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IKS Veranstalung: 100 Jahre Deutsche Revolution

 
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IKS Veranstalung: 100 Jahre Deutsche Revolution
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baerenpfote



Anmeldedatum: 29.12.2010
Beiträge: 9

Beitrag IKS Veranstalung: 100 Jahre Deutsche Revolution Antworten mit Zitat
Öffentliche Diskussionsveranstaltungen
Vor 100 Jahren: Die Lehren der deutschen Revolution

Wann: 28.11.2018 um 19.00 Uhr
Wo: Zentrum Karl der Gross - Weisser Saal; Kirchgasse 14 in Zürich

Am 4. November 1918 meuterten in Kiel an der Ostsee die Matrosen gegen den Befehl des Militärs, zu einer weiteren Seeschlacht auszulaufen. Gegen die Drohung einer brutalen Repression gegen die Seeleute reagierten die Arbeiter in Kiel mit einer massiven Streikwelle. Innerhalb von wenigen Tagen entstanden überall in Deutschland Arbeiter- und Soldatenräte. Diese Erhebung läutete das Ende des imperialistischen Abschlachtens ein: Die herrschenden Klassen auf der Welt, die sich vier Jahre lang auf heftigste bekämpft hatten, schlossen sich nun zusammen, um einer größeren Gefahr entgegenzutreen – die Ausdehnung der proletarischen Revolution von Russland auf die am stärksten industrialisierten Länder Europas. Am 31. Dezember 1918 kamen die revolutionären Gruppen, die sich mit einem internationalistischen Standpunkt gegen den Krieg gestellt hatten, zusammen, um die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) zu gründen, die für den Sturz der herrschenden Klasse und die Eroberung der politischen Macht durch die Arbeiterräte eintrat.
Deutschland sollte fünf Jahre lang zum Schauplatz einer ganzen Reihe von heftigen Zusammenstößen zwischen den Klassen werden.
Aber die große Hoffnung, dass ein Sowjetdeuschland die Isolierung der proletarischen Bastion in Russland durchbrechen sollte, erfüllte sich nicht. Die Arbeiterklasse in Deutschland stand einer viel stärkeren und gewiefteren herrschenden Klasse gegenüber als ihre Genoss/Innen in Russland. Die Bourgeoisie in Deuschland ging äußerst trickreich vor, um die Revolution in falsche Richtungen zu lenken und die Zentren des proletarischen Widerstands Zug um Zug zu zerschlagen. So begriff die Bourgeoisie sofort, als die Gefahr der Revolution erkennbar wurde, dass der Kaiser abgesetzt, der Krieg beendet werden musste und die ehemalige Arbeiterpartei, die SPD, die nunmehr in treuen Diensten des Kapitals stand, der Bourgeoise zu Hilfe eilen musste. Ein Großteil der SPD war schon auf die Seite der herrschenden Klasse übergegangen, als sie die Kriegsmobilisierung unterstützte. Aber die Sozialdemokraten genossen noch das Vertrauen eines großen Teils der Arbeiterklasse in Deutschland. Der SPD gelang es deshalb, innerhalb der Arbeiterräte dafür zu sorgen, dass diese ihre Macht dem neuen “demokratischen” kapitalistischen Staat übertrugen. Gleichzeitig wussten sie, dass sie die Arbeiter in die Falle von verfrühten militärischen Aufständen locken mussten, bei denen die Arbeiter total getrennt voneinander losschlugen. Diese Strategie hatte zum Beispiel im Januar 1919 in Berlin tragische Folgen, als Tausende Arbeiter und Revolutionäre, unter anderem Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, ermordet wurden. Die Niederlage der Revolution in Deutschland und die Eindämmung der revolutionären Welle in vielen anderen Ländern sollte für die Menschheit katastrophale Auswirkungen haben: der Niedergang der Revolution in Russland mit dem Machtverlust der Arbeiter, der Aufstieg des Stalinismus und der Nazis; die Tür zum 2. Weltkrieg wurde dadurch aufgestoßen.

Hundert Jahre später erscheint die Revolution in Deutschland nahezu wie aus den Geschichtsbüchern verschwunden. Die Herrschenden haben immer noch das größte Interesse daran, die Revolution in Russland als eine rein russische Angelegenheit darzustellen und so zu tun, als ob die Weltrevolution ein schöner Traum war und ist. Aber dabei zeigte die Revolution in Deutschland, dass sie zu einer Möglichkeit geworden war, auch wenn sie tatsächlich scheiterte. Es ist unsere Aufgabe heute, die Hauptlehren für zukünftige revolutionäre Bewegungen der Arbeiterklasse zu ziehen, und das wird unser Hauptanliegen auf der Diskussionsveranstaltung sein.
Berlin: Samstag, 17.11.2018, 17 h in 'Blauer Salon' in Mehringhof, Gneisenaustr. 2,
in Zürich:Mit twoch 28. November, um 19.00 Uhr im Zentrum Karl der Grosse, Weisser Saal, Kirchgasse 14
Auf de.internationalism.org sind weitere Textbeiträge zum Thema zu finden.


18. Oktober 2018, 15:00 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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