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FERMENTO: Veranstaltungsprogramm Mai-Juni 2013

 
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FERMENTO: Veranstaltungsprogramm Mai-Juni 2013
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san



Anmeldedatum: 14.09.2009
Beiträge: 79
Wohnort: in der selbstzerstörerischen todeskultur der westlichen zivilisation

Beitrag FERMENTO: Veranstaltungsprogramm Mai-Juni 2013 Antworten mit Zitat
Monatsprogramm Mai-Juni 2013

- Abendessen
(Gegen Spende)
Mi, 8. Mai, ab 20:00

- Anarchistische Propaganda
Diskussion
Mi, 15. Mai, 20:00

- Ermittlungen gegen einen uber jeden verdacht erhabenen bürger
Film
Mi, 22. Mai, 20:00

- Sabaté
Vortrag und Diskussion
Sa, 25. Mai, Ab 19:00

- Abendessen
(Gegen Spende)
Mi, 5. Juni, ab 20:00

- Barbarische Gedanken
Textdiskussion
Sa, 15. Juni, 19:00

- Albert Libertad
Vortrag und Diskussion
Sa, 29. Juni, 19:00




Anarchistische Propaganda
Diskussion
Mittwoch 15. Mai, 20:00

Als Anarchisten haben wir das Verlangen, unsere Ideen sozial zu verbreiten und zu propagieren, auf dass sie in den Köpfen gären, Beziehungen umwälzen und zur Revolte antreiben. Für diese Propaganda gibt es zahlreiche Mittel: Diskussionen, Flugblätter, Plakate, Zeitschriften, etc. Ausgehend von den verschiedenen Erfahrungen, die in diesem Bereich gemacht wurden, im Spezifischen mit mehreren anarchistischen Zeitungsprojekten (Löwenzahn, Meuterei, Aufruhr; alle jeweils im Fermento auffindbar), möchten wir an diesem Abend über die Frage der anarchistischen Propaganda diskutieren. Wie sehen wir die Propaganda heute und was hat sich im Vergleich zu früher verändert? Welche Rolle spielt die Entfremdung durch die Kommunikationstechnologien und wie wollen wir dem begegnen? Auf welchen Wegen und mit welchen Mitteln wollen wir kommunizieren? An wen wollen wir uns wenden? Und vor allem, was wollen wir sagen?

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Ermittlungen gegen einen Über jeden Verdacht erhabenen Bürger
Film
 I, Elio Petri, 1970, 112 min
(Italienisch mit deutschen Untertiteln)
Mittwoch 22. Mai, 20:00

Ein Polizeikommissar begeht einen Mord und lenkt absichtlich alle Spuren auf sich, wird aber, trotz seiner Bemühungen, einfach nicht gefasst. Er spielt seine Position als “über jeden Verdacht erhaben” aus und testet, wie weit er gehen kann, ohne für verdächtig gehalten zu werden…

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Sabaté
Vortrag und Diskussion
Samstag 25. Mai, 20:00

Francisco Sabaté Llopart wurde 1921 in Hospitalet, in der Umgebung von Barcellona geboren. Bereits ab sehr jungen Jahren wies er eine starke Unabhängigkeit auf, die ihn folglich dazu antrieb, gegen die Autorität zu rebellieren und seine anarchistischen Ideen zu entwickeln. Daraufhin trat er der CNT (der anarchosyndikalistischen Zentrale) bei, von der er, trotz der zahlreichen Konflikte, die später aufkommen werden, bis zum Ende seines Lebens Mitglied bleiben wird. Sabaté lebte ein abenteuerreiches Leben, das ihn dazu brachte, bei zahlreichen Ereignissen in der Geschichte des Anarchismus auf der iberischen Halbinsel präsent zu sein. Von den Insurrektionen von 1933 gegen die Republik, über den Bürgerkrieg, bis dahin, sich bewaffnet im Kampf gegen das Franco-Regime zu befinden.
Seine wagemutigen Aktionen und seine Unaufgreifbarkeit machten ihn zum Protagonisten regelrechter Volksmythen, die auch nach seinem Tod noch fortdauern.
Durch die Geschichte von Sabaté beabsichtigen wir auch, gemeinsam über diese historische Periode des spansichen Anarchismus zu diskutieren, nicht so sehr, um über Geschichte zu sprechen, um einfache Kritiken und Hypothesen aufzustellen, wie die Dinge anders hätten laufen können, sondern, um zu sehen, was uns diese Erfahrungen heute sagen können, mit ihren Grenzen und ihren Perspektiven, indem wir auf den Kritiken aufbauen, die in dieser Bewegung bereits bestehen. Einige der Fragen, über die wir uns gemeinsame auseinandersetzen wollen, wären beispielsweise: die Politik der antifaschistischen Einheitsfront, und somit die Beteiligung der Anarchisten in Fronten mit anderen politischen Kräften, mit allen Konsequenzen, die das mit sich bringen kann (die Verwandlung der Revolution in einen Bürgerkrieg, die Teilnahme an der Regierung, der „politische“ Kampf innerhalb dieser antifaschistischen Front, der schliesslich zum Massaker vieler Anarchisten durch andere politische Kräfte führen wird, sowohl an der Front wie hinter den Frontlinien, usw.), die Organisation und ihre Konsequenzen (wie waren die Anarchisten organisiert? Welche Grenzen hatte diese Art von Organisation?), die Projektualität (was bedeutet es, eine Projektualität zu haben? Wie kann sie vorangetragen werden?), usw.
Referenz: Antonio Téllez Solà, Sabaté, Guerrilla urbaine en Espagne (1945-1960), Editions Repères-Silena, Toulouse, 1990. (auch auf Deu. und Itl. im Fermento)

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Barbarische Gedanken
Textdiskussion
Samstag, 15. Juni, 19:00

Wir wollen über den Text „Barbarische Gedanken: über eine revolutionäre Zivilisationskritik“ von Wolfi Landstreicher diskutieren und auf ein paar Fragen, die er darin eröffnet, vertiefter eingehen. Der Text ist als Broschüre im Fermento erhältlich. Ein kurzer Auszug:
„Ich bin überzeugt, dass eine revolutionäre Kampfansage an die aktuelle soziale Ordnung notwendigerweise eine Kampfansage an die letzten zehntausend Jahre institutioneller Entwicklung sein muss, welche erstere hervorgebracht hat. Kurz, revolutionäre Kritik muss auf die Zivilisation selbst zielen. Aber was genau heisst das?
[...]„Zivilisation“ ist ein verwirrendes Wort. [...] Ein verwirrender Punkt ist, dass sich viele Menschen die „Zivilisation“ als einzelne Entität vorstellen, welche sich durch die Zeit hindurch entwickelt hat. Diese Auffassung hat ihre Ursache im Mythos des Fortschritts, durch den die moderne westliche Zivilisation, die heute die Welt dominiert, gerechtfertigt und idealisiert wird... Aber diese Idee einer einzigen Zivilisation, die sich entlang eines einzigen Pfades entwickelt hat, ist Teil der Fortschrittsideologie, und eine revolutionäre Kritik muss darauf achten, diese Falle zu meiden, denn sie kann leicht in eine Perspektive führen, die eher eine Umkehrung des Fortschrittskonzepts ist, als eine Zurückweisung dieses Mythos...“


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Albert Libertad
Vortrag und Diskussion
Samstag 29. Juni, 19:00

Albert Libertad war jemand, der kein Blatt vor den Mund nahm. Er sagte stets gerade heraus, was er dachte, sei es auf den Strassen von Paris des anbrechenden 20. Jahrhunderts oder in den verschiedenen Versammlungen und Diskussionen. Seine direkte Sprache, mit der er seine anarchistischen Ideen verfocht (auch gegen ihre Verstümmelungen von innerhalb der Bewegung) und zur Revolte anstachelte, prägte die Pariser Anarchisten zu dieser Zeit und provozierte viele Diskussionen.
Während wir im letzten Fermento-Programm (März-April) bereits einen kleinen Artikel über Libertad publizierten, möchten wir an diesem Abend mit einem Vortrag etwas vertiefter auf sein Leben, seine Ideen und seine Agitation eingehen, um darüber zu diskutieren und vielleicht Inspirationen und Lektionen für die Gegenwart darin zu finden.
Dazu wird ausserdem ab dem 15. Juni im Fermento eine Broschüre mit einigen übersetzten Artikeln von ihm erhältlich sein, die damals in der Zeitung L‘Anarchie publiziert wurden.

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FERMENTO
- Bibliothek (Bücher zur Ausleihe oder zur Konsultation vor Ort)
- Archiv (Alte und aktuellere Zeitungen, Publikationen u and Agitationsmaterialien aus verschiedenen Ländern, Dokumentationen zu sozialen Kämpfen, etc.)
- Distribution (Aktuelle Publikationen, Broschüren, Flugblätter, Plakate, etc.)
In Deutsch, Italienisch, Französisch, Englisch und anderen Sprachen
- Kopierer und Arbeitsfläche
- Kaffee, Tee und anderes
Für Kontakt, Fragen, oder um über Veranstaltungen informiert zu bleiben:
bibliothek-fermento [at] riseup [.] net
www.fermento.noblogs.org

Offnongszeiten Bibliothek:
Mittwoch: 17:00 - 21:00
Samstag: 14:00 – 19:00

Kafi Schwarz:
Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat öffnet das Kafi Schwarz 
Raum für neue Begegnungen, inspirierende Diskussionen und gemütliches 
Beisammensein – natürlich immer mit Kaffee und Kuchen. Kommt vorbei!
Mai: 9. und 23., 15:00-19:00 - April: 13. und 27., 15:00-19:00

Lage:
Rosengartenstrasse 10, 8037 Zürich
Tram 13 bis „Wipkingerplatz“
Bus 46 bis „Rosengartenstr.“
oder Zug bis „Bahnhof Wipkingen“

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Spenden an:
Fermento Zürich
Konto Nr.: 60-684900-4
IBAN: CH55 0900 0000 6068 4900 4
BICC: POFICH BEXXX
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06. Mai 2013, 17:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
san



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Mittwoch 22. Mai, 20:00

Ein Polizeikommissar begeht einen Mord und lenkt absichtlich alle Spuren auf sich, wird aber, trotz seiner Bemühungen, einfach nicht gefasst. Er spielt seine Position als “über jeden Verdacht erhaben” aus und testet, wie weit er gehen kann, ohne für verdächtig gehalten zu werden…

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22. Mai 2013, 14:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Samstag 25. Mai

Francisco Sabaté Llopart wurde 1921 in Hospitalet, in der Umgebung von Barcellona geboren. Bereits ab sehr jungen Jahren wies er eine starke Unabhängigkeit auf, die ihn folglich dazu antrieb, gegen die Autorität zu rebellieren und seine anarchistischen Ideen zu entwickeln. Daraufhin trat er der CNT (der anarchosyndikalistischen Zentrale) bei, von der er, trotz der zahlreichen Konflikte, die später aufkommen werden, bis zum Ende seines Lebens Mitglied bleiben wird. Sabaté lebte ein abenteuerreiches Leben, das ihn dazu brachte, bei zahlreichen Ereignissen in der Geschichte des Anarchismus auf der iberischen Halbinsel präsent zu sein. Von den Insurrektionen von 1933 gegen die Republik, über den Bürgerkrieg, bis dahin, sich bewaffnet im Kampf gegen das Franco-Regime zu befinden.
Seine wagemutigen Aktionen und seine Unaufgreifbarkeit machten ihn zum Protagonisten regelrechter Volksmythen, die auch nach seinem Tod noch fortdauern.
Durch die Geschichte von Sabaté beabsichtigen wir auch, gemeinsam über diese historische Periode des spansichen Anarchismus zu diskutieren, nicht so sehr, um über Geschichte zu sprechen, um einfache Kritiken und Hypothesen aufzustellen, wie die Dinge anders hätten laufen können, sondern, um zu sehen, was uns diese Erfahrungen heute sagen können, mit ihren Grenzen und ihren Perspektiven, indem wir auf den Kritiken aufbauen, die in dieser Bewegung bereits bestehen. Einige der Fragen, über die wir uns gemeinsame auseinandersetzen wollen, wären beispielsweise: die Politik der antifaschistischen Einheitsfront, und somit die Beteiligung der Anarchisten in Fronten mit anderen politischen Kräften, mit allen Konsequenzen, die das mit sich bringen kann (die Verwandlung der Revolution in einen Bürgerkrieg, die Teilnahme an der Regierung, der „politische“ Kampf innerhalb dieser antifaschistischen Front, der schliesslich zum Massaker vieler Anarchisten durch andere politische Kräfte führen wird, sowohl an der Front wie hinter den Frontlinien, usw.), die Organisation und ihre Konsequenzen (wie waren die Anarchisten organisiert? Welche Grenzen hatte diese Art von Organisation?), die Projektualität (was bedeutet es, eine Projektualität zu haben? Wie kann sie vorangetragen werden?), usw.
Referenz: Antonio Téllez Solà, Sabaté, Guerrilla urbaine en Espagne (1945-1960), Editions Repères-Silena, Toulouse, 1990. (auch auf Deu. und Itl. im Fermento)

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24. Mai 2013, 14:38 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Wir wollen über den Text „Barbarische Gedanken: über eine revolutionäre Zivilisationskritik“ von Wolfi Landstreicher diskutieren und auf ein paar Fragen, die er darin eröffnet, vertiefter eingehen. Der Text ist als Broschüre im Fermento erhältlich. Ein kurzer Auszug:
„Ich bin überzeugt, dass eine revolutionäre Kampfansage an die aktuelle soziale Ordnung notwendigerweise eine Kampfansage an die letzten zehntausend Jahre institutioneller Entwicklung sein muss, welche erstere hervorgebracht hat. Kurz, revolutionäre Kritik muss auf die Zivilisation selbst zielen. Aber was genau heisst das?
[...]„Zivilisation“ ist ein verwirrendes Wort. [...] Ein verwirrender Punkt ist, dass sich viele Menschen die „Zivilisation“ als einzelne Entität vorstellen, welche sich durch die Zeit hindurch entwickelt hat. Diese Auffassung hat ihre Ursache im Mythos des Fortschritts, durch den die moderne westliche Zivilisation, die heute die Welt dominiert, gerechtfertigt und idealisiert wird... Aber diese Idee einer einzigen Zivilisation, die sich entlang eines einzigen Pfades entwickelt hat, ist Teil der Fortschrittsideologie, und eine revolutionäre Kritik muss darauf achten, diese Falle zu meiden, denn sie kann leicht in eine Perspektive führen, die eher eine Umkehrung des Fortschrittskonzepts ist, als eine Zurückweisung dieses Mythos...“


der ganze text hier: http://ch.indymedia.org/media/2013/05//89765.pdf

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14. Juni 2013, 14:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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