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Rojava / PKK / Kurdistan

 
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Rojava / PKK / Kurdistan
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Melnitz



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Beitrag Rojava / PKK / Kurdistan Antworten mit Zitat
Jetzt, wo die schlimmsten Angriffe des IS auf Kobanê zurückgeschlagen scheinen, ist es an der Zeit, grundsätzlicher über das soziale Experiment im syrischen Kurdistan nachzudenken. Der Text von Gerhard Hanloser macht dazu einen Anfang:

Zitat:
Genauso nüchtern sollte man die derzeitigen Strukturen Rojavas untersuchen, und man sollte auch nicht außer Acht lassen, dass selbst für die historisch und qualitativ weit fortgeschrittenen Selbstverwaltungsprojekte in Katalonien 1936/37, wo tatsächlich Privateigentum abgeschafft wurde, mittlerweile kritische Untersuchungen vorliegen. Besonders vor dem Hintergrund von Bürgerkrieg und notwendiger Verteidigung sind emanzipatorische Projekte immer von Militarisierung, Arbeitszwangsmaßnahmen und autoritärer Disziplinierung bedroht. Darüber hinaus drängen Kriegsszenarien auch eine Logik des »Der-Feind-meines-Feindes-ist-mein-Freund« auf sowie faule Kompromisse. Doch was es festzuhalten gilt, ist: In den Städten in den nordsyrisch-kurdischen Gebieten gibt es Straßenkomitees, auf denen Stadtteilkomitees aufbauen, die wiederum einen »Volksrat« bilden. Historisch war das Auftauchen von derartigen von unten nach oben aufgebauten Räten immer auch mit der Infragestellung der kapitalistischen Trennung in eigentumslose Klasse und Eigentümerklasse verbunden – ähnliches hört man aus Rojava nicht. Dennoch ist das hohe Maß an Selbstverwaltung und Frauenbeteiligung in der arabischen Welt einmalig, warteten doch viele positiv gestimmte Beobachter aus der Linken vergeblich und voller überzogener Euphorie, dass im »Arabischen Frühling« von Seiten der Proletarier und Subproletarier räteähnliche Strukturen aufgebaut werden.

(...)

Tatsächlich scheinen aber doch andere historische Wirkkräfte diese Veränderung bewerkstelligt zu haben als eine bloße Veränderung der Ideologie im Kopf eines Führers. Die im bewaffneten Kampf gegen die Türkei und andere Kräfte stark vertretenen Frauen haben es geschafft, sich politische Mitwirkung zu erkämpfen, und zwar nicht aufgrund der Subsistenzstruktur, sondern vor dem Hintergrund ihrer Auflösung und der Drohung durch den Islamismus; das Ziel der nationalen Eigenstaatlichkeit, das alle »geschichtslosen Völker« verfolgten, ist historisch mit dem Ende der nachholenden Entwicklungsversprechen, des klassischen Antiimperialismus, des sowjetischen Blocks und seiner Unterstützungsleistungen in weite Ferne gerückt. Lokale Autonomie, Selbstverwaltung und bewaffnet abgesicherter Föderalismus scheinen die Lehren der PKK und YPG aus dieser Situation zu sein.

(...)

Dennoch ist eine Relativierung der Solidaritätseuphorie angebracht. Auch die PYD, so erklärte beispielsweise der syrisch-kurdische Anarchist Shiar Neyo, zeige sich als autoritäre Gang, inhaftiere oppositionelle Gegner, kontrolliere Verpflegung und finanzielle Ressourcen in den kurdischen Gebieten und verteile diese in einer ungerechten Weise auf der Basis der Bevorzugung von Genossen. Blinde Solidarität, auch wenn das Objekt der Solidarität im emanzipatorischen Glanz erscheint, war noch nie gut.

http://jungle-world.com/artikel/2014/46/50916.html


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"We houden er niets van de prietpraat, die in de rest van Nederland gedaan wordt. We zijn er gewoon op de man, een woord is een woord, een hand een hand en een vuist is een vuist." (Hafenarbeiter aus Rotterdam)
14. November 2014, 09:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Endnotes hat einen Text von Il Lato Cattivo übersetzt:

THE "KURDISH QUESTION", ISIS, USA, ETC.

Zitat:
We publish below a translation of “‘Questione curda’, Stato Islamico, USA e dintorni” by the Italian collective Il Lato Cattivo. Though there are limitations to the text (for example it largely ignores the Arab Spring) we think it provides an insightful analysis of recent geopolitical conflict in the Middle East.


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17. November 2014, 10:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Ein Reisebericht aus Rojava selber, noch vor den Angriffen des IS:

Das Experiment Rojava (PDF im Link unten)

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17. November 2014, 10:55 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Aras



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Zitat:
Die Entwicklung des autonomen Rojava wäre ohne die syrische Revolution nicht möglich gewesen, und der Erfolg des Experiments Rojava hängt vom Erfolg der syrischen Revolution insgesamt ab. Die selektive Solidarität der westlichen Linken hingegen reproduziert auf fatale Weise genau jene ethnischen Spaltungen, die die autoritären Regime im Nahen Osten, auch der Assad-Clan, über Jahrzehnte benutzt haben, um ihre Herrschaft zu stabilisieren.

Dabei werden auch die Widersprüche des Experiments Rojava ausgeblendet. So ist PYD mehrfach gegen kurdische AktivstInnen vorgegangen und hat vorhandene Strukturen der Selbstorganisation durch eigene Parteistrukturen ersetzt, was im letzten Jahr in einer Reihe von Städten zu Protesten führte. Der Plan, eine allgemeine Wehrpflicht einzuführen, stieß ebenfalls auf Widerstand (eine Erfahrung, die bereits die SandinistInnen in Nicaragua Ende der 1980er Jahre machen mussten). Der regierende Volksrat ist tatsächlich eher eine Vorfeldstruktur der PYD, und wirkliche Ansätze einer ökonomischen Neuordnung (etwa bei der Landverteilung) wurden bisher nicht unternommen. Das alles spricht nicht gegen das Experiment von Rojava. Vieles, was hier geschieht, ist eine Reaktion auf eine Notsituation, und der Prozess ist offen. Ernsthafte Solidarität muss diese Dinge jedoch im Auge behalten und kritikfähig bleiben, statt sich in Wunschbildern zu ergehen.



https://www.akweb.de/ak_s/ak599/28.htm
19. November 2014, 15:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Melnitz



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Beitrag Antworten mit Zitat
Felix Klopotek stellt ganz viele kritische Fragen:

Unbequeme Fragen

Zitat:
Die euphorische Solidarität der hiesigen Linken mit der PKK und dem Rojava-Kanton verstellt den Blick auf drängende of­fene Fragen. Vielleicht ist das ja auch gewollt.


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20. November 2014, 10:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Aras



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Beitrag Antworten mit Zitat
Zitat:
In wissenschaftlichen, journalistischen und politischen Beiträgen zur Erklärung des Phänomens »Islamischer Staat« (IS) tauchen einige Narrative und Argumentationen immer wieder auf, die viel zu oft unhinterfragt übernommen werden.


http://www.akweb.de/ak_s/ak599/46.htm
21. November 2014, 10:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Text von Il lato cattivo auf Deutsch Antworten mit Zitat
Die „kurdische Frage“, ISIS, USA und vieles mehr:

Zitat:
Man kann weder die gegenwärtige Wende der kurdischen Frage, noch die Entwicklung ihrer politischen Ausdrücke – allen voran der PKK – verstehen, ohne sich mit dem Ende des goldenen Zeitalters eines sozialistischen oder „progressiven“ „Nationalismus von unten“ in der Peripherie und Semi-Peripherie des kapitalistischen Systems und seinen Ursachen zu befassen. Eine solche soziopolitische Perspektive fand ihren Daseinszweck in der Struktur des kapitalistischen Weltsystems zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Krise 1973. Die Grundlage davon war die Trennung zwischen „Zentrum“ und „Peripherie“ – und besonders die rigide, auf einer nationalen Ebene auferlegte Beziehung zwischen ersterem und letzterer – diese Struktur wies ersterem die Ehre und die Last zu, die Akkumulation durch intensive industrielle Entwicklung voranzutreiben, und letzterer die untergeordnete Rolle als Lieferanten billiger Rohstoffe. Der „sozialistische Block“ mit all seinen inneren Konflikten (UdSSR vs. China usw.) war eine geschlossene Zone der Akkumulation, vom Weltmarkt ausgeschlossen und als Anziehungspunkt für alle Versuche der Peripherien dienend, sich von der ihnen zugewiesenen Rolle „abzukoppeln“ (Samir Amin). Die Diversifikation auf der Ebene der gesellschaftlichen Formation erlangte ihren Sinn – wie es in jeder Ära der kapitalistischen Produktionsweise geschieht – einzig und allein in den gegenseitigen Beziehungen innerhalb der internationalen Arbeitsteilung (der „Weltwirtschaft“), deren allgemeine Konsistenz die Möglichkeit eines inneren Konflikts nicht verhinderte: „Die Koexistenz dieser Varianten wurde durch das internationale Geldsystem möglich gemacht, was den nationalen Regulationsmodellen eine gewisse Unabhängigkeit liess. Tatsächlich erlaubten der nach wie vor geringe Anteil des Aussenhandels am BIP, der niedere Grad finanzieller Integration aufgrund der Kontrolle internationaler Kapitalbewegungen und die Fähigkeit zur Entwertung in einem System fixer, aber regulierbarer Wechselkurse einen gewissen Grad an Freiheit bezüglich der Wirtschaftspolitik.“ [11] Sowohl in den kapitalistischen Zentren als auch, obwohl auf eine umgekehrte und symmetrische Art und Weise, in den Peripherien „hatte die Entfaltung der vermittelnden Institutionen somit eine nationale Färbung und erlaubte ihnen die Entwicklung nationaler Anpassungen des fordistischen Wachstumsregimes [oder Unterentwicklung]“.

http://www.kommunisierung.net/spip.php?article30


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
19. Dezember 2014, 15:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Muoit



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Beitrag Antworten mit Zitat
Thank you!

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Power to the Pöbel!
19. Dezember 2014, 17:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
O.B.M.F



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Beitrag Antworten mit Zitat
Muoit hat Folgendes geschrieben:
Thank you!


Ebenfalls!

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Wenn ich dabei tanzen muss, ist es nicht meine Revolution.
19. Dezember 2014, 22:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Gilles Dauvé zu Kurdistan Antworten mit Zitat
Ein englische Übersetzung von Dauvés Text zu Kurdistan: https://libcom.org/news/kurdistan-gilles-dauv%C3%A9-17022015?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

Französisch: http://ddt21.noblogs.org/?page_id=324

Spanisch: http://www.editorialklinamen.net/kurdistan/

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17. Februar 2015, 22:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Anarchistische Föderation GB zu Rojava Antworten mit Zitat
Ein kritischer Artikel zu Rojava von der Anarchistischen Föderation Grossbritanniens:

Zitat:
Von einem Strukturwandel in der PKK, von einer extrem zentralisierten Struktur mit Ocalan an der Spitze der Pyramide hin zu einer libertären föderalistischen Organisation, die von den Mitgliedern kontrolliert wird, gibt es keine Belege, dass dies wirklich passiert ist. Der „demokratische Konföderalismus“ der PKK wird von Ocalan beschrieben als „ein System, das die religiösen, ethnischen und Klassenunterschiede in der Gesellschaft mit einbezieht“. Mit anderen Worten, das Klassenverhältnis wird in keiner Weise in Frage gestellt. Die Koma Civakên Kurdistan (KCK) (Union der Gemeinschaft en Kurdistans), eine von der PKK gegründete Organisation mit dem Aufgabe das demokratische Konföderationsprogramm zu implementieren, verteidigt Privateigentum in ihrer Satzung (das Schlüsseldokument in dem zuvor genannten Programm) in Artikel 8 „Private, politische Rechte und Freiheiten. Abschnitt C, Artikel 10, „Grundlegende Pflichten“ definiert die gesetzliche Basis eines verpflichtenden Militärdienstes: „ Im Falle eines legitimen Verteidigungskrieges, als Erfordernis von Patriotismus, gibt es die Pflicht sich aktiv an der Verteidigung der Heimat und der Grundrechte und -pflichten zu beteiligen.

Zafer Onar, ein libertärer Kommunist in der Region merkt an: „Während der Vertrag klar macht, dass politische Machtergreifung nicht beabsichtigt ist, müssen wir auch begreifen, dass die Zerstörung des Staatsapparats auch nicht beabsichtigt ist. Was bedeutet, dass das Ziel Autonomie innerhalb der existierenden Nationalstaaten ist. Wenn man sich den Vertrag in seiner Gesamtheit anschaut, geht die Zielsetzung nicht über ein bourgeoises demokratisches System, hier genannt demokratischer Konföderalismus, hinaus.

http://endofroad.blogsport.de/2015/02/18/statement-der-anarchistischen-foederation-britain-zu-rojava/


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01. März 2015, 14:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kritik an Dauvé und Kritik an Kritik Antworten mit Zitat
Petar Stanchev wirft dem "Anarchisten" Gilles Dauvé eine "kolonialistische Mentalität" vor:

Zitat:
I am writing this piece in response to a recent article by Gilles Dauvé, who slanders the Kurdish movement in Rojava in much the same way. A similar piece, based on equally dubious ethical and logical grounds, was published by the Anarchist Federation in London. It is important to emphasize that, although I will be responding specifically to the poorly informed critiques of the aforementioned articles, the issues I am raising here are far more important for the anarchist movement in the West than for the Kurdish or Zapatista movements themselves, which do not need any judgment or approval from some privileged ideological purists elsewhere.

[Editor's note (05/04/'15): As several people have rightly pointed out in the comments, we would like to emphasize that Dauvé does not self-identify as an anarchist but as a left-communist.]

My main concern in writing this article is that the colonial mentality and profound dogmatism of certain individuals and groups in Western anarchist circles are symptomatic of a deeper crisis in the organizational and imaginative capacities of parts of our movement. This issue should therefore be a matter of serious debate. If we fail to have such a conversation, we risk marginalizing ourselves and transforming our movement into a self-centered subculture that is incapable of connecting to the outside world. This, in turn, would make Western anarchism fade away as a historical relic that proved to be mostly impotent in its efforts to challenge the status quo.


Auf libcom findet man eine Kritik an diesem Artikel:

Zitat:
Those of us expressing reservations on the Rojava process of change are often promptly accused of sectarianism or worse. A rather shocking example of this put-down attitude appeared in ROAR Magazine, in general a very useful publication that sheds lights on many encouraging struggles against neoliberal capitalism the world over, but also a publication that, in its boundless enthusiasm, sometimes veers into the direction of cheerleading for a particular fight: that of Rojava. ROAR has published valuable pieces on that struggle, but its general attitude seems a bit over the top to me. And when other radicals express their doubt on Rojava, such doubt is met with scorn. In this case, that scorn is expressed by Petar Stanchev.

Target of his article is Gilles Dauvé, who wrote a piece on Rojava in which he tries to show that the movement in Rojava, however courageous, can best be seen as a radical form of liberal democracy, not a form of proletarian, anticapitalist revolution. I think many of his arguments have a lot of merit, but what I am more interested in here, is Stanchev 's ferocious reaction. For him, Dauve's attitude is an example of the “short-sighted, poorly informed, dogmatic and sectarian manner” in which “the struggles of the peoples in the Global South” are criticized – criticism which “(is) wittingly or unwittingly reproducing the logic of colonialism in h the process.” Further on in the article, he warns us about the danger of “the colonial mentality and profound dogmatism of certain gropups and individuals in Western anarchist circles.” Hence, his warning, and the title of his piece: “Mr. Anarchist, we need to have a chat about colonialism”. The warning fails on at least three points, a minor one, and two rather more serious ones.

http://libcom.org/blog/dear-cheerleaders-we-need-have-chat-about-imperialism-04042015


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12. April 2015, 23:37 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Reise nach Rojava Antworten mit Zitat
Die Eindrücke einer Genossin von Sic, die nach Rojava gereist ist:

Zitat:
Die Situation hat auch etwas gemeinsam mit der traurigen Entwicklung von Kämpfen weltweit in den letzten paar Jahren. Der Staat, nunmehr ein Agent des globalen Kapitals, wird als Schuldiger von sowohl aus Mittelklassen als auch dem Proletariat bestehenden Bewegungen betrachtet. Derweil wird die Nation als die ihm entgegenzustellende Kraft gesehen. Kämpfe stellen sich geschlossen hinter die Ideologie der Nationalität (und den Rassen- und Genderhierarchien, welche diese voraussetzt). Die stattfindende Veränderung in Rojava basiert bis zu einem gewissen Ausmass auf einer radikalen kurdischen Identität und auf einem beträchtlichen Anteil der Mittelklassen, welche, trotz ihrer radikalen Rhetorik, immer ein gewisses Interesse an der Kontinuität von Kapital und Staat haben.

http://kommunisierung.net/Ausgehend-vom-Zwangsmoment-Kanton


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27. Mai 2015, 19:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Gilles Dauvé Antworten mit Zitat
Gilles Dauvé zu Rojava:

Zitat:
Schliesslich haben wir eine Revolution gefunden, vor welcher sich die Bourgeois nicht fürchten.

Oder vielleicht hängt alles davon ab, was die bürgerliche Klasse ist. Wenn Graeber den Begriff auf die Topetage der herrschenden Elite beschränkt, dann hat er recht: Es leben vermutlich momentan in den drei Kantonen Rojavas sehr wenige Hochfrequenztrader oder Handelsbankiers. Dadurch kann für Graeber nicht von Klasse gesprochen werden, nur von Volk.

Doch ein Mann, der ein Transportunternehmen mit fünf Lastwagen betreibt und 15 Arbeitskräfte eingestellt hat, ist ein Bourgeois. Rojava ist eine Klassengesellschaft.

http://www.kommunisierung.net/Rojava-Realitat-und-Rhetorik


Eine (absolut lächerliche) Kritik an Dauvés Artikel ist ebenfalls auf Deutsch veröffentlicht worden:

Zitat:
Dies ist die Annahme, mit der Dauvés Artikel beginnt: Wir sollten die kurdische Bewegung nicht verurteilen, aber wir sollten auch nicht unseren Kopf verlieren, indem wir sie verehren. So weit so gut. Aber entgegen seiner erklärten Objektivität endet der Autor damit genau das zu tun, was wir seinen Worten nach nicht tun sollten: Er wendet die Konzepte und Standards des westlichen politischen Denkens an die Revolution in Rojava an und folgert, dass sie nicht in seine vorgefertigte Kategorie einer „sozialen Revolution“ hineinpasst.

Die Anarchist*innen (und es sind nicht wenige), die den Kampf für demokratische Autonomie in Kurdistan unterstützen, werden erinnert, nicht „ihren Kopf zu verlieren“. Ihre Unterstützung wird dargestellt als ein Zeichen von Radikalismus „ohne Rückgrat“, weil sie sich nicht an Gott-weiß-welches Dogma hält. Das ist eine interessante Form des „Anarchismus“, wenn wir die Reichhaltigkeit und Vielfalt der anarchistischen Tradition bedenken. Abgesehen von diesem herablassenden Diskurs ist es interessant die Fakten und Behauptungen dieser rechtschaffenen und durchblickenden Polstersessel- Revolutionär*innen zu untersuchen.

http://endofroad.blogsport.de/2015/05/11/herr-anarchist-wir-muessen-mal-ueber-kolonialismus-reden/


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03. Juni 2015, 22:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Araber verjagt oder nicht? Antworten mit Zitat
Die Times behauptet, die YPG hätten Tausende Araber verjagt und ihre Häuser angezündet:

Zitat:
Thousands of Sunni Arab civilians in northern Syria are reportedly fleeing their homes to avoid attacks by Kurdish fighters in what is described as an apparent ethnic cleansing campaign.

A report in The Times newspaper on Monday said that Kurdish fighters have been "burning Arab villages" in areas they control around Kobane as part of a campaign against local Arabs.

The article alleges that members of the Kurdish People's Protection Units (YPG), a close ally of the West in the fight against Isis, are carrying out the attacks.

http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/thousand-of-arabs-flee-from-kurdish-fighters-in-syrias-north-10289475.html?printService=print


Eine kurdische Zeitung behauptet hingegen, diese Behauptung sei falsch:

Zitat:
Several media outlets reported that the YPG forces launched a campaign of ethnic cleansing against Arab residents in the area.

Arab people in the liberated villages refuted rumors about their displacement or burning their farms by YPG fighters.

Asya Abdulrahman, 31, an Arab resident of Tel Temir countryside, responded to the rumors about YPG attacks, saying: “On the contrary, the YPG hasn’t displaced us from our houses nor burned our farms. We have been displaced by ISIS terrorists.”

“Many villagers returned home safely after the YPG forced ISIS to withdraw from the area. Our houses and farms are fortunately secure by now, and we’ll start our life like before,” she told ARA News.

http://aranews.net/2015/06/video-arab-citizens-refute-rumors-about-displacement-by-kurdish-forces-north-syria/


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04. Juni 2015, 12:44 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Spionageinheit Antworten mit Zitat
Artikel über die Spionageeinheit der YPG/YPJ:

Zitat:
These Kurdish forces have homegrown operational intelligence capacities and internal organization to align with the fast and loose mountain-warfare stylings of the YPG/YPJ’s predecessors and primary trainers, the PKK. Using the PKK’s methodologies as a foundation along with some difficult lessons learned in the field, the YPG/YPJ has met with many unique mission challenges and have since adapted an asymmetrical-warfare construct, which is agreeable to their organizational model.

Leading to the creation of the Secret Resistance Units (Yekîneyên Berxwedanê Yên Veşartî), better known to Kurdish Forces as Tabor (pronounced, Ta-boor).

Tabor was developed after the Kurds cut their teeth in battle while taking portions of the region known as Rojava in Northern Syria and Iraq. There, Kurdish forces seized the ISIS-controlled town Tell Hamis in 2014, only to lose it a few weeks later. Kurdish forces at the time of the attack were using one- and two-man, lightly trained scout patrols for the bulk of their intelligence-gathering needs.

http://uk.businessinsider.com/heres-how-kurdish-guerilla-forces-are-using-dirty-tricks-against-isis-2015-8


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06. September 2015, 13:03 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Anarchisten für die nationale Befreiung Antworten mit Zitat
Die Anarcho-Superstars von Crimethinc haben eine kleine Lobrede auf den "kurdischen Widerstand" verfasst. Sie sind dermassen entzückt ob dem "anarchistischen" Charakter der PKK...:

Zitat:
The PKK/PYD are fighting for a social revolution based on self-governance, self-defense, autonomy, and women’s liberation, with an emphasis on ecology and a critique of all hierarchies, most notably state power.


...dass sie die maoistischen Überbleibsel nicht als solche erkennen:

Zitat:
The division is clear for the Kurdish militants both in the personal and the political. There is the system, and there is struggle. Students leave the system (universities) in order to join the struggle. The system and capitalist social relations inevitably corrupt all forms of romantic love; hence, real love is love for your people, for whom you struggle. Young militants twenty years of age are not allowed to succumb to their carnal desires or fall in love. If they do, and they are honest about it, they will have to provide a self-criticism and hopefully get away with a punishment only involving a further, perhaps collective, self-criticism session on the platform, as they say in the PKK.


Trotzdem ist der Text nicht uninteressant und stellt zumindest eine wichtige Frage:

Zitat:
It is clear that the PKK is at a turning point: a new generation of militants is hitting the streets, transforming the character of the movement. Perhaps the formation of the YDG-H was a way for the old guard to assert more control over the rebellious youth of the Kurdish slums. Even if such a strategy was at play, the youth are proving hard to control; the official leadership is acknowledging that there are groups acting outside of their directives. Only Öcalan himself could reign them in. The future of the PKK and the Kurdish movement will be determined by this rebellious youth: will they will follow the party line lockstep, or come up with their own ideas?

http://www.crimethinc.com/texts/r/kurdish/


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24. September 2015, 14:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag YPG und verbrannte Erde? Antworten mit Zitat
Die YPG sollen mindestens ein arabisches Dorf dem Erdboden gleichgemacht haben:

Zitat:
The organisation’s report focuses on several villages In Northern Syria but one that stands out is Husseiniya village in Tel Hamees countryside where approximately 94% of the buildings that were standing in June 2014, were destroyed in June 2015.

According to one witness, the YPG took control of the area in February of 2015 and immediately began demolitions, “They pulled us out of our homes and began burning the homes, they brought the bulldozers, they demolished home after home until the entire village was destroyed” claimed one witness. As well as Husseiniya, Amnesty International report that the YPG also carried out “extensive demolition” in villages south of Suluk, near Tel Abyad, one of the villages mentioned is Asaylem village. A resident told Amnesty International that the YPG destroyed 100 out of 103 buildings and believed that the demolitions were in retaliation for an ISIS VBIED (Vehicle-borne Improvised Explosive Device) that targeted YPG troops in the village.

http://www.conflict-news.com/ypg-accused-of-warcrimes/


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13. Oktober 2015, 18:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Protest Antworten mit Zitat
Selbstverständlich protestieren die YPG gegen den Bericht (was weder seine Richtigkeit, noch seine Falschheit beweist):

Zitat:
As a British humanitarian who has spent 5 and half months with the YPG in Rojava, I'm utterly bemused by your 32 page report published Oct 2015.

I feel compelled to write this letter on behalf of the hundreds of foreign volunteers that have joined the YPG and the YPJ. Who are not only fighting on the frontline but are working hard alongside the Kurds in the hospitals and in the refugee camps.

In the time that I was in the country I had full access to the entire region, including the frontline. In fact, I would have been present at many of the events and locations mentioned in your report. I have never seen any evidence of deliberate property damage or forced evictions.

http://kurdishquestion.com/index.php/kurdistan/west-kurdistan/open-letter-to-amnesty-from-uk-ypg-volunteer/1173-open-letter-to-amnesty-from-uk-ypg-volunteer.html


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14. Oktober 2015, 17:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Revolution in Rojava? Antworten mit Zitat
Argentinische Anarchisten zu Rojava:

Zitat:
The PKK has apparently broken with the classical conception of the seizure of State power, peculiar to Marxism-Leninism, and introduced certain “criticisms” of the State in its new doctrine of democratic confederalism. These criticisms propose a formal change where the new State called by them “confederation” would assume more and more tasks of social organization with grassroots democracy, raising in turn the search for the most peaceful coexistence possible with the existing States, making use of self-defense if necessary.

This tale of direct democracy, local resistance in front of the existing States, self-determination of the peoples, administration of a “Stateless” territory is actually nothing new.

It is all these fantasies that had seduced many sectors of anarchism (including some in our region), which provided their support in various ways, as far as calling for taking part in the Kurdish militias as did David Graeber, the Occupy movement referent.

http://www.autistici.org/tridnivalka/la-oveja-negra-revolution-in-rojava-en/


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
28. November 2015, 14:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Türkische Truppen im Irak Antworten mit Zitat
Man mag es fast nicht glauben, doch die türkische Armee sei tatsächlich im Irak, um die PKK zu bekämpfen, und nicht den IS:

Zitat:
Recently there has been a lot of controversy about the presence of Turkish troops on Iraqi soil. The Iraqi government has told Turkey they must withdraw their troops while the Turkish say they are just there to help train a Sunni Muslim volunteer force near Mosul, the northern city currently controlled by the extremist group known as the Islamic State.

But according to some local analysts, the problem isn’t that there are Turkish soldiers on Iraqi soil. After all, they’ve been there for years already. The real danger is that the Turkish military may eventually clash with members of the Kurdistan Workers Party, or PKK, inside Iraq.

The PKK has been fighting for Kurdish independence and rights in Turkey for years, in an ongoing conflict that has seen tens of thousands of both Turkish and Kurdish people die. In fact, even though the PKK has been actively engaged in the fight against the Islamic State, or IS, group, they are also categorized as a terrorist organization by some Western nations. Recent events in Turkey have seen a fragile ceasefire between the two parties disintegrate and clashes between the PKK, Kurdish civilians and the Turkish military commence.

http://www.niqash.org/en/articles/security/5205/Turkish-Troops-in-Iraq-To-Fight-Turkish-Rebels-Not-Extremists.htm


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22. Januar 2016, 21:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kurdischer Anarchist zu Rojava Antworten mit Zitat
Halt sehr idealistisch, aber trotzdem interessant:

Zitat:
Before delving into the main issues, I would like to add that I believe that having an entirely supportive attitude toward something makes one a blind follower, and having an entirely critical attitude makes one narrow-minded. In both cases, one sees what one wants to see, not what is there. So I try to support my opinions with evidence and a clear conscience. I must also say that last year the Kurdistan Anarchist Forum (KAF) (of which I am a member), on two occasions, wrote to the senior figures in the PKK, the PYD, the Tev-Dem and other groups and organisations, attempting to call their attention to some of the problems. The KAF has not yet received any response.

http://libcom.org/library/our-attitude-towards-rojava-must-be-critical-solidarity


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02. Februar 2016, 23:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Reportagen aus dem Kriegsgebiet Antworten mit Zitat
Das LCM findet, wir sollten nach Kurdistan gehen:

Zitat:
Wir haben auch mit YPS-KämpferInnen, den zivilen Selbstverteidigungseinheiten der belagerten kurdischen Städte, gesprochen und uns erzählen lassen, wie und warum sie ihre Viertel mit Barrikaden und Gräben verteidigen. Wir haben auch gesehen, dass zwar in der Tat eine Migrationswelle aus den Städten stattgefunden hat, dass aber der Teil der kurdischen Bevölkerung, der nicht geflohen ist, sich stolz mit den YPS-KämpferInnen identifiziert. Wir haben nicht wenige ältere Mütter hinter Barrikaden und Gräben gesehen, die Erdogan verfluchten und schwörten, dass er nie in die zubarrikadierten Viertel reinkommen und nie die Autonomiebestrebungen des kurdischen Volkes stoppen können wird.

http://lowerclassmag.com/2016/02/kommt-nach-vorne-geht-nach-kurdistan/


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05. Februar 2016, 16:53 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag PYD und Moskau Antworten mit Zitat
Ein ziemlich nuancierter Artikel zum Verhältnis zwischen der PYD und Moskau:

Zitat:
On Wednesday, an affiliate of the largest and most powerful Kurdish party in Syria, the Democratic Union Party (PYD), opened its first official mission abroad — in Moscow. Given the amount of military and political support the PYD has received from the United States, this decision is likely to be received with some shock and confusion in the West. But a closer examination of the PYD’s historical experience and core interests suggests that the politics behind a potential realignment with Moscow makes strategic sense.

Since its intervention in late September 2014 to defend the besieged city of Kobane, Syria, against the Islamic State’s advances, the United States has been deeply involved with the PYD. But recently the relationship has taken a new turn. Washington has been coordinating with Turkey on Syria policy, even as Ankara has waged an escalating war against the Kurdistan Workers’ Party (PKK) with which the PYD is politically — though not formally — affiliated. On Jan. 30, PYD representatives left the Geneva peace proceedings on Syria after being denied a seat at the table by the coalition against Syrian President Bashar al-Assad. At roughly the same time, the United States sent Special Presidential Envoy for the Global Coalition to Counter ISIL, Brett McGurk, to Kobane for urgent talks with Syria’s Kurds.

https://www.washingtonpost.com/news/monkey-cage/wp/2016/02/12/why-are-syrian-kurds-pivoting-toward-moscow/?postshare=7971455305697614&tid=ss_tw


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12. Februar 2016, 20:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Reportage aus "Bakur" Antworten mit Zitat
Schon ein paar Wochen alt: Eine Reportage des LCM aus dem Südosten der Türkei:

Zitat:
Tiefer in der Nachbarschaft treffen wir Kämpferinnen und Kämpfer der YPS, der neu gebildeten Yekîneyên Parastina Sivîl (Zivilverteidigungseinheiten). „Terroristen“ nennt der Staat sie, professionelle PKK-Kämpfer, die aus den Bergen kommt, Stadtteile besetzen und die Bevölkerung benutzen. Mit diesen grimmigen Kriegern verbringen wir einen Tag: Er besteht vor allem im Teetrinken, plaudern, einer der Jugendlichen singt ein Lied, während wir um den wärmenden Ofen sitzen, und wir spielen mit einem Straßenhund. Terror in seiner subtilsten Form.

http://lowerclassmag.com/2016/01/das-leben-ist-schoen/


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14. Februar 2016, 19:45 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Interview YPS Antworten mit Zitat
Nationalismus sei kein Thema mehr, sagt man...

Zitat:
I mean yes more or less. If the enemy is attacking me with arms why should I not also pick up a weapon? If the enemy is firing bullets at my people why should I not fire back? We as the youth made a decision. We were experiencing all of this in our lands. Let’s say that it was another country and these parts belonged to them and their rules were valid then maybe I would be quiet. But it isn’t thus. These parts are our lands and we are experiencing oppression in our lands. The Turkish state does not accept me, nor my language, nor my ethnicity, nor my history or culture…it accepts nothing about me. It wants only one thing from me, and that is slavery.

https://rojavareport.wordpress.com/2016/02/18/new-interview-with-yps-commander-in-sirnex-on-ongoing-war-in-north-kurdistan/


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19. Februar 2016, 16:14 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Rojava Antworten mit Zitat
Auch in Rojava existiert der Staat leider noch und auch dort sind nicht alle bereit, für ihn zu sterben:

Zitat:
And as Rojava gets mightier and realizes long-held ambitions of self-rule for Kurds, some of its own people feel alienated by what they claim are heavy-handed tactics that feel reminiscent of the Syrian regime.

Instead of helping Jude Hamo finish his junior year of college, his parents sold the family car and borrowed money to smuggle the 23-year-old to Germany so he wouldn’t be drafted into the Kurdish armed forces fighting Islamic State. “We chose the lesser of two evils,” says Jude’s father, Radwan.

Since late 2014, at least 6,000 young Syrian Kurds have been compelled to serve in the military, according to the regional administration’s military ministry. More than two dozen died in battle.

In addition, the opposition group Syrian Network for Human Rights said Rojava officials have arrested and forced into military service a total of 1,178 civilians, including 217 minors and 69 women.

http://www.wsj.com/articles/syrias-kurds-have-carved-out-a-statelet-adding-new-snags-to-a-complex-region-1472661321


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01. September 2016, 18:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag LCM vs. Stalinisten Antworten mit Zitat
Sehr stark (Post-?)Maoismus vs. Stalinismus, aber durchaus lesenswert:

Zitat:
Zu ersterem. Öcalan war gerade frisch inhaftiert, die PKK versuchte zu überleben und zog sich aus der Türkei zurück. Kurz vor seiner Inhaftierung schlug Öcalan schon eine neue Taktik ein: Es sollte, zuzüglich zur Guerilla, unter anderem um die Bildung einer breiten demokratisch-politischen Front für die kurdische Sache gehen, die auch verknüpft wurde mit einer diplomatischen Offensive im Ausland. Parallel wurde die Perspektive der Gründung eines eigenen kurdischen Staates aufgegeben, stattdessen auf eine demokratische Revolution in den jeweiligen Ländern, in denen die „kurdische Frage“ aktuell war, gesetzt, die bürgerliche wie auch sozialistische Elemente enthielt. Im Sinne der diplomatischen Offensive wurde, wo man sich an die demokratischen Gesellschaften und Elemente des Westens (in der Türkei wie auch global betrachtet) wandte, ein moderaterer, stärker Demokratie und Menschenrechte und dergleichen betonender Diskurs angewandt. Wenn nun Kommunist*innen in allen Herren Ländern zuzüglich zur kämpfenden ML-Kaderpartei eine breite Front an demokratischen Massenorganisationen bilden (oder das zumindest versuchen), die weitaus weniger offensichtlich marxistisch-leninistisch reden, sondern sich in Kämpfe um demokratische Rechte engagieren und teils auch daran orientiert sind, die demokratischen Teile der Kleinbourgeoisie auf die eigene Seite zu ziehen oder sie wenigstens zu neutralisieren, dann gilt das als revolutionärer, taktischer Meisterzug. Macht das die kurdische Befreiungsbewegung, ist das „pro-imperialistisch“!

http://lowerclassmag.com/2016/10/buergerlicher-antiimperialismus-und-buergerlicher-kommunismus-als-revolutionsblockade-zur-rojava-debatte/


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13. Oktober 2016, 00:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Rojava gibt's nicht mehr Antworten mit Zitat
Eine vermutlich nicht unbedeutende Entwicklung: Rojava heisst neu offiziell schlicht Nordsyrien:

Zitat:
The groups of the three Kurdish-controlled regions held a conference in Syria's Kurdish-held northeastern town of Rmeilan and agreed on dropping the word 'Rojava' (the Kurdish word for West, indicating Western Kurdistan) from the name of the proposed federal system of government that was adopted in March 2016.

Speaking to Kurdistan24, Luqman Ehme a member of Northern Syria Federal System Organizing Council said the groups discussed the draft of the blueprint and changing the name was one of the agreed decisions.

"The title Democratic Federal System for Rojava-Northern Syria was changed into Democratic Federal System of Northern Syria after long discussions among the groups of northern Syria, though many parties rejected this change," he said.

On the reason of removing the word Rojava, Ehme said Rojava's plan is to join the mainly Arab provinces of Raqqa and Deir ez-Zur in northern Syria.

http://www.kurdistan24.net/en/news/51940fb9-3aff-4e51-bcf8-b1629af00299/-Rojava--no-longer-exists---Northern-Syria--adopted-instead-


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29. Dezember 2016, 00:01 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Verhandlungen Damaskus-Rojava Antworten mit Zitat
Russland hat Verhandlungen zwischen Damaskus und den Kurden einberufen:

Zitat:
The meeting hosted by Russian mediators focused on the relations between the central government in Damascus and the status of the Kurdish-administrated entities north and northwest of the country.

Sources close to the Kurdish factions told Rudaw the government had put forward a list of conditions that would regulate relations between Damascus and the Kurdish enclave which the regime so far has rejected to recognize.

In the meeting the government has conditioned its support for the Kurds in the country on the Kurdish backing of the Syrian President Bashar Assad in the upcoming elections. The government has also asked the Kurdish representatives to drop their demand for a federal system and hoist the Syrian flag on all government buildings and offices. Damascus has also said all Kurdish factions in the country should take part in the negotiations.

http://rudaw.net/english/middleeast/syria/29122016


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29. Dezember 2016, 11:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Rojava-Damaskus Antworten mit Zitat
Die Zukunft Rojavas ist nach wie vor etwas unklar:

Zitat:
Syrian officials I spoke with talk of first eroding organizations like IS and Jabhat Fatah al-Sham and then regaining control of the area without fighting the Kurds — but also not allowing them to mutate into federalism. Kurds ultimately want to steer Syria to a federal structure and to have Rojava autonomy recognized in the constitution. War is the last thing the Kurds want. They are also aware that under current conditions, they cannot think of dividing the country or setting up an independent state.

Both sides are approaching a critical threshold that evokes incendiary questions: How will the Syrian regime manage with the Kurds? What will happen to Rojava if Turkey and Syria decide to cooperate? Can the Kurds risk fighting the Syrian army?

http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2017/01/turkey-syria-kurds-are-working-to-build-a-state.html


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01. Februar 2017, 15:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Anarchisten vs. IS Antworten mit Zitat
Ausführlicher Bericht über amerikanische und europäische Freiwillige in den YPG:

Zitat:
My assignment was to get inside Rojava and report on the Western leftists taking part in the fight. From Sulaymaniyah, I traveled to Kirkuk, Iraq, where I met with a Peshmerga general who ordered four of his men to smuggle me across the blockade disguised as a fellow fighter. We made it through a series of regional checkpoints and arrived at a hardscrabble guerrilla camp in the foothills of Mount Sinjar, a forbidden zone controlled by the Kurdistan Worker's Party, or PKK. I spent a cold night huddled in a grimy kitchen, befogged with eye-watering quantities of cigarette smoke, while young PKK militants lectured me on the crisis of late capitalism and the American media's sexual exploitation of women.

Of all the armed factions in the region, the PKK is the most crucial to understanding the Rojava Revolution. Beginning in 1978, the PKK waged a communist insurgency against the government of Turkey, and was designated a terrorist group by the U.S. in 1997. Two years later, Turkish security forces captured the party's founder, Abdullah Öcalan. Sentenced to life on an island prison, Öcalan underwent a political conversion. He gave up Marx and Lenin and started reading about anarchism, feminism and ecology, especially the works of Murray Bookchin, a libertarian socialist who used to rub shoulders with Bernie Sanders in Vermont.

http://www.rollingstone.com/politics/features/american-anarchists-ypg-kurdish-militia-syria-isis-islamic-state-w466069


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14. Februar 2017, 23:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Kritik der PKK Antworten mit Zitat
Ein langer, kritischer Text über die PKK, der allerdings teilweise in einem etwas gar demagogischen Tonfall geschrieben ist:

Zitat:
What is at stake in the recent events in Rojava is the administrative autonomy of this majority Kurd region in Syria. While a minority in the country, the Syrian Kurds are markedly more numerous in Rojava than Arabs, Assyrians and Turkmens, who also live in these lands. If Sunni Islam is the majority religion in Rojava, there are also Christian and Yazidi religious minorities. Kurdish domination in Rojava, on the edge of the violent dissolution of the Syrian state, is hidden behind a thick ideological smokescreen from the good consciences of Western lefties. The new dominant classes of this area under the control of the nationalists of the PKK (Partiya Karkerên Kurdistan, Party of Workers of Kurdistan) from Turkey casually intone the siren songs of ecology, feminism and participatory direct democracy. It’s a music relayed and amplified by all kinds of leftists and by the subsidiaries, established in developed countries, of the cult of adoration of Öcalan, the founder of the PKK imprisoned for more than fifteen years on the island of Imrali.

https://libcom.org/library/rojava-fraud-non-existent-social-revolution


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30. Juni 2017, 14:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Beitrag Rezension Antworten mit Zitat
Rezension verschiedener Texte:

Zitat:
Zentral für Dauvé ist die Kritik an den euphorischen Berichten von vielen Anarchistinnen und Anarchisten, die prominentesten sind David Graeber und Janet Biehl, die Rojava schon mit der sozialen Revolution in Spanien 1936 vergleichen. Dauvé erinnert daran, dass man nie etwas von Kollektivierungsexperimenten hört und dass selbst aus den vollends begeisterten Reiseberichten hervorgehe, dass Rojava mit seinen Ladenbesitzern, Geschäftsmännern und Marktleuten eine Klassengesellschaft darstellt. Der französische Linkskommunist formuliert die richtigen Fragen an die immer wieder hochgehaltene Basisdemokratie in Rojava: „Was wird debattiert? Entscheiden die Volksräte über unbedeutende oder bedeutende Dingen?“ Merkwürdig ist allerdings, dass Dauvé der Auseinandersetzung mit dem Gesellschaftsvertrag von Rojava einen recht breiten Raum schenkt, und nicht so sehr praktische Politik der Selbstorganisation in Rojava untersucht. „Das ist Rousseau und nicht Bakunin“, schreibt er und weist auf den durchgehend bürgerlichen Rahmen hin. So garantiert der Artikel 41 das Recht auf Eigentum und Privateigentum: „Es gibt keinen Platz für eine Anerkennung des Klassenkampfes in einem Text, der auf nichts anderes als eine demokratische Verfassung hinausläuft.“

https://www.kosmoprolet.org/de/die-pkk-rojava-und-der-islamische-staat


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29. Januar 2018, 13:54 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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