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14. April: Syrien – Der Kapitalismus produziert Krieg!

 
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14. April: Syrien – Der Kapitalismus produziert Krieg!
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Wirken die II



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 208

Beitrag 14. April: Syrien – Der Kapitalismus produziert Krieg! Antworten mit Zitat
Die mittlerweile seit einem Jahr fortdauernden Blutbäder in Syrien und die immer schärfer werdenden Kriegsdrohungen unter einem humanitären Mäntelchen, lassen deutlich werden, welches Schicksal die Menschheit unter dem kapitalistischen System erwartet, wenn dieses seinen zerstörerischen und repressiven Kräften freien Lauf lassen kann. Während die Machthaber uns für die eine oder andere Seite an die Front dieser kriegerischen Auseinandersetzungen schicken wollen, müssen die Ausgebeuteten und Unterdrückten jede Beteiligung und Unterstützung dieser Zusammenstöße zwischen rivalisierenden bürgerlichen Cliquen ablehnen.

In Syrien ist die Protestbewegung zu schwach, um einen eigenständigen Kampf zu entfalten. So konnte ihre Wut sofort kanalisiert und von den verschiedenen, sich bekämpfenden rivalisierenden bürgerlichen Cliquen im Lande vereinnahmt werden. Die Demonstranten sind zu Kanonenfutter geworden, gefangen in einem Krieg, den sie nicht wollen, eingespannt in Machtkämpfe, die auf ihre Kosten ausgetragen werden. Wir sehen eine Wiederauflage dessen, was in Libyen einige Monate zuvor geschah.

In der Zwischenzeit werden die Stimmen immer lauter, die auf ein militärisches Eingreifen in Syrien drängen. Das russisch-chinesische Veto der UN-Resolution zur Verurteilung der Repression durch das Assad-Regime beschleunigt diese Tendenz noch. All diese imperialistischen Geier nehmen die Massaker des syrischen Regimes als Vorwand, um ihre Kriegsvorbereitungen für Syrien zu treffen. Die Konferenz vom 1. April in der Türkei, zynisch sich selber als „die Freunde des syrischen Volkes“ bezeichnend, zeigte noch einmal deutlich auf, wie die regionalen Mächte und die Großmächte ihre Interessen wahrzunehmen gedenken. Während die sunnitischen Mächte wie Saudi-Arabien den Zeitpunkt benützen, ihre Klientel mit Waffen zu stärken, überlegen sich die involvierten Großmächte, wie sie ihrerseits in dieser strategischen Region ihre Macht nicht verlieren. Anders als Libyen hat Syrien regionale Verbündete wie den Iran oder den Libanon. Zudem treiben in Syrien und im benachbarten Libanon Terrorgruppen wie Hamas, Hisbollah und vermutlich auch al-Qaida ihr Unwesen, von denen Hamas und Hisbollah Waffen aus dem Iran beziehen. Auch wenn es im Vergleich zu Libyen keine Petro-Dollars zu gewinnen gibt, ist das Land ein strategisches Drehkreuz im Mittleren Osten, das keiner der imperialistischen Rivalen dem anderen ohne erbitterten Widerstand überlassen würde. Demzufolge nahmen Länder wie Russland, China und der Iran an der Konferenz in der Türkei erst gar nicht teil. Eine militärische Intervention von Außen in Syrien würde deshalb einen noch viel größeren Brand auslösen. Ein Sturz des Assad-Regimes, das bislang als Achilles-Ferse des Irans gilt, würde darüberhinaus den Einfluss des Irans in der Region entscheidend schwächen. Dies wäre sicherlich eines der Hauptanliegen der westlichen Kräfte bei einer möglichen militärischen Intervention in Syrien. Die Ausgebeuteten und Unterdrückten in Syrien laufen somit Gefahr, zwischen den syrischen Oppositionskräften und den Killerkommandos des Assad-Regimes und den imperialistischen Ambitionen ausländischer Mächte aufgerieben zu werden.

Wenn die USA im Mittleren Osten militärisch angreifen würden, spiegelt das somit die ganze Unkontrollierbarkeit der militaristischen Spirale wider, welche das kapitalistische System immer weiter in den Abgrund treibt. Auch wenn wegen des bevorstehenden Wahlkampfes in den USA zur Zeit viele Fragen hinsichtlich des Vorgehens der USA offen sind, müssten die USA in den beiden Brandherden Syrien und Iran mit an vorderster Front stehen. Die Konsequenz wäre sicherlich, dass sich die Spannungen zwischen den verschiedenen imperialistischen Akteuren ungeheuer zuspitzt. Die hetzerische Kriegspropaganda, die mit einer heuchlerischen humanitären Ideologie verdeckt wird, hat auf jeden Fall schon einen bedenklichen Zustand erreicht.

Termin: 14. April 2012, 13 Uhr
Veranstaltungsort: Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14, 8001 Zürich

Internationale Kommunistische Strömung

http://de.internationalism.org/
03. April 2012, 22:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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