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Fermento: Veranstaltungen Juni-Juli

 
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Fermento: Veranstaltungen Juni-Juli
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san



Anmeldedatum: 14.09.2009
Beiträge: 79
Wohnort: in der selbstzerstörerischen todeskultur der westlichen zivilisation

Beitrag Fermento: Veranstaltungen Juni-Juli Antworten mit Zitat
- Abendessen
(Gegen freie Spende zur Unterstützung der Bibliothek)
Mi, 6. Juni, Ab 20:00

- Löwenzahn
Präsentation und Diskussion über die Zeitung „Löwenzahn“
Mi, 13. Juni, Ab 20:00

- Edizioni Anarchismo
Vortrag über den italienischen Verlag, die gleichnamige Zeitschrift und deren Diskurse. Italienisches Essen gegen Spende zur Unterstützung des Verlags.
Sa, 16 Juni, Ab 19:00

- Anarchie (von Errico Malatesta)
Textdiskussion
Mi, 20. Juni, Ab 20:00

- Abendessen
Mi, 4. Juli, Ab 20:00

- Kurzfilm gegen die Gefängnisse
Über das Isolationsregime in Belgien und den Kampf gegen die Gefängnisse. Anschliessend Diskussion.
Sa, 7. Juli, Ab 20:00

- 14 Punkte über die Insurrektion
Textdiskussion
Mi, 18. Juli, Ab 19:00

Öffnungszeiten:
Mittwoch: 17:00 – 21:00
Samstag: 14:00 – 19:00

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as long as civilization exists we are all endangered species!
07. Juni 2012, 16:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
san



Anmeldedatum: 14.09.2009
Beiträge: 79
Wohnort: in der selbstzerstörerischen todeskultur der westlichen zivilisation

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14 Punkte über die 
Insurrektion

(Textdiskussion, 18. Juli, 20:00)
Folgend einige Auszüge aus diesem Text, der aus der 3. Ausgabe der internationalen anarchistischen Zeitschrift „A Corps Perdu“ stammt. Diese wird ab Anfang Juni im Fermento auf Deutsch erhältlich sein.

« Der Insurrektionalismus (oder wie man vor einem Jahrhundert sagte, der Insurrektionismus) ist keine “Strömung”, keine x-te Fraktion oder Abspaltung einer politischen Bewegung:
er ist schlicht und einfach eine Methode. Er ist eine mögliche Methode neben anderen, in konstanter Spannung und Entwicklung begriffen. [...]
Was den “anarchistischen Insurrektionalismus” betrifft, zumindest in der Art und Weise, wie er besonders in Italien diskutiert und theoretisiert wurde, so sollte der insurrektionelle Akt danach streben, eine Struktur der Macht auf kollektive Weise anzugreifen. Die gewählte Struktur ist wohlverstanden ein partielles Ziel, das weder die Gesamtheit der Herrschaftsverhältnisse repräsentieren kann, noch – wurde sie einmal angegriffen – durch ihre Zerstörung oder durch den zugefügten Schaden einen Wandel der sozialen Verhältnisse bedeuten kann. Das Potential liegt im Angriff selbst, im Exempel und in den auf Selbstorganisation und Selbstverwaltung basierenden Inhalten, in dem, was die Struktur repräsentiert und im Organisationsmodell der “insurrektionellen Auflehnung”. [...]
Sich an der Revolte eines Viertels, oder an den Auseinandersetzungen während einer Demonstration zu beteiligen, bedeutet nicht an sich, eine insurrektionelle Methode zu gebrauchen. Ebensowenig, wie alleine bei Nacht eine Struktur oder ein noch so verabscheuenswürdiges Ziel anzugreifen, nicht a priori bedeutet, eine insurrektionistische Methodologie anzuwenden. [...] Die Idee der Insurrektion ist nicht der Aktivismus, und noch viel weniger der Avantgardismus oder die individuelle Aktion, sondern vielmehr eine mit Methode ausgetragene präzise Projektualität, die sich in Entwicklung und in Verbindung mit den bestehenden sozialen Spannungen befindet und auf ein im Voraus festgelegtes Ziel ausgerichtet ist. Innerhalb dieser Perspektive und im Aufbau des „insurrektionellen Momentes“ mögen unterschiedliche Kampfpraktiken angewandt werden (vom individuellen Angriff bis zur Demonstration, vom Streik bis zur Sabotage), diese letzteren sollten aber stets mit dem Ziel in Verbindung stehen und dieses anstreben. Sie sollten, kurz gesagt, eine unmittelbare soziale Verständlichkeit (gegenüber potenziellen Komplizen) haben, sie sollten an die “Temperatur” des Konfliktes angepasst sein (indem sie sowohl die Flucht nach vorne, wie jene nach hinten vermeiden), sie sollten generalisierbar und für alle anwendbar sein. Die Praktiken und die Agitation werden schliesslich zu Propagandamomenten, zu Aktionen, die dazu dienen, den Moment des kollektiven Angriffs vorzubereiten. »

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as long as civilization exists we are all endangered species!
15. Juli 2012, 19:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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