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Zwischenbilanz auf dem Weg zur Revolution (?)
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Zwischenbilanz auf dem Weg zur Revolution (?)
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Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3327

Beitrag Zwischenbilanz auf dem Weg zur Revolution (?) Antworten mit Zitat
Da wir ja jetzt so grausam von der Aussenwelt abgeschnitten und in diesem Forum gefangen sind (vielen Dank auch anonym.to!), könnte man doch ein wenig ein Fazit der Bewegungen in Europa ziehen. Schliesslich gibt es fast zu jedem Land einen Thread. Ich mach mal einen Anfang und hoffe, dass dies dem sehnlichen Wunsch von far und Muoit nach Diskussionen entgegenkommt. Kritik, Widerspruch und Ergänzungen sind also ausdrücklich (!!) erwünscht mr green

Ich arbeite mich da mal Land für Land durch und versuche ein Fazit zu ziehen.


Spanien

In Spanien entwickelt sich eine interessante Dynamik. Noch vor einem Jahr waren wir einerseits von der neuen Form der Versammlung fasziniert, bemängelten aber andererseits den fehlenden Bezug zu Arbeitskämpfen, den Demokratieidealismus und den Anti-Gewalt-Fetisch. Mittlerweile hat sich die 15M-Bewegung m.E. aber als wirkungsvolles Bindeglied zwischen den verschiedenen sozialen Brandherden (Kämpfe um Wohnungen, Arbeitskämpfen, usw.) erwiesen. Sie trägt dazu bei, dass sich die Möglichkeit auftut für die verschiedenen Bewegungen, sich zu vereinen und nicht - wie es die Gewerkschaften und Parteien gerne hätten - jeder separat für sich ein Süppchen kocht. Der Anti-Gewalt-Fetisch scheint seit dem grandiosen Auftritt der Mineros mindestens ansatzweise zur Diskussion gestellt (vgl. die Auseinandersetzungen anlässlich "Ocupa el Congreso"). Der Demokratieidealismus wiegt aber noch immer schwer - "wie ein Alb" - auf den Schultern der Bewegung. Der Kongress sollte ja mit dem Ziel umzingelt werden, die Konstituierung einer neuen - wahrlich demokratischen (!) - Verfassung zu ermöglichen. Die grossen Gewerkschaften (CC.OO und UGT) hoffen, dass sie durch ein Referendum um den lästigen iberischen Generalstreik vom 14. November kommen. Gleichzeitig scheint die Angst vor einem Staatsstreich oder einer richtigen Revolte beim politischen Personal enorm hoch zu sein. Im Vorfeld von "Ocupa el Congreso" warnte ausgerechnet eine abgeordnete des PP vor einem Putsch (der letzte Putsch-Versuch wurden von PP-Anhängern verübt). Mit den enormen Sparprogrammen wird sich der Klassenwiderspruch noch mehr zuspitzen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Bewegung von ihren demokratischen Idealen lösen kann.


Portugal

Während über Spanien ausführlich in den Medien berichtet wurde, galten die PortugiesInnen lange als Musterschüler der Troika. Ab und zu ein Generalstreik, zwei drei Fackeln gegen das Parlament werfen und "O povo unido jamais será vencido" (was übrigens m.E. sehr ähnlich wie das "Asch-schaab jurid isqat an-nizam" aus dem arabischen Raum klingt, wenn es skandiert wird) rufen. Das wars dann. Doch die PortugiesInnen haben mit ihren grossen Protesten im letzten Monat alle überrascht, auch ihre Regierung. Diese hat als erste Regierung überhaupt (!) einen Sparbeschluss (Erhöhung einer Steuer für ArbeiterInnen) zurückgenommen. Natürlich war das nur ein Pyrrhussieg, denn diese Woche wurde eine neue üble Runde von Sparmassnahmen eingeleitet. Im Bewusstsein der Bewegung in Portugal hat es aber zu einem Sprung geführt, soweit ich das einschätzen kann. Die Erfahrung, sich gegen Staat und Kapital durchsetzen zu können, hat für unheimlich viel Schwung und Selbstbewusstsein gesorgt. Gestern war ja nicht nur der Protest vor dem Parlament, vielmehr wollten die Leute gleich das Haus des Premiers stürmen (woran sie von den Bullen natürlich gehindert wurden). Was unheimlich schwierig einzuschätzen ist: Wie ist der Link der Bewegung zu Arbeitskämpfen? Gibt es Streiks? Dafür reicht mein Portugiesisch leider einfach nicht aus. Aus dem verlinkten Text der Anarchos (vgl. Portugal-Thread, 1. Seite) habe ich soviel entnommen, dass sie vor einer Vereinnahmung der Bewegung durch Gewerkschaften und Parteien warnen und die Selbstermächtigung betonen. Es bleibt spannend. Die nächsten mir bekannten Proteste finden am 23. Oktober statt, also nächsten Dienstag. Wiederum soll das Parlament umzingelt werden. Die portugiesische Arbeiterklasse hat das Zeug zum Überraschungsteam der Saison zu werden.

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Phu, schreiben gibt ganz schön viel zu tun. Links zu setzen geht definitiv schneller mr green Ich mache hier mal Pause und werde später weitere Länder ergänzen. Wer will kann ja weiter machen. Oder seine Kritik und Ergänzungen anbringen.

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
16. Oktober 2012, 17:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lazlo wanda



Anmeldedatum: 26.12.2008
Beiträge: 650

Beitrag Re: Zwischenbilanz auf dem Weg zur Revolution (?) Antworten mit Zitat
Danke vielmals für deine Diskussionsbemühungen. Ich hoffe, ich werde in den kommenden Tagen was zu Chile zusammenzufassen.

Vorerst mal das:
Melnitz hat Folgendes geschrieben:
"O povo unido jamais será vencido" (was übrigens m.E. sehr ähnlich wie das "Asch-schaab jurid isqat an-nizam" aus dem arabischen Raum klingt, wenn es skandiert wird)

Falls das stimmt, würde das ein erstaunliches Mass an proletarischer Intelligenz beweisen! ;)

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Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben. Kurt Tucholsky

Jaged mer doch all die Verbänd zum Tüüfel! Zorniger Tramfahrer zur Gewerkschaftspolitik an der "Streik-Versammlung"
16. Oktober 2012, 18:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1066

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Zitat:
Die portugiesische Arbeiterklasse hat das Zeug zum Überraschungsteam der Saison zu werden.


LOL. Hat jedenfalls den ersten Penalty versenkt und ist im Gegensatz zu Griechenland noch nicht vom Abstieg bedroht. Es kommt jetzt alles auf die Stürmer und Dränger an, können sie den Punktevorsprung halten oder muss Portugal wieder in die Defensive während der FC Kapital mehr Druck auf das Mittelfeld ausübt? Wir sehen die neue Siegesstrategie des Kapitals: Druck aufbauen auf dem ganzen Feld, die Gegner gegeneinander ausspielen und dann, wenn die Defensive zusammbricht wegen eines Streits um Foulplay, schnell ein paar Tore versenken. Dagegen muss sich die proletarische Mannschaft schnellstmöglich programmatisch vereinen und mit geschickten Flanken die Aufmerksamkeit aus der Verteidigung auf die Offensive legen!

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argumentum ad baculum
17. Oktober 2012, 08:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



Anmeldedatum: 14.01.2008
Beiträge: 1032

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Schweiz
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Das düstre Loch des Finanzkapital hält sich noch immer wacker. Die Schweiz sei kein bisschen von der Krise betroffen und die doofen Südländer müssten halt auch nicht so einen Seich machen mit ihrem Geld, scheint zumindest die Volksmeinung. Das Proletariat (die Portugiesen aufm Bau, die Deutschen in den Büros, die Italiener und Inder in den Küchen) meckert noch immer nicht, denn im Kaufmannsstaat Schweiz verdienen sie noch immer ein vielfaches verglichen zu anderswo. Die die schon ewig hier sind werden Faschos und überzeugen mit möglichst dummen, fremdenfeindlichen Sprüchen, die Jungen konsumieren ihre Nervenzellen tot und die Alten werden ruhiggestellt. La crise n'existe pas.... - la Suisse

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"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
17. Oktober 2012, 12:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



Anmeldedatum: 31.10.2006
Beiträge: 1497

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Melnitz: Ich bin leider zu sehr in der grauen Abstraktion verloren, um zu deinen Zusammenfassungen was Substanzielles zu sagen... muhaha
Es hat aber auch keine allzu steilen Thesen drin, die direkt auf Widerspruch bei mir stossen.

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Power to the Pöbel!
17. Oktober 2012, 23:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wirken die II



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 208

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Finde es auch gut, dass Melnitz so einen Thread gestartet hat. Supereinstieg auch von Käptn Kiff, der seine ganze literarischen Fähigkeiten spielen lässt.
Der Vorschlag den er macht ...

Zitat:
Dagegen muss sich die proletarische Mannschaft schnellstmöglich programmatisch vereinen und mit geschickten Flanken die Aufmerksamkeit aus der Verteidigung auf die Offensive legen!


... ist die Perspektive. Wie wir das Spiel aufbauen um die geschickten Flanken zu spielen, das wäre doch Erforschens- und Diskussionswürdig. Sozusagen die proletarische Kreativität ins Spiel bringen.
18. Oktober 2012, 18:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1066

Beitrag Antworten mit Zitat
ich mein halt immer noch arbeitswertlehre. wenn ich das begriffen habe kann das jeder. fuck kurz!

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argumentum ad baculum
19. Oktober 2012, 08:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3327

Beitrag Antworten mit Zitat
Käptn Kiff hat Folgendes geschrieben:
ich mein halt immer noch arbeitswertlehre. wenn ich das begriffen habe kann das jeder. fuck kurz!


Marx ist sicher gut für die Bewegung. Es würde aber auch das aktive Intervenieren der radikalen Linken in bestehende Bewegungen erfordern (nicht nur im Internet). Das wurde m.E. in der Occupy-Bewegung viel zu wenig gemacht. Und ob das in Form einer Schulung der Wertlehre wirklich sinnvoll ist, da bin ich mir nicht mehr so sicher. Eher scheint mir der Weg, den man in Spanien oder Oakland gewählt hat, erfolgsversprechend: Die Bewegungen miteinander verbinden und eine gemeinsame Diskussion und Praxis entwickeln. Dabei kommen Diskussionen über Inhalte automatisch auf und dort können Kritiken und Positionen eingebracht werden. Und natürlich soll bei üblen Positionen (wei Zinskritik und ähnliche Scheisse) aktiv interveniert werden.

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20. Oktober 2012, 11:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wirken die II



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 208

Beitrag Antworten mit Zitat
Ich teile die Meinung von Melnitz vollumfänglich, insbesondere auch was seine Einschätzung, dass man vermehrt und vor allem kontinuierlicher in die Occupy-Bewegung hätte intervenieren sollen. Wichtig scheint mir, immer herauszufiltern, wann eine Bewegung, trotz aller bürgerlichen Parolen und Manipulationen von bürgerlichen Organisationen, einen proletarischen Charakter hat. Ich meine, dass man sich auf das Kommunistische Manifest berufen kann, auch wenn heute keinesfalls von irgendwelchen Arbeiterparteien gesprochen werden kann. Die sind m.E. schon alle Mitte 1920er-Jahre zu bürgerlichen Parteien geworden. Was aber die Intervention in die "sozialen" Bewegungen betrifft, so würde ich z.B. die Indignados oder eben die Occupyler benennen, kann man sicher noch auf die historischen Prinzipien des Kommunistischen Manifests zurückgreifen: Kommunistisches Manifest (1848), Kapitel II, Proletarier und Kommunisten
Zitat:
In welchem Verhältnis stehn die Kommunisten zu den Proletariern überhaupt?
Die Kommunisten sind keine besondere Partei gegenüber den andern Arbeiterparteien.
Sie haben keine von den Interessen des ganzen Proletariats getrennten Interessen.
Sie stellen keine besonderen Prinzipien auf, wonach sie die proletarische Bewegung modeln wollen.
Die Kommunisten unterscheiden sich von den übrigen proletarischen Parteien nur dadurch, daß sie einerseits in den verschiedenen nationalen Kämpfen der Proletarier die gemeinsamen, von der Nationalität unabhängigen Interessen des gesamten Proletariats hervorheben und zur Geltung bringen, andrerseits dadurch, daß sie in den verschiedenen Entwicklungsstufen, welche der Kampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie durchläuft, stets das Interesse der Gesamtbewegung vertreten.
Die Kommunisten sind also praktisch der entschiedenste, immer weiter treibende Teil der Arbeiterparteien aller Länder; sie haben theoretisch vor der übrigen Masse des Proletariats die Einsicht in die Bedingungen, den Gang und die allgemeinen Resultate der proletarischen Bewegung voraus.


Was das genau heisst: "sie haben theoretisch vor der übrigen Masse des Proletariats die Einsicht in die Bedingungen, den Gang und die allgemeinen Resultate der proletarischen Bewegung voraus", ich glaube daran müssen wir arbeiten und uns verständigen, damit wir die Arbeiter_innenklasse vorantreiben können.

Übrigens finde ich das mit der Kunst auch wichtig, darum habe ich den Beitrag von Kiff gut gefunden. Die Kunst hat ja vielleicht als Hauptaufgabe nicht eine direkte politische Funktion, kann aber die Sinne öffnen für die Entfremdung, in der der Kapitalismus die Menschheit gegenüber ihrem Menschsein hält. Dazu aber vielleicht später noch mehr...
20. Oktober 2012, 20:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3327

Beitrag Antworten mit Zitat
Wal Buchenberg versucht sich mit einer (natürlich unvollständigen) Chronik für das Jahr 2012. Zugleich auch ein Blick auf den Stand der Bewegungen:

Das Jahr 2012 aus der Froschperspektive

Sein Fazit:

Zitat:
Das Jahr begann mit der Hoffnung, dass das Jahr 2012 zum Jahr einer europäischen Protestbewegung werde. Die Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Die Protestbewegungen haben überall zugenommen, blieben aber in allen Ländern politisch gespalten und haben die europäische Ebene nicht wirklich erreicht.

Auf ein Neues!


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18. Dezember 2012, 00:28 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wirken die II



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 208

Beitrag Antworten mit Zitat
Was macht man eigentlich in Zeiten, wo die Klasse sich nicht besonders kampflustig zeigt. Der untenstehende Artikel versucht aufzuzeigen, dass die Diskussion und Bilanzierung eines Kampfzyklusses aber vor allem die Aneigung des theoretischen Erbes der ArbeiterInnenklasse eine Möglichkeit darstellt, sich auf kommende Kämpfe vorzubereiten.

http://de.internationalism.org/node/2384

Die Organisation des Proletariats außerhalb Zeiten des offenen Kampfes (Arbeitergruppen, Kerne, Zirkel, Komitees)
30. März 2013, 13:48 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3327

Beitrag Antworten mit Zitat
Hmm...

http://vimeo.com/64288166

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25. April 2013, 20:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
minino
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Wohnort: Kt. Zug

Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
Die Protestbewegungen haben überall zugenommen, blieben aber in allen Ländern politisch gespalten und haben die europäische Ebene nicht wirklich erreicht.


Problem ist auch, dass oft ungenügend Information da ist, es wird kaum berichtet über die ganzen laufenden Sachen, will man Wissen wo gerade gekämpft wird, muss man das selber rausfinden/recherchieren. Wenn das nicht bekannt ist, sind solche Bewegungen schnell isoliert... Da sind so Informationssammlungen schon wichtig, über Foren, Blogs, Facebook, aber genügt halt nicht.

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Nein, nein, wir wollen nicht eure Welt, wir wollen nicht eure Macht, und wir wollen nicht euer Geld,
wir wollen nichts von eurem ganzen Schwindel hören, wir wollen euren Schwindel zerstören!
28. April 2013, 21:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3327

Beitrag Antworten mit Zitat
Wallerstein goes Beverly Silver:

“End of the Road for Runaway Factories?”

Zitat:
Wallerstein briefly describes the structural limits to ‘global re-location’ of production as we have witnessed it during the last four decades and as it has first undermined the strong-holds of workers in the global North and created at the same time the material foundation for a global cycle of struggles.


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11. Mai 2013, 14:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wirken die II



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 208

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Erklärung einer Arbeitergruppe in Alicante, Spanien, zum Generalstreik (oder Massenstreik versus Generalstreik-Paraden)

Zitat:
Es gab einen großen Drang zur Selbstorganisation in Generalversammlungen, selbst in Bewegungen, die sehr embryonal und oft diffus waren. Doch dann kehrten die Gewerkschaften und die linken Organisationen auf die Bühne zurück, wobei sie von einer Ermattung und einem Rückgang in der Massenmobilisierung profitierten, und führten die Mobilisierungen auf ausgetretene Pfade: Mobilisierungen, die gut kontrolliert, alles andere als einig, partikularistisch und demotivierend sind, nichts gewinnen und die Teilnehmer ermüdet und isoliert zurücklassen. Angesichts all dessen denken wir, dass die Nicht-Beteiligung der Mehrheit der ArbeiterInnen an Mobilisierungen, die sie als fremd gegenüber ihren Interessen betrachten, vollkommen logisch ist. Und es ist ganz normal, dass wir uns nun in einem Denkprozess befinden.


http://de.internationalism.org/Weltrevolution177_arbeitergruppealicante
11. Juli 2013, 08:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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