 2015, 22:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Leben in Mosul Antworten mit Zitat
Ausführlicher und interessanter Artikel über die Situation in Mosul:

Zitat:
Seven months into the takeover of Iraq's second-largest city by Islamist extremists, electricity, rice, flour and medical supplies are dwindling. The water is mucky. Religious minorities are confined to prison camps, and the overwhelmingly Muslim population of Mosul is subject to strict and increasingly arbitrary religious rules.

Those who disobey Islamic State's fundamentalist edicts — including banning smoking or doing business during daily prayer times, and requiring women to cover their heads and faces — are whipped. Or worse. Late last month, two doctors were executed, according to ousted officials who continue to communicate by phone with Mosul residents, for having failed to save the life of an Islamic State leader wounded in an airstrike.

http://www.latimes.com/world/middleeast/la-fg-islamic-state-mosul-20150126-story.html


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26. Januar 2015, 18:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag IS-Rückkehrer in Deutschland und Islamismus in Melilla Antworten mit Zitat
Bericht über deutsche IS-Rückkehrer:

Zitat:
Der Weg zum Islamischen Staat (IS) führt fast immer über die türkisch-syrische Grenze. Manchmal bei Nacht im Laufschritt über Hügel und durch aufgegebene Obstgärten. Manchmal im Auto - die Fahrt kann Tage dauern. In den Lagern werden die Brüder aus Deutschland schon erwartet. Es gibt Umarmungen und Pepsi-Cola. Am Anfang sind die vom IS meist ganz nett zu den Neuen. Das ändert sich manchmal ganz rasch. Die Bestialität der Terrormiliz macht bisweilen auch vor den eigenen Leuten nicht Halt, wie Befragungen und Vernehmungen deutscher Rückkehrer zeigen.

600 deutsche Islamisten sind nach Angaben der Behörden in den vergangenen Jahren in den Krieg gezogen, jeder sechste ist eine Frau. Etwa 200 der Syrienfahrer sollen inzwischen wieder zurückgekehrt sein. Wie gefährlich sind sie geblieben? Wie viele von ihnen sind geläutert? Niemand hat Erfahrung mit einer so großen Zahl von Islamisten, die im Krieg waren.

http://www.sueddeutsche.de/politik/islamischer-staat-einblicke-ins-schlachthaus-1.2339415


Islamismus in Melilla:
Zitat:

Bärte und Schleier breiten sich in der Stadtlandschaft von Melilla immer stärker aus. Die Ultras, die einen anachronistischen und rigorosen Islam predigen, sind zwar noch eine Minderheit, aber sie verfügen über hohe Anziehungskraft. Religion ist in Mode bei Jugendlichen, sie sind fasziniert von dem Gedanken, einer internationalen Avantgarde anzugehören, die weite Schichten der muslimischen Welt verführt. Im verarmten und marginalisierten Teil Melillas finden die Seelenfänger ein reiches Reservoir.

Die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla im Norden Afrikas sind die Steinbrüche der spanischen Dschihadisten. Laut Geheimdienst, Polizei und Guardia Civil sind bisher etwa hundert Menschen von spanischem Territorium aus aufgebrochen, um im Irak oder in Syrien den Islamischen Staat (IS) oder die Nusra-Front zu verstärken. Mehr als die Hälfte sollen aus Ceuta und Melilla gekommen sein.

http://www.sueddeutsche.de/politik/radikalisierung-am-rand-europas-verliebt-in-den-islam-1.2333480


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08. Februar 2015, 23:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Mangel an Selbstmordattentäter Antworten mit Zitat
Gemäss dem Kollektiv Raqqa Is Being Slaughtered Silently ist der IS mit einer Welle von Desertionen ausländischer Selbstmordattentäter konfrontiert. Kontrollen sind verstärkt worden und ihnen wird mit dem Tod gedroht, was sie verständlicherweise kaum beeindrucken dürfte:

Zitat:
Is ISIS running out of suicide bombers? Terror group suffers shortage of martyrs after dozens of fighters desert or defect to rival militias

Dozens of would-be suicide bombers left ISIS before carrying out missions
Terrorists have set up roadblocks and security checks to stop desertions
Anyone guilty of desertion has been told they face summary execution
But the threats have not stopped jihadis defecting to other militant groups or fleeing the battlefield before carrying out their attacks

The Islamic State is experiencing a shortage of suicide bombers after dozens of fighters deserted the terror group or defected to rival militias.

Reports from inside the ISIS-stronghold of Raqqa claim that a rebellion among a ‘martyrs battalion’ is a severe blow to the ISIS leadership who recruit foreign fighters for their suicide operations.

http://www.raqqa-sl.com/en/?p=521


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11. Februar 2015, 00:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag IS im Jemen Antworten mit Zitat
Spaltung von Al-Qaida im Jemen:

Zitat:
A group of Islamist fighters in Yemen renounced their loyalty to al Qaeda's leader and pledged allegiance to the head of the Islamic State, according to a Twitter message retrieved by U.S.-based monitoring group SITE.

The monitoring group could not immediately verify the statement distributed on Twitter purportedly from supporters of al Qaeda in the Arabian Peninsula (AQAP) based in central Yemen.

AQAP is considered the most powerful branch of the global militant network headed by Ayman al-Zawahiri and has previously rejected the authority of Islamic State which has declared a caliphate, or Islamic theocracy, in swathes of Iraq and Syria.

http://www.newsweek.com/al-qaeda-supporters-yemen-pledge-allegiance-islamic-state-306058?piano_d=1


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11. Februar 2015, 12:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag IS greift Stützpunkt an Antworten mit Zitat
Der IS hat heute grosse Teile der Stadt Ramadi im Irak erobert. In unmittelbarer Nähe davon befindet sich der Al-Asad-Stützpunkt, wo sich 300 US-Marines befinden. Gemäss Meldungen auf Twitter ist er umzingelt oder gar bereits vom IS erobert. Das wesentliche hier:

Zitat:
Islamic State insurgents took control on Thursday of most of the western Iraqi town of al-Baghdadi, threatening an air base where U.S. Marines are training Iraqi troops, officials said.

Al-Baghdadi, about 85 km (50 miles) northwest of Ramadi in Anbar province, had been besieged for months by the radical Sunni Islamist militants who captured vast swathes of Iraq’s north and west last year.

“Ninety percent of al-Baghdadi district has fallen under the control of the insurgents,” district manager Naji Arak told Reuters by phone.

Militants attacked al-Baghdadi from two directions earlier in the day and then advanced on the town, intelligence sources and officials in the Jazeera and Badiya operations commands said.

The officials said another group of insurgents then attacked the heavily-guarded Ain al-Asad air base five km southwest of the town, but were unable to break into it.

http://www.thegatewaypundit.com/2015/02/isis-seizes-al-baghdadi-iraq-300-us-marines-in-jeopardy/?PageSpeed=noscript


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13. Februar 2015, 00:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Al-Asad Antworten mit Zitat
Die Stadt neben dem Stützpunkt, Al-Baghdadi, ist scheinbar unter der Kontrolle des IS. Damit ist für die Soldaten im Stützpunkt der Luftweg der einzig verbleibende Fluchtweg. Der IS war wohl noch nie so nah dran, amerikanische Soldaten gefangen zu nehmen. Die Rednecks machen sich Sorgen:

Zitat:
This is a story with various reports flying from multiple directions and it's hard to get a grasp on exactly what's happening. What we know at the moment is that ISIS is claiming it has seized control of the al-Asad air base in the Ramadi area of Iraq. According to multiple twitter feeds the Iraqi army has lost contact with its people inside the base. From what we can tell the 300 Marines are on location to train Iraqi military.

The Pentagon is pushing back on these initial reports about al-Asad. According to the Pentagon ISIS is initiating attacks against the base, but the heaviest fighting is happening approximately 5-10 miles away in al-Baghdadi.

http://patriotaction.net/profiles/blogs/breaking-reports-claim-isis-just-captured-al-asad-air-base-where


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13. Februar 2015, 01:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Stützpunkt gefallen? Antworten mit Zitat
Es gab zumindest einen abgewehrten Selbstmordattentatsversuch:

Zitat:
Iraqi officials said Islamic State suicide-bombers mounted a failed attempt to blast their way into the Ain al Assad airbase, 35 kilometers northwest of the Anbar Province capital of Ramadi.

More than 300 U.S. military personnel are stationed at the base to train Iraqi Sunni tribal fighters.

The stategic Iraqi military base had been surrounded by IS militants for weeks.

Iraqi media reported that the militants fired a wave of Katyusha rockets and mortar rounds before the suicide bombers attacked the base. An Iraqi Army official said eight suicide bombers were killed without penetrating the base perimeter.

http://www.voanews.com/content/is-suicide-bombers-try-blast-key-iraqi-airbase/2643023.html


Auf Twitter kursiert die Behauptung, der Stützpunkt sei bereits in den Händen vom IS: https://twitter.com/RamiAlLolah/status/565947567289405442

Dieser merkwürdige Typ macht zwar alles andere als einen sympathischen Eindruck, seine Quellen sind aber häufig ziemlich zuverlässlich.

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13. Februar 2015, 18:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Ausgangssperre Antworten mit Zitat
Im IS herrscht nachts eine Ausgangssperre, vermutlich um Schmuggeloperationen zu kaschieren. Da wird auch mal auf schwangere Frauen geschossen:

Zitat:
The group reported that the town’s curfew spans from 11 p.m. until 6 a.m. and anyone who leaves their home during those hours is liable to be shot, no matter what their reason is.

“[T]he group’s patrols have spread and shot towards anything that moves, as they arrested anyone who breaking curfew,” the report states.

Although it would be plausible for such a curfew policy to include some exemptions for people who have medical emergencies or other types of issues that require them to leave their house in the middle of the night, militants refuse to accept reasonable excuses for why an unauthorized person is wandering the streets past curfew.

Relatives informed Raqqa is Being Slaughtered Silently that a pregnant woman, who had gone into labor in the middle of the night and was severely in danger of losing her baby, was caught rushing to the hospital by ISIS patol troops. A patrol guard shot at her and her husband and forced them to return to their home.

http://www.raqqa-sl.com/en/?p=600


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18. Februar 2015, 00:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Invasion von Europa durch Libyen? Antworten mit Zitat
Der IS Libyen habe Pläne, Süditalien anzugreifen:

Zitat:
ISIS’ plans to conquer Europe via Libya have been revealed in letters seen by an anti-terrorism group. Owing to its perfect location on the continental doorstep, the terrorists plan to ferry fighters from North Africa across the Mediterranean.

The plans, analyzed by anti-terrorism British think tank Quilliam, outline a strategy to illegally ferry fighters across the sea from Libya into southern Europe, into ports such as Italy’s southernmost island of Lampedusa, less than 300 miles (483km) away.

Libya “has a long coast and looks upon the southern Crusader states, which can be reached with ease by even a rudimentary boat,” an Islamic State (IS, formerly ISIS/ISIL) propagandist says in the letters seen by Quilliam, according to the Telegraph.

http://rt.com/news/233335-isis-islamic-libya-europe/


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18. Februar 2015, 19:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Krise im IS? Antworten mit Zitat
Es scheint etwas faul zu sein im Islamischen Staat:

Zitat:
“Tensions do seem to be on the rise because Daesh has stepped up the arrests and killings of its own men. But it has proved to be incredibly resilient so far under intense pressure so I don’t think the internal divisions will lead to the group’s downfall.”

Mr Sajad said tensions are more likely to be growing because of the living situations of those still in areas under the group’s self-declared caliphate.

“The poor services are due to a lack of funding, equipment, resources and because the towns under their control are being cut-off from central government. The blame obviously is placed on Daesh by local populations because they are responsible for the upkeep of services. It is only intimidation that keeps the frustration from spilling over.”

http://www.raqqa-sl.com/en/?p=638


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22. Februar 2015, 16:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Was der IS will Antworten mit Zitat
Bis anhin wohl einer der besten und ausführlichsten Artikel zum IS:

Zitat:
The reality is that the Islamic State is Islamic. Very Islamic. Yes, it has attracted psychopaths and adventure seekers, drawn largely from the disaffected populations of the Middle East and Europe. But the religion preached by its most ardent followers derives from coherent and even learned interpretations of Islam.

Virtually every major decision and law promulgated by the Islamic State adheres to what it calls, in its press and pronouncements, and on its billboards, license plates, stationery, and coins, “the Prophetic methodology,” which means following the prophecy and example of Muhammad, in punctilious detail. Muslims can reject the Islamic State; nearly all do. But pretending that it isn’t actually a religious, millenarian group, with theology that must be understood to be combatted, has already led the United States to underestimate it and back foolish schemes to counter it. We’ll need to get acquainted with the Islamic State’s intellectual genealogy if we are to react in a way that will not strengthen it, but instead help it self-immolate in its own excessive zeal.

http://www.theatlantic.com/features/archive/2015/02/what-isis-really-wants/384980/


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23. Februar 2015, 03:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kritik Antworten mit Zitat
Eine Antwort auf den Artikel von The Atlantic:

Zitat:
Critics have elucidated a slew of issues with the piece, but many are rooted in quotes by Bernard Haykel, a professor of Near Eastern Studies at Princeton University who Wood quotes extensively to justify his claims. When ThinkProgress spoke with other scholars in Haykel’s field, however, at least one expressed surprise at his involvement with the piece, and indicated curiosity about the scholar’s thoughts on the final product.

With this in mind, ThinkProgress reached out to Haykel, who agreed to an interview to help dispel any misconception that he is trying to score “political” points, explaining, “my approach is a scholarly one and not motivated by an agenda.” He admitted that he had initially read Wood’s article quickly — “it’s a long piece,” he joked — and declined to directly address most of Wood’s claims other than to insist the piece was ultimately “[Wood’s] argument … not my argument.” Still, he didn’t shy away from expanding on some things the author left out or possibly misrepresented, and offered a revealing examination of what’s at stake when fighting ISIS.

http://thinkprogress.org/world/2015/02/20/3625446/atlantic-left-isis-conversation-bernard-haykel/


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
24. Februar 2015, 04:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Libyen und Sinai Antworten mit Zitat
IS in Sirte, Libyen:

Zitat:
Unter dem Kommando General Chalifa Haftars gelang es der Armee und Bürgern, Ansar al-Scharia und andere Milizen in Bengasi zurückzudrängen. Der Preis dafür ist eine schwer zerstörte Millionenstadt und die Übernahme weiter westlich liegender Städte wie Sirte durch „die Bärtigen“. Auch in Tripolis und der Sahara-Provinz Fessan wurden schon schwarze Flaggen gesichtet. Die Machtübernahme beginnt schleichend.

In Sirte mussten Modeläden im Januar ihre Schaufensterpuppen entfernen. Straßensperren tauchten aus dem Nichts auf und verschwanden wieder, dann begannen die Morde an politischen Aktivisten. Ihr Ziel erreichen die Täter auch ohne Bekennerschreiben. Junge Frauen verschleiern sich, Aktivisten fliehen ins Ausland, in den Cafés wendet man sich unverfänglichen Themen zu. In Sirte mussten sich die Behördenmitarbeiter öffentlich entschuldigen, für den Staat gearbeitet zu haben. Auf Fotos sieht man Männer mit gesenktem Kopf vor einem Kommandeur der Miliz Ansar al-Scharia, die sich nun zum IS bekennt, und sie Solidaritätsbekundungen unterschreiben lässt.

http://www.taz.de/!155343/


Sinai: Über Ansar Bayt al-Maqdis Treueeid zum IS:

Zitat:
And rather than strengthening ABM, this pledge to ISIL appears to weaken the group, at least in the short-to-medium term. ISIL and al-Qaeda have been locked in an often deadly struggle for supremacy over the global jihadist movement, and despite ISIL’s growing visibility in Libya, ABM is located in a neighborhood dominated by groups affiliated with al-Qaeda. As such, becoming part of ISIL’s network has not only caused divisions within ABM, but also reduces its ability to both cooperate with other Sinai-based jihadist organizations and to take advantage of the strong jihadist presence in neighboring Libya — which could help ABM obtain weapons, training opportunities, and a safe haven when they need one. The development most likely to change this weakening of ABM into a stronger hand is if ISIL manages to make its Libya franchise a far more powerful player in that country’s conflict.

http://warontherocks.com/2015/02/isils-international-expansion-what-does-ansar-bayt-al-maqdiss-oath-of-allegiance-mean/


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26. Februar 2015, 00:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kilafahbook Antworten mit Zitat
Euch ist Facebook zu westlich und zu kommerziell? Jetzt gibt es eine Alternative: kilafahbook - vom IS...

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07. März 2015, 21:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Anti-IS-Guerilla in Mosul Antworten mit Zitat
Eine anonyme Guerilla verübt Anschläge auf IS-Mitglieder in Mosul:

Zitat:
The guerrillas' identities are a secret. Their faces are masked as they snatch an IS official off the street and force him into a car at gunpoint.

He is taken to a safe house where he is shoved, kicked and interrogated. The official remains defiant, saying: "They are stronger than you."

Sources said the man was then shot dead.

In another video the group burns an IS house just as the call to dawn prayers echoes across the city.

http://news.sky.com/story/1468909/underground-guerrilla-force-battles-is-in-mosul


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21. April 2015, 16:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag IS und Baath-Partei Antworten mit Zitat
The Islamic State’s Baathist roots

Zitat:
By the late 1990s a "religious deep state" had emerged in Iraq, whereby most Sunni Islamic leaders and institutions that were created, co-opted and/or controlled by the regime were now inside the state. One of these institutions was the Islamic University of Baghdad, attended by Abu Bakr al-Baghdadi, current leader of the so-called IS caliphate. Admission into the university demanded, at minimum, close ties to Baathist leaders. The Baathist-Salafist nexus was reinforced by the 13-year international sanctions regime against Iraq (1990-2003) and Baathist manipulation of the sanctions-smuggling economy. These conditions helped break down the middle class and enhanced a sense of relative deprivation and alienation in which religious radicalism and militant Iraqi Arab nationalism could breed.

http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2015/04/baathists-behind-the-islamic-state.html#


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28. April 2015, 12:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Hochzeit in Mosul Antworten mit Zitat
Für Eure Flitterwochen in Mosul:

Zitat:
The hotel will reportedly be available for visiting commanders, but it will also cater for weddings.

In TripAdvisor reviews published prior to Isil's seizure of vast swathes of Iraq including Mosul last year, the hotel received four reviews, all marking it as "Excellent".

One user described it as "very suitable for a family meet" with a "nice wedding room", while another praised the "affordable room rate" and facilities including a swimming pool, tennis court and gym.

The "astonishing view from the balcony" for rooms with a river view was also mentioned.

http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/islamic-state/11583255/Isil-opens-five-star-hotel-with-excellent-TripAdvisor-reviews-in-Mosul.html


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05. Mai 2015, 21:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Krieg um Wasser Antworten mit Zitat
Über die zentrale Rolle des Wassers in der Kriegsstrategie des IS:

Zitat:
The Arab League has worked since 2008 to establish a new Arab convention on water usage, which would establish parameters on how to deal with the water crisis. However, the final draft is still under review because of the reservations of some member states.

PriceWaterhouseCoopers, an international consulting organization, has identified numerous regions where the water crisis threatens to transform into a global conflict. Turkey, Syria and Iraq are included on that list, due to the Turkish dams controlling the Tigris and Euphrates rivers. Iran and Iraq are also witnessing a competition over the confluence of the Tigris and Euphrates rivers, known as Shatt al-Arab. Also included is Egypt, Sudan and Ethiopia, which are witnessing a conflict over the Nile. Egypt, Sudan, Libya, Chad and Niger are also experiencing a crisis in relation to an 800-meter deep underground water field and the Nubian sandstone aquifer. Libya wants to invest in this aquifer in order to extend an artificial river and supply its coastline with freshwater.

http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2015/05/arab-world-water-conflict-isis-control-war.html#


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12. Mai 2015, 11:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Anschlag auf Minderheit in Karachi Antworten mit Zitat
Der IS scheint langsam aber sicher auch in der Hindukusch-Region etabliert:

Zitat:
Gunmen on motorcycles opened fire on a bus in Pakistan's southern city of Karachi on Wednesday, killing at least 43 people, police said, in the latest attack directed against religious minorities this year.

Television channels carried pictures of a pink bus covered in bullet holes and lines of waiting ambulances.

"There were six attackers. They boarded the bus and carried out the shooting," Police Superintendent Najib Khan told Reuters.

He said all the passengers were from the Ismaili community, a minority Shi'ite Muslim sect in majority-Sunni Pakistan.

A splinter group of the Pakistani Taliban called Jundullah claimed responsibility.

"These killed people were Ismaili and we consider them kafir (non-Muslim). We had four attackers. In the coming days we will attack Ismailis, Shi'ites and Christians," spokesman Ahmed Marwat told Reuters.

http://www.egyptindependent.com//news/police-motorcycle-gunmen-kill-43-bus-attack-pakistan-s-karachi


Ein Bekennerschreiben zirkuliert auf Twitter: https://twitter.com/TheRealBTL/status/598456596960804864

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13. Mai 2015, 15:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Unmittelbar bevorstehender Angriff auf Jordanien? Antworten mit Zitat
Gemäss Berichten aus Militärkreisen sind IS-Kampfeinheiten unterwegs Richtung jordanischer Grenze:

Zitat:
The Islamic State in Iraq and the Levant – ISIS – was on the move Sunday, May 24, from central Syria to the Jordanian border, debkafile’s exclusive military sources report. They were advancing from the central town of Palmyra, which they seized last week, in columns of US-made tanks and armored cars taken booty in Iraq. No Syrian military force was there to block their advance on the border.

Our sources report that the initial ISIS mission is to take control of the eastern section of the border, including the meeting point between the Syrian, Jordanian and Iraqi frontiers. They are estimated to cover the 250 km from Palmyra to the Jordanian border byTuesday, May 26, passing through Deir el-Zour in the east, which they already occupy.
After the border crossing, ISIS is expected to seize villages and towns in northeastern Jordan, especially Ar Ruwayshid, where 800,000 Syrian refugees shelter.

http://www.debka.com/article/24621/?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter


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24. Mai 2015, 22:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Übersicht Antworten mit Zitat
Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Präsenz des IS in diversen Ländern:

Zitat:
This reluctance to accept offers of bayat might seem incongruous with the group’s rush to claim credit for any and all attacks done by people with only an inspirational connection to the group. However, the imbalance between pledges and accepted pledges for official wilayats is part of the group’s strategic vision, to only claim something that won’t likely or easily be taken back. It’s somewhat acceptable to lose a city like Tikrit because the group won’t be pushed out of the surrounding Wilayat Salahuddin and can always return since conditions for its provincial eradication don’t exist.

Eight of the ten ‘foreign’ wilayats are in places where there is neither strong government control nor any reasonable expectations of such control. The remaining two (Wilayats Haramayn and the recently announced Najd) in Saudi Arabia, which does have strong government control, are exceptions to this rule given how important it is for the Islamic State to be seen operationally active in the kingdom. As highlighted in the recent attacks in Saudi Arabia, all of the wilayats are focused on the internal, or ‘near’ enemy, trying to create and exploit conditions of chaos in order to establish their own presence. This is in direct contrast with the ‘affiliate’ model of al-Qaeda, which prioritized attacking the West, or the ‘far’ enemy, above all else.

http://soufangroup.com/tsg-intelbrief-the-many-states-of-the-islamic-state/


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27. Mai 2015, 23:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kommandostruktur Antworten mit Zitat
Einige interessante Einblicke in die Funktionsweise:

Zitat:
Mr. Baghdadi meets periodically with regional emirs, or leaders, at his headquarters in Raqqa in eastern Syria. To ensure his safety, specially entrusted drivers pick up each of the emirs and demand that they hand over their cellphones and any other electronic devices to avoid inadvertently disclosing their location through tracking by American intelligence, the officials said.

Wives of the top Islamic State leaders, including Mr. Baghdadi’s, play a more important role than previously known, passing information to one another, and then to their spouses, in an effort to avoid elude electronic intercepts.

“I’ll just say from that raid we’re learning quite a bit that we did not know before,” a senior State Department official told reporters in a telephone briefing last week. “Every single day the picture becomes clearer of what this organization is, how sophisticated it is, how global it is and how networked it is.”

http://www.nytimes.com/2015/06/09/world/middleeast/us-raid-in-syria-uncovers-details-on-isis-leadership-and-finances.html?smid=tw-share&_r=1


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08. Juni 2015, 17:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Leben in Mosul Antworten mit Zitat
Einige Videoaufnahmen und Zeugenberichte aus Mosul:

Zitat:
"Daily life has changed in an indescribable way. Those who were in the military and day labourers no longer have any income because there are no jobs anymore. The rich have been relying on their savings, those with a salary are just about getting by, but the poor have been left to the mercy of God.

"I have lost my job and have been forced to abandon my studies. Like everyone else, I am denied my basic rights. According to IS, everything is 'haram' (forbidden) and so I end up just sitting at home all the time. Even simple leisure activities like picnics are banned now in Mosul, under the pretext that they are a waste of time and money.

"IS takes a quarter of everyone's salary as a contribution towards paying for rebuilding the city. People can't say no because they would face harsh punishments. The group controls everything. Rent is paid to it and the hospitals are for its members' exclusive use.

"The group has even replaced the imams in the mosques with pro-IS people. Many of us have stopped going to the mosques because those attending are asked to give an oath of allegiance and we hate that.

http://www.bbc.com/news/world-middle-east-32831854


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09. Juni 2015, 13:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Leben in Mosul Antworten mit Zitat
Wenn man arm ist im Kalifat, riskiert man, eine Hand zu verlieren:

Zitat:
“Why did you steal the ring?” an Isis interrogator asked me. I answered in tears, “I’m a widow of an Isis martyr with four children. I needed money to feed my children and pay the rent. Please forgive me.”

I was questioned by two judges. The second day after my last hearing, I was taken from my room by three Isis women to another room where an old man was standing. He said: “Tie her to the table.”

I was tied firmly, and another man came with a sword in his hand. When I saw him, I began to shout, “Mercy, have mercy on me.” I screamed and begged him to leave me alone. He looked so determined. I wanted to run away but couldn’t. I couldn’t believe the whole scene, and thought it was a nightmare. The man did not hesitate before chopping my left hand at the wrist. The whole world turned into black in my eyes and my legs were numb. No words in humanity’s dictionary can describe my pain and feeling at that horrifying moment. I fainted immediately.

http://www.theguardian.com/world/2015/jun/10/mosul-residents-one-year-on-isis-brutality


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10. Juni 2015, 14:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Übersicht Antworten mit Zitat
Zur allgemeinen Situation:

Zitat:
But its ability to maintain services such as electricity is questionable, and the depth of support for the group in areas it has captured in both Iraq and Syria is uncertain.

“There’s bread and meat is cheap and available,” said Abu Omar, a resident of Mosul who declined to be completely identified. “Electricity almost never comes on and gasoline is much more expensive since the (coalition bombing campaign) began. The water supply is not good. When there is water then it is dirty and dangerous.”

The Islamic State controls the price of water and electricity, Abu Omar said, “but poor people still can’t afford them.”

Everyone is too afraid to complain, however, “because we see executions or cutting of hands every week in the (city) center,” he said.

“At first we were free to come and go as we liked,” said Abu Omar. “But once the Americans started bombing and the Kurds closed the border to us, Daash has made it more difficult. If you are caught trying to leave without permission, you can be slaughtered as a spy.”

http://www.mcclatchydc.com/2015/06/08/269204/islamic-state-still-standing-after.html


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10. Juni 2015, 14:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag IS und Al Qaida Antworten mit Zitat
Ausführlicher Bericht über den Konflikt zwischen dem IS und Al Qaida:

Zitat:
When Zawahiri took over after Bin Laden’s death in 2011, he found himself geographically isolated. While he was hiding out, according to numerous sources, in the mountains on the Afghanistan-Pakistan border, the centre of jihadi activity had moved thousands of miles away, to Syria and Iraq. As Pakistan’s army and American drones tightened their net around al-Qaida central, it became harder and harder for Zawahiri to maintain contact with his commanders in the field. “What is leadership,” Samara asked, “if your leader is in Afghanistan and your soldiers are in Iraq?”

In fact, al-Qaida’s main branch in the Middle East, the Islamic State of Iraq (ISI), had long been a source of difficulty. Since its effective creation in 2003, under the leadership of Abu Musab al-Zarqawi, ISI had been happy to use al-Qaida’s brand name and its money, but often ignored pleas for closer communication with central command – even when they came from Bin Laden himself. In 2010, they crossed a line: ISI appointed a new leader, Abu Bakr al-Baghdadi, without prior approval from al-Qaida, whose senior leaders knew almost nothing about the man – where he had come from, his military experience, whether he could be trusted.

http://www.theguardian.com/world/2015/jun/10/how-isis-crippled-al-qaida?CMP=share_btn_tw


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11. Juni 2015, 15:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Proteste gegen IS in Derna Antworten mit Zitat
Libyen: Scheinbar sind Jugendliche in Derna gegen den IS auf die Strasse gegangen, es sind konstant Schüsse zu hören. Der Titel des Videos ist "Derna erhebt sich gegen Daesh", weitere Infos dazu hab ich auch nicht...



Ein weiteres Video:



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11. Juni 2015, 23:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Derna, Dabiq, Türkei Antworten mit Zitat
Die Proteste in Derna könnten durchaus damit zusammenhängen:

Zitat:
An al-Qaeda-linked militia in the eastern Libyan city of Derna has declared a holy war on the Isis affiliate who control the majority of the coastal city, after the death of one of their senior leaders threatened to spark a violent conflict between the two groups.

In clashes between Isis and the Mujahideen Shura Council of Derna on Wednesday, at least 20 fighters from both sides were killed, sources confirmed to Reuters. The fighting came after a leader in an allied group, Majlis al-Shura, was killed by Isis for refusing to pledge allegiance to the group's caliph Abu Bakr al-Baghdadi.

The Shura Council released a statement after the death of Nasser al-Aker, a senior leader in the Abu-slim Martyr's Brigade, the armed faction of the Shura Council, which said that a "holy war" would be waged against Isis "until none of them are left".

http://europe.newsweek.com/al-qaeda-linked-militia-declares-holy-war-isis-libya-328579


Die Printausgabe von Dabiq konnte zwischen dem 24. Mai und dem 6. Juni auf Amazon bestellt werden:

Zitat:
Most people who want to get Islamic State group propaganda spend hours scouring Twitter, Facebook and online forums that cater to terrorist sympathizers, looking for videos so gruesome they’re barely online an hour before being taken down or seeking links to PDF downloads that require passwords most people don’t have. But for a brief time recently, the official Islamic State group propaganda magazine was available to anybody for easy and convenient purchase online — from Amazon.

From May 24 to June 6, Amazon’s global website was selling Dabiq, an English-language magazine that promises “photo reports, current events, and informative articles on matters related to the Islamic State.” For the cost of $22 you could get all nine editions, printed, bound and shipped to your home in 48 hours, via Amazon’s fulfillment center.

http://www.raqqa-sl.com/en/?p=1244


Die türkische Zeitung Cumhuriyet hat aufgedeckt, dass der türkische Geheimdienst dem IS bei einer Waffenlieferung von Reyhanli nach Tel Abyad durch die Türkei behilflich war. Hier ein englischer Artikel dazu:

Zitat:
The National Intelligence Organization (MIT) has been helping members of the Islamic State in Iraq and the Levant (ISIL) cross the border into Syria according to footage obtained by the Cumhuriyet daily, which shows bus drivers admitting that they transferred “heavily bearded people, who looked scruffy” to the border.

According to the report on Thursday, the militants and cargo were collected from the Atme camp in Syria, bearing the black flag of ISIL, near the Reyhanlı district in Turkey's southern Hatay province. They were then transported via Turkey's southeastern border and dropped off at the border town of Akçakale in Şanlıurfa province, where the militants and cargo re-entered Syria after passing through Turkish territory. According to Cumhuriyet, ISIL militants were unable to travel safely through Syrian territory near Kobani -- a predominantly Kurdish town near Syria's border with Turkey -- as the city and surrounding area is held and defended by the Kurdish People's Protection Units (YPG).

http://www.todayszaman.com//national_mit-providing-isil-militants-safe-passage-through-turkey-daily-claims_385162.html


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12. Juni 2015, 12:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Emir Erdogan Antworten mit Zitat
Jetzt kommt's noch dicker: Strom im vom IS kontrollierten Tel Abyad kommt aus der Türkei:

Zitat:
What is more intriguing, the Birgün report reveals, is that the delivery continued even after ISIL captured Tel Abyad, thanks to the alleged collusion between the Justice and Development Party (AK Party) government in Turkey and ISIL, and has not been affected by later developments. The electricity is provided by three wires near the warehouse of the regional branch of the Turkish Agricultural Board (TMO), right on the border.

While locals in Akçakale sometimes face several cuts during the day, Tel Abyad residents do not endure such problems as DEDAŞ continues to provide electricity to the Syrian town uninterruptedly. The power cuts disrupt irrigation in the rural areas of Akçakale, leading to troubles in the agricultural sector. Turks are paying the price of the electricity provided to ISIL. DEDAŞ, in a written statement on Friday after the piece was published, denied claims of supplying electricity to Tel Abyad.


Dünger, vermutlich zum Bombenbau, ebenfalls:

Zitat:
According to the Birgün report, ISIL gets $100 per person in return for allowing people to cross into Turkey. The smuggling of goods is also another crucial aspect of the local economy. The amount of money being exchanged per day at the border is unheard of in recent years. Locals claim the cross-border trade is worth $7-13 million per day.

One of the most in-demand items from Turkey to Tel Abyad, a local says, is fertilizer, or ammonium nitrate, which is widely used in agriculture but is also used by terrorist groups around the world to build explosives. The flow of fertilizer to Tel Abyad leaves no doubt about what it is being used for. Medical supplies are also among the items that flow through Akçakale to ISIL-controlled Tel Abyad.


Rekrutieren darf der IS ebenfalls in aller Ruhe:

Zitat:
Tapping into growing opportunities after the collapse of social and economic order, ISIL is offering Turks high pay in return for fighting within its ranks. Summing up his dilemma in remarks to the daily, a local said: “If I didn't have a family, I probably wouldn't be able to resist their offer. They offer to write off your credit card debt, give you a high salary."

The people of Akçakale seem to be accustomed to the ISIL presence in the town, the same local said. ISIL uses hotels in Harran as a gathering point for its recruitment efforts while it transport them through Akçakale to Tel Abyad. It has exchange bureaus operating in Harran, another district of Şanlıurfa province.

http://www.todayszaman.com/diplomacy_report-turkish-authorities-providing-electricity-to-isil-in-tel-abyad_385744.html


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12. Juni 2015, 18:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Danger Mines!!



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Wohnort: süsch no was?!

Beitrag islamischer staat in Nigeria weit weg? Antworten mit Zitat
2014 hat es ausgesehen, als würde Nigeria überrollt von der Sekte, nun scheint alles ein wenig anders zu sein:http://www.jeuneafrique.com/mag/238229/politique/terrorisme-boko-haram-monstre-blesse/

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Und wie die antiken Staaten an der Sklaverei zugrunde gegangen sind, so werden auch die modernen Staaten am Proletariat zugrunde gehn. M.B.
24. Juni 2015, 09:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag "Wieso wir Al-Qaida brauchen" Antworten mit Zitat
Die amerikanischen Geostrategen scheinen wirklich ziemlich verzweifelt zu sein: "Why We Need al-Qaeda":

Zitat:
Meanwhile, events in the Middle East suggest growing contradictions in Western 
policy. In Syria, the United States has been bombing Jabhat al-Nusra,
 al-Qaeda’s local affiliate, alongside ISIS. But members of the US-led
 coalition against ISIS, including Turkey and Saudi Arabia, are actively 
supporting al-Nusra with arms and money. In Yemen, the US has pursued a
 years-long drone campaign against al-Qaeda in the Arabian Peninsula (AQAP), a campaign that has included, most recently, the reported killing on Friday of AQAP leader Nasir al-Wuhayshi. But 
much of the Arab world is now essentially siding with AQAP in a Saudi-led war
 against Houthi rebels in that country. And while ISIS commands overwhelming
 attention for its ability to gain and hold territory and draw thousands of
 Western recruits, there has been little scrutiny of the dramatic effect it has 
had on al-Qaeda itself.



http://www.nybooks.com/blogs/nyrblog/2015/jun/15/why-we-need-al-qaeda/


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
24. Juni 2015, 16:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Afghanistan: IS vs. Taliban Antworten mit Zitat
Kämpfe zwischen den Taliban und dem IS in Afghanistan:

Zitat:
At least 12 people were killed and several others were injured in fresh fighting between Taliban and Daesh fighters in eastern Afghanistan’s Nangarhar province Saturday, an Afghan army statement said Sunday.

The alleged day-long clash took place in the province’s Khogiani district, some 150 kilometers east of the Afghan capital of Kabul.

“The fierce fighting left six Daesh fighters dead and four others wounded,” the Afghan army’s east corps command said in a statement. “Daesh`s dreaded commander in the area, Qari Mirwais, was among those killed in the clash,” it said.

It added that at least seven Taliban militants were killed and eight others were injured in the incident.

Chief of Afghan Intelligence Agency Rahmatullah Nabil has voiced his concern over the presence of Daesh in Nangarhar province.

Addressing parliamentarians on Saturday, Nabil warned: “Nangarhar is one of our worrying points in term of activities of Daesh fighters”.

http://www.aa.com.tr/en/world/545908--afghanistan-taliban-daesh-clash-claims-12-lives


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28. Juni 2015, 16:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Bilanz Antworten mit Zitat
Ein Jahr Kalifat:

Zitat:
One year ago today, the al-Qaeda splinter group known as the Islamic State released a statement by its spokesperson Abu Mohammed al-Adnani, a 38-year old Syrian whose real name is Taha Subhi Fallaha, in which he declared that the group had transcended statehood to become a “caliphate.” Its leader Abu Bakr al-Baghdadi, whose real name is Ibrahim al-Awwad, claimed leadership of the entire Muslim world under the name “Caliph Ibrahim.” Although few other Muslims take these claims seriously, the Islamic State itself views the appointment of a new caliph as an event of world-historical significance.

Yet, a year having passed and with June 29 drawing to a close, there has been no formal statement from the group to mark the occasion. But that may be because it already arrived nearly a week ago; it depends on your choice of calendar. The Gregorian calendar date of June 28, 2014, also happened to be the first day of Ramadan, the holy month of Islam, which follows a lunar calendar. This year, Ramadan began on June 18 and within a few days, on June 23, Islamic State propagandists were indeed able to release a statement from Adnani, in which he spoke on the state of the war and congratulated Muslims on the start of the holy month.

http://carnegieendowment.org/syriaincrisis/?fa=60529&reloadFlag=1


Israel behauptet, die Hamas unterstütze den IS im Sinai:

Zitat:
Hamas helped the ISIS-affiliated group in Sinai to carry out the latest attacks against Egyptian troops and supplied them with weapons and other support, an Israeli general told Al-Jazeera on Thursday. Meanwhile, Prime Minister Benjamin Netanyahu offered condolences over the attacks that claimed the lives of dozens of people.

Israel has "clear information that Hamas is supporting the Wilayat Sinai, which belongs to Daesh," Maj. Gen. Yoav Mordechai, the coordinator of government activities in the territories, claimed, referring to the Islamic State group in one of its acronyms.

http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/.premium-1.664199


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02. Juli 2015, 19:19 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Antwort von Hamas Antworten mit Zitat
Die Hamas bezeichnet die israelischen Vorwürfe als "Propaganda":

Zitat:
Palestinian Islamist movement Hamas on Friday dismissed as "propaganda" an Israeli claim that it provided support related to this week's jihadist attacks against Egyptian soldiers in Sinai.

"The occupation's (Israel) statements about Hamas helping IS are stupid accusations... and propaganda that aims to incite against Hamas," spokesman Sami Abu Zuhri told AFP, referring to the Islamic State group, whose fighters carried out the attacks.

"Hamas has made efforts and taken stated measures to secure the border" between the Gaza Strip, which it controls, and Egypt's Sinai Peninsula, he said.

"We are intent on (preserving) Egypt's security."

http://www.egyptindependent.com//news/hamas-says-claim-it-supported-sinai-attacks-propaganda


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03. Juli 2015, 16:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Handel mit Antiquitäten Antworten mit Zitat
Der IS macht ein dickes Geschäft mit Antiquitäten:

Zitat:
“They bring in their own trucks, their own bulldozers, hire their own work crews and pay them salaries,” he said.

Islamic State acts as a supplier for a complex chain involving at least five brokers and dealers, said Michael Danti, an adviser to the U.S. State Department on plundered antiquities from Iraq and Syria.

The extremists are closely linked to Turkish crime networks in the border towns of Gaziantep or Akcakale, he said. Once the artifacts are smuggled into Turkey, a broker will cash them for resale to dealers who have pockets deep enough to pay for storage and wait up to 15 years to sell, when law enforcement is less focused on them.

http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-06-28/isis-has-new-cash-cow-art-loot-it-s-peddling-on-ebay-facebook


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07. Juli 2015, 14:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Militärische Taktik Antworten mit Zitat
Der IS mischt traditionelle Kriegsführung mit Guerilla-Taktiken. Dieser Bericht gibt einen interessanten Einblick in die Armee des Kalifats:

Zitat:
Though best known for its horrific brutalities — from its grotesque killings of captives to enslavement of women — the Islamic State group has proved to be a highly organized and flexible fighting force, according to senior Iraqi military and intelligence officials and Syrian Kurdish commanders on the front lines.

Its tactics are often creative, whether it's using a sandstorm as cover for an assault or a lone sniper tying himself to the top of a palm tree to pick off troops below. Its forces nimbly move between conventional and guerrilla warfare, using the latter to wear down their opponents before massed fighters backed by armored vehicles, Humvees and sometimes even artillery move to take over territory. The fighters incorporate suicide bombings as a fearsome battlefield tactic to break through lines and demoralize enemies, and they are constantly honing them to make them more effective. Recently, they beefed up the front armor of the vehicles used in those attacks to prevent gunfire from killing the driver or detonating explosives prematurely.

Those strategies are being carried over into new fronts as well, appearing in Egypt in last week's dramatic attack by an IS-linked militant group against the military in the Sinai Peninsula.

http://bigstory.ap.org/article/8dccf5044f984891bf8ebcacc874fc9d/secret-success-shock-troops-who-fight-death


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08. Juli 2015, 18:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Jihadistische Poesie Antworten mit Zitat
Wieso Jihadisten Gedichte schreiben:

Zitat:
On October 11, 2014, according to Islamic State-affiliated Twitter accounts a woman going by the name Ahlam al-Nasr was married in the courthouse of Raqqa, Syria, to Abu Usama al-Gharib, a Vienna-born jihadi close to the movement’s leadership. ISIS social media rarely make marriage announcements, but al-Nasr and al-Gharib are a jihadi power couple. Al-Gharib is a veteran propagandist, initially for Al Qaeda and now for ISIS. His bride is a burgeoning literary celebrity, better known as “the Poetess of the Islamic State.” Her first book of verse, “The Blaze of Truth,” was published online last summer and quickly circulated among militant networks. Sung recitations of her work, performed a cappella, in accordance with ISIS’s prohibition on instrumental music, are easy to find on YouTube. “The Blaze of Truth” consists of a hundred and seven poems in Arabic—elegies to mujahideen, laments for prisoners, victory odes, and short poems that were originally tweets. Almost all the poems are written in monorhyme—one rhyme for what is sometimes many dozens of lines of verse—and classical Arabic metres.

http://www.newyorker.com/magazine/2015/06/08/battle-lines-jihad-creswell-and-haykel


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16. Juli 2015, 15:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Jihad in Afrika Antworten mit Zitat
Interessanter Artikel über jihadistische Netzwerke in Afrika:

Zitat:
After recent attacks in Tunisia, Europeans began worrying about extremists taking aim at them across the Mediterranean. But it seems more likely that the jihadist superbug will turn south. The Sahel, an arid belt on the southern fringe of the Sahara desert that stretches from the Atlantic Ocean to the Red Sea, has already caught the fever from Algeria and Libya.

Ever more places in sub-Saharan Africa are no-go zones, including parts of Cameroon, Chad, Nigeria and Niger. Northern Mali has been off-limits to outsiders (and especially Westerners) since an Islamist-backed uprising in 2012, despite a French military intervention in 2013 that stopped the jihadists from advancing on Mali’s capital. Recent attacks by Boko Haram have killed hundreds in Nigeria and Chad, prompting Nigeria’s president, Muhammadu Buhari, to dismiss his military chiefs.

http://www.economist.com/news/middle-east-and-africa/21657801-biggest-threat-african-peace-and-prosperity-comes-dangerous?fsrc=scn/tw/te/pe/ed/Jihafrica


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18. Juli 2015, 14:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag IS im Niedergang? Antworten mit Zitat
Wohl eher nicht:

Zitat:
“It was assumed too much that the tribes would react to the brutality of ISIS—the beheadings and torture,” says a British intelligence official based in Turkey. For all of the 24/7 Western media coverage of the medieval barbarity of the extremists—the decapitations and immolations, the drownings and crucifixions—there remain plenty of Arabs in the caliphate who are resigned to ISIS rule, fearing the alternative will be the gang-warfare chaos of other rebel-held territories.

“At least there is some order,” said Ahmed, a 31-year-old barber and father of three small boys, as he waited recently with his veiled wife to cross back from Turkey into Syria at the Akcakale border gate.

Ahmed claims that life under ISIS in the Syrian border town of Tal Abayad, which was seized last month by Kurdish-led forces, wasn’t that bad. “If you left them alone, they left you alone.” For most conservative rural folk ISIS rules are not hard to observe, he says.

http://www.thedailybeast.com/articles/2015/07/17/wasn-t-isis-supposed-to-fall-apart-by-now.html?via=mobile&source=twitter


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18. Juli 2015, 21:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag AQ zu IS: Extremisten! Antworten mit Zitat
Eine gemeinsame Erklärung der Nusrafront und Ahrar al-Sham zum IS. Sogar Al-Qaida ist also nun zu einem Verfechter der Extremismustheorie geworden (wobei sie selbst natürlich "gemässigt" und "volksnah" sind):

Zitat:
Indeed Allah has honoured Shaam and its people, and has made it a blessed land, and the Prophetﷺ has ordered the Ummah to join its armies. And it was purification from Allah for this Jihadi field by His decree that its trials will be with the Fitna of the renegade Khawarij so that the rows may be distinguished, and so that none may remain with the Mujahideen except the people who are moderate, who are against extremism and negligence, and are those on whom victory descends. And thus several groups of Muhajireen from amongst the people of Shaam remained firm in the rows of the Mujahideen, those who abandoned their homes for no reason other than to support this patient community and to lighten their sufferings.

http://www.lawfareblog.com/statement-foreign-fighters-syria-about-baghdadi-group?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter


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19. Juli 2015, 18:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Trainingscamps für Kinder Antworten mit Zitat
"Erziehung" im Kalifat:

Zitat:
When Islamic State extremists overran Yazidi towns in northern Iraq last year, they butchered older men and enslaved many of the women and girls. Dozens of young Yazidi boys like Yahya had a different fate: The IS sought to re-educate them. They forced them to convert to Islam from their ancient faith and tried to turn them into jihadi fighters.

It is part of a concerted effort by the extremists to build a new generation of militants, according to AP interviews with residents who fled or still live under IS in Syria and Iraq. The group is recruiting teens and children using gifts, threats and brainwashing. Boys have been turned into killers and suicide bombers. An IS video issued last week showed a boy beheading a Syrian soldier under an adult militant's supervision. Last month, a video showed 25 children unflinchingly shooting 25 captured Syrian soldiers in the head.

http://www.usnews.com/news/world/articles/2015/07/19/in-an-is-training-camp-children-told-behead-the-doll


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19. Juli 2015, 19:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Selbstmordanschlag in Suruc Antworten mit Zitat
Wohl der erste IS-Anschlag in der Türkei: Mindestens 31 Tote bei einem Selbstmordanschlag auf linke Jugendliche, die Hilfsgüter nach Kobane bringen wollten. Auf Twitter zirkuliert das Gerücht, der Anschlag sei von einem 16- oder 18-jährigen Mädchen ausgeführt worden. Die türkische Polizei greift Helfer mit Tränengas an:

Zitat:
The Amara Culture Center was housing 300 young people from the Federation of Socialist Youth Associations, who had traveled from Istanbul to Suruç yesterday to take part in the reconstruction of the city of Kobanê. The youth were holding a press conference outside the culture center today to announce that they would travel to Kobanê today when the bomb went off.

The culture center's garden is covered in blood in the wake of the explosion. There are still dead bodies on the ground in the garden, as a limited fleet of ambulances works to transport the wounded to the hospital. As ambulances attempted to reach the culture center garden, police blockaded the area and began firing tear gas bombs on those trying to rush the wounded out of the area.

http://jinha.com.tr/en/ALL-NEWS/content/view/26856?utm_content=buffer0b5b9&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer


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20. Juli 2015, 13:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Interview mit deutschem Deserteur Antworten mit Zitat
Aufschlussreiches Interview mit einem deutschen IS-Deserteur:



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20. Juli 2015, 23:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Liberale Diskussion über IS Antworten mit Zitat
Liberale glauben immer, die Geschichte wiederhole sich und der kategorische Imperativ sei eine wirksame politische Kategorie. In diesem Artikel wird der IS mit anderen "revolutionären Staaten" verglichen und betont, dass diese auch Gewalt anwendeten (nur unsere westlichen Demokratien taten das natürlich nie...):

Zitat:
“You can travel from Raqqa to Mosul and no one will dare to stop you even if you carry $1 million,” said Bilal, who lives in Raqqa, the Islamic State’s de facto capital in Syria, and insisted out of fear on being identified only by his first name. “No one would dare to take even one dollar.”

The Islamic State, also known as ISIS, ISIL and Daesh, initially functioned solely as a terrorist organization, if one more coldblooded even than Al Qaeda. Then it went on to seize land. But increasingly, as it holds that territory and builds capacity to govern, the group is transforming into a functioning state that uses extreme violence — terror — as a tool. That distinction is proving to be more than a matter of perspective for those who live under the Islamic State, which has provided relative stability in a region troubled by war and chaos while filling a vacuum left by failing and corrupt governments that also employed violence — arrest, torture and detention.

http://www.nytimes.com/2015/07/22/world/middleeast/isis-transforming-into-functioning-state-that-uses-terror-as-tool.html?smid=tw-share&_r=0


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21. Juli 2015, 12:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag IS und Baath Antworten mit Zitat
Noch ein Artikel zu den ehemaligen Regimeangehörigen innerhalb des IS:

Zitat:
After long neglect, the media has finally recognized the role of the FREs — former (Saddam) regime elements — within the Islamic State (ISIS). But the pendulum has now swung too far: Some reports are now claiming that the FREs have transformed the leader of the terror army, Abu Bakr al-Baghdadi, into nothing more than a front man for the Baathists.

These suppositions are mistaken. Most FREs within ISIS have not been ideologically Baathists for a long time.

http://www.nationalreview.com/article/421370/saddam-loyalists-running-isis-are-true-believers-not-secularists


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22. Juli 2015, 16:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Geschichte des IS Antworten mit Zitat
Rezension zweier Bücher über den IS:

Zitat:
The rise of Ahmad Fadhil—or as he was later known in the jihad, Abu Musab al-Zarqawi—and ISIS, the movement of which he was the founder, remains almost inexplicable. The year 2003, in which he began his operations in Iraq, seemed to many part of a mundane and unheroic age of Internet start-ups and a slowly expanding system of global trade. Despite the US-led invasion of Iraq that year, the borders of Syria and Iraq were stable. Secular Arab nationalism appeared to have triumphed over the older forces of tribe and religion. Different religious communities—Yezidis, Shabaks, Christians, Kaka’is, Shias, and Sunnis—continued to live alongside one another, as they had for a millennium or more. Iraqis and Syrians had better incomes, education, health systems, and infrastructure, and an apparently more positive future, than most citizens of the developing world. Who then could have imagined that a movement founded by a man from a video store in provincial Jordan would tear off a third of the territory of Syria and Iraq, shatter all these historical institutions, and—defeating the combined militaries of a dozen of the wealthiest countries on earth—create a mini empire?

http://www.nybooks.com/articles/archives/2015/aug/13/mystery-isis/


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24. Juli 2015, 00:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Türkei Antworten mit Zitat
IS-Mitglieder in der Türkei scheinen nicht übermässig beeindruckt von der türkischen Reaktion:

Zitat:
The ISIS militant spoke to BuzzFeed News on condition of anonymity, because he feared arrest from authorities if his name was disclosed. He described his work as “security” — and one of his tasks is to monitor rival rebel groups along the border. Multiple sources — including an ISIS official and rival rebels — have confirmed his role within the group to BuzzFeed News. “I will stay here and do my job,” he said.

The militant dismissed Friday’s arrests, claiming that most of those arrested “are nothing to us.” He also felt secure that his identity remained hidden from Turkish authorities. “I’m going outside shopping and traveling like before,” he said.

http://www.buzzfeed.com/mikegiglio/this-isis-militant-is-walking-free-despite-new-crackdown-in#.yxN13a96N


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24. Juli 2015, 18:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Rache? Antworten mit Zitat
Der IS droht der Türkei mit Vergeltung:

Zitat:
Bislang war die Türkei vom Terror der IS-Extremisten verschont worden. Zwar wurden türkische Diplomaten und türkische Lastwagenfahrer im Irak entführt, aber nach einigen Verhandlungen mit Unterhändlern der Regierung in Ankara wieder freigelassen. Der erste größere Angriff des IS war am Montag der Anschlag von Suruc, bei dem 32 Menschen getötet wurden. "Das waren doch Gegner der Türkei", sagt Abu Ibrahim. "Die Türken sollten froh sein, dass wir ihre Staatsfeinde bekämpfen."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/islamischer-staat-kaempfer-die-tuerkei-wird-buessen-a-1045273.html


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24. Juli 2015, 19:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag "Einführung in den Monotheismus" Antworten mit Zitat
Englische Übersetzung des grundlegenden Lehrmittels für neue Rekruten:

Zitat:
Ideologically, a glance at the citations of Islamic scholars and jurists shows that the textbook is most heavily influenced (unsurprisingly) by Ibn Taymiyya, Ibn al-Qayyim (a student of Ibn Taymiyya) and Muhammad ibn Abd al-Wahhab (founder of the Wahhabi trend). Indeed, the most extensive section of this book- the ten nawaqid of Islam- is a distinctly Wahhabi concept, and provides a very fertile basis for the takfir tendencies for which the Islamic State has become so well-known. At the same time, one also sees hints of the Islamic State approach of respect for and citation of differing opinions of the four madhahab (schools of jurisprudence) in Sunni Islam: Maliki, Shafi'i, Hanbali and Hanafi. That approach has come out most clearly in the fatwas of the Diwan al-Eftaa' wa al-Buhuth, and was also alluded to in a speech from official spokesman Abu Muhammad al-Adnani, who asserted that the Islamic State brings in people from all four schools of jurisprudence. This makes a mockery of the absurd assertion of Lina Khatib that the Islamic State rejects the four schools.

http://www.aymennjawad.org/17633/islamic-state-training-camp-textbook-course-in


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27. Juli 2015, 00:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Ziel: "Ende der Welt" Antworten mit Zitat
In der Hindukusch-Region und in Indien darf man sich wohl auf vermehrte Aktivitäten des IS gefasst machen:

Zitat:
An apparent Islamic State recruitment document found in Pakistan’s lawless tribal lands reveals that the extremist group has grand ambitions of building a new terrorist army in Afghanistan and Pakistan, and triggering a war in India to provoke an Armageddon-like “end of the world.”

The 32-page Urdu-language document obtained by American Media Institute (AMI) and reviewed by USA TODAY details a plot to attack U.S. soldiers as they withdraw from Afghanistan and target American diplomats and Pakistani officials.

AMI obtained the document from a Pakistani citizen with connections inside the Pakistani Taliban and had it independently translated from Urdu by Harvard researcher and translator Mustafa Samdani. The Pakistani's identity was shared with USA TODAY, which has agreed not to identify him publicly because of concerns for his safety.

http://www.usatoday.com/story/news/world/2015/07/28/ami-isil-document-pakistan-threatens-india/30674099/


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29. Juli 2015, 17:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Und weg sind sie Antworten mit Zitat
Von den ungefähr 60 von den USA ausgebildeten Kämpfer sind schon fast alle weg (Desertionen, Entführungen usw.). Einige wurden kürzlich von der Jabhat al-Nusra entführt:

Zitat:
A Pentagon program to train moderate Syrian insurgents to fight the Islamic State has been vexed by problems of recruitment, screening, dismissals and desertions that have left only a tiny band of fighters ready to do battle.

Those fighters — 54 in all — suffered perhaps their most embarrassing setback yet on Thursday. One of their leaders, a Syrian Army defector who recruited them, was abducted in Syria near the Turkish border, along with his deputy who commands the trainees. They were seized not by the Islamic State but by its rival the Nusra Front, an affiliate of Al Qaeda that is another Islamist extremist byproduct of the four-year-old Syrian civil war.

http://www.nytimes.com/2015/07/31/world/middleeast/us-trained-islamic-state-opponents-reported-kidnapped-in-syria.html?ref=middleeast&_r=0


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01. August 2015, 15:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Irak und Libyen Antworten mit Zitat
Artikel über die Offiziere des Hussein-Regimes im IS:

Zitat:
Under its leader, Iraqi jihadi Abu Bakr al-Baghdadi, the Islamic State group's top command is dominated by former officers from Saddam's military and intelligence agencies, according to senior Iraqi officers on the front lines of the fight against the group, as well as top intelligence officials, including the chief of a key counterterrorism intelligence unit.

The experience they bring is a major reason for the group's victories in overrunning large parts of Iraq and Syria. The officers gave IS the organization and discipline it needed to weld together jihadi fighters drawn from across the globe, integrating terror tactics like suicide bombings with military operations. They have been put in charge of intelligence-gathering, spying on the Iraqi forces as well as maintaining and upgrading weapons and trying to develop a chemical weapons program.

http://mobile.nytimes.com/aponline/2015/08/08/world/middleeast/ap-ml-inside-the-caliphate-saddam-legacy.html?referrer=&_r=0


In Libyen ist Sirte dabei, zur Hauptstadt des IS zu werden:

Zitat:
While much of the focus on the Islamic State in Libya (ISL) has centered on its mid-June defeat in Darnah, over the past few months it has slowly built up its assets and capabilities in the country's Sirte district. In many ways, this effort is the first example of ISL fully resembling its ISIS parent in Iraq and Syria. Unlike in Darnah, where ISL originated, no other insurgent factions remain in Sirte to compete with the group. This is due to several developments: defections from the local wing of jihadist group Ansar al-Sharia in Libya (ASL), arrangements ISL has made with local tribes, and ex-Qadhafi loyalists from the late leader's hometown joining up with or acquiescing to ISL's rise in Sirte, in a manner similar to ex-Baathists in Iraq. As a result, Sirte could soon become the capital for ISL, equivalent to Raqqa in Syria and Mosul in Iraq.

http://www.washingtoninstitute.org/policy-analysis/view/the-islamic-states-burgeoning-capital-in-sirte-libya


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
08. August 2015, 16:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Rätsel? Antworten mit Zitat
In Mosul hat der IS "Todeslisten" veröffentlicht:

Zitat:
As the people came near the walls where the death lists were hanging, members of the IS police force checked their identities and temporarily confiscated their phones and cameras. They wouldn't allow anyone to take pictures of the lists while they were checking the names – presumably so family members would have to come to check the lists in person.

“Members of the group were heavily armed and they were watching reactions of the people closely,” Jirjis says. “This meant that anyone who did see the name of a loved one on the list couldn’t even complain or curse those who had murdered them – because they knew that the IS members wouldn't hesitate to kill anyone who curses the organisation’s name or objects to its verdicts.”

“I saw a man putting his hand over the mouth of one of the women who came – she was wearing a niqab - to prevent her from saying a word,” Jirjis continues. “When she left she got into a car. He closed the doors and the woman started to scream and cry and beat her face. But I couldn’t hear a word she said.”

http://www.niqash.org/en/articles/security/5089/Extremists-in-Mosul-Release-First-Public-%27Death-List%27-of-2070-Victims.htm


Derweil diskutieren liberale Intellektuelle, ob der IS "ein Rätsel" ist oder nicht:

Zitat:
In the incendiary sectarian climate of Iraq and Syria, the Islamic State’s hold on the Sunni population has been further strengthened by its ability to “present itself as the sole guardian of Sunni interests” wherever it has subdued rival armed groups. Facing the unpalatable choice between Islamic State leader Abu Bakr al-Baghdadi’s zealots, on the one hand, and governments that have long treated them as second class citizens and Shiite militias bent on ethno-sectarian massacres, on the other, many Sunnis living under the Caliphate’s banner have thrown in their lot with the Islamic State as the best bet to ensure their personal survival and the well-being of their communities. This pattern of ethnic polarization has characterized many other civil wars, from the Balkans to Sub-Saharan Africa and South Asia.

http://www.washingtonpost.com/blogs/monkey-cage/wp/2015/08/27/the-islamic-state-is-no-mystery/?postshare=3871440684738089


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27. August 2015, 16:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Schweiz Antworten mit Zitat
Zum Islamismus und Jihadismus in der Schweiz:

Zitat:
Dans les années 1960, la Suisse a accueilli le QG des Frères Musulmans égyptiens chassés par Nasser, à Genève. Leur membre le plus influent était Saïd Ramadan (le père de Tariq). Mais ce début de présence islamiste sur le sol suisse était tourné vers l'Egypte. Dans les années 1990, des militants nord-africains ont parfois utilisé la Suisse comme support logistique. Ce n'est qu'après les attentats du 11 septembre 2001 que la Suisse commence à surveiller d'un peu plus près la scène islamiste, mise en pleine lumière par « l'affaire Saoud », après les attentats de Riyad en mai 2003. Moez Garsallaoui, recruteur d'al-Qaïda, arrêté en 2004, a été tué par un drone américain au Pakistan en octobre 2012. Sa compagne Malika el-Aroud est toujours emprisonnée. Les premiers djihadistes suisses étaient des réfugiés disposant déjà de réseaux à l'étranger. A partir de 2004-2005, on voit l'émergence de personnes nées en Suisse et radicalisées sur place. Abu Saad al Tunisi a été le premier Suisse tué en Irak, en 2006. Ensuite, des Suisses sont partis dans des camps d'entraînement en Somalie, au Pakistan, au Yémen. Les volontaires bénéficient non pas de recruteurs mais de facilitateurs : radicalisés en solitaire, via Internet par exemple, les candidats entrent en contact avec des intermédiaires, souvent anciens combattants du djihad. C'est le cas pour le groupe balkanique de Suisse alémanique en contact avec la scène salafiste allemande. Le phénomène, à l'échelle du pays, reste néanmoins marginal.

http://historicoblog3.blogspot.be/2015/08/djihad-au-pays-de-cham-2les-suisses.html?m=1


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28. August 2015, 19:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Mit al-Qaida gegen den Terror? Antworten mit Zitat
Das hätte Bush damals wohl nicht gedacht, dass sein damaliger General eines Tages solche Dinge von sich geben würde:

Zitat:
Members of al Qaeda’s branch in Syria have a surprising advocate in the corridors of American power: retired Army general and former CIA Director David Petraeus.

The former commander of U.S. forces in Iraq and Afghanistan has been quietly urging U.S. officials to consider using so-called moderate members of al Qaeda’s Nusra Front to fight ISIS in Syria, four sources familiar with the conversations, including one person who spoke to Petraeus directly, told The Daily Beast.

The heart of the idea stems from Petraeus’s experience in Iraq in 2007, when as part of a broader strategy to defeat an Islamist insurgency the U.S. persuaded Sunni militias to stop fighting with al Qaeda and to work with the American military.

http://www.thedailybeast.com/articles/2015/08/31/petraeus-use-al-qaeda-fighters-to-beat-isis.html


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01. September 2015, 14:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Baghdadi Antworten mit Zitat
Die "Biographie von Baghdadi":

Zitat:
Baghdadi’s lower middle-class family was known for its piety but also for its proud lineage. His Sunni forefathers claimed to descend from the Prophet Muhammad through the Shiite leaders buried in Samarra’s golden-domed shrine. Baghdadi’s lineage is one instance of the many overlapping religious identities in Iraq that belie the supposedly eternal divide between Sunnis and Shiites. Al-Qaida would bomb the shrine years later after the American invasion in an effort to make that divide a reality.

The family patriarch, Baghdadi’s father Awwad, was active in the religious life of the community. It was at the mosque where his father taught that the teenaged Baghdadi got his own start as a teacher, leading neighborhood children in chanting the Quran. This was his first experience with oratory and religious instruction. When reciting the scripture, a revered vocation in Islam, Baghdadi’s quiet voice would come to life, pronouncing the letters in firm, reverberating tones. He devoted countless hours to mastering the subtleties of the art.

http://www.brookings.edu/research/essays/2015/thebeliever?cid=00900019020011001US0001


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02. September 2015, 03:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Al Qaida Antworten mit Zitat
Ein Artikel über das jüngste "Rebranding" von AQ:

Zitat:
While the Islamic State’s emergence has harmed al-Qaeda in myriad ways, it has also presented al-Qaeda a long-awaited opportunity. For years, al-Qaeda sought to remake its image, hoping to rid itself of the reputation for brutality that it earned in large part through the excesses of al-Qaeda in Iraq (AQI) — the group that would later rechristen itself the Islamic State. Thanks to two parallel developments — the Islamic State’s emergence and rising Sunni–Shia sectarian tensions in the Middle East — al-Qaeda’s rebranding campaign has been invigorated. Al-Qaeda has taken on the image of a more reasonable — and perhaps controllable — alternative to the Islamic State. And as the rivalry between Iran and Sunni states rages, including proxy wars in Syria and Yemen, al-Qaeda can present itself as a bulwark against Iranian expansion.

http://warontherocks.com/2015/09/extreme-makeover-jihadist-edition-al-qaedas-rebranding-campaign/


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06. September 2015, 13:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Flüchtlinge infiltriert? Antworten mit Zitat
Der IS behauptet, mehr als 4000 seiner Kämpfer seien mit den Flüchtlingen nach Europa gekommen:

Zitat:
The Syrian operative claimed more than 4,000 covert ISIS gunmen had been smuggled into western nations – hidden amongst innocent refugees.

The ISIS smuggler, who is in his thirties and is described as having a trimmed jet-black beard, revealed the ongoing clandestine operation is a complete success.

"Just wait," he smiled.

The Islamic State operative spoke exclusively to BuzzFeed on the condition of anonymity and is believed to be the first to confirm plans to infiltrate western countries.

http://www.express.co.uk/news/world/555434/Islamic-State-ISIS-Smuggler-THOUSANDS-Extremists-into-Europe-Refugees


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07. September 2015, 13:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Diese Araber... Antworten mit Zitat
Ein britischer Jihadist beklagt sich über die "schlechten Manieren der Araber":

Zitat:
What I have mentioned above is in no way meant to ridicule the Syrian culture, nor do I intend to mock the Arabs as a whole. Allāh created us into nations and tribes so that we may get to know each other, and the culture of Arabs is just something which is unique and differs dramatically from the Western lifestyle.

It should be noted that not all Arabs are like this, you can find many Arabs who do not adhere to the above mentioned traits. From my experience, the majority of Saudis and Egyptians are far removed from these traits. In fact Saudis and Egyptians seem to be the most knowledgeable and friendliest of all Arabs. No doubt we all have unpraiseworthy traits which may annoy others, but this is all a test from Allāh. Jihād unites Muslims from all over the world and helps us understand each other as well as seeing our own mistakes which we may have been unaware of if they were not pointed out.

https://archive.is/5RtdO


Ein ausführlicher Artikel im Guardian:

Zitat:
“We know about the prophecy, of course we do,” another Dabiq local told me, sitting on the concrete floor of his home in late 2013. “But we are hoping that it is just legend. God willing they will leave us alone.” The man’s faith was misplaced. Within three months, Isis had set up a command post among rows of concrete homes, and was sending hundreds of its fighters and their families to relocate there.

Dabiq, which has been essentially inaccessible to journalists since that conversation, is now one of three main focal points of the war the group is waging on the region. Raqqa in eastern Syria is Isis’s strategic hub, and Mosul in Iraq is its greatest conquest. But Dabiq is the place that allows the group to underpin its rampage with theology. In the eyes of Isis, the reference to the town in Islamic teachings gives the group’s rampage an incontestable mandate – a powerful thing to table when you’re trying to impose a new world order. And it appears to be working. To the estimated 20,000 foreigners who have travelled to join the so-called Islamic caliphate, declared last June by the Isis leader Abu Bakr al-Baghdadi, the symbolism of Dabiq is one of the jihadis’ most alluring calling cards. The group has even named its online magazine in the town’s honour.

http://www.theguardian.com/world/2015/sep/17/why-isis-fight-syria-iraq?CMP=share_btn_tw


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17. September 2015, 17:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Entführungsindustrie Antworten mit Zitat
Über die Funktionsweise der Entführungsindustrie des IS:

Zitat:
Abu Huraira showed me pictures of hostages, messages, and recordings of conversations he'd had online with IS leaders in Raqqa province, illustrating how well planned kidnappings are.

He said there were plenty of people like him willing to feed information to kidnappers, for ideological reasons or for money.

I had also been to Antakya a year earlier and Abu Huraira told me he had been watching me on that visit. He almost sold me out for a couple of thousand dollars - he knew where I had been staying, who I was travelling with and details of a trip my companions and I had planned across the border. He said he had passed all this information to his IS colleagues who made plans to pick us up. Fortunately, we had cancelled the trip at the last minute.

http://www.bbc.com/news/magazine-34312450


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23. September 2015, 19:49 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Deutsche Jihadisten Antworten mit Zitat
Studie zu deutschen Jihadisten:

Zitat:
Auffallend viele sind gut gebildet, aber ebenso auffallend sind kriminelle Karrieren. Von 82 Dschihadisten mit Abitur oder Fachhochschulreife wollen die Behörden wissen, von 80 Studenten (von denen die meisten aber keinen Abschluss machten) und fast doppelt so vielen Arbeitslosen. 63 zogen direkt von der Schulbank in den Dschihad. Fast die Hälfte der Syrien-Reisenden war bereits durch Straftaten aufgefallen - Gewalt-, Eigentums- und Drogendelikte machen das Gros aus, aber auch einzelne Sexualstraftaten gab es.

http://www.sueddeutsche.de/politik/dschihad-so-ist-der-deutsche-is-kaempfer-1.2661697


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23. September 2015, 19:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Fatwas und Kritik AQ Antworten mit Zitat
Englische Übersetzung einer Reihe von Fatwas des IS, fast schon so etwas wie eine Verfassung:

Zitat:
Islamic State [IS] fatwas are the product of the Diwan al-Eftaa’ wa al-Buhuth (Fatwa Issuing and Investigation Department), which is also responsible for the production of Islamic State training camp textbooks such as the basic Muqarrar fi al-Tawhid (“Course in Tawheed”). The Diwan al-Eftaa’ wa al-Buhuth was founded following the declaration of the Caliphate and is illustrative of the wider trend of more complex IS government organization since the Caliphate declaration embodied in the diwans, ostensibly functioning as a conventional central government with provincial and local branches of administration departments.

http://jihadology.net/2015/09/25/the-archivist-unseen-islamic-state-fatwas-on-jihad-and-sabaya/


Derweil findet Zawahiri, der IS respektiere die "prophetische Methode" für ein Kalifat nicht:

Zitat:
Al Qaeda’s propaganda arm, As Sahab, has released the third installment in its long-delayed “Islamic Spring” series featuring Ayman al Zawahiri. The jihadist group’s emir uses the video to launch an ideological attack on the Islamic State’s so-called “caliphate,” arguing that it is not based on the “prophetic method” and is therefore illegitimate. Zawahiri builds upon the arguments he made in the first two editions of the series, which al Qaeda began to release in August.

Zawahiri says that one of the most important features of the “prophetic method” is arbitration according to sharia law. Al Qaeda has consistently criticized Abu Bakr al Baghdadi’s Islamic State for failing to arbitrate its differences with other jihadist groups in sharia courts. Anyone who fails to abide by sharia arbitration, Zawahiri argues, “is not following the prophetic approach” and is therefore “not even fit to be pledged to.”

In other words, Baghdadi is not “fit” to receive the oaths of allegiance that have been sworn to him as the self-declared caliph.

http://www.longwarjournal.org/archives/2015/09/zawahiri-says-islamic-states-caliphate-not-based-on-prophetic-method.php


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25. September 2015, 19:16 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Afghanistan Antworten mit Zitat
Der IS scheint sich in Afghanistan auszubreiten:

Zitat:
Afghan security forces told UN sanctions monitors that about 10 percent of the Taliban insurgency are IS sympathizers, according to the report by the UN's Al-Qaeda monitoring team.

"The number of groups and individuals who are openly declaring either loyalty to or sympathy with ISIL continues to grow in a number of provinces in Afghanistan," said the report.

Afghan government sources said "sightings of the groups with some form of ISIL branding" or sympathy were reported in 25 provinces in the war-torn country, it added.

http://www.al-monitor.com/pulse/contents/afp/2015/09/afghanistan-unrest-is-taliban-un.html#


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26. September 2015, 14:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Ahrar al-Sham Antworten mit Zitat
Geht zwar nicht um den IS, passt aber gut hier rein: Fast schon eine Lobrede auf den "gemässigten Islamismus" von Ahrar al-Sham:

Zitat:
War-torn Syria has become a battleground for competing ideologies as much as rival militias. The ultra-extremist Salafi-jihadism of the Islamic State in Iraq and the Levant (ISIL) has been the loudest and most visible of these ideological contenders, but Syria has also seen the birth of a revisionist trend within Islamist militancy. This trend has emerged as a reaction to the worst excesses of Salafi-jihadism and has been championed by the rebels in Harakat Ahrar al-Sham al-Islamiyyah (the Islamic Movement of the Freemen of al-Sham, usually just called Ahrar al-Sham). Ahrar al-Sham has by now emerged as not just a populist revolutionary force and the most powerful non-ISIL rebel faction in Syria, but also the vanguard of a revisionist school that is contesting the nature of the jihadist movement.

http://warontherocks.com/2015/09/ahrar-al-shams-revisionist-jihadism/


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30. September 2015, 13:29 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Afghanistan Antworten mit Zitat
Zum IS in Afghanistan:

Zitat:
Doch an den Gerüchten ist etwas dran. Der Afghanistan-Beauftragte der EU beschreibt in einem Gastbeitrag in der "Welt" eindringlich, wie die Terrormiliz langsam aber sicher auch in Afghanistan voranschreitet. "Machen wir uns keine Illusionen: Der Islamische Staat (IS) ist angekommen in Afghanistan", schreibt Franz-Michael Mellbin. In den vergangenen Monaten habe es immer häufiger Zusammenstöße zwischen IS-Trupps und Taliban gegeben. Beide für sich bekämpfen die Regierung in Kabul und ihre Sicherheitskräfte, begleitet von Massakern auch an Zivilisten.

Mellbin hält es für unwahrscheinlich, dass es sich bei den IS-Kämpfern nur um Ex-Taliban handele, die sich ein neues Label geben wollten. So hätten noch im Frühjahr Fachleute geurteilt. Bei den langfristigen Plänen des IS war immer auch Zentralasien ein Thema. Erst mit einem Kalifat von dort bis weit in den Westen nach Marokko und auf den Balkan wären alle bisher bekannten Expansionspläne verwirklicht.

http://www.n-tv.de/politik/Wie-der-IS-nach-Afghanistan-kam-article16043526.html


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30. September 2015, 21:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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