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Friedensmahnwachen / PEGIDA

 
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Friedensmahnwachen / PEGIDA
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Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

Beitrag Friedensmahnwachen / PEGIDA Antworten mit Zitat
In Deutschland, der Schweiz und wohl bald auch in Österreich hat sich eine Bewegung gebildet, welche die reaktionärsten Impulse der Occupy-Bewegung zu ihrem Inhalt macht: Zinskritik, Verschwörungstheorien und Antisemitismus. In diesem Thread sollen Infos und Texte zu dieser reaktionären "Friedensbewegung" rein, die sowohl die theoretischen Grundlagen kritisieren, als auch über aktuelle Entwicklungen informieren. Mach mal den Anfang.

Zuerst ein Hinweis auf einen älteren Thread, der Texte zu Kritik der Zinskritik enthält:

Zinskritik-Thread

Ein aktuelles Interview mit einem marxistischen Prof mit Spezialgebiet USA der Uni Köln zur Entstehung der Zentralbank der USA, der Federal Reserve (FED). Die FED ist ein zentrales Element der "Theorie" der aktuellen Bewegung. Angeblich soll sie die Geschicke der Welt bestimmen und die Familie Rothschild (!) bestimmend darin. Wie es wirklich war und ist:




Dann zum aktuellen Geschehen und voll rein ins Gruselkabinett: The Worst of Wahnmache 2014, ein Zusammenschnitt von Redebeiträgen an den Friedensmahnwachen in Deutschland.



Die erste Mahnwache in der Schweiz:




Ein Interview mit Jutta Dittfurth zu dieser reaktionären Scheisse:

www.youtube.com/watch?v=2g6DDiOE9kc

Und ein Faktencheck des Lower Class Magazine:

Montagsdemos - der Faktencheck

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)

Zuletzt bearbeitet von Melnitz am 06. Januar 2015, 07:50, insgesamt 3-mal bearbeitet
26. April 2014, 19:12 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raskolnikow



Anmeldedatum: 23.05.2011
Beiträge: 480

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Elsässer faselt mittlerweile auch schon vom Einfluss "der Rothschilds". Aber: it's a long way down. Meine Prognose: in 5 Jahren ist er bei den Protokollen angekommen. mr green

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A slave is one who waits for someone to come and free him. - Ezra Pound
26. April 2014, 20:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

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Das hier kennen wahrscheinlich auch schon viele:

Friedensdemo-Watch

Zitat:
Kritische Begutachtung der sogenannten "Montagsdemos" und ihrer Akteure.


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27. April 2014, 15:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
fräulein else



Anmeldedatum: 14.01.2008
Beiträge: 1032

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hab das video zu zürich nicht ganz durchgeschaut... sind das denn nazis, oder einfach verwirrte 'linke' [hippies, esos, etc]? (im gegensatz zum zusammenschnitt aus deutschland scheint's eher harmlos)

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"Es wird immer schwerer, normal zu sein"
28. April 2014, 01:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

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fräulein else hat Folgendes geschrieben:
hab das video zu zürich nicht ganz durchgeschaut... sind das denn nazis, oder einfach verwirrte 'linke' [hippies, esos, etc]? (im gegensatz zum zusammenschnitt aus deutschland scheint's eher harmlos)


War auch mein Eindruck von aussen. Trotzdem scheinen dort die ganzen Verschwörungstheorien (Chemtrails, FED, etc.) und die Forderungen nach eine "gerechten Geldsystem" (Zinskritik, etc.) ziemlich en vogue zu sein...

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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
28. April 2014, 14:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Käptn Kiff



Anmeldedatum: 12.11.2007
Beiträge: 1069

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so kreuzdemokratische verzichts-heinis.. "wir müssen im kleinen frieden leben, dann kommts auch im grossen gut".. genau! weil das grosse ist ja nur der auswuchs vom kleinen sozusagen, wenn alle bürgerlein sich liebhaben haben sich auch die staaten lieb elvis und was machen die jetzt? EINE KOMMUNE MIT EIGENEM GARTEN NATÜRLICH IST JA LOGISCH! aber das abgestürzte federer-double war dann meine aufmerksamkeit schon wert.

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argumentum ad baculum
29. April 2014, 09:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beiträge: 3354

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Käptn Kiff hat Folgendes geschrieben:
so kreuzdemokratische verzichts-heinis.. "wir müssen im kleinen frieden leben, dann kommts auch im grossen gut".. genau! weil das grosse ist ja nur der auswuchs vom kleinen sozusagen, wenn alle bürgerlein sich liebhaben haben sich auch die staaten lieb elvis und was machen die jetzt? EINE KOMMUNE MIT EIGENEM GARTEN NATÜRLICH IST JA LOGISCH! aber das abgestürzte federer-double war dann meine aufmerksamkeit schon wert.


mr green

Die altbekannten Leute von We Are Change sind auch wieder mit dabei:

http://www.wearechange.ch/news/95-politik-international/4324-friedensmahnwachen-schweiz

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29. April 2014, 10:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beiträge: 3354

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Ingo Stützle mit einem Beitrag über Geld- und Zinskritiker:

Geld- und Zinskritik gegen Fiatgeld?

Zitat:
Seit einiger Zeit wird wieder der Autobauer und Antisemit Henry Ford zitiert: »Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.« Die Geldkritik - wie sie momentan in den Montagsdemos fröhliche Urstände feiert - speist sich aus dem Bedürfnis nach einem krisenfreien Geldsystem und aus dem allerorten anzutreffenden Wunsch nach »Souveränität« - hier nicht gegenüber »Brüssel«, sondern über das Geld. Ihre Kritik richtet sich nicht gegen das Geld an sich, sondern gegen ein Geldsystem, das scheinbar unter der Kontrolle wahlweise falscher PolitikerInnen bzw. dunkler Mächte steht und zudem auf dem sogenannten Fiatgeld basiert - Geld, das keinen Gegenwert habe. Die Lösung: ein neutrales Geldsystem.

Nichtneutral sei das derzeitige Geldsystem deshalb, weil es nicht neutral in die Welt kommt - sondern als ein Schuldverhältnis ohne Gegenwert mit dem Anspruch auf Zinsen. Die Zentralbanken drucken einfach Geld und verleihen es an die Geschäftsbanken, die dafür Sicherheiten hinterlegen müssen. Obwohl also kein echter Wert oder ein eigener Gegenwert zugrunde liegt, können sowohl Zentralbanken als auch Geschäftsbanken durch Zinsen Geld schöpfen. Durch die Geldschöpfung, so die GeldkritikerInnen, sind alle Waren zu teuer (weil Zinsen eingepreist seien), wird durch Kredit zu viel produziert (Folge: Überproduktion) und fließe ein ungerechter Ressourcentransfer von den SchuldnerInnen zu den GläubigerInnen - durch den Zins. Aus Geld wird mehr Geld, ohne dass dafür etwas geleistet wird. Vor diesem Hintergrund fordert Franz Hörmann, der an der Universität Wien lehrt und etwa gerne von Ken Jebsen (KenFM) zum Thema Geld interviewt wird, sogenanntes Informationsgeld, das auf seinen reinen Informationscharakter reduziert wird. In diesem Verständnis ist Geld selbst weder Ausdruck von, noch relevant für die ökonomischen Verhältnisse.

Bereits Marx witzelte, dass in diesen Vorstellungen das Geld auf ein »pfiffig ausgedachtes Auskunftsmittel« reduziert werde. Dabei ist Geld ein gegenständlicher Ausdruck dafür, dass die Vergesellschaftung der Arbeit erst im Nachhinein vonstattengeht, dass sich erst auf dem Markt entscheidet, ob produzierende Arbeit als gesellschaftliche Arbeit anerkannt wird. Die Instanz, die darüber entscheidet, ist das Geld. Allerdings zählt unter der Herrschaft der kapitalistischen Produktionsweise nicht jede Arbeit gleichermaßen als gesellschaftliche, sondern nur die, die mit der durchschnittlichen Produktivität mithalten kann, und weil Arbeit als Lohnarbeit vom Kapital kommandiert wird, nur die, die auch einen durchschnittlichen Profit abwirft.

Weil der Kapitalismus auch die erste Wirtschaftsform ist, in der Wirtschaftswachstum systematisch dazugehört, ist der Kredit nicht mehr das, was die GeldkritikerInnen ihm zuschreiben, nämlich ein Mittel zur Verarmung, Ausbeutung und Herrschaft, sondern ein Mittel zu Vermehrung des Profits und Beschleunigung von Wachstum.

Überproduktion ist in einer Gesellschaft angelegt, die sich nicht darüber verständigt, was sie braucht, sondern in der ex post, anhand von Geld, festgestellt wird, was gebraucht wird. Geld ist nicht Ursache, sondern Ausdruck der ökonomischen Verhältnisse, zumal nicht die Bedürfnisbefriedigung, sondern Profit Zweck der Produktion ist und das Kapital darüber entscheidet, was wie produziert wird und hierbei allein Profit und Marktanteile Kriterien sind.

Kredit ist im Kapitalismus ein Mittel, und das Kapitalverhältnis ist dem Schuldner-Gläubiger-Verhältnis vorgeordnet: Nur wenn Kapital Profitmöglichkeiten hat, nimmt es Kredit auf; ist Kapital nicht kreditwürdig, rückt auch keine Bank Geld raus. Beides ist derzeit sehr gut zu beobachten, und da hilft es auch nichts, dass die Leitzinsen auf einem historischen Tiefstand sind und die Zentralbanken viel Geld an die Banken verleihen - es kommt nämlich gar nicht in den Geldkreislauf.

Die Geldversorgung durch Zentralbanken ist eine historisch-spezifische institutionelle Form, nachdem andere organisatorische Formen zu schweren Krisen geführt haben oder die kapitalistische Dynamik bremsten: So entstand die US-Notenbank Fed, nachdem ein auf Privatbanken basierendes Geldsystem sich als sehr krisenanfällig gezeigt hatte (siehe ak 590), die Deckung von Papiergeld durch Gold wurde aufgehoben, weil sich zeigte, dass die Golddeckung für die expansive kapitalistische Dynamik zu starr und restriktiv ist.

Weder das Geld noch das Geldsystem in Form der Zentralbanken sind also das politische Problem. Dass die Geldkritik zudem antisemitisch anschlussfähig ist, macht es umso wichtiger, sich kritisch mit ihr zu beschäftigen.


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04. Juni 2014, 10:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Aras



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Beiträge: 51

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Wieder mal alle Durchgeknallten zusammen auf einem Haufen:

Zitat:
Reichsbürger, Hooligans und rechte Verschwörungstheoretiker haben in Berlin wieder einmal versucht, einen Feiertag für ihre Zwecke zu missbrauchen. Wie schon am 3. Oktober diesen Jahres, dem Tag der deutschen Einheit, demonstrierten sie auch am 9. November, Tag des Mauerfalls und dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, auf dem Platz zwischen Reichstag und Bundeskanzleramt. Weil sich die rechte Szene uneins ist und sich gegenseitig vorwirft, vom Verfassungsschutz unterwandert zu sein, gab es auf Facebook gleich drei Aufrufe zu Demonstrationen.


http://www.heise.de/tp/artikel/43/43284/1.html
10. November 2014, 18:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



Anmeldedatum: 11.10.2006
Beiträge: 3354

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Hier soll es jetzt um PEGIDA gehen, welche die Stossrichtung der Friedensmahnwachen radikalisiert:

http://www.nzz.ch/international/pegida-weiter-auf-dem-vormarsch-1.18455179

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06. Januar 2015, 07:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
minino
Admin-Dog


Anmeldedatum: 10.08.2005
Beiträge: 2105
Wohnort: Kt. Zug

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Vom Pegida Schweiz Facebook Konto

Zitat:
Liebe Schweizer PEGIDIANER,Am 16.02.2015 findet unser erster Abendspaziergang statt. Nun dürfen wir euch unsere Sprecher/Gäste vorstellen...-Tatjana Festerling (Deutschland), -Edwin Utrecht (Holland), -Susanne Helfenbein (Österreich), -Ignaz Bearth (Schweiz) Ein grosses Dankeschön und wir freuen uns... Bis bald euer Orga-Team PEGIDA Schweiz

kotz

_________________

Nein, nein, wir wollen nicht eure Welt, wir wollen nicht eure Macht, und wir wollen nicht euer Geld,
wir wollen nichts von eurem ganzen Schwindel hören, wir wollen euren Schwindel zerstören!
11. Januar 2015, 03:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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