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31.05. Solidemo für den Studi-Streik in Kanada

 
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31.05. Solidemo für den Studi-Streik in Kanada
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Melnitz



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Beitrag 31.05. Solidemo für den Studi-Streik in Kanada Antworten mit Zitat
Solidemo für den Studi-Streik in Kanada Do. 31.5. 18h Zürich

In Kanada entwickelt sich seit mehr als drei Monaten eine lebendige und breite Bewegung, die sich gegen die geplante Erhöhung der Studiengebühren richtet. Auch bei uns soll es zu einer schrittweisen (Achtung, Salamitaktik!) Erhöhung der Gebühren kommen. An der Uni werden vorerst „nur“ 80 Franken gehandelt, an der ETH sollen die Gebühren jedoch verdoppelt werden. Dies kommt daher, dass sich in den vergangenen Jahren die Proteste hauptsächlich auf die Uni beschränkten. Deshalb demonstrieren wir – Studierende der ETH und der Uni gemeinsam – gegen die Spaltungspolitik und zeigen uns solidarisch mit den Kämpfenden in Kanada.

Der Ahornblatt-Frühling

Seit nun mehr als 100 Tagen streiken über 100’000 StudentInnen im kanadischen Québec gegen die massive Erhöhung der Unigebühren. Der Bildungsstreik hat sich im Laufe der Zeit zu einer sozialen Bewegung gegen verschlechterte Lebensbedingungen, sprich Kürzungen und gegen die starke Repression und Kriminalisierung der Proteste entwickelt.
Es war Mitte Februar, als verschiedene Studentenvereinigungen gemeinsam beschlossen zu streiken. Am 22. März waren 300‘000 im Streik. Mittlerweile hat sich die Zahl der Streikenden bei 175‘000 eingependelt. Die Regierung versuchte die Mobilisierungen zuerst durch umfassende Desinformationskampagnen zu zerschlagen. Nachdem die Bewegung an Fahrt gewann, versuchte die Regierung sie klein und lächerlich zu machen um sie dann zu ignorieren – was jedoch grossartig scheiterte: Demonstration folgte auf Demonstration. Zuerst originell, festlich und farbig; am 22. März demonstrierten über 200‘000 friedlich. Kinder, Eltern, Grosseltern, ArbeiterInnen, Arbeitslose und StudentInnen hatten sich zusammengetan um von der Regierung eine Rücknahme der Erhöhung der Studiengebühren zu fordern. Alle trugen das „rote Quadrat“ („le carré rouge“) zur Schau, Symbol des Kampfes der StudentInnen. Es war die grösste Demonstration in der Geschichte Québecs. Die Regierung zeigte sich „unbeeindruckt“.
Die brutalen Übergriffe der Polizei zeigten jedoch ein anderes Bild. Die Situation radikalisierte sich von nun an zunehmend. Die Studentenassoziation CLASSE (coalition large pour une solidarité syndicale étudiante) rief dazu auf, die gleiche Sprache wie die Regierung zu sprechen: Es folgten Blockaden, Besetzungen, Riots und weitere Massendemonstrationen auf der einen, viel Gewalt und Verhaftungen auf der anderen Seite. Verschiedene Proteste fanden nun zusammen: So gab es beispielsweise am 22. April erneut eine Monsterdemonstration, die sich nicht nur gegen die Erhöhung der Unigebühren, sondern auch gegen ein regionales Bergbauprojekt richtete. Tags darauf fand die erste Nachtdemonstration statt. Seither gibt es täglich Nachtdemonstrationen. Die Repression hat sich merklich verschärft. Es gibt immer mehr Verletzte und aufrüttelnde Videos krasser Polizeigewalt. Die Regierung fühlt sich jedoch mittlerweile zu Verhandlungen gezwungen. Ab diesem Zeitpunkt – drei Monate nach Beginn der Auseinandersetzungen – berichten auch einzelne Schweizer Medien über die Proteste. Nachdem die NZZ bereits über den Erfolg der Verhandlungen frohlockte, werden die vagen Angebote breit abgelehnt. Resultat: Während 175‘000 StudentInnen nach wie vor streiken, lehnen über 300‘000 das Angebot ab. Zurück auf Feld eins. Das Risiko, dass das nächste Semester annulliert wird, steigt. Statt zu verhandeln setzt die Regierung ihre letzte Waffe ein: Ein Spezialgesetz, welches alle spontanen Demonstrationen und Streikposten für illegal erklärt.
Am 22. Mai, zwei Monate nach der Rekorddemonstration der StudentInnen, gehen zehntausende Personen auf die Strasse und liefern die grösste Demonstration zivilen Ungehorsams in der Geschichte Kanadas. Tatsächlich wurde die Route nicht bekanntgegeben und die Demonstration war damit illegal. Tausende von wütenden Menschen zogen mit Kochkellen und -töpfen bewaffnet lärmend durch die Quartiere Montréals; und zwar unter dem Motto: La grève est étudiante, la lutte est populaire.

http://ch.indymedia.org/de/2012/05/86548.shtml

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29. Mai 2012, 00:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



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Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
31. Mai 2012, 14:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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