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Wertkritik

 
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Wertkritik
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Doc Sportello



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Beitrag Wertkritik Antworten mit Zitat
Ich mache für die Anhänger des "automatischen Subjekts" mal einen eigenen Thread auf. Leider müssen am Schluss wieder die "commons" herhalten, trotzdem ist diese operaistische Kritik an der Wertkritik lesenswert.

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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
08. Februar 2016, 19:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Demokratie Antworten mit Zitat
Ein (etwas älterer) Text von Franz Schandl zur Demokratie, gegen den man nicht wirklich viel einwenden kann:

Zitat:
„Als Wertvorstellung hat die politische Demokratie keine Rivalen mehr“, doziert auch Paolo Flores d’Arcais (Die Linke und das Individuum. Ein politisches Pamphlet, Berlin 1997, S. 7). In gewisser Hinsicht hat er sogar Recht, denn Demokratie ist zweifellos eine Vorstellung, also eine Inszenierung des Werts. Dazu meint er dann noch, dass „Demokratie nur eine Spielerfigur an(erkennt): den Bürger“ (S. 16). Auch da fällt ihm nicht auf, dass er ausschließlich eine spezifische Kategorie Mensch benennt und befähigt. Die Bürgerei ist mittlerweile überhaupt fester Bestandteil linker Rhetorik geworden.

Indes wäre Demokratie wie alles andere zu historisieren. Das historische Subjekt, das sie erkämpfte, war die Arbeiterbewegung, das historische Objekt, das sie ermöglichte, war die sich durchsetzende Herrschaft des Kapitals. Dass Demokratie und Kapital geschichtlich sozusagen eins sind, ziehen die meisten Linken nicht in Betracht. „Die Gleichzeitigkeit von Demokratisierung und kapitalistischer Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft hat das politische Denken im 19. Jahrhundert in Verlegenheit gebracht“, schreibt Urs Marti in der Zürcher Zeitschrift Widerspruch (Nr. 55, S. 119). In Verlegenheit konnte so etwas aber nur bringen, wenn man diese beiden Entwicklungen partout auseinander halten will. Nicht zufällig kann Marti dann die obligate Gretchenfrage bloß so stellen: „Ökonomisierung der Politik oder Demokratisierung der Ökonomie?“ (ebenda, S. 123).

http://www.streifzuege.org/2014/democrazy


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
10. Februar 2016, 19:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doc Sportello



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Beitrag Reichelt zur Frankfurter Schule Antworten mit Zitat
Frankfurter Schule und Wertformanalyse:

Zitat:
The preoccupation with problems of capital-analysis began relatively early. We wanted to know in the first place what ‘reification’ (Verdinglichung) really is. At that time in the mid-sixties we systematically plagued Horkheimer with these things. We wanted to know how they are interpreted in the framework of the Frankfurt Theory since the Frankfurt Theory built explicitly on them – and discovered after all, that after three sentences long silences set in, and that basically there was very little to learn from these theoreticians. Finally, we decided to think these questions through ourselves and – this can now be said in the present company – had to conclude that the omission of these moments itself had to be conceived as to a certain extent symptomatic with regard to the critique of this ‘Critical Theory’. This becomes evident when one pursues it further, if one may extrapolate, with Habermas. One could perhaps put forward the thesis that the Habermasian theory, which after all arose in a close connection with the Frankfurt theory, is to be designated as dialectical theory which can only develop dialectical theory formally, since it falls back to the standpoint of the bourgeois subject.

https://cominsitu.wordpress.com/2016/08/03/from-the-frankfurt-school-to-value-form-analysis-reichelt/


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"Die kommunistische Theorie kann nichts anderes sein als gebunden an die gesellschaftliche Praxis der proletarischen Bewegung, sie ist weder 'marxistisch' noch 'anarchistisch'." Jean-Yves Bériou, 1975.
03. August 2016, 18:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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