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Linke Hochschultage ab sofort!

 
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Linke Hochschultage ab sofort!
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far



Anmeldedatum: 25.06.2005
Beiträge: 5481

Beitrag Linke Hochschultage ab sofort! Antworten mit Zitat
http://linketage.blogsport.de

Von der Eiszeit-Page:
Zitat:
Vom 21. bis 24. November finden in Zürich die ersten Linken Hochschultage statt – Voraussichtlich im Gebäude der ehemaligen Pädagogischen Hochschule an der Schönberggasse 1. Von den über zwei Dutzend Veranstaltungen, die in diesem Rahmen stattfinden, möchten wir nachfolgende ausdrücklich zum Besuch empfehlen:

Zitat:
Wildcat
Materialien gegen die Individualisierung – Betriebserfahrungen von den 70er Jahren bis heute
Donnerstag, 22. November 2012 I 16:15-17:45
Wo kritische Wissenschaft aufs Ganze geht, entfaltet sie Wirkung jenseits akademischer Zirkel. Wildcat – zu Deutsch „wilder Streik“ – ist eine mehrsprachige Zeitschrift aus Deutschland, die sich mit den unterschiedlichen Aspekten des Arbeits- und Klassenkampfs auseinandersetzt. Neben theoretischen Reflexionen bietet die Zeitschrift einen steten Informationsfluss zu aktuellen Kämpfen weltweit und stellt damit einen wichtigen Bestandteil des Informations- und Solidaritätsaustauschs in der fortschrittlichen Bewegung dar. An Wildcat zeigt sich, dass das enge Zusammenspiel von kritischer Forschung und emanzipatorischer Intervention längst Tatsache ist.

Ankündigungstext
Mehr zu Wildcat

Tomasz Konicz
Eurokrise, neuste Etappe im Krisenprozess des Kapitalismus
Donnerstag, 22. November 2012 I 19:45-21:15
Solange das Ganze der Gesellschaft überwiegend einer kapitalistischen Logik unterworfen ist, bleibt es ein krisenhaftes Ganzes. Und diese Krisenhaftigkeit hat eine lange Geschichte, die zu erinnern die Aufgabe eines kritischen Journalismus und einer kritischen Wissenschaft darstellt. Tomasz Konicz ist freier Journalist und lebt in Poznań, Polen. Er schreibt regelmässig Artikel in verschiedenen linken Zeitungen und gilt als Experte für die Einflüsse der Krise auf die europäischen Staaten. So berichtet er immer wieder über die aktuellen politischen Vorgänge und über das Aufkommen neuer nationalistischer und neofaschistischer Bewegungen in Osteuropa. Daneben beschäftigt er sich intensiv mit der Analyse der aktuellen Krise, zu der er eine Artikelsammlung veröffentlicht hat, die es als E-Book beim Internetportal Telepolis zu kaufen gibt. In seinem Referat wird Konicz darlegen, warum die aktuelle Eurokrise nichts Neues ist, sondern nur eine weitere Etappe eines langfristigen Krisenprozesses des Kapitalismus darstellt.

Mehr zu Thomas Konicz

Ali Schirasi
Die wirtschaftliche und politische Struktur des Staates, die aktuelle Krise und die vielfältigen Formen des Widerstands im Iran
Freitag, 23. November 2012 I 13:00-14:30
Ali Schirasi war jahrelang im Iran politisch aktiv. Nach mehrjährigen Haftstrafen gelang ihm die Flucht nach Deutschland, wo er heute als Schriftsteller lebt. In diesem Jahr erschien sein neustes Buch, „Die Wüste glimmt“, das sich mit dem Thema der gesellschaftlichen Emanzipation auseinandersetzt. Schirasi wird über die wirtschaftliche und politische Struktur des Irans sprechen. Zudem wird er auf die Krise, die im Iran massiv zu spüren ist, sowie auf die Formen des Widerstands der Studierenden wie auch anderer Gesellschaftsgruppen eingehen. Dabei soll es auch um die Frage gehen, inwiefern sich kritische Bewegungen in Europa mit anderen Bewegungen zusammenschliessen können und was das Ziel einer gegenseitigen Unterstützung sein könnte.

Mehr zu Ali Schirasi

Solale Schirasi
Die Rolle der Frau in der iranischen StudentInnenbewegung und im politischen Widerstand
Freitag, 23. November 2012 I 14:30-16:00
Die Schriftstellerin und Feministin Solale Schirasi war in der iranischen StudentInnenbewegung aktiv und verfügt bis heute – von ihrem politischen Exil in Deutschland aus – über viele Kontakte in ihr Herkunftsland. Vor dem Hintergrund ihrer Informationen zur aktuellen politischen Lage im Iran wird sie zur Rolle der Frau in der iranischen StudentInnenbewegung und im politischen Widerstand sprechen und damit auf ein Thema eingehen, welches von den etablierten Medien häufig vernachlässigt wird.

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Bernhard Schmid
Der Arabische Frühling. Soziale Hintergründe und aktuelle Entwicklung
Freitag, 23. November 2012 I 18:15-19:45
Bernhard Schmid arbeitet als Jurist in Paris und engagiert sich nebenberuflich als Journalist und Autor. Hierbei zeichnet er sich insbesondere mit seiner Kenntnis der extremen Rechten in Frankreich und der Entwicklungen im arabischen Raum aus. In seinem Referat wird Schmid einen Einblick in aktuelle Entwicklungen im Nachgang zum „Arabischen Frühling“ geben. Im Gegensatz zu den Artikeln gängiger Zeitungen, die die Revolten im arabischen Raum häufig als Effekt neuer Medien und Kommunikationsmechanismen charakterisieren, macht Schmid auf die sozialen Hintergründe der Aufstände aufmerksam.

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Rainer Thomann
Soziale Kämpfe in Griechenland
Samstag, 24. November 2012 I 14:30-16:00
Ein gesellschaftliches Ganzes, das in seiner Komplexität kritisch analysiert werden muss – und dann, wo beginnen? Das Kapital ist ohne Arbeit nichts, wieso also nicht dort beginnen, wo sie stattfindet. Rainer Thomann ist langjähriger Aktivist im Bereich Arbeitskämpfe. Hierzu hat er in verschiedenen Büchern seine Erfahrungen niedergeschrieben. Er setzt sich seit Jahren für eine fortschrittliche Gesellschaft ein und unterstützt, wo immer er kann, die Versuche von Arbeiterinnen und Arbeitern, selbst die Kontrolle über ihre Fabriken zu übernehmen. Vor einigen Monaten besuchte Thomann Griechenland und nahm an verschiedenen sozialen Kämpfen teil. In seinem Referat wird er seine Erfahrungen schildern.

Christian Frings
Die Einordnung der Krise unter weltsystemtheoretischer Sichtweise
Samstag, 24. November 2012 I 18:15-19:45
Das kapitalistische Ganze ist immer ein globalisiertes und globalisierendes Ganzes. Dieser Prozess ist zwar krisenhaft als ganzer, seine Krise schlägt aber lokal nicht überall gleich ein und an. Christian Frings ist Aktivist, Übersetzer und gesellschaftskritischer Theoretiker. Er tritt regelmässig als Referent in verschiedenen politischen Zusammenhängen auf und gilt als Experte der marxistischen Kapitalismusanalyse. Er übersetzte viele Werke des englischsprachigen marxistischen Geographen David Harvey ins Deutsche und machte diese somit einem grösseren Publikum zugänglich. An den Linken Hochschultagen versucht Christian Frings die aktuelle Krise unter weltsystemtheoretischen Überlegungen zu fassen.

http://eiszeit.nfshost.com/wordpress/?p=949

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Um einen Widerstand zu brechen, braucht es Gewalt, aber wenn der Widerstand hält, ist es die Gewalt, die zerbricht.
22. November 2012, 13:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

Beitrag Antworten mit Zitat
Da hats aber jemandem gefallen mr green Aus altbekannten Gründen (nach einer Weile wird der Artikel kostenpflichtig auf der Seite der JW) hab ich den ganzen Artikel hier reingestellt.

Zitat:
27.11.2012 / Feuilleton / Seite 12

Letzter freier Platz

Theorie und Praxis in Zürich: Die ersten »Linken Hochschultage«

Von Tomasz Konicz

Hunderte von Studenten fanden sich am vergangenen Wochenende in überfüllten Vortragssälen der ehemaligen Pädagogischen Hochschule Zürichs ein. Bei den ersten »Linken Hochschultagen« wurde noch der letzte freie Platz auf Fensterbänken oder auf dem Fußboden besetzt. In stickiger Luft konnten sich die Referenten nur mühsam verständlich machen. Auf den Fluren des seit Monaten leerstehenden Gebäudes mußten Terminänderungen mit dem Megaphon durchgesagt werden. Diese Szenerie gemahnte an den Bildungsnotstand in den meisten Hochschulsektoren Europas.

Die Initiative zur Organisierung der viertägigen »Linken Hochschultage« ging von dem linken Bündnis »Uni von unten« aus, dessen Aktivisten ihre politischen Differenzen hintan stellten. Es sei ein »Einzelpersonenbündnis für eine linke Hochschulpolitik« initiiert worden, um den breiten »Bündnischarakter« der Veranstaltung zu unterstreichen, erklärte der Aktivist Jonas Frick gegenüber jW. Die Hochschultage zielten einerseits auf eine fundamentale »Kritik am bürgerlichen Hochschulbetrieb« ab, unterstrich die Aktivistin Dominique Grindaux. Andererseits solle mit der Veranstaltung der »Kampf um selbstbestimmte Räume« wie das leerstehende Gebäude der ehemaligen Pädagogischen Hochschule forciert werden, damit sich dort kritische Forschung entfalten könne.

Und so fanden von Mittwoch bis Samstag zahlreiche Vorträge und Workshops unter dem Motto »Krise, Analyse, Widerstand« statt, die eine heterogene linke Theoriebildung und Praxis abdeckten. Von wertkritischen Referenten über linksradikale Zusammenhänge wie Wildcat, die pazifistische »Gruppe Schweiz ohne Armee« bis zum linkskeynesianischen Publizisten Philipp Löpfe reichte das politische Spektrum. Etliche Veranstaltungen thematisierten die sozialen und politischen Kämpfe im globalen Süden, wie die gewalttätigen Auseinandersetzungen um die Wasserressourcen in der Türkei, die Lage im Iran, oder die Aufstandsbewegung in Indien. Der Publizist und Anwalt Bernhard Schmid (Paris) referierte über den »arabischen Frühling«, wobei hier die in der bürgerlichen Berichterstattung unterbelichtete Rolle der arabischen Linken und der Arbeiterbewegung stärker beleuchtet wurde. Laut Schmid konnte bislang überall dort zumindest eine unblutige »Enthauptung« der früheren Regime erreicht werden, wo es ausgeprägte autonome Organisationsstrukturen der Arbeiterbewegung gegeben habe – wie etwa in Tunesien.

Auch die akademische Linke war vertreten: In einem brechend vollen Vortragssaal referierte etwa Freerk Huisken (Bremen), emeritierter Professor für Politische Ökonomie des Ausbildungswesens, zu den Deformationen des Bildungswesens im Kapitalismus. Es sei gerade die ideologisierte »Chancengleichheit«, die im bürgerlichen Bildungsbetrieb für die soziale Selektion entlang der Klassenschranken sorge, da die Schüler aufgrund ihrer unterschiedlichen klassenbedingten Sozialisierung auch divergente Lernvoraussetzungen mitbrächten, so Huisken.

Neben der Theoriearbeit bekamen die Teilnehmer der »Linken Hochschultage« am Donnerstag auch Gelegenheit zur antimilitaristischen Praxis. Aus Anlaß eines Gastvortrags, den der NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen an der Universität Zürich hielt, zogen rund zweihundert Demonstranten vor das nahegelegene Uni-Hauptgebäude, um gegen das interventionsfreudige westliche Militärbündnis lautstark zu protestieren. Es sei unerträglich, daß die Universität Zürich, die ansonsten das Image einer liberalen Lehranstalt pflege, nun einem »Neoimperialisten wie Rasmussen« ein Forum biete, erklärte Dominique Grindaux gegenüber jW. Der NATO-Chef forderte bei seiner von Feuerwerkskörper-Explosionen begleiteten Rede die Schweiz auf, »nicht im Abseits zu stehen« und sich stärker an »Operationen« der NATO zu beteiligen.

http://www.jungewelt.de/2012/11-27/020.php


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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
27. November 2012, 12:27 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ratatoskr



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Beiträge: 565
Wohnort: walhall

Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
Die ersten Linken Hochschultage sind vorbei. Zwischen dem 21. und 24. November fanden im leerstehenden Gebäude an der Schönberggasse 1 über 30 Referate und Workshops statt. Wir danken allen Helferinnen und Helfern und hoffen, dass die Veranstaltungen interessant waren. Die Linken Hochschultage haben nicht nur einen grossen Überblick über aktuelle kritische Forschung geliefert, sondern auch mögliche Perspektiven aufgezeigt. Dementsprechend werden wir uns auch zukünftig für eine emanzipierte Gesellschaft einsetzen und dafür kämpfen, dass der universitäre Alltag nach unseren Interessen gestaltet wird.


Um auch denjenigen, die nicht an allen Veranstaltungen teilnehmen konnten, die Möglichkeit zu geben, sich mit dem vorgetragenen auseinanderzusetzen, stellen wir verschiedene Texte und Mitschnitte der Referate zur Verfügung.



http://linketage.blogsport.de/2012/12/02/12/#more-12

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Das ist die Verrücktheit einer Gesellschaft, die sich von einem Sachzwang bestimmen lässt, der nur existiert, weil ihn die einen selbst praktizieren und die anderen sich ihn aufherrschen lassen.
03. Dezember 2012, 15:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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